Der Internet-Hype ist vorbei – was ist geblieben? Auf der Suche nach feministischen Gegenöffentlichkeiten Gabriele Winker TU Hamburg-Harburg Arbeit–Gender–Technik
Gliederung Deutungsmuster zu „Gender und Internet“ Subalterne Gegenöffentlichkeiten im Internet Frauenpolitische Netze im Internet Stärken und Schwächen feministischer Gegenöffentlichkeiten im Internet Virtuelle Nachbarschaften als Handlungsalternativen
Deutungsmuster zu „Gender und Internet“ Das Internet als männlich dominierte Technik  Das Internet als Kommunikations- und Vernetzungsmedium, das dem „Weiblichen“ entspricht Das Internet als Bühne für de-konstruktivistische Praktiken und Emanzipation Digitale Kluft entlang Geschlecht in ökonomisch hoch entwickelten Ländern kaum mehr feststellbar Zusammenhang Verbreitung des Internets und wachsender Einfluss des „Weiblichen“ nicht erkennbar Keine Auflösung von Geschlechterstereotpyen durch Gender-Swapping und auch keine Auflösung von Geschlechterhierarchien Sozial- und/oder technikdeterministische Argumentationen
Konstruktivistisches Herangehen Untersuchung der Wechselwirkungen von gesellschaftlichen Ungleichheiten, Geschlechterstereotypen und Technologien Ko-Konstruktionen von Technik und Geschlecht, gegenseitige Beeinflussung (Wajcman 2002) Ko-Materialisierung von Technik und Geschlecht, gleichzeitige Hervorbringung beispielsweise von High-Tech und Männlichkeit (Winker 2005)
E-Empowerment (2003-2005) Die Nutzung des Internets in frauenpolitischen Netzwerken Kriteriengeleitete Stichprobe von 200 frauenpolitischen Netzwerken Grundgesamtheit ca. 5000 Adressen auf der CD-ROM „frauennetze 2002/3“ von „diemedia“ Homepage vorhanden bundesweit agierend Zielgruppe ausschließlich Frauen  Qualitative Interviews mit 20 Frauenpolitikerinnen Aufzeichnung der Suchstrategien von 20 Studentinnen Ergebnisse veröffentlicht in: Schachtner, Christina; Winker, Gabriele (Hg.): Virtuelle Räume – neue Öffentlichkeiten. Frauennetze im Internet, Frankfurt/New York, 2005
Gliederung Deutungsmuster zu „Gender und Internet“ Subalterne Gegenöffentlichkeiten im Internet Frauenpolitische Netze im Internet Stärken und Schwächen feministischer Gegenöffentlichkeiten im Internet Virtuelle Nachbarschaften als Handlungsalternativen
Internet als Öffentlichkeit Revitalisierung des Öffentlichkeitsbegriffs Entstehung eines neuen öffentlichen Handlungsraumes Im Sinne von Habermas (1962): Offenheit, Gleichheit und Diskursivität aber: Konzept bürgerlicher Öffentlichkeit birgt Ausschlüsse Vernachlässigung von Interessen politisch marginalisierter Bevölkerungsgruppen
Feministische Öffentlichkeitskonzepte Gegenöffentlichkeit (Gruppe feministische Öffentlichkeit 1992) Erweiterung der herkömmlichen Öffentlichkeit durch „weibliche“ oder privat definierte Belange sowie gruppenspezifische Repräsentation (Gilligan 1984, Ruddicks 1993, Philipps 1995, Young 1993)  plurale Öffentlichkeiten bzw. subalterne Gegenöffentlichkeiten (Benhabib 1997, Fraser 1996, 2001)
Subalterne Gegenöffentlichkeiten (1/2) sind parallel existierende diskursive Arenen, in denen oppositionelle Interpretationen von Identitäten, Interessen und Bedürfnissen entwickelt werden haben Funktion von Räumen des Rückzugs und der Neugruppierung sind keine Enklaven, sondern Stützpunkte und Übungsplätze für Einflussnahme in größere Arenen verfügen im Unterschied zur hegemonialen Öffentlichkeit über relativ wenig Macht
Subalterne Öffentlichkeiten (2/2) Frauenpolitische Netze können als subalterne Gegenöffentlichkeiten verstanden werden. Durch die Nutzung des Internets kann ihr Einfluss ausgebaut werden.
