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Dr. Benjamin Jörissen
                                              http://joerissen.name
                                         benjamin@joerissen.name




   Grundaspekte
Qualitativer Forschung
   Workshop im Rahmen des interdisziplinären
   Promotionskollegs "Gestalten und erkennen -
Kompetenzbildung in den künstlerischen Fächern und
            Fachbereichen der Schule"

                Erlangen, 3.11.2011
Forschungsstile




          quantitativ



                              ?    versus                   qualitativ




   Dirk Hülst: Grounded Theory. In: Friebertshäuser/Langer/Prengel: Handbuch Qualitative
Forschungsmethoden in der Erziehungswissenschaft. Weinheim/München (3) 2010, S. 281-300.
Forschungsstile



    hypothesenprüfend                              theoriegenerierend

            deduktiv               versus                   abduktiv

         nomologisch                                     interpretativ




   Dirk Hülst: Grounded Theory. In: Friebertshäuser/Langer/Prengel: Handbuch Qualitative
Forschungsmethoden in der Erziehungswissenschaft. Weinheim/München (3) 2010, S. 281-300.
Forschungsstile

   „Und natürlich, und das ist bekannt, ruht jede quantitative
   Untersuchung einer qualitativen Basis auf und natürlich muss
   sie im Verlauf der Arbeit immer wieder interpretieren –
   weshalb in quantitativen Untersuchungen immer und
   notwendigerweise mit den Prämissen qualitativer Forschung
   gearbeitet wird.“




Reichertz, Jo (2008). Wer nur einen Hammer hat, dem gerät die Welt leicht zum Nagel. 4. Berliner
  Methodentreffen Qualitative Forschung, 4.-5 Juli 2008. Verfügbar über: http://www.qualitative-
            forschung.de/methodentreffen/archiv/texte/texte_2008/reichertz.pdf - S. 7f.
Forschungsstile

   „Und natürlich, und das ist bekannt, ruht jede quantitative
   Untersuchung einer qualitativen Basis auf und natürlich muss
   sie im Verlauf der Arbeit immer wieder interpretieren –
   weshalb in quantitativen Untersuchungen immer und
   notwendigerweise mit den Prämissen qualitativer Forschung
   gearbeitet wird.“
                                                 „ Und natürlich, und das ist weit weniger
                  bekannt, ruht jede qualitative Untersuchung einer quantitativen Basis
                    auf (z.B. dann, wenn sie "Normalität" bestimmen will) und natürlich
                         muss sie im Verlauf der Arbeit immer wieder die Relevanz, die
                  Wichtigkeit, die Häufigkeit "intuitiv" ermitteln – weshalb in qualitativen
                    Untersuchungen immer und notwendigerweise mit den Prämissen
                                                quantitativer Forschung gearbeitet wird. “

Reichertz, Jo (2008). Wer nur einen Hammer hat, dem gerät die Welt leicht zum Nagel. 4. Berliner
  Methodentreffen Qualitative Forschung, 4.-5 Juli 2008. Verfügbar über: http://www.qualitative-
            forschung.de/methodentreffen/archiv/texte/texte_2008/reichertz.pdf - S. 7f.
Forschungsstile


   „Es gibt sie also nicht, die klare Trennung der quantitativen
   und qualitativen Forschung entlang von bestimmten
   Merkmalen, Phasen, Perspektiven oder
   Reichenweitenanspruch.“




Reichertz, Jo (2008). Wer nur einen Hammer hat, dem gerät die Welt leicht zum Nagel. 4. Berliner
  Methodentreffen Qualitative Forschung, 4.-5 Juli 2008. Verfügbar über: http://www.qualitative-
            forschung.de/methodentreffen/archiv/texte/texte_2008/reichertz.pdf - S. 7f.
Forschungsstile


   „Es gibt sie also nicht, die klare Trennung der quantitativen
   und qualitativen Forschung entlang von bestimmten
   Merkmalen, Phasen, Perspektiven oder
   Reichenweitenanspruch.“


                   „ Was die beiden Forschungsrichtungen allerdings trennt, das ist der
                       Umstand, dass jede Richtung eine eigene Kultur besitzt und dass
                  diese Kulturen nicht so viele inhaltliche Gemeinsamkeiten aufweisen.
                     [...] Quantitative und qualitative Forschung sind nicht nur durch die
                                   Methoden getrennt, sondern vor allem und wesentlich:
                                    durch die Kultur, deren Ausdruck die Methoden sind.“


