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3. Quartalsbericht der KWS Gruppe
Geschäftsjahr 2009/2010
Berichtszeitraum 1. Juli 2009 bis 31. März 2010
3. Quartalsbericht 2009/2010

Sehr geehrte Aktionäre und Freunde des Hauses KWS,


nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009/2010
bekräftigen wir unsere Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr (1.7. bis
30.6.). In den Hauptgeschäftsfeldern Mais und Zuckerrüben konnten
wir erneut zulegen, so dass das verhaltene Getreide- und Raps-
geschäft der vergangenen Herbstaussaat ausgeglichen wird. Zum
Geschäftsjahresende erwarten wir somit einen Umsatzanstieg für
die KWS Gruppe gegenüber dem Vorjahr (717,2 Mio. €)* in Höhe von
rund 4 %.


Auch die operative Ertragskraft unseres Geschäfts hat sich erwar-
tungsgemäß verbessert. Die Anstrengungen in der Produktentwicklung
haben wir nochmals forciert und das Forschungs- und Entwicklungs-
budget für das laufende Geschäftsjahr um rund 10 % (89,5 Mio. €)
erhöht. Trotz dieser zusätzlichen Kosten für die Produktentwicklung
der Zukunft wird das Betriebsergebnis der KWS Gruppe auf dem
hohen Niveau des Vorjahres (77,9 Mio. €) verbleiben.


In den vergangenen neun Monaten des Geschäftsjahres 2009/2010
wuchs der Umsatz der KWS Gruppe um rund 3 % auf 586,9 (572,3) Mio.€,
das Betriebsergebnis hingegen um 12 % auf 118,2 (105,8) Mio. €.


Zinsaufwendungen aus der Finanzierung des unterjährigen Betriebs-
mittelbedarfs und geringere Zinserträge aus der Anlage des
Finanzmittelfonds führten durch das weiterhin niedrige Zinsniveau zu
einem negativen Finanzergebnis. Der Aufwand für Steuern vom
Einkommen und Ertrag ergibt sich aus der Anwendung des für das
gesamte Geschäftsjahr geplanten effektiven Steuersatzes auf das
Vorsteuerergebnis der ersten neun Monate.




                                        3




* Die Zahlen in Klammern beziffern den Vorjahreswert
Gewinn- und Verlustrechnung

                                                3. Quartal        1.–3. Quartal
in Mio. €                                  2009/2010 Vorjahr   2009/2010 Vorjahr

Umsatzerlöse                                466,3     430,5     586,9     572,3

Betriebsergebnis                            170,3     145,7     118,2     105,8
Finanzergebnis                               –2,3      –2,1      –4,1      –4,2

Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit                          168,0     143,6     114,1     101,6

Ertragsteuern                                46,8      42,7       32,2     30,9

Periodenergebnis                            121,2     100,9       81,9     70,7

Anteile anderer Gesellschafter                 0,3      3,8        2,6      6,6

Periodenergebnis nach Anteilen
anderer Gesellschafter                      120,9      97,1       79,3     64,1

Ergebnis je Aktie (€)                       18,32     14,71     12,02      9,71



Gesamtergebnisrechnung

                                                3. Quartal        1.–3. Quartal
in Mio. €                                  2009/2010 Vorjahr   2009/2010 Vorjahr

Periodenergebnis                            121,2     100,9       81,9     70,7

Währungsumrechnung
ausländischer Tochterunternehmen             10,4      –4,0        8,9      -0,1

Latente Steuern auf die Bestandteile
des sonstigen Gesamteinkommens                 0,0      0,0        0,0      0,0

Gesamtergebnis der Periode                  131,6      97,0       90,8     70,6

davon Aktionäre der KWS SAAT AG             131,2      92,4       88,1     64,0

davon Anteile anderer Gesellschafter           0,4      4,6        2,7      6,6




                                       4
Grundsätze der Rechnungslegung
und Bilanzierung
Die KWS Gruppe ist identisch mit dem KWS Konzern im Sinne der
Vorschriften zur Rechnungslegung. Sämtliche Angaben zur Gruppe
sind Angaben zum Konzern gemäß den International Financial
Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards
Board (IASB), London, und unter Berücksichtigung der Auslegungen
des International Financial Reporting Interpretations Committee
(IFRIC). Der Zwischenbericht der KWS Gruppe ist nach IAS 34 erstellt
und wurde weder einer prüferischen Durchsicht noch einer vollstän-
digen Abschlussprüfung unterzogen. Die im Rahmen des Gruppen-
abschlusses zum 30. Juni 2009 angewandten Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten. Die
Erläuterungen im Anhang des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2009
gelten daher entsprechend. Durch die erstmalige Anwendung der
überarbeiteten Fassung des IAS 1 wird ab dem Geschäftsjahr
2009/10 die Gewinn- und Verlustrechnung um die ergebnisneutralen
Veränderungen des Eigenkapitals als Gesamtergebnisrechnung
ergänzt. Die Ertragsteuern wurden auf der Basis der landesspezi-
fischen Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Planung für
das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.



Konsolidierungskreis
der KWS Gruppe
Der Bericht der KWS Gruppe über die ersten neun Monate im lau-
fenden Geschäftsjahr umfasst die Einzelabschlüsse der KWS SAAT
AG und ihrer in- und ausländischen Tochterunternehmen, bei denen
ihr unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 % der Stimmrechte zuste-
hen. Ferner werden Gemeinschaftsunternehmen entsprechend dem
Anteil am Kapital quotal einbezogen. Nicht einbezogen werden
Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen, die für die Darstellung und
Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe
von untergeordneter Bedeutung sind. Dabei hat sich der Kon-
solidierungskreis zum 1. Juli 2009 durch die Verschmelzung der
rumänischen KWS SEMINTE S.R.L. mit der DUNASEM S.R.L. um



                                 5
eine vollkonsolidierte Gesellschaft reduziert. Zum 1. Januar 2010
wurde die chinesische Dienstleistungsgesellschaft KWS R&D CHINA
für die Forschung in den Konsolidierungskreis aufgenommen, so
dass in 2009/2010 insgesamt 42 Gesellschaften voll- und zwölf
quotenkonsolidiert werden.



