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                                                                # 191 # November-Dezember 2012   Das Bankenmagazin
Euro: 8,–
8. Jahrgang November-Dezember 2012
ISSN 2077 9410




                                                                Barcode statt
                                                                Bargeld
                                                                Seite 14
bestbanking P.b.b. Verlagspostamt A-1060 Wien, GZ: 06Z037041M




                                                                 Dr. Michael Suitner
                                                                 Geschäftsführer der
                                                                 Secure Payment Technologies
Carrera
1887
editorial

                                               Mehr Anstrengungen notwendig

                                               Österreichische Banken haben das Vertrauen ihrer
                                               Kunden aufgrund der Finanzkrise nicht verspielt. Künf-
                                               tig sind nur noch mehr Anstrengungen notwendig das
                                               Vertrauen von Kunden zu gewinnen. Banken müssen
                                               den Kunden noch stärker als bisher in den Mittelpunkt
                                               ihrer Aktivitäten stellen und unter diesem Leitgedan-
                                               ken ihr über Jahrzehnte erfolgreiches Geschäftsmodell
                                               weiterentwickeln. Dabei muss der „Bankkunde“ wahr-
                                               genommen und entsprechend behandelt werden. Der
                                               Kunde im digitalen Zeitalter sucht den Dialog. Er will
                                               sich über das Unternehmen und dessen Produkte eine
                                                                                                           Repräsentativer Bank-Neubau im
                                               Meinung bilden. Der Vertrieb über Social Media spielt       Thermenland - Seite 6
                                               (noch) eine untergeordnete Rolle. Hier gibt es bislang
                                               auch in anderen Branchen kaum Erfolgsgeschichten.
                                               Social Media ist vor allem ein Kommunikations-und
Kundenbindungsinstrument. Die sozialen Medien sind trozdem ein zentrales Trendthema. Im „Netz“
wird in jedem Fall über die Banken gesprochen. Allerdings bedarf es einer klaren Strategie, um in
den sozialen Medien präventiv und angemessen zu agieren und zu reagieren. Die Kommunikation in
den sozialen Medien folgt ihren eigenen Gesetzen. Selbst in der traditionellen Kommunikation er-
fahrene Unternehmen und Institutionen müssen lernen, angemessen damit umzugehen, wenn bislang
abstrakte Vertreter von „Zielgruppen“ plötzlich das Wort ergreifen, dann kann das schnell ungeahnte
Ausmaße annehmen. Allerdings ist dieser Markt sehr volatil. Die Kunden werden zunehmend spe-
zielle Angebote für das mobile Internet verlangen. Darauf müssen sich die Banken einstellen. Einige
Banken beschäftigen sich bereits mit der Entwicklung eigener Applikationen und Angeboten. Die
Institute beginnen bereits die Internet-Filiale 5.0 aufzubauen, um eine leistungsfähige browser- und
applikationsbasierte Präsenz im Internet zu ermöglichen. Um diese Positionen weiter auszubauen
und vor allem das bisher Erreichte in messbare Vertriebserfolge umzuwandeln, sind noch einige An-
strengungen notwendig. Die Herausforderungen sind dabei vielfältig. Die traditionellen Stärken der
Banken sind wieder im Fokus.
                                                                                                           Zur rechten Zeit am rechten Ort - Seite 16

Abschließend darf ich Ihnen im Namen von best banking ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2013 wünschen!


Herzliche Grüße


Ihr



Kurt Quendler & best banking Team
Chefredakteur




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                                                                                                           Neue Hypo-NÖ-Zentrale in St. Pölten -
       www.twitter.com/banktechnik                                                                         Seite 26




                                                                                                            bestbanking 191 • 2012          3
Inhaltsverzeichnis




                                                                                                                                     Foto: © Fotostudio Floyd
                                                                                                 16
n Rubriken                                    n banking                                          n bankobjekte

Editorial3                                   Barcode statt Bargeld                      16     Repräsentativer Bank-Neubau    6
                                                                                                 im Thermenland
In Kürze                                52   Zur rechten Zeit am rechten Ort            16
Bankennews
                                              Strategisches Primärziel: Kundenfokus  18
bestcars56
Multi.Mega.Super                              Ein cooles Handy ist nicht genug! Oder doch? 23

                                              CRM als Wettbewerbsmotor                   24

                                              IT-Services unter einem Hut gebracht  34

                                              Datenräuber unterwegs                      36

                                              Renaissance des AKT                        44

                                              No risk - no fun                           46

Personen58                                   Wincor World 2012 Nachbericht              48
Neue Köpfe
                                              „Wohin geht die Reise?“                    54
life  style                            64
Gut gelaufen                                  n besthotels




Impressum                               66
Vorschau




4            bestbanking 191 • 2012
Bestens
                                                                                                                                         aufgestellt...




                                          Foto: © bestbanking medien




                                                                                                        Foto: © medwed fotografie 2012
                                                                                                                                                                                                                best banking



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                                                                                                                                         Print
18                                                                     36                                                                               best banking    # 189 # Juni-Jul
                                                                                                                                                                                                                i 2012
                                                                                                                                                                                                                                                                               bestbanking.at




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                                                                                                                                                                                                                                                                                 n

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       bestbanking.at




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                                                                                                                                                                                                                                                                                                   bestbanking # 190 # 2012
                                                                                                                                         Euro: 8,–
                                                                                                                                            2012
                                                                                                                                              8. Jahrgang Juni-Juli
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           Das Bankenmagazin
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         # 190 # August-Oktober 2012


Neue Hypo-NÖ-Zentrale in St. Pölten 26                                Die Bank von Morgen        12



                                                                                                                                                       ISSN 2077 9410




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              Euro: 8,–
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               8. Jahrgang August-Oktober 2012
                                                                       Grundlagen der Gestaltung




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        ISSN 2077 9410
                                                                                                                                                                          GZ: 06Z037041M
                                                                                                                                                                                                                                                              ing
                                                                                                                                                                                                                                                  Private Bank del
                                                                                                                                                                              A-1060 Wien,
                                                                                                                                                                                  Verlagspostamt                                                       im Wan                               Banking Wien




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               WERBUNG
                                                                                                                                                                                                                                                                              sen Private
                                                                                                                                                                                                                                                          , Leitung Raiffei                       Seite 16
                                                                                                                                                                                                                                            an Ohswa ld
                                                                                                                                                                                           bestbanking P.b.b.



                                                                                                                                                                                                                         Mag. Dr. Christi




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 Wien, GZ: 06Z037041M
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               „Wir machen




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    bestbanking P.b.b. Verlagspostamt A-1060
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             zahlen einfach“                   Seite 22
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        Austria
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   Director/CEO, PSA Payment Services
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 DI Rainer Schamberger, Managing




                                                                                                                                         Online

                                                                       Orgatec 2012               38
                                                                       Messebericht




                                                                                                                                         Video




                                                                                                                                         bestbanking medien
                                                                                                                                                                                                                                               bestbanking 190 • 2012                                                                                                                                                                                                       5
s                                                                                    Video dazu auf www.bestbanking.at
        bankobjekte                                                                  oder QR-Code (rechts) scannen und direkt
                                                                                     zum Video gelangen.



    Repräsentativer Bank-Neubau im 			
    Die Raiffeisenbank Bad Waltersdorf, errichtet nach Plänen des Architekten Mugrauer, wurde in einem Festakt vom Obmann der RB
    Thermenland Josef Fiedler feierlich ihrer Bestimmung übergeben.




    Das Ergebnis dieses nach einjähriger Bauzeit entstandenen         sondern auch im Inneren des Gebäudes eine Harmonie zu schaf-
    Gebäudes, verdient sowohl in architektonischer als auch hand-     fen, die Zweckmäßigkeit und Schönheit vereint. Die Besucher
    werklicher und künstlerischer Ausführung eine lobenswerte         und Kunden werden durch die ansprechende Form und Lage des
    Anerkennung. Der Neubau in seiner dominierenden Lage am           Gebäudes beeindruckt.
    Ortsbeginn wurde repräsentativ und mit großem Einfühlungs-
    vermögen gestaltet und dürfte wohl für weitere Bauwerke im Ort    Nach dem Betreten der Bank und der SB–Zone erreicht der Kun-
    richtungsweisend sein. Dabei ist zu bemerken: dieses Gebäude      de eine geräumige und helle Schalterhalle. Dabei fällt sofort das
    wurde ohne besonderen Aufwand errichtet und man kann mit          formschöne Kundenpult auf, das wohl jedem Kundenandrang
    ruhigem Gewissen sagen, dass es ein Schmuckstück im Ortsbild      gewachsen sein dürfte. In den angeschlossenen Räumen gibt es
    ist. Es ist dem Bauherrn mit dem Planer gelungen, nicht nur die   die bestens ausgestattete Beratungsbüros für Kunden. Im ersten
    Fassaden einfach und architektonisch zeitgemäß zu gestalten,      Stock ist das Back Office der Mitarbeiter eingerichtet.




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bankobjekte


Thermenland




                                                                                                               Banking
                                                                                                           war noch nie
                                                                                                            so effizient!

                                                                        KePlus. Die leistungsfähigen SB-Terminals sorgen für
                                                                        höchste Effizienz und Wirtschaftlichkeit in Ihrer Filiale.

Die stolzen Geschäfstleiter Dir. Franz Hirschmann und
Dir. Werner Weinzettl


„Die Bank und die Region um Bad Waltersdorf ist stark gewachsen.
Damit wir langfristig konkurrenzfähig bleiben, wurde in die Zukunft
investiert und ein Bank-Kompetenzzentrum mit neuester Technik und
                                                                        KePlus R6                  KePlus X6                   KePlus P6 – KAD
ausreichenden Kundenparkplätzen errichtet. Alle Bankstellen werden
zukünftig von hier durch die zentrale Verwaltung unterstützt“, so die
beiden Direktoren Dir. Werner Weinzettl und Dir. Franz Hirsch-
mann. Raiffeisen setzt auf Qualität und Sicherheit, ergänzt der Vor-
standdirektor der Raiffeisenlandesbank-Steiermark, Rainer Stelzer.
                                                                    s




                                                                        KePlus K6 – KST            Kendo CM18 – AKT KeBin S6


                                                                        Als Spezialist für zuverlässiges, effizientes SB-Ban-
                                                                        king begleitet und unterstützt Sie KEBA mit umfas-
                                                                        sendem Know-how bei der Automatisierung von
                                                                        Banktransaktionen im SB- und Kassenbereich.

                                                                        Erfahren mehr Sie unter www.keba.com.




                                                                        KEBA AG, Gewerbepark Urfahr, A-4041 Linz, Telefon: +43 732 7090-0,
                                                                        Fax: +43 732 730910, E-Mail: keba@keba.com, www.keba.com




                                                                                                                        bestbanking 191 • 2012    7
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        bankobjekte



         Wenn ein Perfektionist mit Hang zur Kunst eine Bank baut
    s



                                                                       ein so großes Vertrauen entsteht, dass ich meine Erfahrungswerte
                                                                       einsetzen kann und diese auch entsprechend verstanden werden.
    Man kann bereits von einer beinahe unverwechselbaren For-          Nur so kann ich eine optimale Lösung für meine Planung umset-
    mensprache reden, wenn man die nun neueste Bank aus der Hand       zen“, meint Franz Mugrauer.
    des Planungsteams Mugrauer aus Rohr sieht.
                                                                       Für die Thermenlandbank in Bad Waltersdorf wurde ein Standort
    Franz Mugrauer, Kopf des Teams, ist ein erfahrener Planer im       gewählt, der etwas außerhalb des Ortszentrums liegt. Mit dieser
    Bankbereich und sieht seine Stärke neben einem innovativen         Lösung wurde auch der notwendigen Expansion des erfolgreichen
    Entwurf, der regional architektonische Akzente setzt, in der Or-   Unternehmens Rechnung getragen. Das Bankgebäude steht nun in
    ganisation und reibungslosen Abwicklung des gesamten Bauvor-       prominenter Lage, wie ein stolzes Flaggschiff, wenn man nach Bad
    habens. „Es ist wichtig, dass zwischen Planer und Auftraggeber     Waltersdorf fährt. Charakterisiert wird der Bau von einer gut pro-




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bankobjekte




portionierten und klaren Architektur, deren dezente Hell-Dunkel                                      fühlbank. Möbel in Eichenoptik, hochwertige Böden und sehr
Farbgebung einen ruhigen Akzent zur, von Roswitha Dautermann                                         gefühlvoll arrangierte Glaswände, die nach Bedarf transparenter
künstlerisch bemalten Wand, im Frontbereich bildet.                                                  oder blickdichter gestaltet sind, prägen das Ambiente. Zu all dem
                                                                                                     gesellt sich die Kunst, die wie bei Mugrauer oft, der sich als Team-
Sowohl in Farb- als auch in Materialauswahl, war dem Team Mu-                                        player sieht was ausführende Firmen anbelangt, eine wesentliche
grauer ein gediegener Ausdruck wichtig. Ist doch auch neben aller                                    gestalterische und atmosphärische Rolle spielt.
Modernität auf die ländliche Umgebung zu achten. So entstand
auch im Innenbereich, neben modernster Funktionalität, die auch                                      Wie aus einem Guss, fügt sich jedes künstlerische Detail in die
Spielraum für die zukünftige Entwicklung Raum lässt, eine Wohl-                                      Architektur ein. Als kongeniale Partner bilden die Arbeiten von


                                                                                                                                                                            s




Raiffeisenkasse Retz // NÖ

Beispielhafte Lösungen für Banken der Zukunft. Ganzheitlich geplant.
Organisation als Lösung. Architektur zum Erfolg.
                                                                                                                                        beratung
                                                                                                                                        organisation
Ing. A. Streitner GmbH Möbelwerk Bank- und Objekteinrichtung                                                                            planung
Ipftal 1 · A-4491 Niederneukirchen · Tel: +43 (0)7224-7385-0 · Fax: DW -7404 · office@streitner.at                                      produktion



                                                                                                                                            bestbanking 191 • 2012     9
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     bankobjekte


                                                                                          Curd und Roswitha Dautermann aus Ra-




                                                                                      s
                                                                                          abau bei Feldbach das berühmte „i-Tüpfel-
                                                                                          chen“, oder wie es Dir. Werner Weinzettl
                                                                                          formulierte: den Wow-Effekt. Als großes
                                                                                          Thema, das sich in vielfacher Ausführung
                                                                                          durchzieht, wurde Wasser und Erde ge-
                                                                                          wählt. Beides sind Elemente, die für die
                                                                                          Entwicklung des Thermenlandes nicht
                                                                                          weg zu denken sind. Curd Dautermanns
                                                                                          großformatige Fotos geben den Räumen
                                                                                          eine sehr moderne Richtung. Die Ölbilder
                                                                                          und Skulpturen von Roswitha Dautermann
                                                                                          machen aus nüchtern wirkenden Räumen
                                                                                          frische, harmonisch anmutende Arbeits-
                                                                                          bereiche. Roswitha Dautermann zu ihren
                                                                                          Arbeiten: „Mir ist wichtig, dass sich Kunst
                                                                                          ganz selbstverständlich in den Alltag von
                                                                                          Mitarbeitern und Kunden einfügt, aber
    Die Künstler Curd Dautermann, Roswitha Dautermann (Raabau 102 A, 8330 Feldbach,       auch täglich Freude bringt.“
    0699/10902393, dautermann@utanet.at) und der Planer Franz Mugrauer haben in
    Bad Waltersdorf eine moderne atmosphärische Bank gestaltet.




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bankobjekte




Für die keramischen Arbeiten wurde Erde aus Neudau, Sebersdorf und Bad Walters-
dorf verwendet - damit wird der regionale Bezug zu den drei Geschäftsstandorten der
Bank hergestellt.

In den vergangenen Jahren hat sich das Planungsbüro Mugrauer zu einem der führen-
den Unternehmen für Bankenplanung und Projektmanagement entwickelt. Die Tätigkeit
beschränkt sich mittlerweile nicht nur auf Planung und Projektabwicklung, sondern be-
schäftigt sich auch mit Analysen und Bedarfserhebungen.                            y


  PROJEKTENTWICKLUNG | BAUMANAGEMENT



                         MUGRAUER
                                                         BANKDESIGN

                                                                 Rohr 62
                                                           8330 Feldbach
                                                    fon: +43-3115-2381-0
                                                   fax: +43-3115-2381-31
                                                    office@mugrauer.com


                                         w w w. m u g r a u e r. c o m
                                                         bestbanking 191 • 2012   11
s
     bankobjekte

    n Grundlagen der Gestaltung

    Die Bank von Morgen
    best banking wird mit den Planern Ing. Wilhelm Tulzer und Ing. Martin Osterauer eine sechsteilige redaktionelle Serie, wie man
    für den Kunden in der Bank-Filiale ein angenehmes neues Umfeld schafft und welche Tendenzen populär geworden sind, redak-
    tionell aufbereiten. In Zeiten vom viel gepriesenen Social Media soll dem Privat- und Firmenkunden „seine“ Bank als Anlaufstelle
    für Beratung, sowie traditionelle Dienstleistungen angeboten und verkauft werden können.

    Von Ing. Wilhelm Tulzer und Ing. Martin Osterauer




                                                                                                                                              Skizze: 2XTulzer  Osterauer
    Immer wieder werden wir gefragt: Was gibt es Neues? Wie soll die
    Bank von morgen geplant werden? Was gibt es Innovatives? Wie sind
    die Visionen? Was sollen Sie berücksichtigen wenn Sie Ihre Bank bau-
    en? Das führte in Zusammenarbeit mit best banking zu der Idee im
    kommenden Jahr eine Artikelserie für Sie als Leitfaden herzustellen.
    Am wichtigsten erscheint es, dass Ihr Vertriebsgebäude Bank speziell
    auf Ihre Kunden sowie auf Ihre speziellen Geschäftsfelder zugeschnit-
    ten ist, also die Planung erfolgt dem Kunden angepasst. Das passende
                         Konzept muss erreicht werden, danach erfolgt die
                         innenarchitektonische bzw. architektonische Lö-
                         sung - form follows function. Erst darauf wird ein
                         Arbeitsklima hergestellt, welches Ihre Mitarbeiter   ratung ist zB. je nach Anzahl der Personen oder je nach Aus-
                         zur größten möglichen Motivation animiert. Das       stattung der EDV oder Klientel der Kundschaft das geeignete
                         alles in zumeist bestehende Gebäude mit vorgege-     Möbelstück zu planen. Pulte sind ganz den Bedürfnissen der Ar-
                         benen Räumen. Ein schwieriger Dreiklang den es       beitsweisen der Mitarbeiter anzupassen!
                         gilt in Harmonie zu bringen, denn am Ende wollen
                         die Kosten doch gerechtfertigt sein.                 Die Planung auf den Kunden abgestimmt
                                                                              Das durchschnittlich Alter der Bankkunden der Zukunft (best
                      Eine weitere Herausforderung wird es sein, nach-        age) steigt immer weiter, dem ist Rechnung zu tragen und dafür
                      stehende Faktoren unter einen Hut zu bringen!           individuell zu gestallten. Barrierefreiheit, Erleichterungen für
                      Soll doch Marketing wirken können, Diskretion           die Physis, Diskretion und Sicherheit prägen die Grundsätze
                      möglich sein, doch alles offen wirken, Sicherheit       dieser Betrachtungsweise.
                      hergestellt werden, Frequenz forciert werden, bes-
                      sere Betriebsergebnisse erzielt werden.                 Sicherheit in der Bankfiliale

                      Einige Themen werden also in den kommenden              Schon bei der konzeptionellen Planung muss wesentlich auf die Si-
                      Artikeln aufgearbeitet:                                 cherheitsbedürfnisse der Mitarbeiter und Kunden Rücksicht zu neh-
                                                                              men. Der schnell ansteigenden Anzahl an Überfällen und Einbrüchen
                      Bedürfnisse an den Raum                                 muss in Zukunft mit planerischen Maßnahmen verstärkt entgegen ge-
                      Emotionen wecken heißt alle Sinne ansprechen            wirkt werden und zwar mit baulichen und technischen Maßnahmen.
                      und zwar in der richtigen Reihenfolge: Sehen,
                      Hören, Fühlen. Das Licht und den Schall exakt           Betriebskosten im Griff
                      zu regulieren sind die Erfolgsbringer schlechthin.      Immer geringer werden die Margen im Bankgeschäft, immer
                                                                              größer die Kosten im laufenden Betrieb. Wesentliches Potential
                      Funktionen der Räume                                    die Kosten eines Geldinstituts zu minimieren, liegt neben den
                      und ihre richtige Anordnung zueinander im Ge-           Lohnkosten allerdings auch im Betrieb und Erhalt der Gebäude.
                      schäftsbetrieb gewährleisten harmonischen Kun-          Daher ist die Energieeffizienz in den Planungen ein sehr wich-
                      denstrom im Gebäude und beste Betreuung. Mo-            tiger Aspekt. Wartung, Service sowie Energieverbrauch müssen
                      derne Raumkonzepte beinhalten Raumlösungen              ein wesentlicher Entscheidungsfaktor bei der Errichtung eines
                      abgestimmt auf die Tätigkeit. Schlagwörter wie          Projektes sein!
                      Lounge, Think Tank, Teambüro sind durchaus
                      beachtenswert in den Überlegungen für moderne           Freuen Sie sich schon heute auf die kommenden Ausgaben von best
                      Strukturen.                                             banking in welchen jeweils eines der beschrieben Themen im Detail
                                                                              analysiert wird. Es werden zusätzliche Einrichtungstipps gegeben
                      Einrichtung zweckdienlich geplant                       und Sie werden von innovativen Unternehmen erfahren, welche mit
                      Nicht jeder Tisch muss 4-eckig sein! Für Be-            gutem Wissen weiter empfohlen werden können.                  y

    12        bestbanking 191 • 2012
Bedürfnisse an                                          Funktionen
                       den Raum                                            der Räume

                 Lichtqualität                                                 Teamraum / Office
                Schallqualität                                                 Beratungsraum fix besetzt




                                                                                                                       Grafik: Tulzer  Osterauer
       Emotionen herstellen                                                    Beratungsraum frei
Emotionalisierung der Räume                                                    Schnellberatung
            Höhe der Räume                                                     Intensivberatung
                   Diskretion                                                  Besprechung
        Flächenanforderung                                                     Think Tank
                                                                               Call Lösungen
                                                                               Lounge Caffe
                                                                               Anordnung der Räume zueinander
                                                                               SB-Zonen Ausstattung
                                                                               SB-Geräte wie anordnen
                    Auf Kunden
            abgestimmte Planung
            Kundenalter steigt
        Barrierefreie Zugänge                                              Facilitymanagement
                  Beleuchtung                   DIE BANK                   Instandhaltung
         Sanitäreinrichtungen                 VON MORGEN
           Kunden-WC im EG                                                     Tausch von Leuchtmitteln
                                              GRUNDLAGEN                       Waschraum und WC-Bedarf
    Sitzen in geeigneter Höhe                DER GESTALTUNG
                     Marketing                                                 Reinigung
                     Diskretion                                                Service und Wartung
                     Sicherheit                                                Befunde




                                                                           Betriebskosten
                     Farbauswahl                                           Wartungskosten im Griff
                         Material
                                                                               Energieeffizienz
       Wohlfühlen herstellen                                                   moderne Heizanlagen
             Warme Farben                                                      Klima nach Stand der Technik
Wirkung auf Körper und Geist                                                   Lichtstrom - LED
                   Intensität                                                  Tausch bestehender Beleuchtung
 Ambiente: Teppich / Parkett                                                   Energieanbieter




                                                                           Bedürfnisse an
                                                                           die Einrichtung
                         Adjektive
                                                                               Formen von Arbeitsplätzen
                Individualität                                                 Formen von Pulte
                 Regionalität                                                  Druckerkonzepte
      Wiedererkennungswert                                                     Oberflächen
Verbundenheit mit der Region                                                   Zubehör

                         Dem Kunden angepasst planen. Den Mitarbeitern angepasst planen




                                                                                             bestbanking 191 • 2012   13
banking
s


    n Neue Ansätze im Mobile Payment

    Barcode statt Bargeld
    Secure Shopping App heißt die einzigartige mobile Bezahlfunktion des österreichischen Start-Ups Secure Payment Technolo-
    gies. Die neue App ermöglicht bargeldloses Bezahlen mittels Strichcode am Smartphone. Die Hypo Tirol Bank hat als erste Bank
    Österreichs gemeinsam mit Mpreis die mobile Bezahllösung Anfang September 2012 eingeführt.


    Während der Großteil der Zahlungsanbieter eine Lösung über          Sicher: Secure Shopping setzt auf das Prinzip „wo nichts ist,
    NFC sucht, geht das Unternehmen mit Sitz in Innsbruck einen         kann nichts gestohlen werden“. Dank der patentierten Secure
    anderen Weg. Über eine kostenlose App wird, nach Eingabe des        Pre-Authorization Technologie überträgt die App im Bezahlvor-
    persönlichen Sicherheits-PINs, ein einmal gültiger Strichcode am    gang lediglich eine anonymisierte ID, während auf der App und
    Smartphone angezeigt. Wird der Code von der Kassa im Geschäft       am Smartphone keine persönlichen Daten gespeichert sind. Die
    gescannt, ist der Einkauf bezahlt und wird über das Girokonto des   Geldüberweisung selbst erfolgt dann, wie auch bei herkömmli-
    Kunden abgerechnet. Die Bankenlösung ist derzeit für iPhones        chen Kartenzahlungen, zwischen Bank und Händler. Gesichert ist
    und Smartphones mit Android Betriebssystem verfügbar. Wie das       die App mit einem frei wählbaren, vierstelligen PIN. Bei Verlust
    funktioniert zeigt das Video auf www.bestbanking.at.                oder Diebstahl des Smartphones mit einem generierten Barcode
                                                                        ist Missbrauch sehr unwahrscheinlich – der Code steht nur vier
         Schnell, sicher, simpel
    s




                                                                        Minuten zur Verfügung, danach muss der erneut PIN-Code ein-
                                                                        gegeben werden.
    Mit diesen drei Eigenschaften punkten mobile Bezahllösungen bei     Simpel: Für Banken und Händler steht die Eigenschaft „simpel“ im
    Banken, Händlern und Kunden.                                        Vordergrund. So hat die App zum Bezahlen den Vorteil, dass die
    Schnell: Sobald die App nach der ersten Inbetriebnahme mit dem      Einbindung ins Rechenzentrum der Bank sehr einfach ist. Bei einer
    Girokonto verbunden ist, bedarf es im alltäglichen Gebrauch ge-     bereits bestehenden Bank-App kann Secure Sopping zudem in diese
    rade einmal zwei Schritte, bis der Strichcode am Display bereit     einfach integriert werden. Auf Händlerseite sind zur Integration des
    steht. Nach dem Start der App und der Eingabe des PINs wird der     Systems keine neuen Empfangsgeräte notwendig. Mit herkömmli-
    Strichcode bereits angezeigt. Der Scan und damit der Bezahlvor-     chen CCD- und Imager-Scannern kann der Strichcode gelesen wer-
    gang an der Kassa dauert dann nur noch wenige Millisekunden.        den. Die App selbst benötigt nur ein Update der Kassensoftware.




    14        bestbanking 191 • 2012
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                                                                          „Meine Familie und ich waren am Samstag auf dem
                                                                         Rückweg von Südtirol im MPREIS im Kaufhaus Tyrol
                                                                       einkaufen und konnten dort zum ersten Mal mit Secure
                                                                         Shopping bezahlen. Nachdem alle Kassen im Vollbe-
                                                                       trieb waren, war die Kassiererin sichtlich erleichtert und
                                                                           erfreut über diese Bezahlweise :-)“ so eine Kundin




                                                                           Ausblick
                                                                       s
n aws fördert den Bezahl-App Secure Shopping
    Das Austria Wirtschaftsservice, unterstützt mit einer
                                                             infobox
                                                                       Seit September 2012 können Hypo Tirol Bank Kunden mit der
    hohen sechsstelligen Seedfinanzierung aus den Mitteln              Secure Shopping App bei der Tiroler Lebensmittelkette Mpreis
    des BMWFJ den österreichweiten Ausbau der Bezahl-                  bezahlen. Voraussichtlich wird das Bezahlsystem im Laufe des
    App Secure Shopping. Was derzeit nur in Tirol und dort             kommenden Jahres flächendeckend in Österreich angeboten. Die
    bei der Lebensmittelkette Mpreis mit einem Hypo Tirol              App ist wandelbar. Wenn sich in Zukunft zum Beispiel ein NFC-
    Bank Konto funktioniert, soll bald österreichweit mög-
                                                                       basierter Bezahlstandard flächendeckend durchsetzt, ist die App
    lich sein: Und zwar mit der mobilen Bezahllösung Se-
                                                                       einfach um den NFC-Standard erweiterbar.                     y
    cure Shopping mittels Strichcode am Smartphone an
    Scannerkassen zu bezahlen.                                                    Video dazu auf www.bestbanking.at
                                                                                  oder QR-Code (rechts) scannen und direkt
                                                                                  zum Video gelangen.




                                                                                                                                         statement
 „Für uns als Landesbank steht der Kunde mit seinen individuellen Wünschen im Mittelpunkt – egal ob im per-
 sönlichen Beratungsgespräch oder bei der Gestaltung unserer Produkt- und Serviceleistungen. Wir freuen uns,
 dass wir nun mit der neuen App dem vielfachen Kundenwunsch nach einer sicheren Bezahllösung fürs Handy
 nachkommen können“



                                                   Mag. Johann Kollreider, Vorstand der Hypo Tirol Bank




 „Unsere Zahlungslösung wurde speziell für die Erfordernisse von Smartphones entwickelt und basiert auf
 Einmal-Bezahlcodes (vergleichbar mit Online-Banking-TAN), die wir dem Bankkunden auf seiner App
 zur Verfügung stellen. Damit kann der Bankkunde ohne Kontodaten am POS bezahlen, die Abbuchung
 erfolgt trotzdem bequem von seinem Bankkonto. Banken können ihren Kunden so eine sichere Zahlungs-App
 anbieten, die jeder Zahlungslösung der neu in den Zahlungsverkehr eintretenden Playern überlegen ist. Aus
 datenschutzrechtlicher Sicht bieten wir den Vorteil, dass die Bank keine sensiblen Daten an uns übermitteln
 muß, der Datenaustausch erfolgt über anonyme Identifier. Damit verbleiben alle Kundendaten sicher im Re-
 chenzentrum der Bank. Die ersten Ergebnisse nach der Markteinführung zeigen, dass wir den Schnittpunkt
 zwischen einfacher Usability und höchster Sicherheit getroffen haben. Smartphones sind nicht dazu geeignet,
 um darauf sensible konto- und userbezogene Daten abzuspeichern. Mit der Secure Shopping App bieten wir
 ein modernes Bezahlservice, mit dem Banken und Händler schnell und kostengünstig ins Mobile Payment
 einsteigen können. Unser Ziel bei der Entwicklung war, die nötigen Investitionen für alle Beteiligten gering
 zu halten und auf bestehende Technologien, Smartphones und Scannerkassen, aufzubauen. Mittelfristig planen
 wir, mithilfe einer vor kurzem zugesprochenen aws-Förderung und der Unterstützung unserer Investoren,
 Secure Shopping flächendecken anzubieten.“
                                  Dr. Michael Suitner, Geschäftsführer der Secure Payment Technologies




                                                                                                                bestbanking 191 • 2012      15
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Foto: © Fotostudio Floyd




                Mag. Johannes Sautner, Geschäftsführer der Sautner  Partner GmbH



                Zur rechten Zeit am rechten Ort
                Ein Wiener Softwareunternehmen, die Sautner  Partner GmbH, sorgt dafür, dass die Bargeldlogistik für mehr als 3.700 Bargeld-
                automaten in Österreich tagtäglich rund um die Uhr effizient und sicher wie am Schnürchen läuft. Das spart nicht nur der Geld-
                service Austria GmbH, dem größten Cash-Center Österreichs, sondern auch deren Kunden viel Zeit, Kosten und vor allem Nerven.


                                                                                           Neuorganisation der Bargeldlogistik
                                                                                       s




                Das System ist bis ins kleinste Detail ausgeklügelt: Geldboten holen
                das Bargeld an den Standorten der Geldautomaten ab und bringen es
                zu einer der österreichweit sieben Niederlassungen der Geldservice     Die Einführung einer Software mit solchen Leistungsmerkmalen
                Austria, kurz GSA. Dort werden die Banknoten vollautomatisch           wurde für die GSA vor rund zwei Jahren aufgrund der rasanten
                gezählt, auf ihre Echtheit geprüft und am jeweiligen Kundenkonto       Entwicklungen und neuen Anforderungen in der Bargeldlogistik
                verbucht. Stark verschmutzte oder beschädigte Banknoten werden         erforderlich. „Einerseits kamen und kommen immer mehr und
                aussortiert und vernichtet. Was in den Geldkreislauf zurückkehren      neuartige Geldautomaten zum Einsatz – darunter die sogenannten
                soll, wird in exakt der bestellten Menge unter höchsten Sicherheits-   Cash Recycler als kombinierte Ein- und Auszahlungsgeräte – und
                vorkehrungen an die Kunden der GSA ausgeliefert.                       andererseits werden die Standorte der Automaten immer näher
                                                                                       zum Kunden hin verlagert – zum Beispiel in Einkaufszentren, an
                Hinter diesen minutiös aufeinander abgestimmten Abläufen steht         Tankstellen und zu Supermärkten“, sagt Johannes Sautner, Grün-
                der „CashPilotATM“, eine spezielle Software, die von der Wiener        der und geschäftsführender Gesellschafter von Sautner  Partner.
                Sautner  Partner GmbH entwickelt wurde. Der CashPilotATM
                deckt sämtliche Anforderungen der Bargeldlogistik für Geldauto-        Um genaue Kenntnis der neuen Anforderungen zu erlangen, gab
                maten ab. Diese reichen von der Automatisierung der Bestellpla-        die GSA im Jahr 2010 eine Marktstudie in Auftrag und lud an-
                nung und Bestelloptimierung durch die Berechnung der optimalen         schließend mehrere Systemanbieter und Softwareentwickler zur
                Befüllmenge der Automaten über die vollautomatische Bargeld-           Angebotslegung ein. Die endgültige Entscheidung fiel auf Saut-
                und Kontoabstimmung, die Überwachung der Geräte und die Be-            ner  Partner. „Das war überraschend, weil wir eigentlich außer
                auftragung von Entstörungen mit Hilfe eines integrierten Ticket-       Konkurrenz angeboten hatten“, erinnert sich der studierte Wirt-
                systems bis hin zum Reporting.                                         schaftsinformatiker Sautner. „Offenbar gaben unsere ungewöhn-


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                                                                                                                                      infobox
  n Über Sautner  Partner
    Das Unternehmen wurde 1997 von Johannes Sautner, Wirtschaftsinformatiker und Träger des Forschungspreises der Österreichi-
    schen Gesellschaft für Operations Research in Wien gegründet und hat sich seither zu einem international tätigen Software- und
    Consulting-Unternehmen im Bereich Bargeldlogistik entwickelt. Um die Jahrtausendwende war Sautner  Partner Teil jenes Teams,
    das für die Oesterreichische Nationalbank den Schilling-Euro-Tausch und die damit einhergehende Reorganisation der österreichi-
    schen Bargeldbearbeitung plante. Seit 2002 stellt Sautner  Partner Standard-Software-Produkte für Werttransportunternehmen,
    Banken und Geldzentren her und ist beim Tracking  Tracing im Werttransport, sowie im Bargeldautomaten-Handling Marktführer
    in Österreich. Weitere Informationen: www.sautner.co.at



liche Vorgangsweise und Software-Architektur den Ausschlag.
Beim CashPilotATM nutzen wir nämlich alle Potenziale aus der
Kombination zugekaufter und eigenentwickelter Software-Kom-                                     Bestellung
ponenten. Wir setzen wenig Programmcodes mit hoher Konfi-
gurierbarkeit ein, ermöglichen die individuelle Gestaltung der             Abstimmung                                Monitoring
Benutzeroberfläche durch die Kunden selbst und haben bei techni-
schen Detailfragen für die Umsetzung mit ausgesuchten externen
Spezialisten zusammengearbeitet.“
                                                                             Reporting                                 Tickets
    Rund 15 Prozent Produktivitätssteigerung
s




                                                                                               Stammdaten
Ergebnis dieses Prozesses war eine Software, die die Bargeldlogis-
tik für Geldausgabeautomaten effizient und kostengünstig organi-
siert und gleichzeitig die jederzeitige Bargeldverfügbarkeit sicher-
stellt. „Neben einer Produktivitätssteigerung um rund 15 Prozent
und einer Kostenreduktion für die Kunden hat sich seit der Im-
plementierung auch eine erhebliche Qualitätsverbesserung für alle
Beteiligten ergeben“, freut sich GSA-Prokurist Werner Kral. „Der
CashPilotATM ermöglicht eine höhere Bargeldverfügbarkeit, eine
verbesserte Koordination von Werttransporten und Technikerein-
sätzen, eine jederzeitige Nachvollziehbarkeit aller Vorgänge, aus-
sagekräftige Reports, die Unterstützung aller gängigen Automa-
tentypen und eine hohe Anwenderfreundlichkeit.“                   y




                             Cash
                            Center                                     Prokurist Werner Kral von der Geldservice Austria
                                                                                                                                      infobox
                                                                        n Der CashPilotATM im Detail
                                                                          Herzstück der Software ist der sogenannte Optimie-
                                                                          rungskern mit einem komplexen Kostenoptimierungs-
                                                                          modell, in dem der jeweils mengen- und kostenoptimale
                                                                          Bargeldbedarf errechnet wird. Ausgangspunkt für die
                           Bargeld-                                       Bedarfsermittlung ist eine Bedarfsprognose, bei der ne-
                          automaten                                       ben historischen Daten der Ein- und Auszahlungen der
                                                                          jeweils letzten drei Jahre auch zukünftig zu erwartende
                                Cash-Recycling-                           Ereignisse – etwa die vermehrte Bargeldbehebung zu
                                   Kreislauf                              Monatsbeginn oder vor Feiertagen – und aktuelle Stö-
Bankfilialen,                                         Shops,               rungen berücksichtigt werden. Täglich werden im Schnitt
 Postämter                                           Handel               drei Millionen historische Datensätze in der Optimierung
                            Private                                       verarbeitet. Der CashPilotATM arbeitet auf Basis einer
                           Personen                                       ORACLE-Datenbank mit Client-Server-Architektur und
                                                                          Windows-Clients. Aktuell werden damit täglich rund
                                                                          3.700 Bargeldautomaten – das sind rund 40 Prozent aller
                                                                          Bargeldautomaten in Österreich – optimiert.
Effiziente, kostenoptimierte und hochsichere Bargeldlogistik für
Bargeldautomaten mit dem CashPilotATM von Sautner  Partner


                                                                                                             bestbanking 191 • 2012     17
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s
Foto: © bestbanking medien




                  Das Vorstandsduo der höchst erfolgreichen Kreissparkasse Wiedenbrück Vorstandsvorsitzender Johannes Hüser und Vorstandsdirektor Werner Twent


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n Deutliche Ergebnisverbesserung mit einer konsequenten Ausrichtung

Strategisches Primärziel: Kundenfokus
Die Kreissparkasse Wiedenbrück ist traditionell eine der vertriebsstarken Sparkassen in Nordrhein-Westfalen. Um die gewohn-
ten Erfolge über das laufende Jahrzehnt hinaus abzusichern, entschied sich der Vorstand für eine nachhaltige Ausrichtung der
Vertriebssteuerung im Privatkundengeschäft. Ein effizienter Kundenfokus trat an die Stelle der bisher gewohnten Produktsteue-
rung. Viel schneller als erwartet zeigten sich äußerst positive Ertragseffekte. So konnte wider Erwarten bereits im ersten Umset-
zungsjahr das schon vor Projektstart erfreuliche Betriebsergebnis nochmals um mehr als ein Drittel auf 1,5 % der Bilanzsumme
gesteigert werden.


