Zuverlässige Führungsinformationen als Ent-scheidungsgrundlage in Krisenzeiten:Ein Orientierungsleitfaden für mittelgrosse...
Management SummaryManagement SummaryFragestellung. Angesichts der dynamischen Wirtschaftsentwicklungen, dem wachsenden Wet...
Management Summarysichtlichkeit der Entscheidungsgrundlagen zu wahren, indem beispielsweise auch Grafiken und Hin-tergrund...
InhaltsverzeichnisInhaltsverzeichnisManagement Summary ......................................................................
Abbildungs- und TabellenverzeichnisAbbildungsverzeichnisAbb. 1: Rel. Häufigkeiten der Stichprobe unterteilt nach Branche ....
Abbildungs- und TabellenverzeichnisAbb. 28: Rel. Häufigkeiten der Anzahl operativer KPIs (branchenstrukturiert) .............
Einleitung und Methodik1.     EinleitungUnternehmen sehen sich tagtäglich mit Zins- und Kursrisiken, der diffizilen Währun...
Beschreibung der Stichprobe3.      Beschreibung der Stichprobe und RücklaufquoteIm April 2012 erfolgte der Umfrageversand ...
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  1. 1. Zuverlässige Führungsinformationen als Ent-scheidungsgrundlage in Krisenzeiten:Ein Orientierungsleitfaden für mittelgrosse Handels-, Industrie- undDienstleistungsunternehmen © http://de.fotolia.com/ Hochschule Luzern – Wirtschaft Bachelor of Science in Business Administration Lerngruppe Controlling & Accounting Charlotte Hagmann Bachelorarbeit 29. Juni 2012
  2. 2. Management SummaryManagement SummaryFragestellung. Angesichts der dynamischen Wirtschaftsentwicklungen, dem wachsenden Wettbe-werbsdruck und der Zunahme der Krisenintensität, ist eine vorausschauende Unternehmensführungunverzichtbar. Die diffizile Währungssituation ist derzeit der brisanteste Faktor, welcher die Ge-schäftsmodelle der Schweizer Unternehmen auf die Probe stellt. Aber auch eine Vielzahl von weiterenHerausforderungen wirkt sich auf die Schweizer KMU-Landschaft aus und beeinträchtigt die Be-schlussfassung der Führungskräfte. Deshalb sind Entscheidungsträger stärker denn je zuvor auf zuver-lässige Führungsinformationen angewiesen, um das Unternehmen durch turbulente Zeiten steuern unddie richtigen Beschlüsse fassen zu können. Aus der beschriebenen Herausforderung leitet sich diezentrale Fragestellung der Bachelorarbeit ab: Was sind zuverlässige Führungsinformationen von mittelgrossen Handels-, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, welche als Entscheidungsgrundlage in Krisenzeiten dienen?Methode. Um die Forschungsfrage der Studie zu beantworten, wurde im April 2012 eine Web-Befragung bestehend aus 33 Fragen gestartet. Die selektierte Stichprobe setzt sich aus 1038 Fachper-sonen (CEOs, CFOs, Verwaltungsräte und Controller) mittelgrosser Handels-, Industrie- und Dienst-leistungsunternehmen aus der Deutschschweiz zusammen, wovon sich der auswertbare Rücklauf auf176 Fragebogen beläuft. Die Datenauswertung schafft die Grundlage dazu, einen praktischen Orientie-rungsleitfaden für in Krisenzeiten agierende Unternehmen zu erstellen. Dieser enthält Empfehlungenbezüglich zuverlässiger Führungsinformationen, welche als Entscheidungsgrundlage dienen und rich-tet sich an mittelgrosse Handels-, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen.Ergebnisse. Die Umfrageteilnehmer/innen bestätigen die unternehmerischen Herausforderungen, wel-che durch Krisen verstärkt wahrgenommen worden sind und die Unternehmenssteuerung beeinträchti-gen. Die Mehrheit der Betriebe spürt den Preisdruck, aber auch weitere finanzielle, operative, strategi-sche und personelle Problemstellungen sind kein Fremdwort für die Schweizer KMU-Landschaft. Umdie Entscheidungsträger in diesen turbulenten Zeiten zu unterstützen, wurde basierend auf der Daten-auswertung und ihrer Beurteilung ein Orientierungsleitfaden entwickelt. Der praktische Output derArbeit enthält zehn Empfehlungen, welche sich auf Entscheidungsgrundlagen in Krisenzeiten bezie-hen. Die ersten vier Ratschläge befassen sich mit inhaltlichen, quantitativen und zeitlichen Kriterienvon Führungsinformationen. Die richtigen Managementinformationen sind der Schlüssel zum Erfolg.Dabei handelt es sich um finanzielle und operative Key Performance Indicators (KPIs), welche auf dieEntscheidungsträger zugeschnitten sind sowie externe Werttreiber. Prinzip ist es, eine angemesseneSensibilität für die aktuellen Herausforderungen zu schaffen und diese auch in der Entscheidungsfin-dung zu berücksichtigen. Ferner sind in Krisenzeiten schlanke Entscheidungsgrundlagen und einezeitgerechte Informationsversorgung gefordert. Die anderen sechs Empfehlungen beziehen sich aufqualitative Kriterien der Informationsbereitstellung. Basieren Führungsinformationen auf Szenarien,Früh- und Spätindikatoren und Prognosen, kann ihre Qualität erhöht werden. Ferner gilt es die Über- I
  3. 3. Management Summarysichtlichkeit der Entscheidungsgrundlagen zu wahren, indem beispielsweise auch Grafiken und Hin-tergrundinformationen hinzugezogen werden. Zuverlässige Führungsinformationen beruhen auf einerhochstehenden Datenqualität und beinhalten neben harten (quantitativen) Faktoren auch weiche (quali-tative). Im letzten Prinzip des Leitfadens wird empfohlen, die Führungsinformationen zu vergleichen.Dies kann in Form von Soll-Ist-, Zeit- oder Branchenvergleichen erfolgen. Dadurch wird eine Kont-rollfunktion und rechtzeitige Massnahmeneinleitung sichergestellt. Diese zehn Prinzipien fördern dieZuverlässigkeit der Führungsinformationen, welche als Entscheidungsgrundlagen in Krisenzeiten die-nen. II
  4. 4. InhaltsverzeichnisInhaltsverzeichnisManagement Summary .......................................................................................................................... IInhaltsverzeichnis ................................................................................................................................ IIIAbbildungsverzeichnis ........................................................................................................................ IVTabellenverzeichnis .............................................................................................................................. V1. Einleitung ............................................................................................................................... 12. Methodik ................................................................................................................................ 13. Beschreibung der Stichprobe und Rücklaufquote ............................................................. 24. Ergebnisse der Web-Befragung ........................................................................................... 44.1. Unternehmerische Herausforderungen in Krisenzeiten ........................................................... 44.2. Qualitative Kriterien von Führungsinformationen ................................................................... 74.3. Inhaltliche Kriterien von Führungsinformationen ................................................................. 124.4. Zeitliche Kriterien von Führungsinformationen .................................................................... 204.5. Quantitative Kriterien von Führungsinformationen ............................................................... 244.6. Qualitätsverluste von Führungsinformationen ....................................................................... 295. Orientierungsleitfaden für mittelgrosse Unternehmen .................................................... 325.1. 10 wegeweisende Empfehlungen in Krisenzeiten.................................................................. 325.2. Erläuterungen zum Leitfaden ................................................................................................. 34Literaturverzeichnis ............................................................................................................................ VI III
