Das Gebet Hiskias

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Jesaja 37, das Gebet Hiskias beim Angriff der Assyrer

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  • 1 Und es geschah im vierzehnten Jahr des Königs Hiskia, da zog Sanherib, der König von Assyrien, gegen alle festen Städte Judas herauf und nahm sie ein.
    2 Und der König von Assyrien sandte den Rabschake (königlicher Gesandter) mit einer großen Heeresmacht von Lachis nach Jerusalem gegen den König Hiskia;
    und der [Rabschake] stellte sich bei der Wasserleitung des oberen Teiches an der Straße des Walkerfeldes auf. (Jesaja 36:1-2)

    Wir machen eine Zeitreise.
    Wir sind im Jahre 701 v. Chr., in Jerusalem, eingeschlossen wie im Vogelkäfig, wie wir heute in den in der Archäologie gefundenen Annalen von König Sanherib lesen können.
    Welche Farbe hat wohl die Alarmstufe?

    Was tun?

  • Wie ist es dazu gekommen?

    Die Assyrer waren das vorherrschende Volk im 7. und 6. Jahrhundert v. Chr.
    Besondere Grausamkeit der Assyrier als Abschreckung  der Mensch im Kern nicht anders: heute z.B. die IS – Islamischer Staat in Irak
    Jona wollte wohl deshalb nicht nach Niniveh (der Hauptstadt) gehen fast 100 Jahre früher
    Nahum hatte dann ca. 50 Jahre später gegen Assyrien geweissagt und die Grausamkeit nochmals unterstrichen, was aus Seite der menschlichen Verantwortung auch den Untergang für Assyrien liegt:
    Nahum 3:1 Wehe der blutbefleckten Stadt, die voll ist von Lüge und Gewalttat, und die nicht aufhört zu rauben!
    2 Peitschenknall und lautes Rädergerassel, jagende Rosse und rasende Streitwagen!
    3 Stürmende Reiter, funkelnde Schwerter und blitzende Spieße! Viele Erschlagene und Haufen von Toten, zahllose Leichen, sodass man über ihre Leichen strauchelt

    Strategie: Deportation als Methode der Zerstörung der Kultur und Identität einer Nation, vermischen von Völker
    Mit Israel, dem 10-Stämmigen Nordreich, ging es nicht anders:
    Tiglat-Pileser III (745-727) – attackierte östlich des Jordan  Verschleppung der Rubeniter, Gaditer und halben Stamm Manasse
    Salmanassar V (727 – 722) – Griff Samaria an
    Sargon II (722 – 705) (Bruder von Salmanassar, gewisse Instabilität, Aufstände) – nahm schlussendlich Samaria und das ganze Nordreich ein
    – verschleppte die restlichen 7.5 Stämme (2. Könige 17, 18 )
    - siedelte fremde Leute an  Mischvolk Samariter (2. Kön. 17:24-41)
    Sanherib (705 – 680), Sohn Sargons – Feldzug gegen abgefallenen Gebiete und gegen Juda

    Gott hat im zulassenden Willen Assyrien als Zuchtrute verwendet.
    Da sie aber selbstgefällig, stolz und brutal wurden, wurden auch sie schlussendlich gerichtet.
    Auch Jesaja hat mehrmals gegen Assyrien geweissagt:
    Bsp.: 10:5 Wehe Assyrien, der Rute meines Zorns, der in seiner Hand den Stock meines Grimms trägt!

    Assyrien ist ein Bild auf unsere widrigen Umstände, geistlichen «Feinde», Widerstände bei welchen wir Angst, Unsicherheit usw. haben können.

    Der definitive Fall von Assyrien war dann ca. 100 Jahre später, d.h. 606 v. Chr., als die Babylonier Ninive dem Erdboden gleich machten.

    Interessant ist jedoch in Bezug auf Assyrien die optimistische Zukunftsprophetie zusammen mit Ägypten:
    Jesaja 19: 23 An jenem Tag wird von Ägypten eine gebahnte Straße nach Assyrien gehen; der Assyrer wird nach Ägypten und der Ägypter nach Assyrien kommen, und die Ägypter werden mit den Assyrern [dem Herrn] dienen.