Frauenpolitische Netze als subalterne Gegenöffentlichkeiten Aufgreifen gesellschaft-licher Problemlagen Verständigung, Beratung, Erfahrungsaustausch Einflussnahme in größeren Arenen oppositionelle Interpre-tationen von Identitäten und Interessen in Räumen, die Rückzug und Neugruppierung erlauben Interessenvertretung Veröffentlichung von Orientierungswissen  Auffindbarkeit über Suchfunktionen und Links Kooperative Informa-tionsbereitstellung Foren und Chats für Austausch und Entwicklung von Problemlösungs-kompetenz Politische Aktivitäten im Netz durchführen bzw. vorbereiten E-Empowerment – Zunahme von eigener Kraft und Macht Offl ine Onl ine
Gliederung Deutungsmuster „Gender und Internet“ Feministische Gegenöffentlichkeiten Frauenpolitische Netze im Internet Stärken und Schwächen frauenpolitischer Netze Virtuelle Nachbarschaften als Handlungsalternativen
200 erfasste bundesdeutsche Netzwerke nach Sachgruppen
Inhaltliche Ausrichtungen frauenpolitischer Netze Arbeitsgruppen von Berufsverbänden oder eigenständige Berufsvereinigungen Organisationen, die in der Beratung aktiv sind Feministische Netze, die für Menschenrechte eintreten Cyberfeministinnen
Arbeitsgruppen von Berufsverbänden oder eigenständige Berufsvereinigungen Primär Akademikerinnenverbände, aber auch Berufsvereinigungen von Selbständigen oder Handwerkerinnen Häufig liberalfeministisch ausgerichteten Gleichstellungsansatz Selbstdarstellung auf der Website auch gegenüber eigenen Organisation, Verbreitung von Informationen vor allem bei eigenständigen Berufsvereinigungen Oft Anliegen gut qualifizierter Frauen, Vernachlässigung von Themen wie Ausgrenzung, Erwerbslosigkeit, Prekarität
http://www.frida.at/about.htm
http://www.webwomen.at/aboutus/index.htm
http://www.efeu.or.at/verein.html
http://www.djb.de/
In der Beratung aktive Organisationen Hinweise auf ihre individuellen Unterstützungsleistungen bei sozialen Notlagen und gesundheitlichen Problemen Gute Vernetzung der Frauengesundheitszentren, Frauennotrufe und Frauenhäuser über Dachverbände Vielfältigste Informationen über sexualisierte Gewalt, damit werden „private“ Themen öffentlich
http://www.aoef.at/informationsstelle/index.htm
http://www.peregrina.at/
www.frauen-gegen-gewalt.de
Feministische Netze, die für Menschenrechte eintreten Themen: vielfältige Formen von Gewalt gegen Frauen, Globalisierung und Ungerechtigkeit,  globale Umwelt- und Friedensfragen Fülle von Material und Dokumentationen Auffällig breit über Links international vernetzt Nutzung der Website, um Proteste zu koordinieren und Solidarisierungsaktionen zu initiieren
http://www.oneworld.at/wide/ueberuns.htm
http://www.frauensolidaritaet.org/
www.maiz.at/cms/front_content.php
http://www.terredesfemmes.de /
Cyberfeministinnen Vielfalt, Heterogenität und Widersprüchlichkeit als Programm Angriff von heterosexueller Zweigeschlechtlichkeit mit Mittel der Ironie und Verfremdung Neben Informationen und Linklisten auffällig viele Bilder, Fotos oder Videos
www.obn.org/inhalt_index.html
 
http://www.womenwithbeards.org /
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Indikatoren für Kriterium „Information“ 30,0 Literatur 1,5 Videostreaming 36,5 Newsletter 7,5 Hilfe (FAQ, Sitemap) 43,0 Archiv 7,5 Statistik 43,5 Aktuelles, News 15,5 Stellenangebote 51,0 Exklusive Angebote 17,5 Awards, Stipendien 61,5 Presse 21,0 Spendenaufruf 77,5 Termine, Veranstaltungen 22,5 Koop-Partnerinnen 78,0 Fachinformationen 25,0 Weiterbildung 79,0 Links 29,0 Suchfunktionen 88,5 Organisation Verbrei-tung in % Indikator Verbrei-tung in % Indikator
Nutzen von Information für frauenpolitische Akteurinnen auf dem aktuellen Stand sein Überblick, wer was macht Anregungen, Ideen zur Einarbeitung in neue Themen Vorbereitung von Veranstaltungen, Texten, Referaten, Newsletter Argumentationsstrategien, Legitimation der eigenen Positionen
Nutzen interaktiver Tools aus Sicht frauenpolitischer Akteurinnen Nur wenige nutzen Foren oder Chats Die meisten sehen keinen Sinn in diesen Tools Sie betrachten es oft als unnötige Kommunikation Sie betonen, dass sie keine Zeit dafür haben Theoretisch interessant, wenn in geschlossenen Chaträumen sensible Themen besprochen werden könnten
http://www.haltdergewalt.at/
