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Piano – Forte
StephanieKnauer–
fit an Tasten und
Tastatur
Küchen der Welt
Schwedischer Inselsommer
Kultur drinnen und drauSSen
Jede Menge toller Events
Cabriolets, Roadster & Co.
Die neuen „Offenen“
Nr. 06 / 2015 I Juni I Bayerisch-schwaben I Schutzgebühr 3,90 Euro 	 www.schlossmagazin.comBayerisch-schwaben
Die Zeichen stehen auf Sommer! Am 21. Juni hat die Son-
ne ihren Höchststand erreicht: Es ist Sonnwendtag, der
traditionell an vielen Orten gefeiert wird. Zur größten
Sonnenwendfeier der Welt kommen alljährlich an den
mystischen Steinkreisen von Stonehenge Tausende
New-Age-Anhänger und moderne Druiden zusammen –
samt Zauberstäben und Elfenflügeln. In den skandina-
vischen Ländern wird ausgiebig „Mittsommer“ zele-
briert, meist im Familienkreis und auf dem Land, mit Tanz um den Mittsommerbaum,
viel Gesang, Blumenkränzen und natürlich mit leckerem Essen. Womit wir beim The-
ma wären: In dieser Ausgabe des SchlossMagazins laden wir Sie ein, das romantisch-
sommerliche Lebensgefühl zu genießen, das schwedische „husmanskost“ vermittelt.
Schweden lieben nicht nur die berühmten „köttbullar“, die Fleischbällchen. Besonders
Krebsgerichte kommen oft auf den Tisch. Und natürlich jede Menge Süßes. Probieren
Sie unsere Rezepte aus und tauchen Sie ein in den schwedischen Inselsommer.
Im skandinavischen Volksglauben gilt die Mittsommernacht als eine magische Nacht,
die im Zeichen der Liebe steht. So sollen die Mädchen in dieser Nacht auf dem Nach-
hauseweg sieben oder neun Arten Wiesenblumen pflücken und unter ihr Kopfkissen
legen. Nach altem Aberglauben zeigt sich ihnen dann im Traum ihr Zukünftiger. Auch
in unserer Region ist die heimische Natur in dieser Zeit voller Wiesenblumen und
wertvoller Kräuter. Wenn wir sie sammeln, dann aber nicht aus romantischen Gefüh-
len heraus, sondern weil sie gesundheitsfördernde Wirkstoffe enthalten und sich oft
auch hervorragend für die sommerliche Küche eignen. Vielerorts klären deshalb Spe-
zialisten bei Kräuterführungen über die Eigenschaften der Kräutlein auf, die nicht nur
im Garten, sondern auch auf der Wiese oder am Wegesrand gedeihen. So z. B. bei den
Führungen im Kloster Oberschönenfeld, die den ganzen Sommer über angeboten
werden. Wir haben die Kräuterpädagogin Gertraud Schachtner aus Wolnzach be-
sucht, die nicht nur fit ist im Kräuterwissen, sondern auch leidenschaftlich gerne mit
Kräutern in der Küche experimentiert und zur Verkostung einlädt.
Ganz anderen Gewächsen zugeneigt ist allerdings so mancher, wenn er einen Biergar-
ten aufsucht: dem Hopfen und dem Malz nämlich. Nach einem Radlausflug oder einer
ausgiebigen Wanderung gibt es doch nichts Schöneres, als ein kühles Bier und dazu
eine kernige Brotzeit unter Kastanien zu genießen. Persönlichkeiten aus Bayerisch-
Schwaben und dem Fünfseenland haben uns ihre persönlichen Lieblingsbiergärten
verraten. Unser Tipp: Bei nächster Gelegenheit einfach ausprobieren!
In diesem Sinne wünschen wir einen erholsamen Start in den Sommer.
Ihre
Hannelore Eberhardt-Arntzen,
Chefredakteurin
| Editorial | 3
Zeit-Zeichen
www.kueche-wohnkultur.de
Kochshow
seien sie dabei!
sa. 04. Juli
10:00 – 16:00 Uhr
in unserem Küchenstudio
stefan
Marquard
LIVE!
4 | inhaltsverzeichnis
Inhalt
Besuchen Sie das SchlossMagazin
auch auf der Website
www.schlossmagazin.com
Titelfoto: Christina Bleier
region aktuell
5	Das Neueste aus Bayerisch-
Schwaben
	 Interessantes in Kürze
8	 Lückenlatein
	 Stephanie Knauer
10 	 Weitersagen
	Veranstaltungstermine
12 	Wolle, Wiwi und Wawa….
	Integratives Kindermusical
aus Aichach
14 	 Titelthema:
	 Beflügelt übers Meer
	Reise-Eindrücke von
Stephanie Knauer
16 	Die lustigen Weiber
von Windsor
	Hofberg-Freilichttheater
18 	 Augsburger Wassertage
	 Auf dem Weg zum Welterbe
menschen – orte – leidenschaften
20 	 Bild des Monats
	Regenbogen
22 	 Schwedischer Inselsommer
	 Skandinavische Genüsse + Rezepte
26 	 Der Natur auf der Spur
	Kräuter-Expertin Gertraud
Schachtner
16 60
28 	 Biergarten-Tipps
	 Persönliche Lieblings-Biergärten
30 	 Lagerleben und Rittershow
	 Kaltenberger Ritterturnier
34 	 Herrschaftssitze
	 Schloss Fußberg
36 	 Stadtmuseum Neuburg
	 10-jähriges Jubiläum
37 	Fürstenpracht von einst…
	 Neuburger Schloßfest
38	 Oper in Starnberg
	 Heuer: Der Bajazzo
40 	Ein Kampfpanzer
im Strickkleid
	 Ausstellung Kunst I Stoff
42 	 Ein Fest – vier Bereiche
	 Schrannenfest Schrobenhausen
43 	 Ruethenfest Landsberg
	 Mehr als ein Kinderfest
44 	Reise-Tipps
	 Reiseschutz – Mietwagen
46 	Mehr ist mehr
	 Beachwear deluxe
54 	Das 1 x 1 des Sonnenschutzes
	 Der Haut Zeit geben
56	Cabriolets, Roadster  Co.
	 Die neuen „Offenen“
60	Feuer frei!
	 Alles über Gasgrills
62	Rosen-Reigen
	 Eine große alte Pflanzenfamilie
64 	Blumendeko mit „Stiel“
	 Alles über Schnittblumen
66 	Vorschau + Impressum
promotions
32 	 Golf unter Freunden
	 GolfPark Gerolsbach
50 	 Sedlmeir’s Trachtenhof
	 Individuell und schick
52 	 Streichelzart enthaart
Sugaring mit Hala Schekar
54
46
| aktuell | 5
Region aktuell
Autohaus
Automobile Tierhold –
Dreimal in Bestform
Zu einer Neueröffnung nach dem einjäh-
rigen Umbau und anlässlich der Premiere
von drei Spitzenmodellen lädt das Auto-
haus Tierhold Ende Juni zu einem großen
Familienfest ein.
Automobile Tierhold gehört mit seinen
Marken Mazda, Kia und Volvo mittlerweile zu den größeren Autohäusern Augs-
burgs und ist zudem ein echtes Familienunternehmen. Mit den beiden Söhnen
Tobias und Christian Tierhold steht die zweite Generation an der Spitze des Tradi-
tionsunternehmens, das vor 34 Jahren von Eberhard Tierhold gegründet wurde.
Nicht von ungefähr vertrauen viele Stammkunden über viele Jahre hinweg dem
Familienunternehmen. Um diesen und auch den eigenen Ansprüchen gerecht zu
werden, wurde noch einmal kräftig investiert und umgebaut.
Drei
Spitzenmodelle
Im Rahmen der Neueröffnung des Autohauses werden insgesamt
drei Topmodelle vorgestellt. Volvo wartet mit dem Oberklassen-
highlight XC90 auf, Mazda bringt mit dem CX3 einen wunderschö-
nen kleinen SUV und in der Mittelklasse hält KIA mit dem neuen Sorento einen echten
SUV-Hingucker für die Premiere bereit. Aus Anlass der Neueröffnung und der Vorstel-
lung der drei Spitzenmodelle findet am 27. und 28. Juni jeweils von 10:00 bis 16:00 Uhr
ein großes Familienfest für langjährige Kunden und interessierte Besucher statt, bei
dem auch ein Blick hinter die Kulissen unseres Hauses möglich ist. In Form einer Schnit-
zeljagd mit Mini-Olympiade kann das Autohaus Tierhold durch diverse Aufgaben
spielerisch kennengelernt werden. Den Gewinnern der Schnitzeljagd winken am Ende
Shopping-Gutscheine im Wert von 1.500.- €, 500.- € und 250.- € von XXXLutz.
Räumlich gegliedert ist das Fest in drei Bereiche: Showroom, Sports Bar und Lounge.
Im Showroom dreht sich alles um die drei Marken und ihre Spitzenmodelle. Als echtes
Sommer-Highlight gibt es außerdem den brandneuen Mazda MX5 zu bestaunen, den
Automobile Tierhold als einer der ersten Händler in Deutschland präsentieren darf.
Auf der Rundbühne im Hof unterhalten den ganzen Tag Bands und DJs die Besucher.
Selbstverständlich ist für Kinder ein eigenes altersgerechtes Unterhaltungspro-
gramm geboten. Und auch für das leibliche Wohl wird gesorgt.
27. und 28. Juni bei Automobile Tierhold, Unterer Talweg 48, Augsburg-Haunstetten
Informationen www.tierhold.com
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Bei uns gibt es Lederhosen-Sets
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6 | aktuell | das neueste aus bayerisch-schwaben
Inklusives Kino
Cineplex Aichach ausgezeichnet
Das ausgezeichnete Kino ermögli-
cht eine gemeinsame Teilhabe am
Kinoerlebnis für blinde, sehbeein-
trächtigte sowie für gehörlose
und hörbeeinträchtigte Menschen
gleichermaßen und eröffnet eine neue, gemeinsame Filmre-
zeption. So bietet das Kino viele Filme in seinem Programm
auch mit der Greta  Starks-App für Hör- und Sehgeschädigte
an. Dafür erhielt das Cineplex Aichach die Auszeichnung „Kino
der Woche“. Die App lässt sich bei Google Play und im App
Store kostenlos herunterladen.
Im Bild Team Cineplex
Informationen www.gretaundstarks.de
10 Jahre Küche  Wohnkultur Donauwörth
Jubiläumsfeier mit Kochshow
Das Möbelhaus Küche  Wohnkultur feiert sein 10-jähriges
Bestehen vom 29. Juni bis 4. Juli mit besonderen Aktionen: 6
Tage Feiern  Sparen! Dabei werden nicht nur satte Rabatte
gewährt. Geboten wird auch eine Null-Prozent- Finanzie-
rung und eine Verlosung. Die ersten 30 Küchenbesteller er-
halten zudem wahlweise einen Geschirrspüler oder einen
Elektroherd geschenkt. Der Höhe-
punkt ist am 4. Juli die große Koch-
show „Küche rockt“ mit Promi-
Koch Stefan Marquard.
Im Bild Stefan Marquard
Informationen
www.kueche-wohnkultur.de
Riegele im Club der
Champions
Die Riegele Biermanufaktur hat
die höchste Ehrung beim ältesten
Brauwettbewerb der Welt erhalten:
den „Oskar der Brauer“ in der ehr-
würdigen Londoner Guildhall. Rie-
gele Braumeister Frank Müller und Brauereichef Dr. Sebastian
Priller waren sogar extra nach London gereist, um live bei der
Siegerehrung dabei zu sein. Mit einem Dreifach-Erfolg für ihr
Festbier Commerzienrat, dem dunkeln Weißbier und dem Riegele
Urhell gehörten die Augsburger Brauer zu den Stars des Abends.
Mit diesen drei Bieren wählte die 43-köpfige Jury Riegele unter 843
teilnehmenden, internationalen Bieren in den Club der Champions.
Informationenwww.riegele.de
Im Bild Frank Müller (4. v. li hinten) im Kreis seiner Mit-Champions
6 | aktuell | das neueste aus bayerisch-schwaben
| aktuell | 7
Rotary Augsburg
spendet für guten
Zweck
Über 50 Golfer aus der Region
Augsburg folgten Anfang Mai der
Einladung der vier Augsburger Ro-
taryclubs, um bei der 9. Auflage
des „Rotary Augsburg Charity Golf Cups in Burgwalden für ei-
nen wohltätigen Zweck zu golfen. Trotz erheblicher Wetterun-
bilden und späterem Turnierabbruch konnte mit dem Startgeld,
dem Erlös einer Versteigerung und großzügigen Spenden einer
Vielzahl namhafter Unternehmen sowie privater Spender eine
Spendensumme in Höhe von 19.500 € erzielt werden. Mit dieser
Summe wird in diesem Jahr der MUKIS-Förderverein bedacht.
Im Bild (v.l.n.r.): Cornelia Kollmer (RC Renaissancestadt), Max Strehle,
Klaus Emler (RC Renaissancestadt), Frank Dietrich (Golfclub Augsburg),
Hans Jenuwein (MUKIS), Ernst Pfaff (RC Augsburg), Stefan Holzamer
(RC Fuggerstadt)
Galerie Noah
Bernd Zimmer – Ursprung
Die Galerie Noah im Augsburger
Glaspalast zeigt noch bis 21.
Juni Bilder von Künstler-Legende
Bernd Zimmer mit ausgewähl-
ten Arbeiten von 2008 bis 2015.
Seit Jahrzehnten gilt die Malerei
Zimmers als Markenzeichen und
Gütesiegel für Qualität. Die Ga-
lerie Noah präsentiert nun 25
Schätze aus dessen großen Ge-
mäldeserien wie „Kristallwelt“,
„Reflexion“ oder „Alles fließt“. „Ur-
sprung“ nennt sich das Ausstel-
lungs-Highlight des Jahres, weil es den Betrachter zu den
Ursprüngen allen Seins führen will.
Im Bild (o.) Reflexion. Ruhiger Abend. Acryl auf Leinwand 2009
(u.) Kristallwelt. Ursprung I. Acryl auf Leinwand 2012 (Ausschnitte)
Informationen www.galerienoah.com
Mut zur Wut
Drei Studierende der Hochschule
Augsburg bei Plakatwettbewerb
erfolgreich
„Adam und Eva“, „Dollar beats
Right“ und „Let off steam“ – unter
diesen Titeln hatten drei Studie-
rende „Mut zur Wut“ und sind mit
ihren Plakaten beim gleichnamigen internationalen Gestal-
tungswettbewerb unter den Gewinnern. Bei 2635 Einrei-
chungen von 1312 Gestaltern aus 50 Nationen konnte sich Klara
Maria Laura Forner unter die ersten 30 Prämierten einreihen.
Yannick zur Strassen und Ulla Reißenweber zählen zu den Top
100. Gemäß dem Titel „Mut zur Wut“ sollte das Thema einen
kritischen, sozialen, politischen und/oder persönlichen Inhalt
haben, der in einem aussagekräftigen Motiv dargestellt ist.
Im Bild „Dollar beats Right“ – Plakat von Yannick zur Strassen
Informationen www.mutzurwut.com
Drei Mohren Bienenprojekt
Anfang April diesen Jahres sind Honigbienen auf das Dach
des Augsburger Hotels Drei Mohren gezogen. In den war-
men Sommermonaten werden es 600.000 Bienen sein, die
aus ihren zehn Stöcken tagtäglich ausschwärmen, um 500
bis 700 kg Honig jährlich zu sammeln. Dieses Projekt knüpft
direkt an den Gedanken der Nachhaltigkeit an, den das Ho-
tel bereits in der Auswahl und Verarbeitung regionaler und
saisonaler Produkte umsetzt. Hoteldirektorin Anja Bantle
freut sich, dass bereits Anfang Juni der erste Drei Mohren
Honig geerntet werden konnte. Dieser wird einerseits für
die Zubereitung besonderer Speisen in der Küche sowie als
Komponente des reichhaltigen Frühstückbuffets verwen-
det werden. Des Weiteren kann der Drei Mohren Honig ab
dem 19. Juni 2015 direkt an der Rezeption erworben werden.
Mit einer Spende von nur 10.– € können außerdem Bienen-
patenschaften übernommen und damit gemeinnützige
Projekte unterstützt werden.
Informationen www.augsburg.steigenberger.com
Nach der
Geschichte von
Otfried Preussler
Aufführungen:
Fr. 10.07.15
Sa. 11.07.15
Mi. 15.07.15
Fr. 17.07.15
Sa. 18.07.15
Mi. 29.07.15
Fr. 31.07.15
Mi. 05.08.15
Fr. 07.08.15
Sa. 08.08.15
Aufführungen:
So. 12.07.15
Do. 16.07.15
So. 19.07.15
So. 26.07.15
Familien-
und Senioren-
Aufführungen:
Fr. 03.07.15
Sa. 04.07.15
So. 05.07.15
Beginn je 20:30 Uhr
Do. 30.07.15
Sa. 01.08.15
So. 02.08.15
Do. 06.08.15So. 26.07.15Beginn je 20:30 Uhr Do. 06.088.155
Aufführungen:
Karten und Info: Telefon 0906 - 8981, www.freilichtbuehne-donauwoerth.de
Freilichtbühne Donauwörth
Lückenlatein
Persönlichkeiten aus der Region vervollständigen
den Lückenbrief des SchlossMagazins.
In dieser Ausgabe: Stephanie Knauer
Pianistin und Journalistin
Die in Augsburg geborene Pianistin erhielt ihren ersten
Klavierunterricht ab dem sechsten Lebensjahr.
Ihr Studium an der Musikhochschule Augsburg/ Nürn-
berg schloss sie 2001 mit dem künstlerischen Diplom
„mit Auszeichnung“, 2003 mit dem Meisterklassendiplom
ab. Während des Studiums bekam sie dort ihren ersten
Lehrauftrag. Sie errang Wettbewerbserfolge und Stipen-
dien, besuchte Meisterkurse für Hammerklavier, Cembalo, Liedbegleitung, Jazz und
Kammermusik. Außerdem beschäftigt sich die Pianistin mit zeitgenössischen Wer-
ken, davon sie einige uraufführte. Seit einigen Jahren spielt sie in Jazz- und Klezmer-
Formationen, ist Gründungsmitglied der Augsburger Klezmer-Gruppe „Feygele“. Die
Liedbegleitung hat sich neben dem solistischen Spiel als ein Schwerpunkt heraus kri-
stallisiert. Sie ist außerdem eine der wenigen, die auf dem originalen Stein-Flügel von
1785 im Augsburger Mozarthaus spielen dürfen. Seit 2013 wird Stephanie Knauer von
Hapag Lloyd als Kreuzfahrtpianistin engagiert.
Infos www.die-ganze-klaviatur.de · foto Christina Bleier
8 | aktuell | das neueste aus bayerisch-schwaben
Die
Naturstammbauer
Die Naturstammbauer
Gersthoferstraße 60
86169 Augsburg
Mobil: 0175 20 44 846
mail@dienaturstammbauer.de
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Naturstammhaus
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ruhigen Oase
ELCH LODGE
| aktuell | 9
Internationales
Theaterhaus in Diedorf
Beginn jeweils um 21 Uhr
Theatercafé  Kasse
jeweils ab 19.00 Uhr geöffnet
Juni: Fr. 26. | Sa. 27.
Juli: Fr. 03. | Sa. 04.
Fr. 10. | Sa. 11.
TERMINE:
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voller Schauspielkunst, Tanz und Poesie www.eukitea.de
Tickets und weitere Infos:
08238-96474396
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S O M M E R
OPEN AIR
AUF DER WALDBÜHNE ANHAUSEN
BEI AUGSBURG
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swa Graffiti-Projekt
Eine Fahrt ins Bunte schmückt
Stromstation
Im Rahmen des swa Graffiti-Pro-
jekts bekommen immer mehr Tech-
nikgebäude der Stadtwerke Augs-
burg ein kreatives buntes Aussehen.
Jetzt haben 15 Schüler des Jakob-
Fugger-Gymnasiums ein Technikgebäude vor ihrer Schule in der
Kriemhildenstraße mit Graffiti gestaltet. Gemeinsam und unter
Anleitung von Christian Ostler, Aron Roßner und Sophie Te vom
Graffiti-Verein „Die Bunten e.V.“ sowie dem Kunstlehrer Robin
Högl entwickelten die Schüler zunächst in einem Workshop im
Rahmen des Kunstunterrichts die Motive für die Gestaltung und
setzen sie dann am 21. und 22. Mai um.
Im Bild Schüler des Jakob-Fugger-Gymnasiums Augsburg gestalteten
die Trafostation in der Kriemhildenstraße.
Foto swa / Thomas Hosemann · Informationen www.sw-augsburg.de
Eukitea’s Sommer-Open Air 2015
„Hamlet“ – Du hast die Wahl!
Längst zählt das Eukitea Sommer Open Air zu den kulturellen
Highlights der Region, das weit über die Grenzen des Augs-
burger Landes austrahlt. In der blauen Stille der Sommer-
nacht auf der Waldbühne Anhausen, umfangen von lauschen-
den Waldwipfeln, geleitet in diesem Jahr Eukitea-Regisseur
Stephan Eckl, Shakespeares Spuren folgend, auf eine Reise
hinab in die tiefsten Gründe des Menschseins. Schatten und
Licht brechen auf in Farbgewalt und Klang, getragen von
Schauspielkunst, Tanz und Poesie.
Informationen www.eukitea.de · tickets@eukitea.de
Bergwerksmuseum Penzberg
Kohlebergbau am Alpenrand
Bis 1966 wurde in Penzberg Pechkohle abgebaut. Nach der
Bergwerksschließung schufen sich ehemalige Bergleute mit
einem Museum einen Ort der Erinnerung an ihr Berufsleben un-
tertage und bewahrten hier ihre über die Jahre gewachsene
Sammlung von originalem Arbeitsgerät, Dokumenten und Foto-
grafien. Die Stadt Penzberg, die ihre Entstehung allein dem Koh-
levorkommen und ihrem Abbau verdankt, hat nun die Träger-
schaft übernommen und die Sammlung zu einem modernen
Museum umgestaltet, das im Sommer 2013 eröffnet wurde. Die
originalgetreuen Streckenausbauten der Bergknappen bilden
das Kernstück der Ausstellung. Hier werden die verschiedenen
Entwicklungsstufen des Kohleabbaus – vom Handabbau bis zum
voll mechanisierten Betrieb – dargestellt. Eine Besonderheit ist
das kleine Bergwerkskino, in dem das historische Filmdokument
über das Penzberger Bergwerk aus dem Jahr 1929 gezeigt wird. 
Informationen www.bergwerksmuseum-penzberg.de
Rieser Bauern­
museum Maihingen
300 Jahre Alltagskultur im Ries
Vielfältige Einblicke in das ländliche
Leben gewährt das Rieser Bauern-
museum Maihingen (12 km nördlich
von Nördlingen) in zwei barocken Klostergebäuden. Ab 28. Juni
lädt das Museum nach zweijährigem Umbau im ehemaligen
Brauhaus zu einer neuen Entdeckungsreise durch 300 Jahre All-
tagskultur im Ries ein. Ob Milchladen oder Friseur, Krämerla-
den oder Zahnarzt – nicht nur durch originale Einrichtungen
werden frühere Zeiten lebendig. Eine Fülle attraktiv präsen-
tierter Objekte und historische Fotos vermitteln Themen, die
von der Kindheit auf dem Land bis zur Kleidung, vom Wohnen
bis zum Haushalt und seinen Helfern reichen. Medienstationen
laden zum Stöbern und Spielen ein, Aktivstationen zum Aus-
probieren. Eine weitere Ausstellung im Nachbargebäude spannt
einen abwechslungsreichen Bogen über die Rieser Landwirt-
schaft von 1800 bis 1950, von der Handarbeit mit einfachen Ge-
räten bis zur Vollmechanisierung und dem Traktor.
Foto RBM/Heike Fautner · Informationen www.rieser-bauernmuseum.de
10 | termine | veranstaltungstipps
Weitersagen: Veranstaltungstipps
# Ausstellung	 # Theater  Kabarett	 # Musik  Tanz	 # Sonstiges
Augsburg
6. Juni, 20:00 Uhr
Claudia Jung
Jubiläumskonzert
in der Western-City in Dasing
www.western-city.de
11. Juni, 18:00 Uhr
Farbenfrohe
Zauberwelten
Themen der Hausmalerei auf
Porzellan und Fayencen im
Rahmen der „Kunst-Stunde“
Maximilianmuseum
14. Juni, 20:00 uhr
Die Teddy Show
„Was labersch Du…?“ YouTube-
Sensation Tedros Teclebrhan
auf Deutschlandtour
Messe Augsburg
www.messeaugsburg.de
17. + 18. Juni
vocatium
Fachmesse für Studium
und Ausbildung
Schwabenhalle und Tagungscenter
www.messeaugsburg.de
20. Juni, 10:00 – 16:00 Uhr
Reptilienbörse
Augsburg
Messe Halle 7
und Tagungscenter
www.messeaugsburg.de
20. Juni
Lange Kunstnacht
Kulturelle Angebote
in der ganzen Stadt
www.langekunstnacht.de
24. Juni
Enissa Amani
Zwischen Chanel
und Che Guevara: Kabarett
in der Kresslesmühle
www.kresslesmuehle.de
25. Juni – 26. Juli
Stefan Szczesny
Kunstausstellung
in der Galerie Noah
www.galerienoah.com
25. Juni, 20:00 Uhr
Ingo Appelt
Besser…ist besser,
Comedy im Spectrum Club
www.konzertbuero-augsburg.de
25. – 27. Juni
85 Jahre Augsburger
Stadtmarkt
Jubiläumsfest mit Rahmen­
programm im Stadtmarkt
www.augsburg.de
25. Juni – 13. September
Lechflimmern
Open-Air-Kino mit zwei
Leinwänden im Familienbad
am Plärrer
www.lechflimmern.de
26. Juni, 21:00 Uhr
Hamlet –
Du hast die Wahl!
Premiere des Shakespeare-
Klassikers im Eukitea-Theater
Open Air auf der Waldbühne
Anhausen
www.eukitea.de
26. Juni – 8. August
Gatte gegrillt
Schwarze Dreieckskomödie des
Sensembletheaters im Innenhof
des Jakoberwallturms,
bei schlechtem Wetter im
Sensembletheater
www.sensemble.de
26. + 27. Juni
Ein Haus Das Kann
Theatralisch-musikalischer
Parcours zum 20-jährigen Jubiläum
des Kulturhauses Abraxas
www.abraxas-augsburg.de
26., 27. + 28. Juni, 20:00 Uhr
Mario Barth
Tournee „Männer
sind bekloppt, aber sexy“
Messe Augsburg
www.messeaugsburg.de
www.mario-barth.de
27. Juni – 30. Juli
Blues Brothers
Musical auf der Freilichtbühne
am Roten Tor
www.theater-augsburg.de
27. Juni – 20. September
Der Schatz im Silbersee
Süddeutsche Karl-May-Festspiele
in der Western-City Dasing
www.karlmay-festspiele.de
27. Juni, 20:00 Uhr
Big Band
Sommernachtsball 2015
Big-Band-Sound mit den Horn
Flakes im Kurhaus Göggingen
www.parktheater.de
Theater
Augsburg
www.theater-augsburg.de
10. Juni, 19:30 Uhr
Medea
Ballett, Choreografie
von Àngel Rodriguez
brechtbühne
10. Juni, 20:30 Uhr
Gift. Eine Ehegeschichte
Premiere Kammerspiel
von Lot Vekemans · Hoffmannkeller
11. Juni, 22:00 Uhr
Playboy
Bühnenstück von Marijana
Verhoef „Pulp Fiction in Bayern“,
Uraufführung · Hoffmannkeller
15. + 16. Juni, 20:00 Uhr
Reife
8. Sinfoniekonzert für Klavier
und Orchester
Kongress am Park
19. Juni, 20:30 Uhr
Gust
Premiere, Bühnenstück des
bayerischen Dichters und
Provokateurs Herbert
Achternbusch · Hoffmannkeller
20. Juni, 19:00 Uhr
Eröffnungskonzert
zur Langen Kunstnacht mit den
Augsburger Philharmonikern
Goldener Saal Rathaus
21. Juni, 11:00 Uhr
Sommerwind
Werke für Blechbläser mit dem
(B)Lech-Quintett und Gästen
MAN-Museum
28. Juni, 20:00 Uhr
Philharmonisches
Chor-Konzert
Kongress am Park
1. Juli 19:30 Uhr
Destillationen IV
Junge-Choreografen-Abend
brechtbühne
1. Juli, 20:00 Uhr
Haindling
Es geht wieder auf – Gastspiel der
Kultband auf der Freilichtbühne
am Roten Tor
Enissa amani
| termine | 11
Kloster
Thierhaupten
14. Juni, 19:00 Uhr
Volksmusik
aus dem Lechtal
Kreuzgarten,
bei schlechtem Wetter
im Kapitelsaal
www.bezirk-schwaben.de
Schloss
Höchstädt	
27. Juni, 19:00 Uhr
Tanz-Konzert
mit dem Klezmer-Ensemble
„Mesinke“ und der Big Band des
Bonaventura Gymnasiums
Dillingen · Schlosshof,
bei schlechtem Wetter im Saal
www.bezirk-schwaben.de
Schrobenhausen
3. Juli, 18:00 bis 22:30 Uhr
Lange Einkaufsnacht
Innenstadt und Bahnhofstraße
www.schrobenhausen.de
Friedberg
20. + 21. Juni
Sonnwend-Töpfermarkt
im Friedberger Stadtpark
www.sonnwend-toepfermarkt.de
Donauwörth
www.donauwoerth.de
20. + 21. Juni
Bockfest
Traditionelles Fest auf dem
Bock-Berg Harburg
27. Juni – 8. August
Die Dame vom Maxim
Komödie in 2 Akten
von Georges Feydeau
Freilichtbühne Donauwörth
www.freilichtbuehne-donauwörth.de
12. Juli – 6. August
Die kleine Hexe
Nach dem Kinderbuch
von Otfried Preußler
Freilichtbühne Donauwörth
www.freilichtbuehne-donauwörth.de
14. Juni, 10:00 – 17:00 Uhr
Donauwörther Automeile
Rund ums Auto,
veranstaltet von der CiD
Reichsstraße, Spitalstraße,
Hindenburgstraße
Schloss
Leitheim
www.leitheimerschlosskonzerte.de
Das Konzertprogramm ist leider
weitgehendausverkauft.Restkarten
(Stand:01.Juni) nochfür:
11. Juli, 18:00 Uhr
Ich sterbe
für das Leben
Literarisch-musikalische Collage
12. Juli, 11:00 Uhr
Raphaela Gromes
 Julian Riem
Violoncello und Klavier
4. Juli, 20:00 Uhr
Audi Sommerkonzert
Veronika Eberle (Violine)
 Michail Lifits (Klavier)
Schloss
Bissingen
www.markt-bissingen-kultur.de
28. Juni, 17:00 Uhr
A-cappella-Gipfel
Summer Special mit VOCES8
Oettingen
www.oettinger-schlosskonzerte.de
6. Juni, 20:00 Uhr
Compagnia di Punto
Galakonzert
mit Blasinstrumenten
20. Juni, 20:00 Uhr
Camerata Europeana
Konzert mit Werken von Vivaldi,
Grieg, Haydn, Dvorák,
Tschaikowsky u. a.
