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T folge7 listing und ipo

  1. 1. TicksFolge 7: Listing und IPOGründe für einen Börsengang gibt es viele. Alle zukünftigen Emittenten stellensich irgendwann die Frage: Was wollen wir und wie kommen wir dahin? Diewichtigsten Motivatoren für eine Platzierung von Aktien am Markt sind Wachs- Deutsche Börse AGtum, Kapitalbedarf oder die Sicherung der Unternehmensnachfolge. Dabei gibt Media Relationses verschiedene Möglichkeiten für den Start an der Börse- Mergenthalerallee 61 65760 EschbornDer erste Schritt ist die Auswahl von Emissionsbegleitern, dazu gehören: Postanschrift 60485 Frankfurt am Main 1. IPO-Berater – berät, unterstützt und begleitet ein Unternehmen vom ersten Planungstag an unabhängig. Zu seinen Aufgaben ge- Telefon +49-(0) 69-2 11-17854 hören die Prüfung der Börsenreife des Unternehmens und seiner Strategie, die Erstellung des Factbooks und der Equity Story und Fax die Auswahl der begleitenden Banken. +49-(0) 69-2 11-11501 2. Das Bankenkonsortium – ein Zusammenschluss mehrerer Ban- Internet ken, die ein Unternehmen während seines Börsengangs begleiten. deutsche-boerse.com Dabei übernimmt eine Bank die Konsortialfürhrerschaft. In dieser E-Mail Funktion ist sie verantwortlich für die Koordination der Geschäfts- social-media@ deutsche-boerse.com beziehungen zwischen dem Konsortium und dem Kunden. Sie er- stellt einen Zeitplan für den IPO Prozess, stellt eine Unterneh- mensbewertung an und sorgt für eine passende Vermarktung und Platzierung der Gesellschaft im Markt. Eine zweite Bank über- nimmt die Rolle der federführenden Emissionsbank. Sie kümmert sich um die Wertpapieremission für den Emittenten, erstellt einen Wertpapierprospekt und leitet das Unternehmen durch den Emis- sionsprozess bis hin zur ersten Preisfeststellung. 3. Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte 4. PR-AgenturGleichzeitig erfolgt je nach Unternehmensaufstellung und IPO-Konzept dieAuswahl des gewünschten Transparenzstandards und folglich des Marktseg-ments, in dem das Unternehmen platziert werden soll.Die Entscheidung ist abhängig von den Zielen, die das Unternehmen mit derBörsennotierung anstrebt, den Investoren, die das Unternehmen vorrangigadressieren möchte und dem Maß an Transparenz, das das Unternehmen ge-währleisten will. An der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) können Unter-nehmen im Regulierten Markt zwischen dem Prime Standard oder dem Gene-ral Standard wählen.
  2. 2. Ticks A. Der Regulierte Markt Der Regulierte Markt ist ein organisierter, EU-regulierter Markt im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes. Im Gegensatz zum privatrechtlich geregelten Frei- Deutsche Börse AG verkehr ist der Regulierte Markt öffentlich-rechtlich organisiert. Emittenten, die ihre Aktien im Regulierten Markt anbieten möchten, müssen hohe EU-weit Media Relations geltende Anforderungen erfüllen. Aufgrund dieser Regulierungen richtet sich Mergenthalerallee 61 dieses Marktsegment vorrangig an große und mittlere Unternehmen, die inter- 65760 Eschborn nationale Investoren ansprechen möchten und diese Anforderungen erfüllen Postanschrift können. 60485 Frankfurt am Main Telefon 1. Der Prime Standard +49-(0) 69-2 11-17854 Der Prime Standard ist das am strengsten regulierte Segment an der Frankfur- Fax ter Wertpapierbörse. Durch umfassende Zulassungsvoraussetzungen und Fol- +49-(0) 69-2 11-11501 gepflichten stellt dieses Segment europaweit den Transparenzstandard mit den höchsten Anforderungen dar. Ein Listing im Prime Standard der FWB ist zu- Internet deutsche-boerse.com dem Voraussetzung für die Zugehörigkeit zu den 160 Auswahlindizes, wie beispielsweise dem DAX. E-Mail social-media@ deutsche-boerse.com 2. Der General Standard Emittenten im General Standard erfüllen ebenfalls hohe Transparenzstan- dards, die jedoch hinter denen des Prime Standards liegen. Der General Stan- dard hat zudem eine geringere internationale Ausrichtung, als der Prime Stan- dard, richtet sich folglich an große und mittelständische Unternehmen mit inländischem Investoren-Fokus. B. Der Freiverkehr Der Freiverkehr ist ein privatrechtlicher, börsenregulierter nicht-organsierter Markt im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes. Der Emittent im Freiverkehr muss ausschließlich die Geschäftsbedingungen der Deutsche Börse AG für die Zulassung im Freiverkehr der FWB erfüllen. Der Freiverkehr richtet sich folg- lich eher an kleine und mittlere Unternehmen. Sonderfall: Entry Standard Der Entry Standard ist ein Teilsegment des Freiverkehrs, in dem von der FWB geregelte Folgepflichten vor allem bezüglich der Transparenz bestehen. Daher richtet sich der Entry Standard vor allem an junge oder mittelständische Un- ternehmen, die den Kapitalmarkt wachstumsorientiert nutzen und innerhalb des Freiverkehrs sichtbarer positionieren wollen.