Information als Grundlage wichtig „ Information ist ja sozusagen wirklich die Voraussetzung, um überhaupt politisch aktiv zu werden. Und da hat das Internet ´ne gute Funktion“   Vernetzung, Solidarität und Unterstützung: „ Es bringt mir sehr viel, weil es dieses Gefühl ist, wir sind im Kontakt, wir sind da, wir passen aufeinander auf, wir hören voneinander, wir achten aufeinander. Wenn irgendwo was Schlimmes passiert, wir wüssten das sofort.“  aber: keine Meinungsbildung, keine Politikentwicklung (persönliches Treffen erforderlich) Einschätzung von frauenpolitisch Aktiven zur politischen Aktion
Auffindbarkeit Bei Recherche ein nicht zu überblickendes Feld von verschiedensten Hinweisen Das breite fachliche Angebot als Summe vielfältigster Herangehensweisen nur suboptimal nutzbar
http://www.stichwort.or.at/frames/linksfr.htm
 
 
Google-Ergebnisse zu Grundeinkommen, feministisch und .at Über die Vielfalt feministisch-wissenschaftlichen Arbeitens   Am 29. November 2002 fand in Wien ein Symposium des Verbands feministischer Wissenschaftlerinnen statt.  Monika Mokre stellte am Ende ihres Impulsreferates die Frage, ob das  Grundeinkommen  als mögliche Finanzierungsmöglichkeit für freie feministische WissenschafterInnen sinnvoll sei, und regte damit eine lebhafte Diskussion der sozialen Absicherung intellektueller Tätigkeit in unsicheren Arbeitsverhältnissen in Bezug auf subjektive Unabhängigkeit an. … Das gesicherte Überleben würde auch – sonst nicht honorierte – Systemkritik ermöglichen und emanzipatorische Prozesse fördern. Doch einem Grundeinkommen für feministische Wissenschafterinnen müsste die gesellschaftliche Anerkennung des Wertes feministischer Arbeit vorausgehen.  Feministisches Regierungsprogramm Das Regierungsprogramm wurde auf der Konferenz „Feministisch Regieren“ am 25./26.10.2002 in Wien erarbeitet. „ Umfassend verstandene soziale Sicherheit setzt den garantierten Zugang jeder Person zu einer finanziellen, materiellen und sozialen Grundsicherung voraus (Grundeinkommen), die existenzsichernd ist und die Teilhabe an den gesellschaftlichen Prozessen ermöglicht.  Die Sorge für öffentliche und flächendeckende Infrastruktur bleiben dabei staatliche Aufgabe.“
E-Empowerment? Veröffentlichung von Orientierungswissen  Auffindbarkeit über Suchfunktionen und Links Kooperative Informa-tionsbereitstellung Foren und Chats für Austausch und Entwicklung von Problemlösungs-kompetenz Politische Aktivitäten im Netz durchführen bzw. vorbereiten Onl ine Möglichkeit zur Orientierung prinzipiell vorhanden, die inhaltliche Verwobenheit wird aller-dings nicht in eine ent-sprechende elektronische Vernetzung umgesetzt - + +/- - +/- Kaum Entwicklung frauenpolitischer Aktivitäten über z.B.: - Unterschriftenlisten - Online-Abstimmungen - Zuordnung zu adhoc-   Gruppen Die Nutzung der interaktiven Potenziale des Internet steht erst am Anfang, allerdings einzelne best-practice Interessenvertretung Informationsweitergabe Verständigung Einfluss und Macht politischer Frauennetze im Sinne subalterner Gegenöffentlichkeiten sind über das Internet noch ausbaufähig.
Stärken und Schwächen frauenpolitischer Netze Vielfalt im Netz: Internet primär ein Werkzeug um Informationen bereitzustellen und zu suchen Wenig soziale Interaktion, die vorhandenen interaktiven Tools werden nicht breit genutzt Schwache Integration der Angebote und damit im großen Cyberspace kaum zu finden
Gliederung Deutungsmuster „Gender und Internet“ Feministische Gegenöffentlichkeiten Frauenpolitische Netze im Internet Stärken und Schwächen frauenpolitischer Netze Virtuelle Nachbarschaften als Handlungsalternativen
Virtuelle Nachbarschaft Suche nach Verschlagwortung über alle beteiligten Websites in einer virtuellen Nachbarschaft (Online-Verbund)
 
 
Virtuelle Nachbarschaft Suche nach Verschlagwortung über alle beteiligten Websites in einer virtuellen Nachbarschaft (Online-Verbund) Volltextsuche über alle beteiligten Websites  Suche nach bestimmten Informations- oder Interaktionsformen (Tools und Dienste)  Regionalisierung der Suche Suche nach inhaltlicher Nähe und Distanz
Hypertree zur Suche in einer Virtuellen Nachbarschaft
Visualisierung gegenseitiger Verlinkungen
Virtuelle Nachbarschaft Suche nach Verschlagwortung über alle beteiligten Websites in einer virtuellen Nachbarschaft (Online-Verbund) Volltextsuche über alle beteiligten Websites  Suche nach bestimmten Informations- oder Interaktionsformen (Tools und Dienste)  Regionalisierung der Suche Suche nach inhaltlicher Nähe und Distanz Suche nach gegenseitiger Bezugnahme (ev. Selbstverortung über Eingabemöglichkeit) Dezentrale Informationseingabe Gemeinsame interaktive Tools (Forum, Wiki, Weblog)