Die signifikante Verbesserung der Weiterempfehlungsbereitschaft       konzeptes dar und durchbricht die Schwächen eines zu starren
der Kunden und eine massiv gestiegene Motivation der Vertriebs-       Aufbaues. Eine normierte Vorbereitung auf das Gespräch erhöht
mitarbeiter waren erfreuliche Zusatzeffekte. „Wir geben uns 5         die Verkaufschancen. Die standardisierte Nachbereitung ermög-
Jahre Zeit, um den Übergang auf die neue Vertriebssteuerung zu        licht eine effiziente Kapazitätensteuerung.
bewältigen“ so der Vorstandsvorsitzende Johannes Hüser vor dem
Start der Umsetzung. Umso größer war die positive Überraschung,       Mit der Entscheidung des Vorstandes, künftig ergebnisoffen in Be-
dass der bewusst in Kauf genommene, kurzfristige Ergebnisrück-        ratungsgespräche zu gehen, wurde sehr schnell klar, dass es kon-
gang nicht eintrat und sich die Prognose des beteiligten Strategie-   krete Erfolge nur mit einer neuen Art von Steuerung geben kann.
beraters Andreas Kronabitleitner bewahrheitete: „Die Erfahrung
                                                                          Strategische Primärzielsetzung klar formuliert
                                                                      s




zeigt, dass Sie mit einer konsequenten Ausrichtung am Kunden-
fokus sehr rasch deutlich mehr verkaufen werden. Aber um den
Preis, im Vorhinein nicht exakt zu wissen, wie viele Stück von wel-   Die traditionelle Vertriebssteuerung in der Kreissparkasse Wie-
chem Produkt.“ Dem wurde durch eine klare Formulierung des            denbrück erfolgte über Zielkarten, die die beiden Dimensionen
strategischen Primärzieles für das Privatkundengeschäft, nämlich      „Produkte“ und „Gespräche“ berücksichtigten. Mangels klarer
nachhaltigen Erfolg durch eine langfristige Bindung zufriedener       Prioritätenaussage empfanden die Mitarbeiter die Dimension
Kunden zu sichern, Rechnung getragen. Dazu braucht es vor allem       „Produkte“ nach wie vor als die dominierende und vom Vorstand
Beratungsgespräche, bei denen der tatsächliche Bedarf des Kunden      primär gewünschte Erfolgsgröße. Die Dimension „Gespräche“
konsequent im Vordergrund steht.                                      wurde vielfach sogar als unerwünschte Bevormundung am Weg
                                                                      zur gewohnten Zielerreichung erlebt. Diese Zielkarten resultier-
    Zentraler Grundsatz für Kundengespräche
s




                                                                      ten aus dem Bemühen, möglichst viele Dimensionen unter einen
                                                                      Hut bringen zu wollen. Ein ehrenwertes Motiv, das in der Um-
„Wir wissen künftig am Beginn des Kundengespräches nicht,             setzung aber regelmäßig zum Scheitern verurteilt ist. Sich latent
welche Lösung am Ende herauskommt.“ Diese wesentliche Wei-            widersprechende Zielsetzungen erfordern eine klare Prioritäten-
chenstellung für die neue Vertriebsstrategie erfolgte vor Projekt-    aussage. Wenn es diese vom Vorstand nicht gibt, dann sind die
start durch den Vertriebsvorstand Werner Twent. Sie gründet auf       individuellen Entscheidungen der Mitarbeiter und deren Auswir-
der Erkenntnis, dass ein Berater vor dem Kundengespräch nur           kungen zur Kenntnis zu nehmen.
vermuten kann, wo sich der Bedarf des Kunden befinden wird.
Tatsächlich zeigt sich das erst in der konkreten Beratungssituati-    Ein gutes Beispiel für die Auswirkungen mangelnder Prioritä-
on. Wenn die konkrete Bedarfslage aber dann nicht zufällig mit        tenaussagen ist das von Andreas Kronabitleitner so bezeichne-
den Produktzielvorgaben übereinstimmt, sehen sich Berater oft         te „Finanzkonzept-Dilemma“ der Sparkassen: „Eine oft gehörte
genötigt, den Kunden in eine bestimmte Richtung zu drängen.           Einschätzung von Vorständen ist jene, dass Mitarbeiter, die die
Dies wird mittlerweile aber nicht nur von den Kunden deutlich         gewünschten Gespräche führen, auch ihre Produktziele erfüllen.
abgelehnt sondern bringt auch die Berater in einen Interessens-       Wenn man aber mit den Mitarbeitern spricht, zeigt sich die Re-
konflikt, den sie immer weniger mittragen wollen. Mit ein we-         alität oft genau umgekehrt. Bei denjenigen Mitarbeitern, die ihre
sentlicher Grund für die abnehmende Attraktivität von Banken          Produktziele erfüllen, wird gar nicht mehr nachgefragt, wie sie die-
als Arbeitgeber für junge Verkaufstalente.                            se erreichen. Wenn aber einmal formulierte Ziele nur halbherzig
                                                                      kontrolliert werden, leidet die Glaubwürdigkeit des Managements
Damit Beratungsgespräche von Kunden als wertvoll erlebt werden        massiv. Wenn das Management dennoch Wert auf die Erfüllung
können, müssen sie ergebnisoffen sein. Am Beginn eines Gesprä-        von Aktivitätenzielen legt, dann wird einfach aufgezeichnet, was
ches geht es darum, die Kompetenzfelder der Bank überblicksmä-        man hören möchte. Wird trotzdem nachgehakt, dann führt das in
ßig zu verdeutlichen und gemeinsam sinnvolle Beratungsfelder zu       der Regel zu Druck und Frustration.“
identifizieren. Erst nach einem klaren „Ja“ des Kunden macht es
Sinn, in eine detaillierte Bedarfsfeldberatung einzusteigen. Dieser   Dazu Werner Twent: „Wir verbrachten viel Zeit mit der Diskus-
modulare Aufbau stellt eine bewusste Erweiterung des s-Finanz-        sion, was letztendlich als Gespräch gewertet werden darf. Zudem
                                                                                                                                             s




                                                                                                            bestbanking 191 • 2012    19
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Fotos: © bestbanking medien




                  v.l.n.r. Vorstandsvorsitzender Johannes Hüser, Dr. Andreas Kronabitleitner, Vorstandsdirektor Werner Twent

                  mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass durch Selbstaufzeichnung           wollen wir verkaufen?“, sondern „Welche Kunden wollen wir wie
s




                  dokumentierte Zielerfüllungen vor allem die Kreativität der Mit-         betreuen und was sollte dabei herauskommen?“
                  arbeiter fördern. Deshalb sahen wir als erstes die Notwendigkeit,
                  den Mitarbeitern klar zu sagen, was wir künftig erreichen wollen.“       Damit war auch klar, dass Gesprächsanzahlen keine Zielsetzung
                  Die Klarheit der Botschaft wurde durch eine auf einen Blick er-          mehr sein können. Die Frage „Was darf als Gespräch gewertet wer-
                  fassbare Darstellung in Form einer Pyramide unterstützt (Abb. 1).        den?“ durfte sich nicht mehr stellen. Ab sofort galt der Grundsatz,
                  Sie zeigt das strategische Primärziel für das Privatkundengeschäft,      dass jeder Kundentermin nach der im Gesprächsstandard festge-
                  das daraus abgeleitete Geschäftsmodell, die verwendeten Instru-          legten Grobstruktur – Vorbereitung, Gesprächsrahmen, Nachbe-
                  mente und die Schritte zur Umsetzung. Jeder Mitarbeiter sollte           reitung - abläuft. Die jeweilige Intensität bestimmt der Kunde mit
                  wissen, wo der Vorstand hin will, wie deshalb gearbeitet wird und        seinem aktuellen Bedarf.
                  was das für ihn persönlich bedeutet. Diese einfache Darstellung
                                                                                               Konkretes Leistungsversprechen für die Kunden
                                                                                          s




                  gab Sicherheit und war die Basis für die mittlerweile bemerkens-
                  wert hohe Motivation der Mitarbeiter.
                                                                                           Um eine konkrete Auswahl der an die Sparkasse zu bindenden
                               Der Vorstand steuert die Kapazitätenverwendung
             s




                                                                                           Kunden treffen zu können musste der Nutzen der bestehenden
                                                                                           Kundensegmentierung kritisch hinterfragt werden. Die bisherige
                  Zur Erreichung der strategischen Primärzielsetzung brauchte es           Einstufung nach Einkommen und Vermögen hätte sich mit wei-
                  eine effiziente Kapazitätensteuerung. Dabei galt der Grundsatz,          teren Kriterien noch verfeinern lassen. Allerdings hätte keine auch
                  dass nicht mehr nur die Kundenberater entscheiden, welche Kun-           noch so ausgefeilte Segmentierung die Frage beantwortet, ob die
                  den tatsächlich kontaktiert werden. Vielmehr steuert das Manage-         für eine bestimmte Betreuung ausgewählten Kunden diese auch
                  ment, wie bestehende Kapazitäten eingesetzt werden. Wichtig für          tatsächlich schätzen. Beratungsaffine und bequemlichkeitsorien-
                  die Akzeptanz war, dass nicht theoretisch mögliche sondern nur           tierte Stammkunden sehen dies nämlich ganz anders als dies Ro-
                  tatsächlich vorhandene Kapazitäten verplant werden. Diese waren          sinenpicker tun. Die Erfahrung zeigt aber, dass Berater spätestens
                  ab dem Start der Umsetzung Grundlage für die Zielvereinbarung.           dann, wenn sie zum dritten Mal mit der Aussage eines Kunden
                  Unter der Prämisse der im Gesprächsstandard formulierten Ergeb-          „Ich komme dann schon, wenn ich was brauche“ konfrontiert
                  nisoffenheit wurde so die Effizienz der Aktivitäten zum zentralen        werden die gut überlegte Kundensegmentierung als theoretischen
                  Element der Führungsarbeit. Über Ziele gesteuert und kontrolliert        Ballast erleben. Die Frage, ob Kunden die für sie vorgesehene Be-
                  wurde nicht mehr die Frage „Wie viele Stück von welchem Produkt          treuung auch tatsächlich schätzen kann von keiner maschinellen


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Abbildung 1: Das Privatkundengeschäft der Kreissparkasse Wiedenbrück auf einen Blick

Segmentierung und durch keinen Kundenberater beantwortet wer-          eine Sparkasse in ihrem Marktgebiet begrenzt regionale Marken-
den. Das kann nur der jeweilige Kunde selbst tun.                      dehnung betreiben. Das alles würde aber nicht ausreichen, um
                                                                       die Zufriedenheit jener Kunden, die aufgrund ihrer Attraktivität
Deshalb galt es, ein klares Leistungsversprechen mit deutlich          unbedingt an die Bank gebunden werden sollten, langfristig si-
erkennbarem Nutzen für die Kunden zu formulieren. Im Mit-              cherzustellen. Das wird nur durch die konsequente Einlösung ei-
telpunkt dieses Versprechens sollten die Person des Beraters und       nes individuellen Leistungsversprechens erreicht. Die signifikant
seine Beziehung zum Kunden stehen. Das passive Angebot eines           gestiegene Weiterempfehlungsbereitschaft der Kunden zeigt, dass
Ansprechpartners - „Ich bin jederzeit für Sie da, wenn Sie was         diese Erweiterung des persönlichen Nutzenempfindens ein wert-
brauchen“ - würde im heutigen Wettbewerbsumfeld mit Sicherheit         voller Wettbewerbsvorteil ist.
nicht mehr ausreichen. Die Berater in der Kreissparkasse Wieden-
brück versprechen deshalb heute ein „aktives Kümmern“ um alle          Für die Einhaltung des Leistungsversprechens sind die jeweiligen
finanziellen Belange des Kunden. Wichtig: Sie erklären zudem,          Kundenberater dem Vorstand gegenüber verantwortlich. Sie gehen
wie sie das sicherstellen werden.                                      damit eine erhebliche persönliche Verpflichtung ein, weil sie damit
                                                                       ihre berufliche Reputation verbinden. Sie werden das allerdings
    Abgrenzung zum Markenversprechen
s




                                                                       nur dann mit Überzeugung tun, wenn sie sich auf stimmige Rah-
                                                                       menbedingungen verlassen können. Sie haben deshalb ihrerseits
Ein eklatantes Problem in der Marketing- und Vertriebsarbeit           einen begründeten Anspruch an den Vorstand, dass er die notwen-
von traditionellen Retailbanken ist die unglückliche Vermischung       digen Rahmenbedingungen durch konsequentes und stringentes
von Markenversprechen und individuellem Leistungsversprechen.          Management zu jeder Zeit gewährleistet.


                                                                                                                                             s
Das Markenversprechen einer Bankengruppe richtet sich an die
Gesamtheit der bestehenden und potenziel-
len Kunden im Marktgebiet. Die Qualität
und Intensität der konkreten Betreuung
darf mangels ausreichender Kapazitäten
immer nur individuell versprochen werden.
Andernfalls würden Werbeaussagen und
Umsetzung weit auseinanderklaffen und
nicht erfüllte Kundenerwartungen wären
die logische Folge. Zahlreiche Online-Fo-
ren und bekannte Konsumentenformate im
TV begründen ihre Existenz mit derartigen
Widersprüchen.

Das Markenversprechen der Sparkassen-
gruppe schafft durch das flächendeckend
gültige Argument der hervorragenden Pro-
dukt- und Servicequalität eine gute Aus-
gangsposition im Wettbewerb. Und es ist
zumindest ein gutes Bindungsargument
für Kunden mit überschaubarem Finanzbe-
darf. Innerhalb dieses Markendaches kann Vorstandsdirektor Werner Twent und Dr. Andreas Kronabitleitner


                                                                                                            bestbanking 191 • 2012     21
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         Stimmige Rahmenbedingungen
    s



         für die Mitarbeiter

    Wenn gute Konzepte in ihrer Umsetzung
    scheitern, dann liegt es oft daran, dass das
    Management auf halbem Weg vom ur-
    sprünglich noch vorhandenen Mut verlas-
    sen wurde. Nur wenn sämtliche Rahmen-
    bedingungen stimmig sind, kann es den
    gewünschten Erfolg geben. Auch dann,
    wenn nur einzelne Faktoren übersehen wer-
    den, ist dies die beste Legitimation für das
    Phänomen der „maximalen verbalen Aufge-
    schlossenheit bei weitgehender Verhaltens-
    starre“. Die dazu passende Formulierung
    lautet dann oft: „Ich würde ja schrecklich     Abbildung 2: Stimmige Rahmenbedingungen
    gerne, aber …“. Ein Phänomen, dem jedes
    noch so gute Management in letzter Konse-




                                                                                                                                              Foto: © bestbanking medien
    quenz machtlos gegenüber steht.

    Um stimmige Rahmenbedingungen unbedingt zu gewährleisten,
    wurden in der Kreissparkasse Wiedenbrück die Projektmitarbei-
    ter eingehend befragt. Sie sollten jene Rahmenbedingungen, auf-
    grund derer sie die Intensität ihres persönlichen Engagements be-
    stimmen, klar benennen. Als wesentlichste Rahmenbedingungen
    wurden die persönlichen Ziele und das Agieren der unmittelbaren
    Führungskraft identifiziert. Große Bedeutung haben das Aktivitä-
    ten- und Vertriebscontrolling, die leistungsorientierte Entlohnung,
    Ausbildung und Training und die IT-Unterstützung. Das gelebte
    Geschäftsmodell muss aus Sicht der Mitarbeiter zweifelsfrei geeig-
    net sein, um die primäre strategische Zielsetzung des Vorstandes
    zu erreichen (Abb. 2).

    Wenn diese nicht trivialen, aber lösbaren Hausaufgaben gemacht




                                                                                                                                         infobox
    sind, dann hat das Management damit lediglich die Grundlage
    für den Umsetzungserfolg geschaffen. Nachhaltig wird dieser erst
    durch konsequentes und beharrliches Bemühen des Vorstandes            n Zur Person
    und seiner Führungskräfte im Vertrieb. Dazu Vertriebsvorstand           Dr. Andreas Kronabitleitner ist Oberösterreicher und Part-
    Werner Twent: „Trotz erster signifikanter Erfolge ist noch einiges      ner bei der auf Bankberatung spezialisierten consulting-
    an Umsetzungsarbeit zu leisten. Vor allem gilt es, nicht in tradi-      partner AG mit Sitz in Köln. Als Strategieberater für Re-
    tionelle und scheinbar bewährte Verhaltensmuster zurückzufallen         gionalbanken konzentrierte er sich in den letzten Jahren
    und so ungewollt widersprüchliche Signale zu senden.“                  auf die konsequente und nachhaltige Ausrichtung von
                                                                     y
                                                                            Sparkassen und Genossenschaftsbanken in Deutschland.
                Weitere Fragen und Antworten zum Thema im Internet          (mail: kronabitleitner@consultingpartner.de).
                unter www.bestbanking.at im Videointerview
                mit Dr. Andreas Kronabitleitner.
                                                                                                                                         Fazit



         n Mit einer kompromisslosen Entscheidung für ein klares strategisches Primärziel und eventuell für die zu optimierende
           Nebenbedingung wird eine Bank auf jeden Fall erfolgreicher sein. Produkt- oder Deckungsbeitragsfokus eignen sich
           für die kurzfristige Optimierung eines Geschäftsfeldes. Um nachhaltigen Erfolg zu steuern braucht es primär einen
           Kundenfokus. Für alle drei Ausprägungen gilt „Konsequenz im Tun“ als zentrale Erfolgsvoraussetzung. Das bedeutet,
           auch mit einem klaren Produktfokus wird eine Bank, so sie das „Gängeln“ der Mitarbeiter unterlässt, erfolgreicher
           sein. An dem strategischen Dilemma, dass sich Banken mittelfristig dadurch aus dem Markt steuern, ändert dies
           nichts. Kontinuierliche Marktanteilsverluste in den Schlüsselprodukten sind unter anderem ein Ergebnis der nach wie
           vor dominierenden Steuerung über den Produktfokus. Ein einigermaßen engagierter Mitarbeiter erreicht seine Pro-
           duktziele über Fälligkeiten, eigene Wiedervorlagen und Bringgeschäft. Aufgrund der natürlichen Fluktuation werden
           so aber immer weniger Kunden immer intensiver betreut. Eine Entscheidung für den Kundenfokus bedeutet deshalb
           auch eine Entscheidung für nachhaltigen Erfolg.



    22        bestbanking 191 • 2012
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Ein cooles Handy ist nicht genug! Oder doch?
Manchmal kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Kommerzbanken der Innovationslust ihrer Kunden hinterherhinken.
Bei Mobile Payments – also dem Bezahlen mithilfe des Mobiltelefons – gab es gute Argumente für eine abwartende Haltung, allen
voran das Thema Sicherheit. Argwöhnisch von europäischen Banken beäugt, haben innovative Zahlungsverkehrsdienstleister die Ent-
wicklung voran getrieben und sind im Begriff, in die Märkte vorzupreschen. Sieht die Bankenlandschaft zu, wie eine agile Generation
von Konsumenten das neue Bezahlen mit offenen Armen empfangen und Sicherheitsaspekte über Bord werfen wird? Wohl kaum! Zwei
Szenarien schaffen den Bedenken Abhilfe und ermöglichen innovativen Banken den kontrollierten Sprung ins Smartphone-Zeitalter.


    Eine langfristige Vision für Near Field Communi-
s




                                                                        nach dem Henne-/Ei-Prinzip die wechselseitige Akzeptanz bei
    cation (NFC): Trusted Service Manager (TSM) als                     Konsumenten wie Händlern.
    Schaltstelle für alle Player

Im Sinne einer hochsicheren Servicezentrale bilden TSMs die
Schnittstelle zwischen den kartenausgebenden Banken und den
Handybetreibern, die in der Regel den Device für das Sicher-
heitselement bereitstellen. Unter Einhaltung höchster Sicherheits-
kriterien organisiert der TSM auf Basis der bankseitig zur Ver-
fügung gestellten Kontoinhaber-Parameter die Personalisierung
des Sicherheitselements, also Chip oder SIM Karte. Dann kann
jeder Kunde die virtuelle Karte seiner Wahl für mobile Zahlun-          Vereinfachte Fraud Control bei eWallets durch ‚maskierte‘ Kartendaten
gen nutzen. Vorausgesetzt, seine Bank und sein Mobilfunkanbie-
ter kooperieren mit dem gleichen TSM – obgleich eine zentrale           Welcher Weg der wahre ist, muss jede Bank für sich entscheiden.
Organisation sinnvoll scheint, sind auch mehrere TSMs denkbar.          Fakt ist, dass der hybride Konsument sich durchaus gleichzeitig mit
Potentielle TSMs werden sich die Chance auf Differenzierung             Smartphone und Tablet im New-Media-Age wie auch in der tradi-
durch zusätzliche Services, die sich auf der Basis der wechselseiti-    tionellen Seriosität der Bankenwelt zu Hause fühlt. Dieses Urver-
gen Kundenbeziehung anbieten, nicht entgehen lassen. Zurück in                                                 trauen des Konsumenten in
die Realität: Praxisbeispiele gibt es noch kaum, aber einige vielver-                                          ‚seine‘ Bank, das Studien zu-
sprechende Pilotprojekte, allen voran von O2 in England.                                                       folge deutlich ausgeprägter ist
                                                                                                               als gegenüber jedem IT- oder
                                                                                                               Telekom-Unternehmen, ist
                                                                                                               ein Kapital, auf das Banken
                                                                                                               im Mobile Commerce setzen
                                                                                                               könnten. Kombiniert man
                                                                        dazu das Know-How eines innovativen Outsourcing-Partners, der
                                                                        sich um die Zahlungsabläufe und Sicherheitsaspekte hinter App 
Trusted Service Manager: zentrale Schnittstelle für Banken und
                                                                        Co. kümmert, hat man beste Chancen ‚best of both worlds‘ zu kom-
Handybetreiber
                                                                        binieren und rechtzeitig auf den Zeitgeist aufzuspringen.           y
    eWallets: in der Cloud zu Mobile Payments
s




                                                                                                                                         infobox

Ausgehend von der Unmittelbarkeit des eCommerce gingen einige             n Philipp Stadelmann
Anbieter den kurzen Weg und lancierten kürzlich in einigen Län-             ist Head of Home Markets, Financial Industry Services
dern erfolgreich M-Payment Lösungen. eWallets wie etwa Apple                bei SIX Payment Services. SIX Payment Services ist ei-
Passbook oder Google Wallet haben eine kurze Time-to-Market                 ner der führenden Transaktionsverarbeiter Europas im
und einen klaren Einsatzschwerpunkt: bei simplen ‚Jetzt Kaufen‘-            Bereich des bargeldlosen Zahlens. SIX sorgt mit mo-
Apps richten sie sich in erster Linie an niedrigschwellige Transak-         dernster IT-Infrastruktur für den effizienten und sicheren
tionen im B2C Bereich. Mit in einem Alias-Directory hinterlegten            Trans¬aktionsablauf zwischen Karteninhaber, Karten-
Kartendaten kommen sie ohne aufwändige 3D-Secure Funktiona-                 herausgeber und Händler. In Österreich unterstützt SIX
lität, ohne langwierige Anmeldeprozesse aus, und setzen konventi-           Payment Services die Banken bei der End-to-End-Ab-
onellem Sicherheitsdenken vor allem eines entgegen: Convenience.            wicklung ihres Kartengeschäfts und wickelt für Raiffei-
Einfachste Anwendung und häufige Transaktionen mit allgegen-                sen International mit der Mobile Payments Lösung «Card
wärtigen Händler haben sämtliche im Markt im Einsatz befind-                Mobile» mit Smartphones getätigte Zahlungen ab. Mit
lichen eWallets gemein. Ob das erfolgsentscheidende Kriterium               rund 1.000 Mitarbeitenden an 13 Standorten weltweit
- hohe Volumina - sich überall einstellen wird, ist fraglich. Ent-          begleitet SIX Payment Services Kunden aus 33 Ländern.
                                                                            www.six-payment-services.com
scheidend für die erfolgreiche Verankerung im weltweiten Netz-
werk wird die Praktikabilität im Systemzugang sein und letztlich


                                                                                                                bestbanking 191 • 2012     23
banking
s


          n Wie dediziertes CRM das Kernbankensystem ergänzen kann

          CRM als Wettbewerbsmotor für mehr 		
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          Die Herausforderungen im Finanzsektor wachsen. Viele Banken erkennen die Orientierung am Kunden als wichtige Strategie im
          verstärkten Wettbewerb. Mit Einfachheit und individueller Ansprache möchten sie Kunden gewinnen und halten. Doch sind die
          CRM-Funktionen der Kernbanksysteme für einen Paradigmenwechsel von der Produkt- zur Kundenorientierung ausreichend?
          Beim genauen Hinsehen zeigt sich, dass dedizierte CRM-Systeme die unternehmenseinheitliche Vertriebs-, Marketing- und Ser-
          vicesteuerung auf ein neues Level heben können. Mehr Flexibilität bei strategischen Anpassungen, bei der schnellen Umsetzung
          neuer Regularien und Marktanforderungen sowie bei der Neukundengewinnung sprechen für ein Mehr an CRM.

          Von Ute Ross, Marketing Manager Financial Services International bei der update software AG

                                                                                Bei CRM-Projekten im Bankumfeld steht meist zweierlei im Vor-
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                                                                                dergrund: Der Kunde und – damit verbunden – der Wunsch nach
                                                                                mehr Kundenzentrierung zur Umsatzsteigerung. Doch Kernban-
                                                                                kensysteme setzen den Kunden mit dem Konto gleich. Wichtige
                                                                                Informationen zur Neukundengewinnung, zum Cross-Selling oder
                                                                                für vertriebs- und marketingrelevante „soft facts“ fehlen. Das führt
                                                                                unweigerlich zu Ineffizienzen. Finanzinstitute stehen deshalb vor
                                                                                der Herausforderung, umzudenken: Weg von der Transaktionsori-
                                                                                entierung, hin zu Prozessen, die sich am Kunden ausrichten.

                                                                                   Neues Spiel in veränderten Märkten
                                                                               s




                                                                                Im gesamten Finanzmarkt hat sich durch zunehmende regulato-
                                                                                rische Beschränkungen, neue Player und innovative Geschäfts-


           24          bestbanking 191 • 2012
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Kundenzentrierung




                                                                                                                                          Foto: © update software
und Zahlungsmodelle bereits viel verändert. Paypal und Google
verfügen über Banklizenzen, mobile Zahlungssysteme lassen
alteingesessene Banken an ihre Grenzen stoßen. In der Konse-
quenz bedingen diese Marktveränderungen die Notwendigkeit
einer Neuausrichtung. Veränderte Kundenansprüche sowie neue
Produktangebote und Serviceanforderungen setzen erweiterte
Kompetenzen voraus. Die bisher vorherrschende Herangehens-
weise über Lockangebote und niedrige Kontoführungsgebühren
wird daher für den künftigen Erfolg nicht ausreichen. Eine klare
Kundenzentrierung, beste „Do-it-your-self “-Services mit Cross-
Selling-Potenzial, eine starke Beratungsqualität und die Neukun-
dengewinnung über spezialisierte Angebote werden verstärkt in
den Fokus rücken. Doch mit den Bordmitteln der Kernbanken-
systeme sind diese Anforderungen nur unzureichend umzusetzen.
Ein weiterer Aspekt betrifft die Sicherheit, dass jeder Mitarbeiter
mit Kundenkontakt über das nötige Beratungs-Know-how und ein
Maximalmaß an Informationen verfügen muss – eine Lektion, die
man nach der Lehman-Pleite sehr ernst nimmt.




                                                                                                                                     infobox
    CRM-Technologie als Enabler
s




                                                                        n Zur Person
                                                                          Ute Ross ist Marketing Manager Financial Services bei
Mit den Veränderungen am Markt rückt ein weiteres bankinter-              der update software Deutschland GmbH. Als Diplom-
nes Thema in den Fokus: Die Geschwindigkeit der IT, auf neue              Kauffrau mit Schwerpunkt Marketing und E-Commerce
Anforderungen, veränderte Reglements und neue Technologien                arbeitet Ute Ross seit mehreren Jahren als B2B Marketing
zu reagieren, wird im zunehmenden Wettbewerb noch entschei-               Professional mit Vertriebshintergrund in der Medien-
dender sein. Um Veränderungen abzubilden, müssen Kernban-                 und Softwarebranche. Mit Fokus auf der Finanzbranche
kensysteme in der Regel aufwendig umprogrammiert werden.                  verantwortet sie bei der update software Deutschland
Doch selten kann dies die Bank selbst umsetzen und ist damit auf          GmbH das CRM-Marketing für Deutschland, Österreich
den Softwareanbieter und dessen Release-Geschwindigkeit an-               und die Schweiz. Ute Ross ist spezialisiert auf Cloud
gewiesen. Wie schnell neue Technologien im Bankumfeld Ein-                Computing, Mobile CRM, Social Media Marketing und
zug halten, hängt also von der Umsetzungsgeschwindigkeit der              ganzheitliches Kundenbeziehungsmanagement in den
IT-Anbieter ab. Neue Trends wie iPad-Lösungen, die Einbezie-              Zielgruppen der Finanzbranche.
hung von Social Media in das CRM und die Anbindung an neue
Online-Services können IT-Spezialanbieter in der Regel deutlich
früher liefern. Auch der einfache Zugriff auf Reports oder andere
Analysen ist essentiell für die richtige Entscheidungsfindung. Bis
entsprechende Funktionen im Kernbankensystem zur Verfügung            verbunden ist, sollte keine Chance verloren gehen. Die Bewer-
stehen, brauchen Anwender mitunter viel Geduld. Zudem wird            tung von Geschäftschancen und saubere Prozesse, die dafür sor-
der Bankensektor stärker als bisher von Zusammenschlüssen             gen, dass eine passgenaue Ansprache erfolgt und kein potentieller
und neuen Businessmodellen geprägt sein. Reine CRM-Appli-             (Neu-)kunde vergessen wird, sind ein Kernthema von dezidier-
kationen sind hier wendig genug für eine schnelle Einführung          tem CRM. Es ermöglicht dem Bankmitarbeiter zudem einen
oder Anpassung. Sie erlauben eine frühzeitige, strategisch besse-     transparenten Blick auf Personen und Konten sowie auf die Be-
re Einbeziehung neuer Mitarbeiter und dienen als Basis für die        ziehungen zwischen Kunden – auch im Geschäftskundenbereich.
Mitarbeiterführung und übergreifende Steuerung. Diese Fakto-          Die größte Harmonie in der Beziehung zwischen Bank und Kun-
ren erleichtern grundsätzlich den Einstieg in dediziertes CRM         de ist dann gegeben, wenn sich der Kunde in seiner individuellen
und bessere Kundenbindung.                                            Situation verstanden fühlt – zugleich ergeben sich hier wichtige
                                                                      Geschäftschancen: die Orientierung an Ereignissen im Kunden-
    Nah am Kunden
s




                                                                      lebenszyklus schafft Marketing- und Vertriebsanlässe. Dedizier-
                                                                      tes CRM sorgt mit Reminder-Funktionen dafür, dass man kein
Rund um den Kundenlebenszyklus warten spezialisierte CRM-             relevantes Ereignis übersieht. Auch werden Cross-Selling-Chan-
Lösungen mit einer Unterstützung auf, die weit über die Funk-         cen über Analysen direkt in den Ansprachezyklus aufgenommen.
tionalität der Kernbankensysteme hinausgeht. Vor allem in den         Grundsätzlich gilt: Das „Closed Loop Prinzip“ für Marketing,
Bereichen Lead- und Chancen-Management ist die Erweiterung            Vertrieb und Service bleibt dezidierten CRM-Systemen vorbe-
um CRM-Funktionen sinnvoll. Gerade weil das Thema Neukun-             halten und bereitet Banken damit optimal auf zukünftige Markt-
                                                                                                                                                                    WERBUNG




dengewinnung und Kundenbindung mit erheblichem Aufwand                und Kundenveränderungen vor.                                   y

                                                                                                            bestbanking 191 • 2012     25
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Foto: © bestbanking medien
                             bankobjekte




                    Neue Hypo-NÖ-Zentrale in St. Pölten
                  Die neue Konzernzentrale der Hypo NÖ Gruppe wurde nach zweijähriger Bauphase eröffnet. Für Generaldirektor Peter Harold ist
                  die Standortwahl ein Bekenntnis zum Eigentümer, dem Land Niederösterreich, ebenso wie zur Landeshauptstadt.


                  Das neue Headquarter verbindet Full-Ser-   ter, CO2-Neutralität, Kunst-Affinität und   ter Geschäftsstelle hat sich sowohl stra-
                  vice-Kundenbereiche mit adäquaten Ar-      eine moderne Optik. Die Konzernzentrale     tegisch, als auch von Kostenseite her, als
                  beitsplätzen, Niedrigenergiehaus-Charak-   mit angeschlossener neunundzwanzigs-        beste Wahl erwiesen. Mit der großzügi-
                                                                                                         gen und zweckmäßigen Innenarchitektur
                                                                                                         hebt man den Stellenwert des Bauwerkes.
                                                                                                         In der Innenarchitektur lassen sich unter-
                                                                                                         schiedliche Phasen und Entwicklungen
                                                                                                         erkennen, die den engen Bezug zum ge-
                                                                                                         sellschaftlichen und wirtschaftlichen Um-
                                                                                                         feld der Bank zeigen. Die spezifische Ar-
                                                                                                         chitektur des „banking“ lässt sich dabei in
                                                                                                         erster Linie an der Gestaltung und Form
                                                                                                         der Empfangs- und Kundenhalle ablesen
                                                                                                         die Bankgebäude von anderen Büro- und
                                                                                                         Verwaltungsgebäuden unterscheidet. Die
                                                                                                         Bank ist ein öffentlicher Bereich und dem
                                                                                                         wurde mit diesem Haus mit modernster
                                                                                                         Technik und Komfort Rechnung getra-
                                                                                                         gen. Die mehrgeschossigen Innenräume
                   BM Matthias Stadler, LH Erwin Pröll, GD-HYPO NOE Peter Harold,                        mit den Veranstaltungsflächen und die
                   LH.Stv. Wolfgang Sobotka                                                              transparenten Büros erhalten ihre beson-


                   26             bestbanking 191 • 2012
bankobjekte




                                                                           Foto: © bestbanking medien
Objekt
Neue HYPO NOE-Zentrale
Hypogasse 1
A-3100 Sankt Pölten
Gesamtfläche:
19.000 m²
Architekt:
Dipl. Ing. Johannes Zieser
Generalpartner:
ARGE Zieser-Maurer
Belegung:
400 Mitarbeiter
Gebäudehöhe: 30 Meter
Gebäudelänge: 115 Meter
Gebäudebreite: zw. 15-37 Meter
Baumeisterarbeit:
ARGE PORR / STRABAG
Projektbetreuung:
HYPO NOE Real Consult
Regionalität:
2/3 der am Bau beteiligten
Unternehmen sind aus Niederösterreich




dere Atmosphäre durch den Einsatz von
natürlichen Materialien wie Glas, Holz
oder Stein. Präzision und Klarheit, sowie
die Reduktion auf künstlerische Elemente,
                                                                           Foto: HYPO NOE Gruppe / herfertherfert




wurden zur Richtschnur banktypischer
Leitmotive wie Solidität, Kompetenz und
Qualität.

Landeshauptmann Erwin Pröll hebt die
Bedeutung der Bankengruppe als wichti-
gen Arbeitgeber und Finanzpartner zahl-
reicher namhafter Projekte des Landes
hervor. Damit habe die Hypo NÖ einen
entscheidenden Beitrag für die innovative
und nachhaltige Entwicklung im Land
geleistet. Als Eigentümervertreter zeig-
te sich auch LHStv. Wolfgang Sobotka
erfreut über die „hervorragende Ent-
wicklung“ der Bank und die stabile und
sichere finanzielle Basis der mittlerweile
auf über 900 Mitarbeiter gewachsenen
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                                                 bestbanking 191 • 2012   27
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Foto: HYPO NOE Gruppe / herfertherfert
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                              Im 6.OG wurden zusätzlich zwei Räume von Studentinnen der New Design University St.Pölten entworfen. „Mit einer zeitgemäßen und nach-
                              haltigen Architektur ist vor allem auch ein Organismus entstanden, der neuen Entwicklungen in der Arbeitswelt, bei denen der Beruf immer mehr
                              auch private Identifikation verlangt, Rechnung trägt. Freundliche Büros, Zonen für das informelle Gespräch, gesundes Raumklima, eine anspre-
                              chende Infrastruktur sowie die ausgestellte Kunst signalisieren ein hohes Verständnis für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und ihre Leistungen.
                              Das ist ein Haus, in dem die Atmosphäre stimmt!“ so Dr. Stephan Schmidt-Wulffen, Rektor New Design University

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                                                                                                                                                    Foto: HYPO NOE Gruppe / herfertherfert
    Der zweite Raum im 6.OG, welcher von Studentinnen der New Design University St.Pölten entworfen wurde. Kristina Bigler und Elisabeth
    Watzek sind für das künstlerische Design dieser Räume verantwortlich – umgesetzt von HTL-Mödling, Abt. Innenarchitektur

                                                                                                        Fazit und Perspektive
                                                                                                    s
    Unternehmensgruppe. Zwei Jahre war              worden. Umgesetzt wurde der aus einem
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    an der neuen Konzernzentrale mit einer          international durchgeführten Architek-
    Nettogeschoßfläche von etwa 19.000              turwettbewerb als Sieger hervorgegange-          Die Architektur von Banken und Geldin-
    Quadratmetern und möglichen Arbeits-            ne Entwurf von Johannes Zieser.                  stituten wird zwar vom Selbstverständnis
    plätzen für etwa 400 Mitarbeiter gebaut                                                          des Unternehmens und dem gewünschten




                                                                                                                                                            s
                                                                                                                                                    Foto: © bestbanking medien




    Aufsichtsratsraum. Dieser befindet sich im 6. OG der HYPO NOE-Konzernzentrale. Hier tagt der Aufsichtsrat beziehungsweise finden teilweise
    auch Vorstandssitzungen statt. Es gibt die Möglichkeit für Präsentationen und Videokonferenzen (Kamera, 1 Bildschirm Video, 1 Bildschirm Prä-
    sentation) Raumtechnik wird mittels IPad gesteuert. Für 23 Leute, sonst max. 26 wenn keine Sicht zu Bildschirmen erforderlich ist.

                                                                                                                    bestbanking 191 • 2012     29
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                                                                                                                                         © bestbanking medien
          Nach Jahrzehnten in führender Position als Gesamtausstatter von Bankeinrichtung verfügen wir über umfangreiches know how.
          Diese Erfahrung setzen wir seit Jahren auch in der Objekteinrichtung und dem privaten Wohnen ein.

          Raumdesign aus funktioneller Einrichtung mit modernster Sicherheits- und Medientechnik kombiniert, bringen größten Kun-
          dennutzen und Wirtschaftlichkeit für den Betrieb. Unikate aus hochwertigsten Materialien, vorbereitet auf neueste Technolo-
          gien werden verlangt. Von raumbildenden Systemen, deren Einrichtung mit modernen Möbelanlagen bis zur Organistation und
          Sicherheitstechnik - wir sehen Funktionalität und Design als Maßstäbe für ganzheitliche Lösungen.

          Manigatterer bewältigt diese Aufgabe bereits in 2. Generation. Kompetente Mitarbeiter in Konzeption, Planung, Verwaltung und
          moderner Tischlerei sowie erfahrene Mitarbeiter im Außendienst sind die Stütze des Unternehmens.
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          30       bestbanking 191 • 2012
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                                                                                                                                                                Foto: HYPO NOE Gruppe / herfertherfert
                   Die Fassaden wurden durch scheinbar filigrane Elemente zu hauchdünnen Konstruktionen.
Foto: © 2Xbestbanking medien




                                                                                                                                                                Foto: HYPO NOE Gruppe / herfertherfert


                                                                 Hanakam Schuller Projekt: Hanakam Schuller studierte bei Erwin Wurm und sind die Shoo-
                                                                 ting-Stars der österreichischen Kunst-Szene. In Ihrer Installation für die HYPO NOE Gruppe
                                                                 greifen Sie das Thema des Tresor-Raumes auf: Auf eine von hinten beleuchtete Glaskonstruktion
                                                                                           werden transluzente 3M-Folien angebracht, die schematisch eine Tre-
                                                                                           sorwand darstellen. Auf dieser Tresorwand sind jeweils Wörter ausge-
                                                                                           schnitten, die aus anderen Werken von Hanakam Schuller stammen. Die
                                                                                           Künstler lagern damit das Wertvollste im Tresor ein, das sie besitzen:
                                                                                           Ihre eigene Gedankenwelt.




                                                                                           Selbstbild bestimmt - man vergleiche nur die früheren Säulenhallen
                                                                                       s




                                                                                           der Banken mit einer Repräsentationschwelle und dem heute offe-
                                                                                           nen Kundenmarktplatz mit größtmöglicher Transparenz. Die Hypo
                                                                                           Zentrale ist marktorientiert, denn trotz aller Neuentwicklungen wie
                                                                                           Home-, Mobile- und Online- Banking: die Banken werden sich auch
                                                                                           künftig in und mit ihren Bauten und Innenräumen darstellen, wo sie
                                                                                           die Chance zur Begegnung und zur Bindung des Kunden nutzen.
                                                                                                                                                                        s




                                                                                                                                  bestbanking 191 • 2012     31
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Foto: HYPO NOE Gruppe / herfertherfert
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                                             „Die neue HYPO NOE-Zentrale stellt den Beitrag der
                                              Architektur zum Gesamtauftritt des Unternehmens
                                             in der Öffentlichkeit dar. Die Fassadengestaltung im
                                            weiß-blauen Farbspiel ist außergewöhnlich und welt-
                                            weit bislang einzigartig, bleibt aber im Detail nobel und
                                                                zurückhaltend.“
                                                      Architekt Dipl. Ing. Johannes Zieser



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    Interview mit Dr. Peter Harold, Vorstandsvorsitzender HYPO NOE Gruppe




                                                                                                                                                          Foto: HYPO NOE Gruppe
    best banking: Was war ausschlaggebend für die
s




    Standortwahl Ihrer neuen Konzernzentrale?

    Nun, zunächst ist die Standortwahl unserer
    neuen Zentrale ein Bekenntnis zu unserem
    Eigentümer dem Land Niederösterreich und
    zur Landeshauptstadt. Die Bank des Landes
    zeigt, was sie ist – eine starke Institution im
    Interesse Niederösterreichs und seiner Men-
    schen. Des weiteren war natürlich die Tatsache    ist das außen liegende, sonnenstandgesteu-        Bankgeschäft zu vereinfachen. Durch einen
    ausschlaggebend, dass sich das Grundstück         erte Sonnenschutzsystem, welches optimale         gemeinsamen Standort inklusive neuer, 29ter
    bereits seit Jahren im Besitz der Bank befindet   Temperatur- und Lichtverhältnisse in den          Geschäftsstelle, ist es uns möglich, noch ziel-
    und dadurch, sowie durch die gute Lage, die       Innenbereichen des Gebäudes unterstützt           gerichteter und rascher auf die Bedürfnisse
    beste Wahl darstellte.                            und einen wesentlichen Beitrag zum Ener-          unserer KundInnen einzugehen. Als zentrale
                                                      giekonzept leistet. Bei hohem Lichteinfall        Drehscheibe der HYPO NOE wurden alle
    best banking: Was waren die Herausforde-          schließen sich die Sonnenschutz-Lamellen,         drei bisherigen St. Pöltner Standorte gebündelt
    rungen in der Projektentwicklung?                 bei bewölktem Wetter öffnen sie sich und          und stellen nun das gemeinsame Zuhause der
                                                      die dahinterliegenden Fenster kommen zum          HYPO NOE Landesbank, der HYPO NOE
    Nun, die größte Herausforderung bei jedem         Vorschein.                                        Gruppe Bank, der HYPO NOE Leasing und
    Bauvorhaben ist es, hohe Qualität und die                                                           der HYPO NOE Real Consult dar.
    notwendige Quantität zu gewährleisten und         best banking: Welche Vorgaben gab es für die
    dabei im vorgegebenen Budgetrahmen zu             Innenarchitektur?                                 best banking: Welche Rolle spielte die
    bleiben. Sowohl bei Zeit- als auch Kosten-                                                          Kunst in der Planung?
    plan haben wir eine Punktlandung hinge-           Hier standen der Mitarbeiter und sein
    legt. Hier haben alle an Planung und Bau          Wohlbefinden stets im Vordergrund. Die            Die Förderung von Kunst wird in der HYPO
    Beteiligten – allen voran unsere Real Con-        Ausstattung sowie das Gebäude mussten             Niederösterreich sehr hoch gehalten. Dem-
    sult Tochter sowie das Team unseres inter-        technisch funktional sein, den neuesten           entsprechend spielt sie in unserem neuen Ge-
    nen Facility Managements – hervorragende          Standards entsprechen und gleichzeitig            bäude eine zentrale Rolle. Zwei unserer Be-
    Arbeit geleistet.                                 Raum für Kommunikation schaffen. Auf              sprechungsräume wurden beispielsweise von
                                                      ökologische Materialen wurde besonders            Studentinnen unseres Partners, der New De-
    best banking: Architektur mit hohen Ansprü-       großer Wert gelegt. Eine gewisse Wohl-            sign University St. Pölten entworfen und von
    chen an diesem Standort?                          fühlatmosphäre ist meiner Ansicht nach            der HTL Mödling umgesetzt. Des Weiteren
                                                      für gute Zusammenarbeit, Kreativität und          startet im Jahr 2013 die HYPO NOE Young
    Ich bin sehr stolz auf unsere architektonische    Freude an der Arbeit für ein Bürogebäude          Art Collection, mit welcher wir junge nieder-
    Gestaltung, denn die neue Konzernzentrale         unumgänglich.                                     österreichische und im Donauraum beheima-
    stellt ein Vorzeigeobjekt effizienter Energie-                                                      tete Kunst fördern möchten. Im Rahmen des-
    nutzung dar. Dies wird nicht nur durch ein        best banking: Was hat sich für die Kunden         sen sind pro Jahr zwei Ausstellungen junger
    optimales Energie- und Raumkonzept ge-            und Mitarbeiter verändert?                        Künstler sowie eine Auktion der Kunstwerke
    währleistet, sondern auch durch so manches                                                          in unserer Konzernzentrale geplant. Während
    `Grüne Extra` ergänzt. Denn unser neuer           Mit der neuen Konzernzentrale in St. Pölten       des Jahres werden jene Künstler auch aktiv in
    Firmensitz ist ein im Niedrighaus-Charak-         wollen wir in der HYPO NOE Gruppe einen           unserem neuen Gebäude sowie unseren Ge-
    ter errichtetes Gebäude und enthält sämtli-       weiteren Schritt in Richtung „Full Service“ un-   schäftsstellen ausgestellt. Unser Haus ist also
    che technische Einrichtungen, um heutigen         ter einem starken Dach für unsere Kundinnen       nicht nur durch die kreative Mithilfe junger
    und zukünftigen ökologischen und ökono-           und Kunden setzen. Denn unser höchstes            Nachwuchs-Designer gestaltet worden, son-
    mischen Anforderungen gerecht zu werden.          Ziel als Bank ist es, unsere Kundenbetreuung      dern wird auch künftig ein Bekenntnis der
    Architektonisch besonders hervorzuheben           stets zu verbessern und Abläufe im täglichen      HYPO Niederösterreich zur Kunst sein.  y



                                                                                                                       bestbanking 191 • 2012      33
banking
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    n Immer mehr Banken setzen auf die Unterstützung von Drittanbietern, 	
      um die Ausfallzeiten ihrer IT zu minimieren

    IT-Services unter einen Hut gebracht
    Von Multi-Channel-Aktivitäten der Kunden über neue Selbstbedienungslösungen bis hin zur Integration von webbasierten und
    mobilen Vertriebskanälen – ohne eine leistungsstarke IT geht heutzutage in Bankfilialen gar nichts mehr. Dadurch steigen aber
    auch Aufwand und Kosten für die Wartung und Instandhaltung sowie für die Administration der IT-Infrastruktur.




