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Informationsschrift Nr. 134 Herausgeber
für Lisdorfer Bürger Ostern 2010 CDU und JU Lisdorf
Lisdorfer Kindergarten erweitert Ganztagsangebot
Seite 6
Aschermittwoch 2010
17 Leitlinien für unser Land Seiten 4 und 5
Seiten 2 und 3
Lisdorfer Geschichte
Seiten 12-14
Auszeichnung für Manfred Boßmann
Seiten 10 und 11
Junge Union
Seiten 15 und 16
- 2 -
17 Leitlinien für unser Land
Positionen aus dem CDU-Wahlprogramm, die sich in der Koalitionsvereinbarung der
Jamaika-Koalition zwischen CDU, FDP und den Grünen im Land wiederfinden:
Finanzielle Entlastung der Eltern bei Lernmitteln
Die kostengünstige Schulbuchausleihe wird beibehalten, um sowohl die schulische
Bildung zu stärken als auch die Familien finanziell zu entlasten.
(Wahlprogramm Seite 33, Koalitionsvertrag Seite 8)
Ausbildung der Grundschullehrer im Saarland
Grundschullehrer tragen Verantwortung für die positive schulische Entwicklung eines
Kindes, sie brauchen eine exzellente Ausbildung. Deshalb wird die Ausbildung der
Grundschullehrer wieder ins Saarland zurückverlagert werden.
(Wahlprogramm Seite 33, Koalitionsvertrag Seite 14)
Förderschullehrkraft an jeder Grundschule
Jeder Grundschule wird schrittweise eine Förderschullehrkraft zugeordnet werden. Ein
Wahlversprechen der CDU Saar wird damit realisiert.
(Wahlprogramm Seite 33, Koalitionsvertrag Seite 12)
Industriellen Kern der Saarwirtschaft erhalten
Das Saarland bleibt auch unter der neuen Landesregierung ein Industrieland. Alle Partner
bekennen sich damit zum Saarland als Standort von Schwerindustrie und
Energiewirtschaft.
(Wahlprogramm Seite 2 und Seite 8, Koalitionsvertrag Seite 26)
„Auto der Zukunft“ kommt aus dem Saarland
Das Saarland ist ein innovatives Industrieland. Wir wollen das „Auto der Zukunft“ bauen.
Daher werden wir das Forschungszentrum „ZeMa“ schaffen, von dem wichtige Impulse für
die wachstums- und arbeitsplatzintensivsten Industrien im Saarland ausgehen sollen.
(Wahlprogramm Seite 21, Koalitionsvertrag Seite 25)
Regionaler Beschäftigungspakt für über 55-Jährige
Mit dem Kompetenzcenter Ü 55 werden wir die Beschäftigungsquote der über 55-Jährigen
weiter wesentlich steigern.
(Wahlprogramm Seite 25 und Seite 26, Koalitionsvertrag Seite 31 und Seite 34)
Endgültiger Ausstieg aus der Kohleförderung bleibt sozialverträglich
Am endgültigen Kohleausstieg wird sozialverträglich festgehalten. Die Bergleute können
sich auf die CDU Saar verlassen.
(Wahlprogramm Seite 22, Koalitionsvertrag Seite 51)
Sprache als Schlüssel zu erfolgreicher Integration
Schlüssel zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist vor allem die
Beherrschung der deutschen Sprache.
(Wahlprogramm Seite 42, Koalitionsvertrag Seite 67)
Opferschutz vor Täterschutz
Unser Bekenntnis „Opferschutz geht vor Täterschutz“ ist nun auch im Koalitionsvertrag
festgeschrieben, Hilfsangebote werden ausgebaut und Opferrechte weiter gestärkt.
(Wahlprogramm Seite 58, Koalitionsvertrag Seite 69)
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Kampf den Extremisten und Terroristen
Die Koalitionsparteien stellen klar, dass allen Formen von Extremismus, ganz gleich ob
links-, rechts- oder religiös motiviert, entgegengetreten wird.
(Wahlprogramm Seite 59, Koalitionsvertrag Seite 68 und Seite 70)
Prävention als erste Kriminalitätsbekämpfung
Präventionsarbeit ist Kriminalitätsbekämpfung. Unsere Präventionspolitik Saar wird
konsequent fortgesetzt, das Landesinstitut für präventives Handeln (LPH) gestärkt.
(Wahlprogramm Seite 3 und Seite 58, Koalitionsvertrag Seite 69)
Rolle der Religionen und Kirchen
Die CDU vertritt die Auffassung, dass Kirchen unverzichtbare Dienste am Menschen
leisten. Daher unterstreicht der Koalitionsvertrag dies mit einem eigenen Kapitel.
(Wahlprogramm Seite 38, Koalitionsvertrag Seite 74 und Seite 75)
Deutsche Sprache als Arbeitssprache der EU
Die Europäische Union soll für die Bürger verständlich sein. Wie die CDU Saar fordert nun
die Koalition, dass die deutsche Sprache zur gleichberechtigten Arbeitssprache der EU
neben Englisch und Französisch wird.
(Antrag CDU Saar Bundesparteitag, Koalitionsvertrag Seite 84)
Generationengerechte Haushaltspolitik und Konsolidierungshilfen
Wir halten an der deutlichen Reduzierung der Nettoneuverschuldung fest. Die
Möglichkeiten zur Einhaltung der Schuldenbremse sind angesichts der Finanz- und
Wirtschaftskrise gefährdet. Dies darf aber nicht zu einem Infragestellen der
Konsolidierungshilfen für das Saarland und des Festhaltens am Ziel einer
generationengerechten Haushaltspolitik führen.
(Wahlprogramm Seite 6 und Seiten 14-16, Koalitionsvertrag Seite 4 und Seiten 89-90)
Steuerliche Verbesserungen im Ehrenamt
Das Saarland wird sich, wie im Wahlprogramm der CDU Saar beschlossen, laut
Koalitionsvertrag weiter dafür einsetzen, dass die steuerfreien Aufwandsentschädigungen
für ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer an die von Übungsleitern angepasst
werden.
(Wahlprogramm Seite 40, Koalitionsvertrag Seite 74)
Steuerliche Verbesserungen für den Mittelstand
Die Koalitionspartner haben sich darauf verpflichtet, sich weiterhin für verbesserte
steuerliche Bedingungen für den Mittelstand einzusetzen.
(Wahlprogramm Seite 18, Koalitionsvertrag Seite 23)
Studiengebühren für Langzeitstudenten
Auch wenn die Studiengebühren für das grundständige Erststudium abgeschafft werden,
bleiben Gebühren für Langzeitstudenten und Studenten, die ein Zweitstudium aufnehmen,
weiterhin erhalten.
(Wahlprogramm Seite 34 und Seite 35, Koalitionsvertrag Seite 20 und Seite 21)
Daraus wird deutlich: Zentrale Anliegen des CDU-Wahlprogramms finden sich in der
Koalitionsvereinbarung wieder. Das widerlegt eindeutig Behauptungen der Oppositions-
parteien, die CDU hätte sich bei den Verhandlungen nicht durchsetzen können.
Mehr Informationen zum Koalitionsvertrag unter www.cdu-saar.de
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Aschermittwochtreffen 2010
CDU stärkste politische Kraft an der Saar
Weg des Aufsteigerlandes auch mit
„Jamaika-Koalition“ fortsetzen –
Opposition destruktiv und ohne Alternative
Der saarländische Ministerpräsident Peter
Müller hat beim Aschermittwochtreffen der CDU
in Schwalbach vor etwa 1000 Besuchern betont,
dass die CDU auch nach den Wahlen des
vergangenen Jahres klar und mit Abstand
stärkste politische Kraft im Saarland ist:
„Stärkste Fraktion im Saarländischen Landtag,
alle vier Direktmandate bei der Bundestagswahl,
stärkste Kraft bei den Kommunal- und
Europawahlen – die CDU ist die klar stärkste
Partei an der Saar, auf dieser Grundlage wollen
wir den Weg des „Aufsteigerlandes Saarland“
fortsetzen.“
Peter Müller verwies darauf, dass mehrere neutrale Studien dem Saarland eine
überdurchschnittlich gute Entwicklung im vergangenen Jahrzehnt unter Führung der CDU
attestiert haben. „Alle Studien bestätigen: Der Strukturwandel kommt voran, die
Wachstumsziffern sind spitze, das Einkommen im Saarland ist überdurchschnittlich
gestiegen, das Armutsrisiko ist geringer als im Bundesdurchschnitt. Genau hier zeigt sich
der Unterschied: Zu Zeiten der SPD und Lafontaines war das Land geprägt durch
überdurchschnittliche Arbeitslosigkeit und Armut sowie eine schlechte
Wirtschaftsentwicklung. Mit der CDU ist die Arbeitslosigkeit unterdurchschnittlich, die
Wirtschaftsentwicklung und das Einkommen der Menschen hingegen überdurchschnittlich
gestiegen. Zahlen lügen nicht. Deshalb gilt es, den eingeschlagenen Weg des
erfolgreichen Strukturwandels fortzusetzen.“
Dies, so Peter Müller weiter, sei auch die Grundlage der Arbeit der Jamaika-Koalition.
Natürlich habe die CDU bei Koalitionsbildung schmerzhafte Kompromisse machen
müssen. Sie habe aber an keiner Stelle ihre Grundsätze und Grundwerte infrage gestellt.
Der Koalitionsvertrag stelle einen ambitionierten Fahrplan für die kommende
Legislaturperiode dar. Auf dieser Grundlage wolle man in einer stabil und verlässlich
zusammenarbeitenden Koalition das Saarland weiter voranbringen.
Der Opposition warf der saarländische Ministerpräsident vor, konzept- und alternativlos zu
sein. Persönliche Diffamierungen und unsachliche Demagogie seien das Einzige, was die
Opposition auf die Beine bringe. Die beiden Untersuchungsausschüsse, die die Opposition
beantragt habe, seien unnötig wie ein Kropf, da alle Fakten, die untersucht werden sollen,
längst bekannt seien. Wenn bewusst wahrheitswidrig weiter so getan werde, als sei
beispielsweise in Steuerverfahren politischer Einfluss genommen worden, obwohl in den
zuständigen Ausschüssen längst das Gegenteil nachgewiesen sei, mache dies deutlich,
dass es der Opposition um Denunziation gehe und nicht um sachliche
Auseinandersetzung. Peter Müller: „Der schlimmste Mann im ganzen Land ist der
Denunziant. Die Verhaltensweisen der Opposition dokumentieren deren Unfähigkeit zu
zukunftsgerichteter Politik.“
- 5 -
Besonders jämmerlich sei das Bild der saarländischen Sozialdemokraten unter Führung
von Heiko Maas. Trotz des schlechtesten Landtagswahlergebnisses seit Bestehen des
Saarlandes und des Verlustes aller Direktwahlkreise bei der Bundestagswahl beschränke
sich der SPD-Vorsitzende auf die Rolle der beleidigten Leberwurst und schlage wild um
sich. Offensichtlich sei er von der Angst getrieben, die Rolle des Oppositionsführers an
Oskar Lafontaine zu verlieren.
