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E-Assessments und Online-Prüfungen:
Quantitative Bewältigungsstrategie oder
qualitatives Entwicklungspotenzial der Hochschullehre?




                                 Karsten D. Wolf
                                 Fachbereich 12
                                 Didaktische Gestaltung
                                 multimedialer Lernumgebungen

                                               © Karsten D. Wolf 2007
Umstellung
Bachelor-/Master-
Struktur

verstärkter Massenbetrieb
Bildungskanon ➙ Kompetenzen




  by: CarbonNYC           © Karsten D. Wolf 2007
Schätzung für Universität Bremen

• 12 Fachbereiche mit ca. 20.000 Studenten
• Mindestens 70K - 115K Prüfungen / Semester
• Tendenz steigend durch Umstieg auf BA/MA
  • MA & Prom: anspruchsvollere Prüfungen (Projekte, Präsentationen, Thesis)
  • BA: mehr Prüfungen (größere Kohorten, veranstaltungsbegleitend,
    Zeitdruck)
  • Eigene Auswahlverfahren für Studienanfänger
• Reduktion von 280 auf 230 Professor(inn)en
• ca. 500 Prüfungsleistungen pro Semester pro Professor




                                                               © Karsten D. Wolf
E-Selection, E-Recruitment & Self-Assessment

• Elektronisch unterstützte Auswahlverfahren für BA und MA

• Uni Bremen WiSe 2006: 2355 Studienanfänger
❖ wachsende Anzahl von Master-Studiengänge




                                                             © Karsten D. Wolf
Quelle: Bücking 2008 (ZMML Uni Bremen)
Der Weg zum Testcenter an der Uni Bremen




       Quelle: Schwedes 2008 (ZMML Uni Bremen)

                                                 © Karsten D. Wolf
L-Plus Demo (www.lplus.de)
                             © Karsten D. Wolf 2007
L-Plus Demo (www.lplus.de)
                             © Karsten D. Wolf 2007
L-Plus Demo (www.lplus.de)
                             © Karsten D. Wolf 2007
L-Plus Demo (www.lplus.de)
                             © Karsten D. Wolf 2007
Quelle: Schwedes 2008 (ZMML Uni Bremen)
Quelle: Schwedes 2008 (ZMML Uni Bremen)
© Karsten D. Wolf 2007
© Karsten D. Wolf 2007
© Karsten D. Wolf 2007
© Karsten D. Wolf 2007
© Karsten D. Wolf 2007
© Karsten D. Wolf 2007
© Karsten D. Wolf 2007
© Karsten D. Wolf 2007
Quelle: Schwedes 2008 (ZMML Uni Bremen)
Quelle: Schwedes 2008 (ZMML Uni Bremen)
Quelle: Schwedes 2008 (ZMML Uni Bremen)
Quelle: Schwedes 2008 (ZMML Uni Bremen)
Quelle: Bücking 2008 (ZMML Uni Bremen)
Zusammenfassung: Wann ist das sinnvoll?

• Mehr als 300 Kandidaten pro Prüfung
• Mehr als 50 Rechner pro Raum
• Lange Korrekturzeiten pro Frage (> 30 Sekunden / Frage)
• Kurze Klausuren (bis 2 Stunden) mit vielen Fragen


• Alternative offene Formate: Lesbarkeit + Vorkorrekturen
• Alternative authentische Aufgaben: PC bietet authentische Arbeitsumgebung


• Alternativen: Kooperation von Autorinnen und Autoren
• Alternativen: (Vor-)Erstellung von Items durch Studierende


                                                               © Karsten D. Wolf
Quelle: Bücking 2008 (ZMML Uni Bremen)
Quelle: Bücking 2008 (ZMML Uni Bremen)
Quelle: Bücking 2008 (ZMML Uni Bremen)
Pro und contra: Studenten

• Sofortige Bereitstellung des             • Benachteiligung von Personen mit
  Prüfungsergebnisses                        geringerer Computerkompetenz
                                             (digital literacy, 10-Finger-
                                             Schreiben)
• Objektive, transparente und
  fehlerfreie Klausurbewertung
                                           • Benachteiligung von Personen mit
                                             negativer Einstellung zu
• differenziertes Feedback
                                             Computern

• vereinfachte Vorbereitung durch
                                           • Probleme bei der Konzentration
  online-Training unter Verwendung
                                             (Computermonitor, Lüfterlärm,
  der gleichen Fragenkataloge
                                             Tastaturgeklapper…) ➙ Stress?


