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  1. 1. VDE VDEVDEVDEVDE VERBAND DER ELEKTROTECHNIK ELEKTRONIK INFORMATIONSTECHNIK e.V. Stresemannallee 15 60596 Frankfurt am Main Telefon +49 69 6308-346 Telefax +49 69 631 29 25 Energietechnische Gesellschaft im VDE (ETG) ETG im VDEVDEVDEVDE. Stresemannallee 15 . D-60596 Frankfurt/Main ETG Energie- technische GesellschaftEuropean Commission Directorate-General for Energy and Transport Dr. Matthias Ruete Director-General 24-28, rue J.-A. Demot 1040 BRUXELLES BELGIEN Geschäftsführung 19.09.2006 ga/cf +49 69 6308-346 etg@vde.com VDE/ETG-Stellungnahme zum Grünbuch der Europäischen Kommission "Eine europäische Strategie für nachhaltige, wettbewerbsfähige und sichere Energie" Sehr geehrter Herr Dr. Ruete, Die Energietechnische Gesellschaft im VDE (ETG) begrüßt die Vorlage des Grünbuches „Energie“ durch die Europäische Kommission. Der von der Kommission eingeleitete Dis- kussionsprozess mit seinen sechs Bereichen kann die Basis für eine zukünftige gemeinschaft- liche europäische Energiepolitik bilden. Über unsere nachfolgenden Kommentare und Anregungen zu den einzelnen, im Grünbuch angesprochenen Kapiteln hinaus ist die ETG der Meinung, dass das Thema Energie und eine gemeinsame Energiepolitik ein Motor zur Integration in Europa sein kann. Alle Mitgliedsstaaten sehen sich im Grundsatz den gleichen Herausforderungen gegenüber: die Abhängigkeit vom Import an Primärenergie steigt, die Wettbewerbsfähigkeit aller Mitgliedsstatten hängt von sicherer und preiswerter Energie ab, der Wohlstand kann nur durch die Sicherstellung von Energie im ausreichendem Umfang gehalten werden. Bereits heute gibt es im technischen Bereich (UCTE), aber auch im unternehmerischen Sektor (EVU´s, Herstellerfirmen) viele multinationale Verflechtungen. Eine einheitliche, zielgerichtete europäische Energiepolitik mit einheitlichen Rahmenrichtlinien würde diese im Privatsektor schon bestehenden europäischen Kerne weiter verstärken und einen echten, Europa weiten Wettbewerb im Energiesektor sicher- stellen. Auch würde eine europäische, langfristig angelegte Energiepolitik die internationale Stärke der europäischen Unternehmen gefestigt und weiter ausgebaut (home market als Referenz). Nachfolgend stellt die ETG ergänzend zu den Antworten im Fragebogen zu den verschiedenen Bereichen des Grünbuchs fest: Wettbewerbsfähigkeit und der Binnenmarkt für Energie? Betriebsmittel der Energieversorgung sind durch ihre lange Lebensdauer gekennzeichnet. Dies gilt sowohl für die großen Kraftwerksblöcke als auch in ganz besonderem Maße für die Betriebsmittel der Übertragungs- und Verteilungsnetze. Kann man bei den meisten technischen Wirtschaftsgütern im privaten Bereich nur Lebensdauern von etwa 15 Jahren erzielen (bei
  2. 2. 2/3 elektronischen Geräten noch deutlich weniger), so sind hier Lebensdauern von 50 Jahren und mehr bei entsprechender Wartung keine Seltenheit. Energieversorgungssysteme stellen also über viele Jahrzehnte gewachsene Strukturen dar, in denen ältere und neuere Technik vernünftig zusammenarbeiten müssen. Die Systeme können somit technologisch oder politisch bedingten Trends nur sehr langsam folgen. Hinzu kommt, dass Genehmigungsverfahren für neue Projekte viele Jahre in Anspruch nehmen können. Investitionen in diesem Bereich erfordern daher verlässliche Rahmenbedingungen, um ein für Investoren akzeptables Risiko zu gewährleisten. Diversifizierung des Energieträgermix Die ETG empfiehlt einen breit diversifizierten Energieträger-Mix als europäisches Ziel. Er dient der Risikominimierung und trägt zur Steigerung der Versorgungssicherheit bei. Allerdings sollte er sowohl auf nationaler, wie europäischer Ebene durch freie Wirkung des Marktes und Wettbewerbs angestrebt werden. Die ideologischen Restriktionen sollen ausgeschlossen und lokale Verfügbarkeit einzelner Energieträger beachtet werden. Im funktionierenden, europäischen Energie-Binnenmarkt bleiben die unkoordinierten Entscheidungen einzelner Staaten zur Gestaltung des Energieträger-Mixes