Diese Präsentation wurde erfolgreich gemeldet.
Wir verwenden Ihre LinkedIn Profilangaben und Informationen zu Ihren Aktivitäten, um Anzeigen zu personalisieren und Ihnen relevantere Inhalte anzuzeigen. Sie können Ihre Anzeigeneinstellungen jederzeit ändern.
Unkrautregulierung im DauergrünlandBesonderheiten – Konzepte - Maßnahmen                      Klaus Gehring        Bayeris...
Bestandesregulierung im Dauergrünland                                                            Agenda                   ...
Sondersituation - Dauergrünland Grünland – das Idealbild von unberührter Natur!?        Bayerische Landesanstalt für Landw...
Sondersituation - DauergrünlandKlimax-Stadium in Zentral-Westeuropa        Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – I...
Sondersituation - Dauergrünland     Grünland – eine anthropogene, relativ stabile Pflanzengesellschaft      in Abhängigkei...
Sondersituation - DauergrünlandGrünlandist vielfältig!          Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für...
Degeneration – Ein Problem?        Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz   Herbologie ...
Degenerationspotenzial - Unkrautentwicklung                                                 Obligate                      ...
Degenerationspotenzial - Unkrautentwicklung                                               Potenzielle                     ...
Degeneration - Ursachen   Extreme Klimastörungen,                                                              Schäden an ...
Degeneration Dauergrünland benötigt regelmäßige, regulierende Eingriffe, um eine standort- und nutzungsgerechte Bestandess...
Bestandesregulierung – Herausforderung der Grünlandbewirtschaftung         Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – I...
Bestandesregulierung – Herausforderung der Grünlandbewirtschaftung                                             Grünland vs...
Bestandesregulierung  Leistungssicherheit         Extensive Blumenwiese – schön? – Ja; wirtschaftlich?         Bayerische...
Bestandesregulierung  Leistungssicherheit         Pflegezustand, Düngungsniveau?         Bayerische Landesanstalt für Lan...
Bestandesregulierung  Leistungssicherheit         Pflegezustand, Nutzungsintensität?         Bayerische Landesanstalt für...
Bestandesregulierung  Leistungssicherheit         Pflegezustand?         Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – In...
Bestandesregulierung - Ablaufprogramm  Absolute Schadpflanzen                                      Gezielte Einzelpflanzen...
Bestandesregulierung durch Pflegemaßnahmen        Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschut...
Bestandesregulierung durch Herbizideinsatz     Selektive Herbizide im Grünland     Wirkstoff                              ...
Bestandesregulierung durch Herbizideinsatz Grünlandherbizide – Wirkung und Selektivität                                   ...
Bestandesregulierung durch HerbizideinsatzAnwendungsverfahrenRechtzeitiger Einsatz vonEinzelpflanzen-/Horstbehandlungim St...
Spezifische Problemunkäuter                                                            Unkrautproblem?        Bayerische L...
Stumpfblättriger AmpferRumex obtusifolius                                              Familie: Knöterichgewächse - Polygo...
Stumpfblättriger AmpferRumex obtusifolius                                             Familie: Knöterichgewächse - Polygon...
Kulturtechnische Regulierung:                                                       Stumpfblättriger Ampfer   frühe Nutzun...
Direkte Bekämpfung:                                                                    Stumpfblättriger AmpferKritische Pf...
Direkte Bekämpfung:                                                                   Stumpfblättriger AmpferEinzelpflanze...
Direkte Bekämpfung:                                                                    Stumpfblättriger AmpferEinzelpflanz...
Direkte Bekämpfung:                                                                  Stumpfblättriger AmpferMechanische Ei...
Effektive Ampferbekämpfung      Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz   Herbologie / K...
Praxisbeispiele:                                                                     Stumpfblättriger Ampfer              ...
Praxisbeispiele:                                                                     Stumpfblättriger AmpferUnsachgemäßer ...
Praxisbeispiele:                                                                     Stumpfblättriger Ampfer              ...
Hahnenfuß; Scharfer-, Kriechender-Ranunculus acer/repens                                              Familie: Ranunculace...
Hahnenfuß; Scharfer-, Kriechender-Ranunculus acer/repens                                            Familie: Ranunculaceae...
LöwenzahnTaráxacum officinále                                                                  Familie: Korbblütler - Comp...