Reichertz, Jo (2008). Wer nur einen Hammer hat, dem gerät die Welt leicht zum Nagel. 4. Berliner
  Methodentreffen Qualitative Forschung, 4.-5 Juli 2008. Verfügbar über: http://www.qualitative-
            forschung.de/methodentreffen/archiv/texte/texte_2008/reichertz.pdf - S. 7f.
epistemologische Differenzen




                            soziale/
objektive                 historische/
 Realität
             versus        diskursive
                            Realität
epistemologische Differenzen




                            soziale/
objektive                 historische/
 Realität
             versus        diskursive
                            Realität


kritischer                 sozialer
Realismus              Konstruktivismus
epistemologische Differenzen




                                                            soziale/
           objektive                                      historische/
            Realität
                                    versus                 diskursive
                                                            Realität

„Wirklichkeit wird als eine zu interpretierende verstanden, und zwar nicht nur
     in der Weise, dass sie in hohem Maße interpretationsbedürftig ist,
  sondern sie konstituiert sich erst in den Interpretationen der Akteure.“

          Marotzki, Winfried (2006): Forschungsmethoden und -methodologie der
 Erziehungswissenschaftlichen Biographieforschung. In: Krüger/Marotzki (Hrsg.): Handbuch
     erziehungswissenschaftliche Biographieforschung. Wiesbaden (2) 2006, S. 111-136.
Erkenntnisinteressen




   Was           versus            Wie

 ist der Fall?       verstehen Subjekte ihre Welt (und
(H0 oder H1)               verändern sie damit)?
                         wird im sozialen Handeln
                               Sinn erzeugt?
4 Felder der QF

                           Frage nach den subjektiven
                           Sinnwelten von Handlungen




Reichertz, Jo (2008). Wer nur einen Hammer hat, dem gerät die Welt leicht zum Nagel. 4. Berliner
  Methodentreffen Qualitative Forschung, 4.-5 Juli 2008. Verfügbar über: http://www.qualitative-
            forschung.de/methodentreffen/archiv/texte/texte_2008/reichertz.pdf - S. 5.
4 Felder der QF

                           Frage nach den subjektiven
                           Sinnwelten von Handlungen

                         Deskription sozialen Handelns
                             und sozialer Milieus




Reichertz, Jo (2008). Wer nur einen Hammer hat, dem gerät die Welt leicht zum Nagel. 4. Berliner
  Methodentreffen Qualitative Forschung, 4.-5 Juli 2008. Verfügbar über: http://www.qualitative-
            forschung.de/methodentreffen/archiv/texte/texte_2008/reichertz.pdf - S. 5.
4 Felder der QF

                           Frage nach den subjektiven
                           Sinnwelten von Handlungen

                         Deskription sozialen Handelns
                             und sozialer Milieus

                       Rekonstruktion deutungs- und
                     handlungsgenerierender Strukturen




Reichertz, Jo (2008). Wer nur einen Hammer hat, dem gerät die Welt leicht zum Nagel. 4. Berliner
  Methodentreffen Qualitative Forschung, 4.-5 Juli 2008. Verfügbar über: http://www.qualitative-
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4 Felder der QF

                           Frage nach den subjektiven
                           Sinnwelten von Handlungen

                         Deskription sozialen Handelns
                             und sozialer Milieus

                       Rekonstruktion deutungs- und
                     handlungsgenerierender Strukturen

                       (Re)Konstruktion historisch und
                     sozial vortypisierter Deutungsarbeit


Reichertz, Jo (2008). Wer nur einen Hammer hat, dem gerät die Welt leicht zum Nagel. 4. Berliner
  Methodentreffen Qualitative Forschung, 4.-5 Juli 2008. Verfügbar über: http://www.qualitative-
            forschung.de/methodentreffen/archiv/texte/texte_2008/reichertz.pdf - S. 5.
4 Felder der QF




       Qualitative Forschung ist
die interpretative oder rekonstruktive
    Beobachtung von Beobachtern.
Qualitative Forschung als zirkulärer Prozess




Bennewitz Helga (2010). Entwicklungslinien und Situation des qualitativen Forschungsansatzes in der
     Erziehungswissenschaft. In: Friebertshäuser/Langer/Prengel (Hrsg.): Handbuch Qualitative
   Forschungsmethoden in der Erziehungswissenschaft. Weinheim/München (3) 2010, S. 43-59.
Qualitative Forschung als zirkulärer Prozess

