Einwanderungsland Deutschland- Ein Gesamtkonzept für zukünftige Zuwanderung -Dr. Jörg DrägerProf. Dr. Herbert Brücker | Be...
Wie Deutschland zu einem erfolgreichen Einwanderungs-land wird: Ausgangslage – Analyse – AbleitungAusgangslage:Zuwanderung...
Ausgangslage21. Mai 2013 Seite 3
Deutschland braucht Zuwanderung – aber dieBevölkerung ist skeptischBis 2050:Bevölkerung schrumpftvon ca. 83 Mio.auf ca. 63...
Deutschland ist aktuell Migrationsmagnet in EuropaDie Zuwanderung hat sich in den letzten drei Jahren mehr alsverdoppelt u...
Drittstaatler zum Zwecke der Erwerbstätigkeitsind unter den Zuwanderern die absolute Minderheit…21. Mai 2013 Seite 6216.00...
21. Mai 2013 Seite 7USA: 32 %China: 47 %Russland:0 10 20 30 40 50 6050 %Prozentualer Anteil von Arbeitsmigranten, die 2009...
Analyse21. Mai 2013 Seite 8
Die Zuwanderung nach Deutschland ging bis 2008 zurückund steigt erst seit 2009 wieder21. Mai 2013 Seite 986 T188 T153 T103...
Quelle: Statistisches Bundesamt, gerundete Wanderungssalden nicht-deutscher Zuwanderer (2012) Der restliche Saldovon rund ...
Der Anstieg der Zuwanderung ist krisenbedingtund nicht nachhaltig („Zuwanderungsblase“)Direkte Wirkung der Eurokrise: Anst...
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Die Wohlfahrtsgewinne aus der Migration sind dauerhaftnur mit einer neuen Einwanderungspolitik zu realisieren21. Mai 2013 ...
Ableitung:Von Kanada, Österreich undSchweden lernen21. Mai 2013 Seite 18
In Deutschland muss die Logik der Zuwanderungssteuer-ung umgekehrt werden: von der Ausnahme zur RegelBis zuletzt Zuwanderu...
Wir müssen Hochqualifizierten neben wirtschaftlichenChancen eine echte Willkommenskultur bieten2021. Mai 2013Wahl desZiell...
Entscheidend für die Wahl des Ziellandes ist ein attraktives„Einwanderungspaket“ rechtlich-institutioneller Faktoren21. Ma...
RückkehrEinbürgerungAufenthalts-haltszielZielgruppeVisatypAufenthalts-genehmigungFachkräfte (Hochqualifizierteund aus Mang...
Ein Beispiel: Einwanderung nach Österreich beimindestens 70 Punkten mit der „Rot-Weiß-Rot-Karte“21. Mai 2013 Seite 231. Ho...
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Deutschland braucht einen Neuentwurf bei derMigrationssteuerung – Zukunft liegt außerhalb EuropasEinwanderung muss dauerha...
AnsprechpartnerUlrich Kober, Programmdirektor der Bertelsmann Stiftungulrich.kober@bertelsmann-stiftung.deTel. 05241-81-81...
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Einwanderungsland Deutschland - ein Gesamtkonzept fuer zukuenftige Zuwanderung

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Trotz aktueller Einwanderungsrekorde fordert die Bertelsmann Stiftung eine strategische Neuausrichtung der Einwanderungspolitik. Um dauerhaft mehr Fachkräfte ins Land zu locken, empfiehlt sie ein Paket aus neuen Einwanderungsregeln, reformiertem Staatsbürgerschaftsrecht und besserer Willkommens- und Anerkennungskultur. Gelingt dies, werden Sozialsysteme und Arbeitsmarkt noch stärker von Einwanderung profitieren als sie das ohnehin bereits tun.
In ihrem Konzeptpapier attestiert die Stiftung der deutschen Einwanderungspolitik zwar eine Öffnung über die Jahrzehnte hinweg, allerdings folge sie vom Grundsatz noch immer der Logik des Anwerbestopps aus den 70er Jahren. Aus dieser Haltung resultiere ein Steuerungsdefizit, das dafür verantwortlich sei, dass lediglich 17.000 der mehr als 300.000 Einwanderer im Jahr 2011 Fachkräfte von außerhalb der EU waren. Zudem haben 4 von 10 Drittstaatlern, die 2009 nach Deutschland eingewandert sind, das Land bereits wieder verlassen.
