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Wie weiter mit dem Kapitalbezug?
Dr. Ueli Mettler, Partner c-alm
Silvio Leoni, Consultant c-alm
Best Practice in der privaten Vermögensanlage
19. Juli 2023
2
• Ein langjähriger Mitarbeiter geht in Pension, bezieht CHF 500’000 und erkundigt sich
bei der Pensionskasse, wie er sicherstellen kann, dass er seine Vermögensanlagen «im
gleichen Stil» wie die Pensionskasse weiterführen kann.
• Die Pensionskasse weist den Destinatär darauf hin, dass die Weiterführung der
Vermögensanlagen grundsätzlich in seiner eigenen Verantwortung liegt, möchte ihm
aber gleichzeitig für die eigenverantwortliche Weiterführung der Vermögensanlagen
eine konkrete Hilfestellung bieten, um
1. die Vermögensbewirtschaftung des Kapitalbezugs an der Anlagestrategie der
Pensionskasse auszurichten,
2. diese Anlagestrategie gemäss der eigenen Risikoneigung und Risikofähigkeit
anzupassen,
3. und schliesslich via Ausschreibung auf www.economico.ch unter transparenten
Wettbewerbsbedingungen und damit zu kompetitiven Konditionen zu
implementieren.
Ausgangslage
Best Practice für Vermögensbewirtschaftung des Kapitalbezugs
3
Quelle: Anlagestrategie der Musterpensionskasse gemäss Anlagereglement
Schritt 1: Anlagestrategie der Musterpensionskasse
• Anlagestrategie
• Umsetzung: Gemäss Anlagereglement verfolgt die Musterpensionskasse –soweit sich
dies mit Rentabilitätskriterien vereinbaren lässt – den Grundsatz einer nachhaltigen
Vermögensanlage (Anlagestil = ESG).
Anlagekategorie uBB SAA oBB Benchmark
Liquidität 0% 0% 2% FTSE CHF 3m
Obligationen CHF 19% 27% 35% Swiss Bond Index Total AAA-BBB Segment
Obligationen FW, hedged 15% 20% 25% FTSE WorldBIG Index, hedged
Hypotheken CHF 0% 3% 5% Swiss Bond Index Pfandbriefe
Nominalwerte 34% 50% 67%
Aktien CH 10% 15% 20% Swiss Performance Index, TR
Aktien Welt DC 10% 12% 14% MSCI World (div. reinv.: US gross, others net)
Aktien Welt EM 1% 3% 5% MSCI Emerging Markets, NR
Aktien 21% 30% 39%
Immobilien Schweiz 10% 15% 20% KGASt Immo-Index
Immobilien Welt 0% 5% 10% FTSE EPRA/NAREIT Dev. Index
Immobilien 10% 20% 30%
Gesamtportfolio 100%
4
Quelle: www.economico.ch / Marktplatz, Schritt: Ihre Umsetzung
Mandatsspezifikation in www.economico.ch
Schritt 2: Umlage der Anlagestrategie auf liquide Anlagekategorien
5
Quelle: www.economico.ch / Marktplatz, Schritt: Ihre Anlagestrategie
Strategiedarstellung im Asset-Klassen-Baum von www.economico.ch
Schritt 2: Umlage der Anlagestrategie auf liquide Anlagekategorien
Zuordnung von 3% Hypotheken
CHF auf Obligationen CHF
Umsetzung der Quote
Immobilien Schweiz, nicht
kotiert, mit börsenkotierten
Immobilienfonds
6
Kommentar
Schritt 2: Umlage der Anlagestrategie auf liquide Anlagekategorien
• Grundsätzlich stehen für die Umsetzung eines Vermögensverwaltungsmandates die
nicht-kotierten Anlagekategorien – vorliegend Hypotheken CHF, Immobilien Schweiz
(nicht kotiert) und Immobilien Global (nicht kotiert) nicht zur Verfügung.
• Entsprechend werden diese nicht-kotierten Anlageklassen in möglichst vergleichbare,
liquide Anlageklassen überführt:
 Hypotheken CHF zu Obligationen CHF
 Immobilien Schweiz (nicht kotiert) zu Immobilien Schweiz, kotierte Fonds
 Immobilien Global (nicht
7
Risikoneigung (RN)
Schritt 2: Berücksichtigung von Risikoneigung & Risikofähigkeit
• Die Risikoneigung (RN) ist ein rein subjektives Mass.
• Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die subjektive Risikoneigung des Anlegers
abzufragen.
• Eine direkte und einfache Möglichkeit, die subjektive Risikoneigung des Anlegers
abzufragen, besteht darin, ihn aus verschiedenen Rendite-Risiko-Alternativen eine
Auswahl treffen zu lassen:
296’000 442’000 639’000
0
Portfoliowert in CHF nach 10 Jahren
8
Risikofähigkeit (RF)
Schritt 2: Berücksichtigung von Risikoneigung & Risikofähigkeit
• Die Risikofähigkeit (RF) ist ein objektives Mass und bezeichnet die ökonomische
Kapazität des Anlegers, Verluste an den Kapitalmärkten zu verkraften.
• Für einen Arbeitnehmer bei Pensionierung bildet die Verhältniszahl zwischen dem
jährlichen Nettobedarf (NCF) und dem verfügbaren Vermögen (V) eine einfache und
sinnvolle Näherung für die Bemessung der Risikofähigkeit (RF), mit
 NCF = Einkommen (nach Pensionierung) – Ausgaben (nach Pensionierung)
 V = steuerbares Vermögen
• Die objektive Risikofähigkeit (RF) ist umso höher, je tiefer die Verhältniszahl (NCF/V):
 RF = 1, falls NCF/V < 10
 RF = 2, falls NCF/V < 20
 RO = 3, falls NCF/V < 30
 RF = 4, falls NCF/V < 40
 RF = 5, falls NCF/V < 55
 RF = 6, falls NCF/V < 70
 RF = 7, falls NCF/V < 90
• Zu berücksichtigen ist im Weiteren der Anteil des zu investierenden
Wertschriftenvermögens am verfügbaren Vermögen (V).
RF = 3, falls NCF/V < 30
9
Zusammenführung von Risikoneigung (RN) und Risikofähigkeit (RF)
Schritt 2: Berücksichtigung von Risikoneigung & Risikofähigkeit
• Die Risikoneigung (RN=6) und Risikofähigkeit (RF=3) sind unabhängige Masse, die
beide bei der Wahl der individuellen Anlagestrategie zu berücksichtigen sind.
• Für die Wahl des Anlagerisikos ist deshalb der kleinere der beiden Werte (RN; RF)
massgebend.
Risikofähigkeit (RF)
Risikoneigung
(RN)
1 2 3 4 5 6 7
1
2
3
4
5
6
7 1 2 3 4 5 6 7
1 2 3 4 5 6 6
1 2 3 4 5 5 5
1 2 3 4 4 4 4
1 2 3 3 3 3 3
1 2 2 2 2 2 2
1 1 1 1 1 1 1
10
Von der Pensionskassenstrategie zur individuellen Anlagestrategie
Schritt 2: Berücksichtigung von Risikoneigung & Risikofähigkeit
• Die Pensionskassenstrategie weist ein Risiko (Volatilität) von
• Der Privatanleger muss das Anlagerisiko aufgrund seiner Risikoklassifizierung = 3
tiefer ansetzen als die Pensionskasse. Das maximal zumutbare Risiko (Volatilität)
beträgt gemäss der nachfolgenden Klassifizierung 6.2%.
• Der Anteil risikoreicher Anlagen muss zugunsten risikoärmerer Anlagen reduziert
werden.
2
1 3 4 5 6 7
10 15 25
5
2
0.5
Volatilität
Risikoklassen
Strategie der Pensionskasse = Risiko / Volatilität 7.5%
…
Individuelle Anlagestrategie = max. Risiko / Volatilität 6.2%
11
Anpassung der Anlagestrategie in www.economico.ch
Schritt 2: Berücksichtigung von Risikoneigung & Risikofähigkeit
Quelle: www.economico.ch / Marktplatz, Schritt: Ihre Anlagestrategie
+ 10% Obligationen im
Vergleich zur Pensionskassen-
strategie
- 10% Aktien im Vergleich zur
Pensionskassen-strategie
Anlagerisiko ist für Anleger mit
Risikoklasse = 3 ist zumutbar.