LöwenzahnTaráxacum officinále                                                                  Familie: Korbblütler - Comp...
SchafgarbeAchilléa millefólium                                                                   Familie: Korbblütler - Co...
SchafgarbeAchilléa millefólium                                                                   Familie: Korbblütler - Co...
Bärenklau    (Herkuleskraut, Ochsenzunge)Heracléum sphondýlium                                                         Fam...
Bärenklau    (Herkuleskraut, Ochsenzunge)Heracléum sphondýlium                                                        Fami...
Große BrennnesselUrtica dioica                                                                  Familie: Nesselgewächse - ...
Große BrennnesselUrtica dioica                                                                  Familie: Nesselgewächse - ...
Gemeine RispePoa trivialis                                                                          Familie: Süßgräser - G...
Gemeine RispePoa trivialis                                                                          Familie: Süßgräser - G...
Gemeine RispePoa trivialis                                                                          Familie: Süßgräser - G...
Kreuzkräuter / GreiskräuterSenecio spp.                                                                         Familie: K...
Kreuzkräuter / GreiskräuterSenecio spp.                                                                         Familie: K...
Gemeiner Beinwell                      (Beinwurz, Schwarzwurz)Symphytum officinale                                Familie:...
Gemeiner Beinwell                      (Beinwurz, Schwarzwurz)Symphytum officinale                                Familie:...
Echte Pestwurz                  (Großer Huflattich)Petasites officinalis                                                  ...
Echte Pestwurz                  (Großer Huflattich)Petasites officinalis                                                  ...
ExtensivierungÖkologie und/oder Ökonomie?       Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz ...
Extensivierung – ein Widerspruch?Verzicht auf Mineraldünger und  flächendeckenden chemischen Pflanzenschutz Stabiles Glei...
Extensivierung – ein Widerspruch?Grünland-ExtensivierungMit zunehmender Extensivierungnehmen die Aspekte des Artenschutzun...
ExtensivierungDie Reduzierung der Produktionsintensitätsollte in Etappen vorgenommenwerden, um eine „schonende“Anpassung d...
Fazit:  Aus produktionstechnischer Sicht       ist eine ökonomische     Grünlandbewirtschaftung   nur mit den Möglichkeite...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Unkrautregulierung im dauergruenland

2.608 Aufrufe

Veröffentlicht am

Besonderheiten, Verfahren und spezifische Möglichkeiten der Unkrautkontrolle im Dauergrünland.

Veröffentlicht in: Bildung
  • Als Erste(r) kommentieren

Unkrautregulierung im dauergruenland

  1. 1. Unkrautregulierung im DauergrünlandBesonderheiten – Konzepte - Maßnahmen Klaus Gehring Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft Institut für Pflanzenschutz - Herbologie FüAk – Grünlandseminar - 06.12.11 Hesselberg
  2. 2. Bestandesregulierung im Dauergrünland Agenda Sondersituation – Dauergrünland Degeneration – ein Problem? Bestandesregulierung – eine Herausforderung! Spezifische Problemunkräuter Extensivierung – ein Widerspruch? Fazit Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  3. 3. Sondersituation - Dauergrünland Grünland – das Idealbild von unberührter Natur!? Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  4. 4. Sondersituation - DauergrünlandKlimax-Stadium in Zentral-Westeuropa Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  5. 