               Fragestellung
                Fo-Design (Planung)
                Feldzugang
                 Erhebung
               Auswertung
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           (Theorieentwicklung)
Vorurteile
            Perspektiven Erfahrungen
Theorien              Interessen
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Vorurteile
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Theorien              Interessen
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Theorien              Interessen
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                         Fragestellung
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                          Feldzugang
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       Grounded Theory (Kodierparadigma)

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       minimale/maximale Kontrastierung)
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                            Perspektiven Erfahrungen
                Theorien              Interessen
                          Problem
                   Gegenstandsbestimmung
                           Fragestellung
                            Methodologie
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                       Interpretation
                    (Theorieentwicklung)
Reichertz, Jo (2011): Abduktion: Die Logik der Entdeckung der Grounded Theory.
     In: Mey/Mruck (Hrsg.): Grounded Theory Reader. Wiesbaden (2) 2011.
Dr. Benjamin Jörissen
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Workshop: Grundaspekte qualitativer Forschung

  • 1. Dr. Benjamin Jörissen http://joerissen.name benjamin@joerissen.name Grundaspekte Qualitativer Forschung Workshop im Rahmen des interdisziplinären Promotionskollegs "Gestalten und erkennen - Kompetenzbildung in den künstlerischen Fächern und Fachbereichen der Schule" Erlangen, 3.11.2011
  • 2. Forschungsstile quantitativ ? versus qualitativ Dirk Hülst: Grounded Theory. In: Friebertshäuser/Langer/Prengel: Handbuch Qualitative Forschungsmethoden in der Erziehungswissenschaft. Weinheim/München (3) 2010, S. 281-300.
  • 3. Forschungsstile hypothesenprüfend theoriegenerierend deduktiv versus abduktiv nomologisch interpretativ Dirk Hülst: Grounded Theory. In: Friebertshäuser/Langer/Prengel: Handbuch Qualitative Forschungsmethoden in der Erziehungswissenschaft. Weinheim/München (3) 2010, S. 281-300.
  • 4. Forschungsstile „Und natürlich, und das ist bekannt, ruht jede quantitative Untersuchung einer qualitativen Basis auf und natürlich muss sie im Verlauf der Arbeit immer wieder interpretieren – weshalb in quantitativen Untersuchungen immer und notwendigerweise mit den Prämissen qualitativer Forschung gearbeitet wird.“ Reichertz, Jo (2008). Wer nur einen Hammer hat, dem gerät die Welt leicht zum Nagel. 4. Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung, 4.-5 Juli 2008. Verfügbar über: http://www.qualitative- forschung.de/methodentreffen/archiv/texte/texte_2008/reichertz.pdf - S. 7f.
  • 5. Forschungsstile „Und natürlich, und das ist bekannt, ruht jede quantitative Untersuchung einer qualitativen Basis auf und natürlich muss sie im Verlauf der Arbeit immer wieder interpretieren – weshalb in quantitativen Untersuchungen immer und notwendigerweise mit den Prämissen qualitativer Forschung gearbeitet wird.“ „ Und natürlich, und das ist weit weniger bekannt, ruht jede qualitative Untersuchung einer quantitativen Basis auf (z.B. dann, wenn sie "Normalität" bestimmen will) und natürlich muss sie im Verlauf der Arbeit immer wieder die Relevanz, die Wichtigkeit, die Häufigkeit "intuitiv" ermitteln – weshalb in qualitativen Untersuchungen immer und notwendigerweise mit den Prämissen quantitativer Forschung gearbeitet wird. “ Reichertz, Jo (2008). Wer nur einen Hammer hat, dem gerät die Welt leicht zum Nagel. 4. Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung, 4.-5 Juli 2008. Verfügbar über: http://www.qualitative- forschung.de/methodentreffen/archiv/texte/texte_2008/reichertz.pdf - S. 7f.