5. Juli, 17:00 Uhr
Bläserkammermusik
mit dem Bläserquintett der
Staatskapelle Dresden und
Christian Elsas, Klavier
Aichach
www.aichach.de
12. – 14. Juni
Aufgspuit in Oacha
1. Volksmusikfestival
TSV-Halle und Stadtpfarrkirche
5. Juli, ab 16:00 Uhr
Barockpicknick
im Sisi-Schloss Unterwittelsbach
mit musikalischer Untermalung.
Eigene Speisen können
mitgebracht werden.
Fürstenfeld-
bruck
www.fuerstenfeld.de
11. Juni, 20:00 Uhr
Christian Springer
„Oben ohne“ politisches Kabarett
Veranstaltungsforum,
Kleiner Saal
19. Juni, 20:00 Uhr
Paulaner Solo+ 2. Runde
Kabarett mit Lars Redlich, Olivier
Sanrey, Katie Freudenschuss
und Wonnebeats · Veranstal-
tungsforum, Kleiner Saal
21. Juni, 19:00 Uhr
Italienische Nacht
Konzertabend mit der Chorge-
meinschaft Fürstenfeldbruck
Stadtsaal
2. Juli, 20:00 Uhr
Jimmy Reiter Band
High Priest of Nothing – Blues
Veranstaltungsforum,
Kleiner Saal
20. Juni – 5. Juli
Ausstellung
Studierende der Bildenden Kunst
München
Vernissage 19. Juni, 19:30 Uhr
www.kulturwerkstatthaus10.de
28. Juni , 18:00 Uhr
Werkstattkonzert
Frank Reinecke, Kontrabass
www.kulturwerkstatthaus10.de
4. Juli, 19:00 – 1:00 Uhr
Brucker Kulturnacht
www.kulturwerkstatthaus10.de
Nördlingen
www. noerdlingen.de
6. – 15. Juni
Nördlinger Mess’
Fahrgeschäfte und Verkaufs­
ausstellungen · Kaiserwiese
13. Juni, 9:00 – 17:00 Uhr
14. Nördlinger Rosenmarkt
Rund um das Rathaus
4. Juli, 14:45 Uhr
Nördlingen läuft rund
12. Stadtlauf Nördlinger Altstadt
Alle Angaben ohne Gewähr.
Kein Anspruch auf Vollständigkeit.
teddy show
Karl-May-Festspiele
claudia jung
12 | region | Integratives Kindermusical
N
eugier, Freundschaft und die Frage nach dem Sinn
schicken den jungen Erfinder Wolle und seine beiden
Freunde, die tollpatschige Ente Wiwi und die fast
blinden, aber weitsichtige Ratte Wawa mit dem selbst ent-
worfenen „Wuwu-Such-Mobil“ auf die Suche nach dem ver-
schwundenen, ominösen Wuwu – der Beginn einer Reise voller
Abenteuer. Die Charaktere sind keineswegs Fantasiefiguren,
denn es gab sie wirklich und zwar als Helden der Kindheit von
Nicole Matthes. Fertig geschrieben liegt die Geschichte jah-
relang unbeachtet in der Schreibtischschublade, als Alice Alshut,
Lehrerin an der Elisabethschule Aichach, einer Einrichtung für
Kinder mit speziellem Förderbedarf, ein Kunstprojekt für ihre
Schüler sucht, die – sofort begeistert – den Figuren ein Gesicht
geben, die Kulissen ausarbeiten und das Buch mit viel Liebe zum
Detail illustrieren. Die Collagen der ausgearbeiteten Szenen
sind in einer Ausstellung in der Schule zu bewundern.
Hörbuch
handgemacht
Regionalität ist das Motto, das sich durch
das gesamte Projekt zieht: An der Hör-
buchfassung, die derzeit parallel zum Kinderbuch im Atelier
Luca Tonstudio von Andreas Matthes produziert wird, sind
Ein integratives Kindermusical erobert das Wittelsbacher Land. In Aichach nimmt die Ge-
schichte ihren Anfang. Hier hat Soziologin und Autorin Nicole Matthes in Zusammenarbeit mit
der Elisabethschule das Abenteuer von „Wolle, Wiwi und Wawa auf der Suche nach Wuwu“
festgehalten. Aus der Geschichte entwickelte sich mittlerweile ein ganz besonderes Projekt:
ein integratives Hör-, Buch- und Musicalprojekt.
„Wolle, Wiwi und Wawa
auf der Suche nach Wuwu“
Vom Buch auf die
große Bühne
namhafte Musiker, Künstler und Lehrer aus dem Wittelsba-
cher Land ebenso beteiligt wie Kinder aus den Schulchören
des Deutschherren-Gymnasiums und der Elisabethschule un-
ter der Leitung von Arnold Fritscher bzw. Schulleiterin Chris-
tiane Nerb-Straub. Alles ist „handgemacht“, jedes Geräusch
wird akribisch vor Ort aufgenommen – beispielsweise Wald-
und Plätschergeräusche am Silberbrünnl im Oberbernbacher
Wald, dem Ort, an dem im Buch eine der zentralen Szenen
spielt. Natürlich sind die drei Freunde Wolle, Wiwi und Wawa
auf Facebook aktiv, um regelmäßig über das Projekt zu be-
richten. Sogar in Videoform, denn die Figuren gibt es auch
schon als Handpuppen und so hat Andreas Matthes einen Vi-
deo-Clip im Stil der Augsburger Puppenkiste produziert.
Musical
marsch!
Ende Juni ist es soweit, da kommen Wolle,
Wiwi und Wawa auf die große Bühne,
aber nicht als Puppentheater, sondern
als Musical, uraufgeführt von den Schülern der Elisabeth-
schule und der Geschwister-Scholl-Mittelschule aus Aichach.
„Nachdem der Titelsong für das Hörbuch aufgenommen wur-
de, war schnell klar, dass die Geschichte Musicalpotential
Fotos Nicole Matthes
| region | 13
Kressles-
mühle
hat“, erklärt Andreas Matthes. Über
mehrere Wochen komponierte er
alle zwölf Titel und begeisterte
schnell weitere Musiker, die die
Hauptdarsteller auf der Bühne ge-
meinsam mit dem Kinderchor beglei-
ten. Beteiligt sind am Musical insge-
samt knapp 100 Personen, neben
Schülern und Lehrkräften auch rund
25 Musiker aus dem Landkreis aus al-
len Altersgruppen und Stilrichtungen,
von Hip Hop, Klassik, Jazz, Blues über
Rock und Pop bis hin zu Blasmusik. Geboten wird dem Publikum eine bunte Mi-
schung an Songs, die die facettenreichen Gedanken und Gefühle der Figuren wi-
derspiegeln und den Besucher mitnehmen auf die Höhen und Tiefen der Reise: Die
Geschichte von Wolle, Wiwi und Wawa auf der Suche nach Wuwu, „eine Suche
nach sich selbst, Freundschaft, nach dem Sinn und einfach allem“, ergänzt Nicole
Matthes lächelnd.
Inklusion
im Blick
Was Inklusion und integrative Pädagogik bedeutet, wird mit
einem Blick auf die Bühne schnell deutlich. Hier kann sich je-
der individuell mit seinen Ideen und Stärken einbringen, un-
abhängig von Alter oder Schulzugehörigkeit. Das Projekt lebt von der Identifika-
tion mit den Figuren und vom Herzblut der Erwachsenen ebenso wie der Kinder,
die mit dem Projekt neues Selbstbewusstsein gewonnen haben. „Sie erhalten
Wertschätzung und sind stolz. Sie fühlen sich als Teil eines Ganzen, eine wichtige
Erfahrung“, betont die Autorin. Allen Beteiligten Raum zu geben und aufge-
schlossen zu sein, ist wichtige Basis
für eine gute Zusammenarbeit. Das
fällt den Machern von „Wolle, Wiwi
und Wawa“ sichtbar leicht. Ehren-
amtlich fördern sie mit dem – in dieser
Form einzigartigen – Buch- und Musi-
calprojekt musikalisch-künstlerische,
integrativ-pädagogische Arbeit auf
spielerische Weise.
Auf der
Zielgeraden
Nur noch wenige
Wochen verblei-
ben, um die Sze-
nen durchzuspielen, am Drehbuch zu feilen und gemeinsam mit dem Ensemble,
dem Chor und der Band zu proben. Aber mit einem Blick auf die weise, gelassene
Ratte Wawa ist sich Nicole Matthes sicher, dass sich die Arbeit lohnen wird. „Das
Publikum wird begeistert sein! Und wir werden Wuwu finden“, verspricht Wawa.
Zu sehen ist das Musical am Samstag, den 27. Juni um 16:00 Uhr an der Elisa­
bethschule in Aichach (St.-Elisabeth-Str. 1, 86551 Aichach) und am Dienstag, den
30. Juni um 19:00 Uhr. (nm) 	 #
Weitere Informationen zum Kinderbuch und den Figuren gibt es auf facebook unter Wolle,
Wiwi, Wawa. Interessierte und Förderer, die das Projekt unterstützen wollen, können sich bei
Nicole Matthes unter kontakt@soziologie-matthes.de oder Tel. 08251 - 88 51 88 melden.
Wiederholer??
14 | region | Stephanie Knauer
Beflügelt übers Meer
Reise-Eindrücke der „Ozeanpianistin“
Stephanie Knauer
U
nser Lebensraum war auf 122 Meter Länge und 18
Meter Breite begrenzt gewesen, strikte Regeln, ein
Common Sense im Miteinander waren für die Bord-
Crew ein Muss. Außerhalb dieser „vier Wände“ gab es meist
nur Wellen, Gischt, endlos Wasser. Abgelegt wurde in Tene-
riffa, mit sonorem Schiffshorn und minutiös pünktlich um
fünf Uhr Nachmittag. Es ist übrigens ein Filmmärchen, dass
Ozeanpianist und Schiff am Ende in die Luft gesprengt wer-
den. Die Sicherheit an Bord ist ein wichtiges Thema. Am ers­
ten Abend erhielten Gäste und Mannschaft – wir nicht zum
letzten Mal – Instruktionen für den Ernstfall und Rettungs-
westen zur Verwahrung in der Kabine. Gegen Seekrankheit
halfen die orangefarbenen Halskrausen allerdings nicht: Der
Atlantik benahm sich zum Einstand eine Nacht stürmisch,
das Gerücht sprach – auch wenn die „alten Hasen“ darüber
lächelten – von sechs Metern Wellenhöhe. Mein Magen gab
dem recht und nach einer kurzen versuchsweisen Rutschpar-
tie auf dem Klavierstuhl (der Steinway-Flügel ist zum Glück
mit einer Stange fest dem Boden verhaftet) fiel die dezente
Live-Untermalung in der Bar „Observation Lounge“ für dies-
mal leider aus. Die gute Nachricht: Der Körper gewöhnt sich
mit der Zeit daran. Außerdem hat der Schiffsarzt wirksame
Mittel parat. Das Leben mit der See ist auf einem Schiff
selbstverständlich. Die Tische haben an den Seiten hoch-
ziehbare Leisten, die bei Wellen ein Abrutschen verhindern.
„Ich habe aus Erfahrung gelernt, die Suppe aus der Tasse zu
trinken“, bemerkte die Dame von der Bord-Boutique lachend.
Das war auf der Fahrt in die Antarktis gewesen. Manche Mit-
arbeiter fuhren auf dem Schiff schon um die Welt. „Man muss
bei der Arbeit mit den Wellen gehen“, sagte die Bedienung
und jonglierte ihr Serviertablett mit bewundernswerter Ge-
schicklichkeit durch die Rollbewegung. Der Kollege am
Jazzpia­no liebte sogar den Wellengang, „je höher desto bes-
ser“, fand er. Tatsächlich lief es am Klavier leichter, sobald
man im Einklang mit den Wogen spielte, sich einließ auf das
Heben und Senken. Es machte sogar regelrecht Spaß. Das
Meer zeigte sich außerdem bald von seiner Sonnenseite und
schillerte wie die Folien- Wasserattrappe der Augsburger
Puppenkiste. Die Cocktailstunde vor dem Abendessen in der
„Observation Lounge“ war mein allabendlicher Arbeitsbeginn.
Leichte Klassik und Operetten-Hits türmten sich zum Noten-
berg, manches Stück erntete sogar „Szenenapplaus“. In dieser
ersten Spielrunde des Abends hörten viele Gäste zu, während
sie aufs Meer und seine vielen Farben sahen. Das Halbrund-
Panorama hier auf dem obersten Deck an der Bug-Seite des
Schiffes war sensationell, das Meer manchmal in fantastische
Sonnenuntergänge à la Turner getaucht. Als das Motorschiff
auf seiner Route einen Abend lang auf der Seine fuhr, links
und rechts Wälder, Wege und vereinzelt ein herrschaftlicher
Landsitz vorbeizogen, war fast jeder Clubsessel besetzt. Da-
bei am Flügel die Stimmung heraus zu spüren und die pas-
sende Musik auszuwählen, weder zu leicht noch zu schwer,
war meine Aufgabe. Wünsche wurden selten geäußert, aber
insel guernsey – Blick aus dem
Garten von Victor Hugo
abendstimmung an Deck der MS
Hanseatic
honfleur – Yachthafen in der Geburtsstadt von Eric Satie
reiseFotos Stephanie Knauer
porträtfoto Christina Bleier
man spürte, wenn etwas gefiel. Das „Wolgalied“ wurde zum
„Jeu fixe“, ebenso „O mio babbino caro“, „Una Mattina“ und
„Amélie“, Favorit des Barchefs. Nach dem Dinner gab es „Musik
nach Tisch“, so stand es täglich auf dem Tagesprogramm, de-
zentes Barpiano von „Autumn Leaves“ bis „Youkali“ zeitgleich
zum mitreißenden Jazz der Bordband in der Tanzbar „Explorer
Lounge“ am anderen Schiffsende, so lange „bis der letzte
Gast geht“, lautete die Anweisung unserer Vorgesetzten. Das
war in der Regel schon um Mitternacht der Fall: Meist waren
für den Folgetag lange Ausflüge ins Land geplant, nach Brüg-
ge, Santiago de Compostela, Marrakesch oder zu Monets Gar-
ten nach Giverny. Die Crew durfte auch, auf eigene Faust, an
Land. Vielgereiste – manche fahren jahrelang zur See – kannten
die meisten Häfen und ihre Spezialitäten schon. Als Neuling
spazierte, sah, bestaunte ich: an der Algarve den Bilderbuch-
strand und „Die letzte Bratwurst vor Amerika“-Bude, in
Malaga das römische Amphitheater, in Rouen die grandiose
Kathedrale Monets und eine quietschgelbe Badeente, echt
antik, als Souvenir nun fröhlich in meiner Augsburger Wanne
treibend, Antwerpens Rubenstriptychen und Schokoladen,
Lissabons legendäre Linie 28, Amsterdams Blumenzwiebeln
und den Winterwunder-Weihnachtsshop, Wasserschildkrö-
ten, Delfine ... Und ein Erlebnis ist es doch, nachts im Bett im
Rhythmus der Wellen gehoben zu werden und wieder zu sen-
ken. Wenn die Motoren flüsterleise werden, ist ihr Rauschen
zu hören, ihr Brechen an die Schiffswand. Vieles wird dann
unwichtig auf dem weiten, blausilbrigen Meer. Unvergess-
liche Eindrücke – die ich gerne wiederholen möchte. 	 #
| region | 15
santiago de compostela
die ms hanseatic vor einer Steilküste. Zur Anlandung stiegen die Passa-
giere in spezielle Schlauchboote um.
porto – Alte Börse
16 | region | Hofberg-Freilichttheater
Die lustigen Weiber von Windsor
Über die Grenzen der Region hinaus bekannt ist das Hofberg-Freilichttheater aus Schilt-
berg. Einheimische sagen kurz und bündig Hofberg und meinen damit zum einen die
Bühne, zum anderen aber auch den Verein. In diesem Jahr dürfen sich die Besucher auf
„Die lustigen Weiber von Windsor“ freuen, eine Komödie von William Shakespeare.
A
lle drei Jahre finden sich die Mitglieder des Hofberg-Frei-
lichttheater-Vereins zusammen, um ein neues Bühnen-
stück einzustudieren. Dabei werden seit rund 20 Jahren
Werke großer Autoren ins Programm genommen wie z. B. 1994
Wilhelm Tell von Friedrich Schiller, 1997 Götz von Berlichingen
von Johann Wolfgang von Goethe oder 2009 Jedermann von
Hugo von Hofmannsthal. Zum wiederholten Mal wurde Shakes­
peare aufgeführt, wie auch heuer mit „Die lustigen Weiber von
Windsor“, einer deftigen Komödie, die das sonst so ehrenhaft
dargestellte Rittertum mal von einer anderen, seiner dunklen
Seite präsentiert. Dieser Aspekt mag auch ein Grund dafür ge-
wesen sein, dass sich das „Stückfindungsteam“ um das für diese
Der Hofberg
Fotos Christoph Weiß
| region | 17
Produktion unter Vertrag genommene, pro-
fessionelle Regisseur-Paar Afra und Hans
Kriss sowie den ersten Vorsitzenden Tobias
Ladewig im Spätsommer letzten Jahres für
das Stück entschied, dessen Sprachwitz und
Komik über 400 Jahre nichts an Esprit ein-
gebüßt hat.
Zur Handlung: Mitten in die idyllisch-länd-
liche, gepflegte Atmosphäre des Provinz-
städtchens Windsor platzt unerwartet Sir
John Falstaff, Ritter seiner königlichen Majestät von England –
leider so gar nicht ritterlich, sondern ein Sauf- und Raufbold, fi-
nanziell abgebrannt und großmäulig. Er will sich sanieren und
zwei ehrenwerte Bürgerinnen zuerst um den Verstand und dann
um ihr Geld bri ngen. Doch die gewitzten Weiber vereiteln den
Plan und bestrafen den dreisten Falstaff durch drei deftige
Streiche. Doch am Schluss heißt es: Ende gut – alles gut.
Dieses Stück, in dem auch Feen und Kobolde ihr Unwesen trei-
ben, stellte besondere Anforderungen an das Bühnenbild. Erst-
mals bilden spezielle, fünf Meter hohe Vorhänge, die an stabilen
Drahtseilen von Turm zu Turm quer über die Bühne gespannt
werden, einen Teil der Kulisse. Hergestellt wurden die Spezial-
vorhänge von einer Friedberger Firma
nach den Vorlagen des Regieteams. Doch
alle übrigen Arbeiten wie das Zusam-
menstellen bzw. Nähen der Kostüme
oder der Aufbau der Bühne werden tradi-
tionell von den Vereinsmitgliedern erle-
digt. Insgesamt stehen heuer rund 60
Darsteller auf der Bühne, „von 4 bis 84
Jahre“, wie Regisseur Hans Kriss bemerkt.
Beim Schlussakt sogar alle zusammen:
„So etwas hatten wir noch nie“. Mitma-
chen dürfen übrigens auch Nicht-Schiltberger, sofern sie dem
Verein angehören. Und woran erkennt man nun die Aktiven (zu-
mindest die Männer) im Vorfeld? An den Vollbärten, die plötzlich
auf vielen Gesichtern sprießen! Echte Bärte sind nämlich von
Vorteil für die Maske, auch wenn sie nicht jeder Mann als ange-
nehm empfindet. Zum Ausgleich trägt deshalb auch der Regis-
seur einen „Solidaritätsbart“, wie er ihn nennt. (hea) 	 #
Informationen und Tickets
www.hofberg-freilichttheater.de
Saison 2015
Freitag 19. Juni bis Samstag 18. Juli · Spielbeginn jeweils 21:00 Uhr
Hofberg-Freilichttheater Schiltberg e.V.
Am Hofberg 1 · 86576 Schiltberg
18 | region | augsburger Wassertage
Augsburger Wassertage
Industriekultur, Marionetten
und Shakespeare auf dem Weg
zum Welterbe
Bei den zum dritten Mal organisierten „Augsburger Wassertagen“ können erneut Was-
serwerke und Wasserkraftwerke, Brunnenfiguren im Maximilianmuseum und Bäche im
Stadtwald Augsburg besucht und besichtigt werden.
A
ugsburgs historische Wasserwirtschaft könnte schon
2019 einen Platz auf der UNESCO-Welterbeliste ein-
nehmen. Hochoffiziell und Schwarz auf Weiß hat die
Stadt diese Nachricht vor kurzem erhalten. Das macht die
Denkmäler der Wasserwirtschaft aktuell noch etwas span-
nender. Doch das Programm bietet auch Neues: Shakespeare
im Wasserturm und die „Wasserspiele“ der Marionetten im Mu-
seum der Augsburger Puppenkiste. Jeweils verschiedene Pro-
grammpunkte finden bis Oktober an jedem ersten Sonntag im
Monat und einigen weiteren Terminen statt.
Selbst die „Stars an Fäden“ werben jetzt für
Augsburgs historische Wasserwirtschaft: Die
Sonderausstellung „Wasserspiele – Marionet-
ten als Kulturbotschafter“ gehört sicher zu
den Programmhöhepunkten der diesjährigen
„Augsburger Wassertage“. Dass die Schau
im Puppentheatermuseum „die kiste“, die Ma-
rionetten mit Themen der Augsburger Was-
serwirtschaft zusammenbringt, unter der
Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission steht,
hält Augsburgs Tourismusdirektor Götz Beck für „ein ganz
starkes Signal“. Der Chef der Regio Augsburg Tourismus GmbH,
die an den ersten Sonntagen der Monate Mai bis Oktober jeweils
von 10:00 bis 16:00 Uhr durch die Wassertürme am Roten Tor
führt, hat sogar Shakespeare bemüht, um für Augsburgs Kultur-
und Technikerbe zu werben. An mehreren Abenden im Juli – Pre-
miere ist der 3. Juli – wird die Theatergruppe Bluespots Produc-
tions Romeo und Julia im Großen und im Kleinen Wasserturm bei
einer experimentellen Inszenierung lieben und sterben lassen.
Was sonst so läuft rund um Augsburgs Wasser, zeigt die Pro-
grammbroschüre, die nicht zuletzt mit Unterstützung durch
die Stadtwerke Augsburg gestaltet wurde. Die Stadtwerke
bieten den bislang meistbesuchten Programmpunkt der
bereits 2013 und 2014 organisierten Wassertage an: Das
historische Wasserwerk am Hochablass ist schließlich ein in-
ternational bedeutendes Denkmal der Industriekultur. Tou-
rismusdirektor Götz Beck freut sich darüber hinaus, dass ver-
schiedenste Veranstalter mit breit gefächertem Angebot
Augsburgs historische Wasserwirtschaft auf ihrem Weg zum
Welterbestatus unterstützen: Das Schwäbische Handwer-
kermuseum zeigt den Kastenturm, das Maximilianmuseum
informiert zu den Monumentalbrunnen, Kraftwerksbetreiber
Franz Winter gewährt Einblicke in
zwei historische Wasserkraftwerke,
Hausherr Kurt Idrizovic öffnet die
Tür zum Unteren St.-Jakobs-Wasser-
turm, der Landschaftspflegeverband
Stadt Augsburg führt zu Fuß oder per
Rad zum Wasser im Stadtwald Augs-
burg. Neben anderen Augsburger
Veranstaltern beteiligen sich erneut
Einrichtungen aus dem Landkreis
Augsburg an den Wassertagen: Bis
Oktober öffnet jeden ersten Sonntag das Lechmuseum Ba-
yern im historischen Wasserkraftwerk der LEW in Langweid
die Pforten. Und das Klostermühlenmuseum Thierhaupten
informiert zur Mühlentechnik. In der Unteren Mühle an der
Friedberger Ach hat Museumsleiterin Claudia Drachsler an-
lässlich der anstehenden Welterbe-Bewerbung sogar eine
neue Ausstellung zur Geschichte der Wasserkraft eingerich-
tet, die erstmals im Rahmen der „Augsburger Wassertage“
besichtigt werden kann.
Erhältlich ist die Programmbroschüre unter anderem bei
der Tourist-Information der Regio Augsburg Tourismus
GmbH, im Kundencenter der Stadtwerke Augsburg und an
vielen weiteren Verteilstellen.
Das vollständige Programm ist im Internet unter
www.augsburg-tourismus.de/welterbe zu finden. 	 #
fotos Christian Stachulla
In den neuen Räumen im Gesundheitszentrum
am Vincentinum können Frau Dr. Ahr und ihr
Team den Patienten eine augenärztliche Kom-
plettversorgung auf höchstem Niveau bieten: in
vier modern ausgestatteten Sprechzimmern mit
Sehschule, einem Voruntersuchungsraum sowie
einem Raum für die Lasertherapie am Auge und
für Gefäßuntersuchungen am Augenhintergrund.
Neben dem breiten Spektrum der konservativen
Augenheilkunde und der wichtigen modernen
Spezialdiagnostik werden hier Laserbehand-
lungen durchgeführt. Ambulante und stationäre
Operationen erfolgen im gleichen Haus im OP-
Zentrum des Gesundheitsparks Vincentinum.
Grauer Star
Bei einem Grauen Star lässt die Sehschärfe nach,
die Blendempfindlichkeit nimmt zu und die Pa-
tienten sehen alles nur noch wie durch einen
grauen Schleier: Der Graue Star (Fachausdruck:
Katarakt) hat sich gebildet. Die bisher klare Au-
genlinse ist durch das Alter trüb geworden, die
Sicht verschwimmt.
Normalerweise wird der Graue Star bei einer
meist ambulant durchgeführten Operation be-
seitigt. Der Augenchirurg entfernt die trübe
Linse und ersetzt sie durch eine künstliche. Die
Patienten können meist nach kurzer Zeit wieder
klar und scharf sehen. Manche Patienten werden
jedoch für eine Operation am Grauen Star statio-
när aufgenommen: „Dies trifft für Menschen zu,
die beispielsweise nur ein Auge haben oder de-
nen aufgrund ihrer körperlichen Verfassung das
für die Nachsorge wichtige Eintropfen von Medi-
kamenten ins Auge nicht möglich ist“, so Dr. Ahr.
Grüner Star
Der Grüne Star entsteht aufgrund von Durchblu-
tungsstörungen und Schäden an den Nervenzel-
len der Netzhaut und am Sehnerv. Ursache ist oft
ein erhöhter Augeninnendruck.
„Wenn drucksenkende Augentropfen nicht helfen
oder der Patient die Tropfen nicht verträgt und
auch kleinere Lasereingriffe keine Fortschritte
bringen, muss in der Regel operiert werden. Mit
einem modernen mikrochirurgischen und be-
sonders sanften Verfahren können die Folgen
des Grünen Stars erfolgreich bekämpft werden“,
berichtet Frau Dr. Ahr. Besonders wichtig ist ein
rechtzeitiges Erkennen dieser Krankheit. Deshalb
sollte ab dem 40. Lebensjahr der Augeninnen-
druck einmal jährlich kontrolliert werden.
Altersblindheit
Bis vor wenigen Jahren galt die gefährliche
feuchte Form der Makuladegeneration – auch Al-
tersblindheit genannt – als unheilbar.
Dr. Ahr:„Es gab verschiedene Ansätze, jedoch kei-
ne Möglichkeit, das Augenlicht bei dieser Krank-
heit zu erhalten oder gar eine Verbesserung der
Sehkraft bei den Patienten zu erreichen.“ In-
zwischen gibt es eine Chance für Patienten mit
diesem Krankheitsbild: die Injektion von Anti-
körper-Medikamenten in den Augapfel. „Dieser
Eingriff wird in unserer Klinik unter sterilen Be-
dingungen vorgenommen und ist für den Pati-
enten nahezu schmerzfrei.“
Netzhaut-Glaskörper-Erkrankungen
Es gibt zahlreiche Erkrankungen der Netzhaut,
die mit medikamentösen Verfahren allein nicht
ausreichend behandelt werden können. Hierzu
gehören beispielsweise die Netzhautablösung,
eine Bildung von Membranen auf der Netzhaut,
Löcher an der Stelle unseres schärfsten Sehens
oder eine Einblutung in den Glaskörper, die häu-
fig bei Diabetikern auftritt. Unbehandelt führen
diese Krankheiten oft zu einer starken Beein-
trächtigung des Sehvermögens oder gar zur Er-
blindung.
Dr. Ahr: „Mit einer sogenannten ‚Vitrektomie‘
können wir heute viele Betroffene erfolgreich be-
handeln.“ Als Gold-Standard hat sich in diesem
Bereich die minimalinvasive Netzhaut-Glaskör-
per-Chirurgie etabliert. Der Eingriff ist für den
Patienten um ein Vielfaches angenehmer, da bei
diesem Verfahren mit einem Schnitt im Millime-
terbereich gearbeitet wird und keine schmerz-
hafte Naht am Auge die Wunde verschließt.
