Webtexte, die gelesen
werden

Fünf Schritte zum Erfolg
“Schreiben ist leicht,

man muss nur die richtigen Wörter weglassen.”
–Mark Twain
1. Überschaubare
Textstrukturen
schaffen
Der Leseprozess im Internet geht von der
groben Wahrnehmung zur immer
feineren Wahrnehmung.

!
!

Ein Text muss auf drei Ebenen
funktionieren:

!
1. Überschaubare Textstrukturen schaffen
Grundstruktur
•
•
•

Mit Überschriften arbeiten
Abwechslungsreiche und durchdachte inhaltliche Struktur
Aufzählungen und Zahlen als Struktur verwenden:
• 6 Tipps ...
• In 5 Schritten zum …
• 7 Schlüsselfaktoren …

!

Absatz und Satz
•
•

Aussagekräftige Satz- und Absatzanfänge
Lesbare und überschaubare Absätze

!
!

Wort und Stil
•
•
•

Gut lesbar konstruiert und geläufiger Wortschatz
Nachvollziehbare Gedankengänge
Einbau von sinnvollen Links.
1. Überschaubare Textstrukturen schaffen
Die richtige Textlänge
•

200 bis 600 Wörter für einen Onlineartikel ist «normal lang»

!
•

Der Mix macht‘s aus: kurze und lange Texte kombinieren

!
•

Text in überschaubare Portionen gliedern: 

4 - 8 Zeilen = 1 Absatz

!
•

Teaser-Texte: 150 bis 300 Zeichen sollten reichen
2. Webgerechte Sätze
formulieren
Einsatz von Fragen


Fragen sind lebendig und erinnern an einen
Dialog:

!
•
•
•

Sie möchten mehr über unsere Leistungen

erfahren? Dann klicken Sie hier.
Welche Themen interessieren Sie? Wählen
Sie ihr Thema in der Liste aus.
Sie interessieren Sich für Solarenergie? Dann
sind Sie hier richtig.
2. Webgerechte Sätze formulieren
Nicht zu viele Wörter


Faustregel: 16 – 20 Wörter pro Satz sind ideal.

Bis 30 Wörter = zumutbar

!

Dem Satzanfang- und –ende besondere Aufmerksamkeit schenken


Was am Anfang von Absätzen und Sätzen steht, wird besonders aufmerksam betrachtet. Mit Hilfe
von mehr Verben ist es fast immer möglich, den Satz entsprechend zu formulieren

!

Einsatz von Satz-Ellipsen
•
•
•
•
•
•

Ein kleines Fazit:
Generell gilt:
Kurz gesagt:
Auf den Punkt gebracht:
Kurz zusammengefasst:
Kurzum:
3. Die richtigen Wörter
wählen
Mehr Verben und weniger Substantive

Verwenden Sie mehr Verben und die Sätze werden
lebendiger.

!

Hauptwörter und Haupt-Wörter
Die Trennung von langen Substantiven kann den
Lesefluss positiv beeinflussen. Vermeiden Sie
Wortungetüme und setzen Sie Trennstriche ein.
Machen Sie aus
Hochgeschwindigkeitsinternetzugang
Hochgeschwindigkeits-Internetzugang.
3. Die richtigen Wörter wählen
Weniger abstrakte Begriffe, mehr Verben

Vorher:
Aktuelle, bedarfsgerechte Weiterbildung der Mitarbeiter spielt für das Unternehmen eine
entscheidende Rolle zur Sicherung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit.

Nachher

Wir legen Wert darauf, dass unsere Mitarbeiter sich kontinuierlich weiterbilden. Denn nur so kann
das Unternehmen auch zukünftig Gutes leisten und im Wettbewerb bestehen.


Anglizismen

Viele Nutzer empfinden die übermässige Verwendung englischsprachiger Begriffe als unpassend.
Gibt es also ein deckungsgleiches und gut klingendes deutsches Wort, dann ist es im Allgemeinen
dem englischen Wort vorzuziehen.

!

So ist zum Beispiel die Fallstudie dem Case Study vorzuziehen.

!

Einige Begriffe aber sind kurz, bündig und gut wie:
• Shop
• Team
• Job oder
• Link.
3. Die richtigen Wörter wählen
Ansprechende Formulierungen ohne Floskeln und Phrasen
!

Bedeutungslose Floskeln weglassen

wie z.B.: «Unsere qualifizierten und motivierten Mitarbeiter sind die Basis für unseren Erfolg»

Worin bestehen die Qualifikationen, in wie fern sind die Mitarbeiter motiviert? Konkrete
Beispiele und bildhafte Formulierungen sind immer besser.