Investitionen
Die KWS Gruppe investierte in den ersten drei Quartalen des laufen-
den Geschäftsjahres 40,3 (25,1) Mio. € in Sachanlagen. Die Abschrei-
bungen beliefen sich im gleichen Zeitraum auf 15,4 (11,6) Mio. €.
Der überwiegende Teil der Investitionen betraf die Erweiterungen von
Gebäude- und Gewächshausflächen in Einbeck sowie die Errichtung
neuer Produktionsanlagen in Europa und den USA ─ eine Voraus-
setzung für den nachhaltigen Wachstumskurs der KWS.


Die Gesamtinvestitionen der Segmente in Höhe von 42,6 (44,1) Mio. €
verteilen sich mit 57 % auf das Segment Züchtung & Dienstleis-
tungen, mit 25 % auf das Segment Mais, mit 13 % auf die Zuckerrüben
und mit den verbleibenden 5 % auf die Getreideaktivitäten.



Die Segmente im Einzelnen
Im Berichtszeitraum entwickelte sich das Maisgeschäft weiter sehr
erfreulich. Hierzu trugen sowohl das europäische als auch das nord-
amerikanische Geschäft bei. Der Segmentumsatz stieg auf 317,6
(298,7) Mio. €. Die Verkaufssaison für Maissaatgut erstreckt sich aller-
dings weit in das vierte Quartal, in dem regelmäßig noch ca. 20 % des
Segmentumsatzes getätigt werden. Das Segmentergebnis erreichte 41,7
(31,3) Mio. € und liegt damit deutlich über dem des Vorjahreszeitraums.


Auch das Zuckerrübensaatgut-Geschäft konnte im laufenden Jahr
zulegen. Während sich unser Geschäft innerhalb des Geltungs-
bereichs der Europäischen Zuckermarktordnung trotz der hohen
Zuckererträge und der damit leicht rückläufigen Anbaufläche stabili-
siert hat, erfuhr es außerhalb der EU-27 eine spürbare Belebung.
Hohe Marktpreise für Zucker sowie positive Impulse aus den Märkten
Südost- und Osteuropas brachten dort eine Ausdehnung der



                                   6
Anbauflächen mit sich. Darüber hinaus verlief der Absatz von
deckungsbeitragsstarken herbizidtoleranten Zuckerrüben in
Nordamerika äußerst erfreulich, wobei auch höhere Erlöse für die
Herbizidtoleranz -Technologie (TechFee) am Markt erzielt wurden.
Ferner gingen bereits wertberichtigte Forderungen ein, so dass das
Segmentergebnis im Berichtszeitraum auf 43,7 (32,9) Mio. € stieg.


Der Umsatz zum 31. März beläuft sich im Segment Getreide auf
65,0 (79,4) Mio. €. Das Getreidegeschäft der KWS ist überwiegend
geprägt von einem starken Absatz von Wintergetreidesorten und
einem vergleichsweise geringeren Sommergetreidegeschäft. Daher
sind die Segmenterlöse im zweiten Halbjahr (1. Januar bis 30. Juni)
regelmäßig deutlich geringer als im ersten. Weil die Kostenbelastung
über das Jahr annähernd konstant bleibt, verringert sich das
Segmentergebnis im Geschäftsverlauf und lag zum Ende des dritten
Quartals bei 13,8 (15,2) Mio. €.


Der durch das Pflanzkartoffelgeschäft und die landwirtschaftlichen
Betriebe erwirtschaftete Segmentumsatz in Züchtung & Dienst-
leistungen beträgt zum Ende des dritten Quartals 16,2 (17,1) Mio. €.
Das Segmentergebnis beläuft sich auf 19,0 (26,4) Mio. €, wird sich
aber im weiteren Geschäftsverlauf noch deutlich reduzieren (vgl.
Prognosebericht).


Segmentbericht

                                          3. Quartal        1.–3. Quartal
in Mio. €                            2009/2010 Vorjahr   2009/2010 Vorjahr

Umsatzerlöse                          466,3     430,5     586,9     572,3

Zuckerrüben                           164,5     156,9     188,1     177,1
Mais                                  285,9     261,0     317,6     298,7
Getreide                                9,1       5,2      65,0      79,4
Züchtung & Dienstleistungen             6,8       7,4      16,2      17,1

Betriebsergebnis                      170,3     145,7     118,2     105,8

Zuckerrüben                            57,4      46,8       43,7     32,9
Mais                                   59,6      54,8       41,7     31,3
Getreide                                0,3      –3,6       13,8     15,2
Züchtung & Dienstleistungen            53,0      47,7       19,0     26,4

Investitionen                          15,5      11,3       42,6     44,1

Zuckerrüben                             1,0       2,6        5,7      4,4
Mais                                    3,5       4,9       10,6     12,3
Getreide                                0,5       1,0        2,0      2,3
Züchtung & Dienstleistungen            10,5       2,8       24,3     25,1




                                 7
Bilanz der KWS Gruppe
in Mio. €                                             31. März 2010   30. Juni 2009

Aktiva

Immaterielle Vermögenswerte                                   48,5            47,9
Sachanlagen                                                  208,8           180,7
Finanzanlagen                                                  4,8             3,2
Langfristige Steuerforderungen                                 6,4             6,4
Aktive latente Steuern                                        20,2            16,9

Langfristige Vermögenswerte                                  288,7           255,1

Vorräte und biologische Vermögenswerte                       179,2           121,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen                   429,4           216,9
Wertpapiere                                                    9,7            14,1
Flüssige Mittel                                               70,3           111,5
Kurzfristige Steuerforderungen                                18,8            15,6
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte                          24,9            21,3

Kurzfristige Vermögenswerte                                  732,3           500,9

Bilanzsumme                                                1.021,0           756,0