                                           • Datenschutz?
                     in Anlehnung an Bücking / Schwedes 2005
                                                                 © Karsten D. Wolf
Pro und contra: Lehrende / Prüfungsautor(inn)en

• Enorme Arbeitsentlastung durch           • Hoher Initialaufwand zur
  automatische Auswertungsverfahren          Digitalisierung vorhandener Fragen
  & Verwaltung                               und Aufbau eines hinreichend
                                             großen Fragenkataloges
• Effiziente Unterstützung bei
  Freitextfragen-Korrektur                 • Prüfungsdesign wird durch
                                             Technik beschränkt
• Wiederverwendbare und
  „kollaborative“ Fragenkataloge           • technische
                                             Manipulationsmöglichkeiten
                                             (während und vor der Prüfung)
• Qualitätssicherung und -
  verbesserung



                     in Anlehnung an Bücking / Schwedes 2005
                                                                   © Karsten D. Wolf
Pro und contra: Allgemein

• Kosteneinsparung                         • Stabilität & Zuverlässigkeit


• Mögliche Erstellung komplexer            • Qualitätsverlust des Studiums
  und interaktiver Fragen durch              durch reine Wissenstests
  Multimediaelemente




                     in Anlehnung an Bücking / Schwedes 2005
                                                                   © Karsten D. Wolf
Umstellung
Bachelor-/Master-
Struktur

Input ➙ Output
Bildungskanon ➙ Kompetenzen




  by: CarbonNYC           © Karsten D. Wolf 2007
Definition Kompetenzen (Weinert)

“Die bei Individuen verfügbaren oder durch sie
erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und
Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen,
sowie die damit verbundenen motivationalen,
volitionalen und sozialen Bereitschaften und
Fähigkeiten um die Problemlösungen in variablen
Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll
nutzen zu können”
                               (Weinert 2002, S.27f)


                                           © Karsten D. Wolf 2008
Prinzipielles Problem

•    Operationalisierung

•    Messung

•    Bewertung




    Je komplexer eine Kompetenz ist,

    desto weniger validierte Instrumente

    sind vorhanden!



                                           © Karsten D. Wolf 2008
Gütekriterien für Tests: Heins Helmtest



                     Validität      ✘
                    Reliabilität
                                   ✔
                    Objektivität   ✔
                                          © Karsten D. Wolf 2008
Gütekriterien für universitäre Prüfungen?



                      Validität    ???
                    Reliabilität   ??
                    Objektivität    ?
                                            © Karsten D. Wolf 2008
Wie „schwer“ ist eine Aufgabe?




                                    100kg
        60kg
                      80kg
40kg
Maximalkraft?


                     80kg

       60kg
                              100kg
40kg
Maximalkraft?


                     80kg

       60kg
                              100kg
40kg




Θ=40   Θ=60         Θ=80      Θ=100
Kurve der Itemcharakteristik (ICC)

      p(x)
                       60kg Gewicht
100%

50%

0%
                                      Θ
             40   60    80   100

                                          © Karsten D. Wolf
Kurve der Itemcharakteristik (ICC)

      p(x)
                       60kg Gewicht
100%
                             80kg Gewicht

50%

0%
                                        Θ
             40   60    80   100

                                            © Karsten D. Wolf
Kurve der Itemcharakteristik (ICC)

      p(x)
                       60kg Gewicht
100%
                               80kg Gewicht

50%                          Aufgabe (Item)
                             ist schwerer
0%
                                              Θ
             40   60    80     100

                                                  © Karsten D. Wolf
Kurve der Itemcharakteristik (ICC)

      p(x)
                       60kg Gewicht
100%
                               80kg Gewicht

50%                          Aufgabe (Item)
                             ist schwerer
0%
                                              Θ
             40   60    80     100

                                                  © Karsten D. Wolf
Raschmodell: „Kompetenzstufen“


                   I       II       III   IV
100%

50%

0%
                                          Θ
         -2   -1       0        1   2

                                              © Karsten D. Wolf
Frage:
Auf welchen Taxonomiestufen können
E-Assessments messen?


