Professionell und ganzheitlich
recherchieren
Bei umfassenden und anspruchsvollen
Recherchen genügt die Eingabe von ein bis zwei
Suchbegriffen in Google nicht, da nur damit die
Qualität, Vielfalt, Menge und Tiefe von Informationen
oft unzureichend sind.
Es gibt einige wichtige und dennoch einfache
Kriterien und Strategien, welche die Tiefe und
Breite gewonnener Informationen mit Qualitätsfiltern
vervielfachen.
Dies führt mit weniger Zeitaufwand
zu besseren Informationen.
Fokus dieser Informationen
Allgemeine Möglichkeiten wie OR und AND Operatoren, die
Phrasensuche und mehr sind hinlänglich bekannt, ebenso einige
Google-Einstellungen wie Zeitraum, Dateityp und mehr.
Medien- und inhaltsbezogene Recherchetechniken für
bedarfsgerechtere, präzisere und qualitativ bessere Ergebnisse
werden hingegen weniger häufig thematisiert.
Auf diesen Aspekten basieren die folgenden Empfehlungen für
Recherchen, bei denen es um wichtige Themen und Anliegen
geht wie Input für Referate, berufliche Aufgaben, Wissen für
Hobbys, wichtige Entscheidungsgrundlagen oder medizinische
und persönlich relevante Themen.
Recherche und Informationsziel definieren
Alex B. möchte mehr über Künstliche Intelligenz
wissen. Schön und gut. Aber was will er worüber
für welches Ziel wissen und welche Art von
Informationen favorisiert er?
• Eine Definition mit Erklärungen?
• Einen Vortrag auf Youtube?
• Der aktuelle Stand der Forschung?
• Verschiedene Meinungen und Standpunkte?
• Material für einen Vortrag?
• Anwendungen in seiner Branche?
• Übersicht heutiger Einsatzbereiche?
Nur schon die Hinzunahme obiger kursiv gesetzter
Begriffe schränkt eine Google Suche sinn voll ein.
Prozess einer systematischen Recherche
1. Wie lautet der Suchauftrag, das Ziel und die Verwendung
2. Qualität, Art, Aufbau, Verwendungszweck der Information
3. Keywordliste, Gewichtung, Synonyme, Sprache und mehr
4. Kombination und Art der Suchketten und -techniken
5. Wahl der Suchmaschinen, Kataloge und Suchtools
6. Autoritäten (Zeitschriften, Universitäten, Competence Sites)
7. Aufbereitungsform bzw. Art des favorisierten Contents
8. Quellen, Niveau, Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit
9. Qualität und Aktualität des recherchierten Contents
Bei besonders wichtigen Recherchen lohnt sich die Einhaltung eines systematischen
Ablaufs und eine durchdachten Planung:
Keyword-Kombination und Begriffsverwendung
Die Wahl, Kombination, Ausschliessung und
Verwendung, Priorisierung der Suchbegriffe ist
entscheidend. Fachbegriffe beeinflussen beispiels-
weise auch das Niveau und die Substanz von
Informationen. Dies können sein:
• Synonyme
• Dateitypen (Powerpoint, PDF, Office)
• Wahl des Fachbegriffs
• Informationsform (Checkliste, Handout)
• Wissensziel
• Englischsprachige Websites und Blogs
Beispiele:
KI – Forschung – Referat
Klimawandel – Wissenschaft – PowerPoint
Handy – Tests – Fachzeitschriften
Konkret: Recherche zum Klimawandel
Basics
1. Verwendung des Keywords Klimawandel
2. Zusatzbegriff Wissenschaft für
Qualitätssteigerung
3. Zeitraum auf «Letztes Jahr» zur Sicherstellung
der Aktualität
4. Wahl des Dateityps «PowerPoint» für
Visualisierung und PDF für Informationstiefe.
