Die lehre der gnade

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Die lehre der gnade

  1. 1. Die Lehre der Gnadeeine biblische Wahrheit Peter Wall
  2. 2. Die Lehre der Gnadeeine biblische Wahrheit Peter WallInhaltsverzeichnis SeiteInhaltsverzeichnis ........................................................................................................................... I1 Totale Verderbnis ................................................................................................................ 11.1 Was heißt Verderbnis?........................................................................................................ 11.2 Zusammenfassung.............................................................................................................. 12 Bedingungslose Erwählung................................................................................................. 12.1 Definition ............................................................................................................................. 12.2 Bibelstellen zur Passivität des Menschen und Gottes alleinige Wirkung ........................... 22.3 Bibelstellen zur Erwählung für das Heil .............................................................................. 32.4 Aus Glauben gerechtfertigt ................................................................................................. 43 Begrenzte Sühne ................................................................................................................ 43.1 Was heißt Erlösung, Versöhnung, Sühnung? ..................................................................... 53.1.1 Erlösung .............................................................................................................................. 53.1.2 Versöhnung ......................................................................................................................... 53.1.3 Sühnung .............................................................................................................................. 53.2 Wer ist in die Erlösung eingeschlossen? ............................................................................ 53.3 Es gibt Menschen die für die Verdammung bestimmt sind ................................................. 63.4 Es gibt Menschen, denen es verwehrt wurde an Gott zu glauben ..................................... 63.5 Ist Gott ungerecht? .............................................................................................................. 73.6 Bibelstellen, die scheinbar für eine universale Erlösung sprechen .................................... 73.6.1 Mit „Welt“, „alle“ und „jeder“ sind nicht immer alle Menschen, ohne Ausnahmen gemeint 73.6.2 Erklärung – 1 Joh. 2,2 ......................................................................................................... 83.6.3 Erklärung – 1 Tim. 2,4 ......................................................................................................... 84 unwiderstehliche Gnade...................................................................................................... 94.1 Bibelstellen, die scheinbar für die widerstehliche Gnade sprechen ................................... 94.1.1 Erklärung – Matt. 23,37 ....................................................................................................... 94.1.2 Kann der Mensch Gott gegenüber widerstreben? ............................................................ 105 Beharren der Heiligen ....................................................................................................... 105.1 Erklärung – Joh. 11,27-28 ................................................................................................. 105.2 Betrachtung einiger Bibelstellen, die scheinbar für das Verlorengehen eines KindesGottes sprechen .......................................................................................................................... 115.3 Zusammenfassung............................................................................................................ 126 Wie kann ich wissen dass ich erwählt bin? ....................................................................... 127 Quellen-/Toolverzeichnis ................................................................................................... 12 Seite I