12
• Das Anbieteruniversum mit derzeit 7 Anbietern ist (noch) überschaubar. Seit Go Live
sind bereits verschiedene Anfragen neuer Anbieter getroffen. Wir rechnen mit einer
raschen Erweiterung des Anbieterkreises.
• Für die vorliegende Fragestellung qualifizieren zwei Anbieter (findependent; TKB).
Anbieteruniversum
Schritt 3: Angebotsvergleich via www.economico.ch
Quelle: www.economico.ch / Home
13
Ergebnis: Ansicht einer Detailanalyse
Schritt 3: Angebotsvergleich via www.economico.ch
Quelle: www.economico.ch / Marktplatz, Schritt: Detailanalyse
Der Zugang zu dieser Ansicht erfordert
eine vorgängige Registrierung. Als
Geschäftsführer einer Pensionskasse
empfehlen wir Ihnen die Registrierung
als Anlegertyp = Intermediär. Dann
können Sie sowohl Detailanalysen für
alle Anlegertypen (Privatanleger;
Pensionskasse; andere inst. Anleger
erstellen.)
14
Onboarding beim ausgewählten Anbieter
Schritt 3: Angebotsvergleich via www.economico.ch
Quelle: www.economico.ch / Marktplatz, Schritt: Detailanalyse
15
Value Proposition
Schritt 3: Angebotsvergleich via www.economico.ch
Quelle: www.economico.ch / Home, Demovideo
Office St. Gallen
Vadianstrasse 25a
CH-9000 St. Gallen
Tel +41 71 227 35 35
www.c-alm.ch
info@c-alm.ch
Office Zürich
Konradstrasse 32
CH-8005 Zürich
c-alm AG
Kontakt
© c-alm AG
Silvio Leoni
Consultant c-alm AG
silvio.leoni@c-alm.ch
071 227 35 35
Dr. Ueli Mettler
Partner c-alm AG
ueli.mettler@c-alm.ch
071 227 35 35

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Wie weiter mit dem Kapitalbezug

  • 1. Wie weiter mit dem Kapitalbezug? Dr. Ueli Mettler, Partner c-alm Silvio Leoni, Consultant c-alm Best Practice in der privaten Vermögensanlage 19. Juli 2023
  • 2. 2 • Ein langjähriger Mitarbeiter geht in Pension, bezieht CHF 500’000 und erkundigt sich bei der Pensionskasse, wie er sicherstellen kann, dass er seine Vermögensanlagen «im gleichen Stil» wie die Pensionskasse weiterführen kann. • Die Pensionskasse weist den Destinatär darauf hin, dass die Weiterführung der Vermögensanlagen grundsätzlich in seiner eigenen Verantwortung liegt, möchte ihm aber gleichzeitig für die eigenverantwortliche Weiterführung der Vermögensanlagen eine konkrete Hilfestellung bieten, um 1. die Vermögensbewirtschaftung des Kapitalbezugs an der Anlagestrategie der Pensionskasse auszurichten, 2. diese Anlagestrategie gemäss der eigenen Risikoneigung und Risikofähigkeit anzupassen, 3. und schliesslich via Ausschreibung auf www.economico.ch unter transparenten Wettbewerbsbedingungen und damit zu kompetitiven Konditionen zu implementieren. Ausgangslage Best Practice für Vermögensbewirtschaftung des Kapitalbezugs
  • 3. 3 Quelle: Anlagestrategie der Musterpensionskasse gemäss Anlagereglement Schritt 1: Anlagestrategie der Musterpensionskasse • Anlagestrategie • Umsetzung: Gemäss Anlagereglement verfolgt die Musterpensionskasse –soweit sich dies mit Rentabilitätskriterien vereinbaren lässt – den Grundsatz einer nachhaltigen Vermögensanlage (Anlagestil = ESG). Anlagekategorie uBB SAA oBB Benchmark Liquidität 0% 0% 2% FTSE CHF 3m Obligationen CHF 19% 27% 35% Swiss Bond Index Total