Präzisierungen und Erweiterungen
1. Synonyme wie Erderwärmung, CO2-Konzentration und mehr einsetzen
2. Global Warming und Erweiterung auf englische Sprache
3. Youtube mit Stichworten Referat, Diskussion und mehr
4. Informationsautorität wie Weltklimarat IPCC oder Universität Bern
5. Informationsform Infografik, Google-Bildsuche und Slideshare
6. Thematische Erweiterung mit Stichworten Prognosen und Klimagegner
7. Einbezug klassischer Medien wie Mediatheken, Buch-Recherchen und Fachzeitschriften
Die Wichtigkeit der Keyword-Wahl
Die Verwendung der geeigneten Begriffe ist entscheidend. Auch hier gibt es einige
Möglichkeiten, Recherche-Resultate entscheidend zu verbessern.
✓ Fachbegriff
Fachbegriffe verbessern die Qualität und Kompetenz oft: Anstatt Suche - Recherche.
✓ Nischenbegriff
Aus einem Themengebiet einen Unterbegriff oder Oberbegriff herausgreifen:
Anstatt Klimawandel – CO2-Emissionen - Erderwärmung
✓ Verwandter Begriff
Google fügt Synonyme der Suche oft, aber nicht immer hinzu: Verhalten - Benehmen
✓ Aktueller Begriff
Die Wahl eines durch aktuelles Geschehen gerade vieldiskutierten und medienpräsenten
Themas oder verwandten Begriffes kann, nebst der Aktualität, die Resultate verbessern
und vervielfachen: Automatisierung - Digitalisierung
Klassische Medien und Quellen
•Bücher und E-Books
•Neuerscheinungen
•Experten/Fachleute
•Hörbücher
•Bibliotheken und Antiquare
•Artikel in Magazinen
•TV-Programm
•Radio- und TV-Gefässe
•Nachrichtenagenturen
•Fachzeitungen und Zeitungsarchive
•Radio/Podcasts
•PowerPoint-Dokumente/Slides
•Fachverbände
•Referate
•Institute
Der Einbezug klassischer
Medien ist ernorm wichtig, da
deren Qualität und
Zuverlässigkeit besser sind und
sich die Reichweite vervielfacht
Online- und Digitalquellen
•Websites
•Blogs
•Youtube/Videos
•Online Directories
•News-Verzeichnisse
•E-Mail Newsletter
•Foren und Communitys
•Datenbanken
•Whitepapers
•Top 10 in Sozialen Netzwerken
•Bilddatenbanken und Fotoquellen
•Research-Hilfen zum Thema
•Google-Bildsuche
Bei Onlinequellen ist die
Verifizierung und
Qualitätsprüfung bei
wichtigen Recherchen
oberstes Gebot.
Es gibt mehr als nur Homepages
• Radio und Podcasts
• Zeitschriften und Fachpresse
• Soziale Medien und Communitys
• Bilddatenbanken und Fotoquellen
• Mediatheken von TV-Anbietern
• Dateitypen-Einstellungen bei Google
• Audiobooks und E-Books
• Bibliotheken und Competence-Centers
• Suche in Search-Inside von Amazon-Books
Wichtig ist der Einbezug von möglichst vielen Medienformen der On- und Offline-Welt.
Dies kann über Medien-Anbieter oder Keyword-Zusatzbegriffe gehen, wie beispielsweise:
Informations- und Aufbereitungsformen
Informationsformen sind eine Frage des Infor-
mationszieles und der persönlichen Präferenzen
(visuelle/textliche/auditive Informationen). Re-
chercheziel, Kompaktheit, Leseaufwand, Infor-
mationstiefe und mehr:
• Referate (Tiefe)
• Checklisten (Kompaktheit)
• Präsentationen
• Videos
• FAQ (Relevanzbestimmte Zusammenfassung)
• Infografiken (Visuelle Zusammenfassung)
• TV-Reportagen (journalistische Qualität)
• Mindmaps (Visuelle Zusammenfassung)
• Abstracts
• Bildgalerien
• Google Bildsuche (für neue Quellen)
Quellen für diverse Aufbereitungsformen
Es gibt interessante spezialisierte Portale und Quellen für unterschiedliche Informations-
und Aufbereitungsformen, welche oft die Substanz, die Qualität und Zuverlässigkeit von
Informationen erhöhen.