                                                                                                          Dirk Bockelmann, Services Sales
                                                                                                          Manager Zentral- und Osteuropa
                                                                                                          bei NCR




                                                                                                    Vom Erstausrüster zum
                                                                                                s




    Die IT einer Bank umfasst wesentlich mehr     erfordern den Einsatz neuer Technologien,
    als nur Bankomaten und Kontoauszugsdru-       die beispielsweise die Integration von Da-        Drittanbieter
    cker. Neue Formen der Kundenansprache         ten und Informationen über mehrere Kanä-
                                                  le hinweg ermöglichen. Auch so genannte       Anstatt für die Administration der IT
                                                  Digital Signage-Lösungen – digitale Wer-      viele verschiedene Serviceanbieter zu be-
                                                  be- und Informationstafeln oder interaktive   schäftigen, lohnt sich die Umstellung auf
                                                  Informationsterminals – sind auf dem Vor-     einen zentralen Outsourcing-Partner mit
                                                  marsch und finden ihren Weg in das All-       dem richtigen Know-how: Von der Pla-
                                                  tagsbild moderner Banken.                     nung über die Installation bis hin zu Be-
                                                                                                trieb und Wartung berät dieser herstelle-
                                                  Die meisten Filialen setzen in Sachen IT      runabhängig. Die operationale Effizienz
                                                  allerdings nicht durchgängig auf Syste-       steigt und die Kosten für das Service-
                                                  me desselben Herstellers, sondern auf ein     Management sinken.
                                                  buntes Potpourri an IT-Lösungen. Die-
                                                  se Systemvielfalt birgt ein hohes Maß an      Der im Dezember 2011 erschienene Gart-
                                                  Komplexität und stellt entsprechend hohe      ner-Report „Competitive Landscape: In-
                                                  Anforderungen an das IT-Personal. Als         tegrated Infrastructure Support Providers,
                                                  ob das nicht genug wäre, kommt es im          Western Europe“ zeigt deutlich, dass bei
                                                  Bankenalltag ab und an zu Ausfällen oder      Support und Wartung der Hardware die
                                                  Störungen der IT. Viele verschiedene An-      Wahl immer häufiger auf Drittanbieter
                                                  bietersysteme mit jeweils unterschiedlicher   fällt. Und das auch bei Unternehmen, die
                                                  Soft- und Hardware erhöhen den adminis-       ihren Support bislang über den Erstaus-
                                                  trativen Aufwand bei der Behebung von         rüster abgewickelt haben.
                                                  Fehlern immens und nehmen dabei wert-
    Ein NCR Techniker behebt einen Störungsfall   volle Zeit in Anspruch. Daraus resultieren    „Der Trend im Bankenwesen geht ganz
    an einem NCR SelfServ Bankomat vor Ort        längere Ausfallzeiten und hohe Kosten.        klar weg von der IT-Steuerung und wieder


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banking




                                                                                                                                           infobox
hin zum Kerngeschäft der Banken – der
Dienstleistung. Gerade im Hinblick auf die
wachsenden Verbraucherbedürfnisse und             n NCR erbringt Managed Services für mehr als 65.000 Bankomaten weltweit und
die Einführung neuer Technologien brau-              rangiert laut der International Association of Outsourcing Professionals (IAOP) auf
chen Banken daher einen starken Partner,
                                                     Platz 6 der Top 100 Anbieter von Outsourcing-Dienstleistungen. NCR verant-
der sie bei der Implementierung strategisch
begleiten, entlasten und bei der Ausrich-            wortet derzeit Wartungsservices und Managed Services für 19 der weltweit 20
tung der IT auf verbesserte Kundenan-                größten Banken, 17 der Top 20-Handelsunternehmen, sieben der zehn größten
sprache unterstützen und beraten kann“, so           Telekommunikationsfirmen sowie vier der Top 5-Fluggesellschaften.
Dirk Bockelmann, Services Sales Manager
Zentral- und Osteuropa bei NCR. Diesen
Rundum-Service bietet NCR mit seinen
Total Branch Services. Mit Technikern vor      Bockelmann. Welche Veränderungen tat-            Nicht umsonst empfehlen also auch immer
Ort und Help Desk-Services in der jewei-       sächlich an Standorten mit hohen Verfügbar-      mehr Verbraucherorganisationen konsoli-
ligen Landessprache bietet NCR den Ban-        keitsproblemen in Angriff genommen wer-          dierte Support-Verträge mit nur einem An-
ken herstellerunabhängig Wartung- und          den sollten, zeigt der Kunden-Supportplan,       sprechpartner für alle Wartungsarbeiten.
Reparaturservices sowohl für nationale als     der durch einen Experten von NCR für je-         Die NCR-Techniker helfen im Rahmen
auch internationale Filialnetzwerke. Der       den Kunden nach einer detaillierten Analyse      der Total Branch Services nicht nur bei der
Schwerpunkt liegt dabei auf Bankomaten,        speziell angefertigt wird. Welche Verbesse-      Wartung bestehender Anlagen, sondern
Bankenterminals, Fernsprech- und Daten-        rungsvorschläge auf Basis des Supportplans       auch bei System-Upgrades und der Imple-
netzwerken sowie mobilen und stationären       umgesetzt werden, ist unterschiedlich. Ne-       mentierung neuer Lösungen. Die Installa-
Netzwerken, PCs und Druckern. Dank             ben Hardware- und Software-Anpassungen           tion wird von Anfang bis Ende von einem
der Bündelung von Services in einer Hand       oder einer Systemumstellung können auch          erfahrenen Team durchgeführt. Die Inbe-
können Banken ihre Betriebsabläufe ver-        gezielte Mitarbeiterschulungen das geeignete     triebnahme der neuen Systeme erfolgt da-
einfachen, Verträge effizient verwalten und    Mittel sein, die Systemverfügbarkeit zu erhö-    durch zügig und ohne, dass der Geschäfts-
bis zu 15 Prozent an Kosten einsparen.         hen und damit die Betriebskosten zu senken.      ablauf gestört wird.                     y
s




    Ausfallzeiten von IT-Systemen
    reduzieren

Auch bei Ausfällen oder Systemfehlern
zeigen sich die Vorteile der konsolidierten
Verträge: Die NCR Helpdesk Berater bei-
spielsweise sind zentrale Ansprechpartner
bei der Behebung und dem Management
von Störungsfällen und können per Fern-
zugriff Systemfehler diagnostizieren und
beseitigen. Ist eine Fehlerbehebung vor Ort
erforderlich, steht rund um die Uhr ein er-
fahrenes Techniker-Team bereit. Die nach
der Fehlerbehebung erfolgende Analyse des
Störungsfalles sorgt darüber hinaus für eine
stetige Verbesserung der IT-Infrastruktur
und stellt sicher, dass die IT-Lösungen der
Filialen hochverfügbar sind.

„Es gibt immer wieder Standorte, an denen      Per Fernzugriff greifen NCR Helpdesk Berater als zentrale Ansprechpartner bei der Behebung
                                                                                                                                                     WERBUNG




es häufiger zu Störungen kommt“, so Dirk       und dem Management von Störungsfällen ein


                                                                                                               bestbanking 191 • 2012        35
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                       Datenräuber unterwegs
                       Die Zahl der Betrugsfälle mit gestohlenen Bankomatkartendaten ist im Steigen begriffen. Die Banken sind alarmiert. Zu den
                       Hintergründen dieser sogenannten Skimming-Attacken hat ‚bestbanking‘ den Chief Operating Officer von Payment Services
                       Austria, David Ostah, befragt.
Foto: © medwed fotografie 2012




                                                                                                                           best banking: Herr Ostah, es heißt, die Zahl
                                                                                                                           der Skimming-Attacken an Geldausgabeau-
                                                                                                                           tomaten und Bankomaten nehme zu. Was ist
                                                                                                                           Skimming überhaupt?

                                                                                                                           Ostah: Beim Skimming werden Geldaus-
                                                                                                                           gabegeräte manipuliert, um Kartendaten
                                                                                                                           vom Magnetstreifen zu kopieren, sie auf
                                                                                                                           Kartendupletten zu übertragen und miss-
                                                                                                                           bräuchlich zu verwenden. Damit ein solcher
                                                                                                                           Betrug mit kopierten Karten in Österreich
                                                                                                                           verhindert wird, sind alle Bankomatkarten
                                                                                                                           zusätzlich zum Magnetstreifen mit einem
                                                                                                                           EMV-Chip und einem PIN-Code ausge-
                                                                                                                           stattet. Der EMV-Chip entspricht dem
                                                                                                                           aktuellsten Stand der Technik und macht
                                                                                                                           Kartenmissbrauch nahezu unmöglich. Die
                                                                                                                           im Chip gespeicherten Daten können weder
                                                                                                                           kopiert noch verändert werden.

                                                                                                                           best banking: Der EMV-Chip führt also zur
                                                                                                                           Missbrauchsmigration in Nicht-EMV- bzw.
                                                                                                                           ‚Magnetstreifen‘-Länder. Welche Regionen
                                                                                                                           sind das hauptsächlich?

                                                                                                                           Ostah: In Westeuropa sind sowohl Karten
                                                                                                                           als auch Akzeptanzgeräte wie Bankomaten
                                                                                                                           oder POS-Terminals praktisch flächende-
                                                                                                                           ckend auf den EMV-Standard umgestellt
                                                                                                                           worden. Es ist eine Missbrauchsmigration
                                                                                                                           hin zu Ländern ohne EMV-Infrastruktur
                                                                                                                           festzustellen. Dies führt zu einer perma-
                                                                                                                           nenten Erweiterung der EMV-Akzeptanz
                                                                                                                           und damit zu einem weltweiten und flä-
                                                                                                                           chendeckenden Sicherheitsnetz.

                                                                                                                           best banking: Wie verschaffen sich Skimmer
                                                                                                                           Zugang zu den Daten auf den Magnetstreifen?

                                                                                                                           Ostah: Die Täter verwenden einen mani-
                                                                                                                 infobox




                                                                                                                           pulierten Kartenleser in Form von Vorbau-
                                 n Zur Person                                                                              ten oder Aufsätzen, die den Originalen sehr
                                   David Ostah ist Chief Operating Officer der PSA Payment Services Austria                ähnlich sind. In diese nachgebauten Teile sind
                                   GmbH. Das Unternehmen ist für die stabile und sichere Abwicklung der Trans-             winzige Lesegeräte eingebaut. Zum Ausspä-
                                   aktionen von mehr als 8 Millionen Bankomatkarten und mehr als 7.000 Ban-                hen des PIN-Codes wird meist eine versteckte
                                   komaten verantwortlich.                                                                 Mini-Kamera bzw. ein Foto-Handy verwen-
                                                                                                                           det oder eine speziell präparierte Tastatur, die
                                                                                                                           auf die Originaltastatur aufgesetzt wird.


                        36              bestbanking 191 • 2012
banking




                                                                                                                                          infobox
best banking: Was passiert mit den ausge-
spähten Daten?                                     n 8 Tipps für mehr Sicherheit am Bankomaten
                                                        • Die Bankomatkarte sollte immer sorgfältig verwahrt werden.
Ostah: Es werden damit Kartenkopien mit                 • Der Code sollte nirgends aufgeschrieben werden – schon gar nicht auf der
Magnetstreifen angefertigt und in Ländern,               Bankomatkarte oder auf einem Zettel, der gemeinsam mit der Karte aufbe-
in denen noch kein EMV-Chip zur Behe-
                                                         wahrt wird.
bung von Bargeld erforderlich ist, eingesetzt.
                                                        • Niemandem den Code nennen! Auf den Code sollte genauso gut wie auf
best banking: Und ein solches betrügerisches             Bargeld oder das Losungswort eines Sparbuchs geachtet werden.
Vorgehen lässt sich nicht verhindern?                   • Anfragen nach dem Code sollten weder telefonisch, schriftlich noch persön-
                                                         lich beantwortet werden.
Ostah: Das missbräuchliche Auslesen von
                                                        • Es sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass kein Dritter beim Geld-
Kartendaten wird durch eine spezielle si-
cherheitstechnische Ausrüstung von Geld-                 beheben oder beim Zahlen mit der Bankomatkarte und dem Code „hilft“ oder
ausgabeautomaten deutlich verringert. In                 dem Karteninhaber über die Schulter schaut.
Österreich werden sämtliche Bankomaten                  • Das Zahlenfeld am Gerät soll während der Code-Eingabe mit der freien Hand
mit speziellen Einführschlitzen und Tasta-               oder der Geldbörse abgedeckt werden.
turen als Präventivmaßnahmen ausgestat-
                                                        • Eine Code-Eingabe ist nur an Bankomaten, Bankomat-Kassen, Quick-Ladeter-
tet. Missbräuchliche Transaktionen ließen
                                                         minals oder an Automaten (z.B. Fahrscheinautomaten) erforderlich. Der Code
sich drastisch einschränken, würde weltweit
der EMV-Standard eingeführt werden. Um                   sollte keinesfalls in ein anderes Gerät eingegeben werden.
Missbrauch an Nicht-EMV-fähigen Gerä-                   • Wenn die Bankomatkarte verloren geht, gestohlen wird oder nicht mehr aus
ten im Ausland zu verhindern, werden seit                dem Bankomaten herauskommt, sollte sie sofort gesperrt werden. Die Sperre
Jahren zusätzlich organisatorische und tech-             ist weltweit gültig.
nische Maßnahmen zur Früherkennung
erfolgreich eingesetzt. Aus Sicherheitsgrün-
den können und wollen wir diese aber nicht       natürlich immer die Convenience des le-         abdecken. Sollte die Transaktion auffällig
im Detail bekanntgeben.                          gitimen Karteninhabers berücksichtigt           sein – wenn z.B. bei richtiger PIN-Eingabe
                                                 werden. Unterschiedliche Ansätze, wie           und vorhandener Kontodeckung kein Bar-
best banking: Wäre Geo-Blocking, also das        Geo-Blocking effizient – d.h. mit mög-          geld ausgegeben wird – oder sollten nicht
Sperren von Magnetstreifen-Transaktionen         lichst geringem Missbrauch – und conve-         vom legitimen Karteninhaber verursachte
aus bestimmten Ländern, die ideale Lösung?       nient, d.h. dass der Karteninhaber in sei-      Transaktionen am Konto aufscheinen, soll-
                                                 ner Kartennutzung nicht eingeschränkt           te die Bank rasch verständigt werden. Die
Ostah: Zur Vermeidung und Reduktion              wird, werden derzeit intensiv von allen         Bank kann die Transaktionen überprüfen
von missbräuchlichen Transaktionen sind          Marktteilnehmern diskutiert. In Öster-          und bei Bedarf die Karte sperren.
unterschiedliche technische und organi-          reich sind gegenwärtig bereits geeignete
satorische Maßnahmen möglich. Zudem              organisatorische und technische Maß-            best banking: Wer kommt im ‚Fall des Falles‘
müssen die Banken diese Maßnahmen                nahmen im Einsatz.                              für den Schaden auf, und bei wem liegt die Be-
permanent anpassen. Geo-Blocking er-                                                             weispflicht?
möglicht Banken, die Karten ihrer Kun-           best banking: Wie sollen sich Kunden an
den für unsichere Länder zu sperren bzw.         Geldausgabeautomaten und Bankomaten an-         Ostah: Laut Zahlungsdienstegesetz (Za-
können die Karteninhaber mit dem Geo-            gesichts der wachsenden Skimming-Gefahr         DiG) werden missbräuchlich behobene
Blocking-Service ihre Bezugsmöglichkei-          verhalten?                                      Geldbeträge von der Bank umgehend
ten individuell geografisch und zeitlich                                                         gutgeschrieben. Hinsichtlich der Beweis-
einschränken. Alternativ könnte man              Ostah: Wesentlich ist, dass man auf Karte       führung liegt die Entscheidung bei der
separate Ausgabenlimits für gewisse Län-         und PIN acht gibt. Zusätzlich sollte man        kartenausgebenden Bank und richtet sich
der festlegen, um das Schadensausmaß im          das Eingabefeld beim Eintippen des PIN-         ebenfalls nach den gesetzlichen Bestim-
Missbrauchsfall zu begrenzen. Hier muss          Codes immer, z.B. mit der freien Hand,          mungen des ZaDiG.                     y

                                                                                                                bestbanking 191 • 2012      37
objekte
s




                                                                                                                                      Fotos: © 2X bestbanking medien
    ORGATEC 2012
    Ein Messebericht von Andreas Jenewein und Leo Graf

    Ein sonniger Herbsttag – und trotzdem        Vielmehr konzentrierten sich die Herstel-   Prototyp noch nicht ganz ausgereift war,
    stürzen wir uns im Auftrag von bestban-      ler und Designer auf die Optimierung und    so können wir uns auf einige interessante
    king in das Getümmel der alle zwei Jahre     ständige kreative Weiterentwicklung von     Alternativen zu den herkömmlichen Büro-
    in Köln stattfindenden größten internati-    grundsätzlichen Anforderungen an Ar-        möbeln in 2013 freuen. Neu aufgefallen ist
    onalen Büromöbel-Messe. „Moderne Ar-         beitsplätze wie „Akustik“, „Beleuchtung“    uns dieses Mal mit der Firma ERSA auch
    beitswelten….“ darum dreht sich alles auf    und die Verknüpfung von Architektur und     ein Hersteller aus der Türkei, der – zwar
    der diesjährigen ORGATEC. Insgesamt          „New Media Technology“. Diese Schwer-       mit dem italienischen Designer Bellini –
    knapp 600 Unternehmen aus 36 Ländern         punkte wurden auch durch eigene Kom-        sehr funktionale und im Detail ausgereifte
    zeigten hier in 7 Hallen wieder zahlreiche   petenzcentren auf der Messe unterstrichen   Büromöbelprogramme namens „So Simple
    innovative Lösungen und einen Quer-          und zogen sich wie ein roter Faden durch    Office“ präsentierte.
    schnitt aus dem gesamten Weltmarkt-          nahezu alle Ausstellungsbereiche.
                                                                                                 Modernes Arbeiten
                                                                                             s




    angebot. Auf die zentrale Frage: „Wie
                                                     Die neuen Kreativen
                                                 s




    werden und wie wollen wir in Zukunft
    arbeiten?“ sollte es Antworten geben – bei                                               Ein Trend in der Büroraumgestaltung ist
    den Ausstellern und in zahlreichen Foren     War früher alles was nach Design aussah,    klar erkennbar: die offene Raumgestaltung
    und Side-Events.                             mit größter Wahrscheinlichkeit aus Itali-   ersetzt die Einzelzellenbüros zu einem
                                                 en stammend, so finden sich diesmal viele   Großteil. Was sich unter verschiedensten
         Kernbotschaften
    s




                                                 frische Ideen und neue Ansätze aus nörd-    Begriffen wie „Open Space“, „Open Of-
                                                 licheren Ländern. Die Finnen, wie zum       fice“, „Smart Working“, „Open Plan Office“
    Vielleicht einmal die zusammenfassende       Beispiel der Designer LOOOK Industries      in der Sammlung der „Modern Working
    Kernbotschaft der Berichtschreiber vor-      und auch die Niederländer zeigen mit jun-   Concepts“ verbirgt, pendelt zwischen Hor-
    weg: „Die ganz große Innovation mit dem      gen Kreativen viel Farbe und auch neue      rorszenario und Paradies für Mitarbeiter.
    Wow-Effekt konnten wir nicht finden“.        Formen. Auch wenn der eine oder andere      Die Angst vor dem alten Großraumbüro


    38       bestbanking 191 • 2012
objekte


mit viel Lärm und schwitzenden, eng an-
einander gereihten Körpern soll, durch
moderne Raumgestaltung mit auflockern-
den Elementen für Meetings und diskrete
Rückzugsbereiche mit ausreichenden, neu
entwickelten Akustikwänden und Decken
für ein produktives und kommunikatives
Arbeitsumfeld, genommen werden.

Die Vorreiter und auch auf dieser Mes-
se Ton angebenden Hersteller in dieser
Kategorie sind Vitra und Bene. Nicht nur
der Andrang der Besucher auf deren bei-
der Messestände, sondern vor allem die
ganzheitliche lösungsorientierte Präsen-
tation, beweisen die hohe Kompetenz und
Innovationsführerschaft.
s




    Raum-in-Raum Konzepte
                                              nehmen Lista Office LO. Die präsentier-     qualität, die Funktionalität und die De-
Auf Grund der immer stärker werden-           ten mit ihrer „reddot design award 2012“    sign-Sprache sind mehr als überzeugend.
den Anfragen unserer eigenen Kunden           ausgezeichneten raffinierten Raum-Mö-
im Rahmen von Raumkonzeptentwick-             belserie Mindport® by LO eine ganzes Set    Weitere interessante Raum-in-Raum Kon-
lungsprojekten und Filialumbauten bei         mit Think Tank, Work Lounge und einem       zepte fanden wir bei der Firma Strähle
Banken, suchten wir ganz besonders nach       sogenannten Touch Down für leichtes ab-     und auch den auf Rädern fahrbaren Be-
flexiblen und möglichst mobilen Lösungen      geschirmtes Arbeiten in Nischen mit akus-   sprechungsraum „ottobox“ von Burkhardt
für Raum-in-Raum Beratungs- und Be-           tischer Trennung trotz Gruppenarbeit. Die   Leitner. Bestechend und wirklich neu
sprechungseinheiten. Fündig wurden wir        Elemente befinden sich zwar eher im obe-    für uns waren da die Lösungen der Fir-
da unter anderem beim Schweizer Unter-        ren Preissegment, aber die Ausführungs-     ma renz solutions. Besprechungsräume




                                                                                                                                     s




Andreas Jenewein und Leo Graf, zwei Experten berichten


                                                                                                       bestbanking 191 • 2012   39
objekte
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                                                                                                            aus Glas mit einer speziellen Wand-Ab-




                                                                                                        s
                                                                                                            sorber-Technologie, die auch ohne Türen
                                                                                                            hervorragende akustische Abschottung
                                                                                                            schafft - glaubt man nur wenn man sel-
                                                                                                            ber drinnen steht. Überall wo Akustik
                                                                                                            Probleme bereits vorhanden sind und sich
                                                                                                            die Mitarbeiter weniger Störung durch
                                                                                                            ihr Gegenüber wünschen, sind Nachrüst-
                                                                                                            Elemente gefragt. Gerade im Wand- und
                                                                                                            Zwischenwand-Bereich konnten hier eini-
                                                                                                            ge interessante Anbieter gefunden werden.
                                                                                                            Bei acousticpearl aus Bremen wurde die
                                                                                                            neue Linie Architects vorgestellt. Dieses
                                                                                                            textile Akustik-Paneelsystem bietet ein-
                                                                                                            zigartige Möglichkeiten, wie man Räume
                                                                                                            einfach, flexibel, formschön und vor al-
                                                                                                            lem Akustisch wirkungsvoll strukturieren
                                                                                                            kann. Ob von der Decke hängend, zwi-
                                                                                                            schen den Schreibtischen stehend oder als
                                                                                                            Sideboards integriert, es wirkt optisch und
                                                                                                            Schall dämmend. Viele Banken investieren
                                                                                                            in KundenserviceCenter oder Call-Center
                                                                                                            und da wird ständig nach dem perfekten
                                                                                                            Arbeitstisch gesucht. Die Firma CEKA
                                                                                                            stellte ihr Arbeitstisch-System „up4it“ vor.
                                                                                                            Die Lösung beinhaltet neben der höhen-
                                                                                                            verstellbaren Mechanik, auch die passende
    links: Bei der ringförmigen LED-Officeleuchten ist kein direkter Einblick in die LED möglich.           Arbeitsplatzbeleuchtung, Bildschirmhal-
    Über die speziell ausgeformten Reflektoren kommt das Licht mittels „Sekundärreflektortechnick“          ter, Akustiktrennwand und noch dazu alle
    aus dem nur 2,5 cm breiten Schlitz. Die hervorragende Ausblendung und die rotationssymmetri-            Verkabelungen versteckt im Möbel. Ein
    sche Lichtverteilung prädestinieren diese Leuchte für alle Officetypologien.                            Blickfang und der perfekte Arbeitsplatz.
    rechts: Kleine quadratische Reflektoren schaffen eine gleichmäßige Lichtverteilung mit sehr guter
    Ausblendung. Durch die Aufteilung auf einzelne Lichtpunkte integriert sich das System wesent-               Die LED-Alternative
                                                                                                            s




    lich unauffäliger als klassische Einbauleuchten in die Decke. Quelle: Lichtakademie Bartenbach
                                                                                                            Im Beleuchtungsbereich geht kein Weg
                                                                                                            mehr an der LED-Technik vorbei. In allen
                                                                                                            Formen und Varianten waren Steh- und
                                                                                                            Hängelampen zu sehen. Nimbus gilt dabei
                                                                                                            als Innovationsführer mit technologischen
                                                                                                            Vorsprung für LED-Innenraumbeleuch-
                                                                                                            tung und überzeugt derzeit als einziger
                                                                                                            Hersteller mit seiner umfassenden LED-
                                                                                                            Leuchtenserie „LED.next“, mit der nahezu
                                                                                                            alle Beleuchtungsaufgaben erfüllt werden
                                                                                                            können: behagliche Beleuchtung im Wohn-
                                                                                                            bereich, effiziente Arbeitsplatzbeleuchtung
                                                                                                            und flächige Allgemeinbeleuchtung.

                                                                                                                Conferencing Systeme
                                                                                                            s




                                                                                                            New Media Technology wurde stark re-
                                                                                                            präsentiert mit interaktiven Whiteboards
                                                                                                            und neuen Video-Conferencing-Systemen.
                                                                                                            Auf dem Messestand von Vitra konnte man
                                                                                                            die neueste Technologie von CISCO live
    links sehen Sie ein warmtoniges LED Licht (3.000K) im Vergleich zu warmtonigem Leuchtstoff-             erleben, und im neuen Vitra Alcove Sofa
    lampenlicht. LEDs unterscheiden sich von Leuchtstofflampen nicht nur durch die bessere Energie-         entspannt mit einer Gesprächspartnerin im
    effizienz, sondern auch aufgrund des Lichtspektrums. Die Raummodelle zeigen die Lichtqualität           fernen Norwegen plaudern.
    von LEDs im unmittelbaren Vergleich zur Leuchtstofflampe bei verschiedenen Lichtfarben und              Staunen konnte man aber besonders am
    verschiedenen Farbwiedergabeeigenschaften. Quelle: Lichtakademie Bartenbach                             Stand der Firma digitech room  tech-


    40         bestbanking 191 • 2012
objekte




                                                                                                                                                   Fotos: © 5X bestbanking medien
LED Integration in eine Metalldecke                                           LED Integration in Schichtstoffplatten
  •	 präzise Deckenkasetten                                                     •	 verbindbar mit Akustikfunktion
  •	 variable Farbgebung                                                        •	 variable Oberflächendesigns
  •	 variable Module (5, 10 und 25 LED)                                         •	 variable Module
  •	 variable Lichtfarben                                                       •	 variable Lichtfarben




nologies. Sie präsentierte neben ihrer neuesten Videowall Lösung
ihren medialine Interactive Table. Ein deckenseitig eingebauter
Projektor projiziert auf herkömmliche Tischoberflächen und er-
möglicht durch den patentierten berührungsempfindlichen Einbau
eine interaktive Kommunikation mit dem Kunden.

Aber nicht immer muss es etwas Neues sein. Wenn am Abend
nach vielen Kilometern Messehallenwanderung die Füße schmer-
zen und die Ohren summen, dann ist eine entspannende Pause im
Klassiker sonic chair® eine echte Wohltat. Der immer noch ein-
zigartige und mehrfach ausgezeichnete Design Stuhl feiert heuer
sein 5 jähriges Jubiläum und wurde mit Dockingstation für iPad
                                                                        s




                                    Architekturintegrierte LED-Systeme
Eine spezielle Linsenoptik ermöglicht LED-Licht blendungsfrei durch klei-
ne Deckenporen zu lenken. Die hervorragende Ausblendung und Energieef-
 fizienz des architekturintegrierten Systems ermöglicht eine Anwendung im
            klassischen Office-Bereich sowie in repräsentativen Raumzonen.
                     Das Gesamtsystem hat eine Bautiefe von lediglich 3 cm.


                                                                                                                       bestbanking 191 • 2012   41
objekte
s
Fotos: © 3X bestbanking medien




                    Lichtfänger
                    Das Forschungsprojekt „Lichtfänger“ beschäftigt sich mit der Möglichkeit, das Tageslicht über
                    Öffnungen in der Dachfläche in den Innenraum zu lenken. Durch ein lichttechnisch wirksames
                    Schachtsystem kann sowohl das Licht des bedeckten Himmels als auch das Sonnenlicht in mehrere
                    Geschosse gelenkt werden. Oben im Bild die Makette eines Geschosses zu sehen wohin Tageslicht
                    eingeleitet wird; rechts zu sehen das Schema des Schachtsystems; unten das Geschoss in einer Skiz-
                    ze von mehreren Etagen




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objekte




    Licht und Raumoberflächen
    Das Modulieren des primären Lichtes an großen Wandflächen mit Hilfe von spezifischen Materialfarben und -strukturen kann zu einer erheblichen
    Verbesserung des Licht- und Raumilieus, aber auch zu einer Verbesserung der visuellen Leistung im Raum führen.
    Durch die Variation von Licht und Material ergibt sich eine große Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten und zugleich eine direkte Beeinflussung
    der psychophysiologischen Behaglichkeit des Nutzers.



    und iPhone aufgerüstet. In Bibliotheken               ne Finale und die Zusammenfassung der       bestbanking Journalisten. ORGATEC
s




    gerne gesehen und in Banken in machen                 diesjährigen ORGATEC – die Kombi-           2014 wir kommen wieder. Fragen und
    Jugendcornern zu finden war er für die                nation aus Bequemlichkeit, Akustik und      Anregungen nehmen wir gerne entgegen
    Schreiber dieses Berichtes das gelunge-               Design – der perfekte Arbeitsplatz für      unter: redaktion@bestbanking.at.  y




                               Die leuchtende Wand
         Die leuchtende Wand schafft helle, homogene
      Lichtflächen, die die Umgebungsflächen schein-
        bar auflösen. Sie eignet sich besonders für die
      Simulation von Tageslicht, wobei großflächige,
    räumlich strukturierte Aluminiumreflektoren das
     Licht einer „unsichtbaren“ LED-Leuchte in den
                                        Raum lenken.


                                                                                                                     bestbanking 191 • 2012     43
banking
s


    n back to the roots - Bediente Selbstbedienung wurde eingestellt

    Renaissance des AKT
                                                      nikation zwischen Bankanwendung und
                                                      SB-Software genutzt werden. Kunden
                                                      wurden für Ein- und Auszahlungen ent-
                                                      weder zum SB-Gerät begleitet oder ein
                                                      Bankmitarbeiter wickelte die Transaktion
                                                      für den Kunden am Geldausgabeautomat
                                                      oder Einzahlungsgerät ab.

                                                          Effizientes Servicekonzept
                                                      s




                                                      Ziel war ein modernes, beratungsorientier-
                                                      tes Servicekonzept. Durch eine effiziente
                                                      Abwicklung von Standardtransaktionen
                                                      sollten Servicezeiten möglichst reduziert
                                                      werden um entsprechend mehr Beratungs-
                                                      zeit zu gewinnen. Gleichzeitig versprach
    Mag. Christian Geschke, Leiter der                man sich durch die Einsparung alternativer
    Unternehmenssteuerung in der                      Kassenlösungen bei gleichzeitiger Nutzung
    Raiffeisenbank Wattens und Umgebung               der SB-Technik Kostenvorteile. Nach über
                                                      siebenjähriger Erfahrung mit bedien-
    Bereits seit Ende der 1990er Jahre ist ein        ter Selbstbedienung musste das Konzept
    Trend zu offenen Servicekonzepten in Ban-         aus technischen Gründen aufgegeben
    ken und Sparkassen zu beobachten. Die be-         werden. Die Wartung der notwendigen
    diente Selbstbedienung wurde dabei oft als        Schnittstellen von der Bankanwendung
    optimale Organisationslösung gepriesen.           zur SB-Software konnte wegen zu ge-
    Inzwischen ist festzustellen, dass der verspro-   ringer Beteiligung von angeschlossenen
    chene Mehrwert dieses Konzeptes überwie-          Netzwerkbanken nicht mehr wirtschaft-
    gend nicht erzielt werden konnte. Nach und        lich sinnvoll weitergeführt werden. Der
    nach verabschieden sich Banken vom integ-         Abschied war einerseits bedauerlich, hat-
    rierten SB-Center und setzen wieder auf be-       te man doch mit Erfolg Widerstände von
    währte AKT-Technologie im Servicebereich.         Kunden und Mitarbeitern restlos beseitigt,
    Die Raiffeisenbank Wattens hatte nach             die SB-Quoten kontinuierlich deutlich
    Umbau ihrer Hauptgeschäftsstelle im Jahr          erhöht und technische Schwierigkeiten
    2005 ein offenes Schalterkonzept umge-            minimiert. Vielmehr war der bevorste-        chen Anordnung waren gravierend. Auf
    setzt. Der klassische Bankschalter gehörte        hende Systemwechsel aber als Chance zu       der einen Seite sollte das bewährte offene
    der Vergangenheit an. Die räumliche Bar-          begreifen um bestehende Schwachstellen       Konzept der Dialogstationen beibehalten
    riere gegenüber den Kunden sollte weichen         zu beseitigen und die Servicequalität und    werden. Andererseits war im Rahmen ei-
    und Raum für offene sympathische Kom-             -effizienz weiter zu verbessern.             ner Kundenbefragung der Wunsch nach
    munikation schaffen. Nach dem Konzept                                                          mehr Orientierung, klaren Strukturen und
                                                          Mehr Orientierung
                                                      s




    der bedienten Selbstbedienung wurden                                                           übersichtlichen Anstellbereichen erhoben
    einem Marktplatz gleich fünf sogenannte                                                        worden. Eine weitere nicht vernachlässig-
    Dialogstationen eingerichtet. Diese wa-           Nachdem die Bargeldabwicklung der            bare Restriktion war der Sicherheitsaspekt
    ren mit einem PC-Arbeitsplatz, Drucker            Dreh- und Angelpunkt für die Schalteror-     im Umgang mit Bargeld. Das Ergebnis aller
    und den notwendigen Formularen ausge-             ganisation ist, wurden für die umzusetzen-   Überlegungen war eine Symbiose aus dem
    stattet. Für die Bargeldversorgung hatte          de Zukunftslösung grundsätzlich sämtliche    bewährten offenen Servicekonzept und ei-
    man sich nach den Grundanforderungen              Möglichkeiten vorbehaltlos diskutiert. Die   ner klassischen Schalterstruktur. Dazu wur-
    höchstmöglicher Sicherheit und komfor-            Verwendung von Sofortkassen war genau-       den jeweils zwei der bisher frei stehenden
    tabelster Verfügbarkeit für die Anbindung         so eine Option, wie die Wiedereinführung     Dialogstationen zu zwei Serviceeinheiten
    an die Selbstbedienungsgeräte im Foy-             einer zentralen Geldversorgung über das      verbunden. Für die sichere Bargeldver- und
    er entschieden. Mittels Magnetkarten-             bestehende Rohrpostsystem oder die Auf-      -entsorgung wurde jeweils ein AKT mit Re-
    schreibgerät in der Tastatur des Arbeits-         stellung von automatischen Kassentresoren    cyclingfunktion integriert. Damit konnten
    platzes konnten Kunden-Bankkarten oder            (AKT). Die Unterschiede hinsichtlich der     die Hauptanforderungen: beratungsorien-
    sogenannte White-Cards für die Kommu-             technischen Ausstattung und der räumli-      tierter Kundenkontakt, größtmögliche Dis-


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kretion und sicheres Bargeldhandling best-   chen manuellen Einwurfboxen genau auf         von Kunden wie Mitarbeitern gleicherma-
möglich erfüllt werden.                      die Bedürfnisse der Bank zugeschnitten.       ßen geschätzt. Trotz eindeutiger Struk-
                                             Die Mitarbeiter schätzen den neuen Be-        tur und guter Orientierung mit klaren
    Effizienter Recycling AKT
s




                                             dienkomfort sehr. In Sekundenschnelle         Anstellbereichen ist das offene Konzept
                                             stehen griff bereit abgezählte Geldbeträge    erkennbar erhalten geblieben. Bargeld-
Zur technischen Unterstützung hat sich       in der gewünschten Stückelung zur Aus-        transaktionen werden schneller als bisher
die Bank für einen bewährten Recycling-      zahlung zur Verfügung. Einzahlungen           abgewickelt. Mehr Freiraum zur bera-
AKT vom Weltmarktführer GLORY ent-           werden ebenfalls hocheffizient verarbeitet.   tungsorientierten Kundenansprache und
schieden. Ganz bewusst wurde hier auf        Durch regelmäßige Kontrolle der Bestände      gegebenenfalls Weiterleitung wurde ge-
die richtige Dimensionierung im Sinne        kommt es sehr selten zum Überlauf, wobei      wonnen. Im Sinne von Kundennutzen
geringstmöglicher und trotzdem hochver-      die Überlaufkassette am Tagesende eben-       und Servicequalität ein erkennbarer Fort-
fügbarer Bargeldbestände geachtet. So hat    falls sehr schnell und einfach zu entleeren   schritt. Nicht zuletzt findet der gezielt
nach eingehenden Analysen der zu erwar-      ist. Technische Probleme treten sehr selten   kostenbewusste Schalterumbau mit einem
tenden Ein- und Auszahlungen sowie nach      auf. Maschinenausfälle sind innerhalb von     Minimum an sichtbarer Veränderung im-
mehreren Wochen Testbetrieb der ältere,      wenigen Minuten behoben.                      mer wieder besondere Anerkennung von
aber kleine Bruder RZ100 gegenüber dem                                                     Mitgliedern und Kunden der Raiffeisen-
                                                 Fazit
                                             s




neuen RBG200 den Vorzug erhalten. Das                                                      bank. Auch diese Signale stärken die Re-
Gerät ist mit 8 Rollenspeichern mit je 300                                                 putation, schaffen Vertrauen und Identifi-
Banknoten, einer bis zu 2000 Banknoten       Nach inzwischen sechs Wochen wird der         kation und letztlich Kundenzufriedenheit,
fassenden Überlaufkassette und zusätzli-     neu gestaltete Schalterbereich inzwischen     Kundenbindung und Weiterempfehlung.     y

                                                                                                        bestbanking 191 • 2012    45
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    n FUCHSBRIEFE – Test: Der Fall 2013

    No risk - no fun
    Davon träumt der Anleger: Top-Renditen, aber keine Risiken. Doch kein Anlageberater kann diesen Wunsch
    erfüllen. Wer höhere Renditen will, muss Risiken akzeptieren – diese Regel gilt ohne Ausnahme. Doch wie viel
    Rendite ist in Zeiten der finanziellen Repression mit künstlich niedrig gehaltenen Zinsen pro Jahr erreichbar? Ralf Vielhaber,
                                                                                                                   GF Fuchsbriefe
    Welche Risiken muss ein Anleger dafür eingehen? Und welche Beratung kann er auf diesem Feld erwarten?




