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Finanzplatztag 2014 Speech Executive Board Member Hauke Stars

Finanzplatztag 2014 Speech Hauke Stars

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Deutsche Börse AG

„IT-Performance und Zukunft des Finanzplatzes“

Von Hauke Stars, Mitglied des Vorstandes zuständig für IT und MD+S

Donnerstag, 6.3.2014, IHK Frankfurt/Main

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich sehr, heute zum Thema „IT-Performance und Zukunft des Finanzplatzes“ zu
Ihnen sprechen zu können. IT Technologie ist ein wichtiger Teil der von
Börsenorganisationen entwickelten Infrastruktur und ich möchte aufzeigen, dass Technologie
nicht die Ursache der Krise, sondern gerade Teil der Lösung ist.

An den Finanzplätzen der anglo-amerikanischen Welt – London, New York oder auch
Chicago – sind schon seit Jahrzehnten die wichtigsten globalen Akteure der Finanzwelt tätig.
Die großen Investmentbanken und Hedgefonds haben sich dort unter anderem wegen der
kapitalmarktfreundlichen Deregulierung angesiedelt, die seit den 1970er Jahren immer
weitere finanzrelevante Regelwerke erfasst und entkernt hat. In dieser Zeit ist viel Wert
geschaffen worden. Alte Zöpfe wurden abgeschnitten, altehrwürdige „Gentlemen’s Clubs“
wurden aufgemischt.

1
Heute wissen wir aber: Es ist in dieser Zeit auch viel Wert vernichtet worden. Es ist in
bestimmten Teilen des internationalen Finanzsektors eine Kultur entstanden, die bei aller
notwendigen Dynamisierung der Wirtschaft auch zu einem „irrationalen Überschwang“
geführt hat, wie dies einer der letztjährigen Nobelpreisträger für Ökonomie, Robert Shiller,
ausgedrückt hat.

Dass sich der Schaden – bisher zumindest – nicht zu einer Weltwirtschaftskrise ausgeweitet
hat, ist der Vernunft vieler Teile des Finanzsektors zu verdanken, insbesondere dem
beherzten Eingreifen von Finanzregulatoren und Zentralbanken. Auch Börsenorganisationen
weltweit haben einen Beitrag geleistet, dass der aus der Spur gekommene Verkehr der
Finanzströme wieder in gesicherte Bahnen kommen konnte. Die Zukunft des Finanzsektors,
meine Damen und Herren, liegt darin, dass wir weniger „Querfeldeinrallyes“ zulassen und
die wirtschaftlich notwendigen Wettrennen um fundamental begründete Preise wieder in
geordnete börsliche Bahnen lenken. Und dazu benötigen wir nicht nur eine neue
Regulierung und eine Rückkehr zur traditionellen kaufmännischen Ethik – wir benötigen
dazu auch Technologie.

Der wichtigste Kollateralschaden der Beinahe-Katastrophe von 2007ff ist aber das
Vertrauen: Vertrauen in die Märkte, Vertrauen in das Finanzsystem, Vertrauen in die einst für
ihren Konservatismus berühmte und geachtete Profession der Banker. In einer kürzlich
veröffentlichten Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK rangierten Banker auf einer
Ebene mit Profi-Fußballern – am Schluss der Rangskala, nur noch unterboten von Politikern.
Auf Rang eins landeten übrigens Feuerwehrleute. Ich denke, es muss hier am Finanzplatz
Frankfurt unser gemeinsames Anliegen sein – das gemeinsame Anliegen von Banken, von
Regulatoren und nicht zuletzt auch von der Deutschen Börse – dass die Mitarbeiter des
Finanzsektors das Vertrauen von Feuerwehrleuten genießen. Denn schließlich ist die
Verhinderung finanzieller Brände, die Absicherung gegen Risiken, die Vorsorge für
Investitionen und für das Alter unser Kerngeschäft.

