Außer Kontrolle: Die Macht ist nicht
mehr mit Dir – Die Stimme der Vielen
               im Netz
 
    These: Ein soziales
     Netzwerk ist ein
 ZUSÄTZLICHER KANAL in
   der Kommunikation:
Ablehnung – Zustimmung?
Kuscheltiere der
    Kommunikation
  Kontrollillusionen: „Kanal“
 insinuiert Steuerbarkeit und
Kontrolle, also das Kanalisieren
     von Kommunikation.
 
 
“Ein Kontrollverlust entsteht, wenn die Komplexität der Interaktion
  von Informationen die Vorstellungsfähigkeiten eines Subjektes
übersteigt.” (Kontrollverlust-„Chefdenker“ Michael Seemann, 2011)
     http://www.ctrl-verlust.net/kontrolle-und-kontrollverlust/

Kontrolle ist der Versuch, mithilfe eines Archivs, die Zukunft durch
       die Erwartungswerte der Vergangenheit zu ersetzen.
     Die Kontrollgesellschaft wäre also eine Gesellschaft der
Vorhersagbarkeit, eine Gesellschaft ohne Zukunft – das heißt ohne
                              Ereignis.

                    Endlichkeit der Dokumente.

  Als Kontrast eine Aussage von Google-Chairman Eric Schmidt:
Innerhalb von 48 Stunden werden so viele Daten produziert, wie seit
          dem Beginn der Menschheit bis zum Jahr 2003.

Wir erleben also täglich den Bau einer Bibliothek von Babel, die der
               Schriftsteller Borges beschrieben hat.
Zettelkasten-Soziologe Niklas Luhmann und die
                Computertechnik
  Mit der Computerkommunikation wird die Eingabe von
Daten und das Abrufen von Informationen soweit getrennt,
 dass keinerlei Identität mehr besteht. Wer etwas eingibt,
 weiß nicht, was auf der anderen Seite entnommen wird.

 Die Autorität der Quelle wird entbehrlich, sie wird durch Technik annulliert
 und ersetzt durch die Unbekanntheit der Quelle. Es ist ein Angriff auf die
„Autorität“ der Experten. Fast jeder hat mittlerweile die Möglichkeit, die
  Aussagen von Wissenschaftlern, Journalisten, Unternehmern oder
             Politikern am eigenen Computer zu überprüfen.
Internet ist dezentral, unberechenbar und nicht kontrollierbar
   
    Anarchistisches Potential – Herrschaftsfreier Diskurs –
    Kontrollverlust - Soziale Haut – Normative Regeln der
                          Gesellschaft

   Katz und Maus-Spiel: Staat reagiert auf jeden Impuls des
   Netzes mit neuen Regulierungen – Zensursula-Debatte,
         Netzsperren, Aufhebung der Netzneutralität,
 Vorratsdatenspeicherung , Urheberrecht – Netz reagiert mit
  neuen Formen subversiver Unterwanderung: Verbot von
   thepiratebay.org (Filesharing) führte zur Gründung der
  Piratenpartei in Schweden – Einzug ins Europaparlament
Die öffentliche Meinung ist nicht mehr die veröffentlichte Meinung
            Warum die Kanzlerin mit dem Internet hadert
„Selbst in den 20 Jahren, in denen ich selbst in der Politik aktiv bin, hat sich
 das politische Geschäft noch einmal erheblich beschleunigt! Nachrichten
 werden heute sehr viel schneller alt. Die Vielzahl der Medien, vom Internet
 bis zu den zahlreichen Fernsehsendern, verlangt von Politikern ein immer
                           schnelleres Reagieren.“

Durch diesen „sehr großen technischen Wandel“ sei es schwerer geworden,
  „alle Menschen, alle Generationen zu erreichen, denn diese nutzen die
           einzelnen Medien mittlerweile sehr unterschiedlich“.