Bezeichnung Informationsart Webadresse
Getabstract Buchzusammenfassungen Getabstract.com
Google PowerPoint-Folien Dateitypen
Medien Zeitschriften-Verzeichnisse presseshop.ch
E-Books Kompakt-PDF’s bookboon.com
Youtube-Specials Special Interest-Video-Portale teachertube.com
Mediatheken Mediatheken-Verzeichnisse mediathekensuche.de
Slideshare Kompakt-Präsentationen slideshare.net
Such-Finetuning bei Google
Google bietet unter «Einstellungen-Erweiterte Suche» einige interessante Optimierungs-
möglichkeiten, welche Suchen eingrenzen oder präzisieren.
Verifizierung und Qualität von Onlinequellen
Qualität und Vertrauenswürdigkeit sind je nach
Informationszielen besonders bei Onlinequellen
besonders wichtig. Kriterien zur Beurteilung sind:
• Aktualität der Website bzw. letztes Update
• Content-Verantwortlicher (Impressum)
• Recherche über den Content-Verantwortlichen
• Professionalität des Auftritts als Ganzes
• Niveau und Substanz der Textinformationen
• Sprachliche Korrektheit der Textinformationen
• Kurzcheck von Kommentaren oder Bewertungen
• Kompetenz durch Navigations-Struktur
• Quellenangaben und allfälliges Denkmodell
Autorität der Information
Autoritäten und Medien-Brands sind ein
entscheidender Gütefaktor zur Beurteilung der
Informationsqualität und Vertrauenswürdigkeit.
Diese können über Keyword-Zusätze oder Portale
dieser erkundet werden. Es sind beispielsweise:
• Universitäten
• Verbände
• Wissenschaftler
• Institutionen
• Brand-Medien
• Opinion Leaders
• Portale wie Amazon
• Schulungs- und Weiterbildungs-Anbieter
• Fachmedien und Fachpresse
• Anerkannte Fachleute und Experten
Recherchen in die Tiefe mit Portalen
Portale, sogenannte Alles-Anbieter, eignen sich
auch als Startingpoint zur Vertiefung von
Informationen
• Finden von Fachleuten und Autoren
• Zusätzliche Begriffe und Unterbegriffe
• Verschiedene Medienformen
• Auffinden von Fachverlagen
• Presse- und Nachrichtenportale
Bei wichtigen Informationen sind auch andere
Suchmaschinen wie bing.com, metager.de,
www.wolframalpha.com (semantische Suchma-
schine) wegtam.com und paperball.de für die
News-Suche.
Storytelling: Beispiele aus der Praxis
▪ Urs ist Tennis-Fan.
Um die Informationsbreite zu erhöhen, sucht er nach Tennis+Fanclub und solche bei
Facebook und Twitter. Sofort stösst er auf neue Linkquellen und damit neue Websites und
schreibt andere Fans an. Auch Dialoge/Anfragen sind Recherchewege.
▪ Angela möchte sich über den Klimawandel informieren.
Sie verwendet Synonyme wie Global Warming, sucht auch auf Englisch, macht Begriffs-
Kombinationen wie Forschung, Wissenschaft, Bücher, aktiviert bei Google die PowerPoint-
Dateityp-Einstellung und geht auf slideshare.net. In den TV-Mediatheken findet sie
interessante Interviews und hält sich mit Google-Alerts auf dem Laufenden.
▪ Max möchte mehr über den Nahost-Konflikt wissen.
Er recherchiert auf Amazon nach Büchern und sucht bei guten Autoren weiter über deren
Name (Begriff markieren, Google-Suche nach….) Bei Fachzeitungen geht er in Archive und
beim SRF zum Echo der Zeit, wo er auf Korrespondenten und deren Blogs stösst.
▪ Maria sammelt Material für einen Vortrag.
Das Thema sind Drogen. Sie sucht nach Fachleuten mit Drogen+Fachleute. Dann geht sie
via Youtube auf Referate von diesen Experten. Sie sucht nach diversen Informationsformen
wie Abstracts, Slides, Foren Betroffener und sucht in Medien wie TV, Zeitungen, Fachforen
und bei Google-News über den aktuellen Stand.
