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Apple im Unternehmen
           Macs im Business-Einsatz




    © 2011 Thomas Krampe - Alle Rechte vorbehalten.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung ..............................................................................................................3
 Die Nachteile .............................................................................................................4
 Die Vorteile ...............................................................................................................5
Lösungsvorschläge ...............................................................................................7
 Virtualisierung ...........................................................................................................7
   Typ1 Hypervisor .......................................................................................................8
   Typ2 Hypervisor .......................................................................................................8
 Hosted Desktop Infrastruktur ....................................................................................10
 Apple Boot Camp .....................................................................................................11
 Cloud Computing .....................................................................................................12
Der Mac als nativer Client ...................................................................................12
   Sicherheit ..............................................................................................................12
   Management .........................................................................................................13
   Integration ............................................................................................................13
Fazit ....................................................................................................................13
Über den Autor....................................................................................................14
Weiterführende Dokumente ...............................................................................14
Weiterführende Links zum Thema ......................................................................14




                                                                                                                            2
Einleitung
Für viele Unternehmen, gerade im Bereich von Werbung, Druck und Druckvorbereitung
oder Marketing, sind Computer und Software von Apple schon seit vielen Jahren eine feste
Größe und nicht mehr weg zu denken. Unternehmen aus den meisten anderen Branchen
setzen bei der Wahl des Betriebssystems schon seit Beginn der PC Ära auf Microsoft
Windows. Entsprechende Hardware in Form von Servern, Desktops oder Notebooks wird
von den Hardwareherstellern wie z.B. IBM, DELL oder Hewlett Packard in großem Stil
eingekauft. Bisher gab es auch keinen Grund, dies zu ändern, und Apple Hardware mit
Mac OS X als Betriebssystem stellt für die meisten Unternehmen auch keine Alternative
zum bisher verwendeten Windows dar. Die Gründe dafür sind durch aus verständlich, denn
über die Jahre hat sich Microsoft Windows mit vielen Anwendungen im Unternehmen als
Betriebssystem für Server und Clients etabliert. Die zwei wesentlichen Gründe, die gegen
einen Einsatz von Apple Hard- und Software sprechen, liegen in der vorhandenen und
gewachsenen Desktop- und Serverinfrastruktur in den Unternehmen.

Fast alle größeren Unternehmen verwalten ihre Desktops über automatisierte Verfahren.
Von der Installation der Clientbetriebssysteme über die Installation von Unternehmens-
Anwendungen bis hin zum Management, also Anti-Virus, Endpoint Protection sowie
Installation von Updates und Patches wird alles per automatischer Softwareverteilung von
den IT-Abteilungen bereitgestellt. Die entsprechenden Backendsysteme basieren in der
Regel auf Windows Systemen und stellen ebenfalls Managementapplikationen zur
Verwaltung von Windows-Systemen zur Verfügung. Desktops unter Mac OS können in
einer solchen Infrastruktur nur sehr eingeschränkt, in den meisten Fällen überhaupt nicht
verwaltet werden.

Eigentlich ist das Thema damit schon erledigt, denn die Kosten für eine Umrüstung auf
eine Infrastruktur für die Unterstützung von Mac OS und entsprechender Hardware von
Apple, scheint auf den ersten Blick unrentabel zu sein. Warum befasse ich mich trotzdem
mit diesem Thema? Die Antwort ist relativ einfach, denn ob Sie es nun glauben oder nicht,
Mac OS bzw. Apple Hardware hat schon längst den Weg in ihr Unternehmen gefunden. Sie
glauben mir nicht? Dann schauen Sie sich doch mal um und zählen die iPhones und
besonders die iPads in ihrem Unternehmen. Gerade mit diesen Ultra-mobilen Geräten ist
Apple auf dem Vormarsch und in den meisten Unternehmen sind gerade die Smartphones
von Apple schon lange Bestandteil der Infrastruktur, wenn auch nicht immer offiziell. Aber
auch MacBooks sind in vielen Unternehmen bereits zu finden. Es ist also Zeit, sich dem
Thema mal anzunehmen.




                                                                                            3
Die Nachteile
Spricht man mit CIO‘s, ist der Einsatz von Apple Hard- und Software kein Thema auf der
Agenda. Wie allerdings in der Einleitung erwähnt, finden Apple Geräte schleichend den
Weg ins Unternehmen. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es kein Unternehmen, in dem nicht
zumindest das iPhone oder auch das iPad produktiv von den Mitarbeitern genutzt werden.
Und auch MacBooks sind seit dem MacBook Air auf dem Vormarsch, auch in das
Unternehmen. Aber was gibt es eigentlich für Nachteile bzw. Bedenken gegen Apple
Endgeräte?

‣ Sicherheit

 Netzwerk- und insbesondere Datensicherheit ist bei den Antworten immer an oberster
 Stelle. Dabei geht es den Verantwortlichen bei dem Thema Netzwerksicherheit in erster
 Linie um Anti-Virus sowie Endpoint-Protection. Bei der Datensicherheit ist der Schutz der
 Unternehmensdaten auf dem Endgerät der Punkt, der den CIO‘s am Herzen liegt. Beide
 Themen greife ich später in meinen Lösungsverschlägen noch detaillierter auf.

‣ Management

 Management der Endgeräte ist auch ein gern genannter Nachteil. Gemeint ist hier in den
 meisten Fällen, das Update- und Patchmanagement. Aber auch Inventarisierung sowie
 Backup und Restore fallen in diese Kategorie. Auch hier gehe ich im weiteren Verlauf
 noch etwas detaillierter ein.

‣ Integration in die bestehende Infrastruktur

 Es soll auch CIO‘s geben, die sich Gedanken darüber machen, wie sie Apple Hardware
 sowie Mac OS X als Betriebssystem in die bestehende „Windows“ Infrastruktur
 integrieren. In der erster Linie betrifft das die Active Directory Infrasturktur und die
 diversen Sicherheitsrichtlinien, die über diesen Mechanismus auf das Endgerät kommen.

‣ Kompatibilität der Anwendungen

 Man kann es nicht einfach ignorieren. Fast alle Anwendungen im Unternehmen sind
 Windows Anwendungen und laufen nicht nativ auf Mac OS X. Einige wenige
 Anwendungen sind auch für Mac OS erhältlich, für andere gibt es gleichwertige
 Alternativen. Ein großer Teil allerdings wird überhaupt nicht unterstützt.

‣ Garantie

 Ein weiterer Punkt ist die Garantie bei Defekten an der Hardware. Ist es bei vielen
 großen Herstellern möglich, einen Vorort-Service zu kaufen, bietet Apple diesen Service
 leider nicht. Da aber auch die meisten Unternehmen bei ihren Windows Desktops in der

                                                                                           4
Regel nur den Standard Support kaufen, ist Apple auch hier wieder in der Lage, diesen
    Support zu bieten.

‣ Unterschiedliche Betriebssysteme

    Ein weiterer Punkt, den ich noch erwähnen möchte, sind die unterschiedlichen
    Betriebssysteme. Wenn wir von Apple Hardware sprechen, müssen wir über zwei
    Betriebssysteme nachdenken. Bei den klassischen Clients, also MacBook, Mac Pro oder
    Mac Mini reden wir von Mac OS X (aktuell in der Version 10.7). Die Smartphones und
    Tablets von Apple werden aber mit einem völlig anderem Betriebssystem, dem iOS
    (aktuell in der Version 4.3) betrieben. Wenn auch das iOS perfekt mit dem Mac OS X
    zusammenarbeitet, ergeben sich bei der Verwaltung doch teilweise erhebliche
    Unterschiede.

