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Zwischenbericht
zum 31. März 2011
Klöckner & C o S E
A Leading Multi Metal Distributor
ZWISCHENBERICHT
ZUM 31. MÄRZ 2011
KLÖCKNER & CO-KONZERN IN ZAHLEN 2
KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT 3
DIE KLÖCKNER & CO-AKTIE 8
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM 1. JANUAR 2011
BIS 31. MÄRZ 2011 10
GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM 1. JANUAR 2011 BIS 31. MÄRZ 2011 11
KONZERNBILANZ ZUM 31. MÄRZ 2011 12
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM 1. JANUAR 2011 BIS 31. MÄRZ 2011 14
ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS 15
AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERNDE ANHANGANGABEN ZUM KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS DER
KLÖCKNER & CO SE ZUM 31. MÄRZ 2011 16
BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHT 22
KLÖCKNER &CO SE
Klöckner&Co-Konzern in Zahlen
Gewinn- und Verlustrechnung
1. Quartal
2011
1. Quartal
2010
Umsatz Mio. € 1.587 1.049
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) Mio. € 104 29
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Mio. € 86 11
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 66 – 4
Konzernergebnis Mio. € 44 2
Ergebnisanteil der Aktionäre der Klöckner & Co SE Mio. € 43 1
Ergebnis je Aktie (unverwässert) € 0,65 0,02
Ergebnis je Aktie (verwässert) € 0,60 0,02
Kapitalflussrechnung
1. Quartal
2011
1. Quartal
2010
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Mio. € – 69 – 60
Cashflow aus der Investitionstätigkeit Mio. € – 5 – 127
Bilanz 31.03.2011 31.12.2010
Net Working Capital*)
Mio. € 1.163 1.017
Netto-Finanzverbindlichkeiten Mio. € 227 137
Eigenkapital Mio. € 1.318 1.290
Bilanzsumme Mio. € 3.780 3.491
Kennzahlen
1. Quartal
2011
1. Quartal
2010
Absatz Tto 1.498 1.180
31.03.2011 31.12.2010
Beschäftigte zum Stichtag 9.789 9.699
*) Net Working Capital = Vorräte zzgl. Warenforderungen abzgl. Warenverbindlichkeiten
3 Konzern-Zwischenlagebericht
3 Wesentliche Kennzahlen des Konzerns
für die ersten drei Monate
4 Wirtschaftliches Umfeld
4 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
6 Nachtragsbericht
6 Chancen- und Risikomanagement
7 Prognosebericht
3
Konzern-Zwischenlagebericht
Stärkstes operatives Quartals-Ergebnis (EBITDA) seit Eskalation der Finanzkrise. Macsteel Service Centers USA
als bislang größte Akquisition abgeschlossen. Markteintritt in Schwellenländern mit Akquisition von
Frefer/Brasilien eingeleitet. Wachstumserwartung für das Gesamtjahr durch die Expansion deutlich angehoben
Für Klöckner&Co hat das neue Geschäftsjahr sehr erfreulich begonnen. Der Absatz des Konzerns lag im ersten Quar-
tal, bedingt durch die fortschreitende Erholung der Märkte sowie den vollständigen Beitrag von Becker Stahl-Service,
mit einem Anstieg von 26,9%, wesentlich über dem ersten Quartal 2010. Beide Segmente, Europa und Nordamerika,
zeigten dabei signifikante Verbesserungen. Der Umsatz stieg aufgrund des höheren Preisniveaus mit einem Zuwachs
von 51,3% noch stärker als der Absatz. Das operative Ergebnis (EBITDA) wurde gegenüber dem Vorjahreszeitraum
mehr als verdreifacht und erreichte mit 104 Mio. € den höchsten Stand seit der Eskalation der globalen Finanzkrise.
Wesentliche Kennzahlen des Konzerns für die ersten drei Monate:
• Der Absatz wurde um 26,9 % auf 1,5 Mio. t im Vergleich zum ersten Quartal 2010 gesteigert
• Der Umsatz erhöhte sich preis- und mengenbedingt um 51,3% gegenüber dem Vorjahr auf rund 1,6 Mrd. €
• Der Rohertrag lag mit 353 Mio. € um 49,9 % über dem Vorjahresniveau von 236 Mio. €
• Das operatives Ergebnis (EBITDA) wurde von 29 Mio. € im ersten Quartal des Vorjahres auf 104 Mio. € gesteigert
• Das Konzernergebnis von 44 Mio. € gegenüber 2 Mio. € im Vorjahr wurde ebenfalls signifikant verbessert
• Das Ergebnis je Aktie betrug 0,65 € im Vergleich zu 0,02 € im Vorjahresvergleichszeitraum
• Die Netto-Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich auf 227 Mio. € nach 137 Mio. € zum Jahresende 2010 durch das
gestiegene Geschäftsvolumen und das höhere Preisniveau
Die im Januar angekündigte Akquisition von Macsteel Service Centers USA ("MSCUSA") wurde Ende April vollzogen
und markiert einen wichtigen Meilenstein in der Umsetzung der Strategie "Klöckner & Co 2020". MSCUSA ist eines
der führenden Flachstahl Service Center-Unternehmen in den USA. Für das Geschäftsjahr 2011 wird ein Umsatz von
1,8 Mrd. US-Dollar erwartet. Durch die Akquisition verdoppelt Klöckner&Co Umsatz und Standorte in Nordamerika.
Das bisher primär auf Langprodukte und Grobbleche ausgerichtete Produkt-Portfolio wird damit um Flachprodukte
erweitert. Klöckner&Co nimmt damit in allen drei Produktbereichen eine der führenden Marktpositionen in den USA
ein und steigt zum drittgrößten Stahl- und Metalldistributor in Nordamerika auf. Die US-amerikanische Landesgesell-
schaft wird künftig mit einem Umsatzanteil von 30 % die stärkste im Konzern.
Die Akquisition erfüllt alle Anforderungen der neuen Strategie "Klöckner & Co 2020". Das Unternehmen ist im stabile-
ren und wertschöpfungsintensiveren Stahl Service Center-Bereich tätig. Es beliefert weniger volatile sowie anarbei-
tungsintensivere Industriekundensegmente, wodurch die Abhängigkeit von der Bauindustrie weiter reduziert wird.
Gemeinsam mit dem Know How und den Kundenbeziehungen der deutschen Tochter Becker Stahl-Service ergibt sich
zudem das Potenzial, in der US-amerikanischen Automobilbranche mit dem Fokus auf europäische Premium-
Hersteller Fuß zu fassen.
Auch mit dem Anfang Mai unterzeichneten Erwerb von 70 % der Anteile an der brasilianischen Frefer Gruppe (“Frefer")
erfüllen wir einen weiteren Meilenstein in der Strategie "Klöckner & Co 2020". Mit annähernd 360 Mitarbeitern an 14
Standorten erwirtschaftete die Gruppe im Jahr 2010 einen Umsatz von rund 340 Mio. BRL (rd. 150 Mio. €). Mit der
Akquisition stößt Klöckner&Co in die Schwellenländer Südamerikas vor, um an dem beschleunigten Wachstum dieser
Märkte teilzuhaben.
Nach wie vor erwarten wir für das Jahr 2011 eine weiterhin fortschreitende Erholung unserer Abnehmerbranchen in
den für uns wichtigen Märkten Europa und Nordamerika. Zudem werden die Akquisitionen MSCUSA und Frefer ab der
Konsolidierung im zweiten Quartal einen erheblichen Beitrag zum Wachstum im Jahr 2011 leisten. Ingesamt rechnen
wir daher mit einem Absatz- und Umsatzanstieg von mehr als 25 %.
3 Konzern-Zwischenlagebericht
3 Wesentliche Kennzahlen des Konzerns
für die ersten drei Monate
4 Wirtschaftliches Umfeld
4 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
6 Nachtragsbericht
6 Chancen- und Risikomanagement
7 Prognosebericht
4
Wirtschaftliches Umfeld getragen durch robuste Nachfrageentwicklung der Sektoren
Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht eine weiterhin starke Erholung der Weltwirtschaft. Neues Gefahrenpo-
tenzial für die Weltkonjunktur entsteht jedoch aus den steigenden Rohstoff- und Ölpreisen. Die Wachstumsprognose
für das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) beläuft sich auf 4,5 % für die Jahre 2011 und 2012 nach einem Wach-
stum von 5 % im Jahr 2010. Größere nachhaltige Auswirkungen durch die Naturkatastrophe in Japan werden derzeit
nicht erwartet.
Die Erholung der Weltwirtschaft setzt sich allerdings wie bisher in zwei Geschwindigkeiten fort. Die Schwellenländer
werden nach IWF-Schätzungen ein BIP-Wachstum von 6,5 % erreichen, während die etablierten Industrienationen um
2,4 % wachsen werden. Den USA wird dabei ein Wachstum von 2,8 % und der Eurozone von 1,6 % für das Jahr 2011
vorausgesagt. Laut IWF gilt es vor allem in den Wachstumsmärkten, die Inflationsrisiken zu minimieren und eine
Überhitzung der Wirtschaft zu vermeiden. Risikofaktoren in den etablierten Industrienationen bleiben die weiterhin
hohe Staatsverschuldung in vielen Ländern und vor allem im Euro-Raum Währungsunsicherheiten. Für ein weiteres
Wachstum setzt der IWF auf weitere Haushaltskonsolidierungen und wachstumsfördernde Strukturreformen.
Im ersten Quartal konnte die Wirtschaft in der Eurozone aggregierten Schätzungen zufolge um 2,2 % zulegen, nach
2,0 % im Vorquartal. Besonders dynamisch entwickelten sich dabei die exportnahen Sektoren. Das Wirtschaftswach-
stum in den USA hingegen verlangsamte sich auf 1,8 % im ersten Quartal, nach 3,1 % im vierten Quartal des vergan-
genen Jahres. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte sind weiterhin hoch, wenn auch nicht auf dem Niveau des
stark vom Weihnachtsgeschäft geprägten vierten Quartals. Ein Anstieg konnte bei den Exporten aus den USA ver-
zeichnet werden, die vom schwächer werdenden Dollar profitieren konnten. Rückläufig entwickelten sich hingegen die
Ausgaben der öffentlichen Haushalte, was das Wirtschaftswachstum insgesamt verlangsamte.
Der Weltstahlverband Worldsteel geht ebenfalls von einer weiteren Erholung der Weltwirtschaft aus und prognosti-
ziert für die Jahre 2011 und 2012 einen Zuwachs beim Stahlverbrauch von jeweils rund 6 % auf den Rekordwert von
dann 1,44 Mrd. t. Jedoch wird der Stahlverbrauch in den etablierten Industrienationen auch noch 2012 rund 14 % un-
ter dem Niveau von 2007 liegen, während die Schwellenländer rund 38 % über diesem Vergleichswert liegen dürften.
Die für Klöckner&Co wichtigen Märkte in Europa und Nordamerika werden 2011 um 4,9 % bzw. 10,9 % wachsen
(2012: 3,7 % bzw. 6,3 %). In China wird ein Nachfragezuwachs für beide Jahre von jeweils 5 % erwartet.
Aufgrund des hohen Produktionsniveaus zur Jahreswende und des guten Starts in das neue Jahr prognostiziert der
Branchenverband Eurofer in seiner jüngsten Schätzung für den Maschinen- und Anlagenbau ein Wachstum von 8,2 %
für 2011 in Europa. Eine besondere Dynamik wird dabei in den ersten beiden Quartalen des Jahres erwartet. Für die
USA wird ebenfalls mit einem weiteren merklichen Produktionsanstieg im Maschinen- und Anlagenbausektor gerechnet.
Auch in der Automobilindustrie hat sich die positive Entwicklung fortgesetzt. Das erste Quartal 2011 konnte die Er-
wartungen vom Jahresbeginn übertreffen. Die Automobilhersteller profitierten von der sehr hohen Dynamik auf wich-
tigen internationalen Märkten. Der Branchenverband VDA meldet für den deutschen Pkw-Markt einen Zuwachs von
14 %, die Exporte stiegen um 11 %. Eurofer erwartet für die europäische Automobilindustrie einen Zuwachs von 7,3 %
für das Gesamtjahr. Weltweit befindet sich die Branche auf Wachstumskurs, für das Gesamtjahr 2011 wird mit einem
Anstieg der Welt-Pkw-Produktion um 7 % auf 66 Mio. Einheiten gerechnet.
Die Bauindustrie konnte Schätzungen von Eurofer zufolge in Europa deutlich vom milden Winter profitieren. Der Ans-
tieg im ersten Quartal betrug 4,6 % gegenüber dem Vorjahr. Die Dynamik lässt den Schätzungen zufolge jedoch zuse-
hends nach, so dass für das Gesamtjahr ein Wachstum von 1,7 % für Europa erwartet wird. In den USA ist noch keine
spürbare Belebung der Bauaktivität zu erkennen. Vorlaufende Indikatoren wie der Dodge Cox-Index deuten aber auf
eine leichte Belebung des Bausektors für das Gesamtjahr hin.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Absatz, Umsatz und Ergebnis deutlich über Vorjahresniveau
Der Absatz von Klöckner&Co lag in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2011 aufgrund der sich weiter er-
holenden Nachfrage sowie akquisitionsbedingt mit 1,5 Mio. t um 26,9% über dem Vorjahresniveau (1,2 Mio. t). Da-
bei betrug der Absatzanstieg in Europa 28,1% und in Nordamerika 23,0% gegenüber dem Vorjahreswert. Bereinigt
um den Erwerb von BSS lag der Absatz in Europa um 9,0 % über Vorjahresniveau, während der Absatz für den Ge-
samtkonzern um 12,5% anstieg.
3 Konzern-Zwischenlagebericht
3 Wesentliche Kennzahlen des Konzerns
für die ersten drei Monate
4 Wirtschaftliches Umfeld
4 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
6 Nachtragsbericht
6 Chancen- und Risikomanagement
7 Prognosebericht
5
Preisbedingt entwickelte sich der Umsatz noch stärker als der Absatz. Der Umsatz des Konzerns betrug im ersten
Quartal 2011 rund 1,6 Mrd. € und lag damit um 51,3% – ohne Berücksichtigung von BSS um 39,4% – über dem Wert
des Vorjahreszeitraums. Die Verkaufspreise stiegen bis etwa zur Mitte des Quartals wesentlich an und lagen insgesamt
über dem Preisniveau des Vorjahresvergleichszeitraums.
