PCM_4_ Herbst_2009.pdf

544 Aufrufe

Veröffentlicht am

Pfalzclub Magazin
[http://www.lifepr.de?boxid=128310]

0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
544
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
2
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
0
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

PCM_4_ Herbst_2009.pdf

  1. 1. PfalzclubDas Mitglieder-Magazin für Erlebnis und GenussM A G A Z I NHerbstausgabe / 2009 - 6. Jahrgang - www.pfalzclub.netDie WaldmeisterHexenröhrling und ParasolSchneller, höher, Pfälzer!60 Jahre Sport in der Pfalz Zum Wohl. Die Pfalz.ISSN1860-1510Panorama zum AusklappenTraumhafteAussichten
  2. 2. ab und zu tut es gut, seinen Blickwinkelzu ändern. Wir haben das bildlich ge-nommen und zeigen Ihnen auf vierausklappbaren Seiten den Panoramab-lick vom Luidpoldturm, denn der Turmfeiert dieses Jahr sein100-jähriges Beste-hen. Das Fest Ende September solltenSie sich nicht entgehen lassen. Zumeinen wegen des tollen Programms, aberauch, weil Sie dann schon mal vomTurm aus einen Überblick über densüdlichen Pfälzerwald gewinnen. Dennhier heißt es im Herbst: Strecke machen.Liebe Leserin,lieber Leser,Oder wollen Sie etwa nicht fit sein, wennim nächsten Frühjahr die drei neuenFernwanderwege in der Pfalz eröffnetwerden? Deshalb stellen wir Ihnen mitdem Hauensteiner Schusterpfad, demRodalber Felsenwanderweg und demFelsenland Sagenweg einen 3-Wege-Trai-ningsplan vor. Wenn Sie die insgesamt150 Kilometer geschafft haben – keineSorge, die attraktiven Wege lassensich wunderbar in mehrere Etappeneinteilen – sind Sie bestens vorbereitet.Und stellen gleichzeitig den Sportgeistder Pfalz unter Beweis. Denn nie gab esso viele sportbegeisterte Pfälzer, die sichnicht nur auf dem Betze tummeln, son-dern selbst aktiv sind.Darüber freut sich insbesondere derSportbund Pfalz, der 2009 ebenfalls seinJubiläum begeht: Seit 60 Jahren enga-giert er sich für den Sport in der Region.Wie das genau aussieht und welcheolympiareifen Leistungen Pfälzer Sport-legenden hervorbrachten, erfahren Siein dieser Ausgabe.Sie kultivieren im Herbst lieber IhreGenießerseite? Dann machen Sie ambesten bei einer Terroirwanderung vonVinArTours mit. Oder schauen Sie beimForster Winzerverein vorbei, dort er-wartet Sie nämlich ein „ungeheuer“exzellenter Genuss. Wenn das keineschönen Aussichten sind …IhrDr. Detlev Janik„Die Pfalz zumAusklappen“Unsere aktuellen Extra-Angebote für Pfalzclub-Mitglieder:EditorialErleben Sie die Deutsche Weinstraße ausungewöhnlicher Perspektive! Die Tourmit einem Cabrio-Doppeldecker-Bus am10. Oktober startet um 16.30 Uhr amBusbahnhof in Bad Dürkheim. Bei derFahrt über Ungstein – Freinsheim –Bockenheim – Grünstadt – Bobenheimam Berg – Leistadt erfahren Sie perAudioführung viel Interessantes über dieRegion und den Pfälzer Wein. Club-Mitglieder zahlen 4,– Euro, Nicht-Mit-glieder 5,– Euro. Maximal 60 Personenkönnen an der zweistündigen Tour teil-nehmen. Bitte beachten Sie: Bei Regenfährt der Cabriobus nicht, Informatio-nen erhalten Sie bei Pfalz.Marketing.LernenSieeinigederbekanntestenPfälzerWeinlagen kennen und schmecken Siedie Weine von dort! Bei einer Terroir-Wanderung am Samstag, den 17. Oktober,führt Sie der Wein- und Kulturbot-schafter Rudolf Hofmann durch vieleForster Weinlagen, erklärt Ihnen alleszum Begriff Terroir, besucht mit Ihnenden Pechsteinkopf, die Wachtenburg unddas Weinmuseum in Deidesheim. Treff-punkt ist um 9.30 Uhr am Bahnhof inWachenheim, die Veranstaltung endetum 17.00 Uhr. Die reine Wanderzeitbeträgt vier Stunden. Im Preis inbegrif-fen sind eine Winzervesper in einemForster Weingut sowie eine Weinprobe.Club-Mitglieder zahlen 38,– Euro, Nicht-Mitglieder 43,– Euro. Maximal 20 Perso-nen können teilnehmen.Erleben Sie das handwerkliche Zigar-rendrehen und erfahren alles über dieTabakkultur der Pfalz. Dazu laden wirSie am Sonntag, den 8. November, insneue Zigarrenmuseum in Rödersheim-Gronau ein. Die Führung, bei der Sieauch beim Zigarrendrehen zusehenkönnen, beginnt um 14.00 Uhr unddauert etwa eineinhalb Stunden. Maxi-mal 15 Personen können teilnehmen,der Eintritt ist kostenlos, Spenden fürdie Vereinsarbeit sind willkommen.Informationen und Anmeldungen für alle Extra-Angebote bei Pfalz.Marketing,Telefon 06321 912372 oder per E-Mail an willerich@zum-wohl-die-pfalz.deI M P R E S S U MHerausgeber: Pfalz.Marketing e.V., V. i. S. d. P.: Dr. Detlev JanikRedaktionsanschrift: Pfalz.Marketing e.V., Martin-Luther-Straße 69, 67433 Neustadt a. d. W.Telefon: 06321 9123-22, Fax: 06321 12 881, www.pfalzclub.netKonzept, Text und Gestaltung:srg werbeagentur ag, MannheimDruck: Nino Druck, Neustadt
  3. 3. Pfalzclub Magazin 3In dieser AusgabeRuhepolMein Lieblingsplatz 24Im KeschdeparadiesDie Pfalz von ihrer Kastanienseite 25Hexenröhrling und ParasolSchlemmen und Schlummern 26Pfälzer Krimi-NachtLadies-Crime in Wachenheim 27Bizarre Felsen, stille Täler,weite BlickePfälzer Traumrouten auf der Spur 10400 Gipfel, 100 Jahre, 1 TurmLuitpoldturm-Panorama zum Ausklappen 14Schneller, höher, Pfälzer!60 Jahre Sport in der Pfalz 4Achim NiederbergerPfälzer Köpfe 8Himmlische AussichtenGewinnen und abheben 18Der Wein ist das ZielUnterwegs mit VinArTours 19Alles aus den Reben kitzelnWinzerverein Forst 20Pfälzer TraumpaarRiesling und Saumagen 22RubrikenFoto:wandere.net
  4. 4. 4 Pfalzclub MagazinHoch hinaus ging es für Kristina Gadschiew vomLAZ Zweibrücken bei der diesjährigen LeichtathletikWeltmeisterschaft: In Berlin erreichte sie das Finaleder Stabhochspringerinnen.Foto:FotoagenturKunz
  5. 5. Dabei sah es am Anfang gar nichtdanach aus. In der Pfalz lagenSportstätten und Vereinsleben nachdem Zweiten Weltkrieg in Trümmern.Doch obwohl es viele Sorgen und wenigzu Essen gab, war der Sportsgeist derPfälzer nicht versiegt. Erste, heimlichorganisierte Fußballspiele halfen, dievielen Probleme zumindest zeitweilig zuvergessen. Die französischen Besatzer er-schwerten jedoch anfangs mit strengenAuflagen eine offizielle Wiederaufnahmesportlicher Aktivitäten. Maximal fünfDeutsche durften eine Einheit bilden –nicht nur im Fußball ziemlich hinderlich.Ein Kick gegen die „Equipe“Trotz des Verbots gab es schon 1945 daseine oder andere Kräftemessen zwischenPfälzern und französischen Besatzern.Vielleicht half es, die Spieler der „grandenation“ ein paar hübsche Tore schießenzu lassen und freiwillig als Verlierer vomPlatz zu gehen. Jedenfalls hatten dieFranzosen ein Einsehen und lockertendie Regeln. 1946 gab es bereits 435 Ver-eine mit 74 000 Mitgliedern in der Pfalz.Schneller, höher,Pfälzer! Ist die Pfalz wirklich ein Ort für Spitzensport? Wir habender Pfälzer Sportmoral auf den Zahn gefühlt und festge-stellt, dass nicht nur auf dem Betze schwer was los ist.Gerade der Breitensport zeigt sich so lebendig wie nie!Pfalzclub Magazin 5Eine Auswahl an Pfälzer Sportlegenden:Die Brüder Fritz und Ottmar Walter (Kaiserslautern) und Horst Eckel (Vogelbach): Spieler der Fußball-Weltmeister-Elf von 1954Wilfried Dietrich: „Der Kran von Schifferstadt“, Ringer, OlympiasiegerGregor Braun: „Der Bär von der Weinstraße“, Bahnradsportler, OlympiasiegerRainer Dörrzapf: Gewichtheber aus Ludwigshafen, WeltmeisterUdo Bölts: Straßenradsportler aus Heltersberg, dreimaliger deutscher Meister, Etappensieger beim Giro d’ItaliaHeiner Dopp (Bad Dürkheim) und Peter Trump (Frankenthal): Feldhockey-EuropameisterWilfried Dietrich, „der Kran von Schifferstadt“,hebelt bei den Olympischen Spielen 1972 inMünchen den amerikanischen 200 Kilo-KolossChris Taylor aus.
  6. 6. 6 Pfalzclub MagazinBahnrad-Olympiasieger Gregor Braun.Der Geist von Fritz und Ottmar Waltersorgt noch heute dafür, dass auf demBetze regelmäßig der Teufel los ist unddas legendäre „Quäl dich, du Sau“ desPfälzers Udo Bölts ist weit über dieLandesgrenzen hinaus bekannt.Quäl dich, du...Aber nicht nur im Breitensport hat diePfalz viel zu bieten. Insgesamt 1956Pfälzer Sportler haben bereits an denolympischen Spielen teilgenommen.Darunter so legendäre Athleten wie derRinger Wilfried Dietrich, besser bekanntals „Der Kran von Schifferstadt“ undder „Bär von der Weinstraße“ genannteEin Bund fürs VereinslebenDie Trainingsbedingungen waren aller-dings immer noch schlecht. Zudem gabes Unstimmigkeiten, wie die Gelder aufdie einzelnen Sportarten verteilt werdensollten. Als sich am 23. Juli 1949 dieEntscheider im pfälzischen Sport inNeustadt zusammensetzten, schlug dieGeburtsstunde des Sportbundes Pfalz.Als Dachorganisation kümmerte er sichunter anderem um den Wiederaufbauvon Sportanlagen. So schaffte der Sport-bund für 23000 Deutsche Mark einePlanierraupe an und stellte sie denMitgliedsvereinen kostenlos zur Verfü-gung. Lediglich für Verpflegung undUnterkunft des „Raupenmeisters“ hat-ten die Vereine zu sorgen. Die Raupebewegte über 180000 Kubikmeter Pfalz.Und dann bewegten sich auch immermehr Pfälzer. Bis 1955 war die Mitglie-derzahl der inzwischen 767 pfälzischenSportvereine bereits auf 125 000 ange-wachsen. „Richtig Schwung in denBreitensport kam mit der „Trimm-Dich-Bewegung“ in den 1970er Jahren“, er-innert sich Sportbund-GeschäftsführerMartin Schwarzweller.Rechtzeitig zum 60-jährigen Jubiläumdes Sportbundes haben die Breitensport-ler noch einmal richtig angestrengt undim Jahr 2008 mit mehr als 25700 ab-solvierten Sportabzeichen einen neuenPfalzrekord aufgestellt. Heute trainierenund schwitzen in den mehr als 2100Vereinen des Sportbundes Pfalz rund540 000 Mitglieder. Die Vereine werdenvom Sportbund Pfalz betreut und sindin 56 Fachverbänden organisiert – vonAikido bis Wasserski. Auch wer es weni-ger sportlich mag, kann im Verein seinenSpaß haben. „In jedem Ort gibt es Kurseund Gruppen für Anfänger. Für einenEinstieg ist es auch für Sportmuffelnie zu spät. Ich selbst habe erst vor dreiJahren mit Tennis angefangen“, verrätSchwarzweller.Foto:TeamGerolsteinerUdo Bölts, als Zugmaschine gegen den Wind. Seine unbändige Willensstärkewurde 2003 mit dem „Sonderpreis für Vorbilder im Sport“ gewürdigt. Auchsein ehemaliger sportlicher Leiter, der Belgier Walter Godefroot, attestierte:„Die Bölts ist so stärk, die geht nie kapütt.“Fußball Länderspiel zwischen Deutschland und Jugoslawienim Südweststadion Ludwigshafen im Jahr 1952. Am Endejubelten die Deutschen: Sie siegten mit 3:2 Toren.