                                                                                                                                             infobox
    Risiken bedeuten für den Anleger zweierlei:
      1.	 Kursschwankungen nach oben und             n Was können die Vermögensverwalter?
          nach unten                                    Alljährlich prüfen wir mit „TOPs-Vermögensmanagement im fuchsbriefe-Test“
      2.	 Unsicherheit, um welchen Betrag das           zusammen mit dem Institut Dr. Richter die Qualität der Beratung im Private
          Vermögen am Ende der Anlagedau-               Banking und Private Wealth Management. Seit dem 1. Juli 2011 haben wir das
          er tatsächlich gestiegen oder gefallen        Blickfeld erweitert.
          sein wird.
                                                          Im FUCHS Performanceprojekt von Dr. Jörg Richter und Verlag FUCHSBRIEFE
                                                          zeigen mehr als 100 Vermögensverwalter in Banken und bankunabhängigen
    In diesem Jahr waren unsere Tester mit „ih-
                                                          Instituten was sie „im laufenden Betrieb“ unter identischen Bedingungen tat-
    rem“ Renditewunsch und „ihrer“ Risikovor-             sächlich zu leisten imstande sind. Die Teilnahme ist kostenfrei und steht jedem
    gabe unterwegs. Welchen Wert sie nannten,             professionellen Verwalter offen. Mit dem Projekt ergänzen wir unsere Auswer-
    hatte mit dem eigenen Anlegertypus zu tun,            tung im Bewertungsbaustein „Transparenz“.
    den wir zuvor ermittelt hatten. Zugleich
    hatte jeder Testkunde seine individuelle Le-          Auch im Performanceprojekt gibt es einen konkreten Testfall: Ein Private Ban-
    benssituation und konkrete Lösungsanfor-              king Kunde hat 1,5 Milionen Euro angelegt und folgende Anforderungen an sei-
    derungen an die Berater.                              nen Vermögensverwalter. Der Betrag soll auch nach Ablauf des Anlagezeitraums
                                                          von fünf Jahren real erhalten sein, das heißt:
    Unsere Tester sollten sich entsprechend ih-           •	 Die Vermögensverwalter sollen Kosten, Steuern sowie Inflation neutralisieren.
    rer persönlichen Anlagementalität beraten             •	 Zwischenzeitlich nimmt der Kunde einen Verlust vom erreichten Höchststand
    lassen. So haben sich die eher sicherheits-              von maximal 20% hin – mehr dürfen es keinesfalls werden.
    orientierten Testkunden für eine Rendite              •	 Alle drei Monate möchte er 3.000 Euro von seinem Konto abheben.
    in Höhe von 4 Prozent entschieden. Die
    offensiv ausgerichteten und risikofreudi-             Wenige Einschränkungen müssen die Vermögensverwalter hinnehmen: Jeder
    gen Anlegertypen gingen mit 7 Prozent                 Kauf oder Verkauf wird zum Tagesschlusskurs abgerechnet. Es ist keine Möglich-
    ins Rennen. Wieder andere wählten Wer-                keit mit Futures oder Optionen eine Depotabsicherung zu betreiben. Es sind nur
                                                          börsengehandelte Wertpapiere zugelassen – Beteiligungsprodukte wie Schiffs-
    te von 5 oder 6 Prozent. Diese Werte ha-
                                                          fonds können nicht eingesetzt werden. Auch die Verwendung von Hedgefonds
    ben gemeinsam, dass es sich immer um
                                                          ist eingeschränkt. Sämtliche Kursdaten liefert die vwd:group.
    „Brutto-Renditen“ handelt – also vor allen
    Abzügen. Beim Anleger kommt deutlich                  Wir gehen auf den aktuellen Stand des Projekts und erste Erkenntnisse daraus
    weniger an. Denn er zahlt die Kosten für              im Laufe dieses Reports in den Kapiteln „Das Risiko im Griff“ und „Transparenz“
    die Vermögensverwaltung ebenso wie die                noch näher ein. Das Performanceprojekt lässt sich im Internet laufend auf fol-
    Steuern. Auch knabbert die Inflation an               genden Seiten verfolgen:
    dieser Rendite.                                       www.performanceprojekt.de                                www.fuchsbriefe.de
                                                          www.iqf.de                                        www.kanzlei-dr-richter.de
         Realer Vermögensverlust
    s




    Je höher die gewählte Brutto-Rendite, des-     Rendite nach Steuern, Kosten und Inflati-       riger der Renditewunsch, desto geringer
    to größer ist die Chance, das Vermögen in      on negativ, verliert der Anleger jedes Jahr     war auch die Verlusttoleranz. Bei 7 Prozent
    seiner Kaufkraft erhalten zu können. Wer       Kaufkraft. Beträgt diese Rendite null Pro-      waren maximal 20 Prozent Verlust akzep-
    sich für vier Prozent jährlichen Wertzu-       zent, bleibt das Vermögen real (= in seiner     tabel, bei 5 Prozent galt als höchster Ver-
    wachs entscheidet, kann sein Vermögen          Kaufkraft) erhalten. In der Tabelle ist dies    lust ein Wert von 10 Prozent. Das bedeu-
    zwar nominal erhalten, aber der Inflations-    bei einer Brutto-Rendite von 5 Prozent der      tet konkret: Bei einer Anlagesumme von
    ausgleich ist unwahrscheinlich. Fachleute      Fall. Doch nur wer unterm Strich ein Plus       2.000.000 € und 7 Prozent Renditeerwar-
    nennen dieses Phänomen „realen Vermö-          hat, vermehrt sein Vermögen tatsächlich.        tung durfte das Vermögen auf 1.600.000 €
    gensverlust“. Die nachfolgende Tabelle                                                         sinken – das hätte der Kunde noch ertra-
    zeigt das Verhältnis von Brutto-Rendite,       Unsere Tester kannten neben dem Rendi-          gen. Tester mit einem Renditewunsch von
    Kosten, Steuern und Inflation auf. Ist die     teziel auch ihre Risikobereitschaft. Je nied-   5 Prozent waren einverstanden, dass das


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                                                                                                                                          fazit
                                                  n Wir haben in diesem Jahr geprüft, ob Vermögensmanager konkrete Renditewün-
Vermögen auf maximal 1.800.000 € sinken                sche umsetzen, die Risiken in Griff behalten und sich auf das Leben ihrer Kunden
darf. Damit war – trotz unterschiedlicher              individuell einstellen können. Eigentlich sind das Selbstverständlichkeiten für
Renditewünsche – die Aufgabe für alle                  Anleger. Doch die Ergebnisse unseres Tests zeigen uns, dass dem nicht so ist.
Banken und Vermögensmanager gleich:
Die künftige Anlage muss das Rendite-
                                                                                                    Unterschiedliche Schwerpunkte




                                                                                               s
und Risikoziel möglichst in Einklang brin-     alität auf der Strecke blieb. Also haben
gen. Leichter gesagt als getan: Wer ein zu     wir in diesem Jahr unser Augenmerk be-
risikoarmes Portfolio empfahl, reduzierte      sonders darauf gerichtet, ob die Branche         Die Testerinnen und Tester hatten eine per-
zugleich den zu erwartenden Ertrag. Es         ihre Versprechungen einhält oder – aus           sönliche Lebenssituation mitgebracht. Die
war also wichtig, der „Risikogrenzlinie“       welchen Gründen auch immer – (wieder)            Vermögensmanager sollten sich jenseits der
möglichst nahe zu kommen. Natürlich            in die „Schublade“ gegriffen wird.               reinen Anlageberatung auf diese Lebenswirk-
durfte der mögliche Verlust auch nicht (si-                                                     lichkeiten einstellen. Ein Kunde, der bereits im
gnifikant) höher ausfallen als vom Anleger     Daneben ist Sorgfalt in der Kommuni-             Rentenalter ist, hat andere Vermögensthemen
angegeben. Denn das würde zu Enttäu-           kation ein hohes Gut im Vermögensma-             als ein 35-Jähriger. Ruhestandsplanung und
schungen führen und das Vertrauen in den       nagement. Da es in Beratungen schnell            Nachfolge stehen im Vordergrund. Ein jünge-
neuen Berater mit Sicherheit stark trüben.     zu Missverständnissen beim Austausch             rer Kunde schaut eher auf die Absicherung sei-
Kurzum: Wer diese Herausforderung an           von Informationen kommen kann, ist eine          ner Familie. Ein Familienvater mit Kindern,
die Portfoliogestaltung lösen wollte, musste   Beratungsdokumentation sehr wichtig.             die bald studieren wollen, hat das finanzielle
sein Handwerk verstehen.                       Nur so ist sicherzustellen, dass sich Kun-       Wohl seines Nachwuchses im Blick. Und
                                               de und Vermögensmanager tatsächlich              wer das Geld von seiner Tante geschenkt be-
s




    Maß u Masse                                richtig verstanden haben. Beispiel: Wenn         kommt, steht vor der Frage, wie diese Schen-
                                               ein Kunde als Renditeziel „5 Prozent“            kung steuerlich optimal durchgeführt wer-
Apropos Handwerk: Massenware wollten           nennt, kann ein Berater dies als Wert vor        den kann. Die Branche nennt diesen Bereich
wir nicht sehen. Denn das Private Ban-         oder nach Steuern verstehen. Wird das            „Ganzheitliche Beratung“. Längst ist sie sich
king gilt per se als die „Maßschneiderei“      nicht geklärt und dokumentiert, ist die          einig, dass sie zu einem guten Private Banking
in der Vermögensberatung. Doch in den          Fehlerquote hoch. Ein falscher Anlage-           gehört. Die Homepages vieler Vermögensma-
Tests der letzten Jahre mussten wir immer      vorschlag zu Lasten des Anlegers kann            nager werben mit dieser „Ganzheitlichkeit“.
wieder feststellen, dass Standardlösungen      die Folge sein. Daher haben wir in die-          Wir wollten prüfen, ob dieser „Branchenstan-
angeboten wurden und die von den Ver-          sem Jahr besonders auf die Form der Do-          dard“ in der Praxis wirklich erlebbar ist – oder
mögensmanagern angepriesene Individu-          kumentation der Beratung geachtet.               nur eine Werbebotschaft.                      y



Top Vermögensmanager 2013
Sieger der Wertung “Top Vermögensma-           systematische Umgang mit Chan-


                                                                                                                                               Foto: © www.peterrigaud.com
nager 2013“ für den gesamten deutschen         cen und Risiken in der Geldanla-
Sprachraum – Österreich, Schweiz, Liech-       ge. Davon profitieren unsere Kun-
tenstein, Deutschland, Luxemburg – ist         den: Unser zentrales Anliegen ist
wieder Feri Trust GmbH (Deutschland).          der Werterhalt ihres Vermögens.
Auf den Plätzen landeten die genossen-         Es freut uns besonders, dass wir
schaftliche DZ Privatbank (Luxemburg)          von den Fuchsbriefen auch dafür
und die Bank Sarasin AG (Deutschland).         ausgezeichnet wurden.“
Die Ränge vier bis fünf belegen Hauck 
Aufhäuser Banquiers (Luxemburg) und die        Beim diesjährigen Test zeigte
Walser Privatbank – eine zur Raiffeisen-       sich erneut, dass kleinere Häu-
Gruppe gehörende Privatbank. Die Bank          ser meist die bessere Qualität
Gutmann holte in der Gesamtwertung stark       im Erstberatungsprozess bie-
auf und zog unter 106 getesteten Unterneh-     ten. “Große Anbieter haben das
men mit Rang neun in die Top 10 ein. Bes-      Problem, Qualität in die Fläche
tes Institut in Liechtenstein war die LGT      zu bringen“, sagt Fuchsbriefe-
Bank auf Rang neun (ex aequo mit Bank          Chefredakteur Ralf Vielhaber.
Gutmann), bester Anbieter in der Schweiz       Das belegen insbesondere auch
                                                                                Adolf Hengstschläger, Mitglied des Vorstandes
Credit Suisse Private Banking auf Rang 13.     die Tests bei den stark expan- der Bank Gutmann AG
                                               dierenden Häusern. “Es gibt
Frank W. Lippitt, Partner und Vorsitzender     eindeutig nicht genügend top-ausgebildete ter des Instituts für Qualitätssicherung
des Vorstandes der Bank Gutmann: “Im Zen-      Berater am Markt“, begründet Dr. Jörg und Prüfung von Finanzdienstleistungen
trum unserer Veranlagungsstrategie steht der   Richter, geschäftsführender Gesellschaf- (IQF) dieses Ergebnis.                 y

                                                                                                               bestbanking 191 • 2012       47
banking
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    Wincor World 2012: Gelungene
    Premiere am neuen Messestandort
                                   Mehr als 7.000 Besucher aus 90 Län-
                                   dern nutzen die Gelegenheit, sich auf der
                                   „Wincor World 2012“ anhand von über
                                   500 Exponaten und über 70 Fachvorträ-
                                   gen über die neuesten IT-Lösungen und
                                   Serviceangebote von Wincor Nixdorf und
                                   46 namhaften Partner-Ausstellern zu in-
                                   formieren. Nach drei Tagen am neuen und
                                   modernen Veranstaltungsort, dem A2 Fo-
                                   rum in Rheda-Wiedenbrück, ist das Bran-
                                   chen-Event für IT-Experten und Manager
                                   aus Banken und Handelsunternehmen zu
                                   Ende gegangen.

                                   Und das Fazit ist durchgängig positiv:
                                   „Für uns hatte der Ausrichtungsort für
                                   unsere Messe Premiere“, so Unterneh-
                                   menssprecher Andreas Bruck. „Es hat sich
                                   bestätigt, dass das A2 Forum als Veran-
                                   staltungsort für die Wincor World her-
                                   vorragend geeignet ist.“ Die Messe war in
                                   diesem Jahr erstmalig von den Welle-Mes-
                                   sehallen in Paderborn in das A2 Forum in
                                   Rheda-Wiedenbrück umgezogen. Was die
                                   Resonanz der Messebesucher anbetrifft,
                                   so bringt es Andreas Bruck auf den Punkt:
                                   „Dank einer hohen Professionalität bei al-
                                   len Beteiligten haben wir hochzufriedene
                                   Gäste auf einer rundum gelungenen Ver-
                                   anstaltung an einem gastfreundlichen Ort
                                   erlebt.“ Zudem sei es gelungen, die Inno-
                                   vationsführerschaft des Unternehmens er-
                                   neut zu untermauern.




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Einen Ausstellungsschwerpunkt lag bei
der Optimierung von Bargeld-Prozessen.
So zeigte Wincor Nixdorf wie Prozes-
se vor allem für das Bargeldhandling in
Bank- und Handelsfilialen kundenfreund-
lich und gleichzeitig effizient gestaltet
werden können. Auf ebenso großes Inte-
resse bei den Besuchern stieß erwartungs-
gemäß das Thema Sicherheit. Dabei wurde
noch einmal deutlich, dass die Attacken
immer intelligenter werden und es darum
geht, durch die intelligente Vernetzung
von Informationen aus unterschiedlichen
Quellen den Tätern immer einen entschei-
denden Schritt voraus zu sein. Stark nach-
gefragt war zudem das modular aufgebaute
Portfolio für die automatisierte Kassenzo-
ne, das für jedes Handelsunternehmen die
passende Lösung bereithält. Wincor Nix-
dorf präsentierte auf der Fachmesse sein
Seamless-Retailing-Konzept, bei dem mit
einer einzigen Software-Plattform und ei-
nem umfassenden Service alle Vertriebs-
kanäle eines Handelsunternehmens abge-
deckt werden. Erstmalig konnten sich die
Besucher auch über das neu strukturierte
Services-Portfolio für alle Phasen im Le-
benszyklus einer IT-Lösung informieren,
das von der Installation und Inbetriebnah-
me der Systeme über die Sicherstellung
ihrer Verfügbarkeit bis zu Betriebsfüh-
rungslösungen und der Übernahme des
kompletten IT-Betriebs reicht.          y




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Com One Produkte
s



       Com One bietet integriete Bargeld-Lösungen für alle Bereiche von Banken und Sparkassen. Das Unternehmen ist hersteller-
       unabhängiger Anbieter von Geräten rund um das Cash-Handling und Digital Signage Lösungen. In den nächsten Ausgaben
       präsentiert Com One sein komplettes Produktportfolio. Vom Automatischen Kassentresor „TwinSafe Vertera“, über Geldauto-
       maten von NCR, bis hin zu Banknotenzählern, SB Münzeinzahlern und Mietfachanlagen, verschaffen Sie sich einen Überblick.
       Bei Interesse steht Ihnen Bernd Mühlbacher, Sales Director Cash Solutions zur Verfügung.
       Sie erreichen ihn unter +43 664 253 35 87 und/oder bernd.muehlbacher@com-one.at



       Automatische Kassentresore               Banknotenbearbeitung                     Münzbearbeitung




       SB Lösungen                              Ladensysteme                             Digital Signage




       Tresore, Mietfachanlagen                 Elektronik-Schlösser                     Kinderspielterminals




       Com One Partner:

       CTcoin - Münzzähler “Pelican/Panda”                              MVM - Digital Signage “Contentpartner”
       Kisan - Banknotenzähler “Newton Serie”                           NCR - Geldautomaten “SelfServ Serie”
       Koval - Ladensysteme “TT1600”                                    Novotech - Münzeinzahler “C-Master Serie”
       Laurel - Banknotenzähler “J Serie”                               Safecor - Tresore, Elektr. Schlösser “Twinlock”
       m³ - Digital Signage “Softwarepartner”                           Talaris - AKT “TwinSafe Vertera”




                                                          www.com-one.at
Com One Produkte




 SB Lösungen, Geldautomat SelfServ 32
                                                    n	 Multifunktions Geldautomat
                                                    n	 Einzahlung, Auszahlung, Recycling
                                                    n	 Kontoauszugsdrucker, Barcodeleser
                                                    n	 Geringe Stellfläche
                                                    n	 Hohe Sicherheit
                                                    n	 15“ Bildschirm (Softkey oder Touch)
                                                    n	 Graphische Bedienerkonsole
                                                    n	 Selbstheilfunktion durch WatchDog Timer
                                                    n	Freistehend

                                                    n	Frontload

                                                    n	 Geldautomat vom Weltmarktführer NCR


                                                     SB Lösungen, Münzeinzahler CS Master Neu



 n	 Münzeinzahlung der neuesten Generation
 n	 2 Münzboxen mit automatischer Umschaltung
 n	 Einfache Bedienung durch Touch Screen
 n	Geldrückgabefach

 n	Belegdrucker

 n	 Unterschiedliche Netzwerkanbindungen möglich
 n	 Individuelles Spesenprogramm
 n	 Made in Austria




Banknotenbearbeitung, Laurel J796
                                                    n	   Banknotenzähler mit Software für Euro Serie 2
                                                    n	   Nachfolgemodell der bewährten Laurel J795
                                                    n	   EZB zertifizierte Echtheitsprüfung
                                                    n	   Einfache Bedienung
                                                    n	   Hohe Zählgeschwindigkeit
                                                    n	   Notenweg einfach zugänglich
                                                    n	   Geringe Stellfläche
                                                    n	   Externes Display optional
                                                                                                         WERBUNG




                                              www.com-one.at
in Kürze
  s



                                  Im SBS Aktuell gelesen
                    s




                         Das ARZ hat in den lezten Monaten                 tion der Noten- und Münzeizahlung er-      cor Nixdoerf ProCash 4000 Notenrecyc-
                         die browserbasierente SBP (Selbstbedie-           weitert. In betrieb sind Diebold Opticon   ler, Wincor Cineo C4060 (Notenrecycler
                         nungs-Plattform) auf der Multivendor              (Münzeinzahler), GZT CDS 830 (No-          mit Kontoausdruck.
                         SB - Geräte Plattformum um die Funk-              tenrecycler mit Münzeinzahlung), Win-




Der OptiCoin von Diebold                                       Der CDS 830 von GZT              Der KePlus X6 von KEBA               Der Cineo 4060 von Wincor Nixdorf




                                  Giesecke  Devrient gewinnt mit Mobile-Wallet-Lösung den Sesames Award 2012
                    s




                                                                           Giesecke  Devrient (GD) wurde auf        „Wir freuen uns über die Preisverleihung
     Foto: Giesecke  Devrient




                                                                           der internationalen Fachmesse CAR-         und verstehen sie als Bestätigung für
                                                                           TES 2012 in Paris für seine Mobile         unsere Innovationsführerschaft bei mo-
                                                                           Wallet-Lösung „SmartTrust Portigo“         bilen Sicherheitslösungen“, so Michael
                                                                           mit dem diesjährigen Sesames Award         Kuemmerle, Mitglied der Geschäftsfüh-
                                                                           ausgezeichnet. Die Vergabe des Preises     rung und Leiter des Geschäftsbereichs
                                                                           erfolgte in der Kategorie „e-Transac-      „Mobile Security” von Giesecke  De-
                                                                           tions“. Bei SmartTrust Portigo handelt     vrient. „Ziel bei der Entwicklung von
                                                                           es sich um ein neues Lösungsangebot,       SmartTrust Portigo war es nicht nur, die
                                                                           mit der sich klassische Brieftaschenin-    mobile Nutzung von Wallet-Funktionen
                                                                           halte, etwa Bezahl- und Kreditkarten,      für Anwender sicherer zu machen und
                                                                           ID-Karten, Treuekarten, Fahrscheine        deutlich zu vereinfachen. Für Netzbe-
                                                                           oder Zugangsschlüssel, per Smartphone      treiber, Finanzinstitute und andere Ap-
                                                                           nutzen lassen. Mit SmartTrust Portigo      plikationsanbieter entstehen ganz neue
                                                                           eröffnen sich für Mobilfunkanbieter,       Geschäftsmöglichkeiten, die zusätzliche
                                                                           Banken und andere Diensteanbieter eine     Umsätze generieren können.“
                                                                           Vielzahl neuer Geschäftsmöglichkei-
                                                                           ten. Für Anwender ist die Lösung sehr
                                                                           einfach zu bedienen, alle Dienste lassen
                                                                           sich über eine gemeinsame Bedienober-
                                                                           f läche nutzen.


                         52           bestbanking 191 • 2012
„Die etwas andere
      Partnervermittlung.
                                                                                           “
                                          Mit Raiffeisen müssen Sie nicht länger alleine
                                              bleiben. Mit unserem umfassenden Netzwerk
                                                 knüpfen wir für Sie wirtschaftliche Kontakte
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       www.privatebanking-raiffeisen.at
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    n Nachbericht 19. Symposium Sicherheitder Erste Group

    „Wohin geht die Reise?“
    Diese Frage konnte das „19. Symposium Sicherheit“ der Erste Bank Group durchaus in wichtigen Aspekten beantworten oder
    doch zumindest starke Indikatoren für eingeschlagene Wege geben.

    Von Dr. Bettina Gneisz-Al-Ani



                                                                                                Governance und Compliance bildete einen
                                                                                                weiteren Konferenzschwerpunkt mit kla-
                                                                                                ren Aussagen: Regelungen, die einzuhal-
                                                                                                ten und gegebenenfalls zu ahnden seien.
                                                                                                Unabdingbar, wie stets, die Vorbildwir-
                                                                                                kung der Führungskräfte, klare Standards
                                                                                                und Nutzung externer Experten und Be-
                                                                                                rater – um rasch agieren und professionell
                                                                                                umsetzen zu können. Laufende Präven-
                                                                                                tion durch entsprechende Verankerung im
                                                                                                Management aller zentralen unternehme-
                                                                                                rischen Prozesse. Auch hier: Safety und
                                                                                                Security als integraler Faktor.

                                                                                                Szenarien und Parameter für die firmen-
    Resilient müssten Organisationen werden,      Rechtlich bedeutet das unter anderen: Gehen   eigene Reaktionen durchzugehen, zu tes-
    um mit den vorhandenen Stressoren wie         Datenkunden verloren, sei es auch nur ver-    ten und zu üben, das sei unabdingbar, ein
    Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit, Res-   meintlich, dann hat die Bank umgehend zu      „Must“ für professionell agierende Unter-
    sourcenknappheit oder auch den großen po-     reagieren, also ihre Kunden zu informieren.   nehmen. Darüber waren sich die Experten
    litischen Unruhen („Arabischer Frühling“)                                                   des 3. Konferenztages einig. Krisen- und
    umgehen zu können – und das bei höchst-       Neben den zahlreichen technischen und         Bedrohungsvarianten seien zu vielfältig,
    möglicher Sicherheit für das Unternehmen.     rechtlichen Aspekten prägten zwei Begrif-     als das man diese vorab in ein Log-Buch
                                                  fe die 3-Tages Konferenz der Erste Bank       eintragen könnte. Umso essentieller sei es
    Der direkte Kundenkontakt bleibt für          Group. Es waren dies „Mentalität und          daher, Klarheit über Strategie und Vorge-
    Banken, hier waren sich Vertriebsleiter von   Professionalität“. Sicherheit braucht ent-    hensweise vorab zu erlangen. „Fangen Sie
    Erste Bank und BAWAG/PSK einig – ein          sprechendes Mind Set, welches sich dann       in der Krise nicht wieder von vorne an.
    zentraler Erfolgsfaktor: Komplexe Ge-         konkret in der Operationalisierung zeigt.     Üben Sie vorab, dann werden sie im Echt-
    schäfte würden nach wie vor direkt vor Ort    Heißt also, Sicherheit als integralen Be-     fall rasch und klar agieren könne“. So das
    abgewickelt, Routineangelegenheiten ins       standteil unternehmerischer Prozesse zu       Mantra zum Thema an dieser Stelle.
    Netz verlagert werden. Erfreulich, dass die   sehen und nicht als punktuelle Maßnah-
    physische Sicherheit im Retailbereich wei-    men, im schlechtesten Fall anlassbezogen,     Klarheit und Offenheit gepaart mit tadel-
    ter gestiegen sei, so der CSO der Raiffei-    also rein reaktiv getrieben. Einig waren      loser Exekution, das verlangt auch gute,
    sen-Holding Niederösterreich-Wien. On-        sich Experten am Podium wie im Publi-         also wertsichernde, Krisenkommunikation.
    line ermögliche klarerweise nicht nur dem     kum, dass Banken in aller Regel bereits       Auch hier gilt. When the going gets tough
    Kunden zahlreiche Optionen. Der mögli-        den richtigen Pfad längst eingeschlagen       – think big. Zugriff auf externe Ressour-
    che One-Stop-Shop sei auch einer der hei-     hätten, ein Stück des Weges allerdings        cen- Berater macht Sinn.
    kelsten Punkte – Stichwort Open Sourcing      noch zu gehen sei.
    und Datensicherheit.                                                                        Die Vernetztheit von Energie-Systemen,
                                                  Appell zur weiteren Professionalisierung      ihre intelligente Steuerung und damit auch
    Die aus der Realität gezogenen Szenarien      kam auch zum Fokus Personenschutz.            ihre Volatilität stellte den letzten Vortrags-
    reichen von virtuellen Aktienkursmanipu-      Hier sehe(n) sich Österreich(er) noch et-     teil dar. Dies war aber auch gleichsam die
    lationen - mit konkret materiellem Impact     was als Insel der Seligen. Viele Anbieter     thematische Klammer zu den Erkenntnis-
    - bis zu direktem Zugriff auf Bankkonten      seien daher noch nicht ausreichend pro-       sen dieser hoch relevanten Konferenz, de-
    – inklusive Geldtransfer auf andere Konten.   fessionalisiert. Zwischen Knopf im Ohr,       ren Veranstalter es auch 2012 gelang, den
    Hacking von Computersystemen live auf         Sonnenbrille und Muskeln am Oberarm           Spagat zwischen nahezu philosophischen
    der Konferenzbühne. Keine Show, sondern       und tatsächlichem 360 Grad-Personen-          Aspekten und High Tech durch relevante
    Verdeutlichung der Herausforderung an         schutz sei noch viel Luft, so der Experte     Erkenntnisse und auf den Punkt gebrachte
    das Sicherheitsmanagement.                    am Podium.                                    Diskussionen sinnvoll aufzulösen.


    54        bestbanking 191 • 2012
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                                                                                      Fotos: Volkswagen
    Multi.Mega.Super
    Von Helga Erlinger
                                       Wir haben eine Menge Anglizismen über-
                                       nommen und sie sind besonders im Bezug
                                       auf die Großraumlimousine Multivan Sky
                                       kaum zu toppen. Wie soll man dieses Auto
                                       sonst bezeichnen, ist es doch ein wandelbarer
                                       Business-Raum oder ein kurzfristig veränder-
                                       bares Hotel oder ein Familienauto, vor allem
                                       aber bietet der Multivan Sky für alle Fahrer ei-
                                       nen unübertrefflichen Komfort. Mit der neuen
                                       Raum-Perspektive, dem Glas-Schiebe-Auf-
                                       stelldach und den Bi-Xenon-Scheinwerfern
                                       serienmäßig hat Volkswagen sein Angebot bei
                                       den exklusiven Sky-Modellen im wahrsten
                                       Sinne des Wortes in eine neue Klasse gehoben.

                                       Die Bi-Xenon-Scheinwerfer schaffen ein be-
                                       sonders großes Leuchtfeld und garantieren
                                       beste Sicht bei Tag und bei Nacht. Der Ein-
                                       stieg in die Welt des neuen Multivan Sky
                                       beginnt mit dem 2.0TDI mit 140 PS und
                                       6-Gang-Schaltgetriebe. Unternehmer besit-
                                       zen wie gewohnt die Möglichkeit des Vor-
                                       steuerabzugs. Die Sky-Modelle gibt es mit
                                       der aktuellen Erweiterung für Polo, Golf,


    56        bestbanking 191 • 2012
bestcars




                                                                                                                                       infobox
Golf Variant, Golf Plus, Scirocco, Touran,
                                                 n Preise/Auszug für den neuen Multivan Sky:
Passat, Passat Variant, Passat CC, Sharan,
                                                    Diesel 				                                     Listenpreis brutto
Touareg und Multivan, womit Volkswagen in           2.0 TDI 103 kW / 140 PS 6-Gang ab 				          ab € 59.990,–*)
Österreich jetzt in fast allen wichtigen Fahr-      2.0 TDI 4MOTION 103 kW / 140 PS 6-Gang 		       ab € 65.427,–*)
zeugklassen über ein exklusives Sky-Modell          2.0 TDI 103 kW / 180 PS 6-Gang 				             ab € 64.101,–*)
verfügt. Neben dem in Serie verbauten Schie-        2.0 TDI 4MOTION 132 kW / 180 PS 6-Gang 		       ab € 69.048,–*)
bedach beziehungsweise Panorama-Ausstell-
                                                    Benziner				Listenpreis brutto
dach, sowie den Xenon-Scheinwerfern haben
                                                    2.0 TSI 150 kW / 204 PS 6-Gang 				 ab € 66.228,–*)
alle Sky-Modelle noch gemein, dass sie auf
                                                    2.0 TSI 4MOTION 150 kW / 204 PS DSG 7-Gang 		   ab € 74.263,–*)           *) Unverb.
der höchsten Ausstattungslinie aufbauen.
Das gilt auch für den neuen Multivan Sky, der
auf dem Highline basiert und unter anderem
eine elektronische Klimaanlage (3-Zonen-
Climatronic), 17-Zoll-LM-Räder, dunkel
eingefärbte Scheiben im Fahrgastraum, elek-
trische Schiebetüren auf beiden Seiten, sieben
Sitze mit Alcantara/Leder-Bezügen, Dieb-
stahlwarnanlage mit Innenraumüberwachung
sowie Regensensor mit automatisch abblen-
dendem Sicherheitsinnenspiegel verfügt. Bei
den Motorisierungen können die Multivan
Sky-Kunden zwischen dem204 PS starken
TSI und den beiden TDI mit 140 PS bzw. 180
PS wählen, die optional alle mit DSG oder
4MOTION erhältlich sind. Der TSI und der
stärkere TDI sind auch noch mit DSG und
4MOTION-Antrieb kombinierbar.

Damit die Testfahrten zu machen „war sehr
schön und hat uns sehr gefreut“.       y




                                                                                                         bestbanking 191 • 2012            57
Personen
s



    z Claudia Bauer                                                             terer österreichischer                           ist das Verständnis
                                                                                Vertreter in der Posi-                           von Prozessen und
                             übernimmt ab sofort                                tion die Mitwirkung                              strategische Orien-
                             die Leitung Presse                                 der österreichischen                             tierung mit starker
                             und Neue Medien                                    Wirtschaft auf euro-                             Umsetzungskraft
                             für das Belvedere und                              päischer und inter-                              gefragt“, sagt Poller.
                             das 21er Haus. Ihre                                nationaler Ebene zu
                             langjährige Erfah-                                 sichern. Fischer, der
                             rung in der Öffent-                                den österreichischen     z Florian Raab
                             lichkeitsarbeit sowie    Nationalkomitees von IEC und CENELEC als
                             ihre hervorragende       Präsident vorsteht, wurde im Juni des Jahres in                            als Tax Manager
    Kenntnis des künstlerischen und kulturellen       den Verwaltungsrat (CA) von CENELEC (Eu-                                   verstärkt Mag. Dr.
    Umfeldes qualifizieren Claudia Bauer für die      ropean Committee for Electrotechnical Standar-                             Florian Raab ab
    Mitgestaltung der zukunftsorientierten Kom-       dization) gewählt. Ähnlich dem IEC Council                                 Oktober das TJP
    munikationspolitik des Belvedere. Als lang-       Board werden in diesem Gremium Entschei-                                   Team. Raab war zu-
    jährige Presse- und Marketingverantwortliche      dungen auf Managementebene getroffen.                                      letzt bei der BDO
    der Kunsthalle Wien - seit 1995 in der Kunst-                                                                                Graz im Steuerbe-
    halle Wien, seit 2002 als Leiterin der Presse-                                                                               ratungsbereich be-
    und Marketingabteilung - war sie wesentlich       z Stefan Gubi                                                              schäftigt, wo er die
    an der Positionierung des internationalen                                                                                    stellvertretende Lei-
    zeitgenössischen Ausstellungshauses beteiligt.                               der bisherige Ge-                               tung des Tax Cen-
    Als Teil der Führungsebene in die strategische                               schäftsführer Busi-     ters innehatte. Vorher war Dr. Raab Studi-
    Unternehmensplanung integriert, hatte sie die                                ness bei T-Mobile       enassistent am Institut für Finanzrecht der
    Gesamtverantwortung für Marketing, Spon-                                     Austria, wird per 15.   Karl Franzens Universität Graz. Tätigkeits-
    soring sowie Public Relations.                                               November 2012 in        schwerpunkte von ihm bilden unter ande-
                                                                                 das internationale      rem MA- und Umgründungssteuerrecht,
                                                                                 Team von Deutsche       Umsatzsteuer, Gebühren und Verkehrsteu-
    z Christian Brandt-Di Maio                                                   Telekom      Europe     ern sowie Verfahrensrecht.
                                                                                 berufen. In seiner
                                ist neuer Corporate   Rolle ist er dort für große und internationa-
                                Communications-       le Geschäftskunden der Deutschen Telekom           z René Sprung
                                Verantwortlicher      verantwortlich. Bis zur Nachbesetzung seiner
                                des Außenwerbe-       Position in Österreich übernimmt Andreas
                                konzerns Gewista      Bierwirth, CEO T-Mobile Austria, interimis-
                                und fungiert in       tisch die Leitung des Geschäftskunden-Be-
                                einer bei Gene-       reichs. „Mit seinem Elan hat Stefan Gubi die
                                raldirektor   Karl    Entwicklung des Bereichs Sales und Service
                                Javurek angesie-      von T-Mobile Austria maßgeblich geprägt.
    delten Stabsstelle. In dieser Position verant-    Seine neue Verantwortung für multinationale
    wortet Brandt-Di Maio sämtliche internen          Kunden des Konzerns ist eine Auszeichnung
    und externen Kommunikationsagenden des            und wir freuen uns sehr, dass er in seiner neu-
    Unternehmens und ist für die mediale strate-      en Funktion unsere internationalen T-Mobile
    gische Positionierung auf allen Medienkanälen     Kunden noch besser unterstützen kann“, er-
    zuständig. Brandt-Di Maio berichtet in seiner     klärt Bierwirth anlässlich seiner Berufung.
    Funktion direkt an Gewista CEO Karl Javu-                                                             ist neuer Berater für Unternehmenskunden
    rek. „Ich freue mich mit Christian Brandt-Di                                                         im Bankhaus Spängler. Er verstärkt damit
    Maio einen Kommunikationsprofi an Bord            z Dieter Poller                                    das Team von Rudolf Rettenegger, welches
    zu haben, der die Anforderungen eines multi-                                                         für die Betreuung von Kommerzkunden der
    medialen Out of Home-Konzerns, wie es die                                                            Bank rund um Themen der Unternehmens-
    Gewista ist, mit intermedialem, fundiertem        ist neuer Senior Vice President Market Ma-         und Immobilienfinanzierung sowie der pri-
    Fachwissen und langjähriger Berufserfahrung       nagement Business bei T-Mobile Austria             vaten und betrieblichen Veranlagung ver-
    in der Medien- und Kommunikationsbranche          und hat als Bereichsleiter die End-to-End-         antwortlich zeichnet. Sprung ist Absolvent
    perfekt erfüllt“, kommentiert Javurek.            Verantwortung für Geschäftskundenprodukte          des Studiums der Rechtswissenschaften an
                                                      (Entwicklung, Marketing, Markteinführung).         der Universität Salzburg und verfügt über
                                                      Er berichtet in seiner Rolle direkt an die Ge-     mehrere Jahre Wirtschaftserfahrung. Vor
    z Werner Fischer                                  schäftsführung. „Der Wechsel in das Business       seinem Wechsel zum Bankhaus Spängler
                                                      Segment stellt für mich einen logischen Schritt    war der gebürtige Schwarzacher zuletzt als
    Leiter Standardization Management Siemens         dar, da in meiner neuen Funktion der Kunde         Kommerzkundenbetreuer in einem großen
    und Mitglied des OVE-Vorstands, ist ein wei-      im Mittelpunkt aller Aktivitäten steht. Dafür      Salzburger Geldinstitut tätig.


    58        bestbanking 191 • 2012
Foto: Blindtext
                                                      s
             Inhalt
bestbanking Special
Die mächtigen Vier                          Seite   60
Frühling auf Lošinj                         Seite   62




                besthotels 191/ VII • 2012           59
n Aspen und drei weitere Skigebiete vereinen sich zum „Mountain Collective™“




                  A
                            lta, Aspen/Snowmass, Jackson Hole und Squaw        Die vier Berge Aspen Mountain, Aspen Highlands, But-
                            Valley/Alpine Meadows – vier der beeindru-         termilk und Snowmass erheben sich majestätisch aus dem
                            ckendsten und vielfältigsten Skigebiete der USA,   Roaring Fork Valley und bilden zusammen ein Skigebiet
                  haben sich zusammen geschlossen, um Wintersportlern          von 22 Quadratkilometern. Wintersportfans können sich
                  ein noch nie dagewesenes Angebot bieten zu können: Den       hier auf 336 markierten Pisten mit 43 Liften und in fünf
                  Mountain Collective™Pass. Die Inhaber eines Skipas-          Terrainparks austoben. Über 500 Kilometer perfekt prä-
                  ses erhalten außergewöhnliche Übernachtungsangebote          pariertes Gelände stehen den Skifahrern und Snowboar-
                  während der ganzen Saison. Alles in allem gewährt der        dern zur Verfügung – von familienfreundlich bis extrem
                  Mountain Collective™Pass Zugang zu über 100 Liften           steil.  Jackson Hole Mountain Resort „The last frontier“
                  auf 14 Bergen mit knapp 6500 Hektar Skigebiet – sprich       – die letzte Grenze zum Wilden Westen der USA. Das
                  3,5 Mal so große wie Disneyland                                                      Gebiet   südlich des Yellowstone
                  Paris. Alle vier Resorts sind dank
                  ihres unerreichbaren Rufes für       Die mächtigen                                   Nationalparks im Nordwesten
                                                                                                       des US Bundesstaats Wyoming
                  Schneequalität weltweit bekannt.
                  Alta, in der Nähe von Salt Lake
                  City, ist weltweit bekannt für sein
                                                           Vier                                        erinnert tatsächlich noch viel an
                                                                                                       die Zeit von Cowboys und Indi-
                                                                                                       anern. Das Resort verteilt sich auf
                  unterschiedliches Terrain, die Qualität und Quantität des    die zwei Berge mit den klangvollen Namen Rendezvous
                  Schnees und die traumhafte Landschaft. Es kann dank der      Mountain (3185 m) und Après Vous Mountain (2585 m).
                  sportlichen Abfahrten durchaus als eines der anspruchs-      Während am Rendezvous Mountain zahlreiche schma-
                  vollsten Skigebiete der USA eingestuft werden.  Aspen,       le und steile Buckelpisten warten, finden sich am Après
                  Colorado/USA, das hübsche Silberminen-Städtchen aus          Vous Mountain einige schöne Genussabfahrten.    Ne-
                  viktorianischer Zeit, ist berühmt für seine Geschichte,      beneinander liegend in Lake Tahoe, Kalifornien, bieten
                  sein kosmopolitisches Flair und sein legendäres Nacht-       Squaw Valley und Alpine Meadows Skifahrern Zugang
                  leben. Wie eine charmante Stadt mitten in den Bergen,        zu einem 24 km² großen, befahrbaren Areal mit sechs
                  mit eigenem Flughafen,  lockt Aspen mit Galerien, Bars,      Gipfel, 43 Liften und über 270 Trails, die alle mit nur
                  internationalen Restaurants und Shopping Highlights.         einem Lift-Ticket oder saisonalen Pass nutzbar sind.  y


60   besthotels 191/ VII • 2012
www.TheMountainCollective.com




   besthotels 191/ VII • 2012   61
n Vitality Hotel Punta****: Neues Zentrum für Lebensfreude auf Lošinj




                                              eine neue Adresse geboten. Das modern         den Drink und danach in die Sauna oder
                                              gestaltete Vitalhotel mit 219 geräumigen      auf die Sonnenwiese. Ein professionell ge-
                                              Zimmern sorgt zusammen mit dem viel-          leitetes Sportprogramm baut die körperli-
                                              fältigen Angebot für einen rundum „aus-       che und seelische Fitness auf. Das Vitality
                                              balancierten“ Urlaub. Horizont erweiternd     Hotel Punta bietet allen Gästen, die einen
                                              wirkt schon die Lage des Vitalhotels direkt   aktiven Urlaub verbringen wollen, interes-
                                              an der Adriaküste mit Blick auf die Kvar-     sante Möglichkeiten. Hotelgäste können
                                              ner Bucht, umgeben von uralten Kiefer-        selbstverständlich den Tennisplatz und den
                                              bäumen. Das neue                                                   künstlichen Kletter-
                                              Hotelkonzept über-                                                 felsen benutzen oder
                                              zeugt mit Klarheit:
                                              Jeder Gast soll von      Frühling auf                              am Fitness im Freien
                                                                                                                 teilnehmen. Über 220

                                                                          Lošinj
                                              der Ankunft bis zur                                                km eingerichtete Spa-
                                              Abreise rundum ver-                                                zierwege ermöglichen
                                              wöhnt werden. Dazu                                                 wunderschöne Wan-
                                              tragen das Hotelam-                                                derungen oder ganz
                                              biente, der Duft der Blumen und Bäume         Lošinj kennenzulernen. Spaziergang oder
                                              ringsum und eine herzliche Gastfreund-        Radtour, Fitness wird in Lošinj grossge-
                                              schaft bei. Unmittelbar vor dem Hotel liegt   schrieben! Im Meerwasser baden können
                                              die Felsenküste zum Sonnenbaden und           Gäste auch in den In- und Outdoorpools
                                              der Badestrand. Der Strand hisst schon        oder im Jacuzzi der großzügigen Wellness-


D
         ie südliche Wärme auf Lošinj und     ein Jahrzehnt lang die Blaue Flagge – eine    zone. Zum Loslassen und Stress abbauen
         die kraftvolle Meeresluft nut-       angesehene Auszeichnung für reines Meer       stehen Dampfbäder, Saunen und Ruheräu-
         zen Menschen seit mehr als 100       und saubere Umgebung. Tief durchatmen         me bereit. Die vitale Küche mit Speziali-
Jahren, um der ungesunden Alltagshektik       heißt es bei Aromatherapien mit Lošinjer      täten aus Lošinj und internationalen Spei-
sinn- und genussvoll „Ciao“ zu sagen. Mit     Kräutern. Auf ganzheitliche Schönheit         sen lassen keine Wünsche offen. Wenn der
dem neuen Vitality Hotel Punta****, ganz      zielt das Naturkosmetik-Studio mit Ge-        Frühling nicht mehr weit ist: das Vitality
in der Nähe des idyllischen Hafens von Veli   sichts- und Körperbehandlungen ab. Schon      Hotel Punta**** ist ab dem 17. März bis
Lošinj, wird Kroatien-Fans seit Juni 2012     geht es zur Poolbar zu einem erfrischen-      zum 26. Oktober 2013 wieder geöffnet.  y


62        besthotels 191/ VII • 2012
Weitere Informationen:
                   Vitality Hotel Punta****
Šestavine b.b., 51551 Veli Lošinj, Kroatien
                    Tel: +385 51 661 111
 E-Mail: hotel-punta@jadranka.t-com.hr
                  www.losinj-hotels.com


            besthotels 191/ VII • 2012   63
life  style
s




    Alja Viryent, Schuhdesignerin

                                                    Gut gelaufen
    Wenn der Hollywood-Star Ben Affleck nach Europa reist, um            Studium ihre eigene Firma. Mittlerweile ist die Marke A. Viryent
    seinen neuesten Film »Argo« zu promoten, kann es durchaus            etabliert und die handgearbeiteten Schuhe der jungen Designerin
    sein, daß er Schuhe von Alja Viryent trägt. Die junge Frau ist die   und Handwerkerin sind nicht nur in ihrem Heimatland gefragt.
    bekannteste slowenische Schuhdesignerin. Alja Viryent kreiert        Bereits 2006 stellte sich Alja Viryent zum ersten Mal mit einer
    einzigartige Schuhe unter dem Markennamen A. Viryent, dem            eigenen Ausstellung der Öffentlichkeit vor. Das Ereignis »Schuhe
    Namen, der seinen Ursprung in Jakob Virjent, ihrem Urgroßvater       in der Stadt«, wurde von der Stadt Ljubljana unterstützt und fand
    hat. Sie »blieb bei den Leisten« und setzt damit eine jahrzehn-      unter der Teilnahme der slowenischen Prominenz in der Galerie
    telange Familientradition fort. Alja Viryent studierte Kunst und     Kresija in Ljubljana statt. Wenn Miss Slowenien auf dem Cat-
    Design an der Universität in Ljubljana und gründet nach dem          walk unterwegs ist, trägt sie Schuhe von A. Viryent. Mittlerweile




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life  style




gibt es zahlreiche Liebhaber der Massschuhe, von slowenischen
Prominenten bis hin zu Mitgliedern des Europaparlaments, die
sich in A. Viryent Schuhen wohlfühlen und die Qualität des
Leders, sowie die modische Verarbeitung und die hervorragende
Passform schätzen. Das Handwerk von Alja Viryent wird mitt-
lerweile auch außerhalb Sloweniens anerkannt. Ihre Schuhe mit
Idrija Spitze* sind Unikate und wurden im Europaparlament in
Brüssel präsentiert, wo sie im November 2007 ihre zweite selbst-
ständige Ausstellung hatte. Im Jahr 2008 wurde die Ausstellung
in die Galerie Kresija in Ljubljana gebracht und wurde auch beim


                  „Ein guter Beobachter sieht am Zustand der
                       Schuhe, mit wem er es zu tun hat.“
                          Honoré de Balzac (1799-1850)
                            Französischer Schriftsteller


»Festival der Idrija Spitze«, das jährlich stattfindet, in Idrija ge-
zeigt. Die Tatsache, dass ein Paar ihrer Designer-Stiefel mit Idrija
Spitze, ein Teil der Sammlung im Museum der Stadt ist, zeigt die
außergewöhnliche Handwerkskunst. Im Jahr 2009 entstand ihre
erste Kollektion unter dem Markennamen GTH (Got To Have),
gemeinsam mit der Manufaktur Alpina d.d.