Der Rohertrag lag mit 353 Mio. € um 49,9% über dem Vorjahresniveau von 236 Mio. €. Dieser Anstieg war überwie-
gend bedingt durch das weiterhin verbesserte Geschäftsumfeld mit höheren Absätzen sowie preisbedingten Lagereffekten
und die vollständige Einbeziehung von BSS. Die Rohertragsmarge lag mit 22,3% etwa auf Vorjahresniveau (22,5%).
Aufgrund der höheren Verkaufspreise stieg der Rohertrag pro Tonne im Vorjahresvergleich merklich an. Durch die star-
ke Erhöhung des Rohertrags sowie die gegenüber dem Umsatz geringer angestiegenen Kosten verbesserte sich das ope-
rative Ergebnis (EBITDA) von 29 Mio. € im ersten Quartal 2010 auf 104 Mio. € (+259,3 %) im ersten Quartal 2011. Dies
entspricht einer EBITDA-Marge (EBITDA/Umsatzerlöse) von 6,6 % (Q1/2010: 2,8 %).
(in Mio. €) 1. Quartal 2011 1. Quartal 2010
Europa 81 25
Nordamerika 30 9
Zentrale – 7 – 5
Klöckner&Co-Konzern 104 29
Das Segment Europa schloss in den ersten drei Monaten mit einem EBITDA von 81 Mio. € (Q1/2010: 25 Mio. €) ab.
Dabei entwickelten sich mit Ausnahme von Spanien alle Landesgesellschaften positiv im Quartalsvergleich.
Im Segment Nordamerika wurde mit 30 Mio. € gegenüber 9 Mio. € ebenfalls eine erhebliche Verbesserung des EBIT-
DA erzielt. Maßgeblich hierfür war – wie im Segment Europa – die beträchtlich verbesserte Geschäftslage mit höhe-
ren Absätzen und Roherträgen.
Das EBIT der ersten drei Monate des Geschäftsjahres betrug 86 Mio. € (Q1/2010: 11 Mio. €) und folgte damit der Ent-
wicklung des EBITDA. Das Ergebnis des Konzerns vor Steuern betrug 66 Mio. € nach –4 Mio. € im Vorjahreszeitraum.
In den ersten drei Monaten wurde ein Konzerngewinn in Höhe von 44 Mio. € gegenüber 2 Mio. € im Vorjahr erzielt.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug 0,65 € nach 0,02 € im Vorjahr.
Bilanzbild weiterhin gekennzeichnet durch den geschäftsbedingten Aufbau des Net Working Capitals bei nachhaltig
solider Eigenkapitalausstattung
Die langfristigen Vermögenswerte von 856 Mio. € zum 31. Dezember 2010 sind auf 807 Mio. € (–5,7%) gesunken. Der
Rückgang von 49 Mio. € entfällt mit 16 Mio. € auf immaterielle Vermögenswerte und mit 17 Mio. € auf Sachanlagen.
Dabei ist der Rückgang allein in Höhe von ca. 20 Mio. € währungsbedingt. Ebenfalls rückläufig haben sich die aktiven
latenten Steuern (–14 Mio. €) entwickelt. Ursächlich hierfür waren insbesondere die Nutzung steuerlicher Verlustvor-
träge sowie geringere temporäre Differenzen aus der Derivatebewertung.
Das Net Working Capital liegt mit 1.163 Mio. € signifikant über dem Wert zum Ende des Geschäftsjahres 2010 von
1.017 Mio. €. Der Anstieg ist überwiegend durch die kontinuierliche Verbesserung des operativen Geschäfts und der
damit zusammenhängenden zusätzlichen Mittelbindung im Net Working Capital bedingt.
Gleichwohl verharrt die Liquiditätsposition mit 928 Mio. € nach 935 Mio. € zum 31. Dezember 2010 weiterhin auf
hohem Niveau.
Die Eigenkapitalquote betrug durch den geschäftsbedingten Anstieg der Bilanzsumme am 31. März 2011 rund 35%
nach 37% zum Ende des Geschäftsjahres 2010. Diese würde bei 46% liegen, wenn die liquiden Mittel vollständig zur
Rückführung der Finanzverbindlichkeiten genutzt werden könnten.
3 Konzern-Zwischenlagebericht
3 Wesentliche Kennzahlen des Konzerns
für die ersten drei Monate
4 Wirtschaftliches Umfeld
4 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
6 Nachtragsbericht
6 Chancen- und Risikomanagement
7 Prognosebericht
6
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit lag – insbesondere bedingt durch die gestiegene Mittelbindung im Net
Working Capital – mit –69 Mio. € über dem Vorjahreswert von –60 Mio. €. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit
lag mit –5 Mio. € weit unter dem Vorjahresniveau (–127 Mio. €), der überwiegend Auszahlungen für Unternehmens-
erwerbe betraf.
Nachtragsbericht
Zur Vereinfachung der gesellschaftsrechtlichen Strukturen wurden die deutschen Zwischenholding-Gesellschaften
Multi Metal Beteiligungs GmbH, Klöckner&Co International GmbH und Klöckner&Co Verwaltung GmbH im Wege
eines mehrstufigen Prozesses auf die Klöckner&Co SE verschmolzen. Die Transaktion wird durch Eintragung der Ver-
schmelzung der Multi Metal Beteiligungs GmbH auf die Klöckner&Co SE voraussichtlich im Mai 2011 abgeschlossen.
Die Verschmelzungen hatten keinen Einfluss auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns.
Nach dem Bilanzstichtag wurden weitere Schuldscheindarlehn im Gesamtvolumen von 148 Mio. € begeben. Die ver-
traglichen Konditionen entsprechen überwiegend den im Vorjahr begebenen Schuldscheindarlehn. Die Laufzeit der
Schuldscheine variiert zwischen 4,5 und 5 Jahren.
Ende April 2011 wurde der Erwerb von 100 % der MSCUSA vollzogen. MSCUSA ist mit 30 Standorten eines der füh-
renden Stahl Service Center-Unternehmen in den USA. Im Jahr 2010 erzielte MSCUSA einen Umsatz von ca. 1,3 Mrd.
US-Dollar und beschäftigte 1.183 Mitarbeiter. Durch den Erwerb von MSCUSA stärkt Klöckner & Co SE seine Marktpo-
sition durch mehr als eine Verdoppelung des Umsatzes in den USA deutlich und erweitert das Produkt- und Servicean-
gebot über den Ausbau des wertschöpfungsintensiveren Stahl Service Center-Geschäfts.
Im Mai unterzeichnete Klöckner & Co einen Vertrag zum Erwerb von 70 % der Anteile an der brasilianischen Frefer
Gruppe (“Frefer"). Mit annähernd 360 Mitarbeitern an 14 Standorten erwirtschaftete die Gruppe im Jahr 2010 einen
Umsatz von rund 340 Mio. BRL.
Chancen- und Risikomanagement
Wir überwachen und analysieren die wesentlichen Chancen und Risiken des Unternehmens im Rahmen des Chancen- und
Risikomanagements fortlaufend. Die Koordination zwischen den Landesgesellschaften und unserer Holding basiert dabei auf
einer strukturierten Chancen- und Risikoberichterstattung. Kern des Systems zur Überwachung von Chancen und Risi-
ken ist die quartalsweise Fortschreibung identifizierter Chancen und Risiken im Chancen-Risiko-Report, ergänzt
um eine fallweise Ad-hoc-Berichterstattung für kurzfristig auftretende bestandsgefährdende oder wesentliche Risi-
ken. Der Zentralbereich Internal Audit prüfte auch während der ersten drei Monate 2011 im In- und Ausland, ob
die bestehenden Vorgaben zum Risikomanagement sowie die Konzernrichtlinien eingehalten wurden. Dabei gewon-
nene Erkenntnisse gewährleisten Früherkennung und ermöglichen die Steuerung von Risiken. Eine ausführliche Be-
schreibung des internen Risikomanagementsystems des Klöckner&Co-Konzerns finden Sie im Geschäftsbericht 2010
auf den Seiten 56ff.
Aktuelle Beurteilung der Chancen und Risiken
Der Vorstand geht davon aus, dass Klöckner & Co alle bei Aufstellung des Abschlusses erkennbaren bilanziellen Risiken
durch ausreichende Rückstellungen auch unter Einbeziehung von Garantien Dritter abgesichert hat.
Für Klöckner&Co als lagerhaltenden Multi Metaldistributor ergibt sich das Marktrisiko im Wesentlichen aus der
Nachfrage- und Preisentwicklung. Die gegenüber dem Jahresende 2010 stark gestiegenen und zuletzt leicht rückläufi-
gen Preise für Stahl und Metall könnten weiter nachgeben. Auch die robuste Nachfrageentwicklung könnte sich als
nicht nachhaltig erweisen. Beides könnte sich negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Risi-
ken aus der Naturkatastrophe in Japan auf die Geschäftstätigkeit des Klöckner&Co-Konzerns werden derzeit nicht
erwartet.
Darüber hinaus gelten die im Geschäftsbericht 2010 auf den Seiten 55-64 detaillierten Aussagen des Chancen- und
Risikoberichts weiterhin.
3 Konzern-Zwischenlagebericht
3 Wesentliche Kennzahlen des Konzerns
für die ersten drei Monate
4 Wirtschaftliches Umfeld
4 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
6 Nachtragsbericht
6 Chancen- und Risikomanagement
7 Prognosebericht
7
Zusammenfassend stellt der Vorstand fest, dass die Systeme zum Management der Chancen und Risiken des Klöckner&Co-
Konzerns gut funktionieren und dass alle bekannten bilanziellen Risiken hinreichend erfasst sind und die notwendigen
Maßnahmen zur Abfederung drohender Marktrisiken eingeleitet wurden. Liquiditätsengpässe sind aufgrund der aktuellen
Finanzierungsstruktur nicht zu erwarten. Konkrete Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten, sind
nicht erkennbar.
Prognosebericht
Für die Geschäftsentwicklung im Jahr 2011 erwarten wir aus heutiger Sicht – insbesondere auch durch die Beiträge der
Akquisitionen – einen Anstieg des Absatzes und Umsatzes um mehr als 25 %. Dabei gehen wir davon aus, dass der
Umsatz aufgrund des für das Gesamtjahr erwarteten höheren Preisniveaus für Stahl und Metall stärker als der Absatz
zulegen wird. Für die USA erwarten wir, auch durch die Akquisition von MSCUSA, einen noch stärkeren Zuwachs als für
Europa. Mit der Akquisition von MSCUSA wird unsere nordamerikanische Tochtergesellschaft zur stärksten Landesge-
sellschaft mit einem Umsatzbeitrag von 30 %. Wir gehen davon aus, dass wir damit in besonderem Maße von dem
weiteren Aufschwung in den USA profitieren können.
Mit den Akquisitionen von MSCUSA und Frefer in Brasilien haben wir konsequent unsere langfristige Wachstumsstra-
tegie "Klöckner & Co 2020" vorangetrieben und dabei entscheidende Weichen für die weitere Entwicklung von Klöck-
ner&Co gestellt. Unsere Wachstumsstrategie "Klöckner & Co 2020" mit den ambitionierten Zielen werden wir weiter
konsequent verfolgen. Vor diesem Hintergrund rechnen wir damit, dass wir auch im Jahr 2012 Absatz und Umsatz wei-
ter steigern können.
Duisburg, den 10. Mai 2011
Klöckner & Co SE
Der Vorstand
3 Konzern-Zwischenlagebericht 8 Klöckner & Co-Aktie 10 Konzern-Zwischenabschluss 8
KLÖCKNER&CO-AKTIE
Stammdaten der Klöckner&Co-Aktie
ISIN DE000KC01000 – WKN (Wertpapierkennnummer) KC0100
Börsenkürzel: KCO
Bloomberg: KCO GR
Reuters XETRA: KCOGn.DE
MDAX®-Notierung: seit dem 29. Januar 2007
Kennzahlen zur Klöckner&Co-Aktie
1. Quartal 2011 1. Quartal 2010
Anzahl Aktien Stück 66.500.000 66.500.000
Schlusskurs (XETRA, Close) € 23,66 21,90
Börsenkapitalisierung Mio. € 1.573 1.456
Höchstkurs (XETRA, Close) € 25,31 22,51
Tiefstkurs (XETRA, Close) € 20,85 16,10
Durchschnittlicher Tagesumsatz Stück 1.146.781 874.783
Aktie durch Wachstumsstrategie getragen
Der positive Kursverlauf der Klöckner&Co-Aktie, den wir bereits seit dem dritten Quartal 2010 feststellen konnten,
setzte sich im ersten Quartal 2011 weiter fort. Getrieben wurde dies zum einen durch die allgemeine Stimmung an
den Kapitalmärkten hinsichtlich einer konjunkturellen Verbesserung. Zum anderen wurde unsere Aktie als frühzykli-
scher Wert mit einem hohen Beta durch positive Entwicklungen im Stahlsektor mit beeinflusst. Getrieben durch hö-
here Rohstoffpreise stiegen auch die Preise von Stahl und Metall, was vom Kapitalmarkt für Klöckner&Co als lager-
haltenden Distributor positiv gesehen wird. Auch die Wachstumsstrategie "Klöckner & Co 2020" und der im Januar
abgeschlossene Vorvertrag zum Erwerb der Macsteel Service Centers USA wurden vom Kapitalmarkt honoriert.
Zum Ende des ersten Quartals notierte die Klöckner&Co-Aktie bei 23,66 €. Dies entspricht einer Steigerung von
12,6 % gegenüber dem Schlusskurs des Jahres 2010. Im Vergleich zum ersten Quartal 2010 entspricht dies einer Stei-
gerung von rund 8 %. Im Vergleich zum Jahresende 2010 gewannen DAX® und MDAX® rund 1,8 %.
3 Konzern-Zwischenlagebericht 8 Klöckner & Co-Aktie 10 Konzern-Zwischenabschluss 9
Performance Klöckner & Co-Aktie im Vergleich zu DAX® und MDAX® (Werte indexiert)
140
130
120
110
100
90
80
140
130
120
110
100
90
80
01.01.2011 31.01.2011 28.02.2011 31.03.2011
Klöckner & Co
DAX®
MDAX®
Klöckner & CoKlöckner & Co
DAX®DAX®
MDAX®MDAX®
Auch im ersten Quartal wurde der Dialog mit den Kapitalmarktteilnehmern intensiv geführt. Auf vier Roadshows sowie
sechs Konferenzen im In- und Ausland sowie zusätzlichen Einzelgesprächen informierte das Management der Klöck-
ner & Co SE interessierte Kapitalmarktteilnehmer über die Ergebnisse und die Strategie des Konzerns. Im Fokus der
Gespräche stand die Wachstumsstrategie "Klöckner & Co 2020" sowie der Vorvertrag zum Erwerb der Macsteel Servi-
ce Centers USA, der seit Börsengang größten Akquisition. Zusätzlich waren die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2010
Gegenstand zahlreicher Gespräche.
