ausgearbeitet von Gerald Czech und Stefan Kammerer  Österreich und Europa II LV-Leiter: Prof. Berger und Prof. Sauer   Tschechien 1989+
Aufbau des Kurzreferats Politische Entwicklung Der Transformationsprozess Wirtschaftliche Entwicklung Internationale Integration Tschechiens Bilaterale Konflikte Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer
Tschechien??? Budweiser Temelin Benes-Dekrete Ab 21. Dezember 2007 ist Tschechien Mitglied der Schengenzone 7. Jänner 2008: Regierungschef Mirek Topolánek in Wien Wissensstand
Die samtene Revolution 17. November 1989: Auflösung einer Studentendemonstration    Gründung des Bürgerforums 10. Dezember 1989: Präsident Gustáv Husák tritt zurück 28. Dezember 1989: Alexander Dubcek Präsident der Föderalversammlung 29. Dezember 1989: Václav Havel wird zum Präsidenten gewählt Politische Entwicklung
Transformationsphase Tschechoslowakei wird zur  Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik Tschechische Sozialistische Republik wird zur Tschechischen Republik  8. Juni 1990: erste freie Parlamentswahlen 1991: Beitritt zum Europarat und EG-Assoziierungsabkommens Politische Entwicklung
Politische Landschaft I Im Parlament vertretene Parteien: Demokratische Bürgerpartei (ODS) Sozialdemokratische Partei ( ČSSD)   Kommunistische Partei (KS ČM) Christliche demokratische Volkspartei (KDU-ČSL) Partei der Grünen (SZ) Politische Entwicklung
Politische Landschaft II Regierungen 1992-2007: Václav Klaus (ODS), abgelöst durch  Josef Tošovský  Miloš Zeman ( ČSSD) Mirek Topolánek (ODS) Präsidenten: Václav Havel Václav Klaus Politische Entwicklung
Trennung und wirtschaftliche Reformen Klaus und  Mečiar bestätigen nach der Wahl die schon geplante Trennung Verfassung der Tschechischen Republik - demokratischer Rechtsstaat, Grundrechtscharta von 1991 übernommen Reformen im Sinne einer liberalen Marktwirtschaft Klaus muss aufgrund einer Spendenaffäre zurücktreten, Nachfolger wird Josef Tosovský Politische Entwicklung
Promotor der Reformen Erster Finanzminister nach der „samtenen Revolution“ ab 1991 Vizepremier ab der Trennung von der Slowakei 1992 Premierminister. Seit 2003 Staatspräsident: Transformationsprozess Gerald Czech und Stefan Kammerer  Orientierte seine wirtschaftsliberale Wirtschaftspolitik an Margret Thatcher, Ronald Reagan, Milton Friedman und Friedrich Hayek Der Ökonom  Václav Klaus
Ausgangsposition 95% der Wirtschaft verstaatlicht hohe Arbeitsproduktivität (im MOEL-Vergleich) Ausgeglichener Staatshaushalt Niedrige Auslandsschulden Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer  Transformationsprozess
Szenario der Wirtschaftsreform Schocktherapie in wenigen Schritten Angst vor dem „dritten Weg“ (Prager Frühling) keine breite (akademische) Diskussion der Reform Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer  Transformationsprozess
Liberalisierung des Außenhandels und der Preise „ zwei Polster der Wirtschaft“ (Klaus) 1990 dreimalige Abwertung der Krone 1991: innere Konvertibilität 1995: äußere Konvertibilität  Schlagartige Umstellung des Außenhandels von RGW- Märkten auf westliche Märkte ohne Umstellung der Produktportfolios Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer  Transformationsprozess
Privatisierung I „ kleine“ und „große“ Privatisierung: Restitution Klein- und Mittelunternehmen wurden versteigert Anteile an Staatsunternehmen (Buchwert mehrere hundert Mrd. Kronen = mehrere Mrd. €) wurden in der Bevölkerung verteilt.  (Voucher- bzw. Kuponprivatisierung) Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer  Transformationsprozess
Privatisierung II „ kleine“ und „große“ Privatisierung: Klein- und Mittelunternehmen wurden versteigert Anteile an Staatsunternehmen (Buchwert mehrere hundert Mrd. Kronen = mehrere Mrd. €) wurden in der Bevölkerung verteilt.  (Voucher- bzw. Kuponprivatisierung ) Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer  Transformationsprozess