Als zentrale Aufgaben für die Zukunft bezeichnete Peter Müller die Überwindung der
Wirtschafts- und Finanzkrise, den Ausbau der Angebote im Bereich von Bildung und
Betreuung und die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte. Zentrales Ziel der
Bildungspolitik sei die Gewährleistung der Wahlfreiheit. Jeder solle frei entscheiden
können, ob und in welchem Umfang er Betreuungsangebote in Anspruch nehme. Ein
erster Schritt bestehe in der Kostenfreiheit aller schulischen Betreuungsangebote ab dem
kommenden Schuljahr. Bei der Weiterentwicklung der Schulstruktur habe die
verfassungsrechtliche Absicherung des Gymnasiums für die CDU Saar oberste Priorität.
Im bundespolitischen Teil seiner Rede forderte Peter Müller eine sachliche
Sozialstaatsdebatte. Mit einer Sozialleistungsquote von über 30 Prozent sei die
Bundesrepublik Deutschland eines der sozialsten Länder der Welt. Im Zentrum politischen
Handelns müsse die Situation der Leistungsträger stehen, da diese dasjenige zu
erarbeiten hätten, was anschließend gerecht verteilt werden soll. Daher verdiene das
Lohnabstandsgebot strikte Beachtung: „Wer arbeitet, muss mehr haben als derjenige, der
nicht arbeitet“, so Peter Müller.
In Verbindung mit der Verpflichtung, jedem ein menschenwürdiges Existenzminimum zu
sichern, ergebe sich hieraus die Notwendigkeit, den Hinzuverdienst von Personen, die
Transferleistungen erhalten, weniger stark anzurechnen. Im Zuge einer Generalrevision
der Hartz-IV-Gesetzgebung nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes
sprach Peter Müller sich sowohl für eigene bedarfsgerechte Regelsätze für Kinder, eine
Erhöhung des Schonvermögens, Verbesserungen der Hinzuverdienstgrenzen und eine
schnelle Grundgesetzänderung zur dauerhaften Absicherung der Job-Center aus. Peter
Müller sprach sich auch dafür aus, denjenigen, die zumutbare Arbeit ablehnen, die
Transferleistungen zu kürzen. „Die rechtlichen Grundlagen dafür sind jetzt bereits
geschaffen. Was fehlt, ist die Umsetzung in der Praxis. Daran müssten wir arbeiten, statt
überflüssige theoretische Diskussionen zu führen“, so Peter Müller.
Mit Blick auf die Wirtschafts- und Finanzkrise erklärte der CDU-Vorsitzende: „Es darf nicht
sein, dass diejenigen, die die Krise verursacht haben, am Ende noch als Gewinner
dastehen.“ Peter Müller plädierte daher für die Schaffung eines Fonds zur Rettung
angeschlagener Banken, der von den Banken selbst finanziert wird, und für gesetzliche
Beschränkungen von Bonuszahlungen. Die steuerliche Absetzbarkeit von
Managergehältern müsse begrenzt werden. Gerade im Bankenbereich müssten Manager
die Tugend der Bescheidenheit wiederentdecken. Hier sei ein umfängliches Versagen der
wirtschaftlichen Eliten festzustellen. Wer Maßlosigkeit zur Grundlage seines Handelns
mache, lege die Hand an die Grundordnung dieser Gesellschaft.
Schließlich sprach Peter Müller sich für eine konsequente Bekämpfung von
Steuerhinterziehungstatbeständen aus. Peter Müller: „Wer die Leistungen dieses Staates
in Anspruch nimmt, seine Schulen benutzt, auf seinen Straßen fährt und sich durch seine
Einrichtungen schützen lässt und gleichzeitig nicht bereit ist, nach Recht und Gesetz seine
Steuern zu bezahlen, verhält sich schmarotzerhaft. Dem muss mit aller Härte des
Gesetzes begegnet werden.“
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Lisdorfer Kindergarten „Herz-Jesu“ erweitert Ganztagsangebot
Dem Wunsch vieler Eltern entsprechend, hat der Verwaltungsrat
der Kath. Kirchengemeinde Lisdorf einstimmig beschlossen, das
Ganztagsangebot des Kindergartens zu verdoppeln. Nach
zwischenzeitlich erfolgter Genehmigung des Landesjugendamtes
Saarbrücken und entsprechender Zustimmung des Bistums Trier
wird der Lisdorfer Kindergarten unter der engagierten Leitung von
Frau Monika Leitel ab dem 1. April 2010 nun 40 Ganztags-
kinderplätze vorhalten.
(Bild links: Klaus Hild, Stadtverordneter und Vorsitzender des Pfarrgemeinderates)
Grundlage der Zustimmung der bischöflichen Behörde war der
Beschluss des Stadtrates der Kreisstadt Saarlouis, auch über die
gesetzlichen Verpflichtungen hinaus weitere freiwillige Sachkosten-
zuschüsse für die Kindergärten innerhalb der Kreisstadt Saarlouis zu
gewähren. Der Stadtrat vertritt die Auffassung, dass eine über die Gesetzesvorgabe
hinausgehende Kostenbeteiligung gerechtfertigt ist, um die gesetzliche Verpflichtung der Stadt zur
Bereitstellung von Betreuungsplätzen, insbesondere von zusätzlichen Krippenplätzen, erfüllen zu
können. Die Bereitschaft der freien Träger, zusätzliche Krippenplätze zu schaffen oder
Kindergartenplätze in Krippenplätze umzuwandeln, trägt hierzu in erheblichem Maße bei.
Im Rahmen des Ganztagsangebotes können nun die Kinder montags bis freitags von 7.00 Uhr bis
17.00 Uhr betreut werden. Auch während der täglichen Essenszeit und der sich anschließenden
Ruhezeit werden sie von Erzieherinnen der Tagesstätte beaufsichtigt. Mit der Erweiterung des
Ganztagsangebotes einher ging die verpflichtende Genehmigung des Landesjugendamtes, zur
pflichtgemäßen Betreuung der Kinder den Personalschlüssel von wöchentlich 306 Arbeitsstunden
der Erzieherinnen auf 354 Stunden aufzustocken.
Der Verwaltungsrat der Kath. Kirchengemeinde kam gerne dieser Verpflichtung nach und hat in
Abstimmung mit der Kindertagesstättenleitung und den Mitarbeiterinnen zum 1. April 2010 eine
weitere Erzieherin und eine Hauswirtschaftskraft eingestellt. Bei vier weiteren Erzieherinnen wurde
der Beschäftigungsumfang erweitert. Das Platzangebot der Lisdorfer Kindertagesstätte ist für die
Betreuung von insgesamt 100 Kindern ausgerichtet, von denen nun ab dem 1. April 40 Kinder die
erweiterten Öffnungszeiten und die Betreuung über Mittag nutzen können.
Die Kath. Kirchengemeinde Lisdorf ist mit der Lisdorfer Bevölkerung stolz, eine solch gut
funktionierende vorschulische Einrichtung vorhalten zu können. Ein besonderes Dankeschön gilt
der Leiterin des Kindergartens, Frau Monika Leitel, und den engagierten Erzieherinnen, die diese
vorbildliche Einrichtung im Herzen unseres Stadtteils prägen.
Das gesamte Kindergartenteam würde sich auch in diesem Jahr über eine rege Teilnahme und
Unterstützung seitens der Vereine und der gesamten Bevölkerung unseres Stadtteils beim
Kindergarten- und Pfarrfest am 20. Juni 2010 freuen.
- 8 -
Landrätin Monika Bachmann wurde 60 Jahre jung
Viele Gratulanten kamen zum Geburtstag der
Saarlouiser Landrätin Monika Bachmann. Geduld
mussten die Gratulanten mitbringen, die Monika
Bachmann zum Geburtstag die Hand schütteln wollten.
So groß war die Zahl der Gäste, die zum
Geburtstagsempfang der Politikerin in den großen Saal
des Verwaltungsgebäudes der Kreissparkasse
gekommen waren, dass das Defilee der Gratulanten bis
vor die Saaltür reichte. Neben Ministerpräsident Peter
Müller wünschten gleich mehrere Landesminister,
Politiker aus Land- und Kreistag sowie die Bürgermeister
des Kreises der Landrätin alles Gute.
Monika Bachmann wurde am 24. Februar 1950 in
Hülzweiler geboren. Die gelernte Sparkassenangestellte
und Versicherungsfachfrau war von 1994 bis 2004 für
die CDU Mitglied des saarländischen Landtags. Im Juni
2004 gewählt, trat sie am 1. Oktober 2004 ihr Amt als
Landrätin des Landkreises Saarlouis an. Sie ist für acht Jahre gewählt, also bis 30.
September 2012. Bis 67 dürfte sie als Landrätin arbeiten. „Wie das in zwei Jahren läuft,
werden wir sehen“, sagt sie, „aber wenn ich gesund bleibe, verschwende ich jetzt noch
keinen Gedanken an den Ruhestand.“ Dem entsprechen ihre Wünsche für die nächsten
Jahre: „Eine glückliche Familie, Gesundheit und noch ein arbeitsreiches Leben hier im
Hause. Ich verschwende noch keinen Gedanken an den Ruhestand.“ „Lisdorf aktuell“
schließt sich den guten Wünschen an und hofft, dass wir noch viele Jahre mit unserer
Landrätin zusammen arbeiten können.
Fahrt ins Wallis vom 21. bis 24. Mai
2010 (Pfingsten)
Die diesjährige CDU-Fahrt führt vom 21. bis 24.
Mai 2010 nach Grächen ins Wallis/Schweiz.
Auf der Hinfahrt machen wir einen
Zwischenstopp in Montreux am Genfer See und
treffen gegen Abend in Grächen ein, einem
versteckten Bergdorf mit Charme und Tradition,
auf einer wunderschönen, sonnigen Terrasse
im Wallis gelegen.
An den beiden folgenden Tagen besuchen wir
Zermatt, Sion und St. Leonhard. In Zermatt
bummeln wir durch den Ort und fahren ans
Matterhorn. In Sion, der Hauptstadt des Wallis,
besuchen wir die Ruine Tourbillon, von der man
einen schönen Ausblick über das Rhônetal
genießen kann.
Vor einer öffentlichen Ausschreibung wurden
zuerst Mitglieder der CDU informiert. Das
Fahrtziel und das Programm waren
offensichtlich so gut gewählt, dass die Fahrt
bereits Ende Februar ausgebucht war und
deshalb eine öffentliche Ausschreibung nicht
mehr möglich ist.
- 10 -
Josef-Gessner-Preis für Manfred Boßmann
Beim Neujahrsempfang des CDU-
Stadtverbandes und der Stadtratsfraktion am
9. Januar haben die Saarlouiser Christ-
demokraten im Beisein des saarländischen
Innen- und Europaministers Stefan Toscani
(Bild unten) und des Lisdorfer CDU-
Ortsvorsitzenden, Staatssekretär Georg
Jungmann, zum zweiten Mal den Josef-
Gessner-Preis an einen Lisdorfer Vereins-
vorsitzenden verliehen. Mit diesem Ehren-
preis werden Bürger aus dem Stadtgebiet
ausgezeichnet, die sich durch ihr
beispielhaftes ehrenamtliches Engagement
besondere Verdienste für die Allgemeinheit
erworben haben.
Josef Gessner war der erste Stadtverbands-
vorsitzende der CDU Saarlouis und Gründer der
Bürgerhilfe Saarlouis. Er wurde durch sein
jahrzehntelanges Wirken in Politik und Vereinsleben
und vor allem im sozialen Bereich mit der von ihm
gegründeten Bürgerhilfe weithin bekannt. Fünfter
Träger des Ehrenpreises wurde nun der
Vorsitzende des Fördervereins „Klingende Kirche“
Manfred Boßmann, also nach Klemens Port zum
zweiten Mal ein Lisdorfer.