‣ Support

    Über die Jahre hat sich der interne Help-Desk natürlich mit Hardware und Windows
    Betriebssystemen ein enormes Wissen aufgebaut. Kommen jetzt Apple Endgeräte ins
    Unternehmen, muss hier neues Know-How aufgebaut werden, um diese Benutzer bei
    Problemen zu unterstützen.

‣ Anwendungen / Software

    Dieser Punkt kommt in den meisten Diskussionen zum Thema Apple im Unternehmen
    immer zum Schluss und ist aber einer der wichtigsten Gründe, die gegen Apple
    sprechen. Für Mac OS existieren eine Reihe von Applikationen die durchaus mit ihren
    Pedanten unter Windows mithalten können. So existiert z.B. das Office Paket von
    Microsoft auch als Version für Mac OS und ist vollständig kompatibel. Seit Microsoft
    Office 2011 1 für Mac OS X sogar mit Outlook. Bei den weiteren Anwendungen wie z.B.
    Microsoft Visio oder Microsoft Project sieht es für den Mac nicht gut aus. Hier existieren
    zwar sehr gute Alternativen (OpenProject, OmniGraffle), jedoch bieten diese
    Anwendungen oft nicht die volle Kompatibilität. Reine Business-Anwendungen z.B. ERP
    oder CRM Systeme werden auf dem Mac nur über ein Webfrontend unterstützt. Native
    Client-Installationen sind für den Mac in der Regel nicht verfügbar.

Die Vorteile
Man mag es nun glauben oder nicht. Apple Hard- und Software hat auch diverse Vorteile
gegenüber den Endgeräten anderer Hersteller bzw. Microsoft Windows als Betriebssystem
auf diesen Endgeräten. Diese Vorteile sind es sicher auch, die den Benutzer dazu



1   http://www.microsoft.com/germany/mac
                                                                                                 5
veranlassen, sich ein Endgerät aus dem Hause Apple zu kaufen und damit auch im
Unternehmen zu arbeiten. Eine kurze und sicherlich nicht vollständige Liste nachfolgend.

‣ Stabilität

    Auch wenn Microsoft mit Windows 7 einiges an Stabilität in das Betriebssystem gebracht
    hat (viele werden sich schmerzlich an Windows ME oder kürzlich erst Windows Vista
    erinnern), gilt Mac OS mit seiner Unix Basis als eines der stabilsten Betriebssysteme. Die
    von Windows bekannten BlueScreens (BSOD) oder auch nicht mehr reagierende
    Anwendungen, die das komplette System einfrieren, sind unter Mac OS X weitestgehend
    ausgeschlossen.

‣ Sicherheit

    Durch die Unix Basis gilt Mac OS auch als eines der sichersten Betriebssysteme. Viren
    und Malware sind auf einem Mac noch kein Problem. Windows dagegen kennt zur Zeit
    mehr als eine viertel Million dieser Schädlinge. Für den Mac existieren derzeit etwa 40
    Viren (fast alle greifen die Mac Version von Microsoft Office an), wobei in der freien
    Wildbahn keiner mehr davon gesehen wurde. Fairerweise muss man allerdings zugeben,
    dass Windows auch weiter verbreitet und deshalb auch ein lohnenswerteres Ziel ist.

‣ Easy to use

    Persönliche Erfahrungen sowie Anwenderberichte 2 bestätigen dies. Ein Mac oder auch
    ein iOS Gerät lässt sich von jedermann ohne spezielle Kenntnisse einrichten und
    bedienen. Selbst kleine Kinder kommen mit dem iPad innerhalb weniger Stunden klar.
    Dies ist aber auch das klare Konzept hinter jedem Apple Gerät. Bei Mac OS gibt es keine
    Treiberprobleme mit inkompatibler Hardware. Was im Vergleich zu Windows auch nicht
    schwer ist. Mac OS X unterstützt ausschließlich Apple Hardware und als
    Hardwarehersteller kann Apple sein Betriebssystem natürlich perfekt an diese anpassen.
    Bei Microsoft, als reiner Softwarehersteller ist natürlich die Anzahl an unterstützter
    Hardware für Windows Systeme um ein vielfaches höher als bei Mac OS. Zum Beispiel
    ein No-Name USB Gerät wird mit Sicherheit entsprechende Treiber für Windows
    enthalten, für Mac OS X wird es hier dann schon problematisch.

‣ Installationen, Updates und Patches

    Auf einem Mac läuft alles sehr zuverlässig – da macht auch das Aktualisieren auf ein
    neues Betriebssystem keine Ausnahme. Mac OS X überprüft alle Programme, um zu
    sehen, ob sie kompatibel sind. Programme, bei denen Kompatibilitätsprobleme bekannt
    sind, werden zur Seite gestellt. Besonders praktisch ist, dass beim Aktualisieren des


2   http://www.apple.com/de/business/profiles/
                                                                                             6
Betriebssystems die Festplatte nicht neu formatiert wird und alle kompatiblen
 Programme, Dateien und Einstellungen beibehalten werden. Die neue Version von Mac
 OS X 10.7 wird sich z.B. ohne Datenträger einfach aus dem Apple App Store mit einem
 Mausklick installieren lassen. Versuchen Sie das mal mit Windows 7.

 Wer gerade eine Windows 7 Migration hinter sich hat (oder noch vor sich), wird das zu
 schätzen wissen. Anwendungen werden (in der Regel) nicht installiert, sondern lediglich
 in den entsprechenden Ordner kopiert. Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass nicht
 mehr benötigte Anwendungen einfach und (meist) rückstandsfrei wieder gelöscht
 werden können. Keine Probleme mit einer anwachsenden Registry oder Fragmente der
 Anwendung, welche zurückbleiben und das System ausbremsen können.

Lösungsvorschläge
Möchte oder besser gesagt, muss man sich nun mit Mac OS X oder iOS Geräten im
Unternehmen beschäftigen, bleibt es nicht aus, sich mit den eingangs erwähnten
Nachteilen zu beschäftigen. Um nun Apple Hard- und Software im Unternehmen zu
unterstützen, und zugleich auch die vor genannten Probleme zu adressieren, existieren
diverse Lösungsansätze. Nachfolgend beschreibe ich die drei viel versprechendsten im
Detail.

Virtualisierung
Die Virtualisierungstechnologie hat sich seit einigen Jahren einen festen Platz in der IT
gesichert. Angefangen bei der Virtualisierung von Servern, wird heute so ziemlich alles
virtualisiert, was sich auch nur irgendwie virtuell Abbilden lässt. Seit einiger Zeit ist auch
die Desktop-Virtualisierung (auch als Virtual Desktop Infrastructure oder Hosted Desktop
Infrastructure bezeichnet) ein großes Thema bei den CIO‘s. Die Virtualisierung des
Desktops ist allerdings kein neues Thema, wir erinnern uns sicher an die Anfänge mit
VMWare Workstation für Test- oder Entwicklungssysteme. Auch für unser Problem ist diese
Form der Virtualisierung ein möglicher Lösungsweg. Durch die Virtualisierungsschicht kann
ein vollwertiges Windows innerhalb einer virtuellen Maschine, mit allen Management- und
Anwendungsvorteilen der bestehenden Infrastruktur auf einem Mac zur Verfügung gestellt
werden. Die IT-Abteilungen müssen sich keine Sorgen über Mac OS als Betriebssystem
machen, da sie vollwertige Windows Betriebssysteme auf dem Mac betreiben können. Und
der Anwender kann parallel dazu die Vorzüge von Mac OS und die Apple Hardware nutzen.
Für diese Virtualisierung von Windows auf Apple Hardware stehen uns diverse technische
Lösungen zur Verfügung.




