„ Gender und e-Learning“ Delta3 ExpertInnen Workshop Semperdepot 18.04.2006  Britta Schinzel
Inhalt Definitionen Geschlecht - Gender  Gender Mainstreaming Ziele gendersensitiver Orientierung Hintergründe  Allgemeine Ergebnisse zu Gender und Neue Medien...Stereotype? Systematisierungen Handlungsfelder und Massnahmen  Gendergerechte = diversitätsgerechte Gestaltung, Mediendidaktik und Nutzung von Lehr-/Lernmedien  Checklisten für Evaluation
Geschlechterkonzept allgemein Berszinski, Sabine; Messmer, Ruth; Nicoleyczik, Katrin; Remmele, Bernd; RuizBen, Esther; Schinzel, Britta; Schmitz, Sigrid; Stingl, Benjamin; Swadosch, Raphaela; Vossen, Sabine (2002): Geschlecht (SexGender): Geschlechterforschung in der Informatik und an ihren Schnittstellen; FIfFKo 3, 2002.   konstruktivistische Arbeitshypothese: Geschlecht als dynamische Einheit von in Wechselwirkung aus biologischem und (auch dessen) soziokultureller Formung Hergestelltem (Fausto Sterlings  Embodymenttheorie ) setzt Konzepte von “männlich” oder “weiblich” nicht voraus, sondern fragt z.B. danach,  ob die Lernenden (o. Lehrenden!) Annahmen darüber haben, was “Mann” oder “Frau” im Zusammenhang mit neuen Medien bedeutet,  ob bzw. wie sie sich als solche inszenieren, und  ob bzw. wie diese veränderlich/veränderbar sind.
Historische Abfolge des Versuchs zur Integration von Frauen in die Wissenschaft  Frauenförderung (Defizitansatz) Gleichstellungspolitik, Gleichberechtigung (allerdings auf androzentrisch geprägten Strukturen) Chancengleichheit (nimmt bereits unterschiedliche Ausgangslagen in den Blick) Gender Mainstreaming, Managing Diversity, Total E-Quality
GM-Vorgehensempfehlungen des Europarats Statt isolierter Frauenförderung Verlagerung der GM-Aufgabe in den Bereich der politischen usw. Akteure, als Querschnitts- und Gemeinschaftsaufgabe leitungsnahe Ansiedelung des GM-Prozesses  mit  klaren Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten bezieht sich auf alle Aktionen, Maßnahmen, Entscheidungen unter der Geschlechterperspektive, auf unterschiedliche Ausgangsbedingungen der und Auswirkungen auf die Geschlechter fördert Entwicklung von Kooperationsstrukturen und innovative Formen der Zusammenarbeit, Vermittlung von Gender-Kompetenz und -Sachkenntnis durch Bewusstseinsbildung und Schulungen, Forschungsarbeiten und Statistiken zu Geschlechterverhältnissen
Ziele des GM laut BMBF in D Veränderung der Fachinhalte, -methoden, -sichtweisen und Lehrinhalte weg von androzentrischen Prägungen Intitiierung interdisziplinärer Herangehensweisen und Methoden aus fachimmanentem Blickfeld heraus  Theoriebildung, Problemlösung und Anwendung sollen integriert werden, sich im Spannungsfeld zwischen erkenntnistheoretischen und handlungsorientierten Fragestellungen bewegen und die Wechselwirkungen zwischen Wissenschaftsentwicklung und gesellschaftlichem Wandel thematisieren.  Impulse für eine Neukonzeptualisierung im gegebenen Feld auslösen Und zu konkreten Anwendungen führen
in kulturellen, sozialen und Macht- Relationen Durch die Interaktion der Subjekte Gender wird konstruiert: in gendered Strategien In Inkorporierung von gender in Konstruktionen von  Technologie, Wissenschaft und Kunst Gender erscheint: Konstruktiver   Realismus Konstruktiver   Realismus: Sigrid Schmitz, Ruth Messmer
Relevante Geschlechterkonzepte für NM Erfordert Elemente neuerer Geschlechterdiskussion Prozessualisierung,  Relationierung,  Beziehung auf die Handlungsebene  Einbezug symbolischer Codierungen Arbeitsmittel (für die Evaluation) ist das “ Personalausweis - Geschlecht ” (C. Hellferich): Für “Personen, deren Geschlecht im Personalausweis mit weiblich/männlich angegeben ist” verwende ich im folgenden die abkürzende Sprechweise: Frau/Mann.
Was haben Neue Medien und Geschlecht miteinander zu tun? Technik und ihre Produkte siedeln sich in sozialen Kontexten an und sind an der Gestaltung dieser Kontexte beteiligt  IuK-Technologien besonders stark sozial wirksam und „vergeschlechtlichend“  Geschlecht und Medien/Technik sind keine festen Größen, sondern Teile dynamischer sozialer Realität  Individuen bewegen sich in einem Prozeß des gendering, und Technik/Medien sind  immer gendered Britta Schinzel Britta Schinzel  Medien in der Lehre, Innsbruck 6.6.01
Sind beides soziale Errungenschaften Konstituieren sich wechselseitig  Ändern sich historisch Sind beide offen für Interpretation und Variation durch Individuen Ko-Konstruktion Gender Technology Ko-Konstruktion: Wendy Faulkner
Ziele der Genderorientierung in e-learning-Projekten Blick für “Geschlecht” als Wahrnehmungs- und Unterscheidungskategorie schul en, um Gendering der multimedialen Repräsentationen und Kommunikationsangebote zu entschlüsseln oder als Planende und Entwickelnde zu vermeiden Kritische Interventionen zum Einfluss der Neuen Medien auf die symbolische Geschlechterordnung aus der Perspektive der unterschiedlichen Fachdisziplinen  Entwicklung von Bewertungskompetenz durch Mehrperspektivität, Berücksichtigung von Diversity, Kontexten, Kontingenzen, Interdisziplinarität
Grundlagen  für  Gendersensitive Gestaltung, Mediendidaktik und Nutzung von Lernmedien   fehlen noch, (z.B. gendersensitive/r Auswahl und Gebrauch von Lehr/Lernplattformen?) Aber: Mit adäquaten Definitionen fängt es an! Vorgehen erfordert Theorieleitung: mit Bezug auf die Relation zwischen Geschlecht, Informationstechnik und Mediendidaktik vorhergehende Analyse von bereits bekannten einwirkenden Effekten Evaluation und Validierung von e-learning Projekten
(Genderadäquate) Definition von Medienkompetenz ( Baacke 1997)  kommunikative Kompetenz  Erfassung und Bewertung komplexer medienkommunikativer Zusammenhänge  Fertigkeiten in der Handhabung der neuen Technologien  kritisches Urteilsvermögen, um verantwortlichen Umgang mit den Medien zu entwickeln, gezielt und bewusst Medienangebote auszuwählen Fähigkeit, die Neuen Medien als Werkzeuge aufgabenangemessen einsetzen zu können  und sich mit Hilfe der Medien Lebenswelten anzueignen und sie mit zu gestalten.