  5. 5. Abbildungs- und TabellenverzeichnisAbbildungsverzeichnisAbb. 1: Rel. Häufigkeiten der Stichprobe unterteilt nach Branche ......................................................... 2Abb. 2: Rel. Häufigkeiten der genannten Herausforderungen ................................................................ 4Abb. 3: Rel. Häufigkeiten der am meisten genannten Herausforderungen (branchenstrukturiert) ......... 5Abb. 4: Rel. Häufigkeiten der am meisten genannten Herausforderungen (gebietsstrukturiert) ............ 6Abb. 5: Rel. Häufigkeiten der durchgeführten Kennzahlenvergleiche.................................................... 7Abb. 6: Rel. Häufigkeiten der szenariobasierenden Führungsinformationen (branchenstrukturiert)...... 8Abb. 7: Rel. Häufigkeiten der szenariobasierenden Führungsinformationen (gebietsstrukturiert) ......... 8Abb. 8: Rel. Häufigkeiten der berücksichtigten Kennzahlenart (monetär, nicht-monetär) ..................... 9Abb. 9: Rel. Häufigkeiten der Prognosen berücksichtigenden Unternehmen (branchenstrukturiert) ... 10Abb. 10: Rel. Häufigkeiten der genannten finanziellen KPIs ............................................................... 12Abb. 11: Rel. Häufigkeiten der am meisten genannten finanziellen KPIs (branchenstrukturiert) ........ 13Abb. 12: Rel. Häufigkeiten der genannten operativen KPIs ................................................................. 14Abb. 13: Rel. Häufigkeiten der am meisten genannten operativen KPIs (branchenstrukturiert) .......... 15Abb. 14: Rel. Häufigkeiten der genannten externen Werttreiber .......................................................... 15Abb. 15: Rel. Häufigkeiten der am meisten genannten externen Werttreiber (branchenstrukturiert) ... 16Abb. 16: Rel. Häufigkeiten der am meisten genannten externen Werttreiber (gebietsstrukturiert) ...... 16Abb. 17: Rel. Häufigkeiten der einzelnen Umgangsformen mit externen Werttreibern ....................... 18Abb. 18: Rel. Häufigkeiten der kombinierten Umgangsformen mit externen Werttreibern ................. 19Abb. 19: Rel. Häufigkeiten der zeitlichen Bereitstellungsfrist finanzieller KPIs.................................. 20Abb. 20: Rel. Häufigkeiten der Kongruenz zwischen Frist und Bedarf finanzieller KPIs .................... 21Abb. 21: Rel. Häufigkeiten der zeitlichen Bereitstellungsfrist operativer KPIs.................................... 21Abb. 22: Rel. Häufigkeiten der Kongruenz zwischen Frist und Bedarf operativer KPIs ...................... 22Abb. 23: Rel. Häufigkeiten der zeitlichen Bereitstellungsfrist externer Werttreiber ............................ 23Abb. 24: Rel. Häufigkeit der Kongruenz zwischen Frist und Bedarf externer Werttreiber .................. 23Abb. 25: Rel. Häufigkeiten der Anzahl finanzieller KPIs ..................................................................... 24Abb. 26: Rel. Häufigkeiten der Anzahl finanzieller KPIs (branchenstrukturiert) ................................. 25Abb. 27: Rel. Häufigkeiten der Anzahl operativer KPIs ....................................................................... 26 IV
  6. 6. Abbildungs- und TabellenverzeichnisAbb. 28: Rel. Häufigkeiten der Anzahl operativer KPIs (branchenstrukturiert) ................................... 26Abb. 29: Rel. Häufigkeiten der Anzahl finanzieller und operativer KPIs ............................................. 27Abb. 30: Rel. Häufigkeiten der Anzahl externer Werttreiber................................................................ 27Abb. 31: Rel. Häufigkeiten der Anzahl externer Werttreiber (branchenstrukturiert)............................ 28Abb. 32: Rel. Häufigkeiten der eingeschätzten Datenqualität............................................................... 30TabellenverzeichnisTabelle 1: Beschreibung der Stichprobe: Grösse, Rücklauf und Rücklaufquote .................................... 2Tabelle 2: Stichprobenstruktur – Unternehmens- und Personenangaben ................................................ 3 V
  7. 7. Einleitung und Methodik1. EinleitungUnternehmen sehen sich tagtäglich mit Zins- und Kursrisiken, der diffizilen Währungssituation underschwerten Marktbedingungen konfrontiert (Volkart, 2001, S. 42). Sowohl kleine, mittelgrosse alsauch grosse Betriebe stehen unter dem Einfluss von zahlreichen Werttreibern. Gerade in der aktuellenZeit wirken sich diese vermehrt negativ auf das Unternehmensgeschehen aus. Die Frankenstärke istein eindrückliches Beispiel dafür. Seine Rekordhöhe fordert die exportierenden Firmen heraus undbedroht ihre Existenz (Brunner & Chatelain, online). Führungskräfte sind auf qualitativ hochstehendeEntscheidungsgrundlagen angewiesen, um ihr Geschäft planen und steuern zu können (Gianini &Riniker, 2009, S. 9). Managemententscheide basieren auf den ihnen zugrunde liegenden Führungsin-formationen und sind nur so gut, wie diese es sind (Dillerup & Stoi, 2011, S. 619). Deshalb kommt derEntscheidungsgrundlage eine grosse Bedeutung zu und wird in Krisenzeiten zum zentralen Führungs-kriterium (Volkart, 2011, S. 1046).Mountfield und Schoeb (2011) beschreiben die Problemstellung folgendermassen: „Die grosse Her-ausforderung für den CFO der Zukunft wird es sein, in einer Welt immer komplexerer Vorschriften,kürzerer Konjunkturzyklen und quer über die Zeitzonen domizilierten Kunden innert kürzester Fristaus dem Unternehmen die relevante Information so zu verdichten und aufzubereiten, dass sie demManagement als Entscheidungsgrundlage für die Geschäftsführung dienen kann“ (S. 260). Deshalb istes das Ziel, den Führungskräften, die entscheidungsrelevanten Informationen zum richtigen Zeitpunktund in angemessener Menge und Qualität zur Verfügung zu stellen (Dillerup & Stoi, 2011, S. 619).Aus der beschriebenen Herausforderung leitet sich die zentrale Forschungsfrage der vorliegenden Ba-chelorarbeit ab: Was sind zuverlässige Führungsinformationen von mittelgrossen Handels-, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, welche als Entscheidungsgrundlage in Krisenzeiten dienen?2. MethodikDer Versand des Online Fragebogens bestehend aus 33 Fragen und die Datenerhebung erfolgten imApril 2012. Die selektierte Stichprobe setzt sich aus 588 CEOs, CFOs und Verwaltungsräten von mit-telgrossen Handels-, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen aus der Deutschschweiz und 450Schweizer Mitglieder des Internationalen Controller Vereins (ICV) zusammen. Insgesamt beläuft sichdie Bruttostrichprobe auf 1038 Personen. Die Auswertung der Online Befragung bringt folgendenNutzen: Es werden Schlüsse für zuverlässige Führungsinformationen gezogen, die als Entscheidungs-grundlage in Krisenzeiten dienen. Aus den gewonnenen Erkenntnissen wird ein Orientierungsleitfadenfür mittelgrosse Unternehmen abgeleitet, welcher zehn wegweisende Empfehlungen enthält. 1
