Leben und Sterben im Rheinland
Auf den Spuren von Wilhelm Sohn
Im August 1936 erwarben die Brüder Franz und
Wilhelm Sohn den Herkuleshof in Kärnten
(Kolbnitz)
Sofort nach dem „Anschluss“ am 13. März 1938
wurde von der Kärntnerin Maria Paulitsch ein
Arisierungsverfahren in Gang gesetzt und bereits
fünf Wochen nach dem Einmarsch der deutschen
Truppen in Österreich wurden Maria Paulitsch und
Ingeborg Maria Gradmtzer (Tochter von M.
Paulitsch aus erster Ehe) als Besitzer ins
Grundbuch eingetragen.
KZ Dachau
Chronischer Hunger, Kälte, Krankheiten und völlige
Erschöpfung waren für die jüdischen Häftlinge
besonders kennzeichnend. Die meisten verfielen
physisch und psychisch binnen kürzester Zeit und
starben unter besonders elenden Umständen.
Rückenmarksschwindsucht macht sich zuerst durch einen
Ausfall der im Hinterstrang des Rückenmarks liegenden
Empfindungsbahnen bemerkbar, die langsam zerstört
werden. Dadurch bekommt der Betroffene einen
unsicheren Gang, eckige, schlenkernde Beinbewegungen,
weil er kein Gefühl mehr für die harmonische Arbeit seiner
Beinmuskulatur hat.. Beim weiteren Fortschreiten der
Krankheit, die unbehandelt langsam immer höher
gelegene Rückenmarksabschnitte ergreifen kann, kommt
es zu Störungen der Harnblasenentleerung, zu den
erwähnten blitzartigen Schmerzen in der Magengegend
und schließlich, wenn auch motorische Bahnen in den
Vordersträngen des Rückenmarks befallen werden, zu
Lähmungserscheinungen. Damit ist dann der Anfang eines
schweren, fortschreitenden Siechtums erreicht.
Spurensuche #WilhelmSohn #bcbn17
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    Leben und Sterbenim Rheinland Auf den Spuren von Wilhelm Sohn
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    Im August 1936erwarben die Brüder Franz und Wilhelm Sohn den Herkuleshof in Kärnten (Kolbnitz) Sofort nach dem „Anschluss“ am 13. März 1938 wurde von der Kärntnerin Maria Paulitsch ein Arisierungsverfahren in Gang gesetzt und bereits fünf Wochen nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Österreich wurden Maria Paulitsch und Ingeborg Maria Gradmtzer (Tochter von M. Paulitsch aus erster Ehe) als Besitzer ins Grundbuch eingetragen.
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    KZ Dachau Chronischer Hunger,Kälte, Krankheiten und völlige Erschöpfung waren für die jüdischen Häftlinge besonders kennzeichnend. Die meisten verfielen physisch und psychisch binnen kürzester Zeit und starben unter besonders elenden Umständen.
  • 10.
    Rückenmarksschwindsucht macht sichzuerst durch einen Ausfall der im Hinterstrang des Rückenmarks liegenden Empfindungsbahnen bemerkbar, die langsam zerstört werden. Dadurch bekommt der Betroffene einen unsicheren Gang, eckige, schlenkernde Beinbewegungen, weil er kein Gefühl mehr für die harmonische Arbeit seiner Beinmuskulatur hat.. Beim weiteren Fortschreiten der Krankheit, die unbehandelt langsam immer höher gelegene Rückenmarksabschnitte ergreifen kann, kommt es zu Störungen der Harnblasenentleerung, zu den erwähnten blitzartigen Schmerzen in der Magengegend und schließlich, wenn auch motorische Bahnen in den Vordersträngen des Rückenmarks befallen werden, zu Lähmungserscheinungen. Damit ist dann der Anfang eines schweren, fortschreitenden Siechtums erreicht.