Im ersten Quartal konnte der Analystenkreis um das französische Wertpapierhaus Exane erweitert werden. In Summe
berichteten 27 Banken und Wertpapierhäuser in über 49 Researchberichten über Klöckner & Co. Zum Ende des ersten
Quartals stuften 26 Wertpapierhäuser die Klöckner & Co Aktie als „Kauf“ ein. Ein Haus gab die Empfehlung zum
„Halten“ der Aktie.
Darüber hinaus informiert Klöckner&Co stetig Interessenten über aktuelle Entwicklungen im Konzern auf den Inves-
tor-Relations-Internetseiten www.kloeckner.de/de/investoren.html. Dazu zählen neben Informationen zu unseren
Wandelanleihen, Finanzberichten und dem Finanzkalender auch Angaben zur Corporate Governance sowie aktuelle
Daten zur Kursentwicklung von Aktie und Wandelanleihen. Zusätzlich können sich Aktionäre und weitere Interessen-
ten unter ir@kloeckner.de für einen vierteljährlichen Aktionärsbrief sowie einen Newsletter anmelden.
Das Investor-Relations-Team freut sich auf Ihre Fragen und Anregungen.
10 Konzern-Zwischenlagebericht
10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
11 Gesamtergebnisrechnung
12 Konzernbilanz
14 Konzern-Kapitalflussrechnung
15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
16 Anhang
22 Bescheinigung nach prüferischer
Durchsicht
10
KLÖCKNER&CO SE
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
für den Zeitraum 1. Januar 2011 bis 31. März 2011
(in Tsd. €) 1. Quartal 2011 1. Quartal 2010
Umsatzerlöse 1.586.799 1.048.841
Sonstige betriebliche Erträge 8.475 8.028
Bestandsveränderungen 7.342 – 698
Aktivierte Eigenleistungen - 5
Materialaufwand – 1.241.008 – 812.538
Personalaufwand – 131.520 – 111.180
Abschreibungen – 18.653 – 18.393
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 125.589 – 103.372
Betriebsergebnis 85.846 10.693
Finanzerträge 2.332 2.057
Finanzierungsaufwendungen – 21.682 – 17.213
Finanzergebnis –19.350 –15.156
Ergebnis vor Steuern 66.496 –4.463
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 22.350 6.194
Konzernergebnis 44.146 1.731
davon entfallen auf
– Aktionäre der Klöckner &Co SE 43.462 1.166
– nicht beherrschende Anteile 684 565
Ergebnis je Aktie
– unverwässert 0,65 0,02
– verwässert 0,60 0,02
10 Konzern-Zwischenabschluss
10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
11 Gesamtergebnisrechnung
12 Konzernbilanz
14 Konzern-Kapitalflussrechnung
15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
16 Anhang
22 Bescheinigung nach prüferischer
Durchsicht
11
KLÖCKNER&CO SE
Gesamtergebnisrechnung
für den Zeitraum 1. Januar 2011 bis 31. März 2011
(in Tsd. €) 1. Quartal 2011 1. Quartal 2010
Konzernergebnis 44.146 1.731
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen
Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung ausländischer
Tochtergesellschaften – 34.414 31.963
Gewinne/Verluste aus Cashflow-Hedges 19.269 – 21.120
Darauf entfallende Ertragsteuer – 1.337 1.575
Summe direkt im Eigenkapital erfasster Erträge und Aufwendungen –16.482 12.418
Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen 27.664 14.149
davon entfallen auf
– Aktionäre der Klöckner &Co SE 27.001 13.674
– nicht beherrschende Anteile 663 475
10 Konzern-Zwischenabschluss
10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
11 Gesamtergebnisrechnung
12 Konzernbilanz
14 Konzern-Kapitalflussrechnung
15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
16 Anhang
22 Bescheinigung nach prüferischer
Durchsicht
12
KLÖCKNER&CO SE
Konzernbilanz zum 31. März 2011
Aktiva
(in Tsd. €) 31.03.2011 31.12.2010
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 210.797 227.323
Sachanlagen 507.376 524.169
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 10.486 10.486
Finanzanlagen 2.778 2.721
Sonstige Vermögenswerte 30.174 32.027
Latente Steueransprüche 45.248 59.235
Summe langfristige Vermögenswerte 806.859 855.961
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 1.043.235 898.841
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 924.641 703.101
Ertragsteueransprüche 14.687 34.251
Sonstige Vermögenswerte 61.883 62.898
Liquide Mittel 927.931 934.955
Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 975 1.088
Summe kurzfristige Vermögenswerte 2.973.352 2.635.134
Summe Aktiva 3.780.211 3.491.095
10 Konzern-Zwischenabschluss
10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
11 Gesamtergebnisrechnung
12 Konzernbilanz
14 Konzern-Kapitalflussrechnung
15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
16 Anhang
22 Bescheinigung nach prüferischer
Durchsicht
13
Passiva
(in Tsd. €) 31.03.2011 31.12.2010
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 166.250 166.250
Kapitalrücklage 464.243 464.243
Gewinnrücklagen 639.624 596.162
Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Erträge
und Aufwendungen 32.260 48.721
Aktionären der Klöckner&Co SE zuzurechnender Anteil am
Eigenkapital 1.302.377 1.275.376
Nicht beherrschende Anteile 15.781 15.118
Summe Eigenkapital 1.318.158 1.290.494
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 173.486 174.442
Sonstige Rückstellungen 30.111 31.513
Finanzverbindlichkeiten 1.097.112 1.020.582
Übrige Verbindlichkeiten 34.691 54.945
Latente Steuerverbindlichkeiten 71.348 79.910
Summe langfristige Schulden 1.406.748 1.361.392
Kurzfristige Schulden
Sonstige Rückstellungen 101.928 107.259
Ertragsteuerverbindlichkeiten 23.787 31.638
Finanzverbindlichkeiten 45.935 39.578
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 804.704 584.614
Übrige Verbindlichkeiten 78.951 76.120
Summe kurzfristige Schulden 1.055.305 839.209
Summe Schulden 2.462.053 2.200.601
Summe Passiva 3.780.211 3.491.095
10 Konzern-Zwischenabschluss
10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
11 Gesamtergebnisrechnung
12 Konzernbilanz
14 Konzern-Kapitalflussrechnung
15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
16 Anhang
22 Bescheinigung nach prüferischer
Durchsicht
14
KLÖCKNER&CO SE
Konzern-Kapitalflussrechnung
für den Zeitraum 1. Januar 2011 bis 31. März 2011
(in Tsd. €) 1. Quartal 2011 1. Quartal 2010
Ergebnis vor Steuern 66.496 – 4.463
Finanzergebnis 19.350 15.156
Abschreibungen langfristiger Vermögenswerte 18.653 18.393
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 265 361
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte – 418 – 465
Operativer Cashflow 104.346 28.982
Veränderungen der Rückstellungen – 8.404 – 12.469
Veränderungen des übrigen Vermögens und der übrigen Verbindlichkeiten
Vorräte – 162.399 – 110.559
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – 234.831 – 141.158
Sonstige Forderungen 9.659 43.422
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 230.510 155.950
Sonstige Verbindlichkeiten – 1.213 – 25.598
Ertragsteuerzahlungen – 7.038 1.064
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit –69.370 –60.366
Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens
und zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte 693 935
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen – 6.011 – 3.966
Auszahlungen für Investitionen in konsolidierte Tochterunternehmen - – 124.282
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –5.318 –127.313
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 85.712 45.864
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten – 11.322 – 11.424
Tilgung von Gesellschafterdarlehn BSS - – 57.878
Gezahlte Zinsen – 6.352 – 4.223
Erhaltene Zinsen 2.578 1.465
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 70.616 –26.196
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands –4.072 –213.875
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestands – 2.952 1.917
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 934.955 826.517
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 927.931 614.559
10 Konzern-Zwischenabschluss
10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
11 Gesamtergebnisrechnung
12 Konzernbilanz
14 Konzern-Kapitalflussrechnung
15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
16 Anhang
22 Bescheinigung nach prüferischer
Durchsicht
15
KLÖCKNER&CO SE
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
Kumulierte direkt im
Eigenkapital erfasste
Erträge
und Aufwendungen
(in Tsd. €)
Gezeich-
netes
Kapital
der
Klöckner
& Co SE
Kapital-
rücklage
der
Klöckner
& Co SE
Gewinn-
rück-
lagen
Unter-
schied
aus der
Fremd-
währungs
umrech-
nung
Marktbe
wertung
von
Finanz-
instru-
menten
Aktionären
der
Klöckner &
Co SE
zuzurechnen
der Anteil
am
Eigenkapital
Nicht
beherr-
schende
Anteile Gesamt
Stand am 1. Januar 2010 166.250 429.493 518.621 10.994 –17.163 1.108.195 15.068 1.123.263
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und
Aufwendungen
Differenzen aus der Fremdwährungsumrech-
nung ausländischer Tochtergesellschaften 32.053 32.053 – 90 31.963
Gewinne/Verluste aus Cashflow-Hedges – 21.120 – 21.120 – 21.120
Darauf entfallende Ertragsteuer – 4.911 6.486 1.575 1.575
Konzernergebnis 1.166 1.166 565 1.731
Summe der erfassten Erträge und
Aufwendungen 13.674 475
Stand am 31. März 2010 166.250 429.493 519.787 38.136 –31.797 1.121.869 15.543 1.137.412
Stand am 1. Januar 2011 166.250 464.243 596.162 84.717 –35.996 1.275.376 15.118 1.290.494
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und
Aufwendungen
Differenzen aus der Fremdwährungsumrech-
nung ausländischer Tochtergesellschaften – 34.393 – 34.393 – 21 – 34.414
Gewinne/Verluste aus Cashflow-Hedges 19.269 19.269 19.269
Darauf entfallende Ertragsteuer 4.579 – 5.916 – 1.337 – 1.337
Konzernergebnis 43.462 43.462 684 44.146
Summe der erfassten Erträge und
Aufwendungen 27.001 663
Stand am 31. März 2011 166.250 464.243 639.624 54.903 –22.643 1.302.377 15.781 1.318.158
10 Konzern-Zwischenabschluss
10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
11 Gesamtergebnisrechnung
12 Konzernbilanz
14 Konzern-Kapitalflussrechnung
15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
16 Anhang
22 Bescheinigung nach prüferischer
Durchsicht
16
Ausgewählte erläuternde Anhangangaben zum Konzern-
Zwischenabschluss der Klöckner&Co SE zum 31. März 2011
(1) GRUNDSÄTZE DER BERICHTERSTATTUNG
Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2011 der Klöckner&Co SE wird gemäß §37x Abs. 3
WpHG in Verbindung mit §37w Abs. 2 WpHG sowie nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und
deren Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) für die Zwischenberichterstattung auf-
gestellt, wie sie in der EU anzuwenden sind.
Der Zwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die im Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2011 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ent-
sprechen – mit Ausnahme der unter Textziffer 2 dargestellten Neuregelungen – denen des Konzernabschlusses der
Klöckner& Co SE zum 31. Dezember 2010 unter Berücksichtigung des IAS 34 (Interim Financial Reporting). Eine
detaillierte Beschreibung dieser Methoden ist im Anhang zum Konzernabschluss des Geschäftsberichts 2010 auf den
Seiten 80 bis 89 veröffentlicht.
Im Rahmen der Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses in Übereinstimmung mit IAS 34 „Interim Financial Re-
porting" zum 31. März 2011 muss der Vorstand der Klöckner&Co-SE Beurteilungen und Schätzungen vornehmen so-
wie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Ver-
mögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge
können von diesen Schätzungen abweichen. Bei der Erstellung des vorliegenden Zwischenabschlusses ergaben sich
keine wesentlichen Änderungen der Einschätzungen des Vorstandes im Zusammenhang mit der Anwendung von Bi-
lanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum 31. Dezember 2010.
Der Konzern-Zwischenabschluss enthält nach Ansicht des Vorstands alle erforderlichen Anpassungen, die für eine den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Ertragslage notwendig sind. Die Ergebnisse der Berichts-
periode, die zum 31. März 2011 endete, lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger
Ergebnisse zu.
Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2011 wurde durch den Vorstand am 10. Mai 2011 nach
Erörterung mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zur Veröffentlichung freigegeben. Alle Beträge werden, so-
fern nicht anders angegeben, in Millionen Euro (Mio. €) ausgewiesen. Es können sich Abweichungen zu den ungerun-
deten Beträgen ergeben.
(2) NEUE BILANZIERUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONEN
Der Klöckner&Co-Konzern hat für den Berichtszeitraum erstmals die folgenden Bilanzierungsstandards bzw. Interpre-
tationen angewendet:
Standard/Interpretation
Annual Improvements 2010
Amendment to IFRIC 14 Prepayments of a Minimum Funding Liability
IAS 24 (rev.) (Related Party Disclosures)
IFRIC 19 (Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments)
Aus der Erstanwendung der geänderten Standards bzw. Interpretationen ergaben sich keine Einflüsse auf den Kon-
zernabschluss.
10 Konzern-Zwischenabschluss
10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
11 Gesamtergebnisrechnung
12 Konzernbilanz
14 Konzern-Kapitalflussrechnung
15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
16 Anhang
22 Bescheinigung nach prüferischer
Durchsicht
17
(3) AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG
Der Klöckner&Co-Konzern unterhält seit 2006 Programme für aktienbasierte Vergütungen. Zum begünstigten Personen-
kreis zählen neben dem Vorstand auch ausgewählte leitende Angestellte im In- und Ausland. Die Programme sind in
der Form virtueller Aktienoptionsprogramme mit Barausgleich ausgestaltet.
