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Urlaubslust statt Urlaubsfrust
Prof. Dr. Michael Stark
Psychotherapeutisches Zentrum zur Behandlung von Stress und Erschöpfung,
Hamburg
}  Wie im Alltag schrauben sich auch bei der
Urlaubsplanung die Erwartungen höher und
höher. Wer im Alltag schon tagtäglich über
seine Kräfte hinaus agiert, erlebt im Urlaub
dann oft eine bittere Enttäuschung.
}  Was ist der Ausweg aus dem tagtäglichen
Dilemma als Anbieter?
Erholungsnotwendigkeit
Statussymbol
}  Urlaub kommt vom althochdeutschem Wort
„urloup“: Lehnsherren erlaubten ihren
unterstellten Rittern längere Zeit fort zu
bleiben
}  Heute: gesetzlich und tarifrechtlich
genehmigte Freistellung vom Dienstverhältnis
zur Erholung
}  Sogar: Das Bundesurlaubsgesetz verbietet
erwerbstätige Arbeit während des Urlaubs
Wohin schlägt die Waage aus ?
ErholungsnotwendigkeitStatussymbol
April 27, 2013 Prof. Dr. M. Stark 6
April 27, 2013 7
Quelle: F. Richter, 2009
Stress-Dosis
Leistung
Leistungsleck Leistungsverlust
mittlere
Stress-Dosis
(Leistungspositiv)
0
+
+
April 27, 2013 7
April 27, 2013 8Prof. Dr. M. Stark
}  Die zukünftige Rolle Europas
◦  rechtshirnige Leistungen im Technikbereich,
◦  Innovationen und Kreativität,
◦  Dienstleistungen,
April 27, 2013 9Prof. Dr. M. Stark
}  Arbeitsverdichtung	

}  Erosion des Normalarbeitsverhältnisses	

}  Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft	

}  Entgrenzung und Vereinzelung	

	

(Expertenurteil DAK Reports 2005-2013)
April 27, 2013 10
Quelle: F. Richter, 2009
01:45	
  
April 27, 2013 11
25.4.2005
April 27, 2013 12Prof. Dr. M. Stark
}  Überhöhte Anforderungen
}  Geringe Beeinflußbarkeit
}  Geringe Berechenbarkeit
(Expertenurteil DAK Report 2005)
April 27, 2013 13Prof. Dr. M. Stark
13
• erhöhte Konzentrationsanforderungen
• verstärkte Emotionsarbeit
• häufiger Wechsel von Aufgaben und
Zuständigkeiten
• zunehmender Leistungsdruck und
Anforderungen, die viele vor allem ältere
Arbeitnehmer nicht mehr erfüllen können oder
wollen
• Überforderung und zeitliche Belastung mit
Konsequenzen für die
Gesamtlebensgestaltung
April 27, 2013 14Prof. Dr. M. Stark
14
• Durch erhöhte psychomentale Anforderungen
sowie Anforderungen an höhere Flexibilität
und „soft skills“ entsteht ein höheres
Konfliktpotential im psychosozialen Bereich
• gestiegene Qualitätsanforderungen,
Zurückverfolgbarkeit von Fehlern, hohe
Informationsdichte, Druck zu lebenslangem
Lernen, Erwartung schneller Reaktionszeiten
• in manchen Bereichen wird Arbeitsleistung in
virtuellen Teams über Zeitzonen und kulturelle
Grenzen hinweg gefordert
April 27, 2013 15Prof. Dr. M. Stark
15
• fehlende Handlungs- und Entscheidungs-/
Zeitspielräume
• Zunahme von Kontrollverlust und Erlebnis
geringer persönlicher Einflussmöglichkeiten:
Arbeitsumwelt birgt immer mehr
Unsicherheiten (Arbeitslosigkeit, Jobwechsel,
Qualitätsanforderungen) und immer weniger
Zukunftsperspektiven
• Die Stimmung in der Öffentlichkeit wird
schlechter, es entsteht ein Ohnmachtsgefühl
für den Einzelnen
April 27, 2013 16Prof. Dr. M. Stark
16
• befristete Arbeitsverhältnisse, Schwinden des
Kündigungsschutzes
• Ängste vor Outsourcing, Arbeitsplatzverlust
• Unsicherheit in Verantwortung und
Aufgabenstellung
• Unternehmensentscheidungen haben immer
kürzere Bestandsdauer und Verlässlichkeit. Das
vergrößert das Unsicherheitsempfinden
April 27, 2013 17Prof. Dr. M. Stark
0 50 100 150 200
DAK Gesamt
Rechtsberatung
Handel
Sonst. Dienstleistungen
Datenverarbeitung
Banken, Versicherungen
Bildung, Kultur, Medien
Organisationen u. Verbände
Öffentliche Verwaltung
Gesundheitswesen
Quelle: DAK AU Daten für Krankschreibungen aus psychischen Gründen 2004	
  