  7. 7. Pfalzclub Magazin 7Damit der Pfalz die Helden nicht ausge-hen, hat das Heinrich-Heine-Gymna-sium Kaiserslautern 1978 eine „Talent-förderung durch Sportklassen“ initiiert.Seit 1998 ist das Internat durch denDeutschen Sportbund als „Eliteschuledes Sports“ anerkannt. Gefördert wer-den Badminton, Fußball, Judo, Radsportund Tennis. Die Doppelbelastung ausTraining und Büffeln für den Schulab-schluss ist hart. Die Schüler meisterneinen straffen Tagesablauf aus mehrerenTrainings- und Unterrichtseinheiten.Dafür haben sie am Ende ein Abitur inder Tasche und gute Chancen auf eineerfolgreiche Profikarriere. „Aktuell sind18 Sportlerinnen und Sportler in denBundeskadern verschiedener Spitzen-verbände vertreten“, berichtet HermannMühlfriedel, Leiter des Sportzweiges.Saubere LeistungDer Doping-Problematik begegnet manan der Eliteschule offensiv. Seit 2008gibt es ein spezielles Programm derNationalen Anti Doping Agentur fürdie Eliteschulen des Sports. „Wir warenvon Anfang an dabei. Es ist wichtig,die jungen Sportlerinnen und Sportlermental stark zu machen und sie fürFairness im Sport zu sensibilisieren. Wirvermitteln Ihnen, dass ein ehrlich er-rungener dritter Platz viel mehr Wertist, als ein erster Platz durch unerlaubteMethoden“, so Mühlfriedel. SauberenSport wünscht sich auch der SportbundPfalz. Für den Breitensport üben dieTop-Athleten eine wichtige Funktionaus. „Der Sport braucht Vorbilder“,appelliert Schwarzweller. Die Vereinesind außerdem auf Fördergelder ange-wiesen, um beispielsweise Sportanlagenzu erhalten und die Schulungen vonÜbungsleitern zu finanzieren. „DieProbleme im Spitzensport bekommenauch wir zu spüren. In den vergangenenJahren stand immer weniger Geld zurVerfügung. Hoffentlich geht es baldwieder aufwärts“, hofft Schwarzweller.Ungebrochen ist nämlich die Sport-begeisterung der Pfälzer. Noch niewaren in der Pfalz mehr Ehrenamtlichetätig als 2009. Noch ein sportlicherSuperlativ ■Adressen:Sportbund PfalzBarbarossaring 5667655 KaiserslauternTel. 0631 34112-21www.sportbund-pfalz.deHeinrich-Heine-GymnasiumIm Dunkeltälchen 6567663 KaiserslauternTel. 0631 201040www.hhg-kl.deWeitere Informationen:Der Freizeitsportkalender „Fit durch die Pfalz“gibt eine kompakte Übersicht des PfälzerSportangebots. Auf Anfrage schickt derSportbund Pfalz ihn kostenfrei zu.Vom 9. September bis 8. November ist im Theodor-Zink-Museum Kaiserslauterndie Ausstellung „Höhenflug und harte Landung“ zu sehen. Sie zeigt pfälzischeSportgeschichte von der Römerzeit bis heute.Am 26. September veranstaltet der Sportbund im Frankenthaler CongressForum einen Galaabend zum 60-jährigen Jubiläum.Diese Mädels sind auf dem Weg zum Deutschen Sportabzeichen undbeweisen, wie fit die Pfälzer Jugend ist. Mehr als 19 000 Kinder undJugendliche bestanden im vergangenen Jahr die sportliche Prüfung.
  8. 8. Mit 1500 Mitarbeitern und weit gespannten unternehmerischen Aktivitäten gehört die Unternehmens-gruppe Niederberger zu den großen Arbeitgebern der Pfalz. Chef, Initiator und treibende Kraft ist dergebürtige Neustädter Achim Niederberger. Als größter privater Weingutsbesitzer mit Spitzenlagen (VDP) inDeutschland zählt er die renommiertesten Rebflächen zu seinem Genuss-Reich.Herr Niederberger,lieben Sie eigentlich Wein?Aber ja. Ich bin sogar der Ansicht, dassWein glücklich macht.Der eine mehr als der andere?Unter den Pfälzern ist es vor allem derRiesling, der Sauvignon Blanc und derSpätburgunder. Aber selbstverständlichschaue ich auch über den Rand desGlases und entdecke dabei ausgezeich-nete Rote im kalifornischen Nappa Valleyoder wunderbare Sauvignon Blancsin Südafrika. Ganz zu schweigenvon den traumhaften „Stöffsche“aus dem Bordeaux.Seit 1880 sind alle Jahrgänge im Kellerihres Weinguts von Bassermann-Jordanlückenlos vorhanden. Kommen Sie abund zu mal in Versuchung?Meine größten Schätzelagern hinter Gittern –den Schlüssel dazu habennur mein Restaurantleiterund der Geschäftsführerdes Weinguts. Wenn ichan eine Rarität will,muss ich also zuerst meineMitarbeiter fragen. Dasist auch gut so, dennvon mancher Lagegibt es nur nocheine Flasche.Aber im Vertrauen: Der 1811 ForsterUngeheuer würde mich sehr reizen.Vielleicht genieße ich ihn mitFreunden zum 300jährigen Jubi-läum von Bassermann-Jordan.Da müsste ich mich allerdingsnoch bis 2018 gedulden.Ihre jüngste Erwerbung ist der auf-wändig renovierte Ketschauer Hof inDeidesheim – das Stammhaus derFamilie von Bassermann-Jordan –der ein feines Hotel und zweiRestaurants beherbergt. Wie oftsind Sie bei sich selbst zu Gast?Pfälzer KöpfeAchim Niederberger,8 Pfalzclub Magazin
  9. 9. Im Ketschauer Hof bin ich drei Mal dieWoche, und dann esse ich gern imGourmetrestaurant „Freundstück“ oderWeinbistro „Bassermännchen“. Zur Zeitam liebsten die Terrine von gegrilltemSommergemüse mit Thunfischtatar.Rendite oder Leidenschaft – worauf kommtes Ihnen bei einem Weingut an?Beides. Durch meine Pfälzer Wurzelnbin ich von Natur aus mit viel Herzblutdabei. Denken Sie allein an die Jordan-sche Erbteilung der drei Starweingütervon Bassermann-Jordan, Reichsrat vonBuhl und Dr. Deinhard, die wir nachanderthalb Jahrhunderten wieder rück-gängig machen konnten. Das geht nichtohne große Leidenschaft, aber auchnicht ohne große Investitionen. Und daich ungern rote Zahlen schreibe, habenwir die Betriebsabläufe optimiert unddie Kellertechnik auf den allerneuestenStand gebracht. Mit dem Ergebnis, dassdie drei Weingüter wieder allerhöchstesRenommée genießen und für ihre Weineentsprechende Preise erzielen.Gibt es etwas typisch Pfälzisches an der Art,wie Sie Ihre Unternehmensgruppe führen?Wenn’s druff akummt, redd isch achpälzisch... (lachend in lupenreinem Dia-lekt gesprochen). Aber Spaß beiseite:Eher nicht, denn unser Engagementreicht mittlerweile weit über die Pfalzhinaus, und da gelten die globalenSpielregeln.Was treibt Sie an?Der Spaß am Erfolg.Und: Ich bin ein schlechterVerlierer.Wann haben Sie zum erstenMal das Unternehmer-Gen insich gespürt?Meine Eltern besaßeneinen Obst-, Gemüse- undBlumenhandel. Auf demNeustädter Markt habe ichöfters ausgeholfen und dafüreine Umsatzprämie von einem Prozentausgehandelt. Im Nachhinein war das aus-gesprochen schlecht verhandelt (lacht).Was würden Sie als Unternehmereinem Existenzgründer raten, haben Sieein Erfolgsrezept?Das ist schwierig, schließlich ist jederMensch anders. Aber wenn es denn einRat sein soll: Man muss völlig über-zeugt sein von seinem Konzept, darf nurbegrenzt nach links und rechts sehen.Und sollte natürlich – wenn es nichtgleich klappt – über die Qualitäteneines Stehaufmännchens verfügen.Sie zitieren André Gide mit den Worten:Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohneden Mut zu haben, alte Küstenaus den Augen zu verlieren –welche neuen Erdteilesteuern Sie gerade an?Amerika und Afrika –oder genauer gesagt:Wir sehen uns inKalifornien und Süd-afrika nach geeigne-ten Investitionen inHotellerie und Wein-gütern um.Zum Abschluss nocheinmal zurück in die Pfalz:Wie lautet Ihr Tipp für jemanden, der diePfalz zum ersten Mal besucht?Unbedingt die Weinstraße mit derfaszinierenden Architektur der Winzer-villen ansehen, die nach der Reichs-gründung zwischen 1872 und 1910 ent-standen ist. Damals wurde in der Pfalzmit hervorragenden Weinen gutes Geldverdient, das in repräsentative Bautenfloss, die noch heute in Forst, Deides-heim oder Gleiszellen zu bewundernsind. Und natürlich sollten Besucherüber all der Architektur nicht die vielentollen Restaurants vergessen! ■Mehr Informationen:www.ketschauer-hof.dewww.niederberger.deUnternehmerund WeinliebhaberPfalzclub Magazin 9
  10. 10. Bizarre Felsen,stille Täler,weite BlickeWeinsteig, Waldpfad, Höhenweg – im Frühjahr 2010 werden drei neueFernwanderwege durch die Pfalz eröffnet. Deshalb möchten wir Sie jetztschon mal ins Trainingslager schicken. Der Hauensteiner Schusterpfad,der Rodalber Felsenwanderweg und der Dahner Felsenland Sagenweg sindideal zur Vorbereitung. Bevor Sie loslegen, eins vorweg: Alle drei Streckensind sehr gut beschildert. Deshalb ersparen wir Ihnen die detaillierteBeschreibung und konzentrieren uns ganz auf die Besonderheiten.Die größte Burgenanlage der Pfalz:Das Burgenmassiv Altdahn-Grafendahn-Tanstein.Unter diesen Mauern liegt angeblich einsagenumwobener Schatz vergraben, dennur Sonntagskinder finden können.Foto:sator/gross