                                                                                                 7
Typ1 Hypervisor
Ein Typ1 Hypervisor3 wäre der Idealzustand. Hierbei handelt es sich um eine relativ kleine
Software, die direkt auf der zugrundeliegenden Hardware betrieben wird. Diese Software
(Typ1 Hypervisor) stellt alle Funktionen zur Verfügung, um virtuelle Maschinen zu
erstellen, zu verwalten und zu nutzen. Aktuell existiert für die Virtualisierung von Clients
auf Basis eines Typ1 Hypervisors nur ein einziges Produkt, der Citrix XenClient 4. Der
XenClient ermöglicht es mehrere virtuelle Maschinen, sicher voneinander getrennt, auf
einer gemeinsamen Hardware zu betreiben. Leider ist diese Lösung noch nicht für unser
Szenario einsetzbar. Aus der Sicht von Citrix wäre eine Unterstützung von Apple Hardware
problemlos möglich, leider unterstützen die Apple Lizenzbedingungen jedoch eine
Virtualisierung von Mac OS X auf dem Endgerät „noch“ nicht. Aber auch Apple wird sich
diesem Markt nicht mehr lange verschließen können.




       Citrix XenClient - Übersicht der installierten virtuellen Maschinen


Typ2 Hypervisor
Der Typ2 Hypervisor ist die klassische Version der Desktop Virtualisierung. Hierbei wird auf
einem auf der Hardware installiertem Betriebssystem (idR. Microsoft Windows) eine
Anwendung zur Virtualisierung weiterer Systeme installiert. Auch die zuvor erwähnte und
aus „alten Zeiten“ bekannte VMWare Workstation gehört zu diesem Typ der
Virtualisierung. Für Mac OS gibt es ebenfalls eine ganze Reihe von Applikationen, die als

3   http://de.wikipedia.org/wiki/Hypervisor

4   http://www.citrix.de/produkte/xenclient/
                                                                                            8
Typ2 Hypervisor fungieren. Die bekannteste Anwendung in der Mac Welt ist Parallels
Desktop5 für Mac OS, aber auch VMWare bietet eine Lösung auf Basis eines Typ2
Hypervisors mit dem Namen VMWare Fusion 6 für Mac OS an. Beide Anwendungen liegen
im Listenpreis bei etwa EUR 80,00 pro Lizenz/Endgerät. Aber es geht auch kostenlos. Mit
VirtualBox 7 bietet Oracle einen Typ2 Hypervisor an, der sich hinter den beiden
kostenpflichtigen Lösungen in puncto Features nicht verstecken muss. Parallels allerdings
hat den Trend von Macs‘ im Unternehmen bereits aufgegriffen und bietet mit Parallels
Desktop 6 Enterprise Edition eine Lösung, mit der auch die Verwaltung der virtuellen
Maschinen ermöglicht werden sollen. Mit dieser Enterprise Version adressiert Parallels
gerade Unternehmen durch zusätzliche Tools für Massen Roll-Outs, Software Richtlinien
und einer an Unternehmen angepassten Lizenzierung. Entsprechende Tools und Versionen
werden von den anderen Herstellern sicher kurzfristig folgen.




       Parallels Desktop - Windows 7 als virtuelle Maschine auf dem Mac


Der Nachteil einer Typ2 Hypervisor Lösung ist, dass die Ressourcen der Hardware nicht
vollständig genutzt werden können, da sie auf einem bereits installierten Betriebssystem
aufsetzen, das ja ebenfalls einen nicht unerheblichen Teil der verfügbaren Ressourcen der
Hardware benötigt. Bei reinen Office Anwendungen stellt dies in der Regel kein Problem


5   http://www.computerwoche.de/software/software-infrastruktur/2490374/

6   http://www.vmware.com/products/fusion/overview.html

7   http://www.virtualbox.org/
                                                                                            9
dar. Will mit jedoch mit Anwendungen arbeiten, die intensiven Gebrauch von der Hardware
machen, wie z.B. CAD/CAM Anwendungen oder auch großen und umfangreichen Tabellen,
stößt man mit einem Typ2 Hypervisor sehr schnell an die Grenzen des machbaren. In
kleinen bis mittleren Unternehmen, die nur eine überschaubare Anzahl von Apple Geräten
einsetzen, ist dies allerdings eine durchaus brauchbare Lösung.

Hosted Desktop Infrastruktur
Eine Hosted Desktop Infrastruktur, Hosted Shared Desktop oder auch Virtual Desktop
Infrastruktur ist die mit Abstand teuerste (falls noch nicht im Unternehmen vorhanden)
aber auch viel versprechendste Lösung. Wie im Namen schon angedeutet, betrifft diese
Lösung die komplette Infrastruktur. Hierfür sind nicht nur entsprechende Server und
Storage Systeme im Rechenzentrum nötig, sondern auch die Infrastruktur für den Remote
Access muss entsprechend geplant und zur Verfügung gestellt werden. Der wesentliche
Vorteil einer solchen Lösung, ist der sichere Betrieb des Windows Desktops sowie aller
benötigten Anwendungen im eigenen Rechenzentrum. Der wesentliche Nachteil ist die
fehlende Offline Verfügbarkeit. Entsprechende Produkte für die Implementierung kommen




  Citrix XenDesktop - Windows 7 als virtueller Desktop auf einem Mac mit dem Citrix Receiver



hier von Citrix, Microsoft und VMWare. Eine solche Infrastruktur ausschließlich für die
Unterstützung von einigen wenigen Apple Endgeräten aufzubauen, würde den finanziellen
Rahmen bei vielen Unternehmen sicher übersteigen. Wer aber schon VDI im Unternehmen
zur Verfügung stellt, für den könnte es eine annähernd ideale Lösung sein.


                                                                                               10
Besonders interessant dabei ist, dass auf dem Endgerät lediglich ein kleiner Client benötigt
wird. Die Windows Umgebung (als virtuelle Maschine) sowie die entsprechenden
Anwendungen (meist über Terminalserver8) werden dem Benutzer aus dem
Rechenzentrum zur Verfügung gestellt. Hierbei befinden sich die Applikationen und
natürlich die benötigten Daten im Rechenzentrum des Unternehmens und nicht auf dem
Endgerät. In der Regel existiert ein entsprechender Client 9 auch für die mobile Apple
Endgeräte wie z.B. iPhone und iPad. Inklusive aller benötigten Lizenzen und der
entsprechenden Hardware kommen hier schnell EUR 500 - EUR 750 pro Arbeitsplatz
zusammen. Für kleine und mittlere Unternehmen existiert auch eine „Einsteigerlösung“
von Kaviza10, die eine VDI-in-the-Box Lösung mit günstigeren Lizenzkosten (zwischen EUR
270 - EUR 370 pro Arbeitsplatz) anbieten. Weiterführende Informationen über VDI werde
ich in einem zukünftigen Dokument noch behandeln, in diesem Dokument würde dies den
Rahmen erheblich überschreiten.

Apple Boot Camp
Seit der Einführung von Intel basierten Macs‘ ist es auch möglich, Microsoft Windows (als
32bit und sogar als 64bit Version) auf diesen Endgeräten zu installieren. Apple bietet
hierfür seit Mac OS X einen Assistenten, um auf einem Macintosh Rechner eine zweite,
bootfähige Windows Partition zu betreiben. Anders als bei den vorher beschriebenen
Virtualisierungslösungen, bei denen beide Betriebsystem zur gleichen Zeit betrieben
werden können, handelt es sich bei Apple‘s Boot Camp um ein Dual Boot System. Hier
kann dann entweder Mac OS oder Windows gestartet werden.




