Hochschule - Strukturen, Rahmen und Modelle für die Lehre mit Technologien

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Hochschule - Strukturen, Rahmen und Modelle für die Lehre mit Technologien

  1. 1. 2  —  Lehrbuch  für  Lernen  und  Lehren  mit  Technologien  (L3T) itiative „Bologna Reloaded“ der Versuch gestartet, die1. Einleitung Umsetzung des europäischen Bildungsreformpro-Kunstakademien, Fachhochschulen, Technische Uni- zesses zu verbessern (BMWF, 2010).versitäten – die Landschaft des tertiären Bildungs- Die Idee vom Lehren und Lernen mit Unter-sektors und der Hochschulen ist thematisch höchst stützung durch vor allem digitale Medien und Tech-unterschiedlich. Allgemein streben mit dem Besuch nologien wurde zwar schon 1992 im Vertrag vonvon Studiengängen an Hochschulen junge Er- Maastricht angedacht, war jedoch anfänglich kein es-wachsene eine berufliche oder wissenschaftliche sentieller Bestandteil des Bologna-Prozesses. Erst dieBildung auf akademischen Niveau an. Neben thema- Etablierung von speziellen Projekten und Pro-tischen Unterschieden sind allerdings auch die Vor- grammen sowie das politische Bekenntnis zur Fern-aussetzungen und konkreten Bedingungen des Stu- lehre führten zum gesteigerten Interesse am Lehrendienbetriebs sehr unterschiedlich. und Lernen mit digitalen Medien. Im Jahr 2000 In diesem Beitrag werden die organisatorischen, wurde der eEurope-Aktionsplan ins Leben gerufen,infrastrukturellen und politischen Rahmenbedin- der auch die E-Learning Initiative „eLearning – Desi-gungen unter denen an deutschsprachigen Hoch- gning tomorrow’s education“ enthielt (Commissionschulen technologiegestützt, mittels digitaler und of the European Communities, 2000). Diese In-elektronischer Medientechnologien, gelehrt und ge- itiative zielte auf die strategische Nutzung von E-lernt wird, vorgestellt. Dabei werden Vorausset- Learning ab, etwa um Lernenden „virtuelle“ Mobi-zungen und Bedingungen beschrieben und themati- lität zu ermöglichen und um Transformationspro-siert, wie sie derzeit an öffentlichen Hochschulen im zesse im Bildungssektor zu beschleunigen.deutschsprachigen Europa als typisch betrachtet 2001 wurde dann schließlich ein E-Learning-Ak-werden können: Große Zahl von Studierenden, tionsplan entwickelt, der die Implementierung derschlechte Betreuungsverhältnisse der Studierenden E-Learning-Initiative unterstützen sollte (Com-und Lehrenden, Massenlehrveranstaltungen und der mission of the European Communities, 2001). UndUnterricht in Hörsälen, der als Vorlesung gestaltet obwohl sowohl Aktionspläne als auch die Initiativewird. wesentliche Aspekte, wie die „virtuelle“ Mobilität und Wir werden dazu zunächst eingesetzte Techno- die Anerkennung von Qualifikationen, der Bologna-logien und ihren Einsatz beschreiben, den aktuellen Deklaration abdeckten, fanden sich kaum sichtbareEinsatz von Informationssystemen und die tech- Verbindungen zum Bologna-Prozess (Budka &nische Ausstattung in Hörsälen. Zu den Massenvorle- Schallert, 2009).sungen werden wir existierende, auch innovative, Lö- Das änderte sich schließlich 2002 als die Europeansungen und exemplarisch ein didaktisches Modell be- Association of Distance Teaching Universities die E-schreiben, wie hier durch Technologien der Aus- Bologna-Initiative startete (EADTU, 2003). Wich-tausch und die Interaktion erhöht werden kann. tigste Aspekte dieser Initiative sind die Internationali-Schließlich endet der Beitrag mit einer kurzen Frage sierung von E-Learning sowie die Förderung dernach den Voraussetzungen, die Studierende heute im „virtuellen“ Mobilität von Studierenden, LehrendenBezug auf den Einsatz von Internet und Techno- und Lehrveranstaltungen (Bang, 2005).logien mitbringen. Beginnen werden wir den Beitragmit einer Beschreibung der politischen Rahmenbe- E-­‐Bologna   