  11. 11. Pfalzclub Magazin 13Immer der Sage nach – der Felsenland SagenwegMit dem 90 Kilometer langen Felsen-land Sagenweg nähern wir uns demPensum der Fernwanderwege. Planen Sieam besten vier bis sechs Tage für dieStrecke ein, und machen Sie sich auf somanche Überraschung gefasst. Denn hierdreht sich alles um 26 Sagen, Mythenund Legenden. Die eine oder andereSagenfigur soll heute noch in der Gegendherumgeistern. Es lohnt sich, die Augennach verborgenen Schätzen und Spurenoffen zu halten.Was Ihnen schwer fallenkönnte, denn die Tour hat mit atembe-raubenden Felsen, imposanten Burgrui-nen, Naturschutzgebieten oder demBiosphärenhaus mit Baumwipfelpfadviele weitere Attraktionen zu bieten.Wer die 90 Kilometer lieber auf mehrereWochenenden verteilt, orientiert sicham einfachsten an den sieben Rund-wandertouren – alle gemäßigte zehnbis 18 Kilometer lang, die die Tourist-Information Dahner Felsenland zusam-mengestellt hat. Sie decken den größtenTeil des Felsenland Sagenwegs ab. Undfür unterwegs gibt es außerdem eineBroschüre mit allen Sagen.③Strecke / Wanderzeit90 km / 4 bis 6 TageHöhenmeterDas wollen Sie nicht wirklichwissen. Doch? 2350 Meter.Für den RucksackZahnbürste und eine Extra-Tasche,falls sie unterwegs einen sagenhaftenSchatz finden.Schwierigkeit3 von 3 möglichen BlasenEinkehrpunkteallein neun direkt an der Strecke,plus zahlreiche in den Orten.PfalzclubTouren InfosNErfweilerSchindhardBruchweilerDahnJungfernsprungBraut und BräutigamBiosphärenhausRuineDrachenfelsBurg Ber-wartsteinBruderfelsenMaimont Schatzjäger versuchen bei der Burgruine Drachenfelsihr Glück. Von dort oben soll sich eine Riesenschlangemit goldener Krone zum Weiher bei der Kapelle ge-schlängelt haben. Sie wollte ein Bad nehmen und legtedazu die Krone ab. Wer diese findet, sollunermesslich reich werden. Nur: Manche behaupten,dass die Schlange heute noch den Schatz bewacht.Hier oben auf dem Maimont soll ein Schatz ver-graben liegen. Aber nur wer die weiße Frau amOpferstein gesehen hat, kann ihn bergen. Bisherist das noch keinem gelungen, aber in einerVollmondnacht soll man vom Opferstein aus,mit sehr viel Glück sehen, wie die BurgruineBlumenstein in ihrer alten Pracht erstrahlt.Wandertipps:Tourist-InformationDahner FelsenlandTel. 06391 9196 222www.dahner-felsenland.netFoto:wandere.netFoto:P.Zimmermann18 Pfalzclub MagazinHimmlische PerspektiveStarke Partner der Pfalzfür alle Finanzfragen.Die Sparkassen der Pfalz und die Versicherungskammer Bayern sind Partner in allen Versicherungsfragen sowie in Sachen Sicherheit und Finanzen. Auch im kulturellen Bereichmachen wir uns gemeinsam stark für die Pfalz. Gut, dass sich unsere Kompetenzen ergänzen und wir uns auch in der Region für die Region engagieren. Wenn Sie mit unserem ge-meinsamen Heißluftballon die schöne Landschaft der Pfalz genießen wollen: www.dollyair.de¤ 0 62 33/3 60 20 oder 01 70/90 07 79 19 www.sparkasse.deSeit rund einem Jahr ist der Himmelüber der Pfalz um eine verlockendePerspektive reicher. Denn seit August2008 können Sie mit dem Heißluft-ballon der Pfälzischen Sparkassen undder Versicherungskammer Bayern diePfalz von oben genießen. Der Ballon,den das Frankenthaler UnternehmenDollyair fährt, startet von den Flug-plätzen Frankenthal, Bad Dürkheimoder Lachen-Speyerdorf. Bevor Sie ab-heben, müssen Sie aber mit anpacken.Denn das Dollyair-Team und die maxi-mal vier Passagiere machen den Ballongemeinsam startklar. Dann heißt es:Alle an Bord und Leinen los. Und schonsteigt der Ballon hoch – und zwar über-raschend schnell. Lautlos schwebenSie über Dörfer, Weinberge, Burgenund Wälder. Nur das Aufheizen desBrenners stört ab und zu die Idylle.Bis zu anderthalb Stunden dauert diehimmlische Fahrt. Wohin sie geht, istoffen, denn die Richtung des Ballonsbestimmt einzig und allein der Wind.Deshalb ist am Boden auch ein Verfol-gerteam unterwegs, das gleich nach derLandung zur Stelle ist. Ehrensache,dass wieder alle gemeinsam den Ballonverpacken. Sie sind noch nie Ballongefahren? Dann dürfen Sie sich auf dieTaufe und einen neuen Namen freuen.Mehr Informationen finden Sie unterwww.dollyair.deWer das Pfalzclub Magazin aufmerksam liest und die Gewinnfrage richtigbeantwortet, kann mit ein bisschen Glück abheben: Die PfälzischenSparkassen verlosen zwei Ballonfahrten für jeweils zwei Personen.Das 100-jährige Bestehen welches Pfälzer Turmswird im September gefeiert?Einfach eine Postkarte oder E-Mail mit der Antwort senden an:Sparkasse Rhein-Haardt, Stichwort „Ballonfahrt“Philipp-Fauth-Str. 9, 67098 Bad DürkheimE-Mail: info@sparkasse-rhein-haardt.deEinsendeschluss: 2.10.2009. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.Gewinnen und abhebenPfalzclub Magazin 11Gegensätze ziehen sich an – derHauensteiner Schusterpfad①Strecke / Wanderzeit15 km / 4 bis 4,5 StundenHöhenmeterAuch für ungeübte Wanderer undStadtmenschen gut zu meistern.TippMachen Sie es sich bequem, undlassen Sie den Rucksack zu Hause.Schwierigkeit1 von 3 möglichen BlasenEinkehrpunkteWanderheim Dicke EichePfalzclubTouren InfosNGehen Sie es langsam an: Der Hauen-steiner Schusterpfad ist nur 15 Kilo-meter lang, nicht sehr anstrengend unddamit ideal für den Einstieg. Die Land-schaft mit herrlichen Tälern und sanftenBergen ist sehr abwechslungsreich undvoller Gegensätze: Der westliche Teildes Weges führt hauptsächlich durchLaubwald, der östliche mit seinen vie-len Buntsandsteinfelsen und knorrigenKiefern dagegen ist stiller. Als Einstiegbietet sich der Felsdurchbruch beimParkplatz des Penny Marktes an der B10 an. Wenn Sie einen etwas sportliche-ren Start bevorzugen, gehen Sie ambesten im Uhrzeigersinn. Der Wegführt über die kleine Steintreppe denAdolph-Kolping-Weg zickzackig durchdie Felsenklamm zum Nedingfelsenhoch. Gegen den Uhrzeigersinn erwartetSie dagegen ein sanfterer Anstieg.Seinen Namen verdankt der Pfad der125-jährigen Schuhtradition des einst-mals größten Schuhdorfes Deutschlandsund heutigen Luftkurortes. Wenn Sienach dieser gemütlichen Tour nochein bisschen Energie haben, schauenSie sich das Deutsche SchuhmuseumHauenstein an.HauensteinWanderheimDicke EicheHühnersteinKreuzfelsenDer Kreuzfelsen bietet eine lohnende Aussichtauf Hauenstein und den Pfälzerwald.Auch wer nicht ganz schwin-delfrei ist, sollte sich ein Herzfassen und die 40 Sprossen derLeiter erklimmen. Die Tapferkeitwird nämlich belohnt, denn derimposante zwölf Meter hohe Hühner-stein punktet mit einemgrandiosen 360-Grad-Rundblick.Wandertipps:Tourist-Information imDeutschen SchuhmuseumHauensteinTel. 06392 9233340www.hauenstein-pfalz.deFoto:wandere.netFoto:wandere.net12 Pfalzclub MagazinFilmreife Kulisse – der Rodalber FelsenwanderwegIhre Wanderschuhe sind gut eingelau-fen? Dann sind Sie bestimmt bereitfür eine Steigerung: Beim Rodalber Fel-senwanderweg gilt es, 45 Kilometer zubewältigen. Hartgesottene schaffen dieStrecke an einem Tag. Genießer planenmindestens eine Übernachtung ein.Was sich prima machen lässt, da sichder Weg eng um das kleine StädtchenRodalben herumwindet. Für die sport-liche Variante sprechen die schmalenPfade: Sie müssen meistens hinterein-ander laufen und können sich nicht vielunterhalten – insofern macht es alsonichts, wenn Sie ein bisschen aus derPuste kommen. Allerdings entgehenIhnen vermutlich die Schönheit der 20filmreifen Felsen, der elf Seitentälersowie die vielen wunderbaren Aussich-ten. Egal, wie Sie sich entscheiden,bringen Sie auf alle Fälle eine Taschen-lampe mit, auf dem Weg gibt es diegrößte Buntsandsteinhöhle in der Pfalzzu erforschen.Zum reibungslosen Beginn hier nocheine kleine Starthilfe: Gehen Sie vomBahnhof in Rodalben links über dieBrücke, biegen rechts in die Baum-buschstraße und anschließend links indie Bergstraße ab. Schon bald treffenSie auf die Wegmarkierung „F“.Strecke / Wanderzeit45 km / 1-3 Tage je nach VorliebeHöhenmeterrund 700, verteilt auf vielekleine Auf- und AbstiegeFür den RucksackTaschenlampe, Fotoapparatund Pflaster.Schwierigkeit1 bis 3 Blasen je nach Variante1-3EinkehrpunktHilschberghaus des Pfälzerwald-vereinsPfalzclubTouren InfosNRodalbenDonsiedersApostelmühleBruderfelsenKuhfelsenKarl-May-FelsenBärenfelsen undBärenhöhleDie 30 Meter tiefe Bärenhöhle ist die spektakulärste Station des Weges. Zum Erkundensollten Sie Ihre Taschenlampe zücken. Der kleine Bach in der Oberen Bärenhöhle fließt durchein gewaltiges Loch und sprudelt als kleiner Wasserfall in die Unteren Bärenhöhle.Der Bruderfels ist das Wahrzeichen von Rodal-ben. Zwei säulenartige Buntsandsteinfelsen,die sich wie Brüder gleichen, lassen ahnen,warum der Weg zu den schönsten inder Pfalz zählt.Wandertipps:Tourist InformationGräfensteiner LandTel. 06331 234180www.rodalben.deFoto:wandere.netFoto:wandere.net
  12. 12. Pfalzclub Magazin 13Immer der Sage nach – der Felsenland SagenwegMit dem 90 Kilometer langen Felsen-land Sagenweg nähern wir uns demPensum der Fernwanderwege. Planen Sieam besten vier bis sechs Tage für dieStrecke ein, und machen Sie sich auf somanche Überraschung gefasst. Denn hierdreht sich alles um 26 Sagen, Mythenund Legenden. Die eine oder andereSagenfigur soll heute noch in der Gegendherumgeistern. Es lohnt sich, die Augennach verborgenen Schätzen und Spurenoffen zu halten.Was Ihnen schwer fallenkönnte, denn die Tour hat mit atembe-raubenden Felsen, imposanten Burgrui-nen, Naturschutzgebieten oder demBiosphärenhaus mit Baumwipfelpfadviele weitere Attraktionen zu bieten.Wer die 90 Kilometer lieber auf mehrereWochenenden verteilt, orientiert sicham einfachsten an den sieben Rund-wandertouren – alle gemäßigte zehnbis 18 Kilometer lang, die die Tourist-Information Dahner Felsenland zusam-mengestellt hat. Sie decken den größtenTeil des Felsenland Sagenwegs ab. Undfür unterwegs gibt es außerdem eineBroschüre mit allen Sagen.③Strecke / Wanderzeit90 km / 4 bis 6 TageHöhenmeterDas wollen Sie nicht wirklichwissen. Doch? 2350 Meter.Für den RucksackZahnbürste und eine Extra-Tasche,falls sie unterwegs einen sagenhaftenSchatz finden.Schwierigkeit3 von 3 möglichen BlasenEinkehrpunkteallein neun direkt an der Strecke,plus zahlreiche in den Orten.PfalzclubTouren InfosNErfweilerSchindhardBruchweilerDahnJungfernsprungBraut und BräutigamBiosphärenhausRuineDrachenfelsBurg Ber-wartsteinBruderfelsenMaimont Schatzjäger versuchen bei der Burgruine Drachenfelsihr Glück. Von dort oben soll sich eine Riesenschlangemit goldener Krone zum Weiher bei der Kapelle ge-schlängelt haben. Sie wollte ein Bad nehmen und legtedazu die Krone ab. Wer diese findet, sollunermesslich reich werden. Nur: Manche behaupten,dass die Schlange heute noch den Schatz bewacht.Hier oben auf dem Maimont soll ein Schatz ver-graben liegen. Aber nur wer die weiße Frau amOpferstein gesehen hat, kann ihn bergen. Bisherist das noch keinem gelungen, aber in einerVollmondnacht soll man vom Opferstein aus,mit sehr viel Glück sehen, wie die BurgruineBlumenstein in ihrer alten Pracht erstrahlt.Wandertipps:Tourist-InformationDahner FelsenlandTel. 