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HD Dr. I.S. Krestinsky
Die Geschichte der Deutschen
Die Zeit der Staufer
(12.–13. Jh., 1137 – 1254)
12. Jh. Staufer / Schwabenkönige (1137 – 1254)
Die Deutschen I. F. 3. Barbarossa und der Löwe
Friedrich I. Barbarossa (1152 – 1190)
Die Deutschen II. F. 2. Friedrich II. und der
Kreuzzug
Friedrich II. Sizilianer (1212 – 1250)
Die Deutschen II. F. 3. Hildegard von Bingen
und die Macht der Frauen
Hildegard von Bingen (1098-1179)
(Miss-)Leistungen Friedrichs I./Friedrichs II.
• Höhepunkt und Blütezeit des deutschen Hochmittelalters.
• Friedrich I. Barbarossa – Verkörperung des Glanzes des
deutschen Hochmittelalters.
• Nach den Wirren des frühen Mittelalters, Barbarei und
Investiturstreit kam mit dem Staufer Friedrich I. Barbarossa
ein Kaiser an die Macht, der wie kein anderer deutscher
Herrscher vor und nach ihm den Glanz des hohen
Mittelalters verkörpern sollte.
• Er etablierte (?) die Deutschen im Konzept der großen
Mächte Europas.
• Seine langjährige Italienzüge, sein Kampf für ein
universelles Kaisertum, aber auch die Hoftage in
repräsentativen Pfalzen und sein Eintreten für ritterliche
Kultur machten ihn zur führenden politischen Figur des
Abendlandes und danach zum jahrhundertelangen Mythos.
• (gescheiterter) Versuch, sich von Canossa abzusetzen, eine
Wertigkeit des Reichs herbeizuführen und es auf gleiche
Augenhöhe mit der Kirche zu bringen, kaiserliche Autorität
gegenüber den Fürsten durchzuhalten;
• Folgen: zahlreiche kriegerische Italienzüge, Wahrnehmung
des Römischen Reiches als kriegerischer Militärorganisation,
weitere Stärkung der Fürstenmacht. Anbahnung der weiteren
Relativierung der kaiserliche Macht.
• Jahrhundertelanger Mythos in der deutschen Geschichte
wegen romantischer Verklärung durch deutsche Nationalisen
im 19. Jh. (dazu: Kyffhäuserdenkmal südlich des Harzes: 1890
– 1896), weil er versuchte, die deutsche Reichsidee aggressiv
voranzutreiben.
• Langjährige kriegerische Italienzüge (Furor Teutonicus),
Kampf für ein universelles Kaisertum, prunkvolle Hoftage in
repräsentativen Pfalzen, ritterliche Kultur und Minnesang,
Kreuzzüge, Etablierung der Deutschen im Konzept der großen
Mächte Europas.
• Betonung der Heiligkeit des Reichs. Einführung 1157 des
Zusatzes „heilig“ im Titel des Reichs zwecks des Hinweises
darauf, dass das Reich unabhängig von der Kirche heilig ist.
• (unter Friedrich II.:) Verfassung des Sachsenspiegels um 1230
von Eike von Repgow (Niederschrift des deutschen
Gewohnheitsrechts, des ältesten und in seiner Zeit
bedeutendsten deutschen Rechtsbuchs; es bildete die
Vorlage der oberdeutschen Rechtsbücher). Blütezeit der
mittelalterlichen ritterlichen Kultur (Minnesang und
Minnesänger wie Walter von der Vogelweide u.a.).
Das Reich zur Zeit Friedrichs I. (12.Jh.)
Grundbegriffe zum Film „Barbarossa und Löwe“
• Dynastie der Staufer (Friedrich I. Barbarossa)
• Reisekönigtum (wichtigste Pfalzen), Lehenswesen,
Vergabe der Lehen, Reichstage, Adler als Symbol
• Ritterkultur: Hoftage, Minnesang, Minnesänger,
Ritterturniere, r Ritterschlag, e Schwertleite
• r Cappenberger Kopf, r Kölner Dom, Gebeine der
Heiligen drei Könige
• Sacrum Romanum Imperium 1156, Regnum
Teutonicorum
• Kriegerische Italienzüge, Mailand, Lombardei, Furor
Teutonicus
• Dynastie der Welfen (Heinrich der Löwe),
r Braunschweiger Löwe, Ostbewegung / r
Drang nach Osten, r Deutsche Ritterorden und
Marienburg, Gründungen Münchens, Lübecks,
Schwerins, e Burg Dankwarderode
• Mythos/Verklärung Barbarossa, s Kyffhäuserdenkmal
• Besonderheiten der deutschen Wahlmonarchie und
des Lehnswesens am Beispiel Friedrichs I.