wurde   vor   allem   an   deutschsprachigendingungen. ! Hochschulen   zum   Synonym   für   technologiegestütztes Lehren  und  Lernen  mit  digitalen  Medien  im  Bologna-­‐2. Polische  Rahmenbedingung:  E-­‐Bologna Prozess   und   den   damit   verbundenen   Veränderungen1999 begann der Bildungsreformprozess in der Euro- in  Infrastruktur  und  OrganisaLon.päischen Union (EU) mit der Unterzeichnung der„Bologna-Deklaration“, die Maßnahmen wie ver- Als wichtige Bestandteile dieser neuen Lehr- undgleichbare Studienabschlüsse und Mobilitätsför- Lerninfrastruktur erwiesen sich erste Informations-derung formulierte, um bis zum Jahr 2010 einen „Eu- und Lernmanagementsysteme, die an Universitätenropäischen Hochschulraum“ zu etablieren (Van den und Hochschulen zunächst zur Unterstützung derBranden, 2004). Dieses ambitionierte Ziel des Re- Verwaltung eingesetzt wurden.formprozesses, der als „Bologna-Prozess“ bekanntwurde, konnte nicht in allen Mitgliedsländern glei-chermaßen umgesetzt werden. So wurde beispiels-weise im Frühjahr 2010 in Österreich mit der In-
  2. 2. Hochschule.  Strukturen,  Rahmen  und  Modelle  für  die  Lehre  mit  Technoloogien  —  3 In der Praxis : Das Lernmanagementsystem der Technischen Universität Graz Das   Lernmanagementsystem   der   TU   Graz   (TeachCenter, Books,   Plagiatsüberprüfungen   und   SchniXstellen   zu   weiteren hXp://tugtc.tugraz.at)   basiert   auf   dem   Open-­‐Source-­‐System Diensten  (z.  B.  Bibliothek).  Das  Lernmanagementsystem  ist  in WBTMaster  und  bietet  neben  der  Verwaltung  von  Kursen  be-­‐ die   universitäre   Serverlandscha]   der   TU   Graz   integriert,   die ziehungsweise   Lehrveranstaltungen,   digitalen   Inhalten   und neben   einem   Verwaltungssystem   auch   noch   aus   einem   Bi-­‐ KommunikaLonsmöglichkeiten   auch   weitere   FunkLons-­‐ bliothekssystem,   Finanzsystem   und   weiteren   kleineren   Ser-­‐ weisen   an.   Zu   diesen   zählen   Online-­‐Testumgebungen,   E-­‐ vicesystemen  besteht.  3. Strukturelle  Rahmenbedingungen  der  Lehre  an  Hoch-­‐ 4. Eingesetzte  Informa2ons-­‐  und  Lernmanagement-­‐schulen systeme  Lehren und Lernen an öffentlichen Universitäten und Computergestützte Informationssysteme waren abHochschulen im deutschsprachigen Raum ist vor den späten 1990er Jahren an Universitäten imallem durch große und tendenziell steigende Hörer- Einsatz, um vor allem administrative Arbeitsprozesseinnen- und Hörerzahlen gekennzeichnet. Dabei zu unterstützen. Neben Informationssystemen fürsind besonders universitäre Studienrichtungen und Bibliotheken, Raumverwaltung und sonstige interneFächer betroffen, die sich besonderer Beliebtheit bei Prozesse, wurde bald auch begonnen, über denden Studierenden erfreuen (zum Beispiel Psychologie Einsatz solcher Systeme für Lehr- und Lernprozesseoder Publizistik- und Kommunikationswissenschaft) nachzudenken. Um die Jahrtausendwende wurdeund/ oder über keine Aufnahmeverfahren verfügen. dann vermehrt auch im wissenschaftlichen Diskurs Im Gegensatz zur schulischen Ausbildung finden der Einsatz von Lernmanagementsystemen (LMS)sich an Hochschulen besonders in den Studienein- behandelt (siehe Kapitel #systeme).gangsphasen Lehrveranstaltungen mit vielen Studie- Lernmanagementsysteme und Lernplattformen anrenden und einem entsprechend ungünstigen Lehr- Hochschulen halfen vorerst vor allem in der Organi-enden-Studierenden-Verhältnis (mehr als 100 Stu- sation und Administration sowohl von Studierendendierende je Lehrenden; Leidenfrost et al., 2009, als auch von Lehrveranstaltungen. Die unterschied-Schallert et al., 2008). lichen Lernmanagementsysteme und ihre angebo- Das Phänomen der Massenlehrveranstaltung ist tenen Funktionen bewegen sich immer stärker auf-so an einigen Hochschulen und Studienrichtungen einander zu (Schulmeister, 