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Vortrag I-KNOW  Graz 07. September 2006 Dr. rer. pol.  Gerald Lembke Wissensarbeit aus aktuellen Perspektiven
Möglicher Nutzen für Sie aus diesem Input Erfahrungen aus   der betriebswirtschaftlichen  Methodenkonzeption  zur Untersuchung von sozialen Netzwerken  Wissenskooperation in der eigenen Organisation  reflektieren  lernen Ableitung von organisatorisch und/oder individuell  konzeptionellen Handlungsanweisungen  aus Ergebnissen  Erfahrungstransfer aus der  Praxisarbeit  zur Förderung von Wissenskooperationen in Industrie und Verwaltung Ausblick:  Social Network   Analysis  (SNA) …  ???
Struktur des Inputs Tendenzen: Aktuelle Umfrageergebnisse  Zwischenfazit und Schlussfolgerungen Perspektiven für die Unternehmensentwicklung
Struktur des Inputs Tendenzen: Aktuelle Umfrageergebnisse  Zwischenfazit und Schlussfolgerungen Perspektiven für die Unternehmensentwicklung
 
Fazit Umfrag WINE Wissensnetzwerke sind in den letzten Jahren für den unternehmerischen Erfolg eine notwendige Grundlage geworden. Sie dienen als konkrete Hilfestellung bei der Bewältigung von beruflichen Aufgaben. Daher sind der „Aufbau und die Entwicklung von Netzwerken“ für die meisten Befragten von prioritärem Interesse – ebenso die Themen „Kommunikation und Information“ und „Verankerung von Wissensnetzwerken in die eigene Organisation“. Handreichungen für den Umgang mit diesen Herausforderungen scheinen in der Zielgruppe unzureichend vorhanden zu sein.
IT ist nicht dominierend in der Entwicklung von Wissensnetzwerken …
Statt dessen geht es um folgende Themen:
 
 
 
 
Begriff „Wissensgemeinschaft“ Wissens- gemeinschaft Freiwillige Teilnahme Intensität abhängig von Leitung Basiert auf Kommunikation und Interaktion Ziel: Austausch personengebundenen Wissens Intensität abhängig von Rahmen-bedingungen Gemeinsames Interesse Nutzen kann privater oder beruflicher Natur sein
=> Organisation informellen Wissens
Begriff „Wissenskooperation“ Wissens- kooperation Ausmaß  Wissenstausch Interaktions- verhalten Kooperations- verhalten Kommunikations- verhalten Formelles und  informelles Wissen Individuelle Bereitschaft Ohne direkten, unmittelbaren Nutzen
Struktur des Inputs Begriffsverständnisse Problemhintergrund und Fragestellung des Projektes Lösungsweg und Untersuchungsdesign Exemplarische Ergebnisse Erfahrungen in der Praxis
Hintergrund Wissensgemeinschafts-Projekte funktionieren in der Organisations-praxis nicht.     I. d. R.   gestaltungsorientiert  oder  selbstorganisiert Wissenskooperation ist von zahlreichen Variablen und Einflussfaktoren abhängig    Geringe Erfahrungen im Umgang mit Wissenskooperation  Wissenskooperation bewegt sich in einem  organisatorischen Spannungsfeld zwischen  … …  „ Gestaltungsdeterminismus“ …  „ Selbstorganisation“ + Unzureichende Teilnehmerorientierung + Mangelndes Verständnis für die  Wirkungszusammenhänge in  Wissensgemeinschaften  + Herausforderung    Beantwortung    „Wie-Frage“  + Nicht-trivial und    weitgehend unkonkret Zeigt sich Zeigt sich
Inhaltliche Herausforderungen für das Projekt  1. Identifizierung von   Funktions-merkmalen für die Wissens-kooperation in Wissens-gemeinschaften  3. Analyse der Motivationen für eine Wissens-kooperation  2. Finden eines  Analyserahmens zur Wissens-kooperation in Wissensgemein-schaften Fokus des Projektes:  Funktionsmechanismen der Wissens-kooperation in Wissensgemeinschaften verstehen lernen.
Interdisziplinäres Verständnis des Gegenstandes Wissenskooperation findet vorwiegend in persönlichen Begegnungen statt Motivation von Mitgliedern ist ein wichtiger Teil der Wissens-kooperation Wissenskooperation findet wahrnehmbar oder verdeckt statt Fragestellung: Wie kann Wissenskooperation in Wissensgemeinschaften gefördert und organisiert werden? Fokus auf reale Wissens-gemeinschaften Fokussierung auf die Bereit-schaft und das Ausmaß der Wissenskooperation von Teilnehmern Fokussierung auf funktionierende Wissensgemeinschaften
Struktur des Inputs Begriffsverständnisse Problemhintergrund und Fragestellung des Projektes Lösungsweg und Untersuchungsdesign Exemplarische Ergebnisse Erfahrungen in der Praxis
Grundsätzliche Bausteine des Projektes Untersuchungsprozess Entwicklung  eines Rasters  für die  empirische Analyse Untersuchungsprozess Durchführung  Empirie (Mehrfach- fallstudie) Entwicklung  eines Rasters  für die  empirische Analyse Untersuchungsprozess Interpretation der Analyse und Unter- fütterung  der Ergebnisse Durchführung  Empirie (Mehrfach- fallstudie) Entwicklung  eines Rasters  für die  empirische Analyse
Fünf Schritte in der theoretischen Vorarbeit Aufarbeitung Sichtung Kurzdar- stellung Ableitung Verdichtung Aufarbeitung eines heuristischen Rahmens zur Verortung eines eigenen Management-Verständnisses (Kontextsteuerung*) Sichtung der aktuellen und internationalen Community-Literatur Kurzdarstellung und Würdigung der prominentesten Community-Konzepte (bis 2004). Ableitung von möglichen Handlungsfeldern für die Beantwortung der Forschungsfrage aus Literatur und Konzept-darstellungen. Verdichtung zu einem Untersuch-ungsraster für Empirie * Naujoks (1994): 113 ff.
Untersuchungsraster für die empirische Analyse Motivation: Fokussierung auf Akteur-Perspektiven Wissensform Raum/Kontexte DÜRFEN Bereitschaft WOLLEN Fähigkeiten KÖNNEN Raster für empirische Untersuchung
Empirisches Untersuchungsdesign  Triangulation zur Ergänzung von Perspektiven Entscheidung für ein Fallstudien-Design und Integration quantitativer Daten Empirisches Design, das in einem neuartigen und komplexen Fall menschliche Handlungen in unterschiedlichen realen Lebenswelten untersucht. Methoden:   Inhaltsanalysen, Mündliche Befragungen, Beobachtungen, Dokumenten- Analyse Aktions- forschungs- Ansatz Grounded Theory Fallstudien- Ansatz Qualitative Designs Quantitative Designs
Mehrfallstudien-Design mit explorativen  Mehrfach-Fallstudien Quelle: Eigene, in Anlehnung an YIN (2003): 39 Fall 3 Fall 2 Fall 1 Wissensgemeinschaft Hannover Wissensgemeinschaft München Wissensgemeinschaft Frankfurt/M. Fall 6 Fall 7 Fall 8 Fall 4 Fall 5 Fall 10 Fall 9 31 teilstrukturierte Primär- und Sekundärinterviews mit WG-Akteuren 11 persönlich teilnehmende Beobachtungen 58 Dokumente Fallstudie = GfWM e. V.   Zehn untergeordnete Analyseeinheiten: „ Single Embedded Case Study“   Qualitative Inhaltsanalyse nach Mühlfeld * Auswertung der Interviews auf Basis  eines entwickelten Kategorienschemas Quantitative Dokumentenanalyse Auswertung von Dokumentationen, Präsentationen u. ä. * Quelle: Mühlfeld (2003): 330 ff.