Kontinuität und Aktualität sicherstellen
Bei wichtigen Themen (Business-Themen bei
Projekten, Fachwissen, Hobby, spezielle Wissens-
gebiete) ist die Kontinuität wichtig, auf dem
Laufenden zu bleiben und Informationen aktuell zu
halten und zu vertiefen. Instrumente und Mittel
dazu:
• Google-Alerts
• Abonnierung von Newslettern
• Browser-Bookmarks von Must-Quellen
• RSS-Feeds
• Community-Foren
• Soziale Netzwerke
• Eruieren von Directorys bzw. Linkquellen
Spezifische Recherche-Portale
Outbrain
Outbrain (www.outbrain.com) hilft, die interessantesten Inhalte im Netz zu finden.
Social Bookmarks
Unter Social Bookmarks versteht man das Speichern und Teilen seiner Favoriten auf einer
Website. (Wonge.de und alltagz.de)
Tumblr
Tumblr ist eine Blogging-Plattform, mit der man die verschiedensten Content- und
Medienformen wie Texte, Bilder, Zitate, Chatlogs, Links, Video- und Audiodateien
in einem Blog veröffentlichen kann.
StumbleUpon
StumbleUpon ist ein sozialen Netzwerken ähnlicher Recherchedienst,
bei dem Teilnehmern entsprechend ihrer Interessen Webseiten empfohlen werden.
Linkverzeichnisse
Auch die guten alten Linklistings aus Yahoos Zeiten können, wenn gepflegt und
sorgfältig kuriert, noch immer sehr hilfreich sein.
Kompakte vortrags-
ähnliche Zusammen-
fasssungen in Form von
Slideshows.
Slideshare
Mit Stichworten in
Hunderten von Brand-
Medien mit Pay per Article
recherchieren .
Blendle
Aktualität, Wahl des
Suchbegriffs, Impressum,
Struktur, Sprachqualität,
rechtliche Aspekte.
Qualitätskriterien
Bildsuche, Dateitypen-
Einstellungen, Zeitraum-
eingrenzung, Google-
Alerts.
Google-Features
Wissen.de, Wikipedia,
gutefrage.de, lexikon.de,
synonyme.de und Special-
Interest-Quellen.
Wissensquellen
Xing, Facebook, Twitter,
Blogs, Google+, Pinterest,
Linkedin, Instagram,
Fotolia.
Netzwerke
Top-Adressen und Features
Wichtige Take-Aways

Recherchieren

  • 1.
    Professionell und ganzheitlich recherchieren Beiumfassenden und anspruchsvollen Recherchen genügt die Eingabe von ein bis zwei Suchbegriffen in Google nicht, da nur damit die Qualität, Vielfalt, Menge und Tiefe von Informationen oft unzureichend sind. Es gibt einige wichtige und dennoch einfache Kriterien und Strategien, welche die Tiefe und Breite gewonnener Informationen mit Qualitätsfiltern vervielfachen. Dies führt mit weniger Zeitaufwand zu besseren Informationen.
  • 2.
    Fokus dieser Informationen AllgemeineMöglichkeiten wie OR und AND Operatoren, die Phrasensuche und mehr sind hinlänglich bekannt, ebenso einige Google-Einstellungen wie Zeitraum, Dateityp und mehr. Medien- und inhaltsbezogene Recherchetechniken für bedarfsgerechtere, präzisere und qualitativ bessere Ergebnisse werden hingegen weniger häufig thematisiert. Auf diesen Aspekten basieren die folgenden Empfehlungen für Recherchen, bei denen es um wichtige Themen und Anliegen geht wie Input für Referate, berufliche Aufgaben, Wissen für Hobbys, wichtige Entscheidungsgrundlagen oder medizinische und persönlich relevante Themen.
  • 3.
    Recherche und Informationszieldefinieren Alex B. möchte mehr über Künstliche Intelligenz wissen. Schön und gut. Aber was will er worüber für welches Ziel wissen und welche Art von Informationen favorisiert er? • Eine Definition mit Erklärungen? • Einen Vortrag auf Youtube? • Der aktuelle Stand der Forschung? • Verschiedene Meinungen und Standpunkte? • Material für einen Vortrag? • Anwendungen in seiner Branche? • Übersicht heutiger Einsatzbereiche? Nur schon die Hinzunahme obiger kursiv gesetzter Begriffe schränkt eine Google Suche sinn voll ein.