2
Ich will im Übrigen auch nicht antiamerikanisch klingen. Ich habe selbst viele Jahre bei
einem amerikanischen IT-Konzern, Hewlett Packard, gearbeitet. Diese Erfahrung hat mich
mit großem Respekt erfüllt – vor der Disziplin, vor der Kreativität und vor dem Mut des
amerikanischen Unternehmertums. Worauf es mir ankommt, ist etwas anderes: Oft wird
nämlich der Technologie die Schuld an der Misere in die Schuhe geschoben – so als seien
es unkontrollierbare technische Systeme gewesen, die in die Krise von 2007 geführt hätten
und die heute für die Instabilität vor allem des amerikanischen Aktienhandels verantwortlich
sind – Stichwort „flash crash“.

Die These, die ich heute hier vertreten will, lautet: Nicht die Technologie im Finanzsektor
ist die Wurzel der Krise. Ganz im Gegenteil: Technologie ist eine Quelle der Stabilität, der
Zuverlässigkeit und des Vertrauens. Technologie ist eine Quelle der Transparenz, der
Effizienz und der Integrität von Märkten. Zudem gilt: Technologie ist eine Quelle der
Beweglichkeit, der Agilität und der Erschließung neuer Geschäftsfelder.

Wichtig ist aber zugleich: All dies gilt nur innerhalb einer Kultur, in der das Ingenieurwesen
in hohem Ruf steht und in dem der Stolz von Ingenieuren auf funktionierende Systeme sich
nicht betriebswirtschaftlich kleinrechnen lässt – bei aller notwendigen Rücksicht auf die
Kosteneffizienz. Die Technologie muss, wenn sie Nutzen stiften soll, in eine Wirtschafts-,
Finanzplatz- und Unternehmenskultur eingebettet sein, die Risikomanagement größer
schreibt als blinden Optimismus und Integrität höher schätzt als
Individualnutzenmaximierung. Sie muss dabei aber auch Lösungen anbieten, mit denen die
Kunden trotz steigender Regulierungsdichte agil bleiben.

3
In Deutschland, hier am Finanzplatz Frankfurt haben wir eine solche Kultur. Die Stärken des
Finanzplatzes Frankfurt-Rhein-Main beruhen vor allem auf der Nähe zur robusten,
exportstarken, hochtechnologisierten deutschen Realwirtschaft. Der hiesige Finanzplatz
profitiert davon in doppelter Weise: Hier werden die Aktien global bekannter Marken
gehandelt, von Technologiekonzernen wie Daimler oder Siemens, aber auch von Größen des
Finanzgeschäfts wie der Allianz. Zudem ist aufgrund der Tradition Deutschlands als
Technologienation hier in besonderer Weise ein Ingenieurswesen entstanden, das sich auch
in mustergültigen IT-Lösungen zeigt – man denke nur an SAP, aber eben auch an die
Gruppe Deutsche Börse.

Ich sage das mit Stolz auf meine Kolleginnen und Kollegen im Bereich Deutsche Börse IT,
Marktdaten und Services, den ich seit etwas mehr als einem Jahr leite. Ihre
Kundenorientierung, ihr Qualitätsanspruch und vor allem ihre technologische Kompetenz
beeindrucken mich immer wieder.

Ein wichtiger Faktor in der technologischen Entwicklung der Deutschen Börse und der
Finanzbranche insgesamt war der Durchbruch der Terminbörse Eurex seit dem Jahr 1998
zum globalen Player: Die Elektronik erwies sich dem altehrwürdigen Zurufhandel anderer
Börsenplätze als überlegen und hat zugleich die Technologisierung und
Markteffizienzsteigerung in Europa befördert. Ähnlich erfolgreich, wenn auch regulatorisch in
den USA benachteiligt, war Xetra in der Elektronisierung des Kassamarkts.