  3. 3. Die Lehre der Gnadeeine biblische Wahrheit Peter Wall1 Totale Verderbnis1.1 Was heißt Verderbnis? 1 Mose 6,5: „Und Jehova sah, dass des Menschen Bosheit groß war auf Erden undalles Gebilde der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag.“ Römer 3,10-12: „wie geschrieben steht: »Es ist keiner gerecht, auch nicht einer; esist keiner, der verständig ist, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen, sie taugenalle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer!“ Epheser 2,1: „Und euch, da ihr tot wart in den Fällen und in den Sünden,…“ 2 Petrus 2,19: „Dabei verheißen sie ihnen Freiheit, obgleich sie doch selbst Sklavendes Verderbens sind; denn wovon jemand überwunden ist, dessen Sklave ist erauch geworden.“ Johannes 8,34: „Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder,der die Sünde tut, ist ein Knecht der Sünde.“ 2 Tim. 2,26: „und sie wieder nüchtern werden aus dem Fallstrick des Teufels heraus,von dem sie lebendig gefangen worden sind für seinen Willen.“ Matt. 11,27 „„Alles ist mir übergeben worden von meinem Vater; und niemanderkennt den Sohn als nur der Vater, noch erkennt jemand den Vater als nur der Sohn,und der, dem der Sohn ihn offenbaren will“ Johannes 6,44: „Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass ihn der Vaterzieht, der mich gesandt hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.“1.2 ZusammenfassungVerderbnis bedeutet aufgrund der oben angegeben Bibelstellen, dass der Menschnicht in der Lage ist etwas zu seinem Heil zu bewirken – ja er kann sich nicht einmalfür Gott entscheiden. Würde er dies können, so würde die Errettung nicht mehr auf derGnade, sondern auf den Werken (eine Entscheidung für Gott ist ein Werk, da derMensch diesbezüglich aktiv handeln würde) beruhen Werksgerechtigkeit. DesWeiteren besagen die Bibelstellen aus, dass der Mensch keinen freien, sondern einengeknechteten Willen hat, da er sich nicht frei für Gott entscheiden kann, sondern vondem Teufel für seinen Willen gefangen ist.2 Bedingungslose Erwählung2.1 DefinitionDer Mensch wird allein aus Gnaden Erwählt und gerechtfertigt. Dies bedeutet nicht,dass Gott in der ewigen Vergangenheit wusste wer einmal zu ihm kommen und an ihnglauben wird aufgrund dessen er diese Menschen erwählte -das würde wieder auf dieWerksgerechtigkeit hinauslaufen-, sondern dass Gott selbst aus reiner Gnadebestimmte wer zu ihm kommen und an ihn glauben wird. Römer 11,6: „Wenn aber aus Gnade, so ist es nicht mehr um der Werke willen; sonstist die Gnade nicht mehr Gnade; wenn aber um der Werke willen, so ist es nicht mehrGnade, sonst ist das Werk nicht mehr Werk.“ Seite 1
  4. 4. Die Lehre der Gnadeeine biblische Wahrheit Peter Wall Römer 9,10-13: „»Nicht allein aber bei ihr war es so, sondern auch bei Rebekka, alssie von einem, von unserem Vater Isaak, schwanger war. Denn als die Kinder nochnicht geboren waren und weder Gutes noch Böses getan hatten – damit der nach freierAuswahl gefasste Vorsatz Gottes bestehen bliebe, nicht aufgrund von Werken,sondern aufgrund des Berufenden –, wurde zu ihr gesagt: ›Der Ältere wird demJüngeren dienen‹; wie geschrieben steht: ›Jakob habe ich geliebt, aber Esau habe ichgehasst.‹«“ Römer 9,16: „So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern anGottes Erbarmen.“ Eph. 2,8-9: „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nichtaus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“ Römer 3,28: „So kommen wir nun zu dem Schluss, dass der Mensch durch denGlauben gerechtfertigt wird, ohne Werke des Gesetzes.“2.2 Bibelstellen zur Passivität des Menschen und Gottes alleinige WirkungPassivität heißt nicht dass der Mensch nichts tut und irgendwo widerwillig über sichalles ergehen lässt, sondern dass Gott in dem Menschen wirkt, ihn überzeugt und ihnso zu dem Ziel führt, den er für ihn bestimmt hat. Ohne diese Wirkung Gottes wäre derMensch von sich aus niemals im Stande etwas Gutes zu tun. Hesekiel 11,19-20: „Ich aber will ihnen ein einiges Herz geben, ja, ich will einenneuen Geist in euer Innerstes legen; und ich will das steinerne Herz aus ihrem Leibnehmen und ihnen ein fleischernes Herz geben, damit sie in meinen Geboten wandelnund meine Rechtsordnungen bewahren und sie tun; und sie sollen mein Volk sein, undich will ihr Gott sein.“ Jeremia 32,40: „Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich nichtvon ihnen ablassen will, ihnen wohlzutun. Und ich werde die Furcht vor mir in ihr Herzgeben, damit sie nicht mehr von mir abweichen“ 2 Kor. 9,8: „Gott aber ist mächtig, euch jede Gnade im Überfluss zu spenden, sodass ihr in allem allezeit alle Genüge habt und überreich seid zu jedem guten Werk“ Phil. 2,13: „denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringenwirkt nach seinem Wohlgefallen.“ Phil. 1,6: „weil ich davon überzeugt bin, dass der, welcher in euch ein gutes Werkangefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi.“ 1 Kor. 1,8: „der euch auch fest machen wird bis ans Ende, so dass ihr unverklagbarseid am Tag unseres Herrn Jesus Christus.“ 2 Korinther 3,5: „…nicht dass wir von uns selber aus tüchtig wären, so dass wir unsetwas anrechnen dürften, als käme es aus uns selbst, sondern unsere Tüchtigkeitkommt von Gott“ Eph. 2,10: „Epheser 2,10: „…Denn wir sind sein Werk, erschaffen in Christus Jesuszu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.“ Seite 2