Ebenso wird das Infektionsrisiko enorm reduziert.
Frau Dr. Ahr führt am Vincentinum Netzhaut-
Glaskörper-Operationen durch – sowohl Routi-
neeingriffe als auch komplizierte Operationen –
und steht ihren Patienten somit vor und nach der
Operation kompetent zur Seite.
Der Traum von einem „Leben ohne Brille“
Das Behandlungsspektrum des MVZ Augenheil-
kunde wurde kürzlich erweitert: Durch die Kor-
rektur von Fehlsichtigkeiten kann Interessierten
der Traum von „einem Leben ohne Brille“ mit
einem hochmodernen 3-D-Femto-Sekundenlaser
erfüllt werden.
Frau Dr. Ahr:„Hierbei wird auch der Schnitt in der
Hornhaut mit dem Laser – statt wie früher mit
einem Mikrokeratom (Messer) – durchgeführt.
Die Behandlung von Fehlsichtigkeiten wird damit
noch exakter, schonender und sicherer.“
Das 2013 gegründete Medizinische Versorgungszentrum Augsburg für Augenheilkunde, Anästhesie
und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie hat bereits im letzten Jahr dank seiner neuen Ärzt-
lichen Leiterin, Frau Dr.Waltraud Maria Ahr, sein Behandlungsspektrum stark erweitert.
Sehen ist Leben
Nutzen Sie die Spezialsprechstunde!
Frau Dr. Ahr steht den Patienten in einer wöchentlichen Spezialsprechstunde zur Verfügung.
Sie berät Interessierte zu all diesen Themen und auch zu den sogenannten Premiumlinsen,
die bei einer Operation des Grauen Stars eingesetzt werden können. Sie korrigieren unter
anderem Hornhautverkrümmungen oder auch die Altersweitsichtigkeit.
Anzeige
Frau Dr. med. Waltraud Ahr
ist Spezialistin für Katarakt-
chirurgie (Grauer Star) und für
die Behandlung von Netzhaut-
Glaskörper-Erkrankungen.
Das komplette Spektrum der
Augenheilkunde unter einem Dach!
Das MVZ Augenheilkunde in neuen Räumen im Gesundheitszentrum am Vincentinum
MVZ Augsburg
Augenheilkunde – Anästhesie –
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
Vinzenz-von-Paul-Platz 1 | 86152 Augsburg
fon 0821-650540-0 | fax 0821-650540-198
20 | bild des monats
Grau und trüb und immer trüber
Kommt das Wetter angezogen,
Blitz und Donner sind vorüber,
Euch erquickt ein Regenbogen.
Regenbogen
über den Hügeln einer anmutigen Landschaft Frohe Zeichen zu gewahren
Wird der Erdkreis nimmer müde;
Schon seit vielen tausend Jahren
Spricht der Himmelsbogen: Friede.
| bild des monats | 21
Gedicht Johann Wolfgang von Goethe
Foto Mike Mareen / fotolia.com
Aus des Regens düstrer Trübe
Glänzt das Bild, das immer neue;
In den Tränen zarter Liebe
Spiegelt sich der Engel – Treue.
Wilde Stürme, Kriegeswogen
Rasten über Hain und Dach;
Ewig doch und allgemach
Stellt sich her der bunte Bogen.
22 | GENUSS | Schwedischer Inselsommer
D
er Sommer hat in Schweden etwas Magisches und ist
die schönste Zeit des Jahres. Da das Klima in Skandi-
navien rau und die Winter kalt und lang sind, wissen
die Nordmenschen den Sommer umso mehr zu schätzen und
verbringen ihn so viel es geht im Freien. Dem Sommer zu Eh-
ren feiern sie das Mittsommerfest, das in der Rangliste der
nationalen Feiertage gleich nach Weihnachten kommt. Mitt-
sommer wird traditionell rund um den 24. Juni gefeiert, wenn
die Tage so lang sind wie zu keiner anderen Zeit im Jahr. Dann
geht die Sonne niemals unter und die Blumen strahlen mit
dem Planeten um die Wette. Wenn Kinder mit bunten Blu-
menkränzen im Haar ausgelassen um die Mittsommerstange
tanzen und die Erwachsenen gemütlich unter mit Girlanden
behangenen Bäumen sitzen, dann weht ein Hauch von Buller-
bü durch die Festgesellschaft.
Schwedischer Inselsommer
Eine Einladung zum Mittsommerfest
Feiern, Tanzen, Schlemmen, Geschichten-Erzählen – die Schweden lieben es,
gemeinsam mit Familie und Freunden lange Sommer­tage unter freiem Himmel
zu verbringen. Unsere schwedischen Rezepte vermitteln Ihnen einen roman-
tischen Traum vom Sommer in Schweden. Einfach herrlich!
Text Stefanie Grindinger
fotoS feferoni, Piotr Wawrzyniuk / fotolia.com
Natürlich ist die Tafel reich gedeckt. Schweden sind echte
Genießer und schätzen vor allem den sozialen Aspekt am Ko-
chen. Essen bereichert das Leben und macht jeden Geburts-
tag, jedes Fest und sogar jeden regenverhangenen Tag zu
etwas Besonderem. Ein traditionelles Gericht an Mittsom-
mer ist eingelegter Hering („Sill“), der mit Frühkartoffeln,
Frühlingszwiebeln und saurer Sahne serviert wird. Doch
auch knackige Sommersalate, frisch gebackenes Brot, herz-
hafte Tartes, köstliche Obstkuchen und viele Speisen mehr
sind fester Bestandteil eines Mittsommerfestes. Wie auch
das ein oder andere Gläschen Kräuterschnaps. Die Schweden
sind ein trinkfestes Völkchen. Alle Speisen werden auf den
Tisch gestellt und jeder bedient sich nach Lust und Laune.
Nicht nur die Kinder freuen sich auf die süßen Erdbeeren mit
Sahne, die es zum Nachtisch gibt.
| GENUSS | 23
Feiern unter
freiem Himmel
Im August steht ein
weiteres wichtiges
Fest im Kalender
eines jeden Schweden: „kräftskiva“, das
alljährliche Flusskrebsessen. Die Fluss-
krebse werden mit reichlich Dill in Salz-
wasser gekocht und kalt verzehrt. Alle
Menschen tragen lustige Hüte und Klei-
dung mit Krebsmotiven und skandieren
Trinksprüche wie „Ein Krebs, ein Schnaps,
ein Lied!“. Diese Tradition ist Ihnen viel-
leicht aus Astrid Lindgrens Büchern über
Michel aus Lönneberga bekannt: An
einem lauen Spätsommerabend ziehen
Michel und Alfred feierlich los und fangen
Krebse über Krebse.
Heutzutage fangen die wenigsten Schwe-
den die Schalentiere noch selbst; wegen
einer Flusskrebspest sind in schwedischen
Gewässern kaum noch einheimische
Krebse zu finden. Diese werden heute
größtenteils importiert oder tiefgefroren
gekauft. Um den verbliebenen Bestand
zu schützen, dürfen die Krebse auch nur
in einem sehr beschränkten Zeitfenster
gefangen werden. Auch wenn das Krebs-
fest eher eine familiäre Veranstaltung ist,
finden rund um den Vättern, den zweit-
größten See Schwedens, zahlreiche öf-
fentliche Krebsfeste statt. Wer als Tou-
rist die Möglichkeit hat, an einem echten
„kräftskiva“ teilzunehmen, sollte sich die
Gelegenheit nicht entgehen lassen.
Frisches von
Wald und Wiesen
Die schwedische
Küche ist ungekün-
stelt und unkompli-
ziert – ländliche Hausmannskost, wenn
man so will. Die Zutaten sind zwar in
aller Regel einfach – Wild, Hackfleisch,
Fisch, Kartoffeln, Gemüse, Pilze –doch
stets bester Qualität. Wenn man
Schweden nach ihrer Leibspeise fragt,
wird die Antwort wohl in neun von zehn
Fällen „husmanskost“ lauten. Typisch
schwedisch sind alle Arten von „bullar“,
Frikadellen aus Fisch („fiskbullar“) oder
Fleisch, die berühmten „köttbullar“.
Durch die Omnipräsenz von Süß- und
Salzgewässer kommt viel frischer Fisch
auf den Teller, oftmals Hering, Dorsch
und Lachs. Schweden ist mit einer Kü-
stenlänge von über 3.200 Kilometern ein
wahres Paradies für Angler. Die traditi-
onellen Gerichte unterscheiden sich da-
bei von Region zu Region. So hat sich
beispielsweise die Insel Gotland im Bal-
tischen Meer einen Namen für Lamm-
fleisch, Wein und Trüffel gemacht, wäh-
rend für den hohen Norden Gebirgsfisch,
Moltebeeren, Rentierfilet und würziger Käse charakteristisch sind.
Die Schweden haben eine ausgesprochene Schwäche für Süßes und Backwaren aller
Art. Zu Kaffee und Tee am Nachmittag dürfen Zimtschnecken nicht fehlen – ein
Hochgenuss, der seinesgleichen sucht! Die Zimtschnecken sind sogar so beliebt,
dass sie seit 1999 einen eigenen Feiertag haben, den „kanelbullens dag“ am 4. Okto-
ber. In Lebensmittelläden stapeln sich in langen Regalen Weingummis, Bonbons,
Schokolade und andere Süßigkeiten. Um den übermäßigen Verzehr einzuschränken,
haben viele schwedische Familien den „godisdag“ eingeführt. Nur an diesem Wochen-
tag dürfen Kinder – und Erwachsene – ihre heiß geliebten Süßigkeiten naschen.
Schweden sind Meister der Vorratshaltung. Früher, als jeder Haushalt sich noch
selbst versorgte und es keine Supermärkte gab, waren Vorräte überlebenswichtig,
um die langen Wintermonate zu überstehen. Viele schwedische Familien hatten be-
reits in den 1950er Jahren eine Tiefkühltruhe. Diese Gewohnheit hat sich bis heute
gehalten. Hinzu kommt, dass man in Schweden durch das so genannte Jedermanns-
recht prinzipiell alles mit nach Hause nehmen darf, was in der Natur gerade wächst.
Dazu gehören vor allem Kräuter, Pilze und Beeren aller Art, die verarbeitet und in
Form von schmackhaften Gelees, Marmeladen oder Likören haltbar gemacht wer-
den. Auf diese Weise bannen die Schweden den viel zu kurzen Sommer in Gläser und
freuen sich an seinen köstlichen Schätzen. Bis zum nächsten Sommer! 		 #
Buch-Tipp
Hannah Widell, Amanda Schulman
Schwedischer Inselsommer.
Unsere Lieblingsrezepte
Zeit haben, Familie und Freunde um sich haben,
draußen sein, gemeinsam schlemmen: Hannah,
Amanda und ihre Familien laden Sie in ihr Som-
merhaus auf Gotland ein und bringen Ihnen in
einem unvergleichlichen Sommer schwe-
disches Lebensgefühl nahe. Da wird gemütlich
gefrühstückt, es gibt ein Picknick mit den
Kindern am Strand, die Männer grillen und ge-
meinsam wird das große Büffet für das Mitt-
sommernachtsfest aufgebaut.
Preis 19,99 €
Bassermann Verlag
ISBN 978-3-572-08184-4
www.randomhouse.de/bassermann
Lauwarmer Rote-Bete-Salat
mit Ziegenkäse
Zutaten für 8 – 10 Personen
Für den Salat
1 kg Rote Bete + 250 g frischer grüner Spargel + 100 g
frische Brechbohnen + 50 g Pinien- oder Haselnusskerne + Oli-
venöl, zum Braten + 70 g Rucola + 70 g Babyspinat + 250 g
Ziegenkäse
Für das Dressing
90 ml Olivenöl + 2 EL Balsamico-Creme + 1 EL Honig + ita­
lienische Salatkräuter + Kräutersalz + schwarzer Pfeffer
Zubereitung
# Die Rote Bete in einem großen Topf garen. Die Garzeit
hängt von ihrer Größe ab – wenn sie sich beim Einstechen
weich anfühlen, sind sie gar. Die Rote Bete unter kalt flie-
ßendem Wasser schälen und in Stücke schneiden.
#  Spargel und Bohnen in mundgerechte Stücke schneiden. Mit
den Kernen in einer heißen Pfanne mit Olivenöl anbräunen.
#  Rucola und Spinat auf einer großen Platte oder in einer Sa-
latschüssel anrichten. Rote Bete, Spargel, Bohnen und Kerne
hinzufügen. Den Ziegenkäse zerbröckeln und über den Salat
streuen.
#  Für das Dressing Öl, Essig und Honig verquirlen. Mit Salat-
kräutern, Kräutersalz und Pfeffer würzen und den Salat mit
dem Dressing beträufeln.
Krebsküchlein
mit Dillmayo
Zutaten für 6 Stück
Für die Krebsküchlein
450 g Krebsfleisch oder Surimi, klein geschnitten + 4 Stän-
gel Dill, gehackt + 1,5 EL Mayonnaise + 1 TL Tabasco oder
nach Geschmack Saft von 1⁄2 Zitrone + 1 Ei + etwas Salz
Semmelbrösel + Butter, zum Braten
Für die Dill-Mayonnaise
3 Knoblauchzehen, zerdrückt + 3 Eigelb + 2 TL Weißwein-
essig + 270 ml Raps- oder Maiskeimöl + einige große Dill-
stängel + Salz und Pfeffer
Zubereitung
# Krebsfleisch, Dill, Mayonnaise, Tabasco, Zitronensaft, Ei
und Salz in einer Schüssel verrühren. 30 Minuten in den Kühl-
schrank stellen.
# Die Masse zu 6 Kugeln formen und vorsichtig ein wenig
flach drücken. In Semmelbröseln wenden und behutsam in
Butter braten. Mit der Dill-Mayonnaise servieren.
#  Für die Dill-Mayonnaise Knoblauch, Eigelb, Essig, Salz und
Pfeffer in einer Schüssel mit einem Handmixer verrühren. Un-
ter Rühren nach und nach das Öl eingießen. Kurz vor dem Ser-
vieren den frisch geschnittenen Dill unterrühren.
24 | GENUSS | die küche perus · rezepte24 | GENUSS | Schwedischer Inselsommer – rezepte
Milchreiskuchen
mit Konfitüre und Sahne
Zutaten für 6 – 8 Personen
Für den Milchreis
1 l gekochter Milchreis + 65 g ganze Mandeln + 150 g Sahne
3 Eier + 1 TL Vanillezucker + 1⁄2 g Safranfäden + 3 EL Zu-
cker + Butter für die Form
Zum Servieren
Schlagsahne + Beerenkonfitüre
Copyright
© Amelia Widell, „Schwedischer Inselsommer“ / Bassermann Verlag
Zubereitung
#  Den Milchreis nach Packungsanleitung garen.
# Den Backofen auf 175 °C vorheizen. Wasser in einem Topf
aufkochen und die Mandeln darin ein paar Minuten kochen.
#  Unter kaltem Wasser abschrecken, häuten und fein hacken.
Mandeln, Sahne, Eier und Vanillezucker unter den Milchreis
mengen. Safran und Zucker mischen und unter die Masse
rühren. Den Teig in einer eingefetteten Auflaufform etwa 20
Minuten backen.
# Den Milchreiskuchen mit Schlagsahne und Konfitüre servieren.
| GENUSS | 25
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26 | GENUSS | Wildkräuter
D
ie heimische Natur ist voller wertvoller Kräuter. Sie
wachsen unerkannt direkt vor der Haustüre, im eige-
nen Garten, auf der Nachbarwiese, am Wegesrand
oder im nächsten Wald. Gertraud Schachtner kennt die Kräu-
tervielfalt und pflegt traditionelles Wissen, das zunehmend
in Vergessenheit gerät. In den Augen der Kräuterpädagogin
gibt es kein Unkraut: „Jede Pflanze erfüllt einen Zweck.“ Und
viele davon seien zum Wohle des Menschen einsetzbar – die-
nen der Gesundheit oder dem Genuss. Man muss es nur wis-
sen. Für Gertraud Schachtner ist jeder Spaziergang eine
Kräuterwanderung. Immer wenn sie das Haus verlässt, hat
sie eine Tüte mit dabei. „Neun Monate im Jahr gehe ich ge-
bückt und drei Monate lang aufrecht.“ Ähnlich wie ein Pilz-
sammler hat auch die Kräuterpädagogin ihre Stammplätze.
Der Natur aufder Spur
Viele Pflanzen, die gemeinhin für Unkraut gehalten und achtlos entfernt werden,
haben sogar großen Nutzen: Brennnessel, Giersch  Co. enthalten gesundheits­
fördernde, heilende Wirkstoffe und eignen sich hervorragend zum Kochen. Gertraud
Schachtner aus Wolnzach ist Kräuter-Expertin. Die 59-Jährige ist staatlich zertifizierte
Kräuterpädagogin und hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Menschen die Schätze
der Natur aufzuzeigen.
Essbare Wildkräuter, Blumen und Pflanzen für die sommerliche Küche
Text + fotos Stefanie Grindinger
Doch sie gehe nie auf die Suche nach bestimmten Kräutern.
„Das, was kommt, das ist“, sagt sie.
Mit viel Engagement, Herzblut und Charme veranstaltet Ger-
traud Schachtner von Frühjahr bis Herbst Kräuterwande-
rungen. Sie geht mit Kleingruppen hinaus in die Natur und
öffnet ihnen die Augen für die Wildpflanzen unserer Heimat.
Man erfährt Standorte, Erkennungsmerkmale und Einsatz-
möglichkeiten. Dabei werden alle Sinne berührt: Man sieht,
man fühlt, man riecht, man schmeckt. So zerreiben Teilneh-
mer zarte Blätter zwischen den Fingern, um die ätherischen
Öle freizusetzen. Im Anschluss an die Wanderung findet eine
Verkostung mit selbst gemachten Speisen und Getränken
statt, die Gertraud Schachtner mit viel Liebe zum Detail an-
richtet: eine würzige Schafgarben-Beifuß-Butter, Wildkräu-
Gertraud Schachtner: Das Johanniskraut hat um Johanni herum
Hoch-Zeit und gilt als „Sonnenschein für die Seele“.
| genuss | 27
Schafgarben-BeifuSS-
Butter
mit Rosenpfeffer
Zutaten
250 g Butter + 1 Handvoll
junge Schafgarbenblätt-
chen und geschlossene
Blütenköpfchen + 1 Hand-
voll junge Beifußknospen
und Blättchen + 4 EL Rosenpfeffer (im Handel als „Rosa
Beeren“ erhältlich) + 1 EL Zitronenöl + 1 Prise Salz + et-
was Pfeffer + 1 Prise Zucker + nach Geschmack eine halbe
Knoblauchzehe oder junge Knoblauchraukeblätter + ein
paar Blüten und Blätter für die Dekoration
Zubereitung
#  Butter bei Zimmertemperatur mit einer Gabel zerdrücken.
#  Die Wildkräuter waschen und fein hacken bzw. bei der
Schafgarbe die Fiederblätter vom Stängel abstreifen, so-
fern die Blättchen bereits kräftiger sind, unter die Butter
mengen.
#  Rosenpfeffer hinzugeben und mit Zitronenöl, Salz, Pfef-
fer und Zucker abschmecken, Knoblauch hacken oder zerdrü-
cken bzw. Blätter der Knoblauchrauke klein schneiden, zuge-
ben.
# Butter in kleinen Gläschen anrichten, mit Rosenpfeffer,
Blüten und Blättern verzieren.
# Die Kräuterbutter hält sich im Kühlschrank einige Tage
und passt auch gut zu Gegrilltem.
terquark, Quinoa mit Laubkraut oder Brennnessel-Quiche, daneben
ein wilder Blumenstrauß. Dazu gibt es duftendes Brot aus dem eige-
nen Holzofen, der bei den Schachtners auf der Terrasse steht.
„Wenn alle gegangen
sind, bin ich kaputt,
aber zufrieden.“
Über die Brennnessel erfährt man zum
Beispiel, dass sie sich dank ihres ange-
nehm nussigen Geschmacks hervorra-
gend zum Kochen eignet. Sie verfeinert
unter anderem Suppen, Knödel, Spätzle und Gebäck. „Außerdem ist
die Brennnessel gut für den Mann“, verrät Gertraud Schachtner mit
einem Augenzwinkern. Ebenso verkannt ist der Giersch; dank seines
kräftigen Geschmacks, der zwischen Gelbe Rüben und Petersilie
liegt, ist der junge Giersch bei Gertraud Schachtner häufig im Koch-
topf zu finden. Sie bevorzugt junge, zarte Blättchen und nimmt sie
nie pur her, sondern als raffinierte Zutat.
Die leidenschaftliche Köchin liebt es zu experimentieren und stellt
Liköre, Essigzubereitungen, Chutneys, Brotaufstriche, Salze, Senf
und vieles mehr zur Verkostung her. Die Kreativität der 59-Jährigen
kennt dabei keine Grenzen. „Die Ideen kommen mir einfach so“, ver-
rät sie, oftmals beim Spazieren-Gehen, inspiriert von der Natur. Au-
ßergewöhnlich sind nicht nur die Namen, sondern auch die Zutaten.
In der Essigzubereitung „Brennende Liebe“ hat sie beispielsweise
Brennnessel und Klatschmohnblütenblätter kombiniert. Der Name ist
hierbei übrigens Programm, denn beide Pflanzen haben laut Gertraud
Schachtner eine aphrodisierende Wirkung. Im „Dirndllikör“ ist die Kor-
nelkirsche enthalten, während die „Wilde Herbstimpression“ unter an-
derem mit Vogelbeeren, Hagebutten, Brombeeren und Holler einen
Querschnitt der herbstlichen Hecke darstellt.
Neueste Kreation ist der Hopfen-Senf, der die Hopfen-Kollektion
mit Essig, Öl, Salz und Likör vervollständigt – eine Hommage an ihre
Heimat, die Hallertau. Unzählige Versuche seien nötig gewesen, bis
der Senf so richtig gepasst habe, sagt Gertraud Schachtner. Erst
wenn das Geschmackserlebnis rundum perfekt ist und ein Erzeugnis
zu vielem passt, also zu Brot, Käse, Fleisch, Gemüse, gibt sich die
Perfektionistin zufrieden. „Das Schöne am Hopfen ist seine beruhi-
gende Wirkung“, weiß Gertraud Schachtner. Ihren Hopfenlikör hat
sie denn auch „Betthupferl“ getauft – bei Schlafproblemen wirke er
Wunder. Einige ihrer Erzeugnisse bietet sie in ihrem Treppenhaus-
Laderl an – in kleinem Rahmen und nur solange der Vorrat reicht.
„Das ist mein
Leben!“
Gertraud Schachtner hat die Liebe zur Natur ge-
wissermaßen mit in die Wiege gelegt bekommen.
Ihre Eltern seien beide sehr naturverbunden ge-
wesen, doch am meisten wurde sie von ihrer Großmutter mütterli-
cherseits geprägt. „Meine Oma hatte gegen jedes Zipperlein ein Heil-
kraut. Ein Fläschchen Arnika-Tinktur stand immer bei ihr im Schrank“,
erzählt Gertraud Schachtner. „Die Kräuterpädagogik hat mein Leben
rund gemacht und ist für mich Berufung, Erfüllung und Entspannung zu-
gleich. Das ist mein Leben!“		#
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Biergarten und Sonnenterrasse
28 | region | biergarten-tipps
Biergarten-Tipps
Persönlichkeiten aus Bayerisch-Schwaben und dem Fünfseenland
verraten uns und Ihnen ihre Lieblings-Biergärten
Michael Ramstetter
Medienberater aus Starnberg
„Mittendrin und trotzdem immer besonders ge-
mütlich: Der kleine Biergarten der Schloss-
gaststätte Leutstetten zwischen Gauting
und Starnberg. Zu Fuß, mit dem Fahrrad, auch
mit dem Auto problemlos aus allen Himmels-
richtungen erreichbar, lädt der Garten vor der
Schlossgaststätte unter alten Kastanien zum
schattigen Verweilen ein. Gleich gegenüber
dem Familiensitz der Wittelsbacher Luitpold
von Bayern und seiner Familie wird das könig-
liche Bier aus der Schlossbrauerei Kaltenberg
ausgeschenkt. Dazu kann sich der Besucher an
Ständen mit Radi, Brezeln und dem einen oder
anderen bayerischen Schmankerl und son-
stigen Biergarten-Klassikern zu zivilen Prei-
sen versorgen. Auch wenn Sie Ihre Brotzeit
von zu Hause selber mitbringen, stört dies an
den fest installierten Biertischen niemanden.
Es herrscht meist eine gelassene, fröhliche
Stimmung und wenn Sie Glück haben, treffen
Sie dort auch den einen oder anderen Spieler
des FC Bayern. Die haben diesen Biergarten
auch längst als Ihren Geheimtipp entdeckt ...”
Schlossgaststätte Leutstetten
Altostraße 11 · 82319 Starnberg
Tel. 08151 - 81 56
www.hs-gaststaetten.de
Dr. Manfred Frei
Initiator der Reihe
„All that Jazz @ Starnberg“
Foto Tobias Vetter
„Die Straße, die zum „Forsthaus am See“ führt,
ist so klein, dass man sie fast übersieht. Man
fährt durch eine parkähnliche Landschaft und
gelangt zum Ufer des Starnberger Sees: Hier
ist nicht nur ein bekanntes Restaurant mit
ausgewählter Küche, sondern auch ein gemüt-
licher Biergarten mit Selbstbedienung. Man
sitzt direkt am Wasser unter großen Sonnen-
schirmen. Der kleine Hafen mit den schönen
Booten gibt mediterranes Flair, aber im Hin-
tergrund sieht man eine prächtige, sehr baye-
rische Kulisse: Der See, die Roseninsel und die
herrliche Alpenkette. In dieser Umgebung las-
sen sich wunderbar ein kühles Weißbier und
ein Brotzeitteller genießen.“ 
Forsthaus am See
Am See 1 · 82343 Possenhofen-Pöcking
Tel. 08157 - 93 01 - 0
www.forsthaus-am-see.de
Heinz Stinglwagner
Citymanager Augsburg
„Wenn ich mal am Wochenende Pause von der
Augsburger Innenstadt machen möchte, fahre
ich nach Aichach-Unterschneitbach zum Bier-
garten der „Grubetfreunde“. Dieser urgemüt-
liche Biergarten ist inmitten eines Natur-
schutzgebietes, eines herrlichen Waldes und
auf einer tollen Anhöhe gelegen. Super selbst-
gemachte Brotzeiten, aber auch Kaffee und
Kuchen laden zum Verweilen ein. Die Kinder kön-
nen bedenkenlos herumtollen – und wenn das
Baucherl voll ist, dann sorgt ein ausgiebiger Spa-
ziergang auf dem Walderlebnispfad für Entspan-
nung. Übrigens: Am 7. und 8. August organisieren
die Grubetfreunde wieder den „Stereo-Wald“,
eine tolles Open Air mitten im Grün.“ Geöffnet:
samstags ab 11:00 Uhr, sonntags ab 10:00 Uhr, in
den Ferien auf Anfrage.
Grubetfreunde Aichach e.V.
Grubet 1 · 86551 Aichach
Tel. 08251 - 33 55
www.grubetfreunde.de
| region | 29
Konstantin Fritz
Kulturmanager
„Der Biergarten vom „Oberen Wirt zum Queri“ ist
einer der schönsten und idyllischsten im Fünf-
seenland. Er liegt leicht erhöht im Zentrum
des kleinen Ortes Frieding bei Andechs, statt-
liche Kastanien spenden Schatten. Von hier
hat man einen herrlichen Blick auf die nahe
Hochebene mit ihren Feldern und vereinzelt
stehenden, alten Bäumen. Am Horizont kann
man den Ammersee erahnen und sieht bei
schönem Wetter einen Sonnenuntergang fast
wie in der afrikanischen Savanne. Das Essen
ist ausgezeichnet, die Bedienung freundlich,
die Preise etwas teurer als anderswo – dafür
gibt’s aber auch Bio-Angusrind aus der eige-
nen Zucht. Eine Bronzestatue erinnert an den
bayerischen Dichter Georg Queri, der einst
hier im jetzigen Gasthaus geboren wurde.“ 
„Der Obere Wirt” zum Queri
Georg-Queri-Ring 9
82346 Andechs – Frieding
Tel. 08152 - 91 83 - 0
www.queri.de
Gerhard Reiter
Geschäftsführer Messe Augsburg
Foto Siegfried Kerpf
„Der Berghof in Augsburg-Göggingen bietet zu
allen Jahreszeiten ein ausgesprochen gemüt-
liches Ambiente und hervorragende bayerische
Hausmannskost mit Produkten regionaler Liefe-
ranten. Jetzt empfiehlt sich wieder ganz beson-
ders ein Besuch im heimeligen Biergarten mit
den großen Kastanienbäumen. Darüber hinaus
ist der Berghof auch für Firmenfeiern und Ge-
schäftsessen sehr zu empfehlen – praktischerwei-
se ganz in der Nähe der Messe Augsburg gelegen.“
Berghof
Bergstraße 12 · 86199 Augsburg-Göggingen
Tel. 0821 - 9 98 43 22
www.berghof-augsburg.de
Walter Steffen
filmemacher
„Also mein Lieblingsbiergarten ist immer noch
der Biergarten beim Fischer Lidl in Seeshaupt
am Starnberger See, ca. 2 Gehminuten vom
Dampferanleger der bayerischen Seenschiff-
fahrt entfernt. Da ist die Welt für mich die
Welt tatsächlich noch in Ordnung – alles ist
bodenständig, einfach und wunderschön und
die Preise sind noch echt moderat. Neben ty-
pischer bayerischer Brotzeit wird auch Ste-
ckerlfisch serviert. Und ich kann direkt vom
Biergarten aus in den See hüpfen, wenn mir
danach ist.  Besser geht's nicht!  Am 18. Juli
gibt’s dort übrigens wieder eine besondere
Gaudi: das traditionelle Fischerstechen.“
Biergarten Lidl  Würmseestüberl
Seepromenade 10 · 82402 Seeshaupt
Tel. 08801 - 26 89
 www.biergarten-lidl.de
Oliver Weiss
Geschäftsführer Wunjoo GmbH,
Starnberg
„Ich empfehle den Biergarten in der Post Auf-
kirchen: Der schönste Besprechungsort im
Fünfseenland. Mein Geschäftspartner und ich
treffen uns jeden Montagvormittag in der
Post – ein Platz an der Sonne oder unter
schattigen Kastanien mit herrlichem Blick auf
die Alpen.“
Die Post Landgasthof Aufkirchen
Marienplatz 2
82335 Berg am Starnberger See
Tel. 08151 - 4 46 1 2 - 0
www.post-aufkirchen.de
Angelika Weiss
3. Vorstand des Vereins Hofberg-
Freilichttheater
„Ich fahre mit meiner Familie gerne in den zünf-
tigen Biergarten der Gast- und Tafernwirtschaft
Niederdorf bei Hilgertshausen, im Dreieck zwi-
schen Altomünster, Schiltberg und Gerolsbach.