Der neue Preisträger Manfred Boßmann
(Bild links nach der Verleihung) ist der
maßgebliche Motor für den Aufstieg der
Kirchenmusik in Lisdorf aus kleinen und
bescheidenen Anfängen zu einem Zentrum
der Kirchen- und insbesondere der Orgel-
musik von europäischem Rang. Bereits bei der Gründung des Lisdorfer Orgelbauvereins vor 28
Jahren hatte er das Heft in der Hand. Binnen weniger Jahre konnte eine neue Orgel bei der Fa.
Orgelbau Mayer in Heusweiler beschafft und dieses in Ausstattung und Klangbild erstklassige
Instrument in der Folge in mehreren Etappen erweitert werden. Nach Erfüllung des Vereinszwecks
war Manfred Boßmann die treibende Kraft, die in Erkenntnis der hohen Qualität des Instrumentes
mit der Überführung des Orgelbaufördervereins in den Förderverein „Klingende Kirche“ für einen
Fortgang der Kirchenmusik in Lisdorf sorgte.
Wie Staatssekretär Georg Jungmann in seiner Laudatio hervorhob, begann mit der Umwandlung in
einen Kirchenmusikverein eine Erfolgsgeschichte, wie man sie im näheren und weiteren Umkreis
kein zweites Mal findet. Manfred Boßmann gehört zudem seit langem dem Pfarrverwaltungsrat der
Kirchengemeinde Lisdorf an und findet Muße und Entspannung als Bassist im Lisdorfer
Männerchor.
„Mit Manfred Boßmann wird eine Persönlichkeit geehrt, ohne die das Kulturleben in Saarlouis
erheblich ärmer wäre“, so endete die Laudatio. Dem ist nichts hinzuzufügen.
- 11 -
Jahreshauptversammlung des Fördervereins „Klingende Kirche“
In seiner jährlichen Hauptversammlung konnte
der Förderverein „Klingende Kirche“ Anfang
des Jahres auf eine eindrucksvolle Bilanz
verweisen. Lisdorf wurde zu einem Mekka der
Kirchenmusik und die Lisdorfer Barockkirche
über die Landesgrenzen hinaus zu einem
kulturellen Aushängeschild für Saarlouis und
das Saarland.
Im Laufe der Jahrzehnte wurden mehr als 140
Musikveranstaltungen durchgeführt, davon 42
Orgelkonzerte, 38 Chorkonzerte, 21 Konzerte
für Orgel und Solo-Instrumente, 19 Instrumen-
tal- und Orchesterkonzerte, zehn Orgel- und
Chorkonzerte, sechs sommerliche Open-Air-
Konzerte, zwei Oratorien, zwei Musicals und
ein Solistenkonzert, mit international
bekannten oder lokalen Künstlern und vielen
Nachwuchstalenten. Dank ihres hohen künstlerischen Niveaus und der Besuchererfolge haben die
Konzerte der „Klingenden Kirche“ im Kulturleben der Stadt, aber auch in Veranstaltungsreihen des
Landkreises und des Landes einen festen Platz. Die Kreisstadt Saarlouis hat längst die
Werbewirksamkeit der anspruchsvollen Konzerte in der Lisdorfer Kirche erkannt und agiert
deshalb oft als Mitveranstalter im Rahmen des kirchenmusikalischen Kulturprogramms. Die
Konzerte sind stark frequentiert und werden von Musikliebhabern aus dem Saarland und der
Großregion Saar-Lor-Lux besucht. Selbst anerkannte Fachleute aus der Musikszene sind
oftmalige Zuhörer in der Lisdorfer Barockkirche.
Zusammen mit der Kreisstadt Saarlouis wurden bisher fünf Kompositionswettbewerbe für Orgel
und ein Solo-Instrument weltweit ausgeschrieben. Diese Art der Veranstaltung ist durch den
internationalen Stellenwert in Europa einzigartig. Die Bedeutung macht auch an der internationalen
Jury fest, die aus renommierten europäischen Musikwissenschaftlern und Hochschullehrern
besteht. Zu den Wettbewerben wurden bisher über 400 Kompositionen aus rund 60 Ländern der
ganzen Welt eingereicht. Die Preisverleihung und die Uraufführung des Siegertitels werden
regelmäßig im Kulturprogramm des Saarländischen Rundfunks übertragen.
Bereits zum siebten Mal wurde eine Europäische Orgelakademie durchgeführt, also ein Orgel-
Meisterkurs, mit international hochrangigen Orgellehrern. Die Teilnehmer stammen aus ganz
Europa und selbst bekannte Orgelprofessoren waren mehrfach dabei, um hier in Lisdorf ihren
Erfahrungsschatz zu ergänzen oder einfach nur um Kollegen oder neue Lehrmethoden kennen zu
lernen.
Im Rahmen der Orgeltage wurde im Jahre 2008 erstmals auf Anregung des Fördervereins der
„Saarlouiser Kirchenmusikpreis“ verliehen. Mit diesem Preis werden Personen oder Institutionen
ausgezeichnet, die sich in hervorragender Weise um die Förderung der Kirchenmusik in der Stadt
Saarlouis verdient gemacht haben. Erster Preisträger war Professor Theo Brandmüller,
Kompositionsprofessor an der Hochschule für Musik des Saarlandes und ständiger Vorsitzender
der Jury bei den Internationalen Orgel-Kompositionswettbewerben in Lisdorf.
Die hohe internationale Anerkennung der Kirchenmusik in Saarlouis und
Lisdorf ist das Ergebnis beharrlichen ehrenamtlichen Engagements, von
Fleiß und Begeisterung für die Sache. Ohne das Wirken des
Fördervereins „Klingende Kirche“ und seines Vorstandes, insbesondere
eben des Vorsitzenden Manfred Boßmann sowie des künstlerischen
Leiters Armin Lamar, wäre dies alles nicht möglich.
Die Auszeichnung an Manfred Boßmann, die nimmermüde Antriebskraft
des Vereins, ist indirekt natürlich auch an den Vorstand, die künstlerische
Leitung und an die Kirchengemeinde gerichtet, die mit hoher Motivation,
neuen Ideen und viel Idealismus die Konzertreihen weiter fortführen
wollen und werden.
- 12 -
Lisdorfer Ortsjubiläum rückt näher
von Heiner Groß, Vorsitzender des Vereins für Heimatkunde und Ehrenvorsitzender der
CDU Lisdorf
Ende des nächsten Jahres wird Lisdorf 1100 Jahre alt. Das
ergibt sich aus einer Urkunde, die König Karl III. von
Westfranken und Lothringen am 20. Dezember 911
ausgestellt hat. Das Original der Urkunde befindet sich in
einem Archiv in Lille (Nordfrankreich), Kopien dieser
Urkunde hat das Kreis- und Stadtarchiv Saarlouis. Auch der
Heimatkundeverein Lisdorf ist im Besitz einer Urkunden-
Kopie.
Vor 100 Jahren, als Lisdorf sein 1000-jähriges Ortsjubiläum
hätte feiern können, wusste man im Saargebiet nichts von
der Existenz dieser Urkunde in Lille. Der Saarlouiser
Heimatforscher Dr. Andreas Mailänder (†) hatte sie später im
Zuge seiner Forschungen über die mittelalterliche Stadt
Wallerfangen ausfindig gemacht und uns eine Kopie zur
Verfügung gestellt.
Lisdorf ist demnach eine der ältesten Siedlungen im mittleren Saartal. Das Jubiläum soll
unter Beteiligung aller Ortsvereine und der Bevölkerung gebührend und angemessen
gefeiert werden. Der Heimatkundeverein als historische Ortsinstitution lädt in nächster Zeit
zu einer Vorbesprechung hierzu ein.
Die Bürgermeister von Lisdorf
in Vergangenheit und Gegenwart
Lisdorf ist einer der ältesten Orte in der mittleren Saargegend. Der erste urkundliche Nachweis
datiert vom 20. Dezember 911, doch ist anzunehmen, und das belegen diverse Fundstücke, dass
Lisdorf lange vor diesem Zeitpunkt besiedelt war. Einige Jahrhunderte wurde Lisdorf beherrscht
von der mächtigen Abtei Wadgassen.
Der jeweilige Abt hatte über lange Zeit das Sagen in den klosterzugehörigen Orten, so auch in
Lisdorf. Gleichwohl ist anzunehmen, dass Lisdorf bereits im Hochmittelalter (11. bis Mitte 13.
Jahrhundert) ein selbstständiger Ort war, allerdings erst im Spätmittelalter (Mitte 13. bis Anfang 16.
Jahrhundert) eine Vertretung der Bürgerschaft mit einem Bürgermeister oder einem „Meyer“, wie
die Ortsbürgermeister damals in unserem Raum bezeichnet wurden, hatte.
Urkundlich nachgewiesen sind für Lisdorf die Bürgermeister bzw. die Meyer ab dem Jahre 1576.
Lisdorf war seither ununterbrochen bis zum 5. Januar 1816 eine selbstständige Gemeinde, zu der
auch das damals wesentlich kleinere Ensdorf auf der rechten Saarseite gehörte. Nach dem
2. Pariser Frieden vom 20. November 1815 wurde die bis dahin französische Festung Saarlouis
einschließlich der zur Bannmeile der Festung gehörenden Orte, wie Lisdorf, an Preußen
abgetreten. Nach einer preußischen Anordnung wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde
Lisdorf einschließlich der Holzmühle und dem Weiler Hussard mit Saarlouis zu einer
Stadtbürgermeisterei zusammengeschlossen, die insgesamt 5.187 Einwohner hatte.
In Lisdorf war man über diesen Zwangszusammenschluss mehr als erbost und protestierte mit
mehreren Eingaben gegen diesen preußischen Verwaltungsakt. Mit Erfolg, denn schon im August
1816 wurde Lisdorf wieder aus der Stadt Saarlouis herausgelöst und mit Ensdorf zu einer
eigenständigen Landbürgermeisterei verbunden.
- 13 -
Nach dem I. Weltkrieg bemühte sich die Stadt Saarlouis, Lisdorf wie auch Fraulautern in die Stadt
einzugliedern. Beide selbstständigen Gemeinden wehrten sich aber vehement gegen diese
Bestrebungen. Der Widerstand wurde erst durch die Nationalsozialisten in den Jahren 1935/36
gebrochen. Nach der Saarabstimmung am 13. Januar 1935 und der Rückgliederung des
Saargebietes in das Deutsche Reich am 1. März 1935 ordnete NS-Gauleiter Bürckel, zugleich
Reichskommissar für die Rückgliederung des Saargebietes, die Bildung einer neuen Kreisstadt mit
dem Namen Saarlautern an aus den Gemeinden Fraulautern, Lisdorf, Picard und Schönbruch
(Beaumarais) und der bisherigen Stadt Saarlouis, und zwar zum 1. April 1936.
Damit war nach mehr als 1000 Jahren die kommunale Eigenständigkeit von Lisdorf vorbei.
