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Wen erreicht der
Internetwahlkampf?
Demokratie-Kongress 2010: Auf dem
Weg zum Online-Bürger
Karlsruhe, 19.11.2010
Marko Bachl
Marko Bachl, M.A.
2
Das Internet ist ein Massenmedium
Internet-Nutzer in Deutschland, 1997-2010
(Quelle: ARD/ZDF-Online-Studie, zumindest seltene Nutzung, Bevölkerung in Deutschland ab 14 Jahren)
14-19 J.
20-29 J.
30-39 J.
40-49 J.
50-59 J.
60 +
0
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1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010
Gesamt
Marko Bachl, M.A.
3
… und Social Media für die Jugend
Social-Media-Nutzer in Deutschland, 1997-2010
(Quelle: ARD/ZDF-Online-Studie, zumindest seltene Nutzung, Bevölkerung in Deutschland ab 14 Jahren)
0
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100
Wikipedia Videoportale Social Networks Weblogs Twitter
2007 2008 2009 2010
Gesamt
Marko Bachl, M.A.
4
… und Social Media für die Jugend
Social-Media-Nutzer in Deutschland, 1997-2010
(Quelle: ARD/ZDF-Online-Studie, zumindest seltene Nutzung, Bevölkerung in Deutschland ab 14 Jahren)
0
10
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90
100
Wikipedia Videoportale Social Networks Weblogs Twitter
2007 2008 2009 2010
19-29-Jährige
Marko Bachl, M.A.
5
… und Social Media für die Jugend
Social-Media-Nutzer in Deutschland, 1997-2010
(Quelle: ARD/ZDF-Online-Studie, zumindest seltene Nutzung, Bevölkerung in Deutschland ab 14 Jahren)
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
Wikipedia Videoportale Social Networks Weblogs Twitter
2007 2008 2009 2010
14-19-Jährige
Marko Bachl, M.A.
6
Aber auch in der Politik?
Informationsquellen und Politische Internetnutzung vor der BTW 09
GLES Vorwahl/Nachwahlbefragung 2009, N = 4.057/2.067; Wahlberechtige in Deutschland
Fernsehen
58.6
Zeitung 21.5
Radio 3.2
Internet 5.5
Gespräche 9.2
Andere 2.1
Einerseits…
Hauptinformationsquelle im Wahlkampf (in %)
gar nicht
75.0
1-2 Tage 14.8
3-4 Tage 7.3
5+ Tage 2.9
Andererseits…
Politische Internetnutzung im Wahlkampf (in %)
Marko Bachl, M.A.
7
Wer sind die politischen Internetnutzer?
Jung, gebildet, politisch interessiert und kleineren Parteien zugeneigt
GLES Vorwahl/Nachwahlbefragung 2009, n = 183; Wahlberechtige in Deutschland mit Hauptinformationsquelle Internet
62% männlich
Foto: Cavan Images; via Flickr
51% mit (Fach-) Abitur
41% mit (sehr) großem
politischen Interesse
Überdurchschnittlich häufig
Anhänger von Grünen oder
FDP; unterdurchschnittlich
CDU/CSU und SPD
43% unter 30 Jahre alt
Marko Bachl, M.A.
8
Quantitativer Zuwachs, qualitative Veränderung
Politik Massenmedien
Wähler
WahlentscheidungDirekte
Kommunikation Bericht-
erstattung
Marko Bachl, M.A.
9
Quantitativer Zuwachs, qualitative Veränderung
Politik Massenmedien
Wähler
Selektion und
Weiterempfehlung
Direkte
Kommunikation
Direktes Feedback
Wahlentscheidung
Bericht-
erstattung
(Teil-) Öffentliche
Diskussionen
Kommentare
Ressonanz
Marko Bachl, M.A.
10
3 Thesen zum Internetwahlkampf
 Das Internet ist ein Teil des Alltags, Social Media für die jüngeren
Wähler. Allerdings gibt es eine große Divergenz zwischen allgemeiner
und politischer Nutzung. Dies liegt zu einem guten Teil an fehlenden
bzw. ungeeigneten Angeboten seitens Politik und Medien.
 Heute sind die politischen Internetnutzer noch deutlich in der
Minderheit. Sie sind allerdings eine sehr interessante Wählerschicht,
aus der sich auch Ableitungen für die Zukunft ziehen lassen. Zudem
sind diese Wähler die Meinungsführer im Internetwahlkampf.
 Mit dem quantitativen Zuwachs in der Nutzung geht eine qualitative
Veränderung in der Bedeutung und Funktionsweise der Internet-
kommunikation einher: Feedback-Kanäle und Partizipation werden
gestärkt, öffentlicher Austausch und Weiterempfehlungen organisiert.

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Wen erreicht der Internetwahlkampf?