Fazit Internet wird von frauenpolitischen Netzen primär zur Bereitstellung von Orientierungswissen und nur sekundär als interaktives Medium genutzt. Themen und Zielgruppen, die bisher nicht in der hegemonialen Öffentlichkeit stehen, lassen sich über qualitativ hochwertige Internetauftritte stärken. Möglichkeiten der kooperativen Informationsbereitstellung und des interaktiven Austausches gilt es zu stärken. Zur besseren Auffindbarkeit ist es sinnvoll, alle Websites, die sich mit frauenpolitischen Themen beschäftigen, über das Konzept der virtuellen Nachbarschaft zu integrieren. Wird das Internet als gestaltbar betrachtet, eröffnen sich für die Zukunft noch viele interessante Perspektiven zur Stärkung feministischer Öffentlichkeiten
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit ! Homepage meiner Arbeitsgruppe:  www.tu-harburg.de/agentec Politisches Projekt im Aufbau: www.feministisches-institut.de
Literatur Benhabib, Seyla (1997): Die gefährdete Öffentlichkeit, in: Claus Leggewie, Claus; Michalski, Krzysztof (Hg.): Medien und Demokratie, H. 13, Frankfurt/M., 26-41 Carstensen, Tanja (2005): Das Internet im frauenpolitischen Alltag, in: Schachtner/Winker,  71-89  Carstensen, Tanja; Winker, Gabriele (2005): Problemorientierte Suchstrategien und die Auffindbarkeit frauenpolitischer Inhalte im Internet, in: Schachtner/ Winker, 91-106 Drüeke, Ricarda; Winker, Gabriele (2005): Neue Öffentlichkeiten durch frauenpolitische Internetauftritte, in: Schachtner/Winker, 31-49 Fraser, Nancy (1996): Öffentlichkeit neu denken. Ein Beitrag zur Kritik real existierender Demokratie, in: Scheich, Elvira (Hg.): Vermittelte Weiblichkeit. Feministische Wissenschafts- und Gesellschaftstheorie, Hamburg, 151-182 Fraser, Nancy (2001): Öffentliche Sphären, Genealogien und symbolische Ordnungen, in: dies.: Die halbierte Gerechtigkeit, Frankfurt/M., 107-250  Gilligan, Carol (1984): Die andere Stimme, Lebenskonflikte und Moral der Frau, München/Zürich Gruppe feministische Öffentlichkeit (Hg.) (1992): Femina Publica. Frauen-Öffentlichkeit-Feminismus, Köln Habermas, Jürgen (1962): Strukturwandel der Öffentlichkeit. Untersuchungen zu einem Kriterium der bürgerlichen Gesellschaft, Frankfurt/M
Literatur II Philipps, Anne (1995): Geschlecht und Demokratie. Hamburg Ruddick, Sara (1993): Mütterliches Denken. Für eine Politik der Gewaltlosigkeit, Frankfurt/New York Schachtner, Christina; Winker, Gabriele (Hg.) (2005): Virtuelle Räume – neue Öffentlichkeiten. Frauennetze im Internet, Frankfurt, New York, 2005 Sude, Kerstin (2005): Internet-Präsenz frauenpolitische Netzwerke in Deutschland, in: Schachtner/Winker, 51-69  Taube, Wolfgang; Winker, Gabriele (2005): Virtuelle Nachbarschaften zur Unterstützung subalterner Gegenöffentlichkeiten, in: Schachtner/Winker, 107-123  Wajcman, Judy (2002): Gender in der Technologieforschung, in: Pasero, Ursula; Gottburgsen, Anja (Hg.): Wie natürlich ist Geschlecht? Wiesbaden, 270-292 Winker, Gabriele (2005): Ko-Materialisierung von vergeschlechtlichten Körpern und technisierten Artefakten: Der Fall Internet. In: Funder, Maria; Dörhöfer, Steffen; Rauch, Christian (Hg.): Jenseits der Geschlechterdifferenz? München, Mering, 157-178 Winker, Gabriele; Carstensen, Tanja (2006): Der Internet-Hype ist vorbei – was ist geblieben? Auf der Suche nach feministischen Gegenöffentlichkeiten. In: femina politica, Heft 2, 79-89  Young, Iris Marion (1993): Das politische Gemeinwesen und die Gruppendifferenz. Eine Kritik am Ideal des universalen Staatsbürgerstatus, in: Nagl-Docekal, Herta; Pauer-Studer, Herlinde (Hg.): Jenseits der Geschlechtermoral, Frankfurt/M., 267-304

Gabriele Winker: Gender und eEducation: Ringvorlesung: 22.3.2007

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    Der Internet-Hype istvorbei – was ist geblieben? Auf der Suche nach feministischen Gegenöffentlichkeiten Gabriele Winker TU Hamburg-Harburg Arbeit–Gender–Technik
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    Gliederung Deutungsmuster zu„Gender und Internet“ Subalterne Gegenöffentlichkeiten im Internet Frauenpolitische Netze im Internet Stärken und Schwächen feministischer Gegenöffentlichkeiten im Internet Virtuelle Nachbarschaften als Handlungsalternativen
  • 3.