AAA-BBB Segment Obligationen FW, hedged 15% 20% 25% FTSE WorldBIG Index, hedged Hypotheken CHF 0% 3% 5% Swiss Bond Index Pfandbriefe Nominalwerte 34% 50% 67% Aktien CH 10% 15% 20% Swiss Performance Index, TR Aktien Welt DC 10% 12% 14% MSCI World (div. reinv.: US gross, others net) Aktien Welt EM 1% 3% 5% MSCI Emerging Markets, NR Aktien 21% 30% 39% Immobilien Schweiz 10% 15% 20% KGASt Immo-Index Immobilien Welt 0% 5% 10% FTSE EPRA/NAREIT Dev. Index Immobilien 10% 20% 30% Gesamtportfolio 100%
  • 4. 4 Quelle: www.economico.ch / Marktplatz, Schritt: Ihre Umsetzung Mandatsspezifikation in www.economico.ch Schritt 2: Umlage der Anlagestrategie auf liquide Anlagekategorien
  • 5. 5 Quelle: www.economico.ch / Marktplatz, Schritt: Ihre Anlagestrategie Strategiedarstellung im Asset-Klassen-Baum von www.economico.ch Schritt 2: Umlage der Anlagestrategie auf liquide Anlagekategorien Zuordnung von 3% Hypotheken CHF auf Obligationen CHF Umsetzung der Quote Immobilien Schweiz, nicht kotiert, mit börsenkotierten Immobilienfonds
  • 6. 6 Kommentar Schritt 2: Umlage der Anlagestrategie auf liquide Anlagekategorien • Grundsätzlich stehen für die Umsetzung eines Vermögensverwaltungsmandates die nicht-kotierten Anlagekategorien – vorliegend Hypotheken CHF, Immobilien Schweiz (nicht kotiert) und Immobilien Global (nicht kotiert) nicht zur Verfügung. • Entsprechend werden diese nicht-kotierten Anlageklassen in möglichst vergleichbare, liquide Anlageklassen überführt:  Hypotheken CHF zu Obligationen CHF  Immobilien Schweiz (nicht kotiert) zu Immobilien Schweiz, kotierte Fonds  Immobilien Global (nicht
  • 7. 7 Risikoneigung (RN) Schritt 2: Berücksichtigung von Risikoneigung & Risikofähigkeit • Die Risikoneigung (RN) ist ein rein subjektives Mass. • Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die subjektive Risikoneigung des Anlegers abzufragen. • Eine direkte und einfache Möglichkeit, die subjektive Risikoneigung des Anlegers abzufragen, besteht darin, ihn aus verschiedenen Rendite-Risiko-Alternativen eine Auswahl treffen zu lassen: 296’000 442’000 639’000 0 Portfoliowert in CHF nach 10 Jahren
  • 8. 8 Risikofähigkeit (RF) Schritt 2: Berücksichtigung von Risikoneigung & Risikofähigkeit • Die Risikofähigkeit (RF) ist ein objektives Mass und bezeichnet die ökonomische Kapazität des Anlegers, Verluste an den Kapitalmärkten zu verkraften. • Für einen Arbeitnehmer bei Pensionierung bildet die Verhältniszahl zwischen dem jährlichen Nettobedarf (NCF) und dem verfügbaren Vermögen (V) eine einfache und sinnvolle Näherung für die Bemessung der Risikofähigkeit (RF), mit  NCF = Einkommen (nach Pensionierung) – Ausgaben (nach Pensionierung)  V = steuerbares Vermögen • Die objektive Risikofähigkeit (RF) ist umso höher, je tiefer die Verhältniszahl (NCF/V):  RF = 1, falls NCF/V < 10  RF = 2, falls NCF/V < 20  RO = 3, falls NCF/V < 30  RF = 4, falls NCF/V < 40  RF = 5, falls NCF/V < 55  RF = 6, falls NCF/V < 70  RF = 7, falls NCF/V < 90 • Zu berücksichtigen ist im Weiteren der Anteil des zu investierenden Wertschriftenvermögens am verfügbaren Vermögen (V). RF = 3, falls NCF/V < 30