April 27, 2013 18
Titel der Präsentation 18
Persönliche Ursachen	

•  ungünstiges Stressmanagement	

•  hohe Erwartungen und Ansprüche an sich selbst	

•  starke Emotionalität	

•  labiles und geringes Selbstwertgefühl	

•  ausgeprägter Wunsch nach Anerkennung	

•  unrealistische Situationswahrnehmung bzw. Erwartungen 	

01:45
April 27, 2013 1919
Quelle: F. Richter, 2009
April 27, 2013 20Prof. Dr. M. Stark
20
Quelle: F. Richter, 2009
Das Arbeitsumfeld
01:45
April 27, 2013 21Prof. Dr. M. Stark
Selbstbestimmung Fremdbestimmung
Sensibilität Fröhlichkeit
Erfolgswille Harmoniebedürfnis
Intellektualität Sicherheitsstreben
Hilfsbereitschaft Kampfbereitschaft
Sentimentalität Gerechtigkeitssinn
Quelle: Wenn die Seele SOS funkt. Stark & Sandmeyer, 1999
April 27, 2013 22Prof. Dr. M. Stark
Konstellationen, die eine Burnoutgefährdung nahelegen:
}  Starke Emotionalität, Sensibilität
}  Hoher Wunsch nach Selbstbestimmung, Autarkie
}  Ablehnung von Fremdbestimmung
}  Hohes Harmoniebedürfnis
}  Geringe Kampfbereitschaft
}  Hoher Gerechtigkeitssinn
April 27, 2013 23
Quelle: F. Richter, 2009
April 27, 2013 24Prof. Dr. M. Stark
April 27, 2013 25Prof. Dr. M. Stark
•  Wie steht es mit
unserer Kraft
April 27, 2013 26Prof. Dr. M. Stark
Es gibt
Situationen,
Erlebnisse,
Aufgaben,
die uns Kraft kosten
01:45
April 27, 2013 27Prof. Dr. M. Stark
Es gibt
Dinge,
Erlebnisse,
Aktivitäten,
die uns Kraft geben
01:45
April 27, 2013 28Prof. Dr. M. Stark
Wie voll ist unser Energiefass?
01:45
April 27, 2013 29Prof. Dr. M. Stark
Das Energiefass
Lebensfelder
1 Gesellschaftl. Rolle;
Arbeit/ Leistung
2 Emotionale Heimat:
Familie/ Partner
3 Soziale Integration:
Freunde/ Freizeit
4 Innere Einstellung:
Wertigkeit/ Gesundheit
Kraftspender
Krafträuber
Quelle: Stark & Sandmeyer, Wenn die Seele SOS funkt, Rowohlt, 1999
01:45
April 27, 2013 30Prof. Dr. M. Stark
Das Energiefass:
Burnoutzustand
2
2
4
Arbeit
	