Informationen: Alja Viryent, Vransko 131, 3305 Vransko, Slovenia
                                                           www.viryent.com




                                                                                            Alja Viryent mit Schauspieler Ben Affleck
*Idrija
          Spitze: Traditionelles Klöppel-Handwerk aus der „Spitzenstadt Idrija“/Slowenien
                                                                                                                                    bestbanking 191 • 2012   65
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                                             # Juni-J
                    # 189




                                                                                                                                                                             bestbanking
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                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            bestbanking.at




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                    Juli 2012




                                                                                                                                                                                                        Euro: 8,–
           ang Juni-




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 bestbanking # 191 # 2012
                       8. Jahrg




                                                                                                                                                                                                           ktober 2012
                                9410




                                                                                                                                                                                                               8. Jahrgang August-O
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Impressum:
                                 ISSN 2077




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 Das Bankenmagazin
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  # 191 # November-Dezember 2012




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            Euro: 8,–
                                                                                                                                                                                                                        ISSN 2077 9410
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Grundlegende Richtung:




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             8. Jahrgang November-Dezember 2012
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             bestbanking ist ein unabhängiges Fachmagazin für
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Banken und Finanzdienstleister.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Der redaktionelle Teil berichtet über die Neuausrichtung im
                                                                                                                                            king




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        ISSN 2077 9410
                                                                                                                                      e Ban
                                                 37041M




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Finanzdienstleistungsbereich und den damit ver­ undenen
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               b
                                                                                                                                Privatim Wandel
                                                           , GZ: 06Z0




                                                                                                                                                                                                                     Wien

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                Barcode statt                                                Unternehmen und Organisationen.
                                                                                                                                                                                                                                                                                              G
                                                    60 Wien




                                                                                                                                                                                                                                                                                        WERBUN




                                                                                                                                                                                                              nk ing
                                                                                                                                                                               te Ba                                     16
                                                                                                                                                                         Pr iva                                    Seite
                                                                                                                                                              iffeisen
                                                                              t A-10




                                                                                                                                                                                                                                          1M




                                                                                                                                            , Leitu
                                                                                                                                                      ng Ra

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                Bargeld                                                      Der Inseraten- und PR-Teil und bezahlte Werbeeinschal-
                                                                                                                                                                                                                                           Wien, GZ: 06Z03704
                                                                      gspostam




                                                                                                                             n Oh   swald
                                                                                                                      ristia


                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 „Wir machen
                                                                                                             Dr. Ch
                                                               . Verla




                                                                                                      Mag.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                Seite 14
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             tungen in Textform sind durch die Seiten­aginierung
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             p
                                                                                       g P.b.b




                                                                                                                                                                                                                                                  stamt A-1060




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               zahlen einfach“
                                                                             bestbankin




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             „WERBUNG“ gekennzeichnet und so vom redaktionellen
                                                                                                                                                                                                                                                                            Verlagspo




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                Seite 22

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              O, PSA Paym
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         ent Services
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      Austria
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Teil getrennt.
                                                                                                                                                                                                                                                         bestbanking P.b.b.




                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  Wien, GZ: 06Z037041M
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              ging Director/CE
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  berger, Mana
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   DI Rainer Scham



                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Verlagsadresse:


                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     bestbanking P.b.b. Verlagspostamt A-1060
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             bestbanking medien
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Marchettigasse 11/12
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   Dr. Michael Suitner
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   Geschäftsführer der
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   Secure Payment Technologies

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             1060 Wien
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             T +43 1 50 50 225, F +43 1 50 50 225 10
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             www.bestbanking.at

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Chefredaktion:
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                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             kurt.quendler@bestbanking.at

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      Wir produzieren                        Marketingleitung:
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Helga Erlinger, M +43 664 552 65 61
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      Interview- und                         helga.erlinger@bestbanking.at

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      Produktvideos.                         Redaktions/Produktionsleitung:
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Mag. András Szöcs (Sötsch)
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             M +43 664 886 21 774
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             grafik@bestbanking.at
                                                                                                       Themenplan der nächsten Ausgabe:                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      Coverfoto:
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             © Secure Payment Technologies

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                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             6x bestbanking, 2x bestbanking special in Österreich,
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Deutschland, Rumänien, Kroatien

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Auflage:
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             5.000 Exemplare

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Druck:
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Premier Druckerei
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Budafoki ut 64
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             1117 - Budapest

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Aboservice  Verrechnung:
                                                                                                                Terminplan der nächsten Ausgabe:                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Mag. András Szöcs (Sötsch)
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Marchettigasse 11/12, 1060 Wien
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             abo@bestbanking.at
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Inland/Ausland: 6 Ausgaben zum
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Preis von E 40,– zzgl. Porto
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             T +43 1 50 50 225, F +43 1 50 50 225 10

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Das Abonnement gilt auf ein weiteres Jahr verlängert, wenn
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             nicht schriftlich gekündigt wird.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugs­ eise,
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             w
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             nur mit Genehmigung des Verlages.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Vorbehaltlich Satz- und Druckfehler.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Derzeit gilt die Anzeigenpreisliste 2012.


                                                 best banking im Top-Format                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  Alle als namentlich gekennzeichneten Beiträge spiegeln
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Alle Rechte, insbesondere die Übernahme von Beiträgen
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  1/1 Seite                                                                                      1/2 Seite quer                                  1/2 Seite hoch                                                                                                                                        1/3 Seite hoch                                1/3 Seite quer
210 x 297 mm                                                                                     210 x 147 mm                                    103 x 297 mm                                                                                                                                          70 x 297 mm                                   210 x 104 mm
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66                                                                           bestbanking 191 • 2012
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bestbanking