  • 6. Forschungsstile „Es gibt sie also nicht, die klare Trennung der quantitativen und qualitativen Forschung entlang von bestimmten Merkmalen, Phasen, Perspektiven oder Reichenweitenanspruch.“ Reichertz, Jo (2008). Wer nur einen Hammer hat, dem gerät die Welt leicht zum Nagel. 4. Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung, 4.-5 Juli 2008. Verfügbar über: http://www.qualitative- forschung.de/methodentreffen/archiv/texte/texte_2008/reichertz.pdf - S. 7f.
  • 7. Forschungsstile „Es gibt sie also nicht, die klare Trennung der quantitativen und qualitativen Forschung entlang von bestimmten Merkmalen, Phasen, Perspektiven oder Reichenweitenanspruch.“ „ Was die beiden Forschungsrichtungen allerdings trennt, das ist der Umstand, dass jede Richtung eine eigene Kultur besitzt und dass diese Kulturen nicht so viele inhaltliche Gemeinsamkeiten aufweisen. [...] Quantitative und qualitative Forschung sind nicht nur durch die Methoden getrennt, sondern vor allem und wesentlich: durch die Kultur, deren Ausdruck die Methoden sind.“ Reichertz, Jo (2008). Wer nur einen Hammer hat, dem gerät die Welt leicht zum Nagel. 4. Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung, 4.-5 Juli 2008. Verfügbar über: http://www.qualitative- forschung.de/methodentreffen/archiv/texte/texte_2008/reichertz.pdf - S. 7f.
  • 8. epistemologische Differenzen soziale/ objektive historische/ Realität versus diskursive Realität
  • 9. epistemologische Differenzen soziale/ objektive historische/ Realität versus diskursive Realität kritischer sozialer Realismus Konstruktivismus
  • 10. epistemologische Differenzen soziale/ objektive historische/ Realität versus diskursive Realität „Wirklichkeit wird als eine zu interpretierende verstanden, und zwar nicht nur in der Weise, dass sie in hohem Maße interpretationsbedürftig ist, sondern sie konstituiert sich erst in den Interpretationen der Akteure.“ Marotzki, Winfried (2006): Forschungsmethoden und -methodologie der Erziehungswissenschaftlichen Biographieforschung. In: Krüger/Marotzki (Hrsg.): Handbuch erziehungswissenschaftliche Biographieforschung. Wiesbaden (2) 2006, S. 111-136.
  • 11. Erkenntnisinteressen Was versus Wie ist der Fall? verstehen Subjekte ihre Welt (und (H0 oder H1) verändern sie damit)? wird im sozialen Handeln Sinn erzeugt?
  • 12. 4 Felder der QF Frage nach den subjektiven Sinnwelten von Handlungen Reichertz, Jo (2008). Wer nur einen Hammer hat, dem gerät die Welt leicht zum Nagel. 4. Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung, 4.-5 Juli 2008. Verfügbar über: http://www.qualitative- forschung.de/methodentreffen/archiv/texte/texte_2008/reichertz.pdf - S. 5.
  • 13. 4 Felder der QF Frage nach den subjektiven Sinnwelten von Handlungen Deskription sozialen Handelns und sozialer Milieus Reichertz, Jo (2008). Wer nur einen Hammer hat, dem gerät die Welt leicht zum Nagel. 4. Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung, 4.-5 Juli 2008. Verfügbar über: http://www.qualitative- forschung.de/methodentreffen/archiv/texte/texte_2008/reichertz.pdf - S. 5.
  • 14. 4 Felder der QF Frage nach den subjektiven Sinnwelten von Handlungen Deskription sozialen Handelns und sozialer Milieus Rekonstruktion deutungs- und handlungsgenerierender Strukturen Reichertz, Jo (2008). Wer nur einen Hammer hat, dem gerät die Welt leicht zum Nagel. 4. Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung, 4.-5 Juli 2008. Verfügbar über: http://www.qualitative- forschung.de/methodentreffen/archiv/texte/texte_2008/reichertz.pdf - S. 5.