Ergebnisse der Privatisierung Voucher-Variante Zunächst positiv (sozialer Frieden), 8 Millionen TeilnehmerInnen. Später fühlten sich 54% der Bevölkerung „betrogen“: Investmentfonds kauften die Vouchers, diese waren im Besitz der Staatsbanken, die selbst per Voucher privatisiert wurden.. Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer  Wirtschaftliche Entwicklung
Ergebnisse der Privatisierung II „ Flucht der Ökonomen vor den Juristen“ Unternehmen gingen in Konkurs (wurden in den Konkurs geschickt) Insidergeschäfte 1993 wurde ein Gesetz erlassen, das Privatisierungsentscheidungen von Überprüfungen durch Behörden ausnimmt. Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer  Transformationsprozess Wirtschaftliche Entwicklung
Privatisierung im Vergleich Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer  Transformationsprozess Quelle: Vorá ček (1998: 28) Wirtschaftliche Entwicklung
Versäumnisse der Privatisierung Makroökonomiezentriert Juristische Rahmenbedingungen fehlten zum Teil zB: Anlegerschutz Soziale Komponenten unterschätzt Staatliche Verantwortung wurde nicht wahrgenommen Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer  Transformationsprozess Wirtschaftliche Entwicklung
Europäische Integration Tschechien tritt 1993 erneut dem Europarat bei und wird Mitglied der Vereinten Nationen Assoziierungsabkommen mit der EU 1995, im selben Jahr Mitglied der OECD, 1996 erfolgt Antrag auf EU-Mitgliedschaft 1997 wird die Deutsch-Tschechische Erklärung verfasst 1. Mai 2004: Eintritt in die Europäische Union Internationale Integration
Sicherheitspolitische Integration 1991: Nordatlantischer Kooperationsrat, sicherheitspolitischer Dialog mit osteuropäischen Staaten und Russland 1994: Partnerschaft für den Frieden, militärische Zusammenarbeit 1997: NATO-Gipfel in Madrid, Beitritt von Tschechien, Polen und Ungarn bestätigt 1999: Beitritt zur NATO, Motive: Sicherheit durch militärische Integration, Ideologie Internationale Integration
Außenpolitische Kontroversen I Benes-Dekrete: Erlass durch tschechische Exilregierung während des 2. Weltkriegs Vertreibung der deutschen Minderheit nach dem Krieg Noch heute Konflikte zwischen Vertriebenen und dem Tschechischen Staat Wurzeln des Problems reichen bis in die Monarchie Unterschiedliche völkerrechtliche Handhabung  In Österreich vertraten ÖVP (Schüssel) und FPÖ (Haider) Interessen der Sudetendeutschen, in Deutschland CSU (Stoiber)  Bilaterale Konflikte
Außenpolitische Kontroversen II Temelin-Problem: Umstrittenes Kernkraftwerk, liegt 50km bzw. 60km von der österreichischen und deutschen Grenze entfernt immer wieder Demonstrationen und Grenzblockaden Politische Instrumentalisierung (Veto-Diskussion) Unterschiedliche Risikobeurteilung Melker Protokoll (2001): Abkommen zwischen Tschechien und Österreich, Bedingungen für die Aufrechterhaltung des Betriebs Bilaterale Konflikte

Tschechien seit der Transformation

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    ausgearbeitet von GeraldCzech und Stefan Kammerer Österreich und Europa II LV-Leiter: Prof. Berger und Prof. Sauer Tschechien 1989+
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    Aufbau des KurzreferatsPolitische Entwicklung Der Transformationsprozess Wirtschaftliche Entwicklung Internationale Integration Tschechiens Bilaterale Konflikte Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer
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    Tschechien??? Budweiser TemelinBenes-Dekrete Ab 21. Dezember 2007 ist Tschechien Mitglied der Schengenzone 7. Jänner 2008: Regierungschef Mirek Topolánek in Wien Wissensstand
  • 4.