Dauerhafte und verlässliche Einwanderung wird für Deutschland vor allem aufgrund seiner demographischen Entwicklung immer bedeutender. Herbert Brücker, Wirtschaftsprofessor an der Universität Bamberg und Forschungsbereichsleiter am IAB, weist in der Studie darauf hin, dass ohne Einwanderung das Potenzial an Erwerbstätigen bis 2050 von heute 45 auf 27 Millionen Menschen sinkt.
Die Studie belegt, dass der Sozialstaat von Einwanderung nicht belastet wird, sondern profitiert. Bilanziert man alle staatlichen Transferleistungen, ergibt sich fiskalisch schon heute ein Nettogewinn für den Sozialstaat, der mit der Alterung der Bevölkerung steigen wird. Diese Wohlfahrtsgewinne werden sich desto günstiger entwickeln, je mehr und je qualifiziertere Einwanderer nach Deutschland kommen. Insbesondere die umlagefinanzierten Sozialversicherungssysteme wie Renten-, Pflege- und Krankenversicherung verzeichnen erhebliche Gewinne. Das Plus in den Sozialkassen, das Mitte der 2000er Jahre auf jährlich 2.000 € pro Einwanderer taxiert wurde, liegt bei den Neueinwanderern deutlich höher. Zudem errechnet Brücker, dass zusätzliche Einwanderung nicht zu einer höheren Arbeitslosigkeit führt, im Gegenteil: Je nach Qualifikationsniveau würde die Arbeitslosenquote bis zu 0,12 % sinken. Brücker kommt in seiner Studie auch zu dem Ergebnis, dass zusätzliche Einwanderung sich nicht negativ auf das Lohnniveau auswirkt.
Eine gezielte Steuerung könnte einen Positiv-Trend erheblich verstärken, der seit einem Jahrzehnt zu beobachten ist: Das Qualifikationsniveau der Einwanderer ist stetig gestiegen. 43 % der Neuzuwanderer zwischen 15 und 65 brachten im Jahr 2009 einen Hochschul-, Meister- oder Technikerabschluss mit. Das ist nicht nur ein fast doppelt so hoher Anteil wie noch im Jahr 2000 (23 %), sondern sogar mehr als in der deutschen Bevölkerung. Zeitgleich stieg der Anteil der Studenten unter den Neuzuwanderern von 14 auf 23 %. Die Struktur der Einwanderung hat sich verändert.

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Einwanderungsland Deutschland - ein Gesamtkonzept fuer zukuenftige Zuwanderung

  1. 1. Einwanderungsland Deutschland- Ein Gesamtkonzept für zukünftige Zuwanderung -Dr. Jörg DrägerProf. Dr. Herbert Brücker | Berlin, 21. Mai 2013
  2. 2. Wie Deutschland zu einem erfolgreichen Einwanderungs-land wird: Ausgangslage – Analyse – AbleitungAusgangslage:Zuwanderungsbedarf und aktuelle ZuwanderungDrägerBrückerDrägerAnalyse:Neue Zuwanderung in Europa, Chancenqualifizierter Zuwanderung und SteuerungsbedarfAbleitung:Willkommenskultur mit neuem SteuerungssystemSeite 221. Mai 2013
  3. 3. Ausgangslage21. Mai 2013 Seite 3
  4. 4. Deutschland braucht Zuwanderung – aber dieBevölkerung ist skeptischBis 2050:Bevölkerung schrumpftvon ca. 83 Mio.auf ca. 63 Mio.Arbeitskräftepotenzialschrumpftvon ca. 45 Mio.auf ca. 27 Mio.OhneZuwanderung…21. Mai 2013 Seite 42/3 der Bevölkerungbefürchten zusätzlicheKosten bei Hartz IV2/3 der Bevölkerungglauben, dass Deutsch-land weniger überaltert.1/2 der Bevölkerungglaubt, dass Fachkräfte-mangel ausgeglichen wird.Eindeutige Analyse Zwiespältige MeinungMitZuwanderung…Quellen: Statistisches Bundesamt, Brücker 2013, Emnid-Umfrage 2012
  5. 5. Deutschland ist aktuell Migrationsmagnet in EuropaDie Zuwanderung hat sich in den letzten drei Jahren mehr alsverdoppelt und ist im Saldo von rund 150.000 (2010) auf rund390.000 (2012) gestiegen.70 Prozent der Zuwanderer kommen aus der EU, vor allemaus den neuen Mitgliedsstaaten Osteuropas und den„Krisenländern“ Südeuropas.Deutschland profitiert also von der EU-Freizügigkeit. Diegesteuerte Arbeitsmigration von Drittstaatlern spielt dagegenkaum eine Rolle.21. Mai 2013 Seite 5
  6. 6. Drittstaatler zum Zwecke der Erwerbstätigkeitsind unter den Zuwanderern die absolute Minderheit…21. Mai 2013 Seite 6216.000 Migranten ausStaaten der EU-2770.000 Drittstaatler (z.B.Studierende, Angehörige)17.000 Drittstaatler zumZweck der Erwerbstätigkeit6 %23 %71 %Quelle: Statistisches Bundesamt, gerundete Wanderungssalden nicht-deutscher Zuwanderer (2011), Zahlen für 2012 noch nicht verfügbarVon den 303 Tsd. Einwanderern (Saldo 2011) sindDiese Gruppe musswachsen!