Die auf den Vorstand entfallenden Programme umfassen zum 31. März 2011 insgesamt noch 602.700 (31. Dezember 2010:
602.700) virtuelle Aktienoptionen. Zusätzlich zum Aktienoptionsprogramm des Vorstands wurden im ersten Quartal
des Geschäftsjahres 2011 140.250 (2010: 90.000) Wertsteigerungsrechte für das Jahr 2011 an ausgewählte leitende
Angestellte im In- und Ausland ausgegeben. Die Ausübungsbedingungen entsprechen grundsätzlich denen der Vor-
standsprogramme der Klöckner & Co SE VAO I und VAO III. Die im Jahr 2011 zugeteilten Wertsteigerungsrechte unter-
liegen mehrjährigen Wartezeiten.
Die Entwicklung der Anzahl der ausstehenden Wertsteigerungsrechte stellt sich insgesamt wie folgt dar:
(Anzahl Wertsteigerungsrechte)
Vorstands-
programme
Übrige
Führungskräfte Gesamt
Ausstehend zu Beginn des Geschäftsjahres 602.700 188.000 790.700
Neuzuteilungen - 140.250 140.250
Ausübungen - – 10.000 – 10.000
Ausstehend zum Ende der Berichtsperiode 602.700 318.250 920.950
davon ausübbar 60.000 66.000 126.000
Im ersten Quartal 2011 wurden 10.000 (2010: 13.000) Wertsteigerungsrechte ausgeübt. Die Zahlungen aus aktienba-
sierten Vergütungen beliefen sich auf 0,1 Mio. € (2010: 0,1 Mio. €). Die zeitanteilig gebildete Rückstellung für die ge-
währten Aktienoptionen des Vorstands und der leitenden Angestellten betrug zum Berichtsstichtag 3,4 Mio. € (31. De-
zember 2010: 2,7 Mio. €). Der Gesamtaufwand im Berichtszeitraum betrug 0,8 Mio. € (2010: 1,0 Mio. €).
Zur Begrenzung der Aufwands- und Zahlungsbelastung für die bestehenden sowie die genehmigten Zuteilungen bis
einschließlich des Geschäftsjahres 2011 wurden derivative Sicherungsinstrumente (Optionen) abgeschlossen, die ge-
mäß IAS 39 (Financial Instruments: Recognition and Measurement) erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu
bewerten waren. Die noch ausstehenden Sicherungsinstrumente wurden im ersten Quartal 2011 liquidiert; hieraus
ergab sich ein Ertrag in Höhe von 0,2 Mio. € (2010: Ertrag aus der Veränderung der Zeitwerte der Sicherungsinstru-
mente 2,7 Mio. €), der im Personalaufwand erfasst wurde.
10 Konzern-Zwischenabschluss
10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
11 Gesamtergebnisrechnung
12 Konzernbilanz
14 Konzern-Kapitalflussrechnung
15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
16 Anhang
22 Bescheinigung nach prüferischer
Durchsicht
18
(4) ERGEBNIS JE AKTIE
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich durch die Division des den Aktionären zustehenden Ergebnisses des Zwischen-
abschlusses durch die während der Periode im Umlauf befindlichen Aktien. Bei der Ermittlung des verwässerten
Ergebnisses wurden 4.614 Tausend Aktien (2010: 9.943 Tausend Aktien) verwässernde potenzielle Aktien aus den be-
gebenen Wandelschuldverschreibungen nach IAS 33.41 nicht berücksichtigt, da das Periodenergebnis je Aktie hier-
durch erhöht würde.
1. Quartal
2011
1. Quartal
2010
Ergebnisanteil der Aktionäre der Klöckner & Co SE (in Tsd. €) 43.462 1.166
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien (Tsd. Aktien) 66.500 66.500
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (€/Aktie) 0,65 0,02
Ergebnisanteil der Aktionäre der Klöckner & Co SE (in Tsd. €) 43.462 1.166
Zinsaufwand auf verwässernde Wandelanleihen
(abzüglich Steuern) (in Tsd. €) 3.837 -
Ergebnis zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie (in Tsd. €) 47.299 1.166
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien (Tsd. Aktien) 66.500 66.500
Verwässernde potenzielle Aktien aus Wandelanleihen (Tsd. Aktien) 11.979 -
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien für
verwässertes Ergebnis (Tsd. Aktien) 78.479 66.500
Verwässertes Ergebnis je Aktie (€/Aktie) 0,60 0,02
(5) VORRÄTE
(in Mio. €) 31.03.2011 31.12.2010
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.080,0 942,8
Wertberichtigungen auf den Nettoveräußerungspreis – 36,8 – 44,0
Vorräte 1.043,2 898,8
10 Konzern-Zwischenabschluss
10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
11 Gesamtergebnisrechnung
12 Konzernbilanz
14 Konzern-Kapitalflussrechnung
15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
16 Anhang
22 Bescheinigung nach prüferischer
Durchsicht
19
(6) FINANZVERBINDLICHKEITEN
(in Mio. €) 31.03.2011 31.12.2010
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Anleihen 534,3 527,8
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 258,0 256,5
Schuldscheindarlehn 144,5 144,4
Verbindlichkeiten aus ABS-Programmen 155,9 87,2
Finanzierungsleasing 4,4 4,7
1.097,1 1.020,6
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Anleihen 9,3 5,5
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30,6 29,9
Schuldscheindarlehn 3,7 2,0
Verbindlichkeiten aus ABS-Programmen 0,3 0,1
Finanzierungsleasing 2,0 2,1
45,9 39,6
Finanzverbindlichkeiten gemäß Konzernbilanz 1.143,0 1.060,2
Die Netto-Finanzverbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt:
(in Mio. €) 31.03.2011 31.12.2010
Finanzverbindlichkeiten gemäß Konzernbilanz 1.143,0 1.060,2
Transaktionskosten 12,2 11,7
Brutto-Finanzverbindlichkeiten 1.155,2 1.071,9
Liquide Mittel – 927,9 – 935,0
Netto-Finanzverbindlichkeiten Klöckner&Co-Konzern 227,3 136,9
Der syndizierte Kredit (Multi Currency Revolving Credit Facility) wurde im März 2011 vorzeitig bis zum 28. Mai 2014
verlängert und die Kreditbedingungen wurden modifiziert. Die angepassten Kreditbedingungen erhöhen insbesondere
die Flexibilität in Bezug auf Mittelaufnahmen im Zusammenhang mit zukünftigen Akquisitionen (sogenannte
"Preferential Debt").
Ebenfalls im März wurde das europäische ABS-Programm um ein Jahr verlängert und die Konditionen wurden angepasst.
10 Konzern-Zwischenabschluss
10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
11 Gesamtergebnisrechnung
12 Konzernbilanz
14 Konzern-Kapitalflussrechnung
15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
16 Anhang
22 Bescheinigung nach prüferischer
Durchsicht
20
(7) VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH SCHLUSS DER BERICHTSPERIODE
Zur Vereinfachung der gesellschaftsrechtlichen Strukturen wurden die deutschen Zwischenholding-Gesellschaften
Multi Metal Beteiligungs GmbH, Klöckner&Co International GmbH und Klöckner&Co Verwaltung GmbH im Wege
eines mehrstufigen Verschmelzungsprozesses auf die Klöckner&Co SE verschmolzen. Die Transaktion wird durch Ein-
tragung der Verschmelzung Multi Metal Beteiligungs GmbH auf die Klöckner&Co SE voraussichtlich im Mai 2011 ab-
geschlossen. Die Verschmelzungen hatten keinen Einfluss auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns.
Nach dem Bilanzstichtag wurden weitere Schuldscheindarlehn im Gesamtvolumen von 148 Mio. € begeben. Die ver-
traglichen Konditionen entsprechen überwiegend den im Vorjahr begebenen Schuldscheindarlehn. Die Laufzeit der
Schuldscheine variiert zwischen 4,5 und 5 Jahren.
Ende April wurde der Erwerb von 100 % der Macsteel Service Centers, USA, Inc. ("MSCUSA") vollzogen. MSCUSA ist mit
seinen 30 Standorten eines der führenden Stahl Service Center-Unternehmen in den USA. Im Jahr 2010 erzielte MSCUSA
einen Umsatz von ca. 1,3 Mrd. US-Dollar und beschäftigte 1.183 Mitarbeiter. Durch den Erwerb der MSCUSA stärkt
Klöckner & Co SE seine Marktposition durch mehr als eine Verdoppelung des Umsatzes in den USA deutlich und erwei-
tert das Produkt- und Serviceangebot über den Ausbau des wertschöpfungsintensiveren Stahl Service Center-Geschäfts.
Der Kaufpreis beläuft sich vorbehaltlich etwaiger nachträglicher Kaufpreisanpassungen auf 660 Mio. US-Dollar.
Bei der Transaktion handelt es sich um einen wesentlichen Erwerb im Sinne des IFRS 3. Aufgrund der zeitlichen Nähe
der Transaktion zum Aufstellungszeitpunkt können die übrigen Informationen gemäß IFRS 3.B64 zum gegenwärtigen
Zeitpunkt nicht gegeben werden.
Im Mai unterzeichnete Klöckner & Co einen Vertrag zum Erwerb von 70 % der Anteile an der brasilianischen Frefer
Gruppe (“Frefer"). Mit annähernd 360 Mitarbeitern an 14 Standorten erwirtschaftete die Gruppe im Jahr 2010 einen
Umsatz von rund 340 Mio. BRL.
(8) TRANSAKTIONEN MIT NAHESTEHENDEN PERSONEN
Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit tritt der Klöckner & Co-Konzern mit zahlreichen Unternehmen in Ge-
schäftsbeziehungen. Darunter befinden sich auch nahestehende Unternehmen, die zu Anschaffungskosten bewertet
sind. Die Geschäftsbeziehungen zu diesen Unternehmen unterscheiden sich grundsätzlich nicht von den Liefer- und
Leistungsbeziehungen mit anderen Unternehmen. Im Berichtsjahr wurden mit keinem dieser Unternehmen wesentli-
che Geschäfte getätigt.
Einige Mitglieder des Aufsichtsrats sind oder waren im Berichtszeitraum als Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitglied bei
anderen Unternehmen tätig. Klöckner & Co unterhält zu einigen dieser Unternehmen gewöhnliche Geschäftsbezie-
hungen. Der Verkauf von Produkten und Dienstleistungen erfolgt dabei zu Bedingungen wie unter fremden Dritten.
10 Konzern-Zwischenabschluss
10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
11 Gesamtergebnisrechnung
12 Konzernbilanz
14 Konzern-Kapitalflussrechnung
15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
16 Anhang
22 Bescheinigung nach prüferischer
Durchsicht
21
(9) SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Europa Nordamerika
Zentrale/
Konsolidierung Gesamt
(in Mio. €) 2011 2010 2011 2010 2011 2010 2011 2010
Segmentumsatz 1.290,1 857,9 296,7 190,9 - - 1.586,8 1.048,8
EBITDA (Segmentergebnis) 81,0 24,5 30,0 9,1 – 6,5 – 4,5 104,5 29,1
EBIT 68,2 12,5 24,5 3,0 – 6,8 – 4,8 85,8 10,7
Net Working Capital 31. März
2011 (31. Dezember 2010) 966,0 850,8 199,6 158,2 – 2,4 8,3 1.163,2 1.017,3
Anzahl Mitarbeiter am Stichtag
31. März 2011 (31. Dezember
2010) 8.240 8.187 1.414 1.381 135 131 9.789 9.699
Das EBIT kann wie folgt auf das Ergebnis vor Steuern übergeleitet werden:
(in Mio. €) 2011 2010
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 85,8 10,7
Konzern-Finanzergebnis – 19,3 – 15,2
Konzernergebnis vor Steuern 66,5 –4,5
Duisburg, den 10. Mai 2011
Klöckner&Co SE
Der Vorstand
10 Konzern-Zwischenabschluss
10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
11 Gesamtergebnisrechnung
12 Konzernbilanz
14 Konzern-Kapitalflussrechnung
15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
16 Anhang
22 Bescheinigung nach prüferischer
Durchsicht
22
Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht
An die Klöckner&Co SE, Duisburg
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Konzernbilanz zum 31. März 2011 sowie Kon-
zern-Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Entwicklung des
Konzern-Eigenkapitals für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2011 sowie ausgewählten erläuternden Anhangan-
gaben – und den Konzernzwischenlageberichts der Klöckner&Co SE zum 31. März 2011, die Bestandteile des Quartals-
finanzberichts nach §37x Abs. 3 WpHG in Verbindung mit §37w Abs. 2 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht un-
terzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte
anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere
Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebe-
richt auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlagebe-
richts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prü-
ferische Durchsicht von Abschlüssen sowie unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Enga-
gements 2410 (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass
wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischen-
abschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in
der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüfer-
ische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische
Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der An-
nahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstim-
mung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwi-
schenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte
anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Düsseldorf, den 10. Mai 2011
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Philippi Michels-Scholz
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
FINANZKALENDER
20. Mai 2011 Hauptversammlung 2011
Düsseldorf
10. August 2011 Veröffentlichung Konzern-Zwischenbericht zweites Quartal 2011
9. November 2011 Veröffentlichung Konzern-Zwischenbericht drittes Quartal 2011
Änderungen vorbehalten
KONTAKT
Klöckner&Co SE
Dr. Thilo Theilen
Leiter Investor Relations & Corporate Communications
Telefon: +49 203 307-2050
Telefax: +49 203 307-5025
E-Mail: ir@kloeckner.de
Disclaimer
Dieser Bericht (vor allem das Kapitel „Prognosebericht“) enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des
Managements der Klöckner&Co SE hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Sie sind im Allgemeinen durch die Wörter „erwarten“,
„davon ausgehen“, „annehmen“, „beabsichtigen“, „einschätzen“, „anstreben“, „zum Ziel setzen“, „planen“, „werden“, „erstreben“,
„Prognosebericht“ und vergleichbare Ausdrücke gekennzeichnet und beinhalten im Allgemeinen Informationen, die sich auf Erwartungen
oder Ziele für wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Umsatzerlöse oder andere Maßstäbe für den Unternehmenserfolg beziehen.
Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Daher sollten Sie sie mit Vorsicht
betrachten. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im
Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der Klöckner&Co SE liegen. Zu den relevanten Faktoren zählen auch die Auswirkungen bedeutender
strategischer und operativer Initiativen, einschließlich des Erwerbs oder der Veräußerung von Gesellschaften.
Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sollten sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als
unrichtig herausstellen, so können die tatsächlichen Ergebnisse der Klöckner&Co SE wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen
Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden.