Passiva

Gezeichnetes Kapital                                          19,8            19,8
Kapitalrücklage                                                5,5             5,5
Gewinnrücklage                                               468,1           391,9
Anteile anderer Gesellschafter                                19,3            17,3

Eigenkapital                                                 512,7           434,5

Langfristige Rückstellungen                                   61,9            62,0
Langfristige Finanzverbindlichkeiten                          16,7             1,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen                2,3             6,4
Latente Steuerverbindlichkeiten                               22,0            18,1
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten                       10,0            10,3

Langfristiges Fremdkapital                                   112,9            98,7

Kurzfristige Rückstellungen                                  142,5           112,7
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten                          88,6             6,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen               91,3            55,2
Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten                          39,8            18,3
Sonstige Verbindlichkeiten                                    33,2            29,9

Kurzfristiges Fremdkapital                                   395,4           222,8

Fremdkapital                                                 508,3           321,5

Bilanzsumme                                                1.021,0           756,0


Bilanz der KWS Gruppe




                                                  8
Der Anstieg der Vorräte folgt der planmäßig höheren
Produktionsmenge aus der Ernte 2009. Von den 179,2 Mio. € an
Vorräten entfallen knapp 63 % auf das Segment Mais und 24 % auf
die Zuckerrübe. Im Zuge der Umsatzausweitung liegen die Vorräte
um 16,6 Mio.€ über dem entsprechenden Vorjahreswert. Im Rahmen
unserer nachhaltigen Wachstumsstrategie ist zudem eine zuneh-
mende Bevorratung erforderlich, um den unterschiedlichen Anforde-
rungen der individuellen Zukunftsmärkte gerecht zu werden.


Der Umsatz des dritten Quartals liegt mit 466,3 Mio. € rund 36 Mio. €
über dem Vorjahr und ist ursächlich für den stichtagsbedingten
Forderungsaufbau auf 429,4 Mio. €. Davon entfallen ein Drittel auf
das Segment Zuckerrüben, während knapp zwei Drittel aus Mais-
saatgutlieferungen entstanden sind.


Die im Vergleich zum 31. März 2009 leicht erhöhten Steuer-
verbindlichkeiten sind in dem guten Geschäftsergebnis des abge-
laufenen Quartals begründet. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen zum Ende des dritten Quartals
sowie der kurzfristigen Rückstellungen beruhen überwiegend auf
noch ausstehenden Lizenzabrechnungen sowie erwarteten Saatgut-
retouren und Wertgutschriften.


Zur unterjährigen Finanzierung wurden weitere kurzfristige Kredite
aufgenommen, die zu einem Anstieg der Finanzverbindlichkeiten
führten. Bis zum Ende des Geschäftsjahres werden diese planmäßig
zurückgeführt.




                                  9
Kapitalflussrechnung

                                                             1.–3. Quartal
in Mio. €                                        2009/2010                   Vorjahr

Periodenergebnis                                      81,9                     70,7

Cash Earnings                                        88,7                      87,9
Mittelbindung im Nettoumlaufvermögen               –178,3                    –128,5

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit            –89,6                    –40,6

Cashflow aus Investitionstätigkeit                   –43,1                    –40,2

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit                   84,2                     50,8

Veränderung des Finanzmittelbestandes               –48,5                     –30,0
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode             125,6                     112,9
Wechselkurs-, konsolidierungskreis-
und bewertungsbedingte Änderungen
des Finanzmittelfonds                                  2,9                      1,0

Finanzmittelfonds am Ende der Periode                 80,0                     83,9


Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war durch den
Vorratsaufbau sowie den hohen Forderungsbestand geprägt. Die
getätigten Investitionen führten ebenfalls zu einem Zahlungs-
mittelabfluss auf Vorjahresniveau. In der Folge reduzierte sich der
Finanzmittelfonds vom 30. Juni 2009 zum 31. März 2010 um
45,6 Mio. € auf 80,0 Mio. € und lag damit auf dem Niveau des ver-
gleichbaren Vorjahreswertes.




                                            10
Entwicklung des Eigenkapitals

in Mio. €                                   Anteile   Anteile anderer    Gruppen-
                                        der Gruppe     Gesellschafter Eigenkapital

Stand: 30. Juni 2008                          377,1           20,9          398,0

Gezahlte Dividenden                           –11,2           –0,7          –11,9

Änderungen des Konsolidierungskreises           0,0             0,0           0,0

Übrige Veränderungen                            0,0             0,0           0,0

Gruppenperiodenergebnis                        64,1             6,6          70,7

Übriges Gruppenergebnis                         5,7           –1,0            4,7

Gruppengesamtergebnis                          69,8             5,6          75,4

Stand 31. März 2009                           435,7           25,8          461,5



Stand: 30. Juni 2009                          417,2           17,3          434,5

Gezahlte Dividenden                           –11,9           –0,6          –12,5

Änderungen des Konsolidierungskreises           0,0             0,0           0,0

Übrige Veränderungen                            0,0           –0,1           –0,1

Gruppenperiodenergebnis                        79,3             2,6          81,9

Übriges Gruppenergebnis                         8,8             0,1           8,9

Gruppengesamtergebnis                          88,1             2,7          90,8

Stand 31. März 2010                           493,4           19,3          512,7



Die gute Geschäftsentwicklung im dritten Quartal und das daraus
resultierende Periodenergebnis führten zu einem deutlichen Anstieg
des Eigenkapitals um insgesamt 78,2 Mio. €.


Die Dividende wurde durch Beschluss der Hauptversammlung am
17. Dezember 2009 in Einbeck auf 1,80 € festgelegt. Somit konnte
ein Gesamtbetrag von 11,9 Mio. € an die Aktionäre ausgeschüttet
werden.


Ende des letzten Geschäftsjahres wurde die 10 %ige Minderheits-
beteiligung Dritter am Maisgeschäft zurückerworben, so dass der
Anteil anderer Gesellschafter insgesamt deutlich zurückging. Zudem
profitierten die anderen Gesellschafter im Vorjahr stärker vom guten
Getreideergebnis.