  5. 5. Die Lehre der Gnadeeine biblische Wahrheit Peter Wall Titus 2,14: „der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeitzu erlösen und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, daseifrig ist, gute Werke zu tun.“ 1 Korinther 12,6: „und auch die Kraftwirkungen sind unterschiedlich, doch es istderselbe Gott, der alles in allen wirkt.“ Johannes 1,3: „Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auchnicht eines entstanden, was entstanden ist.“ Gal. 1,4: „der sich selbst für unsere Sünden gegeben hat, damit er uns heraus retteaus dem gegenwärtigen bösen Weltlauf, nach dem Willen unseres Gottes und Vaters“ 1 Korinther 8,6: „so gibt es für uns doch nur einen Gott, den Vater, von dem alleDinge sind und wir für ihn; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind,und wir durch ihn.“ Kolosser 1,6: „Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was aufErden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oderFürstentümer oder Gewalten alles ist durch ihn und für ihn geschaffen;“ Johannes 19,10-11a: „Da spricht Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt dunicht, dass ich Macht habe, dich zu kreuzigen, und Macht habe, dich freizulassen?Jesus antwortete: Du hättest gar keine Macht über mich, wenn sie dir nicht von obenher gegeben wäre;“ Römer 11,36: „Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge; ihm sei dieEhre in Ewigkeit! Amen.“ Jesaja 45,5-7: „Ich bin der HERR und sonst ist keiner; denn außer mir gibt es keinenGott. Ich habe dich gegürtet, ohne dass du mich kanntest, damit vom Aufgang derSonne bis zu ihrem Niedergang erkannt werde, dass gar keiner ist außer mir. Ich binder HERR, und sonst ist keiner, der ich das Licht mache und die Finsternisschaffe; der ich Frieden gebe und Unheil schaffe. Ich, der HERR, vollbringe diesalles.“ Amos 3,6: „Kann man in das Horn stoßen in der Stadt, ohne dass das Volkerschrickt? Geschieht auch ein Unglück in der Stadt, das der HERR nicht gewirkt hat?“ Klagelieder 3,37: „Wer hat je etwas gesagt und es ist geschehen, ohne dass derHerr es befahl?“2.3 Bibelstellen zur Erwählung für das Heil 5 Mose 7,7-8: „Nicht deshalb, weil ihr zahlreicher wärt als alle Völker, hat der HERRsein Herz euch zugewandt und euch erwählt – denn ihr seid das geringste unter allenVölkern –, sondern weil der HERR euch liebte und weil er den Eid halten wollte, den ereuren Vätern geschworen hatte, darum hat der HERR euch mit starker Handherausgeführt und dich erlöst aus dem Haus der Knechtschaft, aus der Hand desPharao, des Königs von Ägypten.“ Johannes 15,16: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt undeuch dazu bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damitder Vater euch gibt, was auch immer ihr ihn bitten werdet in meinem Namen.“ Seite 3
  6. 6. Die Lehre der Gnadeeine biblische Wahrheit Peter Wall Apg 13,48: „Als die Heiden das hörten, wurden sie froh und priesen das Wort desHerrn, und es wurden alle die gläubig, die zum ewigen Leben bestimmt waren.“ Römer 11,5-6: „So ist nun auch in der jetzigen Zeit ein Überrest vorhanden aufgrundder Gnadenwahl. Wenn aber aus Gnade, so ist es nicht mehr um der Werke willen;sonst ist die Gnade nicht mehr Gnade; wenn aber um der Werke willen, so ist es nichtmehr Gnade, sonst ist das Werk nicht mehr Werk.“ Römer 11,7: „Wie nun? Was Israel sucht, das hat es nicht erlangt; die Auswahl aberhat es erlangt. Die übrigen dagegen wurden verstockt“ 1 Kor. 11,27: „sondern das Törichte der Welt hat Gott erwählt, um die Weisenzuschanden zu machen, und das Schwache der Welt hat Gott erwählt, um das Starkezuschanden zu machen;“ Epheser 1,4-6: „wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, damitwir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe. Er hat uns vorherbestimmt zurSohnschaft für sich selbst durch Jesus Christus, nach dem Wohlgefallen seinesWillens, zum Lob der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat in demGeliebten.“ 2 Thess. 2,13: Wir aber sind es Gott schuldig, allezeit für euch zu danken, vom Herrngeliebte Brüder, dass Gott euch von Anfang an zur Errettung erwählt hat in derHeiligung des Geistes und im Glauben an die Wahrheit “2.4 Aus Glauben gerechtfertigtManche sagen, dass die Rechtfertigung zwar auf der Gnade beruht, doch dass derGlauben eine Voraussetzung für die Rechtfertigung wäre. Sie interpretieren damit,dass der Mensch aus sich heraus Glauben haben muss um gerechtfertigt zu werden.Diese Meinung ist aufgrund der anführenden Bibelstellen zu verwerfen. Die bibelspricht deutlich, dass der Glaube ein Geschenk Gottes ist. Phil. 1,29: Denn euch wurde, was Christus betrifft, die Gnade verliehen, nicht nuran ihn zu glauben, sondern auch um seinetwillen zu leiden 2 Pet. 1,1: Simon Petrus, Knecht und Apostel Jesu Christi, an die, welche dengleichen kostbaren Glauben wie wir empfangen haben an die Gerechtigkeit unseresGottes und Retters Jesus Christus Apg. 3,16: Und auf den Glauben an seinen Namen hin hat sein Name diesen hierstark gemacht, den ihr seht und kennt; ja, der durch Ihn gewirkte Glaube hat ihmdiese volle Gesundheit gegeben vor euch allen. Römer 12,3b: …wie Gott jedem einzelnen das Maß des Glaubens zugeteilt hat.3 Begrenzte SühneBegrenzte Sühne heißt, dass Jesus Christus nicht für alle Menschen gelitten hat,sondern nur für diejenigen, die von ihm in der ewigen Vergangenheit erwählt sind.Würde Jesus für alle Menschen gelitten haben, würden alle Menschen errettet werdenund dies würde wiederum auf die Allversöhnung hinauslaufen. Die Bibel gibt jedocheinen deutlichen Einblick, dass viele Menschen in die Verdammnis gehen (vgl. Mt.22,14: Viele sind berufen, wenige auserwählt…; oder vgl. die Rede Jesu von demschmalen und dem breiten Weg) Seite 4