  
Kraftspender
Krafträuber
Quelle: Stark & Sandmeyer, Wenn die Seele SOS funkt, Rowohlt, 1999
01:45
Lebensfelder
1 Gesellschaftl. Rolle;
Arbeit/ Leistung
2 Emotionale Heimat:
Familie/ Partner
3 Soziale Integration:
Freunde/ Freizeit
4 Innere Einstellung:
Wertigkeit/
Gesundheit
Wohin schlägt die Waage aus ?
Forderungen, Alltagsbelastungen
- Finanzielle Vorteile, Gehalt
- Selbstwert
- Beförderung / Sicherheit
Motivation, Alltagskraft
Imbalance chronisch
• keine Alternativen verfügbar
• akzeptiert aus strategischen Gründen
• aus motivationalen Gründen (Überengagement)
Anstrengung
Belohnung
Motivation, Kraftquellen,
Urlaub, Freizeit
April 27, 2013 Prof. Dr. M. Stark 33
01:45
April 27, 2013 34
2
2
4
Arbeit
Das Energiefassmodell
Lebensfelder
1 Arbeit
2 Familie
3 Freizeit
4 Gesundheit
(Wieder) Aufbau der
Kraftspender
Identifizierung der
KrafträuberQuelle: Stark & Sandmeyer, Wenn die Seele SOS funkt,
Rowohlt, 1999
Relativieren
des Lebensfeldes
Arbeit
April 27, 2013 35Prof. Dr. M. Stark
Focus	
  32/2010	
  