  7. 7. 21. Mai 2013 Seite 7USA: 32 %China: 47 %Russland:0 10 20 30 40 50 6050 %Prozentualer Anteil von Arbeitsmigranten, die 2009 von außerhalb des Freizügigkeitsraumeseinreisten und sich am 30.6.2012 noch in Deutschland aufhielten (Quelle: OECD 2013)…und von den wenigen, die nach Deutschland kommen,sind 60 Prozent nach drei Jahren schon wieder wegØ Drittländer: 40%Akute Gefahr einer„Zuwanderungsblase"…sobald der krisenbedingteZuwanderungsboom aus Ost-und Südeuropa wieder abflaut.
  8. 8. Analyse21. Mai 2013 Seite 8
  9. 9. Die Zuwanderung nach Deutschland ging bis 2008 zurückund steigt erst seit 2009 wieder21. Mai 2013 Seite 986 T188 T153 T103 T55 T96 T75 T99 T11 T28 T154 T303 T387 T-50 000100 000150 000200 000250 000300 000350 000400 000450 0002000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012Wanderungssaldo Nicht-Deutsche(Quelle: Statistisches Bundesamt, in Tausend)
  10. 10. Quelle: Statistisches Bundesamt, gerundete Wanderungssalden nicht-deutscher Zuwanderer (2012) Der restliche Saldovon rund 92.000 Zuwanderern verteilt sich auf kleinere Positionen aus aller Welt.2.0004.0007.0009.00068.000186.0000 20.000 40.000 60.000 80.000 100.000 120.000 140.000 160.000 180.000 200.000Durchschnitt Rest-EUUSAChinaRussische FöderationSüden der EUOsten der EU21. Mai 2013 Seite 10Der überwiegende Teil der 390.000 Zuwanderer (2012)stammt krisenbedingt aus Ost- und SüdeuropaPOL 68.000 – ROU 46.000 – BGR 25.000 – HUN 26.000GRC – ESP – ITA – POR
  11. 11. Der Anstieg der Zuwanderung ist krisenbedingtund nicht nachhaltig („Zuwanderungsblase“)Direkte Wirkung der Eurokrise: Anstieg der Zuwanderung ausSüdeuropaIndirekte Wirkung: Umlenkung der Migrationsströme aus Mittel-und Osteuropa nach Deutschland71 Prozent des Anstiegs der Zuwanderung 2012 gegenüberVorkrisenjahr 2007 durch Verschlechterung der wirtschaftlichenBedingungen in anderen Zielländern (z.B. Spanien, Italien, Irland)21. Mai 2013 Seite 11Quelle: Bertoli/Brücker/Fernandez-Huertas Moraga 2013
  12. 12. 21. Mai 2013 Seite 12Das Qualifikationsprofil der Neuzuwanderer ist im letztenJahrzehnt gestiegen und übertrifft das der EinheimischenNiedrigerBildungsabschluss- 16,4%-Punkte2000: 41,0 %2009: 24,6 %+ 19,8%-PunkteHoher Bildungs-abschluss2000: 22,9 %2009: 42,7 %Quelle: Brücker 2013 auf Grundlage von Daten des MikrozensusDefinition Bildungsabschlüsse: hoch = (Fach)Hochschul-/Meister- oder Technikerabschluss, niedrig = keinSchulabschluss oder Haupt-/Realschulabschluss ohne Lehreund damit mehrals bei dereinheimischenBevölkerung(25,3 %)