• e Goldene Bulle 1356, r Kurfürst, Wurzeln des
deutschen Föderalismus
Grundbegriffe zum Film „Friedrich II. und der Kreuzzug“
• „Teufel in Menschengestalt“ vs. „für viele der wohl größte
Kaiser des Mittelalters“ mit eigener Dichtung
Mehrsprachigkeit und wiss. Untersuchungen
• König von Sizilien, König und Kaiser des Römischen Reiches,
„Staunen der Welt“, Urheber der Naturwissenschaften in
Europa
• Behandlung der Problematik der Kreuzzüge
• kulturelle und wissenschaftliche Errungenschaften
(empirisches Forschen und Erkennen als zentrale
Errungenschaft, erste Obduktionen der Leichen, sein Hof wird
zum Zentrum der Wissenschaft mit Forschern aus
unterschiedlichen Kulturen; Verbreitung des Minnesangs und
Hoflebens, Wirken von Walter von der Vogelweide,
Verfassung des Sachsenspiegels 1230)
Europa und Orient zur Zeit Friedrichs II.
Zum Film „Hildegard von Bingen und die Macht der
Frauen“
• Hildegard von Bingen (1098-1179) ist die populärste
Deutsche des Mittelalters, stand auf Augenhöhe mit den
Mächtigen ihrer Zeit. Sie war Visionärin,
Naturwissenschaftlerin, Politikerin und Komponistin,
Theologin und sogar Managerin zweier von ihr
gegründeter Klöster.
• Die „erste Grüne“ mit ihrer Wahrnehmung der
Natur.
• Eingehende unbefangene Beschreibungen des
menschlichen Körpers und der Sexualität (z.B. erste
und für eine Nonne bemerkenswert detaillierte
Beschreibung des weiblichen Orgasmus).
Aufenthaltsorte Hildegards
Zur Entwicklung der deutschen Sprache
• Germanische Sprachen (z.B. Gotisch /
Wulfilabibel)
• Sprachstufen der deutschen Sprache
– Althochdeutsch (750 – 1050)
• Schriftliche Zeugnisse: Codex Abrogans.
– Mittelhochdeutsch (1050 – 1350)
• Schriftliche Zeugnisse: Nibelungenlied, Sachsenspiegel.
– Frühneuhochdeutsch (1350 – 1650)
• Schriftliche Zeugnisse: Luther-Bibel.
– Neuhochdeutsch (1650 bis Gegenwart)

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Lk vorlesung 5 staufer

  • 1. HD Dr. I.S. Krestinsky Die Geschichte der Deutschen Die Zeit der Staufer (12.–13. Jh., 1137 – 1254)
  • 2. 12. Jh. Staufer / Schwabenkönige (1137 – 1254) Die Deutschen I. F. 3. Barbarossa und der Löwe Friedrich I. Barbarossa (1152 – 1190) Die Deutschen II. F. 2. Friedrich II. und der Kreuzzug Friedrich II. Sizilianer (1212 – 1250) Die Deutschen II. F. 3. Hildegard von Bingen und die Macht der Frauen Hildegard von Bingen (1098-1179)
  • 3. (Miss-)Leistungen Friedrichs I./Friedrichs II. • Höhepunkt und Blütezeit des deutschen Hochmittelalters. • Friedrich I. Barbarossa – Verkörperung des Glanzes des deutschen Hochmittelalters. • Nach den Wirren des frühen Mittelalters, Barbarei und Investiturstreit kam mit dem Staufer Friedrich I. Barbarossa ein Kaiser an die Macht, der wie kein anderer deutscher Herrscher vor und nach ihm den Glanz des hohen Mittelalters verkörpern sollte. • Er etablierte (?) die Deutschen im Konzept der großen Mächte Europas. • Seine langjährige Italienzüge, sein Kampf für ein universelles Kaisertum, aber auch die Hoftage in repräsentativen Pfalzen und sein Eintreten für ritterliche Kultur machten ihn zur führenden politischen Figur des Abendlandes und danach zum jahrhundertelangen Mythos.
  • 4. • (gescheiterter) Versuch, sich von Canossa abzusetzen, eine Wertigkeit des Reichs herbeizuführen und es auf gleiche Augenhöhe mit der Kirche zu bringen, kaiserliche Autorität gegenüber den Fürsten durchzuhalten; • Folgen: zahlreiche kriegerische Italienzüge, Wahrnehmung des Römischen Reiches als kriegerischer Militärorganisation, weitere Stärkung der Fürstenmacht. Anbahnung der weiteren Relativierung der kaiserliche Macht. • Jahrhundertelanger Mythos in der deutschen Geschichte wegen romantischer Verklärung durch deutsche Nationalisen im 19. Jh. (dazu: Kyffhäuserdenkmal südlich des Harzes: 1890 – 1896), weil er versuchte, die deutsche Reichsidee aggressiv voranzutreiben.