Soweit nachweisbar, hatte Lisdorf folgende Meyer oder Bürgermeister, die zur französischen Zeit
„Maire“ hießen. Die Bürgermeister und Oberbürgermeister von Saarlautern und ab 1945 wieder
Saarlouis sind als die zuständigen Bürgermeister von Lisdorf hier aufgeführt:
1576 Meyer Hans Becker
1584 Meyer Ruprecht Gehl
1600-1620 Meyer Adam Schmitt
1620-1643 Meyer Heinrich Kremer
1648-1665 Meyer Jakob Bietzer
1666-1682 Meyer Johann Heßhammel
1682 Meyer Philipp Lang
1682-1700 Meyer Jakob Klein
1700 Meyer Nikolaus Rupp
1755 Maire Johann Stein
1788 Maire Johann Comtesse
1795 Maire Anton Morguet
1795-1805 Bürgermeister Johann Peter Both
1809 Bürgermeister Johann Becker
1816 Oberbürgermeister Michel Reneauld (SLS)
1816-1849 Bürgermeister Philipp Müller
1850-1851 Bürgermeister Matthias Mungen
1851-1857 Bürgermeister Jakob Schwan
1857-1880 Bürgermeister Georg Sarg
1880-1885 Bürgermeister Minor
1885-1892 Bürgermeister Karl Kritter
1892 Bürgermeister Christoph Roemer
1892-1897 Bürgermeister Michael Pohl
1897-1919 Bürgermeister Friedrich John
1919-1933 Bürgermeister Max Ruff
1933-1935 Bürgermeister i.V. Heinrich Zell
1935-1936 Bürgermeister Heinrich Zell
1936-1938 Bürgermeister Franz Schubert (NS-Kreisleiter/SLS)
1938-1945 Bürgermeister Josef Ullenberger (SLS)
1945 (März-Dez) Kommissarischer Bürgermeister Franz Blass (SLS)
1946-1949 Kommissarischer Bürgermeister Walter Bloch (SLS)
1949-1956 Bürgermeister Anton Merziger (SLS)
1956 Kommissarischer Bürgermeister Prof. Dr. Paul Gladel (SLS)
1956-1966 Bürgermeister Hubert Schreiner (SLS)
1966-1967 (Nov-Feb) Kommissarischer Bürgermeister Wilhelm Silvanus (SLS)
1967-1987 Oberbürgermeister Dr. Manfred Henrich (SLS)
1987-1997 Oberbürgermeister Richard Nospers (SLS)
1997-2005 Oberbürgermeister Hans-Joachim Fontaine (SLS)
seit 2005 Oberbürgermeister Roland Henz (SLS)
Heiner Groß
- 14 -
Lisdorf und seine beiden Dependancen,
eine Herausforderung für mehrere Generationen von Kommunalpolitikern
Lisdorf ist der einzige Stadtteil von Saarlouis, der neben dem Kernort zwei ehemals
abgelegene Ortsteile hat. Das brachte in der Vergangenheit immer wieder Probleme
mit sich, da die Bürger dieser Ortsteile sich kommunal etwas vernachlässigt fühlten.
Glücklicherweise kann man heute feststellen, dass dieses Problem bereinigt ist.
Der alte Ortsteil Holzmühle, fast so alt wie Lisdorf selbst, war Jahrhunderte lang räumlich
von Lisdorf getrennt. Das Lisdorfer Bruchgelände, das sich zwischen Lisdorf und der
Holzmühle erstreckte, bildete früher eine naturgegebene Barriere, die sich erst durch
Bachbereinigung, Entwässerung und Kanalisierung nach und nach auflockerte. Zwischen
der Provinzialstraße und den ersten Häusern der alten Holzmühle liegt immerhin eine
Entfernung von knapp 1 ½ km, vom westlichen Ende der Holzmühle oder der Neue-Welt-
Straße bis zur Kirche sind es mehr als 2 km. Der Bau der Autobahn brachte eine weitere
Barriere.
Dass sowohl die natürliche als auch die künstliche Barriere heute jedoch keine
Trennungswirkung mehr haben, dafür sorgten die Kommunalpolitiker in den
zurückliegenden 50 bis 60 Jahren, indem sie vielfältige Verbindungselemente wie Straßen,
Brücken, Unter- und Überführungen sowie leistungsfähige Kanäle bauen ließen. Auch das
Neubaugebiet Holzmühle, in dem viele Bauinteressenten aus Lisdorf und anderen Orten
sich ein Eigenheim erstellen konnten, hat zu einer guten Verflechtung des Kernortes mit
dem Ortsteil Holzmühle geführt. Bedauerlicherweise stockt die vorgesehene weitere
Erschließung von Bauland auf der Holzmühle, obwohl ein gewisser Baulandbedarf immer
noch in Lisdorf vorhanden ist.
Ähnliches wie für den Ortsteil Holzmühle ausgeführt, trifft auch für den viel jüngeren
Ortsteil Obstgarten zu. Die Besiedlung dort erfolgte erst Ende des 19. und Anfang des 20.
Jahrhunderts. Im Jahre 1928 baute die damals selbstständige Gemeinde Lisdorf unter
Bürgermeister Max Ruff das langgezogene Siedlungshaus an der Provinzialstraße, in das
danach 21 Familien mit insgesamt 80 Angehörigen einziehen konnten. Das Siedlungshaus
entlang der Oberbruchstraße wurde im Jahre 1936 nach der Eingemeindung von Lisdorf in
die Stadt Saarlouis gebaut. Zeitgleich mit dem Bau des Siedlungshauses wurde auch die
Oberbruchstraße ausgebaut.
Die Straße „Im Obstgarten“ war bereits vor 1930 fertiggestellt, da dort zuvor einige Häuser
in privater Regie gebaut worden waren. Mit der Anlegung der Oberbruchstraße wurden
auch dort mehrere Eigenheime gebaut. Verkehrsmäßig war der Obstgarten, der übrigens
seinen Namen von den dort zuvor befindlichen größeren Obstgärten bekommen hat,
bereits durch den Bau der Straßenbahnlinie Saarlouis-Lisdorf-Wadgassen gut
angebunden. Nach dem II. Weltkrieg wurden im Obstgarten weitere Häuser gebaut. Durch
die Verlegung der Autobahn wurde das Hauptproblem im Obstgarten beseitigt, wenn auch
der Verkehr auf der Provinzialstraße weiterhin beträchtlich ist.
Die erst vor wenigen Jahren erfolgte Ansiedlung von IKEA, ProMarkt, Decathlon, ATU und
weiterer größerer Gewerbetriebe sowie McDonald’s brachte viel „Leben“ in den
Obstgarten mit allen Vor- und leider auch Nachteilen. Gastronomisch kann man sich im
Obstgarten fast rund um die Uhr versorgen und auch fast alle Einkäufe können vor Ort
erledigt werden. Der im vergangenen Jahr fertiggestellte Fuß- und Radweg zum
entsprechenden Weg an der Saar erlaubt eine gefahrlose Fahrt nach Lisdorf und
Saarlouis. Alle diese Fortschritte sind den Bemühungen unserer Vertreter im Stadtrat und
im Kreistag sowie im Landtag und im Bundestag zu verdanken.
Heiner Groß
- 15 -
Manuel Brunz ist stellvertretender Landesvorsitzender der Schüler-Union!
Das Lisdorfer JU-Vorstandsmitglied Manuel Brunz ist am Samstag, den 6. März 2010, zum
stellvertretenden Landesvorsitzenden der reaktivierten „Schüler Union Saar“ gewählt worden. Der
Landesdelegiertentag fand in der Turnhalle der Saarbrücker Marienschule statt.
Landesvorsitzender wurde Jonas Latz (17) aus Riegelsberg. Die Schüler-Union ist mit mehr als
10.000 Mitgliedern die größte Schülerorganisation in Deutschland. Sie setzt sich für die Interessen
der Schülerinnen und Schüler ein.
Forderungen für den Haushalt der Stadt Saarlouis
Der Stadtverband der Jungen Union Saarlouis wird zwei Kernforderungen seines Wahlprogramms
zur letztjährigen Kommunalwahl als Anträge für den Haushalt der Stadt Saarlouis einbringen.
• Zum einen ist es die Forderung nach einem Förderprogramm „Familienstadt Saarlouis – Familien
stärken, Ortszentren modernisieren“. Hier fordert die JU, dass die Stadt Saarlouis preisgünstigen
und für Familien erschwinglichen Wohnraum in bestehender Wohnbebauung fördert. Grund dafür
sind die jüngsten Entwicklungen der Einwohnerzahlen der Stadt und der demographische Wandel.
Beides macht eine aktive „Einwohnerpolitik“ notwendig. Unter anderem sollen folgende Punkte
enthalten sein: Finanzielle Förderung für junge Familien, die ein Wohngebäude gekauft haben und
nachweislich die Absicht haben, dieses Wohngebäude energiesparend zu sanieren.
• Die zweite Forderung der JU Saarlouis ist der Vorschlag der Jungen Union Lisdorf zur
Einführung von Nachtbussen bzw. Anruf-Sammel-Taxis (AS-Taxis). Dadurch könnte die
Nachtlücke im ÖPNV am Wochenende geschlossen werden, denn junge Leute haben den
Anspruch darauf, auch am Wochenende sicher nach Haus zu kommen. Des Weiteren würde diese
Maßnahme zum Umweltschutz beitragen. Gerade für Saarlouis, das wegen seiner Altstadt als
beliebte „Ausgehstadt“ für Jung und Alt auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist, ist die
Einführung von Nachtbussen oder AS-Taxis unausweichlich.
Schwarz-Gelb und Jamaika gut für die Jugend
Sowohl die christlich-liberale Koalition in Berlin als auch das Bündnis aus CDU, FDP und den
Grünen hier im Saarland sind gut für die Jugend. Für junge Menschen ist Stabilität, in der sie
aufwachsen, von immenser Bedeutung. Wenn Kinder in einem Land aufwachsen müssten, in dem
es keine politische Stabilität gibt, wäre das schädlich für diese Kinder. Hier ist die CDU in Berlin,
insbesondere aber hier im Saarland, der stabile und verlässliche Faktor.
Ziel der CDU/FDP-Koalition ist die „Bildungsrepublik Deutschland“. Bildung ist ein Bürgerrecht und
gerade Kinder sollen beim Thema Bildung nicht außen vor bleiben. Natürlich ersetzt Bildung nicht
den warmen Wintermantel, den sich Familien mit einem schwächeren Einkommen nicht leisten
können, aber durch Bildung können diese Kinder später einen gutbezahlten Beruf erlernen, um
sich in ihrem späteren Leben alles leisten zu können, was sie sich wünschen.
Auch für die Studenten ist die christlich-liberale Koalition die beste Lösung. Im Koalitionsvertrag
wurde vereinbart, dass ein Stipendienprogramm aufgelegt wird, das begabten Studenten
einkommensunabhängig ermöglicht, ein Stipendium zu bekommen.
Dies sind nur wenige der vielen beschlossenen Maßnahmen für die Jugendlichen und die jungen
Menschen in Deutschland, trotzdem zeigen sie aber, dass die Jugend nicht vernachlässigt wird
und dass alles getan wird, dass die späteren Generationen wirtschaftlich und finanziell sicher
leben können.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Impressum: Herausgeber: CDU-Ortsverband Lisdorf III. Gartenreihe 50 Tel. 40155 Fax 122464
JUNGE UNION Lisdorf Thirionstraße 22 Tel. 461119
Redaktion: Georg Jungmann, Klaus Hild, Frederic Becker, Heiner Groß, Bernd Lay, Andreas und Harald Weiler,
Gabriele Schmitt, Gudrun Jungmann, Gabi Germann, Robert Schütz, Tim Flasche, Karl Schneider.
