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„Mind Mapping“
      Referent: Dipl.-Kfm. Oliver Aflenzer

            IHK Bochum, 07.02.2011


Forum: Wirtschaftsjunioren im mittleren Ruhrgebiet




                                                     1
Referent


Oliver Aflenzer
  Manager Finance & Accounting

  InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG

  Seit 10 Jahren in Führungsverantwortung (Mittelstand im Konzern)
  Seit 2006 aktiv bei den WJ Bochum (seit 4 Jahren „Förderer“)




                                                                     2
Wichtige Unternehmereigenschaften

Fachkompetenz                                             Durchsetzungsvermögen



                                                                                     Analytisches
Ausdauer                       Kreativität                                          Denkvermögen



      Interpersonal Skills                                                   Mut



    Hinweis: Die o.g. „Sammlung“ ist rein exemplarisch und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!
                                                                                                         3
Zitat I: Kreativität




„Was vorstellbar ist, ist auch machbar!“
 (Albert Einstein, dt.-amerikan. Physiker, 1879 - 1955)




                                                          4
Zitat II: Kreativität



“The Lord gave us two ends – one to sit on
   and the other to think with. Success
 depends on which one we use the most.”

         (“Ann Landers” aka Eppie Lederer,
       US-amerikanische Zeitungskolumnistin,
                  1918 - 2002)




                                               5
Das Gehirn – einige Fakten
Gewicht: ca. 1.200 – 1.400 g
~2% der Körpermasse, ~20% d. Sauerstoffs, ~25% d. Glukose
Nervenzellen (Neuronen): ~ 100 Milliarden (jedes Neuron ist mit durchschn. 1.000 Synapsen verbunden)
Synapsen (Kontaktstelle zwischen Nervenzellen zwecks Erregungsübertragung): ~100 Billionen
Großhirnrinde (Cortex) enthält ca. 19-23 Mrd. Nervenzellen
Länge der Nervenbahnen: ~5,8 Mio. Km (ca. 145-facher Erdumfang)
Bestandteile der Großhirnrindenfelder (Cortex):
     Primäre Felder:
            Sensorische Felder: Verarbeitung von Information durch Wahrnehmung (z.B. Empfinden, Sehen, Hören,
            Riechen, Tasten, Schmecken, etc.)
            Motorische Felder: Bewegung
     Gedanken- und Antriebsfelder (Assoziationsfelder): Abstimmung verschiedener
     Funktionen aufeinander [“Denken”, “Abspeichern” (Gedächtnis)]
~1013-1016 analoge Rechenoperationen pro Sekunde
(Computervergleich: Intel’s “Terascale” mit 80 Prozessorkernen schafft ~1012
Rechenoperationen pro Sekunde; allerdings mit bis zu 5.000-fach höherem
Energiebedarf)
Speicherkapazität i.F.v. chemischen Informationen in den Synapsen: ~2 Petabyte
(Petabyte (PB) 1015 Byte = 1.000.000.000.000.000 Byte)
                                                                                                                6
Neuronale Netzwerke
                      Input über sensorische Felder
                      Verarbeitung über Assoziationsfelder
                      (Prinzip der Zwischenschicht)
                      Output über motorische Felder
                      Cortex hat kaum direkte Verbindung
                      nach “draussen”, d.h. das Großhrin
                      beschäftigt sich fast nur mit sich
                      selbst:
                      => Ermittlung allgemeiner
                      Strukturen aus Erfahrungen mit der
                      Umwelt
                      => Abbildung regelhafter
                      Zusammenhänge der Umgebung
                      => Geschicktes Ableiten eines
                      differenzierten Verhaltensrepertoires
                      Primäre Bereiche (hell)
                      => Sensotik & Motorik
                      Assoziationsfelder (dunkel)
                      => Denken

                                                              7
Prinzip der Informationsverarbeitung


                      Gehirn verfügt über ca. 700 Schichten,
                      d.h. spezialisierte einzelne Areale
                      Gehirn sammelt Input über sensorische
                      und motorische Felder und speicher
                      diese ab
                      Erfahrungen werden in den Zwischen-
                      schichten (Assoziationsfeldern) analy-
                      siert u. interpretiert
                      “Gefilterte Erfahrungen werden auf
                      “Kortikalen Landkarten” abgelegt
                      Hier: Bottom Up-Prozess