  • 9. 9 Zusammenführung von Risikoneigung (RN) und Risikofähigkeit (RF) Schritt 2: Berücksichtigung von Risikoneigung & Risikofähigkeit • Die Risikoneigung (RN=6) und Risikofähigkeit (RF=3) sind unabhängige Masse, die beide bei der Wahl der individuellen Anlagestrategie zu berücksichtigen sind. • Für die Wahl des Anlagerisikos ist deshalb der kleinere der beiden Werte (RN; RF) massgebend. Risikofähigkeit (RF) Risikoneigung (RN) 1 2 3 4 5 6 7 1 2 3 4 5 6 7 1 2 3 4 5 6 7 1 2 3 4 5 6 6 1 2 3 4 5 5 5 1 2 3 4 4 4 4 1 2 3 3 3 3 3 1 2 2 2 2 2 2 1 1 1 1 1 1 1
  • 10. 10 Von der Pensionskassenstrategie zur individuellen Anlagestrategie Schritt 2: Berücksichtigung von Risikoneigung & Risikofähigkeit • Die Pensionskassenstrategie weist ein Risiko (Volatilität) von • Der Privatanleger muss das Anlagerisiko aufgrund seiner Risikoklassifizierung = 3 tiefer ansetzen als die Pensionskasse. Das maximal zumutbare Risiko (Volatilität) beträgt gemäss der nachfolgenden Klassifizierung 6.2%. • Der Anteil risikoreicher Anlagen muss zugunsten risikoärmerer Anlagen reduziert werden. 2 1 3 4 5 6 7 10 15 25 5 2 0.5 Volatilität Risikoklassen Strategie der Pensionskasse = Risiko / Volatilität 7.5% … Individuelle Anlagestrategie = max. Risiko / Volatilität 6.2%
  • 11. 11 Anpassung der Anlagestrategie in www.economico.ch Schritt 2: Berücksichtigung von Risikoneigung & Risikofähigkeit Quelle: www.economico.ch / Marktplatz, Schritt: Ihre Anlagestrategie + 10% Obligationen im Vergleich zur Pensionskassen- strategie - 10% Aktien im Vergleich zur Pensionskassen-strategie Anlagerisiko ist für Anleger mit Risikoklasse = 3 ist zumutbar.
  • 12. 12 • Das Anbieteruniversum mit derzeit 7 Anbietern ist (noch) überschaubar. Seit Go Live sind bereits verschiedene Anfragen neuer Anbieter getroffen. Wir rechnen mit einer raschen Erweiterung des Anbieterkreises. • Für die vorliegende Fragestellung qualifizieren zwei Anbieter (findependent; TKB). Anbieteruniversum Schritt 3: Angebotsvergleich via www.economico.ch Quelle: www.economico.ch / Home
  • 13. 13 Ergebnis: Ansicht einer Detailanalyse Schritt 3: Angebotsvergleich via www.economico.ch Quelle: www.economico.ch / Marktplatz, Schritt: Detailanalyse Der Zugang zu dieser Ansicht erfordert eine vorgängige Registrierung. Als Geschäftsführer einer Pensionskasse empfehlen wir Ihnen die Registrierung als Anlegertyp = Intermediär. Dann können Sie sowohl Detailanalysen für alle Anlegertypen (Privatanleger; Pensionskasse; andere inst. Anleger erstellen.)
  • 14. 14 Onboarding beim ausgewählten Anbieter Schritt 3: Angebotsvergleich via www.economico.ch Quelle: www.economico.ch / Marktplatz, Schritt: Detailanalyse
  • 15. 15 Value Proposition Schritt 3: Angebotsvergleich via www.economico.ch Quelle: www.economico.ch / Home, Demovideo
  • 16. Office St. Gallen Vadianstrasse 25a CH-9000 St. Gallen Tel +41 71 227 35 35 www.c-alm.ch info@c-alm.ch Office Zürich Konradstrasse 32 CH-8005 Zürich c-alm AG Kontakt © c-alm AG Silvio Leoni Consultant c-alm AG silvio.leoni@c-alm.ch 071 227 35 35 Dr. Ueli Mettler Partner c-alm AG ueli.mettler@c-alm.ch 071 227 35 35