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    bestbanking.at best banking # 191 # November-Dezember 2012 Das Bankenmagazin Euro: 8,– 8. Jahrgang November-Dezember 2012 ISSN 2077 9410 Barcode statt Bargeld Seite 14 bestbanking P.b.b. Verlagspostamt A-1060 Wien, GZ: 06Z037041M Dr. Michael Suitner Geschäftsführer der Secure Payment Technologies
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    editorial Mehr Anstrengungen notwendig Österreichische Banken haben das Vertrauen ihrer Kunden aufgrund der Finanzkrise nicht verspielt. Künf- tig sind nur noch mehr Anstrengungen notwendig das Vertrauen von Kunden zu gewinnen. Banken müssen den Kunden noch stärker als bisher in den Mittelpunkt ihrer Aktivitäten stellen und unter diesem Leitgedan- ken ihr über Jahrzehnte erfolgreiches Geschäftsmodell weiterentwickeln. Dabei muss der „Bankkunde“ wahr- genommen und entsprechend behandelt werden. Der Kunde im digitalen Zeitalter sucht den Dialog. Er will sich über das Unternehmen und dessen Produkte eine Repräsentativer Bank-Neubau im Meinung bilden. Der Vertrieb über Social Media spielt Thermenland - Seite 6 (noch) eine untergeordnete Rolle. Hier gibt es bislang auch in anderen Branchen kaum Erfolgsgeschichten. Social Media ist vor allem ein Kommunikations-und Kundenbindungsinstrument. Die sozialen Medien sind trozdem ein zentrales Trendthema. Im „Netz“ wird in jedem Fall über die Banken gesprochen. Allerdings bedarf es einer klaren Strategie, um in den sozialen Medien präventiv und angemessen zu agieren und zu reagieren. Die Kommunikation in den sozialen Medien folgt ihren eigenen Gesetzen. Selbst in der traditionellen Kommunikation er- fahrene Unternehmen und Institutionen müssen lernen, angemessen damit umzugehen, wenn bislang abstrakte Vertreter von „Zielgruppen“ plötzlich das Wort ergreifen, dann kann das schnell ungeahnte Ausmaße annehmen. Allerdings ist dieser Markt sehr volatil. Die Kunden werden zunehmend spe- zielle Angebote für das mobile Internet verlangen. Darauf müssen sich die Banken einstellen. Einige Banken beschäftigen sich bereits mit der Entwicklung eigener Applikationen und Angeboten. Die Institute beginnen bereits die Internet-Filiale 5.0 aufzubauen, um eine leistungsfähige browser- und applikationsbasierte Präsenz im Internet zu ermöglichen. Um diese Positionen weiter auszubauen und vor allem das bisher Erreichte in messbare Vertriebserfolge umzuwandeln, sind noch einige An- strengungen notwendig. Die Herausforderungen sind dabei vielfältig. Die traditionellen Stärken der Banken sind wieder im Fokus. Zur rechten Zeit am rechten Ort - Seite 16 Abschließend darf ich Ihnen im Namen von best banking ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2013 wünschen! Herzliche Grüße Ihr Kurt Quendler & best banking Team Chefredakteur www.youtube.com/bestbanking www.facebook.com/bestbanking Neue Hypo-NÖ-Zentrale in St. Pölten - www.twitter.com/banktechnik Seite 26 bestbanking 191 • 2012 3
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    Inhaltsverzeichnis Foto: © Fotostudio Floyd 16 n Rubriken n banking n bankobjekte Editorial3 Barcode statt Bargeld 16 Repräsentativer Bank-Neubau 6 im Thermenland In Kürze 52 Zur rechten Zeit am rechten Ort 16 Bankennews Strategisches Primärziel: Kundenfokus 18 bestcars56 Multi.Mega.Super Ein cooles Handy ist nicht genug! Oder doch? 23 CRM als Wettbewerbsmotor 24 IT-Services unter einem Hut gebracht 34 Datenräuber unterwegs 36 Renaissance des AKT 44 No risk - no fun 46 Personen58 Wincor World 2012 Nachbericht 48 Neue Köpfe „Wohin geht die Reise?“ 54 life style 64 Gut gelaufen n besthotels Impressum 66 Vorschau 4 bestbanking 191 • 2012
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    Bestens aufgestellt... Foto: © bestbanking medien Foto: © medwed fotografie 2012 best banking best Step Foto: Louis Vuitton Print 18 36 best banking # 189 # Juni-Jul i 2012 bestbanking.at Das Bankenmagazi n bestbanking.at best banking n bankobjekte n objekte bestbanking # 190 # 2012 Euro: 8,– 2012 8. Jahrgang Juni-Juli Das Bankenmagazin # 190 # August-Oktober 2012 Neue Hypo-NÖ-Zentrale in St. Pölten 26 Die Bank von Morgen 12 ISSN 2077 9410 Euro: 8,– 8. Jahrgang August-Oktober 2012 Grundlagen der Gestaltung ISSN 2077 9410 GZ: 06Z037041M ing Private Bank del A-1060 Wien, Verlagspostamt im Wan Banking Wien WERBUNG sen Private , Leitung Raiffei Seite 16 an Ohswa ld bestbanking P.b.b. Mag. Dr. Christi Wien, GZ: 06Z037041M „Wir machen bestbanking P.b.b. Verlagspostamt A-1060 zahlen einfach“ Seite 22 Austria Director/CEO, PSA Payment Services DI Rainer Schamberger, Managing Online Orgatec 2012 38 Messebericht Video bestbanking medien bestbanking 190 • 2012 5
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    s Video dazu auf www.bestbanking.at bankobjekte oder QR-Code (rechts) scannen und direkt zum Video gelangen. Repräsentativer Bank-Neubau im Die Raiffeisenbank Bad Waltersdorf, errichtet nach Plänen des Architekten Mugrauer, wurde in einem Festakt vom Obmann der RB Thermenland Josef Fiedler feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Das Ergebnis dieses nach einjähriger Bauzeit entstandenen sondern auch im Inneren des Gebäudes eine Harmonie zu schaf- Gebäudes, verdient sowohl in architektonischer als auch hand- fen, die Zweckmäßigkeit und Schönheit vereint. Die Besucher werklicher und künstlerischer Ausführung eine lobenswerte und Kunden werden durch die ansprechende Form und Lage des Anerkennung. Der Neubau in seiner dominierenden Lage am Gebäudes beeindruckt. Ortsbeginn wurde repräsentativ und mit großem Einfühlungs- vermögen gestaltet und dürfte wohl für weitere Bauwerke im Ort Nach dem Betreten der Bank und der SB–Zone erreicht der Kun- richtungsweisend sein. Dabei ist zu bemerken: dieses Gebäude de eine geräumige und helle Schalterhalle. Dabei fällt sofort das wurde ohne besonderen Aufwand errichtet und man kann mit formschöne Kundenpult auf, das wohl jedem Kundenandrang ruhigem Gewissen sagen, dass es ein Schmuckstück im Ortsbild gewachsen sein dürfte. In den angeschlossenen Räumen gibt es ist. Es ist dem Bauherrn mit dem Planer gelungen, nicht nur die die bestens ausgestattete Beratungsbüros für Kunden. Im ersten Fassaden einfach und architektonisch zeitgemäß zu gestalten, Stock ist das Back Office der Mitarbeiter eingerichtet. 6 bestbanking 191 • 2012
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    bankobjekte Thermenland Banking war noch nie so effizient! KePlus. Die leistungsfähigen SB-Terminals sorgen für höchste Effizienz und Wirtschaftlichkeit in Ihrer Filiale. Die stolzen Geschäfstleiter Dir. Franz Hirschmann und Dir. Werner Weinzettl „Die Bank und die Region um Bad Waltersdorf ist stark gewachsen. Damit wir langfristig konkurrenzfähig bleiben, wurde in die Zukunft investiert und ein Bank-Kompetenzzentrum mit neuester Technik und KePlus R6 KePlus X6 KePlus P6 – KAD ausreichenden Kundenparkplätzen errichtet. Alle Bankstellen werden zukünftig von hier durch die zentrale Verwaltung unterstützt“, so die beiden Direktoren Dir. Werner Weinzettl und Dir. Franz Hirsch- mann. Raiffeisen setzt auf Qualität und Sicherheit, ergänzt der Vor- standdirektor der Raiffeisenlandesbank-Steiermark, Rainer Stelzer. s KePlus K6 – KST Kendo CM18 – AKT KeBin S6 Als Spezialist für zuverlässiges, effizientes SB-Ban- king begleitet und unterstützt Sie KEBA mit umfas- sendem Know-how bei der Automatisierung von Banktransaktionen im SB- und Kassenbereich. Erfahren mehr Sie unter www.keba.com. KEBA AG, Gewerbepark Urfahr, A-4041 Linz, Telefon: +43 732 7090-0, Fax: +43 732 730910, E-Mail: keba@keba.com, www.keba.com bestbanking 191 • 2012 7
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    s bankobjekte Wenn ein Perfektionist mit Hang zur Kunst eine Bank baut s ein so großes Vertrauen entsteht, dass ich meine Erfahrungswerte einsetzen kann und diese auch entsprechend verstanden werden. Man kann bereits von einer beinahe unverwechselbaren For- Nur so kann ich eine optimale Lösung für meine Planung umset- mensprache reden, wenn man die nun neueste Bank aus der Hand zen“, meint Franz Mugrauer. des Planungsteams Mugrauer aus Rohr sieht. Für die Thermenlandbank in Bad Waltersdorf wurde ein Standort Franz Mugrauer, Kopf des Teams, ist ein erfahrener Planer im gewählt, der etwas außerhalb des Ortszentrums liegt. Mit dieser Bankbereich und sieht seine Stärke neben einem innovativen Lösung wurde auch der notwendigen Expansion des erfolgreichen Entwurf, der regional architektonische Akzente setzt, in der Or- Unternehmens Rechnung getragen. Das Bankgebäude steht nun in ganisation und reibungslosen Abwicklung des gesamten Bauvor- prominenter Lage, wie ein stolzes Flaggschiff, wenn man nach Bad habens. „Es ist wichtig, dass zwischen Planer und Auftraggeber Waltersdorf fährt. Charakterisiert wird der Bau von einer gut pro- 8 bestbanking 191 • 2012
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    bankobjekte portionierten und klarenArchitektur, deren dezente Hell-Dunkel fühlbank. Möbel in Eichenoptik, hochwertige Böden und sehr Farbgebung einen ruhigen Akzent zur, von Roswitha Dautermann gefühlvoll arrangierte Glaswände, die nach Bedarf transparenter künstlerisch bemalten Wand, im Frontbereich bildet. oder blickdichter gestaltet sind, prägen das Ambiente. Zu all dem gesellt sich die Kunst, die wie bei Mugrauer oft, der sich als Team- Sowohl in Farb- als auch in Materialauswahl, war dem Team Mu- player sieht was ausführende Firmen anbelangt, eine wesentliche grauer ein gediegener Ausdruck wichtig. Ist doch auch neben aller gestalterische und atmosphärische Rolle spielt. Modernität auf die ländliche Umgebung zu achten. So entstand auch im Innenbereich, neben modernster Funktionalität, die auch Wie aus einem Guss, fügt sich jedes künstlerische Detail in die Spielraum für die zukünftige Entwicklung Raum lässt, eine Wohl- Architektur ein. Als kongeniale Partner bilden die Arbeiten von s Raiffeisenkasse Retz // NÖ Beispielhafte Lösungen für Banken der Zukunft. Ganzheitlich geplant. Organisation als Lösung. Architektur zum Erfolg. beratung organisation Ing. A. Streitner GmbH Möbelwerk Bank- und Objekteinrichtung planung Ipftal 1 · A-4491 Niederneukirchen · Tel: +43 (0)7224-7385-0 · Fax: DW -7404 · office@streitner.at produktion bestbanking 191 • 2012 9
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    s bankobjekte Curd und Roswitha Dautermann aus Ra- s abau bei Feldbach das berühmte „i-Tüpfel- chen“, oder wie es Dir. Werner Weinzettl formulierte: den Wow-Effekt. Als großes Thema, das sich in vielfacher Ausführung durchzieht, wurde Wasser und Erde ge- wählt. Beides sind Elemente, die für die Entwicklung des Thermenlandes nicht weg zu denken sind. Curd Dautermanns großformatige Fotos geben den Räumen eine sehr moderne Richtung. Die Ölbilder und Skulpturen von Roswitha Dautermann machen aus nüchtern wirkenden Räumen frische, harmonisch anmutende Arbeits- bereiche. Roswitha Dautermann zu ihren Arbeiten: „Mir ist wichtig, dass sich Kunst ganz selbstverständlich in den Alltag von Mitarbeitern und Kunden einfügt, aber Die Künstler Curd Dautermann, Roswitha Dautermann (Raabau 102 A, 8330 Feldbach, auch täglich Freude bringt.“ 0699/10902393, dautermann@utanet.at) und der Planer Franz Mugrauer haben in Bad Waltersdorf eine moderne atmosphärische Bank gestaltet. 10 bestbanking 191 • 2012
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    bankobjekte Für die keramischenArbeiten wurde Erde aus Neudau, Sebersdorf und Bad Walters- dorf verwendet - damit wird der regionale Bezug zu den drei Geschäftsstandorten der Bank hergestellt. In den vergangenen Jahren hat sich das Planungsbüro Mugrauer zu einem der führen- den Unternehmen für Bankenplanung und Projektmanagement entwickelt. Die Tätigkeit beschränkt sich mittlerweile nicht nur auf Planung und Projektabwicklung, sondern be- schäftigt sich auch mit Analysen und Bedarfserhebungen. y PROJEKTENTWICKLUNG | BAUMANAGEMENT MUGRAUER BANKDESIGN Rohr 62 8330 Feldbach fon: +43-3115-2381-0 fax: +43-3115-2381-31 office@mugrauer.com w w w. m u g r a u e r. c o m bestbanking 191 • 2012 11
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    s bankobjekte n Grundlagen der Gestaltung Die Bank von Morgen best banking wird mit den Planern Ing. Wilhelm Tulzer und Ing. Martin Osterauer eine sechsteilige redaktionelle Serie, wie man für den Kunden in der Bank-Filiale ein angenehmes neues Umfeld schafft und welche Tendenzen populär geworden sind, redak- tionell aufbereiten. In Zeiten vom viel gepriesenen Social Media soll dem Privat- und Firmenkunden „seine“ Bank als Anlaufstelle für Beratung, sowie traditionelle Dienstleistungen angeboten und verkauft werden können. Von Ing. Wilhelm Tulzer und Ing. Martin Osterauer Skizze: 2XTulzer Osterauer Immer wieder werden wir gefragt: Was gibt es Neues? Wie soll die Bank von morgen geplant werden? Was gibt es Innovatives? Wie sind die Visionen? Was sollen Sie berücksichtigen wenn Sie Ihre Bank bau- en? Das führte in Zusammenarbeit mit best banking zu der Idee im kommenden Jahr eine Artikelserie für Sie als Leitfaden herzustellen. Am wichtigsten erscheint es, dass Ihr Vertriebsgebäude Bank speziell auf Ihre Kunden sowie auf Ihre speziellen Geschäftsfelder zugeschnit- ten ist, also die Planung erfolgt dem Kunden angepasst. Das passende Konzept muss erreicht werden, danach erfolgt die innenarchitektonische bzw. architektonische Lö- sung - form follows function. Erst darauf wird ein Arbeitsklima hergestellt, welches Ihre Mitarbeiter ratung ist zB. je nach Anzahl der Personen oder je nach Aus- zur größten möglichen Motivation animiert. Das stattung der EDV oder Klientel der Kundschaft das geeignete alles in zumeist bestehende Gebäude mit vorgege- Möbelstück zu planen. Pulte sind ganz den Bedürfnissen der Ar- benen Räumen. Ein schwieriger Dreiklang den es beitsweisen der Mitarbeiter anzupassen! gilt in Harmonie zu bringen, denn am Ende wollen die Kosten doch gerechtfertigt sein. Die Planung auf den Kunden abgestimmt Das durchschnittlich Alter der Bankkunden der Zukunft (best Eine weitere Herausforderung wird es sein, nach- age) steigt immer weiter, dem ist Rechnung zu tragen und dafür stehende Faktoren unter einen Hut zu bringen! individuell zu gestallten. Barrierefreiheit, Erleichterungen für Soll doch Marketing wirken können, Diskretion die Physis, Diskretion und Sicherheit prägen die Grundsätze möglich sein, doch alles offen wirken, Sicherheit dieser Betrachtungsweise. hergestellt werden, Frequenz forciert werden, bes- sere Betriebsergebnisse erzielt werden. Sicherheit in der Bankfiliale Einige Themen werden also in den kommenden Schon bei der konzeptionellen Planung muss wesentlich auf die Si- Artikeln aufgearbeitet: cherheitsbedürfnisse der Mitarbeiter und Kunden Rücksicht zu neh- men. Der schnell ansteigenden Anzahl an Überfällen und Einbrüchen Bedürfnisse an den Raum muss in Zukunft mit planerischen Maßnahmen verstärkt entgegen ge- Emotionen wecken heißt alle Sinne ansprechen wirkt werden und zwar mit baulichen und technischen Maßnahmen. und zwar in der richtigen Reihenfolge: Sehen, Hören, Fühlen. Das Licht und den Schall exakt Betriebskosten im Griff zu regulieren sind die Erfolgsbringer schlechthin. Immer geringer werden die Margen im Bankgeschäft, immer größer die Kosten im laufenden Betrieb. Wesentliches Potential Funktionen der Räume die Kosten eines Geldinstituts zu minimieren, liegt neben den und ihre richtige Anordnung zueinander im Ge- Lohnkosten allerdings auch im Betrieb und Erhalt der Gebäude. schäftsbetrieb gewährleisten harmonischen Kun- Daher ist die Energieeffizienz in den Planungen ein sehr wich- denstrom im Gebäude und beste Betreuung. Mo- tiger Aspekt. Wartung, Service sowie Energieverbrauch müssen derne Raumkonzepte beinhalten Raumlösungen ein wesentlicher Entscheidungsfaktor bei der Errichtung eines abgestimmt auf die Tätigkeit. Schlagwörter wie Projektes sein! Lounge, Think Tank, Teambüro sind durchaus beachtenswert in den Überlegungen für moderne Freuen Sie sich schon heute auf die kommenden Ausgaben von best Strukturen. banking in welchen jeweils eines der beschrieben Themen im Detail analysiert wird. Es werden zusätzliche Einrichtungstipps gegeben Einrichtung zweckdienlich geplant und Sie werden von innovativen Unternehmen erfahren, welche mit Nicht jeder Tisch muss 4-eckig sein! Für Be- gutem Wissen weiter empfohlen werden können. y 12 bestbanking 191 • 2012
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    Bedürfnisse an Funktionen den Raum der Räume Lichtqualität Teamraum / Office Schallqualität Beratungsraum fix besetzt Grafik: Tulzer Osterauer Emotionen herstellen Beratungsraum frei Emotionalisierung der Räume Schnellberatung Höhe der Räume Intensivberatung Diskretion Besprechung Flächenanforderung Think Tank Call Lösungen Lounge Caffe Anordnung der Räume zueinander SB-Zonen Ausstattung SB-Geräte wie anordnen Auf Kunden abgestimmte Planung Kundenalter steigt Barrierefreie Zugänge Facilitymanagement Beleuchtung DIE BANK Instandhaltung Sanitäreinrichtungen VON MORGEN Kunden-WC im EG Tausch von Leuchtmitteln GRUNDLAGEN Waschraum und WC-Bedarf Sitzen in geeigneter Höhe DER GESTALTUNG Marketing Reinigung Diskretion Service und Wartung Sicherheit Befunde Betriebskosten Farbauswahl Wartungskosten im Griff Material Energieeffizienz Wohlfühlen herstellen moderne Heizanlagen Warme Farben Klima nach Stand der Technik Wirkung auf Körper und Geist Lichtstrom - LED Intensität Tausch bestehender Beleuchtung Ambiente: Teppich / Parkett Energieanbieter Bedürfnisse an die Einrichtung Adjektive Formen von Arbeitsplätzen Individualität Formen von Pulte Regionalität Druckerkonzepte Wiedererkennungswert Oberflächen Verbundenheit mit der Region Zubehör Dem Kunden angepasst planen. Den Mitarbeitern angepasst planen bestbanking 191 • 2012 13
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    banking s n Neue Ansätze im Mobile Payment Barcode statt Bargeld Secure Shopping App heißt die einzigartige mobile Bezahlfunktion des österreichischen Start-Ups Secure Payment Technolo- gies. Die neue App ermöglicht bargeldloses Bezahlen mittels Strichcode am Smartphone. Die Hypo Tirol Bank hat als erste Bank Österreichs gemeinsam mit Mpreis die mobile Bezahllösung Anfang September 2012 eingeführt. Während der Großteil der Zahlungsanbieter eine Lösung über Sicher: Secure Shopping setzt auf das Prinzip „wo nichts ist, NFC sucht, geht das Unternehmen mit Sitz in Innsbruck einen kann nichts gestohlen werden“. Dank der patentierten Secure anderen Weg. Über eine kostenlose App wird, nach Eingabe des Pre-Authorization Technologie überträgt die App im Bezahlvor- persönlichen Sicherheits-PINs, ein einmal gültiger Strichcode am gang lediglich eine anonymisierte ID, während auf der App und Smartphone angezeigt. Wird der Code von der Kassa im Geschäft am Smartphone keine persönlichen Daten gespeichert sind. Die gescannt, ist der Einkauf bezahlt und wird über das Girokonto des Geldüberweisung selbst erfolgt dann, wie auch bei herkömmli- Kunden abgerechnet. Die Bankenlösung ist derzeit für iPhones chen Kartenzahlungen, zwischen Bank und Händler. Gesichert ist und Smartphones mit Android Betriebssystem verfügbar. Wie das die App mit einem frei wählbaren, vierstelligen PIN. Bei Verlust funktioniert zeigt das Video auf www.bestbanking.at. oder Diebstahl des Smartphones mit einem generierten Barcode ist Missbrauch sehr unwahrscheinlich – der Code steht nur vier Schnell, sicher, simpel s Minuten zur Verfügung, danach muss der erneut PIN-Code ein- gegeben werden. Mit diesen drei Eigenschaften punkten mobile Bezahllösungen bei Simpel: Für Banken und Händler steht die Eigenschaft „simpel“ im Banken, Händlern und Kunden. Vordergrund. So hat die App zum Bezahlen den Vorteil, dass die Schnell: Sobald die App nach der ersten Inbetriebnahme mit dem Einbindung ins Rechenzentrum der Bank sehr einfach ist. Bei einer Girokonto verbunden ist, bedarf es im alltäglichen Gebrauch ge- bereits bestehenden Bank-App kann Secure Sopping zudem in diese rade einmal zwei Schritte, bis der Strichcode am Display bereit einfach integriert werden. Auf Händlerseite sind zur Integration des steht. Nach dem Start der App und der Eingabe des PINs wird der Systems keine neuen Empfangsgeräte notwendig. Mit herkömmli- Strichcode bereits angezeigt. Der Scan und damit der Bezahlvor- chen CCD- und Imager-Scannern kann der Strichcode gelesen wer- gang an der Kassa dauert dann nur noch wenige Millisekunden. den. Die App selbst benötigt nur ein Update der Kassensoftware. 14 bestbanking 191 • 2012
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    banking „Meine Familie und ich waren am Samstag auf dem Rückweg von Südtirol im MPREIS im Kaufhaus Tyrol einkaufen und konnten dort zum ersten Mal mit Secure Shopping bezahlen. Nachdem alle Kassen im Vollbe- trieb waren, war die Kassiererin sichtlich erleichtert und erfreut über diese Bezahlweise :-)“ so eine Kundin Ausblick s n aws fördert den Bezahl-App Secure Shopping Das Austria Wirtschaftsservice, unterstützt mit einer infobox Seit September 2012 können Hypo Tirol Bank Kunden mit der hohen sechsstelligen Seedfinanzierung aus den Mitteln Secure Shopping App bei der Tiroler Lebensmittelkette Mpreis des BMWFJ den österreichweiten Ausbau der Bezahl- bezahlen. Voraussichtlich wird das Bezahlsystem im Laufe des App Secure Shopping. Was derzeit nur in Tirol und dort kommenden Jahres flächendeckend in Österreich angeboten. Die bei der Lebensmittelkette Mpreis mit einem Hypo Tirol App ist wandelbar. Wenn sich in Zukunft zum Beispiel ein NFC- Bank Konto funktioniert, soll bald österreichweit mög- basierter Bezahlstandard flächendeckend durchsetzt, ist die App lich sein: Und zwar mit der mobilen Bezahllösung Se- einfach um den NFC-Standard erweiterbar. y cure Shopping mittels Strichcode am Smartphone an Scannerkassen zu bezahlen. Video dazu auf www.bestbanking.at oder QR-Code (rechts) scannen und direkt zum Video gelangen. statement „Für uns als Landesbank steht der Kunde mit seinen individuellen Wünschen im Mittelpunkt – egal ob im per- sönlichen Beratungsgespräch oder bei der Gestaltung unserer Produkt- und Serviceleistungen. Wir freuen uns, dass wir nun mit der neuen App dem vielfachen Kundenwunsch nach einer sicheren Bezahllösung fürs Handy nachkommen können“ Mag. Johann Kollreider, Vorstand der Hypo Tirol Bank „Unsere Zahlungslösung wurde speziell für die Erfordernisse von Smartphones entwickelt und basiert auf Einmal-Bezahlcodes (vergleichbar mit Online-Banking-TAN), die wir dem Bankkunden auf seiner App zur Verfügung stellen. Damit kann der Bankkunde ohne Kontodaten am POS bezahlen, die Abbuchung erfolgt trotzdem bequem von seinem Bankkonto. Banken können ihren Kunden so eine sichere Zahlungs-App anbieten, die jeder Zahlungslösung der neu in den Zahlungsverkehr eintretenden Playern überlegen ist. Aus datenschutzrechtlicher Sicht bieten wir den Vorteil, dass die Bank keine sensiblen Daten an uns übermitteln muß, der Datenaustausch erfolgt über anonyme Identifier. Damit verbleiben alle Kundendaten sicher im Re- chenzentrum der Bank. Die ersten Ergebnisse nach der Markteinführung zeigen, dass wir den Schnittpunkt zwischen einfacher Usability und höchster Sicherheit getroffen haben. Smartphones sind nicht dazu geeignet, um darauf sensible konto- und userbezogene Daten abzuspeichern. Mit der Secure Shopping App bieten wir ein modernes Bezahlservice, mit dem Banken und Händler schnell und kostengünstig ins Mobile Payment einsteigen können. Unser Ziel bei der Entwicklung war, die nötigen Investitionen für alle Beteiligten gering zu halten und auf bestehende Technologien, Smartphones und Scannerkassen, aufzubauen. Mittelfristig planen wir, mithilfe einer vor kurzem zugesprochenen aws-Förderung und der Unterstützung unserer Investoren, Secure Shopping flächendecken anzubieten.“ Dr. Michael Suitner, Geschäftsführer der Secure Payment Technologies bestbanking 191 • 2012 15
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    banking s Foto: © FotostudioFloyd Mag. Johannes Sautner, Geschäftsführer der Sautner Partner GmbH Zur rechten Zeit am rechten Ort Ein Wiener Softwareunternehmen, die Sautner Partner GmbH, sorgt dafür, dass die Bargeldlogistik für mehr als 3.700 Bargeld- automaten in Österreich tagtäglich rund um die Uhr effizient und sicher wie am Schnürchen läuft. Das spart nicht nur der Geld- service Austria GmbH, dem größten Cash-Center Österreichs, sondern auch deren Kunden viel Zeit, Kosten und vor allem Nerven. Neuorganisation der Bargeldlogistik s Das System ist bis ins kleinste Detail ausgeklügelt: Geldboten holen das Bargeld an den Standorten der Geldautomaten ab und bringen es zu einer der österreichweit sieben Niederlassungen der Geldservice Die Einführung einer Software mit solchen Leistungsmerkmalen Austria, kurz GSA. Dort werden die Banknoten vollautomatisch wurde für die GSA vor rund zwei Jahren aufgrund der rasanten gezählt, auf ihre Echtheit geprüft und am jeweiligen Kundenkonto Entwicklungen und neuen Anforderungen in der Bargeldlogistik verbucht. Stark verschmutzte oder beschädigte Banknoten werden erforderlich. „Einerseits kamen und kommen immer mehr und aussortiert und vernichtet. Was in den Geldkreislauf zurückkehren neuartige Geldautomaten zum Einsatz – darunter die sogenannten soll, wird in exakt der bestellten Menge unter höchsten Sicherheits- Cash Recycler als kombinierte Ein- und Auszahlungsgeräte – und vorkehrungen an die Kunden der GSA ausgeliefert. andererseits werden die Standorte der Automaten immer näher zum Kunden hin verlagert – zum Beispiel in Einkaufszentren, an Hinter diesen minutiös aufeinander abgestimmten Abläufen steht Tankstellen und zu Supermärkten“, sagt Johannes Sautner, Grün- der „CashPilotATM“, eine spezielle Software, die von der Wiener der und geschäftsführender Gesellschafter von Sautner Partner. Sautner Partner GmbH entwickelt wurde. Der CashPilotATM deckt sämtliche Anforderungen der Bargeldlogistik für Geldauto- Um genaue Kenntnis der neuen Anforderungen zu erlangen, gab maten ab. Diese reichen von der Automatisierung der Bestellpla- die GSA im Jahr 2010 eine Marktstudie in Auftrag und lud an- nung und Bestelloptimierung durch die Berechnung der optimalen schließend mehrere Systemanbieter und Softwareentwickler zur Befüllmenge der Automaten über die vollautomatische Bargeld- Angebotslegung ein. Die endgültige Entscheidung fiel auf Saut- und Kontoabstimmung, die Überwachung der Geräte und die Be- ner Partner. „Das war überraschend, weil wir eigentlich außer auftragung von Entstörungen mit Hilfe eines integrierten Ticket- Konkurrenz angeboten hatten“, erinnert sich der studierte Wirt- systems bis hin zum Reporting. schaftsinformatiker Sautner. „Offenbar gaben unsere ungewöhn- 16 bestbanking 191 • 2012
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    banking infobox n Über Sautner Partner Das Unternehmen wurde 1997 von Johannes Sautner, Wirtschaftsinformatiker und Träger des Forschungspreises der Österreichi- schen Gesellschaft für Operations Research in Wien gegründet und hat sich seither zu einem international tätigen Software- und Consulting-Unternehmen im Bereich Bargeldlogistik entwickelt. Um die Jahrtausendwende war Sautner Partner Teil jenes Teams, das für die Oesterreichische Nationalbank den Schilling-Euro-Tausch und die damit einhergehende Reorganisation der österreichi- schen Bargeldbearbeitung plante. Seit 2002 stellt Sautner Partner Standard-Software-Produkte für Werttransportunternehmen, Banken und Geldzentren her und ist beim Tracking Tracing im Werttransport, sowie im Bargeldautomaten-Handling Marktführer in Österreich. Weitere Informationen: www.sautner.co.at liche Vorgangsweise und Software-Architektur den Ausschlag. Beim CashPilotATM nutzen wir nämlich alle Potenziale aus der Kombination zugekaufter und eigenentwickelter Software-Kom- Bestellung ponenten. Wir setzen wenig Programmcodes mit hoher Konfi- gurierbarkeit ein, ermöglichen die individuelle Gestaltung der Abstimmung Monitoring Benutzeroberfläche durch die Kunden selbst und haben bei techni- schen Detailfragen für die Umsetzung mit ausgesuchten externen Spezialisten zusammengearbeitet.“ Reporting Tickets Rund 15 Prozent Produktivitätssteigerung s Stammdaten Ergebnis dieses Prozesses war eine Software, die die Bargeldlogis- tik für Geldausgabeautomaten effizient und kostengünstig organi- siert und gleichzeitig die jederzeitige Bargeldverfügbarkeit sicher- stellt. „Neben einer Produktivitätssteigerung um rund 15 Prozent und einer Kostenreduktion für die Kunden hat sich seit der Im- plementierung auch eine erhebliche Qualitätsverbesserung für alle Beteiligten ergeben“, freut sich GSA-Prokurist Werner Kral. „Der CashPilotATM ermöglicht eine höhere Bargeldverfügbarkeit, eine verbesserte Koordination von Werttransporten und Technikerein- sätzen, eine jederzeitige Nachvollziehbarkeit aller Vorgänge, aus- sagekräftige Reports, die Unterstützung aller gängigen Automa- tentypen und eine hohe Anwenderfreundlichkeit.“ y Cash Center Prokurist Werner Kral von der Geldservice Austria infobox n Der CashPilotATM im Detail Herzstück der Software ist der sogenannte Optimie- rungskern mit einem komplexen Kostenoptimierungs- modell, in dem der jeweils mengen- und kostenoptimale Bargeldbedarf errechnet wird. Ausgangspunkt für die Bargeld- Bedarfsermittlung ist eine Bedarfsprognose, bei der ne- automaten ben historischen Daten der Ein- und Auszahlungen der jeweils letzten drei Jahre auch zukünftig zu erwartende Cash-Recycling- Ereignisse – etwa die vermehrte Bargeldbehebung zu Kreislauf Monatsbeginn oder vor Feiertagen – und aktuelle Stö- Bankfilialen, Shops, rungen berücksichtigt werden. Täglich werden im Schnitt Postämter Handel drei Millionen historische Datensätze in der Optimierung Private verarbeitet. Der CashPilotATM arbeitet auf Basis einer Personen ORACLE-Datenbank mit Client-Server-Architektur und Windows-Clients. Aktuell werden damit täglich rund 3.700 Bargeldautomaten – das sind rund 40 Prozent aller Bargeldautomaten in Österreich – optimiert. Effiziente, kostenoptimierte und hochsichere Bargeldlogistik für Bargeldautomaten mit dem CashPilotATM von Sautner Partner bestbanking 191 • 2012 17
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    banking s Foto: © bestbankingmedien Das Vorstandsduo der höchst erfolgreichen Kreissparkasse Wiedenbrück Vorstandsvorsitzender Johannes Hüser und Vorstandsdirektor Werner Twent 18 bestbanking 191 • 2012
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    banking n Deutliche Ergebnisverbesserungmit einer konsequenten Ausrichtung Strategisches Primärziel: Kundenfokus Die Kreissparkasse Wiedenbrück ist traditionell eine der vertriebsstarken Sparkassen in Nordrhein-Westfalen. Um die gewohn- ten Erfolge über das laufende Jahrzehnt hinaus abzusichern, entschied sich der Vorstand für eine nachhaltige Ausrichtung der Vertriebssteuerung im Privatkundengeschäft. Ein effizienter Kundenfokus trat an die Stelle der bisher gewohnten Produktsteue- rung. Viel schneller als erwartet zeigten sich äußerst positive Ertragseffekte. So konnte wider Erwarten bereits im ersten Umset- zungsjahr das schon vor Projektstart erfreuliche Betriebsergebnis nochmals um mehr als ein Drittel auf 1,5 % der Bilanzsumme gesteigert werden. Die signifikante Verbesserung der Weiterempfehlungsbereitschaft konzeptes dar und durchbricht die Schwächen eines zu starren der Kunden und eine massiv gestiegene Motivation der Vertriebs- Aufbaues. Eine normierte Vorbereitung auf das Gespräch erhöht mitarbeiter waren erfreuliche Zusatzeffekte. „Wir geben uns 5 die Verkaufschancen. Die standardisierte Nachbereitung ermög- Jahre Zeit, um den Übergang auf die neue Vertriebssteuerung zu licht eine effiziente Kapazitätensteuerung. bewältigen“ so der Vorstandsvorsitzende Johannes Hüser vor dem Start der Umsetzung. Umso größer war die positive Überraschung, Mit der Entscheidung des Vorstandes, künftig ergebnisoffen in Be- dass der bewusst in Kauf genommene, kurzfristige Ergebnisrück- ratungsgespräche zu gehen, wurde sehr schnell klar, dass es kon- gang nicht eintrat und sich die Prognose des beteiligten Strategie- krete Erfolge nur mit einer neuen Art von Steuerung geben kann. beraters Andreas Kronabitleitner bewahrheitete: „Die Erfahrung Strategische Primärzielsetzung klar formuliert s zeigt, dass Sie mit einer konsequenten Ausrichtung am Kunden- fokus sehr rasch deutlich mehr verkaufen werden. Aber um den Preis, im Vorhinein nicht exakt zu wissen, wie viele Stück von wel- Die traditionelle Vertriebssteuerung in der Kreissparkasse Wie- chem Produkt.“ Dem wurde durch eine klare Formulierung des denbrück erfolgte über Zielkarten, die die beiden Dimensionen strategischen Primärzieles für das Privatkundengeschäft, nämlich „Produkte“ und „Gespräche“ berücksichtigten. Mangels klarer nachhaltigen Erfolg durch eine langfristige Bindung zufriedener Prioritätenaussage empfanden die Mitarbeiter die Dimension Kunden zu sichern, Rechnung getragen. Dazu braucht es vor allem „Produkte“ nach wie vor als die dominierende und vom Vorstand Beratungsgespräche, bei denen der tatsächliche Bedarf des Kunden primär gewünschte Erfolgsgröße. Die Dimension „Gespräche“ konsequent im Vordergrund steht. wurde vielfach sogar als unerwünschte Bevormundung am Weg zur gewohnten Zielerreichung erlebt. Diese Zielkarten resultier- Zentraler Grundsatz für Kundengespräche s ten aus dem Bemühen, möglichst viele Dimensionen unter einen Hut bringen zu wollen. Ein ehrenwertes Motiv, das in der Um- „Wir wissen künftig am Beginn des Kundengespräches nicht, setzung aber regelmäßig zum Scheitern verurteilt ist. Sich latent welche Lösung am Ende herauskommt.“ Diese wesentliche Wei- widersprechende Zielsetzungen erfordern eine klare Prioritäten- chenstellung für die neue Vertriebsstrategie erfolgte vor Projekt- aussage. Wenn es diese vom Vorstand nicht gibt, dann sind die start durch den Vertriebsvorstand Werner Twent. Sie gründet auf individuellen Entscheidungen der Mitarbeiter und deren Auswir- der Erkenntnis, dass ein Berater vor dem Kundengespräch nur kungen zur Kenntnis zu nehmen. vermuten kann, wo sich der Bedarf des Kunden befinden wird. Tatsächlich zeigt sich das erst in der konkreten Beratungssituati- Ein gutes Beispiel für die Auswirkungen mangelnder Prioritä- on. Wenn die konkrete Bedarfslage aber dann nicht zufällig mit tenaussagen ist das von Andreas Kronabitleitner so bezeichne- den Produktzielvorgaben übereinstimmt, sehen sich Berater oft te „Finanzkonzept-Dilemma“ der Sparkassen: „Eine oft gehörte genötigt, den Kunden in eine bestimmte Richtung zu drängen. Einschätzung von Vorständen ist jene, dass Mitarbeiter, die die Dies wird mittlerweile aber nicht nur von den Kunden deutlich gewünschten Gespräche führen, auch ihre Produktziele erfüllen. abgelehnt sondern bringt auch die Berater in einen Interessens- Wenn man aber mit den Mitarbeitern spricht, zeigt sich die Re- konflikt, den sie immer weniger mittragen wollen. Mit ein we- alität oft genau umgekehrt. Bei denjenigen Mitarbeitern, die ihre sentlicher Grund für die abnehmende Attraktivität von Banken Produktziele erfüllen, wird gar nicht mehr nachgefragt, wie sie die- als Arbeitgeber für junge Verkaufstalente. se erreichen. Wenn aber einmal formulierte Ziele nur halbherzig kontrolliert werden, leidet die Glaubwürdigkeit des Managements Damit Beratungsgespräche von Kunden als wertvoll erlebt werden massiv. Wenn das Management dennoch Wert auf die Erfüllung können, müssen sie ergebnisoffen sein. Am Beginn eines Gesprä- von Aktivitätenzielen legt, dann wird einfach aufgezeichnet, was ches geht es darum, die Kompetenzfelder der Bank überblicksmä- man hören möchte. Wird trotzdem nachgehakt, dann führt das in ßig zu verdeutlichen und gemeinsam sinnvolle Beratungsfelder zu der Regel zu Druck und Frustration.“ identifizieren. Erst nach einem klaren „Ja“ des Kunden macht es Sinn, in eine detaillierte Bedarfsfeldberatung einzusteigen. Dieser Dazu Werner Twent: „Wir verbrachten viel Zeit mit der Diskus- modulare Aufbau stellt eine bewusste Erweiterung des s-Finanz- sion, was letztendlich als Gespräch gewertet werden darf. Zudem s bestbanking 191 • 2012 19
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    banking s Fotos: © bestbankingmedien v.l.n.r. Vorstandsvorsitzender Johannes Hüser, Dr. Andreas Kronabitleitner, Vorstandsdirektor Werner Twent mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass durch Selbstaufzeichnung wollen wir verkaufen?“, sondern „Welche Kunden wollen wir wie s dokumentierte Zielerfüllungen vor allem die Kreativität der Mit- betreuen und was sollte dabei herauskommen?“ arbeiter fördern. Deshalb sahen wir als erstes die Notwendigkeit, den Mitarbeitern klar zu sagen, was wir künftig erreichen wollen.“ Damit war auch klar, dass Gesprächsanzahlen keine Zielsetzung Die Klarheit der Botschaft wurde durch eine auf einen Blick er- mehr sein können. Die Frage „Was darf als Gespräch gewertet wer- fassbare Darstellung in Form einer Pyramide unterstützt (Abb. 1). den?“ durfte sich nicht mehr stellen. Ab sofort galt der Grundsatz, Sie zeigt das strategische Primärziel für das Privatkundengeschäft, dass jeder Kundentermin nach der im Gesprächsstandard festge- das daraus abgeleitete Geschäftsmodell, die verwendeten Instru- legten Grobstruktur – Vorbereitung, Gesprächsrahmen, Nachbe- mente und die Schritte zur Umsetzung. Jeder Mitarbeiter sollte reitung - abläuft. Die jeweilige Intensität bestimmt der Kunde mit wissen, wo der Vorstand hin will, wie deshalb gearbeitet wird und seinem aktuellen Bedarf. was das für ihn persönlich bedeutet. Diese einfache Darstellung Konkretes Leistungsversprechen für die Kunden s gab Sicherheit und war die Basis für die mittlerweile bemerkens- wert hohe Motivation der Mitarbeiter. Um eine konkrete Auswahl der an die Sparkasse zu bindenden Der Vorstand steuert die Kapazitätenverwendung s Kunden treffen zu können musste der Nutzen der bestehenden Kundensegmentierung kritisch hinterfragt werden. Die bisherige Zur Erreichung der strategischen Primärzielsetzung brauchte es Einstufung nach Einkommen und Vermögen hätte sich mit wei- eine effiziente Kapazitätensteuerung. Dabei galt der Grundsatz, teren Kriterien noch verfeinern lassen. Allerdings hätte keine auch dass nicht mehr nur die Kundenberater entscheiden, welche Kun- noch so ausgefeilte Segmentierung die Frage beantwortet, ob die den tatsächlich kontaktiert werden. Vielmehr steuert das Manage- für eine bestimmte Betreuung ausgewählten Kunden diese auch ment, wie bestehende Kapazitäten eingesetzt werden. Wichtig für tatsächlich schätzen. Beratungsaffine und bequemlichkeitsorien- die Akzeptanz war, dass nicht theoretisch mögliche sondern nur tierte Stammkunden sehen dies nämlich ganz anders als dies Ro- tatsächlich vorhandene Kapazitäten verplant werden. Diese waren sinenpicker tun. Die Erfahrung zeigt aber, dass Berater spätestens ab dem Start der Umsetzung Grundlage für die Zielvereinbarung. dann, wenn sie zum dritten Mal mit der Aussage eines Kunden Unter der Prämisse der im Gesprächsstandard formulierten Ergeb- „Ich komme dann schon, wenn ich was brauche“ konfrontiert nisoffenheit wurde so die Effizienz der Aktivitäten zum zentralen werden die gut überlegte Kundensegmentierung als theoretischen Element der Führungsarbeit. Über Ziele gesteuert und kontrolliert Ballast erleben. Die Frage, ob Kunden die für sie vorgesehene Be- wurde nicht mehr die Frage „Wie viele Stück von welchem Produkt treuung auch tatsächlich schätzen kann von keiner maschinellen 20 bestbanking 191 • 2012
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    banking Abbildung 1: DasPrivatkundengeschäft der Kreissparkasse Wiedenbrück auf einen Blick Segmentierung und durch keinen Kundenberater beantwortet wer- eine Sparkasse in ihrem Marktgebiet begrenzt regionale Marken- den. Das kann nur der jeweilige Kunde selbst tun. dehnung betreiben. Das alles würde aber nicht ausreichen, um die Zufriedenheit jener Kunden, die aufgrund ihrer Attraktivität Deshalb galt es, ein klares Leistungsversprechen mit deutlich unbedingt an die Bank gebunden werden sollten, langfristig si- erkennbarem Nutzen für die Kunden zu formulieren. Im Mit- cherzustellen. Das wird nur durch die konsequente Einlösung ei- telpunkt dieses Versprechens sollten die Person des Beraters und nes individuellen Leistungsversprechens erreicht. Die signifikant seine Beziehung zum Kunden stehen. Das passive Angebot eines gestiegene Weiterempfehlungsbereitschaft der Kunden zeigt, dass Ansprechpartners - „Ich bin jederzeit für Sie da, wenn Sie was diese Erweiterung des persönlichen Nutzenempfindens ein wert- brauchen“ - würde im heutigen Wettbewerbsumfeld mit Sicherheit voller Wettbewerbsvorteil ist. nicht mehr ausreichen. Die Berater in der Kreissparkasse Wieden- brück versprechen deshalb heute ein „aktives Kümmern“ um alle Für die Einhaltung des Leistungsversprechens sind die jeweiligen finanziellen Belange des Kunden. Wichtig: Sie erklären zudem, Kundenberater dem Vorstand gegenüber verantwortlich. Sie gehen wie sie das sicherstellen werden. damit eine erhebliche persönliche Verpflichtung ein, weil sie damit ihre berufliche Reputation verbinden. Sie werden das allerdings Abgrenzung zum Markenversprechen s nur dann mit Überzeugung tun, wenn sie sich auf stimmige Rah- menbedingungen verlassen können. Sie haben deshalb ihrerseits Ein eklatantes Problem in der Marketing- und Vertriebsarbeit einen begründeten Anspruch an den Vorstand, dass er die notwen- von traditionellen Retailbanken ist die unglückliche Vermischung digen Rahmenbedingungen durch konsequentes und stringentes von Markenversprechen und individuellem Leistungsversprechen. Management zu jeder Zeit gewährleistet. s Das Markenversprechen einer Bankengruppe richtet sich an die Gesamtheit der bestehenden und potenziel- len Kunden im Marktgebiet. Die Qualität und Intensität der konkreten Betreuung darf mangels ausreichender Kapazitäten immer nur individuell versprochen werden. Andernfalls würden Werbeaussagen und Umsetzung weit auseinanderklaffen und nicht erfüllte Kundenerwartungen wären die logische Folge. Zahlreiche Online-Fo- ren und bekannte Konsumentenformate im TV begründen ihre Existenz mit derartigen Widersprüchen. Das Markenversprechen der Sparkassen- gruppe schafft durch das flächendeckend gültige Argument der hervorragenden Pro- dukt- und Servicequalität eine gute Aus- gangsposition im Wettbewerb. Und es ist zumindest ein gutes Bindungsargument für Kunden mit überschaubarem Finanzbe- darf. Innerhalb dieses Markendaches kann Vorstandsdirektor Werner Twent und Dr. Andreas Kronabitleitner bestbanking 191 • 2012 21
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    banking s Stimmige Rahmenbedingungen s für die Mitarbeiter Wenn gute Konzepte in ihrer Umsetzung scheitern, dann liegt es oft daran, dass das Management auf halbem Weg vom ur- sprünglich noch vorhandenen Mut verlas- sen wurde. Nur wenn sämtliche Rahmen- bedingungen stimmig sind, kann es den gewünschten Erfolg geben. Auch dann, wenn nur einzelne Faktoren übersehen wer- den, ist dies die beste Legitimation für das Phänomen der „maximalen verbalen Aufge- schlossenheit bei weitgehender Verhaltens- starre“. Die dazu passende Formulierung lautet dann oft: „Ich würde ja schrecklich Abbildung 2: Stimmige Rahmenbedingungen gerne, aber …“. Ein Phänomen, dem jedes noch so gute Management in letzter Konse- Foto: © bestbanking medien quenz machtlos gegenüber steht. Um stimmige Rahmenbedingungen unbedingt zu gewährleisten, wurden in der Kreissparkasse Wiedenbrück die Projektmitarbei- ter eingehend befragt. Sie sollten jene Rahmenbedingungen, auf- grund derer sie die Intensität ihres persönlichen Engagements be- stimmen, klar benennen. Als wesentlichste Rahmenbedingungen wurden die persönlichen Ziele und das Agieren der unmittelbaren Führungskraft identifiziert. Große Bedeutung haben das Aktivitä- ten- und Vertriebscontrolling, die leistungsorientierte Entlohnung, Ausbildung und Training und die IT-Unterstützung. Das gelebte Geschäftsmodell muss aus Sicht der Mitarbeiter zweifelsfrei geeig- net sein, um die primäre strategische Zielsetzung des Vorstandes zu erreichen (Abb. 2). Wenn diese nicht trivialen, aber lösbaren Hausaufgaben gemacht infobox sind, dann hat das Management damit lediglich die Grundlage für den Umsetzungserfolg geschaffen. Nachhaltig wird dieser erst durch konsequentes und beharrliches Bemühen des Vorstandes n Zur Person und seiner Führungskräfte im Vertrieb. Dazu Vertriebsvorstand Dr. Andreas Kronabitleitner ist Oberösterreicher und Part- Werner Twent: „Trotz erster signifikanter Erfolge ist noch einiges ner bei der auf Bankberatung spezialisierten consulting- an Umsetzungsarbeit zu leisten. Vor allem gilt es, nicht in tradi- partner AG mit Sitz in Köln. Als Strategieberater für Re- tionelle und scheinbar bewährte Verhaltensmuster zurückzufallen gionalbanken konzentrierte er sich in den letzten Jahren und so ungewollt widersprüchliche Signale zu senden.“ auf die konsequente und nachhaltige Ausrichtung von y Sparkassen und Genossenschaftsbanken in Deutschland. Weitere Fragen und Antworten zum Thema im Internet (mail: kronabitleitner@consultingpartner.de). unter www.bestbanking.at im Videointerview mit Dr. Andreas Kronabitleitner. Fazit n Mit einer kompromisslosen Entscheidung für ein klares strategisches Primärziel und eventuell für die zu optimierende Nebenbedingung wird eine Bank auf jeden Fall erfolgreicher sein. Produkt- oder Deckungsbeitragsfokus eignen sich für die kurzfristige Optimierung eines Geschäftsfeldes. Um nachhaltigen Erfolg zu steuern braucht es primär einen Kundenfokus. Für alle drei Ausprägungen gilt „Konsequenz im Tun“ als zentrale Erfolgsvoraussetzung. Das bedeutet, auch mit einem klaren Produktfokus wird eine Bank, so sie das „Gängeln“ der Mitarbeiter unterlässt, erfolgreicher sein. An dem strategischen Dilemma, dass sich Banken mittelfristig dadurch aus dem Markt steuern, ändert dies nichts. Kontinuierliche Marktanteilsverluste in den Schlüsselprodukten sind unter anderem ein Ergebnis der nach wie vor dominierenden Steuerung über den Produktfokus. Ein einigermaßen engagierter Mitarbeiter erreicht seine Pro- duktziele über Fälligkeiten, eigene Wiedervorlagen und Bringgeschäft. Aufgrund der natürlichen Fluktuation werden so aber immer weniger Kunden immer intensiver betreut. Eine Entscheidung für den Kundenfokus bedeutet deshalb auch eine Entscheidung für nachhaltigen Erfolg. 22 bestbanking 191 • 2012