1. Ziele  gendersensitiver e-learning-Projekte  Verhinderung negativer Wirkungen:  v.a. der Vertiefung der Geschlechterordnung durch den Einschub der digitalen Medien und ihrer androzentrischen Zurichtung für die e-Lehre Durch Schulung der Sicht auf  für “Geschlecht” als Wahrnehmungs- und Unterscheidungskategorie bei Entwickelnden, Lehrenden und Studierenden Entwicklung von Bewertungskompetenz durch Mehrperspektivität, Berücksichtigung von Diversity, Kontexten, Kontingenzen, Interdisziplinarität
2. Ziele  gendersensitiver e-learning-Projekte Möglichkeit der Instandsetzung positiver Wirkungen:  Entwicklung von Medienkompetenz Veränderung der Fachinhalte, -methoden, Sichtweisen und der Lehrinhalte weg von androzentrischen Prägungen interdisziplinäre Herangehensweisen und Methoden  Integration von Theoriebildung, Problemlösung und konkreten Anwendungen,  zwischen erkenntnistheoretischen und handlungsorientierten Fragestellungen,  Thematisierung der Wechselwirkungen zwischen Wissenschaftsentwicklung und gesellschaftlichem Wandel
Unterschiedliche Medienerfahrungen:   Geschlechtsspezifische Sozialisation mit NM   Unterschiedliche  Computernutzung  schon in der Schule, in Computerkultur, ebenso später, arbeiten aber gleich viel damit Vorbilder   In Pubertät bildet sich  Computerkompetenz als Stabilisierungsfaktor für Männlichkeit  heraus Folgen in koedukativen Situationen   Vorwiegend Männer formen die IT ->  Struktur und Anwendungen reflektieren eher bestimmte „männliche“ Lebens- und Wahrnehmungsweisen
Frauen im Internet  Frauen sind gleich kompetent beim Gebrauch des Internet und nutzen es gleich häufig (aber nicht gleich lang) Frauen sind seltener Diskussionpartnerinnen in mailinglists, news-groups  oder chats,  sind weniger oft Inhaberinnen von Homepages weniger Präsentationen von Projekt- oder Publikationsbeschreibungen von Frauen,  Ausnahmen: frauenspezifische Foren und frauenspezifische Themenfelder: Frauenkultur im Ghetto, ein abgetrenntes Terrain innerhalb der Männerkultur
Empirie zeigt verschiedene Schreib- und Kommunikationsstile im Internet Männer reagieren häufiger den Dialog beendend, Beschränkung auf Wesentliches, Richtigkeit, Problemlösungsangebote, stellen Behauptungen auf, widersprechen, beleidigen, flamen Frauen häufiger diskussionsbereiter, halten Diskussion in Gang, fragen, geben zu, etwas nicht zu wissen, erkundigen sich nach der Meinung der anderen, diplomatischer, formulieren in Frage stellend und höflicher Report Tech-Savvy der American Association of Women: Das gebrochene, ambivalente Verhältnis von Mädchen zu Neuen  Technologien scheint teilweise gerechtfertigt, nicht wegen Ängstlichkeit und Inkompetenz. Passivität, Redundanz, Brutalität und gleichzeitige Unsinnlichkeit seien Schwachpunkte. Die Computerszene müsse integrativer, offener, vielseitiger werden
Erklärungen für Ausschluss in Netzen Strukturelle Gründe: Zugang im professionellen Bereich Symbolische Gründe:  geschlechtsspezifische  Kommunikationsstile  verdrängen Frauen aus Kommunikationssituationen  Anmache  und  Agressivität  (flaming) führen zum Rückzug der Frauen  Tendenz zur Ästhetisierung  von Information, um im Internet (bei Millionen homepages) aufzufallen: Arkadische Oberflächen, narzisstisch-stilisierte Präsentation vs. Brauchbarkeit und Nützlichkeit Medienkultur als  Spiel kultur vs. sinn- und zweckbezogenes Arbeiten
Gendereffekte bei der online Kommunikation werden beeinflusst durch (Herring behindernder vs. unterstützender Stil): Aber: bei Gender und Kommunikation Aber: Kommunikationsstile hängen vom Kontext ab! Gendermischung der Gruppe  Ausmaß an Anonymität Stufen der Professionalität Fähigkeit, Kommunikation zu reflektieren
Warum ist gender-Sensibilisierung  in der e-Lehre nötig? Unterschiedliche Medienerfahrungen  (Bezug auf Vorgeschichte) Kontingente Nutzungsarten  (Bezug auf Interessen und Lerntypen) Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung in Multimediaprojekten  (Bezug auf Folgen der Arbeitsorganisation) Verhinderung von androzentrischer Lehre und der Vertiefung der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung  (Bezug auf Folgen des e-learning)
Gender research in e-learning: Stereotypen? Technische Barrieren computer literacy  Lernstile Navigationsstrategien Kommunikationsstile Daher
Leichter Zugang für Anfänger Einfacher und intuitiver Gebrauch (Problem divers!)  Erweiterte und avancierte Funktionalitäten Offenheit für eigene Gestaltung Z.B.. computer literacy e-learning für Diversity öffnen!