DIE AUSWERTUNG  Von den Interviewdaten zu den Interpretationsergebnissen Umfassendes Bild der Wirkungszusammenhänge einer Wissenskooperation in Wissensgemeinschaften  Paraphrase wird zugeordnet Kategorie 1 Kategorie 2 Kategorie 3 Kategorie 4 wird zugeordnet Unterkate-gorie Merkmal 1 Merkmal n Merkmal 2 wird abgeleitet
Struktur des Inputs Begriffsverständnisse Problemhintergrund und Fragestellung des Projektes Lösungsweg und Untersuchungsdesign Exemplarische Ergebnisse Erfahrungen in der Praxis
Beantwortung der Fragestellung  –   Ergebnisse im Überblick Die Initiative und Förderung von Wissenskooperation in realen Wissensgemeinschaften ist realisierbar durch  … …   d ie Fähigkeiten und Fertigkeiten des Leitungspersonals im Umgang mit Kontextmerkmalen. …   die Beeinflussung von bestimmten Faktoren (Kontextsteuerung). …   d ie Realisierung individueller Kooperationsstrategien seitens der Teilnehmer.
Struktur des Inputs Tendenzen: Aktuelle Umfrageergebnisse  Zwischenfazit und Schlussfolgerungen Perspektiven für die Unternehmensentwicklung
1.  Kontextsteuerung: Leitbild für die Beeinflussung von   Einflussfaktoren für die Wissenskooperation (Beispiele) Tiefenstruktur Leitbild Gemeinsames Ziel Thema Indivi./Kollekt. Wirksamkeiten ≈  Anerkennung „ Soft-Skills“ Oberflächenstruktur „ Sich trauen dürfen“ Respekt, Toleranz Rücksichtnahme Individuelle Vergangenheits- erfahrungen Suche nach Beziehungen Über Fehler sprechen  „Worst-Practices“ (Spiel-) Regeln (Gemeinsame) Werte Informelle Kommunikation „ Sensoren“
2.  Die Realisierung individueller Kooperationsstrategien  für Teilnehmer von Wissensgemeinschaften (Beispiele) Kooperation  fördern  und  fordern Reziprozität unterstützen Verwertungs- interessen formulieren Selbstwirksamkeits- erwartung  formulieren Individuelle Interessen  kennen und  verbalisieren können
3.  Fähigkeiten und Fertigkeiten des Leitungspersonals  Hoher Bedarf an Kompetenzen für WG-Leiter: „ Soft-Skills“ :  Wahrnehmung von Interaktions- und Kooperationspotentialen zwischen Teilnehmern Personale Kompetenz : „Umgang mit sich selbst und dem Wissen“ Reflexionskompetenz :  Fertigkeit zu „interner Repräsentation und Reflexion“ Methodische Kompetenzen : (Moderation, Gruppenprozesse)
Zusammenfassung: Rahmenkonzept zur Förderung der Wissenskooperation in den Wissensgemeinschaften (KoWoDu) Kontext-Steuerung Wissensform Bereitschaft Raum und  Ressourcen Fähigkeiten Können Dürfen Wollen Prinzip Selbst-Organisation
Struktur des Inputs Begriffsverständnisse Problemhintergrund und Fragestellung des Projektes Lösungsweg und Untersuchungsdesign Exemplarische Ergebnisse Erfahrungen in der Praxis nach einem Jahr
Wissensmarkt Ziel (-erfüllung) (Person/Gruppe/Organisation) Wissensangebot Wissensnachfrage Nutzen Kommunizieren Repräsentieren Generieren (Innovationen) Wertschöpfung Marktausgleich Rahmenbedingungen Werte Anreize Spielregeln Infrastruktur
Struktur des Inputs Tendenzen: Aktuelle Umfrageergebnisse  Zwischenfazit und Schlussfolgerungen Perspektiven für die Unternehmensentwicklung
Mögliche Anwendung „KoWoDu“: Z. b.: Gruppenleiter (oder Externer) befragt Teilnehmer einer Arbeitsgruppe Ansätze der Kontextsteuerung Ziel: Gezielte Beeinflussung von Rahmenfaktoren,  Konzeption von Maßnahmen z. B. zur … …  Förderung des Beziehungswissens …  Vermittlung von Identität …  Berücksichtigung von Vergangenheitserfahrungen zur Förderung der Gegenseitigkeit …  situativen, nicht strukturellen, Spielregel-Einsatzes
Ausblick: Social Network Analysis (SNA): Die Datenbasis
NetDraw Overview
Beispiel 3-D-Ansicht
Untersuchungspotential Stärkere Förderung und Integration von Organisations- und Personalentwicklungs-Ansätzen Wie könnte das aussehen?
Wie sieht ein Organisations-Modell für die Zukunft aus?  Organisations- Entwicklung Prozess- management Wissens- management Verbindung von Organisationsstruktur, Prozessorganisation und Wissensarbeit Strukturen Abläufe Wissensperspektive Denkgruppe A Denkgruppe B Denkgruppe C
Ausblick Für eine künftige  Weiterentwicklung  von Wissenskooperation in realen Wissensgemeinschaften ist  weitere Forschung  notwendig: Anwendung und  Umsetzung des Rahmenkonzeptes  in der Praxis und Evaluierung auf Transfermöglichkeiten in die Unternehmenspraxis.  Entwicklung eines weiter vertieften Verständnisses der  Triebkräfte zur Wissenskooperation  von Akteuren, ggf. mit biographischen Methoden und beruflichen Entwicklungsbahnen in den Wissensgemeinschaften der GfWM e. V. Konzeptionen und Evaluierungen von  Kompetenzentwicklungs-konzepten  für Akteure der Wissensgemeinschaften. Erweiterung des Erkenntnisfeldes durch  vergleichende Studien aus der Unternehmenspraxis  unter Berücksichtigung weiterer Kontexte und Faktoren (z. B. Macht, Mikropolitik).