Die Klöckner &Co SE kann keine Garantie dafür geben, dass die Erwartungen oder Ziele erreicht werden. Die Klöckner &Co SE lehnt –
unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen – jede Verantwortung für eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen
Aussagen durch Berücksichtigung neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder anderer Dinge ab.
Zusätzlich zu den nach IFRS erstellten Kennzahlen legt die Klöckner&Co SE Non-GAAP-Kennzahlen vor, z. B. EBITDA, EBIT, Net Working
Capital sowie Netto-Finanzverbindlichkeiten, die nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften sind.
Diese Kennzahlen sind als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für die nach IFRS erstellten Angaben zu sehen. Non-GAAP Kennzahlen
unterliegen weder den IFRS noch anderen allgemein geltenden Rechnungslegungsvorschriften. Andere Unternehmen legen diesen Begriffen
unter Umständen andere Definitionen zugrunde.

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Klöckner & Co - Zwischenbericht zum 31. März 2011

  • 1. Zwischenbericht zum 31. März 2011 Klöckner & C o S E A Leading Multi Metal Distributor
  • 2. ZWISCHENBERICHT ZUM 31. MÄRZ 2011 KLÖCKNER & CO-KONZERN IN ZAHLEN 2 KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT 3 DIE KLÖCKNER & CO-AKTIE 8 KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM 1. JANUAR 2011 BIS 31. MÄRZ 2011 10 GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM 1. JANUAR 2011 BIS 31. MÄRZ 2011 11 KONZERNBILANZ ZUM 31. MÄRZ 2011 12 KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM 1. JANUAR 2011 BIS 31. MÄRZ 2011 14 ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS 15 AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERNDE ANHANGANGABEN ZUM KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS DER KLÖCKNER & CO SE ZUM 31. MÄRZ 2011 16 BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHT 22
  • 3. KLÖCKNER &CO SE Klöckner&Co-Konzern in Zahlen Gewinn- und Verlustrechnung 1. Quartal 2011 1. Quartal 2010 Umsatz Mio. € 1.587 1.049 Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) Mio. € 104 29 Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Mio. € 86 11 Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 66 – 4 Konzernergebnis Mio. € 44 2 Ergebnisanteil der Aktionäre der Klöckner & Co SE Mio. € 43 1 Ergebnis je Aktie (unverwässert) € 0,65 0,02 Ergebnis je Aktie (verwässert) € 0,60 0,02 Kapitalflussrechnung 1. Quartal 2011 1. Quartal 2010 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Mio. € – 69 – 60 Cashflow aus der Investitionstätigkeit Mio. € – 5 – 127 Bilanz 31.03.2011 31.12.2010 Net Working Capital*) Mio. € 1.163 1.017 Netto-Finanzverbindlichkeiten Mio. € 227 137 Eigenkapital Mio. € 1.318 1.290 Bilanzsumme Mio. € 3.780 3.491 Kennzahlen 1. Quartal 2011 1. Quartal 2010 Absatz Tto 1.498 1.180 31.03.2011 31.12.2010 Beschäftigte zum Stichtag 9.789 9.699 *) Net Working Capital = Vorräte zzgl. Warenforderungen abzgl. Warenverbindlichkeiten
  • 4. 3 Konzern-Zwischenlagebericht 3 Wesentliche Kennzahlen des Konzerns für die ersten drei Monate 4 Wirtschaftliches Umfeld 4 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 6 Nachtragsbericht 6 Chancen- und Risikomanagement 7 Prognosebericht 3 Konzern-Zwischenlagebericht Stärkstes operatives Quartals-Ergebnis (EBITDA) seit Eskalation der Finanzkrise. Macsteel Service Centers USA als bislang größte Akquisition abgeschlossen. Markteintritt in Schwellenländern mit Akquisition von Frefer/Brasilien eingeleitet. Wachstumserwartung für das Gesamtjahr durch die Expansion deutlich angehoben Für Klöckner&Co hat das neue Geschäftsjahr sehr erfreulich begonnen. Der Absatz des Konzerns lag im ersten Quar- tal, bedingt durch die fortschreitende Erholung der Märkte sowie den vollständigen Beitrag von Becker Stahl-Service, mit einem Anstieg von 26,9%, wesentlich über dem ersten Quartal 2010. Beide Segmente, Europa und Nordamerika, zeigten dabei signifikante Verbesserungen. Der Umsatz stieg aufgrund des höheren Preisniveaus mit einem Zuwachs von 51,3% noch stärker als der Absatz. Das operative Ergebnis (EBITDA) wurde gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdreifacht und erreichte mit 104 Mio. € den höchsten Stand seit der Eskalation der globalen Finanzkrise. Wesentliche Kennzahlen des Konzerns für die ersten drei Monate: • Der Absatz wurde um 26,9 % auf 1,5 Mio. t im Vergleich zum ersten Quartal 2010 gesteigert • Der Umsatz erhöhte sich preis- und mengenbedingt um 51,3% gegenüber dem Vorjahr auf rund 1,6 Mrd. € • Der Rohertrag lag mit 353 Mio. € um 49,9 % über dem Vorjahresniveau von 236 Mio. € • Das operatives Ergebnis (EBITDA) wurde von 29 Mio. € im ersten Quartal des Vorjahres auf 104 Mio. € gesteigert • Das Konzernergebnis von 44 Mio. € gegenüber 2 Mio. € im Vorjahr wurde ebenfalls signifikant verbessert • Das Ergebnis je Aktie betrug 0,65 € im Vergleich zu 0,02 € im Vorjahresvergleichszeitraum • Die Netto-Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich auf 227 Mio. € nach 137 Mio. € zum Jahresende 2010 durch das gestiegene Geschäftsvolumen und das höhere Preisniveau Die im Januar angekündigte Akquisition von Macsteel Service Centers USA ("MSCUSA") wurde Ende April vollzogen und markiert einen wichtigen Meilenstein in der Umsetzung der Strategie "Klöckner & Co 2020". MSCUSA ist eines der führenden Flachstahl Service Center-Unternehmen in den USA. Für das Geschäftsjahr 2011 wird ein Umsatz von 1,8 Mrd. US-Dollar erwartet. Durch die Akquisition verdoppelt Klöckner&Co Umsatz und Standorte in Nordamerika. Das bisher primär auf Langprodukte und Grobbleche ausgerichtete Produkt-Portfolio wird damit um Flachprodukte erweitert. Klöckner&Co nimmt damit in allen drei Produktbereichen eine der führenden Marktpositionen in den USA ein und steigt zum drittgrößten Stahl- und Metalldistributor in Nordamerika auf. Die US-amerikanische Landesgesell- schaft wird künftig mit einem Umsatzanteil von 30 % die stärkste im Konzern. Die Akquisition erfüllt alle Anforderungen der neuen Strategie "Klöckner & Co 2020". Das Unternehmen ist im stabile- ren und wertschöpfungsintensiveren Stahl Service Center-Bereich tätig. Es beliefert weniger volatile sowie anarbei- tungsintensivere Industriekundensegmente, wodurch die Abhängigkeit von der Bauindustrie weiter reduziert wird. Gemeinsam mit dem Know How und den Kundenbeziehungen der deutschen Tochter Becker Stahl-Service ergibt sich zudem das Potenzial, in der US-amerikanischen Automobilbranche mit dem Fokus auf europäische Premium- Hersteller Fuß zu fassen. Auch mit dem Anfang Mai unterzeichneten Erwerb von 70 % der Anteile an der brasilianischen Frefer Gruppe (“Frefer") erfüllen wir einen weiteren Meilenstein in der Strategie "Klöckner & Co 2020". Mit annähernd 360 Mitarbeitern an 14 Standorten erwirtschaftete die Gruppe im Jahr 2010 einen Umsatz von rund 340 Mio. BRL (rd. 150 Mio. €). Mit der Akquisition stößt Klöckner&Co in die Schwellenländer Südamerikas vor, um an dem beschleunigten Wachstum dieser Märkte teilzuhaben. Nach wie vor erwarten wir für das Jahr 2011 eine weiterhin fortschreitende Erholung unserer Abnehmerbranchen in den für uns wichtigen Märkten Europa und Nordamerika. Zudem werden die Akquisitionen MSCUSA und Frefer ab der Konsolidierung im zweiten Quartal einen erheblichen Beitrag zum Wachstum im Jahr 2011 leisten. Ingesamt rechnen wir daher mit einem Absatz- und Umsatzanstieg von mehr als 25 %.
  • 5. 3 Konzern-Zwischenlagebericht 3 Wesentliche Kennzahlen des Konzerns für die ersten drei Monate 4 Wirtschaftliches Umfeld 4 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 6 Nachtragsbericht 6 Chancen- und Risikomanagement 7 Prognosebericht 4 Wirtschaftliches Umfeld getragen durch robuste Nachfrageentwicklung der Sektoren Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht eine weiterhin starke Erholung der Weltwirtschaft. Neues Gefahrenpo- tenzial für die Weltkonjunktur entsteht jedoch aus den steigenden Rohstoff- und Ölpreisen. Die Wachstumsprognose für das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) beläuft sich auf 4,5 % für die Jahre 2011 und 2012 nach einem Wach- stum von 5 % im Jahr 2010. Größere nachhaltige Auswirkungen durch die Naturkatastrophe in Japan werden derzeit nicht erwartet. Die Erholung der Weltwirtschaft setzt sich allerdings wie bisher in zwei Geschwindigkeiten fort. Die Schwellenländer werden nach IWF-Schätzungen ein BIP-Wachstum von 6,5 % erreichen, während die etablierten Industrienationen um 2,4 % wachsen werden. Den USA wird dabei ein Wachstum von 2,8 % und der Eurozone von 1,6 % für das Jahr 2011 vorausgesagt. Laut IWF gilt es vor allem in den Wachstumsmärkten, die Inflationsrisiken zu minimieren und eine Überhitzung der Wirtschaft zu vermeiden. Risikofaktoren in den etablierten Industrienationen bleiben die weiterhin hohe Staatsverschuldung in vielen Ländern und vor allem im Euro-Raum Währungsunsicherheiten. Für ein weiteres Wachstum setzt der IWF auf weitere Haushaltskonsolidierungen und wachstumsfördernde Strukturreformen. Im ersten Quartal konnte die Wirtschaft in der Eurozone aggregierten Schätzungen zufolge um 2,2 % zulegen, nach 2,0 % im Vorquartal. Besonders dynamisch entwickelten sich dabei die exportnahen Sektoren. Das Wirtschaftswach- stum in den USA hingegen verlangsamte sich auf 1,8 % im ersten Quartal, nach 3,1 % im vierten Quartal des vergan- genen Jahres. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte sind weiterhin hoch, wenn auch nicht auf dem Niveau des stark vom Weihnachtsgeschäft geprägten vierten Quartals. Ein Anstieg konnte bei den Exporten aus den USA ver- zeichnet werden, die vom schwächer werdenden Dollar profitieren konnten. Rückläufig entwickelten sich hingegen die Ausgaben der öffentlichen Haushalte, was das Wirtschaftswachstum insgesamt verlangsamte. Der Weltstahlverband Worldsteel geht ebenfalls von einer weiteren Erholung der Weltwirtschaft aus und prognosti- ziert für die Jahre 2011 und 2012 einen Zuwachs beim Stahlverbrauch von jeweils rund 6 % auf den Rekordwert von dann 1,44 Mrd. t. Jedoch wird der Stahlverbrauch in den etablierten Industrienationen auch noch 2012 rund 14 % un- ter dem Niveau von 2007 liegen, während die Schwellenländer rund 38 % über diesem Vergleichswert liegen dürften. Die für Klöckner&Co wichtigen Märkte in Europa und Nordamerika werden 2011 um 4,9 % bzw. 10,9 % wachsen (2012: 3,7 % bzw. 6,3 %). In China wird ein Nachfragezuwachs für beide Jahre von jeweils 5 % erwartet. Aufgrund des hohen Produktionsniveaus zur Jahreswende und des guten Starts in das neue Jahr prognostiziert der Branchenverband Eurofer in seiner jüngsten Schätzung für den Maschinen- und Anlagenbau ein Wachstum von 8,2 % für 2011 in Europa. Eine besondere Dynamik wird dabei in den ersten beiden Quartalen des Jahres erwartet. Für die USA wird ebenfalls mit einem weiteren merklichen Produktionsanstieg im Maschinen- und Anlagenbausektor gerechnet. Auch in der Automobilindustrie hat sich die positive Entwicklung fortgesetzt. Das erste Quartal 2011 konnte die Er- wartungen vom Jahresbeginn übertreffen. Die Automobilhersteller profitierten von der sehr hohen Dynamik auf wich- tigen internationalen Märkten. Der Branchenverband VDA meldet für den deutschen Pkw-Markt einen Zuwachs von 14 %, die Exporte stiegen um 11 %. Eurofer erwartet für die europäische Automobilindustrie einen Zuwachs von 7,3 % für das Gesamtjahr. Weltweit befindet sich die Branche auf Wachstumskurs, für das Gesamtjahr 2011 wird mit einem Anstieg der Welt-Pkw-Produktion um 7 % auf 66 Mio. Einheiten gerechnet. Die Bauindustrie konnte Schätzungen von Eurofer zufolge in Europa deutlich vom milden Winter profitieren. Der Ans- tieg im ersten Quartal betrug 4,6 % gegenüber dem Vorjahr. Die Dynamik lässt den Schätzungen zufolge jedoch zuse- hends nach, so dass für das Gesamtjahr ein Wachstum von 1,7 % für Europa erwartet wird. In den USA ist noch keine spürbare Belebung der Bauaktivität zu erkennen. Vorlaufende Indikatoren wie der Dodge Cox-Index deuten aber auf eine leichte Belebung des Bausektors für das Gesamtjahr hin. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Absatz, Umsatz und Ergebnis deutlich über Vorjahresniveau Der Absatz von Klöckner&Co lag in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2011 aufgrund der sich weiter er- holenden Nachfrage sowie akquisitionsbedingt mit 1,5 Mio. t um 26,9% über dem Vorjahresniveau (1,2 Mio. t). Da- bei betrug der Absatzanstieg in Europa 28,1% und in Nordamerika 23,0% gegenüber dem Vorjahreswert. Bereinigt um den Erwerb von BSS lag der Absatz in Europa um 9,0 % über Vorjahresniveau, während der Absatz für den Ge- samtkonzern um 12,5% anstieg.