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    banking Ein cooles Handyist nicht genug! Oder doch? Manchmal kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Kommerzbanken der Innovationslust ihrer Kunden hinterherhinken. Bei Mobile Payments – also dem Bezahlen mithilfe des Mobiltelefons – gab es gute Argumente für eine abwartende Haltung, allen voran das Thema Sicherheit. Argwöhnisch von europäischen Banken beäugt, haben innovative Zahlungsverkehrsdienstleister die Ent- wicklung voran getrieben und sind im Begriff, in die Märkte vorzupreschen. Sieht die Bankenlandschaft zu, wie eine agile Generation von Konsumenten das neue Bezahlen mit offenen Armen empfangen und Sicherheitsaspekte über Bord werfen wird? Wohl kaum! Zwei Szenarien schaffen den Bedenken Abhilfe und ermöglichen innovativen Banken den kontrollierten Sprung ins Smartphone-Zeitalter. Eine langfristige Vision für Near Field Communi- s nach dem Henne-/Ei-Prinzip die wechselseitige Akzeptanz bei cation (NFC): Trusted Service Manager (TSM) als Konsumenten wie Händlern. Schaltstelle für alle Player Im Sinne einer hochsicheren Servicezentrale bilden TSMs die Schnittstelle zwischen den kartenausgebenden Banken und den Handybetreibern, die in der Regel den Device für das Sicher- heitselement bereitstellen. Unter Einhaltung höchster Sicherheits- kriterien organisiert der TSM auf Basis der bankseitig zur Ver- fügung gestellten Kontoinhaber-Parameter die Personalisierung des Sicherheitselements, also Chip oder SIM Karte. Dann kann jeder Kunde die virtuelle Karte seiner Wahl für mobile Zahlun- Vereinfachte Fraud Control bei eWallets durch ‚maskierte‘ Kartendaten gen nutzen. Vorausgesetzt, seine Bank und sein Mobilfunkanbie- ter kooperieren mit dem gleichen TSM – obgleich eine zentrale Welcher Weg der wahre ist, muss jede Bank für sich entscheiden. Organisation sinnvoll scheint, sind auch mehrere TSMs denkbar. Fakt ist, dass der hybride Konsument sich durchaus gleichzeitig mit Potentielle TSMs werden sich die Chance auf Differenzierung Smartphone und Tablet im New-Media-Age wie auch in der tradi- durch zusätzliche Services, die sich auf der Basis der wechselseiti- tionellen Seriosität der Bankenwelt zu Hause fühlt. Dieses Urver- gen Kundenbeziehung anbieten, nicht entgehen lassen. Zurück in trauen des Konsumenten in die Realität: Praxisbeispiele gibt es noch kaum, aber einige vielver- ‚seine‘ Bank, das Studien zu- sprechende Pilotprojekte, allen voran von O2 in England. folge deutlich ausgeprägter ist als gegenüber jedem IT- oder Telekom-Unternehmen, ist ein Kapital, auf das Banken im Mobile Commerce setzen könnten. Kombiniert man dazu das Know-How eines innovativen Outsourcing-Partners, der sich um die Zahlungsabläufe und Sicherheitsaspekte hinter App Trusted Service Manager: zentrale Schnittstelle für Banken und Co. kümmert, hat man beste Chancen ‚best of both worlds‘ zu kom- Handybetreiber binieren und rechtzeitig auf den Zeitgeist aufzuspringen. y eWallets: in der Cloud zu Mobile Payments s infobox Ausgehend von der Unmittelbarkeit des eCommerce gingen einige n Philipp Stadelmann Anbieter den kurzen Weg und lancierten kürzlich in einigen Län- ist Head of Home Markets, Financial Industry Services dern erfolgreich M-Payment Lösungen. eWallets wie etwa Apple bei SIX Payment Services. SIX Payment Services ist ei- Passbook oder Google Wallet haben eine kurze Time-to-Market ner der führenden Transaktionsverarbeiter Europas im und einen klaren Einsatzschwerpunkt: bei simplen ‚Jetzt Kaufen‘- Bereich des bargeldlosen Zahlens. SIX sorgt mit mo- Apps richten sie sich in erster Linie an niedrigschwellige Transak- dernster IT-Infrastruktur für den effizienten und sicheren tionen im B2C Bereich. Mit in einem Alias-Directory hinterlegten Trans¬aktionsablauf zwischen Karteninhaber, Karten- Kartendaten kommen sie ohne aufwändige 3D-Secure Funktiona- herausgeber und Händler. In Österreich unterstützt SIX lität, ohne langwierige Anmeldeprozesse aus, und setzen konventi- Payment Services die Banken bei der End-to-End-Ab- onellem Sicherheitsdenken vor allem eines entgegen: Convenience. wicklung ihres Kartengeschäfts und wickelt für Raiffei- Einfachste Anwendung und häufige Transaktionen mit allgegen- sen International mit der Mobile Payments Lösung «Card wärtigen Händler haben sämtliche im Markt im Einsatz befind- Mobile» mit Smartphones getätigte Zahlungen ab. Mit lichen eWallets gemein. Ob das erfolgsentscheidende Kriterium rund 1.000 Mitarbeitenden an 13 Standorten weltweit - hohe Volumina - sich überall einstellen wird, ist fraglich. Ent- begleitet SIX Payment Services Kunden aus 33 Ländern. www.six-payment-services.com scheidend für die erfolgreiche Verankerung im weltweiten Netz- werk wird die Praktikabilität im Systemzugang sein und letztlich bestbanking 191 • 2012 23
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    banking s n Wie dediziertes CRM das Kernbankensystem ergänzen kann CRM als Wettbewerbsmotor für mehr Foto: © fotolia Die Herausforderungen im Finanzsektor wachsen. Viele Banken erkennen die Orientierung am Kunden als wichtige Strategie im verstärkten Wettbewerb. Mit Einfachheit und individueller Ansprache möchten sie Kunden gewinnen und halten. Doch sind die CRM-Funktionen der Kernbanksysteme für einen Paradigmenwechsel von der Produkt- zur Kundenorientierung ausreichend? Beim genauen Hinsehen zeigt sich, dass dedizierte CRM-Systeme die unternehmenseinheitliche Vertriebs-, Marketing- und Ser- vicesteuerung auf ein neues Level heben können. Mehr Flexibilität bei strategischen Anpassungen, bei der schnellen Umsetzung neuer Regularien und Marktanforderungen sowie bei der Neukundengewinnung sprechen für ein Mehr an CRM. Von Ute Ross, Marketing Manager Financial Services International bei der update software AG Bei CRM-Projekten im Bankumfeld steht meist zweierlei im Vor- Foto: © fotolia dergrund: Der Kunde und – damit verbunden – der Wunsch nach mehr Kundenzentrierung zur Umsatzsteigerung. Doch Kernban- kensysteme setzen den Kunden mit dem Konto gleich. Wichtige Informationen zur Neukundengewinnung, zum Cross-Selling oder für vertriebs- und marketingrelevante „soft facts“ fehlen. Das führt unweigerlich zu Ineffizienzen. Finanzinstitute stehen deshalb vor der Herausforderung, umzudenken: Weg von der Transaktionsori- entierung, hin zu Prozessen, die sich am Kunden ausrichten. Neues Spiel in veränderten Märkten s Im gesamten Finanzmarkt hat sich durch zunehmende regulato- rische Beschränkungen, neue Player und innovative Geschäfts- 24 bestbanking 191 • 2012
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    banking Kundenzentrierung Foto: © update software und Zahlungsmodelle bereits viel verändert. Paypal und Google verfügen über Banklizenzen, mobile Zahlungssysteme lassen alteingesessene Banken an ihre Grenzen stoßen. In der Konse- quenz bedingen diese Marktveränderungen die Notwendigkeit einer Neuausrichtung. Veränderte Kundenansprüche sowie neue Produktangebote und Serviceanforderungen setzen erweiterte Kompetenzen voraus. Die bisher vorherrschende Herangehens- weise über Lockangebote und niedrige Kontoführungsgebühren wird daher für den künftigen Erfolg nicht ausreichen. Eine klare Kundenzentrierung, beste „Do-it-your-self “-Services mit Cross- Selling-Potenzial, eine starke Beratungsqualität und die Neukun- dengewinnung über spezialisierte Angebote werden verstärkt in den Fokus rücken. Doch mit den Bordmitteln der Kernbanken- systeme sind diese Anforderungen nur unzureichend umzusetzen. Ein weiterer Aspekt betrifft die Sicherheit, dass jeder Mitarbeiter mit Kundenkontakt über das nötige Beratungs-Know-how und ein Maximalmaß an Informationen verfügen muss – eine Lektion, die man nach der Lehman-Pleite sehr ernst nimmt. infobox CRM-Technologie als Enabler s n Zur Person Ute Ross ist Marketing Manager Financial Services bei Mit den Veränderungen am Markt rückt ein weiteres bankinter- der update software Deutschland GmbH. Als Diplom- nes Thema in den Fokus: Die Geschwindigkeit der IT, auf neue Kauffrau mit Schwerpunkt Marketing und E-Commerce Anforderungen, veränderte Reglements und neue Technologien arbeitet Ute Ross seit mehreren Jahren als B2B Marketing zu reagieren, wird im zunehmenden Wettbewerb noch entschei- Professional mit Vertriebshintergrund in der Medien- dender sein. Um Veränderungen abzubilden, müssen Kernban- und Softwarebranche. Mit Fokus auf der Finanzbranche kensysteme in der Regel aufwendig umprogrammiert werden. verantwortet sie bei der update software Deutschland Doch selten kann dies die Bank selbst umsetzen und ist damit auf GmbH das CRM-Marketing für Deutschland, Österreich den Softwareanbieter und dessen Release-Geschwindigkeit an- und die Schweiz. Ute Ross ist spezialisiert auf Cloud gewiesen. Wie schnell neue Technologien im Bankumfeld Ein- Computing, Mobile CRM, Social Media Marketing und zug halten, hängt also von der Umsetzungsgeschwindigkeit der ganzheitliches Kundenbeziehungsmanagement in den IT-Anbieter ab. Neue Trends wie iPad-Lösungen, die Einbezie- Zielgruppen der Finanzbranche. hung von Social Media in das CRM und die Anbindung an neue Online-Services können IT-Spezialanbieter in der Regel deutlich früher liefern. Auch der einfache Zugriff auf Reports oder andere Analysen ist essentiell für die richtige Entscheidungsfindung. Bis entsprechende Funktionen im Kernbankensystem zur Verfügung verbunden ist, sollte keine Chance verloren gehen. Die Bewer- stehen, brauchen Anwender mitunter viel Geduld. Zudem wird tung von Geschäftschancen und saubere Prozesse, die dafür sor- der Bankensektor stärker als bisher von Zusammenschlüssen gen, dass eine passgenaue Ansprache erfolgt und kein potentieller und neuen Businessmodellen geprägt sein. Reine CRM-Appli- (Neu-)kunde vergessen wird, sind ein Kernthema von dezidier- kationen sind hier wendig genug für eine schnelle Einführung tem CRM. Es ermöglicht dem Bankmitarbeiter zudem einen oder Anpassung. Sie erlauben eine frühzeitige, strategisch besse- transparenten Blick auf Personen und Konten sowie auf die Be- re Einbeziehung neuer Mitarbeiter und dienen als Basis für die ziehungen zwischen Kunden – auch im Geschäftskundenbereich. Mitarbeiterführung und übergreifende Steuerung. Diese Fakto- Die größte Harmonie in der Beziehung zwischen Bank und Kun- ren erleichtern grundsätzlich den Einstieg in dediziertes CRM de ist dann gegeben, wenn sich der Kunde in seiner individuellen und bessere Kundenbindung. Situation verstanden fühlt – zugleich ergeben sich hier wichtige Geschäftschancen: die Orientierung an Ereignissen im Kunden- Nah am Kunden s lebenszyklus schafft Marketing- und Vertriebsanlässe. Dedizier- tes CRM sorgt mit Reminder-Funktionen dafür, dass man kein Rund um den Kundenlebenszyklus warten spezialisierte CRM- relevantes Ereignis übersieht. Auch werden Cross-Selling-Chan- Lösungen mit einer Unterstützung auf, die weit über die Funk- cen über Analysen direkt in den Ansprachezyklus aufgenommen. tionalität der Kernbankensysteme hinausgeht. Vor allem in den Grundsätzlich gilt: Das „Closed Loop Prinzip“ für Marketing, Bereichen Lead- und Chancen-Management ist die Erweiterung Vertrieb und Service bleibt dezidierten CRM-Systemen vorbe- um CRM-Funktionen sinnvoll. Gerade weil das Thema Neukun- halten und bereitet Banken damit optimal auf zukünftige Markt- WERBUNG dengewinnung und Kundenbindung mit erheblichem Aufwand und Kundenveränderungen vor. y bestbanking 191 • 2012 25
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    s Foto: © bestbankingmedien bankobjekte Neue Hypo-NÖ-Zentrale in St. Pölten Die neue Konzernzentrale der Hypo NÖ Gruppe wurde nach zweijähriger Bauphase eröffnet. Für Generaldirektor Peter Harold ist die Standortwahl ein Bekenntnis zum Eigentümer, dem Land Niederösterreich, ebenso wie zur Landeshauptstadt. Das neue Headquarter verbindet Full-Ser- ter, CO2-Neutralität, Kunst-Affinität und ter Geschäftsstelle hat sich sowohl stra- vice-Kundenbereiche mit adäquaten Ar- eine moderne Optik. Die Konzernzentrale tegisch, als auch von Kostenseite her, als beitsplätzen, Niedrigenergiehaus-Charak- mit angeschlossener neunundzwanzigs- beste Wahl erwiesen. Mit der großzügi- gen und zweckmäßigen Innenarchitektur hebt man den Stellenwert des Bauwerkes. In der Innenarchitektur lassen sich unter- schiedliche Phasen und Entwicklungen erkennen, die den engen Bezug zum ge- sellschaftlichen und wirtschaftlichen Um- feld der Bank zeigen. Die spezifische Ar- chitektur des „banking“ lässt sich dabei in erster Linie an der Gestaltung und Form der Empfangs- und Kundenhalle ablesen die Bankgebäude von anderen Büro- und Verwaltungsgebäuden unterscheidet. Die Bank ist ein öffentlicher Bereich und dem wurde mit diesem Haus mit modernster Technik und Komfort Rechnung getra- gen. Die mehrgeschossigen Innenräume BM Matthias Stadler, LH Erwin Pröll, GD-HYPO NOE Peter Harold, mit den Veranstaltungsflächen und die LH.Stv. Wolfgang Sobotka transparenten Büros erhalten ihre beson- 26 bestbanking 191 • 2012
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    bankobjekte Foto: © bestbanking medien Objekt Neue HYPO NOE-Zentrale Hypogasse 1 A-3100 Sankt Pölten Gesamtfläche: 19.000 m² Architekt: Dipl. Ing. Johannes Zieser Generalpartner: ARGE Zieser-Maurer Belegung: 400 Mitarbeiter Gebäudehöhe: 30 Meter Gebäudelänge: 115 Meter Gebäudebreite: zw. 15-37 Meter Baumeisterarbeit: ARGE PORR / STRABAG Projektbetreuung: HYPO NOE Real Consult Regionalität: 2/3 der am Bau beteiligten Unternehmen sind aus Niederösterreich dere Atmosphäre durch den Einsatz von natürlichen Materialien wie Glas, Holz oder Stein. Präzision und Klarheit, sowie die Reduktion auf künstlerische Elemente, Foto: HYPO NOE Gruppe / herfertherfert wurden zur Richtschnur banktypischer Leitmotive wie Solidität, Kompetenz und Qualität. Landeshauptmann Erwin Pröll hebt die Bedeutung der Bankengruppe als wichti- gen Arbeitgeber und Finanzpartner zahl- reicher namhafter Projekte des Landes hervor. Damit habe die Hypo NÖ einen entscheidenden Beitrag für die innovative und nachhaltige Entwicklung im Land geleistet. Als Eigentümervertreter zeig- te sich auch LHStv. Wolfgang Sobotka erfreut über die „hervorragende Ent- wicklung“ der Bank und die stabile und sichere finanzielle Basis der mittlerweile auf über 900 Mitarbeiter gewachsenen s bestbanking 191 • 2012 27
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    s Foto: HYPO NOEGruppe / herfertherfert bankobjekte Im 6.OG wurden zusätzlich zwei Räume von Studentinnen der New Design University St.Pölten entworfen. „Mit einer zeitgemäßen und nach- haltigen Architektur ist vor allem auch ein Organismus entstanden, der neuen Entwicklungen in der Arbeitswelt, bei denen der Beruf immer mehr auch private Identifikation verlangt, Rechnung trägt. Freundliche Büros, Zonen für das informelle Gespräch, gesundes Raumklima, eine anspre- chende Infrastruktur sowie die ausgestellte Kunst signalisieren ein hohes Verständnis für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und ihre Leistungen. Das ist ein Haus, in dem die Atmosphäre stimmt!“ so Dr. Stephan Schmidt-Wulffen, Rektor New Design University 28 bestbanking 191 • 2012
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    bankobjekte Foto: HYPO NOE Gruppe / herfertherfert Der zweite Raum im 6.OG, welcher von Studentinnen der New Design University St.Pölten entworfen wurde. Kristina Bigler und Elisabeth Watzek sind für das künstlerische Design dieser Räume verantwortlich – umgesetzt von HTL-Mödling, Abt. Innenarchitektur Fazit und Perspektive s Unternehmensgruppe. Zwei Jahre war worden. Umgesetzt wurde der aus einem s an der neuen Konzernzentrale mit einer international durchgeführten Architek- Nettogeschoßfläche von etwa 19.000 turwettbewerb als Sieger hervorgegange- Die Architektur von Banken und Geldin- Quadratmetern und möglichen Arbeits- ne Entwurf von Johannes Zieser. stituten wird zwar vom Selbstverständnis plätzen für etwa 400 Mitarbeiter gebaut des Unternehmens und dem gewünschten s Foto: © bestbanking medien Aufsichtsratsraum. Dieser befindet sich im 6. OG der HYPO NOE-Konzernzentrale. Hier tagt der Aufsichtsrat beziehungsweise finden teilweise auch Vorstandssitzungen statt. Es gibt die Möglichkeit für Präsentationen und Videokonferenzen (Kamera, 1 Bildschirm Video, 1 Bildschirm Prä- sentation) Raumtechnik wird mittels IPad gesteuert. Für 23 Leute, sonst max. 26 wenn keine Sicht zu Bildschirmen erforderlich ist. bestbanking 191 • 2012 29
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    s bankobjekte © bestbanking medien Nach Jahrzehnten in führender Position als Gesamtausstatter von Bankeinrichtung verfügen wir über umfangreiches know how. Diese Erfahrung setzen wir seit Jahren auch in der Objekteinrichtung und dem privaten Wohnen ein. Raumdesign aus funktioneller Einrichtung mit modernster Sicherheits- und Medientechnik kombiniert, bringen größten Kun- dennutzen und Wirtschaftlichkeit für den Betrieb. Unikate aus hochwertigsten Materialien, vorbereitet auf neueste Technolo- gien werden verlangt. Von raumbildenden Systemen, deren Einrichtung mit modernen Möbelanlagen bis zur Organistation und Sicherheitstechnik - wir sehen Funktionalität und Design als Maßstäbe für ganzheitliche Lösungen. Manigatterer bewältigt diese Aufgabe bereits in 2. Generation. Kompetente Mitarbeiter in Konzeption, Planung, Verwaltung und moderner Tischlerei sowie erfahrene Mitarbeiter im Außendienst sind die Stütze des Unternehmens. WERBUNG 30 bestbanking 191 • 2012
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    bankobjekte Foto: HYPO NOE Gruppe / herfertherfert Die Fassaden wurden durch scheinbar filigrane Elemente zu hauchdünnen Konstruktionen. Foto: © 2Xbestbanking medien Foto: HYPO NOE Gruppe / herfertherfert Hanakam Schuller Projekt: Hanakam Schuller studierte bei Erwin Wurm und sind die Shoo- ting-Stars der österreichischen Kunst-Szene. In Ihrer Installation für die HYPO NOE Gruppe greifen Sie das Thema des Tresor-Raumes auf: Auf eine von hinten beleuchtete Glaskonstruktion werden transluzente 3M-Folien angebracht, die schematisch eine Tre- sorwand darstellen. Auf dieser Tresorwand sind jeweils Wörter ausge- schnitten, die aus anderen Werken von Hanakam Schuller stammen. Die Künstler lagern damit das Wertvollste im Tresor ein, das sie besitzen: Ihre eigene Gedankenwelt. Selbstbild bestimmt - man vergleiche nur die früheren Säulenhallen s der Banken mit einer Repräsentationschwelle und dem heute offe- nen Kundenmarktplatz mit größtmöglicher Transparenz. Die Hypo Zentrale ist marktorientiert, denn trotz aller Neuentwicklungen wie Home-, Mobile- und Online- Banking: die Banken werden sich auch künftig in und mit ihren Bauten und Innenräumen darstellen, wo sie die Chance zur Begegnung und zur Bindung des Kunden nutzen. s bestbanking 191 • 2012 31
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    s Foto: HYPO NOEGruppe / herfertherfert bankobjekte „Die neue HYPO NOE-Zentrale stellt den Beitrag der Architektur zum Gesamtauftritt des Unternehmens in der Öffentlichkeit dar. Die Fassadengestaltung im weiß-blauen Farbspiel ist außergewöhnlich und welt- weit bislang einzigartig, bleibt aber im Detail nobel und zurückhaltend.“ Architekt Dipl. Ing. Johannes Zieser 32 bestbanking 191 • 2012
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    bankobjekte Interview mit Dr. Peter Harold, Vorstandsvorsitzender HYPO NOE Gruppe Foto: HYPO NOE Gruppe best banking: Was war ausschlaggebend für die s Standortwahl Ihrer neuen Konzernzentrale? Nun, zunächst ist die Standortwahl unserer neuen Zentrale ein Bekenntnis zu unserem Eigentümer dem Land Niederösterreich und zur Landeshauptstadt. Die Bank des Landes zeigt, was sie ist – eine starke Institution im Interesse Niederösterreichs und seiner Men- schen. Des weiteren war natürlich die Tatsache ist das außen liegende, sonnenstandgesteu- Bankgeschäft zu vereinfachen. Durch einen ausschlaggebend, dass sich das Grundstück erte Sonnenschutzsystem, welches optimale gemeinsamen Standort inklusive neuer, 29ter bereits seit Jahren im Besitz der Bank befindet Temperatur- und Lichtverhältnisse in den Geschäftsstelle, ist es uns möglich, noch ziel- und dadurch, sowie durch die gute Lage, die Innenbereichen des Gebäudes unterstützt gerichteter und rascher auf die Bedürfnisse beste Wahl darstellte. und einen wesentlichen Beitrag zum Ener- unserer KundInnen einzugehen. Als zentrale giekonzept leistet. Bei hohem Lichteinfall Drehscheibe der HYPO NOE wurden alle best banking: Was waren die Herausforde- schließen sich die Sonnenschutz-Lamellen, drei bisherigen St. Pöltner Standorte gebündelt rungen in der Projektentwicklung? bei bewölktem Wetter öffnen sie sich und und stellen nun das gemeinsame Zuhause der die dahinterliegenden Fenster kommen zum HYPO NOE Landesbank, der HYPO NOE Nun, die größte Herausforderung bei jedem Vorschein. Gruppe Bank, der HYPO NOE Leasing und Bauvorhaben ist es, hohe Qualität und die der HYPO NOE Real Consult dar. notwendige Quantität zu gewährleisten und best banking: Welche Vorgaben gab es für die dabei im vorgegebenen Budgetrahmen zu Innenarchitektur? best banking: Welche Rolle spielte die bleiben. Sowohl bei Zeit- als auch Kosten- Kunst in der Planung? plan haben wir eine Punktlandung hinge- Hier standen der Mitarbeiter und sein legt. Hier haben alle an Planung und Bau Wohlbefinden stets im Vordergrund. Die Die Förderung von Kunst wird in der HYPO Beteiligten – allen voran unsere Real Con- Ausstattung sowie das Gebäude mussten Niederösterreich sehr hoch gehalten. Dem- sult Tochter sowie das Team unseres inter- technisch funktional sein, den neuesten entsprechend spielt sie in unserem neuen Ge- nen Facility Managements – hervorragende Standards entsprechen und gleichzeitig bäude eine zentrale Rolle. Zwei unserer Be- Arbeit geleistet. Raum für Kommunikation schaffen. Auf sprechungsräume wurden beispielsweise von ökologische Materialen wurde besonders Studentinnen unseres Partners, der New De- best banking: Architektur mit hohen Ansprü- großer Wert gelegt. Eine gewisse Wohl- sign University St. Pölten entworfen und von chen an diesem Standort? fühlatmosphäre ist meiner Ansicht nach der HTL Mödling umgesetzt. Des Weiteren für gute Zusammenarbeit, Kreativität und startet im Jahr 2013 die HYPO NOE Young Ich bin sehr stolz auf unsere architektonische Freude an der Arbeit für ein Bürogebäude Art Collection, mit welcher wir junge nieder- Gestaltung, denn die neue Konzernzentrale unumgänglich. österreichische und im Donauraum beheima- stellt ein Vorzeigeobjekt effizienter Energie- tete Kunst fördern möchten. Im Rahmen des- nutzung dar. Dies wird nicht nur durch ein best banking: Was hat sich für die Kunden sen sind pro Jahr zwei Ausstellungen junger optimales Energie- und Raumkonzept ge- und Mitarbeiter verändert? Künstler sowie eine Auktion der Kunstwerke währleistet, sondern auch durch so manches in unserer Konzernzentrale geplant. Während `Grüne Extra` ergänzt. Denn unser neuer Mit der neuen Konzernzentrale in St. Pölten des Jahres werden jene Künstler auch aktiv in Firmensitz ist ein im Niedrighaus-Charak- wollen wir in der HYPO NOE Gruppe einen unserem neuen Gebäude sowie unseren Ge- ter errichtetes Gebäude und enthält sämtli- weiteren Schritt in Richtung „Full Service“ un- schäftsstellen ausgestellt. Unser Haus ist also che technische Einrichtungen, um heutigen ter einem starken Dach für unsere Kundinnen nicht nur durch die kreative Mithilfe junger und zukünftigen ökologischen und ökono- und Kunden setzen. Denn unser höchstes Nachwuchs-Designer gestaltet worden, son- mischen Anforderungen gerecht zu werden. Ziel als Bank ist es, unsere Kundenbetreuung dern wird auch künftig ein Bekenntnis der Architektonisch besonders hervorzuheben stets zu verbessern und Abläufe im täglichen HYPO Niederösterreich zur Kunst sein. y bestbanking 191 • 2012 33
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    banking s n Immer mehr Banken setzen auf die Unterstützung von Drittanbietern, um die Ausfallzeiten ihrer IT zu minimieren IT-Services unter einen Hut gebracht Von Multi-Channel-Aktivitäten der Kunden über neue Selbstbedienungslösungen bis hin zur Integration von webbasierten und mobilen Vertriebskanälen – ohne eine leistungsstarke IT geht heutzutage in Bankfilialen gar nichts mehr. Dadurch steigen aber auch Aufwand und Kosten für die Wartung und Instandhaltung sowie für die Administration der IT-Infrastruktur. Dirk Bockelmann, Services Sales Manager Zentral- und Osteuropa bei NCR Vom Erstausrüster zum s Die IT einer Bank umfasst wesentlich mehr erfordern den Einsatz neuer Technologien, als nur Bankomaten und Kontoauszugsdru- die beispielsweise die Integration von Da- Drittanbieter cker. Neue Formen der Kundenansprache ten und Informationen über mehrere Kanä- le hinweg ermöglichen. Auch so genannte Anstatt für die Administration der IT Digital Signage-Lösungen – digitale Wer- viele verschiedene Serviceanbieter zu be- be- und Informationstafeln oder interaktive schäftigen, lohnt sich die Umstellung auf Informationsterminals – sind auf dem Vor- einen zentralen Outsourcing-Partner mit marsch und finden ihren Weg in das All- dem richtigen Know-how: Von der Pla- tagsbild moderner Banken. nung über die Installation bis hin zu Be- trieb und Wartung berät dieser herstelle- Die meisten Filialen setzen in Sachen IT runabhängig. Die operationale Effizienz allerdings nicht durchgängig auf Syste- steigt und die Kosten für das Service- me desselben Herstellers, sondern auf ein Management sinken. buntes Potpourri an IT-Lösungen. Die- se Systemvielfalt birgt ein hohes Maß an Der im Dezember 2011 erschienene Gart- Komplexität und stellt entsprechend hohe ner-Report „Competitive Landscape: In- Anforderungen an das IT-Personal. Als tegrated Infrastructure Support Providers, ob das nicht genug wäre, kommt es im Western Europe“ zeigt deutlich, dass bei Bankenalltag ab und an zu Ausfällen oder Support und Wartung der Hardware die Störungen der IT. Viele verschiedene An- Wahl immer häufiger auf Drittanbieter bietersysteme mit jeweils unterschiedlicher fällt. Und das auch bei Unternehmen, die Soft- und Hardware erhöhen den adminis- ihren Support bislang über den Erstaus- trativen Aufwand bei der Behebung von rüster abgewickelt haben. Fehlern immens und nehmen dabei wert- Ein NCR Techniker behebt einen Störungsfall volle Zeit in Anspruch. Daraus resultieren „Der Trend im Bankenwesen geht ganz an einem NCR SelfServ Bankomat vor Ort längere Ausfallzeiten und hohe Kosten. klar weg von der IT-Steuerung und wieder 34 bestbanking 191 • 2012
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    banking infobox hin zum Kerngeschäft der Banken – der Dienstleistung. Gerade im Hinblick auf die wachsenden Verbraucherbedürfnisse und n NCR erbringt Managed Services für mehr als 65.000 Bankomaten weltweit und die Einführung neuer Technologien brau- rangiert laut der International Association of Outsourcing Professionals (IAOP) auf chen Banken daher einen starken Partner, Platz 6 der Top 100 Anbieter von Outsourcing-Dienstleistungen. NCR verant- der sie bei der Implementierung strategisch begleiten, entlasten und bei der Ausrich- wortet derzeit Wartungsservices und Managed Services für 19 der weltweit 20 tung der IT auf verbesserte Kundenan- größten Banken, 17 der Top 20-Handelsunternehmen, sieben der zehn größten sprache unterstützen und beraten kann“, so Telekommunikationsfirmen sowie vier der Top 5-Fluggesellschaften. Dirk Bockelmann, Services Sales Manager Zentral- und Osteuropa bei NCR. Diesen Rundum-Service bietet NCR mit seinen Total Branch Services. Mit Technikern vor Bockelmann. Welche Veränderungen tat- Nicht umsonst empfehlen also auch immer Ort und Help Desk-Services in der jewei- sächlich an Standorten mit hohen Verfügbar- mehr Verbraucherorganisationen konsoli- ligen Landessprache bietet NCR den Ban- keitsproblemen in Angriff genommen wer- dierte Support-Verträge mit nur einem An- ken herstellerunabhängig Wartung- und den sollten, zeigt der Kunden-Supportplan, sprechpartner für alle Wartungsarbeiten. Reparaturservices sowohl für nationale als der durch einen Experten von NCR für je- Die NCR-Techniker helfen im Rahmen auch internationale Filialnetzwerke. Der den Kunden nach einer detaillierten Analyse der Total Branch Services nicht nur bei der Schwerpunkt liegt dabei auf Bankomaten, speziell angefertigt wird. Welche Verbesse- Wartung bestehender Anlagen, sondern Bankenterminals, Fernsprech- und Daten- rungsvorschläge auf Basis des Supportplans auch bei System-Upgrades und der Imple- netzwerken sowie mobilen und stationären umgesetzt werden, ist unterschiedlich. Ne- mentierung neuer Lösungen. Die Installa- Netzwerken, PCs und Druckern. Dank ben Hardware- und Software-Anpassungen tion wird von Anfang bis Ende von einem der Bündelung von Services in einer Hand oder einer Systemumstellung können auch erfahrenen Team durchgeführt. Die Inbe- können Banken ihre Betriebsabläufe ver- gezielte Mitarbeiterschulungen das geeignete triebnahme der neuen Systeme erfolgt da- einfachen, Verträge effizient verwalten und Mittel sein, die Systemverfügbarkeit zu erhö- durch zügig und ohne, dass der Geschäfts- bis zu 15 Prozent an Kosten einsparen. hen und damit die Betriebskosten zu senken. ablauf gestört wird. y s Ausfallzeiten von IT-Systemen reduzieren Auch bei Ausfällen oder Systemfehlern zeigen sich die Vorteile der konsolidierten Verträge: Die NCR Helpdesk Berater bei- spielsweise sind zentrale Ansprechpartner bei der Behebung und dem Management von Störungsfällen und können per Fern- zugriff Systemfehler diagnostizieren und beseitigen. Ist eine Fehlerbehebung vor Ort erforderlich, steht rund um die Uhr ein er- fahrenes Techniker-Team bereit. Die nach der Fehlerbehebung erfolgende Analyse des Störungsfalles sorgt darüber hinaus für eine stetige Verbesserung der IT-Infrastruktur und stellt sicher, dass die IT-Lösungen der Filialen hochverfügbar sind. „Es gibt immer wieder Standorte, an denen Per Fernzugriff greifen NCR Helpdesk Berater als zentrale Ansprechpartner bei der Behebung WERBUNG es häufiger zu Störungen kommt“, so Dirk und dem Management von Störungsfällen ein bestbanking 191 • 2012 35
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    banking s Datenräuber unterwegs Die Zahl der Betrugsfälle mit gestohlenen Bankomatkartendaten ist im Steigen begriffen. Die Banken sind alarmiert. Zu den Hintergründen dieser sogenannten Skimming-Attacken hat ‚bestbanking‘ den Chief Operating Officer von Payment Services Austria, David Ostah, befragt. Foto: © medwed fotografie 2012 best banking: Herr Ostah, es heißt, die Zahl der Skimming-Attacken an Geldausgabeau- tomaten und Bankomaten nehme zu. Was ist Skimming überhaupt? Ostah: Beim Skimming werden Geldaus- gabegeräte manipuliert, um Kartendaten vom Magnetstreifen zu kopieren, sie auf Kartendupletten zu übertragen und miss- bräuchlich zu verwenden. Damit ein solcher Betrug mit kopierten Karten in Österreich verhindert wird, sind alle Bankomatkarten zusätzlich zum Magnetstreifen mit einem EMV-Chip und einem PIN-Code ausge- stattet. Der EMV-Chip entspricht dem aktuellsten Stand der Technik und macht Kartenmissbrauch nahezu unmöglich. Die im Chip gespeicherten Daten können weder kopiert noch verändert werden. best banking: Der EMV-Chip führt also zur Missbrauchsmigration in Nicht-EMV- bzw. ‚Magnetstreifen‘-Länder. Welche Regionen sind das hauptsächlich? Ostah: In Westeuropa sind sowohl Karten als auch Akzeptanzgeräte wie Bankomaten oder POS-Terminals praktisch flächende- ckend auf den EMV-Standard umgestellt worden. Es ist eine Missbrauchsmigration hin zu Ländern ohne EMV-Infrastruktur festzustellen. Dies führt zu einer perma- nenten Erweiterung der EMV-Akzeptanz und damit zu einem weltweiten und flä- chendeckenden Sicherheitsnetz. best banking: Wie verschaffen sich Skimmer Zugang zu den Daten auf den Magnetstreifen? Ostah: Die Täter verwenden einen mani- infobox pulierten Kartenleser in Form von Vorbau- n Zur Person ten oder Aufsätzen, die den Originalen sehr David Ostah ist Chief Operating Officer der PSA Payment Services Austria ähnlich sind. In diese nachgebauten Teile sind GmbH. Das Unternehmen ist für die stabile und sichere Abwicklung der Trans- winzige Lesegeräte eingebaut. Zum Ausspä- aktionen von mehr als 8 Millionen Bankomatkarten und mehr als 7.000 Ban- hen des PIN-Codes wird meist eine versteckte komaten verantwortlich. Mini-Kamera bzw. ein Foto-Handy verwen- det oder eine speziell präparierte Tastatur, die auf die Originaltastatur aufgesetzt wird. 36 bestbanking 191 • 2012
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    banking infobox best banking: Was passiert mit den ausge- spähten Daten? n 8 Tipps für mehr Sicherheit am Bankomaten • Die Bankomatkarte sollte immer sorgfältig verwahrt werden. Ostah: Es werden damit Kartenkopien mit • Der Code sollte nirgends aufgeschrieben werden – schon gar nicht auf der Magnetstreifen angefertigt und in Ländern, Bankomatkarte oder auf einem Zettel, der gemeinsam mit der Karte aufbe- in denen noch kein EMV-Chip zur Behe- wahrt wird. bung von Bargeld erforderlich ist, eingesetzt. • Niemandem den Code nennen! Auf den Code sollte genauso gut wie auf best banking: Und ein solches betrügerisches Bargeld oder das Losungswort eines Sparbuchs geachtet werden. Vorgehen lässt sich nicht verhindern? • Anfragen nach dem Code sollten weder telefonisch, schriftlich noch persön- lich beantwortet werden. Ostah: Das missbräuchliche Auslesen von • Es sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass kein Dritter beim Geld- Kartendaten wird durch eine spezielle si- cherheitstechnische Ausrüstung von Geld- beheben oder beim Zahlen mit der Bankomatkarte und dem Code „hilft“ oder ausgabeautomaten deutlich verringert. In dem Karteninhaber über die Schulter schaut. Österreich werden sämtliche Bankomaten • Das Zahlenfeld am Gerät soll während der Code-Eingabe mit der freien Hand mit speziellen Einführschlitzen und Tasta- oder der Geldbörse abgedeckt werden. turen als Präventivmaßnahmen ausgestat- • Eine Code-Eingabe ist nur an Bankomaten, Bankomat-Kassen, Quick-Ladeter- tet. Missbräuchliche Transaktionen ließen minals oder an Automaten (z.B. Fahrscheinautomaten) erforderlich. Der Code sich drastisch einschränken, würde weltweit der EMV-Standard eingeführt werden. Um sollte keinesfalls in ein anderes Gerät eingegeben werden. Missbrauch an Nicht-EMV-fähigen Gerä- • Wenn die Bankomatkarte verloren geht, gestohlen wird oder nicht mehr aus ten im Ausland zu verhindern, werden seit dem Bankomaten herauskommt, sollte sie sofort gesperrt werden. Die Sperre Jahren zusätzlich organisatorische und tech- ist weltweit gültig. nische Maßnahmen zur Früherkennung erfolgreich eingesetzt. Aus Sicherheitsgrün- den können und wollen wir diese aber nicht natürlich immer die Convenience des le- abdecken. Sollte die Transaktion auffällig im Detail bekanntgeben. gitimen Karteninhabers berücksichtigt sein – wenn z.B. bei richtiger PIN-Eingabe werden. Unterschiedliche Ansätze, wie und vorhandener Kontodeckung kein Bar- best banking: Wäre Geo-Blocking, also das Geo-Blocking effizient – d.h. mit mög- geld ausgegeben wird – oder sollten nicht Sperren von Magnetstreifen-Transaktionen lichst geringem Missbrauch – und conve- vom legitimen Karteninhaber verursachte aus bestimmten Ländern, die ideale Lösung? nient, d.h. dass der Karteninhaber in sei- Transaktionen am Konto aufscheinen, soll- ner Kartennutzung nicht eingeschränkt te die Bank rasch verständigt werden. Die Ostah: Zur Vermeidung und Reduktion wird, werden derzeit intensiv von allen Bank kann die Transaktionen überprüfen von missbräuchlichen Transaktionen sind Marktteilnehmern diskutiert. In Öster- und bei Bedarf die Karte sperren. unterschiedliche technische und organi- reich sind gegenwärtig bereits geeignete satorische Maßnahmen möglich. Zudem organisatorische und technische Maß- best banking: Wer kommt im ‚Fall des Falles‘ müssen die Banken diese Maßnahmen nahmen im Einsatz. für den Schaden auf, und bei wem liegt die Be- permanent anpassen. Geo-Blocking er- weispflicht? möglicht Banken, die Karten ihrer Kun- best banking: Wie sollen sich Kunden an den für unsichere Länder zu sperren bzw. Geldausgabeautomaten und Bankomaten an- Ostah: Laut Zahlungsdienstegesetz (Za- können die Karteninhaber mit dem Geo- gesichts der wachsenden Skimming-Gefahr DiG) werden missbräuchlich behobene Blocking-Service ihre Bezugsmöglichkei- verhalten? Geldbeträge von der Bank umgehend ten individuell geografisch und zeitlich gutgeschrieben. Hinsichtlich der Beweis- einschränken. Alternativ könnte man Ostah: Wesentlich ist, dass man auf Karte führung liegt die Entscheidung bei der separate Ausgabenlimits für gewisse Län- und PIN acht gibt. Zusätzlich sollte man kartenausgebenden Bank und richtet sich der festlegen, um das Schadensausmaß im das Eingabefeld beim Eintippen des PIN- ebenfalls nach den gesetzlichen Bestim- Missbrauchsfall zu begrenzen. Hier muss Codes immer, z.B. mit der freien Hand, mungen des ZaDiG. y bestbanking 191 • 2012 37
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    objekte s Fotos: © 2X bestbanking medien ORGATEC 2012 Ein Messebericht von Andreas Jenewein und Leo Graf Ein sonniger Herbsttag – und trotzdem Vielmehr konzentrierten sich die Herstel- Prototyp noch nicht ganz ausgereift war, stürzen wir uns im Auftrag von bestban- ler und Designer auf die Optimierung und so können wir uns auf einige interessante king in das Getümmel der alle zwei Jahre ständige kreative Weiterentwicklung von Alternativen zu den herkömmlichen Büro- in Köln stattfindenden größten internati- grundsätzlichen Anforderungen an Ar- möbeln in 2013 freuen. Neu aufgefallen ist onalen Büromöbel-Messe. „Moderne Ar- beitsplätze wie „Akustik“, „Beleuchtung“ uns dieses Mal mit der Firma ERSA auch beitswelten….“ darum dreht sich alles auf und die Verknüpfung von Architektur und ein Hersteller aus der Türkei, der – zwar der diesjährigen ORGATEC. Insgesamt „New Media Technology“. Diese Schwer- mit dem italienischen Designer Bellini – knapp 600 Unternehmen aus 36 Ländern punkte wurden auch durch eigene Kom- sehr funktionale und im Detail ausgereifte zeigten hier in 7 Hallen wieder zahlreiche petenzcentren auf der Messe unterstrichen Büromöbelprogramme namens „So Simple innovative Lösungen und einen Quer- und zogen sich wie ein roter Faden durch Office“ präsentierte. schnitt aus dem gesamten Weltmarkt- nahezu alle Ausstellungsbereiche. Modernes Arbeiten s angebot. Auf die zentrale Frage: „Wie Die neuen Kreativen s werden und wie wollen wir in Zukunft arbeiten?“ sollte es Antworten geben – bei Ein Trend in der Büroraumgestaltung ist den Ausstellern und in zahlreichen Foren War früher alles was nach Design aussah, klar erkennbar: die offene Raumgestaltung und Side-Events. mit größter Wahrscheinlichkeit aus Itali- ersetzt die Einzelzellenbüros zu einem en stammend, so finden sich diesmal viele Großteil. Was sich unter verschiedensten Kernbotschaften s frische Ideen und neue Ansätze aus nörd- Begriffen wie „Open Space“, „Open Of- licheren Ländern. Die Finnen, wie zum fice“, „Smart Working“, „Open Plan Office“ Vielleicht einmal die zusammenfassende Beispiel der Designer LOOOK Industries in der Sammlung der „Modern Working Kernbotschaft der Berichtschreiber vor- und auch die Niederländer zeigen mit jun- Concepts“ verbirgt, pendelt zwischen Hor- weg: „Die ganz große Innovation mit dem gen Kreativen viel Farbe und auch neue rorszenario und Paradies für Mitarbeiter. Wow-Effekt konnten wir nicht finden“. Formen. Auch wenn der eine oder andere Die Angst vor dem alten Großraumbüro 38 bestbanking 191 • 2012
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    objekte mit viel Lärmund schwitzenden, eng an- einander gereihten Körpern soll, durch moderne Raumgestaltung mit auflockern- den Elementen für Meetings und diskrete Rückzugsbereiche mit ausreichenden, neu entwickelten Akustikwänden und Decken für ein produktives und kommunikatives Arbeitsumfeld, genommen werden. Die Vorreiter und auch auf dieser Mes- se Ton angebenden Hersteller in dieser Kategorie sind Vitra und Bene. Nicht nur der Andrang der Besucher auf deren bei- der Messestände, sondern vor allem die ganzheitliche lösungsorientierte Präsen- tation, beweisen die hohe Kompetenz und Innovationsführerschaft. s Raum-in-Raum Konzepte nehmen Lista Office LO. Die präsentier- qualität, die Funktionalität und die De- Auf Grund der immer stärker werden- ten mit ihrer „reddot design award 2012“ sign-Sprache sind mehr als überzeugend. den Anfragen unserer eigenen Kunden ausgezeichneten raffinierten Raum-Mö- im Rahmen von Raumkonzeptentwick- belserie Mindport® by LO eine ganzes Set Weitere interessante Raum-in-Raum Kon- lungsprojekten und Filialumbauten bei mit Think Tank, Work Lounge und einem zepte fanden wir bei der Firma Strähle Banken, suchten wir ganz besonders nach sogenannten Touch Down für leichtes ab- und auch den auf Rädern fahrbaren Be- flexiblen und möglichst mobilen Lösungen geschirmtes Arbeiten in Nischen mit akus- sprechungsraum „ottobox“ von Burkhardt für Raum-in-Raum Beratungs- und Be- tischer Trennung trotz Gruppenarbeit. Die Leitner. Bestechend und wirklich neu sprechungseinheiten. Fündig wurden wir Elemente befinden sich zwar eher im obe- für uns waren da die Lösungen der Fir- da unter anderem beim Schweizer Unter- ren Preissegment, aber die Ausführungs- ma renz solutions. Besprechungsräume s Andreas Jenewein und Leo Graf, zwei Experten berichten bestbanking 191 • 2012 39
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    objekte s aus Glas mit einer speziellen Wand-Ab- s sorber-Technologie, die auch ohne Türen hervorragende akustische Abschottung schafft - glaubt man nur wenn man sel- ber drinnen steht. Überall wo Akustik Probleme bereits vorhanden sind und sich die Mitarbeiter weniger Störung durch ihr Gegenüber wünschen, sind Nachrüst- Elemente gefragt. Gerade im Wand- und Zwischenwand-Bereich konnten hier eini- ge interessante Anbieter gefunden werden. Bei acousticpearl aus Bremen wurde die neue Linie Architects vorgestellt. Dieses textile Akustik-Paneelsystem bietet ein- zigartige Möglichkeiten, wie man Räume einfach, flexibel, formschön und vor al- lem Akustisch wirkungsvoll strukturieren kann. Ob von der Decke hängend, zwi- schen den Schreibtischen stehend oder als Sideboards integriert, es wirkt optisch und Schall dämmend. Viele Banken investieren in KundenserviceCenter oder Call-Center und da wird ständig nach dem perfekten Arbeitstisch gesucht. Die Firma CEKA stellte ihr Arbeitstisch-System „up4it“ vor. Die Lösung beinhaltet neben der höhen- verstellbaren Mechanik, auch die passende links: Bei der ringförmigen LED-Officeleuchten ist kein direkter Einblick in die LED möglich. Arbeitsplatzbeleuchtung, Bildschirmhal- Über die speziell ausgeformten Reflektoren kommt das Licht mittels „Sekundärreflektortechnick“ ter, Akustiktrennwand und noch dazu alle aus dem nur 2,5 cm breiten Schlitz. Die hervorragende Ausblendung und die rotationssymmetri- Verkabelungen versteckt im Möbel. Ein sche Lichtverteilung prädestinieren diese Leuchte für alle Officetypologien. Blickfang und der perfekte Arbeitsplatz. rechts: Kleine quadratische Reflektoren schaffen eine gleichmäßige Lichtverteilung mit sehr guter Ausblendung. Durch die Aufteilung auf einzelne Lichtpunkte integriert sich das System wesent- Die LED-Alternative s lich unauffäliger als klassische Einbauleuchten in die Decke. Quelle: Lichtakademie Bartenbach Im Beleuchtungsbereich geht kein Weg mehr an der LED-Technik vorbei. In allen Formen und Varianten waren Steh- und Hängelampen zu sehen. Nimbus gilt dabei als Innovationsführer mit technologischen Vorsprung für LED-Innenraumbeleuch- tung und überzeugt derzeit als einziger Hersteller mit seiner umfassenden LED- Leuchtenserie „LED.next“, mit der nahezu alle Beleuchtungsaufgaben erfüllt werden können: behagliche Beleuchtung im Wohn- bereich, effiziente Arbeitsplatzbeleuchtung und flächige Allgemeinbeleuchtung. Conferencing Systeme s New Media Technology wurde stark re- präsentiert mit interaktiven Whiteboards und neuen Video-Conferencing-Systemen. Auf dem Messestand von Vitra konnte man die neueste Technologie von CISCO live links sehen Sie ein warmtoniges LED Licht (3.000K) im Vergleich zu warmtonigem Leuchtstoff- erleben, und im neuen Vitra Alcove Sofa lampenlicht. LEDs unterscheiden sich von Leuchtstofflampen nicht nur durch die bessere Energie- entspannt mit einer Gesprächspartnerin im effizienz, sondern auch aufgrund des Lichtspektrums. Die Raummodelle zeigen die Lichtqualität fernen Norwegen plaudern. von LEDs im unmittelbaren Vergleich zur Leuchtstofflampe bei verschiedenen Lichtfarben und Staunen konnte man aber besonders am verschiedenen Farbwiedergabeeigenschaften. Quelle: Lichtakademie Bartenbach Stand der Firma digitech room tech- 40 bestbanking 191 • 2012
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    objekte Fotos: © 5X bestbanking medien LED Integration in eine Metalldecke LED Integration in Schichtstoffplatten • präzise Deckenkasetten • verbindbar mit Akustikfunktion • variable Farbgebung • variable Oberflächendesigns • variable Module (5, 10 und 25 LED) • variable Module • variable Lichtfarben • variable Lichtfarben nologies. Sie präsentierte neben ihrer neuesten Videowall Lösung ihren medialine Interactive Table. Ein deckenseitig eingebauter Projektor projiziert auf herkömmliche Tischoberflächen und er- möglicht durch den patentierten berührungsempfindlichen Einbau eine interaktive Kommunikation mit dem Kunden. Aber nicht immer muss es etwas Neues sein. Wenn am Abend nach vielen Kilometern Messehallenwanderung die Füße schmer- zen und die Ohren summen, dann ist eine entspannende Pause im Klassiker sonic chair® eine echte Wohltat. Der immer noch ein- zigartige und mehrfach ausgezeichnete Design Stuhl feiert heuer sein 5 jähriges Jubiläum und wurde mit Dockingstation für iPad s Architekturintegrierte LED-Systeme Eine spezielle Linsenoptik ermöglicht LED-Licht blendungsfrei durch klei- ne Deckenporen zu lenken. Die hervorragende Ausblendung und Energieef- fizienz des architekturintegrierten Systems ermöglicht eine Anwendung im klassischen Office-Bereich sowie in repräsentativen Raumzonen. Das Gesamtsystem hat eine Bautiefe von lediglich 3 cm. bestbanking 191 • 2012 41
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    objekte s Fotos: © 3Xbestbanking medien Lichtfänger Das Forschungsprojekt „Lichtfänger“ beschäftigt sich mit der Möglichkeit, das Tageslicht über Öffnungen in der Dachfläche in den Innenraum zu lenken. Durch ein lichttechnisch wirksames Schachtsystem kann sowohl das Licht des bedeckten Himmels als auch das Sonnenlicht in mehrere Geschosse gelenkt werden. Oben im Bild die Makette eines Geschosses zu sehen wohin Tageslicht eingeleitet wird; rechts zu sehen das Schema des Schachtsystems; unten das Geschoss in einer Skiz- ze von mehreren Etagen 42 bestbanking 191 • 2012
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    objekte Licht und Raumoberflächen Das Modulieren des primären Lichtes an großen Wandflächen mit Hilfe von spezifischen Materialfarben und -strukturen kann zu einer erheblichen Verbesserung des Licht- und Raumilieus, aber auch zu einer Verbesserung der visuellen Leistung im Raum führen. Durch die Variation von Licht und Material ergibt sich eine große Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten und zugleich eine direkte Beeinflussung der psychophysiologischen Behaglichkeit des Nutzers. und iPhone aufgerüstet. In Bibliotheken ne Finale und die Zusammenfassung der bestbanking Journalisten. ORGATEC s gerne gesehen und in Banken in machen diesjährigen ORGATEC – die Kombi- 2014 wir kommen wieder. Fragen und Jugendcornern zu finden war er für die nation aus Bequemlichkeit, Akustik und Anregungen nehmen wir gerne entgegen Schreiber dieses Berichtes das gelunge- Design – der perfekte Arbeitsplatz für unter: redaktion@bestbanking.at. y Die leuchtende Wand Die leuchtende Wand schafft helle, homogene Lichtflächen, die die Umgebungsflächen schein- bar auflösen. Sie eignet sich besonders für die Simulation von Tageslicht, wobei großflächige, räumlich strukturierte Aluminiumreflektoren das Licht einer „unsichtbaren“ LED-Leuchte in den Raum lenken. bestbanking 191 • 2012 43
