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Wissenschaftskommunikation
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Massenmediale Öffentlichkeit
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Intermediäre und Kommunikationsarenen
Intermediäre sind nicht eins zu eins
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zuzuordnen, sondern b...
• Intermediäre erschließen den
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Kanälen – darunter auch
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• Intermediäre fördern die
Personalisierung von Informations-
repertoires in zweierlei Hinsicht:
(a) das Kontaktnetzwerk, ...
 Intermediäre sorgen für eine Konvergenz
bislang getrennter Kommunikationsmodi:
von Konversation und Publikation
 (Wisse...
Machtverschiebungen: Das Partizipations-Paradox
 Mitwirkung an
Konversationen, dem
Bereitstellen und Teilen
von Inhalten,...
Fazit
• Soziale Medien fungieren als Intermediäre in der Wissenschafts-
kommunikation, weil und insofern sie den Informati...
Danke für Ihre Aufmerksamkeit!
Dr. Jan-Hinrik Schmidt
Hans-Bredow-Institut
Rothenbaumchaussee 36, 20148 Hamburg
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[Linné] CC-BY-SA 3.0, Alexander Roslin, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Carolus_Linnaeus...
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Soziale Medien als Intermediäre in der Wissenschaftskommunikation

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Vortrag beim Workshop "Bedeutung, Chancen und Risiken der sozialen Medien für die Wissenschaftskommunikation", Berlin, 18.3.2016

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    [Foucault] Exeter Centre for Advanced International Studies Research Priorities (Fair Use), https://en.wikipedia.org/wiki/File:Foucault5.jpg
  • [Massenmedien]: CC by 2.0, NASA, http://www.flickr.com/photos/gsfc/3726614425
    [Experten] CC by 2.0, usarmyafrica, http://www.flickr.com/photos/usarmyafrica/4077018383/
    [Kollaboration] CC by-nc 2.0, santheo, http://www.flickr.com/photos/santheo/3244627450/
    [Stammtisch] CC by-nc 2.0, Juso Unterbezirk Saarlouis, https://www.flickr.com/photos/51110108@N02/5194988993//
  • [Massenmedien]: CC by 2.0, NASA, http://www.flickr.com/photos/gsfc/3726614425
    [Experten] CC by 2.0, usarmyafrica, http://www.flickr.com/photos/usarmyafrica/4077018383/
    [Kollaboration] CC by-nc 2.0, santheo, http://www.flickr.com/photos/santheo/3244627450/
    [Stammtisch] CC by-nc 2.0, Juso Unterbezirk Saarlouis, https://www.flickr.com/photos/51110108@N02/5194988993//
  • [Konversation]: CC-BY-NC-ND-2.0, Dominic Dada, http://www.flickr.com/photos/ogil/274628990/
  • [Sharing] CC BY-NC-ND 2.0, Stephen Desroches, http://www.flickr.com/photos/focusedonlight/2795746704/
    [Demonstration] CC BY-NC-ND 2.0, Dom Dada, http://www.flickr.com/photos/ogil/1842123447/
    [Barcamp] CC BY-NC-ND 2.0, Nathanael Boehm, http://www.flickr.com/photos/purecaffeine/1226101959/
  • Soziale Medien als Intermediäre in der Wissenschaftskommunikation

    1. 1. Soziale Medien als Intermediäre in der Wissenschaftskommunikation Jan-Hinrik Schmidt @janschmidt Wissenschaftlicher Referent für digitale interaktive Medien und politische Kommunikation Berlin  18.03.2016
    2. 2. Worüber spreche ich heute? Gattungslehre Arenen Organisationsprinzipien Macht Berlin 2 von 12 Soziale Medien als Intermediäre in der Wissenschafts- kommunikation
    3. 3. Gattungslehre 101 AngeboteMicrocontent Kanal Gattung Netzwerk- plattform Microblogs Weblogs Multimedia- plattform Wikis Status- Update Tweet Posting Video Artikelversion Profil bzw. Page Account Einzelblog Channel Artikel Berlin 3 von 12