06391 9196 222www.dahner-felsenland.netFoto:wandere.netFoto:P.Zimmermann18 Pfalzclub MagazinHimmlische PerspektiveStarke Partner der Pfalzfür alle Finanzfragen.Die Sparkassen der Pfalz und die Versicherungskammer Bayern sind Partner in allen Versicherungsfragen sowie in Sachen Sicherheit und Finanzen. Auch im kulturellen Bereichmachen wir uns gemeinsam stark für die Pfalz. Gut, dass sich unsere Kompetenzen ergänzen und wir uns auch in der Region für die Region engagieren. Wenn Sie mit unserem ge-meinsamen Heißluftballon die schöne Landschaft der Pfalz genießen wollen: www.dollyair.de¤ 0 62 33/3 60 20 oder 01 70/90 07 79 19 www.sparkasse.deSeit rund einem Jahr ist der Himmelüber der Pfalz um eine verlockendePerspektive reicher. Denn seit August2008 können Sie mit dem Heißluft-ballon der Pfälzischen Sparkassen undder Versicherungskammer Bayern diePfalz von oben genießen. Der Ballon,den das Frankenthaler UnternehmenDollyair fährt, startet von den Flug-plätzen Frankenthal, Bad Dürkheimoder Lachen-Speyerdorf. Bevor Sie ab-heben, müssen Sie aber mit anpacken.Denn das Dollyair-Team und die maxi-mal vier Passagiere machen den Ballongemeinsam startklar. Dann heißt es:Alle an Bord und Leinen los. Und schonsteigt der Ballon hoch – und zwar über-raschend schnell. Lautlos schwebenSie über Dörfer, Weinberge, Burgenund Wälder. Nur das Aufheizen desBrenners stört ab und zu die Idylle.Bis zu anderthalb Stunden dauert diehimmlische Fahrt. Wohin sie geht, istoffen, denn die Richtung des Ballonsbestimmt einzig und allein der Wind.Deshalb ist am Boden auch ein Verfol-gerteam unterwegs, das gleich nach derLandung zur Stelle ist. Ehrensache,dass wieder alle gemeinsam den Ballonverpacken. Sie sind noch nie Ballongefahren? Dann dürfen Sie sich auf dieTaufe und einen neuen Namen freuen.Mehr Informationen finden Sie unterwww.dollyair.deWer das Pfalzclub Magazin aufmerksam liest und die Gewinnfrage richtigbeantwortet, kann mit ein bisschen Glück abheben: Die PfälzischenSparkassen verlosen zwei Ballonfahrten für jeweils zwei Personen.Das 100-jährige Bestehen welches Pfälzer Turmswird im September gefeiert?Einfach eine Postkarte oder E-Mail mit der Antwort senden an:Sparkasse Rhein-Haardt, Stichwort „Ballonfahrt“Philipp-Fauth-Str. 9, 67098 Bad DürkheimE-Mail: info@sparkasse-rhein-haardt.deEinsendeschluss: 2.10.2009. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.Gewinnen und abhebenPfalzclub Magazin 11Gegensätze ziehen sich an – derHauensteiner Schusterpfad①Strecke / Wanderzeit15 km / 4 bis 4,5 StundenHöhenmeterAuch für ungeübte Wanderer undStadtmenschen gut zu meistern.TippMachen Sie es sich bequem, undlassen Sie den Rucksack zu Hause.Schwierigkeit1 von 3 möglichen BlasenEinkehrpunkteWanderheim Dicke EichePfalzclubTouren InfosNGehen Sie es langsam an: Der Hauen-steiner Schusterpfad ist nur 15 Kilo-meter lang, nicht sehr anstrengend unddamit ideal für den Einstieg. Die Land-schaft mit herrlichen Tälern und sanftenBergen ist sehr abwechslungsreich undvoller Gegensätze: Der westliche Teildes Weges führt hauptsächlich durchLaubwald, der östliche mit seinen vie-len Buntsandsteinfelsen und knorrigenKiefern dagegen ist stiller. Als Einstiegbietet sich der Felsdurchbruch beimParkplatz des Penny Marktes an der B10 an. Wenn Sie einen etwas sportliche-ren Start bevorzugen, gehen Sie ambesten im Uhrzeigersinn. Der Wegführt über die kleine Steintreppe denAdolph-Kolping-Weg zickzackig durchdie Felsenklamm zum Nedingfelsenhoch. Gegen den Uhrzeigersinn erwartetSie dagegen ein sanfterer Anstieg.Seinen Namen verdankt der Pfad der125-jährigen Schuhtradition des einst-mals größten Schuhdorfes Deutschlandsund heutigen Luftkurortes. Wenn Sienach dieser gemütlichen Tour nochein bisschen Energie haben, schauenSie sich das Deutsche SchuhmuseumHauenstein an.HauensteinWanderheimDicke EicheHühnersteinKreuzfelsenDer Kreuzfelsen bietet eine lohnende Aussichtauf Hauenstein und den Pfälzerwald.Auch wer nicht ganz schwin-delfrei ist, sollte sich ein Herzfassen und die 40 Sprossen derLeiter erklimmen. Die Tapferkeitwird nämlich belohnt, denn derimposante zwölf Meter hohe Hühner-stein punktet mit einemgrandiosen 360-Grad-Rundblick.Wandertipps:Tourist-Information imDeutschen SchuhmuseumHauensteinTel. 06392 9233340www.hauenstein-pfalz.deFoto:wandere.netFoto:wandere.net12 Pfalzclub MagazinFilmreife Kulisse – der Rodalber FelsenwanderwegIhre Wanderschuhe sind gut eingelau-fen? Dann sind Sie bestimmt bereitfür eine Steigerung: Beim Rodalber Fel-senwanderweg gilt es, 45 Kilometer zubewältigen. Hartgesottene schaffen dieStrecke an einem Tag. Genießer planenmindestens eine Übernachtung ein.Was sich prima machen lässt, da sichder Weg eng um das kleine StädtchenRodalben herumwindet. Für die sport-liche Variante sprechen die schmalenPfade: Sie müssen meistens hinterein-ander laufen und können sich nicht vielunterhalten – insofern macht es alsonichts, wenn Sie ein bisschen aus derPuste kommen. Allerdings entgehenIhnen vermutlich die Schönheit der 20filmreifen Felsen, der elf Seitentälersowie die vielen wunderbaren Aussich-ten. Egal, wie Sie sich entscheiden,bringen Sie auf alle Fälle eine Taschen-lampe mit, auf dem Weg gibt es diegrößte Buntsandsteinhöhle in der Pfalzzu erforschen.Zum reibungslosen Beginn hier nocheine kleine Starthilfe: Gehen Sie vomBahnhof in Rodalben links über dieBrücke, biegen rechts in die Baum-buschstraße und anschließend links indie Bergstraße ab. Schon bald treffenSie auf die Wegmarkierung „F“.Strecke / Wanderzeit45 km / 1-3 Tage je nach VorliebeHöhenmeterrund 700, verteilt auf vielekleine Auf- und AbstiegeFür den RucksackTaschenlampe, Fotoapparatund Pflaster.Schwierigkeit1 bis 3 Blasen je nach Variante1-3EinkehrpunktHilschberghaus des Pfälzerwald-vereinsPfalzclubTouren InfosNRodalbenDonsiedersApostelmühleBruderfelsenKuhfelsenKarl-May-FelsenBärenfelsen undBärenhöhleDie 30 Meter tiefe Bärenhöhle ist die spektakulärste Station des Weges. Zum Erkundensollten Sie Ihre Taschenlampe zücken. Der kleine Bach in der Oberen Bärenhöhle fließt durchein gewaltiges Loch und sprudelt als kleiner Wasserfall in die Unteren Bärenhöhle.Der Bruderfels ist das Wahrzeichen von Rodal-ben. Zwei säulenartige Buntsandsteinfelsen,die sich wie Brüder gleichen, lassen ahnen,warum der Weg zu den schönsten inder Pfalz zählt.Wandertipps:Tourist InformationGräfensteiner LandTel. 06331 234180www.rodalben.deFoto:wandere.netFoto:wandere.net
  13. 13. Pfalzclub Magazin 13Immer der Sage nach – der Felsenland SagenwegMit dem 90 Kilometer langen Felsen-land Sagenweg nähern wir uns demPensum der Fernwanderwege. Planen Sieam besten vier bis sechs Tage für dieStrecke ein, und machen Sie sich auf somanche Überraschung gefasst. Denn hierdreht sich alles um 26 Sagen, Mythenund Legenden. Die eine oder andereSagenfigur soll heute noch in der Gegendherumgeistern. Es lohnt sich, die Augennach verborgenen Schätzen und Spurenoffen zu halten.Was Ihnen schwer fallenkönnte, denn die Tour hat mit atembe-raubenden Felsen, imposanten Burgrui-nen, Naturschutzgebieten oder demBiosphärenhaus mit Baumwipfelpfadviele weitere Attraktionen zu bieten.Wer die 90 Kilometer lieber auf mehrereWochenenden verteilt, orientiert sicham einfachsten an den sieben Rund-wandertouren – alle gemäßigte zehnbis 18 Kilometer lang, die die Tourist-Information Dahner Felsenland zusam-mengestellt hat. Sie decken den größtenTeil des Felsenland Sagenwegs ab. Undfür unterwegs gibt es außerdem eineBroschüre mit allen Sagen.③Strecke / Wanderzeit90 km / 4 bis 6 TageHöhenmeterDas wollen Sie nicht wirklichwissen. Doch? 2350 Meter.Für den RucksackZahnbürste und eine Extra-Tasche,falls sie unterwegs einen sagenhaftenSchatz finden.Schwierigkeit3 von 3 möglichen BlasenEinkehrpunkteallein neun direkt an der Strecke,plus zahlreiche in den Orten.PfalzclubTouren InfosNErfweilerSchindhardBruchweilerDahnJungfernsprungBraut und BräutigamBiosphärenhausRuineDrachenfelsBurg Ber-wartsteinBruderfelsenMaimont Schatzjäger versuchen bei der Burgruine Drachenfelsihr Glück. Von dort oben soll sich eine Riesenschlangemit goldener Krone zum Weiher bei der Kapelle ge-schlängelt haben. Sie wollte ein Bad nehmen und legtedazu die Krone ab. Wer diese findet, sollunermesslich reich werden. Nur: Manche behaupten,dass die Schlange heute noch den Schatz bewacht.Hier oben auf dem Maimont soll ein Schatz ver-graben liegen. Aber nur wer die weiße Frau amOpferstein gesehen hat, kann ihn bergen. Bisherist das noch keinem gelungen, aber in einerVollmondnacht soll man vom Opferstein aus,mit sehr viel Glück sehen, wie die BurgruineBlumenstein in ihrer alten Pracht erstrahlt.Wandertipps:Tourist-InformationDahner FelsenlandTel. 