Redaktionsschluss war am 22. März 2010. Diese Zeitschrift wird durch ehrenamtliche Helfer verteilt, eine
zeitgleiche Verteilung in Lisdorf ist deshalb nicht gewährleistet. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben die
Meinung des Verfassers wieder und nicht unbedingt die Meinung der CDU Lisdorf. Weitere Exemplare dieser
Ausgabe liegen in der CDU-Kreisgeschäftsstelle, Saarstraße 4, aus und können dort kostenlos abgeholt werden.
Frohe Ostern
wünschen Ihnen
Ihre CDU und JU Lisdorf

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Lia Nr. 134

  • 1. Informationsschrift Nr. 134 Herausgeber für Lisdorfer Bürger Ostern 2010 CDU und JU Lisdorf Lisdorfer Kindergarten erweitert Ganztagsangebot Seite 6 Aschermittwoch 2010 17 Leitlinien für unser Land Seiten 4 und 5 Seiten 2 und 3 Lisdorfer Geschichte Seiten 12-14 Auszeichnung für Manfred Boßmann Seiten 10 und 11 Junge Union Seiten 15 und 16
  • 2. - 2 - 17 Leitlinien für unser Land Positionen aus dem CDU-Wahlprogramm, die sich in der Koalitionsvereinbarung der Jamaika-Koalition zwischen CDU, FDP und den Grünen im Land wiederfinden: Finanzielle Entlastung der Eltern bei Lernmitteln Die kostengünstige Schulbuchausleihe wird beibehalten, um sowohl die schulische Bildung zu stärken als auch die Familien finanziell zu entlasten. (Wahlprogramm Seite 33, Koalitionsvertrag Seite 8) Ausbildung der Grundschullehrer im Saarland Grundschullehrer tragen Verantwortung für die positive schulische Entwicklung eines Kindes, sie brauchen eine exzellente Ausbildung. Deshalb wird die Ausbildung der Grundschullehrer wieder ins Saarland zurückverlagert werden. (Wahlprogramm Seite 33, Koalitionsvertrag Seite 14) Förderschullehrkraft an jeder Grundschule Jeder Grundschule wird schrittweise eine Förderschullehrkraft zugeordnet werden. Ein Wahlversprechen der CDU Saar wird damit realisiert. (Wahlprogramm Seite 33, Koalitionsvertrag Seite 12) Industriellen Kern der Saarwirtschaft erhalten Das Saarland bleibt auch unter der neuen Landesregierung ein Industrieland. Alle Partner bekennen sich damit zum Saarland als Standort von Schwerindustrie und Energiewirtschaft. (Wahlprogramm Seite 2 und Seite 8, Koalitionsvertrag Seite 26) „Auto der Zukunft“ kommt aus dem Saarland Das Saarland ist ein innovatives Industrieland. Wir wollen das „Auto der Zukunft“ bauen. Daher werden wir das Forschungszentrum „ZeMa“ schaffen, von dem wichtige Impulse für die wachstums- und arbeitsplatzintensivsten Industrien im Saarland ausgehen sollen. (Wahlprogramm Seite 21, Koalitionsvertrag Seite 25) Regionaler Beschäftigungspakt für über 55-Jährige Mit dem Kompetenzcenter Ü 55 werden wir die Beschäftigungsquote der über 55-Jährigen weiter wesentlich steigern. (Wahlprogramm Seite 25 und Seite 26, Koalitionsvertrag Seite 31 und Seite 34) Endgültiger Ausstieg aus der Kohleförderung bleibt sozialverträglich Am endgültigen Kohleausstieg wird sozialverträglich festgehalten. Die Bergleute können sich auf die CDU Saar verlassen. (Wahlprogramm Seite 22, Koalitionsvertrag Seite 51) Sprache als Schlüssel zu erfolgreicher Integration Schlüssel zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist vor allem die Beherrschung der deutschen Sprache. (Wahlprogramm Seite 42, Koalitionsvertrag Seite 67) Opferschutz vor Täterschutz Unser Bekenntnis „Opferschutz geht vor Täterschutz“ ist nun auch im Koalitionsvertrag festgeschrieben, Hilfsangebote werden ausgebaut und Opferrechte weiter gestärkt. (Wahlprogramm Seite 58, Koalitionsvertrag Seite 69)
  • 3. - 3 - Kampf den Extremisten und Terroristen Die Koalitionsparteien stellen klar, dass allen Formen von Extremismus, ganz gleich ob links-, rechts- oder religiös motiviert, entgegengetreten wird. (Wahlprogramm Seite 59, Koalitionsvertrag Seite 68 und Seite 70) Prävention als erste Kriminalitätsbekämpfung Präventionsarbeit ist Kriminalitätsbekämpfung. Unsere Präventionspolitik Saar wird konsequent fortgesetzt, das Landesinstitut für präventives Handeln (LPH) gestärkt. (Wahlprogramm Seite 3 und Seite 58, Koalitionsvertrag Seite 69) Rolle der Religionen und Kirchen Die CDU vertritt die Auffassung, dass Kirchen unverzichtbare Dienste am Menschen leisten. Daher unterstreicht der Koalitionsvertrag dies mit einem eigenen Kapitel. (Wahlprogramm Seite 38, Koalitionsvertrag Seite 74 und Seite 75) Deutsche Sprache als Arbeitssprache der EU Die Europäische Union soll für die Bürger verständlich sein. Wie die CDU Saar fordert nun die Koalition, dass die deutsche Sprache zur gleichberechtigten Arbeitssprache der EU neben Englisch und Französisch wird. (Antrag CDU Saar Bundesparteitag, Koalitionsvertrag Seite 84) Generationengerechte Haushaltspolitik und Konsolidierungshilfen Wir halten an der deutlichen Reduzierung der Nettoneuverschuldung fest. Die Möglichkeiten zur Einhaltung der Schuldenbremse sind angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise gefährdet. Dies darf aber nicht zu einem Infragestellen der Konsolidierungshilfen für das Saarland und des Festhaltens am Ziel einer generationengerechten Haushaltspolitik führen. (Wahlprogramm Seite 6 und Seiten 14-16, Koalitionsvertrag Seite 4 und Seiten 89-90) Steuerliche Verbesserungen im Ehrenamt Das Saarland wird sich, wie im Wahlprogramm der CDU Saar beschlossen, laut Koalitionsvertrag weiter dafür einsetzen, dass die steuerfreien Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer an die von Übungsleitern angepasst werden. (Wahlprogramm Seite 40, Koalitionsvertrag Seite 74) Steuerliche Verbesserungen für den Mittelstand Die Koalitionspartner haben sich darauf verpflichtet, sich weiterhin für verbesserte steuerliche Bedingungen für den Mittelstand einzusetzen. (Wahlprogramm Seite 18, Koalitionsvertrag Seite 23) Studiengebühren für Langzeitstudenten Auch wenn die Studiengebühren für das grundständige Erststudium abgeschafft werden, bleiben Gebühren für Langzeitstudenten und Studenten, die ein Zweitstudium aufnehmen, weiterhin erhalten. (Wahlprogramm Seite 34 und Seite 35, Koalitionsvertrag Seite 20 und Seite 21) Daraus wird deutlich: Zentrale Anliegen des CDU-Wahlprogramms finden sich in der Koalitionsvereinbarung wieder. Das widerlegt eindeutig Behauptungen der Oppositions- parteien, die CDU hätte sich bei den Verhandlungen nicht durchsetzen können. Mehr Informationen zum Koalitionsvertrag unter www.cdu-saar.de
  • 4. - 4- Aschermittwochtreffen 2010 CDU stärkste politische Kraft an der Saar Weg des Aufsteigerlandes auch mit „Jamaika-Koalition“ fortsetzen – Opposition destruktiv und ohne Alternative Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller hat beim Aschermittwochtreffen der CDU in Schwalbach vor etwa 1000 Besuchern betont, dass die CDU auch nach den Wahlen des vergangenen Jahres klar und mit Abstand stärkste politische Kraft im Saarland ist: „Stärkste Fraktion im Saarländischen Landtag, alle vier Direktmandate bei der Bundestagswahl, stärkste Kraft bei den Kommunal- und Europawahlen – die CDU ist die klar stärkste Partei an der Saar, auf dieser Grundlage wollen wir den Weg des „Aufsteigerlandes Saarland“ fortsetzen.“ Peter Müller verwies darauf, dass mehrere neutrale Studien dem Saarland eine überdurchschnittlich gute Entwicklung im vergangenen Jahrzehnt unter Führung der CDU attestiert haben. „Alle Studien bestätigen: Der Strukturwandel kommt voran, die Wachstumsziffern sind spitze, das Einkommen im Saarland ist überdurchschnittlich gestiegen, das Armutsrisiko ist geringer als im Bundesdurchschnitt. Genau hier zeigt sich der Unterschied: Zu Zeiten der SPD und Lafontaines war das Land geprägt durch überdurchschnittliche Arbeitslosigkeit und Armut sowie eine schlechte Wirtschaftsentwicklung. Mit der CDU ist die Arbeitslosigkeit unterdurchschnittlich, die Wirtschaftsentwicklung und das Einkommen der Menschen hingegen überdurchschnittlich gestiegen. Zahlen lügen nicht. Deshalb gilt es, den eingeschlagenen Weg des erfolgreichen Strukturwandels fortzusetzen.“ Dies, so Peter Müller weiter, sei auch die Grundlage der Arbeit der Jamaika-Koalition. Natürlich habe die CDU bei Koalitionsbildung schmerzhafte Kompromisse machen müssen. Sie habe aber an keiner Stelle ihre Grundsätze und Grundwerte infrage gestellt. Der Koalitionsvertrag stelle einen ambitionierten Fahrplan für die kommende Legislaturperiode dar. Auf dieser Grundlage wolle man in einer stabil und verlässlich zusammenarbeitenden Koalition das Saarland weiter voranbringen. Der Opposition warf der saarländische Ministerpräsident vor, konzept- und alternativlos zu sein. Persönliche Diffamierungen und unsachliche Demagogie seien das Einzige, was die Opposition auf die Beine bringe. Die beiden Untersuchungsausschüsse, die die Opposition beantragt habe, seien unnötig wie ein Kropf, da alle Fakten, die untersucht werden sollen, längst bekannt seien. Wenn bewusst wahrheitswidrig weiter so getan werde, als sei beispielsweise in Steuerverfahren politischer Einfluss genommen worden, obwohl in den zuständigen Ausschüssen längst das Gegenteil nachgewiesen sei, mache dies deutlich, dass es der Opposition um Denunziation gehe und nicht um sachliche Auseinandersetzung. Peter Müller: „Der schlimmste Mann im ganzen Land ist der Denunziant. Die Verhaltensweisen der Opposition dokumentieren deren Unfähigkeit zu zukunftsgerichteter Politik.“