April 27, 2013 36Prof. Dr. M. Stark
Burnout Prävention Urlaub37
}  Hohe Fremdbestimmung
}  Eintöniger Alltag
}  Partnerkonflikte
}  Hohe Verantwortung
}  Hohe Fürsorgeeinstellung, Helfersyndrom
}  Hohe Sensibilität
}  Hohe Dauerspannung, Sisisyndrom
Burnout Prävention Urlaub38
}  Wie gut ist Ihre physische
Verfassung?
}  Was fehlt Ihnen?
}  Stresszeichen?
}  Chronische Erschöpfung?
}  Was täte Ihnen gut ?
Burnout Prävention Urlaub39
Wie stark ist Ihr beruflicher Alltag belastet?
} Welche Art der Belastung
•  körperliche, einseitige Belastung,
•  wechselnde Arbeitsrhythmen, Schichtarbeit,
•  hohe Konzentrationsanforderungen,
•  hohes Tempo,
•  Termindruck
} oder
•  zwischenmenschlicher Stress,
•  Mobbing,
•  hohes Mitgefühl in helfenden Berufen.
Burnout Prävention Urlaub40
Wie stark ist Ihr Familienleben / Ihre
Partnerschaft belastet?
} 
Wovon?
– Wenig Zeit miteinander,
– unausgesprochene Probleme,
– auseinanderklaffende Interessen und
Lebensvorstellungen,
– nicht verziehene Enttäuschungen.
Burnout Prävention Urlaub 41
Wie vollständig sind Ihre sozialen Kontakte?
•  Wenig Zeit für Freunde,
•  kaum Außenkontakte,
•  wenig tiefe Freundschaften
Prof. Dr. M. Stark 42
Wie groß ist Ihr Interessen- und
Aktivitätsspektrum?
• Hobbies sind verlorengegangen,
• einseitige Ausrichtung auf Beruf,
• keine Zeit für kulturelle Interessen,
• Kein Interesse an Bücher, Spiele,
Freizeitaktivitäten.
Was kann die Touristik beitragen
ErholungsnotwendigkeitStatussymbol
Prof. Dr. M. Stark
Prof. Dr. M. Stark 45
Worauf muss ich achten, damit der Urlaub
Erholung wird?
Prof. Dr. M. Stark 46
}  Ich gehe seit Monaten auf dem
Zahnfleisch.
}  Abends falle ich wie ein Baum um.
}  Ich komme abends nicht mehr ohne
Alkohol oder Tabletten zur Ruhe.
}  Ich schaffe nur noch Routineaufgaben,
alles, was Nachdenken und Überlegen
erfordert, fällt mir derzeit schwer.
}  Ich bin eigentlich derzeit ständig gereizt.
Prof. Dr. M. Stark 47
}  Mich auf andere Menschen einzustellen, ist
mir derzeit zuviel.
}  Ich bin froh, wenn der Tag vorbei ist.
}  Am freien Wochenende beschleicht mich
eine unerklärliche innere Unruhe.
}  Ich kann kaum noch stillsitzen und in Ruhe
eine Zeitung lesen.
Prof. Dr. M. Stark 48
}  Wie überlastet, ausgebrannt sind Sie?
}  Wie viel Energie haben Sie, um einen
abwechslungsreichen Urlaub zu gestalten?
}  Können Sie noch alleine abschalten oder
brauchen Sie dazu starke Außenreize, die
Sie ablenken?
Prof. Dr. M. Stark 49
Wie viel Kraft haben Sie noch, sich auf andere
Menschen einzulassen, Partner, Freunde, Gruppe?
} Wie viel Kraft haben Sie noch, um sich auf
Unwägbarkeiten einzulassen?
} z.B. Rundreise ohne geplante Stopps in reservierten,
bekannten Hotels,
} Last-Minute-Reise, ohne zu wissen in welchem
Hotel man landet.
Prof. Dr. M. Stark 50
Umgang mit Geldausgaben:
} Verschwenderisch oder pedantisch
Umgang mit Nähe und Distanzwünschen:
} mal allein sein wollen, dürfen oder