Die Zuverlässigkeit der Handelssysteme der Gruppe Deutsche Börse, unsere breite
Aufstellung als Marktinfrastrukturdienstleister und unsere Dienstleistungen zum
Risikomanagement, haben sich dann auch während der Finanzkrise als entscheidender
Vorteil herausgestellt. Denn traditionelle Werte wie Stabilität und Integrität sorgen für
Sicherheit an den Kapitalmärkten. Dienstleistungen zur Unterstützung der Agilität unserer
Kunden und damit zur Verbesserung der Wirtschaftsdynamik sorgen für gleichzeitiges
Wachstum.

4
Seit Beginn der Finanzkrise werden Wörter wie Stabilität oft wiederholt. Wenn ich hier von
Stabilität spreche, dann meine ich damit etwas, das sich in Zahlen belegen lässt: Zuletzt lag
bei uns die Systemverfügbarkeit bei über 99,9 Prozent. Gerade erst haben wir eine neue
leistungsstarke und sehr stabile Handelsarchitektur namens T7 eingeführt. Diese
Technologie wird aktuell von Eurex Exchange hier in Frankfurt und der International
Securities Exchange in New York im Derivatebereich genutzt. Wir führen damit die
technologische Erfolgsgeschichte der Eurex weiter und tragen sie auch in die USA, die in
besonderer Weise mit Problemen instabiler Handelstechnologien zu kämpfen hat.

Gerade unsere Kunden in den USA nehmen die neue Handelsplattform sehr gut an. Neben
der technologischen Robustheit liegt dies auch an den stabilitätsorientierten Funktionen, die
wir mit unserer Technologie möglich machen. Bei starken Preisschwankungen zum Beispiel
greift bei uns eine so genannte Volatilitätsunterbrechung, die von Anfang an zu den
Standards unserer Handelssysteme gehört. Durch sie wird der Handel des
Finanzinstruments unterbrochen, dessen Preis sich plötzlich stark verändert hat.
Deutschland zählt dadurch zu den Pionieren auf diesem Gebiet. Auf europäischer Ebene soll
diese Sicherheitsmaßnahme erst 2017 im Rahmen der Neufassung der
Marktinfrastrukturrichtlinie MiFID umgesetzt werden.

Am 6. Februar fand auf dem Eurex-System eine solche Volatilitätsunterbrechung statt, die
auch von einer wachen Öffentlichkeit registriert wurde. Sie wurde vom System nach genau
414 Millisekunden in Gang gesetzt. Ausgelöst wurde sie durch einen deutlichen
Preisrückgang beim. Dieser Preisrückgang wurde durch die Zinsentscheidung der
Europäischen Zentralbank an jenem Tag verursacht. Wie zu erwarten war, haben alle
Sicherheitsmechanismen perfekt gegriffen, und der ordnungsgemäße Handel war
durchgehend gewährleistet.

5
Nicht nur durch Volatilitätsunterbrechungen garantieren wir sichere Märkte - neben dem
Handel in Echtzeit bieten wir auch Clearing in Echtzeit. Bei Eurex Clearing, Europas größtem
Clearinghaus, können sich Marktteilnehmer effektiv gegen Ausfallrisiken absichern. Wir
geben den Marktteilnehmern die Möglichkeit, die im Rahmen der
Marktinfrastrukturverordnung EMIR geforderten neuen Clearing-Pflichten für außerbörslich
gehandelte Derivate sicher und einfach zu erfüllen. Diese Nachhandelsfunktion ist von
zentraler Bedeutung für die Erhöhung der Sicherheit der Märkte. Die Zeiten in denen, ohne
jegliche Absicherung, Liquidität aus den so genannten „dark pools“ gezogen wurde, sind
bald vorbei – hoffentlich.

