Bildungswege in der Chemie

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Die Diskussionsrunde im Haus am Dom befasste sich mit der Frage, der Konsequenzen der die sich vollziehenden Schulformverschiebung und ob 55% eines Jahrganges Abitur machen müssen. Neben dem bekannten Bildungspolitiker und Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, nahmen an der Runde, die auf Initiative einer Fraktion im Römer zustande gekommen ist, Schulleiterin Sabine Fischer, Fraktionsvorsitzender Michael zu Löwenstein, Schülerin Cinzia Perla und Dr. Karsten Rudolf, Prokurist Provadis teil.

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    1. 1. © Provadis Impulsbeitrag aus Sicht des Fachkräfte-Entwicklers der Industrie – Fokus: Chancen für potenzielle Abiturienten Dr. Karsten Rudolf (Prokurist und Bereichsleiter Bildungs- und Forschungsprojekte sowie Marketing)
    2. 2. © Provadis Provadis – Der Fachkräfte-Entwickler der Industrie am IPH Frankfurt und am IP Marburg aber auch darüber hinaus Hessens größtes Ausbildungsunternehmen Der Fachkräfte-Vermittler der Industrie Rechtssichere Pflichtschulungen für die Industrie Die Hochschule der Industrie Der Weiterbildungsexperte der Industrie Ihr Partner für Analytik
    3. 3. © Provadis Deutschland und Frankfurt: stabiler und innovativer, industrieller Standort Standortvorteil: gut qualifizierte Fachkräfte Industriepark Höchst, 4,6 km² Areal ● 90 Unternehmen mit mehr als 22.000 Beschäftigten ● Seit 2010 rd. 6 Mrd. € investiert
    4. 4. © Provadis Fakten zur chemischen und pharmazeutischen Industrie in Deutschland • Beschäftigte: 450.000 in rd. 2.000 Unternehmen (überwiegend KMU) • Durchschnittsverdienst: 55.000 Euro (brutto) zzgl. Zulagen und Sozialleistungen (damit 25% über verarbeitendem Gewerbe) • Ausbildungsvergütung: 859 bis 1.079 Euro (1.-4. Ausbildungsjahr) zzgl. 13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld etc.; Einstiegsgehalt im IPH nach der Ausbildung zw. 2.630 und 2.970 Euro (brutto) • Berufsspektrum: rd. 50 Berufe • Berufsstruktur: 56% Facharbeiter, 13% Meister/Techniker/Fachwirte, 16% Akademiker, 10% An-/Ungelernte, 5% Azubis • Ausbildungsengagement: Tarifvertrag „Zukunft durch Ausbildung“ mit über 90% Übernahmequote • Weiterbildung: 1.300 Euro pro Mitarbeiter und pro Jahr vs. 1.170 Euro Durchschnitt im verarbeitenden Gewerbe (Industrie) bei 91,3 WB-Quote
    5. 5. © Provadis Auswahl an Berufen in einem Chemiebetrieb Betrieb ● Chemikanten ● Pharmakanten ● Elektroniker für Automatisierungs- technik ● Industriemechaniker ● Anlagenmechaniker ● Ingenieure (EMR, Verfahrenstechnik, Chemie) ● Techniker ● Meister ● ... Labore ● Chemie- laboranten ● Biologie- laboranten ● Chemiker ● Biologen ● ... Logistik ● Kaufleute für Spedition und Logistikdienst- leistungen ● Fachlageristen ● Sicherheitsfach- kräfte (Feuerwehr- leute, Mediziner, Werksschützer) Verwaltung ● Industriekaufleute ● Kaufleute für Büromanagement ● Betriebswirte ● Juristen ● Kommunikations- spezialisten aller Fachrichtungen ● ... Versorgung ● Köche ● Gastronomie- fachkräfte ● ... Hinzu kommen Berufe im Umfeld. Denn: Innovationstreiber Industrie = Motor der Dienstleistungsbranche Mehr Infos zu den Berufen in der chemischen und pharmazeutischen Industrie unter www.berufskompass-chemie.de oder www.elementare-vielfalt.de.