5. Sondersituation - Dauergrünland Grünland – eine anthropogene, relativ stabile Pflanzengesellschaft in Abhängigkeit von natürlichen Standortfaktoren und der Nutzung Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  6. 6. Sondersituation - DauergrünlandGrünlandist vielfältig! Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  7. 7. Degeneration – Ein Problem? Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  8. 8. Degenerationspotenzial - Unkrautentwicklung Obligate Grünland- unkräuter (Beispiele) Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  9. 9. Degenerationspotenzial - Unkrautentwicklung Potenzielle Grünland- unkräuter (Beispiele) Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  10. 10. Degeneration - Ursachen Extreme Klimastörungen, Schäden an der z.B. Überschwemmung, Dürre Grünlandnarbe Starke pH-Wert- veränderung NachhaltigeBodenverdichtung Mangelhafte Bestandespflege Einseitige, bzw. extreme Nährstoff- versorgung Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  11. 11. Degeneration Dauergrünland benötigt regelmäßige, regulierende Eingriffe, um eine standort- und nutzungsgerechte Bestandesstruktur zu erhalten. Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  12. 12. Bestandesregulierung – Herausforderung der Grünlandbewirtschaftung Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  13. 13. Bestandesregulierung – Herausforderung der Grünlandbewirtschaftung Grünland vs. Ackerland aus Sicht der Bestandesführung/Unkrautkontrolle Die Grünlandflora reagiert träge, aber umso nachhaltiger auf Störungen durch Bewirtschaftungsfehler und Klimaextreme Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  14. 14. Bestandesregulierung  Leistungssicherheit Extensive Blumenwiese – schön? – Ja; wirtschaftlich? Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  15. 15. Bestandesregulierung  Leistungssicherheit Pflegezustand, Düngungsniveau? Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  16. 16. Bestandesregulierung  Leistungssicherheit Pflegezustand, Nutzungsintensität? Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  17. 17. Bestandesregulierung  Leistungssicherheit Pflegezustand? Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  18. 18. Bestandesregulierung - Ablaufprogramm Absolute Schadpflanzen Gezielte Einzelpflanzenbekämpfung (z.B. Stumpfbl. Ampfer), oder Giftpflanzen Pflegemaßnahmen treten auf? JA - HorstbehandlungEinzelarten über - Nachsaat dem Kritischen Wert? - Weidenachmahd, ... Schonende Nutzungstechnik - standortgerechte Intensität NEIN - sachgerechter Schnittzeitpunkt - optimale Schnitthöhe, ... Standortsanierung/-melioration - Drainage, - Kalkung, - Düngung (+/-),..„Alles in Ordnung“ Selektive Herbizidbehandlung Nichtselektive Narbenabtötung und Grünlanderneuerung durch standortgerechte Über-/Einsaat Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  19. 19. Bestandesregulierung durch Pflegemaßnahmen Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  20. 20. Bestandesregulierung durch Herbizideinsatz Selektive Herbizide im Grünland Wirkstoff Wirkung, Präparat, Bsp. Bsp. 2,4-D U 46 D-Fluid Distel, Hahnenfuß, Wegerich, Löwenzahn, Sumpfkresse, Hirtentäschel, Binsen, Lauch Fluroxypyr Simplex Stumpfbl. Ampfer, Brennnessel, Bärenklau, Kreuzkraut, Disteln, Löwenzahn, + Aminopyralid Vogelmiere, Labkraut, Scharbockskraut, Wegerich, Taubnessel, Wolfsmilch, Beinwell, Huflattich, Hahnenfuß, Schafgarbe, Storchschnabel, Wiesenknöterich Fluroxypyr Ranger Stumpfbl. Ampfer, Brennnessel, Bärenklau, Löwenzahn, Wiesenlabkraut, Vogelmiere, + Triclopyr Wegerich, Storchschnabel, Taubnessel MCPA U 46 M-Fluid Distel, Hahnenfuß, Wegerich, Löwenzahn, Binsen, Sumpfkresse, Klappertopf, Schachtelhalm MCPA Banvel M Hirtetäschel, Löwenzahn, Hahnenfuß, Wolfsmilch, Binsen, Distel, Lauch, + Dicamba Schachtelhalm, Schafgarbe, Vogelmiere, Wegerich, Germer, Wiesenknöterich MCPP Duplosan KV Vogelmiere, Stumpfbl. Ampfer Thifensulfuron Harmony SX Stumpfbl. Ampfer, Hirtentäschel, Scharbockskraut, Vogelmiere, Storchschnabel Triclopyr Garlon 4 Bärenklau, Brennnessel, Wegerich, Storchschnabel, Gebüsch, Brombeere, Giersch, Kälberkropf, Schachtelhalm Triclopyr Genoxone ZX Gebüsch, Brombeere, Brennnessel, Disteln, Storchschnabel, Giersch, Löwenzahn, + 2,4-D Hahnenfuß, Vogelmiere, Bärenklau Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  21. 