Auch der Vertrieb von Handelssignalen trägt zur Stabilität der Märkte bei. So ist der
jederzeitige Zugang zu Marktdaten eine notwendige, wenn auch keine hinreichende
Bedingung für eine faire Preisfindung. Auf Basis der von uns erhobenen Marktdaten und
Kenngrößen berechnen wir Indizes, wie die DAX- und die STOXX-Familie, die weltweit für
ihre Unabhängigkeit und Objektivität bekannt sind. Unsere Indizes sind deshalb so
erfolgreich, weil Integrität die Grundlage unseres Geschäftsmodells ist. Der unabhängige
Arbeitskreis Aktienindizes und ein klares Regelwerk schützen vor unerwünschten
Einflussnahmen. Wir entwickeln diese Daten ständig weiter, zum Beispiel durch unsere
„Data on Demand“-Services für historische Daten aller Handelssysteme der Deutschen Börse
oder auch durch „Eurex Order by Order“, speziell für Marktdaten von Eurex-Futures. Dass es
einen erhöhten Bedarf an diesen Stabilitätsleistungen gibt, ist die logische Konsequenz der
Finanzkrise. Die steigenden Zahlen bei den Anbindungen an unsere Systeme zeugen davon.

Ein weiterer Punkt, der das Thema Integrität betrifft: Manipulationsskandale, wie sie erst vor
kurzem die Finanzbranche erschüttert haben, sind bei den von STOXX entwickelten Indizes
nicht denkbar, weil unsere Indizes nur dann für Kunden interessant sind, wenn sie frei von
jeder Art von Individualinteressen erstellt worden sind und allgemeine Gültigkeit haben.

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Finanzplatztag 2014 Speech Executive Board Member Hauke Stars