unzertrennlich sein wollen/ sollen.
Umgang mit Sex und Zärtlichkeit:
} genug, zu wenig, immer am falschen Ort
Prof. Dr. M. Stark 51
Umgang mit fremden Sitten und Gebräuchen:
} gemeinsames Interesse oder Desinteresse
Umgang mit Ungewohntem:
} Sprache, Essen, Fahrplanunzuverlässigkeit
Umgang mit Krisensituationen:
} Flexibilität, Humor, Gereiztheit, Streit
Prof. Dr. M. Stark 52
Umgang mit Bedürfnissen:
} nie Lust mit dem anderen mal eine Kirche zu
besichtigen oder Bedürfnisse werden gegenseitig
respektiert und auch umgesetzt
Umgang mit Aufgaben, Organisation:
} immer alleine oder gemeinsam oder abwechselnd
Umgang mit Zeit:
} Frühaufsteher versus Langschläfer, im Urlaub
kommt es doch nicht auf eine Minute an oder doch
Umgang mit Kindern:
} Balance der Bedürfnisse der Eltern und Kinder oder
ständiger Konflikt
53
}  Nervosität / Labilität / Sensibilität
}  Extraversion / Kontaktfreude /
Unternehmungslust
}  Offenheit / Fantasie
}  Kontrolliertheit / Normorientierung
}  Fürsorglichkeit / Hilfsbereitschaft
}  Risiko- und Kampfbereitschaft
Die beste Burnout Prävention ist,
Erholungsinseln im Alltag zu schaffen
April 27, 2013 55Prof. Dr. M. Stark
Innere Einstellung zu sich selbst überprüfen:
}  Selbstfürsorge und Achtsamkeit stärken 
Ernährung:
}  Gesunde ausgewogene Inhaltsstoffe und
Essensrhythmus planen
Bewegung:
}  Sport und Stressabbau, Rituale
}  Welcher Sport passt zu mir
Erholung bewusst planen:
}  Schlaf, Wohlfühlinseln, Rückzugsräume zu Hause,
}  Urlaubsplanung
Alle Sinne wieder mobilisieren:
• Düfte
• Musik
• Sich „glücklich“ Essen
• Kleidung
Gesunde Strukturen schaffen:
• Den Alltag reformieren
• Die Auftank – Zeiten absichern
• Urlaube planen, Erholungsqualität sichern
Urlaubsstart
} Anreisestress vermeiden,
} Nicht vom Büro ins Auto
} Staus zu Schulferienbeginn vorprogrammiert
Urlaub
} Handy aus! Notfalls Kontaktzeiten absprechen
} Im Urlaub Kontraste zum Alltag schaffen
Ø Körperlich
Ø Psychisch – mental
} Welche „Urlaubspersönlichkeit“ bin ich?
} Familienurlaub: Freiheiten für die Einzelnen
einplanen
Urlaubsende
}  Langsamer Wiedereinstieg z.B. Mittwochs
}  Positive Erinnerungen wachhalten
}  Erlebte und erkannte Kraftquellen ritualisieren
◦  Spieleabend
◦  Sport
}  Nach diesem Vortrag
}  Machen Sie sich jetzt bloß keinen Stress mit dem
Urlaub
}  Entwickeln Sie nur ein wenig Achtsamkeit für den
Kunden
}  Nutzen Sie Fragen: Leiten Sie den Kunden an zur
Achtsamkeit für sich selbst
}  Prüfen Sie die Vorschläge für sich selbst
}  Ich wünsche Ihnen einen schönen und erholsamen
nächsten Urlaub!!
April 27, 2013 61Prof. Dr. M. Stark
Rössler, 2009
April 27, 2013 62Prof. Dr. M. Stark
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
Weitere Informationen zum Thema Burnout
http://www.prof-stark.de
Informationen zu Beratung und Coaching:
http://www.wips-hamburg.de
Tests und Infos zum Thema Urlaub
http://www.urlaubslust.info
April 27, 2013 63
http://www.prof-stark.de