  • 4.
    Prozess einer systematischenRecherche 1. Wie lautet der Suchauftrag, das Ziel und die Verwendung 2. Qualität, Art, Aufbau, Verwendungszweck der Information 3. Keywordliste, Gewichtung, Synonyme, Sprache und mehr 4. Kombination und Art der Suchketten und -techniken 5. Wahl der Suchmaschinen, Kataloge und Suchtools 6. Autoritäten (Zeitschriften, Universitäten, Competence Sites) 7. Aufbereitungsform bzw. Art des favorisierten Contents 8. Quellen, Niveau, Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit 9. Qualität und Aktualität des recherchierten Contents Bei besonders wichtigen Recherchen lohnt sich die Einhaltung eines systematischen Ablaufs und eine durchdachten Planung:
  • 5.
    Keyword-Kombination und Begriffsverwendung DieWahl, Kombination, Ausschliessung und Verwendung, Priorisierung der Suchbegriffe ist entscheidend. Fachbegriffe beeinflussen beispiels- weise auch das Niveau und die Substanz von Informationen. Dies können sein: • Synonyme • Dateitypen (Powerpoint, PDF, Office) • Wahl des Fachbegriffs • Informationsform (Checkliste, Handout) • Wissensziel • Englischsprachige Websites und Blogs Beispiele: KI – Forschung – Referat Klimawandel – Wissenschaft – PowerPoint Handy – Tests – Fachzeitschriften
  • 6.
    Konkret: Recherche zumKlimawandel Basics 1. Verwendung des Keywords Klimawandel 2. Zusatzbegriff Wissenschaft für Qualitätssteigerung 3. Zeitraum auf «Letztes Jahr» zur Sicherstellung der Aktualität 4. Wahl des Dateityps «PowerPoint» für Visualisierung und PDF für Informationstiefe. Präzisierungen und Erweiterungen 1. Synonyme wie Erderwärmung, CO2-Konzentration und mehr einsetzen 2. Global Warming und Erweiterung auf englische Sprache 3. Youtube mit Stichworten Referat, Diskussion und mehr 4. Informationsautorität wie Weltklimarat IPCC oder Universität Bern 5. Informationsform Infografik, Google-Bildsuche und Slideshare 6. Thematische Erweiterung mit Stichworten Prognosen und Klimagegner 7. Einbezug klassischer Medien wie Mediatheken, Buch-Recherchen und Fachzeitschriften
  • 7.
    Die Wichtigkeit derKeyword-Wahl Die Verwendung der geeigneten Begriffe ist entscheidend. Auch hier gibt es einige Möglichkeiten, Recherche-Resultate entscheidend zu verbessern. ✓ Fachbegriff Fachbegriffe verbessern die Qualität und Kompetenz oft: Anstatt Suche - Recherche. ✓ Nischenbegriff Aus einem Themengebiet einen Unterbegriff oder Oberbegriff herausgreifen: Anstatt Klimawandel – CO2-Emissionen - Erderwärmung ✓ Verwandter Begriff Google fügt Synonyme der Suche oft, aber nicht immer hinzu: Verhalten - Benehmen ✓ Aktueller Begriff Die Wahl eines durch aktuelles Geschehen gerade vieldiskutierten und medienpräsenten Themas oder verwandten Begriffes kann, nebst der Aktualität, die Resultate verbessern und vervielfachen: Automatisierung - Digitalisierung
  • 8.
    Klassische Medien undQuellen •Bücher und E-Books •Neuerscheinungen •Experten/Fachleute •Hörbücher •Bibliotheken und Antiquare •Artikel in Magazinen •TV-Programm •Radio- und TV-Gefässe •Nachrichtenagenturen •Fachzeitungen und Zeitungsarchive •Radio/Podcasts •PowerPoint-Dokumente/Slides •Fachverbände •Referate •Institute Der Einbezug klassischer Medien ist ernorm wichtig, da deren Qualität und Zuverlässigkeit besser sind und sich die Reichweite vervielfacht
  • 9.