    Deutungsmuster zu „Genderund Internet“ Das Internet als männlich dominierte Technik Das Internet als Kommunikations- und Vernetzungsmedium, das dem „Weiblichen“ entspricht Das Internet als Bühne für de-konstruktivistische Praktiken und Emanzipation Digitale Kluft entlang Geschlecht in ökonomisch hoch entwickelten Ländern kaum mehr feststellbar Zusammenhang Verbreitung des Internets und wachsender Einfluss des „Weiblichen“ nicht erkennbar Keine Auflösung von Geschlechterstereotpyen durch Gender-Swapping und auch keine Auflösung von Geschlechterhierarchien Sozial- und/oder technikdeterministische Argumentationen
  • 4.
    Konstruktivistisches Herangehen Untersuchungder Wechselwirkungen von gesellschaftlichen Ungleichheiten, Geschlechterstereotypen und Technologien Ko-Konstruktionen von Technik und Geschlecht, gegenseitige Beeinflussung (Wajcman 2002) Ko-Materialisierung von Technik und Geschlecht, gleichzeitige Hervorbringung beispielsweise von High-Tech und Männlichkeit (Winker 2005)
  • 5.
    E-Empowerment (2003-2005) DieNutzung des Internets in frauenpolitischen Netzwerken Kriteriengeleitete Stichprobe von 200 frauenpolitischen Netzwerken Grundgesamtheit ca. 5000 Adressen auf der CD-ROM „frauennetze 2002/3“ von „diemedia“ Homepage vorhanden bundesweit agierend Zielgruppe ausschließlich Frauen Qualitative Interviews mit 20 Frauenpolitikerinnen Aufzeichnung der Suchstrategien von 20 Studentinnen Ergebnisse veröffentlicht in: Schachtner, Christina; Winker, Gabriele (Hg.): Virtuelle Räume – neue Öffentlichkeiten. Frauennetze im Internet, Frankfurt/New York, 2005
  • 6.
    Gliederung Deutungsmuster zu„Gender und Internet“ Subalterne Gegenöffentlichkeiten im Internet Frauenpolitische Netze im Internet Stärken und Schwächen feministischer Gegenöffentlichkeiten im Internet Virtuelle Nachbarschaften als Handlungsalternativen
  • 7.
    Internet als ÖffentlichkeitRevitalisierung des Öffentlichkeitsbegriffs Entstehung eines neuen öffentlichen Handlungsraumes Im Sinne von Habermas (1962): Offenheit, Gleichheit und Diskursivität aber: Konzept bürgerlicher Öffentlichkeit birgt Ausschlüsse Vernachlässigung von Interessen politisch marginalisierter Bevölkerungsgruppen
  • 8.
    Feministische Öffentlichkeitskonzepte Gegenöffentlichkeit(Gruppe feministische Öffentlichkeit 1992) Erweiterung der herkömmlichen Öffentlichkeit durch „weibliche“ oder privat definierte Belange sowie gruppenspezifische Repräsentation (Gilligan 1984, Ruddicks 1993, Philipps 1995, Young 1993)  plurale Öffentlichkeiten bzw. subalterne Gegenöffentlichkeiten (Benhabib 1997, Fraser 1996, 2001)
  • 9.
    Subalterne Gegenöffentlichkeiten (1/2)sind parallel existierende diskursive Arenen, in denen oppositionelle Interpretationen von Identitäten, Interessen und Bedürfnissen entwickelt werden haben Funktion von Räumen des Rückzugs und der Neugruppierung sind keine Enklaven, sondern Stützpunkte und Übungsplätze für Einflussnahme in größere Arenen verfügen im Unterschied zur hegemonialen Öffentlichkeit über relativ wenig Macht
  • 10.
    Subalterne Öffentlichkeiten (2/2)Frauenpolitische Netze können als subalterne Gegenöffentlichkeiten verstanden werden. Durch die Nutzung des Internets kann ihr Einfluss ausgebaut werden.