                                         11
Mitarbeiter*
                                                     1.–3. Quartal
                                         2009/2010                   Vorjahr

Deutschland                                  1.415                    1.338
Europa (ohne Deutschland)                      845                      757
Amerika                                      1.142                    1.086
Sonstige Länder                                 99                      104

Gesamt                                       3.501                    3.285

* zum Quartalsende


Zum 31. März 2010 waren weltweit 3.501 Mitarbeiter bei KWS
beschäftigt. Der Anstieg der Belegschaft ist in allen wesentlichen
Wachstumsregionen zu verzeichnen und trägt der Ausweitung un-
serer Geschäftstätigkeit Rechnung. Im Jahresdurchschnitt erwarten
wir eine Mitarbeiterzahl von über 3.400. Dies entspricht einem Anstieg
von 7 % gegenüber dem Vorjahr (3.215).



Prognosebericht 2009/2010
Aufgrund guter Sortenleistungen zeichnen sich in unseren wichtig-
sten europäischen Maisabsatzgebieten Marktanteilsgewinne ab.
Auch in Nordamerika werden wir unsere Position trotz eines erheb-
lichen Wettbewerbsdrucks erfolgreich verteidigen. Darüber hinaus
entwickelt sich der Dollarkurs derzeit zu unseren Gunsten, so dass
wir für das ganze Geschäftsjahr 2009/2010 ein Umsatzwachstum im
Segment Mais von mindestens 5 % erwarten. Die mit der Ausweitung
unseres Geschäftsvolumens verbundenen Skaleneffekte verbessern
die Rentabilität. Wir erwarten, dass das Segmentergebnis zum Ge-
schäftsjahresende um gut 30 % gegenüber dem Vorjahr (25,2 Mio. €)
zulegt.


Das Zuckerrübensaatgut-Geschäft innerhalb der EU-27 ist bereits
abgeschlossen. Vorbehaltlich etwaiger Retouren haben wir unseren
Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres (112 Mio. €) stabilisiert.


Im Rahmen der USDA - Klage in den USA konnten die
Interessenverbände mit ihrem Antrag auf einstweilige Verfügung für
ein Anbauverbot herbizidtoleranter Zuckerrüben nicht durchdringen.
Der kommerzielle Anbau dieser neuen Produkte blieb damit in



                                 12
diesem Jahr ohne Einschränkung. Erneut nutzten gut 95 % der
Zuckerrübenanbauer diese gentechnisch verbesserten Sorten. Von
den steigenden Erlösen für die Technologie (+ 20 %) konnte das
Segmentergebnis Zuckerrüben profitieren. Dieses wird um gut 50 %
gegenüber dem Vorjahr (23,2 Mio. €) steigen und kehrt damit zu der
aus früheren Jahren gewohnten Ertragskraft zurück.


Der in den ersten beiden Quartalsberichten erläuterte Geschäfts-
verlauf von Hybridroggensaatgut wird zum 30. Juni zu einem
rückläufigen Segmentumsatz Getreide auf das Niveau des vorletzten
Geschäftsjahres 2007/2008 führen. Die Abschwächung des margen-
starken Hybridroggengeschäfts wird das Segmentergebnis gegen-
über dem Vorjahr (12,0 Mio. €) voraussichtlich um 35 % mindern.


Der Außenumsatz des Segments Züchtung & Dienstleistungen
wird erwartungsgemäß rund 23 Mio. € betragen und verbleibt damit
auf Vorjahresniveau (23,4 Mio. €). Das Segmentergebnis ist vom
Ausbau der F&E-Aktivitäten geprägt. So werden die F&E-Auf-
wendungen im laufenden Jahr um rund 9 Mio. € auf ca. 98 Mio. €
steigen. Ferner verminderten sich die innerbetrieblichen Lizenz-
erträge aus dem Getreide- und Rapsgeschäft. Das Segmentergebnis
wird sich somit zum Geschäftsjahresende auf ca. 10 % des Vorjahres-
niveaus (17,5 Mio. €) reduzieren.


Für die KWS Gruppe ergibt sich insgesamt ein zu erwartender
Umsatzanstieg in Höhe von rund 4 % bei einem stabilen Betriebs-
ergebnis in Höhe von ca. 78 Mio. €.



Risiken- und Chancenbericht
Über die im Geschäftsbericht 2008/2009 beschriebenen Risiken
und Chancen hinaus, sehen wir heute folgende potenzielle Einfluss-
faktoren auf unser Geschäft:


Risiken
Im Klageverfahren einiger Interessenverbände gegen das US-
Landwirtschaftsministerium (USDA) haben die Kläger am 19. Januar
2010 einen Antrag auf einstweilige Verfügung gestellt. Ziel
des Antrags ist die Aussetzung der Vertriebs- und Produktions-



                                13
genehmigung für herbizidtolerante Zuckerrüben in den USA bis zur
Nachreichung einer umfassenderen Umweltverträglichkeitsstudie.


Den Antrag auf einstweilige Verfügung hat der zuständige Richter für
die Vegetationsperiode 2010 zwar abgelehnt, doch machte er in sei-
ner Entscheidungsbegründung zugleich deutlich, dass darin keine
Vorentscheidung in der Hauptsache zu sehen sei. Ein endgültiges
Urteil wird diesbezüglich erst gegen Ende des Jahres zu erwarten
sein.

Chancen
Vom Landhandel nicht abverkauftes zertifiziertes Saatgut wird
branchenüblich vom Züchter zurückgenommen und für die kom-
mende Saison einem erneuten Qualitäts- und Zertifizierungsprozess
unterzogen. In der laufenden Saison zeichnet sich eine sehr starke
Nachfrage nach unseren Maishybriden ab, so dass die umsatz-
mindernden Retouren möglicherweise geringer sein werden als in
den Vorjahren üblich.