                                                       Erzeugen
                                               Evaluieren
                                       Analysieren
                               Anwenden
                        Verstehen
               Erinnern
     Anderson / Krathwohl 2001: Revision of Bloom‘s taxonomy   cc by Karsten D. Wolf 2008
© revcruz @ flickr
We want
credit points!




                 © Karsten D. Wolf 2007
Test Wiseness Test


In which pifflerock did zorkrans inkle?

(a) gi hien
(b) gis inkle
(c) gish frankel
(d) gishen fronk



                   http://www.kvhigh.com/learning/testtips.html
                                                            © Karsten D. Wolf
Test Wiseness Test: Wiederholung aus Wortstamm


In which pifflerock did zorkrans inkle?

(a) gi hien
(b) gis inkle
(c) gish frankel
(d) gishen fronk



                   http://www.kvhigh.com/learning/testtips.html
                                                            © Karsten D. Wolf
Test Wiseness Test


Wenn hier eine Frage stände,
was wäre die richtige Antwort?

(a) besiegt
(b) siegreich
(c) niedergeschlagen
(d) unterworfen


               http://www.kvhigh.com/learning/testtips.html
                                                        © Karsten D. Wolf
Test Wiseness Test: odd one out


Wenn hier eine Frage stände,
was wäre die richtige Antwort?

(a) besiegt
(b) siegreich
(c) niedergeschlagen
(d) unterworfen


               http://www.kvhigh.com/learning/testtips.html
                                                        © Karsten D. Wolf
Test Wiseness Test


Hixek norfolken piffle?

(a) Hiku nippon ibitus
(b) Efil Yadlan Ruoj
(c) Yokon Gnithol
(d) Ikkek zippo unkerzotz notiaplan
    hippolslumg enslife yolent


               http://www.kvhigh.com/learning/testtips.html
                                                        © Karsten D. Wolf
Test Wiseness Test: Längste Alternative


Hixek norfolken piffle?

(a) Hiku nippon ibitus
(b) Efil Yadlan Ruoj
(c) Yokon Gnithol
(d) Ikkek zippo unkerzotz notiaplan
hippolslumg enslife yolent


               http://www.kvhigh.com/learning/testtips.html
                                                        © Karsten D. Wolf
Umstellung               Kompetenzen
Bachelor-/Master-
Struktur
                             Wissen
verstärkter Massenbetrieb
Bildungskanon ➙ Kompetenze
                           schlechtes
                          Assessment
           n



   by: CarbonNYC              © Karsten D. Wolf 2007
Gegenmaßnahmen

• Schulung der Autoren / Autorinnen
  • Bessere Distraktoren
  • Höhere Taxonomiestufen
• Confidence-Based Marking (Gardner-Medwin 2006)
• Übersaturierte Antwortauswahl per Drop-Down
• Automatisierte oder halb-automatisierte Auswertung von offenen
  Frageformaten




                                                               © Karsten D. Wolf
Testformen (angelsächsisch)




             Perceptions of Assessment (MacLellan 2002)
                                                          © Karsten D. Wolf
Testformen (angelsächsisch)



      Aufsatz
      Lernjournale
      Klausuren mit kurzen Fragen
      Seminarbeiträge
      Präsentationen




             Perceptions of Assessment (MacLellan 2002)
                                                          © Karsten D. Wolf
Testverfahren



      standardisiert                nicht-standardisiert

                                                   Alternative
Psychometrisch   Holistisch      Traditionell
                                                  Assessment
  (z.B. PISA)    (z.B. CLA)   (z.B. Klausuren)
                                                 (z.B. Portfolio)




                                                  formativ
Quelle: Johannes Hartig & Nina Jude 2007, S.30




                                                 © Karsten D. Wolf 2008
Collegiate Learning Assessment
(Klein / Benjamin / Shavelson / Bolus 2007)




                 http://www.cae.org/content/pro_collegiate.htm
                                                                 © Karsten D. Wolf
Diagnostische Fragen: Eignungsdiagnostik