06391 9196 222www.dahner-felsenland.netFoto:wandere.netFoto:P.Zimmermann18 Pfalzclub MagazinHimmlische PerspektiveStarke Partner der Pfalzfür alle Finanzfragen.Die Sparkassen der Pfalz und die Versicherungskammer Bayern sind Partner in allen Versicherungsfragen sowie in Sachen Sicherheit und Finanzen. Auch im kulturellen Bereichmachen wir uns gemeinsam stark für die Pfalz. Gut, dass sich unsere Kompetenzen ergänzen und wir uns auch in der Region für die Region engagieren. Wenn Sie mit unserem ge-meinsamen Heißluftballon die schöne Landschaft der Pfalz genießen wollen: www.dollyair.de¤ 0 62 33/3 60 20 oder 01 70/90 07 79 19 www.sparkasse.deSeit rund einem Jahr ist der Himmelüber der Pfalz um eine verlockendePerspektive reicher. Denn seit August2008 können Sie mit dem Heißluft-ballon der Pfälzischen Sparkassen undder Versicherungskammer Bayern diePfalz von oben genießen. Der Ballon,den das Frankenthaler UnternehmenDollyair fährt, startet von den Flug-plätzen Frankenthal, Bad Dürkheimoder Lachen-Speyerdorf. Bevor Sie ab-heben, müssen Sie aber mit anpacken.Denn das Dollyair-Team und die maxi-mal vier Passagiere machen den Ballongemeinsam startklar. Dann heißt es:Alle an Bord und Leinen los. Und schonsteigt der Ballon hoch – und zwar über-raschend schnell. Lautlos schwebenSie über Dörfer, Weinberge, Burgenund Wälder. Nur das Aufheizen desBrenners stört ab und zu die Idylle.Bis zu anderthalb Stunden dauert diehimmlische Fahrt. Wohin sie geht, istoffen, denn die Richtung des Ballonsbestimmt einzig und allein der Wind.Deshalb ist am Boden auch ein Verfol-gerteam unterwegs, das gleich nach derLandung zur Stelle ist. Ehrensache,dass wieder alle gemeinsam den Ballonverpacken. Sie sind noch nie Ballongefahren? Dann dürfen Sie sich auf dieTaufe und einen neuen Namen freuen.Mehr Informationen finden Sie unterwww.dollyair.deWer das Pfalzclub Magazin aufmerksam liest und die Gewinnfrage richtigbeantwortet, kann mit ein bisschen Glück abheben: Die PfälzischenSparkassen verlosen zwei Ballonfahrten für jeweils zwei Personen.Das 100-jährige Bestehen welches Pfälzer Turmswird im September gefeiert?Einfach eine Postkarte oder E-Mail mit der Antwort senden an:Sparkasse Rhein-Haardt, Stichwort „Ballonfahrt“Philipp-Fauth-Str. 9, 67098 Bad DürkheimE-Mail: info@sparkasse-rhein-haardt.deEinsendeschluss: 2.10.2009. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.Gewinnen und abhebenPfalzclub Magazin 11Gegensätze ziehen sich an – derHauensteiner Schusterpfad①Strecke / Wanderzeit15 km / 4 bis 4,5 StundenHöhenmeterAuch für ungeübte Wanderer undStadtmenschen gut zu meistern.TippMachen Sie es sich bequem, undlassen Sie den Rucksack zu Hause.Schwierigkeit1 von 3 möglichen BlasenEinkehrpunkteWanderheim Dicke EichePfalzclubTouren InfosNGehen Sie es langsam an: Der Hauen-steiner Schusterpfad ist nur 15 Kilo-meter lang, nicht sehr anstrengend unddamit ideal für den Einstieg. Die Land-schaft mit herrlichen Tälern und sanftenBergen ist sehr abwechslungsreich undvoller Gegensätze: Der westliche Teildes Weges führt hauptsächlich durchLaubwald, der östliche mit seinen vie-len Buntsandsteinfelsen und knorrigenKiefern dagegen ist stiller. Als Einstiegbietet sich der Felsdurchbruch beimParkplatz des Penny Marktes an der B10 an. Wenn Sie einen etwas sportliche-ren Start bevorzugen, gehen Sie ambesten im Uhrzeigersinn. Der Wegführt über die kleine Steintreppe denAdolph-Kolping-Weg zickzackig durchdie Felsenklamm zum Nedingfelsenhoch. Gegen den Uhrzeigersinn erwartetSie dagegen ein sanfterer Anstieg.Seinen Namen verdankt der Pfad der125-jährigen Schuhtradition des einst-mals größten Schuhdorfes Deutschlandsund heutigen Luftkurortes. Wenn Sienach dieser gemütlichen Tour nochein bisschen Energie haben, schauenSie sich das Deutsche SchuhmuseumHauenstein an.HauensteinWanderheimDicke EicheHühnersteinKreuzfelsenDer Kreuzfelsen bietet eine lohnende Aussichtauf Hauenstein und den Pfälzerwald.Auch wer nicht ganz schwin-delfrei ist, sollte sich ein Herzfassen und die 40 Sprossen derLeiter erklimmen. Die Tapferkeitwird nämlich belohnt, denn derimposante zwölf Meter hohe Hühner-stein punktet mit einemgrandiosen 360-Grad-Rundblick.Wandertipps:Tourist-Information imDeutschen SchuhmuseumHauensteinTel. 06392 9233340www.hauenstein-pfalz.deFoto:wandere.netFoto:wandere.net12 Pfalzclub MagazinFilmreife Kulisse – der Rodalber FelsenwanderwegIhre Wanderschuhe sind gut eingelau-fen? Dann sind Sie bestimmt bereitfür eine Steigerung: Beim Rodalber Fel-senwanderweg gilt es, 45 Kilometer zubewältigen. Hartgesottene schaffen dieStrecke an einem Tag. Genießer planenmindestens eine Übernachtung ein.Was sich prima machen lässt, da sichder Weg eng um das kleine StädtchenRodalben herumwindet. Für die sport-liche Variante sprechen die schmalenPfade: Sie müssen meistens hinterein-ander laufen und können sich nicht vielunterhalten – insofern macht es alsonichts, wenn Sie ein bisschen aus derPuste kommen. Allerdings entgehenIhnen vermutlich die Schönheit der 20filmreifen Felsen, der elf Seitentälersowie die vielen wunderbaren Aussich-ten. Egal, wie Sie sich entscheiden,bringen Sie auf alle Fälle eine Taschen-lampe mit, auf dem Weg gibt es diegrößte Buntsandsteinhöhle in der Pfalzzu erforschen.Zum reibungslosen Beginn hier nocheine kleine Starthilfe: Gehen Sie vomBahnhof in Rodalben links über dieBrücke, biegen rechts in die Baum-buschstraße und anschließend links indie Bergstraße ab. Schon bald treffenSie auf die Wegmarkierung „F“.Strecke / Wanderzeit45 km / 1-3 Tage je nach VorliebeHöhenmeterrund 700, verteilt auf vielekleine Auf- und AbstiegeFür den RucksackTaschenlampe, Fotoapparatund Pflaster.Schwierigkeit1 bis 3 Blasen je nach Variante1-3EinkehrpunktHilschberghaus des Pfälzerwald-vereinsPfalzclubTouren InfosNRodalbenDonsiedersApostelmühleBruderfelsenKuhfelsenKarl-May-FelsenBärenfelsen undBärenhöhleDie 30 Meter tiefe Bärenhöhle ist die spektakulärste Station des Weges. Zum Erkundensollten Sie Ihre Taschenlampe zücken. Der kleine Bach in der Oberen Bärenhöhle fließt durchein gewaltiges Loch und sprudelt als kleiner Wasserfall in die Unteren Bärenhöhle.Der Bruderfels ist das Wahrzeichen von Rodal-ben. Zwei säulenartige Buntsandsteinfelsen,die sich wie Brüder gleichen, lassen ahnen,warum der Weg zu den schönsten inder Pfalz zählt.Wandertipps:Tourist InformationGräfensteiner LandTel. 06331 234180www.rodalben.deFoto:wandere.netFoto:wandere.net
  14. 14. 400 Gipfel,100 Jahre,1TurmZugegeben, Sie brauchen schon scharfe Augen, um bei exzellentem Wetter die mehr als 400 Gipfel des Luit-poldturm-Panoramas sehen zu können. Das schmälert aber nicht den Reiz, die 184 Stufen des Turmes zuerklimmen, denn für viele ist er der schönste Turm des Pfälzerwaldes. Doch urteilen Sie selbst. Am besten be-suchen Sie ihn am 26. oder 27. September, wenn das Jubiläum zu seinem100-jährigen Bestehen gefeiert wird.Initiator für den Turmbau war FritzClaus, Dichter und Dekan in Zwei-brücken – und ein Mann, der glücklicher-weise hoch hinaus wollte. Als er Endedes 19. Jahrhunderts den damals nochrelativ unbekannten 610 Meter hohenWeißenberg für sich entdeckte, lockteihn die Neugier noch höher. Er nahmeine Leiter, stieg fast bis zur Spitzeeiner großen Eiche hinauf und war vonder Aussicht überwältigt. Und Clauskannte sich aus mit herrlichen Fern-sichten: Ludwigsturm, Schänzelturm,Rietburg, Annaberg, Trifels ... er warschon überall, doch „der Ausblick hochoben von der Eiche auf dem Weißen-berg-Gipfel übertrifft alle an wunder-barem Reiz und Großartigkeit.“ Nur,die Sache mit der Leiter war natürlichwenig praktikabel und außerdem gefähr-lich. So kam Claus auf die Idee, einenTurm errichten zu lassen. Er spendete10 Goldmark und legte damit denGrundstein für den Turmbaufond.Das Interesse am Turm war groß,schließlich sollte er die Erschließungdes Pfälzerwaldes vorantreiben. Docherst als der Pfälzerwald-Verein ab 1904den Bau förderte, konkretisierte sichdas Projekt. Innerhalb von fünf Jahrenspendete der Verein 13.500 Mark. ImJuli 1908 wurden die Fundamente ver-messen und einen Monat später mitdem Mauerwerk begonnen. Ganz reich-ten die finanziellen Mittel allerdingsnoch nicht, denn der Kostenvoranschlagbelief sich auf 16.000Mark. Wieder sprang derPfälzerwald-Verein ein undzahlte die noch fehlendeSumme. Seinen Namen ver-dankt der Turm dem bayerischen Prinz-regenten Luitpold, der damals über diePfalz regierte. Er war von dem Projektso angetan, dass er die Patenschaftübernahm und das benötigte Holz ausder Königlichen Forstverwaltung zumSelbstkostenpreis zur Verfügung stellte.Einer der sich heute sehr für den Luit-poldturm begeistert, ist Franz Mayer,Aufsichtsratsvorsitzender der WasgauAG. Kein Wunder, Mayer wohnt aufdem Hermersbergerhof und ist jedeWoche mindestens einmal auf dem fürihn „schönsten Turm der Pfalz“. Als derTurm 1999 entweder geschlossen odersaniert werden musste, startete Mayermit der Markant Südwest, so hieß dieWasgau AG damals, eine Werbeaktionund unterstützte damit neben demHauptsponsor Daniel Theyson-Stiftungdie „Bausteine-Aktion-Luitpoldturm“,die Forstdirektor Klaus Albert insLeben gerufen hatte. Königliche Hilfebekamen Mayer und Albert von PrinzLuitpold von Bayern, Urenkel desNamensgebers, und der bayerischenSchlossbrauerei Kaltenberg. Der Prinzließ es sich nicht nehmen, zur Wieder-eröffnungsfeier zu kommen. Und er istnatürlich auch zum Jubiläumsfest imSeptember eingeladen■„Da stand ich nun und schaute mit stummem Entzücken, festgebannt vor Überraschung, über dengroßartigen, einzig schönen Ausblick, der sich dem Auge bietet. Nein, das hätte ich nicht erwartet.“Auf Initiative von Franz Mayer und Forstdi-rektor Klaus Albert wurde 2007 derFörderverein Luitpoldturm gegründet,dem heute 56 Mitglieder angehören.Für einen Jahresbeitrag von nur 25 Eurotragen Sie dazu bei, den Luitpoldturmzu erhalten.Mehr Informationen: www.luitpoldturm.deTelefon: 06396/519 oder 06392/2435Förderverein LuitpoldturmOldtimer, Turmführungen, Musikkapellen, Heißluftballonfahrt,Jubiläumspostamt und ein großes Kinderprogramm erwarten Sie.Attraktive Stände mit Wildprodukten, Ziegenkäse,Jubiläumsbier, Pfälzer Schnäpsen und Wein sowie derLuitpoldturm als Schokoladenturm runden das Fest ab.Informationen zum Förderverein und das gesamteFestprogramm finden Sie unter www.luitpoldturm.de100 Jahre Luitpoldturm – feiern Sie mit am 26. und 27. 9. 200914 Pfalzclub MagazinDie 184 Stufen des mitten im Pfälzerwald gelegenen Luitpoldturms führen zu dieser fantastischen Aussicht.Am besten erreichen Sie ihn vom Hermersbergerhof (ca. 10 Kilometer nördlich von Hauenstein) aus.