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  • 6. April 27, 2013 Prof. Dr. M. Stark 6
  • 7. April 27, 2013 7 Quelle: F. Richter, 2009 Stress-Dosis Leistung Leistungsleck Leistungsverlust mittlere Stress-Dosis (Leistungspositiv) 0 + + April 27, 2013 7
  • 8. April 27, 2013 8Prof. Dr. M. Stark }  Die zukünftige Rolle Europas ◦  rechtshirnige Leistungen im Technikbereich, ◦  Innovationen und Kreativität, ◦  Dienstleistungen,
  • 9. April 27, 2013 9Prof. Dr. M. Stark }  Arbeitsverdichtung }  Erosion des Normalarbeitsverhältnisses }  Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft }  Entgrenzung und Vereinzelung (Expertenurteil DAK Reports 2005-2013)
  • 10. April 27, 2013 10 Quelle: F. Richter, 2009 01:45  
  • 11. April 27, 2013 11 25.4.2005
  • 12. April 27, 2013 12Prof. Dr. M. Stark }  Überhöhte Anforderungen }  Geringe Beeinflußbarkeit }  Geringe Berechenbarkeit (Expertenurteil DAK Report 2005)
  • 13. April 27, 2013 13Prof. Dr. M. Stark 13 • erhöhte Konzentrationsanforderungen • verstärkte Emotionsarbeit • häufiger Wechsel von Aufgaben und Zuständigkeiten • zunehmender Leistungsdruck und Anforderungen, die viele vor allem ältere Arbeitnehmer nicht mehr erfüllen können oder wollen • Überforderung und zeitliche Belastung mit Konsequenzen für die Gesamtlebensgestaltung
  • 14. April 27, 2013 14Prof. Dr. M. Stark 14 • Durch erhöhte psychomentale Anforderungen sowie Anforderungen an höhere Flexibilität und „soft skills“ entsteht ein höheres Konfliktpotential im psychosozialen Bereich • gestiegene Qualitätsanforderungen, Zurückverfolgbarkeit von Fehlern, hohe Informationsdichte, Druck zu lebenslangem Lernen, Erwartung schneller Reaktionszeiten • in manchen Bereichen wird Arbeitsleistung in virtuellen Teams über Zeitzonen und kulturelle Grenzen hinweg gefordert
  • 15. April 27, 2013 15Prof. Dr. M. Stark 15 • fehlende Handlungs- und Entscheidungs-/ Zeitspielräume • Zunahme von Kontrollverlust und Erlebnis geringer persönlicher Einflussmöglichkeiten: Arbeitsumwelt birgt immer mehr Unsicherheiten (Arbeitslosigkeit, Jobwechsel, Qualitätsanforderungen) und immer weniger Zukunftsperspektiven • Die Stimmung in der Öffentlichkeit wird schlechter, es entsteht ein Ohnmachtsgefühl für den Einzelnen
  • 16. April 27, 2013 16Prof. Dr. M. Stark 16 • befristete Arbeitsverhältnisse, Schwinden des Kündigungsschutzes • Ängste vor Outsourcing, Arbeitsplatzverlust • Unsicherheit in Verantwortung und Aufgabenstellung • Unternehmensentscheidungen haben immer kürzere Bestandsdauer und Verlässlichkeit. Das vergrößert das Unsicherheitsempfinden
  • 17. April 27, 2013 17Prof. Dr. M. Stark 0 50 100 150 200 DAK Gesamt Rechtsberatung Handel Sonst. Dienstleistungen Datenverarbeitung Banken, Versicherungen Bildung, Kultur, Medien Organisationen u. Verbände Öffentliche Verwaltung Gesundheitswesen Quelle: DAK AU Daten für Krankschreibungen aus psychischen Gründen 2004  
  • 18. April 27, 2013 18 Titel der Präsentation 18 Persönliche Ursachen •  ungünstiges Stressmanagement •  hohe Erwartungen und Ansprüche an sich selbst •  starke Emotionalität •  labiles und geringes Selbstwertgefühl •  ausgeprägter Wunsch nach Anerkennung •  unrealistische Situationswahrnehmung bzw. Erwartungen 01:45
  • 19. April 27, 2013 1919 Quelle: F. Richter, 2009
  • 20. April 27, 2013 20Prof. Dr. M. Stark 20 Quelle: F. Richter, 2009 Das Arbeitsumfeld 01:45
  • 21. April 27, 2013 21Prof. Dr. M. Stark Selbstbestimmung Fremdbestimmung Sensibilität Fröhlichkeit Erfolgswille Harmoniebedürfnis Intellektualität Sicherheitsstreben Hilfsbereitschaft Kampfbereitschaft Sentimentalität Gerechtigkeitssinn Quelle: Wenn die Seele SOS funkt. Stark & Sandmeyer, 1999
  • 22. April 27, 2013 22Prof. Dr. M. Stark Konstellationen, die eine Burnoutgefährdung nahelegen: }  Starke Emotionalität, Sensibilität }  Hoher Wunsch nach Selbstbestimmung, Autarkie }  Ablehnung von Fremdbestimmung }  Hohes Harmoniebedürfnis }  Geringe Kampfbereitschaft }  Hoher Gerechtigkeitssinn