                     Eigenschaften


                           Test




              Simulation       Biographie
       Verhalten                         Ergebnisse

                   Schuler & Höft 2001
                                                © Karsten D. Wolf
Simulation
Simulation
Simulation




             © Karsten D. Wolf 2007
Authentic Assessment
Präsenz
ELearning
             Präsenz
            Online           Word




                Blackboard
Blended Assessments
PS 2


PS 3
Formative Assessment
„Neue“ Methoden / alternative assessment

• Portfolio


• Lernkontrakte


• Beobachtungen im Prozess


• Selbstbewertung, wechselseitige Bewertung & beauftragte Bewertung




                                                            © Karsten D. Wolf 2008
T                     T                     T



    ST       ST           ST       ST           ST       ST


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Phase 1               Phase 2                   Phase 3
                                                                  © Prof. Dr. Karsten D. Wolf
„Neue“ Methoden / alternative assessment

• Lerntagebücher


• Leistungspräsentation


• Rückmeldebögen (Rubrics)


• Bewertungskonferenzen


• Zertifikate




                                       © Karsten D. Wolf 2008
Formative Assessment
Portfolio

• Leistungen sowie Lern- und Arbeitsprozesse von Schülern / Studenten
  werden dokumentiert (inkl. Beschreibung und Reflexion der Schüler)


• Betrifft alle Dimensionen


• Auch “Leistungsmappe” (Vierlinger) in den 70ern


• USA: hohe Verbreitung, die Alternative




                                                                © Karsten D. Wolf 2008
Kurs-Portfolio

• Sammlung aller möglichen Kurzprodukte reicht nicht


    Kurshefter, Arbeitsjournal, Arbeitsheft


• Es bedarf zusätzlich


  • reflexiver Praxis


  • Auswahl zur Dokumentation der Leistung bzw. Leistungsentwicklung


  • Unterschiedliche Auswahl
    (Beste + schlechteste, besten, unterschiedlichsten etc.)



                                                                © Karsten D. Wolf 2008
Auswirkung auf Didaktik und Methodik

• Umgestaltung des Unterrichts


• offene, aktive Formen


• Lehrende als Lernbegleitende und Lernberatende


• differenzierte und individualisierte Arbeit


• Interessen der Schüler_innen können besser entsprochen werden


• angepasstes Arbeitstempo




                                                                  © Karsten D. Wolf 2008
ePortfolio

• webbasiertes Portfolio


• Sammlung von Einlagen in digitalisierter Form


• Unterstützung bei Verwaltung der Einlagen


• Unterstützung bei der Reflektion (Vorlagen für Deckblätter etc.) und ggf. auch
  bei der Bewertung (Bewertungsbögen)


• Unterschiedliche Zugangsrechte


• Pädagogische Ziele entsprechen den klassischen Portfolios



                                                                     © Karsten D. Wolf 2008
Innovationsbereiche beim E-Assessment

• Simulation
  • Realitätsnähe
  • Feedbackkomponenten
  • Explorationsmöglichkeiten
• Automatisierte Bewertung von Essays
• Verbesserung der Messmodelle (Rasch Skalierung)
• Verkürzte Prüfungen (adaptives Testen)
• Data Mining der Lösungsprozesse von Experten zur Erstellung von
  K.modellen / -profilen.
• Autorenwerkzeuge für fachspezifische Tests/Sims



                                                             © Karsten D. Wolf
Innovationsbereiche beim E-Assessment

• Summative Tests werden in den Lehr-Lern-Prozess integriert
• Einbindung in E-Portfolios
• Kompetenzmessung in Gruppen
• Transfer wird durch authentische Aufgaben erleichtert
• Erreichen eines Kompetenz„levels“ kann beim Lernen & Arbeiten erreicht
  werden
• Keine speziellen Prüfungen mehr notwendig
• Durch Testbänke keine festen Prüfungstermine mehr
• Kombination in Form von Blended Assessment