                    Einbeck, den 28. Mai 2010


                          KWS SAAT AG


                           Der Vorstand




    Philip von dem Bussche                Christoph Amberger




          Léon Broers                      Hagen Duenbostel



                                14
Finanzkalender

28. Oktober 2010    Veröffentlichung Jahresabschluss 2009/2010;
                    Bilanzpressebesprechung in Hannover;
                    Analystenkonferenz in Frankfurt

26. November 2010   Bericht über das 1. Quartal 2010/2011

16. Dezember 2010   Ordentliche Hauptversammlung in Einbeck




                             15
KWS SAAT AG
Grimsehlstraße 31
Postfach 14 63
37555 Einbeck
Tel.: +49 (0) 55 61/311-0
Fax: +49 (0) 55 61/311-322
www.kws.com
E-Mail: info@kws.com

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  • 1. 3. Quartalsbericht der KWS Gruppe Geschäftsjahr 2009/2010 Berichtszeitraum 1. Juli 2009 bis 31. März 2010
  • 2. 3. Quartalsbericht 2009/2010 Sehr geehrte Aktionäre und Freunde des Hauses KWS, nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2009/2010 bekräftigen wir unsere Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr (1.7. bis 30.6.). In den Hauptgeschäftsfeldern Mais und Zuckerrüben konnten wir erneut zulegen, so dass das verhaltene Getreide- und Raps- geschäft der vergangenen Herbstaussaat ausgeglichen wird. Zum Geschäftsjahresende erwarten wir somit einen Umsatzanstieg für die KWS Gruppe gegenüber dem Vorjahr (717,2 Mio. €)* in Höhe von rund 4 %. Auch die operative Ertragskraft unseres Geschäfts hat sich erwar- tungsgemäß verbessert. Die Anstrengungen in der Produktentwicklung haben wir nochmals forciert und das Forschungs- und Entwicklungs- budget für das laufende Geschäftsjahr um rund 10 % (89,5 Mio. €) erhöht. Trotz dieser zusätzlichen Kosten für die Produktentwicklung der Zukunft wird das Betriebsergebnis der KWS Gruppe auf dem hohen Niveau des Vorjahres (77,9 Mio. €) verbleiben. In den vergangenen neun Monaten des Geschäftsjahres 2009/2010 wuchs der Umsatz der KWS Gruppe um rund 3 % auf 586,9 (572,3) Mio.€, das Betriebsergebnis hingegen um 12 % auf 118,2 (105,8) Mio. €. Zinsaufwendungen aus der Finanzierung des unterjährigen Betriebs- mittelbedarfs und geringere Zinserträge aus der Anlage des Finanzmittelfonds führten durch das weiterhin niedrige Zinsniveau zu einem negativen Finanzergebnis. Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und Ertrag ergibt sich aus der Anwendung des für das gesamte Geschäftsjahr geplanten effektiven Steuersatzes auf das Vorsteuerergebnis der ersten neun Monate. 3 * Die Zahlen in Klammern beziffern den Vorjahreswert
  • 3. Gewinn- und Verlustrechnung 3. Quartal 1.–3. Quartal in Mio. € 2009/2010 Vorjahr 2009/2010 Vorjahr Umsatzerlöse 466,3 430,5 586,9 572,3 Betriebsergebnis 170,3 145,7 118,2 105,8 Finanzergebnis –2,3 –2,1 –4,1 –4,2 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 168,0 143,6 114,1 101,6 Ertragsteuern 46,8 42,7 32,2 30,9 Periodenergebnis 121,2 100,9 81,9 70,7 Anteile anderer Gesellschafter 0,3 3,8 2,6 6,6 Periodenergebnis nach Anteilen anderer Gesellschafter 120,9 97,1 79,3 64,1 Ergebnis je Aktie (€) 18,32 14,71 12,02 9,71 Gesamtergebnisrechnung 3. Quartal 1.–3. Quartal in Mio. € 2009/2010 Vorjahr 2009/2010 Vorjahr Periodenergebnis 121,2 100,9 81,9 70,7 Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen 10,4 –4,0 8,9 -0,1 Latente Steuern auf die Bestandteile des sonstigen Gesamteinkommens 0,0 0,0 0,0 0,0 Gesamtergebnis der Periode 131,6 97,0 90,8 70,6 davon Aktionäre der KWS SAAT AG 131,2 92,4 88,1 64,0 davon Anteile anderer Gesellschafter 0,4 4,6 2,7 6,6 4
  • 4. Grundsätze der Rechnungslegung und Bilanzierung Die KWS Gruppe ist identisch mit dem KWS Konzern im Sinne der Vorschriften zur Rechnungslegung. Sämtliche Angaben zur Gruppe sind Angaben zum Konzern gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, und unter Berücksichtigung der Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Der Zwischenbericht der KWS Gruppe ist nach IAS 34 erstellt und wurde weder einer prüferischen Durchsicht noch einer vollstän- digen Abschlussprüfung unterzogen. Die im Rahmen des Gruppen- abschlusses zum 30. Juni 2009 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten. Die Erläuterungen im Anhang des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2009 gelten daher entsprechend. Durch die erstmalige Anwendung der überarbeiteten Fassung des IAS 1 wird ab dem Geschäftsjahr 2009/10 die Gewinn- und Verlustrechnung um die ergebnisneutralen Veränderungen des Eigenkapitals als Gesamtergebnisrechnung ergänzt. Die Ertragsteuern wurden auf der Basis der landesspezi- fischen Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Planung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt. Konsolidierungskreis der KWS Gruppe Der Bericht der KWS Gruppe über die ersten neun Monate im lau- fenden Geschäftsjahr umfasst die Einzelabschlüsse der KWS SAAT AG und ihrer in- und ausländischen Tochterunternehmen, bei denen ihr unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 % der Stimmrechte zuste- hen. Ferner werden Gemeinschaftsunternehmen entsprechend dem Anteil am Kapital quotal einbezogen. Nicht einbezogen werden Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen, die für die Darstellung und Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe von untergeordneter Bedeutung sind. Dabei hat sich der Kon- solidierungskreis zum 1. Juli 2009 durch die Verschmelzung der rumänischen KWS SEMINTE S.R.L. mit der DUNASEM S.R.L. um 5