  3. 3. TicksZunächst erfolgt die Beantragung einer International Securities IdentificationNumber, kurz ISIN. Diese ist unabdingbar für die Handelbarkeit eines Wert-papiers. Im Rahmen der ISIN-Vergabe werden sogenannte Stammdatenerho-ben. Sie dienen der eindeutigen Kennzeichnung von Wertpapieren. In der Re- Deutsche Börse AGgel beinhalten die Stammdatenfolgende Angaben: Media Relations Mergenthalerallee 61- ISIN 65760 Eschborn- Emittent- Gattung Postanschrift 60485 Frankfurt am Main- Handelsplätze- Herkunftsland Telefon +49-(0) 69-2 11-17854- Handelswährung Fax +49-(0) 69-2 11-11501Für das öffentliche Angebot von Wertpapieren ist zudem die Veröffentlichungeines Wertpapierprospekts vonnöten. Ein solcher Prospekt ermöglicht es zu- Internetkünftigen Investoren, sich ein Bild vom Unternehmen und dem Wertpapieran- deutsche-boerse.comgebot zu machen. Die Erstellung dieses Prospekts unterliegt strengen gesetz- E-Maillichen Regelungen, die im Wertpapierprospektgesetz und im Börsengesetz social-media@ deutsche-boerse.comfestgeschrieben sind. Ausschließlich im Freiverkehr gelistete Unternehmenunterliegen nicht der Prospektpflicht.Nachdem die rechtlichen Anforderungen erfüllt sind, kommt es zur eigentli-chen Platzierung der Aktien am Markt. Hierbei wird ein Verkaufsangebot er-stellt, der Emissionspreis festgelegt und die Aktienplatzierung und die Zutei-lung der Aktien an die Investoren vorgenommen. Das Verkaufsangebot um-fasst in der Regel die Bewerbung der Aktien an institutionelle Investoren unddie breite Öffentlichkeit. Wichtigster Schritt in der Vorbereitung der Platzierungist an diesem Punkt das Festlegen eines Emissionspreises. Grundlage für die-sen ist die zuvor erfolgte Unternehmensanalyse und -bewertung. Der Preiskann dann entweder von vornherein festgelegt sein oder im Laufe des Ange-botsverfahrens gemäß Angebot und Nachfrage ermittelt werden.Schließlich erfolgt die Zuteilung der Aktien an die Investoren. Diese erhaltenbei ihrer Depotbank die Möglichkeit, Aktien im Angebot zu zeichnen, also eineKauforder bzw. ein Angebot abzugeben. Allerdings entspricht das nicht demAnspruch auf Kauf. Aktien werden vielmehr durch den Emittenten und seinenKonsortialführer am Abend vor dem Börsengang zugeteilt.Um die freie Handelbarkeit der Aktien eines Unternehmens sicherzustellen, istdas Unternehmen veranlasst, im Rahmen der Vorbereitung des Börsengangesfür eine so genannte Verbriefung der Wertpapiere zu sorgen.
  4. 4. TicksDurch diese Erstellung von Urkunden soll ermöglicht werden, dass Wertpapie-re zwischen den Geschäftsparteien gehandelt werden können. In der Regelwerden diese Urkunden oder verbrieften Aktien bei einer zentralen Verwahr- Deutsche Börse AGstelle/Wertpapiersammelbank hinterlegt – in Deutschland ist das die Clear- Media Relationsstream Banking AG. Mergenthalerallee 61 65760 EschbornAn diesem Punkt trennt sich der Prozess im Regulierten Markt und im Freiver-kehr. Im Regulierten Markt folgt nun das Zulassungsverfahren, während im PostanschriftFreiverkehr das Einbeziehungsverfahren angesetzt ist. 60485 Frankfurt am Main Telefon1. Im Regulierten Markt +49-(0) 69-2 11-17854Konsortialbanken und Unternehmen beantragen die Zulassung zum Handel an Faxder Frankfurter Wertpapierbörse. Zu diesem Zweck werden zunächst die not- +49-(0) 69-2 11-11501wendigen Unterlagen zusammengestellt und an die FWB übermittelt. Es folgt Internetder formelle Antrag auf Zulassung der Aktien und die Einreichung der Unterla- deutsche-boerse.comgen bei der Börse. E-Mail social-media@2. Im Freiverkehr deutsche-boerse.comIm Freiverkehr stellt sich die Antragstellung relativ einfach dar. Ein zugelasse-ner Handelsteilnehmer beantragt die Einbeziehung der Aktien über ein elekt-ronisches Antrags-Tool gemäß den Geschäftsbedingungen der Deutsche BörseAG.Nach erfolgter Zulassung oder Einbeziehung kann der Handel von Aktien ander FWB aufgenommen werden.IPO und erster HandelstagAm Tag des Börsengangs können Handelsteilnehmer ab 7:30 Uhr ihre Aufträ-ge in das Xetra Handelssystem eingeben. Ab 9 Uhr werden sogenannte indi-kative Preise festgestellt, also die Gegenüberstellung von Angebots- und Nach-fragepreisen. Der indikative Preis gibt einen Anhaltspunkt, zu welchem Preiseine Aktie in dem Moment gehandelt werden könnte, stellt aber kein Ge-schäftsangebot dar. Der Konsortialführer steht im Namen des betreffendenUnternehmens grundsätzlich in Verbindung mit der Marktsteuerung. Nur diesebeiden Parteien haben Einsicht in die aktuelle Auftragslage und die indikati-ven Preise. Hält der Konsortialführer die Preisfindung für abgeschlossen, wirddas Orderbuch eingefroren, das heißt, dass Orders weder geändert noch neueingegeben werden können. Erst jetzt wird der Preis durch die Marktsteuerungfestgestellt und der erste Xetra Kurs wird berechnet.

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