    Die samtene Revolution17. November 1989: Auflösung einer Studentendemonstration  Gründung des Bürgerforums 10. Dezember 1989: Präsident Gustáv Husák tritt zurück 28. Dezember 1989: Alexander Dubcek Präsident der Föderalversammlung 29. Dezember 1989: Václav Havel wird zum Präsidenten gewählt Politische Entwicklung
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    Transformationsphase Tschechoslowakei wirdzur Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik Tschechische Sozialistische Republik wird zur Tschechischen Republik 8. Juni 1990: erste freie Parlamentswahlen 1991: Beitritt zum Europarat und EG-Assoziierungsabkommens Politische Entwicklung
  • 6.
    Politische Landschaft IIm Parlament vertretene Parteien: Demokratische Bürgerpartei (ODS) Sozialdemokratische Partei ( ČSSD) Kommunistische Partei (KS ČM) Christliche demokratische Volkspartei (KDU-ČSL) Partei der Grünen (SZ) Politische Entwicklung
  • 7.
    Politische Landschaft IIRegierungen 1992-2007: Václav Klaus (ODS), abgelöst durch Josef Tošovský Miloš Zeman ( ČSSD) Mirek Topolánek (ODS) Präsidenten: Václav Havel Václav Klaus Politische Entwicklung
  • 8.
    Trennung und wirtschaftlicheReformen Klaus und Mečiar bestätigen nach der Wahl die schon geplante Trennung Verfassung der Tschechischen Republik - demokratischer Rechtsstaat, Grundrechtscharta von 1991 übernommen Reformen im Sinne einer liberalen Marktwirtschaft Klaus muss aufgrund einer Spendenaffäre zurücktreten, Nachfolger wird Josef Tosovský Politische Entwicklung
  • 9.
    Promotor der ReformenErster Finanzminister nach der „samtenen Revolution“ ab 1991 Vizepremier ab der Trennung von der Slowakei 1992 Premierminister. Seit 2003 Staatspräsident: Transformationsprozess Gerald Czech und Stefan Kammerer Orientierte seine wirtschaftsliberale Wirtschaftspolitik an Margret Thatcher, Ronald Reagan, Milton Friedman und Friedrich Hayek Der Ökonom Václav Klaus
  • 10.
    Ausgangsposition 95% derWirtschaft verstaatlicht hohe Arbeitsproduktivität (im MOEL-Vergleich) Ausgeglichener Staatshaushalt Niedrige Auslandsschulden Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer Transformationsprozess
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    Szenario der WirtschaftsreformSchocktherapie in wenigen Schritten Angst vor dem „dritten Weg“ (Prager Frühling) keine breite (akademische) Diskussion der Reform Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer Transformationsprozess
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    Liberalisierung des Außenhandelsund der Preise „ zwei Polster der Wirtschaft“ (Klaus) 1990 dreimalige Abwertung der Krone 1991: innere Konvertibilität 1995: äußere Konvertibilität Schlagartige Umstellung des Außenhandels von RGW- Märkten auf westliche Märkte ohne Umstellung der Produktportfolios Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer Transformationsprozess
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    Privatisierung I „kleine“ und „große“ Privatisierung: Restitution Klein- und Mittelunternehmen wurden versteigert Anteile an Staatsunternehmen (Buchwert mehrere hundert Mrd. Kronen = mehrere Mrd. €) wurden in der Bevölkerung verteilt. (Voucher- bzw. Kuponprivatisierung) Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer Transformationsprozess
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    Privatisierung II „kleine“ und „große“ Privatisierung: Klein- und Mittelunternehmen wurden versteigert Anteile an Staatsunternehmen (Buchwert mehrere hundert Mrd. Kronen = mehrere Mrd. €) wurden in der Bevölkerung verteilt. (Voucher- bzw. Kuponprivatisierung ) Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer Transformationsprozess
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    Ergebnisse der PrivatisierungVoucher-Variante Zunächst positiv (sozialer Frieden), 8 Millionen TeilnehmerInnen. Später fühlten sich 54% der Bevölkerung „betrogen“: Investmentfonds kauften die Vouchers, diese waren im Besitz der Staatsbanken, die selbst per Voucher privatisiert wurden.. Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer Wirtschaftliche Entwicklung
  • 16.
