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Fehler & Kultur = Fehlerkultur
Phänomen, Widerspruch oder
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Die „Tagwolke“
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Ein paar Infos zu Birgit Mallow
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Birgit Mallow
Diplom-Informatikerin der Fachrichtung Psychologie
Management Beratung sei...
Ein paar Infos zu Gerd Kopetsch
 Projekte? Eine tolle Sache.
Allerdings auch anstrengend.
Insbesondere, wenn es um
Anwend...
Warum ein Traktat über Fehlerkultur?
Die Themen
„Fehlerkultur“ und „Scheitern als Chance“
sind „in“
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Warum ein Traktat über Fehlerkultur?
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Das kennen wir doch alle…
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… hohe Folgekosten schlechter Fehlerkultur
 Verpasste Lernchancen
 Erhöhter Krankenstand und...
Beispiel: Fehlerkultur und Projekterfolg
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Quelle: © BPM-Labor, Prof. Dr. A. Komus, Mai 2015
Die gelebte „Fehlerkultur“ ha...
Warum auf dem Scrum Day ein Traktat über Fehlerkultur?
 Lernen aus Fehlern ist essentieller Bestandteil agiler Vorgehensw...
Unser fehlerhafter Umgang mit Fehlern
Kognitionsforschung
 Die Überzeugung, dass Sanktionen zu
weniger Fehlern führen, ge...
Unser fehlerhafter Umgang mit Fehlern
Also: Wir brauchen eine positive Fehlerkultur!
Nur:
Was ist das genau?
Und wie geht ...
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Versuch einer „Verortung“ von Fehlerkultur
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2 – „Industriestandard“?
 Fehleranalyse. Ohne Schuldzuweisung!
 Im Hier und Jetzt
 Beidseitig abgeklärter Umgang in der...
1 – „Glashaustoleranz“
 Fehleranalyse - nicht ganz ohne Schuldzuweisung …
 Denken im Gestern
 Akzeptanz für Fehlerhafti...
0 – Dem werd‘ ich es zeigen!
 Schuldigensuche hat Vorrang vor Fehleranalyse oder –behebung!
 Denken im Gestern
 Fehler ...
3 – Oh – da steckt ja neues drin!
 Der Blick auf die Situation steht im Fokus: gibt es vielleicht sogar einen Nutzen?
 D...
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Lass uns noch mal
kurz gemeinsam
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Okay – gerne!
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Sinn zu machen…
4 – Wie gelingt es, Fehl...
5 – Rasches Handeln geboten!
 Der Fehler ist eingetreten - und nahezu katastrophal.
Oder kurz davor – und muss vermieden ...
Scala der Fehlerkultur
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Frühestmögliche
Offenlegung von
Fehlern
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Verschiedene Fehlerarten – verschiedene Blickwinkel – verschiedene Handhabung
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Und Ihre Beispiele?
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Agilität und Fehlerkultur? Das stellt hohe Anforderungen!
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Die Gretchenfrage: Wie können wir eine positive Fehlerkultur entwickeln?
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Wie eine gute Fehlerkultur entwickeln? Abstimmung der Füße?
Bottom Up:
In kleinen Schritten muss dieses unbekannte Terrain...
Wie eine gute Fehlerkultur entwickeln? Hochglanz-Poster?
Top Down:
Die Unternehmungsleitung muss es wollen und zulassen. D...
Noch Fragen…
… dann fragen Sie doch uns!
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Birgit Mallow
Organisationsentwicklung und
Prozessberatung
München und Dresden...
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Gute Fehlerkultur - Phänomen, Widerspruch oder erstrebenswerter Zustand?

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Vortrag Scrum Day 2015 von Birgit Mallow und Dr. Gerd Kopetsch
Die„ gute Fehlerkultur“ ist mittlerweile moderner Aspekt auf der Agenda vieler Unternehmen und Branchen. Für Vorgehensweisen wie Scrum, Kanban, Design Thinking oder Lean StartUp ist „Fehlerkultur“ schon lange essentieller Bestandteil im Katalog der Faktoren, die für Teamerfolge wichtig sind.