  7. 7. Die Lehre der Gnadeeine biblische Wahrheit Peter Wall3.1 Was heißt Erlösung, Versöhnung, Sühnung?3.1.1 Erlösung 1 Pet. 1,18-19: „da ihr ja wisset, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silberoder Gold, losgekauft worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überliefertenWandel, sondern mit dem kostbaren Blute Christi, als eines unschuldigen undunbefleckten Lammes“ Jesus kam nicht um die Erlösung möglich zu machen, sondern hat tatsächlichbestimmte Menschen erlöst.3.1.2 Versöhnung 2 Kor. 5,18-19: „Das alles aber von Gott, der uns durch Christus mit sich selbstversöhnt und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat; weil nämlich Gott inChristus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, indem er ihnen ihre Sünden nichtzurechnete und das Wort der Versöhnung in uns legte.“ Jesus kam nicht um die Versöhnung möglich zu machen, sondern hat tatsächlichbestimmte Menschen mit Gott versöhnt.3.1.3 Sühnung Hebräer 2,17: „musste er in allem den Brüdern ähnlich werden, damit er barmherzigwürde und ein treuer Hohepriester vor Gott, um die Sünden des Volkes zu sühnen“(vgl. 1Joh. 4,10) Jesus kam nicht um die Sühnung von Sünden zu ermöglichen, sondern hattatsächlich für die Sünden bestimmter Menschen gesühnt.3.2 Wer ist in die Erlösung eingeschlossen? Hebr. 10,14: „Denn mit einem einzigen Opfer hat er die für immer vollendet,welche geheiligt werden.“ Johannes 3,16: „Denn Gott hat die Welt so geliebt, dass er seinen eingeborenenSohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewigesLeben habe.“ Matt. 20,28: „gleichwie des Menschen Sohn nicht gekommen ist, sich dienen zulassen, sondern damit er diene und sein Leben gebe zum Lösegeld für viele.“ Römer 11,25: „Denn ich will nicht, meine Brüder, dass euch dieses Geheimnisunbekannt bleibe, damit ihr euch nicht selbst klug dünket, dass Israel zum TeilVerstockung widerfahren ist, bis dass die Vollzahl der Heiden eingegangen seinwird“ Matt. 26,28: „Denn dies ist mein Blut, das des neuen Bundes, das für vielevergossen wird zur Vergebung der Sünden“ 1 Pet. 2,24: „Der selbst unsere Sünden [d.h. die Sünden der Seinen, aller wahrenGläubigen] an seinem Leib auf dem Holz getragen hat“ Seite 5
  8. 8. Die Lehre der Gnadeeine biblische Wahrheit Peter Wall 1 Kor. 15,3: „Denn ich habe euch zuerst überliefert, was ich auch empfangen habe:dass Christus für unsere Sünden (nicht für alle) gestorben ist nach den Schriften.“ Gal. 1,4: „Der sich selbst für unsere Sünden gegeben hat, damit er unsherausnehme aus der gegenwärtigen bösen Welt“ Johann. 17,2: „So wie du ihm Gewalt gegeben hast über alles Fleisch, damit erallen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben gebe“ Matt. 22,14: „Denn viele sind Berufene, wenige aber Auserwählte.“ Joh. 17,6: „Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus derWelt gegeben hast“ (nur denen, die vom Vater dem Sohn gegeben wurden) Hebr. 9,28: „So wird auch der Christus, nachdem er einmal geopfert worden ist, umvieler [nicht: aller] Sünden zu tragen, zum zweiten Mal denen, die ihn erwarten,ohne Sünde erscheinen zur Errettung“3.3 Es gibt Menschen die für die Verdammung bestimmt sind Sprüche 16,4: „Alles hat der HERR zu seinem bestimmten Zweck gemacht, sogarden Gottlosen für den Tag des Unheils.“ Johannes 17,12: „Als ich bei ihnen in der Welt war, bewahrte ich sie in deinemNamen; die du mir gegeben hast, habe ich behütet, und keiner von ihnen istverlorengegangen als nur der Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfülltwürde.“ Römer 9,17: „Denn die Schrift sagt zum Pharao: Eben dazu habe ich dich aufstehenlassen, dass ich an dir meine Macht erweise, und dass mein Name verkündigt werdeauf der ganzen Erde.“ (vgl. 2Mose 4,21: „Und der HERR sprach zu Mose: Siehe zu,wenn du wieder nach Ägypten kommst, dass du vor dem Pharao alle die Wunder tuest,welche ich in deine Hand gegeben habe. Ich aber will sein Herz verstocken…)“3.4 Es gibt Menschen, denen es verwehrt wurde an Gott zu glauben Johannes 12,39-40: „Darum konnten sie nicht glauben, denn Jesaja hat wiederumgesprochen: »Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verhärtet, damit sie nicht mitden Augen sehen, noch mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich sieheile«.