 Erkenntnis der CDU-Politikerin: „Es gibt nicht mehr nur eine Öffentlichkeit,
sondern viele Öffentlichkeiten, die ganz verschieden angesprochen werden
                                   müssen.“
In diesem Buch werden nicht nur die wichtigsten Erkenntnisse
     aus der Meinungsforschung zur öffentlichen Meinung
präsentiert, sondern ein historischer Abriss von der Antike bis
                       in unsere Tage.
 Massenmedien waren die treibende Kraft bei der Bildung
     von öffentlicher Meinung. In der Regel folgte das
Meinungsklima dem Medientenor. Nur in Ausnahmefällen
     wich die Mehrheitsmeinung der Bevölkerung vom
    Medientenor ab: Noelle-Neumann bezeichnete das als
                 doppeltes Meinungsklima.
Luhmann spricht von Aufmerksamkeitsregeln

  Er vermutet, dass das politische System, soweit es auf
        öffentlicher Meinung beruht, gar nicht über
Entscheidungsregeln, sondern über Aufmerksamkeitsregeln
  nach der Agenda-Setting-Funktion der klassischen
                   Medien bestimmt wird.
Merkel spürt, dass diese alten Regeln nicht mehr
                        gelten.

Das doppelte oder dreifache Meinungsklima wird
wohl bald die Regel und nicht mehr die Ausnahme
                      sein.

         Soziale Kettenreaktionen im Netz!

 Neue digitale Öffentlichkeit: Hier sind die Medien,
dort die Menschen – diese Differenz kann man nicht
                   mehr ziehen.
“Habt Ihr noch Anregungen für den
Vortrag. Bis morgen Abend könnte ich
     ein paar Ideen noch ganz gut
             gebrauchen.”

 Antwort eines Blog-Kommentators:
 Aber gerne: bleib daheim, wenn Du
      selber nix zu sagen hast.
Außer Kontrolle: Meine
 Ehe nach nur sechs
Monaten – Die Macht ist
  nicht mehr mit mir