  • 1. Deutsche Börse AG „IT-Performance und Zukunft des Finanzplatzes“ Von Hauke Stars, Mitglied des Vorstandes zuständig für IT und MD+S Donnerstag, 6.3.2014, IHK Frankfurt/Main Sehr geehrte Damen und Herren, ich freue mich sehr, heute zum Thema „IT-Performance und Zukunft des Finanzplatzes“ zu Ihnen sprechen zu können. IT Technologie ist ein wichtiger Teil der von Börsenorganisationen entwickelten Infrastruktur und ich möchte aufzeigen, dass Technologie nicht die Ursache der Krise, sondern gerade Teil der Lösung ist. An den Finanzplätzen der anglo-amerikanischen Welt – London, New York oder auch Chicago – sind schon seit Jahrzehnten die wichtigsten globalen Akteure der Finanzwelt tätig. Die großen Investmentbanken und Hedgefonds haben sich dort unter anderem wegen der kapitalmarktfreundlichen Deregulierung angesiedelt, die seit den 1970er Jahren immer weitere finanzrelevante Regelwerke erfasst und entkernt hat. In dieser Zeit ist viel Wert geschaffen worden. Alte Zöpfe wurden abgeschnitten, altehrwürdige „Gentlemen’s Clubs“ wurden aufgemischt. 1
  • 2. Heute wissen wir aber: Es ist in dieser Zeit auch viel Wert vernichtet worden. Es ist in bestimmten Teilen des internationalen Finanzsektors eine Kultur entstanden, die bei aller notwendigen Dynamisierung der Wirtschaft auch zu einem „irrationalen Überschwang“ geführt hat, wie dies einer der letztjährigen Nobelpreisträger für Ökonomie, Robert Shiller, ausgedrückt hat. Dass sich der Schaden – bisher zumindest – nicht zu einer Weltwirtschaftskrise ausgeweitet hat, ist der Vernunft vieler Teile des Finanzsektors zu verdanken, insbesondere dem beherzten Eingreifen von Finanzregulatoren und Zentralbanken. Auch Börsenorganisationen weltweit haben einen Beitrag geleistet, dass der aus der Spur gekommene Verkehr der Finanzströme wieder in gesicherte Bahnen kommen konnte. Die Zukunft des Finanzsektors, meine Damen und Herren, liegt darin, dass wir weniger „Querfeldeinrallyes“ zulassen und die wirtschaftlich notwendigen Wettrennen um fundamental begründete Preise wieder in geordnete börsliche Bahnen lenken. Und dazu benötigen wir nicht nur eine neue Regulierung und eine Rückkehr zur traditionellen kaufmännischen Ethik – wir benötigen dazu auch Technologie. Der wichtigste Kollateralschaden der Beinahe-Katastrophe von 2007ff ist aber das Vertrauen: Vertrauen in die Märkte, Vertrauen in das Finanzsystem, Vertrauen in die einst für ihren Konservatismus berühmte und geachtete Profession der Banker. In einer kürzlich veröffentlichten Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK rangierten Banker auf einer Ebene mit Profi-Fußballern – am Schluss der Rangskala, nur noch unterboten von Politikern. Auf Rang eins landeten übrigens Feuerwehrleute. Ich denke, es muss hier am Finanzplatz Frankfurt unser gemeinsames Anliegen sein – das gemeinsame Anliegen von Banken, von Regulatoren und nicht zuletzt auch von der Deutschen Börse – dass die Mitarbeiter des Finanzsektors das Vertrauen von Feuerwehrleuten genießen. Denn schließlich ist die Verhinderung finanzieller Brände, die Absicherung gegen Risiken, die Vorsorge für Investitionen und für das Alter unser Kerngeschäft. 2
  • 3. Ich will im Übrigen auch nicht antiamerikanisch klingen. Ich habe selbst viele Jahre bei einem amerikanischen IT-Konzern, Hewlett Packard, gearbeitet. Diese Erfahrung hat mich mit großem Respekt erfüllt – vor der Disziplin, vor der Kreativität und vor dem Mut des amerikanischen Unternehmertums. Worauf es mir ankommt, ist etwas anderes: Oft wird nämlich der Technologie die Schuld an der Misere in die Schuhe geschoben – so als seien es unkontrollierbare technische Systeme gewesen, die in die Krise von 2007 geführt hätten und die heute für die Instabilität vor allem des amerikanischen Aktienhandels verantwortlich sind – Stichwort „flash crash“. Die These, die ich heute hier vertreten will, lautet: Nicht die Technologie im Finanzsektor ist die Wurzel der Krise. Ganz im Gegenteil: Technologie ist eine Quelle der Stabilität, der Zuverlässigkeit und des Vertrauens. Technologie