2005). Heute kann ge-Teil des universitären Lehr- und Lernalltags, was sich nerell davon ausgegangen werden, dass jede univer-oft in überfüllten Hörsälen und einer begrenzten sitäre Bildungseinrichtung ein Lernmanagement-räumlichen Kapazität widerspiegelt. system einsetzt. Als problematisch erweist sich hier In Bezug auf den Einsatz von Technologien für die Vielfalt an Produkten und Lösungen, die vordie Lehre wird allgemein eine schlechte technische allem den Austausch von Online-Kursen und derenAusstattung s o w i e geringe Kompetenzen der Lerninhalten zwischen verschiedenen Lernmangage-Lehrenden im Umgang mit neuen Technologien im mentsystemen erschwert. Dafür notwendige Meta-Einsatz für die Lehre beklagt. standards und Spezifikationen wie beispielsweise das Im Folgenden werden wir vor diesen Rahmenbe- Referenzmodell SCORM haben sich kaum durchge-dingungen den Einsatz von Informations- und Lern- setzt (vgl. Kapitel #ebook). Lernmanagementsystememanagementsystemen und die technische Unter- werden noch immer vor allem als Verwaltungs-stützung von Massenlehrveranstaltungen sowie pas- systeme in Lehrveranstaltungen und zur Verteilungsende didaktische Modelle beschreiben. von Lehrunterlagen eingesetzt. Ein Beispiel für seinen Einsatz wird in der Box „In der Praxis“ be- schrieben. Bedauerlicherweise gibt es noch kein Werk, An   Universitäten   eingesetzte   Lernmanagement-­‐ welches den Einsatz von Lernmanagementsystemen ! systeme   verfügen   über   nahezu   die   gleichen   FunkLo-­‐ nalitäten   und   unterstützen   im   wesentlichen   adminis-­‐ an Hochschulen im deutschsprachigen Raum um- traLve   Aufgaben.   Zu   beachten   ist   vor   allem   die   man-­‐ fassend auch in deren Entwicklung wiedergibt. gelnde  Möglichkeit  zum  Austausch  von  Lerninhalten.   Ebenso schwierig ist es, statistische Daten in diesen Zusammenhang gesammelt zu erhalten. Einige Publi- kationen stellen entweder für Deutschland, Öster- reich oder die Schweiz E-Learning-Initiativen vor
  3. 3. 4  —  Lehrbuch  für  Lernen  und  Lehren  mit  Technologien  (L3T)und/oder evaluieren diese ohne dabei einen quanti- Universitäten in Präsenzeinheiten in größerentativ/statistischen Überblick zu bieten (Bremer et al., Räumen meist unter Verwendung von traditionellen2010). An deutschen Hochschulen findet E-Learning Kreidetafeln und beispielsweise PowerPoint-Präsen-in sehr unterschiedlicher Form und Ausmaß An- tationen gehalten.wendung. Angaben zum Stand der Virtualisierung Lehre mit Unterstützung durch digitale Techno-der Lehre existieren nur vereinzelt; ebenso fehlen logien kann im Hörsaal nur unter bestimmten infra-Daten, die ein übergreifendes Urteil für die gesamte strukturellen Voraussetzungen stattfinden. Dabeideutsche Hochschullandschaft erlauben. Eine Über- spielt es grundsätzlich keine Rolle, ob es sich um einesicht zur Entwicklung technologiegestützten Lernens Massenlehrveranstaltung handelt oder nicht. Massen-an deutschsprachigen Hochschulen durch nationale lehrveranstaltungen erfordern weitere strukturelleFörder- und Unterstützungsinitiativen (bis 2005) Überlegungen, Anpassungen und Strategien, was imfindet sich im Sammelband E-Learning in Europe - Fall extremer Raumnot die Lehrveranstaltungsleiter-Learning Europe (Bachmann et al., 2005, Dittler et innen und -leiter etwa zwingen kann, Teile eineral., 2005, Kerres & Nübel, 2005, Mittermeir, 2005). Lehrveranstaltung online abzuhalten. Auf Basis der Leistungsvereinbarungen 2006 zwi- Folgende technische Einrichtungen und Geräteschen Bundesministerium für Unterricht, Kunst und sollten in der Infrastruktur eines „modernen“ Hör-Kultur und den Universitäten kann für die österrei- saals nicht fehlen bzw. sollten bei der Neukonzeptionchische universitäre Bildungslandschaft einerseits zu- eines Hörsaales idealerweise mitgedacht