OECD INTERNATIONALER
MIGRATIONSAUSBLICK 2018
Pressebriefing für
deutschsprachige Journalisten
Thomas Liebig
Leitender Ökonom
Abteilung für internationale Migration
20. Juni 2018
I. Trends in der internationalen Migration
II. Integration von Flüchtlingen und anderer
Zuwanderer
III. Fokus: Auswirkungen der Flüchtlingsmigration auf
den Arbeitsmarkt
IV. Schlussbemerkungen
Übersicht
2
2017 erstmals seit 2011 Rückgang der Migration
in die OECD
3
2/3 des Anstiegs 2015-16 auf Deutschland zurückzuführen, sowie
½ des Rückgangs 2016-17
OECD Deutschland
4
Für 2017 starker Rückgang in Deutschland erwartet – aber immer noch
höhere Zahlen als in jedem anderen Jahr vor 2016
Dauerhafte Migration in Top 12 OECD-Länder, 2016
Die Mehrheit der Zuwanderer kommt nach wie nicht
über das Asylsystem – Innereuropäische Migration
wichtigster Kanal
0
200000
400000
600000
800000
1000000
1200000
1400000
Dauerhafte Migration
Ohne humanitäre Migration
Auch ohne Flüchtlinge stünde Deutschland
deutlich vor allen anderen Ländern – ausser USA
5
Relativ zur Bevölkerung hat Schweden noch
deutlich mehr Flüchtlinge aufgenommen
6
Neue Asylanträge in 2017 OECD-weit
zurückgegangen, aber weiter auf sehr hohem
Niveau
7
Asylbewerber seit 1980
Bei den neuen Asylbewerbern liegt
Deutschland nicht mehr an der Spitze
OECD-weit in 2015: 48% aus Syrien, Afghanistan, Irak. In 2017: 24%
Wichtigste Herkunftsländer je nach Empfangsland sehr unterschiedlich
Polen ist zum wichtigsten Empfangsland für
temporäre Arbeitsmigration geworden
9
Auch in 2017 weiterhin hohe Arbeitsmigration nach Polen, vor allem aus der
Ukraine
Zugleich verlassen weniger Polen ihr Land – Rückgang in 2016 um 15%
Deutschlands Marktanteil bei den internationalen
Studierenden hat abgenommen
Deutsch-
land
7%
OECD
93%
Internationale Studierende
OECD 2015: 3 324 000
Deutschland 2015: 229 000
Österreich 2015: 68 000
Schweiz 2015: 51 000
10
Internationale Studierende
OECD 2005: 1 983 000
Deutschland 2005: 205 000
Deutsch-
land
10%
OECD
90%
Arbeitsmarktsituation der Migranten trotz erster
Einflüsse der Asylkrise weiterhin positiv
11
• Flüchtlinge erst langsam in den
Beschäftigungsstatistiken sichtbar
• Auch in 2017 weiter Rückgang der Arbeitslosigkeit
der Zuwanderer
• Beschäftigungsquote der zugewanderten Frauen
auf Höchststand
III. Fokus : Auswirkungen der
Flüchtlingsmigration auf den Arbeitsmarkt
12
• Global gesehen sehr bescheidener Einfluss – selbst in
Österreich und Deutschland weniger als 1% des
Arbeitskräftepotentials
• Allerdings erheblicher Einfluss in Teilsegmenten des
Arbeitsmarkts:
• Zunahme bei jungen niedrigqualifizierten Männer in
Deutschland und Österreich um rund 15%
• Um Konkurrenz/Lohndruck, etc. zu vermeiden, müssen
verstärkte Massnahmen (v.a. Bildung) zur Förderung der
jungen Niedrigqualifizierten – unabhängig von der
Herkunft - getroffen werden
IV. Schlussbemerkungen
13
• Deutschland ist nach wie vor der Motor der
Migrationsbewegungen in der OECD
• Hat die Personenfreizügigkeit in Europa ihren Zenit
erreicht?
• Neue Perspektiven der Arbeitsmigration?!
• Weiterhin instabile Lage im Hinblick auf Asyl und Flucht
nach Europa
www.oecd.org/migration
Thomas.Liebig@oecd.org
Für weitere Informationen zur Arbeit der
OECD im Bereich Migration und Integration
14

Internationaler Migrationsausblick 2018

  • 1.