Außer Kontrolle

  • 1.
    Außer Kontrolle: DieMacht ist nicht mehr mit Dir – Die Stimme der Vielen im Netz
  • 2.
      These: Ein soziales Netzwerk ist ein ZUSÄTZLICHER KANAL in der Kommunikation: Ablehnung – Zustimmung?
  • 3.
    Kuscheltiere der Kommunikation Kontrollillusionen: „Kanal“ insinuiert Steuerbarkeit und Kontrolle, also das Kanalisieren von Kommunikation.
  • 5.
  • 8.
  • 9.
    “Ein Kontrollverlust entsteht,wenn die Komplexität der Interaktion von Informationen die Vorstellungsfähigkeiten eines Subjektes übersteigt.” (Kontrollverlust-„Chefdenker“ Michael Seemann, 2011) http://www.ctrl-verlust.net/kontrolle-und-kontrollverlust/ Kontrolle ist der Versuch, mithilfe eines Archivs, die Zukunft durch die Erwartungswerte der Vergangenheit zu ersetzen. Die Kontrollgesellschaft wäre also eine Gesellschaft der Vorhersagbarkeit, eine Gesellschaft ohne Zukunft – das heißt ohne Ereignis. Endlichkeit der Dokumente. Als Kontrast eine Aussage von Google-Chairman Eric Schmidt: Innerhalb von 48 Stunden werden so viele Daten produziert, wie seit dem Beginn der Menschheit bis zum Jahr 2003. Wir erleben also täglich den Bau einer Bibliothek von Babel, die der Schriftsteller Borges beschrieben hat.
  • 11.
    Zettelkasten-Soziologe Niklas Luhmannund die Computertechnik Mit der Computerkommunikation wird die Eingabe von Daten und das Abrufen von Informationen soweit getrennt, dass keinerlei Identität mehr besteht. Wer etwas eingibt, weiß nicht, was auf der anderen Seite entnommen wird. Die Autorität der Quelle wird entbehrlich, sie wird durch Technik annulliert und ersetzt durch die Unbekanntheit der Quelle. Es ist ein Angriff auf die „Autorität“ der Experten. Fast jeder hat mittlerweile die Möglichkeit, die Aussagen von Wissenschaftlern, Journalisten, Unternehmern oder Politikern am eigenen Computer zu überprüfen.
  • 12.
    Internet ist dezentral,unberechenbar und nicht kontrollierbar   Anarchistisches Potential – Herrschaftsfreier Diskurs – Kontrollverlust - Soziale Haut – Normative Regeln der Gesellschaft Katz und Maus-Spiel: Staat reagiert auf jeden Impuls des Netzes mit neuen Regulierungen – Zensursula-Debatte, Netzsperren, Aufhebung der Netzneutralität, Vorratsdatenspeicherung , Urheberrecht – Netz reagiert mit neuen Formen subversiver Unterwanderung: Verbot von thepiratebay.org (Filesharing) führte zur Gründung der Piratenpartei in Schweden – Einzug ins Europaparlament
  • 13.
    Die öffentliche Meinungist nicht mehr die veröffentlichte Meinung Warum die Kanzlerin mit dem Internet hadert
  • 14.
    „Selbst in den20 Jahren, in denen ich selbst in der Politik aktiv bin, hat sich das politische Geschäft noch einmal erheblich beschleunigt! Nachrichten werden heute sehr viel schneller alt. Die Vielzahl der Medien, vom Internet bis zu den zahlreichen Fernsehsendern, verlangt von Politikern ein immer schnelleres Reagieren.“ Durch diesen „sehr großen technischen Wandel“ sei es schwerer geworden, „alle Menschen, alle Generationen zu erreichen, denn diese nutzen die einzelnen Medien mittlerweile sehr unterschiedlich“. Erkenntnis der CDU-Politikerin: „Es gibt nicht mehr nur eine Öffentlichkeit, sondern viele Öffentlichkeiten, die ganz verschieden angesprochen werden müssen.“
  • 16.
    In diesem Buchwerden nicht nur die wichtigsten Erkenntnisse aus der Meinungsforschung zur öffentlichen Meinung präsentiert, sondern ein historischer Abriss von der Antike bis in unsere Tage. Massenmedien waren die treibende Kraft bei der Bildung von öffentlicher Meinung. In der Regel folgte das Meinungsklima dem Medientenor. Nur in Ausnahmefällen wich die Mehrheitsmeinung der Bevölkerung vom Medientenor ab: Noelle-Neumann bezeichnete das als doppeltes Meinungsklima.
  • 17.
    Luhmann spricht vonAufmerksamkeitsregeln Er vermutet, dass das politische System, soweit es auf öffentlicher Meinung beruht, gar nicht über Entscheidungsregeln, sondern über Aufmerksamkeitsregeln nach der Agenda-Setting-Funktion der klassischen Medien bestimmt wird.
  • 18.
    Merkel spürt, dassdiese alten Regeln nicht mehr gelten. Das doppelte oder dreifache Meinungsklima wird wohl bald die Regel und nicht mehr die Ausnahme sein. Soziale Kettenreaktionen im Netz! Neue digitale Öffentlichkeit: Hier sind die Medien, dort die Menschen – diese Differenz kann man nicht mehr ziehen.
  • 20.
    “Habt Ihr nochAnregungen für den Vortrag. Bis morgen Abend könnte ich ein paar Ideen noch ganz gut gebrauchen.” Antwort eines Blog-Kommentators: Aber gerne: bleib daheim, wenn Du selber nix zu sagen hast.
  • 21.
    Außer Kontrolle: Meine Ehe nach nur sechs Monaten – Die Macht ist nicht mehr mit mir

Hinweis der Redaktion

  • #7 Jaron Lanier: Digitaler Maoismus