ist eine Quelle der Transparenz, der Effizienz und der Integrität von Märkten. Zudem gilt: Technologie ist eine Quelle der Beweglichkeit, der Agilität und der Erschließung neuer Geschäftsfelder. Wichtig ist aber zugleich: All dies gilt nur innerhalb einer Kultur, in der das Ingenieurwesen in hohem Ruf steht und in dem der Stolz von Ingenieuren auf funktionierende Systeme sich nicht betriebswirtschaftlich kleinrechnen lässt – bei aller notwendigen Rücksicht auf die Kosteneffizienz. Die Technologie muss, wenn sie Nutzen stiften soll, in eine Wirtschafts-, Finanzplatz- und Unternehmenskultur eingebettet sein, die Risikomanagement größer schreibt als blinden Optimismus und Integrität höher schätzt als Individualnutzenmaximierung. Sie muss dabei aber auch Lösungen anbieten, mit denen die Kunden trotz steigender Regulierungsdichte agil bleiben. 3
  • 4. In Deutschland, hier am Finanzplatz Frankfurt haben wir eine solche Kultur. Die Stärken des Finanzplatzes Frankfurt-Rhein-Main beruhen vor allem auf der Nähe zur robusten, exportstarken, hochtechnologisierten deutschen Realwirtschaft. Der hiesige Finanzplatz profitiert davon in doppelter Weise: Hier werden die Aktien global bekannter Marken gehandelt, von Technologiekonzernen wie Daimler oder Siemens, aber auch von Größen des Finanzgeschäfts wie der Allianz. Zudem ist aufgrund der Tradition Deutschlands als Technologienation hier in besonderer Weise ein Ingenieurswesen entstanden, das sich auch in mustergültigen IT-Lösungen zeigt – man denke nur an SAP, aber eben auch an die Gruppe Deutsche Börse. Ich sage das mit Stolz auf meine Kolleginnen und Kollegen im Bereich Deutsche Börse IT, Marktdaten und Services, den ich seit etwas mehr als einem Jahr leite. Ihre Kundenorientierung, ihr Qualitätsanspruch und vor allem ihre technologische Kompetenz beeindrucken mich immer wieder. Ein wichtiger Faktor in der technologischen Entwicklung der Deutschen Börse und der Finanzbranche insgesamt war der Durchbruch der Terminbörse Eurex seit dem Jahr 1998 zum globalen Player: Die Elektronik erwies sich dem altehrwürdigen Zurufhandel anderer Börsenplätze als überlegen und hat zugleich die Technologisierung und Markteffizienzsteigerung in Europa befördert. Ähnlich erfolgreich, wenn auch regulatorisch in den USA benachteiligt, war Xetra in der Elektronisierung des Kassamarkts. Die Zuverlässigkeit der Handelssysteme der Gruppe Deutsche Börse, unsere breite Aufstellung als Marktinfrastrukturdienstleister und unsere Dienstleistungen zum Risikomanagement, haben sich dann auch während der Finanzkrise als entscheidender Vorteil herausgestellt. Denn traditionelle Werte wie Stabilität und Integrität sorgen für Sicherheit an den Kapitalmärkten. Dienstleistungen zur Unterstützung der Agilität unserer Kunden und damit zur Verbesserung der Wirtschaftsdynamik sorgen für gleichzeitiges Wachstum. 4
  • 5. Seit Beginn der Finanzkrise werden Wörter wie Stabilität oft wiederholt. Wenn ich hier von Stabilität spreche, dann meine ich damit etwas, das sich in Zahlen belegen lässt: Zuletzt lag bei uns die Systemverfügbarkeit bei über 99,9 Prozent. Gerade erst haben wir eine neue leistungsstarke und sehr stabile Handelsarchitektur namens T7 eingeführt. Diese Technologie wird aktuell von Eurex Exchange hier in Frankfurt und der International Securities Exchange in New York im Derivatebereich genutzt. Wir führen damit die technologische Erfolgsgeschichte der Eurex weiter und tragen sie auch in die USA, die in besonderer Weise mit Problemen instabiler Handelstechnologien zu kämpfen hat. Gerade unsere Kunden in den USA nehmen die neue Handelsplattform sehr gut an. Neben der technologischen Robustheit liegt dies auch an den stabilitätsorientierten Funktionen, die wir mit unserer Technologie möglich machen. Bei starken Preisschwankungen zum Beispiel greift bei uns eine so genannte Volatilitätsunterbrechung, die von Anfang an zu den Standards unserer Handelssysteme gehört. Durch sie wird der Handel des Finanzinstruments unterbrochen, dessen Preis sich plötzlich