werden (Be-mindest eine lückenlose Verwendung von Lernmana- schreibungen dazu finden sich im Kapitel #ipad). Fürgementsystemen behauptet werden, die über jene alle angeführten technischen Einrichtungen gilt, dasseiner rein administrativen Plattform hinausgeht und diese einfach in der Bedienung sein sollten, und derenandererseits von eigenen mittlerweile in den jewei- Wartung idealerweise nur von geschultem Personalligen Universitätsstrukturen verankerten und damit vorgenommen wird.inzwischen etablierten E-Learning-Zentralen ausge- Die Abhängigkeit aller Endgeräte von der Strom-gangen werden. Eine Übersicht über diese E- versorgung wird gerade bei mobilen Geräten in zu-Learning-Zentren an Universitäten und (Fach-) nehmendem Maße zum Nadelöhr in ihrer Ver-Hochschulen bietet die Internetseite E-Science.at. wendung. Die Akkus werden zwar laufend besser, jedoch viele Anwendungen auch immer energieinten- Weiterführende  Links  finden  Sie  in  der  L3T  Gruppe  bei siver. Um ein unterbrechungsfreies Arbeiten mit mo- ! Mr.   Wong   unter   Verwendung   der   Hashtags   #l3t #hochschule bilen Endgeräten im Hörsaal zu gewährleisten, ist es unabdingbar ausreichende Stromversorgung anzu- bieten. Wie im sekundären Bildungsbereich ist auch im Besonders in großen Hörsälen ist die Notwen-tertiären der Einsatz von Open Source Plattformen digkeit von Audioanlagen, also Mikrofon- und Laut-(insbesondere Moodle) generell bevorzugt; von einer sprechersystemen gegeben. Dabei kommt es nichtgeregelten interuniversitären Einheitlichkeit auch nur auf die Größe sondern auch auf das raumakus-zum Zwecke der Kooperation diesbezüglich kann tische Design des Hörsaals an. Video- und/oder Di-aber keinesfalls gesprochen werden. Jedoch besteht in gitalprojektoren gehören in den meisten HörsälenÖsterreich einzigartig ein institutionell übergeord- mittlerweile zur Standardausstattung.neter Verein, der Themen und Anliegen im Bereich Ein Internetzugang über WLAN (Wireless LocalE-Learning im tertiären Bildungssektor aufgreift und Area Network), Kabel oder Mobilfunk sollte heuteunterstützend behandelt, das Forum Neue Medien in Standard sein. Neben den infrastrukturellen Voraus-der Lehre Austria (fnm-austria). setzungen zählen vor allem ein einfacher und benut- zerfreundlicher „Login“ sowie eine stabile Ver- bindung mit konstanter Datenübertragungsrate zu5. Technische  Aussta=ung  von  Hörsälen  in  Hochschulen den Faktoren, um beispielsweise Lehrvideos aus demBesonders für öffentliche und daher mit vergleichs- Internet abspielen zu können. Kommt ein WLANweise geringem Budget ausgestattete Bildungsinstitu- zum Einsatz, sind Reichweite und Datenübertra-tionen ist es schwierig Lernende, die im alltäglichen gungsrate entscheidende Kriterien. Auch hier gilt fürLeben immer stärker an digitale Technologien ge- die Anwender, dass der Zugang keine softwaretech-wohnt werden, mit aktuellsten Medientechnologien nische Herausforderung darstellen sollte. Datensi-im Lernprozess zu unterstützen. So werden die cherheit (Verschlüsselung der Übertragung) solltemeisten Lehrveranstaltungen an deutschsprachigen immer gewährt werden, etwa über VPN (Virtuelles
  4. 4. Hochschule.  Strukturen,  Rahmen  und  Modelle  für  die  Lehre  mit  Technoloogien  —  5Privates Netzwerk). Nachdem Mobiltelefone zu-nehmend auch in der Lehre eingesetzt werden, ist der Die   Website   hXp://all-­‐streaming-­‐media.com   infor-­‐Empfang von Mobilfunknetzen in Hörsälen ein wei- ! miert  ausführlich  zum  Live-­‐Streaming  aus  Hörsälen.terer Aspekt, den es zu bedenken gilt. Endgeräte mit berührungsempfindlichen 6. Technische  Unterstützung  bei  Präsenz-­‐Massenlehr-­‐Bildschirmen wie Tablet-PC und Interactive Pen veranstaltungDisplays haben gegenüber Kreidetafeln sowie ge-genüber Flipcharts einige Vorteile: So sind die digita- In