8   http://www.citrix.de/produkte/xenapp/

9   http://www.citrix.de/produkte/receiver/technologie/geraete/

10   http://www.kaviza.com/
                                                                                         11
Diese Lösung ist zwar kostenlos (Windows Lizenzen ausgenommen) in Mac OS X
enthalten- für die meisten Benutzer von Apple Endgeräten aber keine wirkliche Alternative
sondern eher eine Notlösung.

Cloud Computing
Wenn ich hier zum Teil neue Technologien vorschlage, dann gehört das Cloud Computing
definitiv auch als Lösungsvorschlag in dieses Dokument. Allerdings ist in diesem
Zusammenhang nur ein kleiner Teil des Cloud Computing Konzepts interessant. Im
wesentlichen ist hier die Rede von S-a-a-S, also Software-as-a-Service.

Applikationen als Service einzukaufen, wird schon seit einiger Zeit heiß diskutiert. Zur Zeit
lassen sich jedoch noch nicht alle Business Applikationen aus der Cloud betreiben. Aber
die Angebote werden täglich mehr. Als Beispiel lässt sich hier Google nennen. Mit Google
Docs11 bietet Google ein „fast“ komplettes Office Paket, das vollständig im Browser läuft,
an. Spezielle Business Applikation wie z.B. SAP werden kurzfristig folgen. Gerade bei der
SAP ist Cloud Computing schon sehr lange ein Thema. Sicherlich werden sich nicht alle
individuellen Anwendungen für große Unternehmen als Dienstleistung aus der Cloud
beziehen lassen- allerdings können kleine Unternehmen alle nötigen (Office, Buchhaltung,
CRM, Projektplanung oder Billing) Anwendungen (Office, Buchhaltung, CRM, Projekt-
planung oder Billing) bereits vollständig aus der Cloud nutzen.

Der Mac als nativer Client
Alle zuvor beschriebenen Lösungsvorschläge befassen sich damit, Microsoft Windows auf
Apple Hardware zu betreiben. Dies hat bei reinen Windows Infrastrukturen, gerade bei
den Themen Management und Unterstützung von Anwendungen auch große Vorteile. Aber
man kann Apple Hardware und Mac OS auch völlig ohne Windows im Unternehmen
nutzen. Sicher kann man die fehlende Unterstützung von speziellen Business
Anwendungen, die nur als Windows Version erhältlich sind, nicht einfach weg diskutieren.
In vielen Unternehmen werden aber zusätzlich zu den Standardanwendungen (z.B. E-Mail,
Kalender, Adressbuch, Textverarbeitung) bereits viele Unternehmensanwendungen auch
web-basierend (z.B. Microsoft Outlook Webaccess) zur Verfügung gestellt.

Sicherheit
Macs sind gleich nach dem Auspacken sicher, denn sie verfügen über eine Reihe
fortschrittlicher Technologien 12, die vor Viren und Malware schützen und für sichere
Online-Aktivitäten sorgen. Mac OS X sucht automatisch nach einem festgelegten Zeitplan
nach den neuesten Sicherheitsupdates. Außerdem ist alles, was den Schutz der Daten

11   https://docs.google.com/

12   http://www.apple.com/de/macosx/what-is/security.html
                                                                                           12
angeht wie z.B. Automatisches Backup (Time Machine), Versionierung von Dokumenten
oder auch Festplattenverschlüsselung (FileVault) standardmäßig im Betriebssystem
enthalten.

Management
Will man Mac OS X im Unternehmen nativ unterstützen, kann man dies problemlos mit der
Serverversion von Mac OS X erledigen. Anders als bei vielen anderen Lösungen ist die
Serverversion für unter € 50 erhältlich. Zusammen mit der entsprechenden Hardware (in
diesem Fall ein Mac Mini) kostet das Management gerade einmal € 1.000. Bei anderen
Herstellern gibt es dafür nicht mal die Software-Lizenz. Neben vielen anderen Features
übernimmt der Mac OS X Server die komplette Verwaltung von OS X Clients. Alle Features
können direkt auf der Apple Website 13 nachgeschlagen werden.

Integration
Ein wesentlicher Punkt ist die Integration von Mac OS X in bestehende Microsoft Active
Directory Strukturen. Nativ kann Mac OS X zwar ein Active Directory zur Authentifizierung
nutzen, bei Group Policies allerdings hört die Unterstützung aber schon wieder auf. Will
man auf dieses Feature nicht verzichten, bleiben nur Lösungen wie z.B. Centrify Suite for
Mac OS X14. Hier kann dann auch ein Mac Client mit seinen spezifischen Eigenschaften
über die Group Policies vom Microsoft Active Directory komfortabel verwaltet werden.

Fazit
Prinzipiell ist der Einsatz von Mac OS X im Unternehmen problemlos und kostengünstig zu
realisieren. Zwar werden Unternehmen jetzt nicht ihre komplette Hardware und
Betriebssysteme durch Apple Geräte ersetzen, aber einzelne Geräte z.B. innerhalb eines
Bring Your Own Device Programms sind durchaus denkbar. Schaut man sich die
Verkaufszahlen von Apple an, werden jährlich immer mehr Apple Geräte auch in den
Unternehmen auftauchen. So wie iPhones und iPads schleichend den Weg in die
Unternehmen gefunden haben, wird es nicht lange dauern bis dies auch mit MacBooks
passiert.




13   http://www.apple.com/de/macosx/server/specs.html

14   http://www.centrify.com/directcontrol/mac_os_x.asp
                                                                                         13
Über den Autor
Thomas Krampe ist IT Architekt, Virtualization Evangelist und Autor von diversen
Whitepaper, Artikeln und Blogbeiträgen. Mit mehr als 15 Jahren Berufs- und
Projekterfahrung in Großkonzernen sowie weltweit agierenden Unternehmensberatungen
wurde er 2009 von Citrix als Citrix Technology Professional, einem ausgewählten Kreis
von derzeit 43 Personen weltweit, ausgezeichnet. Thomas Krampe hält zahlreiche
technische Zertifizierungen von Apple, Citrix sowie Microsoft. Zur Zeit ist Thomas Krampe
als Manager Enterprise Services bei der visionapp AG tätig und verantwortet mit einem
kleinen Team den 24/7 Betrieb einer Grid-Computing Umgebung von mehr als 2.500
Blade-Server bei einer deutschen Großbank. Zusätzlich hält er Vorträge und
Präsentationen auf vielen Veranstaltungen der Citrix Systems Inc., unter anderem auf der
Citrix Synergy in San Francisco und EMEA sowie bei den Citrix Geek-Speaks in den DACH
Regionen.

‣ http://www.thomas-krampe.com

‣ http://blog.thomas-krampe.com

‣ http://wiki.xenmaster.de

‣ http://www.iworm.de



Weiterführende Dokumente
‣ https://www.thomas-krampe.com/BringYourOwnDevice.html



Weiterführende Links zum Thema
‣ http://www.citrix.de/produkte/xendesktop/

‣ http://www.citrix.de/produkte/xenclient/

‣ http://www.citrix.de/produkte/receiver/technologie/geraete/

‣ http://www.parallels.com/de/products/desktop/enterprise

‣ http://www.vmware.com/products/fusion/overview.html

‣ http://www.virtualbox.org/

‣ http://www.apple.com/de/business/



                                                                                       14
© Thomas Krampe, 2011. Alle Rechte vorbehalten.
Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen, Konzepte und Ideen sind Eigentum von Thomas
Krampe. Eine Weitergabe, auch in Auszügen, ohne die Zustimmung von Thomas Krampe ist nicht gestattet.

Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen und Daten können sich ohne vorherige Ankündigung
ändern.

Alle in diesem Dokument verwendeten Marken- und Produktnamen sind Markenzeichen der entsprechenden
Eigentümer und werden als solche behandelt.
                                                                                                        Id: 082011-01 Version: 1.0




                                                                                                  15

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Der Mac im Unternehmen

  • 1. Apple im Unternehmen Macs im Business-Einsatz © 2011 Thomas Krampe - Alle Rechte vorbehalten.
  • 2. Inhaltsverzeichnis Einleitung ..............................................................................................................3 Die Nachteile .............................................................................................................4 Die Vorteile ...............................................................................................................5 Lösungsvorschläge ...............................................................................................7 Virtualisierung ...........................................................................................................7 Typ1 Hypervisor .......................................................................................................8 Typ2 Hypervisor .......................................................................................................8 Hosted Desktop Infrastruktur ....................................................................................10 Apple Boot Camp .....................................................................................................11 Cloud Computing .....................................................................................................12 Der Mac als nativer Client ...................................................................................12 Sicherheit ..............................................................................................................12 Management .........................................................................................................13 Integration ............................................................................................................13 Fazit ....................................................................................................................13 Über den Autor....................................................................................................14 Weiterführende Dokumente ...............................................................................14 Weiterführende Links zum Thema ......................................................................14 2
  • 3. Einleitung Für viele Unternehmen, gerade im Bereich von Werbung, Druck und Druckvorbereitung oder Marketing, sind Computer und Software von Apple schon seit vielen Jahren eine feste Größe und nicht mehr weg zu denken. Unternehmen aus den meisten anderen Branchen setzen bei der Wahl des Betriebssystems schon seit Beginn der PC Ära auf Microsoft Windows. Entsprechende Hardware in Form von Servern, Desktops oder Notebooks wird von den Hardwareherstellern wie z.B. IBM, DELL oder Hewlett Packard in großem Stil eingekauft. Bisher gab es auch keinen Grund, dies zu ändern, und Apple Hardware mit Mac OS X als Betriebssystem stellt für die meisten Unternehmen auch keine Alternative zum bisher verwendeten Windows dar. Die Gründe dafür sind durch aus verständlich, denn über die Jahre hat sich Microsoft Windows mit vielen Anwendungen im Unternehmen als Betriebssystem für Server und Clients etabliert. Die zwei wesentlichen Gründe, die gegen einen Einsatz von Apple Hard- und Software sprechen, liegen in der vorhandenen und gewachsenen Desktop- und Serverinfrastruktur in den Unternehmen. Fast alle größeren Unternehmen verwalten ihre Desktops über automatisierte Verfahren. Von der Installation der Clientbetriebssysteme über die Installation von Unternehmens- Anwendungen bis hin zum Management, also Anti-Virus, Endpoint Protection sowie Installation von Updates und Patches wird alles per automatischer Softwareverteilung von den IT-Abteilungen bereitgestellt. Die entsprechenden Backendsysteme basieren in der Regel auf Windows Systemen und stellen ebenfalls Managementapplikationen zur Verwaltung von Windows-Systemen zur Verfügung. Desktops unter Mac OS können in einer solchen Infrastruktur nur sehr eingeschränkt, in den meisten Fällen überhaupt nicht verwaltet werden. Eigentlich ist das Thema damit schon erledigt, denn die Kosten für eine Umrüstung auf eine Infrastruktur für die Unterstützung von Mac OS und entsprechender Hardware von Apple, scheint auf den ersten Blick unrentabel zu sein. Warum befasse ich mich trotzdem mit diesem Thema? Die Antwort ist relativ einfach, denn ob Sie es nun glauben oder nicht, Mac OS bzw. Apple Hardware hat schon längst den Weg in ihr Unternehmen gefunden. Sie glauben mir nicht? Dann schauen Sie sich doch mal um und zählen die iPhones und besonders die iPads in ihrem Unternehmen. Gerade mit diesen Ultra-mobilen Geräten ist Apple auf dem Vormarsch und in den meisten Unternehmen sind gerade die Smartphones von Apple schon lange Bestandteil der Infrastruktur, wenn auch nicht immer offiziell. Aber auch MacBooks sind in vielen Unternehmen bereits zu finden. Es ist also Zeit, sich dem Thema mal anzunehmen. 3
  • 4. Die Nachteile Spricht man mit CIO‘s, ist der Einsatz von Apple Hard- und Software kein Thema auf der Agenda. Wie allerdings in der Einleitung erwähnt, finden Apple Geräte schleichend den Weg ins Unternehmen. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es kein Unternehmen, in dem nicht zumindest das iPhone oder auch das iPad produktiv von den Mitarbeitern genutzt werden. Und auch MacBooks sind seit dem MacBook Air auf dem Vormarsch, auch in das Unternehmen. Aber was gibt es eigentlich für Nachteile bzw. Bedenken gegen Apple Endgeräte? ‣ Sicherheit Netzwerk- und insbesondere Datensicherheit ist bei den Antworten immer an oberster Stelle. Dabei geht es den Verantwortlichen bei dem Thema Netzwerksicherheit in erster Linie um Anti-Virus sowie Endpoint-Protection. Bei der Datensicherheit ist der Schutz der Unternehmensdaten auf dem Endgerät der Punkt, der den CIO‘s am Herzen liegt. Beide Themen greife ich später in meinen Lösungsverschlägen noch detaillierter auf. ‣ Management Management der Endgeräte ist auch ein gern genannter Nachteil. Gemeint ist hier in den meisten Fällen, das Update- und Patchmanagement. Aber auch Inventarisierung sowie Backup und Restore fallen in diese Kategorie. Auch hier gehe ich im weiteren Verlauf noch etwas detaillierter ein. ‣ Integration in die bestehende Infrastruktur Es soll auch CIO‘s geben, die sich Gedanken darüber machen, wie sie Apple Hardware sowie Mac OS X als Betriebssystem in die bestehende „Windows“ Infrastruktur integrieren. In der erster Linie betrifft das die Active Directory Infrasturktur und die diversen Sicherheitsrichtlinien, die über diesen Mechanismus auf das Endgerät kommen. ‣ Kompatibilität der Anwendungen Man kann es nicht einfach ignorieren. Fast alle Anwendungen im Unternehmen sind Windows Anwendungen und laufen nicht nativ auf Mac OS X. Einige wenige Anwendungen sind auch für Mac OS erhältlich, für andere gibt es gleichwertige Alternativen. Ein großer Teil allerdings wird überhaupt nicht unterstützt. ‣ Garantie Ein weiterer Punkt ist die Garantie bei Defekten an der Hardware. Ist es bei vielen großen Herstellern möglich, einen Vorort-Service zu kaufen, bietet Apple diesen Service leider nicht. Da aber auch die meisten Unternehmen bei ihren Windows Desktops in der 4