stark verändert hat. Deutschland zählt dadurch zu den Pionieren auf diesem Gebiet. Auf europäischer Ebene soll diese Sicherheitsmaßnahme erst 2017 im Rahmen der Neufassung der Marktinfrastrukturrichtlinie MiFID umgesetzt werden. Am 6. Februar fand auf dem Eurex-System eine solche Volatilitätsunterbrechung statt, die auch von einer wachen Öffentlichkeit registriert wurde. Sie wurde vom System nach genau 414 Millisekunden in Gang gesetzt. Ausgelöst wurde sie durch einen deutlichen Preisrückgang beim. Dieser Preisrückgang wurde durch die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank an jenem Tag verursacht. Wie zu erwarten war, haben alle Sicherheitsmechanismen perfekt gegriffen, und der ordnungsgemäße Handel war durchgehend gewährleistet. 5
  • 6. Nicht nur durch Volatilitätsunterbrechungen garantieren wir sichere Märkte - neben dem Handel in Echtzeit bieten wir auch Clearing in Echtzeit. Bei Eurex Clearing, Europas größtem Clearinghaus, können sich Marktteilnehmer effektiv gegen Ausfallrisiken absichern. Wir geben den Marktteilnehmern die Möglichkeit, die im Rahmen der Marktinfrastrukturverordnung EMIR geforderten neuen Clearing-Pflichten für außerbörslich gehandelte Derivate sicher und einfach zu erfüllen. Diese Nachhandelsfunktion ist von zentraler Bedeutung für die Erhöhung der Sicherheit der Märkte. Die Zeiten in denen, ohne jegliche Absicherung, Liquidität aus den so genannten „dark pools“ gezogen wurde, sind bald vorbei – hoffentlich. Auch der Vertrieb von Handelssignalen trägt zur Stabilität der Märkte bei. So ist der jederzeitige Zugang zu Marktdaten eine notwendige, wenn auch keine hinreichende Bedingung für eine faire Preisfindung. Auf Basis der von uns erhobenen Marktdaten und Kenngrößen berechnen wir Indizes, wie die DAX- und die STOXX-Familie, die weltweit für ihre Unabhängigkeit und Objektivität bekannt sind. Unsere Indizes sind deshalb so erfolgreich, weil Integrität die Grundlage unseres Geschäftsmodells ist. Der unabhängige Arbeitskreis Aktienindizes und ein klares Regelwerk schützen vor unerwünschten Einflussnahmen. Wir entwickeln diese Daten ständig weiter, zum Beispiel durch unsere „Data on Demand“-Services für historische Daten aller Handelssysteme der Deutschen Börse oder auch durch „Eurex Order by Order“, speziell für Marktdaten von Eurex-Futures. Dass es einen erhöhten Bedarf an diesen Stabilitätsleistungen gibt, ist die logische Konsequenz der Finanzkrise. Die steigenden Zahlen bei den Anbindungen an unsere Systeme zeugen davon. Ein weiterer Punkt, der das Thema Integrität betrifft: Manipulationsskandale, wie sie erst vor kurzem die Finanzbranche erschüttert haben, sind bei den von STOXX entwickelten Indizes nicht denkbar, weil unsere Indizes nur dann für Kunden interessant sind, wenn sie frei von jeder Art von Individualinteressen erstellt worden sind und allgemeine Gültigkeit haben. 6
  • 7. Zuverlässige Technologie kann auch dazu beitragen, Integritätsdefizite bei Individuen aufzudecken – und auf diese Weise eine abschreckende Wirkung zu erzielen. Die Handelsüberwachungsstelle kontrolliert mittels modernster Technologie, ob Einzelne ihre Wissensvorsprünge zur Marktmanipulation ausnutzen und damit gegen Recht und Ordnung verstoßen. Werden Unregelmäßigkeiten oder Auffälligkeiten beim Handel entdeckt, werden diese nochmals zusätzlich durch die Experten der Marktsteuerung überprüft und gegebenenfalls an die Finanzaufsicht gemeldet. Damit zeigt sich: Nicht die Technologie im Finanzsektor ist die Wurzel der Krise. Ganz im Gegenteil: Technologie ist eine Quelle der Stabilität, der Zuverlässigkeit und des Vertrauens. Die Finanzmärkte sind angewiesen auf eine Technologie, die auf Werten wie Stabilität und Integrität basiert. Diese Werte haben schon immer zur DNA des Finanzplatzes Frankfurt-Rhein-Main gehört. Und sie werden auch in Zukunft zentral für die Bedeutung dieses Finanzplatzes sein. Stabilität und Integrität sind wichtig – aber Technologie muss auch Raum zur Entwicklung geben, Spielräume für neue Geschäfte, Flexibilität. Und vor