DER Biergarten für Familien mit Kindern! Das fa-
miliengeführte Wirtshaus mit sehr freundlicher
Bedienung liegt in einem weitläufigen Gelände
mit riesigem, etwas unterhalb platziertem Kin-
derspielplatz und bietet leckeres bayerisches Es-
sen, nicht nur im Biergarten. Dieser ist im Sommer
ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt, zumal
nur wenige Kilometer entfernt drei Bahnstatio­
nen zu finden sind, von denen aus man die Wirt-
schaft bequem mit dem Fahrrad erreichen kann.“
Gast- und Tafernwirtschaft
Niederdorf
Haus Nr. 16 · 86567 Hilgertshausen-Niederdorf
Tel. 08250 - 211
www.tafernwirtschaft.de
Dr. Markus Litpher
Kaufmännischer Vorstand
der Lechwerke AG
„Kein Geheimtipp, aber immer einen Besuch
wert: das Kloster Oberschönenfeld mit sei-
nem herrlichen Biergarten. Nach einem aus-
giebigen Waldspaziergang lassen wir uns im
Schatten der Kastanien die bayerisch-schwä-
bischen Spezialitäten schmecken.
Auch ein Besuch des Volkskundemuseums oder
des Walderlebniszentrums lohnt sich. Und na-
türlich fahren wir nicht nach Hause ohne ein
selbstgebackenes Holzofenbrot vom Brotladen.“
 
Klosterstüble Oberschönenfeld
Oberschönenfeld 1 · 86459 Gessertshausen
Tel. 08238 - 37 30
www.klosterstueble-oberschoenenfeld.de
30 | region | Ritterspiele Kaltenberg
Lagerleben und
Rittershow
Kaltenberger Ritterturnier
Kaltenberg ist alles zugleich: Show, Open Air Festival, Mittelalter und für Kinder der
einzige Spielplatz, auf dem sie einen Ritterschlag erhalten – ein einzigartiges Fest.
H
ören, Sehen, Fühlen, Erleben – das Kaltenberger Rit-
terturnier ist auch 2015 eine Show für alle Sinne. An
drei Wochenenden im Juli lädt Seine Königliche Hoheit
Prinz Luitpold von Bayern wieder dazu ein, den mittelalter-
lichen Zauber abseits des Alltags zu genießen. Und das ist in
Kaltenberg ganz leicht: Lass dich entführen! Der Zauber des
Mittelalters umgibt nicht nur die Kaltenberg Arena, sondern
das gesamte Schlossgelände. Überall trifft man auf bunte
Gaukler, fröhliche Narren, (be-)zaubernde Hexen, atemberau-
bende Akrobaten und mitreißende Musikanten. Über 1.000 Mit-
wirkende machen einen Tag beim Kaltenberger Ritterturnier
zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die Krönung des Kalten-
berg-Erlebnisses ist die große Ritterturnier-Show. Waghalsige
Reiter stürmen die Arena, Feuer, Licht und Musik lassen alle
Sinne beben. Spektakulär und live in Szene gesetzt: Der Kampf
um den Sieg im Turnier, der Konflikt zwischen Gut und Böse.
Vor 35 Jahren erfüllte sich Luitpold Prinz von Bayern, Urenkel
des letzten bayerischen Königs, einen königlichen Traum: Rit-
terspiele wollte er veranstalten mit allem, was dazu gehört.
1980 fand das erste Kaltenberger Ritterturnier in beschei-
denem Rahmen vor rund 300 Zuschauern statt. Seitdem wuchs
Kaltenberger Ritterturnier 2015
10. bis 26. Juli
Ritterturnier Nachtveranstaltung
Fr 17. Juli, Fr 24. Juli
Ritterturnier Abendveranstaltung
Sa 11. Juli, Sa 18. Juli
Ritterturnier Tagesveranstaltung
So 12. Juli, So 19. Juli, So 26. Juli
Ritterturnier Nachmittagsveranstaltung
Sa 25. Juli
Gauklernacht: Fr 10. Juli
Informationen und Tickets
www.ritterturnier.de · Tickethotline: 01806 - 11 33 11
fotos Ritterspiele Kaltenberg
| region | 31
Tickets: www.ritterturnier.de oder 01806-11 3311 (20 – 60 ct/min)
10. – 26.
Juli 2015
Fr/Sa/So
Lass dich entführen!
Lass dich entführen!
das Ereignis dank seiner Attraktivität zum überregionalen
Zuschauermagneten. 2004 wurde die Zahl von 2.000.000 Be-
suchern überschritten. Heute erleben durchschnittlich rund
11.800 Besucher pro Veranstaltungstag das mittelalterliche
Spektakel.
1973 hatte alles angefangen. Prinz Luitpold war Gast in einem
Schloss im englischen Canterbury. Dort wurde er Zeuge eines
mittelalterlichen Turniers. Die Vorführung begeisterte ihn so
sehr, dass er die englische Rittersportgruppe British Jousting
Association vom Turnierplatz weg zur 800-Jahrfeier der Wit-
telsbacher und zur Eröffnung der Ritterschwemme in Kalten-
berg engagierte. Das 1292 zum ersten Mal urkundlich er-
wähnte Schloss auf dem bewaldeten keltischen Berg schien
für diese Idee wie geschaffen. Einen würdigen Platz wollte
der Prinz seinem Kaltenberg verschaffen, wollte erreichen,
dass hier die Geschichte wieder auflebt. Neben den 14 Haude-
gen aus England traten auch einheimische Rittersmänner an
zum Hauen und Stechen, wenn auch zunächst auf der grünen
Wiese. Die Peißenberger Bergknappen folgten dem Ruf ihres
Herrn; ein Flohmarkt, ein Wettkampf der Armbrustschützen
und ein Blaskapellen-Wettstreit unterhielten die ersten
Schaulustigen – immerhin rund 5.000 im ersten Jahr. Da wur-
de sogar die Verpflegung knapp. Er denke an eine Wiederho-
lung etwa alle zwei Jahre, sagte Prinz Luitpold damals. Die
Ritterturniere entwickelten sich rasant. Sie würden gut in
unsere Zeit passen, sagte der Prinz, es sei ein starkes Bedürf-
nis da, sich mit der Vergangenheit zu befassen, aus der Plas­
tikwelt auszubrechen.1985 wurde die Sand-Arena mit der
Königsloge gebaut, die unterhalb des Biergartens liegt. Heute
umgibt den Turnierplatz ein Markt mit Artisten, Gauklern,
Handwerkern, Spielleuten, Quacksalbern, Narren, Raubrittern
und vielen anderen Künstlern und die Veranstaltung findet je-
des Jahr statt. Aus dem Traum des Prinzen ist das größte Rit-
terturnier der Welt geworden.
Mehr Komfort und noch mehr Stimmung garantiert übrigens
ab sofort die neue Überdachung der Arena. Das imposante
neue Dach über den Blöcken A und H in der Arena zu Kalten-
berg verspricht den Besuchern des Ritterturniers 2015 mehr
Unabhängigkeit vom Wetter. Wer einen der regen- und son-
nensicheren Plätze ergattern will, sollte schnell sein – die
überdachten Plätze sind sehr gefragt. 	 #
promotion32 | region | GolfPark Gerolsbach
Golf unter Freunden
GolfPark Gerolsbach
Unter neuen Vorzeichen hat die Golfsaison in Gerols-
bach begonnen. Golf gespielt wird in dem Ort, der süd-
östlich von Schrobenhausen am Rande der Holledau
liegt, schon seit 1995. Anfang dieses Jahres wurde je-
doch aus dem ehemaligen Golfclub der GolfPark Gerols-
bach, geführt von Reinhold Steger, dem ursprünglichen
Initiator der Golfanlage und Besitzer des Areals.
R
einhold Steger investiert viel in den GolfPark, um sei-
ne Attraktivität weiter zu erhöhen. So wird derzeit
noch die Driving Range umfassend modernisiert. Zehn
Abschläge sind überdacht worden, so dass bei jeder Witterung
mit ungetrübtem Vergnügen geübt werden kann. Dazu gibt es
noch 20 Mattenabschläge und davor durchgehende Rasenab-
schläge. Kurz vor der Fertigstellung sind auch zwei neue Ab-
schlaghallen, in der dank modernster Videoanalyse die eigene
Abschlagtechnik kontrolliert und verbessert werden kann. In
bestem Zustand befinden sich Fairway und Greens auf dem
idyllisch gelegenen, leicht hügeligen, 80 Hektar großen Areal.
Die 18 Spielbahnen verteilen sich auf ca. 70 Hektar, die den
Blick frei geben auf weite Höhenzüge, Äcker, Wälder, Senken
und Einödhöfe. Eine Herausforderung auch für anspruchsvolle
Spieler sind zahlreiche Wasserhindernisse, Fairway- und
Grünbunker und nicht zuletzt die teilweise erhöhten Grüns.
Sein kreatives Design macht den Platz zu einem echten, sport-
lich fairen Erlebnis. Clubhaus und Restaurant sind in einem
ehemaligen Stallgebäude eines Vierseithofs untergebracht.
Head Pro John
Malone
Neu in Gerolsbach ist auch Head Pro und
Head Teaching Professional John Malone,
gebürtiger Ire und ehemaliger England
South Region Tour Spieler. Seine langjährige Golferfahrung
als Pro gewann er zuvor in den Golfclubs von Richmond Park
in London, auf Schloss Klingenburg und im GC Abenberg. Er
brennt darauf, die Golf-Akademie Gerolsbach durch moder-
nes und professionelles Training weiter auszubauen, was
ihm durch seine Qualifizierung als A Trainer der Britischen
PGA und als zertifizierter Ausbilder der Deutschen PGA mit
Sicherheit gelingen wird.
Clubmanager
Holger Wuttig
Dafür, dass die vielen neuen Vorhaben –
unter anderem die Kooperation mit an-
deren Golfplätzen – umgesetzt werden,
sorgt seit knapp zwei Monaten Holger Wuttig. Zeit seines
Lebens ist er dem Sport eng verbunden, was auch in eine
Profilaufbahn mündete. Nach deren Ende war er sechs Jahre
lang in renommierten Golfhäusern im Verkauf tätig und stu-
Immer am Ball: Head Pro John Malone (li.) und
Clubmanager Holger Wuttig
fotos GolfPark Gerolsbach
promotion | region | 33
GolfPark Gerolsbach
Hof 1 · 85302 Gerolsbach
Tel. +49 8445 - 799, Fax +49 8445 - 9 10 59
Clubsekretariat in der Saison 	 Mo bis So, 9:00 bis 17:00 Uhr
Head Pro John Malone 	Tel. 0151 - 54 78 10 85
Restaurant Salz  Pfeffer 	Tel. 08445 - 9 37 90 09, Fax 08445 - 9 10 59
www.golfpark-gerolsbach.de
Nächste Turniere
4. Juni 	 Salz  Pfeffer Turnier, Stableford, 18 Loch
16. Juni 	Betty Barclay Ladiesturnier, Stableford, 18 Loch
27. Juni	Business Cup 2015, Stableford, 18 Loch
5. Juli 	 Vierer Clubmeisterschaft, Zählspiel 18 Loch
dierte Sportökonomie. Das Angebot, das Management des GolfParks zu überneh-
men, erschien ihm deshalb verlockend, da er hier, ebenso wie John Malone, enormes
Potential sah. Eine seiner Hauptaufgaben ist die Intensivierung der Zusammenar-
beit mit anderen Golfclubs. Realisiert wird dies derzeit mit dem Golfclub Tegern-
bach und Golfclub Zollmühle. Hier kann ein Mitglied des GolfParks Gerolsbach je-
weils ohne Greenfee spielen. Mit einer langen Reihe anderer Clubs konnten spezielle
Vereinbarungen getroffen werden, nach denen Vollmitglieder dort gegen redu-
ziertes Greenfee golfen können. Turnier- und Feiertage sind von dieser Vereinba-
rung natürlich ausgenommen. Nähere Informationen dazu finden sich im Internet.
Restaurant
Salz  Pfeffer
In neuen Händen ist auch das renovierte Restaurant Salz 
Pfeffer, das ganzjährig geöffnet haben soll. Die Speisekarte
bietet niveauvolle bayerische und internationale Spezialitäten
zu einem fairen Preis-Leistungsverhältnis. Alle Lebensmittel werden stets frisch
von ortsansässigen bzw. regionalen Lieferanten bezogen. Für den kroatisch-italie-
nischen Einfluss auf der Karte sorgt Restaurantleiterin Anna Horvat, die auf lang-
jährige Gastronomieerfahrung zurückblicken kann. Gern gesehen sind zu jeder Zeit
auch Nichtgolfer als Gäste, die von der großzügigen Terrasse aus einen herrlichen
Weitblick genießen können. Der GolfPark bietet sich außerdem als Ausflugsziel für
Radler und Spaziergänger an und das das ganze Jahr über, denn das stilvolle und
gemütliche Restaurant verbreitet durch seine Gewölbedecke eine einladende Hei-
meligkeit. Geplant ist deshalb auch, das Restaurant für Nicht-Golf-Events anzubie-
ten. Geöffnet hat Salz  Pfeffer zu den üblichen Betriebszeiten des GolfParks.
So neu aufgestellt freut sich der GolfPark Gerolsbach auf neue Mitglieder – derzeit
sind es rund 600 – um seinem Motto noch besser gerecht zu werden: Golf unter
Freunden. (hea)	 #
S
eit dieser Zeit gehört das Schloss der Gemeinde Gau-
ting und ist an ein Unternehmen vermietet. Zur An-
lage gehören das Haupthaus, die Wagenremise und
das so genannte Salettl, ein Gartenhaus. Die Remise steht
der Kunst und Kultur zur Verfügung. Das Gebäude mit dem
dominanten Walmdach und den geschwungenen Jugendstil-
gauben wurde einst als Pferdestall und als Garage für Kutschen
und andere Fahrzeuge genutzt. Nach einer aufwändigen Reno-
vierung dient es nun dem Team des Kleinen Sommerfestivals als
Aufführungsort mit besonderem Flair für Konzerte, Lesungen und
Filmvorführungen (www.kleines-sommerfestival.de).
34 | region | herrschaftssitze
Herrschaftssitze
Schloss Fußberg befindet sich in Gauting im Würmtal nahe München. Es liegt unmittelbar
nördlich des Ortskerns von Gauting am linken Ufer der Würm in einer Flussschleife. Seit 1981
ist der im englischen Landschaftsstil angelegte Park allen Bürgern zugänglich.
Der Name des Schlosses geht auf das Rittergeschlecht der
Fuß zurück, die das Schloss im 12. Jahrhundert verwalteten
und unter dem bayerischen Herrscherhaus der Wittelsbacher
dem Stand der Ministerialbeamten angehörten. Urkundlich
ist Fußberg seit 1342 als befestigter Herrensitz und Lehens-
stück der bayerischen Herzöge nachgewiesen. Ursprünglich
war das Schloss wohl als Wasserburg in einer Flussschleife
konzipiert; bis ins 19. Jahrhundert hatte die Anlage Wehr-
charakter. Seine heutige Gestalt als dreigeschossiger Walm-
dachbau erhielt das Schloss im Jahr 1721 nach Plänen von
Paul von Dießen. In dieser Zeit diente es dem Kloster
Schloss Fußberg
Andechs als Sommersitz und als Station auf dem Weg nach
München. Als die Klosterzeit mit der Säkularisation zu Ende
war, kam der Besitz wieder in weltliche Hände: 1819 erwarb
der als „Eremit von Gauting bekannt gewordene Karl Theo-
dor Maria Freiherr von Hallberg-Broich die Anlage.1894 bis
1897 wurde das Schloss erneut umgebaut und erhielt in der
ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Parkanlage. So wur-
de es zu einem gehobenen Wohnsitz in einem englischen
Landschaftsgarten. 	 #	
Quelle wikipedia
| region | 35
fotos I. Berger, R. Huber, Pianistenclub
36 | region | Stadtmuseum Neuburg
D
as Stadtmuseum Neu-
burg feiert seinen ersten
runden Geburtstag! Vor
zehn Jahren, am 8. April des Jah-
res 2005, wurde das neue Museum
feierlich eröffnet. Vorausgegan-
gen war eine lange Phase der Re-
novierungen, Umbauten und Planungen. Träger des Stadtmu-
seums ist der Historische Verein, aus dessen Sammlungen
auch die meisten der gezeigten Exponate stammen. Dem Ver-
ein gehören außerdem zahlreiche Exponate, die heute im
Schlossmuseum zu sehen sind. Das jetzige Museumsgebäude,
ursprünglich ein spätgotischer Bau von 1517, war zu Beginn des
18. Jahrhunderts zum barocken Adelspalais umgebaut worden.
Dem Kurpfälzischen und Pfalz-Neuburger Geheimen Rat Wil-
helm Adam Freiherr von Weveld verdanken wir seine heutige
Erscheinung und den Namen „Weveldhaus“.
Zum Jubiläum zeigt sich das Stadtmuseum in neuem Gewand: An
der Außenfassade zur Amalienstraße hin wurde das Banner er-
neuert, im Eingangsbereich glänzt die Glasfront in denselben
Logo-Farben, ebenso wurde der Laden- und Kassenraum neu
gestaltet. Vor allem aber wurde die Dauerausstellung des Muse-
ums neu eingerichtet. Viele bisher unbekannte Werke sind in
neuer Präsentation zu sehen. Besonders stolz ist die Museums-
leitung auf zwei Ölgemälde, die dem Haus aus Privatbesitz ge-
schenkt worden sind. Die Porträts zeigen den Bürgermeister
Joseph Weber, der Mitte des 19. Jahrhunderts für 25 Jahre die
politischen Geschicke Neuburgs mitbestimmte, und seine Ge-
mahlin Babette. Daneben gibt es malerische Ansichten der
Stadt, historische Fotografien stolzer Bürger, Vereinsfahnen
und außergewöhnliche Musikinstrumente zu entdecken.
Gleich nebenan im Zweiten Obergeschoss kann man das ganze
Jahr über die Sonderausstellung „10 Jahre Stadtmuseum Neu-
burg an der Donau“ besuchen. Sie lässt die Sonderausstel-
lungen der Jahre 2005 bis 2014 mit Plakaten und ausgewählten
Exponaten noch einmal Revue passieren. Neben der Anzahl ist
auch die Vielfalt der Themen bemerkenswert. Naturgemäß
standen dabei Neuburger Themen oftmals im Vordergrund –
obwohl das Stadtmuseum keineswegs nur von Einheimischen
besucht wird! Ein Blick in das Besucherbuch zeigt, dass Gäste
der ganzen Welt sich für das Stadtmuseum interessieren. Eine
Auswahl an Zitaten ist im Weveldhaus zu lesen. Hier abschlie-
ßend nur eines: „Neuburg kann man zu diesem Stadtmuseum
nur gratulieren.“ (M. Teichmann) 	 #
Stadtmuseum Neuburg
Amalienstraße 19, 86633 Neuburg an der Donau
www.stadtmuseum-neuburg.de
10 Jahre Stadtmuseum Neuburg
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fotos Stadt Neuburg / Donau
| region | 37
Neuburger
Schloßfest
Steckenreitertanz
Reiterspiele
Höfische Musik
Historischer
Jahrmarkt
www.schlossfest.de
26. bis 28. Juni und
3. bis 5. Juli 2015
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Neuburger
Schloßfest
Steckenreitertanz
Reiterspiele
Höfische Musik
Historischer
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26. bis 28. Juni und
3. bis 5. Juli 2015
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Schloß
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Höfisch
His
Ja
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Schloßfest
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3. bis 5. Juli 2015
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3. bis 5. Juli 2015
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3. bis 5. Juli 2015
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Schloßfest
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3. bis 5. Juli 2015
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Schloßfest
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3. bis 5. Juli 2015
Vivat hoch
Neuburger
Schloßfest
Steckenreitertanz
Reiterspiele
Höfische Musik
Historischer
Jahrmarkt
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26. bis 28. Juni und
3. bis 5. Juli 2015
Vivat hoch
… für Bürger von heute: Neuburger Schloßfest
Fürstenpracht
von einst…
Ab dem 26. Juni schlüpfen tausende Neuburgerinnen und Neu-
burger an zwei Wochenenden in ihre prächtigen Renaissance-
gewänder, denn dann ist es Zeit für das Neuburger Schloßfest.
V
om 26. bis 28. Juni und vom 3. bis 5. Juli wird die alte Fürstenherrlichkeit der
Pfalz Neuburg bzw. „Jungen Pfalz, zum Leben erweckt. In Neuburg an der
Donau feiert man das größte Renaissance-Historienspektakel im deut-
schen Raum. Edelleute und Edelfräulein, Ritter, Gaukler, Musikanten, Hofnarren,
Steckenreiter, Reigenkinder, Bauern, Gesinde und allerlei Volk sind hier bei den ver-
schiedensten Darbietungen zu bewundern. Das Herzstück des Schlossfestes ist si-
cherlich der Steckenreitertanz, ein Kindertanzspiel, in welchem sich die jungen
Prinzen Ottheinrich und Philipp spielerisch bekämpfen. In der historisch-roman-
tischen Kulisse der Altstadt werden vielfältige Tanz-, Gesangs-, Musik- und Theater-
veranstaltungen angeboten, wie Tanz und Scherz bei Hofe, Tanz auf dem Markt, Hof-
konzerte, Fanfarenzüge, Neuburger Gassenspieler, Lateinschule etc. Handwerker aus
Nah und Fern zeigen Ihre Kunst auf dem historischen Markt und an den zahlreichen
„Zehrstätten“ kann man sich für neue Abenteuer stärken. Entspannen kann man sich
im Badezuber oder im Dampfbad mit Massage in der historischen Badestube.
„Ich meid und HaSS all leere FaSS
und liebe dieses volle Glas, schöne Mägdelein noch viel baSS“
Pfalzgraf Ottheinrich
Eröffnet wird das Renaissancefest am 26. Juni um 17:00 Uhr mit dem Einzug in die
Obere Stadt. Auf bunt geschmückten Zillen, über die Lebensader Donau, erreichen die
edlen Festgäste die Residenzstadt und werden vom Oberbürgermeister, dem Herold,
dem Truchsess und dem Marktvogt begrüßt. Am zweiten Wochenende (Samstag, 4.
Juli) findet, untermalt mit der Musik des Steckenreitertanzes, ein Feuertheater am
Himmel und auf der Donau statt. Der große historische Festzug am zweiten Sonntag,
den 5. Juli, sucht seinesgleichen. Etwa 2.500 Personen beteiligen sich an dem bunten
Renaissancefestzug, zudem Fuhrwerke, Pferde und allerlei anderes Getier. 	 #
Informationen www.schlossfest.de oder www.verkehrsverein-neuburg.de
fotos Stadt Neuburg / Donau
38 | kunst + Kultur | oper in starnberg
Oper in
Starnberg
Mitte Juni 2015 bringen Profis und Laien gemeinsam „Der Bajazzo“ von Leoncavallo
auf die Bühne der Schlossberghalle. Andreas Sczygiol dirigiert die Prager
Philharmoniker, Regie führt Hugo Wieg.
Text Konstantin Fritz
FotoS Bernhard Schambeck; Wilfried Feder; Otto Klappert
O
per in Starnberg? Die aufwändigste Kunstform der Welt, und das außer-
halb einer Großstadt? Nein, nicht etwa konzertant und mit Kammerorche-
ster. Sondern szenisch, mit Bühnenbild, Kostümen, international be-
kanntem Orchester, deutschlandweit gecasteten Solosängern, einem renommierten
Regisseur sowie Chor und Tänzern. 150 Mitwirkende, 350 Zuschauer pro Abend. Das
ist „Oper in Starnberg“, und noch viel mehr, denn es geht um die Kraft einer Idee:
Jung und Alt, Profis und Laien, handwerklich, künstlerisch oder organisatorisch be-
gabt, begeistern sich für ein gemeinsames Ziel: Sie machen Oper, vor ihrer Haustür,
heuer bereits zum zweiten Mal. Am 17. und 18. Juni 2015 steht in der Schlossberghal-
le Starnberg „Der Bajazzo“ von Ruggero Leoncavallo auf dem Spielplan, ebenso wie
eine in Deutschland bislang nie aufgeführte Suite des Komponisten, die kürzlich in
einem Schweizer Archiv gefunden wurde. Dirigent und Intendant ist der in Herr-
sching lebende Andreas Sczygiol, der auch Ideengeber, Organisator und das Herz
von „Oper in Starnberg“ ist. Bekannt ist er in der Region als Leiter des Vokalensem-
bles Fünfseenland, das den Opernchor bildet, unterstützt von Sängern aus Icking
und München. Als Orchester reisen die virtuosen Prager Philharmoniker an. Für die
Choreographie zeichnet Nikolay Georgiew mit Schülern des Ballettzentrums Starn-
berg verantwortlich.
Angefangen hatte alles mit einer Verletzung am Arm. Die verhinderte, dass An-
dreas Sczygiol eine Musikkarriere im klassischen Sinn startete, denn ihm schien
bereits als Jugendlichem der Weg auf die großen Bühnen der Welt vorgezeich-
net. Doch dann konnte er zunächst nicht mehr dirigieren und machte eine psy-
chotherapeutische Ausbildung. Die Liebe zur Musik ließ ihn nicht los. Er leitete
Szenen der Aufführung 2014: Dido und
Aeneas
Dirigent und Intendant Andreas Sczygiol
Tenor Jason Papowitz in der Rolle des Canio
| region | 39
parallel zur Arbeit einen Chor,
das „Vokalensemble Fünfseen-
land“. Nach einigen Jahren
kehrte er wieder ganz zum Diri-
gieren zurück und hatte spon-
tan beim Abendessen die Idee:
„Wir machen Oper – und zwar
hier in unserer Gegend.“
Oper zum
Anfassen
„Oper in Starnberg“, das ist Oper zum An-
fassen, zum Mitmachen. Viele Ehrenamt-
liche machen „Oper in Starnberg“ erst mög-
lich, aber auch die Profis, Solosänger aus dem gesamten
deutschsprachigen Raum und die Prager Philharmoniker, ver-
zichten auf einen Teil ihrer Gagen. „Die Zukunft der klassischen
Musik kann nicht in den großen Tempeln entschieden werden. Es
braucht die freien Produktionen in der Region“, sagt der große
Dirigent Christian Thielemann, den Andreas Sczygiol immer wie-
der persönlich begleitet. Genau das passiert in Starnberg. Hohes
künstlerisches Niveau trifft auf regionale Verbundenheit: Hier
darf man mitmachen, sich einbringen und die Oper als Gesamt-
kunstwerk erleben. Ob bei den Kostümen, beim Bühnenbild, beim
Catering oder in der Organisation, hier arbeiten Laien und Profis
zusammen, sie erleben Gemeinschaft.
Renommierte
Protagonisten
„Der Bajazzo“ ist Leoncavallos größter
Erfolg und sein einziges Werk, das es zu
Weltruhm brachte. Die Oper über Liebe,
Eifersucht und Tod begeisterte und erschütterte schon Gene-
rationen von Opernfans, berühmt ist die Arie „Lache, Bajazzo“
(„Ridi, pagliaccio“). In einem deutschlandweiten Casting
wurden für die Starnberger
Inszenierung die Solosän-
ger ausgesucht – junge,
aufstrebende, teils preisge-
krönte Künstler. Als Vorstück
kommt eine Orchestersuite
aus Leoncavallos Oper „I
Medici“ zur Aufführung, ein
verschollenes Werk, das bis-
lang nur ein einziges Mal in Südamerika gespielt wurde, und
das vor über hundert Jahren! Die Prager Philharmoniker ga-
rantieren virtuoses und mitreißendes Können, geleitet von
Andreas Sczygiol. Regie führt Hugo Wieg, Haus- und Hofre-
gisseur bei den Opernfestspielen in Bad Hersfeld. Der Chor wird
gebildet von den Vokalensembles Fünfseenland und Icking so-
wie Projektsängern der Friedhelm Schnitzler Musikstiftung
München. Junge Tänzerinnen und Tänzer des Ballettzentrums
Starnberg sind ebenfalls auf der Bühne zu sehen – in einer Cho-
reographie von Nikolay Georgiew, der mit dem außergewöhn-
lich hohen Niveau seiner Produktionen regelmäßig für Auf-
merksamkeit sorgt.
