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Gott bahnt einen Weg durchs Meer
Als der König von Ägypten erfuhr, dass die Israeliten wirklich geflohen waren,
er zog mit seinen Soldaten los. Die Soldaten des Pharaos mit ihren Streitwagen
holten die Israeliten ein, während diese bei am Meer.
Als die Israeliten den Pharao und seine Truppen heranziehen sahen, packte
sie das Entsetzen, und sie schrien zum Herrn um Hilfe. Doch Mose antwortete:
»Habt keine Angst! Verliert nicht den Mut! Ihr werdet erleben, wie der Herr
euch heute rettet.«
Mose streckte seine Hand über das Wasser aus; da ließ der Herr einen starken
Ostwind aufkommen, der das Meer die ganze Nacht hindurch zurücktrieb und
den Meeresboden zu trockenem Land machte. Das Wasser teilte sich, und die
Israeliten konnten trockenen Fußes mitten durchs Meer ziehen.
Bei Tagesanbruch Mose streckte seine Hand über das Meer aus. Die
Wassermassen flossen zurück und überfluteten die Streitwagen und Reiter des
Pharaos, die den Israeliten ins Meer hinein gefolgt waren. Kein einziger Ägypter
blieb am Leben!
Bileam und die sprechende Eselin
König Balak sandte Boten nach Bileam, zu Hilfe holen. Balak ließ ihm
ausrichten: »Ein Volk ist aus Ägypten gekommen und hat sich in unserer
Gegend breit gemacht. Sein Heer steht an unserer Grenze und bedroht uns.
Wir sind ihm völlig unterlegen. Deshalb brauchen wir deine Hilfe. Komm doch
und verfluche dieses Volk! Denn wir wissen: Wenn du jemanden segnest,
dann gelingt ihm alles, und wenn du jemanden verfluchst, dann ist er
verloren. Mit deiner Hilfe können wir sie vielleicht besiegen und aus dem Land
vertreiben.«
Gott befahl Bileam: »Geh nicht mit! Verfluche dieses Volk nicht, denn ich
habe es gesegnet!« Aber Am Morgen stand Bileam auf, sattelte seine Eselin
und zog mit den moabitischen Fürsten los.
Gott aber war zornig, dass Bileam mitging, und der Engel des Herrn stellte
sich ihm in den Weg, um ihn aufzuhalten. Nun stellte sich der Engel des Herrn
auf einen engen Weg, der zwischen Weinbergen hindurchführte. Die Straße
war hier von Mauern eingefasst. Als die Eselin den Engel sah, legte sie
sich auf den Boden. Bileam wurde wütend und schlug sie mit seinem
Stock.
Da ließ der Herr das Tier sprechen. Es sagte zu Bileam: »Was habe ich
dir getan? Warum hast du mich jetzt schon zum dritten Mal geschlagen?«
Da öffnete der Herr ihm die Augen, und er sah den Engel mit dem
Schwert in der Hand auf dem Weg stehen. Bileam verneigte sich vor ihm
bis zum Boden.
Elisa hilft einer armen Witwe
Eines Tages klagte die Witwe eines Prophetenjüngers Elisa ihre Not: »Ist einer
gekommen, dem wir noch Geld schulden, und hat gedroht, meine beiden Söhne
als Sklaven zu nehmen, wenn ich nicht sofort bezahle.«
»Wie kann ich dir nur helfen?«, überlegte Elisa. »Hast du noch irgendwelche
Vorräte im Haus?«
Sie antwortete: »Mein Herr, außer einem kleinen Krug mit Öl habe ich gar
nichts mehr.«
Sagte Elisa, »Geh und leih dir von deinen Nachbarinnen leere Krüge aus, aber
nicht zu wenige! Als Nächstes gießt du dein Öl in die Gefäße. Sobald eins voll ist,
stell es zur Seite!«
Die Witwe tat, was Elisa ihr aufgetragen hatte. Bald waren alle Gefäße voll, und
die Frau eilte zu Elisa und erzählte ihm, was geschehen war. Da forderte er sie auf:
»Geh nun und verkauf das Öl! Von dem Erlös kannst du deine Schulden bezahlen,
und es wird noch genug übrig bleiben, damit du und deine Söhne davon leben
können.«
Elisa lässt Eisen schwimmen
Einige Prophetenjünger kamen zu Elisa und klagten: »Der
Versammlungsraum, in dem wir dir zuhören, ist zu eng geworden! Könnten wir
nicht alle zum Jordan gehen und Holz schlagen? Wenn jeder von uns einen
Balken mitnimmt, können wir unsere Räume so vergrößern, dass wir alle
genügend Platz haben.«
»Geht nur!«, antwortete Elisa.