  • 15. 4 Felder der QF Frage nach den subjektiven Sinnwelten von Handlungen Deskription sozialen Handelns und sozialer Milieus Rekonstruktion deutungs- und handlungsgenerierender Strukturen (Re)Konstruktion historisch und sozial vortypisierter Deutungsarbeit Reichertz, Jo (2008). Wer nur einen Hammer hat, dem gerät die Welt leicht zum Nagel. 4. Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung, 4.-5 Juli 2008. Verfügbar über: http://www.qualitative- forschung.de/methodentreffen/archiv/texte/texte_2008/reichertz.pdf - S. 5.
  • 16. 4 Felder der QF Qualitative Forschung ist die interpretative oder rekonstruktive Beobachtung von Beobachtern.
  • 17. Qualitative Forschung als zirkulärer Prozess Bennewitz Helga (2010). Entwicklungslinien und Situation des qualitativen Forschungsansatzes in der Erziehungswissenschaft. In: Friebertshäuser/Langer/Prengel (Hrsg.): Handbuch Qualitative Forschungsmethoden in der Erziehungswissenschaft. Weinheim/München (3) 2010, S. 43-59.
  • 18. Qualitative Forschung als zirkulärer Prozess Fragestellung Fo-Design (Planung) Feldzugang Erhebung Auswertung Interpretation (Theorieentwicklung)
  • 19. Vorurteile Perspektiven Erfahrungen Theorien Interessen Problem Fragestellung Fo-Design Feldzugang Erhebung Auswertung Interpretation (Theorieentwicklung)
  • 20. Vorurteile Perspektiven Erfahrungen Theorien Interessen Problem Gegenstandsbestimmung Fragestellung Fo-Design Feldzugang Erhebung Auswertung Interpretation (Theorieentwicklung)
  • 21. Vorurteile Perspektiven Erfahrungen Theorien Interessen Problem Gegenstandsbestimmung Fragestellung Fo-Design Feldzugang Erhebung Auswertung Interpretation (Theorieentwicklung)
  • 22. Vorurteile Perspektiven Erfahrungen Theorien Interessen Problem Gegenstandsbestimmung Fragestellung Methodologie Fo-Design Feldzugang Erhebung Auswertung Interpretation (Theorieentwicklung)
  • 23. Vorurteile Perspektiven Erfahrungen Theorien Interessen Problem Gegenstandsbestimmung Fragestellung Methodologie Fo-Design Feldzugang Erhebung Auswertung Interpretation (Theorieentwicklung)
  • 24. Vorurteile Perspektiven Erfahrungen Theorien Interessen Problem Gegenstandsbestimmung Fragestellung Methodologie Fo-Design Feldzugang Erhebung Auswertung Interpretation (Theorieentwicklung)
  • 25. Vorurteile Perspektiven Erfahrungen Theorien Interessen Problem Gegenstandsbestimmung Fragestellung Rückführbarkeit Methodologie Fo-Design Transparenz Feldzugang Erhebung Auswertung intersubjektive Forscher- Validierung Interpretation Tagebuch (Theorieentwicklung)
  • 27. Erhebungsmethoden (Auswahl) reaktive Methoden nicht-reaktive Methoden
  • 28. reaktive Erhebungsmethoden Interview Gruppendiskussion Teilnehmende Beobachtung
  • 29. reaktive Erhebungsmethoden: Interview offenes (narratives) IV halboffenes (problemzentriertes) IV Leitfadeninterview
  • 30. reaktive Erhebungsmethoden Gruppendiskussion
  • 32. Auswertungsmethoden (Auswahl) Objektive Hermeneutik Dokumentarische Methode Grounded Theory (Kodierparadigma) (Grundsätze: Sequenzen finden, komparative Analyse, minimale/maximale Kontrastierung)
  • 33. Vorurteile Perspektiven Erfahrungen Theorien Interessen Problem Gegenstandsbestimmung Fragestellung Methodologie Fo-Design Feldzugang Erhebung Auswertung Schlussverfahren: qual. Induktion? Abduktion? Interpretation (Theorieentwicklung) Reichertz, Jo (2011): Abduktion: Die Logik der Entdeckung der Grounded Theory. In: Mey/Mruck (Hrsg.): Grounded Theory Reader. Wiesbaden (2) 2011.
  • 34. Dr. Benjamin Jörissen http://joerissen.name benjamin@joerissen.name Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Hinweis der Redaktion