  15. 15. Pfalzclub Magazin 13Immer der Sage nach – der Felsenland SagenwegMit dem 90 Kilometer langen Felsen-land Sagenweg nähern wir uns demPensum der Fernwanderwege. Planen Sieam besten vier bis sechs Tage für dieStrecke ein, und machen Sie sich auf somanche Überraschung gefasst. Denn hierdreht sich alles um 26 Sagen, Mythenund Legenden. Die eine oder andereSagenfigur soll heute noch in der Gegendherumgeistern. Es lohnt sich, die Augennach verborgenen Schätzen und Spurenoffen zu halten.Was Ihnen schwer fallenkönnte, denn die Tour hat mit atembe-raubenden Felsen, imposanten Burgrui-nen, Naturschutzgebieten oder demBiosphärenhaus mit Baumwipfelpfadviele weitere Attraktionen zu bieten.Wer die 90 Kilometer lieber auf mehrereWochenenden verteilt, orientiert sicham einfachsten an den sieben Rund-wandertouren – alle gemäßigte zehnbis 18 Kilometer lang, die die Tourist-Information Dahner Felsenland zusam-mengestellt hat. Sie decken den größtenTeil des Felsenland Sagenwegs ab. Undfür unterwegs gibt es außerdem eineBroschüre mit allen Sagen.③Strecke / Wanderzeit90 km / 4 bis 6 TageHöhenmeterDas wollen Sie nicht wirklichwissen. Doch? 2350 Meter.Für den RucksackZahnbürste und eine Extra-Tasche,falls sie unterwegs einen sagenhaftenSchatz finden.Schwierigkeit3 von 3 möglichen BlasenEinkehrpunkteallein neun direkt an der Strecke,plus zahlreiche in den Orten.PfalzclubTouren InfosNErfweilerSchindhardBruchweilerDahnJungfernsprungBraut und BräutigamBiosphärenhausRuineDrachenfelsBurg Ber-wartsteinBruderfelsenMaimont Schatzjäger versuchen bei der Burgruine Drachenfelsihr Glück. Von dort oben soll sich eine Riesenschlangemit goldener Krone zum Weiher bei der Kapelle ge-schlängelt haben. Sie wollte ein Bad nehmen und legtedazu die Krone ab. Wer diese findet, sollunermesslich reich werden. Nur: Manche behaupten,dass die Schlange heute noch den Schatz bewacht.Hier oben auf dem Maimont soll ein Schatz ver-graben liegen. Aber nur wer die weiße Frau amOpferstein gesehen hat, kann ihn bergen. Bisherist das noch keinem gelungen, aber in einerVollmondnacht soll man vom Opferstein aus,mit sehr viel Glück sehen, wie die BurgruineBlumenstein in ihrer alten Pracht erstrahlt.Wandertipps:Tourist-InformationDahner FelsenlandTel. 06391 9196 222www.dahner-felsenland.netFoto:wandere.netFoto:P.Zimmermann18 Pfalzclub MagazinHimmlische PerspektiveStarke Partner der Pfalzfür alle Finanzfragen.Die Sparkassen der Pfalz und die Versicherungskammer Bayern sind Partner in allen Versicherungsfragen sowie in Sachen Sicherheit und Finanzen. Auch im kulturellen Bereichmachen wir uns gemeinsam stark für die Pfalz. Gut, dass sich unsere Kompetenzen ergänzen und wir uns auch in der Region für die Region engagieren. Wenn Sie mit unserem ge-meinsamen Heißluftballon die schöne Landschaft der Pfalz genießen wollen: www.dollyair.de¤ 0 62 33/3 60 20 oder 01 70/90 07 79 19 www.sparkasse.deSeit rund einem Jahr ist der Himmelüber der Pfalz um eine verlockendePerspektive reicher. Denn seit August2008 können Sie mit dem Heißluft-ballon der Pfälzischen Sparkassen undder Versicherungskammer Bayern diePfalz von oben genießen. Der Ballon,den das Frankenthaler UnternehmenDollyair fährt, startet von den Flug-plätzen Frankenthal, Bad Dürkheimoder Lachen-Speyerdorf. Bevor Sie ab-heben, müssen Sie aber mit anpacken.Denn das Dollyair-Team und die maxi-mal vier Passagiere machen den Ballongemeinsam startklar. Dann heißt es:Alle an Bord und Leinen los. Und schonsteigt der Ballon hoch – und zwar über-raschend schnell. Lautlos schwebenSie über Dörfer, Weinberge, Burgenund Wälder. Nur das Aufheizen desBrenners stört ab und zu die Idylle.Bis zu anderthalb Stunden dauert diehimmlische Fahrt. Wohin sie geht, istoffen, denn die Richtung des Ballonsbestimmt einzig und allein der Wind.Deshalb ist am Boden auch ein Verfol-gerteam unterwegs, das gleich nach derLandung zur Stelle ist. Ehrensache,dass wieder alle gemeinsam den Ballonverpacken. Sie sind noch nie Ballongefahren? Dann dürfen Sie sich auf dieTaufe und einen neuen Namen freuen.Mehr Informationen finden Sie unterwww.dollyair.deWer das Pfalzclub Magazin aufmerksam liest und die Gewinnfrage richtigbeantwortet, kann mit ein bisschen Glück abheben: Die PfälzischenSparkassen verlosen zwei Ballonfahrten für jeweils zwei Personen.Das 100-jährige Bestehen welches Pfälzer Turmswird im September gefeiert?Einfach eine Postkarte oder E-Mail mit der Antwort senden an:Sparkasse Rhein-Haardt, Stichwort „Ballonfahrt“Philipp-Fauth-Str. 9, 67098 Bad DürkheimE-Mail: info@sparkasse-rhein-haardt.deEinsendeschluss: 2.10.2009. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.Gewinnen und abhebenPfalzclub Magazin 11Gegensätze ziehen sich an – derHauensteiner Schusterpfad①Strecke / Wanderzeit15 km / 4 bis 4,5 StundenHöhenmeterAuch für ungeübte Wanderer undStadtmenschen gut zu meistern.TippMachen Sie es sich bequem, undlassen Sie den Rucksack zu Hause.Schwierigkeit1 von 3 möglichen BlasenEinkehrpunkteWanderheim Dicke EichePfalzclubTouren InfosNGehen Sie es langsam an: Der Hauen-steiner Schusterpfad ist nur 15 Kilo-meter lang, nicht sehr anstrengend unddamit ideal für den Einstieg. Die Land-schaft mit herrlichen Tälern und sanftenBergen ist sehr abwechslungsreich undvoller Gegensätze: Der westliche Teildes Weges führt hauptsächlich durchLaubwald, der östliche mit seinen vie-len Buntsandsteinfelsen und knorrigenKiefern dagegen ist stiller. Als Einstiegbietet sich der Felsdurchbruch beimParkplatz des Penny Marktes an der B10 an. Wenn Sie einen etwas sportliche-ren Start bevorzugen, gehen Sie ambesten im Uhrzeigersinn. Der Wegführt über die kleine Steintreppe denAdolph-Kolping-Weg zickzackig durchdie Felsenklamm zum Nedingfelsenhoch. Gegen den Uhrzeigersinn erwartetSie dagegen ein sanfterer Anstieg.Seinen Namen verdankt der Pfad der125-jährigen Schuhtradition des einst-mals größten Schuhdorfes Deutschlandsund heutigen Luftkurortes. Wenn Sienach dieser gemütlichen Tour nochein bisschen Energie haben, schauenSie sich das Deutsche SchuhmuseumHauenstein an.HauensteinWanderheimDicke EicheHühnersteinKreuzfelsenDer Kreuzfelsen bietet eine lohnende Aussichtauf Hauenstein und den Pfälzerwald.Auch wer nicht ganz schwin-delfrei ist, sollte sich ein Herzfassen und die 40 Sprossen derLeiter erklimmen. Die Tapferkeitwird nämlich belohnt, denn derimposante zwölf Meter hohe Hühner-stein punktet mit einemgrandiosen 360-Grad-Rundblick.Wandertipps:Tourist-Information imDeutschen SchuhmuseumHauensteinTel. 06392 9233340www.hauenstein-pfalz.deFoto:wandere.netFoto:wandere.net12 Pfalzclub MagazinFilmreife Kulisse – der Rodalber FelsenwanderwegIhre Wanderschuhe sind gut eingelau-fen? Dann sind Sie bestimmt bereitfür eine Steigerung: Beim Rodalber Fel-senwanderweg gilt es, 45 Kilometer zubewältigen. Hartgesottene schaffen dieStrecke an einem Tag. Genießer planenmindestens eine Übernachtung ein.Was sich prima machen lässt, da sichder Weg eng um das kleine StädtchenRodalben herumwindet. Für die sport-liche Variante sprechen die schmalenPfade: Sie müssen meistens hinterein-ander laufen und können sich nicht vielunterhalten – insofern macht es alsonichts, wenn Sie ein bisschen aus derPuste kommen. Allerdings entgehenIhnen vermutlich die Schönheit der 20filmreifen Felsen, der elf Seitentälersowie die vielen wunderbaren Aussich-ten. Egal, wie Sie sich entscheiden,bringen Sie auf alle Fälle eine Taschen-lampe mit, auf dem Weg gibt es diegrößte Buntsandsteinhöhle in der Pfalzzu erforschen.Zum reibungslosen Beginn hier nocheine kleine Starthilfe: Gehen Sie vomBahnhof in Rodalben links über dieBrücke, biegen rechts in die Baum-buschstraße und anschließend links indie Bergstraße ab. Schon bald treffenSie auf die Wegmarkierung „F“.Strecke / Wanderzeit45 km / 1-3 Tage je nach VorliebeHöhenmeterrund 700, verteilt auf vielekleine Auf- und AbstiegeFür den RucksackTaschenlampe, Fotoapparatund Pflaster.Schwierigkeit1 bis 3 Blasen je nach Variante1-3EinkehrpunktHilschberghaus des Pfälzerwald-vereinsPfalzclubTouren InfosNRodalbenDonsiedersApostelmühleBruderfelsenKuhfelsenKarl-May-FelsenBärenfelsen undBärenhöhleDie 30 Meter tiefe Bärenhöhle ist die spektakulärste Station des Weges. Zum Erkundensollten Sie Ihre Taschenlampe zücken. Der kleine Bach in der Oberen Bärenhöhle fließt durchein gewaltiges Loch und sprudelt als kleiner Wasserfall in die Unteren Bärenhöhle.Der Bruderfels ist das Wahrzeichen von Rodal-ben. Zwei säulenartige Buntsandsteinfelsen,die sich wie Brüder gleichen, lassen ahnen,warum der Weg zu den schönsten inder Pfalz zählt.Wandertipps:Tourist InformationGräfensteiner LandTel. 06331 234180www.rodalben.deFoto:wandere.netFoto:wandere.net
  16. 16. Pfalzclub Magazin 19Die Entscheidung Weinerlebnisreisenanzubieten, reifte langsam, ebenwie ein guter Wein. Denn ursprünglichhatte sich Hoffmann auf Trekking- undWanderreisen in fernen Ländern spe-zialisiert. „Ich bin sehr viel herumge-kommen und habe auf meinen Routenauch viele Weingüter gesehen.“ Als esimmer schwieriger und gefährlicherwurde Trekkingreisen durchzuführen,kam Hoffmann auf die Idee, sich mitWeinreisen ein zweites Stand-bein aufzubauen. „Weinist ein tolles Themaund macht unglaub-lich viel Spaß.“ Aberauch viel Arbeit, dennHoffmann überlässt nichtsdem Zufall. Bevor er ein Weingut insProgramm nimmt, schaut er es sich inaller Ruhe an, spricht mit dem Winzerund wägt ab, ob es zu VinArTours passt.„Ich muss den Daumen am Puls habenund deshalb begleite ich die erstenTouren grundsätzlich selbst.“Frankreich, Italien, Spanien, Griechen-land, Bulgarien, Malta, Israel und na-türlich die Pfalz stehen auf HoffmannsReiseliste. Je nach Tour sucht dieGruppe – mit maximal 16 Teilneh-mern – täglich ein bis zwei Winzerauf. Darunter sind nicht nur renom-mierte Weingüter, sondern auchjunge engagierte Winzer, die oftbewusst die ganz alten Traditionenpflegen oder neue Anbaumethodenwagen. So erfahren die Reiseteil-nehmer viel über Rebsorten, länder-spezifische Stile, Lagen oder Jahrgänge.Und selbstverständlich dürfen sie dieWeine auch testen. „Nirgends könnendie Weine typischer probiert werdenund nirgends schmecken sie besser, alsin der Gegend, aus der sie stammen“,betont Hoffmann. Hotels mit be-sonderem Ambiente und hervor-ragende Restaurants runden dasKonzept ab.Sie würden am liebsten gleichdie Koffer packen, nur haben SieIhren Urlaub leider schon gebucht?Halb so wild, dann stimmen Sie sicheinfach mit einer Terroirwanderung aufdas Thema Wein ein: Erkunden Siemit VinArTours einen Tag lang dieberühmtesten Forster Weinlagen in derPfalz – und freuen Sie sich, dass dieschönen Ziele so nah liegen ■Kleine Gruppen –großer GenussWer sich mit Rudolf Hoffmann unterhält, könnte fast ein bisschen neidisch werden. Denn der Wahl-pfälzer hat sich mit seinem Unternehmen VinArTours in Forst auf anspruchsvolle Reisen spezialisiert.In deren Mittelpunkt stehen herrliche Landschaften, charmante Hotels und – wie der Name schonvermuten lässt – erstklassige Weine.DerWein ist das ZielFür mehr Informationen:VinArToursIm Schnepfenflug 20, 67147 ForstTelefon 06326 982855www.vinartours.deFoto:RudolfHoffmannVerschmelzen Wein und Wandern zum Weinwandern, ist großer Genuss garantiert –zumal, wenn die Touren so perfekt organisiert sind, wie bei VinArTours.