nicht ohne Folgen für andere Staaten. Deshalb unterstützen wir die Initiativen, die eine gesamteuropäische Diversifizierung und Optimierung der Energieversorgung zum Ziel haben. Nachhaltige Entwicklung Um die zukünftige Versorgungssicherheit bei Wahrung der Wettbewerbsfähigkeit, des Umweltschutzes und der technologischen Führerschaft europäischer Industrie zu sichern, ist die technologische Innovation der Schlüsselfaktor für die Gestaltung europäischer Energiepolitik. Das Ziel muss es sein, Forschungsförderung zu stärken und eine effiziente Allokation der zur Verfügung stehender Mittel zu harmonisieren. Für die nächsten 2-3 Jahrzehnte bilden die fossilen Energieträger in allen Szenarien die tragende Säule der Energieerzeugung. Deshalb gilt es, die Effizienz der Nutzung von Kohle, Erdgas und Erdöl zu steigern und falls dies nicht ausreichen sollte, Technologien zur signifikanten Reduzierung von CO2-Emissionen zu entwickeln. Eine herausragende Rolle fällt dabei der Kohle zu. Für Ihre Weiternutzung ist eine forcierte Entwicklung von s.g. "clean coal" Technologien unverzichtbar. Durch den in den nächsten Jahren anstehenden Ersatz von Alt- Kraftwerken in Europa ergibt sich eine einmalige Chance, die jeweils modernsten Technologien auf den europäischen Standorten anzuwenden. Andererseits kann die europäische Industrie mit entsprechend leistungsfähigen Technologien auch Nutzen daraus ziehen, indem sie diese Technologien international vermarktet. Auch die in den letzten Jahren weltweit erfolgreiche, europäische Technologie zur Nutzung regenerativer Energieträger, insbesondere von Wind und Biomasse soll aus Sicht der ETG eine Weiterentwicklung erfahren, um die führende Rolle der europäischen Hersteller auch in der Zukunft zu bewahren. Innovation und Technologie Vermisst wird im Grünbuch ein gesamtheitlicher Ansatz zur Energieversorgung. Dieser müsste neben den diskutierten Themen zur Strom- und Gasversorgung auch die Versorgung mit Wärme/Kälte beinhalten. Weiterhin ist hier die gesamte Energieversorgung im Verkehrssektor ausgeklammert worden. Praktisch keine Beachtung findet auch das Thema Energiespeicherung, das insbesondere unter dem Aspekt eines zunehmenden Anteils der Stromerzeugung aus fluktuierenden erneuerbaren Energien von hoher Brisanz ist. Dabei ist gerade der Verkehrssektor für die Energiespeicherung nicht uninteressant. Durch die Entwicklung von Hybrid-Antrieben gewinnt dort jetzt auch die Entwicklung von neuartigen
  3. 3. 3/3 Batteriespeichern wieder zusätzliche Anreize. Betrachtet man die heute in Fahrzeugen gespeicherten Energiemengen, so wird schnell klar, welches Potenzial in dieser Anwendung stecken könnte. Wasserstoffszenarien lassen darüber hinaus erahnen, dass die Stromversorgung und die Treibstoffversorgung immer stärker zusammenwachsen werden. Eine Richtlinie zum Energieeinsatz für Heiz- und Kühlzwecke sollte in Zukunft auch dem Strom wieder bessere Chancen einräumen. War es früher – bei Kraftwerkswirkungsgraden von 30 % - durchaus berechtigt, die Nutzung des Stroms für Heizzwecke äußerst kritisch zu sehen, so kann dies bei den hohen Wirkungsgraden von neuen Kraftwerken - 60 % werden für GuD-Kraftwerke bald Realität sein - und dem zunehmenden Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, durchaus wieder eine sinnvolle Alternative sein. Insbesondere in Kombination mit elektrisch angetriebenen Wärmepumpen lassen sich Energienutzungsgrade erzielen, die selbst die besten KWK-Anlagen nie erreichen können. Auch als Ergänzung zu solarthermischen Anlagen stellen Stromzusatzheizungen eine sinnvolle und kostengünstige Alternative dar. Durch die Möglichkeit der Wärme-/Kältespeicherung bieten diese Systeme zudem den Anreiz, einen Teil des fluktuierenden Energiedargebots aus erneuerbaren Quellen - insbesondere Wind – aufzunehmen und so einen Beitrag zur Stabilität der Energieversorgung zu leisten. Mit freundlichen Grüßen Dipl.-Ing. Wolfgang Glaunsinger Geschäftsführer Anlage

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