    Online- und Digitalquellen •Websites •Blogs •Youtube/Videos •OnlineDirectories •News-Verzeichnisse •E-Mail Newsletter •Foren und Communitys •Datenbanken •Whitepapers •Top 10 in Sozialen Netzwerken •Bilddatenbanken und Fotoquellen •Research-Hilfen zum Thema •Google-Bildsuche Bei Onlinequellen ist die Verifizierung und Qualitätsprüfung bei wichtigen Recherchen oberstes Gebot.
  • 10.
    Es gibt mehrals nur Homepages • Radio und Podcasts • Zeitschriften und Fachpresse • Soziale Medien und Communitys • Bilddatenbanken und Fotoquellen • Mediatheken von TV-Anbietern • Dateitypen-Einstellungen bei Google • Audiobooks und E-Books • Bibliotheken und Competence-Centers • Suche in Search-Inside von Amazon-Books Wichtig ist der Einbezug von möglichst vielen Medienformen der On- und Offline-Welt. Dies kann über Medien-Anbieter oder Keyword-Zusatzbegriffe gehen, wie beispielsweise:
  • 11.
    Informations- und Aufbereitungsformen Informationsformensind eine Frage des Infor- mationszieles und der persönlichen Präferenzen (visuelle/textliche/auditive Informationen). Re- chercheziel, Kompaktheit, Leseaufwand, Infor- mationstiefe und mehr: • Referate (Tiefe) • Checklisten (Kompaktheit) • Präsentationen • Videos • FAQ (Relevanzbestimmte Zusammenfassung) • Infografiken (Visuelle Zusammenfassung) • TV-Reportagen (journalistische Qualität) • Mindmaps (Visuelle Zusammenfassung) • Abstracts • Bildgalerien • Google Bildsuche (für neue Quellen)
  • 12.
    Quellen für diverseAufbereitungsformen Es gibt interessante spezialisierte Portale und Quellen für unterschiedliche Informations- und Aufbereitungsformen, welche oft die Substanz, die Qualität und Zuverlässigkeit von Informationen erhöhen. Bezeichnung Informationsart Webadresse Getabstract Buchzusammenfassungen Getabstract.com Google PowerPoint-Folien Dateitypen Medien Zeitschriften-Verzeichnisse presseshop.ch E-Books Kompakt-PDF’s bookboon.com Youtube-Specials Special Interest-Video-Portale teachertube.com Mediatheken Mediatheken-Verzeichnisse mediathekensuche.de Slideshare Kompakt-Präsentationen slideshare.net
  • 13.
    Such-Finetuning bei Google Googlebietet unter «Einstellungen-Erweiterte Suche» einige interessante Optimierungs- möglichkeiten, welche Suchen eingrenzen oder präzisieren.
  • 14.
    Verifizierung und Qualitätvon Onlinequellen Qualität und Vertrauenswürdigkeit sind je nach Informationszielen besonders bei Onlinequellen besonders wichtig. Kriterien zur Beurteilung sind: • Aktualität der Website bzw. letztes Update • Content-Verantwortlicher (Impressum) • Recherche über den Content-Verantwortlichen • Professionalität des Auftritts als Ganzes • Niveau und Substanz der Textinformationen • Sprachliche Korrektheit der Textinformationen • Kurzcheck von Kommentaren oder Bewertungen • Kompetenz durch Navigations-Struktur • Quellenangaben und allfälliges Denkmodell
  • 15.
    Autorität der Information Autoritätenund Medien-Brands sind ein entscheidender Gütefaktor zur Beurteilung der Informationsqualität und Vertrauenswürdigkeit. Diese können über Keyword-Zusätze oder Portale dieser erkundet werden. Es sind beispielsweise: • Universitäten • Verbände • Wissenschaftler • Institutionen • Brand-Medien • Opinion Leaders • Portale wie Amazon • Schulungs- und Weiterbildungs-Anbieter • Fachmedien und Fachpresse • Anerkannte Fachleute und Experten
  • 16.
    Recherchen in dieTiefe mit Portalen Portale, sogenannte Alles-Anbieter, eignen sich auch als Startingpoint zur Vertiefung von Informationen • Finden von Fachleuten und Autoren • Zusätzliche Begriffe und Unterbegriffe • Verschiedene Medienformen • Auffinden von Fachverlagen • Presse- und Nachrichtenportale Bei wichtigen Informationen sind auch andere Suchmaschinen wie bing.com, metager.de, www.wolframalpha.com (semantische Suchma- schine) wegtam.com und paperball.de für die News-Suche.