  13. 13. 21. Mai 2013 Seite 13Migrationsmagnet Hochschulen: Anteil der Studierendenunter den Neuzuwanderern im letzten Jahrzehnt gestiegen+ 8,1%-PunkteAnteil Studierende(Universität/Fachhochschulen)unter Neuzuwanderern2000: 13,6 %2009: 21,7 %Quelle: Brücker 2013 auf Grundlage von Daten des Mikrozensus
  14. 14. 21. Mai 2013 Seite 14Wirkungen Migration I: Die Arbeitslosenquote sinkt beisteigendem Qualifikationsprofil der NeuzuwandererSzenario 1:NiedrigqualifizierteNeuzuwandererSzenario 2:MittelqualifizierteNeuzuwandererSzenario 3:HochqualifizierteNeuzuwandererLöhnebleiben konstantArbeitslosen-quoteVeränderungin %-Punkten+ 0,13 %-Punkte - 0,03 %-Punkte - 0,12 %-PunkteQuelle: Brücker 2013 (Annahme der Simulation: gelungene Arbeitsmarktintegration)
  15. 15. 21. Mai 2013 Seite 15Wirkungen Migration II: Das Volkseinkommen wächst beisteigendem Qualifikationsprofil der NeuzuwandererBei geringeremQualifikationsprofil vonZuwanderern gegenüberEinheimischen- Jährlicher Finanzierungsbeitrag von Zuwanderern zur Sozialversicherung -pro KopfGesamt2.000 Euro14 Mrd. Euro5.900 Euro42 Mrd. EuroBei gleichemQualifikationsprofil vonZuwanderern gegenüberEinheimischenQuelle: Brücker 2013 (Simulation nach Bonin unter Annahme erfolgreicher Arbeitsmarktintegration)
  16. 16. 21. Mai 2013 Seite 16Die Rentenkassen profitieren von Zuwanderern0102030405060Neueinwanderer mitMigrationshintergrundohneMigrationshintergrundAlleBezieher von beitragsfinanzierten TransferleistungenBezieher von steuerfinanzierten TransferleistungenQuelle: Brücker 2013 (auf Grundlage von Daten des Mikrozensus)Transferbezug nach Migrationsstatus (2009), Anteil der Bezieher an der jeweiligen Gruppe in %
  17. 17. Die Wohlfahrtsgewinne aus der Migration sind dauerhaftnur mit einer neuen Einwanderungspolitik zu realisieren21. Mai 2013 Seite 17Das Migrationspotenzial aus der EU wird schrittweisezurückgehen: es müssen deshalb neue Migrationspotenzialeerschlossen werden.Rechtliche Barrieren müssen weiter abgebaut werden:insbesondere bedarf es niedrigerer Schwellen für dieZuwanderung von Personen mit mittleren Berufsabschlüssen.Nötig ist eine gezielte Anwerbestrategie, bei der staatlicheStellen in Kooperation mit Wirtschaft und Universitätenzusammenwirken.