21. Bestandesregulierung durch Herbizideinsatz Grünlandherbizide – Wirkung und Selektivität Storchschnabel- Verträglichkeit Verträglichkeit Gräser- Wirkstoff(e) Kriechender Kreuzkraut- Löwenzahn Hahnenfuß, Hahnenfuß, Schafgarbe Klee- Brennessel Bärenklau, Präparat Wirkstoffgehalt Huflattich Wegerich Beinwell Scharfer Giersch Kerbel, Ampfer Wiesen Wiesen Binsen (g/E) Distel- Arten Arten Arten Banvel M Dicamba 30 + MCPA 340 5 13 3 7 3 7 9 3 3 5 9 7 5 7 7 + - Duplosan KV Mecoprop-P 600 7 113 3 1 3 3 5 3 3 3 5 3 3 5 + - Garlon 4 Triclopyr 480 5 9 19 3 7 1 3 3 13 7 19 5 7 + - Harmony SX Thifensulfuron 480 9 1 5 3 3 3 3 3 3 3 3 3 5 7 3 1 (+) + Simplex Fluroxypyr 100 + Aminopyralid 30 9 3 7 9 9 3 7 5 7 5 9 9 7 7 7 3 + - Starane Ranger Fluroxypyr 100 + Triclopyr 100 9 5 3 9 3 3 3 3 3 3 3 9 5 7 5 7 + - U 46 D ... u.a. 2,4-D 500 3 13 3 5 1 3 3 13 3 7 3 13 5 + - U 46 M ... u.a. MCPA 500 3 13 3 7 1 5 7 13 3 7 3 5 7 7 + (+) Genoxone ZX 2,4-D 93 + Triclopyr 104 5 7 3 9 9 7 3 7 3 3 3 7 5 9 5 1 + - Symbolerklärung: 1 keine, 3 = geringe, 5 = mittlere, 7= gute, 9= sehr gute Wirkung = + = verträglich, - = nicht verträglich Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  22. 22. Bestandesregulierung durch HerbizideinsatzAnwendungsverfahrenRechtzeitiger Einsatz vonEinzelpflanzen-/Horstbehandlungim Steich- oder Spritzverfahrenkann die Flächenbehandlungersparen Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  23. 23. Spezifische Problemunkäuter Unkrautproblem? Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  24. 24. Stumpfblättriger AmpferRumex obtusifolius Familie: Knöterichgewächse - PolygonaceaeMehrjähriges Samen- und Wurzelunkrautmit kräftigem Wurzelstock; durchSchößlinge und Sämlinge ausbreitend.Futterwert: WZ 1, vom Vieh gemiedenStandort:Bes. auf stickstoffreichen(überdüngten), lehmigenbis tonigen Böden.Blütezeit: Juni bis SeptemberSamen pro Pflanze: ca. 7000 sehr lange im Boden und in der Gülle lebensfähig! Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  25. 25. Stumpfblättriger AmpferRumex obtusifolius Familie: Knöterichgewächse - PolygonaceaeAmpfer – Hauptfeind #1 im Dauergrünland Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  26. 26. Kulturtechnische Regulierung: Stumpfblättriger Ampfer frühe Nutzung und intensive Weidepflege zur Verhinderung der Samenreife. Narbenverletzungen vermeiden! Bestandeslücken durch Nach-/Übersaat schließen nur Qualitätssaatgut verwenden Stickstoff bedarfsgerecht düngen Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  27. 27. Direkte Bekämpfung: Stumpfblättriger AmpferKritische Pflanzenzahl: 5% Grünmasseanteil, bzw. 0,5 Pfl./m²Einzelpflanzenbehandlung - Dochtstreichverfahren Roundup, o.a. 33%ig Harmony SX 3,75 g/10 l Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  28. 28. Direkte Bekämpfung: Stumpfblättriger AmpferEinzelpflanzenbehandlung - Hand- bzw. Einzeldüsenspritze Duplosan KV 0,5%ig, Harmony SX 3,75 g/10 l, Starane Ranger 1 %ig oder Simplex 1 %ige Streichlösung Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  29. 29. Direkte Bekämpfung: Stumpfblättriger AmpferEinzelpflanzenbehandlung - Rotowiper-Einsatz Harmony SX 10 g/10 l, oder Starane Ranger 0,6 l/10 l bei maximaler Höhendifferenzierung zum Bestand Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  30. 