  • 5. eine vollkonsolidierte Gesellschaft reduziert. Zum 1. Januar 2010 wurde die chinesische Dienstleistungsgesellschaft KWS R&D CHINA für die Forschung in den Konsolidierungskreis aufgenommen, so dass in 2009/2010 insgesamt 42 Gesellschaften voll- und zwölf quotenkonsolidiert werden. Investitionen Die KWS Gruppe investierte in den ersten drei Quartalen des laufen- den Geschäftsjahres 40,3 (25,1) Mio. € in Sachanlagen. Die Abschrei- bungen beliefen sich im gleichen Zeitraum auf 15,4 (11,6) Mio. €. Der überwiegende Teil der Investitionen betraf die Erweiterungen von Gebäude- und Gewächshausflächen in Einbeck sowie die Errichtung neuer Produktionsanlagen in Europa und den USA ─ eine Voraus- setzung für den nachhaltigen Wachstumskurs der KWS. Die Gesamtinvestitionen der Segmente in Höhe von 42,6 (44,1) Mio. € verteilen sich mit 57 % auf das Segment Züchtung & Dienstleis- tungen, mit 25 % auf das Segment Mais, mit 13 % auf die Zuckerrüben und mit den verbleibenden 5 % auf die Getreideaktivitäten. Die Segmente im Einzelnen Im Berichtszeitraum entwickelte sich das Maisgeschäft weiter sehr erfreulich. Hierzu trugen sowohl das europäische als auch das nord- amerikanische Geschäft bei. Der Segmentumsatz stieg auf 317,6 (298,7) Mio. €. Die Verkaufssaison für Maissaatgut erstreckt sich aller- dings weit in das vierte Quartal, in dem regelmäßig noch ca. 20 % des Segmentumsatzes getätigt werden. Das Segmentergebnis erreichte 41,7 (31,3) Mio. € und liegt damit deutlich über dem des Vorjahreszeitraums. Auch das Zuckerrübensaatgut-Geschäft konnte im laufenden Jahr zulegen. Während sich unser Geschäft innerhalb des Geltungs- bereichs der Europäischen Zuckermarktordnung trotz der hohen Zuckererträge und der damit leicht rückläufigen Anbaufläche stabili- siert hat, erfuhr es außerhalb der EU-27 eine spürbare Belebung. Hohe Marktpreise für Zucker sowie positive Impulse aus den Märkten Südost- und Osteuropas brachten dort eine Ausdehnung der 6
  • 6. Anbauflächen mit sich. Darüber hinaus verlief der Absatz von deckungsbeitragsstarken herbizidtoleranten Zuckerrüben in Nordamerika äußerst erfreulich, wobei auch höhere Erlöse für die Herbizidtoleranz -Technologie (TechFee) am Markt erzielt wurden. Ferner gingen bereits wertberichtigte Forderungen ein, so dass das Segmentergebnis im Berichtszeitraum auf 43,7 (32,9) Mio. € stieg. Der Umsatz zum 31. März beläuft sich im Segment Getreide auf 65,0 (79,4) Mio. €. Das Getreidegeschäft der KWS ist überwiegend geprägt von einem starken Absatz von Wintergetreidesorten und einem vergleichsweise geringeren Sommergetreidegeschäft. Daher sind die Segmenterlöse im zweiten Halbjahr (1. Januar bis 30. Juni) regelmäßig deutlich geringer als im ersten. Weil die Kostenbelastung über das Jahr annähernd konstant bleibt, verringert sich das Segmentergebnis im Geschäftsverlauf und lag zum Ende des dritten Quartals bei 13,8 (15,2) Mio. €. Der durch das Pflanzkartoffelgeschäft und die landwirtschaftlichen Betriebe erwirtschaftete Segmentumsatz in Züchtung & Dienst- leistungen beträgt zum Ende des dritten Quartals 16,2 (17,1) Mio. €. Das Segmentergebnis beläuft sich auf 19,0 (26,4) Mio. €, wird sich aber im weiteren Geschäftsverlauf noch deutlich reduzieren (vgl. Prognosebericht). Segmentbericht 3. Quartal 1.–3. Quartal in Mio. € 2009/2010 Vorjahr 2009/2010 Vorjahr Umsatzerlöse 466,3 430,5 586,9 572,3 Zuckerrüben 164,5 156,9 188,1 177,1 Mais 285,9 261,0 317,6 298,7 Getreide 9,1 5,2 65,0 79,4 Züchtung & Dienstleistungen 6,8 7,4 16,2 17,1 Betriebsergebnis 170,3 145,7 118,2 105,8 Zuckerrüben 57,4 46,8 43,7 32,9 Mais 59,6 54,8 41,7 31,3 Getreide 0,3 –3,6 13,8 15,2 Züchtung & Dienstleistungen 53,0 47,7 19,0 26,4 Investitionen 15,5 11,3 42,6 44,1 Zuckerrüben 1,0 2,6 5,7 4,4 Mais 3,5 4,9 10,6 12,3 Getreide 0,5 1,0 2,0 2,3 Züchtung & Dienstleistungen 10,5 2,8 24,3 25,1 7