“ Markus 4,11-12: „Euch ist gegeben, das Geheimnis des Reiches Gottes zuerkennen, denen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen zuteil, auf dass siemit Augen sehen und doch nicht erkennen, und mit Ohren hören und doch nichtverstehen, damit sie nicht etwa umkehren und ihnen vergeben werde.“ Johannes 13,18: „Ich rede nicht von euch allen; ich weiß, welche ich erwählt habe.Doch muss die Schrift erfüllt werden: »Der mit mir das Brot isst, hat seine Ferse gegenmich erhoben«.“ 1 Petrus 2,7-8: „Für euch nun, die ihr glaubt, ist er kostbar; für die aber, die sichweigern zu glauben, gilt: »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, gerade der istzum Eckstein geworden«, ein »Stein des Anstoßens« und ein »Fels des Ärgernisses«.Sie nehmen Anstoß, weil sie dem Wort nicht glauben, wozu sie auch gesetzt sind.“ Seite 6
  9. 9. Die Lehre der Gnadeeine biblische Wahrheit Peter Wall Judas 1,4: „Es haben sich nämlich etliche Menschen unbemerkt eingeschlichen, dieschon längst zu diesem Gericht aufgeschrieben worden sind, Gottlose, welche dieGnade unseres Gottes in Zügellosigkeit verkehren und Gott, den einzigen Herrscher,und unseren Herrn Jesus Christus verleugnen.“3.5 Ist Gott ungerecht?Ist Gott ungerecht, wenn er nur bestimmte Menschen für das Heil erwählt, während erdie anderen übergeht, so dass sie in die ewige Verdammnis kommen? Paulus hat fürdiese Frage nur eine Antwort: DAS SEI FERNE! Römer 9,14: „Was wollen wir nun sagen! Ist etwa bei Gott Ungerechtigkeit? Das seiferne!“ Römer 9,19-21: „Nun wirst du mich fragen: Warum tadelt er dann noch? Wer kannseinem Willen widerstehen? Nun ja, lieber Mensch, wer bist denn du, dass du mit Gottrechten willst? Spricht auch das Gebilde zu seinem Bildner: Warum hast du mich sogemacht? Hat nicht der Töpfer Macht über den Ton, aus derselben Masse das eineGefäß zur Ehre, das andere zur Unehre zu machen?“3.6 Bibelstellen, die scheinbar für eine universale Erlösung sprechen 1 Tim. 2,4: „welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnisder Wahrheit kommen.“ 1 Joh. 2,2: „und er ist das Sühneopfer für unsre Sünden, aber nicht nur für dieunsren, sondern auch für die ganzen Welt.“ Joh. 1,29: „Am folgenden Tage sieht Johannes Jesus auf sich zukommen undspricht: Siehe, das Lamm Gottes, welches die Sünde der Welt hinweg nimmt!“3.6.1 Mit „Welt“, „alle“ und „jeder“ sind nicht immer alle Menschen, ohne Ausnahmen gemeint Markus 1,5: „Und es ging zu ihm hinaus das ganze jüdische Land und die vonJerusalem und ließen sich alle von ihm taufen im Jordan und bekannten ihre Sünden.“(Nicht alle ließen sich von ihm taufen – vgl. Lk. 7,30) Joh. 3,26: „Und sie kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Rabbi, der, welcherbei dir war jenseits des Jordan, für den du Zeugnis ablegtest, siehe, der tauft, und jederkommt zu ihm!“ Luk. 2,1: „Es begab sich aber in jenen Tagen, dass ein Befehl ausging vom KaiserAugustus, dass alle Welt sich sollte schätzen lassen.“ (Nur das römische Reich wurdegeschätzt). Römer 1,8: „Aufs erste danke ich meinem Gott durch Jesu Christus euer allerhalben, dass man von eurem Glauben in aller Welt sagt.“ (Damals hat ein Großteil derWelt noch nichts von der Gemeinde in Rom gehört – Paulus meinte nur die römischeWelt, s. neue Übers.) Römer 16,19: „Denn euer Gehorsam ist zu allen hingelangt.“ (Ihr Gehorsam konntenicht zu allen gelangt sein, da ein Großteil der Welt noch nichts von der Gemeinde inRom gehört hat) Seite 7
  10. 10. Die Lehre der Gnadeeine biblische Wahrheit Peter Wall Kol. 1,5-6: „wegen der Hoffnung, die für euch aufgehoben ist in den Himmeln, vonwelcher ihr zuvor gehört habt in dem Worte der Wahrheit des Evangeliums, das zueuch gekommen, so wie es auch in der ganzen Welt ist“ Römer 5,18: „Wie es nun durch {eine} Übertretung für alle Menschen zurVerdammnis kam, so auch durch{eine} Gerechtigkeit für alle Menschen zurRechtfertigung des Lebens“ Im ersten Teil dieses Verses sind tatsächlich alle Menschen der ganzen Schöpfung gemeint – nämlich unter der Hauptschaft Adams, im zweiten Teil sind ebenfalls alle Menschen, jedoch einer Schöpfung, nämlich der neuen Schöpfung unter der Hauptschaft Christi gemeint, sonst würde dieser Vers eine Allversöhnung lehren und die Bibel würde mit sich selbst uneins sein13.6.2 Erklärung – 1 Joh. 2,22a. Johannes war in besonderer Weise ein Apostel für die Juden (Gal 2,9).b. Er schrieb an Menschen, die Gottes Wort bereits gehört hatten (1Joh 2,7), und wirwissen, dass Gottes Wort „den Juden zuerst“ gebracht worden war.c. Der Gegensatz, den Johannes zwischen „uns“ und der „Welt“ macht, lässt daraufschließen, dass er an Menschen schrieb, die wie er selbst Juden waren.d. Wiederholt warnt Johannes vor falschen Lehrern – z.B. in 1.Joh. 2,19. Da er solcheLehrer als„von uns ausgegangen“ schildert, schreibt er offensichtlich an Juden.Bedenkt man den nationalen Hass der Juden gegenüber allen Heiden, sowie