Kommunismus oder Commonismus

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Vortrag in der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen, 7.11.2012

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Kommunismus oder Commonismus

  1. 1. Kommunismus oderCommonismus RLS Sachsen, 7.11.2012Stefan Meretz, keimform.de
  2. 2. TheseEine neue Produktionsweise kommt nurals neue Produktionsweise in die Welt
  3. 3. Produktionsweise● PW = ProduktivKräfte + ProduktionsVerhältnisse● PK = Verhältnis von Mensch, Mittel und Natur● PV = Verhältnisse der Menschen untereinander● PW = Art und Weise, wie Menschen ihre Lebensbedingungen herstellen und welche sozialen Verhältnisse sie dabei entwickeln● Produktionsweise ≠ Gesellschaftsform● In einer Gesellschaftsform kann es mehrere PW geben, wobei eine PW dominant ist und die Gesellschaftsform bestimmt● Kapitalismus = Gesellschaftsform, in der die kapitalistische Warenproduktion dominant ist
  4. 4. Geschichte● Eine neue Produktionsweise entwickelt sich in der alten und wird schließlich dominant● Fünfschrittmodell als Präzisierung des »Umschlags von Quantität in Qualität«: – Keimform: neue PW entwickelt sich in Nischen – Krise: alte PW kann das System nicht aufrechterhalten – Funktionswechsel: doppelte Funktionalität der neuen Produktionsweise: ● Temporäre Stabilisierung der alten PW ● Unvereinbarkeit mit der Funktionslogik der alten PW – Dominanzwechsel: neue PW setzt sich durch – Umstrukturierung: neue PW bestimmt neue Gesellschaft
  5. 5. Marx in den »Grundrissen«: Persönliche Abhängigkeitsverhältnisse (zuerst ganz naturwüchsig) sind die ersten Gesellschaftsformen, indenen sich die menschliche Produktivität nur in geringem Umfang und auf isolierten Punkten entwickelt.Persönliche Unabhängigkeit, auf sachlicher Abhängigkeit gegründet, ist die zweite große Form, worin sich erst einSystem des allgemeinen gesellschaftlichen Stoffwechsels,der universalen Beziehungen, allseitiger Bedürfnisse und universeller Vermögen bildet. Freie Individualität, gegründet auf die universelle Entwicklung der Individuen und die Unterordnung ihrer gemeinschaftlichen, gesellschaftlichen Produktivität als ihres gesellschaftlichen Vermögens, ist die dritte Stufe.
  6. 6. Zu zeigen: Commonismus: 1. Neue Produktivkräfte 2. Neue Produktionsverhältnisse3. Neue Produktionsweise kann dieneue Gesellschaftsform bestimmen
  7. 7. Neue Produktivkräfte: Peer-ProduktionPeer-Produktion:● Mensch im Mensch-Mittel-Naturverhältnis zentral – statt »Maschinerie«, die »den Arbeiter anwendet« (Marx)● Entfaltung der »freien Individualität« – statt Verwertung der zugerichteten Subjektivität● Peering als praktizierte Gleichrangigkeit – statt Kommandostrukturen► Entfaltung der Hauptproduktivkraft Mensch als Selbstzweck
  8. 8. Neue Produktionsverhältnisse: CommonsGemeinschaft Commoning und Regeln + Selbstorganisation – Fremdbestimmung + Besitz u. Teilen – Eigentum + BeitragenNaturgüter Commons – Tauschen Ressourcen Produkte
  9. 9. …und wie erklärt Katja Kipping »Commons«?Jakob Augstein im Gespräch mit Katja Kipping und Bernd Schlömer
  10. 10. ...auch, aber Commons ist viel, viel mehr● Hackerspaces & FabLabs● Gemeinschaftsgärten● Solidarische Landwirtschaft● Mietshäuser-Syndikat● Freie Funknetze (Freifunk, Funkfeuer, OpenMesh etc.)● Open Architecture● Open Furniture● Open Wear / Open Fashion● Open Prothetics● Open Hardware (Arduino, RepRap, CubeSpawn etc.)● Open Manufacturing● Open Everything
  11. 11. Beispiel: Open Source Ecology