Massenlehrveranstaltungen werden oft großelisierten Inhalte speicherbar, wiederverwendbar und Stoffmengen an Lernende vermittelt, ohne auf indi-bearbeitbar, Lehrende müssen sich nicht von Studie- viduelle Lernprozesse Rücksicht zu nehmen. Interak-renden abwenden (um eine Tafel zu beschreiben) und tivität reduziert sich in diesen Massenlehrveranstal-können den Blickkontakt zu Studierenden aufrecht tungen zumeist auf zeitlich limitierte Frage- und Ant-erhalten. Auch ermöglicht die Projektion an die wortrunden, da den Lehrenden eine große Anzahl anWand über einen Beamer eine gute Sicht für alle Stu- Studierenden gegenüber stehen. Die Vorlesungen derdierenden. Interaktive Whiteboards sind elektro- Studieneingangsphase der Fakultät für Sozialwissen-nische, beschreibbare Tafeln, die jedoch derzeit kaum schaften der Universität Wien werden beispielsweiseeingesetzt werden. Bei diesen muss man sich wie- von etwa 500 bis 700 Studierenden besucht. Um diederum von den Studierenden abwenden. mangelnde Interaktion zwischen Lernenden und Bei Massenlehrveranstaltungen ist es empfeh- Lehrerenden zu verbessern, befassten sich Bildungs-lenswert, den Vortrag live ins Internet zu übertragen wissenschaftlerinnen und Bildungswissenschaftle(„live-streamen“) bzw. aufzuzeichnen und dann in schon früh mit dieser Situation (Bligh, 1971; Gleason,weiterer Folge den Studierenden zugänglich zu 1986).machen. Entsprechendes Aufzeichnungsequip- Nach Anderson et al. (2003) lassen sich drei we-ment ist hierfür dann erforderlich. Schon einfache sentliche Problemfelder identifizieren (Ebner, 2009):Lösungen unter Verwendung einer Kamera und eines ▸ Feedback-Verzögerung: Lernende geben währendInternetzugangs können schnell und preiswert umge- der Lehrveranstaltung kaum oder verspätetsetzt werden (Ebner et al. 2007). Technisch ausge- Feedback.reifte Unterstützung bieten kommerzielle „Web- ▸ Mangelnde Bereitschaft zu fragen: Aufgrund dercasting“ Firmen (zum Beispiel ePresence, Web- Gruppengröße trauen sich viele Studierende nichtcasting, Vcall, DideoNet). Diese meist portablen Lö- zu sprechen oder zu fragen.sungen können sozusagen „on demand“ eingesetzt ▸ Paradigma des Frontalvortrages: Die Inszenierungwerden, erfordern aber im Allgemeinen technische der frontalen Vortragssituation reduziert die stu-Betreuung durch geschultes Personal. Hochtechni- dentische Teilnahme.sierte Lösungen mit automatischen Aufnahmesys-temen, die auch universitätsweit eingesetzt werden Ein weiteres Problemfeld ist die zeitliche Länge vonkönnen, sind aus Kostengründen noch recht selten klassischen Lehrveranstaltungen, die zumindest 45zu finden. bis 90 Minuten beträgt. Die Aufmerksamkeitsspanne von Studierenden ist mit lediglich 20 Minuten deut- lich kürzer (Smith, 2001). Daher sollte grundsätzlich die Dauer und die zeitliche Strukturierung einer tradi- tionellen Lehrveranstaltung überdacht werden (Smith, 2001). System Interak?onstyp  (Studierende  –  Lehrende) Endgerät Classtalk Lehrende  kann  Fragen  an  Endgeräte  der  Studierenden  senden PDA ClassInHand PräsentaLonssteuerungsanwendung,  Testumgebung PDA ConcertStudeo MulLple-­‐Choice-­‐Tests,  Umfragen,  Brainstorming Elektronische  Tafel  und  Handhelds CFS Online-­‐Rückmeldesysteme  (NoLzfunkLonalität  bei  PräsentaLonen) Notebooks AcLveClass Rückmeldesysteme,  Testumgebungen PDA Tabelle  1:  Übersicht  zu  ausgewählten  technischen  Interaktionssystemen  