  • 5. - 5 - Besonders jämmerlich sei das Bild der saarländischen Sozialdemokraten unter Führung von Heiko Maas. Trotz des schlechtesten Landtagswahlergebnisses seit Bestehen des Saarlandes und des Verlustes aller Direktwahlkreise bei der Bundestagswahl beschränke sich der SPD-Vorsitzende auf die Rolle der beleidigten Leberwurst und schlage wild um sich. Offensichtlich sei er von der Angst getrieben, die Rolle des Oppositionsführers an Oskar Lafontaine zu verlieren. Als zentrale Aufgaben für die Zukunft bezeichnete Peter Müller die Überwindung der Wirtschafts- und Finanzkrise, den Ausbau der Angebote im Bereich von Bildung und Betreuung und die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte. Zentrales Ziel der Bildungspolitik sei die Gewährleistung der Wahlfreiheit. Jeder solle frei entscheiden können, ob und in welchem Umfang er Betreuungsangebote in Anspruch nehme. Ein erster Schritt bestehe in der Kostenfreiheit aller schulischen Betreuungsangebote ab dem kommenden Schuljahr. Bei der Weiterentwicklung der Schulstruktur habe die verfassungsrechtliche Absicherung des Gymnasiums für die CDU Saar oberste Priorität. Im bundespolitischen Teil seiner Rede forderte Peter Müller eine sachliche Sozialstaatsdebatte. Mit einer Sozialleistungsquote von über 30 Prozent sei die Bundesrepublik Deutschland eines der sozialsten Länder der Welt. Im Zentrum politischen Handelns müsse die Situation der Leistungsträger stehen, da diese dasjenige zu erarbeiten hätten, was anschließend gerecht verteilt werden soll. Daher verdiene das Lohnabstandsgebot strikte Beachtung: „Wer arbeitet, muss mehr haben als derjenige, der nicht arbeitet“, so Peter Müller. In Verbindung mit der Verpflichtung, jedem ein menschenwürdiges Existenzminimum zu sichern, ergebe sich hieraus die Notwendigkeit, den Hinzuverdienst von Personen, die Transferleistungen erhalten, weniger stark anzurechnen. Im Zuge einer Generalrevision der Hartz-IV-Gesetzgebung nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes sprach Peter Müller sich sowohl für eigene bedarfsgerechte Regelsätze für Kinder, eine Erhöhung des Schonvermögens, Verbesserungen der Hinzuverdienstgrenzen und eine schnelle Grundgesetzänderung zur dauerhaften Absicherung der Job-Center aus. Peter Müller sprach sich auch dafür aus, denjenigen, die zumutbare Arbeit ablehnen, die Transferleistungen zu kürzen. „Die rechtlichen Grundlagen dafür sind jetzt bereits geschaffen. Was fehlt, ist die Umsetzung in der Praxis. Daran müssten wir arbeiten, statt überflüssige theoretische Diskussionen zu führen“, so Peter Müller. Mit Blick auf die Wirtschafts- und Finanzkrise erklärte der CDU-Vorsitzende: „Es darf nicht sein, dass diejenigen, die die Krise verursacht haben, am Ende noch als Gewinner dastehen.“ Peter Müller plädierte daher für die Schaffung eines Fonds zur Rettung angeschlagener Banken, der von den Banken selbst finanziert wird, und für gesetzliche Beschränkungen von Bonuszahlungen. Die steuerliche Absetzbarkeit von Managergehältern müsse begrenzt werden. Gerade im Bankenbereich müssten Manager die Tugend der Bescheidenheit wiederentdecken. Hier sei ein umfängliches Versagen der wirtschaftlichen Eliten festzustellen. Wer Maßlosigkeit zur Grundlage seines Handelns mache, lege die Hand an die Grundordnung dieser Gesellschaft. Schließlich sprach Peter Müller sich für eine konsequente Bekämpfung von Steuerhinterziehungstatbeständen aus. Peter Müller: „Wer die Leistungen dieses Staates in Anspruch nimmt, seine Schulen benutzt, auf seinen Straßen fährt und sich durch seine Einrichtungen schützen lässt und gleichzeitig nicht bereit ist, nach Recht und Gesetz seine Steuern zu bezahlen, verhält sich schmarotzerhaft. Dem muss mit aller Härte des Gesetzes begegnet werden.“
  • 6. - 6 - Lisdorfer Kindergarten „Herz-Jesu“ erweitert Ganztagsangebot Dem Wunsch vieler Eltern entsprechend, hat der Verwaltungsrat der Kath. Kirchengemeinde Lisdorf einstimmig beschlossen, das Ganztagsangebot des Kindergartens zu verdoppeln. Nach zwischenzeitlich erfolgter Genehmigung des Landesjugendamtes Saarbrücken und entsprechender Zustimmung des Bistums Trier wird der Lisdorfer Kindergarten unter der engagierten Leitung von Frau Monika Leitel ab dem 1. April 2010 nun 40 Ganztags- kinderplätze vorhalten. (Bild links: Klaus Hild, Stadtverordneter und Vorsitzender des Pfarrgemeinderates) Grundlage der Zustimmung der bischöflichen Behörde war der Beschluss des Stadtrates der Kreisstadt Saarlouis, auch über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus weitere freiwillige Sachkosten- zuschüsse für die Kindergärten innerhalb der Kreisstadt Saarlouis zu gewähren. Der Stadtrat vertritt die Auffassung, dass eine über die Gesetzesvorgabe hinausgehende Kostenbeteiligung gerechtfertigt ist, um die gesetzliche Verpflichtung der Stadt zur Bereitstellung von Betreuungsplätzen, insbesondere von zusätzlichen Krippenplätzen, erfüllen zu können. Die Bereitschaft der freien Träger, zusätzliche Krippenplätze zu schaffen oder Kindergartenplätze in Krippenplätze umzuwandeln, trägt hierzu in erheblichem Maße bei. Im Rahmen des Ganztagsangebotes können nun die Kinder montags bis freitags von 7.00 Uhr bis 17.00 Uhr betreut werden. Auch während der täglichen Essenszeit und der sich anschließenden Ruhezeit werden sie von Erzieherinnen der Tagesstätte beaufsichtigt. Mit der Erweiterung des Ganztagsangebotes einher ging die verpflichtende Genehmigung des Landesjugendamtes, zur pflichtgemäßen Betreuung der Kinder den Personalschlüssel von wöchentlich 306 Arbeitsstunden der Erzieherinnen auf 354 Stunden aufzustocken. Der Verwaltungsrat der Kath. Kirchengemeinde kam gerne dieser Verpflichtung nach und hat in Abstimmung mit der Kindertagesstättenleitung und den Mitarbeiterinnen zum 1. April 2010 eine weitere Erzieherin und eine Hauswirtschaftskraft eingestellt. Bei vier weiteren Erzieherinnen wurde der Beschäftigungsumfang erweitert. Das Platzangebot der Lisdorfer Kindertagesstätte ist für die Betreuung von insgesamt 100 Kindern ausgerichtet, von denen nun ab dem 1. April 40 Kinder die erweiterten Öffnungszeiten und die Betreuung über Mittag nutzen können. Die Kath. Kirchengemeinde Lisdorf ist mit der Lisdorfer Bevölkerung stolz, eine solch gut funktionierende vorschulische Einrichtung vorhalten zu können. Ein besonderes Dankeschön gilt der Leiterin des Kindergartens, Frau Monika Leitel, und den engagierten Erzieherinnen, die diese vorbildliche Einrichtung im Herzen unseres Stadtteils prägen. Das gesamte Kindergartenteam würde sich auch in diesem Jahr über eine rege Teilnahme und Unterstützung seitens der Vereine und der gesamten Bevölkerung unseres Stadtteils beim Kindergarten- und Pfarrfest am 20. Juni 2010 freuen.
  • 7. - 8 - Landrätin Monika Bachmann wurde 60 Jahre jung Viele Gratulanten kamen zum Geburtstag der Saarlouiser Landrätin Monika Bachmann. Geduld mussten die Gratulanten mitbringen, die Monika Bachmann zum Geburtstag die Hand schütteln wollten. So groß war die Zahl der Gäste, die zum Geburtstagsempfang der Politikerin in den großen Saal des Verwaltungsgebäudes der Kreissparkasse gekommen waren, dass das Defilee der Gratulanten bis vor die Saaltür reichte. Neben Ministerpräsident Peter Müller wünschten gleich mehrere Landesminister, Politiker aus Land- und Kreistag sowie die Bürgermeister des Kreises der Landrätin alles Gute. Monika Bachmann wurde am 24. Februar 1950 in Hülzweiler geboren. Die gelernte Sparkassenangestellte und Versicherungsfachfrau war von 1994 bis 2004 für die CDU Mitglied des saarländischen Landtags. Im Juni 2004 gewählt, trat sie am 1. Oktober 2004 ihr Amt als Landrätin des Landkreises Saarlouis an. Sie ist für acht Jahre gewählt, also bis 30. September 2012. Bis 67 dürfte sie als Landrätin arbeiten. „Wie das in zwei Jahren läuft, werden wir sehen“, sagt sie, „aber wenn ich gesund bleibe, verschwende ich jetzt noch keinen Gedanken an den Ruhestand.“ Dem entsprechen ihre Wünsche für die nächsten Jahre: „Eine glückliche Familie, Gesundheit und noch ein arbeitsreiches Leben hier im Hause. Ich verschwende noch keinen Gedanken an den Ruhestand.“ „Lisdorf aktuell“ schließt sich den guten Wünschen an und hofft, dass wir noch viele Jahre mit unserer Landrätin zusammen arbeiten können. Fahrt ins Wallis vom 21. bis 24. Mai 2010 (Pfingsten) Die diesjährige CDU-Fahrt führt vom 21. bis 24. Mai 2010 nach Grächen ins Wallis/Schweiz. Auf der Hinfahrt machen wir einen Zwischenstopp in Montreux am Genfer See und treffen gegen Abend in Grächen ein, einem versteckten Bergdorf mit Charme und Tradition, auf einer wunderschönen, sonnigen Terrasse im Wallis gelegen. An den beiden folgenden Tagen besuchen wir Zermatt, Sion und St. Leonhard. In Zermatt bummeln wir durch den Ort und fahren ans Matterhorn. In Sion, der Hauptstadt des Wallis, besuchen wir die Ruine Tourbillon, von der man einen schönen Ausblick über das Rhônetal genießen kann. Vor einer öffentlichen Ausschreibung wurden zuerst Mitglieder der CDU informiert. Das Fahrtziel und das Programm waren offensichtlich so gut gewählt, dass die Fahrt bereits Ende Februar ausgebucht war und deshalb eine öffentliche Ausschreibung nicht mehr möglich ist.