„Oper in Starnberg“ soll sich in den nächsten Jahren weiter-
entwickeln, möglicherweise wird es mehr als zwei Abende
geben, aber es soll immer diesen selbst gemachten Charak-
ter behalten. „Wir machen hier eben nicht ein kleines Natio-
naltheater auf dem Land, sondern hier ist Oper zum Anfas-
sen, zum Mitmachen, zum Mittendrinsein“, sagt Andreas
Sczygiol. Und zum Genießen! 	 #
Informationen www.oper-in-starnberg.de
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  • 1. Piano – Forte StephanieKnauer– fit an Tasten und Tastatur Küchen der Welt Schwedischer Inselsommer Kultur drinnen und drauSSen Jede Menge toller Events Cabriolets, Roadster & Co. Die neuen „Offenen“ Nr. 06 / 2015 I Juni I Bayerisch-schwaben I Schutzgebühr 3,90 Euro www.schlossmagazin.comBayerisch-schwaben
  • 2.
  • 3. Die Zeichen stehen auf Sommer! Am 21. Juni hat die Son- ne ihren Höchststand erreicht: Es ist Sonnwendtag, der traditionell an vielen Orten gefeiert wird. Zur größten Sonnenwendfeier der Welt kommen alljährlich an den mystischen Steinkreisen von Stonehenge Tausende New-Age-Anhänger und moderne Druiden zusammen – samt Zauberstäben und Elfenflügeln. In den skandina- vischen Ländern wird ausgiebig „Mittsommer“ zele- briert, meist im Familienkreis und auf dem Land, mit Tanz um den Mittsommerbaum, viel Gesang, Blumenkränzen und natürlich mit leckerem Essen. Womit wir beim The- ma wären: In dieser Ausgabe des SchlossMagazins laden wir Sie ein, das romantisch- sommerliche Lebensgefühl zu genießen, das schwedische „husmanskost“ vermittelt. Schweden lieben nicht nur die berühmten „köttbullar“, die Fleischbällchen. Besonders Krebsgerichte kommen oft auf den Tisch. Und natürlich jede Menge Süßes. Probieren Sie unsere Rezepte aus und tauchen Sie ein in den schwedischen Inselsommer. Im skandinavischen Volksglauben gilt die Mittsommernacht als eine magische Nacht, die im Zeichen der Liebe steht. So sollen die Mädchen in dieser Nacht auf dem Nach- hauseweg sieben oder neun Arten Wiesenblumen pflücken und unter ihr Kopfkissen legen. Nach altem Aberglauben zeigt sich ihnen dann im Traum ihr Zukünftiger. Auch in unserer Region ist die heimische Natur in dieser Zeit voller Wiesenblumen und wertvoller Kräuter. Wenn wir sie sammeln, dann aber nicht aus romantischen Gefüh- len heraus, sondern weil sie gesundheitsfördernde Wirkstoffe enthalten und sich oft auch hervorragend für die sommerliche Küche eignen. Vielerorts klären deshalb Spe- zialisten bei Kräuterführungen über die Eigenschaften der Kräutlein auf, die nicht nur im Garten, sondern auch auf der Wiese oder am Wegesrand gedeihen. So z. B. bei den Führungen im Kloster Oberschönenfeld, die den ganzen Sommer über angeboten werden. Wir haben die Kräuterpädagogin Gertraud Schachtner aus Wolnzach be- sucht, die nicht nur fit ist im Kräuterwissen, sondern auch leidenschaftlich gerne mit Kräutern in der Küche experimentiert und zur Verkostung einlädt. Ganz anderen Gewächsen zugeneigt ist allerdings so mancher, wenn er einen Biergar- ten aufsucht: dem Hopfen und dem Malz nämlich. Nach einem Radlausflug oder einer ausgiebigen Wanderung gibt es doch nichts Schöneres, als ein kühles Bier und dazu eine kernige Brotzeit unter Kastanien zu genießen. Persönlichkeiten aus Bayerisch- Schwaben und dem Fünfseenland haben uns ihre persönlichen Lieblingsbiergärten verraten. Unser Tipp: Bei nächster Gelegenheit einfach ausprobieren! In diesem Sinne wünschen wir einen erholsamen Start in den Sommer. Ihre Hannelore Eberhardt-Arntzen, Chefredakteurin | Editorial | 3 Zeit-Zeichen www.kueche-wohnkultur.de Kochshow seien sie dabei! sa. 04. Juli 10:00 – 16:00 Uhr in unserem Küchenstudio stefan Marquard LIVE!
  • 4. 4 | inhaltsverzeichnis Inhalt Besuchen Sie das SchlossMagazin auch auf der Website www.schlossmagazin.com Titelfoto: Christina Bleier region aktuell 5 Das Neueste aus Bayerisch- Schwaben Interessantes in Kürze 8 Lückenlatein Stephanie Knauer 10 Weitersagen Veranstaltungstermine 12 Wolle, Wiwi und Wawa…. Integratives Kindermusical aus Aichach 14 Titelthema: Beflügelt übers Meer Reise-Eindrücke von Stephanie Knauer 16 Die lustigen Weiber von Windsor Hofberg-Freilichttheater 18 Augsburger Wassertage Auf dem Weg zum Welterbe menschen – orte – leidenschaften 20 Bild des Monats Regenbogen 22 Schwedischer Inselsommer Skandinavische Genüsse + Rezepte 26 Der Natur auf der Spur Kräuter-Expertin Gertraud Schachtner 16 60 28 Biergarten-Tipps Persönliche Lieblings-Biergärten 30 Lagerleben und Rittershow Kaltenberger Ritterturnier 34 Herrschaftssitze Schloss Fußberg 36 Stadtmuseum Neuburg 10-jähriges Jubiläum 37 Fürstenpracht von einst… Neuburger Schloßfest 38 Oper in Starnberg Heuer: Der Bajazzo 40 Ein Kampfpanzer im Strickkleid Ausstellung Kunst I Stoff 42 Ein Fest – vier Bereiche Schrannenfest Schrobenhausen 43 Ruethenfest Landsberg Mehr als ein Kinderfest 44 Reise-Tipps Reiseschutz – Mietwagen 46 Mehr ist mehr Beachwear deluxe 54 Das 1 x 1 des Sonnenschutzes Der Haut Zeit geben 56 Cabriolets, Roadster Co. Die neuen „Offenen“ 60 Feuer frei! Alles über Gasgrills 62 Rosen-Reigen Eine große alte Pflanzenfamilie 64 Blumendeko mit „Stiel“ Alles über Schnittblumen 66 Vorschau + Impressum promotions 32 Golf unter Freunden GolfPark Gerolsbach 50 Sedlmeir’s Trachtenhof Individuell und schick 52 Streichelzart enthaart Sugaring mit Hala Schekar 54 46
  • 5. | aktuell | 5 Region aktuell Autohaus Automobile Tierhold – Dreimal in Bestform Zu einer Neueröffnung nach dem einjäh- rigen Umbau und anlässlich der Premiere von drei Spitzenmodellen lädt das Auto- haus Tierhold Ende Juni zu einem großen Familienfest ein. Automobile Tierhold gehört mit seinen Marken Mazda, Kia und Volvo mittlerweile zu den größeren Autohäusern Augs- burgs und ist zudem ein echtes Familienunternehmen. Mit den beiden Söhnen Tobias und Christian Tierhold steht die zweite Generation an der Spitze des Tradi- tionsunternehmens, das vor 34 Jahren von Eberhard Tierhold gegründet wurde. Nicht von ungefähr vertrauen viele Stammkunden über viele Jahre hinweg dem Familienunternehmen. Um diesen und auch den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden, wurde noch einmal kräftig investiert und umgebaut. Drei Spitzenmodelle Im Rahmen der Neueröffnung des Autohauses werden insgesamt drei Topmodelle vorgestellt. Volvo wartet mit dem Oberklassen- highlight XC90 auf, Mazda bringt mit dem CX3 einen wunderschö- nen kleinen SUV und in der Mittelklasse hält KIA mit dem neuen Sorento einen echten SUV-Hingucker für die Premiere bereit. Aus Anlass der Neueröffnung und der Vorstel- lung der drei Spitzenmodelle findet am 27. und 28. Juni jeweils von 10:00 bis 16:00 Uhr ein großes Familienfest für langjährige Kunden und interessierte Besucher statt, bei dem auch ein Blick hinter die Kulissen unseres Hauses möglich ist. In Form einer Schnit- zeljagd mit Mini-Olympiade kann das Autohaus Tierhold durch diverse Aufgaben spielerisch kennengelernt werden. Den Gewinnern der Schnitzeljagd winken am Ende Shopping-Gutscheine im Wert von 1.500.- €, 500.- € und 250.- € von XXXLutz. Räumlich gegliedert ist das Fest in drei Bereiche: Showroom, Sports Bar und Lounge. Im Showroom dreht sich alles um die drei Marken und ihre Spitzenmodelle. Als echtes Sommer-Highlight gibt es außerdem den brandneuen Mazda MX5 zu bestaunen, den Automobile Tierhold als einer der ersten Händler in Deutschland präsentieren darf. Auf der Rundbühne im Hof unterhalten den ganzen Tag Bands und DJs die Besucher. Selbstverständlich ist für Kinder ein eigenes altersgerechtes Unterhaltungspro- gramm geboten. Und auch für das leibliche Wohl wird gesorgt. 27. und 28. Juni bei Automobile Tierhold, Unterer Talweg 48, Augsburg-Haunstetten Informationen www.tierhold.com das neueste aus Bayerisch-Schwaben Bei uns gibt es Lederhosen-Sets (kurze oder Bundlederhosen) für Sie und Ihn inklusive Hemd, Hose und Schuhe Unser AngebotUnser AngebotUnser AngebotUnser AngebotUnser AngebotUnser Angebot 199199199€€€ababab Jetzt ist wieder BiergartenzeitBiergartenzeit Die schönsten Dirndl und Trachtenoutfits für den Biergarten von lässig bis traditionell finden Sie bei uns! Wir freuen uns auf Sie! Jetzt ist wiederJetzt ist wieder BiergartenzeitBiergartenzeit Die schönsten DirndlDie schönsten Dirndl und Trachtenoutfits für den Biergarten von lässig bis traditionell finden Sie bei uns! Wir freuen uns Lagerverkauf 28. bis 30.05., 05. bis 06.06., 02. bis 04.07. bei uns! Wir freuen uns auf Sie!auf Sie! Josef-Eigner-Straße 1 86682 Genderkingen/Rain Tel. 09090 9679-0 www.lechtaler.de www.lechtaler.de Ihr Spezialist für echte Trachten- und Landhausmode
  • 6. 6 | aktuell | das neueste aus bayerisch-schwaben Inklusives Kino Cineplex Aichach ausgezeichnet Das ausgezeichnete Kino ermögli- cht eine gemeinsame Teilhabe am Kinoerlebnis für blinde, sehbeein- trächtigte sowie für gehörlose und hörbeeinträchtigte Menschen gleichermaßen und eröffnet eine neue, gemeinsame Filmre- zeption. So bietet das Kino viele Filme in seinem Programm auch mit der Greta Starks-App für Hör- und Sehgeschädigte an. Dafür erhielt das Cineplex Aichach die Auszeichnung „Kino der Woche“. Die App lässt sich bei Google Play und im App Store kostenlos herunterladen. Im Bild Team Cineplex Informationen www.gretaundstarks.de 10 Jahre Küche Wohnkultur Donauwörth Jubiläumsfeier mit Kochshow Das Möbelhaus Küche Wohnkultur feiert sein 10-jähriges Bestehen vom 29. Juni bis 4. Juli mit besonderen Aktionen: 6 Tage Feiern Sparen! Dabei werden nicht nur satte Rabatte gewährt. Geboten wird auch eine Null-Prozent- Finanzie- rung und eine Verlosung. Die ersten 30 Küchenbesteller er- halten zudem wahlweise einen Geschirrspüler oder einen Elektroherd geschenkt. Der Höhe- punkt ist am 4. Juli die große Koch- show „Küche rockt“ mit Promi- Koch Stefan Marquard. Im Bild Stefan Marquard Informationen www.kueche-wohnkultur.de Riegele im Club der Champions Die Riegele Biermanufaktur hat die höchste Ehrung beim ältesten Brauwettbewerb der Welt erhalten: den „Oskar der Brauer“ in der ehr- würdigen Londoner Guildhall. Rie- gele Braumeister Frank Müller und Brauereichef Dr. Sebastian Priller waren sogar extra nach London gereist, um live bei der Siegerehrung dabei zu sein. Mit einem Dreifach-Erfolg für ihr Festbier Commerzienrat, dem dunkeln Weißbier und dem Riegele Urhell gehörten die Augsburger Brauer zu den Stars des Abends. Mit diesen drei Bieren wählte die 43-köpfige Jury Riegele unter 843 teilnehmenden, internationalen Bieren in den Club der Champions. Informationenwww.riegele.de Im Bild Frank Müller (4. v. li hinten) im Kreis seiner Mit-Champions 6 | aktuell | das neueste aus bayerisch-schwaben
  • 7. | aktuell | 7 Rotary Augsburg spendet für guten Zweck Über 50 Golfer aus der Region Augsburg folgten Anfang Mai der Einladung der vier Augsburger Ro- taryclubs, um bei der 9. Auflage des „Rotary Augsburg Charity Golf Cups in Burgwalden für ei- nen wohltätigen Zweck zu golfen. Trotz erheblicher Wetterun- bilden und späterem Turnierabbruch konnte mit dem Startgeld, dem Erlös einer Versteigerung und großzügigen Spenden einer Vielzahl namhafter Unternehmen sowie privater Spender eine Spendensumme in Höhe von 19.500 € erzielt werden. Mit dieser Summe wird in diesem Jahr der MUKIS-Förderverein bedacht. Im Bild (v.l.n.r.): Cornelia Kollmer (RC Renaissancestadt), Max Strehle, Klaus Emler (RC Renaissancestadt), Frank Dietrich (Golfclub Augsburg), Hans Jenuwein (MUKIS), Ernst Pfaff (RC Augsburg), Stefan Holzamer (RC Fuggerstadt) Galerie Noah Bernd Zimmer – Ursprung Die Galerie Noah im Augsburger Glaspalast zeigt noch bis 21. Juni Bilder von Künstler-Legende Bernd Zimmer mit ausgewähl- ten Arbeiten von 2008 bis 2015. Seit Jahrzehnten gilt die Malerei Zimmers als Markenzeichen und Gütesiegel für Qualität. Die Ga- lerie Noah präsentiert nun 25 Schätze aus dessen großen Ge- mäldeserien wie „Kristallwelt“, „Reflexion“ oder „Alles fließt“. „Ur- sprung“ nennt sich das Ausstel- lungs-Highlight des Jahres, weil es den Betrachter zu den Ursprüngen allen Seins führen will. Im Bild (o.) Reflexion. Ruhiger Abend. Acryl auf Leinwand 2009 (u.) Kristallwelt. Ursprung I. Acryl auf Leinwand 2012 (Ausschnitte) Informationen www.galerienoah.com Mut zur Wut Drei Studierende der Hochschule Augsburg bei Plakatwettbewerb erfolgreich „Adam und Eva“, „Dollar beats Right“ und „Let off steam“ – unter diesen Titeln hatten drei Studie- rende „Mut zur Wut“ und sind mit ihren Plakaten beim gleichnamigen internationalen Gestal- tungswettbewerb unter den Gewinnern. Bei 2635 Einrei- chungen von 1312 Gestaltern aus 50 Nationen konnte sich Klara Maria Laura Forner unter die ersten 30 Prämierten einreihen. Yannick zur Strassen und Ulla Reißenweber zählen zu den Top 100. Gemäß dem Titel „Mut zur Wut“ sollte das Thema einen kritischen, sozialen, politischen und/oder persönlichen Inhalt haben, der in einem aussagekräftigen Motiv dargestellt ist. Im Bild „Dollar beats Right“ – Plakat von Yannick zur Strassen Informationen www.mutzurwut.com Drei Mohren Bienenprojekt Anfang April diesen Jahres sind Honigbienen auf das Dach des Augsburger Hotels Drei Mohren gezogen. In den war- men Sommermonaten werden es 600.000 Bienen sein, die aus ihren zehn Stöcken tagtäglich ausschwärmen, um 500 bis 700 kg Honig jährlich zu sammeln. Dieses Projekt knüpft direkt an den Gedanken der Nachhaltigkeit an, den das Ho- tel bereits in der Auswahl und Verarbeitung regionaler und saisonaler Produkte umsetzt. Hoteldirektorin Anja Bantle freut sich, dass bereits Anfang Juni der erste Drei Mohren Honig geerntet werden konnte. Dieser wird einerseits für die Zubereitung besonderer Speisen in der Küche sowie als Komponente des reichhaltigen Frühstückbuffets verwen- det werden. Des Weiteren kann der Drei Mohren Honig ab dem 19. Juni 2015 direkt an der Rezeption erworben werden. Mit einer Spende von nur 10.– € können außerdem Bienen- patenschaften übernommen und damit gemeinnützige Projekte unterstützt werden. Informationen www.augsburg.steigenberger.com Nach der Geschichte von Otfried Preussler Aufführungen: Fr. 10.07.15 Sa. 11.07.15 Mi. 15.07.15 Fr. 17.07.15 Sa. 18.07.15 Mi. 29.07.15 Fr. 31.07.15 Mi. 05.08.15 Fr. 07.08.15 Sa. 08.08.15 Aufführungen: So. 12.07.15 Do. 16.07.15 So. 19.07.15 So. 26.07.15 Familien- und Senioren- Aufführungen: Fr. 03.07.15 Sa. 04.07.15 So. 05.07.15 Beginn je 20:30 Uhr Do. 30.07.15 Sa. 01.08.15 So. 02.08.15 Do. 06.08.15So. 26.07.15Beginn je 20:30 Uhr Do. 06.088.155 Aufführungen: Karten und Info: Telefon 0906 - 8981, www.freilichtbuehne-donauwoerth.de Freilichtbühne Donauwörth
  • 8. Lückenlatein Persönlichkeiten aus der Region vervollständigen den Lückenbrief des SchlossMagazins. In dieser Ausgabe: Stephanie Knauer Pianistin und Journalistin Die in Augsburg geborene Pianistin erhielt ihren ersten Klavierunterricht ab dem sechsten Lebensjahr. Ihr Studium an der Musikhochschule Augsburg/ Nürn- berg schloss sie 2001 mit dem künstlerischen Diplom „mit Auszeichnung“, 2003 mit dem Meisterklassendiplom ab. Während des Studiums bekam sie dort ihren ersten Lehrauftrag. Sie errang Wettbewerbserfolge und Stipen- dien, besuchte Meisterkurse für Hammerklavier, Cembalo, Liedbegleitung, Jazz und Kammermusik. Außerdem beschäftigt sich die Pianistin mit zeitgenössischen Wer- ken, davon sie einige uraufführte. Seit einigen Jahren spielt sie in Jazz- und Klezmer- Formationen, ist Gründungsmitglied der Augsburger Klezmer-Gruppe „Feygele“. Die Liedbegleitung hat sich neben dem solistischen Spiel als ein Schwerpunkt heraus kri- stallisiert. Sie ist außerdem eine der wenigen, die auf dem originalen Stein-Flügel von 1785 im Augsburger Mozarthaus spielen dürfen. Seit 2013 wird Stephanie Knauer von Hapag Lloyd als Kreuzfahrtpianistin engagiert. Infos www.die-ganze-klaviatur.de · foto Christina Bleier 8 | aktuell | das neueste aus bayerisch-schwaben Die Naturstammbauer Die Naturstammbauer Gersthoferstraße 60 86169 Augsburg Mobil: 0175 20 44 846 mail@dienaturstammbauer.de www.dienaturstammbauer.de Leben in einem Naturstammhaus ist wie Leben in einer ruhigen Oase ELCH LODGE
  • 9. | aktuell | 9 Internationales Theaterhaus in Diedorf Beginn jeweils um 21 Uhr Theatercafé Kasse jeweils ab 19.00 Uhr geöffnet Juni: Fr. 26. | Sa. 27. Juli: Fr. 03. | Sa. 04. Fr. 10. | Sa. 11. TERMINE: Shakespeares Meisterwerk in einer spannenden EUKITEA-Bearbeitung voller Schauspielkunst, Tanz und Poesie www.eukitea.de Tickets und weitere Infos: 08238-96474396 Beginn jeweils um jeweils ab 19.00 Uhr geöffnet Fr. 10. | Sa. 11. Shakespeares Meisterwerk in einer spannenden EUKITEA-BearbeitungShakespeares Meisterwerk in einer spannenden EUKITEA-Bearbeitung voller Schauspielkunst, Tanz und Poesievoller Schauspielkunst, Tanz und Poesie 08238-96474396 Theaterhaus in DiedorfTheaterhaus in Diedorf Shakespeares Meisterwerk in einer spannenden EUKITEA-BearbeitungShakespeares Meisterwerk in einer spannenden EUKITEA-BearbeitungShakespeares Meisterwerk in einer spannenden EUKITEA-BearbeitungShakespeares Meisterwerk in einer spannenden EUKITEA-BearbeitungShakespeares Meisterwerk in einer spannenden EUKITEA-BearbeitungShakespeares Meisterwerk in einer spannenden EUKITEA-Bearbeitung S O M M E R OPEN AIR AUF DER WALDBÜHNE ANHAUSEN BEI AUGSBURG EUKI_HAMLET_Anz_SCHLOSS_178x62.indd 1 11.05.15 11:52 swa Graffiti-Projekt Eine Fahrt ins Bunte schmückt Stromstation Im Rahmen des swa Graffiti-Pro- jekts bekommen immer mehr Tech- nikgebäude der Stadtwerke Augs- burg ein kreatives buntes Aussehen. Jetzt haben 15 Schüler des Jakob- Fugger-Gymnasiums ein Technikgebäude vor ihrer Schule in der Kriemhildenstraße mit Graffiti gestaltet. Gemeinsam und unter Anleitung von Christian Ostler, Aron Roßner und Sophie Te vom Graffiti-Verein „Die Bunten e.V.“ sowie dem Kunstlehrer Robin Högl entwickelten die Schüler zunächst in einem Workshop im Rahmen des Kunstunterrichts die Motive für die Gestaltung und setzen sie dann am 21. und 22. Mai um. Im Bild Schüler des Jakob-Fugger-Gymnasiums Augsburg gestalteten die Trafostation in der Kriemhildenstraße. Foto swa / Thomas Hosemann · Informationen www.sw-augsburg.de Eukitea’s Sommer-Open Air 2015 „Hamlet“ – Du hast die Wahl! Längst zählt das Eukitea Sommer Open Air zu den kulturellen Highlights der Region, das weit über die Grenzen des Augs- burger Landes austrahlt. In der blauen Stille der Sommer- nacht auf der Waldbühne Anhausen, umfangen von lauschen- den Waldwipfeln, geleitet in diesem Jahr Eukitea-Regisseur Stephan Eckl, Shakespeares Spuren folgend, auf eine Reise hinab in die tiefsten Gründe des Menschseins. Schatten und Licht brechen auf in Farbgewalt und Klang, getragen von Schauspielkunst, Tanz und Poesie. Informationen www.eukitea.de · tickets@eukitea.de Bergwerksmuseum Penzberg Kohlebergbau am Alpenrand Bis 1966 wurde in Penzberg Pechkohle abgebaut. Nach der Bergwerksschließung schufen sich ehemalige Bergleute mit einem Museum einen Ort der Erinnerung an ihr Berufsleben un- tertage und bewahrten hier ihre über die Jahre gewachsene Sammlung von originalem Arbeitsgerät, Dokumenten und Foto- grafien. Die Stadt Penzberg, die ihre Entstehung allein dem Koh- levorkommen und ihrem Abbau verdankt, hat nun die Träger- schaft übernommen und die Sammlung zu einem modernen Museum umgestaltet, das im Sommer 2013 eröffnet wurde. Die originalgetreuen Streckenausbauten der Bergknappen bilden das Kernstück der Ausstellung. Hier werden die verschiedenen Entwicklungsstufen des Kohleabbaus – vom Handabbau bis zum voll mechanisierten Betrieb – dargestellt. Eine Besonderheit ist das kleine Bergwerkskino, in dem das historische Filmdokument über das Penzberger Bergwerk aus dem Jahr 1929 gezeigt wird.  Informationen www.bergwerksmuseum-penzberg.de Rieser Bauern­ museum Maihingen 300 Jahre Alltagskultur im Ries Vielfältige Einblicke in das ländliche Leben gewährt das Rieser Bauern- museum Maihingen (12 km nördlich von Nördlingen) in zwei barocken Klostergebäuden. Ab 28. Juni lädt das Museum nach zweijährigem Umbau im ehemaligen Brauhaus zu einer neuen Entdeckungsreise durch 300 Jahre All- tagskultur im Ries ein. Ob Milchladen oder Friseur, Krämerla- den oder Zahnarzt – nicht nur durch originale Einrichtungen werden frühere Zeiten lebendig. Eine Fülle attraktiv präsen- tierter Objekte und historische Fotos vermitteln Themen, die von der Kindheit auf dem Land bis zur Kleidung, vom Wohnen bis zum Haushalt und seinen Helfern reichen. Medienstationen laden zum Stöbern und Spielen ein, Aktivstationen zum Aus- probieren. Eine weitere Ausstellung im Nachbargebäude spannt einen abwechslungsreichen Bogen über die Rieser Landwirt- schaft von 1800 bis 1950, von der Handarbeit mit einfachen Ge- räten bis zur Vollmechanisierung und dem Traktor. Foto RBM/Heike Fautner · Informationen www.rieser-bauernmuseum.de
  • 10. 10 | termine | veranstaltungstipps Weitersagen: Veranstaltungstipps # Ausstellung # Theater Kabarett # Musik Tanz # Sonstiges Augsburg 6. Juni, 20:00 Uhr Claudia Jung Jubiläumskonzert in der Western-City in Dasing www.western-city.de 11. Juni, 18:00 Uhr Farbenfrohe Zauberwelten Themen der Hausmalerei auf Porzellan und Fayencen im Rahmen der „Kunst-Stunde“ Maximilianmuseum 14. Juni, 20:00 uhr Die Teddy Show „Was labersch Du…?“ YouTube- Sensation Tedros Teclebrhan auf Deutschlandtour Messe Augsburg www.messeaugsburg.de 17. + 18. Juni vocatium Fachmesse für Studium und Ausbildung Schwabenhalle und Tagungscenter www.messeaugsburg.de 20. Juni, 10:00 – 16:00 Uhr Reptilienbörse Augsburg Messe Halle 7 und Tagungscenter www.messeaugsburg.de 20. Juni Lange Kunstnacht Kulturelle Angebote in der ganzen Stadt www.langekunstnacht.de 24. Juni Enissa Amani Zwischen Chanel und Che Guevara: Kabarett in der Kresslesmühle www.kresslesmuehle.de 25. Juni – 26. Juli Stefan Szczesny Kunstausstellung in der Galerie Noah www.galerienoah.com 25. Juni, 20:00 Uhr Ingo Appelt Besser…ist besser, Comedy im Spectrum Club www.konzertbuero-augsburg.de 25. – 27. Juni 85 Jahre Augsburger Stadtmarkt Jubiläumsfest mit Rahmen­ programm im Stadtmarkt www.augsburg.de 25. Juni – 13. September Lechflimmern Open-Air-Kino mit zwei Leinwänden im Familienbad am Plärrer www.lechflimmern.de 26. Juni, 21:00 Uhr Hamlet – Du hast die Wahl! Premiere des Shakespeare- Klassikers im Eukitea-Theater Open Air auf der Waldbühne Anhausen www.eukitea.de 26. Juni – 8. August Gatte gegrillt Schwarze Dreieckskomödie des Sensembletheaters im Innenhof des Jakoberwallturms, bei schlechtem Wetter im Sensembletheater www.sensemble.de 26. + 27. Juni Ein Haus Das Kann Theatralisch-musikalischer Parcours zum 20-jährigen Jubiläum des Kulturhauses Abraxas www.abraxas-augsburg.de 26., 27. + 28. Juni, 20:00 Uhr Mario Barth Tournee „Männer sind bekloppt, aber sexy“ Messe Augsburg www.messeaugsburg.de www.mario-barth.de 27. Juni – 30. Juli Blues Brothers Musical auf der Freilichtbühne am Roten Tor www.theater-augsburg.de 27. Juni – 20. September Der Schatz im Silbersee Süddeutsche Karl-May-Festspiele in der Western-City Dasing www.karlmay-festspiele.de 27. Juni, 20:00 Uhr Big Band Sommernachtsball 2015 Big-Band-Sound mit den Horn Flakes im Kurhaus Göggingen www.parktheater.de Theater Augsburg www.theater-augsburg.de 10. Juni, 19:30 Uhr Medea Ballett, Choreografie von Àngel Rodriguez brechtbühne 10. Juni, 20:30 Uhr Gift. Eine Ehegeschichte Premiere Kammerspiel von Lot Vekemans · Hoffmannkeller 11. Juni, 22:00 Uhr Playboy Bühnenstück von Marijana Verhoef „Pulp Fiction in Bayern“, Uraufführung · Hoffmannkeller 15. + 16. Juni, 20:00 Uhr Reife 8. Sinfoniekonzert für Klavier und Orchester Kongress am Park 19. Juni, 20:30 Uhr Gust Premiere, Bühnenstück des bayerischen Dichters und Provokateurs Herbert Achternbusch · Hoffmannkeller 20. Juni, 19:00 Uhr Eröffnungskonzert zur Langen Kunstnacht mit den Augsburger Philharmonikern Goldener Saal Rathaus 21. Juni, 11:00 Uhr Sommerwind Werke für Blechbläser mit dem (B)Lech-Quintett und Gästen MAN-Museum 28. Juni, 20:00 Uhr Philharmonisches Chor-Konzert Kongress am Park 1. Juli 19:30 Uhr Destillationen IV Junge-Choreografen-Abend brechtbühne 1. Juli, 20:00 Uhr Haindling Es geht wieder auf – Gastspiel der Kultband auf der Freilichtbühne am Roten Tor Enissa amani