Aber was genau ist eine gute Fehlerkultur und wie kann man sie entwickeln?
Wir bieten zur Orientierung ein Reifegradmodell für Fehlerkultur an und geben Hinweise für die Umsetzung.

Veröffentlicht in: Leadership & Management
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Gute Fehlerkultur - Phänomen, Widerspruch oder erstrebenswerter Zustand?

  1. 1. 1 Fehler & Kultur = Fehlerkultur Phänomen, Widerspruch oder erstrebenswerter Zustand?
  2. 2. 2 Fehl- ler- kult- tur Die „Tagwolke“ des heutigen Tages…
  3. 3. Ein paar Infos zu Birgit Mallow 3 Birgit Mallow Diplom-Informatikerin der Fachrichtung Psychologie Management Beratung seit ca. 20 Jahren Organisationsentwicklerin mit den Schwerpunkten * Transformationsprozesse & Kulturveränderungen gestalten und begleiten (seit Ende der '90er) * Agile Vorgehensweisen (seit 2009) Zertifizierter Scrum Master, Agile Coach, Agile Berater … * Business Process Management (seit Ende der '90er) Projekterfahrungen bspw.  Versicherung – IT-Service-Management, Business Process Management  Fertigungsindustrie – konzernweit: Professionalisierung der IT, CIO-Organisation  Fertigungsindustrie – Business Process Management  Versicherung – Change Facilitation  Internationale Bank – agile Bankproduktentwicklung, Interims-Scrum Master  IT-Dienstleister – Konzeptionelle Vorbereitung agile Skalierung  Auskunftei – Agile Skalierung  Beratungsteam – agiler Beratungsprozess Trainerin und Themenentwicklung im Team der Consulting Werkstatt Beraterin und Coach im Employee Assistance Program / BGM (Company Aid)
  4. 4. Ein paar Infos zu Gerd Kopetsch  Projekte? Eine tolle Sache. Allerdings auch anstrengend. Insbesondere, wenn es um Anwendungsentwicklung geht. Das weiß ich aus eigenem Ertragen…  Wie man die Menschen im Projekt für die Sache, für das Ergebnis gewinnt? Insbesondere, wenn Projekt nicht Zuckerschlecken ist – sondern Fehler und Ärger – das ist immer wieder die spannende Frage!  Peter O'Toole wird der Ausspruch zugeschrieben: „Die Niederlagen sind es, die uns prägen. Nicht die großen Erfolge.“  Wenn das so ist, stellt sich die spannende Frage: Wo verstecken sich die Erfolge in den Niederlagen? Vielleicht in der Art des Umgangs mit ihnen? 4 Gerd Kopetsch… …. in einem Büro, im Süden von Bonn. Aber in der Mitte von Bad Godesberg. Intensiv damit beschäftigt, entweder Fehler zu vermeiden. Oder neue zu machen.
  5. 5. Warum ein Traktat über Fehlerkultur? Die Themen „Fehlerkultur“ und „Scheitern als Chance“ sind „in“ 5
  6. 6. Warum ein Traktat über Fehlerkultur? 6
  7. 7. Das kennen wir doch alle… 7 … hohe Folgekosten schlechter Fehlerkultur  Verpasste Lernchancen  Erhöhter Krankenstand und Fluktuation  Gescheiterte Projekte / Investitionen und Kosten ohne Nutzen
  8. 8. Beispiel: Fehlerkultur und Projekterfolg 8 Quelle: © BPM-Labor, Prof. Dr. A. Komus, Mai 2015 Die gelebte „Fehlerkultur“ hat einen der höchsten Effekte auf den Erfolg eines Projektes und wirkt insbesondere über die Teammotivation.
  9. 9. Warum auf dem Scrum Day ein Traktat über Fehlerkultur?  Lernen aus Fehlern ist essentieller Bestandteil agiler Vorgehensweisen 9 Henrik Kniberg: Failure Recovery > Failure Avoidance.