    OECD INTERNATIONALER MIGRATIONSAUSBLICK 2018 Pressebriefingfür deutschsprachige Journalisten Thomas Liebig Leitender Ökonom Abteilung für internationale Migration 20. Juni 2018
  • 2.
    I. Trends inder internationalen Migration II. Integration von Flüchtlingen und anderer Zuwanderer III. Fokus: Auswirkungen der Flüchtlingsmigration auf den Arbeitsmarkt IV. Schlussbemerkungen Übersicht 2
  • 3.
    2017 erstmals seit2011 Rückgang der Migration in die OECD 3 2/3 des Anstiegs 2015-16 auf Deutschland zurückzuführen, sowie ½ des Rückgangs 2016-17 OECD Deutschland
  • 4.
    4 Für 2017 starkerRückgang in Deutschland erwartet – aber immer noch höhere Zahlen als in jedem anderen Jahr vor 2016 Dauerhafte Migration in Top 12 OECD-Länder, 2016 Die Mehrheit der Zuwanderer kommt nach wie nicht über das Asylsystem – Innereuropäische Migration wichtigster Kanal 0 200000 400000 600000 800000 1000000 1200000 1400000 Dauerhafte Migration Ohne humanitäre Migration
  • 5.
    Auch ohne Flüchtlingestünde Deutschland deutlich vor allen anderen Ländern – ausser USA 5
  • 6.
    Relativ zur Bevölkerunghat Schweden noch deutlich mehr Flüchtlinge aufgenommen 6
  • 7.
    Neue Asylanträge in2017 OECD-weit zurückgegangen, aber weiter auf sehr hohem Niveau 7 Asylbewerber seit 1980
  • 8.
    Bei den neuenAsylbewerbern liegt Deutschland nicht mehr an der Spitze OECD-weit in 2015: 48% aus Syrien, Afghanistan, Irak. In 2017: 24% Wichtigste Herkunftsländer je nach Empfangsland sehr unterschiedlich
  • 9.
    Polen ist zumwichtigsten Empfangsland für temporäre Arbeitsmigration geworden 9 Auch in 2017 weiterhin hohe Arbeitsmigration nach Polen, vor allem aus der Ukraine Zugleich verlassen weniger Polen ihr Land – Rückgang in 2016 um 15%
  • 10.
    Deutschlands Marktanteil beiden internationalen Studierenden hat abgenommen Deutsch- land 7% OECD 93% Internationale Studierende OECD 2015: 3 324 000 Deutschland 2015: 229 000 Österreich 2015: 68 000 Schweiz 2015: 51 000 10 Internationale Studierende OECD 2005: 1 983 000 Deutschland 2005: 205 000 Deutsch- land 10% OECD 90%
  • 11.
    Arbeitsmarktsituation der Migrantentrotz erster Einflüsse der Asylkrise weiterhin positiv 11 • Flüchtlinge erst langsam in den Beschäftigungsstatistiken sichtbar • Auch in 2017 weiter Rückgang der Arbeitslosigkeit der Zuwanderer • Beschäftigungsquote der zugewanderten Frauen auf Höchststand
  • 12.
    III. Fokus :Auswirkungen der Flüchtlingsmigration auf den Arbeitsmarkt 12 • Global gesehen sehr bescheidener Einfluss – selbst in Österreich und Deutschland weniger als 1% des Arbeitskräftepotentials • Allerdings erheblicher Einfluss in Teilsegmenten des Arbeitsmarkts: • Zunahme bei jungen niedrigqualifizierten Männer in Deutschland und Österreich um rund 15% • Um Konkurrenz/Lohndruck, etc. zu vermeiden, müssen verstärkte Massnahmen (v.a. Bildung) zur Förderung der jungen Niedrigqualifizierten – unabhängig von der Herkunft - getroffen werden
  • 13.
    IV. Schlussbemerkungen 13 • Deutschlandist nach wie vor der Motor der Migrationsbewegungen in der OECD • Hat die Personenfreizügigkeit in Europa ihren Zenit erreicht? • Neue Perspektiven der Arbeitsmigration?! • Weiterhin instabile Lage im Hinblick auf Asyl und Flucht nach Europa
  • 14.
    www.oecd.org/migration Thomas.Liebig@oecd.org Für weitere Informationenzur Arbeit der OECD im Bereich Migration und Integration 14