  • 11. | termine | 11 Kloster Thierhaupten 14. Juni, 19:00 Uhr Volksmusik aus dem Lechtal Kreuzgarten, bei schlechtem Wetter im Kapitelsaal www.bezirk-schwaben.de Schloss Höchstädt 27. Juni, 19:00 Uhr Tanz-Konzert mit dem Klezmer-Ensemble „Mesinke“ und der Big Band des Bonaventura Gymnasiums Dillingen · Schlosshof, bei schlechtem Wetter im Saal www.bezirk-schwaben.de Schrobenhausen 3. Juli, 18:00 bis 22:30 Uhr Lange Einkaufsnacht Innenstadt und Bahnhofstraße www.schrobenhausen.de Friedberg 20. + 21. Juni Sonnwend-Töpfermarkt im Friedberger Stadtpark www.sonnwend-toepfermarkt.de Donauwörth www.donauwoerth.de 20. + 21. Juni Bockfest Traditionelles Fest auf dem Bock-Berg Harburg 27. Juni – 8. August Die Dame vom Maxim Komödie in 2 Akten von Georges Feydeau Freilichtbühne Donauwörth www.freilichtbuehne-donauwörth.de 12. Juli – 6. August Die kleine Hexe Nach dem Kinderbuch von Otfried Preußler Freilichtbühne Donauwörth www.freilichtbuehne-donauwörth.de 14. Juni, 10:00 – 17:00 Uhr Donauwörther Automeile Rund ums Auto, veranstaltet von der CiD Reichsstraße, Spitalstraße, Hindenburgstraße Schloss Leitheim www.leitheimerschlosskonzerte.de Das Konzertprogramm ist leider weitgehendausverkauft.Restkarten (Stand:01.Juni) nochfür: 11. Juli, 18:00 Uhr Ich sterbe für das Leben Literarisch-musikalische Collage 12. Juli, 11:00 Uhr Raphaela Gromes Julian Riem Violoncello und Klavier 4. Juli, 20:00 Uhr Audi Sommerkonzert Veronika Eberle (Violine) Michail Lifits (Klavier) Schloss Bissingen www.markt-bissingen-kultur.de 28. Juni, 17:00 Uhr A-cappella-Gipfel Summer Special mit VOCES8 Oettingen www.oettinger-schlosskonzerte.de 6. Juni, 20:00 Uhr Compagnia di Punto Galakonzert mit Blasinstrumenten 20. Juni, 20:00 Uhr Camerata Europeana Konzert mit Werken von Vivaldi, Grieg, Haydn, Dvorák, Tschaikowsky u. a. 5. Juli, 17:00 Uhr Bläserkammermusik mit dem Bläserquintett der Staatskapelle Dresden und Christian Elsas, Klavier Aichach www.aichach.de 12. – 14. Juni Aufgspuit in Oacha 1. Volksmusikfestival TSV-Halle und Stadtpfarrkirche 5. Juli, ab 16:00 Uhr Barockpicknick im Sisi-Schloss Unterwittelsbach mit musikalischer Untermalung. Eigene Speisen können mitgebracht werden. Fürstenfeld- bruck www.fuerstenfeld.de 11. Juni, 20:00 Uhr Christian Springer „Oben ohne“ politisches Kabarett Veranstaltungsforum, Kleiner Saal 19. Juni, 20:00 Uhr Paulaner Solo+ 2. Runde Kabarett mit Lars Redlich, Olivier Sanrey, Katie Freudenschuss und Wonnebeats · Veranstal- tungsforum, Kleiner Saal 21. Juni, 19:00 Uhr Italienische Nacht Konzertabend mit der Chorge- meinschaft Fürstenfeldbruck Stadtsaal 2. Juli, 20:00 Uhr Jimmy Reiter Band High Priest of Nothing – Blues Veranstaltungsforum, Kleiner Saal 20. Juni – 5. Juli Ausstellung Studierende der Bildenden Kunst München Vernissage 19. Juni, 19:30 Uhr www.kulturwerkstatthaus10.de 28. Juni , 18:00 Uhr Werkstattkonzert Frank Reinecke, Kontrabass www.kulturwerkstatthaus10.de 4. Juli, 19:00 – 1:00 Uhr Brucker Kulturnacht www.kulturwerkstatthaus10.de Nördlingen www. noerdlingen.de 6. – 15. Juni Nördlinger Mess’ Fahrgeschäfte und Verkaufs­ ausstellungen · Kaiserwiese 13. Juni, 9:00 – 17:00 Uhr 14. Nördlinger Rosenmarkt Rund um das Rathaus 4. Juli, 14:45 Uhr Nördlingen läuft rund 12. Stadtlauf Nördlinger Altstadt Alle Angaben ohne Gewähr. Kein Anspruch auf Vollständigkeit. teddy show Karl-May-Festspiele claudia jung
  • 12. 12 | region | Integratives Kindermusical N eugier, Freundschaft und die Frage nach dem Sinn schicken den jungen Erfinder Wolle und seine beiden Freunde, die tollpatschige Ente Wiwi und die fast blinden, aber weitsichtige Ratte Wawa mit dem selbst ent- worfenen „Wuwu-Such-Mobil“ auf die Suche nach dem ver- schwundenen, ominösen Wuwu – der Beginn einer Reise voller Abenteuer. Die Charaktere sind keineswegs Fantasiefiguren, denn es gab sie wirklich und zwar als Helden der Kindheit von Nicole Matthes. Fertig geschrieben liegt die Geschichte jah- relang unbeachtet in der Schreibtischschublade, als Alice Alshut, Lehrerin an der Elisabethschule Aichach, einer Einrichtung für Kinder mit speziellem Förderbedarf, ein Kunstprojekt für ihre Schüler sucht, die – sofort begeistert – den Figuren ein Gesicht geben, die Kulissen ausarbeiten und das Buch mit viel Liebe zum Detail illustrieren. Die Collagen der ausgearbeiteten Szenen sind in einer Ausstellung in der Schule zu bewundern. Hörbuch handgemacht Regionalität ist das Motto, das sich durch das gesamte Projekt zieht: An der Hör- buchfassung, die derzeit parallel zum Kinderbuch im Atelier Luca Tonstudio von Andreas Matthes produziert wird, sind Ein integratives Kindermusical erobert das Wittelsbacher Land. In Aichach nimmt die Ge- schichte ihren Anfang. Hier hat Soziologin und Autorin Nicole Matthes in Zusammenarbeit mit der Elisabethschule das Abenteuer von „Wolle, Wiwi und Wawa auf der Suche nach Wuwu“ festgehalten. Aus der Geschichte entwickelte sich mittlerweile ein ganz besonderes Projekt: ein integratives Hör-, Buch- und Musicalprojekt. „Wolle, Wiwi und Wawa auf der Suche nach Wuwu“ Vom Buch auf die große Bühne namhafte Musiker, Künstler und Lehrer aus dem Wittelsba- cher Land ebenso beteiligt wie Kinder aus den Schulchören des Deutschherren-Gymnasiums und der Elisabethschule un- ter der Leitung von Arnold Fritscher bzw. Schulleiterin Chris- tiane Nerb-Straub. Alles ist „handgemacht“, jedes Geräusch wird akribisch vor Ort aufgenommen – beispielsweise Wald- und Plätschergeräusche am Silberbrünnl im Oberbernbacher Wald, dem Ort, an dem im Buch eine der zentralen Szenen spielt. Natürlich sind die drei Freunde Wolle, Wiwi und Wawa auf Facebook aktiv, um regelmäßig über das Projekt zu be- richten. Sogar in Videoform, denn die Figuren gibt es auch schon als Handpuppen und so hat Andreas Matthes einen Vi- deo-Clip im Stil der Augsburger Puppenkiste produziert. Musical marsch! Ende Juni ist es soweit, da kommen Wolle, Wiwi und Wawa auf die große Bühne, aber nicht als Puppentheater, sondern als Musical, uraufgeführt von den Schülern der Elisabeth- schule und der Geschwister-Scholl-Mittelschule aus Aichach. „Nachdem der Titelsong für das Hörbuch aufgenommen wur- de, war schnell klar, dass die Geschichte Musicalpotential Fotos Nicole Matthes
  • 13. | region | 13 Kressles- mühle hat“, erklärt Andreas Matthes. Über mehrere Wochen komponierte er alle zwölf Titel und begeisterte schnell weitere Musiker, die die Hauptdarsteller auf der Bühne ge- meinsam mit dem Kinderchor beglei- ten. Beteiligt sind am Musical insge- samt knapp 100 Personen, neben Schülern und Lehrkräften auch rund 25 Musiker aus dem Landkreis aus al- len Altersgruppen und Stilrichtungen, von Hip Hop, Klassik, Jazz, Blues über Rock und Pop bis hin zu Blasmusik. Geboten wird dem Publikum eine bunte Mi- schung an Songs, die die facettenreichen Gedanken und Gefühle der Figuren wi- derspiegeln und den Besucher mitnehmen auf die Höhen und Tiefen der Reise: Die Geschichte von Wolle, Wiwi und Wawa auf der Suche nach Wuwu, „eine Suche nach sich selbst, Freundschaft, nach dem Sinn und einfach allem“, ergänzt Nicole Matthes lächelnd. Inklusion im Blick Was Inklusion und integrative Pädagogik bedeutet, wird mit einem Blick auf die Bühne schnell deutlich. Hier kann sich je- der individuell mit seinen Ideen und Stärken einbringen, un- abhängig von Alter oder Schulzugehörigkeit. Das Projekt lebt von der Identifika- tion mit den Figuren und vom Herzblut der Erwachsenen ebenso wie der Kinder, die mit dem Projekt neues Selbstbewusstsein gewonnen haben. „Sie erhalten Wertschätzung und sind stolz. Sie fühlen sich als Teil eines Ganzen, eine wichtige Erfahrung“, betont die Autorin. Allen Beteiligten Raum zu geben und aufge- schlossen zu sein, ist wichtige Basis für eine gute Zusammenarbeit. Das fällt den Machern von „Wolle, Wiwi und Wawa“ sichtbar leicht. Ehren- amtlich fördern sie mit dem – in dieser Form einzigartigen – Buch- und Musi- calprojekt musikalisch-künstlerische, integrativ-pädagogische Arbeit auf spielerische Weise. Auf der Zielgeraden Nur noch wenige Wochen verblei- ben, um die Sze- nen durchzuspielen, am Drehbuch zu feilen und gemeinsam mit dem Ensemble, dem Chor und der Band zu proben. Aber mit einem Blick auf die weise, gelassene Ratte Wawa ist sich Nicole Matthes sicher, dass sich die Arbeit lohnen wird. „Das Publikum wird begeistert sein! Und wir werden Wuwu finden“, verspricht Wawa. Zu sehen ist das Musical am Samstag, den 27. Juni um 16:00 Uhr an der Elisa­ bethschule in Aichach (St.-Elisabeth-Str. 1, 86551 Aichach) und am Dienstag, den 30. Juni um 19:00 Uhr. (nm) # Weitere Informationen zum Kinderbuch und den Figuren gibt es auf facebook unter Wolle, Wiwi, Wawa. Interessierte und Förderer, die das Projekt unterstützen wollen, können sich bei Nicole Matthes unter kontakt@soziologie-matthes.de oder Tel. 08251 - 88 51 88 melden. Wiederholer??
  • 14. 14 | region | Stephanie Knauer Beflügelt übers Meer Reise-Eindrücke der „Ozeanpianistin“ Stephanie Knauer U nser Lebensraum war auf 122 Meter Länge und 18 Meter Breite begrenzt gewesen, strikte Regeln, ein Common Sense im Miteinander waren für die Bord- Crew ein Muss. Außerhalb dieser „vier Wände“ gab es meist nur Wellen, Gischt, endlos Wasser. Abgelegt wurde in Tene- riffa, mit sonorem Schiffshorn und minutiös pünktlich um fünf Uhr Nachmittag. Es ist übrigens ein Filmmärchen, dass Ozeanpianist und Schiff am Ende in die Luft gesprengt wer- den. Die Sicherheit an Bord ist ein wichtiges Thema. Am ers­ ten Abend erhielten Gäste und Mannschaft – wir nicht zum letzten Mal – Instruktionen für den Ernstfall und Rettungs- westen zur Verwahrung in der Kabine. Gegen Seekrankheit halfen die orangefarbenen Halskrausen allerdings nicht: Der Atlantik benahm sich zum Einstand eine Nacht stürmisch, das Gerücht sprach – auch wenn die „alten Hasen“ darüber lächelten – von sechs Metern Wellenhöhe. Mein Magen gab dem recht und nach einer kurzen versuchsweisen Rutschpar- tie auf dem Klavierstuhl (der Steinway-Flügel ist zum Glück mit einer Stange fest dem Boden verhaftet) fiel die dezente Live-Untermalung in der Bar „Observation Lounge“ für dies- mal leider aus. Die gute Nachricht: Der Körper gewöhnt sich mit der Zeit daran. Außerdem hat der Schiffsarzt wirksame Mittel parat. Das Leben mit der See ist auf einem Schiff selbstverständlich. Die Tische haben an den Seiten hoch- ziehbare Leisten, die bei Wellen ein Abrutschen verhindern. „Ich habe aus Erfahrung gelernt, die Suppe aus der Tasse zu trinken“, bemerkte die Dame von der Bord-Boutique lachend. Das war auf der Fahrt in die Antarktis gewesen. Manche Mit- arbeiter fuhren auf dem Schiff schon um die Welt. „Man muss bei der Arbeit mit den Wellen gehen“, sagte die Bedienung und jonglierte ihr Serviertablett mit bewundernswerter Ge- schicklichkeit durch die Rollbewegung. Der Kollege am Jazzpia­no liebte sogar den Wellengang, „je höher desto bes- ser“, fand er. Tatsächlich lief es am Klavier leichter, sobald man im Einklang mit den Wogen spielte, sich einließ auf das Heben und Senken. Es machte sogar regelrecht Spaß. Das Meer zeigte sich außerdem bald von seiner Sonnenseite und schillerte wie die Folien- Wasserattrappe der Augsburger Puppenkiste. Die Cocktailstunde vor dem Abendessen in der „Observation Lounge“ war mein allabendlicher Arbeitsbeginn. Leichte Klassik und Operetten-Hits türmten sich zum Noten- berg, manches Stück erntete sogar „Szenenapplaus“. In dieser ersten Spielrunde des Abends hörten viele Gäste zu, während sie aufs Meer und seine vielen Farben sahen. Das Halbrund- Panorama hier auf dem obersten Deck an der Bug-Seite des Schiffes war sensationell, das Meer manchmal in fantastische Sonnenuntergänge à la Turner getaucht. Als das Motorschiff auf seiner Route einen Abend lang auf der Seine fuhr, links und rechts Wälder, Wege und vereinzelt ein herrschaftlicher Landsitz vorbeizogen, war fast jeder Clubsessel besetzt. Da- bei am Flügel die Stimmung heraus zu spüren und die pas- sende Musik auszuwählen, weder zu leicht noch zu schwer, war meine Aufgabe. Wünsche wurden selten geäußert, aber insel guernsey – Blick aus dem Garten von Victor Hugo abendstimmung an Deck der MS Hanseatic honfleur – Yachthafen in der Geburtsstadt von Eric Satie reiseFotos Stephanie Knauer porträtfoto Christina Bleier
  • 15. man spürte, wenn etwas gefiel. Das „Wolgalied“ wurde zum „Jeu fixe“, ebenso „O mio babbino caro“, „Una Mattina“ und „Amélie“, Favorit des Barchefs. Nach dem Dinner gab es „Musik nach Tisch“, so stand es täglich auf dem Tagesprogramm, de- zentes Barpiano von „Autumn Leaves“ bis „Youkali“ zeitgleich zum mitreißenden Jazz der Bordband in der Tanzbar „Explorer Lounge“ am anderen Schiffsende, so lange „bis der letzte Gast geht“, lautete die Anweisung unserer Vorgesetzten. Das war in der Regel schon um Mitternacht der Fall: Meist waren für den Folgetag lange Ausflüge ins Land geplant, nach Brüg- ge, Santiago de Compostela, Marrakesch oder zu Monets Gar- ten nach Giverny. Die Crew durfte auch, auf eigene Faust, an Land. Vielgereiste – manche fahren jahrelang zur See – kannten die meisten Häfen und ihre Spezialitäten schon. Als Neuling spazierte, sah, bestaunte ich: an der Algarve den Bilderbuch- strand und „Die letzte Bratwurst vor Amerika“-Bude, in Malaga das römische Amphitheater, in Rouen die grandiose Kathedrale Monets und eine quietschgelbe Badeente, echt antik, als Souvenir nun fröhlich in meiner Augsburger Wanne treibend, Antwerpens Rubenstriptychen und Schokoladen, Lissabons legendäre Linie 28, Amsterdams Blumenzwiebeln und den Winterwunder-Weihnachtsshop, Wasserschildkrö- ten, Delfine ... Und ein Erlebnis ist es doch, nachts im Bett im Rhythmus der Wellen gehoben zu werden und wieder zu sen- ken. Wenn die Motoren flüsterleise werden, ist ihr Rauschen zu hören, ihr Brechen an die Schiffswand. Vieles wird dann unwichtig auf dem weiten, blausilbrigen Meer. Unvergess- liche Eindrücke – die ich gerne wiederholen möchte. # | region | 15 santiago de compostela die ms hanseatic vor einer Steilküste. Zur Anlandung stiegen die Passa- giere in spezielle Schlauchboote um. porto – Alte Börse
  • 16. 16 | region | Hofberg-Freilichttheater Die lustigen Weiber von Windsor Über die Grenzen der Region hinaus bekannt ist das Hofberg-Freilichttheater aus Schilt- berg. Einheimische sagen kurz und bündig Hofberg und meinen damit zum einen die Bühne, zum anderen aber auch den Verein. In diesem Jahr dürfen sich die Besucher auf „Die lustigen Weiber von Windsor“ freuen, eine Komödie von William Shakespeare. A lle drei Jahre finden sich die Mitglieder des Hofberg-Frei- lichttheater-Vereins zusammen, um ein neues Bühnen- stück einzustudieren. Dabei werden seit rund 20 Jahren Werke großer Autoren ins Programm genommen wie z. B. 1994 Wilhelm Tell von Friedrich Schiller, 1997 Götz von Berlichingen von Johann Wolfgang von Goethe oder 2009 Jedermann von Hugo von Hofmannsthal. Zum wiederholten Mal wurde Shakes­ peare aufgeführt, wie auch heuer mit „Die lustigen Weiber von Windsor“, einer deftigen Komödie, die das sonst so ehrenhaft dargestellte Rittertum mal von einer anderen, seiner dunklen Seite präsentiert. Dieser Aspekt mag auch ein Grund dafür ge- wesen sein, dass sich das „Stückfindungsteam“ um das für diese Der Hofberg Fotos Christoph Weiß
  • 17. | region | 17 Produktion unter Vertrag genommene, pro- fessionelle Regisseur-Paar Afra und Hans Kriss sowie den ersten Vorsitzenden Tobias Ladewig im Spätsommer letzten Jahres für das Stück entschied, dessen Sprachwitz und Komik über 400 Jahre nichts an Esprit ein- gebüßt hat. Zur Handlung: Mitten in die idyllisch-länd- liche, gepflegte Atmosphäre des Provinz- städtchens Windsor platzt unerwartet Sir John Falstaff, Ritter seiner königlichen Majestät von England – leider so gar nicht ritterlich, sondern ein Sauf- und Raufbold, fi- nanziell abgebrannt und großmäulig. Er will sich sanieren und zwei ehrenwerte Bürgerinnen zuerst um den Verstand und dann um ihr Geld bri ngen. Doch die gewitzten Weiber vereiteln den Plan und bestrafen den dreisten Falstaff durch drei deftige Streiche. Doch am Schluss heißt es: Ende gut – alles gut. Dieses Stück, in dem auch Feen und Kobolde ihr Unwesen trei- ben, stellte besondere Anforderungen an das Bühnenbild. Erst- mals bilden spezielle, fünf Meter hohe Vorhänge, die an stabilen Drahtseilen von Turm zu Turm quer über die Bühne gespannt werden, einen Teil der Kulisse. Hergestellt wurden die Spezial- vorhänge von einer Friedberger Firma nach den Vorlagen des Regieteams. Doch alle übrigen Arbeiten wie das Zusam- menstellen bzw. Nähen der Kostüme oder der Aufbau der Bühne werden tradi- tionell von den Vereinsmitgliedern erle- digt. Insgesamt stehen heuer rund 60 Darsteller auf der Bühne, „von 4 bis 84 Jahre“, wie Regisseur Hans Kriss bemerkt. Beim Schlussakt sogar alle zusammen: „So etwas hatten wir noch nie“. Mitma- chen dürfen übrigens auch Nicht-Schiltberger, sofern sie dem Verein angehören. Und woran erkennt man nun die Aktiven (zu- mindest die Männer) im Vorfeld? An den Vollbärten, die plötzlich auf vielen Gesichtern sprießen! Echte Bärte sind nämlich von Vorteil für die Maske, auch wenn sie nicht jeder Mann als ange- nehm empfindet. Zum Ausgleich trägt deshalb auch der Regis- seur einen „Solidaritätsbart“, wie er ihn nennt. (hea) # Informationen und Tickets www.hofberg-freilichttheater.de Saison 2015 Freitag 19. Juni bis Samstag 18. Juli · Spielbeginn jeweils 21:00 Uhr Hofberg-Freilichttheater Schiltberg e.V. Am Hofberg 1 · 86576 Schiltberg
  • 18. 18 | region | augsburger Wassertage Augsburger Wassertage Industriekultur, Marionetten und Shakespeare auf dem Weg zum Welterbe Bei den zum dritten Mal organisierten „Augsburger Wassertagen“ können erneut Was- serwerke und Wasserkraftwerke, Brunnenfiguren im Maximilianmuseum und Bäche im Stadtwald Augsburg besucht und besichtigt werden. A ugsburgs historische Wasserwirtschaft könnte schon 2019 einen Platz auf der UNESCO-Welterbeliste ein- nehmen. Hochoffiziell und Schwarz auf Weiß hat die Stadt diese Nachricht vor kurzem erhalten. Das macht die Denkmäler der Wasserwirtschaft aktuell noch etwas span- nender. Doch das Programm bietet auch Neues: Shakespeare im Wasserturm und die „Wasserspiele“ der Marionetten im Mu- seum der Augsburger Puppenkiste. Jeweils verschiedene Pro- grammpunkte finden bis Oktober an jedem ersten Sonntag im Monat und einigen weiteren Terminen statt. Selbst die „Stars an Fäden“ werben jetzt für Augsburgs historische Wasserwirtschaft: Die Sonderausstellung „Wasserspiele – Marionet- ten als Kulturbotschafter“ gehört sicher zu den Programmhöhepunkten der diesjährigen „Augsburger Wassertage“. Dass die Schau im Puppentheatermuseum „die kiste“, die Ma- rionetten mit Themen der Augsburger Was- serwirtschaft zusammenbringt, unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission steht, hält Augsburgs Tourismusdirektor Götz Beck für „ein ganz starkes Signal“. Der Chef der Regio Augsburg Tourismus GmbH, die an den ersten Sonntagen der Monate Mai bis Oktober jeweils von 10:00 bis 16:00 Uhr durch die Wassertürme am Roten Tor führt, hat sogar Shakespeare bemüht, um für Augsburgs Kultur- und Technikerbe zu werben. An mehreren Abenden im Juli – Pre- miere ist der 3. Juli – wird die Theatergruppe Bluespots Produc- tions Romeo und Julia im Großen und im Kleinen Wasserturm bei einer experimentellen Inszenierung lieben und sterben lassen. Was sonst so läuft rund um Augsburgs Wasser, zeigt die Pro- grammbroschüre, die nicht zuletzt mit Unterstützung durch die Stadtwerke Augsburg gestaltet wurde. Die Stadtwerke bieten den bislang meistbesuchten Programmpunkt der bereits 2013 und 2014 organisierten Wassertage an: Das historische Wasserwerk am Hochablass ist schließlich ein in- ternational bedeutendes Denkmal der Industriekultur. Tou- rismusdirektor Götz Beck freut sich darüber hinaus, dass ver- schiedenste Veranstalter mit breit gefächertem Angebot Augsburgs historische Wasserwirtschaft auf ihrem Weg zum Welterbestatus unterstützen: Das Schwäbische Handwer- kermuseum zeigt den Kastenturm, das Maximilianmuseum informiert zu den Monumentalbrunnen, Kraftwerksbetreiber Franz Winter gewährt Einblicke in zwei historische Wasserkraftwerke, Hausherr Kurt Idrizovic öffnet die Tür zum Unteren St.-Jakobs-Wasser- turm, der Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg führt zu Fuß oder per Rad zum Wasser im Stadtwald Augs- burg. Neben anderen Augsburger Veranstaltern beteiligen sich erneut Einrichtungen aus dem Landkreis Augsburg an den Wassertagen: Bis Oktober öffnet jeden ersten Sonntag das Lechmuseum Ba- yern im historischen Wasserkraftwerk der LEW in Langweid die Pforten. Und das Klostermühlenmuseum Thierhaupten informiert zur Mühlentechnik. In der Unteren Mühle an der Friedberger Ach hat Museumsleiterin Claudia Drachsler an- lässlich der anstehenden Welterbe-Bewerbung sogar eine neue Ausstellung zur Geschichte der Wasserkraft eingerich- tet, die erstmals im Rahmen der „Augsburger Wassertage“ besichtigt werden kann. Erhältlich ist die Programmbroschüre unter anderem bei der Tourist-Information der Regio Augsburg Tourismus GmbH, im Kundencenter der Stadtwerke Augsburg und an vielen weiteren Verteilstellen. Das vollständige Programm ist im Internet unter www.augsburg-tourismus.de/welterbe zu finden. # fotos Christian Stachulla
  • 19. In den neuen Räumen im Gesundheitszentrum am Vincentinum können Frau Dr. Ahr und ihr Team den Patienten eine augenärztliche Kom- plettversorgung auf höchstem Niveau bieten: in vier modern ausgestatteten Sprechzimmern mit Sehschule, einem Voruntersuchungsraum sowie einem Raum für die Lasertherapie am Auge und für Gefäßuntersuchungen am Augenhintergrund. Neben dem breiten Spektrum der konservativen Augenheilkunde und der wichtigen modernen Spezialdiagnostik werden hier Laserbehand- lungen durchgeführt. Ambulante und stationäre Operationen erfolgen im gleichen Haus im OP- Zentrum des Gesundheitsparks Vincentinum. Grauer Star Bei einem Grauen Star lässt die Sehschärfe nach, die Blendempfindlichkeit nimmt zu und die Pa- tienten sehen alles nur noch wie durch einen grauen Schleier: Der Graue Star (Fachausdruck: Katarakt) hat sich gebildet. Die bisher klare Au- genlinse ist durch das Alter trüb geworden, die Sicht verschwimmt. Normalerweise wird der Graue Star bei einer meist ambulant durchgeführten Operation be- seitigt. Der Augenchirurg entfernt die trübe Linse und ersetzt sie durch eine künstliche. Die Patienten können meist nach kurzer Zeit wieder klar und scharf sehen. Manche Patienten werden jedoch für eine Operation am Grauen Star statio- när aufgenommen: „Dies trifft für Menschen zu, die beispielsweise nur ein Auge haben oder de- nen aufgrund ihrer körperlichen Verfassung das für die Nachsorge wichtige Eintropfen von Medi- kamenten ins Auge nicht möglich ist“, so Dr. Ahr. Grüner Star Der Grüne Star entsteht aufgrund von Durchblu- tungsstörungen und Schäden an den Nervenzel- len der Netzhaut und am Sehnerv. Ursache ist oft ein erhöhter Augeninnendruck. „Wenn drucksenkende Augentropfen nicht helfen oder der Patient die Tropfen nicht verträgt und auch kleinere Lasereingriffe keine Fortschritte bringen, muss in der Regel operiert werden. Mit einem modernen mikrochirurgischen und be- sonders sanften Verfahren können die Folgen des Grünen Stars erfolgreich bekämpft werden“, berichtet Frau Dr. Ahr. Besonders wichtig ist ein rechtzeitiges Erkennen dieser Krankheit. Deshalb sollte ab dem 40. Lebensjahr der Augeninnen- druck einmal jährlich kontrolliert werden. Altersblindheit Bis vor wenigen Jahren galt die gefährliche feuchte Form der Makuladegeneration – auch Al- tersblindheit genannt – als unheilbar. Dr. Ahr:„Es gab verschiedene Ansätze, jedoch kei- ne Möglichkeit, das Augenlicht bei dieser Krank- heit zu erhalten oder gar eine Verbesserung der Sehkraft bei den Patienten zu erreichen.“ In- zwischen gibt es eine Chance für Patienten mit diesem Krankheitsbild: die Injektion von Anti- körper-Medikamenten in den Augapfel. „Dieser Eingriff wird in unserer Klinik unter sterilen Be- dingungen vorgenommen und ist für den Pati- enten nahezu schmerzfrei.“ Netzhaut-Glaskörper-Erkrankungen Es gibt zahlreiche Erkrankungen der Netzhaut, die mit medikamentösen Verfahren allein nicht ausreichend behandelt werden können. Hierzu gehören beispielsweise die Netzhautablösung, eine Bildung von Membranen auf der Netzhaut, Löcher an der Stelle unseres schärfsten Sehens oder eine Einblutung in den Glaskörper, die häu- fig bei Diabetikern auftritt. Unbehandelt führen diese Krankheiten oft zu einer starken Beein- trächtigung des Sehvermögens oder gar zur Er- blindung. Dr. Ahr: „Mit einer sogenannten ‚Vitrektomie‘ können wir heute viele Betroffene erfolgreich be- handeln.“ Als Gold-Standard hat sich in diesem Bereich die minimalinvasive Netzhaut-Glaskör- per-Chirurgie etabliert. Der Eingriff ist für den Patienten um ein Vielfaches angenehmer, da bei diesem Verfahren mit einem Schnitt im Millime- terbereich gearbeitet wird und keine schmerz- hafte Naht am Auge die Wunde verschließt. Ebenso wird das Infektionsrisiko enorm reduziert. Frau Dr. Ahr führt am Vincentinum Netzhaut- Glaskörper-Operationen durch – sowohl Routi- neeingriffe als auch komplizierte Operationen – und steht ihren Patienten somit vor und nach der Operation kompetent zur Seite. Der Traum von einem „Leben ohne Brille“ Das Behandlungsspektrum des MVZ Augenheil- kunde wurde kürzlich erweitert: Durch die Kor- rektur von Fehlsichtigkeiten kann Interessierten der Traum von „einem Leben ohne Brille“ mit einem hochmodernen 3-D-Femto-Sekundenlaser erfüllt werden. Frau Dr. Ahr:„Hierbei wird auch der Schnitt in der Hornhaut mit dem Laser – statt wie früher mit einem Mikrokeratom (Messer) – durchgeführt. Die Behandlung von Fehlsichtigkeiten wird damit noch exakter, schonender und sicherer.“ Das 2013 gegründete Medizinische Versorgungszentrum Augsburg für Augenheilkunde, Anästhesie und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie hat bereits im letzten Jahr dank seiner neuen Ärzt- lichen Leiterin, Frau Dr.Waltraud Maria Ahr, sein Behandlungsspektrum stark erweitert. Sehen ist Leben Nutzen Sie die Spezialsprechstunde! Frau Dr. Ahr steht den Patienten in einer wöchentlichen Spezialsprechstunde zur Verfügung. Sie berät Interessierte zu all diesen Themen und auch zu den sogenannten Premiumlinsen, die bei einer Operation des Grauen Stars eingesetzt werden können. Sie korrigieren unter anderem Hornhautverkrümmungen oder auch die Altersweitsichtigkeit. Anzeige Frau Dr. med. Waltraud Ahr ist Spezialistin für Katarakt- chirurgie (Grauer Star) und für die Behandlung von Netzhaut- Glaskörper-Erkrankungen. Das komplette Spektrum der Augenheilkunde unter einem Dach! Das MVZ Augenheilkunde in neuen Räumen im Gesundheitszentrum am Vincentinum MVZ Augsburg Augenheilkunde – Anästhesie – Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie Vinzenz-von-Paul-Platz 1 | 86152 Augsburg fon 0821-650540-0 | fax 0821-650540-198
  • 20. 20 | bild des monats Grau und trüb und immer trüber Kommt das Wetter angezogen, Blitz und Donner sind vorüber, Euch erquickt ein Regenbogen. Regenbogen über den Hügeln einer anmutigen Landschaft Frohe Zeichen zu gewahren Wird der Erdkreis nimmer müde; Schon seit vielen tausend Jahren Spricht der Himmelsbogen: Friede.