  18. 18. Ableitung:Von Kanada, Österreich undSchweden lernen21. Mai 2013 Seite 18
  19. 19. In Deutschland muss die Logik der Zuwanderungssteuer-ung umgekehrt werden: von der Ausnahme zur RegelBis zuletzt Zuwanderung als Ausnahme von der Regelstatt als Regel mit AusnahmenZuwanderung bisher noch vom Anwerbestopp geprägt21. Mai 2013 Seite 19Anwerbestopp 1973Abwehr vonZuwanderungSeitdem viele und sehrspezifische Ausnahmenvon der Regel
  20. 20. Wir müssen Hochqualifizierten neben wirtschaftlichenChancen eine echte Willkommenskultur bieten2021. Mai 2013Wahl desZiellandesAnerkennungs- und WillkommenskulturWirtschaft-liche Chancen(v.a. Arbeitsmarkt)Gesellschaft-lich-kulturelleRahmenbedingungen(z.B. Toleranz, Sozialwesen)Rechtlich-institutionelleFaktoren(„Einwanderungspaket“)NotwendigeBedingungenEntscheidendeBedingung=> Fokus heute
  21. 21. Entscheidend für die Wahl des Ziellandes ist ein attraktives„Einwanderungspaket“ rechtlich-institutioneller Faktoren21. Mai 2013 Seite 21„Schwarz-Rot-Gold-Karte“Klare, faire und transparenteRegeln für die EinwanderungMöglichkeiten fürFamilienmitgliederAngemessene Bedingungen füreine dauerhafteAufenthaltserlaubnis – Wege zurStaatsbürgerschaftAnerkennung ausländischerZeugnisse und Abschlüsse„Ein-wanderungs-paket“
  22. 22. RückkehrEinbürgerungAufenthalts-haltszielZielgruppeVisatypAufenthalts-genehmigungFachkräfte (Hochqualifizierteund aus Mangelberufen)Schwarz-Rot-Gold-KartedauerhaftBildungs-zuwandererBildungs-Kartebefristet,VerlängerungmöglichTemporäreMigrantenZeit-KartebefristetPunktesystem nach klarenKriterien (Qualifikation, Jobangebot,…)beim Zugangggf. Quoten,Anreize zumVerbleibquantitativeObergrenzen undVorrangprüfungSteuerungs-methode21. Mai 2013 Seite 22Ein einfaches und attraktives Steuerungsmodell:statt einer Vielzahl von Regeln nur noch drei Visatypen
  23. 23. Ein Beispiel: Einwanderung nach Österreich beimindestens 70 Punkten mit der „Rot-Weiß-Rot-Karte“21. Mai 2013 Seite 231. HochschulabschlussHabilitationStudium MINT-Fach (4 Jahre)Studium (4 Jahre)40 Punkte30 Punkte20 Punkte2. JobangebotBruttogehalt € >70.000Bruttogehalt 60.000 – 70.000Bruttogehalt 50.000 – 60.00030 Punkte25 Punkte20 Punkte3. Forschungs- oder Innovationstätigkeit (Patentanmeldungen, Publikationen)4. Auszeichnung (Preisträgerschaft)Berufserfahrung (pro Jahr 2 Pt; in Österreich höher) maximal 20 PunkteSprachkenntnisse maximal 10 PunkteAlter (je jünger, desto mehr) maximal 20 PunkteStudium in Österreich maximal 10 Punkte20 Punkte20 PunkteQualifikation/Jobangebot maximal 40 PunkteINSGESAMT maximal 100 Punkte
  24. 24. NiederlassungserlaubnisBefristungRückkehr oder weiterhin MigrationSchwarz-Rot-Gold-KarteBildungs-KarteZeit-KarteJahr 1 Jahr 2 Jahr 3 Jahr 4 Jahr 5BefristungVerlängerungNiederlassungs-erlaubnisDeutscheStaats-bürgerschaftZiel:Jahr 6 Jahr 7Nicht nur kommen, sondern auch bleiben: Zügige Wegezur deutschen Staatsbürgerschaft21. Mai 2013 Seite 24
  25. 25. Deutschland braucht einen Neuentwurf bei derMigrationssteuerung – Zukunft liegt außerhalb EuropasEinwanderung muss dauerhaft auf die politische Agenda gesetztwerden – nicht nur im Kontext von Demographie- undIntegrationsgipfeln. In der Bevölkerung muss verstärkt umAkzeptanz für Einwanderer geworben werden.Die Neugestaltung der Einwanderung ist eine der zentralenHerausforderungen der kommenden Legislaturperiode: imnationalen Interesse sollte ein Konsens über alle politischenLager hinweg angestrebt werden.Ein neues Gesamtkonzept sollte Steuerungsfragen mit Fragender Gestaltung einer Willkommenskultur zusammendenken undeinen möglichen „Nationalen Aktionsplan Migration“ mit demlaufenden „Nationalen Aktionsplan Integration“ verbinden.21. Mai 2013 Seite 25
  26. 26. AnsprechpartnerUlrich Kober, Programmdirektor der Bertelsmann Stiftungulrich.kober@bertelsmann-stiftung.deTel. 05241-81-8159821. Mai 2013 Seite 26

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