  • 6. 3 Konzern-Zwischenlagebericht 3 Wesentliche Kennzahlen des Konzerns für die ersten drei Monate 4 Wirtschaftliches Umfeld 4 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 6 Nachtragsbericht 6 Chancen- und Risikomanagement 7 Prognosebericht 5 Preisbedingt entwickelte sich der Umsatz noch stärker als der Absatz. Der Umsatz des Konzerns betrug im ersten Quartal 2011 rund 1,6 Mrd. € und lag damit um 51,3% – ohne Berücksichtigung von BSS um 39,4% – über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die Verkaufspreise stiegen bis etwa zur Mitte des Quartals wesentlich an und lagen insgesamt über dem Preisniveau des Vorjahresvergleichszeitraums. Der Rohertrag lag mit 353 Mio. € um 49,9% über dem Vorjahresniveau von 236 Mio. €. Dieser Anstieg war überwie- gend bedingt durch das weiterhin verbesserte Geschäftsumfeld mit höheren Absätzen sowie preisbedingten Lagereffekten und die vollständige Einbeziehung von BSS. Die Rohertragsmarge lag mit 22,3% etwa auf Vorjahresniveau (22,5%). Aufgrund der höheren Verkaufspreise stieg der Rohertrag pro Tonne im Vorjahresvergleich merklich an. Durch die star- ke Erhöhung des Rohertrags sowie die gegenüber dem Umsatz geringer angestiegenen Kosten verbesserte sich das ope- rative Ergebnis (EBITDA) von 29 Mio. € im ersten Quartal 2010 auf 104 Mio. € (+259,3 %) im ersten Quartal 2011. Dies entspricht einer EBITDA-Marge (EBITDA/Umsatzerlöse) von 6,6 % (Q1/2010: 2,8 %). (in Mio. €) 1. Quartal 2011 1. Quartal 2010 Europa 81 25 Nordamerika 30 9 Zentrale – 7 – 5 Klöckner&Co-Konzern 104 29 Das Segment Europa schloss in den ersten drei Monaten mit einem EBITDA von 81 Mio. € (Q1/2010: 25 Mio. €) ab. Dabei entwickelten sich mit Ausnahme von Spanien alle Landesgesellschaften positiv im Quartalsvergleich. Im Segment Nordamerika wurde mit 30 Mio. € gegenüber 9 Mio. € ebenfalls eine erhebliche Verbesserung des EBIT- DA erzielt. Maßgeblich hierfür war – wie im Segment Europa – die beträchtlich verbesserte Geschäftslage mit höhe- ren Absätzen und Roherträgen. Das EBIT der ersten drei Monate des Geschäftsjahres betrug 86 Mio. € (Q1/2010: 11 Mio. €) und folgte damit der Ent- wicklung des EBITDA. Das Ergebnis des Konzerns vor Steuern betrug 66 Mio. € nach –4 Mio. € im Vorjahreszeitraum. In den ersten drei Monaten wurde ein Konzerngewinn in Höhe von 44 Mio. € gegenüber 2 Mio. € im Vorjahr erzielt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug 0,65 € nach 0,02 € im Vorjahr. Bilanzbild weiterhin gekennzeichnet durch den geschäftsbedingten Aufbau des Net Working Capitals bei nachhaltig solider Eigenkapitalausstattung Die langfristigen Vermögenswerte von 856 Mio. € zum 31. Dezember 2010 sind auf 807 Mio. € (–5,7%) gesunken. Der Rückgang von 49 Mio. € entfällt mit 16 Mio. € auf immaterielle Vermögenswerte und mit 17 Mio. € auf Sachanlagen. Dabei ist der Rückgang allein in Höhe von ca. 20 Mio. € währungsbedingt. Ebenfalls rückläufig haben sich die aktiven latenten Steuern (–14 Mio. €) entwickelt. Ursächlich hierfür waren insbesondere die Nutzung steuerlicher Verlustvor- träge sowie geringere temporäre Differenzen aus der Derivatebewertung. Das Net Working Capital liegt mit 1.163 Mio. € signifikant über dem Wert zum Ende des Geschäftsjahres 2010 von 1.017 Mio. €. Der Anstieg ist überwiegend durch die kontinuierliche Verbesserung des operativen Geschäfts und der damit zusammenhängenden zusätzlichen Mittelbindung im Net Working Capital bedingt. Gleichwohl verharrt die Liquiditätsposition mit 928 Mio. € nach 935 Mio. € zum 31. Dezember 2010 weiterhin auf hohem Niveau. Die Eigenkapitalquote betrug durch den geschäftsbedingten Anstieg der Bilanzsumme am 31. März 2011 rund 35% nach 37% zum Ende des Geschäftsjahres 2010. Diese würde bei 46% liegen, wenn die liquiden Mittel vollständig zur Rückführung der Finanzverbindlichkeiten genutzt werden könnten.
  • 7. 3 Konzern-Zwischenlagebericht 3 Wesentliche Kennzahlen des Konzerns für die ersten drei Monate 4 Wirtschaftliches Umfeld 4 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 6 Nachtragsbericht 6 Chancen- und Risikomanagement 7 Prognosebericht 6 Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit lag – insbesondere bedingt durch die gestiegene Mittelbindung im Net Working Capital – mit –69 Mio. € über dem Vorjahreswert von –60 Mio. €. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag mit –5 Mio. € weit unter dem Vorjahresniveau (–127 Mio. €), der überwiegend Auszahlungen für Unternehmens- erwerbe betraf. Nachtragsbericht Zur Vereinfachung der gesellschaftsrechtlichen Strukturen wurden die deutschen Zwischenholding-Gesellschaften Multi Metal Beteiligungs GmbH, Klöckner&Co International GmbH und Klöckner&Co Verwaltung GmbH im Wege eines mehrstufigen Prozesses auf die Klöckner&Co SE verschmolzen. Die Transaktion wird durch Eintragung der Ver- schmelzung der Multi Metal Beteiligungs GmbH auf die Klöckner&Co SE voraussichtlich im Mai 2011 abgeschlossen. Die Verschmelzungen hatten keinen Einfluss auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns. Nach dem Bilanzstichtag wurden weitere Schuldscheindarlehn im Gesamtvolumen von 148 Mio. € begeben. Die ver- traglichen Konditionen entsprechen überwiegend den im Vorjahr begebenen Schuldscheindarlehn. Die Laufzeit der Schuldscheine variiert zwischen 4,5 und 5 Jahren. Ende April 2011 wurde der Erwerb von 100 % der MSCUSA vollzogen. MSCUSA ist mit 30 Standorten eines der füh- renden Stahl Service Center-Unternehmen in den USA. Im Jahr 2010 erzielte MSCUSA einen Umsatz von ca. 1,3 Mrd. US-Dollar und beschäftigte 1.183 Mitarbeiter. Durch den Erwerb von MSCUSA stärkt Klöckner & Co SE seine Marktpo- sition durch mehr als eine Verdoppelung des Umsatzes in den USA deutlich und erweitert das Produkt- und Servicean- gebot über den Ausbau des wertschöpfungsintensiveren Stahl Service Center-Geschäfts. Im Mai unterzeichnete Klöckner & Co einen Vertrag zum Erwerb von 70 % der Anteile an der brasilianischen Frefer Gruppe (“Frefer"). Mit annähernd 360 Mitarbeitern an 14 Standorten erwirtschaftete die Gruppe im Jahr 2010 einen Umsatz von rund 340 Mio. BRL. Chancen- und Risikomanagement Wir überwachen und analysieren die wesentlichen Chancen und Risiken des Unternehmens im Rahmen des Chancen- und Risikomanagements fortlaufend. Die Koordination zwischen den Landesgesellschaften und unserer Holding basiert dabei auf einer strukturierten Chancen- und Risikoberichterstattung. Kern des Systems zur Überwachung von Chancen und Risi- ken ist die quartalsweise Fortschreibung identifizierter Chancen und Risiken im Chancen-Risiko-Report, ergänzt um eine fallweise Ad-hoc-Berichterstattung für kurzfristig auftretende bestandsgefährdende oder wesentliche Risi- ken. Der Zentralbereich Internal Audit prüfte auch während der ersten drei Monate 2011 im In- und Ausland, ob die bestehenden Vorgaben zum Risikomanagement sowie die Konzernrichtlinien eingehalten wurden. Dabei gewon- nene Erkenntnisse gewährleisten Früherkennung und ermöglichen die Steuerung von Risiken. Eine ausführliche Be- schreibung des internen Risikomanagementsystems des Klöckner&Co-Konzerns finden Sie im Geschäftsbericht 2010 auf den Seiten 56ff. Aktuelle Beurteilung der Chancen und Risiken Der Vorstand geht davon aus, dass Klöckner & Co alle bei Aufstellung des Abschlusses erkennbaren bilanziellen Risiken durch ausreichende Rückstellungen auch unter Einbeziehung von Garantien Dritter abgesichert hat. Für Klöckner&Co als lagerhaltenden Multi Metaldistributor ergibt sich das Marktrisiko im Wesentlichen aus der Nachfrage- und Preisentwicklung. Die gegenüber dem Jahresende 2010 stark gestiegenen und zuletzt leicht rückläufi- gen Preise für Stahl und Metall könnten weiter nachgeben. Auch die robuste Nachfrageentwicklung könnte sich als nicht nachhaltig erweisen. Beides könnte sich negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Risi- ken aus der Naturkatastrophe in Japan auf die Geschäftstätigkeit des Klöckner&Co-Konzerns werden derzeit nicht erwartet. Darüber hinaus gelten die im Geschäftsbericht 2010 auf den Seiten 55-64 detaillierten Aussagen des Chancen- und Risikoberichts weiterhin.
  • 8. 3 Konzern-Zwischenlagebericht 3 Wesentliche Kennzahlen des Konzerns für die ersten drei Monate 4 Wirtschaftliches Umfeld 4 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 6 Nachtragsbericht 6 Chancen- und Risikomanagement 7 Prognosebericht 7 Zusammenfassend stellt der Vorstand fest, dass die Systeme zum Management der Chancen und Risiken des Klöckner&Co- Konzerns gut funktionieren und dass alle bekannten bilanziellen Risiken hinreichend erfasst sind und die notwendigen Maßnahmen zur Abfederung drohender Marktrisiken eingeleitet wurden. Liquiditätsengpässe sind aufgrund der aktuellen Finanzierungsstruktur nicht zu erwarten. Konkrete Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar. Prognosebericht Für die Geschäftsentwicklung im Jahr 2011 erwarten wir aus heutiger Sicht – insbesondere auch durch die Beiträge der Akquisitionen – einen Anstieg des Absatzes und Umsatzes um mehr als 25 %. Dabei gehen wir davon aus, dass der Umsatz aufgrund des für das Gesamtjahr erwarteten höheren Preisniveaus für Stahl und Metall stärker als der Absatz zulegen wird. Für die USA erwarten wir, auch durch die Akquisition von MSCUSA, einen noch stärkeren Zuwachs als für Europa. Mit der Akquisition von MSCUSA wird unsere nordamerikanische Tochtergesellschaft zur stärksten Landesge- sellschaft mit einem Umsatzbeitrag von 30 %. Wir gehen davon aus, dass wir damit in besonderem Maße von dem weiteren Aufschwung in den USA profitieren können. Mit den Akquisitionen von MSCUSA und Frefer in Brasilien haben wir konsequent unsere langfristige Wachstumsstra- tegie "Klöckner & Co 2020" vorangetrieben und dabei entscheidende Weichen für die weitere Entwicklung von Klöck- ner&Co gestellt. Unsere Wachstumsstrategie "Klöckner & Co 2020" mit den ambitionierten Zielen werden wir weiter konsequent verfolgen. Vor diesem Hintergrund rechnen wir damit, dass wir auch im Jahr 2012 Absatz und Umsatz wei- ter steigern können. Duisburg, den 10. Mai 2011 Klöckner & Co SE Der Vorstand
  • 9. 3 Konzern-Zwischenlagebericht 8 Klöckner & Co-Aktie 10 Konzern-Zwischenabschluss 8 KLÖCKNER&CO-AKTIE Stammdaten der Klöckner&Co-Aktie ISIN DE000KC01000 – WKN (Wertpapierkennnummer) KC0100 Börsenkürzel: KCO Bloomberg: KCO GR Reuters XETRA: KCOGn.DE MDAX®-Notierung: seit dem 29. Januar 2007 Kennzahlen zur Klöckner&Co-Aktie 1. Quartal 2011 1. Quartal 2010 Anzahl Aktien Stück 66.500.000 66.500.000 Schlusskurs (XETRA, Close) € 23,66 21,90 Börsenkapitalisierung Mio. € 1.573 1.456 Höchstkurs (XETRA, Close) € 25,31 22,51 Tiefstkurs (XETRA, Close) € 20,85 16,10 Durchschnittlicher Tagesumsatz Stück 1.146.781 874.783 Aktie durch Wachstumsstrategie getragen Der positive Kursverlauf der Klöckner&Co-Aktie, den wir bereits seit dem dritten Quartal 2010 feststellen konnten, setzte sich im ersten Quartal 2011 weiter fort. Getrieben wurde dies zum einen durch die allgemeine Stimmung an den Kapitalmärkten hinsichtlich einer konjunkturellen Verbesserung. Zum anderen wurde unsere Aktie als frühzykli- scher Wert mit einem hohen Beta durch positive Entwicklungen im Stahlsektor mit beeinflusst. Getrieben durch hö- here Rohstoffpreise stiegen auch die Preise von Stahl und Metall, was vom Kapitalmarkt für Klöckner&Co als lager- haltenden Distributor positiv gesehen wird. Auch die Wachstumsstrategie "Klöckner & Co 2020" und der im Januar abgeschlossene Vorvertrag zum Erwerb der Macsteel Service Centers USA wurden vom Kapitalmarkt honoriert. Zum Ende des ersten Quartals notierte die Klöckner&Co-Aktie bei 23,66 €. Dies entspricht einer Steigerung von 12,6 % gegenüber dem Schlusskurs des Jahres 2010. Im Vergleich zum ersten Quartal 2010 entspricht dies einer Stei- gerung von rund 8 %. Im Vergleich zum Jahresende 2010 gewannen DAX® und MDAX® rund 1,8 %.