  8. 8. Beschreibung der Stichprobe3. Beschreibung der Stichprobe und RücklaufquoteIm April 2012 erfolgte der Umfrageversand an die selektierte Stichprobe. Von der aus 1038 Personenbestehenden Bruttostrichprobe haben 288 CEOs, CFOs, Verwaltungsräte und Controller den Frageb Fragebo-gen beantwortet. Davon haben 107 Teilnehmer/innen die Umfrage abgebrochen. Somit beläuft sich t.der Rücklauf auf 181 Umfrageteilnehmer. Fünf Datensätze sind aus der Stichprobe entfernt worden.Diese weisen eine Bearbeitungszeit von weniger als 15 Sekunden pro Seite auf un können angesichts unddessen nicht in die Auswertung mit einbezogen werden. Es ergibt sich eine bereinigte Nettostichprobevon 176 ausgefüllten Fragebogen, was einem Rücklauf von 17,0% entspricht. Die Rücklaufquote hatdie Erwartungen erfüllt und liefert eine zufriedenstellende Basis für die Datenauswertung. In der T eine Ta-belle 1 sind die Stichprobengrösse und Rücklaufquote zusammengefasst. grösse Ausgangsstichprobe Rücklauf Rücklaufquote Brutto Total Auswertbar Total Auswertbar 1038 288 176 27,7% 17,0%Tabelle 1: Beschreibung der Stichprobe: Grösse, Rücklauf und RücklaufquoteZu Beginn wird die Stichprobenstruktur nach unternehmerischen und personenspezifischen Merkm Merkma-len aufgezeigt. Die unternehmensspezifischen Angaben sind die Mitarbeiteranzahl, die Branche unddas geographische Tätigkeitsgebiet. Des Weiteren erfolgt eine Gliederung der Umfrageteilne Umfrageteilneh-mer/innen nach Hierarchieebene. Wie viele Mitarbeiter/innen sind in Ihrem Unternehmen beschäftigt?Gut ein Drittel der befragten Unternehmen (30,7%) beschäftigt zwischen 20 bis 50 Mitarbeiter/innen.Jeweils rund ein Fünftel der Betriebe können auf Personal in den Grössenklassen zwischen 51 bis 100,201 bis 500 und mehr als 500 Mitarbeiter/innen zählen. Die restlichen 10,8% aller bef befragten Unter-nehmen weisen einen Personalbestand zwischen 101 bis 200 Arbeitnehmern auf. Ist Ihr Unternehmen ein Handels Industrie- oder Dienstleistungsbetrieb? Handels-,Wie in Abbildung 1 dargestellt ist, konzentriert sich die Stichprobe hinsichtlich der Branche mit je-weils rund 40% auf Dienstleistungs und Industrieunternehmen, Handelsbetriebe machen den kleine- Dienstleistungs-ren Anteil der Stichprobe (19,9%) aus. 19.9% Handelsunternehmen 42.6% Industrieunternehmen Dienstleistungsunternehmen 37.5%Abb. 1: Rel. Häufigkeiten der Stichprobe unterteilt nach Branche 2
  9. 9. Beschreibung der Stichprobe Ist Ihr Unternehmen in der Schweiz, im Ausland oder im In- und Ausland tätig?Des Weiteren gibt etwas mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (52,8%) an, im In- und Aus-land tätig zu sein. 44,9% der Betriebe sagen aus, dass sich ihr geographisches Tätigkeitsgebiet auf dasInland beschränkt. Lediglich eine kleine Minderheit (2,3%) der befragten Unternehmen wirtschaftetausschliesslich im Ausland. Auf welcher Hierarchieebene ist Ihre Position?Die Mehrheit der befragten Personen (63,6%) ist auf der Hierarchieebene der Geschäftsführung ange-siedelt. 42 Teilnehmer (23,9%) sind eine Ebene unter der Geschäftsführung und 22 (12,5%) auf derStufe des Verwaltungsrates positioniert.In der Tabelle 2 folgt ein Überblick der absoluten und relativen Häufigkeiten der Nettostichprobestrukturiert nach Unternehmens- und Personenangaben. Zusammensetzung der Nettostichprobe Anzahl absolut Anzahl relativ Beschäftigungsgrössenklasse 20-50 Mitarbeiter/innen 54 30,7% 51-100 Mitarbeiter/innen 37 21,0% 101-200 Mitarbeiter/innen 19 10,8% 201-500 Mitarbeiter/innen 30 17,0% Mehr als 500 Mitarbeiter/innen 36 20,5% ———— ———— 176 100,0% Branche Handelsunternehmen 35 19,9% Industrieunternehmen 66 37,5% Dienstleistungsunternehmen 75 42,6% ———— ———— 176 100,0% Geographisches Tätigkeitsgebiet Inland 79 44,9% Ausland 4 2,3% In- und Ausland 93 52,8% ———— ———— 176 100,0% Hierarchieebene VR 22 12,5% Geschäftsführung 112 63,6% 1 Ebene unter Geschäftsführung 42 23,9% ———— ———— 176 100,0%Tabelle 2: Stichprobenstruktur – Unternehmens- und Personenangaben 3
  10. 10. Ergebnisse4. Ergebnisse der Web-BefragungIm nachstehenden Kapitel werden die Fragen einzeln ausgewertet, beurteilt und die daraus resultieren-den Schlussfolgerungen gezogen. Ein Fokus wird darauf gesetzt, Unterschiede und Gemeinsamkeitenzwischen dem Handels-, Industrie- und Dienstleistungssektor zu ermitteln.4.1. Unternehmerische Herausforderungen in KrisenzeitenZiel des Kapitels 4.1. ist die Identifikation jener Herausforderungen, mit welchen Unternehmen konfrontiertsind. Dabei wird untersucht, ob die Branche oder das geographische Tätigkeitsgebiet einen Einfluss auf diewahrgenommenen Schwierigkeiten haben. Welche Herausforderungen hat Ihr Unternehmen in den letzten Jahren gespürt?Die Umfrageteilnehmer sind dazu befragt worden, welche Herausforderungen sie in den letzten Jahrenerlebt haben. Die Mehrheit der Stichprobe nennt den Preisdruck, über drei Viertel der Befragten(76,7%) haben diesen wahrgenommen. Rund die Hälfte der Fachpersonen (48,3%) bezeichnet rückläu-fige Margen als Herausforderung. Etwa je ein Drittel der Befragten gibt schwindende Gewinne, ab-nehmende Umsätze, Personalabbau und rückläufige Auftragslage als erlebte Schwierigkeit an. Sin-kende Absatzzahlen, Know-how-Verlust und fix anfallende Kosten bei Überkapazitäten hat rund einFünftel der Nettostrichprobe erlebt. Weniger Teilnehmer geben Verlust von Wettbewerbsfähigkeit,Investitionsrückstau, Unterbeschäftigung, Marktanteilsverlust, Liquiditätsengpässe, Exportdruck underschwerte Kapitalbeschaffung als erlebte Herausforderung an. Eine Minderheit von acht Unterneh-men (4,5%) hat keine Schwierigkeiten gespürt. In Abbildung 2 sind die Herausforderungen absteigendnach ihrer relativ genannten Häufigkeit dargestellt. Preisdruck 76.7% Rückläufige Margen 48.3% Schwindende Gewinne 33.0% Abnehmende Umsätze 31.3% Personalabbau 30.1% Rückläufige Auftragslage 25.6% Sinkende Absatzzahlen 20.5%Herausforderung Know-how-Verlust 18.8% Fixkosten bei Überkapazität 17.0% Weitere: 14.8% Verlust von Wettbewerbsfähigkeit 14.2% Investitionsrückstau 13.6% Unterbeschäftigung 13.6% Verlust von Marktanteil 13.1% Liquiditätsengpässe 10.2% Exportdruck 10.2% Erschwerte Kapitalbeschaffung 8.0% Keine 4.5% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Relative HäufigkeitAbb. 2: Rel. Häufigkeiten der genannten Herausforderungen 4
  11. 11. ErgebnisseDie Datenauswertung hat ergeben, dass in der Praxis weitere Herausforderungen bestehen. 26 Teil-nehmer (14,8%) nehmen zu einem, zwei oder drei weiteren Schwierigkeiten Stellung. Sie sprechenden Kosten- und Importdruck, die Währungsthematik (Eurokurs, starker Schweizer Franken), denDruck von politischer Seite und der Gesetzgebung (zunehmende Regulation), Personalherausforde-rungen (fehlende Fachkräfte, Personalbeschaffung, Personalknappheit), rasante technologische Ent-wicklungen, das starke Wachstum, die Internationalisierung und steigende Rohstoffpreise an.Im Folgenden wird untersucht, ob zwischen den fünf am häufigsten genannten Herausforderungen undder Branche ein Zusammenhang besteht. Die Erkenntnisse werden anhand der Abbildung 3 beschrie-ben. Relativ untersucht sind mehr Handels- und Industriebetriebe als Dienstleistungsunternehmen vomPreisdruck betroffen. Von den befragten Handelsunternehmen haben 94,4% den Preisdruck gespürt.Rückläufige Margen haben 63,6% der Industriebetriebe wahrgenommen, aber auch fast die Hälfte derHandelsunternehmen bezeichnet Margeneinbussen als Herausforderung. Wiederum etwas wenigerDienstleistungsanbieter haben diese Problematik wahrgenommen. Relativ sind am meisten Industrie-firmen von schwindenden Gewinnen und am meisten Handelsunternehmen von abnehmenden Umsät-zen betroffen. Den Personalabbau nennen die drei Branchen verhältnismässig gleich häufig, gut einDrittel aller Handels-, Industrie- und Dienstleistungsbetriebe bezeichnet diesen als Herausforderung. 100% 94.4% 84.8% 80%Relative Häufigkeit 63.6% 61.3% 60% 48.6% 45.7% 40.9% 40% 31.8% 34.7% 31.4% 31.8% 26.7% 30.7% 25.7% 24.0% 20% 0% Preisdruck Rückläufige Schwindende Abnehmende Personalabbau Margen Gewinne Umsätze Herausforderung Handelsunternehmen Industrieunternehmen DienstleistungsunternehmenAbb. 3: Rel. Häufigkeiten der am meisten genannten Herausforderungen (branchenstrukturiert) 5