learners tools  learning scenarios interaction age, gender, ethnicity,  language experience ( qualification,   computer literacy), cognitive/ learning/communication style, resources (technical, economic, social), motivation,  interests, opinions, values, family and work situation  didactics (learning theory,  synchrony, schedule etc.), discipline (requirements, methods, culture), group (size,  gender/ethnic/qualification mix), level of support (tutors, hotlines) content functions, design, support, usability, convertibility, technical requirements, navigation  language, metaphors, pictures, examples, arrangement of topics (hierarchy), valuations e-learning systems  diversity aspects in e-learning
Systematisierungen nach Einflussgrößen Medienfunktionen Phasen der Entwicklung Learning what Learning how
access to resources learning design nature of content Kommunikation und Kooperation Lernende, Kommunikationsstile, Lernstile Sprache, Repräsentation und Visualisierungen Hierarchisierungen und Verlinkungen Materielle und Institutionelle Barrieren Situations- und neigungsbedingte Barrieren SYSTEMATISIERUNG DES FORSCHUNGSSTANDES „E-LEARNING UND GENDER“ Benutzung Lernforen- und -formen Lehrende, Entwickelnde, Arbeitsorganisation Medienbiographien Lernziele Fachkultur R. Messmer u. B. Schinzel Mediendidaktik Lernerfolgskontrolle Auswahl und Organisation des Wissens Definitionen und Symbole
Primäre Medienfunktionen: durch Technik Zeichen erzeugen, sie ins Wahrnehmungsfeld des Menschen bringen und sie dauerhaft verknüpfen  (Hauptfeld und  Rationalisierungspotential  von Multimedia) Sekundäre Medienfunktionen: didaktisches und pädagogisches Wissen sowohl über die zu vermittelnden Inhalte als auch über den Lernprozess selbst , medienunterstützt zu verankern: Inhalte, Instruktion, Kooperation [Tertiäre Medienfunktionen (R.K.-S.):  Funktionen zur Implementierung „ lernfähiger“ Systeme ] Überall ist gender eingelassen bzw. relevant Systematisierung technisierter Anteile  über Medienfunktionen  (nach R. Keil-Slawik)
Inhaltsebene: Auswahl, Repräsentation und Zusammenstellung des Lehrstoffs, kommentierende Bewertung, Bsp.e, Aufgaben (Bsp.: web, Plattform, CDs) Instruktionsebene: Festlegung der Reihenfolge der Bearbeitung, Mechanismen der Rückmeldung, Lernerfolgskontrolle, Implementierung von Vermittlungs- und Übungskonzepten (Bsp.: Konzeptmanager) Kooperationsebene: methodische Einbettung in kooperative Lernprozesse, Mechanismen zur Abstimmungs-und Entscheidungsunterstützung, Umsetzung von Diskursverfahren und Rollenspielen (Bsp: Kommunikationstools, Geteilte Anwendungen, Geteilter Arbeitsraum) Sekundäre Medienfunktionen learning design learning how nature of content learning what access to resources
Gendering in Neuen Medien  (betrifft Repräsentation von content und Lerndesign)  kann entstehen bei Inhalte,  Sprache,  Inhaltsrepräsentation und –organisation (Farbe, Text, Schrift, Ton, Bilder, Visualisierungen, Kartographierungen  mit normierenden Eigenschaften) Paradigmen und Sprache, Metaphern, Leitbilder  (Werkzeug- vs. Maschinenmetaphern, die Methaphorik der Austauschbarkeit von Mensch und Maschine) Ästhetisierungen, Metaphorik der Icons,  Symbole Lernplattform- oder Groupwaredesign - für  Interaktion, Kommunikation und Kooperation,  Design von  Benutzung,  Hypertextorganisation,  Navigation und Funktionalität Erste Beispiele die Informationserschließung im Internet: Raumorientierung bei der Navigation, wie im realen Leben
Noch einmal zum theoretischen Ansatz Analyse der IT-Mittel und Nutzung brachte Androzentrismen und Inadäquatheiten zum Vorschein, relevant für Geschlecht, aber auch für Kultur, Ethnie, Sprache, Alter, Klasse,.. Diversitätsansatz verfolgen keine Festschreibung von Geschlechter- u.a. Differenzen, sondern Öffnen eines Raums für Unterschiede Konstruktives Vorgehen, gemäßigt konstruktivistisches Lernparadigma
Entwicklungsphase  Arbeitsorganisation, Curriculum,  Technik, Mediendidaktik, mediierte Inhaltsaufbereitung  Planungsphase  Auswahl von Lehr-/Lernzielen, Zugängen zu Wissen, Medien, mediendidaktischen Konzepten für Zielgruppen und Inhalte Einsatzphase  Organisation und Taktung der Lehre (Präsenzphasen, online-/offline-Phasen) Betreuung der Studierenden  Interaktionen bei der mobilen Lehre Beobachtende und begleitende Evaluation  Genderrelevante Phasen der NM-Lehre
Ad 1. Arbeitsorganisation der EntwicklerInnen und Lehrenden, Gruppenprozesse  gegen geschlechtsspezifische  Arbeitsteilung: Technik - Inhalte Ad 2. „Diversity“ von Interessen, Zugängen, Repräsentationsformen, Lernstilen und Sichten erlauben  Ad 3. Kooperation fördern face to face- Etablierung persönlicher Beziehungen wichtig Computerbesitz berücksichtigen  Beispiele für gendersensitive Intervention   bei den Phasen der e- Lehre
Lerner dort abholen, wo sie stehen:  gute NM-Einführung und –Dokumentation für einheitliche Medienkompetenz  Ansatz bei den Lernbedürfnissen und Lernfähigkeiten den Lernenden gemäßigt konstruktivistische Lernmodelle verfolgen  (Lernerlenkung statt Orientierungslosigkeit)  Eigenverantwortlich vom Lerner zu initiierende aktive Prozesse unterstützen weniger kursorisches Wissen als flexible Inhalte, Anwendungen von Methoden zur Aneignung situativ sinnvoller Kenntnisse  Allgemeine mediendidaktische  Anforderungen für Diversity
verschiedene Zugangsweisen und Lernstile bedienen In verschiedenen soziokulturellen und individuellen Kontexten entwickeln Individuen unterschiedliche Denkmuster und kognitive und Zugangs-Stile Beispielsweise für  Benutzungsoberflächen  die Hypertextorganisation:Informationserschließung im Internet: Raumorientierung bei der Navigation an Landmarken, oder über hierarchische Suche Weiterer Grund: Wissen und seine Einbindung in Praxis sind einem beschleunigten Wandlungsprozeß unterworfen,     daher Diversifizierung wichtig
Gendersensible Elemente der Benutzung Individuelle Aneignung der Metaphorik der Interfaces (Andersen 1990; Stingl, in Schinzel et al 2003):  Menus, Dialogfenster, Archive, etc. BenutzerInnenführung, etwa 2-dim. mit WIMP-Paradigma (Window, Icon, Menu und Pointing Device) benutzen spezifische Navigationskonzepte Arrangement der Programmteile und –funktionen, implizite Funktionalität und Interpretationsvorschrift der Steuerungselemente der Navigations- und Kontrollinterfaces (Weiss 1994) legen Folgen fest, aber die kognitiven Transferleistungen   auf die thematische, funktionale und räumliche Struktur der präsentierten Funktionen  sind unterschiedlich