  1. \n
  2. Dirk Hülst 2010, 283: „Bei näherer Betrachtung erscheint es nicht sehr sinnvoll, quantitative und qualitative sozialwissenschaftliche Forschungsmethodik als Gegensätze zu betrachten, da auch die quantitative Forschung qualitative Aspekte beinhaltet wie z.B. die (Neu-) Fassung von Begriffen, Konstrukten, Indices usw.“\n
  3. Dirk Hülst 2010, 283: „Die Besonderheit des quantitativen Ansatzes besteht nicht vor allem in seiner Orientierung an naturwissenschaftlicher Methodologie [...]. Als differentia spezifica dieser Verfahrensweise ist ihr deduktionistischer Kern, die Verpflichtung zur Axiomatisierung des Wissens und der ,kritischen Prüfung‘ von Theorien und Hypothesen zu begreifen (so die WIssenschaftslehre des ,Kritischen Rationalismus‘).\nQualitative Forschung lehnt weder Zählen noch Messen ab, sie betont jedoch den suchenden Aspekt des wissenschaftlichen Erkenntnisprozesses, der auf dem Weg der Begriffsbildung und geistigen Erzeugung von passenden Konstrukten, Theoremen und Theorien eine möglichst enge Nähe zur Erfahrungsrealität und insbesondere ihren situativen und strukturellen Kontexten bewahren möchte, zu deren Erfassung mengenorientierte statistische Verfahren nur wenig geeignet erscheinen bzw. sind.“\n
  4. \n
  5. \n
  6. \n
  7. \n
  8. \n
  9. \n
  10. \n
  11. \n
  12. "Im Mittelpunkt dieser Forschungsperspektive steht das Subjekt, seine Sichtweisen, Weltbilder, lebensgeschichtlichen (Leidens-) Erfahrungen, Hoffnungen und Handlungsmöglichkeiten". Es geht um die Gewinnung der Innensicht des Subjekts, also um Eindrücke, Wünsche, Ängste, Welt- und Fremddeutungen etc. Insbesondere das Narrative Interview und die Biographieforschung gehen dieser Fragestellung nach – und die Grounded Theory.“\n
  13. "Zu dieser hier sehr allgemein bezeichneten Forschungsperspektive gehören alle jene Ansätze, die – auf welchem Weg auch immer – letztlich beanspruchen, soziales Handeln – und damit ist unter dieser Perspektive immer gemeint: soziales Handeln in Milieus – zu beschreiben und zu verstehen" (ebd. S.93). Vor allem die Ethnografie, manchmal auch "teilnehmende Beobachtung" oder "beobachtende Teilnahme" genannt, verfolgt diese Fragestellungen – und die Grounded Theory.“\n
  14. "Gemeinsam ist den Ansätzen dieser Forschungsperspektive der Anspruch, deutungs- und handlungsgenerierende Tiefenstrukturen rekonstruieren zu wollen" (ebd. S.95). Es sind vor allem die Objektive Hermeneutik, die Gattungsanalyse und die Konversationsanalyse, die dieser Fragerichtung nachgehen.“\n
  15. Diese Forschungsrichtung versucht zu (re-) konstruieren, aufgrund welcher Sinnbezüge Menschen\nhandeln, wie sie handeln. Gefragt wird, wie Subjekte, hineingeboren in eine historisch und sozial vorgedeutete Welt, diese Welt permanent deuten und somit auch verändern. Diese Forschungsfragen werden vor allem von der Diskursanalyse, der dokumentarischen Methode und der hermeneutischen Wissenssoziologie verfolgt – und von der Grounded Theory.“\n
  16. \n
  17. \n
  18. Marotzki (2006): „Fünf klassische Elemente eines Forschungsdesigns können unterschieden werden: Fragestellung, Objektbereich (= Gegenstandsbereich), Datenerhebungs-, Datenauswertungsmethode und Forschertagebuch.“\n
  19. \n
  20. \n
  21. \n
  22. \n
  23. Fo-Design: Dauer, Durchführung, Einsatz von Erhebungs- und Auswertungsmethoden\nFeldzugang: Wahl der zu erhebenden Situation, der zu interviewenden Gruppen oder Personen bzw. des zu erhebenden Materials.\n
  24. Rückwirkung auf Theorien, Gegenstandsbestimmung, Fragestellung und insofern auf das Fo-Design während des laufenden Prozesses.\n
  25. Rückführbarkeit und Transparenz des Interpretationsprozesses: alle Schritte müssen transparent nachvollziehbar sein und ggf. auch revidiert werden.\n
  26. \n
  27. \n
  28. \n
  29. offenes IV: Biographieforschung\nhalboffenes IV: erlaubt Relevanzsetzungen innerhalb eines Themenbereiches, der aber als solcher bereits „gesetzt“ ist.\nLeitfadenIV: ggf. stark suggestiv: Items müssen vorab „durchreflektiert“ sein; nah an quantiativen Fo-Designs\n\nNarratives IV: 1) Erzähgenerierung (frei); 2) Nachfragephase (ebenfalls narrativ); 3) Bilanzierungsphase (argumentativ)\n
  30. Bohnsack/Mannheim; konjunktiver Erfahrungsraum\n
  31. Bohnsack/Mannheim; konjunktiver Erfahrungsraum\n
  32. DM: Formulierende Interpretation (thematische Gliederung), Reflektierende Interpretation (Rekonstruktion der Formalstruktur), Typenbildung (Gemeinsamkeiten der Fälle)\nGTM: offenes Codieren, axiales Codieren (Konzepte und Kategorien entwickeln), selektives Kodieren (Kernkategorien, Schlüsselkategorien) - Interpetation (Abduktion)\n
  33. \n
  34. \n