Aktuelle Publikationen http://www.LearnAct-Verlag.de
Publikationsliste ab 2001 Lembke, Gerald und Michael Vyborny (2006) : Soziale Netzerkanalyse. In: Wissensmanagement – Das Magazin für Führungskräfte. Nr. 7/2006 Lembke, G. (2006):  Organisationsentwicklung im Mittelstand weitergedacht. Online-Publikation: www.Business-Wissen.de (01.06.2006) Lembke, G.; Matin Müller; Uwe Schneidewind (2006) (Herausgeber) : Wissensnetzwerke – Grundlagen, Anwendungsfelder, Praxisberichte. Wiesbaden: LearnAct!-Verlag  Lembke, G. (2006) : Wissensgemeinschaften in Virtuellen hochschulen am Beispeil der AKAD Hochschulen für Berufstätige. In: Lembke, G.; Matin Müller; Uwe Schneidewind (Hrsg.): Wissensnetzwerke – Grundlagen, Anwendungsfelder, Praxisberichte. Wiesbaden: LearnAct!-Verlag  Lembke, G. (2006):  Wissenskooperation in Wissensgemeinschaften - Grundlagen und Perspektiven für den Vertrieb. In: Ahlert, Dietrich (Hrsg.) Jahrbuch Vertriebs- und Handelsmanagement 2006: Wissensmanagement in Vertrieb und Handel.  Lembke, Gerald (2005) : Wissenskooperation in Wissensgemeinschaften – Initiative und Förderung der Wissensteilung in Organisationen. Wiesbaden: LearnAct!-Verlag  North, Klaus; Franz, Michael und Gerald Lembke (2004) : Wissenserzeugung und –austausch in Wissensgemeinschaften – Communities of Practice. Schriften zur beruflichen Weiterbildung, Quem Report Heft 85 Lembke, Gerald (2004) : Die Lernende Organisation als Konzept einer entwicklungsfähigen Unternehmung. Marburg: Tectum-Verlag Lembke, Gerald (2004) : Persönliches Wissensmanagement. In: Community of Knowledge. 11.11.2004: http://www.c-o-k.de/cp_artikel.htm?artikel_id=180  Lembke, Gerald; North, Klaus und Michael Franz (2003) : "Wissensgemeinschaften als Rahmenkonzept für Business-Communities". In: Wissensmanagement – Das Magazin für Führungskräfte. Nr. 8/2003 Lembke, Gerald (2003) : "Lernen lernen. In: Zeitschrift des Württembergischen Genossenschaftsverbandes (GENO), Nr. 7/2003  Lembke, Gerald (2002) : Wissensrenaissance im Management.  In: vis-A-vis, Ausgabe 2/2002  Lembke, Gerald (2002) : Weiterbildung. In: Kursbuch Job – Erfolgsstrategien für jeden Tag. Wiesbaden: Falken-Verlag Lembke, Gerald (2002) : Über die Verteilung von Wissen in Organisationen. In: Wissensmanagement – Das Magazin für Führungskräfte. Nr. 1/2002 Lembke, Gerald und Stefanie Albrecht (2002) : Wissenstransfer als kommunikativer Prozess – Über die Verteilung von Wissen in Organisationen. In: Wissensmanagement – Das Magazin für Führungskräfte. Nr. 1/2002 Lembke, Gerald (2002) : Wissen zum Anfassen. In: Wissensmanagement – Das Magazin für Führungskräfte. Nr. 1/2002 Lembke, Gerald (2001) : Veränderungsmanagement - Aspekte der Entwicklung von Mitarbeitern im Wissensmanagement. In: Handbuch zur Personalentwicklung. Deutscher Wirtschafts-Dienst. Lembke, Gerald (2001) : Wissensmanagement in der Projektarbeit. In: Handbuch Projektmanagement. Aktualisierungsausgabe 3/2001. Lembke, Gerald (2001) : Kolumne Wissenswertes: "Wissen zum Anfassen". In: Wissensmanagement – Das Magazin für Führungskräfte. Nr. 6/2001 Lembke, Gerald (2001) :Wissensmanagement: "Es führt kein Weg am Menschen vorbei". In: Direkt Marketing – Magazin für kundenorientierte Kommunikation, Ausgabe 3/2001 Lembke, Gerald (2000) :Wissensmanagement bei der HypoVereinsbank. In: Wissensmanagement – Das Magazin für Führungskräfte. Nr. 5/2000 Lembke, Gerald (2001) : Wissenssicherung im Mittelstand. In: Personalmagazin Nr. 7 Juli/2001 Lembke, Gerald (2001) : Ist Wissens wirklich Macht? In: Madame Nr. 7 Juli / 2001
Auszüge aus der Primärliteratur Moser, K. S.; Schaffner, D. [2004]:  Die Bedeutung der Wissenskooperation für ein nachhaltiges Wissensmanagement. In B. Wyssusek (Hrsg.), Wissensmanagement komplex: Perspektiven und soziale Praxis. Berlin: Erich Schmitt, S. 227-242. Mühlfeld, C.; Windolf, P.; Lampert, N.; H. Krüger [1981] : Auswertungsprobleme offener Interviews, in: Soziale Welt, Jg. 32(3) / 1981, S. 325–352. Naujoks, H. [1994]:  Konzernmanagement durch Kontextsteuerung, in: Conrad, P.; G. Schreyögg (Hrsg.): Managementforschung 4, Berlin, New York, S. 105-141 North, Klaus; Franz, Michael; Gerald Lembke [2004] : Wissenserzeugung und -austausch in Wissensgemeinschaften - Communities of Practice, Berlin: Quem-Report. Romhardt, Kai [2002] : Wissensgemeinschaften - Orte lebendigen Wissensmanagement; Dynamik, Entwicklung, Gestaltungsmöglichkeiten, Zürich:  Versus. Schoen, Stefan [2001] : Gestaltung und Unterstützung von Communities of practice, München: Utz, Wiss. Wagner, Rainer H. [1995] : Praxis der Veränderung in Organisationen: was Systemtheorie, Psychologie und Konstruktivismus zum Verstehen und Handeln in Organisationen beitragen können, Göttingen: Verl. für Angewandte Psychologie. Wenger, Etienne; McDermott, Richard; William M. Snyder [2002] : Cultivating communities of practice, Boston MA: Harvard Business School Press. Willke, Helmut [2001]:  Systemtheorie III: Steuerungstheorie, Stuttgart: Gustav Fischer Verlag. Yin, Robert K. [2003]:  Case Study Research, 2.  Aufl., Thousands Oaks, California: Sage Publications.
Fortführende Literatur „Social Network Analysis“ Allee, V. 2002. The Future of Knowledge Increasing Prosperity through Value Networks. Boston: Butterworth-Heinemann Allee, V. 1997. The Knowledge Evolution: Expanding Organizational Intelligence. Boston: Butterworth-Heinemann Allee, V. 2005. Field Book Consultation Guides.  www.alleevaluenetworks.com Borgatti, S.P., Everett, M.G. and Freeman, L.C. 2002. Ucinet for Windows: Software for Social Network Analysis. Harvard, MA: Analytic Technologies. Hanneman, Robert A. and Mark Riddle.  2005.   Introduction to social network methods.   Riverside, CA:  University of California, Riverside ( published in digital form at  http:// faculty.ucr.edu/~hanneman /  ) Schwabe, O. 2005. Software GenIsisTM for ValueNet WorksTM  www.alleevaluenetworks.com http://en.wikipedia.org/wiki/Social_Network_Analysis http://en.wikipedia.org/wiki/Network_analysis http://www.orgnet.com/sna.html Scott J.  Social Network Analysis: A Handbook.  2nd ed. Thousands Oaks, Calif: Sage Publications; 2000.  Borgatti SP, Foster PC. The network paradigm in organizational research: a review and typology.  J Management . 2003;29:991–1013.  Ucinet for Windows: Software for Social Network Analysis. Cambridge, Mass: Analytic Technologies; 2002.  Krackhardt D, Blythe J, McGrath C. KrackPlot 3.0: an improved network drawing program.  Connections . 1994;17:53–55.  Freeman LC. Centrality in social networks I: conceptual clarification.  Social Networks . 1979;1:215–239.  McGrath C, Krackhardt D. Network conditions for organizational change.  J Appl Behav Sci . 2003;39:324–336
Gerald Lembke Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
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Ergebnisse aus Fallstudie – Funktionsmerkmale „Wissensform“ -Struktur- und   Projektwissen -Beziehungswissen -Handlungswissen /   Reflexion -Barriere: Wissen   kontextbezogen und   häufig zu abstrakt -Intrinsische Motivation -Individuelle Interesse   berücksichtigen -Suche nach   Beziehungen   („Netzwerken“) -Wissenskooperation   situationsabhängig -Heterogenität   förderlich -Lernen und   Weiterbildung - Barriere:   Zusammenführung von   individuellen   Interessen -Konkretisierung auf   Lebenswelt -Eigenverantwortung   fördern  -Möglichkeit der   Mitsprache und   Teilnahme en   Entscheidungen - Barriere:   Eigenverantwort-  lichkeit unterschied-  lich ausgeprägt   (Konsumentenver-  halten oft   „attraktiver“) Funktionsaspekt Arten: Wissensdimensionen Anwendung: Verwertungsinteresse Auswahl: Mitgestaltung der Mitglieder  Dimension Kategorie Wissensform
Datenquellen, Erhebungs- und Auswertungsmethoden 2. Leiter/Organisatoren 4. Mitglieder in Frankfurt 3. Leitungs-Vertreter 5. Wissensgemeinschaften-    Leiter in Unternehmen 1. Veranstaltungen 6. Dokumente 7. Sekundärdaten Auswertungsmethoden: Qualitative Inhaltsanalyse nach Mühlfeld * Quantitative Dokumentenanalyse * Quelle: Mühlfeld 2003: 330 ff. Erhebungsmethode: Datenquelle: 11 persönlich teilnehmende Beobachtungen Auswertung der Interviews auf Basis eines aus der Theorie entwickelten Kategorienschemas 10 teilstrukturierte Interviews  05 teilstrukturierte Interviews  08 teilstrukturierte Interviews  02 teilstrukturierte Interviews  58 diverse Dokumente  06 sekundäre Interviews  Auswertung von Einladungen, Dokumentationen, Präsentationen, Webseiten, Diskussionsforen, GfWM-Internetseiten.