    Ergebnisse der PrivatisierungII „ Flucht der Ökonomen vor den Juristen“ Unternehmen gingen in Konkurs (wurden in den Konkurs geschickt) Insidergeschäfte 1993 wurde ein Gesetz erlassen, das Privatisierungsentscheidungen von Überprüfungen durch Behörden ausnimmt. Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer Transformationsprozess Wirtschaftliche Entwicklung
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    Privatisierung im VergleichInhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer Transformationsprozess Quelle: Vorá ček (1998: 28) Wirtschaftliche Entwicklung
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    Versäumnisse der PrivatisierungMakroökonomiezentriert Juristische Rahmenbedingungen fehlten zum Teil zB: Anlegerschutz Soziale Komponenten unterschätzt Staatliche Verantwortung wurde nicht wahrgenommen Inhaltsangabe Gerald Czech und Stefan Kammerer Transformationsprozess Wirtschaftliche Entwicklung
  • 19.
    Europäische Integration Tschechientritt 1993 erneut dem Europarat bei und wird Mitglied der Vereinten Nationen Assoziierungsabkommen mit der EU 1995, im selben Jahr Mitglied der OECD, 1996 erfolgt Antrag auf EU-Mitgliedschaft 1997 wird die Deutsch-Tschechische Erklärung verfasst 1. Mai 2004: Eintritt in die Europäische Union Internationale Integration
  • 20.
    Sicherheitspolitische Integration 1991:Nordatlantischer Kooperationsrat, sicherheitspolitischer Dialog mit osteuropäischen Staaten und Russland 1994: Partnerschaft für den Frieden, militärische Zusammenarbeit 1997: NATO-Gipfel in Madrid, Beitritt von Tschechien, Polen und Ungarn bestätigt 1999: Beitritt zur NATO, Motive: Sicherheit durch militärische Integration, Ideologie Internationale Integration
  • 21.
    Außenpolitische Kontroversen IBenes-Dekrete: Erlass durch tschechische Exilregierung während des 2. Weltkriegs Vertreibung der deutschen Minderheit nach dem Krieg Noch heute Konflikte zwischen Vertriebenen und dem Tschechischen Staat Wurzeln des Problems reichen bis in die Monarchie Unterschiedliche völkerrechtliche Handhabung In Österreich vertraten ÖVP (Schüssel) und FPÖ (Haider) Interessen der Sudetendeutschen, in Deutschland CSU (Stoiber) Bilaterale Konflikte
  • 22.
    Außenpolitische Kontroversen IITemelin-Problem: Umstrittenes Kernkraftwerk, liegt 50km bzw. 60km von der österreichischen und deutschen Grenze entfernt immer wieder Demonstrationen und Grenzblockaden Politische Instrumentalisierung (Veto-Diskussion) Unterschiedliche Risikobeurteilung Melker Protokoll (2001): Abkommen zwischen Tschechien und Österreich, Bedingungen für die Aufrechterhaltung des Betriebs Bilaterale Konflikte