  • 5. Regel nur den Standard Support kaufen, ist Apple auch hier wieder in der Lage, diesen Support zu bieten. ‣ Unterschiedliche Betriebssysteme Ein weiterer Punkt, den ich noch erwähnen möchte, sind die unterschiedlichen Betriebssysteme. Wenn wir von Apple Hardware sprechen, müssen wir über zwei Betriebssysteme nachdenken. Bei den klassischen Clients, also MacBook, Mac Pro oder Mac Mini reden wir von Mac OS X (aktuell in der Version 10.7). Die Smartphones und Tablets von Apple werden aber mit einem völlig anderem Betriebssystem, dem iOS (aktuell in der Version 4.3) betrieben. Wenn auch das iOS perfekt mit dem Mac OS X zusammenarbeitet, ergeben sich bei der Verwaltung doch teilweise erhebliche Unterschiede. ‣ Support Über die Jahre hat sich der interne Help-Desk natürlich mit Hardware und Windows Betriebssystemen ein enormes Wissen aufgebaut. Kommen jetzt Apple Endgeräte ins Unternehmen, muss hier neues Know-How aufgebaut werden, um diese Benutzer bei Problemen zu unterstützen. ‣ Anwendungen / Software Dieser Punkt kommt in den meisten Diskussionen zum Thema Apple im Unternehmen immer zum Schluss und ist aber einer der wichtigsten Gründe, die gegen Apple sprechen. Für Mac OS existieren eine Reihe von Applikationen die durchaus mit ihren Pedanten unter Windows mithalten können. So existiert z.B. das Office Paket von Microsoft auch als Version für Mac OS und ist vollständig kompatibel. Seit Microsoft Office 2011 1 für Mac OS X sogar mit Outlook. Bei den weiteren Anwendungen wie z.B. Microsoft Visio oder Microsoft Project sieht es für den Mac nicht gut aus. Hier existieren zwar sehr gute Alternativen (OpenProject, OmniGraffle), jedoch bieten diese Anwendungen oft nicht die volle Kompatibilität. Reine Business-Anwendungen z.B. ERP oder CRM Systeme werden auf dem Mac nur über ein Webfrontend unterstützt. Native Client-Installationen sind für den Mac in der Regel nicht verfügbar. Die Vorteile Man mag es nun glauben oder nicht. Apple Hard- und Software hat auch diverse Vorteile gegenüber den Endgeräten anderer Hersteller bzw. Microsoft Windows als Betriebssystem auf diesen Endgeräten. Diese Vorteile sind es sicher auch, die den Benutzer dazu 1 http://www.microsoft.com/germany/mac 5
  • 6. veranlassen, sich ein Endgerät aus dem Hause Apple zu kaufen und damit auch im Unternehmen zu arbeiten. Eine kurze und sicherlich nicht vollständige Liste nachfolgend. ‣ Stabilität Auch wenn Microsoft mit Windows 7 einiges an Stabilität in das Betriebssystem gebracht hat (viele werden sich schmerzlich an Windows ME oder kürzlich erst Windows Vista erinnern), gilt Mac OS mit seiner Unix Basis als eines der stabilsten Betriebssysteme. Die von Windows bekannten BlueScreens (BSOD) oder auch nicht mehr reagierende Anwendungen, die das komplette System einfrieren, sind unter Mac OS X weitestgehend ausgeschlossen. ‣ Sicherheit Durch die Unix Basis gilt Mac OS auch als eines der sichersten Betriebssysteme. Viren und Malware sind auf einem Mac noch kein Problem. Windows dagegen kennt zur Zeit mehr als eine viertel Million dieser Schädlinge. Für den Mac existieren derzeit etwa 40 Viren (fast alle greifen die Mac Version von Microsoft Office an), wobei in der freien Wildbahn keiner mehr davon gesehen wurde. Fairerweise muss man allerdings zugeben, dass Windows auch weiter verbreitet und deshalb auch ein lohnenswerteres Ziel ist. ‣ Easy to use Persönliche Erfahrungen sowie Anwenderberichte 2 bestätigen dies. Ein Mac oder auch ein iOS Gerät lässt sich von jedermann ohne spezielle Kenntnisse einrichten und bedienen. Selbst kleine Kinder kommen mit dem iPad innerhalb weniger Stunden klar. Dies ist aber auch das klare Konzept hinter jedem Apple Gerät. Bei Mac OS gibt es keine Treiberprobleme mit inkompatibler Hardware. Was im Vergleich zu Windows auch nicht schwer ist. Mac OS X unterstützt ausschließlich Apple Hardware und als Hardwarehersteller kann Apple sein Betriebssystem natürlich perfekt an diese anpassen. Bei Microsoft, als reiner Softwarehersteller ist natürlich die Anzahl an unterstützter Hardware für Windows Systeme um ein vielfaches höher als bei Mac OS. Zum Beispiel ein No-Name USB Gerät wird mit Sicherheit entsprechende Treiber für Windows enthalten, für Mac OS X wird es hier dann schon problematisch. ‣ Installationen, Updates und Patches Auf einem Mac läuft alles sehr zuverlässig – da macht auch das Aktualisieren auf ein neues Betriebssystem keine Ausnahme. Mac OS X überprüft alle Programme, um zu sehen, ob sie kompatibel sind. Programme, bei denen Kompatibilitätsprobleme bekannt sind, werden zur Seite gestellt. Besonders praktisch ist, dass beim Aktualisieren des 2 http://www.apple.com/de/business/profiles/ 6
  • 7. Betriebssystems die Festplatte nicht neu formatiert wird und alle kompatiblen Programme, Dateien und Einstellungen beibehalten werden. Die neue Version von Mac OS X 10.7 wird sich z.B. ohne Datenträger einfach aus dem Apple App Store mit einem Mausklick installieren lassen. Versuchen Sie das mal mit Windows 7. Wer gerade eine Windows 7 Migration hinter sich hat (oder noch vor sich), wird das zu schätzen wissen. Anwendungen werden (in der Regel) nicht installiert, sondern lediglich in den entsprechenden Ordner kopiert. Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass nicht mehr benötigte Anwendungen einfach und (meist) rückstandsfrei wieder gelöscht werden können. Keine Probleme mit einer anwachsenden Registry oder Fragmente der Anwendung, welche zurückbleiben und das System ausbremsen können. Lösungsvorschläge Möchte oder besser gesagt, muss man sich nun mit Mac OS X oder iOS Geräten im Unternehmen beschäftigen, bleibt es nicht aus, sich mit den eingangs erwähnten Nachteilen zu beschäftigen. Um nun Apple Hard- und Software im Unternehmen zu unterstützen, und zugleich auch die vor genannten Probleme zu adressieren, existieren diverse Lösungsansätze. Nachfolgend beschreibe ich die drei viel versprechendsten im Detail. Virtualisierung Die Virtualisierungstechnologie hat sich seit einigen Jahren einen festen Platz in der IT gesichert. Angefangen bei der Virtualisierung von Servern, wird heute so ziemlich alles virtualisiert, was sich auch nur irgendwie virtuell Abbilden lässt. Seit einiger Zeit ist auch die Desktop-Virtualisierung (auch als Virtual Desktop Infrastructure oder Hosted Desktop Infrastructure bezeichnet) ein großes Thema bei den CIO‘s. Die Virtualisierung des Desktops ist allerdings kein neues Thema, wir erinnern uns sicher an die Anfänge mit VMWare Workstation für Test- oder Entwicklungssysteme. Auch für unser Problem ist diese Form der Virtualisierung ein möglicher Lösungsweg. Durch die Virtualisierungsschicht kann ein vollwertiges Windows innerhalb einer virtuellen Maschine, mit allen Management- und Anwendungsvorteilen der bestehenden Infrastruktur auf einem Mac zur Verfügung gestellt werden. Die IT-Abteilungen müssen sich keine Sorgen über Mac OS als Betriebssystem machen, da sie vollwertige Windows Betriebssysteme auf dem Mac betreiben können. Und der Anwender kann parallel dazu die Vorzüge von Mac OS und die Apple Hardware nutzen. Für diese Virtualisierung von Windows auf Apple Hardware stehen uns diverse technische Lösungen zur Verfügung. 7