  17. 17. 20 Pfalzclub MagazinWir sind klein, aber fein“, so formu-liert es Dietmar Bonn, Geschäfts-führer des Forster Winzervereins. Mitnur 120 Hektar Ertragsfläche gehört dieWinzergenossenschaft zu den kleinstender Pfalz. Vom aktuellen Trend, mitanderen Betrieben zu fusionieren, hältBonn nichts. „Der Forster Winzervereinstrebt in erster Linie nach höchsterQualität, da bringt mehr Masse garnichts. Gut 40 Prozent der Vermark-tung laufen über den Verkauf ab Hof,“erklärt Bonn. Der persönliche Kontaktzu den Kunden ist eine der Stärken desWinzervereins.Forster BodenschätzeUnd die Lagen? „Forst ist von Natur ausbegünstigt. Dass wir hier die bestenLagen haben, ist nicht nur eine bloßeBehauptung“, erzählt Bonn. Durch einenGrabenbruch zwischen Haardtgebirgeund Rheinebene trat vor rund 30 Millio-nen Jahren Basalt aus. Im gesamtenGroßlagenbereich Mariengarten bildet erals verwittertes Gestein die Bodenbasis.Seine herausragende Fähigkeit ist es,Sonnenwärme über Nacht speichern zukönnen. Durch den geschlossenen Berg-rücken im Westen und den Wärmespeichernden Boden sind die Forster Re-ben perfekt vor Frösten geschützt. Kalk-einlagerungen lassen auf den lehmigenBöden weiche Weine mit großer Fruchtund einzigartiger Mineralität entstehen.Forst ist ein idyllischer Ort an der Weinstraße mit rund 840 Einwohnern. Die kleine Gemeinde behauptetselbstbewusst, über die besten Weinlagen der Pfalz zu verfügen. Um das zu untermauern, begrüßenan beiden Ortseingängen zwei Ungeheuer aus Buntsandstein die Besucher.Alles aus denReben kitzelnForster WinzervereinGeschäftsführer Dietmar Bonn genießt gerneeinen Schluck Forster Ungeheuer inmitten derberühmten Lage – und schaut dem nächstenJahrgang beim Reifen zu.
  18. 18. Pfalzclub Magazin 21Der Forster Winzerverein auf einen Blick:Gründung: 1918Mitglieder: 102, davon 6 Vollerwerbs- und 22 NebenerwerbswinzerMitarbeiter: 13, davon ein kaufmännischer AuszubildenderWeinbaufläche: 120 HektarJährliche Produktion: eine Million LiterForster Winzerverein eGWeinstraße 57, 67147 ForstTel. 06326 306, Fax 06326 1391www.forsterwinzer.de, info@forster-winzer.deDie Vorzüge der Forster Böden erkannteschon das Königreich Bayern im Jahr1828 und zeichnete das „Kirchenstück“als einzige Lage der Pfalz mit der höchs-ten Punktzahl aus. Daran hat sich nichtsgeändert: Auch nach den strengenKriterien des Verbands Deutscher Prä-dikatsweingüter werden die Rieslingedes Forster Kirchenstücks als „GroßesGewächs“ klassifiziert. Eine Lage läuftdem Kirchenstück in Sachen Bekannt-heit aber den Rang ab. Nach Genusseines Forster Rieslings der Einzellage„Ungeheuer“ verkündete ReichskanzlerFürst Otto von Bismarck: „Dieses Un-geheuer schmeckt mir ungeheuer“ – undmachte die Lage damit weltberühmt.Lage verpflichtetDie beste Lage nützt nichts, wenn derWinzer sein Handwerk nicht versteht.„Alle unsere Weine werden extrem scho-nend durch eine gezügelte Kaltgärunggekeltert. Außerdem pressen wir nur dieentrappten Traubenbeeren, also ohneStiel und Kämme. Im Keller ist tech-nisch fast alles ausgereizt. Das habenwir auch unserem Kellermeister MichaelKiefer zu verdanken, der zu den Bestender Pfalz zählt und das Geschmacksbildunserer Weine in den vergangenen Jah-ren nachhaltig geprägt hat“, erklärt Bonn.Doch im Weinberg steckt immer Poten-zial, „die Qualität noch weiter zu ver-bessern“, berichtet Bonn. In Zusammen-arbeit mit dem Neustädter WeinlaborBraun gibt die Genossenschaft daherihren Winzern Anregungen und Tippszur Weinbergspflege, um „alles ausden Reben herauszukitzeln“. Das gelingtden Forstern schon seit Jahren recht gut.Im diesjährigen Genossenschaftstestzeichnete die Fachzeitschrift „Wein-wirtschaft“ den Forster Winzerverein imvierten Jahr in Folge als zweitbestePfälzer Genossenschaft aus, was auchbundesweit eine Top-Ten-Platzierungbedeutet. „Wir wollen aber noch besserwerden“, verspricht Bonn.Wie konsequent der Forster Winzer-verein seine Ziele verfolgt, zeigt auchein Blick auf den Rebsortenspiegel.Über 80 Prozent der Weine sind Ries-linge. „Diese Sorte hat Forst bekanntgemacht und gedeiht hier wunderbar.Es ist eines unserer Erfolgsgeheimnisse,dass wir dieser Rebsorte immer treu ge-blieben sind, “, resümiert der Geschäfts-führer. Neben dem Standardsortimentan Rotweinen bietet der Winzervereindie „Selektion Mosbacher Hof“ und die„Edition Weingut Dr. Pioth“ an. „Diesezwei Betriebe in die Genossenschaftzu integrieren, war ein großer Gewinn.Wir konnten uns so weitere Toplagensichern“, zeigt sich Bonn zufrieden.Um die Zukunft macht er sich keineSorgen. „Unter den 28 anliefernden Be-trieben des Forster Winzervereins sindviele Jungwinzer, die mit Engagementund frischen Ideen ihren Weinbau be-treiben. Mit unserem Qualitätsprinzipsind wir auf der Erfolgsspur“, ist sichder Geschäftsführer sicher. Und mitdiesem Anspruch hat es die Konkurrenzungeheuer schwer ■Foto:FrankHoffmannDie Winzerstube „Zum Forster Ungeheuer“ bietet nicht nur optische Leckerbissen. KüchenmeisterHarald Schalck verwöhnt die Gäste mit saisonalen Gerichten der gehobenen regionalen Küche.
  19. 19. PfälzerTraumpaarDie WeinprobeRiesling ist der König der Weißweine und die Pfälzer Rebsorte schlechthin. Was der Riesling im Glas, das ist derSaumagen auf dem Teller. Journalist und Gault Millau-Tester Jürgen Mathäß hat sechs trockene Rieslinge zuKastaniensaumagen verkostet und harmonische Kontraste entdeckt.Saumagen ist für mich einGericht, das ideal zutrockenem Pfälzer Rieslingpasst“, betont Mathäß schonvor der Probe. Der Landauer istals Journalist und Berater rund um dasThema Wein tätig und verkostet bei-spielsweise für den Gault Millau diePfälzer Tropfen. Je drei Rieslinge derLagen Kallstadter Saumagen und Birk-weiler Kastanienbusch müssen miteinem herbstlichen Kastaniensaumagender Wachenheimer Metzgerei Hambeleine geschmackliche Liaison eingehen.„Das sind zwei klangvolle Lagen mitBeide Rieslinge des Probierpakets setzen denvielschichtigen Aromen des Saumagens ihreneigenständigen und doch harmonischen Cha-rakter entgegen. Mathäß rät, die Weine zunächstfür sich zu probieren und die unterschiedlichenNuancen zu riechen und schmecken, bevorder Kastaniensaumagen das lukullische Erlebniskomplettiert.Das Probierpaket mit einer Dose Kastanien-saumagen kostet 35,50 Euro inklusive Versand-kosten. Pfalzclub-Mitglieder erhalten das Paketfür 33,00 Euro. Telefon 06321 912322 oder imInternet unter www.pfalzshop.comgänzlich unterschiedlichen Charak-teren. Der Kallstadter Saumagenist ein Kalkboden, der satte, kräf-tige Weine entstehen lässt. DerKastanienbusch mit seinem rotliegen-den Gestein fördert eher filigrane Weinemit zarten Blütenaromen zu Tage“,erklärt der Weinfachmann, während erden ersten Riesling schwenkt. Der Sau-magen ist noch außer „Riechweite“,denn Mathäß möchte zuerst die purenWeinaromen entdecken. Der erste Ries-ling überzeugt schon bei der Aroma-probe, doch ob er auch mit dem Sau-magen harmoniert, ist noch Spekulation.Für eine runde Kombination muss sichder Wein entweder unauffällig an denCharakter des Saumagens anschmiegenoder mit ihm kontrastieren. „Letzteresist eher die Stärke der Kallstadter Lage,aber der Wein darf nicht zu säurebetontsein, gerade wenn Sauerkraut zum Sau-magen gereicht wird“, erläutert derVerkoster. Schließlich überzeugt ihnNummer zwei: „Das ist ein genialerWein zum Saumagen, denn er ist herr-lich unkompliziert und lässt den viel-schichtigen Aromen des Saumagensgenügend Raum.“■Das Wein-ProbierpaketLiebe geht durch den Magen22 Pfalzclub Magazin
  20. 20. Die Favoriten im Probierpaket:Weingut Benderhof2008er Riesling SpätleseKallstadter Saumagen8,50 Euro, Tel. 06322 1520weingut-benderhof@t-online.deSehr cremige Note, nicht zu schwer, No-ten von Birne, Stachelbeere und weißerJohannisbeere. Im Mund sehr kräftig,jugendliche Säure. Der perfekte Wein inKombination mit Saumagen.Weingut Johannes Kleinmann2008er Riesling SpätleseBirkweiler Kastanienbusch15,00 Euro, Tel. 06345 3547info@weingut-kleinmann.deSchöne Traubenreife, kräftiges Aromaaus Apfel und Fruchtsaft. Bildet einenschönen Kontrast zum Saumagen.Weitere Geheimtipps:Weingut Bühler2007er Riesling SpätleseKallstadter Saumagen6,90 Euro, Tel. 06322 61261weingut@buehler-pfalz.deEin hervorragender Wein, der als Solistder Favorit wäre. Cremig-sahnig undvielschichtig. Saftig-intensive Aprikosen-aromen. Nicht zu säurebetont. Der Sau-magen betont seine erdige Note.Weingut Eppler2008er Riesling KabinettBirkweiler Kastanienbusch5,10 Euro, Tel. 06345 919087info@weingut-eppler.deZarte, balsamische Aromen. Weiches,blumiges Bukett, das sich schön demSaumagen fügt.Winzergenossenschaft Kallstadt2008er Riesling KabinettKallstadter Saumagen4,20 Euro, Tel. 06322 979797info@wg-kallstadt.deLeicht exotische Aromen, erinnert anSahnetorte mit Ananas. Geschmacklichfrisch, herzhaft und nicht zu schwer.Legt sich als unauffälliger Begleitersahnig um den Saumagen.Weingut Ludwig Graßmück2008er Riesling KabinettBirkweiler Kastanienbusch4,30 Euro, Tel. 06345 3630wein@weingut-grassmueck.deAromen von Holunderblüten und Zitrus.Frisch-jugendlicher Stil mit schönerRieslingnote und ausgewogener Säure-struktur, die gut mit Saumagen undSauerkraut harmoniert.An der Kombination von Rieslingund Kastaniensaumagen hatteVerkoster Jürgen Mathäß sichtlichseine Freude.Pfalzclub Magazin 23