                                                               © Karsten D. Wolf
Ausgangsfrage:
E-Assessments können auf
allen Taxonomiestufen eingesetzt werden
• Formative Bewertungsverfahren
• Alternative Verfahren werden praktikabel
                                                           Erzeugen
• Unterstützung auch bei offenen Formate
• Dialog über Prüfungsqualität                     Evaluieren
                                             Analysieren
                                   Anwenden
                            Verstehen
                    Erinnern
         Anderson / Krathwohl 2001: Revision of Bloom‘s taxonomy   cc by Karsten D. Wolf 2008
© Karsten D. Wolf 2007
FB 12 Erziehungs- und Bildungswissenschaften
                                   Didaktische Gestaltung
                           multimedialer Lernumgebungen


http://www.ifeb.uni-bremen.de/wolf


       wolf@uni-bremen.de


http://www.ifeb.uni-bremen.de/assessment/

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E-Assessments und Online Prüfungen

  • 1. E-Assessments und Online-Prüfungen: Quantitative Bewältigungsstrategie oder qualitatives Entwicklungspotenzial der Hochschullehre? Karsten D. Wolf Fachbereich 12 Didaktische Gestaltung multimedialer Lernumgebungen © Karsten D. Wolf 2007
  • 3. Schätzung für Universität Bremen • 12 Fachbereiche mit ca. 20.000 Studenten • Mindestens 70K - 115K Prüfungen / Semester • Tendenz steigend durch Umstieg auf BA/MA • MA & Prom: anspruchsvollere Prüfungen (Projekte, Präsentationen, Thesis) • BA: mehr Prüfungen (größere Kohorten, veranstaltungsbegleitend, Zeitdruck) • Eigene Auswahlverfahren für Studienanfänger • Reduktion von 280 auf 230 Professor(inn)en • ca. 500 Prüfungsleistungen pro Semester pro Professor © Karsten D. Wolf
  • 4. E-Selection, E-Recruitment & Self-Assessment • Elektronisch unterstützte Auswahlverfahren für BA und MA • Uni Bremen WiSe 2006: 2355 Studienanfänger ❖ wachsende Anzahl von Master-Studiengänge © Karsten D. Wolf
  • 5. Quelle: Bücking 2008 (ZMML Uni Bremen)
  • 6. Der Weg zum Testcenter an der Uni Bremen Quelle: Schwedes 2008 (ZMML Uni Bremen) © Karsten D. Wolf
  • 7. L-Plus Demo (www.lplus.de) © Karsten D. Wolf 2007
  • 8. L-Plus Demo (www.lplus.de) © Karsten D. Wolf 2007
  • 9. L-Plus Demo (www.lplus.de) © Karsten D. Wolf 2007
  • 10. L-Plus Demo (www.lplus.de) © Karsten D. Wolf 2007
  • 11. Quelle: Schwedes 2008 (ZMML Uni Bremen)
  • 12. Quelle: Schwedes 2008 (ZMML Uni Bremen)
  • 13. © Karsten D. Wolf 2007
  • 14. © Karsten D. Wolf 2007
  • 15. © Karsten D. Wolf 2007
  • 16. © Karsten D. Wolf 2007
  • 17. © Karsten D. Wolf 2007
  • 18. © Karsten D. Wolf 2007
  • 19. © Karsten D. Wolf 2007
  • 20. © Karsten D. Wolf 2007
  • 21. Quelle: Schwedes 2008 (ZMML Uni Bremen)
  • 22. Quelle: Schwedes 2008 (ZMML Uni Bremen)
  • 23. Quelle: Schwedes 2008 (ZMML Uni Bremen)
  • 24. Quelle: Schwedes 2008 (ZMML Uni Bremen)
  • 25. Quelle: Bücking 2008 (ZMML Uni Bremen)
  • 26. Zusammenfassung: Wann ist das sinnvoll? • Mehr als 300 Kandidaten pro Prüfung • Mehr als 50 Rechner pro Raum • Lange Korrekturzeiten pro Frage (> 30 Sekunden / Frage) • Kurze Klausuren (bis 2 Stunden) mit vielen Fragen • Alternative offene Formate: Lesbarkeit + Vorkorrekturen • Alternative authentische Aufgaben: PC bietet authentische Arbeitsumgebung • Alternativen: Kooperation von Autorinnen und Autoren • Alternativen: (Vor-)Erstellung von Items durch Studierende © Karsten D. Wolf