Navigation Empfehlungen Gelenkt-sequentielle oder hierarchischer Führung  nur für erste Erschließung  Concept maps  für Überblick im Gesamten 3-D-Repräsentationen  mit 3-D-Navigationstools Freie Navigation  für selbstgesteuertes Lernen, zielorientierte Nutzung Im Zweifelsfall: multioptionale Navigationskonzepte  
Phase 3. Schaffung von Voraussetzungen  Kennenlernen organisieren (Einsicht in verschiedene Wissenshintergründe) Kooperationsziele vermitteln Leistungsanforderungen, Ergebnissicherung klären Regeln (gendersensitiv) für die Gruppenarbeit gemeinsam entwickeln  Raum für informelle Strukturen schaffen Ansprechbarkeit organisieren Taktung festlegen Technische Voraussetzungen vermitteln
Checklisten für Evaluation Lernende:  IT Sozialisation  Individuelle Handlungsstrategien beim eLearning  Gender-Stereotypen Lehrende:  IT Sozialisation Handlungsstrategien und -reflexion  Gender-Stereotypen Entwickelnde:  IT Sozialisation Handlungsstrategien und -reflexion  Gender-Stereotypen
Lernende IT Sozialisation:  IT Nutzung (Zweck, Häufigkeit, Zeitpunkt)  IT Kompetenz, Selbstbild  Zugang  Soziodemographische Daten und Sozialisationskontexte  Individuelle Handlungsstrategien beim eLearning:  Umgang mit Barrieren (Technik als determinierender Faktor über Lern- und Kommunikationsstile, einseitige Inhalte-Repräsentation, Strategien der Suche von Unterstützung, etc.)  Gründe für Nichtteilname an eLearning-Kursen bzw. Drop-Out  Kontexte: Berufstätigkeit, Kindererziehung, Zusammensetzung der Kurse, Geschlecht Lehrende  Gender-Stereotypen:  Welche Stereotypen liegen vor?  Welche Stereotypen werden bei den anderen Gruppen vermutet?  Verhältnis Selbstbild versus Stereotypen?
Lehrende IT Sozialisation:  eLearning-Strategie in der Organisation?  Erfahrungen mit IT/eLearning als Bildungsinhalte/als Lernmethode?  Technische Ausrüstung  Handlungsstrategien und -reflexion:  Werden tatsächliche Anforderungen der jeweiligen Zielgruppen von eLearning-Angeboten erfasst und berücksichtigt?  In welcher Form ist eine solche Berücksichtigung technisch/organisatorisch möglich?  Wie werden genderbezogene Aspekte thematisiert?  Nach welchen Kriterien erfolgt die Auswahl von eLearning-Systemen?  Welche Evaluationsstrategien werden umgesetzt?  Welche Form hat der Austausch mit Gruppe 3?  Gender-Stereotypen:  oFinden Stereotypen Berücksichtigung in der Implementierung?  Welche Stereotypen werden bei den anderen Gruppen vermutet?
Entwickelnde IT Sozialisation:  Zugang der Organisation zum Themenkomplex eLearning  Involvierung der Geschlechter in Entwicklungsprozesse  - Handlungsstrategien und -reflexion:  Werden Anforderungen der Zielgruppen systematisch analysiert und berücksichtigt?  Gibt es Rückkopplungen mit Gruppen 1 und 2?  Inwiefern finden diese Berücksichtigung in der Produktion?  Wie werden Genderaspekte berücksichtigt?  Welche Strategien zur Inklusion unterschiedlicher Anforderungen liegen vor?  - Gender-Stereotypen:  Was heißt gendersensitives eLearning?  Beurteilung der Bedeutung gendersensitiver eLearning-Strategien
Interdisziplinarität Alle unsere Lehre, Seminare (auch Hörer) zwischen den Welten der Kulturwiss. und MINT Projekte VIROR: Informatik, Pädagogik, Sozialpädagogik, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Gender Studies  RION:  Jura, Informatik, Informationswirte, Wirtschaftswissenschaften   F-Moll: Informatik, I&G, Mikrosystemtechnik, Musikwissenschaften, Psychologie, Pädagogik, Ägyptologie, Gender Studies, Sozialpädagogik
Student participation in notebook courses in % (University of Freiburg 2002/2003) computer literacy, gender & discipline  Musicology Microsystem  Technology Psychology Economics Archaeology % Women in discipline % Women in Notebook courses (Source: F-MoLL, Freiburg)
Modular Useroriented System Niedrigschwelliger Einstieg und Skalierbarkeit: Erweiterbarkeit von Modulen und Funktionalitäten entsprechend der Lernerfähigkeiten  Modularität:   kombination von Modulen entsprechend dem Lernszenario  Flexibilität: Repräsentation der Daten und Inhalte entsprechend den Lernervorlieben Bsp. Lernplattform ModUS in GIN
find content work and critical discussion on content prepare material together find decisions  brainstorming   content management systems that visualise relations between contents (e.g. Topic Maps) annotation functions, including communication text editing functions questionnaires whiteboards demands for technical development  collaborative learning
Danksagung an MA Regina Claus Dr. Bernhard Nett MA Ruth Messmer Dipl. Inf. Katharina Schmidt PD Dr. Sigrid Schmitz Janne Schulz MA Christoph Taubmann
Organisationen haben Gender Patterns Gender Patterns bilden Hegemonien Führen zu Geschlechterzuschreibungen Vorstellungen von Geschlechterzuschreibungen Weiblich kodierte Tätigkeiten werden übersehen, im Design werden die dann vergessen Untersuchung: Ich-Methodologie Winker: Einordnung von Informationen in Wissensräumen Ausschließungsmechanismen durch Sprache, Ressourcenzugänge,…

eGender: Britta Schinzel

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    „ Gender unde-Learning“ Delta3 ExpertInnen Workshop Semperdepot 18.04.2006 Britta Schinzel
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    Inhalt Definitionen Geschlecht- Gender Gender Mainstreaming Ziele gendersensitiver Orientierung Hintergründe Allgemeine Ergebnisse zu Gender und Neue Medien...Stereotype? Systematisierungen Handlungsfelder und Massnahmen Gendergerechte = diversitätsgerechte Gestaltung, Mediendidaktik und Nutzung von Lehr-/Lernmedien Checklisten für Evaluation
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    Geschlechterkonzept allgemein Berszinski,Sabine; Messmer, Ruth; Nicoleyczik, Katrin; Remmele, Bernd; RuizBen, Esther; Schinzel, Britta; Schmitz, Sigrid; Stingl, Benjamin; Swadosch, Raphaela; Vossen, Sabine (2002): Geschlecht (SexGender): Geschlechterforschung in der Informatik und an ihren Schnittstellen; FIfFKo 3, 2002. konstruktivistische Arbeitshypothese: Geschlecht als dynamische Einheit von in Wechselwirkung aus biologischem und (auch dessen) soziokultureller Formung Hergestelltem (Fausto Sterlings Embodymenttheorie ) setzt Konzepte von “männlich” oder “weiblich” nicht voraus, sondern fragt z.B. danach, ob die Lernenden (o. Lehrenden!) Annahmen darüber haben, was “Mann” oder “Frau” im Zusammenhang mit neuen Medien bedeutet, ob bzw. wie sie sich als solche inszenieren, und ob bzw. wie diese veränderlich/veränderbar sind.