Ergebnisse aus Fallstudie – Funktionsmerkmale „Bereitschaft“ -Individuelle und kollektive  Wirksamkeit   (Anerkennung fördern) -Positive   Absicht in der   Begegnung -Ziel: Tauschgeschäft -Individuelle   Einstellungen   (Vergangenheits-  erfahrungen) -Barriere:   Konsumenten-  haltung, Reziprozität häufig unbewusst  -Offenheit empfangen und senden -Schutzkreis    berücksich-   tigen -„Raum“    wechseln    (formell-   informell) -Über Fehler   sprechen - Sympathische Atmosphäre -Barriere:   Vertrauens-  bildung   formalisiert,   Schutzkreise   „verletzt“   (Ideenklau)  - Intrinsische    Motivation - Thema,    Interessen   fördern - Koopera-    tionsoptionen - Bildung von    Untergruppen -   Barriere: Zwang   zur Wissensgabe  Funktionsaspekte Gegenseitigkeit Vertrauen Freiwilligkeit Dimension Kategorie Bereitschaft
Ergebnisse aus Fallstudie – Funktionsmerkmale „Raum & Ressourcen“ -Organisations-   bezogen -Ablaufbezogen -Intrapersonell  -Reflexion(en) -„Sich trauen“   dürfen -   Barriere: Feedback als „Pflicht“, nicht als  Reflexionschance, knappe Ressource Zeit  -„Aushandeln“   von Wissen -Leitfaden bereit   stellen -Befristete,   unbefristete   Interventionen -Respekt,   Rücksichtnahme,   Toleranz - Barriere:  Fehleinschätzung  Erstellungsaufwand und Nutzen, knappe  Ressource Zeit  -Kommunikation   („Plaudern“)   fördern -Ausreden lassen -Fragen zulassen,-  Zuhören wollen   und können -Identifikation: „Wahrgenommen   werden“ -Leitbilder -Gemeinsame Ziele -Barriere:   Verkäufer-  Verhalten Funktionsaspekte Feedback Spielregeln Wertschätzung Dimension Kategorie „Raum und Ressourcen“
Ergebnisse aus Fallstudie – Funktionsmerkmale „Fähigkeiten“  -Ausdauer, Durchhaltevermögen -   Sozial Kompetent  -Zeit einräumen -   Organisations-   kompetenz,   Adminaufgaben  bewältigen  -Visionär und   Generalist -Führungsstil:   Situativ, Kooperativ  -Anwendung   Moderations-  techniken -   Barriere: Mangelnder Rollenwechsel  -   Rollenwechsel: Zuhören und Nachfragen  -Zeitmanagement -Impulse liefern können -Dialogfähigkeit -„Helfen   wollen“ -Zielkonformität  -Bewusstsein über sich selbst -   Barriere: Subjektive Selbst-Einschätzungen,  Fehlende Methoden  -Interaktionen fördern (aufeinander zugehen)  -Auf Ziele richten und artikulieren, nicht jeder  muss etwas sagen  -Informelle K. ermöglichen  -Mit Wortführern   umgehen -Umgang mit Medien -Barriere: Unterschiedliche  Kommunikationsebenen, Ideenklau  Funktionsaspekte Kompetenzen Management Kompetenzen Mitglieder Kommunikation Dimension Kategorie „Fähigkeiten“
Management-Verständnis für Wissensgemeinschaften  Theoretische Strömungen in der Literatur zu  Wissensgemeinschaften zeigen heterogene Ansätze  Selbst-Steuerung  Kontext-Steuerung Fremd-Steuerung Steuerungsintensität hängt von der Bedeutung endogener und exogener Faktoren ab. Für Wissensgemeinschaften gilt: hoher Anteil und Bedeutung beider Faktoren: Kontextsteuerung als konzeptionelle Leitlinie für Wissensgemeinschaften
Ergebnisse, die sich aus der Arbeit ergeben - Überblick 1 Wissenskooperation in Wissensgemeinschaften  „ Kollektive Wirksamkeiten“ spielen keine Rolle für die Wissenskooperation. Akteure haben ausgeprägtes Lerninteresse. Wissenskooperation dient als Mittel um Zweck für persönlich verwertbarem Handlungswissen. Das Ausmaß und die Bedeutung informellen Wissens für die Wissenskooperation ist prägnant. Das für das Funktionieren von Wissensgemeinschaften herausgestellte „Gemeinsame Thema“ hat sich bestätigt, genügt allein aber nicht. Vertrauen lässt sich über spezifische Kontexte/Rahmenbedingungen (z. B. Offenheit, Räume wechseln, Reziprozität) fördern. Wissensgemeinschaften sind ein Ort der Reflexion, weniger der Zielerreichung. Je höher der Reflexionsgrad, desto wahrscheinlicher die Möglichkeit statt findender Wissenskooperation. Wissenskooperation bedarf nur geringe informationstechnologische Unterstützung.
Ergebnisse, die sich aus der Arbeit ergeben - Überblick 2 Wissenskooperation in Wissensgemeinschaften  Wissenskooperation bedarf erweiterter Kenntnisse und Fähigkeiten. Dies gilt sowohl für Leiter als auch für Mitglieder (z.B. Dialogfähigkeit, Kommunikations-Initiativen, Bewegen in Gruppen) Tiefenstruktur: Notwendige Merkmale zur Förderung der Wissenskooperation: Wertschätzung, Feedback, Kommunikation als strukturell wirkendes Element, Identitäts-Prägnanz, Respekt, Toleranz, temporäre Spielregeln. Klassische Führungsstile bedürfen der Erweiterung um die Führung (Steuerung) von Rahmenbedingungen. => Hoher Entwicklungsbedarf.  Wissensgemeinschaften (mit Ziel Wissenskooperation) reagieren sensibel auf Direkt-Interventionen. Zentrale Herausforderung: Die Aktivierung von Mitgliedern. Hinweise an der  Oberflächenstruktur  (Steuerung über Strukturen, Prozesse) greifen zu kurz. Neu sind Aspekte in den  Tiefenstrukturen  von Wissensgemeinschaften, die förderlich für die Wissensgemeinschaften sind.
Inhaltliche Herausforderungen für das Projekt  1. Identifizierung von  Funktionsmerkmalen für die Wissenskooperation in Wissensgemeinschaften  2. Finden eines  Analyserahmens zur Wissenskooperation in Wissensgemeinschaften Fokus der Arbeit:  Funktionsmechanismen der Wissenskooperation  in Wissensgemeinschaften verstehen lernen.  3. Analyse der Motivationen für eine Wissenskooperation
Zusammenfassung der Ergebnisse Wissenskooperation in Wissensgemeinschaften kann nicht nur nach traditionellem Management-Verständnis gefördert werden.  Neben eines Managements von Strukturen und Prozessen sind Faktoren in den Tiefenstrukturen von prägsamer Bedeutung. Zu empfehlen ist die Fokussierung auf die Förderung der Wissenskooperation durch ein „Management der Rahmenbedingungen“.