dasjüdische Verständnis, dass allein ihre Nation Gottes auserwähltes Volk war – waskönnte natürlicher sein als dass Johannes herausstellen möchte, dass Jesus nicht nurfür gläubige Juden starb, sondern für alle Gläubigen auf der ganzen Welt? Eine andereSchriftstelle hebt den gleichen Gedanken hervor: Joh. 11,52. Eindeutig liegt esJohannes am Herzen, die jüdischen Christen vor dem alten Irrtum zu bewahren, sieseien die einzigen Christen. Johannes beharrt darauf, dass es auch unter den Heidenauf der ganzen Welt Christen gibt. Die Lehre, dass Christus für alle Menschen starb, isthier nicht zu finden.Daher 1 Joh. 2,2: „und er ist das Sühneopfer für unsre Sünden (für die derGläubigen Juden), aber nicht nur für die unsren, sondern auch für die ganzen Welt (fürMenschen aller Art auf der ganzen Welt).“3.6.3 Erklärung – 1 Tim. 2,43Die Lösung liegt an der Deutung des Wortes „alle“. Dieser Begriff hat ein breitesBedeutungsspektrum und kann im Deutschen ebenso wie das griechische Wort pasnicht nur „jeder einzelne“ bedeuten, sondern auch „von jeder Art, das Ganze, ohneEinschränkung“. Auch wenn es bei der Mehrzahl seiner biblischen Vorkommen „jedereinzelne“ bedeutet, muss bei uneindeutigen Stellen anhand des Zusammenhangs undder Gesamtlehre der Schrift erschlossen werden, in welchem Sinn es gemeint ist.Beispiele dafür, dass „alle“ im Sinne von „alle Arten von“ gemeint sein kann „Jede (gr.pas) Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerungdes Geistes wird nicht vergeben werden“ (Mt 12,31). Dies bedeutet nicht, dass1 bearbeitete Quelle von Hans Werner Deppe2 Erklärt von John Owen3 Erklärt von Hans Werner Deppe Seite 8
  11. 11. Die Lehre der Gnadeeine biblische Wahrheit Peter Wallpauschal alle Sünden vergeben werden, sondern dass alle Arten von Sündenvergeben werden können. „[Das Senfkorn] ist zwar kleiner als alle (Arten von) Samen,wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als die Kräuter und wird ein Baum“ (Mt13,32). Die revidierte Elberfelder Bibel übersetzt hier sogar mit dem erklärendenZusatz „Arten von“ (vgl. Lk 21,29).Daher 1. Tim 2,4: „welcher (Gott) will, dass alle Menschen (d.h. Menschen aller Art:z.B. Schwarze, Weiße, Alte, Junge, Kranke, Gesunde usw.) errettet werden und zurErkenntnis der Wahrheit kommen.“ Die Schrift lehrt nirgends, dass Gott alle Menschen zur Errettung erwählt hat!4 unwiderstehliche GnadeUnwiderstehliche Gnade meint dass der Mensch bei dem Zug Gottes - wenn er vonGott willig gemacht wird- unwiderstehlich zu ihm kommen wird, aber nicht weil er einerhöheren Macht untersteht so dass wenn er könnte, er dieser Macht widerstehen würde,sondern weil er durch die Wirkung und Überzeugung Gottes anfängt zu wollen. Johannes 6,37: „Alles was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen; und wer zu mirkommt, den werde ich nicht hinaus stoßen.“ Johannes 10,16: „Und ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stallesind; auch diese muss ich führen, und sie werden meine Stimme hören, und es wirdeine Herde und ein Hirt werden.“4.1 Bibelstellen, die scheinbar für die widerstehliche Gnade sprechen Matt. 23,37: „Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zudir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne ihreKüken unter die Flügel sammelt, aber ihr habt nicht gewollt!“Aus dem Kontext (Umfeld) wir ersichtlich, dass Jesus mit „Jerusalem, Jerusalem“ diePharisäer und die Schriftgelehrten anspricht.4.1.1 Erklärung – Matt. 23,374Hier sollte nun auffallen, dass sich dieser Vers nicht auf den Willen oder Glauben vonIndividuen bezieht, das Evangelium anzunehmen, andernfalls müsste der Versfolgendermaßen lauten, „Ich wollte euch sammeln, … doch ihr wolltet nicht“, oder „ichwollte eure Kinder sammeln, … doch eure Kinder wollten nicht.“ Aber der Vers sagt:„ich wollte eure Kinder sammeln, aber ihr wolltet nicht“. Es sind nicht die „Kinder“ diewiderstanden, sondern „sie“ (Anm. d. Übersetzers: „sie“ bezieht sich hier auf diePharisäer und Schriftgelehrten) widerstanden um das Sammeln der Kinder zuverhindern. Es folgt, dass dieser Vers sich auf dasselbe bezieht, was schon in Vers 13erwähnt wurde: „ihr selbst geht nicht hinein, und die hinein wollen, die lasst ihr nichthinein.“Es folgt dann, dass das „Ich wollte“ in Vers 37 sich ebenfalls auf Jesu Beziehung zuden Führern auf einer menschlichen und äußeren Ebene bezieht. Da ist kein Hinweisin diesem Vers, dass dem göttlichen Willen oder dem göttlichen Ratschluss erfolgreichwiderstanden werden kann, bloß weil jemand „unwillig“ ist. Die Bibel lehrt klar, wennjemand „unwillig“ ist, dass Gott ihn unwillig macht (Joh 12:40; Röm 9:18, 11:7) undwenn jemand „willig“ ist, dass Gott ihn willig macht (Joh 6:44, 65). Niemand, den Gott4 Erklärt von Vincent Cheung Seite 9