                                                               8
Top Down-Prozesse

Informationsverarbeitung erfolgt nicht nur Bottom-
Up, sondern auch Top-Down

Frühere Erfahrungen beeinflussen das tatsächlich
Gesehene

Wahrnehmung geschieht nicht nur aus der Analyse
von Eingangssignalen noch durch reine Synthese,
sondern vielmehr durch einen interaktiven Prozess
(Prozess des Verstehens)

                                                     9
Top Down-Prozesse / Bsp. I




                             10
Top Down-Prozesse / Bsp. II




                              11
Top Down-Prozesse / Bsp. III




                               12
Entscheidungsmatrix




                      13
Vorstufe: Brain Storming

• Entwickelt durch amerik.
  Werbefachmann Alex Osborne in den
  1940er Jahren

• Dient dem Finden möglichst vielen Idee
  zur Lösung eines Problems in möglichst
  kurzer Zeit ohne viel Vorbereitung

                                           14
Brain Storming – Voraussetzungen
• Abgeschlossener Raum („Kreative Umgebung“)

• Teamteilnehmer aus verschiedenen Fachrichtungen mit vielseitigem,
  breitem Wissen und unterschiedlichen Alltagserfahrungen (Breite der
  Ideenvariabilität)

• Optimale Gruppengröße 5-7 Personen

• Gedanken zur Fragestellung machen zwecks richtiger Ausrichtung der
  Ideen auf die Problemlösung

• Fragestellung auf Flipchart notieren


                                                                        15
Brain Storming – Ideenfindung
• Ideenfindung (eigentliches Brainstorming)

   •   Zeit festlegen (Phase I: 7-8 min. Phase II: 1 min. Pause Phase III: 5 min.)

   •   Moderator festlegen

   •   Quantität zählt! Je mehr Ideen, desto besser!

   •   Zurufen der Ideen (einschl. Verbessern oder Ergänzen vorhandener Ideen)

   •   Jede Meinung zählt („Je ausgefallener, desto besser“)

   •   Keine Erläuterung wie ein Vorschlag zu verstehen ist (keine Gruppendiskussion)

   •   Gruppe stimuliert sich gegenseitig („kognitive Anregung“)

   •   Keine Kommentare, keine Kritik, keine Killermimik, keine Ablenkung

   •   Sichtbare Notierung der Vorschläge auf bspw. Flipchart
        („Kreuz und quer“ ohne Muster)
                                                                                        16
Brain Storming – Bewertung
• Bewertung

   • Gruppe beurteilt die Ideen hinsichtlich ihres Lösungsgehaltes

   • Bildung von logischen Mustern oder Zusammenhängen („Cluster“)

   • Herausfiltern der bspw. 10 besten Ideen

   • Zügige Durchführung (5-10 Minuten)

   • Bewertung mit Punkten pro Teilnehmer oder Abstimmung

   • Vermeidung großer Diskussionen

                                                                     17
Brain Storming – Entscheidung

• Entscheidung

   • Nochmalige Eingrenzung auf die TOP 5 Ideen
     (Handhabbare Anzahl)

   • Genaue Analyse und Prüfung bzgl. des Lösungsbeitrages

   • Zügige Durchführung (5-10 Minuten)

   • Bewertung mit Punkten pro Teilnehmer oder Abstimmung

   • Aufbaustufe: Mind Mapping

                                                             18
Brain Storming - Beispiel




                            19
Mind Mapping – Radiales Denken




„Mind Mapping stellt den äußeren Spiegel des radialen Denkens dar!“

                                                                      20
Mind Mapping – Nutzung beider Gehirnhälften




                                              21
Mind Mapping – Nutzung aller Fähigkeiten




                                           22
Mind Mapping – Vorbereitung




                              23
Mind Mapping - Einstieg




                          24
Mind Mapping – Brain Structure




                                 25
Mind Mapping – Blockadebrecher




                                 26
Mind Mapping – Betonung




                          27
Mind Mapping – Assoziationen




                               28
Mind Mapping – Deutlichkeit




                              29
Mind Mapping – Eigener Stil




                              30
Mind Mapping – Vorteile ggü. linearen Notizen




                                                31
Mind Mapping – Beispiele (WJ)




                                32
Mind Mapping – Beispiel „Glück“




                                  33
Mind Mapping: Übung

Stellt euch vor, ihr seid Materialforscher/-ingenieure. Ein
Bremsenhersteller für Lkws bittet euch bei der Entwicklung
neuer Bremsen mitzuarbeiten. Euer besondere Fokus soll
dabei auf den Bremsklötzen liegen. Hier will man unbe-
dingt einen „technologischen Sprung“ schaffen!