30. Direkte Bekämpfung: Stumpfblättriger AmpferMechanische Einzelpflanzenbehandlung - mit Ampferheber Wurzeln ausstechen - mit Wutzi-Gerät die Wurzeln zerstörenChemische Flächenbehandlung bei voll entwickelter Rosette mit: - Harmony SX (45 g/ha), bevorzugt im Spätsommer - Starane Ranger (3,0 l/ha), bevorzugt im Frühsommer/Sommer - Simplex (2,0 l/ha), bes. bei zusätzlich vorhandenen Problemunkräutern (z.B. Kreuzkraut-Arten) Bei größeren Bestandeslücken ist Nachsaat zwingend notwendig! Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  31. 31. Effektive Ampferbekämpfung Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  32. 32. Praxisbeispiele: Stumpfblättriger Ampfer Natürlicher Gegenspieler: Ampferblattkäfer Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  33. 33. Praxisbeispiele: Stumpfblättriger AmpferUnsachgemäßer Gülleeinsatz fördert die Endwicklung des Ampfers Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  34. 34. Praxisbeispiele: Stumpfblättriger Ampfer Nach-/Übersaat als Schlüssel zum Erfolg! Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  35. 35. Hahnenfuß; Scharfer-, Kriechender-Ranunculus acer/repens Familie: Ranunculaceae - HahnenfußgewächseMehrjähriges Unkraut mit kurzem, knolligen Wurzelstock;jährlich neue Stengelsprosse (keine Ausläufer) bildend;Verbreitung durch Samen; grüne Pflanzenteile giftig;Giftwirkung läßt in Heu rasch nach.Futterwert: WZ -1;Giftpflanze; vom Vieh gemiedenStandort:Frische bis feuchte Böden mitniedrigem pH-Wert.Blütezeit: Mai (bis September)Samen pro Pflanze: 150 bis 900 Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  36. 36. Hahnenfuß; Scharfer-, Kriechender-Ranunculus acer/repens Familie: Ranunculaceae - HahnenfußgewächseKulturmaßnahmen zur Regulierung:Nachmahd zur Verhinderung derSamenreife; staunasse Flächenentwässern bzw. verbessern.Bedarfskalkung.Direkte Bekämpfung:kritische Pflanzenzahl:5 % GrünmasseanteilFlächenspritzung (Frühjahr bis Herbst) abetwa 15 cm Wuchshöhe mit U 46-M (2,0 l/ha) Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  37. 37. LöwenzahnTaráxacum officinále Familie: Korbblütler - CompositaeMehrjährig mit kräftiger Pfahlwurzel;in allen Teilen weißer, bitterer, nichtgiftiger Milchsaft; v.a. Samenvermehrung.Futterwert: WZ 5,in geringer Menge wertvolles KrautStandort:Bevorzugt tiefgründige, sandige,stickstoffreiche Lehmböden;"Kahlfraßunkraut" auf Weiden undLückenunkraut auf Wiesen.Blütezeit: April bis Mai (Juni)Samen pro Pflanze: 1000 bis 5000 Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  38. 38. LöwenzahnTaráxacum officinále Familie: Korbblütler - CompositaeKulturmaßnahmen zur Regulierung:Möglichst frühe Nutzung der ersten Schnitte;verseuchte Flächen vorwiegend beweiden;Lücken vermeiden; Startstickstoffgabe mitKalkstickstoff (4 dt/ha) in die Knospen.Direkte chemische Bekämpfung:Kritische Pflanzenzahl:20 % Grünmasseanteil (Heunutzung)30 % ‘’ (Grünnutzung)U 46-M oder –D (2,0 l/ha) oderStarane Ranger (2-3,0 l/ha) auf vollentwickelte Blätter im Frühjahr bis Spätsommer *) Mittel derzeit nicht im Vertrieb Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  39. 39. SchafgarbeAchilléa millefólium Familie: Korbblütler - CompositaeAusdauerndes, würzig riechendes Krautmit kriechenden Wurzelausläufern.Ausbreitung vegetativ und durch Samen.Bis 50 cm Wuchshöhe.Futterwert: WZ 5;bei geringem Anteil wertvolles KrautVorkommen:Auf nährstoffreichen, nicht zutrockenen lockeren Grünlandstandorten,Nichtkulturland, neutrale Bodenreaktion,wärmeliebend.Blütezeit: Juni/Juli bis HerbstSamen pro Pflanze: 3000 bis 4000 Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  40. 