  • 1. Wen erreicht der Internetwahlkampf? Demokratie-Kongress 2010: Auf dem Weg zum Online-Bürger Karlsruhe, 19.11.2010 Marko Bachl
  • 2. Marko Bachl, M.A. 2 Das Internet ist ein Massenmedium Internet-Nutzer in Deutschland, 1997-2010 (Quelle: ARD/ZDF-Online-Studie, zumindest seltene Nutzung, Bevölkerung in Deutschland ab 14 Jahren) 14-19 J. 20-29 J. 30-39 J. 40-49 J. 50-59 J. 60 + 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 Gesamt
  • 3. Marko Bachl, M.A. 3 … und Social Media für die Jugend Social-Media-Nutzer in Deutschland, 1997-2010 (Quelle: ARD/ZDF-Online-Studie, zumindest seltene Nutzung, Bevölkerung in Deutschland ab 14 Jahren) 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Wikipedia Videoportale Social Networks Weblogs Twitter 2007 2008 2009 2010 Gesamt
  • 4. Marko Bachl, M.A. 4 … und Social Media für die Jugend Social-Media-Nutzer in Deutschland, 1997-2010 (Quelle: ARD/ZDF-Online-Studie, zumindest seltene Nutzung, Bevölkerung in Deutschland ab 14 Jahren) 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Wikipedia Videoportale Social Networks Weblogs Twitter 2007 2008 2009 2010 19-29-Jährige
  • 5. Marko Bachl, M.A. 5 … und Social Media für die Jugend Social-Media-Nutzer in Deutschland, 1997-2010 (Quelle: ARD/ZDF-Online-Studie, zumindest seltene Nutzung, Bevölkerung in Deutschland ab 14 Jahren) 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Wikipedia Videoportale Social Networks Weblogs Twitter 2007 2008 2009 2010 14-19-Jährige
  • 6. Marko Bachl, M.A. 6 Aber auch in der Politik? Informationsquellen und Politische Internetnutzung vor der BTW 09 GLES Vorwahl/Nachwahlbefragung 2009, N = 4.057/2.067; Wahlberechtige in Deutschland Fernsehen 58.6 Zeitung 21.5 Radio 3.2 Internet 5.5 Gespräche 9.2 Andere 2.1 Einerseits… Hauptinformationsquelle im Wahlkampf (in %) gar nicht 75.0 1-2 Tage 14.8 3-4 Tage 7.3 5+ Tage 2.9 Andererseits… Politische Internetnutzung im Wahlkampf (in %)
  • 7. Marko Bachl, M.A. 7 Wer sind die politischen Internetnutzer? Jung, gebildet, politisch interessiert und kleineren Parteien zugeneigt GLES Vorwahl/Nachwahlbefragung 2009, n = 183; Wahlberechtige in Deutschland mit Hauptinformationsquelle Internet 62% männlich Foto: Cavan Images; via Flickr 51% mit (Fach-) Abitur 41% mit (sehr) großem politischen Interesse Überdurchschnittlich häufig Anhänger von Grünen oder FDP; unterdurchschnittlich CDU/CSU und SPD 43% unter 30 Jahre alt
  • 8. Marko Bachl, M.A. 8 Quantitativer Zuwachs, qualitative Veränderung Politik Massenmedien Wähler WahlentscheidungDirekte Kommunikation Bericht- erstattung
  • 9. Marko Bachl, M.A. 9 Quantitativer Zuwachs, qualitative Veränderung Politik Massenmedien Wähler Selektion und Weiterempfehlung Direkte Kommunikation Direktes Feedback Wahlentscheidung Bericht- erstattung (Teil-) Öffentliche Diskussionen Kommentare Ressonanz
  • 10. Marko Bachl, M.A. 10 3 Thesen zum Internetwahlkampf  Das Internet ist ein Teil des Alltags, Social Media für die jüngeren Wähler. Allerdings gibt es eine große Divergenz zwischen allgemeiner und politischer Nutzung. Dies liegt zu einem guten Teil an fehlenden bzw. ungeeigneten Angeboten seitens Politik und Medien.  Heute sind die politischen Internetnutzer noch deutlich in der Minderheit. Sie sind allerdings eine sehr interessante Wählerschicht, aus der sich auch Ableitungen für die Zukunft ziehen lassen. Zudem sind diese Wähler die Meinungsführer im Internetwahlkampf.  Mit dem quantitativen Zuwachs in der Nutzung geht eine qualitative Veränderung in der Bedeutung und Funktionsweise der Internet- kommunikation einher: Feedback-Kanäle und Partizipation werden gestärkt, öffentlicher Austausch und Weiterempfehlungen organisiert.

Hinweis der Redaktion

  1. Im Wahlkampf gab es verschiedene Möglichkeiten, sich über das politische Geschehen in Deutschland zu informieren. Woher haben Sie die meisten Informationen über den Wahlkampf zur Bundestagswahl bekommen: aus dem Fernsehen, aus der Zeitung, aus dem Radio, aus dem Internet, aus persönlichen Gesprächen oder aus einer anderen Quelle? An wie vielen Tagen in der Woche haben Sie sich während des Wahlkampfes im Internet über Parteien und die Bundestagswahl informiert?