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Perspektiven der Wissensarbeit

  • 1. Vortrag I-KNOW Graz 07. September 2006 Dr. rer. pol. Gerald Lembke Wissensarbeit aus aktuellen Perspektiven
  • 2. Möglicher Nutzen für Sie aus diesem Input Erfahrungen aus der betriebswirtschaftlichen Methodenkonzeption zur Untersuchung von sozialen Netzwerken Wissenskooperation in der eigenen Organisation reflektieren lernen Ableitung von organisatorisch und/oder individuell konzeptionellen Handlungsanweisungen aus Ergebnissen Erfahrungstransfer aus der Praxisarbeit zur Förderung von Wissenskooperationen in Industrie und Verwaltung Ausblick: Social Network Analysis (SNA) … ???
  • 3. Struktur des Inputs Tendenzen: Aktuelle Umfrageergebnisse Zwischenfazit und Schlussfolgerungen Perspektiven für die Unternehmensentwicklung
  • 4. Struktur des Inputs Tendenzen: Aktuelle Umfrageergebnisse Zwischenfazit und Schlussfolgerungen Perspektiven für die Unternehmensentwicklung
  • 5.  
  • 6. Fazit Umfrag WINE Wissensnetzwerke sind in den letzten Jahren für den unternehmerischen Erfolg eine notwendige Grundlage geworden. Sie dienen als konkrete Hilfestellung bei der Bewältigung von beruflichen Aufgaben. Daher sind der „Aufbau und die Entwicklung von Netzwerken“ für die meisten Befragten von prioritärem Interesse – ebenso die Themen „Kommunikation und Information“ und „Verankerung von Wissensnetzwerken in die eigene Organisation“. Handreichungen für den Umgang mit diesen Herausforderungen scheinen in der Zielgruppe unzureichend vorhanden zu sein.
  • 7. IT ist nicht dominierend in der Entwicklung von Wissensnetzwerken …
  • 8. Statt dessen geht es um folgende Themen:
  • 9.  
  • 10.  
  • 11.  
  • 12.  
  • 13. Begriff „Wissensgemeinschaft“ Wissens- gemeinschaft Freiwillige Teilnahme Intensität abhängig von Leitung Basiert auf Kommunikation und Interaktion Ziel: Austausch personengebundenen Wissens Intensität abhängig von Rahmen-bedingungen Gemeinsames Interesse Nutzen kann privater oder beruflicher Natur sein
  • 15. Begriff „Wissenskooperation“ Wissens- kooperation Ausmaß Wissenstausch Interaktions- verhalten Kooperations- verhalten Kommunikations- verhalten Formelles und informelles Wissen Individuelle Bereitschaft Ohne direkten, unmittelbaren Nutzen
  • 16. Struktur des Inputs Begriffsverständnisse Problemhintergrund und Fragestellung des Projektes Lösungsweg und Untersuchungsdesign Exemplarische Ergebnisse Erfahrungen in der Praxis
  • 17. Hintergrund Wissensgemeinschafts-Projekte funktionieren in der Organisations-praxis nicht.  I. d. R. gestaltungsorientiert oder selbstorganisiert Wissenskooperation ist von zahlreichen Variablen und Einflussfaktoren abhängig  Geringe Erfahrungen im Umgang mit Wissenskooperation Wissenskooperation bewegt sich in einem organisatorischen Spannungsfeld zwischen … … „ Gestaltungsdeterminismus“ … „ Selbstorganisation“ + Unzureichende Teilnehmerorientierung + Mangelndes Verständnis für die Wirkungszusammenhänge in Wissensgemeinschaften + Herausforderung Beantwortung „Wie-Frage“ + Nicht-trivial und weitgehend unkonkret Zeigt sich Zeigt sich
  • 18. Inhaltliche Herausforderungen für das Projekt 1. Identifizierung von Funktions-merkmalen für die Wissens-kooperation in Wissens-gemeinschaften 3. Analyse der Motivationen für eine Wissens-kooperation 2. Finden eines Analyserahmens zur Wissens-kooperation in Wissensgemein-schaften Fokus des Projektes: Funktionsmechanismen der Wissens-kooperation in Wissensgemeinschaften verstehen lernen.
  • 19. Interdisziplinäres Verständnis des Gegenstandes Wissenskooperation findet vorwiegend in persönlichen Begegnungen statt Motivation von Mitgliedern ist ein wichtiger Teil der Wissens-kooperation Wissenskooperation findet wahrnehmbar oder verdeckt statt Fragestellung: Wie kann Wissenskooperation in Wissensgemeinschaften gefördert und organisiert werden? Fokus auf reale Wissens-gemeinschaften Fokussierung auf die Bereit-schaft und das Ausmaß der Wissenskooperation von Teilnehmern Fokussierung auf funktionierende Wissensgemeinschaften
  • 20. Struktur des Inputs Begriffsverständnisse Problemhintergrund und Fragestellung des Projektes Lösungsweg und Untersuchungsdesign Exemplarische Ergebnisse Erfahrungen in der Praxis
  • 21. Grundsätzliche Bausteine des Projektes Untersuchungsprozess Entwicklung eines Rasters für die empirische Analyse Untersuchungsprozess Durchführung Empirie (Mehrfach- fallstudie) Entwicklung eines Rasters für die empirische Analyse Untersuchungsprozess Interpretation der Analyse und Unter- fütterung der Ergebnisse Durchführung Empirie (Mehrfach- fallstudie) Entwicklung eines Rasters für die empirische Analyse
  • 22. Fünf Schritte in der theoretischen Vorarbeit Aufarbeitung Sichtung Kurzdar- stellung Ableitung Verdichtung Aufarbeitung eines heuristischen Rahmens zur Verortung eines eigenen Management-Verständnisses (Kontextsteuerung*) Sichtung der aktuellen und internationalen Community-Literatur Kurzdarstellung und Würdigung der prominentesten Community-Konzepte (bis 2004). Ableitung von möglichen Handlungsfeldern für die Beantwortung der Forschungsfrage aus Literatur und Konzept-darstellungen. Verdichtung zu einem Untersuch-ungsraster für Empirie * Naujoks (1994): 113 ff.
  • 23. Untersuchungsraster für die empirische Analyse Motivation: Fokussierung auf Akteur-Perspektiven Wissensform Raum/Kontexte DÜRFEN Bereitschaft WOLLEN Fähigkeiten KÖNNEN Raster für empirische Untersuchung
  • 24. Empirisches Untersuchungsdesign Triangulation zur Ergänzung von Perspektiven Entscheidung für ein Fallstudien-Design und Integration quantitativer Daten Empirisches Design, das in einem neuartigen und komplexen Fall menschliche Handlungen in unterschiedlichen realen Lebenswelten untersucht. Methoden: Inhaltsanalysen, Mündliche Befragungen, Beobachtungen, Dokumenten- Analyse Aktions- forschungs- Ansatz Grounded Theory Fallstudien- Ansatz Qualitative Designs Quantitative Designs
  • 25. Mehrfallstudien-Design mit explorativen Mehrfach-Fallstudien Quelle: Eigene, in Anlehnung an YIN (2003): 39 Fall 3 Fall 2 Fall 1 Wissensgemeinschaft Hannover Wissensgemeinschaft München Wissensgemeinschaft Frankfurt/M. Fall 6 Fall 7 Fall 8 Fall 4 Fall 5 Fall 10 Fall 9 31 teilstrukturierte Primär- und Sekundärinterviews mit WG-Akteuren 11 persönlich teilnehmende Beobachtungen 58 Dokumente Fallstudie = GfWM e. V. Zehn untergeordnete Analyseeinheiten: „ Single Embedded Case Study“ Qualitative Inhaltsanalyse nach Mühlfeld * Auswertung der Interviews auf Basis eines entwickelten Kategorienschemas Quantitative Dokumentenanalyse Auswertung von Dokumentationen, Präsentationen u. ä. * Quelle: Mühlfeld (2003): 330 ff.