  • 5. • Langjährige kriegerische Italienzüge (Furor Teutonicus), Kampf für ein universelles Kaisertum, prunkvolle Hoftage in repräsentativen Pfalzen, ritterliche Kultur und Minnesang, Kreuzzüge, Etablierung der Deutschen im Konzept der großen Mächte Europas. • Betonung der Heiligkeit des Reichs. Einführung 1157 des Zusatzes „heilig“ im Titel des Reichs zwecks des Hinweises darauf, dass das Reich unabhängig von der Kirche heilig ist. • (unter Friedrich II.:) Verfassung des Sachsenspiegels um 1230 von Eike von Repgow (Niederschrift des deutschen Gewohnheitsrechts, des ältesten und in seiner Zeit bedeutendsten deutschen Rechtsbuchs; es bildete die Vorlage der oberdeutschen Rechtsbücher). Blütezeit der mittelalterlichen ritterlichen Kultur (Minnesang und Minnesänger wie Walter von der Vogelweide u.a.).
  • 6. Das Reich zur Zeit Friedrichs I. (12.Jh.)
  • 7. Grundbegriffe zum Film „Barbarossa und Löwe“ • Dynastie der Staufer (Friedrich I. Barbarossa) • Reisekönigtum (wichtigste Pfalzen), Lehenswesen, Vergabe der Lehen, Reichstage, Adler als Symbol • Ritterkultur: Hoftage, Minnesang, Minnesänger, Ritterturniere, r Ritterschlag, e Schwertleite • r Cappenberger Kopf, r Kölner Dom, Gebeine der Heiligen drei Könige • Sacrum Romanum Imperium 1156, Regnum Teutonicorum • Kriegerische Italienzüge, Mailand, Lombardei, Furor Teutonicus
  • 8. • Dynastie der Welfen (Heinrich der Löwe), r Braunschweiger Löwe, Ostbewegung / r Drang nach Osten, r Deutsche Ritterorden und Marienburg, Gründungen Münchens, Lübecks, Schwerins, e Burg Dankwarderode • Mythos/Verklärung Barbarossa, s Kyffhäuserdenkmal • Besonderheiten der deutschen Wahlmonarchie und des Lehnswesens am Beispiel Friedrichs I. • e Goldene Bulle 1356, r Kurfürst, Wurzeln des deutschen Föderalismus
  • 9. Grundbegriffe zum Film „Friedrich II. und der Kreuzzug“ • „Teufel in Menschengestalt“ vs. „für viele der wohl größte Kaiser des Mittelalters“ mit eigener Dichtung Mehrsprachigkeit und wiss. Untersuchungen • König von Sizilien, König und Kaiser des Römischen Reiches, „Staunen der Welt“, Urheber der Naturwissenschaften in Europa • Behandlung der Problematik der Kreuzzüge • kulturelle und wissenschaftliche Errungenschaften (empirisches Forschen und Erkennen als zentrale Errungenschaft, erste Obduktionen der Leichen, sein Hof wird zum Zentrum der Wissenschaft mit Forschern aus unterschiedlichen Kulturen; Verbreitung des Minnesangs und Hoflebens, Wirken von Walter von der Vogelweide, Verfassung des Sachsenspiegels 1230)
  • 10. Europa und Orient zur Zeit Friedrichs II.
  • 11. Zum Film „Hildegard von Bingen und die Macht der Frauen“ • Hildegard von Bingen (1098-1179) ist die populärste Deutsche des Mittelalters, stand auf Augenhöhe mit den Mächtigen ihrer Zeit. Sie war Visionärin, Naturwissenschaftlerin, Politikerin und Komponistin, Theologin und sogar Managerin zweier von ihr gegründeter Klöster. • Die „erste Grüne“ mit ihrer Wahrnehmung der Natur. • Eingehende unbefangene Beschreibungen des menschlichen Körpers und der Sexualität (z.B. erste und für eine Nonne bemerkenswert detaillierte Beschreibung des weiblichen Orgasmus).
  • 13. Zur Entwicklung der deutschen Sprache • Germanische Sprachen (z.B. Gotisch / Wulfilabibel) • Sprachstufen der deutschen Sprache – Althochdeutsch (750 – 1050) • Schriftliche Zeugnisse: Codex Abrogans. – Mittelhochdeutsch (1050 – 1350) • Schriftliche Zeugnisse: Nibelungenlied, Sachsenspiegel. – Frühneuhochdeutsch (1350 – 1650) • Schriftliche Zeugnisse: Luther-Bibel. – Neuhochdeutsch (1650 bis Gegenwart)