  12. 12. Wieder grundsätzlicher: »Elementarform«● Die Ware ist kein »Ding«, sondern die »Elementar- form« der kapitalistischen Produktionsverhältnisse – Erinnerung: PV fasst die sozialen Formen bei der Her- stellung der gesellschaftlichen Lebensbedingungen● Das Commons ist die Elementarform der peer- commonistischen ReProduktionsverhältnisse – Das Commons repräsentiert eine andere Form der gesellschaftlichen Vermittlung (=Vergesellschaftung)● Wie ist das zu verstehen? Dazu ein Vergleich der Elementarform-Dynamiken von Ware und Commons
  13. 13. Ware und CommonsWare RessourcenTausch +Wert Verwertung Commoning Vernetzung =Geld CommonsKapital
  14. 14. Die Ware Ein Commonszerfällt in zwei ist ein Commons Produkt Commons Commons Herstellung Nutzung Ware Commons Verteilung Wertding Commons Commons
  15. 15. Ware und Commons (1)► Die Logik der Exklusion: ► Die Logik der Inklusion:● Bedürfnisse werden im ● Bedürfnisse werden Nachhinein bestätigt vorher vermittelt● Zielkonflikte werden ● Zielkonflikte werden externalisiert intern verhandelt● Ziel ist eindimensional: ● Ziele bilden eine multi- Profit dimensionale Pluralität● Zeiteinsparung ist un- ● Zeitverausgabung ist abwendbarer Zwang Lebensqualität● Erzeugung von Spaltung ● Erzeugung von positiver und Ausschluss Reziprozität● Konkurrenzlogik ● Kooperationslogik
  16. 16. Ware und Commons (2)● Homo oeconomicus: ● Mensch: abstrakte Gleichheit konkrete Besonderheit formale Gerechtigkeit empfundene Fairness● Strukturelle ● Strukturelle Vereinzelung Gemeinschaftlichkeit● Strukturelle ● Strukturelle Verantwortungslosigkeit Verantwortungsfähigkeit● Spaltung von Produktion ● Identität von Produktion und Reproduktion und Reproduktion● individuelle Entwicklung ● freie Entwicklung eines geht zu Lasten der jeden ist Bedingung für Entwicklung anderer die freie Entwicklung aller
  17. 17. Aber neue Produktionsweise?● Ja, in Keimform in Mitten der dominanten Warenlogik● Der Commonismus kann nur existieren, weil er eine doppelte Funktionalität besitzt: – ausnutzbar durch die Warenproduktion (Kostenreduktion) – inkompatibel zur Warenproduktion (andere PW)● Das erzeugt notwendig u.U. heftige Widersprüche: – im Unternehmen, das auf Peer-Produktion setzt – im Commons, das von einer Finanzierung abhängig ist – im Hybriden, der Vorteile für beide Seiten erzeugen will
  18. 18. Geld Ware Tun Nutzen UnternehmenBelegschaft Community Peer- Peer-Produktion Produktion Community Peer- Produktion Commons
  19. 19. Und der Kommunismus?● Der Commonismus ist der Kommunismus● Der Kommunismus ist aber nicht das ganz Andere einer fernen Zukunft, nicht »ein Ideal, wonach die Wirklichkeit sich zu richten« habe, sondern die »wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt« (Marx/Engels)● Der Kommunismus als Gesellschaftsform setzt sich in dem Maße durch, wie die peer-commonistische ReProduktionsweise dominant wird und die Warenproduktion aufhebt
  20. 20. Danke ☺ … und noch ein paar Tipps● Ubuntu-Philosophie: keimform.de/2012/ubuntu-philosophie/● Commons-basierte Peer-Produktion: keimform.de/2011/spw/● Einschluss statt Ausschluss — Commons jenseits des Kapitalismus: keimform.de/2010/einschluss-statt-ausschluss/● Commons als Grundlage einer neuen Produktionsweise (Vortrag): keimform.de/2011/commons-als-grundlage-einer-neuen-produktionsweise/● Bedürfnisse ERmitteln oder VERmitteln? (Vortrag) keimform.de/2012/beduerfnisse-ermitteln-oder-vermitteln/● Kapitalismus aufheben – aber wie? (Vortrag) keimform.de/2012/vortrag-kapitalismus-aufheben-in-kassel/● Understanding Commons and Peer Production (Vortrag, englisch): keimform.de/2011/understanding-commons-and-peer-production/● The Generative Logic of the Commons (Vortrag, englisch): keimform.de/2010/the-generative-logic-of-the-commons-slidecast/ No rights reserved. Do what you want.

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