  • Der Protagonist/Glaubensheld von heute morgen:
    Hiskia war ein gottesfürchtiger Könige – Sein Name bedeutet: Meine Stärke ist Ja(hweh)
    Jesaja 36-39 ist eine geschichtliche Erzählung, teilt das Buch in 2 Hauptteile
    - 36-37: Belagerung von Sanherib
    - 38: Hiskias Krankheit und Genesung, er bekommt nochmals 15 Jahre (dies war damit kurz vor der Belagerung von Sanherib)
    - 39: Gesandten von Babel  dies gibt dem Buch Jesaja die Wende in Richtung Babylon

    Parallele Texte :
    2. Chronik 29-32
     Charakter der Chronik-Bücher: Königschronik der Davidischen Dynastie!, der Glaube und die Beziehung zu Gott wird hier mehr beleuchtet
    Hiskia: Alle geistlichen Reformen von Hiskia werden hervorgehoben: Tempelreinigung, Wiederherstellung des Priesterdienstes,
    Feier des Passah, Neuordnung des Tempeldienstes
    Übrigens auch die Zerstörung der ehernen Schlange aus Mose Zeit, da diese verehrt wurde!

    2. Könige 18-20
     Charakter der Königsbücher – Sichtweise der Verantwortung der Könige von Israel, beginnend mit Salomo und danach der getrennten Reiche von Juda (Südreich) und Israel (Nordreich)
    Hiskia:
    - er sagt sich unter den Unruhen von Sargon los
    - sein Glaube versagte als Sanherib (Assyrien) Lachisch (eine der wichtigsten Stätde) einnahm,
    er lenkte ein und zahlte den auferlegten Tribut von 300 Talenten (ca. 10 Tonnen!) Silber und 30 Talente (ca. 1 Tonne!) Gold;
    doch die assyrische Armee kam dann doch
    - den Babyloniern hatte er zuvor noch all seine Schätze gezeigt!

    Trotz seiner Schwächen Hiskia als Vorbild für uns. Wir haben auch unsere Stärken und Schwächen!
    Was schlussendlich zählt ist unser Glaubensmut!
    Unsere Stärke liegt im Vertrauen auf Gott, in Ihm, und somit im Gebet zu Ihm



  • Hiskia in seinem Gebet zuhören und dabei praktische Lehren für uns ziehen:

    Jesaja 37:1 Und es geschah, als der König Hiskia dies hörte, da zerriss er seine Kleider, hüllte sich in Sacktuch und ging in das Haus des Herrn.
    Richtige innere Einstellung und Haltung: Leid tragen, Busse tun, sich vor Gott demütigen
    Johannes 4:23 Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter.
    24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.

    Jesaja 37:14 Als nun Hiskia den Brief aus der Hand der Boten empfangen und gelesen hatte,
    ging er hinauf in das Haus des Herrn; und Hiskia breitete ihn aus vor dem Herrn.
    An den richtigen Ort gehen: das Haus des Herrn  ein Gebetshaus (Isa. 56:7 und Matt. 21:13)
    Matthäus 6:6 Du aber, wenn du betest, geh in dein Kämmerlein und schließe deine Türe zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist;
    Beides: Private - Gemeinde

    15 Und Hiskia betete vor dem Herrn und sprach:
    Gebet ist verständliche Kommunikation (Gespräch, Dialog, Austausch), nicht irgendetwas mystisches:
    1. Kor. 14:15 Ich will mit dem Geist beten, ich will aber auch mit dem Verstand beten; ich will mit dem Geist lobsingen, ich will aber auch mit dem Verstand lobsingen.
    Und Gott spricht auch in einer verständlichen Sprache, wir haben manchmal Mühe, es aufzunehmen oder zu akzeptieren
    Parallelstelle in 2. Chron. 32:20 sagt: Aber der König Hiskia und der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, beteten deshalb und schrien zum Himmel.
    Auch Emotionen sind da und dürfen gezeigt werden.
    Gebet: im Gespräch mit Gott