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    Historische Abfolge desVersuchs zur Integration von Frauen in die Wissenschaft Frauenförderung (Defizitansatz) Gleichstellungspolitik, Gleichberechtigung (allerdings auf androzentrisch geprägten Strukturen) Chancengleichheit (nimmt bereits unterschiedliche Ausgangslagen in den Blick) Gender Mainstreaming, Managing Diversity, Total E-Quality
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    GM-Vorgehensempfehlungen des EuroparatsStatt isolierter Frauenförderung Verlagerung der GM-Aufgabe in den Bereich der politischen usw. Akteure, als Querschnitts- und Gemeinschaftsaufgabe leitungsnahe Ansiedelung des GM-Prozesses mit klaren Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten bezieht sich auf alle Aktionen, Maßnahmen, Entscheidungen unter der Geschlechterperspektive, auf unterschiedliche Ausgangsbedingungen der und Auswirkungen auf die Geschlechter fördert Entwicklung von Kooperationsstrukturen und innovative Formen der Zusammenarbeit, Vermittlung von Gender-Kompetenz und -Sachkenntnis durch Bewusstseinsbildung und Schulungen, Forschungsarbeiten und Statistiken zu Geschlechterverhältnissen
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    Ziele des GMlaut BMBF in D Veränderung der Fachinhalte, -methoden, -sichtweisen und Lehrinhalte weg von androzentrischen Prägungen Intitiierung interdisziplinärer Herangehensweisen und Methoden aus fachimmanentem Blickfeld heraus Theoriebildung, Problemlösung und Anwendung sollen integriert werden, sich im Spannungsfeld zwischen erkenntnistheoretischen und handlungsorientierten Fragestellungen bewegen und die Wechselwirkungen zwischen Wissenschaftsentwicklung und gesellschaftlichem Wandel thematisieren. Impulse für eine Neukonzeptualisierung im gegebenen Feld auslösen Und zu konkreten Anwendungen führen
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    in kulturellen, sozialenund Macht- Relationen Durch die Interaktion der Subjekte Gender wird konstruiert: in gendered Strategien In Inkorporierung von gender in Konstruktionen von Technologie, Wissenschaft und Kunst Gender erscheint: Konstruktiver Realismus Konstruktiver Realismus: Sigrid Schmitz, Ruth Messmer
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    Relevante Geschlechterkonzepte fürNM Erfordert Elemente neuerer Geschlechterdiskussion Prozessualisierung, Relationierung, Beziehung auf die Handlungsebene Einbezug symbolischer Codierungen Arbeitsmittel (für die Evaluation) ist das “ Personalausweis - Geschlecht ” (C. Hellferich): Für “Personen, deren Geschlecht im Personalausweis mit weiblich/männlich angegeben ist” verwende ich im folgenden die abkürzende Sprechweise: Frau/Mann.
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    Was haben NeueMedien und Geschlecht miteinander zu tun? Technik und ihre Produkte siedeln sich in sozialen Kontexten an und sind an der Gestaltung dieser Kontexte beteiligt IuK-Technologien besonders stark sozial wirksam und „vergeschlechtlichend“ Geschlecht und Medien/Technik sind keine festen Größen, sondern Teile dynamischer sozialer Realität Individuen bewegen sich in einem Prozeß des gendering, und Technik/Medien sind immer gendered Britta Schinzel Britta Schinzel Medien in der Lehre, Innsbruck 6.6.01
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    Sind beides sozialeErrungenschaften Konstituieren sich wechselseitig Ändern sich historisch Sind beide offen für Interpretation und Variation durch Individuen Ko-Konstruktion Gender Technology Ko-Konstruktion: Wendy Faulkner
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    Ziele der Genderorientierungin e-learning-Projekten Blick für “Geschlecht” als Wahrnehmungs- und Unterscheidungskategorie schul en, um Gendering der multimedialen Repräsentationen und Kommunikationsangebote zu entschlüsseln oder als Planende und Entwickelnde zu vermeiden Kritische Interventionen zum Einfluss der Neuen Medien auf die symbolische Geschlechterordnung aus der Perspektive der unterschiedlichen Fachdisziplinen Entwicklung von Bewertungskompetenz durch Mehrperspektivität, Berücksichtigung von Diversity, Kontexten, Kontingenzen, Interdisziplinarität
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    Grundlagen für Gendersensitive Gestaltung, Mediendidaktik und Nutzung von Lernmedien fehlen noch, (z.B. gendersensitive/r Auswahl und Gebrauch von Lehr/Lernplattformen?) Aber: Mit adäquaten Definitionen fängt es an! Vorgehen erfordert Theorieleitung: mit Bezug auf die Relation zwischen Geschlecht, Informationstechnik und Mediendidaktik vorhergehende Analyse von bereits bekannten einwirkenden Effekten Evaluation und Validierung von e-learning Projekten
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    (Genderadäquate) Definition vonMedienkompetenz ( Baacke 1997) kommunikative Kompetenz Erfassung und Bewertung komplexer medienkommunikativer Zusammenhänge Fertigkeiten in der Handhabung der neuen Technologien kritisches Urteilsvermögen, um verantwortlichen Umgang mit den Medien zu entwickeln, gezielt und bewusst Medienangebote auszuwählen Fähigkeit, die Neuen Medien als Werkzeuge aufgabenangemessen einsetzen zu können und sich mit Hilfe der Medien Lebenswelten anzueignen und sie mit zu gestalten.