  • 21. | bild des monats | 21 Gedicht Johann Wolfgang von Goethe Foto Mike Mareen / fotolia.com Aus des Regens düstrer Trübe Glänzt das Bild, das immer neue; In den Tränen zarter Liebe Spiegelt sich der Engel – Treue. Wilde Stürme, Kriegeswogen Rasten über Hain und Dach; Ewig doch und allgemach Stellt sich her der bunte Bogen.
  • 22. 22 | GENUSS | Schwedischer Inselsommer D er Sommer hat in Schweden etwas Magisches und ist die schönste Zeit des Jahres. Da das Klima in Skandi- navien rau und die Winter kalt und lang sind, wissen die Nordmenschen den Sommer umso mehr zu schätzen und verbringen ihn so viel es geht im Freien. Dem Sommer zu Eh- ren feiern sie das Mittsommerfest, das in der Rangliste der nationalen Feiertage gleich nach Weihnachten kommt. Mitt- sommer wird traditionell rund um den 24. Juni gefeiert, wenn die Tage so lang sind wie zu keiner anderen Zeit im Jahr. Dann geht die Sonne niemals unter und die Blumen strahlen mit dem Planeten um die Wette. Wenn Kinder mit bunten Blu- menkränzen im Haar ausgelassen um die Mittsommerstange tanzen und die Erwachsenen gemütlich unter mit Girlanden behangenen Bäumen sitzen, dann weht ein Hauch von Buller- bü durch die Festgesellschaft. Schwedischer Inselsommer Eine Einladung zum Mittsommerfest Feiern, Tanzen, Schlemmen, Geschichten-Erzählen – die Schweden lieben es, gemeinsam mit Familie und Freunden lange Sommer­tage unter freiem Himmel zu verbringen. Unsere schwedischen Rezepte vermitteln Ihnen einen roman- tischen Traum vom Sommer in Schweden. Einfach herrlich! Text Stefanie Grindinger fotoS feferoni, Piotr Wawrzyniuk / fotolia.com Natürlich ist die Tafel reich gedeckt. Schweden sind echte Genießer und schätzen vor allem den sozialen Aspekt am Ko- chen. Essen bereichert das Leben und macht jeden Geburts- tag, jedes Fest und sogar jeden regenverhangenen Tag zu etwas Besonderem. Ein traditionelles Gericht an Mittsom- mer ist eingelegter Hering („Sill“), der mit Frühkartoffeln, Frühlingszwiebeln und saurer Sahne serviert wird. Doch auch knackige Sommersalate, frisch gebackenes Brot, herz- hafte Tartes, köstliche Obstkuchen und viele Speisen mehr sind fester Bestandteil eines Mittsommerfestes. Wie auch das ein oder andere Gläschen Kräuterschnaps. Die Schweden sind ein trinkfestes Völkchen. Alle Speisen werden auf den Tisch gestellt und jeder bedient sich nach Lust und Laune. Nicht nur die Kinder freuen sich auf die süßen Erdbeeren mit Sahne, die es zum Nachtisch gibt.
  • 23. | GENUSS | 23 Feiern unter freiem Himmel Im August steht ein weiteres wichtiges Fest im Kalender eines jeden Schweden: „kräftskiva“, das alljährliche Flusskrebsessen. Die Fluss- krebse werden mit reichlich Dill in Salz- wasser gekocht und kalt verzehrt. Alle Menschen tragen lustige Hüte und Klei- dung mit Krebsmotiven und skandieren Trinksprüche wie „Ein Krebs, ein Schnaps, ein Lied!“. Diese Tradition ist Ihnen viel- leicht aus Astrid Lindgrens Büchern über Michel aus Lönneberga bekannt: An einem lauen Spätsommerabend ziehen Michel und Alfred feierlich los und fangen Krebse über Krebse. Heutzutage fangen die wenigsten Schwe- den die Schalentiere noch selbst; wegen einer Flusskrebspest sind in schwedischen Gewässern kaum noch einheimische Krebse zu finden. Diese werden heute größtenteils importiert oder tiefgefroren gekauft. Um den verbliebenen Bestand zu schützen, dürfen die Krebse auch nur in einem sehr beschränkten Zeitfenster gefangen werden. Auch wenn das Krebs- fest eher eine familiäre Veranstaltung ist, finden rund um den Vättern, den zweit- größten See Schwedens, zahlreiche öf- fentliche Krebsfeste statt. Wer als Tou- rist die Möglichkeit hat, an einem echten „kräftskiva“ teilzunehmen, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Frisches von Wald und Wiesen Die schwedische Küche ist ungekün- stelt und unkompli- ziert – ländliche Hausmannskost, wenn man so will. Die Zutaten sind zwar in aller Regel einfach – Wild, Hackfleisch, Fisch, Kartoffeln, Gemüse, Pilze –doch stets bester Qualität. Wenn man Schweden nach ihrer Leibspeise fragt, wird die Antwort wohl in neun von zehn Fällen „husmanskost“ lauten. Typisch schwedisch sind alle Arten von „bullar“, Frikadellen aus Fisch („fiskbullar“) oder Fleisch, die berühmten „köttbullar“. Durch die Omnipräsenz von Süß- und Salzgewässer kommt viel frischer Fisch auf den Teller, oftmals Hering, Dorsch und Lachs. Schweden ist mit einer Kü- stenlänge von über 3.200 Kilometern ein wahres Paradies für Angler. Die traditi- onellen Gerichte unterscheiden sich da- bei von Region zu Region. So hat sich beispielsweise die Insel Gotland im Bal- tischen Meer einen Namen für Lamm- fleisch, Wein und Trüffel gemacht, wäh- rend für den hohen Norden Gebirgsfisch, Moltebeeren, Rentierfilet und würziger Käse charakteristisch sind. Die Schweden haben eine ausgesprochene Schwäche für Süßes und Backwaren aller Art. Zu Kaffee und Tee am Nachmittag dürfen Zimtschnecken nicht fehlen – ein Hochgenuss, der seinesgleichen sucht! Die Zimtschnecken sind sogar so beliebt, dass sie seit 1999 einen eigenen Feiertag haben, den „kanelbullens dag“ am 4. Okto- ber. In Lebensmittelläden stapeln sich in langen Regalen Weingummis, Bonbons, Schokolade und andere Süßigkeiten. Um den übermäßigen Verzehr einzuschränken, haben viele schwedische Familien den „godisdag“ eingeführt. Nur an diesem Wochen- tag dürfen Kinder – und Erwachsene – ihre heiß geliebten Süßigkeiten naschen. Schweden sind Meister der Vorratshaltung. Früher, als jeder Haushalt sich noch selbst versorgte und es keine Supermärkte gab, waren Vorräte überlebenswichtig, um die langen Wintermonate zu überstehen. Viele schwedische Familien hatten be- reits in den 1950er Jahren eine Tiefkühltruhe. Diese Gewohnheit hat sich bis heute gehalten. Hinzu kommt, dass man in Schweden durch das so genannte Jedermanns- recht prinzipiell alles mit nach Hause nehmen darf, was in der Natur gerade wächst. Dazu gehören vor allem Kräuter, Pilze und Beeren aller Art, die verarbeitet und in Form von schmackhaften Gelees, Marmeladen oder Likören haltbar gemacht wer- den. Auf diese Weise bannen die Schweden den viel zu kurzen Sommer in Gläser und freuen sich an seinen köstlichen Schätzen. Bis zum nächsten Sommer! # Buch-Tipp Hannah Widell, Amanda Schulman Schwedischer Inselsommer. Unsere Lieblingsrezepte Zeit haben, Familie und Freunde um sich haben, draußen sein, gemeinsam schlemmen: Hannah, Amanda und ihre Familien laden Sie in ihr Som- merhaus auf Gotland ein und bringen Ihnen in einem unvergleichlichen Sommer schwe- disches Lebensgefühl nahe. Da wird gemütlich gefrühstückt, es gibt ein Picknick mit den Kindern am Strand, die Männer grillen und ge- meinsam wird das große Büffet für das Mitt- sommernachtsfest aufgebaut. Preis 19,99 € Bassermann Verlag ISBN 978-3-572-08184-4 www.randomhouse.de/bassermann
  • 24. Lauwarmer Rote-Bete-Salat mit Ziegenkäse Zutaten für 8 – 10 Personen Für den Salat 1 kg Rote Bete + 250 g frischer grüner Spargel + 100 g frische Brechbohnen + 50 g Pinien- oder Haselnusskerne + Oli- venöl, zum Braten + 70 g Rucola + 70 g Babyspinat + 250 g Ziegenkäse Für das Dressing 90 ml Olivenöl + 2 EL Balsamico-Creme + 1 EL Honig + ita­ lienische Salatkräuter + Kräutersalz + schwarzer Pfeffer Zubereitung # Die Rote Bete in einem großen Topf garen. Die Garzeit hängt von ihrer Größe ab – wenn sie sich beim Einstechen weich anfühlen, sind sie gar. Die Rote Bete unter kalt flie- ßendem Wasser schälen und in Stücke schneiden. #  Spargel und Bohnen in mundgerechte Stücke schneiden. Mit den Kernen in einer heißen Pfanne mit Olivenöl anbräunen. #  Rucola und Spinat auf einer großen Platte oder in einer Sa- latschüssel anrichten. Rote Bete, Spargel, Bohnen und Kerne hinzufügen. Den Ziegenkäse zerbröckeln und über den Salat streuen. #  Für das Dressing Öl, Essig und Honig verquirlen. Mit Salat- kräutern, Kräutersalz und Pfeffer würzen und den Salat mit dem Dressing beträufeln. Krebsküchlein mit Dillmayo Zutaten für 6 Stück Für die Krebsküchlein 450 g Krebsfleisch oder Surimi, klein geschnitten + 4 Stän- gel Dill, gehackt + 1,5 EL Mayonnaise + 1 TL Tabasco oder nach Geschmack Saft von 1⁄2 Zitrone + 1 Ei + etwas Salz Semmelbrösel + Butter, zum Braten Für die Dill-Mayonnaise 3 Knoblauchzehen, zerdrückt + 3 Eigelb + 2 TL Weißwein- essig + 270 ml Raps- oder Maiskeimöl + einige große Dill- stängel + Salz und Pfeffer Zubereitung # Krebsfleisch, Dill, Mayonnaise, Tabasco, Zitronensaft, Ei und Salz in einer Schüssel verrühren. 30 Minuten in den Kühl- schrank stellen. # Die Masse zu 6 Kugeln formen und vorsichtig ein wenig flach drücken. In Semmelbröseln wenden und behutsam in Butter braten. Mit der Dill-Mayonnaise servieren. #  Für die Dill-Mayonnaise Knoblauch, Eigelb, Essig, Salz und Pfeffer in einer Schüssel mit einem Handmixer verrühren. Un- ter Rühren nach und nach das Öl eingießen. Kurz vor dem Ser- vieren den frisch geschnittenen Dill unterrühren. 24 | GENUSS | die küche perus · rezepte24 | GENUSS | Schwedischer Inselsommer – rezepte
  • 25. Milchreiskuchen mit Konfitüre und Sahne Zutaten für 6 – 8 Personen Für den Milchreis 1 l gekochter Milchreis + 65 g ganze Mandeln + 150 g Sahne 3 Eier + 1 TL Vanillezucker + 1⁄2 g Safranfäden + 3 EL Zu- cker + Butter für die Form Zum Servieren Schlagsahne + Beerenkonfitüre Copyright © Amelia Widell, „Schwedischer Inselsommer“ / Bassermann Verlag Zubereitung #  Den Milchreis nach Packungsanleitung garen. # Den Backofen auf 175 °C vorheizen. Wasser in einem Topf aufkochen und die Mandeln darin ein paar Minuten kochen. #  Unter kaltem Wasser abschrecken, häuten und fein hacken. Mandeln, Sahne, Eier und Vanillezucker unter den Milchreis mengen. Safran und Zucker mischen und unter die Masse rühren. Den Teig in einer eingefetteten Auflaufform etwa 20 Minuten backen. # Den Milchreiskuchen mit Schlagsahne und Konfitüre servieren. | GENUSS | 25 Wir tun ALLES für Ihre Traumküche: Ehrliche und kompetente Beratung Aufmaß bei Ihnen Zuhause 3D Planung Rundum-Sorglos-Service mit Lieferung und Montage ✓ ✓ ✓ ✓ Möbelhaus Heimerer GmbH · 86899 Landsberg · Münchner Str. 32 Tel. 08191/2349 · Fax 08191/32212 · www.moebel-heimerer.deKüche Global 51.140 Wir tun ALLES für Ihre Traumküche: Seit über 90 Jahren für Sie vor Ort! LEBENSFREUDE MIT KOCHGELEGENHEIT
  • 26. 26 | GENUSS | Wildkräuter D ie heimische Natur ist voller wertvoller Kräuter. Sie wachsen unerkannt direkt vor der Haustüre, im eige- nen Garten, auf der Nachbarwiese, am Wegesrand oder im nächsten Wald. Gertraud Schachtner kennt die Kräu- tervielfalt und pflegt traditionelles Wissen, das zunehmend in Vergessenheit gerät. In den Augen der Kräuterpädagogin gibt es kein Unkraut: „Jede Pflanze erfüllt einen Zweck.“ Und viele davon seien zum Wohle des Menschen einsetzbar – die- nen der Gesundheit oder dem Genuss. Man muss es nur wis- sen. Für Gertraud Schachtner ist jeder Spaziergang eine Kräuterwanderung. Immer wenn sie das Haus verlässt, hat sie eine Tüte mit dabei. „Neun Monate im Jahr gehe ich ge- bückt und drei Monate lang aufrecht.“ Ähnlich wie ein Pilz- sammler hat auch die Kräuterpädagogin ihre Stammplätze. Der Natur aufder Spur Viele Pflanzen, die gemeinhin für Unkraut gehalten und achtlos entfernt werden, haben sogar großen Nutzen: Brennnessel, Giersch Co. enthalten gesundheits­ fördernde, heilende Wirkstoffe und eignen sich hervorragend zum Kochen. Gertraud Schachtner aus Wolnzach ist Kräuter-Expertin. Die 59-Jährige ist staatlich zertifizierte Kräuterpädagogin und hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Menschen die Schätze der Natur aufzuzeigen. Essbare Wildkräuter, Blumen und Pflanzen für die sommerliche Küche Text + fotos Stefanie Grindinger Doch sie gehe nie auf die Suche nach bestimmten Kräutern. „Das, was kommt, das ist“, sagt sie. Mit viel Engagement, Herzblut und Charme veranstaltet Ger- traud Schachtner von Frühjahr bis Herbst Kräuterwande- rungen. Sie geht mit Kleingruppen hinaus in die Natur und öffnet ihnen die Augen für die Wildpflanzen unserer Heimat. Man erfährt Standorte, Erkennungsmerkmale und Einsatz- möglichkeiten. Dabei werden alle Sinne berührt: Man sieht, man fühlt, man riecht, man schmeckt. So zerreiben Teilneh- mer zarte Blätter zwischen den Fingern, um die ätherischen Öle freizusetzen. Im Anschluss an die Wanderung findet eine Verkostung mit selbst gemachten Speisen und Getränken statt, die Gertraud Schachtner mit viel Liebe zum Detail an- richtet: eine würzige Schafgarben-Beifuß-Butter, Wildkräu- Gertraud Schachtner: Das Johanniskraut hat um Johanni herum Hoch-Zeit und gilt als „Sonnenschein für die Seele“.
  • 27. | genuss | 27 Schafgarben-BeifuSS- Butter mit Rosenpfeffer Zutaten 250 g Butter + 1 Handvoll junge Schafgarbenblätt- chen und geschlossene Blütenköpfchen + 1 Hand- voll junge Beifußknospen und Blättchen + 4 EL Rosenpfeffer (im Handel als „Rosa Beeren“ erhältlich) + 1 EL Zitronenöl + 1 Prise Salz + et- was Pfeffer + 1 Prise Zucker + nach Geschmack eine halbe Knoblauchzehe oder junge Knoblauchraukeblätter + ein paar Blüten und Blätter für die Dekoration Zubereitung #  Butter bei Zimmertemperatur mit einer Gabel zerdrücken. #  Die Wildkräuter waschen und fein hacken bzw. bei der Schafgarbe die Fiederblätter vom Stängel abstreifen, so- fern die Blättchen bereits kräftiger sind, unter die Butter mengen. #  Rosenpfeffer hinzugeben und mit Zitronenöl, Salz, Pfef- fer und Zucker abschmecken, Knoblauch hacken oder zerdrü- cken bzw. Blätter der Knoblauchrauke klein schneiden, zuge- ben. # Butter in kleinen Gläschen anrichten, mit Rosenpfeffer, Blüten und Blättern verzieren. # Die Kräuterbutter hält sich im Kühlschrank einige Tage und passt auch gut zu Gegrilltem. terquark, Quinoa mit Laubkraut oder Brennnessel-Quiche, daneben ein wilder Blumenstrauß. Dazu gibt es duftendes Brot aus dem eige- nen Holzofen, der bei den Schachtners auf der Terrasse steht. „Wenn alle gegangen sind, bin ich kaputt, aber zufrieden.“ Über die Brennnessel erfährt man zum Beispiel, dass sie sich dank ihres ange- nehm nussigen Geschmacks hervorra- gend zum Kochen eignet. Sie verfeinert unter anderem Suppen, Knödel, Spätzle und Gebäck. „Außerdem ist die Brennnessel gut für den Mann“, verrät Gertraud Schachtner mit einem Augenzwinkern. Ebenso verkannt ist der Giersch; dank seines kräftigen Geschmacks, der zwischen Gelbe Rüben und Petersilie liegt, ist der junge Giersch bei Gertraud Schachtner häufig im Koch- topf zu finden. Sie bevorzugt junge, zarte Blättchen und nimmt sie nie pur her, sondern als raffinierte Zutat. Die leidenschaftliche Köchin liebt es zu experimentieren und stellt Liköre, Essigzubereitungen, Chutneys, Brotaufstriche, Salze, Senf und vieles mehr zur Verkostung her. Die Kreativität der 59-Jährigen kennt dabei keine Grenzen. „Die Ideen kommen mir einfach so“, ver- rät sie, oftmals beim Spazieren-Gehen, inspiriert von der Natur. Au- ßergewöhnlich sind nicht nur die Namen, sondern auch die Zutaten. In der Essigzubereitung „Brennende Liebe“ hat sie beispielsweise Brennnessel und Klatschmohnblütenblätter kombiniert. Der Name ist hierbei übrigens Programm, denn beide Pflanzen haben laut Gertraud Schachtner eine aphrodisierende Wirkung. Im „Dirndllikör“ ist die Kor- nelkirsche enthalten, während die „Wilde Herbstimpression“ unter an- derem mit Vogelbeeren, Hagebutten, Brombeeren und Holler einen Querschnitt der herbstlichen Hecke darstellt. Neueste Kreation ist der Hopfen-Senf, der die Hopfen-Kollektion mit Essig, Öl, Salz und Likör vervollständigt – eine Hommage an ihre Heimat, die Hallertau. Unzählige Versuche seien nötig gewesen, bis der Senf so richtig gepasst habe, sagt Gertraud Schachtner. Erst wenn das Geschmackserlebnis rundum perfekt ist und ein Erzeugnis zu vielem passt, also zu Brot, Käse, Fleisch, Gemüse, gibt sich die Perfektionistin zufrieden. „Das Schöne am Hopfen ist seine beruhi- gende Wirkung“, weiß Gertraud Schachtner. Ihren Hopfenlikör hat sie denn auch „Betthupferl“ getauft – bei Schlafproblemen wirke er Wunder. Einige ihrer Erzeugnisse bietet sie in ihrem Treppenhaus- Laderl an – in kleinem Rahmen und nur solange der Vorrat reicht. „Das ist mein Leben!“ Gertraud Schachtner hat die Liebe zur Natur ge- wissermaßen mit in die Wiege gelegt bekommen. Ihre Eltern seien beide sehr naturverbunden ge- wesen, doch am meisten wurde sie von ihrer Großmutter mütterli- cherseits geprägt. „Meine Oma hatte gegen jedes Zipperlein ein Heil- kraut. Ein Fläschchen Arnika-Tinktur stand immer bei ihr im Schrank“, erzählt Gertraud Schachtner. „Die Kräuterpädagogik hat mein Leben rund gemacht und ist für mich Berufung, Erfüllung und Entspannung zu- gleich. Das ist mein Leben!“ # Tipp Bitte das Rezept nur ausprobieren, wer die Wildkräuter 100-prozentig kennt! Oberschönenfeld Klosterstüble Zisterzienserinnen Abtei Oberschönenfeld Oberschönenfeld 1 86459 Gessertshausen www.klosterstueble-oberschoenenfeld.de Wir freuen uns auf Ihre Reservierung unter Telefon: 08238–3730 ......................... Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag ab 10 Uhr Biergarten und Sonnenterrasse
  • 28. 28 | region | biergarten-tipps Biergarten-Tipps Persönlichkeiten aus Bayerisch-Schwaben und dem Fünfseenland verraten uns und Ihnen ihre Lieblings-Biergärten Michael Ramstetter Medienberater aus Starnberg „Mittendrin und trotzdem immer besonders ge- mütlich: Der kleine Biergarten der Schloss- gaststätte Leutstetten zwischen Gauting und Starnberg. Zu Fuß, mit dem Fahrrad, auch mit dem Auto problemlos aus allen Himmels- richtungen erreichbar, lädt der Garten vor der Schlossgaststätte unter alten Kastanien zum schattigen Verweilen ein. Gleich gegenüber dem Familiensitz der Wittelsbacher Luitpold von Bayern und seiner Familie wird das könig- liche Bier aus der Schlossbrauerei Kaltenberg ausgeschenkt. Dazu kann sich der Besucher an Ständen mit Radi, Brezeln und dem einen oder anderen bayerischen Schmankerl und son- stigen Biergarten-Klassikern zu zivilen Prei- sen versorgen. Auch wenn Sie Ihre Brotzeit von zu Hause selber mitbringen, stört dies an den fest installierten Biertischen niemanden. Es herrscht meist eine gelassene, fröhliche Stimmung und wenn Sie Glück haben, treffen Sie dort auch den einen oder anderen Spieler des FC Bayern. Die haben diesen Biergarten auch längst als Ihren Geheimtipp entdeckt ...” Schlossgaststätte Leutstetten Altostraße 11 · 82319 Starnberg Tel. 08151 - 81 56 www.hs-gaststaetten.de Dr. Manfred Frei Initiator der Reihe „All that Jazz @ Starnberg“ Foto Tobias Vetter „Die Straße, die zum „Forsthaus am See“ führt, ist so klein, dass man sie fast übersieht. Man fährt durch eine parkähnliche Landschaft und gelangt zum Ufer des Starnberger Sees: Hier ist nicht nur ein bekanntes Restaurant mit ausgewählter Küche, sondern auch ein gemüt- licher Biergarten mit Selbstbedienung. Man sitzt direkt am Wasser unter großen Sonnen- schirmen. Der kleine Hafen mit den schönen Booten gibt mediterranes Flair, aber im Hin- tergrund sieht man eine prächtige, sehr baye- rische Kulisse: Der See, die Roseninsel und die herrliche Alpenkette. In dieser Umgebung las- sen sich wunderbar ein kühles Weißbier und ein Brotzeitteller genießen.“  Forsthaus am See Am See 1 · 82343 Possenhofen-Pöcking Tel. 08157 - 93 01 - 0 www.forsthaus-am-see.de Heinz Stinglwagner Citymanager Augsburg „Wenn ich mal am Wochenende Pause von der Augsburger Innenstadt machen möchte, fahre ich nach Aichach-Unterschneitbach zum Bier- garten der „Grubetfreunde“. Dieser urgemüt- liche Biergarten ist inmitten eines Natur- schutzgebietes, eines herrlichen Waldes und auf einer tollen Anhöhe gelegen. Super selbst- gemachte Brotzeiten, aber auch Kaffee und Kuchen laden zum Verweilen ein. Die Kinder kön- nen bedenkenlos herumtollen – und wenn das Baucherl voll ist, dann sorgt ein ausgiebiger Spa- ziergang auf dem Walderlebnispfad für Entspan- nung. Übrigens: Am 7. und 8. August organisieren die Grubetfreunde wieder den „Stereo-Wald“, eine tolles Open Air mitten im Grün.“ Geöffnet: samstags ab 11:00 Uhr, sonntags ab 10:00 Uhr, in den Ferien auf Anfrage. Grubetfreunde Aichach e.V. Grubet 1 · 86551 Aichach Tel. 08251 - 33 55 www.grubetfreunde.de
  • 29. | region | 29 Konstantin Fritz Kulturmanager „Der Biergarten vom „Oberen Wirt zum Queri“ ist einer der schönsten und idyllischsten im Fünf- seenland. Er liegt leicht erhöht im Zentrum des kleinen Ortes Frieding bei Andechs, statt- liche Kastanien spenden Schatten. Von hier hat man einen herrlichen Blick auf die nahe Hochebene mit ihren Feldern und vereinzelt stehenden, alten Bäumen. Am Horizont kann man den Ammersee erahnen und sieht bei schönem Wetter einen Sonnenuntergang fast wie in der afrikanischen Savanne. Das Essen ist ausgezeichnet, die Bedienung freundlich, die Preise etwas teurer als anderswo – dafür gibt’s aber auch Bio-Angusrind aus der eige- nen Zucht. Eine Bronzestatue erinnert an den bayerischen Dichter Georg Queri, der einst hier im jetzigen Gasthaus geboren wurde.“  „Der Obere Wirt” zum Queri Georg-Queri-Ring 9 82346 Andechs – Frieding Tel. 08152 - 91 83 - 0 www.queri.de Gerhard Reiter Geschäftsführer Messe Augsburg Foto Siegfried Kerpf „Der Berghof in Augsburg-Göggingen bietet zu allen Jahreszeiten ein ausgesprochen gemüt- liches Ambiente und hervorragende bayerische Hausmannskost mit Produkten regionaler Liefe- ranten. Jetzt empfiehlt sich wieder ganz beson- ders ein Besuch im heimeligen Biergarten mit den großen Kastanienbäumen. Darüber hinaus ist der Berghof auch für Firmenfeiern und Ge- schäftsessen sehr zu empfehlen – praktischerwei- se ganz in der Nähe der Messe Augsburg gelegen.“ Berghof Bergstraße 12 · 86199 Augsburg-Göggingen Tel. 0821 - 9 98 43 22 www.berghof-augsburg.de Walter Steffen filmemacher „Also mein Lieblingsbiergarten ist immer noch der Biergarten beim Fischer Lidl in Seeshaupt am Starnberger See, ca. 2 Gehminuten vom Dampferanleger der bayerischen Seenschiff- fahrt entfernt. Da ist die Welt für mich die Welt tatsächlich noch in Ordnung – alles ist bodenständig, einfach und wunderschön und die Preise sind noch echt moderat. Neben ty- pischer bayerischer Brotzeit wird auch Ste- ckerlfisch serviert. Und ich kann direkt vom Biergarten aus in den See hüpfen, wenn mir danach ist.  Besser geht's nicht!  Am 18. Juli gibt’s dort übrigens wieder eine besondere Gaudi: das traditionelle Fischerstechen.“ Biergarten Lidl Würmseestüberl Seepromenade 10 · 82402 Seeshaupt Tel. 08801 - 26 89  www.biergarten-lidl.de Oliver Weiss Geschäftsführer Wunjoo GmbH, Starnberg „Ich empfehle den Biergarten in der Post Auf- kirchen: Der schönste Besprechungsort im Fünfseenland. Mein Geschäftspartner und ich treffen uns jeden Montagvormittag in der Post – ein Platz an der Sonne oder unter schattigen Kastanien mit herrlichem Blick auf die Alpen.“ Die Post Landgasthof Aufkirchen Marienplatz 2 82335 Berg am Starnberger See Tel. 08151 - 4 46 1 2 - 0 www.post-aufkirchen.de Angelika Weiss 3. Vorstand des Vereins Hofberg- Freilichttheater „Ich fahre mit meiner Familie gerne in den zünf- tigen Biergarten der Gast- und Tafernwirtschaft Niederdorf bei Hilgertshausen, im Dreieck zwi- schen Altomünster, Schiltberg und Gerolsbach. DER Biergarten für Familien mit Kindern! Das fa- miliengeführte Wirtshaus mit sehr freundlicher Bedienung liegt in einem weitläufigen Gelände mit riesigem, etwas unterhalb platziertem Kin- derspielplatz und bietet leckeres bayerisches Es- sen, nicht nur im Biergarten. Dieser ist im Sommer ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt, zumal nur wenige Kilometer entfernt drei Bahnstatio­ nen zu finden sind, von denen aus man die Wirt- schaft bequem mit dem Fahrrad erreichen kann.“ Gast- und Tafernwirtschaft Niederdorf Haus Nr. 16 · 86567 Hilgertshausen-Niederdorf Tel. 08250 - 211 www.tafernwirtschaft.de Dr. Markus Litpher Kaufmännischer Vorstand der Lechwerke AG „Kein Geheimtipp, aber immer einen Besuch wert: das Kloster Oberschönenfeld mit sei- nem herrlichen Biergarten. Nach einem aus- giebigen Waldspaziergang lassen wir uns im Schatten der Kastanien die bayerisch-schwä- bischen Spezialitäten schmecken. Auch ein Besuch des Volkskundemuseums oder des Walderlebniszentrums lohnt sich. Und na- türlich fahren wir nicht nach Hause ohne ein selbstgebackenes Holzofenbrot vom Brotladen.“   Klosterstüble Oberschönenfeld Oberschönenfeld 1 · 86459 Gessertshausen Tel. 08238 - 37 30 www.klosterstueble-oberschoenenfeld.de