  5. 5. 6  —  Lehrbuch  für  Lernen  und  Lehren  mit  Technologien  (L3T)Technische  Systeme  für  die  Verbesserung  der  Interak8-­‐ Ein   didak8sches   Modell   für   Massenlehrveranstal-­‐vität  in  Massenlehrveranstaltungen   tungen:  Die  „Interak8ve  Vorlesung“Von technischer Seite wurden „Feedback- und Inter- Im Folgenden beschreiben wir ein didaktischesaktions-Systeme“ entwickelt, um diese in der univer- Modell detaillierter, welches die Interaktion in Mas-sitären Lehre einzusetzen. Als Beispiele lassen sich senlehrveranstaltungen verbessern soll und dabei mo-Classtalk, ClassInHand, ConcertStudeo, CFS (An- derne Technologien einsetzt.derson et al., 2003) und ActiveClass (Ratto et al., Das Modell der „Interaktiven Vorlesung“ wurde2003) anführen. Diese Systeme versuchen auf unter- für die gemeinsame Studieneingangsphase der sozial-schiedliche Art und Weise die Interaktionen zwischen wissenschaftlichen Studienrichtungen an der Univer-Lernenden und Lehrenden zu fördern, zu unter- sität Wien entwickelt und zielt darauf ab Studienan-stützen und zu erweitern (siehe Tabelle 1). fängerinnen und -anfänger zum kontinuierlichen Lernen zu motivieren, sie im Selbstlernprozess zu un- Technische  Feedback-­‐  und  InterakLonssysteme  unter-­‐ terstützen sowie ihnen Feedback zu geben (Schallert ! stützten   Massenlehrveranstaltungen   durch   das   Zu-­‐ lassen  von  Kommentaren,  Fragen  und  Anmerkungen.   et al. 2008). Für die „Interaktive Vorlesung“ wurde ein Blended Learning Szenario konzipiert, das aus drei Kernkomponenten besteht: a) einer Präsenz- Vorlesung, b) einem hypermedialen Content Pool, in Manche dieser technischen Applikationen konzen- dem sich Lernunterlagen und Lernmaterialien findentrieren sich nur auf spezifische Interaktionsformen sowie c) begleitende E-Learning-Kurse mit freiwil-wie kommunikative Feedbackschleifen oder Online- ligen Übungsangeboten in den Lernmanagementsys-Tests. Manchmal benötigen die Studierenden spe- temen Moodle und Fronter.zielle Geräte, wie PDAs (Personal Digital Assistant). Diese Komponenten ermöglichen und unter-Wiederum andere Systeme ermöglichen das Online- stützen verschiedene Interaktionsmodi: studen-Streaming, wie beispielsweise das Tool Authoring- tische Interaktion mit Lehrenden, studentische Inter-OnTheFly (Datta & Ottmann, 2001), sodass Lehrver- aktion mit Inhalten und Interaktion der Studierendenanstaltungen in andere Hörsäle übertragen werden untereinander. Die „Interaktive Vorlesung“ baut hierkönnen. Weitere unterstützen allgemein das Organi- auf einem von Anderson und Garrison (1998) entwi-sieren und Managen einer technologiegestützten ckelten Modell zu Interaktionsmodi in der technolo-Lehrveranstaltung indem zum Beispiel über die giegestützten Fernlehre auf. „Teaching Assistants“,Software Kalenderfunktionalitäten oder Gruppenbil- das sind zumeist graduierte Studierende, die fachlichdungsaktivitäten kombiniert werden (Scheele et al., und didaktisch hochqualifiziert sind, spielen in der2005) . „Interaktiven Vorlesung“ eine zentrale Rolle, da sie Zunehmend werden auch Applikationen des Web alle drei Interaktionsprozesse begleiten und unter-2.0 genutzt, um die Interaktivität in Massenlehrveran- stützen (vgl. Abbildung 1 bzw. Budka et al., 2009).staltungen zu erhöhen (Purgathofer & Reinhaler, In der „Interaktiven Vorlesung“ unterstützen Tea-2008). Mit Hilfe von digitalen Push-Technologien ching Assistents Studierende mit Hilfe freiwilligerkönnen etwa Studierende gleichzeitig der Präsen- Online-Übungen bei der Aneignung des Vorlesungs-tation eines Lehrenden folgen, diese kommentierenund ihre Anmerkungen untereinander teilen. Push-Technologien erlauben einen direkten, automati-sierten sowie unidirektionalen Informationsfluss vonSender zu Empfänger. Ein ähnlicher Ansatz mit her-kömmlichen Mobiltelefonen wird an der TU Graz er-forscht (Ebner, 2009). Grundsätzlich empfiehlt es sich zuerst die beste-hende technische Infrastruktur zu nutzen und zu ver-suchen, diese gezielt interaktiver zu gestalten. Sokönnen Lernende in ihrer gewohnten Lernumgebungein interaktiveres Lern- und Lehrerlebnis erfahren.Wie ein didaktisches Modell mit Schwerpunkt aufverbesserte Interaktivität und technologiegestütztesLernen mittels digitaler Medientechnologien gestaltetsein kann, wird im Folgenden veranschaulicht. Abbildung  1:  Interaktionsmodi  in  der  „Interaktiven Vorlesung“  