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    1. Ziele gendersensitiver e-learning-Projekte Verhinderung negativer Wirkungen: v.a. der Vertiefung der Geschlechterordnung durch den Einschub der digitalen Medien und ihrer androzentrischen Zurichtung für die e-Lehre Durch Schulung der Sicht auf für “Geschlecht” als Wahrnehmungs- und Unterscheidungskategorie bei Entwickelnden, Lehrenden und Studierenden Entwicklung von Bewertungskompetenz durch Mehrperspektivität, Berücksichtigung von Diversity, Kontexten, Kontingenzen, Interdisziplinarität
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    2. Ziele gendersensitiver e-learning-Projekte Möglichkeit der Instandsetzung positiver Wirkungen: Entwicklung von Medienkompetenz Veränderung der Fachinhalte, -methoden, Sichtweisen und der Lehrinhalte weg von androzentrischen Prägungen interdisziplinäre Herangehensweisen und Methoden Integration von Theoriebildung, Problemlösung und konkreten Anwendungen, zwischen erkenntnistheoretischen und handlungsorientierten Fragestellungen, Thematisierung der Wechselwirkungen zwischen Wissenschaftsentwicklung und gesellschaftlichem Wandel
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    Unterschiedliche Medienerfahrungen: Geschlechtsspezifische Sozialisation mit NM Unterschiedliche Computernutzung schon in der Schule, in Computerkultur, ebenso später, arbeiten aber gleich viel damit Vorbilder In Pubertät bildet sich Computerkompetenz als Stabilisierungsfaktor für Männlichkeit heraus Folgen in koedukativen Situationen Vorwiegend Männer formen die IT -> Struktur und Anwendungen reflektieren eher bestimmte „männliche“ Lebens- und Wahrnehmungsweisen
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    Frauen im Internet Frauen sind gleich kompetent beim Gebrauch des Internet und nutzen es gleich häufig (aber nicht gleich lang) Frauen sind seltener Diskussionpartnerinnen in mailinglists, news-groups oder chats, sind weniger oft Inhaberinnen von Homepages weniger Präsentationen von Projekt- oder Publikationsbeschreibungen von Frauen, Ausnahmen: frauenspezifische Foren und frauenspezifische Themenfelder: Frauenkultur im Ghetto, ein abgetrenntes Terrain innerhalb der Männerkultur
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    Empirie zeigt verschiedeneSchreib- und Kommunikationsstile im Internet Männer reagieren häufiger den Dialog beendend, Beschränkung auf Wesentliches, Richtigkeit, Problemlösungsangebote, stellen Behauptungen auf, widersprechen, beleidigen, flamen Frauen häufiger diskussionsbereiter, halten Diskussion in Gang, fragen, geben zu, etwas nicht zu wissen, erkundigen sich nach der Meinung der anderen, diplomatischer, formulieren in Frage stellend und höflicher Report Tech-Savvy der American Association of Women: Das gebrochene, ambivalente Verhältnis von Mädchen zu Neuen Technologien scheint teilweise gerechtfertigt, nicht wegen Ängstlichkeit und Inkompetenz. Passivität, Redundanz, Brutalität und gleichzeitige Unsinnlichkeit seien Schwachpunkte. Die Computerszene müsse integrativer, offener, vielseitiger werden
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    Erklärungen für Ausschlussin Netzen Strukturelle Gründe: Zugang im professionellen Bereich Symbolische Gründe: geschlechtsspezifische Kommunikationsstile verdrängen Frauen aus Kommunikationssituationen Anmache und Agressivität (flaming) führen zum Rückzug der Frauen Tendenz zur Ästhetisierung von Information, um im Internet (bei Millionen homepages) aufzufallen: Arkadische Oberflächen, narzisstisch-stilisierte Präsentation vs. Brauchbarkeit und Nützlichkeit Medienkultur als Spiel kultur vs. sinn- und zweckbezogenes Arbeiten
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    Gendereffekte bei deronline Kommunikation werden beeinflusst durch (Herring behindernder vs. unterstützender Stil): Aber: bei Gender und Kommunikation Aber: Kommunikationsstile hängen vom Kontext ab! Gendermischung der Gruppe Ausmaß an Anonymität Stufen der Professionalität Fähigkeit, Kommunikation zu reflektieren
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    Warum ist gender-Sensibilisierung in der e-Lehre nötig? Unterschiedliche Medienerfahrungen (Bezug auf Vorgeschichte) Kontingente Nutzungsarten (Bezug auf Interessen und Lerntypen) Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung in Multimediaprojekten (Bezug auf Folgen der Arbeitsorganisation) Verhinderung von androzentrischer Lehre und der Vertiefung der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung (Bezug auf Folgen des e-learning)
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    Gender research ine-learning: Stereotypen? Technische Barrieren computer literacy Lernstile Navigationsstrategien Kommunikationsstile Daher
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    Leichter Zugang fürAnfänger Einfacher und intuitiver Gebrauch (Problem divers!) Erweiterte und avancierte Funktionalitäten Offenheit für eigene Gestaltung Z.B.. computer literacy e-learning für Diversity öffnen!
