Die Analyse zeigt, dass Deutschland eine drastisch steigende Nettozuwanderung, insbesondere von Flüchtlingen, erlebt, wobei Asylanträge von 48.000 im Jahr 2010 auf über 220.000 im Jahr 2014 angestiegen sind. Ein Prognosemodell unter Berücksichtigung von Arbeitslosenquoten und einem neuen Konfliktindikator prognostiziert eine Nettozuwanderung von 422.000 (2015), 420.000 (2016) und 510.000 Personen (2017), was auf ein weiterhin hohes Niveau der Migration in den kommenden Jahren hinweist. Die Studie hebt die divergierenden Faktoren hervor, dass konjunkturelle Erholung in der EU tendenziell eine rückläufige Zuwanderung nach Deutschland antreibt, während die Zunahme von bewaffneten Konflikten weltweit einen gegenteiligen Trend erzeugt.