iPolitics und Partizipation

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Formen politischer Beteiligung im Netz

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iPolitics und Partizipation

  1. 1. iPolitics und Partizipation <ul><li>Möglichkeiten politischer Beteiligung im Netz </li></ul><ul><li>Verteidigung der Diplomarbeit </li></ul><ul><li>22.09.2010 </li></ul><ul><li>Ingo Caesar </li></ul>http://people.oii.ox.ac.uk/escher/wp-content/uploads/2008/07/wir-sind-das-web.jpg
  2. 2. Abstract <ul><li>Ermöglichen Social Media mehr Transparenz, mehr Kontrolle und mehr Partizipation? </li></ul><ul><li>Welche Social Media Ansätze gibt es in westlichen Demokratiemodellen auf verschiedenen Ebenen (Bottom-up, Top-down: Open Book Government)? </li></ul><ul><li>Welche Bedeutung kommt demgegenüber Social Media in repressiven Systemen wie China zu? </li></ul>
  3. 3. Bedeutung für die Informationswissenschaft <ul><li>Völlig neue Kommunikationssituation im Netz </li></ul><ul><li>Neuverhandlung klassischer Informationsaufgaben </li></ul><ul><li>Befreiung von der althergebrachten Informationsversorgung </li></ul>
  4. 4. Zentrale Begriffe <ul><li>iPolitics = ich mache Politik mithilfe des Netzes </li></ul><ul><li>Social Media </li></ul>
  5. 5. Bedeutung des Social Media Einsatzes <ul><li>“ […] death of culture (Andrew Keen, 2007) </li></ul><ul><li>its rebirth (Lawrence Lessig, 2007) </li></ul><ul><li>a democratizing force (Jennifer Granick, 2006) </li></ul><ul><li>the worst kind of centralization ( Dmytri Kleiner and Brian Wyrick, 2007) </li></ul><ul><li>an ideology </li></ul><ul><li>technical evolution. </li></ul><ul><li>It has been said to harness collective intelligence </li></ul><ul><li>but also to encourage mob stupidity. […]” </li></ul>( Everitt, Dave/Mills, Simon (2009): &quot;Cultural Anxiety 2.0&quot;. In: Media, Culture & Society 31, H. 5, S. 755 )
  6. 6. Meine These <ul><li>Social Media Anwendungen verheißen mehr Transparenz, Kontrolle und Partizipation! </li></ul>
  7. 10. Digitale Demokratieansätze
  8. 11. Top-Down Bottom-Up
  9. 15. Vorteile Bottom-up Plattformen <ul><li>BürgerInnen-Journalismus und die Dokumentation von PolitikerInnentätigkeit führen zu mehr Transparenz </li></ul><ul><li>Dokumentation bedeutet zugleich ein Kontrollinstrument </li></ul><ul><li>Aber: Erkennbarkeit von mehr Partizipation/Verantwortung ist fragwürdig! </li></ul>
  10. 16. Open Book Government Kaczorowski, Willi (2009): &quot;eGovernment neu ausrichten. Mehr Demokratie wagen – vor allem nach den Wahlen. Vorschläge zum Ausbau von Offenheit und Transparenz im alltäglichen Regierungs- und Verwaltungshandeln.&quot;. In: Heuermann, Hendrik/Reinhard, Ulrike (Hg.): Reboot_D - Digitale Demokratie. Alles auf Anfang. Neckarhausen: whois, S. 36.
  11. 18. Open Book Government <ul><li>Stärkerer Rückhalt in der Bevölkerung = mehr Vertrauen in die Regierung </li></ul><ul><li>Positiver Rückkopplungseffekt </li></ul>
  12. 19. Kritische Aspekte <ul><li>Ausbeutung der Informationsarbeitenden </li></ul><ul><li>Wem gehören die Inhalte? </li></ul><ul><li>Zuviel Informationen </li></ul><ul><li>Neue Diskursqualität fragwürdig </li></ul><ul><li>Datenschutzprobleme </li></ul>
  13. 20. Pro/Kontra Social Media = mehr Partizipation? Ebene Pro Kontra Vernetzung Dezentralisierung Zentralisierung Kommunikation Freiheit im persönlichen Ausdruck Jeder kann Content produzieren Viele werden erreicht Begrenzte Aufmerksamkeit Vermarktung des eigenen Contents Verlust der informationellen Selbstbestimmung Zugang zum Wissen Frei zugängliches Wissen Datenmüll; Meinungen, nicht Fakten dominieren
  14. 21. Pro/Kontra II Ebene Pro Kontra Partizipation Digitale Beteiligung Bessere Vernetzung von Behörden und BürgerInnen, neue Diskursmöglichkeiten Nur auf unterer und mittlerer Ebene denkbar Nicht alle Entscheidungen können gemeinsam getroffen werden Auswirkungen auf Politik nicht empirisch geklärt, nur begrenzter Einzug neuer Anwendungen in politische Arenen
  15. 22. Social Media in China http://blog.amazink.de/img/Shanghai_Skyline.jpg
  16. 23. http://i.zdnet.com/blogs/green_dam_youth_escort.png http://cnreviews.com/wp-content/uploads/2009/06/lvba.png
  17. 25. Liberalisierungseffekte <ul><li>Konsumorientierung Chinas führt zu breiterem Internetdiskurs und zu Kontrollverlust auf Seiten der KPCh </li></ul><ul><li>Opposition gewinnt höheres Einflusspotential </li></ul><ul><li>Der Social Media Diskurs kann zu einer aufkeimenden Zivilgesellschaft beitragen </li></ul>
  18. 26. Fazit <ul><li>Ja, Social Media sind in China bedeutsam für die politische Partizipation und für eine aufkeimende Zivilgesellschaft! </li></ul><ul><li>Vollkommen unterschiedliche Bedeutung in verschiedenen politischen Systemen </li></ul>http://latina-press.com/media/2009/11/China.jpg
  19. 27. Fazit II <ul><li>Neuer Kommunikationskanal in Demokratien </li></ul><ul><li>Ergänzung/Erweiterung der Dialogmöglichkeiten der Politik (Top-Down/Bottom-Up Mediation) </li></ul><ul><li>These: Zivilgesellschaft kann mithilfe von Social Media Anwendungen stärker werden </li></ul>
  20. 28. Vielen Dank für das Interesse! <ul><li>The floor is open! </li></ul><ul><li>Ingo Caesar </li></ul><ul><li>[email_address] </li></ul>http://people.oii.ox.ac.uk/escher/wp-content/uploads/2008/07/wir-sind-das-web.jpg

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