  10. 10. Unser fehlerhafter Umgang mit Fehlern Kognitionsforschung  Die Überzeugung, dass Sanktionen zu weniger Fehlern führen, gehört zu den weit verbreiteten kognitiven Verzerrungen  Furcht vor Fehlern führt zu Stagnation und/oder zu noch mehr Fehlern 10 Hirnforschung  Furcht vor Fehlern verhindert Begeisterung  verhindert gutes Lernen Prof. Gerald Hüther Bild:bph
  11. 11. Unser fehlerhafter Umgang mit Fehlern Also: Wir brauchen eine positive Fehlerkultur! Nur: Was ist das genau? Und wie geht das? 11
  12. 12. Und Sie? 12
  13. 13. Versuch einer „Verortung“ von Fehlerkultur 13 Blut- druck- fördernd Blut- druck- sen- kend Merkmale gesucht: Was kennzeichnet positive Fehlerkultur? Was erleben wir in den einzelnen Temperaturzonen?
  14. 14. 2 – „Industriestandard“?  Fehleranalyse. Ohne Schuldzuweisung!  Im Hier und Jetzt  Beidseitig abgeklärter Umgang in der Analyse von Fehlern  Haltung der gemeinsamen Problemlösung 14 Bild: Paul-Georg Meister / pixelio.de An Tisch 7 fehlt noch das Wiener Schnitzel…
  15. 15. 1 – „Glashaustoleranz“  Fehleranalyse - nicht ganz ohne Schuldzuweisung …  Denken im Gestern  Akzeptanz für Fehlerhaftigkeit aus rationaler Einsicht  Grundrespekt 15 Bild: Jorma Bork / pixelio.de Sie haben an Tisch 7 noch nicht das Schnitzel gebracht … Tja… ist mir in der Tat auch schon mal passiert.
  16. 16. 0 – Dem werd‘ ich es zeigen!  Schuldigensuche hat Vorrang vor Fehleranalyse oder –behebung!  Denken im Gestern  Fehler – geht gar nicht!  Da muss bestraft werden, sonst wird nicht gelernt. 16 Bild: Uwe Wagschal / pixelio.de Welcher hirnverbrannte mulitreibende Hornochse hat…
  17. 17. 3 – Oh – da steckt ja neues drin!  Der Blick auf die Situation steht im Fokus: gibt es vielleicht sogar einen Nutzen?  Denken im Hier und Jetzt  Wechsel der Perspektive: Lösungsfokussierung = Blick auf positive Aspekte – oder Umstände, die den Fehler begünstigt haben, gemeinsames Lernen  Wertungen der Person werden nicht vorgenommen 17 Bild:JMG/pixelio.de Bug - oder Feature... …das ist hier die Frage? Gut, dass wir‘s ausprobiert haben…
  18. 18. Hmm…. Lass uns noch mal kurz gemeinsam überlegen.. Okay – gerne! Scheint durchaus Sinn zu machen… 4 – Wie gelingt es, Fehler zu vermeiden!  Fokus: Die Sache und das Sich-Gegenseitig-Unterstützen: Gelingensdialog – Was kann uns auf dem Weg passieren, was tun wir dann, wenn es passiert – was können wir tun, um es zu vermeiden?  Denken im Morgen.  Fehler sind „mental vorvollziehbar“ – aber auch alles Vordenken schützt nicht  Die Verantwortung für (künftige) Fehler ist geteilt 18 Bild:MartinGenter/pixelio.de Gelingensdialog angelehnt an BGF, Betriebliche GelingensFörderung, © Hans-Jürgen Schubert, Unternehmensberater BDU, Berlin
  19. 19. 5 – Rasches Handeln geboten!  Der Fehler ist eingetreten - und nahezu katastrophal. Oder kurz davor – und muss vermieden werden.  Lösungsfokussierung und schnelles Handeln vor Ego-Interessen  Fehler werden rasch aufgedeckt (auch eigene) – hierarchie- und angstfrei. Weil Fehlererkennung belohnt, Fehlervertuschung bestraft wird. 19 Bild:MartinBüdenbender/pixelio.de Wie – hier ist nicht OP 3?