  6. 6. Hochschule.  Strukturen,  Rahmen  und  Modelle  für  die  Lehre  mit  Technoloogien  —  7 7. Digitale  Kompetenzen  von  Studienanfängerinnen  undstoffes und sie leiten an, über diesen zu reflektieren -­‐anfängernund diesen zu diskutieren. Offene Fragen, die dabeizutage treten, werden an die Lehrenden weiterge- Abschließend möchten wir noch auf den Wandel derleitet, damit dann in den Präsenzterminen der Vorle- Voraussetzungen in der Studentenschaft hinweisen:sungen auf diese eingegangen werden kann. Diese Wesentlich für technologiegestütztes Lehren undDiskussions- und Übungsangebote unterstützen die Lernen mittels digitaler Medien sind Online- und Me-Studierenden, aktiv Wissen zu erwerben, zu über- dienkompetenz von Studienanfängerinnen und -an-prüfen sowie überfachliche Fähigkeiten, wie Online- fängern sowie infrastrukturelle Ausstattung amund Medienkompetenz und Methodenkompetenz zu Studien- oder Wohnort. Entsprechende regelmäßigeentwickeln. Die Anleitung und Betreuung durch die Evaluierungen sind aufgrund der rasch voranschrei-Teaching Assistants wirkt desweiteren der kognitiven tenden technischen Entwicklung notwendig. DazuÜberforderung der Studierenden, die das Selbst- hier ausgesuchte und knapp zusammengefasste Er-studium insbesondere am Anfang eines Studiums mit gebnisse aktueller Studien:sich bringen kann, entgegen (Reinmann-Rothmeier, ▸ Die Metastudie von Schulmeister zeigt, dass sich2003). die Generation der „Digital Natives“ (Personen- Das Modell der „Interaktiven Vorlesung“ ermög- kreis, der bereits mit digitalen Medien aufge-licht trotz der hohen Studierendenzahl und des nicht wachsen ist; vgl. Kapitel #netzgeneration) durchprüfungsimmanenten Lehrveranstaltungstypus eine den (digitalen) Medienwandel nicht von vorange-interaktive Lernsituation. gangen Generationen hinsichtlich Medienkom-Grenzen  technologischer  Unterstützung petenz unterscheiden (Schulmeister, 2008). ▸ Die JIM-Studie macht einen markanten Wechsel in Dass der Einsatz von Technologien und entspre- der jugendlichen Mediennutzung in Richtung In-chenden didaktischen Modellen die Lehre und das ternet aus, was andererseits einen Rückgang in derLernen in Massenlehrveranstaltungen verbessern Nutzung „traditioneller“ Massenmedien bedeutetkann, soll nicht über Folgendes hinwegtäuschen: Wie (Medienpädagogischer Forschungsverbundim Modell der „Interaktiven Vorlesung“ beschrieben, Südwest, 2009).werden dadurch auch personelle Ressourcen not- ▸ Verschiedene Untersuchungen an deutsch- undwendig, oft auch entsprechende Kompetenzen der englischsprachigen Universitäten liefern ver-Lehrenden. Die Aus- und Weiterbildung von Leh- gleichbare Ergebnisse zu studentischer Internet-renden in diesem Bereich ist daher notwendig (vgl. nutzung: Studierende sind infrastrukturell sehr gutKapitel #weiterbildung). ausgestattet, sie sind gewohnt mit dem Internet Gleichzeitig berichten Lehrende, die mit Lern- umzugehen und über das Internet zu kommuni-plattformen und anderen vergleichbaren Techno- zieren, aber weisen keine außerordentlichen Fähig-logien arbeiten, um die Interaktion mit Studierenden keiten im Umgang mit dem Internet, zum Beispielzu verbessern auch von einer deutlichen Mehrbe- mit Web-2.0-Anwendungen auf (Bullen et al.,lastung in der Vorbereitung als auch der Betreuung 2008, Conole et al., 2006, Ebner & Nagler, 2010,solcher Lehrveranstaltungen – oft werden dann Ebner & Schiefner, 2009, Ebner et al., 2008, Mar-Fragen auch außerhalb der Unterrichts- und Arbeits- garyan & Littlejohn, 2008).zeiten beantwortet. Technologisch gestützte Lehrehält sich in der Regel nicht an unmittelbare Unter- Studierende sind es also mittlerweile grundsätzlichrichtszeiten und Sprechstunden. gewohnt mit dem Internet und digitalen Techno- logien umzugehen und verfügen privat mehrheitlich