  • 23. April 27, 2013 23 Quelle: F. Richter, 2009
  • 24. April 27, 2013 24Prof. Dr. M. Stark
  • 25. April 27, 2013 25Prof. Dr. M. Stark •  Wie steht es mit unserer Kraft
  • 26. April 27, 2013 26Prof. Dr. M. Stark Es gibt Situationen, Erlebnisse, Aufgaben, die uns Kraft kosten 01:45
  • 27. April 27, 2013 27Prof. Dr. M. Stark Es gibt Dinge, Erlebnisse, Aktivitäten, die uns Kraft geben 01:45
  • 28. April 27, 2013 28Prof. Dr. M. Stark Wie voll ist unser Energiefass? 01:45
  • 29. April 27, 2013 29Prof. Dr. M. Stark Das Energiefass Lebensfelder 1 Gesellschaftl. Rolle; Arbeit/ Leistung 2 Emotionale Heimat: Familie/ Partner 3 Soziale Integration: Freunde/ Freizeit 4 Innere Einstellung: Wertigkeit/ Gesundheit Kraftspender Krafträuber Quelle: Stark & Sandmeyer, Wenn die Seele SOS funkt, Rowohlt, 1999 01:45
  • 30. April 27, 2013 30Prof. Dr. M. Stark Das Energiefass: Burnoutzustand 2 2 4 Arbeit   Kraftspender Krafträuber Quelle: Stark & Sandmeyer, Wenn die Seele SOS funkt, Rowohlt, 1999 01:45 Lebensfelder 1 Gesellschaftl. Rolle; Arbeit/ Leistung 2 Emotionale Heimat: Familie/ Partner 3 Soziale Integration: Freunde/ Freizeit 4 Innere Einstellung: Wertigkeit/ Gesundheit
  • 31. Wohin schlägt die Waage aus ?
  • 32. Forderungen, Alltagsbelastungen - Finanzielle Vorteile, Gehalt - Selbstwert - Beförderung / Sicherheit Motivation, Alltagskraft Imbalance chronisch • keine Alternativen verfügbar • akzeptiert aus strategischen Gründen • aus motivationalen Gründen (Überengagement) Anstrengung Belohnung Motivation, Kraftquellen, Urlaub, Freizeit
  • 33. April 27, 2013 Prof. Dr. M. Stark 33 01:45
  • 34. April 27, 2013 34 2 2 4 Arbeit Das Energiefassmodell Lebensfelder 1 Arbeit 2 Familie 3 Freizeit 4 Gesundheit (Wieder) Aufbau der Kraftspender Identifizierung der KrafträuberQuelle: Stark & Sandmeyer, Wenn die Seele SOS funkt, Rowohlt, 1999 Relativieren des Lebensfeldes Arbeit
  • 35. April 27, 2013 35Prof. Dr. M. Stark Focus  32/2010  
  • 36. April 27, 2013 36Prof. Dr. M. Stark
  • 37. Burnout Prävention Urlaub37 }  Hohe Fremdbestimmung }  Eintöniger Alltag }  Partnerkonflikte }  Hohe Verantwortung }  Hohe Fürsorgeeinstellung, Helfersyndrom }  Hohe Sensibilität }  Hohe Dauerspannung, Sisisyndrom
  • 38. Burnout Prävention Urlaub38 }  Wie gut ist Ihre physische Verfassung? }  Was fehlt Ihnen? }  Stresszeichen? }  Chronische Erschöpfung? }  Was täte Ihnen gut ?
  • 39. Burnout Prävention Urlaub39 Wie stark ist Ihr beruflicher Alltag belastet? } Welche Art der Belastung •  körperliche, einseitige Belastung, •  wechselnde Arbeitsrhythmen, Schichtarbeit, •  hohe Konzentrationsanforderungen, •  hohes Tempo, •  Termindruck } oder •  zwischenmenschlicher Stress, •  Mobbing, •  hohes Mitgefühl in helfenden Berufen.
  • 40. Burnout Prävention Urlaub40 Wie stark ist Ihr Familienleben / Ihre Partnerschaft belastet? }  Wovon? – Wenig Zeit miteinander, – unausgesprochene Probleme, – auseinanderklaffende Interessen und Lebensvorstellungen, – nicht verziehene Enttäuschungen.
  • 41. Burnout Prävention Urlaub 41 Wie vollständig sind Ihre sozialen Kontakte? •  Wenig Zeit für Freunde, •  kaum Außenkontakte, •  wenig tiefe Freundschaften
  • 42. Prof. Dr. M. Stark 42 Wie groß ist Ihr Interessen- und Aktivitätsspektrum? • Hobbies sind verlorengegangen, • einseitige Ausrichtung auf Beruf, • keine Zeit für kulturelle Interessen, • Kein Interesse an Bücher, Spiele, Freizeitaktivitäten.
  • 43. Was kann die Touristik beitragen ErholungsnotwendigkeitStatussymbol
  • 44. Prof. Dr. M. Stark
  • 45. Prof. Dr. M. Stark 45 Worauf muss ich achten, damit der Urlaub Erholung wird?
  • 46. Prof. Dr. M. Stark 46 }  Ich gehe seit Monaten auf dem Zahnfleisch. }  Abends falle ich wie ein Baum um. }  Ich komme abends nicht mehr ohne Alkohol oder Tabletten zur Ruhe. }  Ich schaffe nur noch Routineaufgaben, alles, was Nachdenken und Überlegen erfordert, fällt mir derzeit schwer. }  Ich bin eigentlich derzeit ständig gereizt.