allem: Sie muss bezahlbar sein. Je strenger das regulatorische Regime, desto höher auch das Bedürfnis der Marktteilnehmer nach einem ökonomischen Einsatz der verfügbaren Mittel. Als Deutsche Börse AG haben wir dafür ein besonderes Verständnis, denn schließlich sind wir selbst ein börsennotiertes Unternehmen. Deshalb gibt es neben der Stabilität und Integrität für uns noch einen dritten Wert – die Agilität. Wenn ich von Agilität spreche, dann meine ich damit nicht nur unsere eigene Beweglichkeit, sondern auch und vor allem die Flexibilität unserer Kunden. Denn durch unser Angebot abonnierbarer und lizenzierbarer Dienstleistungen entlasten wir sie von Investitionen in Infrastruktur und den damit zusammenhängenden Innovations-, Betriebsund Wartungsaufwendungen. 7
  • 8. Die Re-Regulierung der Finanzmärkte ist nach den Erfahrungen der Finanzkrise notwendig und im wohlverstandenen Eigeninteresse des Finanzsektors – solange sie natürlich nicht in Überregulierung umschlägt. Zugleich gilt es aber, die daraus entstehenden zusätzlichen Belastungen für die Marktteilnehmer auf ein Minimum zu reduzieren. Wir sorgen dafür, dass die Akteure auf dem Finanzmarkt handlungsfähig bleiben und die Finanzmärkte sicher ihre dienende Rolle für Industrie und Wirtschaft erfüllen können. Dies tun wir durch ein breites Portfolio an Services in den drei Wachstumsfeldern Informationen, Softwaredienstleistungen und Outsourcing. Hierzu nun einige Beispiele. Durch EMIR, MIFID und weitere regulatorische Bestimmungen müssen Unternehmen der Finanzbranche aber auch der Realwirtschaft umfangreichen Reportinganforderungen nachkommen. Wir bieten unseren Kunden deshalb eine cloud-basierte Softwarelösung an, um diese internationalen aufsichtsrechtlichen Vorschriften einhalten zu können. Die PrivateCloud-Plattform unserer Tochterfirma Impendium Systems ermöglicht es unseren Kunden, über eine einzige technologische Lösung zahlreiche Vorschriften verschiedener Rechtsordnungen weltweit einzuhalten. Dabei nutzen unsere Kunden die Cloud-basierte Applikation von Impendium, um ihre eigenen Daten mit den bei uns vorhanden Informationen automatisch zu regulatorisch erforderlichen Meldungen zu kombinieren und an die jeweiligen Meldestellen weiterzuleiten. Da es sich um Cloud-Technologie handelt, kann diese auch einfach in die bestehende Technologie der Kunden integriert werden. Ausserdem wird die Plattform kontinuierlich um neue Vorschriften für Europa und den asiatisch-pazifischen Raum erweitert. So entlasten wir unsere Kunden von Investitionen in Infrastruktur und den damit zusammenhängenden Innovations-, Betriebs- und Wartungsaufwendungen und machen sie agiler. 8
  • 9. Agilität verleihen auch unsere Kooperationen mit Börsen in den boomenden asiatischen Märkten: Eurex hat zum Beispiel bereits weitreichende Kooperationen mit der südkoreanischen KRX, der SGX in Singapur und der taiwanischen Börse TAIFEX. Wir bieten damit unseren Kunden die Vorteile anderer Marktstrukturen, gepaart mit unseren Services zum Risikomanagement. Es ist diese Ausrichtung hin zu den internationalen Wachstumsmärkten, verbunden mit den für den Finanzplatz Frankfurt und die Deutsche Börse typischen Charakteristika, die uns allen hier eine Zukunft unter den wichtigsten Finanzplätzen dieser Welt sichern wird. Wir müssen uns dafür eher noch weiter international öffnen, als uns abzuschotten. Wir müssen weiterhin starke Partnerschaften eingehen. Nur dann kann Frankfurt in einer globalisierten Welt als Finanzzentrum bestehen. Das Bindeglied zwischen dem Finanzentrum Frankfurt und den Finanzzentren der Welt ist die Technologie – Technologie, die von der Deutschen Börse kommt und deren Grundlage die Werte Stabilität, Integrität und Agilität sind. Diese Technologie wird zur Lösung der Finanzkrise beitragen. Diese Technologie wird damit sowohl den Wirtschaftsstandort als auch den Finanzplatz Frankfurt im schärfer werdenden internationalen Wettbewerb weiter stärken. So – und nur so – entsteht ein global vernetztes Finanzzentrum der Zukunft. Ich danke Ihnen. 9