  20. 20. Scala der Fehlerkultur 20 Frühestmögliche Offenlegung von Fehlern Pro- spek- tiv Krisenmanagement – ohne Denken in möglichen Repressionen Vorvollziehen von Fehlern zur Fehlervermeidung Fehlerminderung durch Vertrauen und Gelingensdialoge Fehler als Lernchance und mögliche Quelle der Innovation In der Gegen- wart… Suche nach den veränderten Mustern und ihren Wirkungen, Lernen aus dem Fehler Fehleranalyse ohne Schuldzuweisung Beidseitig abgeklärter Umgang in der Analyse von Fehlern – Gemeinsame Problemlösung „Glashaus-Toleranz“ Retro- spek- tiv Akzeptanz für Fehlerhaftigkeit Interesse an Erhalt der Beziehung, Grundrespekt Ungebremste „Fehler- und Schuld“- Deutungshoheit „man muss auch Ross und Reiter nennen!“ Blut- druck- fördernd Blut- druck- sen- kend © Dr. Gerd Kopetsch und Birgit Mallow
  21. 21. Verschiedene Fehlerarten – verschiedene Blickwinkel – verschiedene Handhabung 21 Frühestmögliche Offenlegung von Fehlern Pro- spek- tiv Vorvollziehen von Fehlern zur Fehlervermeidung Fehler als Lernchance und mögliche Quelle der Innovation In der Gegen- wart… Fehleranalyse ohne Schuldzuweisung „Glashaus-Toleranz“ Retro- spek- tiv Ungebremste „Fehler- und Schuld“- Deutungshoheit Mistake Error Experiment Hypothesen- Test Performance-Fehler Unachtsamkeit, „Druck“-Fehler Kompetenz-Fehler, Irrtümer, Unkenntnis & Unwissenheit
  22. 22. Und Ihre Beispiele? 22
  23. 23. Agilität und Fehlerkultur? Das stellt hohe Anforderungen! Welches Level müssen wir mindestens erreichen? 23 „Agile Fehlerkultur“ Transparenz Lernschleifen Teamarbeit
  24. 24. Die Gretchenfrage: Wie können wir eine positive Fehlerkultur entwickeln? 24 Culture eats strategy for breakfast (Peter Drucker) Bild:DieterSchütz/pixelio.de
  25. 25. Wie eine gute Fehlerkultur entwickeln? Abstimmung der Füße? Bottom Up: In kleinen Schritten muss dieses unbekannte Terrain erschlossen werden – Fehlerkultur entsteht aus „Inseln“, die mit der Zeit zusammenwachsen.  Das eigene Verhalten als Mitarbeiter/Teamleiter reflektieren  Verhalten in den unmittelbaren Arbeitsbeziehungen ändern, Vorbild sein  „Feldarbeit“ des Scrum Masters: Spielregeln im eigenen Team explizit machen, „aushandeln“, dran bleiben (Elefanten auf den Tisch, Fehler-Feiern, Kudo-Box, Retros nutzen,…)  Story Telling, Erfolge nach außen berichten, für neues Verhalten werben, kleine Rituale, die Schärfe rausnehmen…  Culture Hacking ?  Braucht viel Zeit, noch mehr Geduld, hohe Frustrationstoleranz … 25
  26. 26. Wie eine gute Fehlerkultur entwickeln? Hochglanz-Poster? Top Down: Die Unternehmungsleitung muss es wollen und zulassen. Damit schafft sie den Rahmen, der Fehlerkultur „erlaubt“ und in dem sie sich entfalten kann.  Selbstreflektion in der Rolle als Führungskraft  Verändertes Führungsverständnis entwickeln: Leadership  Vorbild geben  Empowerment – Vertrauen investieren  … die „8 Schritte“ von John Kotter machen …  Reicht das? 26  kein „top“ ohne „bottom“  kein „bottom“ ohne „top“!
  27. 27. Noch Fragen… … dann fragen Sie doch uns! 27 Birgit Mallow Organisationsentwicklung und Prozessberatung München und Dresden 0171 / 276 42 61 bma@mallow-consulting.de Dr. Gerd Kopetsch scala Management Consulting Düsseldorf und Bonn 0171 / 69 12 807 kopetsch@scala-group.de Und seien Sie gespannt auf unseren Artikel zur „Fehlerkultur“, der in Kürze im ProjektMagazin erscheint.

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