    6. 6. © Provadis Geplante Ausbildungsstellen zum 1.9.2016 (inkl. Firmen außerhalb Industriepark Höchst) 85 x Chemikant/in 25 x Pharmakant/in 38 x Elektroniker/in für -Betriebstechnik -Automatisierungstechnik -Gebäude-/ Infrastruktur 20 x Industriemechaniker/in 10 x Mechatroniker/in 1 x Mechatroniker/in für Kältetechnik 2 x Berufskraftfahrer/in 1 x Werkzeugmechaniker/in 1 x Zerspanungsmechaniker/in 9 x Fachlagerist/in 2 x Fachkraft / Lagerlogistik 2 x Kaufmann/frau für Spedition u. Logistik 12 x Kaufmann/frau für Büromanagement 2 x Medizinische/r Fachangestellte/r 30 x Biologielaborant/in* 38 x Chemielaborant/in* 3 x Werkfeuerwehrleute (m/w) 11 x Industriekaufmann/frau* 15 x Fremdsprachen- korrespondent/in* 10 x Fachinformatiker/in* - Anwendungsentwicklung - Systemintegration 2 x Informatikkaufmann/frau* grün markiert = weniger Bewerber als im Durchschnitt -> bessere Chancen für Bewerber
    7. 7. © Provadis Bildungswege in der chemischen Industrie Studium zum Master Studium zum Bachelor Fortbildung zum Meister/Fachwirt, Fachkaufmann (o.ä.)** Berufsausbildung Realschulabschluss Hauptschulabschluss Fachabitur Betriebliche Ausbildung Akademische Ausbildung Abitur Fachabitur FHFH * Promotion Zukünftig: • bald flächendeckende, gegenseitige Anerkennung von Leistungen (?) • bald flächendeckendes, aktivierendes Angebot FOS • ab 1.1. Modell „Studieren ohne Abitur“ in Hessen * Je nach Fortbildung und Ausbildungsgrad werden 0 – 3 Jahre Berufserfahrung vorausgesetzt.** ** Beispiel Positionen Produktion • Betriebsleiter Verantwortung Betrieb • Betriebsassistent Vertreter Betriebsleiter • Meister verantwortlich für die Produktion • Schichtführer verantwortlich für die jeweilige Schicht • Produktions- mitarbeiter Mitarbeiter vor Ort
    8. 8. © Provadis 31 Jahre, männlich (nawi/technisch) ● Mittlere Reife ● Ausbildung zum Chemikant ● Berufstätigkeit als Chemikant ● Berufsbegleitend FB zum Produktionstechniker an der PES ● Wechsel noch während FB in das Qualitätsmanagement mit besserer Bezahlung ● berufsbegleitend Bachelor- Studium CE ● heute Betriebsassistent ● aktuell Master-Studium CE ● Zukunft (?): Promotion, Betriebsleiter, Ausbilder Zwei anonymisierte Echtbeispiele aus dem IPH 45 Jahre, männlich (kaufmännisch) ● Mittlere Reife ● Ausbildung zum Bürokaufmann ● Berufstätigkeit als Sachbearbeiter ● Berufsbegleitend IHK-FB zum Personalfachkaufmann ● Wechsel ins Tätigkeitsfeld Personalreferent (oft schon Studienberufe) ● heute tätig als Teamleiter Human Resources
    9. 9. © Provadis Die Industrie braucht beides: beruflich und akademisch Qualifizierte! Es kommt dabei wesentlich auf ein frühzeitig angelegtes Talentmanagement an, verbunden mit guter Berufs- und Studienorientierung – auch verstärkt im Gymnasium. Der gute Realschüler muss nicht immer gleich das (Fach)Abitur anstreben – und der Abiturient muss nicht immer direkt ins Studium. Beide finden schon heute gute Möglichkeiten, sich beginnend mit einer Ausbildung alle Bildungswege zu erschließen und Stück für Stück zu wachsen an Persönlichkeit und Fachlichkeit und das vor dem Hintergrund einer sicheren finanziellen Grundlage. Hybride Bildungswege müssen stärker, Durchlässigkeit zum Normallfall werden. Wir sollten mit dem Motto des lebenslangen Lernens ernst machen und auch verstärkt bereit sein, „wachsend zu lernen“ und dabei alle Chancen zielgerichtet zu nutzen. Eine Frage der heutigen Veranstaltung: „Das Beste für das Kind: immer das Abitur?“ oder

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