  12. 12. Die Lehre der Gnadeeine biblische Wahrheit Peter Wallunwillig macht, kann kommen (Joh 6:44) und niemand, den Gott willig macht, kannfernbleiben (Joh 6:37).4.1.2 Kann der Mensch Gott gegenüber widerstreben? Lukas 7,30: „die Pharisäer aber und die Schriftgelehrten verwarfen den Rat Gottes,sich selbst zum Schaden, und ließen sich nicht von ihm taufen.“ Apg. 7,51: „Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herzen und Ohren! Ihrwiderstrebet allezeit dem heiligen Geiste; wie eure Väter, also auch ihr!“Antwort: Natürlich widerstrebt ein Mensch, doch nicht weil er einen freien Willen hatsondern weil er in seinem verdorbenen Zustand nichts anderes kann als GottWiderstreben (vgl. Römer 11,7: „Wie denn nun? Was Israel sucht, das erlangte esnicht; die Auserwählten aber erlangten es. Die andern sind verstockt.“; vgl. auch Joh.12,40 u. Römer 9,18). Der Mensch jedoch, der unter dem Zug Gottes kommt und demSohn (Jesus) gegeben wird, er wird nicht widerstreben sondern kommen (vgl. Joh.6,37).5 Beharren der HeiligenBeharren der Heiligen meint, dass diejenigen, die vor Grundlegung der Welt in Christuserwählt wurden, aufgrund dessen sie -jeder zu einem bestimmten Zeitpunkt- im Lebenzu Gott unwiderstehlich kommen und in Jesus Christus bewahrt werden und nie mehrverloren gehen. Hiob 17,9: Aber der Gerechte wird seinen Weg behalten; und wer reine Händehat, wird an Stärke zunehmen. Römer 11,29: „Denn Gottes Gnadengaben und Berufung sind unwiderruflich.“ Römer 8,38-39: „Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engelnoch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, wederHohes noch Tiefes, noch irgend ein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag vonder Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unsrem Herrn!“ (zu dieser Aufzählunggehört auch einer selbst). Joh. 10,27-28: „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und siefolgen mir nach. Und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeitnicht umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein Vater, dersie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus meines VatersHand reißen.“ (niemand heißt übrigens auch nicht einer selbst!)5.1 Erklärung – Joh. 11,27-285Den Menschen, die zwar „Herr, Herr" rufen, aber Christus nicht wirklich angehören,wird am Tag des Gerichts gesagt: „Ich habe euch nie gekannt." Von seinen Schafensagt der Herr Jesus jedoch: Ich kenne sie. Kann er dann später zu einem solchenSchaf sagen, er habe es nie gekannt? Dieses Argument ist auch dann noch stichhaltig,wenn man den Rest dieser Schriftstelle so auslegt, wie die Anhänger der Lehre vomAbfallen es tun. Christus sagt: „sie gehen nicht verloren"; sie erwidern: „das giltnatürlich nur so lange, wie sie Schafe bleiben." Christus sagt: „Niemand kann sie ausder Hand meines Vaters rauben." Dagegen wenden sie ein: „Aber sie können sichdoch durch Unglauben dieser Hand entziehen." Das hat nichts mehr mit5 Erklärt von J. G. Fijnvandraat Seite 10
  13. 13. Die Lehre der Gnadeeine biblische Wahrheit Peter WallSchriftauslegung zu tun. Hier wird eine menschliche Schlussfolgerung dem klaren WortGottes gegenübergestellt. Aber unterstellen wir einmal einen Augenblick, dass diesezurechtgebogene Schlussfolgerung zulässig sei. Kann der Herr dann zu den Schafenseiner Herde, die er einmal kannte, sagen: „Ich habe euch niemals gekannt?"Unmöglich!5.2 Betrachtung einiger Bibelstellen, die scheinbar für das Verlorengehen eines Kindes Gottes sprechen6Wir wollen nun einzelne Bibelstellen betrachten und können dabei die folgendenzusammenfassen: „Wer aber ausharrt bis ans Ende, dieser wird errettet werden"(Matthäus 24,13). „Wer überwindet, der ..." (Offenbarung 2, 7 + 11) usw. „Wenn ihr inmeinem Worte bleibet, so seid ihr wahrhaft meine Jünger" (Johannes 8, 31). Ausdiesen Bibelstellen schließt man, dass jemand, der nicht ausharrt, nicht überwindet undnicht im Wort des Herrn bleibt, verloren geht. Diese Schlussfolgerung ist auch richtig,doch was heißt das? Wird mit diesen Stellen etwa gesagt, dass ein Kind Gottesverloren gehen kann? Durchaus nicht! Sie sagen jedoch deutlich, dass einNamenchrist ins ewige Verderben kommen kann. Wenn jemand bekennt, bekehrt zusein, sich taufen lässt, Mitglied dieser oder jener Kirche wird, das Abendmahl feiert,Sonntagschularbeit oder sonstige christliche Arbeit tut und sich dann später doch vonChristus abwendet und dessen Autorität völlig leugnet, dann ist das doch der Beweisdafür, dass sich in seinem Herzen nichts, sondern nur in seinem äußeren Verhaltenetwas geändert hat. So jemand hat sich in seinem äußeren Verhalten für eine gewisseZeit durch die Lehre des Christentums verändert, ist aber nicht wiedergeboren. DieserUnterschied ist am deutlichsten bei Petrus und Judas zu sehen. Petrus versagte undsündigte auf schreckliche Weise, aber er harrte trotzdem aus bis ans Ende, dennPetrus glaubte wirklich an den Herrn Jesus. Der Herr sagt von ihm: „Ich aber habe fürdich gebetet, auf dass dein Glaube nicht aufhöre" (Lukas 22, 32). Eine Zeitlangstimmte sein Leben nicht mit seinem Glauben überein, er verleugnete