  12. 12. ErgebnisseDie gleichen Zusammenhänge werden für die Beziehung zwischen Herausforderung und geographi-schem Tätigkeitsgebiet analysiert und in Abbildung 4 veranschaulicht. Es ist an dieser Stelle zu be-merken, dass die Stichprobe der nur im Ausland tätigen Firmen sehr klein ist (n=4). Deshalb werdendiese Unternehmen mit den Betrieben, welche sowohl im In- als auch im Ausland tätig sind, zusam-mengefasst. Preisdruck, rückläufige Margen, schwindende Gewinne, abnehmende Umsätze und Per-sonalabbau haben relativ untersucht mehr Firmen gespürt, welche auch im Ausland wirtschaften alssolche, welche nur binnenwirtschaftlich orientiert sind. 100% 81.4% 80% 70.9%Relative Häufigkeit 60% 56.7% 41.2% 38.0% 38.1% 36.1% 40% 22.8% 22.8% 22.8% 20% 0% Preisdruck Rückläufige Schwindende Abnehmende Personalabbau Margen Gewinne Umsätze Herausforderung Im Inland tätig Im In- und Ausland oder nur im Ausland tätigAbb. 4: Rel. Häufigkeiten der am meisten genannten Herausforderungen (gebietsstrukturiert) Schlussfolgerung: Mehr Handels- und Industriebetriebe als Dienstleistungsanbieter nehmen die unterschiedlichen Herausforderungen wahr. Ebenfalls sind diejenigen Unternehmen stärker betroffen, welche auch im Ausland tätig sind. Insgesamt sind unternehmerische Herausforderungen aber auch für Dienst- leistungsunternehmen und binnenwirtschaftlich tätige Betriebe kein Fremdwort. 6
  13. 13. Ergebnisse4.2. Qualitative Kriterien von FührungsinformationenIm Kapitel 4.2. wird die Qualität der Entscheidungsgrundlagen untersucht. Auf welchen Kennzahlenvergleichen basiert Ihre Entscheidungsgrundlage?Die Teilnehmer sind befragt worden, auf welchen Kennzahlenvergleichen ihre Entscheidungsgrundla-ge basiert. Im nachstehenden Säulendiagramm sind die relativen Häufigkeiten aufgezeigt, welche diedrei Kennzahlenvergleiche durchführen (siehe Abb. 5). Die Mehrheit nennt den Soll-Ist-Vergleich.88,1% geben an, dass dieser Bestandteil ihrer Entscheidungsgrundlage ist. Des Weiteren bekennensich 64,2% der Teilnehmer dazu, dass die Kennzahlen zeitlich gegenübergestellt werden. Lediglichrund ein Drittel der befragten Fachpersonen (34,1%) verweist darauf, dass die Entscheidungsgrundlageeinem Branchenvergleich unterzogen wird. 13 Teilnehmer (7,4%) geben Hinweise darauf, dass in derPraxis weitere Vergleiche durchgeführt werden (z.B. Budgetgegenüberstellungen, Vergleiche der ei-genen Informationen mit Finanzkennzahlen der öffentlichen Hand, Langfristplanungen, etc.). 100% 88.1% 80%Relative Häufigkeit 64.2% 60% 40% 34.1% 20% 7.4% 0% Soll-Ist-Vergleich Zeitvergleich Branchenvergleich Weitere: Art des KennzahlenvergleichsAbb. 5: Rel. Häufigkeiten der durchgeführten KennzahlenvergleicheEs wird wiederum untersucht, ob die Art des durchgeführten Vergleichs mit der Branche zusammenhängt. 94,3%der Handelsbetriebe, 87,9% der Industrieunternehmen und 85,3% der Dienstleistungsfirmen führen einen Soll-Ist-Vergleich durch und 62,9% der Handelsunternehmen, 65,1% der Industriebetriebe und 64,0% der Dienstleis-tungsfirmen einen Zeitvergleich. 28,6% der befragten Unternehmen, welche im Handel tätig sind, ziehen einenBranchenvergleich in die Entscheidungsgrundlage mit ein. Bei den Industriefirmen sind es 33,3% und bei denDienstleistungsbetrieben 37,3%. Aus der Verteilung lässt sich erkennen, dass die Kennzahlenvergleiche vongleich grosser Bedeutung für die befragten Branchen sind. 7
  14. 14. Ergebnisse Basieren die Führungsinformationen auf Szenarien?Bei etwas mehr als der Hälfte der Umfrageteilnehmer (52,3%) basieren die Führungsinformationen aufSzenarien. Die Branche scheint wiederum keinen Einfluss auf die Berücksichtigung von Szenarien zuhaben. 45,7% der Handelsbetriebe, 57,6% der Industrieunternehmen und 50,7% der Dienstleistungs-anbieter führen eine Szenarioplanung durch. Anhand der Abbildung 6 ist aufgezeigt, dass etwa dergleiche prozentuale Anteil der drei Sektoren ihre Führungsinformationen auf Szenarien stützt. 100% 80% Relative Häufigkeit 57.6% 60% 50.7% 45.7% 40% 20% 0% Handelsunternehmen Industrieunternehmen Dienstleistungsunternehmen BrancheAbb. 6: Rel. Häufigkeiten der szenariobasierenden Führungsinformationen (branchenstrukturiert)Auch das geographische Tätigkeitsgebiets hat der Datenauswertung zufolge keinen Einfluss darauf, obdie Umfrageteilnehmer/innen ihre Führungsinformationen mit Szenarien untermauern oder nicht. Dergleiche Anteil von Unternehmen, welcher entweder nur im Inland oder auch im Ausland tätig ist, führteine Szenarioplanung durch und stütz die Führungsinformationen auf Szenarien ab (siehe Abb. 7). 100% 80%Relative Häufigkeit 60% 50.6% 53.6% 40% 20% 0% Im Inland tätig Im In- und Ausland oder nur im Ausland tätig TätigkeitsgebietAbb. 7: Rel. Häufigkeiten der szenariobasierenden Führungsinformationen (gebietsstrukturiert) 8
  15. 15. Ergebnisse Sind in Ihrer Entscheidungsgrundlage monetäre und/oder nicht monetäre Kennzahlen entha nicht-monetäre enthal- ten?Die Stichprobe ist sich einig darüber, dass Führungsinformationen sowohl auf monetären als auch aufnicht-monetären Kennzahlen basieren. Drei Viertel der Befragten (75,6%) geben an, dass ihre En monetären Ent-scheidungsgrundlage sowohl finanzielle als auch nicht finanzielle Kennzahlen beinhaltet. Keiner der nicht-finanzielleUmfrageteilnehmer sagt aus, dass seine Entscheidungsgrundlage ausschliesslich aus nicht nicht-monetärenKennzahlen besteht. Die relativen Häufigkeiten sind am nachstehenden Kreisdiagramm veranscha veranschau-licht (siehe Abb. 8). Monetäre Kennzahlen 24.4% Monetäre und nicht- -monetäre Kennzahlen Nicht-monetäre Kennzahlen monetäre 75.6%Abb. 8: Rel. Häufigkeiten der berücksichtigten Kennzahlenart (monetär, nicht nicht-monetär)Sowohl die Mehrheit der Handels Industrie- als auch Dienstleistungsunternehmen berücksichtigt Handels-, tleistungsunternehmenbeide Arten von Kennzahlen. 68,8% der Händler, 80,3% der Industriefirmen und 75,7% der Diens Dienst-leistungsanbieter bestätigen, dass ihre Entscheidungsgrundlage monetäre als auch nicht nicht-monetäreKennzahlen enthält. Die Berücksichtigung von finanziellen und nicht finanziellen Kennzahlen ist für sichtigung nicht-finanziellenalle drei Sektoren relevant. Basieren die Entscheidungen in Ihrem Unternehmen auf Früh und/oder Spätindikatoren? Früh-Lediglich 26,7% der Umfrageteilnehmer berücksichtigen ausschliesslich Frühindikatoren (14,8%)oder exklusiv Spätindikatoren (11,9%). Die restlichen drei Viertel (73,3%) geben an, Früh und Spät- Früh-indikatoren in die Entscheidungsfindung einfliessen zu lassen. Es kann wiederum belegt werden, dassdies in allen drei Branchen die Norm ist. 65,7% der Händler, 72,7% der Industriebetriebe und 77,3% Normder Dienstleistungserbringenden stützen ihre Entscheide auf vor und nacheilenden Indikatoren ab. Die vor-restlichen 34,3% der Händler, 27,3% der Industriefirmen und 22,7% der Dienstleistungsanb Dienstleistungsanbieter be-achten entweder vor- oder nacheilende Indikatoren. 9