Am Jordan fingen sie sogleich an, Bäume zu fällen. Dabei rutschte einem von
ihnen das Eisen seiner Axt vom Stiel und fiel ins Wasser. »O nein!«, schrie er
entsetzt und wandte sich an Elisa: »Herr, was soll ich machen? Diese Axt war nur
geliehen!«
Elisa fragte: »Wohin genau ist das Eisen gefallen?« Der Mann zeigte ihm die
Stelle. Der Prophet schnitt einen Zweig von einem Baum ab und warf ihn dort
ins Wasser. Da tauchte das Eisen plötzlich auf und schwamm an der
Wasseroberfläche. Da bückte der Mann sich und holte das Eisen heraus.
Gott heilt den todkranken König
In dieser Zeit wurde Hiskia todkrank. Der Prophet Jesaja besuchte ihn und
sagte: »So spricht der Herr: ›Regle noch die letzten Dinge, denn du bist
unheilbar krank und wirst bald sterben.‹« Als Hiskia das hörte, drehte er sich
zur Wand und betete.
Jesaja war inzwischen wieder gegangen. Doch er war noch nicht einmal bis
zum Tor des inneren Vorhofs gekommen, als der Herr ihn noch einmal mit
einer Botschaft zu Hiskia zurücksandte. Jesaja ging erneut zum König und
sagte: »Du König meines Volkes, höre, was Gott dir sagen lässt: ›Ich habe dein
Gebet gehört. Ich will dich gesund machen. Übermorgen kannst du wieder in
den Tempel des Herrn gehen.‹«
Vorher hatte Hiskia Jesaja gefragt: »Woran kann ich erkennen, dass der
Herr mich wieder gesund macht und dass ich übermorgen zum Tempel gehen
kann?«
Jesaja hatte geantwortet: »Der Herr gibt dir ein Zeichen, an dem du
erkennen wirst, dass er sein Versprechen hält: Soll der Schatten an der
Treppe zehn Stufen vorwärts gehen, oder soll er zehn zurückwandern?«
Hiskia antwortete: »Es ist nichts Besonderes, wenn der Schatten zehn
Stufen vorangeht. Nein, er soll zehn Stufen zurückwandern!«
Da betete der Prophet Jesaja zum Herrn. Und der Herr ließ den
Schatten an der Treppe, die seinerzeit König Ahas gebaut hatte, zehn
Stufen zurückgehen.
Daniel empfängt die Offenbarung des Nebukadnezars Traum
König Nebukadnezar einen Traum, der ihm solche Sorgen machte, dass er nicht
mehr einschlafen konnte. Da ließ er seine Berater rufen, alle Wahrsager,
Geisterbeschwörer, Zauberer und Sterndeuter, damit sie ihm seinen Traum
erklärten.
Die Sterndeuter antworteten: »Was du uns da zumutest, ist für Menschen nicht
möglich. Nur die Götter können dir, o König, deinen Traum offenbaren! Doch sie
wohnen nicht bei uns sterblichen Menschen.« Da verlor Nebukadnezar die
Beherrschung. Voller Zorn ordnete er an, sämtliche königlichen Berater
hinzurichten.
Sofort ging Daniel zum König und bat ihn: »Gib mir etwas Zeit, dann werde ich
dir deinen Traum deuten.« Zu Hause erzählte er alles seinen Freunden Hananja,
Mischaël und Asarja. »Bittet den Gott des Himmels um Gnade«, sagte er zu ihnen,
»fleht zu ihm, dass er mir anvertraut, was sich hinter diesem Geheimnis verbirgt!
« Hierauf wurde dem Daniel in einem Gesicht bei Nacht das Geheimnis
geoffenbart.
Daniel in der Löwengrube
Daniel weitaus klüger und begabter war als die anderen Beamten und die
Statthalter. Der König dachte sogar daran, ihm die Verwaltung des ganzen
Reiches zu übertragen.