  • 26. DIE AUSWERTUNG Von den Interviewdaten zu den Interpretationsergebnissen Umfassendes Bild der Wirkungszusammenhänge einer Wissenskooperation in Wissensgemeinschaften Paraphrase wird zugeordnet Kategorie 1 Kategorie 2 Kategorie 3 Kategorie 4 wird zugeordnet Unterkate-gorie Merkmal 1 Merkmal n Merkmal 2 wird abgeleitet
  • 27. Struktur des Inputs Begriffsverständnisse Problemhintergrund und Fragestellung des Projektes Lösungsweg und Untersuchungsdesign Exemplarische Ergebnisse Erfahrungen in der Praxis
  • 28. Beantwortung der Fragestellung – Ergebnisse im Überblick Die Initiative und Förderung von Wissenskooperation in realen Wissensgemeinschaften ist realisierbar durch … … d ie Fähigkeiten und Fertigkeiten des Leitungspersonals im Umgang mit Kontextmerkmalen. … die Beeinflussung von bestimmten Faktoren (Kontextsteuerung). … d ie Realisierung individueller Kooperationsstrategien seitens der Teilnehmer.
  • 29. Struktur des Inputs Tendenzen: Aktuelle Umfrageergebnisse Zwischenfazit und Schlussfolgerungen Perspektiven für die Unternehmensentwicklung
  • 30. 1. Kontextsteuerung: Leitbild für die Beeinflussung von Einflussfaktoren für die Wissenskooperation (Beispiele) Tiefenstruktur Leitbild Gemeinsames Ziel Thema Indivi./Kollekt. Wirksamkeiten ≈ Anerkennung „ Soft-Skills“ Oberflächenstruktur „ Sich trauen dürfen“ Respekt, Toleranz Rücksichtnahme Individuelle Vergangenheits- erfahrungen Suche nach Beziehungen Über Fehler sprechen „Worst-Practices“ (Spiel-) Regeln (Gemeinsame) Werte Informelle Kommunikation „ Sensoren“
  • 31. 2. Die Realisierung individueller Kooperationsstrategien für Teilnehmer von Wissensgemeinschaften (Beispiele) Kooperation fördern und fordern Reziprozität unterstützen Verwertungs- interessen formulieren Selbstwirksamkeits- erwartung formulieren Individuelle Interessen kennen und verbalisieren können
  • 32. 3. Fähigkeiten und Fertigkeiten des Leitungspersonals Hoher Bedarf an Kompetenzen für WG-Leiter: „ Soft-Skills“ : Wahrnehmung von Interaktions- und Kooperationspotentialen zwischen Teilnehmern Personale Kompetenz : „Umgang mit sich selbst und dem Wissen“ Reflexionskompetenz : Fertigkeit zu „interner Repräsentation und Reflexion“ Methodische Kompetenzen : (Moderation, Gruppenprozesse)
  • 33. Zusammenfassung: Rahmenkonzept zur Förderung der Wissenskooperation in den Wissensgemeinschaften (KoWoDu) Kontext-Steuerung Wissensform Bereitschaft Raum und Ressourcen Fähigkeiten Können Dürfen Wollen Prinzip Selbst-Organisation
  • 34. Struktur des Inputs Begriffsverständnisse Problemhintergrund und Fragestellung des Projektes Lösungsweg und Untersuchungsdesign Exemplarische Ergebnisse Erfahrungen in der Praxis nach einem Jahr
  • 35. Wissensmarkt Ziel (-erfüllung) (Person/Gruppe/Organisation) Wissensangebot Wissensnachfrage Nutzen Kommunizieren Repräsentieren Generieren (Innovationen) Wertschöpfung Marktausgleich Rahmenbedingungen Werte Anreize Spielregeln Infrastruktur
  • 36. Struktur des Inputs Tendenzen: Aktuelle Umfrageergebnisse Zwischenfazit und Schlussfolgerungen Perspektiven für die Unternehmensentwicklung
  • 37. Mögliche Anwendung „KoWoDu“: Z. b.: Gruppenleiter (oder Externer) befragt Teilnehmer einer Arbeitsgruppe Ansätze der Kontextsteuerung Ziel: Gezielte Beeinflussung von Rahmenfaktoren, Konzeption von Maßnahmen z. B. zur … … Förderung des Beziehungswissens … Vermittlung von Identität … Berücksichtigung von Vergangenheitserfahrungen zur Förderung der Gegenseitigkeit … situativen, nicht strukturellen, Spielregel-Einsatzes
  • 38. Ausblick: Social Network Analysis (SNA): Die Datenbasis
  • 41. Untersuchungspotential Stärkere Förderung und Integration von Organisations- und Personalentwicklungs-Ansätzen Wie könnte das aussehen?
  • 42. Wie sieht ein Organisations-Modell für die Zukunft aus? Organisations- Entwicklung Prozess- management Wissens- management Verbindung von Organisationsstruktur, Prozessorganisation und Wissensarbeit Strukturen Abläufe Wissensperspektive Denkgruppe A Denkgruppe B Denkgruppe C
  • 43. Ausblick Für eine künftige Weiterentwicklung von Wissenskooperation in realen Wissensgemeinschaften ist weitere Forschung notwendig: Anwendung und Umsetzung des Rahmenkonzeptes in der Praxis und Evaluierung auf Transfermöglichkeiten in die Unternehmenspraxis. Entwicklung eines weiter vertieften Verständnisses der Triebkräfte zur Wissenskooperation von Akteuren, ggf. mit biographischen Methoden und beruflichen Entwicklungsbahnen in den Wissensgemeinschaften der GfWM e. V. Konzeptionen und Evaluierungen von Kompetenzentwicklungs-konzepten für Akteure der Wissensgemeinschaften. Erweiterung des Erkenntnisfeldes durch vergleichende Studien aus der Unternehmenspraxis unter Berücksichtigung weiterer Kontexte und Faktoren (z. B. Macht, Mikropolitik).