  16. 16. Ergebnisse Sind die Verknüpfungen der Führungsinformationen analytisch erfasst?Bezüglich der Frage, ob die Führungsinformationen analytisch erfasst sind, nimmt die Hälfte der Teil-nehmer (50,6%) mit einem Ja Stellung. In etwas mehr als der Hälfte der Handelsunternehmen (54,3%)und Industrieunternehmen (59,1%) sind die Ursachen-Wirkungs-Beziehungen abgebildet. Im Dienst-leistungssektor legen lediglich 41,3% Wert auf die analytische Verknüpfung. Sind in Ihrer Entscheidungsgrundlage weiche (qualitative) und/oder harte (quantitative) Fak- toren enthalten?Auch die Bedeutung sowohl harter als auch weicher Faktoren erkennt die Stichprobe. In rund dreiViertel der Unternehmen (73,9%) sind qualitative und quantitative Faktoren in der Entscheidungs-grundlage integriert. Nur ein minimaler Anteil der Stichprobe (1,7%) sagt aus, dass nur weiche Aspek-te Bestandteil der Führungsinformationen sind. Ein Viertel (24,4%) bekennt sich dazu exklusiv harteFaktoren zu berücksichtigen. Die drei Branchen teilen wiederum die gleiche Auffassung. 71,4% derHändler, 74,2% der Industriebetriebe und 74,7% der Dienstleistungsanbieter ziehen sowohl harte alsauch weiche Faktoren bei ihren Entscheidungen hinzu. Basieren Ihre Führungsinformationen auf Prognosen (Forecasts)?88,1% der befragten Fachexperten sagen aus, dass ihre Führungsinformationen auf Prognosen basie-ren. Forecasts erhöhen für alle drei Branchen die Qualität der Entscheidungsgrundlage. Wie im Säu-lendiagramm ersichtlich, verweisen 88,6% der Händler, 87,9% der Industriefirmen und 88,0% derDienstleistungsanbieter auf die Berücksichtigung von Prognosen (siehe Abb. 9). 100% 88.6% 87.9% 88.0% 80% Relative Häufigkeit 60% 40% 20% 0% Handelsunternehmen Industrieunternehmen Dienstleistungsunternehmen BrancheAbb. 9: Rel. Häufigkeiten der Prognosen berücksichtigenden Unternehmen (branchenstrukturiert) 10
  17. 17. ErgebnisseSchlussfolgerung:• Alle befragten Fachpersonen sagen aus, dass ihre Führungsinformationen auf Vergleichen basie- ren. Der Schluss, dass Kennzahlenvergleiche unverzichtbar sind, kann für sowohl für Handels-, Industrie- als auch Dienstleistungsbetriebe gezogen werden.• Aus der Datenauswertung kann gefolgert werden, dass noch brach liegendes Potential bezüglich der Szenarioplanung vorhanden ist. In lediglich der Hälfte der Unternehmen ist das Manage- ment auf Eventualereignisse vorbereitet. Seitens der Umfrageteilnehmer wird aber das Bedürfnis danach geäussert (siehe Kap. 4.6). Die Führungsinformationen auf Szenarien zu stützen hat folg- lich eine Qualitätssteigerung der Entscheidungsgrundlage zur Folge.• Die drei Branchen sind sich bezüglich der Bedeutung nicht-monetärer Kennzahlen einig. Die grosse Mehrheit der Umfrageteilnehmer bestätigt, dass exklusiv aus monetären Zahlen beste- hende Entscheidungsgrundlagen nicht anforderungsgerecht sind.• Die Integration von Früh- und Spätindikatoren ist Bedingung, um Aussagen bezüglich der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft machen zu können. Die Ergebnisse der Datenauswer- tung bestätigen, dass die Berücksichtigung von vor- und nacheilenden Indikatoren ein Qualitäts- kriterium von zuverlässigen Führungsinformationen ist. Dieses Fazit kann für alle drei Branchen gezogen werden.• Analytische Verknüpfungen der Führungsinformationen haben keine Qualitätssteigerung der Entscheidungsgrundlage zur Folge. Lediglich die Hälfte der Umfrageteilnehmer legt Wert da- rauf und die Umfrageteilnehmer äussern auch keinen Bedarf danach. Demzufolge ist die formale Ursachen-Wirkungs-Verknüpfung kein zwingendes Kriterium.• Die Berücksichtigung sowohl harter als auch weicher Faktoren ist nicht nur im Dienstleis- tungsbereich, sondern auch in der Industrie und im Handel von grosser Bedeutung.• Der Stellenwert von Forecasts kann wiederum für alle drei Branchen bestätigt werden. 11
  18. 18. Ergebnisse4.3. Inhaltliche Kriterien von FührungsinformationenDas Ziel des Kapitels 4.3. ist es herauszufinden, welches entscheidungsbeeinflussende finanzielle undoperative Key Performance Indicators (KPIs) sind. Des Weiteren ist es die Absicht externe Werttreiberzu identifizieren, welche die Entscheidungsfindung der Führungskräfte beeinträchtigen. Welche finanziellen KPIs enthält Ihre Entscheidungsgrundlage?Im Hinblick auf die finanziellen KPIs sind sich die befragten Fachleute einig, dass der Umsatz einwichtiger finanzieller Indikator ist. 91,5% geben an, diesen in der Entscheidungsgrundlage mit einzu-beziehen. Gewinn, Bruttomarge, EBIT, Cashflow und Deckungsbeitrag fliessen in mehr als der Hälfteder befragten Unternehmen in die Entscheidungsfindung mit ein. Etwas weniger als die Hälfte derUmfrageteilnehmer bekennt sich dazu, den EBITDA und Investitionen zu berücksichtigen. Dynami-sche und statische Liquidität, EBIT-Marge, Umsatzrentabilität, Lagerumschlagshäufigkeit, Eigenfi-nanzierungsgrad, EBITDA-Marge, Net Working Capital, ROI, Verschuldungsgrad, Anlagedeckungs-grad und ROE nennt ein kleinerer Anteil der Umfrageteilnehmer. Keiner der Umfrageteilnehmer gibtan, die finanziellen Indikatoren nicht zu berücksichtigen. Die relativen Häufigkeiten der genanntenfinanziellen KPIs sind in der Abbildung 10 dargestellt. Umsatz 91.5% Gewinn 60.8% Bruttomarge 60.2% EBIT 59.7% Cashflow 58.0% Deckungsbeitrag 55.7% EBITDA 49.4% Investitionen 44.3% Finanzieller KPI Liquidität (dynamisch) 35.2% EBIT-Marge 35.2% Umsatzrentabilität 35.2% Lagerumschlagshäufigkeit 29.5% Liquidität (statisch) 28.4% Eigenfinanzierungsgrad 28.4% EBITDA-Marge 27.8% Net Working Capital 25.6% ROI 25.6% Verschuldungsgrad 16.5% Anlagedeckungsgrad 10.2% ROE 10.2% Weitere: 6.3% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Relative HäufigkeitAbb. 10: Rel. Häufigkeiten der genannten finanziellen KPIs 12
  19. 19. ErgebnisseUm die Bedeutung der Liquiditätsinformationen zu beurteilen, wird für die Liquidität und den Cashflow unte unter-sucht, wie die Teilnehmer diese Indikatoren kombinieren. 24,4% integrieren gar keine Liquiditätsinformationen,38,0% entweder exklusiv Führungsinformationen bezüglich des Cashflows (24,4%), der dynamischen Liquidität(9,1%) oder der statischen Liquidität (4,5%). 29,1% berücksichtigen statische sowie dynamische Liquiditätsi statische Liquiditätsin-formationen (4,1%), dynamische Liquiditätsinformationen und den Cashflow (13,6%) oder statische Liquidität Liquiditäts-informationen und den Cashflow (11,4%). Die restlichen 8,5% integrieren sowohl den Cashflow, statische alsauch weitere dynamische Liquiditätsinformationen in der Entscheidungsgrundlage. Daraus kann abgeleitet we wer-den, dass der Stellenwert von KPIs bezüglich der Liquidität gross ist und sich die Devise „Cash is King“ bestä-tigt.Für die vier am häufigsten genannten finanziellen KPIs wird untersucht, ob die drei Branchen die gle finanziellen glei-chen Indikatoren berücksichtigen. In der nachstehenden Abbildung 1 ist aufgezeigt, wie gross die 11relativen Häufigkeiten der Handels , Industrie und Dienstleistungsunternehmen sind, welche dies Handels-, diesefünf finanziellen KPIs nennen. Was auffällt ist, dass die Bedeutung der KPIs Bruttomarge und EBITv.a. für Handels- und Industriebetriebe wichtig ist und für Dienstleistungsanbieter weniger. Umsatzund Gewinn nennen die drei Bran nchen relativ etwa gleich häufig. 100% 94.3% 89.4% 92.0% 82.9% 80% 72.7% 68.2% 69.7% 68.6% 62.9% 58.7% Relative Häufigkeit 60% 46.7% 40% 38.7% 20% 0% Umsatz Gewinn Bruttomarge EBIT Finanzieller KPI Handelsunternehmen Industrieunternehmen DienstleistungsunternehmenAbb. 11: Rel. Häufigkeiten der am meisten genannten finanziellen KPIs (branchenstrukturiert) 13
  20. 20. Ergebnisse Welche operativen KPIs enthält Ihre Entscheidungsgrundlage?115 der Umfrageteilnehmer (65,3%) geben an, dass sie den Auftragseingang berücksichtigen. Eben-falls über die Hälfte der befragten Stichprobe zieht den Auftragsbestand (63,1%) und die Auslastung(56,8%) in die Entscheidungsgrundlage mit ein. Die Produktivität nennen rund zwei Fünftel der Teil-nehmer (43,8%), die Wirtschaftlichkeit erwähnen etwas weniger Umfrageteilnehmer (36,9%). Rekla-mationsquote, Wertschöpfung pro Mitarbeiter oder Stunde, Marktanteil, Kundenzufriedenheitsindex,Absenzrate und Mitarbeiterzufriedenheitsindex nennt lediglich etwa ein Drittel der Umfrageteilneh-mer. Lieferantenzufriedenheitsindex und die Innovationskraft berücksichtigt nur eine Minderheit derStichprobe. Diese Rangfolge lässt sich darauf zurück führen, dass weiche Faktoren schwieriger zuerfassen sind. Ein Umfrageteilnehmer bezieht keine operativen KPIs mit ein. Welcher relative Anteilder Stichprobe die jeweiligen operativen KPIs berücksichtigt, ist anhand der Abbildung 12 ersichtlich. Auftragseingang 65.3% Auftragsbestand 63.1% Auslastung 56.8% Produktivität 43.8% Wirtschaftlichkeit 36.9% Reklamationsquote 29.5%Operativer KPI Wertschöpfung pro MA od. Stunde 28.4% Marktanteil 28.4% Kundenzufriedenheitsindex 27.8% Absenzrate 26.1% Mitarbeiterzufriedenheitsindex 25.6% Lieferantenzufriedenheitsindex 10.8% Innovationskraft 10.2% Weitere: 4.5% Keine 0.6% 0% 20% 40% 60% 80% 100% Relative HäufigkeitAbb. 12: Rel. Häufigkeiten der genannten operativen KPIs 14