  • 10. 3 Konzern-Zwischenlagebericht 8 Klöckner & Co-Aktie 10 Konzern-Zwischenabschluss 9 Performance Klöckner & Co-Aktie im Vergleich zu DAX® und MDAX® (Werte indexiert) 140 130 120 110 100 90 80 140 130 120 110 100 90 80 01.01.2011 31.01.2011 28.02.2011 31.03.2011 Klöckner & Co DAX® MDAX® Klöckner & CoKlöckner & Co DAX®DAX® MDAX®MDAX® Auch im ersten Quartal wurde der Dialog mit den Kapitalmarktteilnehmern intensiv geführt. Auf vier Roadshows sowie sechs Konferenzen im In- und Ausland sowie zusätzlichen Einzelgesprächen informierte das Management der Klöck- ner & Co SE interessierte Kapitalmarktteilnehmer über die Ergebnisse und die Strategie des Konzerns. Im Fokus der Gespräche stand die Wachstumsstrategie "Klöckner & Co 2020" sowie der Vorvertrag zum Erwerb der Macsteel Servi- ce Centers USA, der seit Börsengang größten Akquisition. Zusätzlich waren die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2010 Gegenstand zahlreicher Gespräche. Im ersten Quartal konnte der Analystenkreis um das französische Wertpapierhaus Exane erweitert werden. In Summe berichteten 27 Banken und Wertpapierhäuser in über 49 Researchberichten über Klöckner & Co. Zum Ende des ersten Quartals stuften 26 Wertpapierhäuser die Klöckner & Co Aktie als „Kauf“ ein. Ein Haus gab die Empfehlung zum „Halten“ der Aktie. Darüber hinaus informiert Klöckner&Co stetig Interessenten über aktuelle Entwicklungen im Konzern auf den Inves- tor-Relations-Internetseiten www.kloeckner.de/de/investoren.html. Dazu zählen neben Informationen zu unseren Wandelanleihen, Finanzberichten und dem Finanzkalender auch Angaben zur Corporate Governance sowie aktuelle Daten zur Kursentwicklung von Aktie und Wandelanleihen. Zusätzlich können sich Aktionäre und weitere Interessen- ten unter ir@kloeckner.de für einen vierteljährlichen Aktionärsbrief sowie einen Newsletter anmelden. Das Investor-Relations-Team freut sich auf Ihre Fragen und Anregungen.
  • 11. 10 Konzern-Zwischenlagebericht 10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 11 Gesamtergebnisrechnung 12 Konzernbilanz 14 Konzern-Kapitalflussrechnung 15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 16 Anhang 22 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht 10 KLÖCKNER&CO SE Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 1. Januar 2011 bis 31. März 2011 (in Tsd. €) 1. Quartal 2011 1. Quartal 2010 Umsatzerlöse 1.586.799 1.048.841 Sonstige betriebliche Erträge 8.475 8.028 Bestandsveränderungen 7.342 – 698 Aktivierte Eigenleistungen - 5 Materialaufwand – 1.241.008 – 812.538 Personalaufwand – 131.520 – 111.180 Abschreibungen – 18.653 – 18.393 Sonstige betriebliche Aufwendungen – 125.589 – 103.372 Betriebsergebnis 85.846 10.693 Finanzerträge 2.332 2.057 Finanzierungsaufwendungen – 21.682 – 17.213 Finanzergebnis –19.350 –15.156 Ergebnis vor Steuern 66.496 –4.463 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 22.350 6.194 Konzernergebnis 44.146 1.731 davon entfallen auf – Aktionäre der Klöckner &Co SE 43.462 1.166 – nicht beherrschende Anteile 684 565 Ergebnis je Aktie – unverwässert 0,65 0,02 – verwässert 0,60 0,02
  • 12. 10 Konzern-Zwischenabschluss 10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 11 Gesamtergebnisrechnung 12 Konzernbilanz 14 Konzern-Kapitalflussrechnung 15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 16 Anhang 22 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht 11 KLÖCKNER&CO SE Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum 1. Januar 2011 bis 31. März 2011 (in Tsd. €) 1. Quartal 2011 1. Quartal 2010 Konzernergebnis 44.146 1.731 Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung ausländischer Tochtergesellschaften – 34.414 31.963 Gewinne/Verluste aus Cashflow-Hedges 19.269 – 21.120 Darauf entfallende Ertragsteuer – 1.337 1.575 Summe direkt im Eigenkapital erfasster Erträge und Aufwendungen –16.482 12.418 Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen 27.664 14.149 davon entfallen auf – Aktionäre der Klöckner &Co SE 27.001 13.674 – nicht beherrschende Anteile 663 475
  • 13. 10 Konzern-Zwischenabschluss 10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 11 Gesamtergebnisrechnung 12 Konzernbilanz 14 Konzern-Kapitalflussrechnung 15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 16 Anhang 22 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht 12 KLÖCKNER&CO SE Konzernbilanz zum 31. März 2011 Aktiva (in Tsd. €) 31.03.2011 31.12.2010 Langfristige Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte 210.797 227.323 Sachanlagen 507.376 524.169 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 10.486 10.486 Finanzanlagen 2.778 2.721 Sonstige Vermögenswerte 30.174 32.027 Latente Steueransprüche 45.248 59.235 Summe langfristige Vermögenswerte 806.859 855.961 Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte 1.043.235 898.841 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 924.641 703.101 Ertragsteueransprüche 14.687 34.251 Sonstige Vermögenswerte 61.883 62.898 Liquide Mittel 927.931 934.955 Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte 975 1.088 Summe kurzfristige Vermögenswerte 2.973.352 2.635.134 Summe Aktiva 3.780.211 3.491.095
  • 14. 10 Konzern-Zwischenabschluss 10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 11 Gesamtergebnisrechnung 12 Konzernbilanz 14 Konzern-Kapitalflussrechnung 15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 16 Anhang 22 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht 13 Passiva (in Tsd. €) 31.03.2011 31.12.2010 Eigenkapital Gezeichnetes Kapital 166.250 166.250 Kapitalrücklage 464.243 464.243 Gewinnrücklagen 639.624 596.162 Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 32.260 48.721 Aktionären der Klöckner&Co SE zuzurechnender Anteil am Eigenkapital 1.302.377 1.275.376 Nicht beherrschende Anteile 15.781 15.118 Summe Eigenkapital 1.318.158 1.290.494 Langfristige Schulden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 173.486 174.442 Sonstige Rückstellungen 30.111 31.513 Finanzverbindlichkeiten 1.097.112 1.020.582 Übrige Verbindlichkeiten 34.691 54.945 Latente Steuerverbindlichkeiten 71.348 79.910 Summe langfristige Schulden 1.406.748 1.361.392 Kurzfristige Schulden Sonstige Rückstellungen 101.928 107.259 Ertragsteuerverbindlichkeiten 23.787 31.638 Finanzverbindlichkeiten 45.935 39.578 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 804.704 584.614 Übrige Verbindlichkeiten 78.951 76.120 Summe kurzfristige Schulden 1.055.305 839.209 Summe Schulden 2.462.053 2.200.601 Summe Passiva 3.780.211 3.491.095
  • 15. 10 Konzern-Zwischenabschluss 10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 11 Gesamtergebnisrechnung 12 Konzernbilanz 14 Konzern-Kapitalflussrechnung 15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 16 Anhang 22 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht 14 KLÖCKNER&CO SE Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum 1. Januar 2011 bis 31. März 2011 (in Tsd. €) 1. Quartal 2011 1. Quartal 2010 Ergebnis vor Steuern 66.496 – 4.463 Finanzergebnis 19.350 15.156 Abschreibungen langfristiger Vermögenswerte 18.653 18.393 Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 265 361 Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte – 418 – 465 Operativer Cashflow 104.346 28.982 Veränderungen der Rückstellungen – 8.404 – 12.469 Veränderungen des übrigen Vermögens und der übrigen Verbindlichkeiten Vorräte – 162.399 – 110.559 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – 234.831 – 141.158 Sonstige Forderungen 9.659 43.422 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 230.510 155.950 Sonstige Verbindlichkeiten – 1.213 – 25.598 Ertragsteuerzahlungen – 7.038 1.064 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit –69.370 –60.366 Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte 693 935 Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen – 6.011 – 3.966 Auszahlungen für Investitionen in konsolidierte Tochterunternehmen - – 124.282 Cashflow aus der Investitionstätigkeit –5.318 –127.313 Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 85.712 45.864 Tilgung von Finanzverbindlichkeiten – 11.322 – 11.424 Tilgung von Gesellschafterdarlehn BSS - – 57.878 Gezahlte Zinsen – 6.352 – 4.223 Erhaltene Zinsen 2.578 1.465 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 70.616 –26.196 Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands –4.072 –213.875 Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestands – 2.952 1.917 Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 934.955 826.517 Finanzmittelbestand am Ende der Periode 927.931 614.559
  • 16. 10 Konzern-Zwischenabschluss 10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 11 Gesamtergebnisrechnung 12 Konzernbilanz 14 Konzern-Kapitalflussrechnung 15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 16 Anhang 22 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht 15 KLÖCKNER&CO SE Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen (in Tsd. €) Gezeich- netes Kapital der Klöckner & Co SE Kapital- rücklage der Klöckner & Co SE Gewinn- rück- lagen Unter- schied aus der Fremd- währungs umrech- nung Marktbe wertung von Finanz- instru- menten Aktionären der Klöckner & Co SE zuzurechnen der Anteil am Eigenkapital Nicht beherr- schende Anteile Gesamt Stand am 1. Januar 2010 166.250 429.493 518.621 10.994 –17.163 1.108.195 15.068 1.123.263 Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen Differenzen aus der Fremdwährungsumrech- nung ausländischer Tochtergesellschaften 32.053 32.053 – 90 31.963 Gewinne/Verluste aus Cashflow-Hedges – 21.120 – 21.120 – 21.120 Darauf entfallende Ertragsteuer – 4.911 6.486 1.575 1.575 Konzernergebnis 1.166 1.166 565 1.731 Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen 13.674 475 Stand am 31. März 2010 166.250 429.493 519.787 38.136 –31.797 1.121.869 15.543 1.137.412 Stand am 1. Januar 2011 166.250 464.243 596.162 84.717 –35.996 1.275.376 15.118 1.290.494 Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen Differenzen aus der Fremdwährungsumrech- nung ausländischer Tochtergesellschaften – 34.393 – 34.393 – 21 – 34.414 Gewinne/Verluste aus Cashflow-Hedges 19.269 19.269 19.269 Darauf entfallende Ertragsteuer 4.579 – 5.916 – 1.337 – 1.337 Konzernergebnis 43.462 43.462 684 44.146 Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen 27.001 663 Stand am 31. März 2011 166.250 464.243 639.624 54.903 –22.643 1.302.377 15.781 1.318.158
  • 17. 10 Konzern-Zwischenabschluss 10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 11 Gesamtergebnisrechnung 12 Konzernbilanz 14 Konzern-Kapitalflussrechnung 15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 16 Anhang 22 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht 16 Ausgewählte erläuternde Anhangangaben zum Konzern- Zwischenabschluss der Klöckner&Co SE zum 31. März 2011 (1) GRUNDSÄTZE DER BERICHTERSTATTUNG Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2011 der Klöckner&Co SE wird gemäß §37x Abs. 3 WpHG in Verbindung mit §37w Abs. 2 WpHG sowie nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) für die Zwischenberichterstattung auf- gestellt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Zwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die im Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2011 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ent- sprechen – mit Ausnahme der unter Textziffer 2 dargestellten Neuregelungen – denen des Konzernabschlusses der Klöckner& Co SE zum 31. Dezember 2010 unter Berücksichtigung des IAS 34 (Interim Financial Reporting). Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden ist im Anhang zum Konzernabschluss des Geschäftsberichts 2010 auf den Seiten 80 bis 89 veröffentlicht. Im Rahmen der Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses in Übereinstimmung mit IAS 34 „Interim Financial Re- porting" zum 31. März 2011 muss der Vorstand der Klöckner&Co-SE Beurteilungen und Schätzungen vornehmen so- wie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Ver- mögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Bei der Erstellung des vorliegenden Zwischenabschlusses ergaben sich keine wesentlichen Änderungen der Einschätzungen des Vorstandes im Zusammenhang mit der Anwendung von Bi- lanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum 31. Dezember 2010. Der Konzern-Zwischenabschluss enthält nach Ansicht des Vorstands alle erforderlichen Anpassungen, die für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Ertragslage notwendig sind. Die Ergebnisse der Berichts- periode, die zum 31. März 2011 endete, lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu. Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2011 wurde durch den Vorstand am 10. Mai 2011 nach Erörterung mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zur Veröffentlichung freigegeben. Alle Beträge werden, so- fern nicht anders angegeben, in Millionen Euro (Mio. €) ausgewiesen. Es können sich Abweichungen zu den ungerun- deten Beträgen ergeben. (2) NEUE BILANZIERUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONEN Der Klöckner&Co-Konzern hat für den Berichtszeitraum erstmals die folgenden Bilanzierungsstandards bzw. Interpre- tationen angewendet: Standard/Interpretation Annual Improvements 2010 Amendment to IFRIC 14 Prepayments of a Minimum Funding Liability IAS 24 (rev.) (Related Party Disclosures) IFRIC 19 (Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments) Aus der Erstanwendung der geänderten Standards bzw. Interpretationen ergaben sich keine Einflüsse auf den Kon- zernabschluss.