Die anderen führenden Leute waren eifersüchtig. Sie eilten zum König und
begrüßten ihn: »Lang lebe König Darius! Wir schlagen dir vor, dass du
folgende Anordnung erlässt und alles tust, um sie durchzusetzen: Wer in den
kommenden dreißig Tagen eine Bitte an irgendeinen Gott oder Menschen
richtet außer an dich, o König, soll in die Löwengrube geworfen werden.« Da
ließ Darius den Erlass niederschreiben, und das Verbot trat in Kraft.
Als Daniel davon erfuhr, ging er in sein Haus. Das obere Stockwerk hatte
Fenster in Richtung Jerusalem, die offen standen. Hier kniete er nieder,
betete zu seinem Gott und dankte ihm, wie er es auch sonst dreimal am Tag
tat. Plötzlich stürmten seine Feinde herein und ertappten ihn dabei, wie er
Gott anflehte.
Sofort gingen sie zum König und sie: »Daniel, einer der Verbannten
aus Judäa, macht sich überhaupt nichts aus deinem Verbot. Er setzt sich
darüber hinweg, obwohl du selbst es erlassen hast! Dreimal am Tag betet
er zu seinem Gott!«
Darius befahl Daniel zu verhaften und in die Löwengrube zu werfen. Er
sagte zu Daniel: »Dein Gott, dem du so treu dienst, möge dich retten!«
Im Morgengrauen stand er auf und lief schnell zur Löwengrube. Schon
von weitem rief er ängstlich: »Daniel, du Diener des lebendigen Gottes!
Hat dein Gott, dem du unaufhörlich dienst, dich vor den Löwen retten
können?«
Da hörte er Daniel antworten: »Mein Gott hat seinen Engel gesandt. Er
hat den Rachen der Löwen verschlossen, darum konnten sie mir nichts
anhaben.«
Darius war glücklich und erleichtert. Sofort befahl er, Daniel aus der
Löwengrube zu holen. Man fand nicht die geringste Verletzung an ihm,
denn er hatte auf seinen Gott vertraut.
Art courtesy of Didier Martin. Used by permission.
Compiled by www.freekidstories.org. Text adapted from the Bible

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  • 1.
  • 2. Gott bahnt einen Weg durchs Meer Als der König von Ägypten erfuhr, dass die Israeliten wirklich geflohen waren, er zog mit seinen Soldaten los. Die Soldaten des Pharaos mit ihren Streitwagen holten die Israeliten ein, während diese bei am Meer. Als die Israeliten den Pharao und seine Truppen heranziehen sahen, packte sie das Entsetzen, und sie schrien zum Herrn um Hilfe. Doch Mose antwortete: »Habt keine Angst! Verliert nicht den Mut! Ihr werdet erleben, wie der Herr euch heute rettet.« Mose streckte seine Hand über das Wasser aus; da ließ der Herr einen starken Ostwind aufkommen, der das Meer die ganze Nacht hindurch zurücktrieb und den Meeresboden zu trockenem Land machte. Das Wasser teilte sich, und die Israeliten konnten trockenen Fußes mitten durchs Meer ziehen. Bei Tagesanbruch Mose streckte seine Hand über das Meer aus. Die Wassermassen flossen zurück und überfluteten die Streitwagen und Reiter des Pharaos, die den Israeliten ins Meer hinein gefolgt waren. Kein einziger Ägypter blieb am Leben!