seinen Meister.Aber Jesus Christus stellt ihn wieder her. Judas war dreieinhalb Jahre ein Jünger desHerrn Jesus und dabei doch ein Dieb, dem es nur um seine eigenen Interessen ging.Jesus nennt ihn einen Teufel. Sein Verrat tat ihm zwar später leid, aber es kam bei ihmnicht zu einer aufrichtigen Buße. Die Folge war: „Er ging hinaus und erhängte sich." Erging „an seinen eigenen Ort" (Apostelgeschichte l, 25). Daraus sehen wir den großenUnterschied zwischen einem wirklichen Christen und einem bloßen Bekenner. Petrusfiel, Judas aber fiel ab. Wer ist ein Überwinder, wenn nicht der, der glaubt (vgl.1.Johannes 5, 5)? Nur der Glaube überwindet die Welt, nicht ein Lippenbekenntnis.Nur der stellt unter Beweis, wahrhaftig ein Jünger Jesu zu sein, der auch wirklich imWorte Jesu Christi bleibt. Die zuletzt genannte Bibelstelle ist an die Juden gerichtet, diean Christus als ihren Messias glauben (Johannes 8, 31). Doch nur, wenn sie in seinemWort bleiben und ihn auch als den leidenden, sterbenden und auferstandenen Heilandannehmen würden, würden sie die Wahrheit verstehen, und die Wahrheit würde siefreimachen (Vers 32). Das wäre dann der Beweis dafür, dass sie wahrhaftig seineJünger sind.Dieselbe Bedeutung hat Lukas 9, 61 + 62. „Niemand, der seine Hand an den Pfluggelegt hat und zurückblickt, ist geschickt zum Reiche Gottes." Die Hand an den Pflugzu legen ist ein guter Start. Doch wer sich umdreht und Vater und Mutter über denHerrn stellt, zeigt, dass sein Herz nicht bei dem Herrn ist. Orpa hatte einen gutenAnfang gemacht. Doch als sie die entscheidende Wahl treffen musste, verließ sieIsrael und den Gott Israels und wählte Moab (Ruth 1, 14 +15). Die Frau Lots ging mitaus Sodom heraus, aber sie blickte sich um und blieb zurück. Ihr Herz weilte noch inSodom, wenn auch ihre Füße schon draußen waren. Sie war der Rettungsbotschaftletztlich ungehorsam und kam um.6 Ein Auszug aus „Können Gläubige (Wiedergeborene) verlorengehen?“ von J. G. Fijnvandraat Seite 11
  14. 14. Die Lehre der Gnadeeine biblische Wahrheit Peter Wall5.3 ZusammenfassungDie Schrift lehrt nirgends dass ein wahrer Gläubiger wieder verloren gehen kann.Jedes Mal wenn ein Mensch, der nach seinem persönlichen Eindruck oder nach demEindruck von umringenden Menschen von sich meint ein wahrer Gläubiger bzw.Wiedergeborener zu sein und irgendwann in seinem Leben -und sei es selbst anseinem letzten Lebenstag- abfällt, war er in Wirklichkeit (so schrecklich es auch klingenmag) niemals ein wahrer Gläubiger. Er war niemals erwählt und ging deshalb verloren.Bezüglich solcher Menschen gibt das Wort Gottes einen Entschluss ab: 1 Joh. 2,19: „Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; dennwenn sie von uns gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber es sollteoffenbar werden, dass nicht alle von uns sind.“ Matt. 7,21-23: „Nicht jeder, der zu mir sagt: «Herr, Herr», wird in das Himmelreicheingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden anjenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagtund in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Tatenvollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weichetvon mir, ihr Übeltäter!“6 Wie kann ich wissen dass ich erwählt bin?7Erstens, wenn das Wort Gottes mit göttlicher Kraft in die Seele gedrungen ist, so dassdie Selbstzufriedenheit zerbrochen und die Selbstgerechtigkeit aufgegeben wurde.Zweitens, der Heilige Geist überführt mich meines traurigen, schuldigen und verlorenenZustandes. Drittens, hat er [der Heilige Geist] mir die Angemessenheit undGenügsamkeit Christi offenbart, meinem verzweifelten Zustand zu begegnen unddurch einen göttlich gegebenen Glauben, der mich dazu bringt IHN [Christus] zuergreifen und auf IHM [Christus] zu ruhen als meine einzige Hoffnung. Viertens, an deninneren Zeichen meiner neuen Natur – Gott zu lieben, ein Appetit auf geistliche Dinge,ein Streben nach Heiligkeit, ein Trachten nach Christi Gesinnung. Fünftens, durch denWiederstand der neuen Natur gegen die Alte, Hass und Ablehnung gegen Sünde.Sechstens, durch Meiden von allem was Gottes Wort verurteilt und durch aufrichtigesBereuen und demütiges Bekennen aller Übertretungen. Versagen an diesem Punktwird mit Sicherheit unsere Gewissheit schmälern, und der Heilige Geist entzieht seinZeugnis. Siebtens, durch das Aufbringen allen Fleißes die christlichen Gnadengabenmit größter Sorgfalt zu gebrauchen bis zum Ende meines Lebens. Auf diese Weisenimmt das Wissen um die Erwählung zu.7 Quellen-/ToolverzeichnisJohn Owen „Leben durch Seinen Tod“; Eine ausführliche Betrachtung von 1. Johannes 2,1-2Hans-Werner Deppe „Sind alle Menschen zum Heil erwählt?“J. G. Fijnvandraat „Können Gläubige (Wiedergeborene) verloren gehen?Arthur W. Pink „Wie kann ich wissen dass ich erwählt bin?“James Montgomery Boice, Philipp G. Ryken „Die Lehren der Gnade“7 von Arthur W. Pink Seite 12

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