    16 O Herr der Heerscharen, du Gott Israels, der du über den Cherubim thronst, du allein bist Gott über alle Königreiche der Erde! Du hast den Himmel und die Erde gemacht.
    Anrede in Ehrfurcht und Anbetung
    1. Gebot: Du sollst keine anderen Götter neben mir haben! (2. Mo. 20:3)
    Nicht sein wie kleine Kinder: kommen herangestürmt: «Darf ich bitte das und das …»

    17 Herr, neige dein Ohr und höre! Tue deine Augen auf, o Herr, und sieh! Ja, höre alle Worte Sanheribs, der hierher gesandt hat, um den lebendigen Gott zu verhöhnen!
    Bitte um Gehör, in poetischen Worten gekleidet!
    Für uns, würdevoll mit Gott reden
    Er müsste ja gar nicht auf uns hören!!
    Nur aufgrund der Gnade und der neuen Identität, die wir in Jesus Christus haben, hört der Vater!

    18 Es ist wahr, Herr, die Könige von Assyrien haben alle Länder [der Heidenvölker] und ihr Gebiet verwüstet,
    19 und sie haben ihre Götter ins Feuer geworfen; denn sie waren keine Götter, sondern Werke von Menschenhand, Holz und Stein, und so konnten sie sie vernichten.
    Darlegung der Situation, keine Verschönerung
    Ehrlich, aufrichtig vor Gott sein!
    Wir können Ihm sowieso nichts vormachen!

    20 Nun aber, Herr, unser Gott, errette uns aus seiner Hand, damit alle Königreiche der Erde erkennen, dass du der Herr bist, du allein!
    Glaube, mutiges Beten
    Wir beten auch mutig für viele Neubekehrte an der Evangelisation im November LifeOnStage
    Ziel: Erhöhung Gottes, nicht die eigene!
    Gott erhört um Seines Namens willen, nicht weil wir würdig wären!
    Es geht primär um Gott, der Schöpfer und Erhalter des ganzen Universums!!

    21 Da sandte Jesaja, der Sohn des Amoz, zu Hiskia und ließ ihm sagen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Was du wegen Sanheribs, des Königs von Assyrien, zu mir gebetet hast —
    22 nun, dies ist das Wort, das der Herr gegen ihn geredet hat:
    Gott lässt sich erhören.
    Epheser 3:20 Dem aber, der weit über die Maßen mehr zu tun vermag als wir bitten oder verstehen, gemäß der Kraft, die in uns wirkt,
    21 ihm sei die Ehre in der Gemeinde in Christus Jesus, auf alle Geschlechter der Ewigkeit der Ewigkeiten! Amen.


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  • Das Gebet Hiskias

    1. 1. Buch Jesaja 37:1, 14-20 Das Gebet Hiskias Alle Bilder sind zur Zeit der Erstellung der Folien im Internet frei verfügbar www.neuesleben.ch gewesen.
    2. 2. Assyrische Vorherrschaft  Tiglat-Pileser III (745-727 v. Chr.) 2  führte Rubeniter, Gaditer und halben Stamm Manasse weg (1. Chr. 5.26)  Salmanassar V (727-721 v. Chr.)  Belagerte Samaria (2. Kön. 17/18)  Sargon II (721 – 705 v. Chr.)  Besiegte Samaria und verschleppte das Nordreich (2. Kön. 18:11-12)  Sanherib (705 – 680 v. Chr.)  Feldzug gegen Juda (2. Kön. 18:13ff)
    3. 3. Hiskia (716 – 686 v. Chr.)  Gottesfürchtig 3  Geistliche Reformen (2. Chron. 29-32)  Schwächen  Von Assyrien los gesagt  Zahlte trotzdem Tribut (2. Kön. 18-20)  Zeigte den Babyloniern die Schätze (Jes. 39)  Der Glaubensmut siegte!  Stark in und durch Gebet!
    4. 4. Hiskia im Gebet – Jesaja 37  1: Demütige Haltung  14: Am richtigen Ort  15: Verständliche Sprache  16: Ehrfürchtige Anbetung  17: Bitte um Anhörung  18-19: Darlegung des Sachverhalts  20a: Mutige Bitte/Fürbitte  21: Begründung in der Ehre Gottes 4
    5. 5. Folien können unter www.neuesleben.ch frei heruntergeladen werden 5 Willst du wieder neu das Reden und Handeln Gottes erleben?

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