  • 3. Bileam und die sprechende Eselin König Balak sandte Boten nach Bileam, zu Hilfe holen. Balak ließ ihm ausrichten: »Ein Volk ist aus Ägypten gekommen und hat sich in unserer Gegend breit gemacht. Sein Heer steht an unserer Grenze und bedroht uns. Wir sind ihm völlig unterlegen. Deshalb brauchen wir deine Hilfe. Komm doch und verfluche dieses Volk! Denn wir wissen: Wenn du jemanden segnest, dann gelingt ihm alles, und wenn du jemanden verfluchst, dann ist er verloren. Mit deiner Hilfe können wir sie vielleicht besiegen und aus dem Land vertreiben.« Gott befahl Bileam: »Geh nicht mit! Verfluche dieses Volk nicht, denn ich habe es gesegnet!« Aber Am Morgen stand Bileam auf, sattelte seine Eselin und zog mit den moabitischen Fürsten los. Gott aber war zornig, dass Bileam mitging, und der Engel des Herrn stellte sich ihm in den Weg, um ihn aufzuhalten. Nun stellte sich der Engel des Herrn auf einen engen Weg, der zwischen Weinbergen hindurchführte. Die Straße
  • 4. war hier von Mauern eingefasst. Als die Eselin den Engel sah, legte sie sich auf den Boden. Bileam wurde wütend und schlug sie mit seinem Stock. Da ließ der Herr das Tier sprechen. Es sagte zu Bileam: »Was habe ich dir getan? Warum hast du mich jetzt schon zum dritten Mal geschlagen?« Da öffnete der Herr ihm die Augen, und er sah den Engel mit dem Schwert in der Hand auf dem Weg stehen. Bileam verneigte sich vor ihm bis zum Boden.
  • 5. Elisa hilft einer armen Witwe Eines Tages klagte die Witwe eines Prophetenjüngers Elisa ihre Not: »Ist einer gekommen, dem wir noch Geld schulden, und hat gedroht, meine beiden Söhne als Sklaven zu nehmen, wenn ich nicht sofort bezahle.« »Wie kann ich dir nur helfen?«, überlegte Elisa. »Hast du noch irgendwelche Vorräte im Haus?« Sie antwortete: »Mein Herr, außer einem kleinen Krug mit Öl habe ich gar nichts mehr.« Sagte Elisa, »Geh und leih dir von deinen Nachbarinnen leere Krüge aus, aber nicht zu wenige! Als Nächstes gießt du dein Öl in die Gefäße. Sobald eins voll ist, stell es zur Seite!« Die Witwe tat, was Elisa ihr aufgetragen hatte. Bald waren alle Gefäße voll, und die Frau eilte zu Elisa und erzählte ihm, was geschehen war. Da forderte er sie auf: »Geh nun und verkauf das Öl! Von dem Erlös kannst du deine Schulden bezahlen, und es wird noch genug übrig bleiben, damit du und deine Söhne davon leben können.«
  • 6. Elisa lässt Eisen schwimmen Einige Prophetenjünger kamen zu Elisa und klagten: »Der Versammlungsraum, in dem wir dir zuhören, ist zu eng geworden! Könnten wir nicht alle zum Jordan gehen und Holz schlagen? Wenn jeder von uns einen Balken mitnimmt, können wir unsere Räume so vergrößern, dass wir alle genügend Platz haben.« »Geht nur!«, antwortete Elisa. Am Jordan fingen sie sogleich an, Bäume zu fällen. Dabei rutschte einem von ihnen das Eisen seiner Axt vom Stiel und fiel ins Wasser. »O nein!«, schrie er entsetzt und wandte sich an Elisa: »Herr, was soll ich machen? Diese Axt war nur geliehen!« Elisa fragte: »Wohin genau ist das Eisen gefallen?« Der Mann zeigte ihm die Stelle. Der Prophet schnitt einen Zweig von einem Baum ab und warf ihn dort ins Wasser. Da tauchte das Eisen plötzlich auf und schwamm an der Wasseroberfläche. Da bückte der Mann sich und holte das Eisen heraus.
  • 7. Gott heilt den todkranken König In dieser Zeit wurde Hiskia todkrank. Der Prophet Jesaja besuchte ihn und sagte: »So spricht der Herr: ›Regle noch die letzten Dinge, denn du bist unheilbar krank und wirst bald sterben.‹« Als Hiskia das hörte, drehte er sich zur Wand und betete. Jesaja war inzwischen wieder gegangen. Doch er war noch nicht einmal bis zum Tor des inneren Vorhofs gekommen, als der Herr ihn noch einmal mit einer Botschaft zu Hiskia zurücksandte. Jesaja ging erneut zum König und sagte: »Du König meines Volkes, höre, was Gott dir sagen lässt: ›Ich habe dein Gebet gehört. Ich will dich gesund machen. Übermorgen kannst du wieder in den Tempel des Herrn gehen.‹« Vorher hatte Hiskia Jesaja gefragt: »Woran kann ich erkennen, dass der Herr mich wieder gesund macht und dass ich übermorgen zum Tempel gehen kann?«
  • 8. Jesaja hatte geantwortet: »Der Herr gibt dir ein Zeichen, an dem du erkennen wirst, dass er sein Versprechen hält: Soll der Schatten an der Treppe zehn Stufen vorwärts gehen, oder soll er zehn zurückwandern?« Hiskia antwortete: »Es ist nichts Besonderes, wenn der Schatten zehn Stufen vorangeht. Nein, er soll zehn Stufen zurückwandern!« Da betete der Prophet Jesaja zum Herrn. Und der Herr ließ den Schatten an der Treppe, die seinerzeit König Ahas gebaut hatte, zehn Stufen zurückgehen.