  21. 21. ErgebnisseFür die vier am häufigsten genannten KPIs wird ebenfalls ermittelt, ob die Branche einen Einfluss aufdie Auswahl der Indikatoren hat. Anhand der Abbildung 13 werden die Besonderheiten herauskristal-lisiert. Der Auftragseingang und -bestand ist für alle drei Branchen wichtig. Mehr als die Hälfte derHandels-, Industrie- und Dienstleistungsbetriebe berücksichtigt diese KPIs. Die Auslastung wird ver-mehrt von Industrie- und Dienstleistungsbetrieben erwähnt. Zufolge der Datenauswertung ist dieserKPI für den Handel nicht gleichermassen bedeutend. Auch die Produktivität ist nicht für alle drei Sek-toren von gleichem Stellenwert. Über die Hälfte der Industriebetriebe und etwas weniger als die Hälfteder Dienstleistungsbetriebe nennen diesen KPI, jedoch lediglich etwa ein Viertel der Handelsbetriebe. 100% 78.8% 75.8% Relative Häufigkeiten 80% 69.7% 65.7% 60.0% 53.3% 53.3% 56.0% 56.1% 60% 41.3% 40% 34.3% 25.7% 20% 0% Auftragseingang Auftragsbestand Auslastung Produktivität Operativer KPI Handelsunternehmen Industrieunternehmen DienstleistungsunternehmenAbb. 13: Rel. Häufigkeiten der am meisten genannten operativen KPIs (branchenstrukturiert) Welche externen Werttreiber beeinflussen Ihre Entscheidungen?Die Umfrageteilnehmer sind befragt worden, welches entscheidungsbeeinflussende externe Werttrei-ber sind. Fast 70% geben an, dass sie die Währungseinflüsse berücksichtigen. Etwa zwei Fünftel derEntscheidungsträger (41,5%) ziehen die gesetzlichen Rahmenbedingungen in die Entscheidungsfin-dung mit ein und rund ein Fünftel (21,6%) lässt ihre Beschlussfassung durch die Verknappung derRohstoffe beeinflussen. Marktderegulierungen und Natureinflüsse berücksichtigt ein kleinerer Anteilder Stichprobe. Lediglich neun der befragten Personen (5,1%) geben an, keine externen Werttreiberbei der Beschlussfassung zu beachten. Die relativen Häufigkeiten der genannten externen Treiber sindin dem untenstehenden Balkendiagramm ersichtlich (siehe Abb. 14). Währungseinflüsse 68.8%Externer Werttreiber Regulierung, gesetzliche Rahmenbedingungen 41.5% Verknappung der Rohstoffe 21.6% Marktderegulierung 15.9% Weitere: 11.4% Natureinflüsse (z.B. Ernteeinbusse) 10.8% Keine 5.1% 0% 20% 40% 60% 80% 100% Relative HäufigkeitAbb. 14: Rel. Häufigkeiten der genannten externen Werttreiber 15
  22. 22. ErgebnisseFür die zwei am häufigsten genannten externen Treiber wird untersucht, inwieweit diese einen Z Zu-sammenhang mit der Branche und dem geographischen Tätigkeitsgebiet haben. Was auffällt ist, d dassmehr Handels- und Industriebetriebe Währungseinflüsse berücksichtigen (siehe Abb. 15). Relativ un- berücksichtigentersucht geben viel weniger Dienstleistungsunternehmen an, dass dieser externe Treiber ihre B Be-schlussfassung beeinflusst. Im Gegensatz dazu nennen verhältnismässig etwas mehr Dienstleistung verhältnismässig Dienstleistungs-unternehmen die gesetzlichen Rahmenbedingungen als entscheidungsbeeinflussenden Faktor. 100% 94.3% 89.4% 80%Relative Häufigkeit 60% 48.0% 38.7% 40.9% 40% 28.6% 20% 0% Währungseinflüsse Regulierung, gesetzliche Rahmenbedingungen Externer Werttreiber Handelsunternehmen Industrieunternehmen DienstleistungsunternehmenAbb. 15: Rel. Häufigkeiten der am meisten genannten externen Werttreiber (branchenstrukturiert)In der Abbildung 16 ist ersichtlich, dass Währ Währungseinflüsse verhältnismässig mehr Unternehmen b be-einflussen, welche auch im Ausland tätig sind als solche, welche nur im Inland agieren. 83,5 der welche 83,5%ausländisch orientierten Firmen sehen sich mit Währungsherausforderungen konfrontiert. Aber auch Währungsherausforderungenrund die Hälfte der binnenwirtschaftlich orientierten Betriebe nennt Währungseinflüsse als entsche entschei-dungsbeeinflussenden Faktor. Bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen kann nur eine minimale rel rela-tive Abweichung für die heimisch und ausländisch tätigen Betriebe identifiziert werden. Regulieru und Regulierun-gen beeinflussen verhältnismässig unwesentlich mehr inländisch als ausländisch orientierte Betriebe. 100% 83.5% 80% Relative Häufigkeit 60% 50.6% 44.3% 39.2% 40% 20% 0% Währungseinflüsse Regulierung, gesetzliche Rahmenbedingungen Externer Werttreiber Im Inland tätig Im In- und Ausland oder nur im Ausland tätigAbb. 16: Rel. Häufigkeiten der am meisten genannten externen Werttreiber (gebietsstrukturiert) 16
  23. 23. ErgebnisseSchlussfolgerung:• Finanzielle Werttreiber hinsichtlich der Ertragserwirtschaftung generieren einen Mehrwert für Entscheidungsgrundlagen. Mehr als 90% nennen den Umsatz als berücksichtigten finanziellen KPI. Ebenfalls häufig geben die Umfrageteilnehmer die finanziellen KPIs Gewinn, Bruttomar- ge, EBIT, Cashflow und Deckungsbeitrag an. Diese sind je nach Branche unterschiedlich wich- tig. So ist beispielsweise die Bruttomarge für Handelsunternehmen von grösserer Bedeutung als für Dienstleistungsbetriebe. Deshalb können an dieser Stelle nicht die richtigen Schlüsselindika- toren für alle drei Branchen genannt werden. Festgehalten werden kann lediglich, dass finanziel- le KPIs für jede Entscheidungsgrundlage wichtig sind und insbesondere solche, welche sich auf den Erfolg beziehen.• Der Stellenwert der operativen KPIs Auftragseingang, -bestand und Kapazitätsauslastung wird bestätigt. Über die Hälfte der Umfrageteilnehmer nennt diese KPIs. Auch bei den operativen In- dikatoren konnte ermittelt werden, dass je nach Branche andere Schlüsselindikatoren dominie- ren. Demzufolge kann wiederum kein verallgemeinerungsgültiger Schluss für alle drei Branchen gezogen werden. Es kann aber gefolgert werden, dass operative KPIs eine sinnvolle Ergänzung zu den finanziellen bieten und eine differenzierte Entscheidungsfindung ermöglichen. Reklama- tionsquote, Absenzrate und Mitarbeiterzufriedenheitsindex sind Schlüsselindikatoren, welche lediglich knapp ein Drittel der Stichprobe berücksichtigt. Auch Werttreiber wie die Innovation vernachlässigen die befragten Unternehmen, obwohl ihre Beobachtung in Krisenzeiten zum ent- scheidenden Wettbewerbsvorteil werden kann. Wie bereits erwähnt berücksichtigt aber die Mehrheit der Umfrageteilnehmer weiche Faktoren. Demzufolge fliessen bei den mittelgrossen Unternehmen zwar weiche Faktoren in die Entscheidungsfindung mit ein, aber nur selten als KPIs, sondern vorwiegend informell über die Kommunikation.• Nur neun Personen geben an, keine externen Werttreiber zu berücksichtigen und das Geschäft isoliert zu steuern. Währungseinflüsse sind derzeit der am häufigsten wahrgenommene Treiber. Dienstleistungsanbieter sind viel weniger stark davon betroffen als Handels- und Industrieunter- nehmen. Es lassen aber sowohl inländisch als auch ausländisch tätige Firmen die Währungsein- flüsse in die Entscheidungsfindung einfliessen, wobei es die grössere relative Anzahl an auslän- disch tätigen Firmen ist. Dass auch rund die Hälfte der binnenwirtschaftlich orientierten Firmen Währungseinflüsse berücksichtigt, hängt damit zusammen, dass sie im Ausland einkaufen und/oder sich mit ausländischer Konkurrenz konfrontiert sehen. Zusätzlich nennen die Umfrage- teilnehmer weitere exogene Faktoren, was bestätigt, dass die Berücksichtigung dieser Werttrei- ber für alle drei Branchen von grosser Bedeutung ist. 17