40. SchafgarbeAchilléa millefólium Familie: Korbblütler - CompositaeKulturmaßnahmen zur Regulierung:Frühe Nutzung; Förderung des Graswachstumsdurch rechtzeitige und gezielte N-Düngung;vorzugsweise Beweidung.Chemische Bekämpfung:Banvel M (6,0 l/ha)während der Vegetationsperiode beiausreichender Blattmasse der Schafgarbe. Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  41. 41. Bärenklau (Herkuleskraut, Ochsenzunge)Heracléum sphondýlium Familie: Doldenblütler - UmbelliferaeZwei- bis mehrjähriges Samenunkraut,unangenehm riechend;kräftige, tiefgehende,ästige Pfahlwurzel, mehltauanfälligFutterwert: WZ 5,in geringer Menge wertvolles KrautStandort:Typ. "Gülleunkraut" auf Wiesen;bes. auf nährstoffreichen, tiefgründigen,frischen bis mäßig feuchten Standorten.Blütezeit: Juni bis in den HerbstSamen pro Pflanze: 5000 bis 8000 Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  42. 42. Bärenklau (Herkuleskraut, Ochsenzunge)Heracléum sphondýlium Familie: Doldenblütler - UmbelliferaeKulturmaßnahmen zur Regulierung:Intensive und frühe Beweidung verstärken;Gülle und Jauche einschränken;nutzungsgerechte mineralischeDüngung;Verhinderung der Samenreifedurch zeitige Schnittnutzung.Direkte chemische Bekämpfung:Kritische Pflanzenzahl:20 % Grünmasseanteil (Heunutzung)30 % ‘’ (Grünnutzung)Garlon 4 (2,0 l/ha) bei wüchsiger Witterungauf die voll ausgebildete Blattrosette *) Mittel derzeit nicht zugelassen, Aufbrauchfrist bis 2003 Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  43. 43. Große BrennnesselUrtica dioica Familie: Nesselgewächse - UrticaceaeAusdauerndes, zweihäusiges Unkraut mit kriechendenunterirdischen Ausläufern und Brennhaaren;Vermehrung durch Samen und vegetativ;Stickstoffzehrer.Futterwert: wird vom Vieh gemieden(außer Schweine)Standort:Nährstoffreiche, mild-humose,lockere, feuchte Böden.Blütezeit: Juni bis in den HerbstSamen pro Pflanze: 15.000 bis 30.000 Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  44. 44. Große BrennnesselUrtica dioica Familie: Nesselgewächse - UrticaceaeKulturmaßnahmen zur Regulierung:Rechtzeitiger häufiger Schnitt;intensive Weidepflege bzw. NachmahdDirekte chemische Bekämpfung:Horstbehandlung in der Wachstumsphasemit- Garlon 4 (0,5 %ig, bzw. 2,0 l/ha),- Genoxone SX (1,25 %ig),- Starane Ranger (3,0 l/ha) oder- Simplex (2,0 l/ha) Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  45. 45. Gemeine RispePoa trivialis Familie: Süßgräser - GramineaeAusdauerndes Gras mit zahlreichen oberirdischen Ausläufern.Vorwiegend SamenvermehrungFutterwert: WZ 7,jedoch geringer MassenertragStandort:Bevorzugt dauernd frische bismäßig feuchte, nährstoffreiche,kalkarme Standorte.Blütezeit: Mai bis Juli Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  46. 46. Gemeine RispePoa trivialis Familie: Süßgräser - Gramineae Verbreitung - global - national Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  47. 47. Gemeine RispePoa trivialis Familie: Süßgräser - GramineaeKulturmaßnahmen zur Regulierung:Mechanische Bekämpfung mit Netzeggeoder Federzahnstriegel mit nachfolgenderNachsaat (Problem: Ampfersämlinge!)Direkte chemische Bekämpfung:Narbenabtötung mit Glyphosat-Behandlung(z.B. Glyphos Supreme) und Neuanlageder Grünlandnarbe Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  48. 48. Kreuzkräuter / GreiskräuterSenecio spp. Familie: Korbblütler - AsteraceaeZwei- bis mehrjährige Pflanzen mit ausgeprägter Blattrosette.Vermehrung und Verbreitung über flugfähige Samen.Futterwert: WZ -1,Akute und chronische Toxizität durchPyrrolizidin-AlkaloideStandort:Je nach Art von trockenen, nährstoffarmenbis frische,mäßig feuchte, eher nährstoffarmeStandorte.Blütezeit: Juli bis September Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  49. 