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    learners tools learning scenarios interaction age, gender, ethnicity, language experience ( qualification, computer literacy), cognitive/ learning/communication style, resources (technical, economic, social), motivation, interests, opinions, values, family and work situation didactics (learning theory, synchrony, schedule etc.), discipline (requirements, methods, culture), group (size, gender/ethnic/qualification mix), level of support (tutors, hotlines) content functions, design, support, usability, convertibility, technical requirements, navigation language, metaphors, pictures, examples, arrangement of topics (hierarchy), valuations e-learning systems diversity aspects in e-learning
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    Systematisierungen nach EinflussgrößenMedienfunktionen Phasen der Entwicklung Learning what Learning how
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    access to resourceslearning design nature of content Kommunikation und Kooperation Lernende, Kommunikationsstile, Lernstile Sprache, Repräsentation und Visualisierungen Hierarchisierungen und Verlinkungen Materielle und Institutionelle Barrieren Situations- und neigungsbedingte Barrieren SYSTEMATISIERUNG DES FORSCHUNGSSTANDES „E-LEARNING UND GENDER“ Benutzung Lernforen- und -formen Lehrende, Entwickelnde, Arbeitsorganisation Medienbiographien Lernziele Fachkultur R. Messmer u. B. Schinzel Mediendidaktik Lernerfolgskontrolle Auswahl und Organisation des Wissens Definitionen und Symbole
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    Primäre Medienfunktionen: durchTechnik Zeichen erzeugen, sie ins Wahrnehmungsfeld des Menschen bringen und sie dauerhaft verknüpfen (Hauptfeld und Rationalisierungspotential von Multimedia) Sekundäre Medienfunktionen: didaktisches und pädagogisches Wissen sowohl über die zu vermittelnden Inhalte als auch über den Lernprozess selbst , medienunterstützt zu verankern: Inhalte, Instruktion, Kooperation [Tertiäre Medienfunktionen (R.K.-S.): Funktionen zur Implementierung „ lernfähiger“ Systeme ] Überall ist gender eingelassen bzw. relevant Systematisierung technisierter Anteile über Medienfunktionen (nach R. Keil-Slawik)
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    Inhaltsebene: Auswahl, Repräsentationund Zusammenstellung des Lehrstoffs, kommentierende Bewertung, Bsp.e, Aufgaben (Bsp.: web, Plattform, CDs) Instruktionsebene: Festlegung der Reihenfolge der Bearbeitung, Mechanismen der Rückmeldung, Lernerfolgskontrolle, Implementierung von Vermittlungs- und Übungskonzepten (Bsp.: Konzeptmanager) Kooperationsebene: methodische Einbettung in kooperative Lernprozesse, Mechanismen zur Abstimmungs-und Entscheidungsunterstützung, Umsetzung von Diskursverfahren und Rollenspielen (Bsp: Kommunikationstools, Geteilte Anwendungen, Geteilter Arbeitsraum) Sekundäre Medienfunktionen learning design learning how nature of content learning what access to resources
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    Gendering in NeuenMedien (betrifft Repräsentation von content und Lerndesign) kann entstehen bei Inhalte, Sprache, Inhaltsrepräsentation und –organisation (Farbe, Text, Schrift, Ton, Bilder, Visualisierungen, Kartographierungen mit normierenden Eigenschaften) Paradigmen und Sprache, Metaphern, Leitbilder (Werkzeug- vs. Maschinenmetaphern, die Methaphorik der Austauschbarkeit von Mensch und Maschine) Ästhetisierungen, Metaphorik der Icons, Symbole Lernplattform- oder Groupwaredesign - für Interaktion, Kommunikation und Kooperation, Design von Benutzung, Hypertextorganisation, Navigation und Funktionalität Erste Beispiele die Informationserschließung im Internet: Raumorientierung bei der Navigation, wie im realen Leben
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    Noch einmal zumtheoretischen Ansatz Analyse der IT-Mittel und Nutzung brachte Androzentrismen und Inadäquatheiten zum Vorschein, relevant für Geschlecht, aber auch für Kultur, Ethnie, Sprache, Alter, Klasse,.. Diversitätsansatz verfolgen keine Festschreibung von Geschlechter- u.a. Differenzen, sondern Öffnen eines Raums für Unterschiede Konstruktives Vorgehen, gemäßigt konstruktivistisches Lernparadigma
  • 31.
    Entwicklungsphase Arbeitsorganisation,Curriculum, Technik, Mediendidaktik, mediierte Inhaltsaufbereitung Planungsphase Auswahl von Lehr-/Lernzielen, Zugängen zu Wissen, Medien, mediendidaktischen Konzepten für Zielgruppen und Inhalte Einsatzphase Organisation und Taktung der Lehre (Präsenzphasen, online-/offline-Phasen) Betreuung der Studierenden Interaktionen bei der mobilen Lehre Beobachtende und begleitende Evaluation Genderrelevante Phasen der NM-Lehre
  • 32.
    Ad 1. Arbeitsorganisationder EntwicklerInnen und Lehrenden, Gruppenprozesse gegen geschlechtsspezifische Arbeitsteilung: Technik - Inhalte Ad 2. „Diversity“ von Interessen, Zugängen, Repräsentationsformen, Lernstilen und Sichten erlauben Ad 3. Kooperation fördern face to face- Etablierung persönlicher Beziehungen wichtig Computerbesitz berücksichtigen Beispiele für gendersensitive Intervention bei den Phasen der e- Lehre
  • 33.
    Lerner dort abholen,wo sie stehen: gute NM-Einführung und –Dokumentation für einheitliche Medienkompetenz Ansatz bei den Lernbedürfnissen und Lernfähigkeiten den Lernenden gemäßigt konstruktivistische Lernmodelle verfolgen (Lernerlenkung statt Orientierungslosigkeit) Eigenverantwortlich vom Lerner zu initiierende aktive Prozesse unterstützen weniger kursorisches Wissen als flexible Inhalte, Anwendungen von Methoden zur Aneignung situativ sinnvoller Kenntnisse Allgemeine mediendidaktische Anforderungen für Diversity
  • 34.
    verschiedene Zugangsweisen undLernstile bedienen In verschiedenen soziokulturellen und individuellen Kontexten entwickeln Individuen unterschiedliche Denkmuster und kognitive und Zugangs-Stile Beispielsweise für Benutzungsoberflächen die Hypertextorganisation:Informationserschließung im Internet: Raumorientierung bei der Navigation an Landmarken, oder über hierarchische Suche Weiterer Grund: Wissen und seine Einbindung in Praxis sind einem beschleunigten Wandlungsprozeß unterworfen,  daher Diversifizierung wichtig
  • 35.