!

Vermeiden Sie abgegriffene Begriffe

Beispiel: massgeschneiderte Lösungen

!

Vermeiden Sie Füllwörter


Beispiel: eigentlich, ausdrücklich, nichtsdestoweniger.

!
4. Bilder und Grafiken
einsetzen
Gute Texte müssen mit guten Bildern unterstützt
werden.
Bilder lassen sich mit einem Blick erfassen und sparen «LeseEnergie». Webseiten können somit schneller erfasst werden. Auch
Info-Grafiken sparen Lese-Energie und können als gute Alternative
zu reinem Fliesstext eingesetzt werden.

!

Was beim Einsatz von Bildern und Grafiken zu
beachten ist:
•
•
•

Bilder nicht als Lückenbüsser einsetzen
Bilder nur von guter Qualität verwenden
Bilder im CMS mit «Alt-Tag»(Alternativtext) und Bildtitel ergänzen. 

(So wird die Seite von den Suchmaschinen besser gefunden)
5. Die richtigen Schlüsselwörter für das Web
Wörter auswählen, die der Kunde braucht und nicht der Anbieter. 

z.B. Weisswein anstelle von weisse Rebsorte, Bauchtanz anstelle von Orientalischer Tanz

!
!

Die wichtigen Suchbegriffe einsetzen in:
•
•
•
•

!

Überschriften
Am Anfang des Fliesstext
Bildtext
Links

Die Schlüsselwörter dürfen dem Besucher der Webseite nicht unangenehm auffallen. Als
Faustregel gilt: dass der Anteil der Schlüsselwörter am Text nicht über 3-5 % liegen darf. Die so
genannte Keyword-Dichte ist auch für das Suchmaschinen-Marketing relevant.
Nützliche Links, Bücher und Quellenangaben
www.openthesaurus.de
www.woxikon.de
http://www.vds-ev.de/anglizismenindex

«Wirkungsvoll Schreiben für digitale Medien» Walburga Wollte’s 

«Deutsch für Profis» Wolf Schneider
!
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Mehr Tipps und News zur Onlinekommunikation
www.netspiration.ch/Blog