  • 30. 30 | region | Ritterspiele Kaltenberg Lagerleben und Rittershow Kaltenberger Ritterturnier Kaltenberg ist alles zugleich: Show, Open Air Festival, Mittelalter und für Kinder der einzige Spielplatz, auf dem sie einen Ritterschlag erhalten – ein einzigartiges Fest. H ören, Sehen, Fühlen, Erleben – das Kaltenberger Rit- terturnier ist auch 2015 eine Show für alle Sinne. An drei Wochenenden im Juli lädt Seine Königliche Hoheit Prinz Luitpold von Bayern wieder dazu ein, den mittelalter- lichen Zauber abseits des Alltags zu genießen. Und das ist in Kaltenberg ganz leicht: Lass dich entführen! Der Zauber des Mittelalters umgibt nicht nur die Kaltenberg Arena, sondern das gesamte Schlossgelände. Überall trifft man auf bunte Gaukler, fröhliche Narren, (be-)zaubernde Hexen, atemberau- bende Akrobaten und mitreißende Musikanten. Über 1.000 Mit- wirkende machen einen Tag beim Kaltenberger Ritterturnier zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die Krönung des Kalten- berg-Erlebnisses ist die große Ritterturnier-Show. Waghalsige Reiter stürmen die Arena, Feuer, Licht und Musik lassen alle Sinne beben. Spektakulär und live in Szene gesetzt: Der Kampf um den Sieg im Turnier, der Konflikt zwischen Gut und Böse. Vor 35 Jahren erfüllte sich Luitpold Prinz von Bayern, Urenkel des letzten bayerischen Königs, einen königlichen Traum: Rit- terspiele wollte er veranstalten mit allem, was dazu gehört. 1980 fand das erste Kaltenberger Ritterturnier in beschei- denem Rahmen vor rund 300 Zuschauern statt. Seitdem wuchs Kaltenberger Ritterturnier 2015 10. bis 26. Juli Ritterturnier Nachtveranstaltung Fr 17. Juli, Fr 24. Juli Ritterturnier Abendveranstaltung Sa 11. Juli, Sa 18. Juli Ritterturnier Tagesveranstaltung So 12. Juli, So 19. Juli, So 26. Juli Ritterturnier Nachmittagsveranstaltung Sa 25. Juli Gauklernacht: Fr 10. Juli Informationen und Tickets www.ritterturnier.de · Tickethotline: 01806 - 11 33 11 fotos Ritterspiele Kaltenberg
  • 31. | region | 31 Tickets: www.ritterturnier.de oder 01806-11 3311 (20 – 60 ct/min) 10. – 26. Juli 2015 Fr/Sa/So Lass dich entführen! Lass dich entführen! das Ereignis dank seiner Attraktivität zum überregionalen Zuschauermagneten. 2004 wurde die Zahl von 2.000.000 Be- suchern überschritten. Heute erleben durchschnittlich rund 11.800 Besucher pro Veranstaltungstag das mittelalterliche Spektakel. 1973 hatte alles angefangen. Prinz Luitpold war Gast in einem Schloss im englischen Canterbury. Dort wurde er Zeuge eines mittelalterlichen Turniers. Die Vorführung begeisterte ihn so sehr, dass er die englische Rittersportgruppe British Jousting Association vom Turnierplatz weg zur 800-Jahrfeier der Wit- telsbacher und zur Eröffnung der Ritterschwemme in Kalten- berg engagierte. Das 1292 zum ersten Mal urkundlich er- wähnte Schloss auf dem bewaldeten keltischen Berg schien für diese Idee wie geschaffen. Einen würdigen Platz wollte der Prinz seinem Kaltenberg verschaffen, wollte erreichen, dass hier die Geschichte wieder auflebt. Neben den 14 Haude- gen aus England traten auch einheimische Rittersmänner an zum Hauen und Stechen, wenn auch zunächst auf der grünen Wiese. Die Peißenberger Bergknappen folgten dem Ruf ihres Herrn; ein Flohmarkt, ein Wettkampf der Armbrustschützen und ein Blaskapellen-Wettstreit unterhielten die ersten Schaulustigen – immerhin rund 5.000 im ersten Jahr. Da wur- de sogar die Verpflegung knapp. Er denke an eine Wiederho- lung etwa alle zwei Jahre, sagte Prinz Luitpold damals. Die Ritterturniere entwickelten sich rasant. Sie würden gut in unsere Zeit passen, sagte der Prinz, es sei ein starkes Bedürf- nis da, sich mit der Vergangenheit zu befassen, aus der Plas­ tikwelt auszubrechen.1985 wurde die Sand-Arena mit der Königsloge gebaut, die unterhalb des Biergartens liegt. Heute umgibt den Turnierplatz ein Markt mit Artisten, Gauklern, Handwerkern, Spielleuten, Quacksalbern, Narren, Raubrittern und vielen anderen Künstlern und die Veranstaltung findet je- des Jahr statt. Aus dem Traum des Prinzen ist das größte Rit- terturnier der Welt geworden. Mehr Komfort und noch mehr Stimmung garantiert übrigens ab sofort die neue Überdachung der Arena. Das imposante neue Dach über den Blöcken A und H in der Arena zu Kalten- berg verspricht den Besuchern des Ritterturniers 2015 mehr Unabhängigkeit vom Wetter. Wer einen der regen- und son- nensicheren Plätze ergattern will, sollte schnell sein – die überdachten Plätze sind sehr gefragt. #
  • 32. promotion32 | region | GolfPark Gerolsbach Golf unter Freunden GolfPark Gerolsbach Unter neuen Vorzeichen hat die Golfsaison in Gerols- bach begonnen. Golf gespielt wird in dem Ort, der süd- östlich von Schrobenhausen am Rande der Holledau liegt, schon seit 1995. Anfang dieses Jahres wurde je- doch aus dem ehemaligen Golfclub der GolfPark Gerols- bach, geführt von Reinhold Steger, dem ursprünglichen Initiator der Golfanlage und Besitzer des Areals. R einhold Steger investiert viel in den GolfPark, um sei- ne Attraktivität weiter zu erhöhen. So wird derzeit noch die Driving Range umfassend modernisiert. Zehn Abschläge sind überdacht worden, so dass bei jeder Witterung mit ungetrübtem Vergnügen geübt werden kann. Dazu gibt es noch 20 Mattenabschläge und davor durchgehende Rasenab- schläge. Kurz vor der Fertigstellung sind auch zwei neue Ab- schlaghallen, in der dank modernster Videoanalyse die eigene Abschlagtechnik kontrolliert und verbessert werden kann. In bestem Zustand befinden sich Fairway und Greens auf dem idyllisch gelegenen, leicht hügeligen, 80 Hektar großen Areal. Die 18 Spielbahnen verteilen sich auf ca. 70 Hektar, die den Blick frei geben auf weite Höhenzüge, Äcker, Wälder, Senken und Einödhöfe. Eine Herausforderung auch für anspruchsvolle Spieler sind zahlreiche Wasserhindernisse, Fairway- und Grünbunker und nicht zuletzt die teilweise erhöhten Grüns. Sein kreatives Design macht den Platz zu einem echten, sport- lich fairen Erlebnis. Clubhaus und Restaurant sind in einem ehemaligen Stallgebäude eines Vierseithofs untergebracht. Head Pro John Malone Neu in Gerolsbach ist auch Head Pro und Head Teaching Professional John Malone, gebürtiger Ire und ehemaliger England South Region Tour Spieler. Seine langjährige Golferfahrung als Pro gewann er zuvor in den Golfclubs von Richmond Park in London, auf Schloss Klingenburg und im GC Abenberg. Er brennt darauf, die Golf-Akademie Gerolsbach durch moder- nes und professionelles Training weiter auszubauen, was ihm durch seine Qualifizierung als A Trainer der Britischen PGA und als zertifizierter Ausbilder der Deutschen PGA mit Sicherheit gelingen wird. Clubmanager Holger Wuttig Dafür, dass die vielen neuen Vorhaben – unter anderem die Kooperation mit an- deren Golfplätzen – umgesetzt werden, sorgt seit knapp zwei Monaten Holger Wuttig. Zeit seines Lebens ist er dem Sport eng verbunden, was auch in eine Profilaufbahn mündete. Nach deren Ende war er sechs Jahre lang in renommierten Golfhäusern im Verkauf tätig und stu- Immer am Ball: Head Pro John Malone (li.) und Clubmanager Holger Wuttig fotos GolfPark Gerolsbach
  • 33. promotion | region | 33 GolfPark Gerolsbach Hof 1 · 85302 Gerolsbach Tel. +49 8445 - 799, Fax +49 8445 - 9 10 59 Clubsekretariat in der Saison Mo bis So, 9:00 bis 17:00 Uhr Head Pro John Malone Tel. 0151 - 54 78 10 85 Restaurant Salz Pfeffer Tel. 08445 - 9 37 90 09, Fax 08445 - 9 10 59 www.golfpark-gerolsbach.de Nächste Turniere 4. Juni Salz Pfeffer Turnier, Stableford, 18 Loch 16. Juni Betty Barclay Ladiesturnier, Stableford, 18 Loch 27. Juni Business Cup 2015, Stableford, 18 Loch 5. Juli Vierer Clubmeisterschaft, Zählspiel 18 Loch dierte Sportökonomie. Das Angebot, das Management des GolfParks zu überneh- men, erschien ihm deshalb verlockend, da er hier, ebenso wie John Malone, enormes Potential sah. Eine seiner Hauptaufgaben ist die Intensivierung der Zusammenar- beit mit anderen Golfclubs. Realisiert wird dies derzeit mit dem Golfclub Tegern- bach und Golfclub Zollmühle. Hier kann ein Mitglied des GolfParks Gerolsbach je- weils ohne Greenfee spielen. Mit einer langen Reihe anderer Clubs konnten spezielle Vereinbarungen getroffen werden, nach denen Vollmitglieder dort gegen redu- ziertes Greenfee golfen können. Turnier- und Feiertage sind von dieser Vereinba- rung natürlich ausgenommen. Nähere Informationen dazu finden sich im Internet. Restaurant Salz Pfeffer In neuen Händen ist auch das renovierte Restaurant Salz Pfeffer, das ganzjährig geöffnet haben soll. Die Speisekarte bietet niveauvolle bayerische und internationale Spezialitäten zu einem fairen Preis-Leistungsverhältnis. Alle Lebensmittel werden stets frisch von ortsansässigen bzw. regionalen Lieferanten bezogen. Für den kroatisch-italie- nischen Einfluss auf der Karte sorgt Restaurantleiterin Anna Horvat, die auf lang- jährige Gastronomieerfahrung zurückblicken kann. Gern gesehen sind zu jeder Zeit auch Nichtgolfer als Gäste, die von der großzügigen Terrasse aus einen herrlichen Weitblick genießen können. Der GolfPark bietet sich außerdem als Ausflugsziel für Radler und Spaziergänger an und das das ganze Jahr über, denn das stilvolle und gemütliche Restaurant verbreitet durch seine Gewölbedecke eine einladende Hei- meligkeit. Geplant ist deshalb auch, das Restaurant für Nicht-Golf-Events anzubie- ten. Geöffnet hat Salz Pfeffer zu den üblichen Betriebszeiten des GolfParks. So neu aufgestellt freut sich der GolfPark Gerolsbach auf neue Mitglieder – derzeit sind es rund 600 – um seinem Motto noch besser gerecht zu werden: Golf unter Freunden. (hea) #
  • 34. S eit dieser Zeit gehört das Schloss der Gemeinde Gau- ting und ist an ein Unternehmen vermietet. Zur An- lage gehören das Haupthaus, die Wagenremise und das so genannte Salettl, ein Gartenhaus. Die Remise steht der Kunst und Kultur zur Verfügung. Das Gebäude mit dem dominanten Walmdach und den geschwungenen Jugendstil- gauben wurde einst als Pferdestall und als Garage für Kutschen und andere Fahrzeuge genutzt. Nach einer aufwändigen Reno- vierung dient es nun dem Team des Kleinen Sommerfestivals als Aufführungsort mit besonderem Flair für Konzerte, Lesungen und Filmvorführungen (www.kleines-sommerfestival.de). 34 | region | herrschaftssitze Herrschaftssitze Schloss Fußberg befindet sich in Gauting im Würmtal nahe München. Es liegt unmittelbar nördlich des Ortskerns von Gauting am linken Ufer der Würm in einer Flussschleife. Seit 1981 ist der im englischen Landschaftsstil angelegte Park allen Bürgern zugänglich. Der Name des Schlosses geht auf das Rittergeschlecht der Fuß zurück, die das Schloss im 12. Jahrhundert verwalteten und unter dem bayerischen Herrscherhaus der Wittelsbacher dem Stand der Ministerialbeamten angehörten. Urkundlich ist Fußberg seit 1342 als befestigter Herrensitz und Lehens- stück der bayerischen Herzöge nachgewiesen. Ursprünglich war das Schloss wohl als Wasserburg in einer Flussschleife konzipiert; bis ins 19. Jahrhundert hatte die Anlage Wehr- charakter. Seine heutige Gestalt als dreigeschossiger Walm- dachbau erhielt das Schloss im Jahr 1721 nach Plänen von Paul von Dießen. In dieser Zeit diente es dem Kloster Schloss Fußberg
  • 35. Andechs als Sommersitz und als Station auf dem Weg nach München. Als die Klosterzeit mit der Säkularisation zu Ende war, kam der Besitz wieder in weltliche Hände: 1819 erwarb der als „Eremit von Gauting bekannt gewordene Karl Theo- dor Maria Freiherr von Hallberg-Broich die Anlage.1894 bis 1897 wurde das Schloss erneut umgebaut und erhielt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Parkanlage. So wur- de es zu einem gehobenen Wohnsitz in einem englischen Landschaftsgarten. # Quelle wikipedia | region | 35 fotos I. Berger, R. Huber, Pianistenclub
  • 36. 36 | region | Stadtmuseum Neuburg D as Stadtmuseum Neu- burg feiert seinen ersten runden Geburtstag! Vor zehn Jahren, am 8. April des Jah- res 2005, wurde das neue Museum feierlich eröffnet. Vorausgegan- gen war eine lange Phase der Re- novierungen, Umbauten und Planungen. Träger des Stadtmu- seums ist der Historische Verein, aus dessen Sammlungen auch die meisten der gezeigten Exponate stammen. Dem Ver- ein gehören außerdem zahlreiche Exponate, die heute im Schlossmuseum zu sehen sind. Das jetzige Museumsgebäude, ursprünglich ein spätgotischer Bau von 1517, war zu Beginn des 18. Jahrhunderts zum barocken Adelspalais umgebaut worden. Dem Kurpfälzischen und Pfalz-Neuburger Geheimen Rat Wil- helm Adam Freiherr von Weveld verdanken wir seine heutige Erscheinung und den Namen „Weveldhaus“. Zum Jubiläum zeigt sich das Stadtmuseum in neuem Gewand: An der Außenfassade zur Amalienstraße hin wurde das Banner er- neuert, im Eingangsbereich glänzt die Glasfront in denselben Logo-Farben, ebenso wurde der Laden- und Kassenraum neu gestaltet. Vor allem aber wurde die Dauerausstellung des Muse- ums neu eingerichtet. Viele bisher unbekannte Werke sind in neuer Präsentation zu sehen. Besonders stolz ist die Museums- leitung auf zwei Ölgemälde, die dem Haus aus Privatbesitz ge- schenkt worden sind. Die Porträts zeigen den Bürgermeister Joseph Weber, der Mitte des 19. Jahrhunderts für 25 Jahre die politischen Geschicke Neuburgs mitbestimmte, und seine Ge- mahlin Babette. Daneben gibt es malerische Ansichten der Stadt, historische Fotografien stolzer Bürger, Vereinsfahnen und außergewöhnliche Musikinstrumente zu entdecken. Gleich nebenan im Zweiten Obergeschoss kann man das ganze Jahr über die Sonderausstellung „10 Jahre Stadtmuseum Neu- burg an der Donau“ besuchen. Sie lässt die Sonderausstel- lungen der Jahre 2005 bis 2014 mit Plakaten und ausgewählten Exponaten noch einmal Revue passieren. Neben der Anzahl ist auch die Vielfalt der Themen bemerkenswert. Naturgemäß standen dabei Neuburger Themen oftmals im Vordergrund – obwohl das Stadtmuseum keineswegs nur von Einheimischen besucht wird! Ein Blick in das Besucherbuch zeigt, dass Gäste der ganzen Welt sich für das Stadtmuseum interessieren. Eine Auswahl an Zitaten ist im Weveldhaus zu lesen. Hier abschlie- ßend nur eines: „Neuburg kann man zu diesem Stadtmuseum nur gratulieren.“ (M. Teichmann) # Stadtmuseum Neuburg Amalienstraße 19, 86633 Neuburg an der Donau www.stadtmuseum-neuburg.de 10 Jahre Stadtmuseum Neuburg anzeige fotos Stadt Neuburg / Donau
  • 37. | region | 37 Neuburger Schloßfest Steckenreitertanz Reiterspiele Höfische Musik Historischer Jahrmarkt www.schlossfest.de 26. bis 28. Juni und 3. bis 5. Juli 2015 Vivat hoch Neuburger Schloßfest Steckenreitertanz Reiterspiele Höfische Musik Historischer Jahrmarkt www.schlossfest.de 26. bis 28. Juni und 3. bis 5. Juli 2015 Vivat hoch Neubur Schloß Steckenr Rei Höfisch His Ja www.schl 26. bis 28. Ju 3. bis 5. Ju Vivat h Neuburger Schloßfest Steckenreitertanz Reiterspiele Höfische Musik Historischer Jahrmarkt www.schlossfest.de 26. bis 28. Juni und 3. bis 5. Juli 2015 Vivat hoch Neuburger Schloßfest Steckenreitertanz Reiterspiele Höfische Musik Historischer Jahrmarkt www.schlossfest.de 26. bis 28. Juni und 3. bis 5. Juli 2015 Vivat hoch Neubur Schloß Steckenr Rei Höfisch His Ja www.schl 26. bis 28. Ju 3. bis 5. Ju Vivat hNeubur Schloß Steckenr Rei Höfisch His Ja www.schl 26. bis 28. Ju 3. bis 5. Ju Neuburger Schloßfest Steckenreitertanz Reiterspiele Höfische Musik Historischer Jahrmarkt www.schlossfest.de 26. bis 28. Juni und 3. bis 5. Juli 2015 Vivat hoch Neuburger Schloßfest Steckenreitertanz Reiterspiele Höfische Musik Historischer Jahrmarkt www.schlossfest.de 26. bis 28. Juni und 3. bis 5. Juli 2015 Vivat hoch Neuburger Schloßfest Steckenreitertanz Reiterspiele Höfische Musik Historischer Jahrmarkt www.schlossfest.de 26. bis 28. Juni und 3. bis 5. Juli 2015 Vivat hoch Neuburger Schloßfest Steckenreitertanz Reiterspiele Höfische Musik Historischer Jahrmarkt www.schlossfest.de 26. bis 28. Juni und 3. bis 5. Juli 2015 Vivat hoch Neuburger Schloßfest Steckenreitertanz Reiterspiele Höfische Musik Historischer Jahrmarkt www.schlossfest.de 26. bis 28. Juni und 3. bis 5. Juli 2015 Vivat hoch … für Bürger von heute: Neuburger Schloßfest Fürstenpracht von einst… Ab dem 26. Juni schlüpfen tausende Neuburgerinnen und Neu- burger an zwei Wochenenden in ihre prächtigen Renaissance- gewänder, denn dann ist es Zeit für das Neuburger Schloßfest. V om 26. bis 28. Juni und vom 3. bis 5. Juli wird die alte Fürstenherrlichkeit der Pfalz Neuburg bzw. „Jungen Pfalz, zum Leben erweckt. In Neuburg an der Donau feiert man das größte Renaissance-Historienspektakel im deut- schen Raum. Edelleute und Edelfräulein, Ritter, Gaukler, Musikanten, Hofnarren, Steckenreiter, Reigenkinder, Bauern, Gesinde und allerlei Volk sind hier bei den ver- schiedensten Darbietungen zu bewundern. Das Herzstück des Schlossfestes ist si- cherlich der Steckenreitertanz, ein Kindertanzspiel, in welchem sich die jungen Prinzen Ottheinrich und Philipp spielerisch bekämpfen. In der historisch-roman- tischen Kulisse der Altstadt werden vielfältige Tanz-, Gesangs-, Musik- und Theater- veranstaltungen angeboten, wie Tanz und Scherz bei Hofe, Tanz auf dem Markt, Hof- konzerte, Fanfarenzüge, Neuburger Gassenspieler, Lateinschule etc. Handwerker aus Nah und Fern zeigen Ihre Kunst auf dem historischen Markt und an den zahlreichen „Zehrstätten“ kann man sich für neue Abenteuer stärken. Entspannen kann man sich im Badezuber oder im Dampfbad mit Massage in der historischen Badestube. „Ich meid und HaSS all leere FaSS und liebe dieses volle Glas, schöne Mägdelein noch viel baSS“ Pfalzgraf Ottheinrich Eröffnet wird das Renaissancefest am 26. Juni um 17:00 Uhr mit dem Einzug in die Obere Stadt. Auf bunt geschmückten Zillen, über die Lebensader Donau, erreichen die edlen Festgäste die Residenzstadt und werden vom Oberbürgermeister, dem Herold, dem Truchsess und dem Marktvogt begrüßt. Am zweiten Wochenende (Samstag, 4. Juli) findet, untermalt mit der Musik des Steckenreitertanzes, ein Feuertheater am Himmel und auf der Donau statt. Der große historische Festzug am zweiten Sonntag, den 5. Juli, sucht seinesgleichen. Etwa 2.500 Personen beteiligen sich an dem bunten Renaissancefestzug, zudem Fuhrwerke, Pferde und allerlei anderes Getier. # Informationen www.schlossfest.de oder www.verkehrsverein-neuburg.de fotos Stadt Neuburg / Donau
  • 38. 38 | kunst + Kultur | oper in starnberg Oper in Starnberg Mitte Juni 2015 bringen Profis und Laien gemeinsam „Der Bajazzo“ von Leoncavallo auf die Bühne der Schlossberghalle. Andreas Sczygiol dirigiert die Prager Philharmoniker, Regie führt Hugo Wieg. Text Konstantin Fritz FotoS Bernhard Schambeck; Wilfried Feder; Otto Klappert O per in Starnberg? Die aufwändigste Kunstform der Welt, und das außer- halb einer Großstadt? Nein, nicht etwa konzertant und mit Kammerorche- ster. Sondern szenisch, mit Bühnenbild, Kostümen, international be- kanntem Orchester, deutschlandweit gecasteten Solosängern, einem renommierten Regisseur sowie Chor und Tänzern. 150 Mitwirkende, 350 Zuschauer pro Abend. Das ist „Oper in Starnberg“, und noch viel mehr, denn es geht um die Kraft einer Idee: Jung und Alt, Profis und Laien, handwerklich, künstlerisch oder organisatorisch be- gabt, begeistern sich für ein gemeinsames Ziel: Sie machen Oper, vor ihrer Haustür, heuer bereits zum zweiten Mal. Am 17. und 18. Juni 2015 steht in der Schlossberghal- le Starnberg „Der Bajazzo“ von Ruggero Leoncavallo auf dem Spielplan, ebenso wie eine in Deutschland bislang nie aufgeführte Suite des Komponisten, die kürzlich in einem Schweizer Archiv gefunden wurde. Dirigent und Intendant ist der in Herr- sching lebende Andreas Sczygiol, der auch Ideengeber, Organisator und das Herz von „Oper in Starnberg“ ist. Bekannt ist er in der Region als Leiter des Vokalensem- bles Fünfseenland, das den Opernchor bildet, unterstützt von Sängern aus Icking und München. Als Orchester reisen die virtuosen Prager Philharmoniker an. Für die Choreographie zeichnet Nikolay Georgiew mit Schülern des Ballettzentrums Starn- berg verantwortlich. Angefangen hatte alles mit einer Verletzung am Arm. Die verhinderte, dass An- dreas Sczygiol eine Musikkarriere im klassischen Sinn startete, denn ihm schien bereits als Jugendlichem der Weg auf die großen Bühnen der Welt vorgezeich- net. Doch dann konnte er zunächst nicht mehr dirigieren und machte eine psy- chotherapeutische Ausbildung. Die Liebe zur Musik ließ ihn nicht los. Er leitete Szenen der Aufführung 2014: Dido und Aeneas Dirigent und Intendant Andreas Sczygiol Tenor Jason Papowitz in der Rolle des Canio
  • 39. | region | 39 parallel zur Arbeit einen Chor, das „Vokalensemble Fünfseen- land“. Nach einigen Jahren kehrte er wieder ganz zum Diri- gieren zurück und hatte spon- tan beim Abendessen die Idee: „Wir machen Oper – und zwar hier in unserer Gegend.“ Oper zum Anfassen „Oper in Starnberg“, das ist Oper zum An- fassen, zum Mitmachen. Viele Ehrenamt- liche machen „Oper in Starnberg“ erst mög- lich, aber auch die Profis, Solosänger aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und die Prager Philharmoniker, ver- zichten auf einen Teil ihrer Gagen. „Die Zukunft der klassischen Musik kann nicht in den großen Tempeln entschieden werden. Es braucht die freien Produktionen in der Region“, sagt der große Dirigent Christian Thielemann, den Andreas Sczygiol immer wie- der persönlich begleitet. Genau das passiert in Starnberg. Hohes künstlerisches Niveau trifft auf regionale Verbundenheit: Hier darf man mitmachen, sich einbringen und die Oper als Gesamt- kunstwerk erleben. Ob bei den Kostümen, beim Bühnenbild, beim Catering oder in der Organisation, hier arbeiten Laien und Profis zusammen, sie erleben Gemeinschaft. Renommierte Protagonisten „Der Bajazzo“ ist Leoncavallos größter Erfolg und sein einziges Werk, das es zu Weltruhm brachte. Die Oper über Liebe, Eifersucht und Tod begeisterte und erschütterte schon Gene- rationen von Opernfans, berühmt ist die Arie „Lache, Bajazzo“ („Ridi, pagliaccio“). In einem deutschlandweiten Casting wurden für die Starnberger Inszenierung die Solosän- ger ausgesucht – junge, aufstrebende, teils preisge- krönte Künstler. Als Vorstück kommt eine Orchestersuite aus Leoncavallos Oper „I Medici“ zur Aufführung, ein verschollenes Werk, das bis- lang nur ein einziges Mal in Südamerika gespielt wurde, und das vor über hundert Jahren! Die Prager Philharmoniker ga- rantieren virtuoses und mitreißendes Können, geleitet von Andreas Sczygiol. Regie führt Hugo Wieg, Haus- und Hofre- gisseur bei den Opernfestspielen in Bad Hersfeld. Der Chor wird gebildet von den Vokalensembles Fünfseenland und Icking so- wie Projektsängern der Friedhelm Schnitzler Musikstiftung München. Junge Tänzerinnen und Tänzer des Ballettzentrums Starnberg sind ebenfalls auf der Bühne zu sehen – in einer Cho- reographie von Nikolay Georgiew, der mit dem außergewöhn- lich hohen Niveau seiner Produktionen regelmäßig für Auf- merksamkeit sorgt. „Oper in Starnberg“ soll sich in den nächsten Jahren weiter- entwickeln, möglicherweise wird es mehr als zwei Abende geben, aber es soll immer diesen selbst gemachten Charak- ter behalten. „Wir machen hier eben nicht ein kleines Natio- naltheater auf dem Land, sondern hier ist Oper zum Anfas- sen, zum Mitmachen, zum Mittendrinsein“, sagt Andreas Sczygiol. Und zum Genießen! # Informationen www.oper-in-starnberg.de