    Gendersensible Elemente derBenutzung Individuelle Aneignung der Metaphorik der Interfaces (Andersen 1990; Stingl, in Schinzel et al 2003): Menus, Dialogfenster, Archive, etc. BenutzerInnenführung, etwa 2-dim. mit WIMP-Paradigma (Window, Icon, Menu und Pointing Device) benutzen spezifische Navigationskonzepte Arrangement der Programmteile und –funktionen, implizite Funktionalität und Interpretationsvorschrift der Steuerungselemente der Navigations- und Kontrollinterfaces (Weiss 1994) legen Folgen fest, aber die kognitiven Transferleistungen auf die thematische, funktionale und räumliche Struktur der präsentierten Funktionen sind unterschiedlich
  • 36.
    Navigation Empfehlungen Gelenkt-sequentielleoder hierarchischer Führung nur für erste Erschließung Concept maps für Überblick im Gesamten 3-D-Repräsentationen mit 3-D-Navigationstools Freie Navigation für selbstgesteuertes Lernen, zielorientierte Nutzung Im Zweifelsfall: multioptionale Navigationskonzepte  
  • 37.
    Phase 3. Schaffungvon Voraussetzungen Kennenlernen organisieren (Einsicht in verschiedene Wissenshintergründe) Kooperationsziele vermitteln Leistungsanforderungen, Ergebnissicherung klären Regeln (gendersensitiv) für die Gruppenarbeit gemeinsam entwickeln Raum für informelle Strukturen schaffen Ansprechbarkeit organisieren Taktung festlegen Technische Voraussetzungen vermitteln
  • 38.
    Checklisten für EvaluationLernende: IT Sozialisation Individuelle Handlungsstrategien beim eLearning Gender-Stereotypen Lehrende: IT Sozialisation Handlungsstrategien und -reflexion Gender-Stereotypen Entwickelnde: IT Sozialisation Handlungsstrategien und -reflexion Gender-Stereotypen
  • 39.
    Lernende IT Sozialisation: IT Nutzung (Zweck, Häufigkeit, Zeitpunkt) IT Kompetenz, Selbstbild Zugang Soziodemographische Daten und Sozialisationskontexte Individuelle Handlungsstrategien beim eLearning: Umgang mit Barrieren (Technik als determinierender Faktor über Lern- und Kommunikationsstile, einseitige Inhalte-Repräsentation, Strategien der Suche von Unterstützung, etc.) Gründe für Nichtteilname an eLearning-Kursen bzw. Drop-Out Kontexte: Berufstätigkeit, Kindererziehung, Zusammensetzung der Kurse, Geschlecht Lehrende Gender-Stereotypen: Welche Stereotypen liegen vor? Welche Stereotypen werden bei den anderen Gruppen vermutet? Verhältnis Selbstbild versus Stereotypen?
  • 40.
    Lehrende IT Sozialisation: eLearning-Strategie in der Organisation? Erfahrungen mit IT/eLearning als Bildungsinhalte/als Lernmethode? Technische Ausrüstung Handlungsstrategien und -reflexion: Werden tatsächliche Anforderungen der jeweiligen Zielgruppen von eLearning-Angeboten erfasst und berücksichtigt? In welcher Form ist eine solche Berücksichtigung technisch/organisatorisch möglich? Wie werden genderbezogene Aspekte thematisiert? Nach welchen Kriterien erfolgt die Auswahl von eLearning-Systemen? Welche Evaluationsstrategien werden umgesetzt? Welche Form hat der Austausch mit Gruppe 3? Gender-Stereotypen: oFinden Stereotypen Berücksichtigung in der Implementierung? Welche Stereotypen werden bei den anderen Gruppen vermutet?
  • 41.
    Entwickelnde IT Sozialisation: Zugang der Organisation zum Themenkomplex eLearning Involvierung der Geschlechter in Entwicklungsprozesse - Handlungsstrategien und -reflexion: Werden Anforderungen der Zielgruppen systematisch analysiert und berücksichtigt? Gibt es Rückkopplungen mit Gruppen 1 und 2? Inwiefern finden diese Berücksichtigung in der Produktion? Wie werden Genderaspekte berücksichtigt? Welche Strategien zur Inklusion unterschiedlicher Anforderungen liegen vor? - Gender-Stereotypen: Was heißt gendersensitives eLearning? Beurteilung der Bedeutung gendersensitiver eLearning-Strategien
  • 42.
    Interdisziplinarität Alle unsereLehre, Seminare (auch Hörer) zwischen den Welten der Kulturwiss. und MINT Projekte VIROR: Informatik, Pädagogik, Sozialpädagogik, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Gender Studies RION: Jura, Informatik, Informationswirte, Wirtschaftswissenschaften F-Moll: Informatik, I&G, Mikrosystemtechnik, Musikwissenschaften, Psychologie, Pädagogik, Ägyptologie, Gender Studies, Sozialpädagogik
  • 43.
    Student participation innotebook courses in % (University of Freiburg 2002/2003) computer literacy, gender & discipline Musicology Microsystem Technology Psychology Economics Archaeology % Women in discipline % Women in Notebook courses (Source: F-MoLL, Freiburg)
  • 44.
    Modular Useroriented SystemNiedrigschwelliger Einstieg und Skalierbarkeit: Erweiterbarkeit von Modulen und Funktionalitäten entsprechend der Lernerfähigkeiten Modularität: kombination von Modulen entsprechend dem Lernszenario Flexibilität: Repräsentation der Daten und Inhalte entsprechend den Lernervorlieben Bsp. Lernplattform ModUS in GIN
  • 45.
    find content workand critical discussion on content prepare material together find decisions brainstorming content management systems that visualise relations between contents (e.g. Topic Maps) annotation functions, including communication text editing functions questionnaires whiteboards demands for technical development collaborative learning
  • 46.
    Danksagung an MARegina Claus Dr. Bernhard Nett MA Ruth Messmer Dipl. Inf. Katharina Schmidt PD Dr. Sigrid Schmitz Janne Schulz MA Christoph Taubmann
  • 47.
    Organisationen haben GenderPatterns Gender Patterns bilden Hegemonien Führen zu Geschlechterzuschreibungen Vorstellungen von Geschlechterzuschreibungen Weiblich kodierte Tätigkeiten werden übersehen, im Design werden die dann vergessen Untersuchung: Ich-Methodologie Winker: Einordnung von Informationen in Wissensräumen Ausschließungsmechanismen durch Sprache, Ressourcenzugänge,…