Webtexte, die gelesen werden

  • 1.
  • 2.
    “Schreiben ist leicht,
 manmuss nur die richtigen Wörter weglassen.” –Mark Twain
  • 3.
    1. Überschaubare Textstrukturen schaffen Der Leseprozessim Internet geht von der groben Wahrnehmung zur immer feineren Wahrnehmung. ! ! Ein Text muss auf drei Ebenen funktionieren: !
  • 4.
    1. Überschaubare Textstrukturenschaffen Grundstruktur • • • Mit Überschriften arbeiten Abwechslungsreiche und durchdachte inhaltliche Struktur Aufzählungen und Zahlen als Struktur verwenden: • 6 Tipps ... • In 5 Schritten zum … • 7 Schlüsselfaktoren … ! Absatz und Satz • • Aussagekräftige Satz- und Absatzanfänge Lesbare und überschaubare Absätze ! ! Wort und Stil • • • Gut lesbar konstruiert und geläufiger Wortschatz Nachvollziehbare Gedankengänge Einbau von sinnvollen Links.
  • 5.
    1. Überschaubare Textstrukturenschaffen Die richtige Textlänge • 200 bis 600 Wörter für einen Onlineartikel ist «normal lang» ! • Der Mix macht‘s aus: kurze und lange Texte kombinieren ! • Text in überschaubare Portionen gliedern: 
 4 - 8 Zeilen = 1 Absatz ! • Teaser-Texte: 150 bis 300 Zeichen sollten reichen
  • 6.
    2. Webgerechte Sätze formulieren Einsatzvon Fragen
 Fragen sind lebendig und erinnern an einen Dialog: ! • • • Sie möchten mehr über unsere Leistungen
 erfahren? Dann klicken Sie hier. Welche Themen interessieren Sie? Wählen Sie ihr Thema in der Liste aus. Sie interessieren Sich für Solarenergie? Dann sind Sie hier richtig.
  • 7.
    2. Webgerechte Sätzeformulieren Nicht zu viele Wörter
 Faustregel: 16 – 20 Wörter pro Satz sind ideal.
 Bis 30 Wörter = zumutbar ! Dem Satzanfang- und –ende besondere Aufmerksamkeit schenken
 Was am Anfang von Absätzen und Sätzen steht, wird besonders aufmerksam betrachtet. Mit Hilfe von mehr Verben ist es fast immer möglich, den Satz entsprechend zu formulieren ! Einsatz von Satz-Ellipsen • • • • • • Ein kleines Fazit: Generell gilt: Kurz gesagt: Auf den Punkt gebracht: Kurz zusammengefasst: Kurzum:
  • 8.
    3. Die richtigenWörter wählen Mehr Verben und weniger Substantive
 Verwenden Sie mehr Verben und die Sätze werden lebendiger. ! Hauptwörter und Haupt-Wörter Die Trennung von langen Substantiven kann den Lesefluss positiv beeinflussen. Vermeiden Sie Wortungetüme und setzen Sie Trennstriche ein. Machen Sie aus Hochgeschwindigkeitsinternetzugang Hochgeschwindigkeits-Internetzugang.
  • 9.
    3. Die richtigenWörter wählen Weniger abstrakte Begriffe, mehr Verben Vorher: Aktuelle, bedarfsgerechte Weiterbildung der Mitarbeiter spielt für das Unternehmen eine entscheidende Rolle zur Sicherung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit.
 Nachher
 Wir legen Wert darauf, dass unsere Mitarbeiter sich kontinuierlich weiterbilden. Denn nur so kann das Unternehmen auch zukünftig Gutes leisten und im Wettbewerb bestehen.
 Anglizismen Viele Nutzer empfinden die übermässige Verwendung englischsprachiger Begriffe als unpassend. Gibt es also ein deckungsgleiches und gut klingendes deutsches Wort, dann ist es im Allgemeinen dem englischen Wort vorzuziehen. ! So ist zum Beispiel die Fallstudie dem Case Study vorzuziehen. ! Einige Begriffe aber sind kurz, bündig und gut wie: • Shop • Team • Job oder • Link.
  • 10.
    3. Die richtigenWörter wählen Ansprechende Formulierungen ohne Floskeln und Phrasen ! Bedeutungslose Floskeln weglassen wie z.B.: «Unsere qualifizierten und motivierten Mitarbeiter sind die Basis für unseren Erfolg»
 Worin bestehen die Qualifikationen, in wie fern sind die Mitarbeiter motiviert? Konkrete Beispiele und bildhafte Formulierungen sind immer besser. ! Vermeiden Sie abgegriffene Begriffe
 Beispiel: massgeschneiderte Lösungen ! Vermeiden Sie Füllwörter
 Beispiel: eigentlich, ausdrücklich, nichtsdestoweniger. !
  • 11.
    4. Bilder undGrafiken einsetzen Gute Texte müssen mit guten Bildern unterstützt werden. Bilder lassen sich mit einem Blick erfassen und sparen «LeseEnergie». Webseiten können somit schneller erfasst werden. Auch Info-Grafiken sparen Lese-Energie und können als gute Alternative zu reinem Fliesstext eingesetzt werden. ! Was beim Einsatz von Bildern und Grafiken zu beachten ist: • • • Bilder nicht als Lückenbüsser einsetzen Bilder nur von guter Qualität verwenden Bilder im CMS mit «Alt-Tag»(Alternativtext) und Bildtitel ergänzen. 
 (So wird die Seite von den Suchmaschinen besser gefunden)
  • 12.
    5. Die richtigenSchlüsselwörter für das Web Wörter auswählen, die der Kunde braucht und nicht der Anbieter. 
 z.B. Weisswein anstelle von weisse Rebsorte, Bauchtanz anstelle von Orientalischer Tanz ! ! Die wichtigen Suchbegriffe einsetzen in: • • • • ! Überschriften Am Anfang des Fliesstext Bildtext Links Die Schlüsselwörter dürfen dem Besucher der Webseite nicht unangenehm auffallen. Als Faustregel gilt: dass der Anteil der Schlüsselwörter am Text nicht über 3-5 % liegen darf. Die so genannte Keyword-Dichte ist auch für das Suchmaschinen-Marketing relevant.
  • 13.
    Nützliche Links, Bücherund Quellenangaben www.openthesaurus.de www.woxikon.de http://www.vds-ev.de/anglizismenindex «Wirkungsvoll Schreiben für digitale Medien» Walburga Wollte’s 
 «Deutsch für Profis» Wolf Schneider ! !
  • 14.
    Mehr Tipps undNews zur Onlinekommunikation www.netspiration.ch/Blog