  • 45. Publikationsliste ab 2001 Lembke, Gerald und Michael Vyborny (2006) : Soziale Netzerkanalyse. In: Wissensmanagement – Das Magazin für Führungskräfte. Nr. 7/2006 Lembke, G. (2006): Organisationsentwicklung im Mittelstand weitergedacht. Online-Publikation: www.Business-Wissen.de (01.06.2006) Lembke, G.; Matin Müller; Uwe Schneidewind (2006) (Herausgeber) : Wissensnetzwerke – Grundlagen, Anwendungsfelder, Praxisberichte. Wiesbaden: LearnAct!-Verlag Lembke, G. (2006) : Wissensgemeinschaften in Virtuellen hochschulen am Beispeil der AKAD Hochschulen für Berufstätige. In: Lembke, G.; Matin Müller; Uwe Schneidewind (Hrsg.): Wissensnetzwerke – Grundlagen, Anwendungsfelder, Praxisberichte. Wiesbaden: LearnAct!-Verlag Lembke, G. (2006): Wissenskooperation in Wissensgemeinschaften - Grundlagen und Perspektiven für den Vertrieb. In: Ahlert, Dietrich (Hrsg.) Jahrbuch Vertriebs- und Handelsmanagement 2006: Wissensmanagement in Vertrieb und Handel. Lembke, Gerald (2005) : Wissenskooperation in Wissensgemeinschaften – Initiative und Förderung der Wissensteilung in Organisationen. Wiesbaden: LearnAct!-Verlag North, Klaus; Franz, Michael und Gerald Lembke (2004) : Wissenserzeugung und –austausch in Wissensgemeinschaften – Communities of Practice. Schriften zur beruflichen Weiterbildung, Quem Report Heft 85 Lembke, Gerald (2004) : Die Lernende Organisation als Konzept einer entwicklungsfähigen Unternehmung. Marburg: Tectum-Verlag Lembke, Gerald (2004) : Persönliches Wissensmanagement. In: Community of Knowledge. 11.11.2004: http://www.c-o-k.de/cp_artikel.htm?artikel_id=180 Lembke, Gerald; North, Klaus und Michael Franz (2003) : "Wissensgemeinschaften als Rahmenkonzept für Business-Communities". In: Wissensmanagement – Das Magazin für Führungskräfte. Nr. 8/2003 Lembke, Gerald (2003) : "Lernen lernen. In: Zeitschrift des Württembergischen Genossenschaftsverbandes (GENO), Nr. 7/2003 Lembke, Gerald (2002) : Wissensrenaissance im Management. In: vis-A-vis, Ausgabe 2/2002 Lembke, Gerald (2002) : Weiterbildung. In: Kursbuch Job – Erfolgsstrategien für jeden Tag. Wiesbaden: Falken-Verlag Lembke, Gerald (2002) : Über die Verteilung von Wissen in Organisationen. In: Wissensmanagement – Das Magazin für Führungskräfte. Nr. 1/2002 Lembke, Gerald und Stefanie Albrecht (2002) : Wissenstransfer als kommunikativer Prozess – Über die Verteilung von Wissen in Organisationen. In: Wissensmanagement – Das Magazin für Führungskräfte. Nr. 1/2002 Lembke, Gerald (2002) : Wissen zum Anfassen. In: Wissensmanagement – Das Magazin für Führungskräfte. Nr. 1/2002 Lembke, Gerald (2001) : Veränderungsmanagement - Aspekte der Entwicklung von Mitarbeitern im Wissensmanagement. In: Handbuch zur Personalentwicklung. Deutscher Wirtschafts-Dienst. Lembke, Gerald (2001) : Wissensmanagement in der Projektarbeit. In: Handbuch Projektmanagement. Aktualisierungsausgabe 3/2001. Lembke, Gerald (2001) : Kolumne Wissenswertes: "Wissen zum Anfassen". In: Wissensmanagement – Das Magazin für Führungskräfte. Nr. 6/2001 Lembke, Gerald (2001) :Wissensmanagement: "Es führt kein Weg am Menschen vorbei". In: Direkt Marketing – Magazin für kundenorientierte Kommunikation, Ausgabe 3/2001 Lembke, Gerald (2000) :Wissensmanagement bei der HypoVereinsbank. In: Wissensmanagement – Das Magazin für Führungskräfte. Nr. 5/2000 Lembke, Gerald (2001) : Wissenssicherung im Mittelstand. In: Personalmagazin Nr. 7 Juli/2001 Lembke, Gerald (2001) : Ist Wissens wirklich Macht? In: Madame Nr. 7 Juli / 2001
  • 46. Auszüge aus der Primärliteratur Moser, K. S.; Schaffner, D. [2004]: Die Bedeutung der Wissenskooperation für ein nachhaltiges Wissensmanagement. In B. Wyssusek (Hrsg.), Wissensmanagement komplex: Perspektiven und soziale Praxis. Berlin: Erich Schmitt, S. 227-242. Mühlfeld, C.; Windolf, P.; Lampert, N.; H. Krüger [1981] : Auswertungsprobleme offener Interviews, in: Soziale Welt, Jg. 32(3) / 1981, S. 325–352. Naujoks, H. [1994]: Konzernmanagement durch Kontextsteuerung, in: Conrad, P.; G. Schreyögg (Hrsg.): Managementforschung 4, Berlin, New York, S. 105-141 North, Klaus; Franz, Michael; Gerald Lembke [2004] : Wissenserzeugung und -austausch in Wissensgemeinschaften - Communities of Practice, Berlin: Quem-Report. Romhardt, Kai [2002] : Wissensgemeinschaften - Orte lebendigen Wissensmanagement; Dynamik, Entwicklung, Gestaltungsmöglichkeiten, Zürich: Versus. Schoen, Stefan [2001] : Gestaltung und Unterstützung von Communities of practice, München: Utz, Wiss. Wagner, Rainer H. [1995] : Praxis der Veränderung in Organisationen: was Systemtheorie, Psychologie und Konstruktivismus zum Verstehen und Handeln in Organisationen beitragen können, Göttingen: Verl. für Angewandte Psychologie. Wenger, Etienne; McDermott, Richard; William M. Snyder [2002] : Cultivating communities of practice, Boston MA: Harvard Business School Press. Willke, Helmut [2001]: Systemtheorie III: Steuerungstheorie, Stuttgart: Gustav Fischer Verlag. Yin, Robert K. [2003]: Case Study Research, 2. Aufl., Thousands Oaks, California: Sage Publications.
  • 47. Fortführende Literatur „Social Network Analysis“ Allee, V. 2002. The Future of Knowledge Increasing Prosperity through Value Networks. Boston: Butterworth-Heinemann Allee, V. 1997. The Knowledge Evolution: Expanding Organizational Intelligence. Boston: Butterworth-Heinemann Allee, V. 2005. Field Book Consultation Guides. www.alleevaluenetworks.com Borgatti, S.P., Everett, M.G. and Freeman, L.C. 2002. Ucinet for Windows: Software for Social Network Analysis. Harvard, MA: Analytic Technologies. Hanneman, Robert A. and Mark Riddle.  2005.  Introduction to social network methods.   Riverside, CA:  University of California, Riverside ( published in digital form at http:// faculty.ucr.edu/~hanneman / ) Schwabe, O. 2005. Software GenIsisTM for ValueNet WorksTM www.alleevaluenetworks.com http://en.wikipedia.org/wiki/Social_Network_Analysis http://en.wikipedia.org/wiki/Network_analysis http://www.orgnet.com/sna.html Scott J. Social Network Analysis: A Handbook. 2nd ed. Thousands Oaks, Calif: Sage Publications; 2000. Borgatti SP, Foster PC. The network paradigm in organizational research: a review and typology. J Management . 2003;29:991–1013. Ucinet for Windows: Software for Social Network Analysis. Cambridge, Mass: Analytic Technologies; 2002. Krackhardt D, Blythe J, McGrath C. KrackPlot 3.0: an improved network drawing program. Connections . 1994;17:53–55. Freeman LC. Centrality in social networks I: conceptual clarification. Social Networks . 1979;1:215–239. McGrath C, Krackhardt D. Network conditions for organizational change. J Appl Behav Sci . 2003;39:324–336
  • 48. Gerald Lembke Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
  • 50. Ergebnisse aus Fallstudie – Funktionsmerkmale „Wissensform“ -Struktur- und Projektwissen -Beziehungswissen -Handlungswissen / Reflexion -Barriere: Wissen kontextbezogen und häufig zu abstrakt -Intrinsische Motivation -Individuelle Interesse berücksichtigen -Suche nach Beziehungen („Netzwerken“) -Wissenskooperation situationsabhängig -Heterogenität förderlich -Lernen und Weiterbildung - Barriere: Zusammenführung von individuellen Interessen -Konkretisierung auf Lebenswelt -Eigenverantwortung fördern -Möglichkeit der Mitsprache und Teilnahme en Entscheidungen - Barriere: Eigenverantwort- lichkeit unterschied- lich ausgeprägt (Konsumentenver- halten oft „attraktiver“) Funktionsaspekt Arten: Wissensdimensionen Anwendung: Verwertungsinteresse Auswahl: Mitgestaltung der Mitglieder Dimension Kategorie Wissensform
  • 51. Datenquellen, Erhebungs- und Auswertungsmethoden 2. Leiter/Organisatoren 4. Mitglieder in Frankfurt 3. Leitungs-Vertreter 5. Wissensgemeinschaften- Leiter in Unternehmen 1. Veranstaltungen 6. Dokumente 7. Sekundärdaten Auswertungsmethoden: Qualitative Inhaltsanalyse nach Mühlfeld * Quantitative Dokumentenanalyse * Quelle: Mühlfeld 2003: 330 ff. Erhebungsmethode: Datenquelle: 11 persönlich teilnehmende Beobachtungen Auswertung der Interviews auf Basis eines aus der Theorie entwickelten Kategorienschemas 10 teilstrukturierte Interviews 05 teilstrukturierte Interviews 08 teilstrukturierte Interviews 02 teilstrukturierte Interviews 58 diverse Dokumente 06 sekundäre Interviews Auswertung von Einladungen, Dokumentationen, Präsentationen, Webseiten, Diskussionsforen, GfWM-Internetseiten.