    4. 4. Gattungslehre 101 AngeboteKanal Profil bzw. Page Account Einzelblog Channel Artikel Soziale Medien fungieren als Intermediäre, weil & indem sie Kommunikationskanäle anderer Akteure bündeln Intermediäre generieren also selbst keine eigenen Inhalte, stellen aber Voraussetzungen zur Verfügung, dass andere diese verbreiten bzw. auffinden können Einzelne Kanäle können unterschiedlichen Arenen der Wissenschaftskommunikation angehören Berlin 4 von 12
    5. 5. Arenen der (Wissenschafts-)Kommunikation online Massenmediale Öffentlichkeit (z.B. dradiowissen.de; @zeitwissen) • Hohe Zutrittshürden als Kommunikator; disperses, unverbundenes Publikum • Selektion von Informationen nach journalistischen Nachrichtenfaktoren • Präsentation von Informationen folgt etablierten & neuen journal. Gattungen Expertenöffentlichkeiten (z.B. PLOS one; arxiv.org) • Hohe Zutrittshürden als Kommunikator; Publikum sind academic peers • Selektion von Informationen nach disziplinären Themen; peer review • Präsentation von Informationen intersub- jektiv nachvollziehbar & falsifizierbar Kollaborative Öffentlichkeit (z.B. Wikipedia) • Niedrige Zutrittshürden als Kommunikator; disperses, unverbundenes Publikum • Selektion von Informationen nach enzyklopädischer Relevanz • Präsentation von Informationen folgt Ideal des „neutralen Standpunkts“ Persönliche Öffentlichkeit (z.B. privates FB-Profil; @janschmidt) • Niedrige Zutrittshürden als Kommunik.; eigenes soziales Netzwerk als Publikum • Selektion von Informationen nach Kriterien persönlicher Relevanz • Präsentation von Informationen folgt Leitbild der Authentizität Berlin 5 von 12
    6. 6. Arenen der (Wissenschafts-)Kommunikation online Massenmediale Öffentlichkeit (z.B. dradiowissen.de; @zeitwissen) • Hohe Zutrittshürden als Kommunikator; disperses, unverbundenes Publikum • Selektion von Informationen nach journalistischen Nachrichtenfaktoren • Präsentation von Informationen folgt etablierten & neuen journal. Gattungen Expertenöffentlichkeiten (z.B. PLOS one; arxiv.org) • Hohe Zutrittshürden als Kommunikator; Publikum sind academic peers • Selektion von Informationen nach disziplinären Themen; peer review • Präsentation von Informationen intersub- jektiv nachvollziehbar & falsifizierbar Kollaborative Öffentlichkeit (z.B. Wikipedia) • Niedrige Zutrittshürden als Kommunikator; disperses, unverbundenes Publikum • Selektion von Informationen nach enzyklopädischer Relevanz • Präsentation von Informationen folgt Ideal des „neutralen Standpunkts“ Persönliche Öffentlichkeit (z.B. privates FB-Profil; @janschmidt) • Niedrige Zutrittshürden als Kommunik.; eigenes soziales Netzwerk als Publikum • Selektion von Informationen nach Kriterien persönlicher Relevanz • Präsentation von Informationen folgt Leitbild der Authentizität Berlin 6 von 12
    7. 7. Intermediäre und Kommunikationsarenen Intermediäre sind nicht eins zu eins einer Kommunikationsarena zuzuordnen, sondern bündeln und vermitteln Informationen aus unterschiedlichen Arenen Diese Vermittlungsfunktion folgt einer spezifischen Logik; sie resultiert aus der Kombination von – softwaretechnischen Merkmalen, – ökonomischen Strategien der Betreiber sowie – Nutzerpraktiken Derzeit sind drei zentrale Organisationsprinzipien von sozialmedialen Intermediären beobachtbar AngeboteKanal Profil bzw. Page Account Einzelblog Channel Artikel Berlin 7 von 12
    8. 8. • Intermediäre erschließen den „Microcontent“ aus unterschiedlichen Kanälen – darunter auch Wissenschaftskommunikation – und bündeln ihn zu einem konstanten Informationsfluss („streams“; „feeds“) • Intermediäre filtern, aber sie tun dies in der Regel nicht redaktionell, sondern algorithmisch • Welche Relevanz-Kriterien und sonstigen Parameter in diese „Filter- & Bündelungsalgorithmen“ eingeschrieben sind, bleibt meist intransparent Organisationsprinzipien (1/3): Ent- & Neubündelung Berlin 8 von 12