  • 18. 10 Konzern-Zwischenabschluss 10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 11 Gesamtergebnisrechnung 12 Konzernbilanz 14 Konzern-Kapitalflussrechnung 15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 16 Anhang 22 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht 17 (3) AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG Der Klöckner&Co-Konzern unterhält seit 2006 Programme für aktienbasierte Vergütungen. Zum begünstigten Personen- kreis zählen neben dem Vorstand auch ausgewählte leitende Angestellte im In- und Ausland. Die Programme sind in der Form virtueller Aktienoptionsprogramme mit Barausgleich ausgestaltet. Die auf den Vorstand entfallenden Programme umfassen zum 31. März 2011 insgesamt noch 602.700 (31. Dezember 2010: 602.700) virtuelle Aktienoptionen. Zusätzlich zum Aktienoptionsprogramm des Vorstands wurden im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011 140.250 (2010: 90.000) Wertsteigerungsrechte für das Jahr 2011 an ausgewählte leitende Angestellte im In- und Ausland ausgegeben. Die Ausübungsbedingungen entsprechen grundsätzlich denen der Vor- standsprogramme der Klöckner & Co SE VAO I und VAO III. Die im Jahr 2011 zugeteilten Wertsteigerungsrechte unter- liegen mehrjährigen Wartezeiten. Die Entwicklung der Anzahl der ausstehenden Wertsteigerungsrechte stellt sich insgesamt wie folgt dar: (Anzahl Wertsteigerungsrechte) Vorstands- programme Übrige Führungskräfte Gesamt Ausstehend zu Beginn des Geschäftsjahres 602.700 188.000 790.700 Neuzuteilungen - 140.250 140.250 Ausübungen - – 10.000 – 10.000 Ausstehend zum Ende der Berichtsperiode 602.700 318.250 920.950 davon ausübbar 60.000 66.000 126.000 Im ersten Quartal 2011 wurden 10.000 (2010: 13.000) Wertsteigerungsrechte ausgeübt. Die Zahlungen aus aktienba- sierten Vergütungen beliefen sich auf 0,1 Mio. € (2010: 0,1 Mio. €). Die zeitanteilig gebildete Rückstellung für die ge- währten Aktienoptionen des Vorstands und der leitenden Angestellten betrug zum Berichtsstichtag 3,4 Mio. € (31. De- zember 2010: 2,7 Mio. €). Der Gesamtaufwand im Berichtszeitraum betrug 0,8 Mio. € (2010: 1,0 Mio. €). Zur Begrenzung der Aufwands- und Zahlungsbelastung für die bestehenden sowie die genehmigten Zuteilungen bis einschließlich des Geschäftsjahres 2011 wurden derivative Sicherungsinstrumente (Optionen) abgeschlossen, die ge- mäß IAS 39 (Financial Instruments: Recognition and Measurement) erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten waren. Die noch ausstehenden Sicherungsinstrumente wurden im ersten Quartal 2011 liquidiert; hieraus ergab sich ein Ertrag in Höhe von 0,2 Mio. € (2010: Ertrag aus der Veränderung der Zeitwerte der Sicherungsinstru- mente 2,7 Mio. €), der im Personalaufwand erfasst wurde.
  • 19. 10 Konzern-Zwischenabschluss 10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 11 Gesamtergebnisrechnung 12 Konzernbilanz 14 Konzern-Kapitalflussrechnung 15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 16 Anhang 22 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht 18 (4) ERGEBNIS JE AKTIE Das Ergebnis je Aktie errechnet sich durch die Division des den Aktionären zustehenden Ergebnisses des Zwischen- abschlusses durch die während der Periode im Umlauf befindlichen Aktien. Bei der Ermittlung des verwässerten Ergebnisses wurden 4.614 Tausend Aktien (2010: 9.943 Tausend Aktien) verwässernde potenzielle Aktien aus den be- gebenen Wandelschuldverschreibungen nach IAS 33.41 nicht berücksichtigt, da das Periodenergebnis je Aktie hier- durch erhöht würde. 1. Quartal 2011 1. Quartal 2010 Ergebnisanteil der Aktionäre der Klöckner & Co SE (in Tsd. €) 43.462 1.166 Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien (Tsd. Aktien) 66.500 66.500 Unverwässertes Ergebnis je Aktie (€/Aktie) 0,65 0,02 Ergebnisanteil der Aktionäre der Klöckner & Co SE (in Tsd. €) 43.462 1.166 Zinsaufwand auf verwässernde Wandelanleihen (abzüglich Steuern) (in Tsd. €) 3.837 - Ergebnis zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie (in Tsd. €) 47.299 1.166 Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien (Tsd. Aktien) 66.500 66.500 Verwässernde potenzielle Aktien aus Wandelanleihen (Tsd. Aktien) 11.979 - Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien für verwässertes Ergebnis (Tsd. Aktien) 78.479 66.500 Verwässertes Ergebnis je Aktie (€/Aktie) 0,60 0,02 (5) VORRÄTE (in Mio. €) 31.03.2011 31.12.2010 Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.080,0 942,8 Wertberichtigungen auf den Nettoveräußerungspreis – 36,8 – 44,0 Vorräte 1.043,2 898,8
  • 20. 10 Konzern-Zwischenabschluss 10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 11 Gesamtergebnisrechnung 12 Konzernbilanz 14 Konzern-Kapitalflussrechnung 15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 16 Anhang 22 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht 19 (6) FINANZVERBINDLICHKEITEN (in Mio. €) 31.03.2011 31.12.2010 Langfristige Finanzverbindlichkeiten Anleihen 534,3 527,8 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 258,0 256,5 Schuldscheindarlehn 144,5 144,4 Verbindlichkeiten aus ABS-Programmen 155,9 87,2 Finanzierungsleasing 4,4 4,7 1.097,1 1.020,6 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Anleihen 9,3 5,5 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30,6 29,9 Schuldscheindarlehn 3,7 2,0 Verbindlichkeiten aus ABS-Programmen 0,3 0,1 Finanzierungsleasing 2,0 2,1 45,9 39,6 Finanzverbindlichkeiten gemäß Konzernbilanz 1.143,0 1.060,2 Die Netto-Finanzverbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt: (in Mio. €) 31.03.2011 31.12.2010 Finanzverbindlichkeiten gemäß Konzernbilanz 1.143,0 1.060,2 Transaktionskosten 12,2 11,7 Brutto-Finanzverbindlichkeiten 1.155,2 1.071,9 Liquide Mittel – 927,9 – 935,0 Netto-Finanzverbindlichkeiten Klöckner&Co-Konzern 227,3 136,9 Der syndizierte Kredit (Multi Currency Revolving Credit Facility) wurde im März 2011 vorzeitig bis zum 28. Mai 2014 verlängert und die Kreditbedingungen wurden modifiziert. Die angepassten Kreditbedingungen erhöhen insbesondere die Flexibilität in Bezug auf Mittelaufnahmen im Zusammenhang mit zukünftigen Akquisitionen (sogenannte "Preferential Debt"). Ebenfalls im März wurde das europäische ABS-Programm um ein Jahr verlängert und die Konditionen wurden angepasst.
  • 21. 10 Konzern-Zwischenabschluss 10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 11 Gesamtergebnisrechnung 12 Konzernbilanz 14 Konzern-Kapitalflussrechnung 15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 16 Anhang 22 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht 20 (7) VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH SCHLUSS DER BERICHTSPERIODE Zur Vereinfachung der gesellschaftsrechtlichen Strukturen wurden die deutschen Zwischenholding-Gesellschaften Multi Metal Beteiligungs GmbH, Klöckner&Co International GmbH und Klöckner&Co Verwaltung GmbH im Wege eines mehrstufigen Verschmelzungsprozesses auf die Klöckner&Co SE verschmolzen. Die Transaktion wird durch Ein- tragung der Verschmelzung Multi Metal Beteiligungs GmbH auf die Klöckner&Co SE voraussichtlich im Mai 2011 ab- geschlossen. Die Verschmelzungen hatten keinen Einfluss auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns. Nach dem Bilanzstichtag wurden weitere Schuldscheindarlehn im Gesamtvolumen von 148 Mio. € begeben. Die ver- traglichen Konditionen entsprechen überwiegend den im Vorjahr begebenen Schuldscheindarlehn. Die Laufzeit der Schuldscheine variiert zwischen 4,5 und 5 Jahren. Ende April wurde der Erwerb von 100 % der Macsteel Service Centers, USA, Inc. ("MSCUSA") vollzogen. MSCUSA ist mit seinen 30 Standorten eines der führenden Stahl Service Center-Unternehmen in den USA. Im Jahr 2010 erzielte MSCUSA einen Umsatz von ca. 1,3 Mrd. US-Dollar und beschäftigte 1.183 Mitarbeiter. Durch den Erwerb der MSCUSA stärkt Klöckner & Co SE seine Marktposition durch mehr als eine Verdoppelung des Umsatzes in den USA deutlich und erwei- tert das Produkt- und Serviceangebot über den Ausbau des wertschöpfungsintensiveren Stahl Service Center-Geschäfts. Der Kaufpreis beläuft sich vorbehaltlich etwaiger nachträglicher Kaufpreisanpassungen auf 660 Mio. US-Dollar. Bei der Transaktion handelt es sich um einen wesentlichen Erwerb im Sinne des IFRS 3. Aufgrund der zeitlichen Nähe der Transaktion zum Aufstellungszeitpunkt können die übrigen Informationen gemäß IFRS 3.B64 zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gegeben werden. Im Mai unterzeichnete Klöckner & Co einen Vertrag zum Erwerb von 70 % der Anteile an der brasilianischen Frefer Gruppe (“Frefer"). Mit annähernd 360 Mitarbeitern an 14 Standorten erwirtschaftete die Gruppe im Jahr 2010 einen Umsatz von rund 340 Mio. BRL. (8) TRANSAKTIONEN MIT NAHESTEHENDEN PERSONEN Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit tritt der Klöckner & Co-Konzern mit zahlreichen Unternehmen in Ge- schäftsbeziehungen. Darunter befinden sich auch nahestehende Unternehmen, die zu Anschaffungskosten bewertet sind. Die Geschäftsbeziehungen zu diesen Unternehmen unterscheiden sich grundsätzlich nicht von den Liefer- und Leistungsbeziehungen mit anderen Unternehmen. Im Berichtsjahr wurden mit keinem dieser Unternehmen wesentli- che Geschäfte getätigt. Einige Mitglieder des Aufsichtsrats sind oder waren im Berichtszeitraum als Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitglied bei anderen Unternehmen tätig. Klöckner & Co unterhält zu einigen dieser Unternehmen gewöhnliche Geschäftsbezie- hungen. Der Verkauf von Produkten und Dienstleistungen erfolgt dabei zu Bedingungen wie unter fremden Dritten.
  • 22. 10 Konzern-Zwischenabschluss 10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 11 Gesamtergebnisrechnung 12 Konzernbilanz 14 Konzern-Kapitalflussrechnung 15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 16 Anhang 22 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht 21 (9) SEGMENTBERICHTERSTATTUNG Europa Nordamerika Zentrale/ Konsolidierung Gesamt (in Mio. €) 2011 2010 2011 2010 2011 2010 2011 2010 Segmentumsatz 1.290,1 857,9 296,7 190,9 - - 1.586,8 1.048,8 EBITDA (Segmentergebnis) 81,0 24,5 30,0 9,1 – 6,5 – 4,5 104,5 29,1 EBIT 68,2 12,5 24,5 3,0 – 6,8 – 4,8 85,8 10,7 Net Working Capital 31. März 2011 (31. Dezember 2010) 966,0 850,8 199,6 158,2 – 2,4 8,3 1.163,2 1.017,3 Anzahl Mitarbeiter am Stichtag 31. März 2011 (31. Dezember 2010) 8.240 8.187 1.414 1.381 135 131 9.789 9.699 Das EBIT kann wie folgt auf das Ergebnis vor Steuern übergeleitet werden: (in Mio. €) 2011 2010 Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 85,8 10,7 Konzern-Finanzergebnis – 19,3 – 15,2 Konzernergebnis vor Steuern 66,5 –4,5 Duisburg, den 10. Mai 2011 Klöckner&Co SE Der Vorstand
  • 23. 10 Konzern-Zwischenabschluss 10 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 11 Gesamtergebnisrechnung 12 Konzernbilanz 14 Konzern-Kapitalflussrechnung 15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 16 Anhang 22 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht 22 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht An die Klöckner&Co SE, Duisburg Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Konzernbilanz zum 31. März 2011 sowie Kon- zern-Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2011 sowie ausgewählten erläuternden Anhangan- gaben – und den Konzernzwischenlageberichts der Klöckner&Co SE zum 31. März 2011, die Bestandteile des Quartals- finanzberichts nach §37x Abs. 3 WpHG in Verbindung mit §37w Abs. 2 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht un- terzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebe- richt auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlagebe- richts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prü- ferische Durchsicht von Abschlüssen sowie unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Enga- gements 2410 (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischen- abschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüfer- ische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der An- nahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstim- mung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwi- schenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Düsseldorf, den 10. Mai 2011 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Philippi Michels-Scholz Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
  • 24. FINANZKALENDER 20. Mai 2011 Hauptversammlung 2011 Düsseldorf 10. August 2011 Veröffentlichung Konzern-Zwischenbericht zweites Quartal 2011 9. November 2011 Veröffentlichung Konzern-Zwischenbericht drittes Quartal 2011 Änderungen vorbehalten KONTAKT Klöckner&Co SE Dr. Thilo Theilen Leiter Investor Relations & Corporate Communications Telefon: +49 203 307-2050 Telefax: +49 203 307-5025 E-Mail: ir@kloeckner.de Disclaimer Dieser Bericht (vor allem das Kapitel „Prognosebericht“) enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der Klöckner&Co SE hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Sie sind im Allgemeinen durch die Wörter „erwarten“, „davon ausgehen“, „annehmen“, „beabsichtigen“, „einschätzen“, „anstreben“, „zum Ziel setzen“, „planen“, „werden“, „erstreben“, „Prognosebericht“ und vergleichbare Ausdrücke gekennzeichnet und beinhalten im Allgemeinen Informationen, die sich auf Erwartungen oder Ziele für wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Umsatzerlöse oder andere Maßstäbe für den Unternehmenserfolg beziehen. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Daher sollten Sie sie mit Vorsicht betrachten. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der Klöckner&Co SE liegen. Zu den relevanten Faktoren zählen auch die Auswirkungen bedeutender strategischer und operativer Initiativen, einschließlich des Erwerbs oder der Veräußerung von Gesellschaften. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sollten sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, so können die tatsächlichen Ergebnisse der Klöckner&Co SE wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Die Klöckner &Co SE kann keine Garantie dafür geben, dass die Erwartungen oder Ziele erreicht werden. Die Klöckner &Co SE lehnt – unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen – jede Verantwortung für eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen durch Berücksichtigung neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder anderer Dinge ab. Zusätzlich zu den nach IFRS erstellten Kennzahlen legt die Klöckner&Co SE Non-GAAP-Kennzahlen vor, z. B. EBITDA, EBIT, Net Working Capital sowie Netto-Finanzverbindlichkeiten, die nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften sind. Diese Kennzahlen sind als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für die nach IFRS erstellten Angaben zu sehen. Non-GAAP Kennzahlen unterliegen weder den IFRS noch anderen allgemein geltenden Rechnungslegungsvorschriften. Andere Unternehmen legen diesen Begriffen unter Umständen andere Definitionen zugrunde.