  • 8. - 10 - Josef-Gessner-Preis für Manfred Boßmann Beim Neujahrsempfang des CDU- Stadtverbandes und der Stadtratsfraktion am 9. Januar haben die Saarlouiser Christ- demokraten im Beisein des saarländischen Innen- und Europaministers Stefan Toscani (Bild unten) und des Lisdorfer CDU- Ortsvorsitzenden, Staatssekretär Georg Jungmann, zum zweiten Mal den Josef- Gessner-Preis an einen Lisdorfer Vereins- vorsitzenden verliehen. Mit diesem Ehren- preis werden Bürger aus dem Stadtgebiet ausgezeichnet, die sich durch ihr beispielhaftes ehrenamtliches Engagement besondere Verdienste für die Allgemeinheit erworben haben. Josef Gessner war der erste Stadtverbands- vorsitzende der CDU Saarlouis und Gründer der Bürgerhilfe Saarlouis. Er wurde durch sein jahrzehntelanges Wirken in Politik und Vereinsleben und vor allem im sozialen Bereich mit der von ihm gegründeten Bürgerhilfe weithin bekannt. Fünfter Träger des Ehrenpreises wurde nun der Vorsitzende des Fördervereins „Klingende Kirche“ Manfred Boßmann, also nach Klemens Port zum zweiten Mal ein Lisdorfer. Der neue Preisträger Manfred Boßmann (Bild links nach der Verleihung) ist der maßgebliche Motor für den Aufstieg der Kirchenmusik in Lisdorf aus kleinen und bescheidenen Anfängen zu einem Zentrum der Kirchen- und insbesondere der Orgel- musik von europäischem Rang. Bereits bei der Gründung des Lisdorfer Orgelbauvereins vor 28 Jahren hatte er das Heft in der Hand. Binnen weniger Jahre konnte eine neue Orgel bei der Fa. Orgelbau Mayer in Heusweiler beschafft und dieses in Ausstattung und Klangbild erstklassige Instrument in der Folge in mehreren Etappen erweitert werden. Nach Erfüllung des Vereinszwecks war Manfred Boßmann die treibende Kraft, die in Erkenntnis der hohen Qualität des Instrumentes mit der Überführung des Orgelbaufördervereins in den Förderverein „Klingende Kirche“ für einen Fortgang der Kirchenmusik in Lisdorf sorgte. Wie Staatssekretär Georg Jungmann in seiner Laudatio hervorhob, begann mit der Umwandlung in einen Kirchenmusikverein eine Erfolgsgeschichte, wie man sie im näheren und weiteren Umkreis kein zweites Mal findet. Manfred Boßmann gehört zudem seit langem dem Pfarrverwaltungsrat der Kirchengemeinde Lisdorf an und findet Muße und Entspannung als Bassist im Lisdorfer Männerchor. „Mit Manfred Boßmann wird eine Persönlichkeit geehrt, ohne die das Kulturleben in Saarlouis erheblich ärmer wäre“, so endete die Laudatio. Dem ist nichts hinzuzufügen.
  • 9. - 11 - Jahreshauptversammlung des Fördervereins „Klingende Kirche“ In seiner jährlichen Hauptversammlung konnte der Förderverein „Klingende Kirche“ Anfang des Jahres auf eine eindrucksvolle Bilanz verweisen. Lisdorf wurde zu einem Mekka der Kirchenmusik und die Lisdorfer Barockkirche über die Landesgrenzen hinaus zu einem kulturellen Aushängeschild für Saarlouis und das Saarland. Im Laufe der Jahrzehnte wurden mehr als 140 Musikveranstaltungen durchgeführt, davon 42 Orgelkonzerte, 38 Chorkonzerte, 21 Konzerte für Orgel und Solo-Instrumente, 19 Instrumen- tal- und Orchesterkonzerte, zehn Orgel- und Chorkonzerte, sechs sommerliche Open-Air- Konzerte, zwei Oratorien, zwei Musicals und ein Solistenkonzert, mit international bekannten oder lokalen Künstlern und vielen Nachwuchstalenten. Dank ihres hohen künstlerischen Niveaus und der Besuchererfolge haben die Konzerte der „Klingenden Kirche“ im Kulturleben der Stadt, aber auch in Veranstaltungsreihen des Landkreises und des Landes einen festen Platz. Die Kreisstadt Saarlouis hat längst die Werbewirksamkeit der anspruchsvollen Konzerte in der Lisdorfer Kirche erkannt und agiert deshalb oft als Mitveranstalter im Rahmen des kirchenmusikalischen Kulturprogramms. Die Konzerte sind stark frequentiert und werden von Musikliebhabern aus dem Saarland und der Großregion Saar-Lor-Lux besucht. Selbst anerkannte Fachleute aus der Musikszene sind oftmalige Zuhörer in der Lisdorfer Barockkirche. Zusammen mit der Kreisstadt Saarlouis wurden bisher fünf Kompositionswettbewerbe für Orgel und ein Solo-Instrument weltweit ausgeschrieben. Diese Art der Veranstaltung ist durch den internationalen Stellenwert in Europa einzigartig. Die Bedeutung macht auch an der internationalen Jury fest, die aus renommierten europäischen Musikwissenschaftlern und Hochschullehrern besteht. Zu den Wettbewerben wurden bisher über 400 Kompositionen aus rund 60 Ländern der ganzen Welt eingereicht. Die Preisverleihung und die Uraufführung des Siegertitels werden regelmäßig im Kulturprogramm des Saarländischen Rundfunks übertragen. Bereits zum siebten Mal wurde eine Europäische Orgelakademie durchgeführt, also ein Orgel- Meisterkurs, mit international hochrangigen Orgellehrern. Die Teilnehmer stammen aus ganz Europa und selbst bekannte Orgelprofessoren waren mehrfach dabei, um hier in Lisdorf ihren Erfahrungsschatz zu ergänzen oder einfach nur um Kollegen oder neue Lehrmethoden kennen zu lernen. Im Rahmen der Orgeltage wurde im Jahre 2008 erstmals auf Anregung des Fördervereins der „Saarlouiser Kirchenmusikpreis“ verliehen. Mit diesem Preis werden Personen oder Institutionen ausgezeichnet, die sich in hervorragender Weise um die Förderung der Kirchenmusik in der Stadt Saarlouis verdient gemacht haben. Erster Preisträger war Professor Theo Brandmüller, Kompositionsprofessor an der Hochschule für Musik des Saarlandes und ständiger Vorsitzender der Jury bei den Internationalen Orgel-Kompositionswettbewerben in Lisdorf. Die hohe internationale Anerkennung der Kirchenmusik in Saarlouis und Lisdorf ist das Ergebnis beharrlichen ehrenamtlichen Engagements, von Fleiß und Begeisterung für die Sache. Ohne das Wirken des Fördervereins „Klingende Kirche“ und seines Vorstandes, insbesondere eben des Vorsitzenden Manfred Boßmann sowie des künstlerischen Leiters Armin Lamar, wäre dies alles nicht möglich. Die Auszeichnung an Manfred Boßmann, die nimmermüde Antriebskraft des Vereins, ist indirekt natürlich auch an den Vorstand, die künstlerische Leitung und an die Kirchengemeinde gerichtet, die mit hoher Motivation, neuen Ideen und viel Idealismus die Konzertreihen weiter fortführen wollen und werden.
  • 10. - 12 - Lisdorfer Ortsjubiläum rückt näher von Heiner Groß, Vorsitzender des Vereins für Heimatkunde und Ehrenvorsitzender der CDU Lisdorf Ende des nächsten Jahres wird Lisdorf 1100 Jahre alt. Das ergibt sich aus einer Urkunde, die König Karl III. von Westfranken und Lothringen am 20. Dezember 911 ausgestellt hat. Das Original der Urkunde befindet sich in einem Archiv in Lille (Nordfrankreich), Kopien dieser Urkunde hat das Kreis- und Stadtarchiv Saarlouis. Auch der Heimatkundeverein Lisdorf ist im Besitz einer Urkunden- Kopie. Vor 100 Jahren, als Lisdorf sein 1000-jähriges Ortsjubiläum hätte feiern können, wusste man im Saargebiet nichts von der Existenz dieser Urkunde in Lille. Der Saarlouiser Heimatforscher Dr. Andreas Mailänder (†) hatte sie später im Zuge seiner Forschungen über die mittelalterliche Stadt Wallerfangen ausfindig gemacht und uns eine Kopie zur Verfügung gestellt. Lisdorf ist demnach eine der ältesten Siedlungen im mittleren Saartal. Das Jubiläum soll unter Beteiligung aller Ortsvereine und der Bevölkerung gebührend und angemessen gefeiert werden. Der Heimatkundeverein als historische Ortsinstitution lädt in nächster Zeit zu einer Vorbesprechung hierzu ein. Die Bürgermeister von Lisdorf in Vergangenheit und Gegenwart Lisdorf ist einer der ältesten Orte in der mittleren Saargegend. Der erste urkundliche Nachweis datiert vom 20. Dezember 911, doch ist anzunehmen, und das belegen diverse Fundstücke, dass Lisdorf lange vor diesem Zeitpunkt besiedelt war. Einige Jahrhunderte wurde Lisdorf beherrscht von der mächtigen Abtei Wadgassen. Der jeweilige Abt hatte über lange Zeit das Sagen in den klosterzugehörigen Orten, so auch in Lisdorf. Gleichwohl ist anzunehmen, dass Lisdorf bereits im Hochmittelalter (11. bis Mitte 13. Jahrhundert) ein selbstständiger Ort war, allerdings erst im Spätmittelalter (Mitte 13. bis Anfang 16. Jahrhundert) eine Vertretung der Bürgerschaft mit einem Bürgermeister oder einem „Meyer“, wie die Ortsbürgermeister damals in unserem Raum bezeichnet wurden, hatte. Urkundlich nachgewiesen sind für Lisdorf die Bürgermeister bzw. die Meyer ab dem Jahre 1576. Lisdorf war seither ununterbrochen bis zum 5. Januar 1816 eine selbstständige Gemeinde, zu der auch das damals wesentlich kleinere Ensdorf auf der rechten Saarseite gehörte. Nach dem 2. Pariser Frieden vom 20. November 1815 wurde die bis dahin französische Festung Saarlouis einschließlich der zur Bannmeile der Festung gehörenden Orte, wie Lisdorf, an Preußen abgetreten. Nach einer preußischen Anordnung wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Lisdorf einschließlich der Holzmühle und dem Weiler Hussard mit Saarlouis zu einer Stadtbürgermeisterei zusammengeschlossen, die insgesamt 5.187 Einwohner hatte. In Lisdorf war man über diesen Zwangszusammenschluss mehr als erbost und protestierte mit mehreren Eingaben gegen diesen preußischen Verwaltungsakt. Mit Erfolg, denn schon im August 1816 wurde Lisdorf wieder aus der Stadt Saarlouis herausgelöst und mit Ensdorf zu einer eigenständigen Landbürgermeisterei verbunden.
