Privatsphäre 2.0 - Zur Ethik der Kapitalisierung sozialer Beziehungen
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Privatsphäre 2.0 - Zur Ethik der Kapitalisierung sozialer Beziehungen

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Vortrag beim "Forum PR" des Gesamtverband Kommunikationsagenturen, 8.10.2010, Berlin

Veröffentlicht in: Bildung
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Notizen
  • 'Facebook als Bühne' ist im Goffman'schen Sinne sicher richtig, dort finden (wie in jeder sozialen Situation) zweifellos auch Prozesse des 'impression management' statt, bei denen ich mich je nach Rolle und korrespondierenden Erwartungen präsentiere; knifflig wird es, wenn ich bei Facebook unterschiedliche Rollensegmente adressiere (Freunde, Kollegen, alte Kindergartenbekannte, ...).
    Das steht m.E. aber nicht im Widerspruch dazu, dass dort eine _persönliche_ Öffentlichkeit entsteht - es geht bei dem Konzept ja gerade um einen Teil des Bereichs zwischen den 'persönlichen' Face-to-face-/Kopräsenz-/nicht technisch vermittelten Situationen mit wenigen Kommunikationsteilnehmern einerseits und der Massenöffentlichkeit andererseits, wo sich Routinen u.U. auch vermengen.
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  • ich frage mich so ein bisschen aus eigener Erfahrung heraus, wie persönlich die Facebook-Öffentlichkeit am Ende noch ist? Setzen nicht irgendwann Lernprozesse ein, sodass wir Facebook eher als Bühne verstehen? Dann ist ja auch interessant, dass ich mich zwischen verschiedenen Einstellungen entscheiden kann: sichtbar für Freunde, Freunde von Freunde, alle - das ist eine graduelle Steigerung (zunehmende Öffentlichkeit). Auf jeden Fall finde ich das mit der Kommerzialisierung eine wichtige Sache, ist ja auch eine Problemdimension der Internetethik (Debatin)
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