  • 27. Quelle: Bücking 2008 (ZMML Uni Bremen)
  • 28. Quelle: Bücking 2008 (ZMML Uni Bremen)
  • 29. Quelle: Bücking 2008 (ZMML Uni Bremen)
  • 30. Pro und contra: Studenten • Sofortige Bereitstellung des • Benachteiligung von Personen mit Prüfungsergebnisses geringerer Computerkompetenz (digital literacy, 10-Finger- Schreiben) • Objektive, transparente und fehlerfreie Klausurbewertung • Benachteiligung von Personen mit negativer Einstellung zu • differenziertes Feedback Computern • vereinfachte Vorbereitung durch • Probleme bei der Konzentration online-Training unter Verwendung (Computermonitor, Lüfterlärm, der gleichen Fragenkataloge Tastaturgeklapper…) ➙ Stress? • Datenschutz? in Anlehnung an Bücking / Schwedes 2005 © Karsten D. Wolf
  • 31. Pro und contra: Lehrende / Prüfungsautor(inn)en • Enorme Arbeitsentlastung durch • Hoher Initialaufwand zur automatische Auswertungsverfahren Digitalisierung vorhandener Fragen & Verwaltung und Aufbau eines hinreichend großen Fragenkataloges • Effiziente Unterstützung bei Freitextfragen-Korrektur • Prüfungsdesign wird durch Technik beschränkt • Wiederverwendbare und „kollaborative“ Fragenkataloge • technische Manipulationsmöglichkeiten (während und vor der Prüfung) • Qualitätssicherung und - verbesserung in Anlehnung an Bücking / Schwedes 2005 © Karsten D. Wolf
  • 32. Pro und contra: Allgemein • Kosteneinsparung • Stabilität & Zuverlässigkeit • Mögliche Erstellung komplexer • Qualitätsverlust des Studiums und interaktiver Fragen durch durch reine Wissenstests Multimediaelemente in Anlehnung an Bücking / Schwedes 2005 © Karsten D. Wolf
  • 33. Umstellung Bachelor-/Master- Struktur Input ➙ Output Bildungskanon ➙ Kompetenzen by: CarbonNYC © Karsten D. Wolf 2007
  • 34. Definition Kompetenzen (Weinert) “Die bei Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten um die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können” (Weinert 2002, S.27f) © Karsten D. Wolf 2008
  • 35. Prinzipielles Problem • Operationalisierung • Messung • Bewertung Je komplexer eine Kompetenz ist, desto weniger validierte Instrumente sind vorhanden! © Karsten D. Wolf 2008
  • 36.
  • 37.
  • 38.
  • 39.
  • 40. Gütekriterien für Tests: Heins Helmtest Validität ✘ Reliabilität ✔ Objektivität ✔ © Karsten D. Wolf 2008
  • 41.
  • 42.
  • 43. Gütekriterien für universitäre Prüfungen? Validität ??? Reliabilität ?? Objektivität ? © Karsten D. Wolf 2008
  • 44. Wie „schwer“ ist eine Aufgabe? 100kg 60kg 80kg 40kg
  • 45. Maximalkraft? 80kg 60kg 100kg 40kg
  • 46. Maximalkraft? 80kg 60kg 100kg 40kg Θ=40 Θ=60 Θ=80 Θ=100
  • 47. Kurve der Itemcharakteristik (ICC) p(x) 60kg Gewicht 100% 50% 0% Θ 40 60 80 100 © Karsten D. Wolf
  • 48. Kurve der Itemcharakteristik (ICC) p(x) 60kg Gewicht 100% 80kg Gewicht 50% 0% Θ 40 60 80 100 © Karsten D. Wolf
  • 49. Kurve der Itemcharakteristik (ICC) p(x) 60kg Gewicht 100% 80kg Gewicht 50% Aufgabe (Item) ist schwerer 0% Θ 40 60 80 100 © Karsten D. Wolf
  • 50. Kurve der Itemcharakteristik (ICC) p(x) 60kg Gewicht 100% 80kg Gewicht 50% Aufgabe (Item) ist schwerer 0% Θ 40 60 80 100 © Karsten D. Wolf