  • 17.
    Storytelling: Beispiele ausder Praxis ▪ Urs ist Tennis-Fan. Um die Informationsbreite zu erhöhen, sucht er nach Tennis+Fanclub und solche bei Facebook und Twitter. Sofort stösst er auf neue Linkquellen und damit neue Websites und schreibt andere Fans an. Auch Dialoge/Anfragen sind Recherchewege. ▪ Angela möchte sich über den Klimawandel informieren. Sie verwendet Synonyme wie Global Warming, sucht auch auf Englisch, macht Begriffs- Kombinationen wie Forschung, Wissenschaft, Bücher, aktiviert bei Google die PowerPoint- Dateityp-Einstellung und geht auf slideshare.net. In den TV-Mediatheken findet sie interessante Interviews und hält sich mit Google-Alerts auf dem Laufenden. ▪ Max möchte mehr über den Nahost-Konflikt wissen. Er recherchiert auf Amazon nach Büchern und sucht bei guten Autoren weiter über deren Name (Begriff markieren, Google-Suche nach….) Bei Fachzeitungen geht er in Archive und beim SRF zum Echo der Zeit, wo er auf Korrespondenten und deren Blogs stösst. ▪ Maria sammelt Material für einen Vortrag. Das Thema sind Drogen. Sie sucht nach Fachleuten mit Drogen+Fachleute. Dann geht sie via Youtube auf Referate von diesen Experten. Sie sucht nach diversen Informationsformen wie Abstracts, Slides, Foren Betroffener und sucht in Medien wie TV, Zeitungen, Fachforen und bei Google-News über den aktuellen Stand.
  • 18.
    Kontinuität und Aktualitätsicherstellen Bei wichtigen Themen (Business-Themen bei Projekten, Fachwissen, Hobby, spezielle Wissens- gebiete) ist die Kontinuität wichtig, auf dem Laufenden zu bleiben und Informationen aktuell zu halten und zu vertiefen. Instrumente und Mittel dazu: • Google-Alerts • Abonnierung von Newslettern • Browser-Bookmarks von Must-Quellen • RSS-Feeds • Community-Foren • Soziale Netzwerke • Eruieren von Directorys bzw. Linkquellen
  • 19.
    Spezifische Recherche-Portale Outbrain Outbrain (www.outbrain.com)hilft, die interessantesten Inhalte im Netz zu finden. Social Bookmarks Unter Social Bookmarks versteht man das Speichern und Teilen seiner Favoriten auf einer Website. (Wonge.de und alltagz.de) Tumblr Tumblr ist eine Blogging-Plattform, mit der man die verschiedensten Content- und Medienformen wie Texte, Bilder, Zitate, Chatlogs, Links, Video- und Audiodateien in einem Blog veröffentlichen kann. StumbleUpon StumbleUpon ist ein sozialen Netzwerken ähnlicher Recherchedienst, bei dem Teilnehmern entsprechend ihrer Interessen Webseiten empfohlen werden. Linkverzeichnisse Auch die guten alten Linklistings aus Yahoos Zeiten können, wenn gepflegt und sorgfältig kuriert, noch immer sehr hilfreich sein.
  • 20.
    Kompakte vortrags- ähnliche Zusammen- fasssungenin Form von Slideshows. Slideshare Mit Stichworten in Hunderten von Brand- Medien mit Pay per Article recherchieren . Blendle Aktualität, Wahl des Suchbegriffs, Impressum, Struktur, Sprachqualität, rechtliche Aspekte. Qualitätskriterien Bildsuche, Dateitypen- Einstellungen, Zeitraum- eingrenzung, Google- Alerts. Google-Features Wissen.de, Wikipedia, gutefrage.de, lexikon.de, synonyme.de und Special- Interest-Quellen. Wissensquellen Xing, Facebook, Twitter, Blogs, Google+, Pinterest, Linkedin, Instagram, Fotolia. Netzwerke Top-Adressen und Features
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