  • 47. Prof. Dr. M. Stark 47 }  Mich auf andere Menschen einzustellen, ist mir derzeit zuviel. }  Ich bin froh, wenn der Tag vorbei ist. }  Am freien Wochenende beschleicht mich eine unerklärliche innere Unruhe. }  Ich kann kaum noch stillsitzen und in Ruhe eine Zeitung lesen.
  • 48. Prof. Dr. M. Stark 48 }  Wie überlastet, ausgebrannt sind Sie? }  Wie viel Energie haben Sie, um einen abwechslungsreichen Urlaub zu gestalten? }  Können Sie noch alleine abschalten oder brauchen Sie dazu starke Außenreize, die Sie ablenken?
  • 49. Prof. Dr. M. Stark 49 Wie viel Kraft haben Sie noch, sich auf andere Menschen einzulassen, Partner, Freunde, Gruppe? } Wie viel Kraft haben Sie noch, um sich auf Unwägbarkeiten einzulassen? } z.B. Rundreise ohne geplante Stopps in reservierten, bekannten Hotels, } Last-Minute-Reise, ohne zu wissen in welchem Hotel man landet.
  • 50. Prof. Dr. M. Stark 50 Umgang mit Geldausgaben: } Verschwenderisch oder pedantisch Umgang mit Nähe und Distanzwünschen: } mal allein sein wollen, dürfen oder unzertrennlich sein wollen/ sollen. Umgang mit Sex und Zärtlichkeit: } genug, zu wenig, immer am falschen Ort
  • 51. Prof. Dr. M. Stark 51 Umgang mit fremden Sitten und Gebräuchen: } gemeinsames Interesse oder Desinteresse Umgang mit Ungewohntem: } Sprache, Essen, Fahrplanunzuverlässigkeit Umgang mit Krisensituationen: } Flexibilität, Humor, Gereiztheit, Streit
  • 52. Prof. Dr. M. Stark 52 Umgang mit Bedürfnissen: } nie Lust mit dem anderen mal eine Kirche zu besichtigen oder Bedürfnisse werden gegenseitig respektiert und auch umgesetzt Umgang mit Aufgaben, Organisation: } immer alleine oder gemeinsam oder abwechselnd Umgang mit Zeit: } Frühaufsteher versus Langschläfer, im Urlaub kommt es doch nicht auf eine Minute an oder doch Umgang mit Kindern: } Balance der Bedürfnisse der Eltern und Kinder oder ständiger Konflikt
  • 53. 53 }  Nervosität / Labilität / Sensibilität }  Extraversion / Kontaktfreude / Unternehmungslust }  Offenheit / Fantasie }  Kontrolliertheit / Normorientierung }  Fürsorglichkeit / Hilfsbereitschaft }  Risiko- und Kampfbereitschaft
  • 54. Die beste Burnout Prävention ist, Erholungsinseln im Alltag zu schaffen
  • 55. April 27, 2013 55Prof. Dr. M. Stark Innere Einstellung zu sich selbst überprüfen: }  Selbstfürsorge und Achtsamkeit stärken  Ernährung: }  Gesunde ausgewogene Inhaltsstoffe und Essensrhythmus planen Bewegung: }  Sport und Stressabbau, Rituale }  Welcher Sport passt zu mir Erholung bewusst planen: }  Schlaf, Wohlfühlinseln, Rückzugsräume zu Hause, }  Urlaubsplanung
  • 56. Alle Sinne wieder mobilisieren: • Düfte • Musik • Sich „glücklich“ Essen • Kleidung Gesunde Strukturen schaffen: • Den Alltag reformieren • Die Auftank – Zeiten absichern • Urlaube planen, Erholungsqualität sichern
  • 57. Urlaubsstart } Anreisestress vermeiden, } Nicht vom Büro ins Auto } Staus zu Schulferienbeginn vorprogrammiert
  • 58. Urlaub } Handy aus! Notfalls Kontaktzeiten absprechen } Im Urlaub Kontraste zum Alltag schaffen Ø Körperlich Ø Psychisch – mental } Welche „Urlaubspersönlichkeit“ bin ich? } Familienurlaub: Freiheiten für die Einzelnen einplanen
  • 59. Urlaubsende }  Langsamer Wiedereinstieg z.B. Mittwochs }  Positive Erinnerungen wachhalten }  Erlebte und erkannte Kraftquellen ritualisieren ◦  Spieleabend ◦  Sport
  • 60. }  Nach diesem Vortrag }  Machen Sie sich jetzt bloß keinen Stress mit dem Urlaub }  Entwickeln Sie nur ein wenig Achtsamkeit für den Kunden }  Nutzen Sie Fragen: Leiten Sie den Kunden an zur Achtsamkeit für sich selbst }  Prüfen Sie die Vorschläge für sich selbst }  Ich wünsche Ihnen einen schönen und erholsamen nächsten Urlaub!!
  • 61. April 27, 2013 61Prof. Dr. M. Stark Rössler, 2009
  • 62. April 27, 2013 62Prof. Dr. M. Stark Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Weitere Informationen zum Thema Burnout http://www.prof-stark.de Informationen zu Beratung und Coaching: http://www.wips-hamburg.de Tests und Infos zum Thema Urlaub http://www.urlaubslust.info
  • 63. April 27, 2013 63 http://www.prof-stark.de