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    Frauenpolitische Netze alssubalterne Gegenöffentlichkeiten Aufgreifen gesellschaft-licher Problemlagen Verständigung, Beratung, Erfahrungsaustausch Einflussnahme in größeren Arenen oppositionelle Interpre-tationen von Identitäten und Interessen in Räumen, die Rückzug und Neugruppierung erlauben Interessenvertretung Veröffentlichung von Orientierungswissen Auffindbarkeit über Suchfunktionen und Links Kooperative Informa-tionsbereitstellung Foren und Chats für Austausch und Entwicklung von Problemlösungs-kompetenz Politische Aktivitäten im Netz durchführen bzw. vorbereiten E-Empowerment – Zunahme von eigener Kraft und Macht Offl ine Onl ine
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    Gliederung Deutungsmuster „Genderund Internet“ Feministische Gegenöffentlichkeiten Frauenpolitische Netze im Internet Stärken und Schwächen frauenpolitischer Netze Virtuelle Nachbarschaften als Handlungsalternativen
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    200 erfasste bundesdeutscheNetzwerke nach Sachgruppen
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    Inhaltliche Ausrichtungen frauenpolitischerNetze Arbeitsgruppen von Berufsverbänden oder eigenständige Berufsvereinigungen Organisationen, die in der Beratung aktiv sind Feministische Netze, die für Menschenrechte eintreten Cyberfeministinnen
  • 15.
    Arbeitsgruppen von Berufsverbändenoder eigenständige Berufsvereinigungen Primär Akademikerinnenverbände, aber auch Berufsvereinigungen von Selbständigen oder Handwerkerinnen Häufig liberalfeministisch ausgerichteten Gleichstellungsansatz Selbstdarstellung auf der Website auch gegenüber eigenen Organisation, Verbreitung von Informationen vor allem bei eigenständigen Berufsvereinigungen Oft Anliegen gut qualifizierter Frauen, Vernachlässigung von Themen wie Ausgrenzung, Erwerbslosigkeit, Prekarität
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    In der Beratungaktive Organisationen Hinweise auf ihre individuellen Unterstützungsleistungen bei sozialen Notlagen und gesundheitlichen Problemen Gute Vernetzung der Frauengesundheitszentren, Frauennotrufe und Frauenhäuser über Dachverbände Vielfältigste Informationen über sexualisierte Gewalt, damit werden „private“ Themen öffentlich
  • 21.
  • 22.
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    Feministische Netze, diefür Menschenrechte eintreten Themen: vielfältige Formen von Gewalt gegen Frauen, Globalisierung und Ungerechtigkeit, globale Umwelt- und Friedensfragen Fülle von Material und Dokumentationen Auffällig breit über Links international vernetzt Nutzung der Website, um Proteste zu koordinieren und Solidarisierungsaktionen zu initiieren
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    Cyberfeministinnen Vielfalt, Heterogenitätund Widersprüchlichkeit als Programm Angriff von heterosexueller Zweigeschlechtlichkeit mit Mittel der Ironie und Verfremdung Neben Informationen und Linklisten auffällig viele Bilder, Fotos oder Videos
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    Gliederung Deutungsmuster „Genderund Internet“ Feministische Gegenöffentlichkeiten Frauenpolitische Netze im Internet Stärken und Schwächen frauenpolitischer Netze Virtuelle Nachbarschaften als Handlungsalternativen
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    Indikatoren für Kriterium„Information“ 30,0 Literatur 1,5 Videostreaming 36,5 Newsletter 7,5 Hilfe (FAQ, Sitemap) 43,0 Archiv 7,5 Statistik 43,5 Aktuelles, News 15,5 Stellenangebote 51,0 Exklusive Angebote 17,5 Awards, Stipendien 61,5 Presse 21,0 Spendenaufruf 77,5 Termine, Veranstaltungen 22,5 Koop-Partnerinnen 78,0 Fachinformationen 25,0 Weiterbildung 79,0 Links 29,0 Suchfunktionen 88,5 Organisation Verbrei-tung in % Indikator Verbrei-tung in % Indikator
  • 35.
    Nutzen von Informationfür frauenpolitische Akteurinnen auf dem aktuellen Stand sein Überblick, wer was macht Anregungen, Ideen zur Einarbeitung in neue Themen Vorbereitung von Veranstaltungen, Texten, Referaten, Newsletter Argumentationsstrategien, Legitimation der eigenen Positionen
  • 36.
    Nutzen interaktiver Toolsaus Sicht frauenpolitischer Akteurinnen Nur wenige nutzen Foren oder Chats Die meisten sehen keinen Sinn in diesen Tools Sie betrachten es oft als unnötige Kommunikation Sie betonen, dass sie keine Zeit dafür haben Theoretisch interessant, wenn in geschlossenen Chaträumen sensible Themen besprochen werden könnten
  • 37.
  • 38.