    9. 9. • Intermediäre fördern die Personalisierung von Informations- repertoires in zweierlei Hinsicht: (a) das Kontaktnetzwerk, das den Informationsstrom einer Person speist, ist individuell einzigartig; (b) Empfehlungs- und Filteralgorithmen beziehen früheres Verhalten und Metadaten einer Person ein, um Inhalte (Microcontent oder Kanäle) vorzuschlagen • Diese Form von Personalisierung verspricht „bessere“ und „relevantere“ Informationen • Offen ist, inwieweit sie aber auch zu „filter bubbles“ (Pariser 2011) führt, die geteilte Weltsichten erschweren Organisationsprinzipien (2/3): Personalisierung Berlin 9 von 12
    10. 10.  Intermediäre sorgen für eine Konvergenz bislang getrennter Kommunikationsmodi: von Konversation und Publikation  (Wissenschafts-)Journalistische Angebote führen eigene Kanäle, um ihre Inhalte zugänglich zu machen  Aktive Nutzer kommentieren, verlinken, retweeten, favorisieren, teilen, empfehlen, etc. diese Inhalte Organisationsprinzipien (3/3): Konvergenz Berlin 10 von 12
    11. 11. Machtverschiebungen: Das Partizipations-Paradox  Mitwirkung an Konversationen, dem Bereitstellen und Teilen von Inhalten, etc.  Mitbestimmung über Ausrichtung, Gestaltung oder Moderation der Angebote  Selbstbestimmung in eigenen, nicht bzw. kaum vorstrukturierten Kommunikationsräumen  Abernten nutzer- generierter Inhalte und Verwertung verknüpfter Daten  Ausbeuten unentgeltlich erbrachter Arbeit (kreative Inhalte erstellen; Pflege der Community)  Einhegen der Nutzer in kommerzialisierten und nicht demokratisch gestalteten Strukturen. Berlin 11 von 12
    12. 12. Fazit • Soziale Medien fungieren als Intermediäre in der Wissenschafts- kommunikation, weil und insofern sie den Informationsfluss in und zwischen verschiedenen Arenen der Wissenschaftsöffentlichkeit strukturieren – sie sind aber nicht „per default“ einer der Arenen zuzuordnen • Die derzeitige dominierende „Intermediärsgestalt“ ist durch drei zentrale Organisationsprinzipien gekennzeichnet, der sich auch die Wissenschaftskommunikation nicht entziehen kann: • Ent- und Neubündelung von Informationen • Personalisierung von Informationsrepertoires • Konvergenz von Konversation und Publikation • Die Wissenschaftskommunikation sollte in besonderem Maße daran mitwirken, dem beobachtbaren Trend zu „Plattformisierung“ und Konzentration auf wenige machtvolle Intermediäre entgegen zu wirken – eine offene digitale Gesellchaft braucht alternative Finanzierungsmodelle; offene Schnittstellen; transparente Algorithmen und freie Daten auch und gerade für Wissenschaftskommunikation Berlin 12 von 12
    13. 13. Danke für Ihre Aufmerksamkeit! Dr. Jan-Hinrik Schmidt Hans-Bredow-Institut Rothenbaumchaussee 36, 20148 Hamburg j.schmidt@hans-bredow-institut.de www.hans-bredow-institut.de www.schmidtmitdete.de www.dasneuenetz.de Berlin 13 von 12
    14. 14. Quellennachweise Folie 2: [Linné] CC-BY-SA 3.0, Alexander Roslin, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Carolus_Linnaeus_%28cleaned_up_version%29.jpg [Habermas] CC-BY-SA-3.0, Wolfram Huk, http://commons.wikimedia.org/wiki/File:JuergenHabermas_crop2.jpg [Zuckerberg] CC-BY 3.0, Guillaume Paumier, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mark_Zuckerberg_at_the_37th_G8_Summit_in_Deauville_018_v1.jpg Folie 5: • [Massenmedien]: CC by 2.0, NASA, http://www.flickr.com/photos/gsfc/3726614425 • [Experten] CC by 2.0, usarmyafrica, http://www.flickr.com/photos/usarmyafrica/4077018383/ • [Kollaboration] CC by-nc 2.0, santheo, http://www.flickr.com/photos/santheo/3244627450/ • [Stammtisch] CC by-nc 2.0, Juso Unterbezirk Saarlouis, https://www.flickr.com/photos/51110108@N02/5194988993// Folie 9: [Konversation]: CC-BY-NC-ND-2.0, Dominic Dada, http://www.flickr.com/photos/ogil/274628990/ Folie 10: [Sharing] CC BY-NC-ND 2.0, Stephen Desroches, http://www.flickr.com/photos/focusedonlight/2795746704/ [Demonstration] CC BY-NC-ND 2.0, Dom Dada, http://www.flickr.com/photos/ogil/1842123447/ [Barcamp] CC BY-NC-ND 2.0, Nathanael Boehm, http://www.flickr.com/photos/purecaffeine/1226101959/ Berlin 14 von 12

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