  Was müsst ihr bei eurer Entwicklung bedenken?
  Welche Elemente sind dabei besonders wichtig?
  Wo liegt eine Möglichkeit für eine entscheidende
  Neuentwicklung?

                                                              34
Ende



Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit!




                                       35

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  • 2. Referent Oliver Aflenzer Manager Finance & Accounting InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG Seit 10 Jahren in Führungsverantwortung (Mittelstand im Konzern) Seit 2006 aktiv bei den WJ Bochum (seit 4 Jahren „Förderer“) 2
  • 3. Wichtige Unternehmereigenschaften Fachkompetenz Durchsetzungsvermögen Analytisches Ausdauer Kreativität Denkvermögen Interpersonal Skills Mut Hinweis: Die o.g. „Sammlung“ ist rein exemplarisch und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit! 3
  • 4. Zitat I: Kreativität „Was vorstellbar ist, ist auch machbar!“ (Albert Einstein, dt.-amerikan. Physiker, 1879 - 1955) 4
  • 5. Zitat II: Kreativität “The Lord gave us two ends – one to sit on and the other to think with. Success depends on which one we use the most.” (“Ann Landers” aka Eppie Lederer, US-amerikanische Zeitungskolumnistin, 1918 - 2002) 5
  • 6. Das Gehirn – einige Fakten Gewicht: ca. 1.200 – 1.400 g ~2% der Körpermasse, ~20% d. Sauerstoffs, ~25% d. Glukose Nervenzellen (Neuronen): ~ 100 Milliarden (jedes Neuron ist mit durchschn. 1.000 Synapsen verbunden) Synapsen (Kontaktstelle zwischen Nervenzellen zwecks Erregungsübertragung): ~100 Billionen Großhirnrinde (Cortex) enthält ca. 19-23 Mrd. Nervenzellen Länge der Nervenbahnen: ~5,8 Mio. Km (ca. 145-facher Erdumfang) Bestandteile der Großhirnrindenfelder (Cortex): Primäre Felder: Sensorische Felder: Verarbeitung von Information durch Wahrnehmung (z.B. Empfinden, Sehen, Hören, Riechen, Tasten, Schmecken, etc.) Motorische Felder: Bewegung Gedanken- und Antriebsfelder (Assoziationsfelder): Abstimmung verschiedener Funktionen aufeinander [“Denken”, “Abspeichern” (Gedächtnis)] ~1013-1016 analoge Rechenoperationen pro Sekunde (Computervergleich: Intel’s “Terascale” mit 80 Prozessorkernen schafft ~1012 Rechenoperationen pro Sekunde; allerdings mit bis zu 5.000-fach höherem Energiebedarf) Speicherkapazität i.F.v. chemischen Informationen in den Synapsen: ~2 Petabyte (Petabyte (PB) 1015 Byte = 1.000.000.000.000.000 Byte) 6
  • 7. Neuronale Netzwerke Input über sensorische Felder Verarbeitung über Assoziationsfelder (Prinzip der Zwischenschicht) Output über motorische Felder Cortex hat kaum direkte Verbindung nach “draussen”, d.h. das Großhrin beschäftigt sich fast nur mit sich selbst: => Ermittlung allgemeiner Strukturen aus Erfahrungen mit der Umwelt => Abbildung regelhafter Zusammenhänge der Umgebung => Geschicktes Ableiten eines differenzierten Verhaltensrepertoires Primäre Bereiche (hell) => Sensotik & Motorik Assoziationsfelder (dunkel) => Denken 7
  • 8. Prinzip der Informationsverarbeitung Gehirn verfügt über ca. 700 Schichten, d.h. spezialisierte einzelne Areale Gehirn sammelt Input über sensorische und motorische Felder und speicher diese ab Erfahrungen werden in den Zwischen- schichten (Assoziationsfeldern) analy- siert u. interpretiert “Gefilterte Erfahrungen werden auf “Kortikalen Landkarten” abgelegt Hier: Bottom Up-Prozess 8