    Information als Grundlagewichtig „ Information ist ja sozusagen wirklich die Voraussetzung, um überhaupt politisch aktiv zu werden. Und da hat das Internet ´ne gute Funktion“ Vernetzung, Solidarität und Unterstützung: „ Es bringt mir sehr viel, weil es dieses Gefühl ist, wir sind im Kontakt, wir sind da, wir passen aufeinander auf, wir hören voneinander, wir achten aufeinander. Wenn irgendwo was Schlimmes passiert, wir wüssten das sofort.“ aber: keine Meinungsbildung, keine Politikentwicklung (persönliches Treffen erforderlich) Einschätzung von frauenpolitisch Aktiven zur politischen Aktion
  • 39.
    Auffindbarkeit Bei Rechercheein nicht zu überblickendes Feld von verschiedensten Hinweisen Das breite fachliche Angebot als Summe vielfältigster Herangehensweisen nur suboptimal nutzbar
  • 40.
  • 41.
  • 42.
  • 43.
    Google-Ergebnisse zu Grundeinkommen,feministisch und .at Über die Vielfalt feministisch-wissenschaftlichen Arbeitens Am 29. November 2002 fand in Wien ein Symposium des Verbands feministischer Wissenschaftlerinnen statt. Monika Mokre stellte am Ende ihres Impulsreferates die Frage, ob das Grundeinkommen als mögliche Finanzierungsmöglichkeit für freie feministische WissenschafterInnen sinnvoll sei, und regte damit eine lebhafte Diskussion der sozialen Absicherung intellektueller Tätigkeit in unsicheren Arbeitsverhältnissen in Bezug auf subjektive Unabhängigkeit an. … Das gesicherte Überleben würde auch – sonst nicht honorierte – Systemkritik ermöglichen und emanzipatorische Prozesse fördern. Doch einem Grundeinkommen für feministische Wissenschafterinnen müsste die gesellschaftliche Anerkennung des Wertes feministischer Arbeit vorausgehen. Feministisches Regierungsprogramm Das Regierungsprogramm wurde auf der Konferenz „Feministisch Regieren“ am 25./26.10.2002 in Wien erarbeitet. „ Umfassend verstandene soziale Sicherheit setzt den garantierten Zugang jeder Person zu einer finanziellen, materiellen und sozialen Grundsicherung voraus (Grundeinkommen), die existenzsichernd ist und die Teilhabe an den gesellschaftlichen Prozessen ermöglicht. Die Sorge für öffentliche und flächendeckende Infrastruktur bleiben dabei staatliche Aufgabe.“
  • 44.
    E-Empowerment? Veröffentlichung vonOrientierungswissen Auffindbarkeit über Suchfunktionen und Links Kooperative Informa-tionsbereitstellung Foren und Chats für Austausch und Entwicklung von Problemlösungs-kompetenz Politische Aktivitäten im Netz durchführen bzw. vorbereiten Onl ine Möglichkeit zur Orientierung prinzipiell vorhanden, die inhaltliche Verwobenheit wird aller-dings nicht in eine ent-sprechende elektronische Vernetzung umgesetzt - + +/- - +/- Kaum Entwicklung frauenpolitischer Aktivitäten über z.B.: - Unterschriftenlisten - Online-Abstimmungen - Zuordnung zu adhoc- Gruppen Die Nutzung der interaktiven Potenziale des Internet steht erst am Anfang, allerdings einzelne best-practice Interessenvertretung Informationsweitergabe Verständigung Einfluss und Macht politischer Frauennetze im Sinne subalterner Gegenöffentlichkeiten sind über das Internet noch ausbaufähig.
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    Stärken und Schwächenfrauenpolitischer Netze Vielfalt im Netz: Internet primär ein Werkzeug um Informationen bereitzustellen und zu suchen Wenig soziale Interaktion, die vorhandenen interaktiven Tools werden nicht breit genutzt Schwache Integration der Angebote und damit im großen Cyberspace kaum zu finden
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    Gliederung Deutungsmuster „Genderund Internet“ Feministische Gegenöffentlichkeiten Frauenpolitische Netze im Internet Stärken und Schwächen frauenpolitischer Netze Virtuelle Nachbarschaften als Handlungsalternativen
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    Virtuelle Nachbarschaft Suchenach Verschlagwortung über alle beteiligten Websites in einer virtuellen Nachbarschaft (Online-Verbund)
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    Virtuelle Nachbarschaft Suchenach Verschlagwortung über alle beteiligten Websites in einer virtuellen Nachbarschaft (Online-Verbund) Volltextsuche über alle beteiligten Websites Suche nach bestimmten Informations- oder Interaktionsformen (Tools und Dienste) Regionalisierung der Suche Suche nach inhaltlicher Nähe und Distanz
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    Hypertree zur Suchein einer Virtuellen Nachbarschaft
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    Virtuelle Nachbarschaft Suchenach Verschlagwortung über alle beteiligten Websites in einer virtuellen Nachbarschaft (Online-Verbund) Volltextsuche über alle beteiligten Websites Suche nach bestimmten Informations- oder Interaktionsformen (Tools und Dienste) Regionalisierung der Suche Suche nach inhaltlicher Nähe und Distanz Suche nach gegenseitiger Bezugnahme (ev. Selbstverortung über Eingabemöglichkeit) Dezentrale Informationseingabe Gemeinsame interaktive Tools (Forum, Wiki, Weblog)
  • 54.