  • 9. Daniel empfängt die Offenbarung des Nebukadnezars Traum König Nebukadnezar einen Traum, der ihm solche Sorgen machte, dass er nicht mehr einschlafen konnte. Da ließ er seine Berater rufen, alle Wahrsager, Geisterbeschwörer, Zauberer und Sterndeuter, damit sie ihm seinen Traum erklärten. Die Sterndeuter antworteten: »Was du uns da zumutest, ist für Menschen nicht möglich. Nur die Götter können dir, o König, deinen Traum offenbaren! Doch sie wohnen nicht bei uns sterblichen Menschen.« Da verlor Nebukadnezar die Beherrschung. Voller Zorn ordnete er an, sämtliche königlichen Berater hinzurichten. Sofort ging Daniel zum König und bat ihn: »Gib mir etwas Zeit, dann werde ich dir deinen Traum deuten.« Zu Hause erzählte er alles seinen Freunden Hananja, Mischaël und Asarja. »Bittet den Gott des Himmels um Gnade«, sagte er zu ihnen, »fleht zu ihm, dass er mir anvertraut, was sich hinter diesem Geheimnis verbirgt! « Hierauf wurde dem Daniel in einem Gesicht bei Nacht das Geheimnis geoffenbart.
  • 10. Daniel in der Löwengrube Daniel weitaus klüger und begabter war als die anderen Beamten und die Statthalter. Der König dachte sogar daran, ihm die Verwaltung des ganzen Reiches zu übertragen. Die anderen führenden Leute waren eifersüchtig. Sie eilten zum König und begrüßten ihn: »Lang lebe König Darius! Wir schlagen dir vor, dass du folgende Anordnung erlässt und alles tust, um sie durchzusetzen: Wer in den kommenden dreißig Tagen eine Bitte an irgendeinen Gott oder Menschen richtet außer an dich, o König, soll in die Löwengrube geworfen werden.« Da ließ Darius den Erlass niederschreiben, und das Verbot trat in Kraft. Als Daniel davon erfuhr, ging er in sein Haus. Das obere Stockwerk hatte Fenster in Richtung Jerusalem, die offen standen. Hier kniete er nieder, betete zu seinem Gott und dankte ihm, wie er es auch sonst dreimal am Tag tat. Plötzlich stürmten seine Feinde herein und ertappten ihn dabei, wie er Gott anflehte.
  • 11. Sofort gingen sie zum König und sie: »Daniel, einer der Verbannten aus Judäa, macht sich überhaupt nichts aus deinem Verbot. Er setzt sich darüber hinweg, obwohl du selbst es erlassen hast! Dreimal am Tag betet er zu seinem Gott!« Darius befahl Daniel zu verhaften und in die Löwengrube zu werfen. Er sagte zu Daniel: »Dein Gott, dem du so treu dienst, möge dich retten!« Im Morgengrauen stand er auf und lief schnell zur Löwengrube. Schon von weitem rief er ängstlich: »Daniel, du Diener des lebendigen Gottes! Hat dein Gott, dem du unaufhörlich dienst, dich vor den Löwen retten können?« Da hörte er Daniel antworten: »Mein Gott hat seinen Engel gesandt. Er hat den Rachen der Löwen verschlossen, darum konnten sie mir nichts anhaben.« Darius war glücklich und erleichtert. Sofort befahl er, Daniel aus der Löwengrube zu holen. Man fand nicht die geringste Verletzung an ihm, denn er hatte auf seinen Gott vertraut. Art courtesy of Didier Martin. Used by permission. Compiled by www.freekidstories.org. Text adapted from the Bible