  21. 21. RuhepolEinem holländischen Apotheker hat Steffen Becker seinen Lieblings-platz zu verdanken. Der nämlich brachte vor rund 300 Jahren dieersten Ginkgo-Bäume aus dem fernen Südostasien nach Europa.Dieser Baum ist für mich ein riesi-ger Ruhepol“, erklärt Becker. Mit„riesig“ hat der Vertriebsleiter des BadDürkheimer VDP-Weinguts Fitz-Ritteroffensichtlich Recht. Der Ginkgo über-ragt fast alles im Gutspark. Nur derWipfel der 1925 gepflanzten Sumpf-zypresse reicht noch höher in denHimmel. Dabei ist sie im Vergleich zumGinkgo ein echter Jungspund. „UnserGinkgo biloba ist über 200 Jahre alt unddamit einer der ältesten und größtenGinkgo-Bäume Deutschlands“, erzähltBecker. Der rund 5000 QuadratmeterMein LieblingsplatzPfälzer Mittagspause:Steffen Beckerund sein Ginkgo.24 Pfalzclub MagazinZur Person:Steffen Becker ist Vertriebsleiter undKundenbetreuer des Bad-DürkheimerVDP-Weinguts Fitz-Ritter.Darüber hinaus setzt er sich als ersterVorsitzender des „Pfälzer Barrique-Forums“ für Pfälzer Weine aus demkleinen Eichenholzfass ein.Kontakt:Weingut Fitz-RitterWeinstraße Nord 5167098 Bad Dürkheimwww.fitz-ritter.degroße Garten des Weinguts ist ein wah-rer Quell der Erholung, nicht nur derQuelle und der idyllischen Teiche wegen.„Exotische Pflanzen waren schon immereine Leidenschaft, die die Familie Fitz-Ritter mittlerweile in neunter Genera-tion pflegt“, berichtet Becker. Er weißseinen Arbeitsplatz zu schätzen: „Mittagssetze ich mich öfters in den Schattendes Ginkgo und genieße die Ruhe.So kann ich die Gedanken schweifenlassen, das steigert die Kreativität! Undmein Büro verliere ich auch nicht ausden Augen.“ Einen kleinen Trost weißBecker für all jene, die von einemsolchen Arbeitsplatz träumen: „Nacheiner kurzen telefonischen Anmeldungkann der Garten jederzeit besichtigtwerden und auch für Hochzeiten undFeste steht er zur Verfügung.“ Schließ-lich ist der Ginkgo auch der Baum derLiebenden!■
  22. 22. Genuss rund um die KastanieDie Kastanienkiste enthält eine DoseKastaniensaumagen, Kastaniennudeln,Kastanienlikör, eine Flasche Rieslingder Lage Kastanienbusch, Serviettenund das Buch „Die Keusche Frucht“mit Geschichten und Rezepten.Ab Oktober ist das Paket über Telefon06321 912322 oder www.pfalzshop.defür 36,50 Euro zu bestellen. Pfalzclub-Mitglieder zahlen 35 Euro.Kastanien oder Maronen?In der Gastronomie werden die bei-den Bezeichnungen häufig synonymverwendet, beschreiben aber unter-schiedliche Arten der Esskastanie.Maronen sind schmackhafter, leich-ter zu schälen und ei- bis herzförmig,Kastanien hingegen einseitig abge-flacht und laufen auf der anderenSeite spitz zu. Außerdem sind sienicht so lange haltbar wie Maronen.Im KeschdeparadiesEin Herbst ohne Kastanien ist wie ein Frühjahr ohne Spargel. Wirmöchten Ihre Vorfreude deshalb ein wenig anstacheln und empfehlenIhnen wärmstens einen Ausflug zum „Pälzer Keschdeweg“.Der Keschdeweg ist zwar nicht ganzso bekannt wie die Pfälzer Wein-straße, aber nicht minder reizvoll. ImJuni lockt er zur Kastanienblütezeit mitdem süßlich-herben Duft der hellgelbenBlüten. Ein paar Monate später ver-wöhnen die Orte entlang des rund 55Kilometer langen Wegs von Hauensteinüber Annweiler, Landau, Edenkoben,Maikammer und Neustadt ihre Besuchermit den vielseitigen Gaumenfreuden,die sich aus den Nussfrüchten bereitenlassen. Am besten warten Sie die erstenHerbststürme des Oktobers ab: Dannpurzeln die reifen Früchte in großer Zahlzu Boden und können von Genießernaufgelesen werden. Wenn Sie das Bückenmüde gemacht hat, erholen Sie sicheinfach auf dem „Keschdefeschd“ inAnnweiler, dem „Wein- und Kastanien-markt“ in Edenkoben oder der „Keschde-woch“ in Hauenstein. Dort holen dieGastronomen im Oktober für Sie „dieKeschde ausm Feuer“. Kastanien undMaronen schmecken aber nicht nurfrisch vom Grill: Wie wäre es beispiels-weise mit Rosenkohl-Kastanien-Salat anRäucherlachs, Maronensuppe mit Sahneund Muskatnuss, „Keschdegemies“ alsBeilage zu Wildgerichten, Kastanienli-kör, süßem Kastanienkuchen oder einerMaronen-Ingwer-Crème? Letztererwird sogar eine erotisierende Wirkungzugesprochen. Natürlich passen Kasta-nien auch ausgezeichnet zum Feder-weißen und sind nachweislich reich anVitamin C. Jetzt muss es nur noch Okt-ober werden!■Die Pfalz von ihrer KastanienseiteWehrhafte Frucht: Um die Keschdeaus ihrer Schale zu lösen, empfehlenwir Handschuhe.Pfalzclub Magazin 25
  23. 23. 26 Pfalzclub MagazinWer zum ersten Mal Pilze sammelngeht, den beschäftigt vor allemeine Frage: Wie unterscheide ich Gift-von Speisepilzen? Schließlich kann dasPilzgericht schnell zur Henkersmahlzeitwerden, gelangt ein falsches Exemplarin den Kochtopf. Ein wichtiges Krite-rium ist die Unterteilung in Röhren-pilze, ihre Hutunterseite erscheint eherschwammartig, und Lamellenpilze, de-ren Hutunterseite blatt- bzw. lamellen-artig aussieht und die extrem giftigsein können. So weisen zum Beispielalle tödlich giftigen Knollenblätterpilzerein weiße Lamellen auf. „Tödlich gif-tige Röhrenpilze dagegen gibt es inder Pfalz nicht“, erläutert Neudecker.Klingt erstmal beruhigend. Trotzdemist es gar nicht so einfach, denn je nachWachstumsstadium verändern die Pilzeihr Aussehen. „Junge Champignonssehen bestimmten Knollenblätterpilzensehr ähnlich. Selbst für Experten ist dieUnterscheidung schwierig.“ Deshalbgilt: „Hände weg, von allem, was weißist und Lamellen hat.“ Und allen an-deren Pilzen, die Sie nicht eindeutigzuordnen können.„Ohne Wald keine Pilze,ohne Pilze kein Wald.“„Jeder Pilz hat eine Aufgabe im Natur-haushalt. Die meisten holen sich nichtnur Nährstoffe vom Baum, sonderngeben ihm auch wieder etwas zurück“,sagt Neudecker. Aus diesem Grund soll-ten selbst giftige Pilze nicht zerstörtwerden. Ob die Pilze besser abge-schnitten oder abgedreht werden soll-ten, darüber streiten sich die Sammler.Auf alle Fälle sollte nur der Fruchtkörperentfernt werden und zwar möglichstschonend. Und Sie sollten nur so vielmitnehmen, wie Sie auch essen können.Wo Sie besonders viele Pilze finden?Selbst wenn Neudecker wollte, könnteer uns das nicht verraten, denn dieSituation ändert sich von Jahr zu Jahr.Aber er gibt ein paar Tipps: „Orientie-ren Sie sich an den Bäumen. Pfifferlin-ge beispielsweise wachsen vorwiegendin einer Eichenschonung oder einemFichtenwald.“ Birkenpilze bevorzugen –wie der Name schon vermuten lässt –die die Nähe von Birken. Sie müssensich auch nicht in die Büsche schlagen,„von dort kommen Sie möglicherweisemit mehr Zecken als Pilzen wieder“.Neudecker sucht seine Pilze einfach amWegesrand, wo der Lichteinfall größerist und es genügend Feuchtigkeit gibt.Optimal ist, wenn es erst geregnet hatund dann warm wurde. Sein Lieblings-pilz ist der Parasol „weil man den wieein Schnitzel panieren kann.“ Sehrlecker schmeckt auch das Stock-schwämmchen, das allerdings mit demGifthäubling einen tödlich giftigenDoppelgänger hat.Schlemmen und SchlummernHexenröhrling und ParasolDer Boletus luridus oder Netzstielige Hexenröhrling kann ganz schöne Bauchschmerzen verursachen.Den Macrolepiota procera oder Parasol dagegen dürfen Sie gern in die Pfanne hauen. Am besten paniert,so jedenfalls liebt ihn Manfred Neudecker, Pilzexperte aus Trippstadt. Wir haben ihn gefragt, was Sie beimPilzesuchen beachten sollten und wo es die besten Plätze gibt.Sammeln Sie nur Pilze, die Siesicher identifizieren können.Anfänger sollten sich aufRöhrenpilze beschränken.Achten Sie darauf, die Pilze mög-lichst schonend abzutrennen.Benutzen Sie ein luftdurchlässigesKörbchen zum Transport.In Plastikbeuteln können die Pilzeschnell verderben.Sammeln Sie nur so viele Pilze, wieSie für Ihre Mahlzeit brauchen.Pilze möglichst noch am gleichenTag zubereiten, ihr Eiweiß verdirbtsehr leicht.Pilze nicht roh essen, manchesind in rohem Zustand giftig.Kleines Pilze-Einmaleins:Vom Fliegenpilz sollten Sie die Finger lassen,auch wenn er gar nicht so giftig ist, wie vieleglauben und er von manchen Völkern sogarals Rauschmittel verwendet wird.Foto:ManfredNeudecker
  24. 24. Pfalzclub Magazin 27Unser Tipp für Neulinge: Bevor Sie aufeigene Faust losziehen, machen Sie beieiner Pilzwanderung von Neudeckermit. Er geht seit seiner Kindheit Pilzesuchen, und hat die Führungen vonseinem Vater übernommen. In einemzwei- bis dreistündigen Spaziergangerklärt er Ihnen das Wichtigste überdie Pilze im Pfälzerwald ■Pilzwanderungen können Sie beiManfred Neudecker buchen:Telefon 06306 1496Außerdem finden Sie auf der Websiteder Deutschen Gesellschaft für Myko-logie (www.dgfm-ev.de) eine Liste mitPilzsachverständigen.Bald ist es wieder soweit: Beim 2. Pfälzer Krimi-Wochenendevom 6. bis 8. November können sich Krimifreunde auf span-nende Lesungen, mörderisch gute Menüs und Weinprobenin der Pfalz freuen. Los geht es mit der „Pfälzer Krimi-Nacht“,zu der die Pfalzwein-Werbung zwei bekannte Autorinnen indie Sektkellerei Schloss Wachenheim geladen hat: FelicitasMayall und Sabina Naber werden für wohlige Schauer sorgen.Abgerundet wird der „Ladies Crime“-Abend mit exzellentenWeinen, Sekten und einem Essensangebot vom Spitzen-RestaurantFelschbachhof. Der spannungsreiche Abend kostet pro Person33,50 Euro. Karten können unter Telefon 06321 912328 oder perE-Mail an info@zum-wohl-die-pfalz.de bestellt werden.Jochen Eder, Koch und Inhaber des Hotels & Restaurants Burgblick in Thallichten-berg hat uns ein köstliches Pfifferling-Rezept verraten. Falls Sie sich lieber bekochenlassen, besuchen Sie ihn in seinem Restaurant. Hier können Sie die Pfifferlinge –mit Nudeln, Semmelknödeln, Rumpsteak oder Geflügelbrust – genießen undhaben dabei einen fantastischen Ausblick auf die Burgruine Lichtenberg.Burgblick, Hotel & Restaurant, Ringstraße 6, 66871 ThallichtenbergTelefon 06381 92770, www.hotel-burgblick.de600 g Pfifferlinge, 50 g Butter1 Zwiebel gewürfelt300 ml SahneSalz, Pfeffer und MuskatEtwas ZitroneFrisch gehackte Petersilie(Zutaten für 4 Personen)Pfifferlinge à la CremePfälzer Krimi-Nacht mit Mayall und NaberDiese tolle Aussicht können Siebei einem leckeren Pilzgerichtim Hotel & Restaurant Burgblickgenießen.Lesen beim „Ladies-Crime“-Abend inder Sektkellerei Schloss Wachenheim:Felicitas Mayall und Sabina Naber.Die Pfifferlinge putzen, evtl. kurz waschen und gleich auf einem Küchenkrepptrocknen. Die Pilze (große schneiden, kleine ganz lassen) mit der Hälfte der But-ter leicht anbraten, bis sie kein Wasser mehr haben, gehackte Zwiebeln zugebenund kurz andünsten. Mit Sahne auffüllen, etwas einreduzieren und die restlicheButter in kleinen Würfeln zugeben. Zum Schluss die gehackte Petersilieeinrühren und abschmecken. Dazu passen am besten hausgemachte Nudeln.Foto:WolfgangKalalFoto:PaulMayall
  25. 25. „Get together“heißt hier immer nochWeinfest.DeutscheWeinwerbeGmbH,PfälzerWein,55007MainzGroße Weine statt großer Worte: So könnte man die Pfälzer und ihre Feste beschreibenTisch und Teller, Bank und Becher – mehr braucht man an der Deutschen Weinstraßenicht, um kleine Winzerdörfer in ein großes Hallo zu verwandeln. Dazu gibt’s natürlichfeinste Pfälzer Weine und eine Einladung: See you beim Schoppen. Demnächst?® Pfalzwein e.V., Postfach 1010 02, 67410 Neustadt/Weinstr. ® www.zum-wohl-die-pfalz.de.ZumWohl. Die Pfalz.

×