  • 8. Typ1 Hypervisor Ein Typ1 Hypervisor3 wäre der Idealzustand. Hierbei handelt es sich um eine relativ kleine Software, die direkt auf der zugrundeliegenden Hardware betrieben wird. Diese Software (Typ1 Hypervisor) stellt alle Funktionen zur Verfügung, um virtuelle Maschinen zu erstellen, zu verwalten und zu nutzen. Aktuell existiert für die Virtualisierung von Clients auf Basis eines Typ1 Hypervisors nur ein einziges Produkt, der Citrix XenClient 4. Der XenClient ermöglicht es mehrere virtuelle Maschinen, sicher voneinander getrennt, auf einer gemeinsamen Hardware zu betreiben. Leider ist diese Lösung noch nicht für unser Szenario einsetzbar. Aus der Sicht von Citrix wäre eine Unterstützung von Apple Hardware problemlos möglich, leider unterstützen die Apple Lizenzbedingungen jedoch eine Virtualisierung von Mac OS X auf dem Endgerät „noch“ nicht. Aber auch Apple wird sich diesem Markt nicht mehr lange verschließen können. Citrix XenClient - Übersicht der installierten virtuellen Maschinen Typ2 Hypervisor Der Typ2 Hypervisor ist die klassische Version der Desktop Virtualisierung. Hierbei wird auf einem auf der Hardware installiertem Betriebssystem (idR. Microsoft Windows) eine Anwendung zur Virtualisierung weiterer Systeme installiert. Auch die zuvor erwähnte und aus „alten Zeiten“ bekannte VMWare Workstation gehört zu diesem Typ der Virtualisierung. Für Mac OS gibt es ebenfalls eine ganze Reihe von Applikationen, die als 3 http://de.wikipedia.org/wiki/Hypervisor 4 http://www.citrix.de/produkte/xenclient/ 8
  • 9. Typ2 Hypervisor fungieren. Die bekannteste Anwendung in der Mac Welt ist Parallels Desktop5 für Mac OS, aber auch VMWare bietet eine Lösung auf Basis eines Typ2 Hypervisors mit dem Namen VMWare Fusion 6 für Mac OS an. Beide Anwendungen liegen im Listenpreis bei etwa EUR 80,00 pro Lizenz/Endgerät. Aber es geht auch kostenlos. Mit VirtualBox 7 bietet Oracle einen Typ2 Hypervisor an, der sich hinter den beiden kostenpflichtigen Lösungen in puncto Features nicht verstecken muss. Parallels allerdings hat den Trend von Macs‘ im Unternehmen bereits aufgegriffen und bietet mit Parallels Desktop 6 Enterprise Edition eine Lösung, mit der auch die Verwaltung der virtuellen Maschinen ermöglicht werden sollen. Mit dieser Enterprise Version adressiert Parallels gerade Unternehmen durch zusätzliche Tools für Massen Roll-Outs, Software Richtlinien und einer an Unternehmen angepassten Lizenzierung. Entsprechende Tools und Versionen werden von den anderen Herstellern sicher kurzfristig folgen. Parallels Desktop - Windows 7 als virtuelle Maschine auf dem Mac Der Nachteil einer Typ2 Hypervisor Lösung ist, dass die Ressourcen der Hardware nicht vollständig genutzt werden können, da sie auf einem bereits installierten Betriebssystem aufsetzen, das ja ebenfalls einen nicht unerheblichen Teil der verfügbaren Ressourcen der Hardware benötigt. Bei reinen Office Anwendungen stellt dies in der Regel kein Problem 5 http://www.computerwoche.de/software/software-infrastruktur/2490374/ 6 http://www.vmware.com/products/fusion/overview.html 7 http://www.virtualbox.org/ 9
  • 10. dar. Will mit jedoch mit Anwendungen arbeiten, die intensiven Gebrauch von der Hardware machen, wie z.B. CAD/CAM Anwendungen oder auch großen und umfangreichen Tabellen, stößt man mit einem Typ2 Hypervisor sehr schnell an die Grenzen des machbaren. In kleinen bis mittleren Unternehmen, die nur eine überschaubare Anzahl von Apple Geräten einsetzen, ist dies allerdings eine durchaus brauchbare Lösung. Hosted Desktop Infrastruktur Eine Hosted Desktop Infrastruktur, Hosted Shared Desktop oder auch Virtual Desktop Infrastruktur ist die mit Abstand teuerste (falls noch nicht im Unternehmen vorhanden) aber auch viel versprechendste Lösung. Wie im Namen schon angedeutet, betrifft diese Lösung die komplette Infrastruktur. Hierfür sind nicht nur entsprechende Server und Storage Systeme im Rechenzentrum nötig, sondern auch die Infrastruktur für den Remote Access muss entsprechend geplant und zur Verfügung gestellt werden. Der wesentliche Vorteil einer solchen Lösung, ist der sichere Betrieb des Windows Desktops sowie aller benötigten Anwendungen im eigenen Rechenzentrum. Der wesentliche Nachteil ist die fehlende Offline Verfügbarkeit. Entsprechende Produkte für die Implementierung kommen Citrix XenDesktop - Windows 7 als virtueller Desktop auf einem Mac mit dem Citrix Receiver hier von Citrix, Microsoft und VMWare. Eine solche Infrastruktur ausschließlich für die Unterstützung von einigen wenigen Apple Endgeräten aufzubauen, würde den finanziellen Rahmen bei vielen Unternehmen sicher übersteigen. Wer aber schon VDI im Unternehmen zur Verfügung stellt, für den könnte es eine annähernd ideale Lösung sein. 10
  • 11. Besonders interessant dabei ist, dass auf dem Endgerät lediglich ein kleiner Client benötigt wird. Die Windows Umgebung (als virtuelle Maschine) sowie die entsprechenden Anwendungen (meist über Terminalserver8) werden dem Benutzer aus dem Rechenzentrum zur Verfügung gestellt. Hierbei befinden sich die Applikationen und natürlich die benötigten Daten im Rechenzentrum des Unternehmens und nicht auf dem Endgerät. In der Regel existiert ein entsprechender Client 9 auch für die mobile Apple Endgeräte wie z.B. iPhone und iPad. Inklusive aller benötigten Lizenzen und der entsprechenden Hardware kommen hier schnell EUR 500 - EUR 750 pro Arbeitsplatz zusammen. Für kleine und mittlere Unternehmen existiert auch eine „Einsteigerlösung“ von Kaviza10, die eine VDI-in-the-Box Lösung mit günstigeren Lizenzkosten (zwischen EUR 270 - EUR 370 pro Arbeitsplatz) anbieten. Weiterführende Informationen über VDI werde ich in einem zukünftigen Dokument noch behandeln, in diesem Dokument würde dies den Rahmen erheblich überschreiten. Apple Boot Camp Seit der Einführung von Intel basierten Macs‘ ist es auch möglich, Microsoft Windows (als 32bit und sogar als 64bit Version) auf diesen Endgeräten zu installieren. Apple bietet hierfür seit Mac OS X einen Assistenten, um auf einem Macintosh Rechner eine zweite, bootfähige Windows Partition zu betreiben. Anders als bei den vorher beschriebenen Virtualisierungslösungen, bei denen beide Betriebsystem zur gleichen Zeit betrieben werden können, handelt es sich bei Apple‘s Boot Camp um ein Dual Boot System. Hier kann dann entweder Mac OS oder Windows gestartet werden. 8 http://www.citrix.de/produkte/xenapp/ 9 http://www.citrix.de/produkte/receiver/technologie/geraete/ 10 http://www.kaviza.com/ 11