  • 51. Raschmodell: „Kompetenzstufen“ I II III IV 100% 50% 0% Θ -2 -1 0 1 2 © Karsten D. Wolf
  • 52.
  • 53. Frage: Auf welchen Taxonomiestufen können E-Assessments messen? Erzeugen Evaluieren Analysieren Anwenden Verstehen Erinnern Anderson / Krathwohl 2001: Revision of Bloom‘s taxonomy cc by Karsten D. Wolf 2008
  • 54. © revcruz @ flickr
  • 55. We want credit points! © Karsten D. Wolf 2007
  • 56.
  • 57. Test Wiseness Test In which pifflerock did zorkrans inkle? (a) gi hien (b) gis inkle (c) gish frankel (d) gishen fronk http://www.kvhigh.com/learning/testtips.html © Karsten D. Wolf
  • 58. Test Wiseness Test: Wiederholung aus Wortstamm In which pifflerock did zorkrans inkle? (a) gi hien (b) gis inkle (c) gish frankel (d) gishen fronk http://www.kvhigh.com/learning/testtips.html © Karsten D. Wolf
  • 59. Test Wiseness Test Wenn hier eine Frage stände, was wäre die richtige Antwort? (a) besiegt (b) siegreich (c) niedergeschlagen (d) unterworfen http://www.kvhigh.com/learning/testtips.html © Karsten D. Wolf
  • 60. Test Wiseness Test: odd one out Wenn hier eine Frage stände, was wäre die richtige Antwort? (a) besiegt (b) siegreich (c) niedergeschlagen (d) unterworfen http://www.kvhigh.com/learning/testtips.html © Karsten D. Wolf
  • 61. Test Wiseness Test Hixek norfolken piffle? (a) Hiku nippon ibitus (b) Efil Yadlan Ruoj (c) Yokon Gnithol (d) Ikkek zippo unkerzotz notiaplan hippolslumg enslife yolent http://www.kvhigh.com/learning/testtips.html © Karsten D. Wolf
  • 62. Test Wiseness Test: Längste Alternative Hixek norfolken piffle? (a) Hiku nippon ibitus (b) Efil Yadlan Ruoj (c) Yokon Gnithol (d) Ikkek zippo unkerzotz notiaplan hippolslumg enslife yolent http://www.kvhigh.com/learning/testtips.html © Karsten D. Wolf
  • 63. Umstellung Kompetenzen Bachelor-/Master- Struktur Wissen verstärkter Massenbetrieb Bildungskanon ➙ Kompetenze schlechtes Assessment n by: CarbonNYC © Karsten D. Wolf 2007
  • 64. Gegenmaßnahmen • Schulung der Autoren / Autorinnen • Bessere Distraktoren • Höhere Taxonomiestufen • Confidence-Based Marking (Gardner-Medwin 2006) • Übersaturierte Antwortauswahl per Drop-Down • Automatisierte oder halb-automatisierte Auswertung von offenen Frageformaten © Karsten D. Wolf
  • 65. Testformen (angelsächsisch) Perceptions of Assessment (MacLellan 2002) © Karsten D. Wolf
  • 66. Testformen (angelsächsisch) Aufsatz Lernjournale Klausuren mit kurzen Fragen Seminarbeiträge Präsentationen Perceptions of Assessment (MacLellan 2002) © Karsten D. Wolf
  • 67. Testverfahren standardisiert nicht-standardisiert Alternative Psychometrisch Holistisch Traditionell Assessment (z.B. PISA) (z.B. CLA) (z.B. Klausuren) (z.B. Portfolio) formativ
  • 68. Quelle: Johannes Hartig & Nina Jude 2007, S.30 © Karsten D. Wolf 2008
  • 69. Collegiate Learning Assessment (Klein / Benjamin / Shavelson / Bolus 2007) http://www.cae.org/content/pro_collegiate.htm © Karsten D. Wolf
  • 70. Diagnostische Fragen: Eignungsdiagnostik Eigenschaften Test Simulation Biographie Verhalten Ergebnisse Schuler & Höft 2001 © Karsten D. Wolf
  • 73. Simulation © Karsten D. Wolf 2007
  • 76. ELearning Präsenz Online Word Blackboard