  • 9. Top Down-Prozesse Informationsverarbeitung erfolgt nicht nur Bottom- Up, sondern auch Top-Down Frühere Erfahrungen beeinflussen das tatsächlich Gesehene Wahrnehmung geschieht nicht nur aus der Analyse von Eingangssignalen noch durch reine Synthese, sondern vielmehr durch einen interaktiven Prozess (Prozess des Verstehens) 9
  • 10. Top Down-Prozesse / Bsp. I 10
  • 11. Top Down-Prozesse / Bsp. II 11
  • 12. Top Down-Prozesse / Bsp. III 12
  • 14. Vorstufe: Brain Storming • Entwickelt durch amerik. Werbefachmann Alex Osborne in den 1940er Jahren • Dient dem Finden möglichst vielen Idee zur Lösung eines Problems in möglichst kurzer Zeit ohne viel Vorbereitung 14
  • 15. Brain Storming – Voraussetzungen • Abgeschlossener Raum („Kreative Umgebung“) • Teamteilnehmer aus verschiedenen Fachrichtungen mit vielseitigem, breitem Wissen und unterschiedlichen Alltagserfahrungen (Breite der Ideenvariabilität) • Optimale Gruppengröße 5-7 Personen • Gedanken zur Fragestellung machen zwecks richtiger Ausrichtung der Ideen auf die Problemlösung • Fragestellung auf Flipchart notieren 15
  • 16. Brain Storming – Ideenfindung • Ideenfindung (eigentliches Brainstorming) • Zeit festlegen (Phase I: 7-8 min. Phase II: 1 min. Pause Phase III: 5 min.) • Moderator festlegen • Quantität zählt! Je mehr Ideen, desto besser! • Zurufen der Ideen (einschl. Verbessern oder Ergänzen vorhandener Ideen) • Jede Meinung zählt („Je ausgefallener, desto besser“) • Keine Erläuterung wie ein Vorschlag zu verstehen ist (keine Gruppendiskussion) • Gruppe stimuliert sich gegenseitig („kognitive Anregung“) • Keine Kommentare, keine Kritik, keine Killermimik, keine Ablenkung • Sichtbare Notierung der Vorschläge auf bspw. Flipchart („Kreuz und quer“ ohne Muster) 16
  • 17. Brain Storming – Bewertung • Bewertung • Gruppe beurteilt die Ideen hinsichtlich ihres Lösungsgehaltes • Bildung von logischen Mustern oder Zusammenhängen („Cluster“) • Herausfiltern der bspw. 10 besten Ideen • Zügige Durchführung (5-10 Minuten) • Bewertung mit Punkten pro Teilnehmer oder Abstimmung • Vermeidung großer Diskussionen 17
  • 18. Brain Storming – Entscheidung • Entscheidung • Nochmalige Eingrenzung auf die TOP 5 Ideen (Handhabbare Anzahl) • Genaue Analyse und Prüfung bzgl. des Lösungsbeitrages • Zügige Durchführung (5-10 Minuten) • Bewertung mit Punkten pro Teilnehmer oder Abstimmung • Aufbaustufe: Mind Mapping 18
  • 19. Brain Storming - Beispiel 19
  • 20. Mind Mapping – Radiales Denken „Mind Mapping stellt den äußeren Spiegel des radialen Denkens dar!“ 20
  • 21. Mind Mapping – Nutzung beider Gehirnhälften 21
  • 22. Mind Mapping – Nutzung aller Fähigkeiten 22
  • 23. Mind Mapping – Vorbereitung 23
  • 24. Mind Mapping - Einstieg 24
  • 25. Mind Mapping – Brain Structure 25
  • 26. Mind Mapping – Blockadebrecher 26
  • 27. Mind Mapping – Betonung 27
  • 28. Mind Mapping – Assoziationen 28
  • 29. Mind Mapping – Deutlichkeit 29
  • 30. Mind Mapping – Eigener Stil 30
  • 31. Mind Mapping – Vorteile ggü. linearen Notizen 31
  • 32. Mind Mapping – Beispiele (WJ) 32
  • 33. Mind Mapping – Beispiel „Glück“ 33
  • 34. Mind Mapping: Übung Stellt euch vor, ihr seid Materialforscher/-ingenieure. Ein Bremsenhersteller für Lkws bittet euch bei der Entwicklung neuer Bremsen mitzuarbeiten. Euer besondere Fokus soll dabei auf den Bremsklötzen liegen. Hier will man unbe- dingt einen „technologischen Sprung“ schaffen! Was müsst ihr bei eurer Entwicklung bedenken? Welche Elemente sind dabei besonders wichtig? Wo liegt eine Möglichkeit für eine entscheidende Neuentwicklung? 34
  • 35. Ende Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit! 35