  24. 24. Ergebnisse Werden die externen Werttreiber formal festgehalten, mündlich besprochen und/oder zur Kenntnis genommen und fliessen diese in die Entscheidungsgrundlage ein?Der Umgang mit exogenen Faktoren ist angesichts ihrer beschränkten Beeinflussbarkeit eine Heraus-forderung. Deshalb sind die 167 Personen, welche externe Treiber berücksichtigen, dazu befragt wor-den, wie sie den Umgang mit den exogenen Faktoren handhaben. 64,7% der Umfrageteilnehmer/innenlassen die mündliche Besprechung der externen Treiber in die Entscheidungsfindung mit einfliessen,nur 3,6% berücksichtigen diese nicht bei der Beschlussfassung. Folglich bespricht etwa ein Drittel derExperten die Treiber nicht mündlich. Rund die Hälfte der Befragten (52,7%) dokumentiert die exoge-nen Faktoren formal und beachtet diese in der Entscheidungsgrundlage. Wiederum lediglich 3,6% derTeilnehmer halten die exogenen Treiber zwar formal fest, aber berücksichtigen diese Dokumentationnicht bei der Beschlussfassung. Bei der Kenntnisnahme resultieren die gleichen Ergebnisse. Rund dieHälfte der Umfrageteilnehmer nimmt die exogenen Treiber zur Kenntnis und lässt ihre Entscheidungs-findung dadurch beeinflussen. Bei lediglich 3,0% der Stichprobe, welche die Treiber zur Kenntnisnimmt, ist diese kein Bestandteil der Entscheidungsfindung. Welche Umgangsformen mit den exoge-nen Treiber am häufigsten genannt werden, ist im untenstehenden Balkendiagramm ersichtlich (sieheAbb. 17). Mündliche Besprechung fliesst in 64.7% Entscheidungsgrundlage ein Formale Dokumentation fliesst in 52.7% Entscheidungsgrundlage einUmgangsformen Kenntnisnahme fliesst in Entscheidungsgrundlage ein 52.1% Mündliche Besprechung fliesst nicht in 3.6% Entscheidungsgrundlage ein Formale Dokumentation fliesst nicht in 3.6% Entscheidungsgrundlage ein Kenntnisnahme fliesst nicht in 3.0% Entscheidungsgrundlage ein 0% 20% 40% 60% 80% 100% Relative HäufigkeitAbb. 17: Rel. Häufigkeiten der einzelnen Umgangsformen mit externen Werttreibern Schlussfolgerung: Wenn exogene Treiber zur Kenntnis genommen, besprochen oder formal dokumentiert werden, werden diese in der Regel auch bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt. 18
  25. 25. ErgebnisseDie soeben dargelegten Erkenntnisse sind nur beschränkt aussagekräftig, da nicht ersichtlich ist, wiedie Teilnehmer die Umgangsformen verknüpfen. Deshalb wird im Folgenden untersucht, welche ent-scheidungsbeeinflussenden Kombinationen am häufigsten gewählt werden (siehe Abb. 18). 20,4% derEntscheidungsträger lassen eine formale Dokumentation, mündliche Besprechung und Kenntnisnahmein die Beschlussfassung mit einfliessen. 32,3% der Umfrageteilnehmer berücksichtigen bei der Be-schlussfassung zwei der drei Umgangsformen mit den exogenen Faktoren. 43,7% lassen sich entwedervon der formalen Dokumentation, mündlichen Besprechung oder Kenntnisnahme beeinflussen. Nur3,6% der Umfrageteilnehmer beachten keine der drei durchgeführten Umgangsformen in der Ent-scheidungsfindung. Diese sechs Personen haben bei der Frage, welche exogenen Faktoren sie bei derEntscheidungsfindung berücksichtigen, mindestens einen Werttreiber angegeben. Deshalb ist es nichtplausibel, dass sie weder die Kenntnisnahme, mündliche Besprechung noch formale Dokumentation indie Entscheidungsfindung mit einfliessen lassen. Es wird angenommen, dass diese Teilnehmer esübersehen haben, eine der Umgangsformen anzugeben. Kenntnisnahme, mündliche Besprechung und formale Dokumentation fliessen in 20.4% Entscheidungsgrundlage ein Kenntnisnahme und mündliche Besprechung 18.0%Kombinationen von Umgangsformen fliessen in Entscheidungsgrundlage ein Formale Dokumentation fliesst in 18.0% Entscheidungsgrundlage ein Mündliche Besprechung fliesst in 15.5% Entscheidungsgrundlage ein Mündliche Besprechung und formale Dokumentation fliessen in 10.7% Entscheidungsgrundlage ein Kenntnisnahme fliesst in 10.2% Entscheidungsgrundlage ein Kenntnisnahme und formale Dokumentation 3.6% fliessen in Entscheidungsgrundlage ein Keine exogenen Werttreiber in 3.6% Entscheidungsgrundlage berücksichtigt 0% 5% 10% 15% 20% 25% Relative HäufigkeitAbb. 18: Rel. Häufigkeiten der kombinierten Umgangsformen mit externen Werttreibern Schlussfolgerung: Rund ein Fünftel der Entscheidungsträger berücksichtigt alle drei Umgangsformen bei der Be- schlussfassung, weitere rund 40% die Kenntnisnahme und mündliche Besprechung oder explizit die formale Dokumentation. Daraus kann gefolgert werden, dass eine formale Dokumentation nicht unverzichtbar ist. Bedeutend ist es aber, dass entweder die Kenntnisnahme, mündliche Bespre- chung oder formale Dokumentation der externen Werttreiber in die Beschlussfassung einfliesst. 19
  26. 26. Ergebnisse4.4. Zeitliche Kriterien von FührungsinformationenWichtig ist es nicht nur zu wissen, auf welche Führungsinformationen die Entscheidungsträger ang ange-wiesen sind, sondern auch wie häufig sie diese benötigen. Deshalb beschäftigt sich das nachstehende ind,Kapitel mit der zeitlichen Bereitstellungsfrist der Führungsinformationen. Wie häufig werden die finanziellen KPIs in Ihrem Unternehmen bereitgestellt?Die Mehrheit der CEOs, CFOs, Verwaltungsräte und Controller (68,8%) sagt aus, dass die finanziellenKPIs monatlich bereitgestellt werden. 29 Unternehmen (16,5%) geben der quartalsweisen Aufbere Aufberei-tung den Vorzug. Täglich erfolgt die Bereitstellung lediglich in acht Unternehmen (4,5%), in zwölfBetrieben (6,8%) wöchentlich und in nur sechs Unternehmen (3,4%) jährlich. In keiner Firma erfolgtdie Bereitstellung weniger als jährlich. Die relativen Häufigkeiten der zeitlichen Bereitstellungsfristsind am nachstehenden Kreisdiagramm (siehe Abb. 19) ersichtlich. enden 3.4% 4.5% 6.8% 16.5% Täglich Wöchentlich Monatlich Quartalsweise Jährlich Weniger als jährlich 68.8%Abb. 19: Rel. Häufigkeiten der zeitlichen Bereitstellungsfrist finanzieller KPIsAlle drei Branchen sowie die inländisch als auch ausländisch tätigen Firmen bevorzugen die monatli- lleche Bereitstellungsfrist. 71,4% der Handelsunternehmen, 71,2% der Industriefirmen und 65,3% der .Dienstleistungsanbieter geben an, dass die finanziellen KPIs monatlich aufbereitet werden. Bei deninländisch orientierten Firmen sind es 68,4% und bei den ausländisch orientierten Betrieben 69,1%. Entspricht die Häufigkeitsbereitstellung der finanziellen KPIs dem Bedürfnis der Führung Führungs- kräfte oder besteht führungsseitig ein Bedürfnis diese seltener bzw. öfter aufzubereiten?Die Umfrageteilnehmer sind befragt worden, ob die zeitliche Bereitstellungsfrist der finanziellen KPIs ragtdem führungsseitigen Bedürfnis entspricht. Der Datenauswertung zufolge stimmen die Fristen und derBedarf überein. Lediglich neun Umfrageteilnehmer (5,1%) wünschen sich eine häufigere Bereitstel-lungsfrist und zwei (1,1%), dass die finanziellen KPIs seltener aufbereitet werden. In 165 der 176 U Un-ternehmen (93,8%) entspricht die zeitliche Aufbereitungsfrist dem Bedürfnis seitens der Führung. Wiein Abbildung 20 ersichtlich ist, kann diese Aussage für alle angegeben Fristen (täglich, wöchentlich,monatlich, quartalsweise, jährlich) gemacht werden. 20