  • 7. Bilanz der KWS Gruppe in Mio. € 31. März 2010 30. Juni 2009 Aktiva Immaterielle Vermögenswerte 48,5 47,9 Sachanlagen 208,8 180,7 Finanzanlagen 4,8 3,2 Langfristige Steuerforderungen 6,4 6,4 Aktive latente Steuern 20,2 16,9 Langfristige Vermögenswerte 288,7 255,1 Vorräte und biologische Vermögenswerte 179,2 121,5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 429,4 216,9 Wertpapiere 9,7 14,1 Flüssige Mittel 70,3 111,5 Kurzfristige Steuerforderungen 18,8 15,6 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 24,9 21,3 Kurzfristige Vermögenswerte 732,3 500,9 Bilanzsumme 1.021,0 756,0 Passiva Gezeichnetes Kapital 19,8 19,8 Kapitalrücklage 5,5 5,5 Gewinnrücklage 468,1 391,9 Anteile anderer Gesellschafter 19,3 17,3 Eigenkapital 512,7 434,5 Langfristige Rückstellungen 61,9 62,0 Langfristige Finanzverbindlichkeiten 16,7 1,9 Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 2,3 6,4 Latente Steuerverbindlichkeiten 22,0 18,1 Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 10,0 10,3 Langfristiges Fremdkapital 112,9 98,7 Kurzfristige Rückstellungen 142,5 112,7 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 88,6 6,7 Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 91,3 55,2 Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten 39,8 18,3 Sonstige Verbindlichkeiten 33,2 29,9 Kurzfristiges Fremdkapital 395,4 222,8 Fremdkapital 508,3 321,5 Bilanzsumme 1.021,0 756,0 Bilanz der KWS Gruppe 8
  • 8. Der Anstieg der Vorräte folgt der planmäßig höheren Produktionsmenge aus der Ernte 2009. Von den 179,2 Mio. € an Vorräten entfallen knapp 63 % auf das Segment Mais und 24 % auf die Zuckerrübe. Im Zuge der Umsatzausweitung liegen die Vorräte um 16,6 Mio.€ über dem entsprechenden Vorjahreswert. Im Rahmen unserer nachhaltigen Wachstumsstrategie ist zudem eine zuneh- mende Bevorratung erforderlich, um den unterschiedlichen Anforde- rungen der individuellen Zukunftsmärkte gerecht zu werden. Der Umsatz des dritten Quartals liegt mit 466,3 Mio. € rund 36 Mio. € über dem Vorjahr und ist ursächlich für den stichtagsbedingten Forderungsaufbau auf 429,4 Mio. €. Davon entfallen ein Drittel auf das Segment Zuckerrüben, während knapp zwei Drittel aus Mais- saatgutlieferungen entstanden sind. Die im Vergleich zum 31. März 2009 leicht erhöhten Steuer- verbindlichkeiten sind in dem guten Geschäftsergebnis des abge- laufenen Quartals begründet. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Ende des dritten Quartals sowie der kurzfristigen Rückstellungen beruhen überwiegend auf noch ausstehenden Lizenzabrechnungen sowie erwarteten Saatgut- retouren und Wertgutschriften. Zur unterjährigen Finanzierung wurden weitere kurzfristige Kredite aufgenommen, die zu einem Anstieg der Finanzverbindlichkeiten führten. Bis zum Ende des Geschäftsjahres werden diese planmäßig zurückgeführt. 9
  • 9. Kapitalflussrechnung 1.–3. Quartal in Mio. € 2009/2010 Vorjahr Periodenergebnis 81,9 70,7 Cash Earnings 88,7 87,9 Mittelbindung im Nettoumlaufvermögen –178,3 –128,5 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit –89,6 –40,6 Cashflow aus Investitionstätigkeit –43,1 –40,2 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 84,2 50,8 Veränderung des Finanzmittelbestandes –48,5 –30,0 Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 125,6 112,9 Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 2,9 1,0 Finanzmittelfonds am Ende der Periode 80,0 83,9 Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war durch den Vorratsaufbau sowie den hohen Forderungsbestand geprägt. Die getätigten Investitionen führten ebenfalls zu einem Zahlungs- mittelabfluss auf Vorjahresniveau. In der Folge reduzierte sich der Finanzmittelfonds vom 30. Juni 2009 zum 31. März 2010 um 45,6 Mio. € auf 80,0 Mio. € und lag damit auf dem Niveau des ver- gleichbaren Vorjahreswertes. 10
  • 10. Entwicklung des Eigenkapitals in Mio. € Anteile Anteile anderer Gruppen- der Gruppe Gesellschafter Eigenkapital Stand: 30. Juni 2008 377,1 20,9 398,0 Gezahlte Dividenden –11,2 –0,7 –11,9 Änderungen des Konsolidierungskreises 0,0 0,0 0,0 Übrige Veränderungen 0,0 0,0 0,0 Gruppenperiodenergebnis 64,1 6,6 70,7 Übriges Gruppenergebnis 5,7 –1,0 4,7 Gruppengesamtergebnis 69,8 5,6 75,4 Stand 31. März 2009 435,7 25,8 461,5 Stand: 30. Juni 2009 417,2 17,3 434,5 Gezahlte Dividenden –11,9 –0,6 –12,5 Änderungen des Konsolidierungskreises 0,0 0,0 0,0 Übrige Veränderungen 0,0 –0,1 –0,1 Gruppenperiodenergebnis 79,3 2,6 81,9 Übriges Gruppenergebnis 8,8 0,1 8,9 Gruppengesamtergebnis 88,1 2,7 90,8 Stand 31. März 2010 493,4 19,3 512,7 Die gute Geschäftsentwicklung im dritten Quartal und das daraus resultierende Periodenergebnis führten zu einem deutlichen Anstieg des Eigenkapitals um insgesamt 78,2 Mio. €. Die Dividende wurde durch Beschluss der Hauptversammlung am 17. Dezember 2009 in Einbeck auf 1,80 € festgelegt. Somit konnte ein Gesamtbetrag von 11,9 Mio. € an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Ende des letzten Geschäftsjahres wurde die 10 %ige Minderheits- beteiligung Dritter am Maisgeschäft zurückerworben, so dass der Anteil anderer Gesellschafter insgesamt deutlich zurückging. Zudem profitierten die anderen Gesellschafter im Vorjahr stärker vom guten Getreideergebnis. 11