49. Kreuzkräuter / GreiskräuterSenecio spp. Familie: Korbblütler - AsteraceaeKulturmaßnahmen zur Regulierung:Mechanische Bekämpfung durch Ausstechenoder Ausreißen.Narbenschäden, -lücken vermeiden.Grasnarbe durch standortgerechteDüngung und Nutzung fördern.Direkte chemische Bekämpfung:Einsatz von Simplex (Triclopyr + Aminopyralid)zur Einzelpflanzen bzw. Horstbehandlung aufWeiden oder als Flächenbehandlung im Spät-sommer auf Wiesen. Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  50. 50. Gemeiner Beinwell (Beinwurz, Schwarzwurz)Symphytum officinale Familie: Rauhblatt-Gewächse - BoraginaceaeMehrjähriges Unkraut mit dickem, braunem bisschwarzem, innen weißem, schleimreichenWurzelstock; Vermehrung v.a. durch Samen.Futterwert: WZ 2Standort:Typisch auf feuchten Standorten mitkalkhaltiger Lehmschicht bzw.Verdichtungszone im Untergrund.Blütezeit: Mai bis SeptemberSamen pro Pflanze: 800 bis 2000 Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  51. 51. Gemeiner Beinwell (Beinwurz, Schwarzwurz)Symphytum officinale Familie: Rauhblatt-Gewächse - BoraginaceaeKulturmaßnahmen zur Regulierung:Bodenwasserverhältnisse regulieren.Chemische Bekämpfung:Kritischer Grünmasseanteil:ca. 10 %, je nach Nutzungsweise.- Harmony SX (10 g/10 l; 45 g/ha) + Netzmittel;- Simplex (0,6 l/10 l; 2,0 l/ha) bei ausreichender Blattmasse und wüchsiger Witterung einsetzen. *) Mittel derzeit nicht im Vertrieb Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  52. 52. Echte Pestwurz (Großer Huflattich)Petasites officinalis Familie: Korbblütler - CompositaeAusdauerndes Unkraut mit fast fingerdicken, weißgelben,mit Brutknospen besetzten Ausläufern.Standort:Liebt stark durchrieselte oder oft überspülte,kiesige, schlammige, auch sumpfige Böden.Blütezeit: März bis April (vor den Blättern)Samen pro Pflanze: 1500 bis 3000 Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  53. 53. Echte Pestwurz (Großer Huflattich)Petasites officinalis Familie: Korbblütler - CompositaeKulturmaßnahmen zur Regulierung:Sanierung des BodenwasserhaushaltesDirekte chemische Bekämpfung:Flächenbehandlung mit Glyphosatund Grünlanderneuerung durch Neuansaat, oderTeilflächen- bzw. Einzelpflanzenbehandlungmit dem Rotowipergerät und Roundup Ultra(7,5 %ig) bzw. Dochtstreichgerät (33%ig) mitNach-/Übersaat unterstützt Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  54. 54. ExtensivierungÖkologie und/oder Ökonomie? Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  55. 55. Extensivierung – ein Widerspruch?Verzicht auf Mineraldünger und flächendeckenden chemischen Pflanzenschutz Stabiles Gleichgewicht der Pflanzengesellschaft möglich u.U. bessere Entwicklung für Samenunkräuter und RispenVerzicht auf jegliche Düngung und chem. Pflanzenschutz Sukzessive Ausbreitung standorttypischer Samen- und Wurzelunkräutern Langfristig kann der Aufwuchs nur über extensive Rauhfutterfresser verwertet werden Gefahr der Nicht-Verwertbarkeit des Aufwuchses in der Tierhaltung durch die Etablierung von Giftpflanzen Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  56. 56. Extensivierung – ein Widerspruch?Grünland-ExtensivierungMit zunehmender Extensivierungnehmen die Aspekte des Artenschutzund der Biodiversität zu unddie Möglichkeit einer wirtschaftlichenVerwertung des Aufwuchses nimmtab bzw. wird erschwert oder verhindert. Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  57. 57. ExtensivierungDie Reduzierung der Produktionsintensitätsollte in Etappen vorgenommenwerden, um eine „schonende“Anpassung der Grünlandflorazu ermöglichen. Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011
  58. 58. Fazit: Aus produktionstechnischer Sicht ist eine ökonomische Grünlandbewirtschaftung nur mit den Möglichkeiten derertragsorientierten Bestandesführung und Maßnahmen zur direkten Bestandesregulierung möglich! Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft – Institut für Pflanzenschutz Herbologie / K. Gehring 2011

×