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    banking s n back to the roots - Bediente Selbstbedienung wurde eingestellt Renaissance des AKT nikation zwischen Bankanwendung und SB-Software genutzt werden. Kunden wurden für Ein- und Auszahlungen ent- weder zum SB-Gerät begleitet oder ein Bankmitarbeiter wickelte die Transaktion für den Kunden am Geldausgabeautomat oder Einzahlungsgerät ab. Effizientes Servicekonzept s Ziel war ein modernes, beratungsorientier- tes Servicekonzept. Durch eine effiziente Abwicklung von Standardtransaktionen sollten Servicezeiten möglichst reduziert werden um entsprechend mehr Beratungs- zeit zu gewinnen. Gleichzeitig versprach Mag. Christian Geschke, Leiter der man sich durch die Einsparung alternativer Unternehmenssteuerung in der Kassenlösungen bei gleichzeitiger Nutzung Raiffeisenbank Wattens und Umgebung der SB-Technik Kostenvorteile. Nach über siebenjähriger Erfahrung mit bedien- Bereits seit Ende der 1990er Jahre ist ein ter Selbstbedienung musste das Konzept Trend zu offenen Servicekonzepten in Ban- aus technischen Gründen aufgegeben ken und Sparkassen zu beobachten. Die be- werden. Die Wartung der notwendigen diente Selbstbedienung wurde dabei oft als Schnittstellen von der Bankanwendung optimale Organisationslösung gepriesen. zur SB-Software konnte wegen zu ge- Inzwischen ist festzustellen, dass der verspro- ringer Beteiligung von angeschlossenen chene Mehrwert dieses Konzeptes überwie- Netzwerkbanken nicht mehr wirtschaft- gend nicht erzielt werden konnte. Nach und lich sinnvoll weitergeführt werden. Der nach verabschieden sich Banken vom integ- Abschied war einerseits bedauerlich, hat- rierten SB-Center und setzen wieder auf be- te man doch mit Erfolg Widerstände von währte AKT-Technologie im Servicebereich. Kunden und Mitarbeitern restlos beseitigt, Die Raiffeisenbank Wattens hatte nach die SB-Quoten kontinuierlich deutlich Umbau ihrer Hauptgeschäftsstelle im Jahr erhöht und technische Schwierigkeiten 2005 ein offenes Schalterkonzept umge- minimiert. Vielmehr war der bevorste- chen Anordnung waren gravierend. Auf setzt. Der klassische Bankschalter gehörte hende Systemwechsel aber als Chance zu der einen Seite sollte das bewährte offene der Vergangenheit an. Die räumliche Bar- begreifen um bestehende Schwachstellen Konzept der Dialogstationen beibehalten riere gegenüber den Kunden sollte weichen zu beseitigen und die Servicequalität und werden. Andererseits war im Rahmen ei- und Raum für offene sympathische Kom- -effizienz weiter zu verbessern. ner Kundenbefragung der Wunsch nach munikation schaffen. Nach dem Konzept mehr Orientierung, klaren Strukturen und Mehr Orientierung s der bedienten Selbstbedienung wurden übersichtlichen Anstellbereichen erhoben einem Marktplatz gleich fünf sogenannte worden. Eine weitere nicht vernachlässig- Dialogstationen eingerichtet. Diese wa- Nachdem die Bargeldabwicklung der bare Restriktion war der Sicherheitsaspekt ren mit einem PC-Arbeitsplatz, Drucker Dreh- und Angelpunkt für die Schalteror- im Umgang mit Bargeld. Das Ergebnis aller und den notwendigen Formularen ausge- ganisation ist, wurden für die umzusetzen- Überlegungen war eine Symbiose aus dem stattet. Für die Bargeldversorgung hatte de Zukunftslösung grundsätzlich sämtliche bewährten offenen Servicekonzept und ei- man sich nach den Grundanforderungen Möglichkeiten vorbehaltlos diskutiert. Die ner klassischen Schalterstruktur. Dazu wur- höchstmöglicher Sicherheit und komfor- Verwendung von Sofortkassen war genau- den jeweils zwei der bisher frei stehenden tabelster Verfügbarkeit für die Anbindung so eine Option, wie die Wiedereinführung Dialogstationen zu zwei Serviceeinheiten an die Selbstbedienungsgeräte im Foy- einer zentralen Geldversorgung über das verbunden. Für die sichere Bargeldver- und er entschieden. Mittels Magnetkarten- bestehende Rohrpostsystem oder die Auf- -entsorgung wurde jeweils ein AKT mit Re- schreibgerät in der Tastatur des Arbeits- stellung von automatischen Kassentresoren cyclingfunktion integriert. Damit konnten platzes konnten Kunden-Bankkarten oder (AKT). Die Unterschiede hinsichtlich der die Hauptanforderungen: beratungsorien- sogenannte White-Cards für die Kommu- technischen Ausstattung und der räumli- tierter Kundenkontakt, größtmögliche Dis- 44 bestbanking 191 • 2012
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    banking kretion und sicheresBargeldhandling best- chen manuellen Einwurfboxen genau auf von Kunden wie Mitarbeitern gleicherma- möglich erfüllt werden. die Bedürfnisse der Bank zugeschnitten. ßen geschätzt. Trotz eindeutiger Struk- Die Mitarbeiter schätzen den neuen Be- tur und guter Orientierung mit klaren Effizienter Recycling AKT s dienkomfort sehr. In Sekundenschnelle Anstellbereichen ist das offene Konzept stehen griff bereit abgezählte Geldbeträge erkennbar erhalten geblieben. Bargeld- Zur technischen Unterstützung hat sich in der gewünschten Stückelung zur Aus- transaktionen werden schneller als bisher die Bank für einen bewährten Recycling- zahlung zur Verfügung. Einzahlungen abgewickelt. Mehr Freiraum zur bera- AKT vom Weltmarktführer GLORY ent- werden ebenfalls hocheffizient verarbeitet. tungsorientierten Kundenansprache und schieden. Ganz bewusst wurde hier auf Durch regelmäßige Kontrolle der Bestände gegebenenfalls Weiterleitung wurde ge- die richtige Dimensionierung im Sinne kommt es sehr selten zum Überlauf, wobei wonnen. Im Sinne von Kundennutzen geringstmöglicher und trotzdem hochver- die Überlaufkassette am Tagesende eben- und Servicequalität ein erkennbarer Fort- fügbarer Bargeldbestände geachtet. So hat falls sehr schnell und einfach zu entleeren schritt. Nicht zuletzt findet der gezielt nach eingehenden Analysen der zu erwar- ist. Technische Probleme treten sehr selten kostenbewusste Schalterumbau mit einem tenden Ein- und Auszahlungen sowie nach auf. Maschinenausfälle sind innerhalb von Minimum an sichtbarer Veränderung im- mehreren Wochen Testbetrieb der ältere, wenigen Minuten behoben. mer wieder besondere Anerkennung von aber kleine Bruder RZ100 gegenüber dem Mitgliedern und Kunden der Raiffeisen- Fazit s neuen RBG200 den Vorzug erhalten. Das bank. Auch diese Signale stärken die Re- Gerät ist mit 8 Rollenspeichern mit je 300 putation, schaffen Vertrauen und Identifi- Banknoten, einer bis zu 2000 Banknoten Nach inzwischen sechs Wochen wird der kation und letztlich Kundenzufriedenheit, fassenden Überlaufkassette und zusätzli- neu gestaltete Schalterbereich inzwischen Kundenbindung und Weiterempfehlung. y bestbanking 191 • 2012 45
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    banking s n FUCHSBRIEFE – Test: Der Fall 2013 No risk - no fun Davon träumt der Anleger: Top-Renditen, aber keine Risiken. Doch kein Anlageberater kann diesen Wunsch erfüllen. Wer höhere Renditen will, muss Risiken akzeptieren – diese Regel gilt ohne Ausnahme. Doch wie viel Rendite ist in Zeiten der finanziellen Repression mit künstlich niedrig gehaltenen Zinsen pro Jahr erreichbar? Ralf Vielhaber, GF Fuchsbriefe Welche Risiken muss ein Anleger dafür eingehen? Und welche Beratung kann er auf diesem Feld erwarten? infobox Risiken bedeuten für den Anleger zweierlei: 1. Kursschwankungen nach oben und n Was können die Vermögensverwalter? nach unten Alljährlich prüfen wir mit „TOPs-Vermögensmanagement im fuchsbriefe-Test“ 2. Unsicherheit, um welchen Betrag das zusammen mit dem Institut Dr. Richter die Qualität der Beratung im Private Vermögen am Ende der Anlagedau- Banking und Private Wealth Management. Seit dem 1. Juli 2011 haben wir das er tatsächlich gestiegen oder gefallen Blickfeld erweitert. sein wird. Im FUCHS Performanceprojekt von Dr. Jörg Richter und Verlag FUCHSBRIEFE zeigen mehr als 100 Vermögensverwalter in Banken und bankunabhängigen In diesem Jahr waren unsere Tester mit „ih- Instituten was sie „im laufenden Betrieb“ unter identischen Bedingungen tat- rem“ Renditewunsch und „ihrer“ Risikovor- sächlich zu leisten imstande sind. Die Teilnahme ist kostenfrei und steht jedem gabe unterwegs. Welchen Wert sie nannten, professionellen Verwalter offen. Mit dem Projekt ergänzen wir unsere Auswer- hatte mit dem eigenen Anlegertypus zu tun, tung im Bewertungsbaustein „Transparenz“. den wir zuvor ermittelt hatten. Zugleich hatte jeder Testkunde seine individuelle Le- Auch im Performanceprojekt gibt es einen konkreten Testfall: Ein Private Ban- benssituation und konkrete Lösungsanfor- king Kunde hat 1,5 Milionen Euro angelegt und folgende Anforderungen an sei- derungen an die Berater. nen Vermögensverwalter. Der Betrag soll auch nach Ablauf des Anlagezeitraums von fünf Jahren real erhalten sein, das heißt: Unsere Tester sollten sich entsprechend ih- • Die Vermögensverwalter sollen Kosten, Steuern sowie Inflation neutralisieren. rer persönlichen Anlagementalität beraten • Zwischenzeitlich nimmt der Kunde einen Verlust vom erreichten Höchststand lassen. So haben sich die eher sicherheits- von maximal 20% hin – mehr dürfen es keinesfalls werden. orientierten Testkunden für eine Rendite • Alle drei Monate möchte er 3.000 Euro von seinem Konto abheben. in Höhe von 4 Prozent entschieden. Die offensiv ausgerichteten und risikofreudi- Wenige Einschränkungen müssen die Vermögensverwalter hinnehmen: Jeder gen Anlegertypen gingen mit 7 Prozent Kauf oder Verkauf wird zum Tagesschlusskurs abgerechnet. Es ist keine Möglich- ins Rennen. Wieder andere wählten Wer- keit mit Futures oder Optionen eine Depotabsicherung zu betreiben. Es sind nur börsengehandelte Wertpapiere zugelassen – Beteiligungsprodukte wie Schiffs- te von 5 oder 6 Prozent. Diese Werte ha- fonds können nicht eingesetzt werden. Auch die Verwendung von Hedgefonds ben gemeinsam, dass es sich immer um ist eingeschränkt. Sämtliche Kursdaten liefert die vwd:group. „Brutto-Renditen“ handelt – also vor allen Abzügen. Beim Anleger kommt deutlich Wir gehen auf den aktuellen Stand des Projekts und erste Erkenntnisse daraus weniger an. Denn er zahlt die Kosten für im Laufe dieses Reports in den Kapiteln „Das Risiko im Griff“ und „Transparenz“ die Vermögensverwaltung ebenso wie die noch näher ein. Das Performanceprojekt lässt sich im Internet laufend auf fol- Steuern. Auch knabbert die Inflation an genden Seiten verfolgen: dieser Rendite. www.performanceprojekt.de www.fuchsbriefe.de www.iqf.de www.kanzlei-dr-richter.de Realer Vermögensverlust s Je höher die gewählte Brutto-Rendite, des- Rendite nach Steuern, Kosten und Inflati- riger der Renditewunsch, desto geringer to größer ist die Chance, das Vermögen in on negativ, verliert der Anleger jedes Jahr war auch die Verlusttoleranz. Bei 7 Prozent seiner Kaufkraft erhalten zu können. Wer Kaufkraft. Beträgt diese Rendite null Pro- waren maximal 20 Prozent Verlust akzep- sich für vier Prozent jährlichen Wertzu- zent, bleibt das Vermögen real (= in seiner tabel, bei 5 Prozent galt als höchster Ver- wachs entscheidet, kann sein Vermögen Kaufkraft) erhalten. In der Tabelle ist dies lust ein Wert von 10 Prozent. Das bedeu- zwar nominal erhalten, aber der Inflations- bei einer Brutto-Rendite von 5 Prozent der tet konkret: Bei einer Anlagesumme von ausgleich ist unwahrscheinlich. Fachleute Fall. Doch nur wer unterm Strich ein Plus 2.000.000 € und 7 Prozent Renditeerwar- nennen dieses Phänomen „realen Vermö- hat, vermehrt sein Vermögen tatsächlich. tung durfte das Vermögen auf 1.600.000 € gensverlust“. Die nachfolgende Tabelle sinken – das hätte der Kunde noch ertra- zeigt das Verhältnis von Brutto-Rendite, Unsere Tester kannten neben dem Rendi- gen. Tester mit einem Renditewunsch von Kosten, Steuern und Inflation auf. Ist die teziel auch ihre Risikobereitschaft. Je nied- 5 Prozent waren einverstanden, dass das 46 bestbanking 191 • 2012
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    banking fazit n Wir haben in diesem Jahr geprüft, ob Vermögensmanager konkrete Renditewün- Vermögen auf maximal 1.800.000 € sinken sche umsetzen, die Risiken in Griff behalten und sich auf das Leben ihrer Kunden darf. Damit war – trotz unterschiedlicher individuell einstellen können. Eigentlich sind das Selbstverständlichkeiten für Renditewünsche – die Aufgabe für alle Anleger. Doch die Ergebnisse unseres Tests zeigen uns, dass dem nicht so ist. Banken und Vermögensmanager gleich: Die künftige Anlage muss das Rendite- Unterschiedliche Schwerpunkte s und Risikoziel möglichst in Einklang brin- alität auf der Strecke blieb. Also haben gen. Leichter gesagt als getan: Wer ein zu wir in diesem Jahr unser Augenmerk be- risikoarmes Portfolio empfahl, reduzierte sonders darauf gerichtet, ob die Branche Die Testerinnen und Tester hatten eine per- zugleich den zu erwartenden Ertrag. Es ihre Versprechungen einhält oder – aus sönliche Lebenssituation mitgebracht. Die war also wichtig, der „Risikogrenzlinie“ welchen Gründen auch immer – (wieder) Vermögensmanager sollten sich jenseits der möglichst nahe zu kommen. Natürlich in die „Schublade“ gegriffen wird. reinen Anlageberatung auf diese Lebenswirk- durfte der mögliche Verlust auch nicht (si- lichkeiten einstellen. Ein Kunde, der bereits im gnifikant) höher ausfallen als vom Anleger Daneben ist Sorgfalt in der Kommuni- Rentenalter ist, hat andere Vermögensthemen angegeben. Denn das würde zu Enttäu- kation ein hohes Gut im Vermögensma- als ein 35-Jähriger. Ruhestandsplanung und schungen führen und das Vertrauen in den nagement. Da es in Beratungen schnell Nachfolge stehen im Vordergrund. Ein jünge- neuen Berater mit Sicherheit stark trüben. zu Missverständnissen beim Austausch rer Kunde schaut eher auf die Absicherung sei- Kurzum: Wer diese Herausforderung an von Informationen kommen kann, ist eine ner Familie. Ein Familienvater mit Kindern, die Portfoliogestaltung lösen wollte, musste Beratungsdokumentation sehr wichtig. die bald studieren wollen, hat das finanzielle sein Handwerk verstehen. Nur so ist sicherzustellen, dass sich Kun- Wohl seines Nachwuchses im Blick. Und de und Vermögensmanager tatsächlich wer das Geld von seiner Tante geschenkt be- s Maß u Masse richtig verstanden haben. Beispiel: Wenn kommt, steht vor der Frage, wie diese Schen- ein Kunde als Renditeziel „5 Prozent“ kung steuerlich optimal durchgeführt wer- Apropos Handwerk: Massenware wollten nennt, kann ein Berater dies als Wert vor den kann. Die Branche nennt diesen Bereich wir nicht sehen. Denn das Private Ban- oder nach Steuern verstehen. Wird das „Ganzheitliche Beratung“. Längst ist sie sich king gilt per se als die „Maßschneiderei“ nicht geklärt und dokumentiert, ist die einig, dass sie zu einem guten Private Banking in der Vermögensberatung. Doch in den Fehlerquote hoch. Ein falscher Anlage- gehört. Die Homepages vieler Vermögensma- Tests der letzten Jahre mussten wir immer vorschlag zu Lasten des Anlegers kann nager werben mit dieser „Ganzheitlichkeit“. wieder feststellen, dass Standardlösungen die Folge sein. Daher haben wir in die- Wir wollten prüfen, ob dieser „Branchenstan- angeboten wurden und die von den Ver- sem Jahr besonders auf die Form der Do- dard“ in der Praxis wirklich erlebbar ist – oder mögensmanagern angepriesene Individu- kumentation der Beratung geachtet. nur eine Werbebotschaft. y Top Vermögensmanager 2013 Sieger der Wertung “Top Vermögensma- systematische Umgang mit Chan- Foto: © www.peterrigaud.com nager 2013“ für den gesamten deutschen cen und Risiken in der Geldanla- Sprachraum – Österreich, Schweiz, Liech- ge. Davon profitieren unsere Kun- tenstein, Deutschland, Luxemburg – ist den: Unser zentrales Anliegen ist wieder Feri Trust GmbH (Deutschland). der Werterhalt ihres Vermögens. Auf den Plätzen landeten die genossen- Es freut uns besonders, dass wir schaftliche DZ Privatbank (Luxemburg) von den Fuchsbriefen auch dafür und die Bank Sarasin AG (Deutschland). ausgezeichnet wurden.“ Die Ränge vier bis fünf belegen Hauck Aufhäuser Banquiers (Luxemburg) und die Beim diesjährigen Test zeigte Walser Privatbank – eine zur Raiffeisen- sich erneut, dass kleinere Häu- Gruppe gehörende Privatbank. Die Bank ser meist die bessere Qualität Gutmann holte in der Gesamtwertung stark im Erstberatungsprozess bie- auf und zog unter 106 getesteten Unterneh- ten. “Große Anbieter haben das men mit Rang neun in die Top 10 ein. Bes- Problem, Qualität in die Fläche tes Institut in Liechtenstein war die LGT zu bringen“, sagt Fuchsbriefe- Bank auf Rang neun (ex aequo mit Bank Chefredakteur Ralf Vielhaber. Gutmann), bester Anbieter in der Schweiz Das belegen insbesondere auch Adolf Hengstschläger, Mitglied des Vorstandes Credit Suisse Private Banking auf Rang 13. die Tests bei den stark expan- der Bank Gutmann AG dierenden Häusern. “Es gibt Frank W. Lippitt, Partner und Vorsitzender eindeutig nicht genügend top-ausgebildete ter des Instituts für Qualitätssicherung des Vorstandes der Bank Gutmann: “Im Zen- Berater am Markt“, begründet Dr. Jörg und Prüfung von Finanzdienstleistungen trum unserer Veranlagungsstrategie steht der Richter, geschäftsführender Gesellschaf- (IQF) dieses Ergebnis. y bestbanking 191 • 2012 47
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    banking s Wincor World 2012: Gelungene Premiere am neuen Messestandort Mehr als 7.000 Besucher aus 90 Län- dern nutzen die Gelegenheit, sich auf der „Wincor World 2012“ anhand von über 500 Exponaten und über 70 Fachvorträ- gen über die neuesten IT-Lösungen und Serviceangebote von Wincor Nixdorf und 46 namhaften Partner-Ausstellern zu in- formieren. Nach drei Tagen am neuen und modernen Veranstaltungsort, dem A2 Fo- rum in Rheda-Wiedenbrück, ist das Bran- chen-Event für IT-Experten und Manager aus Banken und Handelsunternehmen zu Ende gegangen. Und das Fazit ist durchgängig positiv: „Für uns hatte der Ausrichtungsort für unsere Messe Premiere“, so Unterneh- menssprecher Andreas Bruck. „Es hat sich bestätigt, dass das A2 Forum als Veran- staltungsort für die Wincor World her- vorragend geeignet ist.“ Die Messe war in diesem Jahr erstmalig von den Welle-Mes- sehallen in Paderborn in das A2 Forum in Rheda-Wiedenbrück umgezogen. Was die Resonanz der Messebesucher anbetrifft, so bringt es Andreas Bruck auf den Punkt: „Dank einer hohen Professionalität bei al- len Beteiligten haben wir hochzufriedene Gäste auf einer rundum gelungenen Ver- anstaltung an einem gastfreundlichen Ort erlebt.“ Zudem sei es gelungen, die Inno- vationsführerschaft des Unternehmens er- neut zu untermauern. 48 bestbanking 191 • 2012
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    banking Einen Ausstellungsschwerpunkt lagbei der Optimierung von Bargeld-Prozessen. So zeigte Wincor Nixdorf wie Prozes- se vor allem für das Bargeldhandling in Bank- und Handelsfilialen kundenfreund- lich und gleichzeitig effizient gestaltet werden können. Auf ebenso großes Inte- resse bei den Besuchern stieß erwartungs- gemäß das Thema Sicherheit. Dabei wurde noch einmal deutlich, dass die Attacken immer intelligenter werden und es darum geht, durch die intelligente Vernetzung von Informationen aus unterschiedlichen Quellen den Tätern immer einen entschei- denden Schritt voraus zu sein. Stark nach- gefragt war zudem das modular aufgebaute Portfolio für die automatisierte Kassenzo- ne, das für jedes Handelsunternehmen die passende Lösung bereithält. Wincor Nix- dorf präsentierte auf der Fachmesse sein Seamless-Retailing-Konzept, bei dem mit einer einzigen Software-Plattform und ei- nem umfassenden Service alle Vertriebs- kanäle eines Handelsunternehmens abge- deckt werden. Erstmalig konnten sich die Besucher auch über das neu strukturierte Services-Portfolio für alle Phasen im Le- benszyklus einer IT-Lösung informieren, das von der Installation und Inbetriebnah- me der Systeme über die Sicherstellung ihrer Verfügbarkeit bis zu Betriebsfüh- rungslösungen und der Übernahme des kompletten IT-Betriebs reicht. y bestbanking 191 • 2012 49
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    Com One Produkte s Com One bietet integriete Bargeld-Lösungen für alle Bereiche von Banken und Sparkassen. Das Unternehmen ist hersteller- unabhängiger Anbieter von Geräten rund um das Cash-Handling und Digital Signage Lösungen. In den nächsten Ausgaben präsentiert Com One sein komplettes Produktportfolio. Vom Automatischen Kassentresor „TwinSafe Vertera“, über Geldauto- maten von NCR, bis hin zu Banknotenzählern, SB Münzeinzahlern und Mietfachanlagen, verschaffen Sie sich einen Überblick. Bei Interesse steht Ihnen Bernd Mühlbacher, Sales Director Cash Solutions zur Verfügung. Sie erreichen ihn unter +43 664 253 35 87 und/oder bernd.muehlbacher@com-one.at Automatische Kassentresore Banknotenbearbeitung Münzbearbeitung SB Lösungen Ladensysteme Digital Signage Tresore, Mietfachanlagen Elektronik-Schlösser Kinderspielterminals Com One Partner: CTcoin - Münzzähler “Pelican/Panda” MVM - Digital Signage “Contentpartner” Kisan - Banknotenzähler “Newton Serie” NCR - Geldautomaten “SelfServ Serie” Koval - Ladensysteme “TT1600” Novotech - Münzeinzahler “C-Master Serie” Laurel - Banknotenzähler “J Serie” Safecor - Tresore, Elektr. Schlösser “Twinlock” m³ - Digital Signage “Softwarepartner” Talaris - AKT “TwinSafe Vertera” www.com-one.at
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    Com One Produkte SB Lösungen, Geldautomat SelfServ 32 n Multifunktions Geldautomat n Einzahlung, Auszahlung, Recycling n Kontoauszugsdrucker, Barcodeleser n Geringe Stellfläche n Hohe Sicherheit n 15“ Bildschirm (Softkey oder Touch) n Graphische Bedienerkonsole n Selbstheilfunktion durch WatchDog Timer n Freistehend n Frontload n Geldautomat vom Weltmarktführer NCR SB Lösungen, Münzeinzahler CS Master Neu n Münzeinzahlung der neuesten Generation n 2 Münzboxen mit automatischer Umschaltung n Einfache Bedienung durch Touch Screen n Geldrückgabefach n Belegdrucker n Unterschiedliche Netzwerkanbindungen möglich n Individuelles Spesenprogramm n Made in Austria Banknotenbearbeitung, Laurel J796 n Banknotenzähler mit Software für Euro Serie 2 n Nachfolgemodell der bewährten Laurel J795 n EZB zertifizierte Echtheitsprüfung n Einfache Bedienung n Hohe Zählgeschwindigkeit n Notenweg einfach zugänglich n Geringe Stellfläche n Externes Display optional WERBUNG www.com-one.at
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    in Kürze s Im SBS Aktuell gelesen s Das ARZ hat in den lezten Monaten tion der Noten- und Münzeizahlung er- cor Nixdoerf ProCash 4000 Notenrecyc- die browserbasierente SBP (Selbstbedie- weitert. In betrieb sind Diebold Opticon ler, Wincor Cineo C4060 (Notenrecycler nungs-Plattform) auf der Multivendor (Münzeinzahler), GZT CDS 830 (No- mit Kontoausdruck. SB - Geräte Plattformum um die Funk- tenrecycler mit Münzeinzahlung), Win- Der OptiCoin von Diebold Der CDS 830 von GZT Der KePlus X6 von KEBA Der Cineo 4060 von Wincor Nixdorf Giesecke Devrient gewinnt mit Mobile-Wallet-Lösung den Sesames Award 2012 s Giesecke Devrient (GD) wurde auf „Wir freuen uns über die Preisverleihung Foto: Giesecke Devrient der internationalen Fachmesse CAR- und verstehen sie als Bestätigung für TES 2012 in Paris für seine Mobile unsere Innovationsführerschaft bei mo- Wallet-Lösung „SmartTrust Portigo“ bilen Sicherheitslösungen“, so Michael mit dem diesjährigen Sesames Award Kuemmerle, Mitglied der Geschäftsfüh- ausgezeichnet. Die Vergabe des Preises rung und Leiter des Geschäftsbereichs erfolgte in der Kategorie „e-Transac- „Mobile Security” von Giesecke De- tions“. Bei SmartTrust Portigo handelt vrient. „Ziel bei der Entwicklung von es sich um ein neues Lösungsangebot, SmartTrust Portigo war es nicht nur, die mit der sich klassische Brieftaschenin- mobile Nutzung von Wallet-Funktionen halte, etwa Bezahl- und Kreditkarten, für Anwender sicherer zu machen und ID-Karten, Treuekarten, Fahrscheine deutlich zu vereinfachen. Für Netzbe- oder Zugangsschlüssel, per Smartphone treiber, Finanzinstitute und andere Ap- nutzen lassen. Mit SmartTrust Portigo plikationsanbieter entstehen ganz neue eröffnen sich für Mobilfunkanbieter, Geschäftsmöglichkeiten, die zusätzliche Banken und andere Diensteanbieter eine Umsätze generieren können.“ Vielzahl neuer Geschäftsmöglichkei- ten. Für Anwender ist die Lösung sehr einfach zu bedienen, alle Dienste lassen sich über eine gemeinsame Bedienober- f läche nutzen. 52 bestbanking 191 • 2012
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    „Die etwas andere Partnervermittlung. “ Mit Raiffeisen müssen Sie nicht länger alleine bleiben. Mit unserem umfassenden Netzwerk knüpfen wir für Sie wirtschaftliche Kontakte und öffnen mit den passenden Beziehungen erweiterte unternehmerische Chancen. Damit Ihre Aktivitäten durch solide Partner- schaften langfristig abgesichert sind. www.raiffeisen-gute-beziehungen.at f www.privatebanking-raiffeisen.at
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    banking s n Nachbericht 19. Symposium Sicherheitder Erste Group „Wohin geht die Reise?“ Diese Frage konnte das „19. Symposium Sicherheit“ der Erste Bank Group durchaus in wichtigen Aspekten beantworten oder doch zumindest starke Indikatoren für eingeschlagene Wege geben. Von Dr. Bettina Gneisz-Al-Ani Governance und Compliance bildete einen weiteren Konferenzschwerpunkt mit kla- ren Aussagen: Regelungen, die einzuhal- ten und gegebenenfalls zu ahnden seien. Unabdingbar, wie stets, die Vorbildwir- kung der Führungskräfte, klare Standards und Nutzung externer Experten und Be- rater – um rasch agieren und professionell umsetzen zu können. Laufende Präven- tion durch entsprechende Verankerung im Management aller zentralen unternehme- rischen Prozesse. Auch hier: Safety und Security als integraler Faktor. Szenarien und Parameter für die firmen- Resilient müssten Organisationen werden, Rechtlich bedeutet das unter anderen: Gehen eigene Reaktionen durchzugehen, zu tes- um mit den vorhandenen Stressoren wie Datenkunden verloren, sei es auch nur ver- ten und zu üben, das sei unabdingbar, ein Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit, Res- meintlich, dann hat die Bank umgehend zu „Must“ für professionell agierende Unter- sourcenknappheit oder auch den großen po- reagieren, also ihre Kunden zu informieren. nehmen. Darüber waren sich die Experten litischen Unruhen („Arabischer Frühling“) des 3. Konferenztages einig. Krisen- und umgehen zu können – und das bei höchst- Neben den zahlreichen technischen und Bedrohungsvarianten seien zu vielfältig, möglicher Sicherheit für das Unternehmen. rechtlichen Aspekten prägten zwei Begrif- als das man diese vorab in ein Log-Buch fe die 3-Tages Konferenz der Erste Bank eintragen könnte. Umso essentieller sei es Der direkte Kundenkontakt bleibt für Group. Es waren dies „Mentalität und daher, Klarheit über Strategie und Vorge- Banken, hier waren sich Vertriebsleiter von Professionalität“. Sicherheit braucht ent- hensweise vorab zu erlangen. „Fangen Sie Erste Bank und BAWAG/PSK einig – ein sprechendes Mind Set, welches sich dann in der Krise nicht wieder von vorne an. zentraler Erfolgsfaktor: Komplexe Ge- konkret in der Operationalisierung zeigt. Üben Sie vorab, dann werden sie im Echt- schäfte würden nach wie vor direkt vor Ort Heißt also, Sicherheit als integralen Be- fall rasch und klar agieren könne“. So das abgewickelt, Routineangelegenheiten ins standteil unternehmerischer Prozesse zu Mantra zum Thema an dieser Stelle. Netz verlagert werden. Erfreulich, dass die sehen und nicht als punktuelle Maßnah- physische Sicherheit im Retailbereich wei- men, im schlechtesten Fall anlassbezogen, Klarheit und Offenheit gepaart mit tadel- ter gestiegen sei, so der CSO der Raiffei- also rein reaktiv getrieben. Einig waren loser Exekution, das verlangt auch gute, sen-Holding Niederösterreich-Wien. On- sich Experten am Podium wie im Publi- also wertsichernde, Krisenkommunikation. line ermögliche klarerweise nicht nur dem kum, dass Banken in aller Regel bereits Auch hier gilt. When the going gets tough Kunden zahlreiche Optionen. Der mögli- den richtigen Pfad längst eingeschlagen – think big. Zugriff auf externe Ressour- che One-Stop-Shop sei auch einer der hei- hätten, ein Stück des Weges allerdings cen- Berater macht Sinn. kelsten Punkte – Stichwort Open Sourcing noch zu gehen sei. und Datensicherheit. Die Vernetztheit von Energie-Systemen, Appell zur weiteren Professionalisierung ihre intelligente Steuerung und damit auch Die aus der Realität gezogenen Szenarien kam auch zum Fokus Personenschutz. ihre Volatilität stellte den letzten Vortrags- reichen von virtuellen Aktienkursmanipu- Hier sehe(n) sich Österreich(er) noch et- teil dar. Dies war aber auch gleichsam die lationen - mit konkret materiellem Impact was als Insel der Seligen. Viele Anbieter thematische Klammer zu den Erkenntnis- - bis zu direktem Zugriff auf Bankkonten seien daher noch nicht ausreichend pro- sen dieser hoch relevanten Konferenz, de- – inklusive Geldtransfer auf andere Konten. fessionalisiert. Zwischen Knopf im Ohr, ren Veranstalter es auch 2012 gelang, den Hacking von Computersystemen live auf Sonnenbrille und Muskeln am Oberarm Spagat zwischen nahezu philosophischen der Konferenzbühne. Keine Show, sondern und tatsächlichem 360 Grad-Personen- Aspekten und High Tech durch relevante Verdeutlichung der Herausforderung an schutz sei noch viel Luft, so der Experte Erkenntnisse und auf den Punkt gebrachte das Sicherheitsmanagement. am Podium. Diskussionen sinnvoll aufzulösen. 54 bestbanking 191 • 2012
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    s bestcars Fotos: Volkswagen Multi.Mega.Super Von Helga Erlinger Wir haben eine Menge Anglizismen über- nommen und sie sind besonders im Bezug auf die Großraumlimousine Multivan Sky kaum zu toppen. Wie soll man dieses Auto sonst bezeichnen, ist es doch ein wandelbarer Business-Raum oder ein kurzfristig veränder- bares Hotel oder ein Familienauto, vor allem aber bietet der Multivan Sky für alle Fahrer ei- nen unübertrefflichen Komfort. Mit der neuen Raum-Perspektive, dem Glas-Schiebe-Auf- stelldach und den Bi-Xenon-Scheinwerfern serienmäßig hat Volkswagen sein Angebot bei den exklusiven Sky-Modellen im wahrsten Sinne des Wortes in eine neue Klasse gehoben. Die Bi-Xenon-Scheinwerfer schaffen ein be- sonders großes Leuchtfeld und garantieren beste Sicht bei Tag und bei Nacht. Der Ein- stieg in die Welt des neuen Multivan Sky beginnt mit dem 2.0TDI mit 140 PS und 6-Gang-Schaltgetriebe. Unternehmer besit- zen wie gewohnt die Möglichkeit des Vor- steuerabzugs. Die Sky-Modelle gibt es mit der aktuellen Erweiterung für Polo, Golf, 56 bestbanking 191 • 2012
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    bestcars infobox Golf Variant, Golf Plus, Scirocco, Touran, n Preise/Auszug für den neuen Multivan Sky: Passat, Passat Variant, Passat CC, Sharan, Diesel Listenpreis brutto Touareg und Multivan, womit Volkswagen in 2.0 TDI 103 kW / 140 PS 6-Gang ab ab € 59.990,–*) Österreich jetzt in fast allen wichtigen Fahr- 2.0 TDI 4MOTION 103 kW / 140 PS 6-Gang ab € 65.427,–*) zeugklassen über ein exklusives Sky-Modell 2.0 TDI 103 kW / 180 PS 6-Gang ab € 64.101,–*) verfügt. Neben dem in Serie verbauten Schie- 2.0 TDI 4MOTION 132 kW / 180 PS 6-Gang ab € 69.048,–*) bedach beziehungsweise Panorama-Ausstell- Benziner Listenpreis brutto dach, sowie den Xenon-Scheinwerfern haben 2.0 TSI 150 kW / 204 PS 6-Gang ab € 66.228,–*) alle Sky-Modelle noch gemein, dass sie auf 2.0 TSI 4MOTION 150 kW / 204 PS DSG 7-Gang ab € 74.263,–*) *) Unverb. der höchsten Ausstattungslinie aufbauen. Das gilt auch für den neuen Multivan Sky, der auf dem Highline basiert und unter anderem eine elektronische Klimaanlage (3-Zonen- Climatronic), 17-Zoll-LM-Räder, dunkel eingefärbte Scheiben im Fahrgastraum, elek- trische Schiebetüren auf beiden Seiten, sieben Sitze mit Alcantara/Leder-Bezügen, Dieb- stahlwarnanlage mit Innenraumüberwachung sowie Regensensor mit automatisch abblen- dendem Sicherheitsinnenspiegel verfügt. Bei den Motorisierungen können die Multivan Sky-Kunden zwischen dem204 PS starken TSI und den beiden TDI mit 140 PS bzw. 180 PS wählen, die optional alle mit DSG oder 4MOTION erhältlich sind. Der TSI und der stärkere TDI sind auch noch mit DSG und 4MOTION-Antrieb kombinierbar. Damit die Testfahrten zu machen „war sehr schön und hat uns sehr gefreut“. y bestbanking 191 • 2012 57
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    Personen s z Claudia Bauer terer österreichischer ist das Verständnis Vertreter in der Posi- von Prozessen und übernimmt ab sofort tion die Mitwirkung strategische Orien- die Leitung Presse der österreichischen tierung mit starker und Neue Medien Wirtschaft auf euro- Umsetzungskraft für das Belvedere und päischer und inter- gefragt“, sagt Poller. das 21er Haus. Ihre nationaler Ebene zu langjährige Erfah- sichern. Fischer, der rung in der Öffent- den österreichischen z Florian Raab lichkeitsarbeit sowie Nationalkomitees von IEC und CENELEC als ihre hervorragende Präsident vorsteht, wurde im Juni des Jahres in als Tax Manager Kenntnis des künstlerischen und kulturellen den Verwaltungsrat (CA) von CENELEC (Eu- verstärkt Mag. Dr. Umfeldes qualifizieren Claudia Bauer für die ropean Committee for Electrotechnical Standar- Florian Raab ab Mitgestaltung der zukunftsorientierten Kom- dization) gewählt. Ähnlich dem IEC Council Oktober das TJP munikationspolitik des Belvedere. Als lang- Board werden in diesem Gremium Entschei- Team. Raab war zu- jährige Presse- und Marketingverantwortliche dungen auf Managementebene getroffen. letzt bei der BDO der Kunsthalle Wien - seit 1995 in der Kunst- Graz im Steuerbe- halle Wien, seit 2002 als Leiterin der Presse- ratungsbereich be- und Marketingabteilung - war sie wesentlich z Stefan Gubi schäftigt, wo er die an der Positionierung des internationalen stellvertretende Lei- zeitgenössischen Ausstellungshauses beteiligt. der bisherige Ge- tung des Tax Cen- Als Teil der Führungsebene in die strategische schäftsführer Busi- ters innehatte. Vorher war Dr. Raab Studi- Unternehmensplanung integriert, hatte sie die ness bei T-Mobile enassistent am Institut für Finanzrecht der Gesamtverantwortung für Marketing, Spon- Austria, wird per 15. Karl Franzens Universität Graz. Tätigkeits- soring sowie Public Relations. November 2012 in schwerpunkte von ihm bilden unter ande- das internationale rem MA- und Umgründungssteuerrecht, Team von Deutsche Umsatzsteuer, Gebühren und Verkehrsteu- z Christian Brandt-Di Maio Telekom Europe ern sowie Verfahrensrecht. berufen. In seiner ist neuer Corporate Rolle ist er dort für große und internationa- Communications- le Geschäftskunden der Deutschen Telekom z René Sprung Verantwortlicher verantwortlich. Bis zur Nachbesetzung seiner des Außenwerbe- Position in Österreich übernimmt Andreas konzerns Gewista Bierwirth, CEO T-Mobile Austria, interimis- und fungiert in tisch die Leitung des Geschäftskunden-Be- einer bei Gene- reichs. „Mit seinem Elan hat Stefan Gubi die raldirektor Karl Entwicklung des Bereichs Sales und Service Javurek angesie- von T-Mobile Austria maßgeblich geprägt. delten Stabsstelle. In dieser Position verant- Seine neue Verantwortung für multinationale wortet Brandt-Di Maio sämtliche internen Kunden des Konzerns ist eine Auszeichnung und externen Kommunikationsagenden des und wir freuen uns sehr, dass er in seiner neu- Unternehmens und ist für die mediale strate- en Funktion unsere internationalen T-Mobile gische Positionierung auf allen Medienkanälen Kunden noch besser unterstützen kann“, er- zuständig. Brandt-Di Maio berichtet in seiner klärt Bierwirth anlässlich seiner Berufung. Funktion direkt an Gewista CEO Karl Javu- ist neuer Berater für Unternehmenskunden rek. „Ich freue mich mit Christian Brandt-Di im Bankhaus Spängler. Er verstärkt damit Maio einen Kommunikationsprofi an Bord z Dieter Poller das Team von Rudolf Rettenegger, welches zu haben, der die Anforderungen eines multi- für die Betreuung von Kommerzkunden der medialen Out of Home-Konzerns, wie es die Bank rund um Themen der Unternehmens- Gewista ist, mit intermedialem, fundiertem ist neuer Senior Vice President Market Ma- und Immobilienfinanzierung sowie der pri- Fachwissen und langjähriger Berufserfahrung nagement Business bei T-Mobile Austria vaten und betrieblichen Veranlagung ver- in der Medien- und Kommunikationsbranche und hat als Bereichsleiter die End-to-End- antwortlich zeichnet. Sprung ist Absolvent perfekt erfüllt“, kommentiert Javurek. Verantwortung für Geschäftskundenprodukte des Studiums der Rechtswissenschaften an (Entwicklung, Marketing, Markteinführung). der Universität Salzburg und verfügt über Er berichtet in seiner Rolle direkt an die Ge- mehrere Jahre Wirtschaftserfahrung. Vor z Werner Fischer schäftsführung. „Der Wechsel in das Business seinem Wechsel zum Bankhaus Spängler Segment stellt für mich einen logischen Schritt war der gebürtige Schwarzacher zuletzt als Leiter Standardization Management Siemens dar, da in meiner neuen Funktion der Kunde Kommerzkundenbetreuer in einem großen und Mitglied des OVE-Vorstands, ist ein wei- im Mittelpunkt aller Aktivitäten steht. Dafür Salzburger Geldinstitut tätig. 58 bestbanking 191 • 2012
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    Foto: Blindtext s Inhalt bestbanking Special Die mächtigen Vier Seite 60 Frühling auf Lošinj Seite 62 besthotels 191/ VII • 2012 59
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    n Aspen unddrei weitere Skigebiete vereinen sich zum „Mountain Collective™“ A lta, Aspen/Snowmass, Jackson Hole und Squaw Die vier Berge Aspen Mountain, Aspen Highlands, But- Valley/Alpine Meadows – vier der beeindru- termilk und Snowmass erheben sich majestätisch aus dem ckendsten und vielfältigsten Skigebiete der USA, Roaring Fork Valley und bilden zusammen ein Skigebiet haben sich zusammen geschlossen, um Wintersportlern von 22 Quadratkilometern. Wintersportfans können sich ein noch nie dagewesenes Angebot bieten zu können: Den hier auf 336 markierten Pisten mit 43 Liften und in fünf Mountain Collective™Pass. Die Inhaber eines Skipas- Terrainparks austoben. Über 500 Kilometer perfekt prä- ses erhalten außergewöhnliche Übernachtungsangebote pariertes Gelände stehen den Skifahrern und Snowboar- während der ganzen Saison. Alles in allem gewährt der dern zur Verfügung – von familienfreundlich bis extrem Mountain Collective™Pass Zugang zu über 100 Liften steil.  Jackson Hole Mountain Resort „The last frontier“ auf 14 Bergen mit knapp 6500 Hektar Skigebiet – sprich – die letzte Grenze zum Wilden Westen der USA. Das 3,5 Mal so große wie Disneyland Gebiet   südlich des Yellowstone Paris. Alle vier Resorts sind dank ihres unerreichbaren Rufes für Die mächtigen Nationalparks im Nordwesten des US Bundesstaats Wyoming Schneequalität weltweit bekannt. Alta, in der Nähe von Salt Lake City, ist weltweit bekannt für sein Vier erinnert tatsächlich noch viel an die Zeit von Cowboys und Indi- anern. Das Resort verteilt sich auf unterschiedliches Terrain, die Qualität und Quantität des die zwei Berge mit den klangvollen Namen Rendezvous Schnees und die traumhafte Landschaft. Es kann dank der Mountain (3185 m) und Après Vous Mountain (2585 m). sportlichen Abfahrten durchaus als eines der anspruchs- Während am Rendezvous Mountain zahlreiche schma- vollsten Skigebiete der USA eingestuft werden.  Aspen, le und steile Buckelpisten warten, finden sich am Après Colorado/USA, das hübsche Silberminen-Städtchen aus Vous Mountain einige schöne Genussabfahrten.    Ne- viktorianischer Zeit, ist berühmt für seine Geschichte, beneinander liegend in Lake Tahoe, Kalifornien, bieten sein kosmopolitisches Flair und sein legendäres Nacht- Squaw Valley und Alpine Meadows Skifahrern Zugang leben. Wie eine charmante Stadt mitten in den Bergen, zu einem 24 km² großen, befahrbaren Areal mit sechs mit eigenem Flughafen,  lockt Aspen mit Galerien, Bars, Gipfel, 43 Liften und über 270 Trails, die alle mit nur internationalen Restaurants und Shopping Highlights. einem Lift-Ticket oder saisonalen Pass nutzbar sind. y 60 besthotels 191/ VII • 2012
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    www.TheMountainCollective.com besthotels 191/ VII • 2012 61
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    n Vitality HotelPunta****: Neues Zentrum für Lebensfreude auf Lošinj eine neue Adresse geboten. Das modern den Drink und danach in die Sauna oder gestaltete Vitalhotel mit 219 geräumigen auf die Sonnenwiese. Ein professionell ge- Zimmern sorgt zusammen mit dem viel- leitetes Sportprogramm baut die körperli- fältigen Angebot für einen rundum „aus- che und seelische Fitness auf. Das Vitality balancierten“ Urlaub. Horizont erweiternd Hotel Punta bietet allen Gästen, die einen wirkt schon die Lage des Vitalhotels direkt aktiven Urlaub verbringen wollen, interes- an der Adriaküste mit Blick auf die Kvar- sante Möglichkeiten. Hotelgäste können ner Bucht, umgeben von uralten Kiefer- selbstverständlich den Tennisplatz und den bäumen. Das neue künstlichen Kletter- Hotelkonzept über- felsen benutzen oder zeugt mit Klarheit: Jeder Gast soll von Frühling auf am Fitness im Freien teilnehmen. Über 220 Lošinj der Ankunft bis zur km eingerichtete Spa- Abreise rundum ver- zierwege ermöglichen wöhnt werden. Dazu wunderschöne Wan- tragen das Hotelam- derungen oder ganz biente, der Duft der Blumen und Bäume Lošinj kennenzulernen. Spaziergang oder ringsum und eine herzliche Gastfreund- Radtour, Fitness wird in Lošinj grossge- schaft bei. Unmittelbar vor dem Hotel liegt schrieben! Im Meerwasser baden können die Felsenküste zum Sonnenbaden und Gäste auch in den In- und Outdoorpools der Badestrand. Der Strand hisst schon oder im Jacuzzi der großzügigen Wellness- D ie südliche Wärme auf Lošinj und ein Jahrzehnt lang die Blaue Flagge – eine zone. Zum Loslassen und Stress abbauen die kraftvolle Meeresluft nut- angesehene Auszeichnung für reines Meer stehen Dampfbäder, Saunen und Ruheräu- zen Menschen seit mehr als 100 und saubere Umgebung. Tief durchatmen me bereit. Die vitale Küche mit Speziali- Jahren, um der ungesunden Alltagshektik heißt es bei Aromatherapien mit Lošinjer täten aus Lošinj und internationalen Spei- sinn- und genussvoll „Ciao“ zu sagen. Mit Kräutern. Auf ganzheitliche Schönheit sen lassen keine Wünsche offen. Wenn der dem neuen Vitality Hotel Punta****, ganz zielt das Naturkosmetik-Studio mit Ge- Frühling nicht mehr weit ist: das Vitality in der Nähe des idyllischen Hafens von Veli sichts- und Körperbehandlungen ab. Schon Hotel Punta**** ist ab dem 17. März bis Lošinj, wird Kroatien-Fans seit Juni 2012 geht es zur Poolbar zu einem erfrischen- zum 26. Oktober 2013 wieder geöffnet. y 62 besthotels 191/ VII • 2012
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    Weitere Informationen: Vitality Hotel Punta**** Šestavine b.b., 51551 Veli Lošinj, Kroatien Tel: +385 51 661 111 E-Mail: hotel-punta@jadranka.t-com.hr www.losinj-hotels.com besthotels 191/ VII • 2012 63
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    life style s Alja Viryent, Schuhdesignerin Gut gelaufen Wenn der Hollywood-Star Ben Affleck nach Europa reist, um Studium ihre eigene Firma. Mittlerweile ist die Marke A. Viryent seinen neuesten Film »Argo« zu promoten, kann es durchaus etabliert und die handgearbeiteten Schuhe der jungen Designerin sein, daß er Schuhe von Alja Viryent trägt. Die junge Frau ist die und Handwerkerin sind nicht nur in ihrem Heimatland gefragt. bekannteste slowenische Schuhdesignerin. Alja Viryent kreiert Bereits 2006 stellte sich Alja Viryent zum ersten Mal mit einer einzigartige Schuhe unter dem Markennamen A. Viryent, dem eigenen Ausstellung der Öffentlichkeit vor. Das Ereignis »Schuhe Namen, der seinen Ursprung in Jakob Virjent, ihrem Urgroßvater in der Stadt«, wurde von der Stadt Ljubljana unterstützt und fand hat. Sie »blieb bei den Leisten« und setzt damit eine jahrzehn- unter der Teilnahme der slowenischen Prominenz in der Galerie telange Familientradition fort. Alja Viryent studierte Kunst und Kresija in Ljubljana statt. Wenn Miss Slowenien auf dem Cat- Design an der Universität in Ljubljana und gründet nach dem walk unterwegs ist, trägt sie Schuhe von A. Viryent. Mittlerweile 64 bestbanking 191 • 2012
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    life style gibtes zahlreiche Liebhaber der Massschuhe, von slowenischen Prominenten bis hin zu Mitgliedern des Europaparlaments, die sich in A. Viryent Schuhen wohlfühlen und die Qualität des Leders, sowie die modische Verarbeitung und die hervorragende Passform schätzen. Das Handwerk von Alja Viryent wird mitt- lerweile auch außerhalb Sloweniens anerkannt. Ihre Schuhe mit Idrija Spitze* sind Unikate und wurden im Europaparlament in Brüssel präsentiert, wo sie im November 2007 ihre zweite selbst- ständige Ausstellung hatte. Im Jahr 2008 wurde die Ausstellung in die Galerie Kresija in Ljubljana gebracht und wurde auch beim „Ein guter Beobachter sieht am Zustand der Schuhe, mit wem er es zu tun hat.“ Honoré de Balzac (1799-1850) Französischer Schriftsteller »Festival der Idrija Spitze«, das jährlich stattfindet, in Idrija ge- zeigt. Die Tatsache, dass ein Paar ihrer Designer-Stiefel mit Idrija Spitze, ein Teil der Sammlung im Museum der Stadt ist, zeigt die außergewöhnliche Handwerkskunst. Im Jahr 2009 entstand ihre erste Kollektion unter dem Markennamen GTH (Got To Have), gemeinsam mit der Manufaktur Alpina d.d. Informationen: Alja Viryent, Vransko 131, 3305 Vransko, Slovenia www.viryent.com Alja Viryent mit Schauspieler Ben Affleck *Idrija Spitze: Traditionelles Klöppel-Handwerk aus der „Spitzenstadt Idrija“/Slowenien bestbanking 191 • 2012 65
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    nking.at bestba g best bankin bestbanking.at best banking gazin nkenma Das Ba 2 uli 201 # 190 # 2012 # Juni-J # 189 bestbanking azin Das Bankenmag Euro: 8,– t-Oktober 2012 bestbanking.at best banking # 190 # Augus Juli 2012 Euro: 8,– ang Juni- bestbanking # 191 # 2012 8. Jahrg ktober 2012 9410 8. Jahrgang August-O Impressum: ISSN 2077 Das Bankenmagazin # 191 # November-Dezember 2012 Euro: 8,– ISSN 2077 9410 Grundlegende Richtung: 8. Jahrgang November-Dezember 2012 bestbanking ist ein unabhängiges Fachmagazin für Banken und Finanzdienstleister. Der redaktionelle Teil berichtet über die Neuausrichtung im king ISSN 2077 9410 e Ban 37041M Finanzdienstleistungsbereich und den damit ver­ undenen b Privatim Wandel , GZ: 06Z0 Wien Barcode statt Unternehmen und Organisationen. G 60 Wien WERBUN nk ing te Ba 16 Pr iva Seite iffeisen t A-10 1M , Leitu ng Ra Bargeld Der Inseraten- und PR-Teil und bezahlte Werbeeinschal- Wien, GZ: 06Z03704 gspostam n Oh swald ristia „Wir machen Dr. Ch . Verla Mag. Seite 14 tungen in Textform sind durch die Seiten­aginierung p g P.b.b stamt A-1060 zahlen einfach“ bestbankin „WERBUNG“ gekennzeichnet und so vom redaktionellen Verlagspo Seite 22 O, PSA Paym ent Services Austria Teil getrennt. bestbanking P.b.b. Wien, GZ: 06Z037041M ging Director/CE berger, Mana DI Rainer Scham Verlagsadresse: bestbanking P.b.b. Verlagspostamt A-1060 bestbanking medien Marchettigasse 11/12 Dr. Michael Suitner Geschäftsführer der Secure Payment Technologies 1060 Wien T +43 1 50 50 225, F +43 1 50 50 225 10 www.bestbanking.at Chefredaktion: Kurt Quendler, M +43 664 886 21 770 kurt.quendler@bestbanking.at Wir produzieren Marketingleitung: Helga Erlinger, M +43 664 552 65 61 Interview- und helga.erlinger@bestbanking.at Produktvideos. Redaktions/Produktionsleitung: Mag. András Szöcs (Sötsch) M +43 664 886 21 774 grafik@bestbanking.at Themenplan der nächsten Ausgabe: Coverfoto: © Secure Payment Technologies Erscheinungsweise: 6x bestbanking, 2x bestbanking special in Österreich, Deutschland, Rumänien, Kroatien Auflage: 5.000 Exemplare Druck: Premier Druckerei Budafoki ut 64 1117 - Budapest Aboservice Verrechnung: Terminplan der nächsten Ausgabe: Mag. András Szöcs (Sötsch) Marchettigasse 11/12, 1060 Wien abo@bestbanking.at Inland/Ausland: 6 Ausgaben zum Preis von E 40,– zzgl. Porto T +43 1 50 50 225, F +43 1 50 50 225 10 Das Abonnement gilt auf ein weiteres Jahr verlängert, wenn nicht schriftlich gekündigt wird. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugs­ eise, w nur mit Genehmigung des Verlages. Vorbehaltlich Satz- und Druckfehler. Derzeit gilt die Anzeigenpreisliste 2012. best banking im Top-Format Alle als namentlich gekennzeichneten Beiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Alle Rechte, insbesondere die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 Urheberrechtsgesetz, vorbehalten. Es gelten die AGBs zu finden auf www.bestbanking.at 1/1 Seite 1/2 Seite quer 1/2 Seite hoch 1/3 Seite hoch 1/3 Seite quer 210 x 297 mm 210 x 147 mm 103 x 297 mm 70 x 297 mm 210 x 104 mm e 4.900,- e 3.250,- e 3.250,- e 2.900,- e 2.900,- 66 bestbanking 191 • 2012
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