  • 12. Diese Lösung ist zwar kostenlos (Windows Lizenzen ausgenommen) in Mac OS X enthalten- für die meisten Benutzer von Apple Endgeräten aber keine wirkliche Alternative sondern eher eine Notlösung. Cloud Computing Wenn ich hier zum Teil neue Technologien vorschlage, dann gehört das Cloud Computing definitiv auch als Lösungsvorschlag in dieses Dokument. Allerdings ist in diesem Zusammenhang nur ein kleiner Teil des Cloud Computing Konzepts interessant. Im wesentlichen ist hier die Rede von S-a-a-S, also Software-as-a-Service. Applikationen als Service einzukaufen, wird schon seit einiger Zeit heiß diskutiert. Zur Zeit lassen sich jedoch noch nicht alle Business Applikationen aus der Cloud betreiben. Aber die Angebote werden täglich mehr. Als Beispiel lässt sich hier Google nennen. Mit Google Docs11 bietet Google ein „fast“ komplettes Office Paket, das vollständig im Browser läuft, an. Spezielle Business Applikation wie z.B. SAP werden kurzfristig folgen. Gerade bei der SAP ist Cloud Computing schon sehr lange ein Thema. Sicherlich werden sich nicht alle individuellen Anwendungen für große Unternehmen als Dienstleistung aus der Cloud beziehen lassen- allerdings können kleine Unternehmen alle nötigen (Office, Buchhaltung, CRM, Projektplanung oder Billing) Anwendungen (Office, Buchhaltung, CRM, Projekt- planung oder Billing) bereits vollständig aus der Cloud nutzen. Der Mac als nativer Client Alle zuvor beschriebenen Lösungsvorschläge befassen sich damit, Microsoft Windows auf Apple Hardware zu betreiben. Dies hat bei reinen Windows Infrastrukturen, gerade bei den Themen Management und Unterstützung von Anwendungen auch große Vorteile. Aber man kann Apple Hardware und Mac OS auch völlig ohne Windows im Unternehmen nutzen. Sicher kann man die fehlende Unterstützung von speziellen Business Anwendungen, die nur als Windows Version erhältlich sind, nicht einfach weg diskutieren. In vielen Unternehmen werden aber zusätzlich zu den Standardanwendungen (z.B. E-Mail, Kalender, Adressbuch, Textverarbeitung) bereits viele Unternehmensanwendungen auch web-basierend (z.B. Microsoft Outlook Webaccess) zur Verfügung gestellt. Sicherheit Macs sind gleich nach dem Auspacken sicher, denn sie verfügen über eine Reihe fortschrittlicher Technologien 12, die vor Viren und Malware schützen und für sichere Online-Aktivitäten sorgen. Mac OS X sucht automatisch nach einem festgelegten Zeitplan nach den neuesten Sicherheitsupdates. Außerdem ist alles, was den Schutz der Daten 11 https://docs.google.com/ 12 http://www.apple.com/de/macosx/what-is/security.html 12
  • 13. angeht wie z.B. Automatisches Backup (Time Machine), Versionierung von Dokumenten oder auch Festplattenverschlüsselung (FileVault) standardmäßig im Betriebssystem enthalten. Management Will man Mac OS X im Unternehmen nativ unterstützen, kann man dies problemlos mit der Serverversion von Mac OS X erledigen. Anders als bei vielen anderen Lösungen ist die Serverversion für unter € 50 erhältlich. Zusammen mit der entsprechenden Hardware (in diesem Fall ein Mac Mini) kostet das Management gerade einmal € 1.000. Bei anderen Herstellern gibt es dafür nicht mal die Software-Lizenz. Neben vielen anderen Features übernimmt der Mac OS X Server die komplette Verwaltung von OS X Clients. Alle Features können direkt auf der Apple Website 13 nachgeschlagen werden. Integration Ein wesentlicher Punkt ist die Integration von Mac OS X in bestehende Microsoft Active Directory Strukturen. Nativ kann Mac OS X zwar ein Active Directory zur Authentifizierung nutzen, bei Group Policies allerdings hört die Unterstützung aber schon wieder auf. Will man auf dieses Feature nicht verzichten, bleiben nur Lösungen wie z.B. Centrify Suite for Mac OS X14. Hier kann dann auch ein Mac Client mit seinen spezifischen Eigenschaften über die Group Policies vom Microsoft Active Directory komfortabel verwaltet werden. Fazit Prinzipiell ist der Einsatz von Mac OS X im Unternehmen problemlos und kostengünstig zu realisieren. Zwar werden Unternehmen jetzt nicht ihre komplette Hardware und Betriebssysteme durch Apple Geräte ersetzen, aber einzelne Geräte z.B. innerhalb eines Bring Your Own Device Programms sind durchaus denkbar. Schaut man sich die Verkaufszahlen von Apple an, werden jährlich immer mehr Apple Geräte auch in den Unternehmen auftauchen. So wie iPhones und iPads schleichend den Weg in die Unternehmen gefunden haben, wird es nicht lange dauern bis dies auch mit MacBooks passiert. 13 http://www.apple.com/de/macosx/server/specs.html 14 http://www.centrify.com/directcontrol/mac_os_x.asp 13
  • 14. Über den Autor Thomas Krampe ist IT Architekt, Virtualization Evangelist und Autor von diversen Whitepaper, Artikeln und Blogbeiträgen. Mit mehr als 15 Jahren Berufs- und Projekterfahrung in Großkonzernen sowie weltweit agierenden Unternehmensberatungen wurde er 2009 von Citrix als Citrix Technology Professional, einem ausgewählten Kreis von derzeit 43 Personen weltweit, ausgezeichnet. Thomas Krampe hält zahlreiche technische Zertifizierungen von Apple, Citrix sowie Microsoft. Zur Zeit ist Thomas Krampe als Manager Enterprise Services bei der visionapp AG tätig und verantwortet mit einem kleinen Team den 24/7 Betrieb einer Grid-Computing Umgebung von mehr als 2.500 Blade-Server bei einer deutschen Großbank. Zusätzlich hält er Vorträge und Präsentationen auf vielen Veranstaltungen der Citrix Systems Inc., unter anderem auf der Citrix Synergy in San Francisco und EMEA sowie bei den Citrix Geek-Speaks in den DACH Regionen. ‣ http://www.thomas-krampe.com ‣ http://blog.thomas-krampe.com ‣ http://wiki.xenmaster.de ‣ http://www.iworm.de Weiterführende Dokumente ‣ https://www.thomas-krampe.com/BringYourOwnDevice.html Weiterführende Links zum Thema ‣ http://www.citrix.de/produkte/xendesktop/ ‣ http://www.citrix.de/produkte/xenclient/ ‣ http://www.citrix.de/produkte/receiver/technologie/geraete/ ‣ http://www.parallels.com/de/products/desktop/enterprise ‣ http://www.vmware.com/products/fusion/overview.html ‣ http://www.virtualbox.org/ ‣ http://www.apple.com/de/business/ 14
  • 15. © Thomas Krampe, 2011. Alle Rechte vorbehalten. Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen, Konzepte und Ideen sind Eigentum von Thomas Krampe. Eine Weitergabe, auch in Auszügen, ohne die Zustimmung von Thomas Krampe ist nicht gestattet. Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen und Daten können sich ohne vorherige Ankündigung ändern. Alle in diesem Dokument verwendeten Marken- und Produktnamen sind Markenzeichen der entsprechenden Eigentümer und werden als solche behandelt. Id: 082011-01 Version: 1.0 15