  7. 7. 8  —  Lehrbuch  für  Lernen  und  Lehren  mit  Technologien  (L3T)über die entsprechende Ausstattung, auch wenn dies ▸ Bremer, C.; Göcks, M.; Rühl, P. & Stratmann J. (2010). Landesi-mit einer hohen Medienkompetenz einhergehen nitiativen für E-Learning an deutschen Hochschulen. Münster:muss. Mit Rücksicht auf diese Voraussetzungen – Waxmann.beispielsweise verfügt demnächst faktisch jede/r Stu- ▸ Budka, P. & Schallert, C. (2009). Transforming learning infra-dierende über ein Mobiltelefon mit Internetanschluss structures in the social sciences through flexible and interactive– sollten zukünftige Entwicklungen und Entschei- technology-enhanced learning. Learning Inquiry, 3(3), 131-142.dungen im Bereich technologiegestütztes Lernen und ▸ Budka, P.; Schallert, C. & Payrhuber, A. (2009). GemeinsameLehrens getroffen werden. Studieneingangsphase der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Wien (eSOWI-STEP) - Angeleitetes Selbststudium8. Zentrale  Erkenntnisse   mit Teaching Assistants in nicht-prüfungsimmanenten BlendedZusammenfassend können Informations-, Feedback- Learning Vorlesungen. In: Forum Neue Medien Austriaund Lernmanagementsysteme im Rahmen von didak- (Hrsg.), Innovative Didaktik in berufsbegleitenden undtischen Modellen verwendet werden, um die Lehr- Vollzeit-Studiengängen., Tagungsband der 17. fnm-austriaund Lernsituation in universitären Massenlehrveran- Tagung 27.-28. November 2008, Wien, URL: http://www.fnm-staltungen interaktiver zu gestalten. Dabei müssen austria.at/tagung/FileStorage/view/tagungsbaendebestehende unter anderem technische Systeme und %5C/fnma-tagungband_17_print.pdf [2010-10-11], 87-93.Infrastrukturen ebenso berücksichtigt werden, wie ▸ Bullen, M.; Morgan, T.; Belfer, K. & Oayyum, A. (2008). Thepolitische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. digital learner at BCIT and implications for an e-strategy.Mobile Kommunikations- und Interaktionsgeräte EDEN Annual Conference, 2008.sowie Web-2.0-Anwendungen ermöglichen zukünftig ▸ Commission of the European Communities (2000). Communi-noch stärker studierendenzentriertes und interaktives cation from the Commission: e-Learning - Designing tomor-Lernen und Lehren an Universitäten und Hoch- row’s education. COM(2000). Brüssel: Commission of the Eu-schulen. ropean Communities, 318. ▸ Commission of the European Communities (2001). Communi-Danksagung cation from the Commission: The eLearning Action Plan - De- Wir danken Ortrun Gröblinger und Ralf Hauber für viele signing tomorrow’s education. COM(2001). Brüssel: Com- wertvolle und konstruktive Hinweise und Vorschläge zur Ver- mission of the European Communities, 172. besserung dieses Textes. ▸ Conole, G.; de Laat, M.; Dillon, T. & Darby, J. (2006). JISC LXP: Student experiences of technologies. Draft Final Report.Literatur JISC. URL: http://www.jisc.ac.uk/media/documents/pro-▸ Anderson, R. J.; Anderson, R.; Vandegrift, T.; Wolfman, S. & grammes/elearningpedagogy/lxp_project_final_report_nov_0 Yasuhara, K. (2003). Promoting Interaction in Large Classes 6.pdf [2010-07-30]. with Computer-Mediated Feedback. In: Designing for Change ▸ Datta, A. & Ottmann, T. (2001). Towards a Virtual University. in Networked Learning Environments, Proceedings of CSCL Journal of Universal Computer Science, 7, 870-885. 2003, Bergen, 119-123. ▸ EADTU. (2003). Communication of Madrid about virtual▸ Anderson, T. & Garrison, D. R. (1998). Learning in a net- higher education and the Bologna process. Document prepared worked world: New roles and responsibilities. In: C. Gibson at the EADTU Conference „e-Bologna”, Madrid. 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