  • 52. Ergebnisse aus Fallstudie – Funktionsmerkmale „Bereitschaft“ -Individuelle und kollektive Wirksamkeit (Anerkennung fördern) -Positive Absicht in der Begegnung -Ziel: Tauschgeschäft -Individuelle Einstellungen (Vergangenheits- erfahrungen) -Barriere: Konsumenten- haltung, Reziprozität häufig unbewusst -Offenheit empfangen und senden -Schutzkreis berücksich- tigen -„Raum“ wechseln (formell- informell) -Über Fehler sprechen - Sympathische Atmosphäre -Barriere: Vertrauens- bildung formalisiert, Schutzkreise „verletzt“ (Ideenklau) - Intrinsische Motivation - Thema, Interessen fördern - Koopera- tionsoptionen - Bildung von Untergruppen - Barriere: Zwang zur Wissensgabe Funktionsaspekte Gegenseitigkeit Vertrauen Freiwilligkeit Dimension Kategorie Bereitschaft
  • 53. Ergebnisse aus Fallstudie – Funktionsmerkmale „Raum & Ressourcen“ -Organisations- bezogen -Ablaufbezogen -Intrapersonell -Reflexion(en) -„Sich trauen“ dürfen - Barriere: Feedback als „Pflicht“, nicht als Reflexionschance, knappe Ressource Zeit -„Aushandeln“ von Wissen -Leitfaden bereit stellen -Befristete, unbefristete Interventionen -Respekt, Rücksichtnahme, Toleranz - Barriere: Fehleinschätzung Erstellungsaufwand und Nutzen, knappe Ressource Zeit -Kommunikation („Plaudern“) fördern -Ausreden lassen -Fragen zulassen,- Zuhören wollen und können -Identifikation: „Wahrgenommen werden“ -Leitbilder -Gemeinsame Ziele -Barriere: Verkäufer- Verhalten Funktionsaspekte Feedback Spielregeln Wertschätzung Dimension Kategorie „Raum und Ressourcen“
  • 54. Ergebnisse aus Fallstudie – Funktionsmerkmale „Fähigkeiten“ -Ausdauer, Durchhaltevermögen - Sozial Kompetent -Zeit einräumen - Organisations- kompetenz, Adminaufgaben bewältigen -Visionär und Generalist -Führungsstil: Situativ, Kooperativ -Anwendung Moderations- techniken - Barriere: Mangelnder Rollenwechsel - Rollenwechsel: Zuhören und Nachfragen -Zeitmanagement -Impulse liefern können -Dialogfähigkeit -„Helfen wollen“ -Zielkonformität -Bewusstsein über sich selbst - Barriere: Subjektive Selbst-Einschätzungen, Fehlende Methoden -Interaktionen fördern (aufeinander zugehen) -Auf Ziele richten und artikulieren, nicht jeder muss etwas sagen -Informelle K. ermöglichen -Mit Wortführern umgehen -Umgang mit Medien -Barriere: Unterschiedliche Kommunikationsebenen, Ideenklau Funktionsaspekte Kompetenzen Management Kompetenzen Mitglieder Kommunikation Dimension Kategorie „Fähigkeiten“
  • 55. Management-Verständnis für Wissensgemeinschaften Theoretische Strömungen in der Literatur zu Wissensgemeinschaften zeigen heterogene Ansätze Selbst-Steuerung Kontext-Steuerung Fremd-Steuerung Steuerungsintensität hängt von der Bedeutung endogener und exogener Faktoren ab. Für Wissensgemeinschaften gilt: hoher Anteil und Bedeutung beider Faktoren: Kontextsteuerung als konzeptionelle Leitlinie für Wissensgemeinschaften
  • 56. Ergebnisse, die sich aus der Arbeit ergeben - Überblick 1 Wissenskooperation in Wissensgemeinschaften „ Kollektive Wirksamkeiten“ spielen keine Rolle für die Wissenskooperation. Akteure haben ausgeprägtes Lerninteresse. Wissenskooperation dient als Mittel um Zweck für persönlich verwertbarem Handlungswissen. Das Ausmaß und die Bedeutung informellen Wissens für die Wissenskooperation ist prägnant. Das für das Funktionieren von Wissensgemeinschaften herausgestellte „Gemeinsame Thema“ hat sich bestätigt, genügt allein aber nicht. Vertrauen lässt sich über spezifische Kontexte/Rahmenbedingungen (z. B. Offenheit, Räume wechseln, Reziprozität) fördern. Wissensgemeinschaften sind ein Ort der Reflexion, weniger der Zielerreichung. Je höher der Reflexionsgrad, desto wahrscheinlicher die Möglichkeit statt findender Wissenskooperation. Wissenskooperation bedarf nur geringe informationstechnologische Unterstützung.
  • 57. Ergebnisse, die sich aus der Arbeit ergeben - Überblick 2 Wissenskooperation in Wissensgemeinschaften Wissenskooperation bedarf erweiterter Kenntnisse und Fähigkeiten. Dies gilt sowohl für Leiter als auch für Mitglieder (z.B. Dialogfähigkeit, Kommunikations-Initiativen, Bewegen in Gruppen) Tiefenstruktur: Notwendige Merkmale zur Förderung der Wissenskooperation: Wertschätzung, Feedback, Kommunikation als strukturell wirkendes Element, Identitäts-Prägnanz, Respekt, Toleranz, temporäre Spielregeln. Klassische Führungsstile bedürfen der Erweiterung um die Führung (Steuerung) von Rahmenbedingungen. => Hoher Entwicklungsbedarf. Wissensgemeinschaften (mit Ziel Wissenskooperation) reagieren sensibel auf Direkt-Interventionen. Zentrale Herausforderung: Die Aktivierung von Mitgliedern. Hinweise an der Oberflächenstruktur (Steuerung über Strukturen, Prozesse) greifen zu kurz. Neu sind Aspekte in den Tiefenstrukturen von Wissensgemeinschaften, die förderlich für die Wissensgemeinschaften sind.
  • 58. Inhaltliche Herausforderungen für das Projekt 1. Identifizierung von Funktionsmerkmalen für die Wissenskooperation in Wissensgemeinschaften 2. Finden eines Analyserahmens zur Wissenskooperation in Wissensgemeinschaften Fokus der Arbeit: Funktionsmechanismen der Wissenskooperation in Wissensgemeinschaften verstehen lernen. 3. Analyse der Motivationen für eine Wissenskooperation
  • 59. Zusammenfassung der Ergebnisse Wissenskooperation in Wissensgemeinschaften kann nicht nur nach traditionellem Management-Verständnis gefördert werden. Neben eines Managements von Strukturen und Prozessen sind Faktoren in den Tiefenstrukturen von prägsamer Bedeutung. Zu empfehlen ist die Fokussierung auf die Förderung der Wissenskooperation durch ein „Management der Rahmenbedingungen“.