  • 11. - 13 - Nach dem I. Weltkrieg bemühte sich die Stadt Saarlouis, Lisdorf wie auch Fraulautern in die Stadt einzugliedern. Beide selbstständigen Gemeinden wehrten sich aber vehement gegen diese Bestrebungen. Der Widerstand wurde erst durch die Nationalsozialisten in den Jahren 1935/36 gebrochen. Nach der Saarabstimmung am 13. Januar 1935 und der Rückgliederung des Saargebietes in das Deutsche Reich am 1. März 1935 ordnete NS-Gauleiter Bürckel, zugleich Reichskommissar für die Rückgliederung des Saargebietes, die Bildung einer neuen Kreisstadt mit dem Namen Saarlautern an aus den Gemeinden Fraulautern, Lisdorf, Picard und Schönbruch (Beaumarais) und der bisherigen Stadt Saarlouis, und zwar zum 1. April 1936. Damit war nach mehr als 1000 Jahren die kommunale Eigenständigkeit von Lisdorf vorbei. Soweit nachweisbar, hatte Lisdorf folgende Meyer oder Bürgermeister, die zur französischen Zeit „Maire“ hießen. Die Bürgermeister und Oberbürgermeister von Saarlautern und ab 1945 wieder Saarlouis sind als die zuständigen Bürgermeister von Lisdorf hier aufgeführt: 1576 Meyer Hans Becker 1584 Meyer Ruprecht Gehl 1600-1620 Meyer Adam Schmitt 1620-1643 Meyer Heinrich Kremer 1648-1665 Meyer Jakob Bietzer 1666-1682 Meyer Johann Heßhammel 1682 Meyer Philipp Lang 1682-1700 Meyer Jakob Klein 1700 Meyer Nikolaus Rupp 1755 Maire Johann Stein 1788 Maire Johann Comtesse 1795 Maire Anton Morguet 1795-1805 Bürgermeister Johann Peter Both 1809 Bürgermeister Johann Becker 1816 Oberbürgermeister Michel Reneauld (SLS) 1816-1849 Bürgermeister Philipp Müller 1850-1851 Bürgermeister Matthias Mungen 1851-1857 Bürgermeister Jakob Schwan 1857-1880 Bürgermeister Georg Sarg 1880-1885 Bürgermeister Minor 1885-1892 Bürgermeister Karl Kritter 1892 Bürgermeister Christoph Roemer 1892-1897 Bürgermeister Michael Pohl 1897-1919 Bürgermeister Friedrich John 1919-1933 Bürgermeister Max Ruff 1933-1935 Bürgermeister i.V. Heinrich Zell 1935-1936 Bürgermeister Heinrich Zell 1936-1938 Bürgermeister Franz Schubert (NS-Kreisleiter/SLS) 1938-1945 Bürgermeister Josef Ullenberger (SLS) 1945 (März-Dez) Kommissarischer Bürgermeister Franz Blass (SLS) 1946-1949 Kommissarischer Bürgermeister Walter Bloch (SLS) 1949-1956 Bürgermeister Anton Merziger (SLS) 1956 Kommissarischer Bürgermeister Prof. Dr. Paul Gladel (SLS) 1956-1966 Bürgermeister Hubert Schreiner (SLS) 1966-1967 (Nov-Feb) Kommissarischer Bürgermeister Wilhelm Silvanus (SLS) 1967-1987 Oberbürgermeister Dr. Manfred Henrich (SLS) 1987-1997 Oberbürgermeister Richard Nospers (SLS) 1997-2005 Oberbürgermeister Hans-Joachim Fontaine (SLS) seit 2005 Oberbürgermeister Roland Henz (SLS) Heiner Groß
  • 12. - 14 - Lisdorf und seine beiden Dependancen, eine Herausforderung für mehrere Generationen von Kommunalpolitikern Lisdorf ist der einzige Stadtteil von Saarlouis, der neben dem Kernort zwei ehemals abgelegene Ortsteile hat. Das brachte in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit sich, da die Bürger dieser Ortsteile sich kommunal etwas vernachlässigt fühlten. Glücklicherweise kann man heute feststellen, dass dieses Problem bereinigt ist. Der alte Ortsteil Holzmühle, fast so alt wie Lisdorf selbst, war Jahrhunderte lang räumlich von Lisdorf getrennt. Das Lisdorfer Bruchgelände, das sich zwischen Lisdorf und der Holzmühle erstreckte, bildete früher eine naturgegebene Barriere, die sich erst durch Bachbereinigung, Entwässerung und Kanalisierung nach und nach auflockerte. Zwischen der Provinzialstraße und den ersten Häusern der alten Holzmühle liegt immerhin eine Entfernung von knapp 1 ½ km, vom westlichen Ende der Holzmühle oder der Neue-Welt- Straße bis zur Kirche sind es mehr als 2 km. Der Bau der Autobahn brachte eine weitere Barriere. Dass sowohl die natürliche als auch die künstliche Barriere heute jedoch keine Trennungswirkung mehr haben, dafür sorgten die Kommunalpolitiker in den zurückliegenden 50 bis 60 Jahren, indem sie vielfältige Verbindungselemente wie Straßen, Brücken, Unter- und Überführungen sowie leistungsfähige Kanäle bauen ließen. Auch das Neubaugebiet Holzmühle, in dem viele Bauinteressenten aus Lisdorf und anderen Orten sich ein Eigenheim erstellen konnten, hat zu einer guten Verflechtung des Kernortes mit dem Ortsteil Holzmühle geführt. Bedauerlicherweise stockt die vorgesehene weitere Erschließung von Bauland auf der Holzmühle, obwohl ein gewisser Baulandbedarf immer noch in Lisdorf vorhanden ist. Ähnliches wie für den Ortsteil Holzmühle ausgeführt, trifft auch für den viel jüngeren Ortsteil Obstgarten zu. Die Besiedlung dort erfolgte erst Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Jahre 1928 baute die damals selbstständige Gemeinde Lisdorf unter Bürgermeister Max Ruff das langgezogene Siedlungshaus an der Provinzialstraße, in das danach 21 Familien mit insgesamt 80 Angehörigen einziehen konnten. Das Siedlungshaus entlang der Oberbruchstraße wurde im Jahre 1936 nach der Eingemeindung von Lisdorf in die Stadt Saarlouis gebaut. Zeitgleich mit dem Bau des Siedlungshauses wurde auch die Oberbruchstraße ausgebaut. Die Straße „Im Obstgarten“ war bereits vor 1930 fertiggestellt, da dort zuvor einige Häuser in privater Regie gebaut worden waren. Mit der Anlegung der Oberbruchstraße wurden auch dort mehrere Eigenheime gebaut. Verkehrsmäßig war der Obstgarten, der übrigens seinen Namen von den dort zuvor befindlichen größeren Obstgärten bekommen hat, bereits durch den Bau der Straßenbahnlinie Saarlouis-Lisdorf-Wadgassen gut angebunden. Nach dem II. Weltkrieg wurden im Obstgarten weitere Häuser gebaut. Durch die Verlegung der Autobahn wurde das Hauptproblem im Obstgarten beseitigt, wenn auch der Verkehr auf der Provinzialstraße weiterhin beträchtlich ist. Die erst vor wenigen Jahren erfolgte Ansiedlung von IKEA, ProMarkt, Decathlon, ATU und weiterer größerer Gewerbetriebe sowie McDonald’s brachte viel „Leben“ in den Obstgarten mit allen Vor- und leider auch Nachteilen. Gastronomisch kann man sich im Obstgarten fast rund um die Uhr versorgen und auch fast alle Einkäufe können vor Ort erledigt werden. Der im vergangenen Jahr fertiggestellte Fuß- und Radweg zum entsprechenden Weg an der Saar erlaubt eine gefahrlose Fahrt nach Lisdorf und Saarlouis. Alle diese Fortschritte sind den Bemühungen unserer Vertreter im Stadtrat und im Kreistag sowie im Landtag und im Bundestag zu verdanken. Heiner Groß
  • 13. - 15 - Manuel Brunz ist stellvertretender Landesvorsitzender der Schüler-Union! Das Lisdorfer JU-Vorstandsmitglied Manuel Brunz ist am Samstag, den 6. März 2010, zum stellvertretenden Landesvorsitzenden der reaktivierten „Schüler Union Saar“ gewählt worden. Der Landesdelegiertentag fand in der Turnhalle der Saarbrücker Marienschule statt. Landesvorsitzender wurde Jonas Latz (17) aus Riegelsberg. Die Schüler-Union ist mit mehr als 10.000 Mitgliedern die größte Schülerorganisation in Deutschland. Sie setzt sich für die Interessen der Schülerinnen und Schüler ein. Forderungen für den Haushalt der Stadt Saarlouis Der Stadtverband der Jungen Union Saarlouis wird zwei Kernforderungen seines Wahlprogramms zur letztjährigen Kommunalwahl als Anträge für den Haushalt der Stadt Saarlouis einbringen. • Zum einen ist es die Forderung nach einem Förderprogramm „Familienstadt Saarlouis – Familien stärken, Ortszentren modernisieren“. Hier fordert die JU, dass die Stadt Saarlouis preisgünstigen und für Familien erschwinglichen Wohnraum in bestehender Wohnbebauung fördert. Grund dafür sind die jüngsten Entwicklungen der Einwohnerzahlen der Stadt und der demographische Wandel. Beides macht eine aktive „Einwohnerpolitik“ notwendig. Unter anderem sollen folgende Punkte enthalten sein: Finanzielle Förderung für junge Familien, die ein Wohngebäude gekauft haben und nachweislich die Absicht haben, dieses Wohngebäude energiesparend zu sanieren. • Die zweite Forderung der JU Saarlouis ist der Vorschlag der Jungen Union Lisdorf zur Einführung von Nachtbussen bzw. Anruf-Sammel-Taxis (AS-Taxis). Dadurch könnte die Nachtlücke im ÖPNV am Wochenende geschlossen werden, denn junge Leute haben den Anspruch darauf, auch am Wochenende sicher nach Haus zu kommen. Des Weiteren würde diese Maßnahme zum Umweltschutz beitragen. Gerade für Saarlouis, das wegen seiner Altstadt als beliebte „Ausgehstadt“ für Jung und Alt auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist, ist die Einführung von Nachtbussen oder AS-Taxis unausweichlich. Schwarz-Gelb und Jamaika gut für die Jugend Sowohl die christlich-liberale Koalition in Berlin als auch das Bündnis aus CDU, FDP und den Grünen hier im Saarland sind gut für die Jugend. Für junge Menschen ist Stabilität, in der sie aufwachsen, von immenser Bedeutung. Wenn Kinder in einem Land aufwachsen müssten, in dem es keine politische Stabilität gibt, wäre das schädlich für diese Kinder. Hier ist die CDU in Berlin, insbesondere aber hier im Saarland, der stabile und verlässliche Faktor. Ziel der CDU/FDP-Koalition ist die „Bildungsrepublik Deutschland“. Bildung ist ein Bürgerrecht und gerade Kinder sollen beim Thema Bildung nicht außen vor bleiben. Natürlich ersetzt Bildung nicht den warmen Wintermantel, den sich Familien mit einem schwächeren Einkommen nicht leisten können, aber durch Bildung können diese Kinder später einen gutbezahlten Beruf erlernen, um sich in ihrem späteren Leben alles leisten zu können, was sie sich wünschen. Auch für die Studenten ist die christlich-liberale Koalition die beste Lösung. Im Koalitionsvertrag wurde vereinbart, dass ein Stipendienprogramm aufgelegt wird, das begabten Studenten einkommensunabhängig ermöglicht, ein Stipendium zu bekommen. Dies sind nur wenige der vielen beschlossenen Maßnahmen für die Jugendlichen und die jungen Menschen in Deutschland, trotzdem zeigen sie aber, dass die Jugend nicht vernachlässigt wird und dass alles getan wird, dass die späteren Generationen wirtschaftlich und finanziell sicher leben können. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Impressum: Herausgeber: CDU-Ortsverband Lisdorf III. Gartenreihe 50 Tel. 40155 Fax 122464 JUNGE UNION Lisdorf Thirionstraße 22 Tel. 461119 Redaktion: Georg Jungmann, Klaus Hild, Frederic Becker, Heiner Groß, Bernd Lay, Andreas und Harald Weiler, Gabriele Schmitt, Gudrun Jungmann, Gabi Germann, Robert Schütz, Tim Flasche, Karl Schneider. Redaktionsschluss war am 22. März 2010. Diese Zeitschrift wird durch ehrenamtliche Helfer verteilt, eine zeitgleiche Verteilung in Lisdorf ist deshalb nicht gewährleistet. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben die Meinung des Verfassers wieder und nicht unbedingt die Meinung der CDU Lisdorf. Weitere Exemplare dieser Ausgabe liegen in der CDU-Kreisgeschäftsstelle, Saarstraße 4, aus und können dort kostenlos abgeholt werden.
  • 14. Frohe Ostern wünschen Ihnen Ihre CDU und JU Lisdorf