    Fazit Internet wirdvon frauenpolitischen Netzen primär zur Bereitstellung von Orientierungswissen und nur sekundär als interaktives Medium genutzt. Themen und Zielgruppen, die bisher nicht in der hegemonialen Öffentlichkeit stehen, lassen sich über qualitativ hochwertige Internetauftritte stärken. Möglichkeiten der kooperativen Informationsbereitstellung und des interaktiven Austausches gilt es zu stärken. Zur besseren Auffindbarkeit ist es sinnvoll, alle Websites, die sich mit frauenpolitischen Themen beschäftigen, über das Konzept der virtuellen Nachbarschaft zu integrieren. Wird das Internet als gestaltbar betrachtet, eröffnen sich für die Zukunft noch viele interessante Perspektiven zur Stärkung feministischer Öffentlichkeiten
  • 55.
    Vielen Dank fürIhre Aufmerksamkeit ! Homepage meiner Arbeitsgruppe: www.tu-harburg.de/agentec Politisches Projekt im Aufbau: www.feministisches-institut.de
  • 56.
    Literatur Benhabib, Seyla(1997): Die gefährdete Öffentlichkeit, in: Claus Leggewie, Claus; Michalski, Krzysztof (Hg.): Medien und Demokratie, H. 13, Frankfurt/M., 26-41 Carstensen, Tanja (2005): Das Internet im frauenpolitischen Alltag, in: Schachtner/Winker, 71-89 Carstensen, Tanja; Winker, Gabriele (2005): Problemorientierte Suchstrategien und die Auffindbarkeit frauenpolitischer Inhalte im Internet, in: Schachtner/ Winker, 91-106 Drüeke, Ricarda; Winker, Gabriele (2005): Neue Öffentlichkeiten durch frauenpolitische Internetauftritte, in: Schachtner/Winker, 31-49 Fraser, Nancy (1996): Öffentlichkeit neu denken. Ein Beitrag zur Kritik real existierender Demokratie, in: Scheich, Elvira (Hg.): Vermittelte Weiblichkeit. Feministische Wissenschafts- und Gesellschaftstheorie, Hamburg, 151-182 Fraser, Nancy (2001): Öffentliche Sphären, Genealogien und symbolische Ordnungen, in: dies.: Die halbierte Gerechtigkeit, Frankfurt/M., 107-250 Gilligan, Carol (1984): Die andere Stimme, Lebenskonflikte und Moral der Frau, München/Zürich Gruppe feministische Öffentlichkeit (Hg.) (1992): Femina Publica. Frauen-Öffentlichkeit-Feminismus, Köln Habermas, Jürgen (1962): Strukturwandel der Öffentlichkeit. Untersuchungen zu einem Kriterium der bürgerlichen Gesellschaft, Frankfurt/M
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    Literatur II Philipps,Anne (1995): Geschlecht und Demokratie. Hamburg Ruddick, Sara (1993): Mütterliches Denken. Für eine Politik der Gewaltlosigkeit, Frankfurt/New York Schachtner, Christina; Winker, Gabriele (Hg.) (2005): Virtuelle Räume – neue Öffentlichkeiten. Frauennetze im Internet, Frankfurt, New York, 2005 Sude, Kerstin (2005): Internet-Präsenz frauenpolitische Netzwerke in Deutschland, in: Schachtner/Winker, 51-69 Taube, Wolfgang; Winker, Gabriele (2005): Virtuelle Nachbarschaften zur Unterstützung subalterner Gegenöffentlichkeiten, in: Schachtner/Winker, 107-123 Wajcman, Judy (2002): Gender in der Technologieforschung, in: Pasero, Ursula; Gottburgsen, Anja (Hg.): Wie natürlich ist Geschlecht? Wiesbaden, 270-292 Winker, Gabriele (2005): Ko-Materialisierung von vergeschlechtlichten Körpern und technisierten Artefakten: Der Fall Internet. In: Funder, Maria; Dörhöfer, Steffen; Rauch, Christian (Hg.): Jenseits der Geschlechterdifferenz? München, Mering, 157-178 Winker, Gabriele; Carstensen, Tanja (2006): Der Internet-Hype ist vorbei – was ist geblieben? Auf der Suche nach feministischen Gegenöffentlichkeiten. In: femina politica, Heft 2, 79-89 Young, Iris Marion (1993): Das politische Gemeinwesen und die Gruppendifferenz. Eine Kritik am Ideal des universalen Staatsbürgerstatus, in: Nagl-Docekal, Herta; Pauer-Studer, Herlinde (Hg.): Jenseits der Geschlechtermoral, Frankfurt/M., 267-304