  27. 27. Ergebnisse 100% 1.7% 8.3% 4.1% 6.9% 16.7% 80%Relative Häufigkeit 60% 100.0% 91.7% 94.2% 93.1% 40% 83.3% 20% 0% Täglich Wöchentlich Monatlich Quartalsweise Jährlich Bereitstellungsfrist Häufigkeit entspricht führungsseitigem Bedürfnis Führungsseitiges Bedürfnis nach häufiger Bereitstellung Führungsseitiges Bedürfnis nach seltener BereitstellungAbb. 20: Rel. Häufigkeiten der Kongruenz zwischen Frist und Bedarf finanzieller KPIs Wie häufig werden die operativen KPIs in Ihrem Unternehmen bereitgestellt?Derjenige Umfrageteilnehmer, welcher keine operativen KPIs berücksichtigt, wurde bezüglich derzeitlichen Bereitstellungsfrist operativer Schlüsselindikatoren nicht befragt. Deshalb fällt die Stichpr Stichpro-be bei dieser Frage um eine Person kleiner aus. Bei den operativen KPIs konzentrieren sich die An Ant-worten wie bei den finanziellen Indikatoren auf die monatliche Bereitstellungsfrist. 51,4% geben an,dass die Indikatoren monatlich aufbereitet werden. 16,6% nennen die wöchentliche Bereitstellung nennen Bereitstellungs-frist, 15,4% die quartalsweise und 12,0% die tägliche. In lediglich acht der 175 Unternehmen (4,6%)erfolgt die Bereitstellung auf einer jährlichen Basis. Wiederum kein Umfrageteilnehmer sagt aus, dassdie operativen KPIs weniger als ein Mal pro Jahr aufbereitet werden. Die relativen Häufigkeiten der Issechs Bereitstellungsfristen sind in Abbildung 2 ersichtlich. 21 4.6% 12.0% 15.4% Täglich Wöchentlich 16.6% Monatlich Quartalsweise Jährlich Weniger als jährlich 51.4%Abb. 21: Rel. Häufigkeiten der zeitlichen Bereitstellungsfrist operativer KPIs 21
  28. 28. ErgebnisseAlle drei Sektoren und sowohl die inländisch als auch ausländisch tätigen Betriebe bevorzugen diemonatliche Bereitstellungsfrist. In 54,3% der Handelsfirmen, 51,5% der Industriefirmen und 50,0%der Dienstleistungsbetriebe erfolgt die Aufbereitung alle 30 Tage. Bei den binnenwirtschaftlich orie orien-tierten Unternehmen sind es 53,2% und bei den ausländisch tätigen Firmen 50,0%. Entspricht die Häufigkeitsbereitstellung der operativen KPIs dem Bedürfnis der Führung Führungs- kräfte oder besteht führungsseitig ein Bedürfnis diese seltener bzw. öfter aufzubereiten?Im Folgenden soll wiederum untersucht werden, ob die zeitliche Bereitstellungsfrist auch dem fü füh-rungsseitigen Bedürfnis nachkommt. Eine Minderheit kann die Kongruenz nicht bestätigen. 14 U Um-frageteilnehmer (8,0%) wünschen sich eine häufigere, drei weitere (1,7%) eine seltenere Bereitste nschen Bereitstel-lungsfrist. Wie bei den finanziellen Indikatoren entspricht die Aufbereitungsfrist in der Mehrheit derUnternehmen (90,3%) dem Bedarf seitens der Führung. Diese Erkenntnis kann für al Fristen gefol- allegert werden. In wie vielen Unternehmen die fünf Bereitstellungsfristen der operativen KPIs mit demführungsseitigen Bedürfnis übereinstimmen, ist in der Abbildung 2 dargestellt. 22 100% 4.8% 3.4% 2.2% 10.4% 5.6% 11.1% 25.0% 80%Relative Häufigkeit 60% 95.2% 92.2% 88.9% 40% 86.2% 75.0% 20% 0% Täglich Wöchentlich Monatlich Quartalsweise Jährlich Bereitstellungsfrist Häufigkeit entspricht führungsseitigem Bedürfnis Führungsseitiges Bedürfnis nach häufiger Bereitstellung Führungsseitiges Bedürfnis nach seltener BereitstellungAbb. 22: Rel. Häufigkeiten der Kongruenz zwischen Frist und Bedarf operativer KPIs Wie häufig werden die externen Werttreiber in Ihrem Unternehmen bereitgestellt?Bezüglich der zeitlichen Bereitstellungsfrist exogener Werttreiber wurden ebenfalls nur diejenigenTeilnehmer befragt, welche die Berücksichtigung dieser bestätigt haben. Bei den finanziellen und op ope-rativen KPIs liegt der Fokus auf der monatlichen Frist, bei den exogenen Treibern kann eine andereBeobachtung gemacht werden. Am meisten Umfrageteilnehmer bestätigen die quart quartalsweise Aufberei-tungsfrist. In 73 der 167 befragten Unternehmen (43,7%) erfolgt die Bereitstellung quartalsweise undin 54 Firmen (32,3%) monatlich. Die tägliche Frist nennen lediglich sieben Umfrageteilnehmer(4,2%), die wöchentliche neun (5,4%) und die jährliche 20 (12,0%). Weniger als jährlich erfolgt dieBereitstellung in nur vier der befragten Unternehmen (2,4%). Demzufolge liegt das Schwergewichtauf der quartalsweisen und monatlichen Frist. Wie die Stichprobe verhältnismässig geantwortet hat, istam nachstehenden Kreisdiagramm veranschaulicht (siehe Abb. 2 23). 22
  29. 29. Ergebnisse 12.0% 2.4% 4.2% Täglich Wöchentlich 43.7% 5.4% Monatlich Quartalsweise Jährlich Weniger als jährlich 32.3%Abb. 23: Rel. Häufigkeiten der zeitlichen Bereitstellungsfrist externer WerttreiberDie quartalsweise (monatliche) Bereitstellung nennen 48,6% (25,7%) der Händler, 44,6% (33,8%) derIndustriefirmen und 40,3% (34,3%) der Dienstleistungsanbieter. Erfolgt die Auswertung nach Täti Tätig-keitsgebiet strukturiert fallen die Antworten verhältnismässig ebenfalls annähernd gleich aus. 48,0%(30,7%) der im Inland und 40,2% (33,7%) der im Ausland tätigen Firmen berücksichtigen die externen derFaktoren quartalsweise (monatlich). Entspricht die Häufigkeitsbereitstellung der externen Werttreiber dem Bedürfnis der Fü Füh- rungskräfte oder besteht führungsseitig ein Bedürfnis diese seltener bzw. öfter aufzubereiten?Die Mehrzahl der Unternehmen bestätigt, dass die Bereitstellung der exogenen Werttreiber monatlichoder quartalsweise erfolgt. Wie bereits bei den operativen und finanziellen KPIs sagt die Mehrzahl aus(91,0%), dass die zeitliche Bereitstellungsfrist dem führungsseitigen Bedürfnis entspricht. Nur 15 U itstellungsfrist Um-frageteilnehmer bemängeln die Frist. Die Kongruenz zwischen zeitlicher Bereitstellung und dem B Be-darf kann wiederum für alle Fristen gezogen werden, wi in Abbildung 24 aufgezeigt ist. wie 100% 1.4% 11.1% 11.2% 6.8% 10.0% 80%Relative Häufigkeit 60% 100.0% 100.0% 88.9% 88.9% 91.9% 90.0% 40% 20% 0% Täglich Wöchentlich Monatlich Quartalsweise Jährlich Weniger als Bereitstellungsfrist jährlich Häufigkeit entspricht führungsseitigem Bedürfnis Führungsseitiges Bedürfnis nach häufiger Bereitstellung Führungsseitiges Bedürfnis nach seltener BereitstellungAbb. 24: Rel. Häufigkeit der Kongruenz zwischen Frist und Bedarf externer Werttreiber 23
  30. 30. Ergebnisse Schlussfolgerung: • Bei den finanziellen KPIs sind monatliche Aufbereitungsfristen im inländisch als auch aus- ländisch tätigen Handels-, Industrie- und Dienstleistungssektor die Regel und stimmen mehr- heitlich mit dem führungsseitigen Bedürfnis überein. • Bei den operativen KPIs kann ebenfalls ein Favorisieren der monatlichen Bereitstellungsfrist festgestellt werden, welche wiederum überwiegend dem Bedürfnis seitens der Führung nach- kommt. Dieser Schluss gilt für alle drei Branchen. • Die Mehrheit der befragten Unternehmen berücksichtigen die externen Werttreiber auf einer monatlichen oder quartalsweisen Basis. Dies trifft unabhängig von Branche und Tätigkeitsge- biet zu und entspricht mehrheitlich dem Bedarf der Entscheidungsträger. • Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass es nicht ausreicht, die Indikatoren lediglich jährlich oder noch seltener aufzubereiten. Aber auch in herausfordernden Phasen ist es unnötig die finanziellen und operativen KPIs und externen Werttreiber täglich vorzulegen. Diese Schlüs- se können sowohl für den Handels-, Industrie- als auch Dienstleistungssektor und unabhängig vom geographischen Tätigkeitsgebiet gefolgert werden.4.5. Quantitative Kriterien von FührungsinformationenIm Kapitel 4.5. folgt die Beurteilung der angemessenen Menge an Führungsinformationen. Wie viele finanzielle KPIs beinhaltet Ihre Entscheidungsgrundlage?Die Fachexperten sind dazu befragt worden, wie viele KPIs Bestandteil ihrer Entscheidungsgrundlagesind. Rund die Hälfte der Unternehmen (49,9%) integriert vier bis sechs finanzielle KPIs. 25,6% be-rücksichtigen sieben bis neun und 14,2% einen bis drei finanziellen Indikatoren. Lediglich 19 Unter-nehmen (10,8%) beachten mehr als neun finanzielle KPIs. In Abbildung 25 sind die verhältnismässi-gen Anteile der Anzahl KPIs ersichtlich. 25.6% Keine finanzielle KPIs 1 bis 3 finanzielle KPIs 49.9% 4 bis 6 finanzielle KPIs 10.8% 7 bis 9 finanzielle KPIs Mehr als 9 finanzielle KPIs 14.2%Abb. 25: Rel. Häufigkeiten der Anzahl finanzieller KPIs 24

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