  • 79. „Neue“ Methoden / alternative assessment • Portfolio • Lernkontrakte • Beobachtungen im Prozess • Selbstbewertung, wechselseitige Bewertung & beauftragte Bewertung © Karsten D. Wolf 2008
  • 80. T T T ST ST ST ST ST ST 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 Phase 1 Phase 2 Phase 3 © Prof. Dr. Karsten D. Wolf
  • 81. „Neue“ Methoden / alternative assessment • Lerntagebücher • Leistungspräsentation • Rückmeldebögen (Rubrics) • Bewertungskonferenzen • Zertifikate © Karsten D. Wolf 2008
  • 83.
  • 84. Portfolio • Leistungen sowie Lern- und Arbeitsprozesse von Schülern / Studenten werden dokumentiert (inkl. Beschreibung und Reflexion der Schüler) • Betrifft alle Dimensionen • Auch “Leistungsmappe” (Vierlinger) in den 70ern • USA: hohe Verbreitung, die Alternative © Karsten D. Wolf 2008
  • 85. Kurs-Portfolio • Sammlung aller möglichen Kurzprodukte reicht nicht Kurshefter, Arbeitsjournal, Arbeitsheft • Es bedarf zusätzlich • reflexiver Praxis • Auswahl zur Dokumentation der Leistung bzw. Leistungsentwicklung • Unterschiedliche Auswahl (Beste + schlechteste, besten, unterschiedlichsten etc.) © Karsten D. Wolf 2008
  • 86. Auswirkung auf Didaktik und Methodik • Umgestaltung des Unterrichts • offene, aktive Formen • Lehrende als Lernbegleitende und Lernberatende • differenzierte und individualisierte Arbeit • Interessen der Schüler_innen können besser entsprochen werden • angepasstes Arbeitstempo © Karsten D. Wolf 2008
  • 87. ePortfolio • webbasiertes Portfolio • Sammlung von Einlagen in digitalisierter Form • Unterstützung bei Verwaltung der Einlagen • Unterstützung bei der Reflektion (Vorlagen für Deckblätter etc.) und ggf. auch bei der Bewertung (Bewertungsbögen) • Unterschiedliche Zugangsrechte • Pädagogische Ziele entsprechen den klassischen Portfolios © Karsten D. Wolf 2008
  • 88.
  • 89.
  • 90. Innovationsbereiche beim E-Assessment • Simulation • Realitätsnähe • Feedbackkomponenten • Explorationsmöglichkeiten • Automatisierte Bewertung von Essays • Verbesserung der Messmodelle (Rasch Skalierung) • Verkürzte Prüfungen (adaptives Testen) • Data Mining der Lösungsprozesse von Experten zur Erstellung von K.modellen / -profilen. • Autorenwerkzeuge für fachspezifische Tests/Sims © Karsten D. Wolf
  • 91. Innovationsbereiche beim E-Assessment • Summative Tests werden in den Lehr-Lern-Prozess integriert • Einbindung in E-Portfolios • Kompetenzmessung in Gruppen • Transfer wird durch authentische Aufgaben erleichtert • Erreichen eines Kompetenz„levels“ kann beim Lernen & Arbeiten erreicht werden • Keine speziellen Prüfungen mehr notwendig • Durch Testbänke keine festen Prüfungstermine mehr • Kombination in Form von Blended Assessment © Karsten D. Wolf
  • 92. Ausgangsfrage: E-Assessments können auf allen Taxonomiestufen eingesetzt werden • Formative Bewertungsverfahren • Alternative Verfahren werden praktikabel Erzeugen • Unterstützung auch bei offenen Formate • Dialog über Prüfungsqualität Evaluieren Analysieren Anwenden Verstehen Erinnern Anderson / Krathwohl 2001: Revision of Bloom‘s taxonomy cc by Karsten D. Wolf 2008
  • 93. © Karsten D. Wolf 2007
  • 94. FB 12 Erziehungs- und Bildungswissenschaften Didaktische Gestaltung multimedialer Lernumgebungen http://www.ifeb.uni-bremen.de/wolf wolf@uni-bremen.de http://www.ifeb.uni-bremen.de/assessment/