  • 11. Mitarbeiter* 1.–3. Quartal 2009/2010 Vorjahr Deutschland 1.415 1.338 Europa (ohne Deutschland) 845 757 Amerika 1.142 1.086 Sonstige Länder 99 104 Gesamt 3.501 3.285 * zum Quartalsende Zum 31. März 2010 waren weltweit 3.501 Mitarbeiter bei KWS beschäftigt. Der Anstieg der Belegschaft ist in allen wesentlichen Wachstumsregionen zu verzeichnen und trägt der Ausweitung un- serer Geschäftstätigkeit Rechnung. Im Jahresdurchschnitt erwarten wir eine Mitarbeiterzahl von über 3.400. Dies entspricht einem Anstieg von 7 % gegenüber dem Vorjahr (3.215). Prognosebericht 2009/2010 Aufgrund guter Sortenleistungen zeichnen sich in unseren wichtig- sten europäischen Maisabsatzgebieten Marktanteilsgewinne ab. Auch in Nordamerika werden wir unsere Position trotz eines erheb- lichen Wettbewerbsdrucks erfolgreich verteidigen. Darüber hinaus entwickelt sich der Dollarkurs derzeit zu unseren Gunsten, so dass wir für das ganze Geschäftsjahr 2009/2010 ein Umsatzwachstum im Segment Mais von mindestens 5 % erwarten. Die mit der Ausweitung unseres Geschäftsvolumens verbundenen Skaleneffekte verbessern die Rentabilität. Wir erwarten, dass das Segmentergebnis zum Ge- schäftsjahresende um gut 30 % gegenüber dem Vorjahr (25,2 Mio. €) zulegt. Das Zuckerrübensaatgut-Geschäft innerhalb der EU-27 ist bereits abgeschlossen. Vorbehaltlich etwaiger Retouren haben wir unseren Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres (112 Mio. €) stabilisiert. Im Rahmen der USDA - Klage in den USA konnten die Interessenverbände mit ihrem Antrag auf einstweilige Verfügung für ein Anbauverbot herbizidtoleranter Zuckerrüben nicht durchdringen. Der kommerzielle Anbau dieser neuen Produkte blieb damit in 12
  • 12. diesem Jahr ohne Einschränkung. Erneut nutzten gut 95 % der Zuckerrübenanbauer diese gentechnisch verbesserten Sorten. Von den steigenden Erlösen für die Technologie (+ 20 %) konnte das Segmentergebnis Zuckerrüben profitieren. Dieses wird um gut 50 % gegenüber dem Vorjahr (23,2 Mio. €) steigen und kehrt damit zu der aus früheren Jahren gewohnten Ertragskraft zurück. Der in den ersten beiden Quartalsberichten erläuterte Geschäfts- verlauf von Hybridroggensaatgut wird zum 30. Juni zu einem rückläufigen Segmentumsatz Getreide auf das Niveau des vorletzten Geschäftsjahres 2007/2008 führen. Die Abschwächung des margen- starken Hybridroggengeschäfts wird das Segmentergebnis gegen- über dem Vorjahr (12,0 Mio. €) voraussichtlich um 35 % mindern. Der Außenumsatz des Segments Züchtung & Dienstleistungen wird erwartungsgemäß rund 23 Mio. € betragen und verbleibt damit auf Vorjahresniveau (23,4 Mio. €). Das Segmentergebnis ist vom Ausbau der F&E-Aktivitäten geprägt. So werden die F&E-Auf- wendungen im laufenden Jahr um rund 9 Mio. € auf ca. 98 Mio. € steigen. Ferner verminderten sich die innerbetrieblichen Lizenz- erträge aus dem Getreide- und Rapsgeschäft. Das Segmentergebnis wird sich somit zum Geschäftsjahresende auf ca. 10 % des Vorjahres- niveaus (17,5 Mio. €) reduzieren. Für die KWS Gruppe ergibt sich insgesamt ein zu erwartender Umsatzanstieg in Höhe von rund 4 % bei einem stabilen Betriebs- ergebnis in Höhe von ca. 78 Mio. €. Risiken- und Chancenbericht Über die im Geschäftsbericht 2008/2009 beschriebenen Risiken und Chancen hinaus, sehen wir heute folgende potenzielle Einfluss- faktoren auf unser Geschäft: Risiken Im Klageverfahren einiger Interessenverbände gegen das US- Landwirtschaftsministerium (USDA) haben die Kläger am 19. Januar 2010 einen Antrag auf einstweilige Verfügung gestellt. Ziel des Antrags ist die Aussetzung der Vertriebs- und Produktions- 13
  • 13. genehmigung für herbizidtolerante Zuckerrüben in den USA bis zur Nachreichung einer umfassenderen Umweltverträglichkeitsstudie. Den Antrag auf einstweilige Verfügung hat der zuständige Richter für die Vegetationsperiode 2010 zwar abgelehnt, doch machte er in sei- ner Entscheidungsbegründung zugleich deutlich, dass darin keine Vorentscheidung in der Hauptsache zu sehen sei. Ein endgültiges Urteil wird diesbezüglich erst gegen Ende des Jahres zu erwarten sein. Chancen Vom Landhandel nicht abverkauftes zertifiziertes Saatgut wird branchenüblich vom Züchter zurückgenommen und für die kom- mende Saison einem erneuten Qualitäts- und Zertifizierungsprozess unterzogen. In der laufenden Saison zeichnet sich eine sehr starke Nachfrage nach unseren Maishybriden ab, so dass die umsatz- mindernden Retouren möglicherweise geringer sein werden als in den Vorjahren üblich. Einbeck, den 28. Mai 2010 KWS SAAT AG Der Vorstand Philip von dem Bussche Christoph Amberger Léon Broers Hagen Duenbostel 14
  • 14. Finanzkalender 28. Oktober 2010 Veröffentlichung Jahresabschluss 2009/2010; Bilanzpressebesprechung in Hannover; Analystenkonferenz in Frankfurt 26. November 2010 Bericht über das 1. Quartal 2010/2011 16. Dezember 2010 Ordentliche Hauptversammlung in Einbeck 15
  • 15. KWS SAAT AG Grimsehlstraße 31 Postfach 14 63 37555 Einbeck Tel.: +49 (0) 55 61/311-0 Fax: +49 (0) 55 61/311-322 www.kws.com E-Mail: info@kws.com