Kultur und Kulturmodelle

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Kultur ist eine mentale Programmierung des Geistes, die die Mitglieder einer Gruppe von Menschen von einer anderen unterscheidet... (Hofstede)

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Kultur und Kulturmodelle

  1. 1. Kultur und KULTURSTANDARDS
  2. 2. Der Kulturbegriff <ul><li>Der Begriff »Kultur« lässt sich etymologisch vom lateinischen Verb »colere«, was soviel wie » bebauen«, (be)wohnen, pflegen . </li></ul><ul><li>lat. cultura , Pflege des Körpers, primär aber des Geistes. </li></ul><ul><li>Über Jahrhunderte hinweg war die Bedeutung von »cultura« stark mit » Ackerbau« und » Pflege« verbunden. </li></ul><ul><li>Erst im Laufe des 18. Jahrhunderts wurde »Kultur« als eigenständiger Begriff im Sinne von Formung und Ausbildung des Geistes und des Geschmackes verwendet. </li></ul> Aquakultur , Zellkultur, Forstkultur , Alltagskultur, Agrikultur, Leitkultur…
  3. 3. Kultur ist… <ul><li>Erlernt…. ist weder ererbt noch biologisch bedingt. Sie ist durch Lernen und Erfahrung angeeignet. </li></ul><ul><li>Geteilt… wird von Mitgliedern einer Gruppe, Organisation oder Gesellschaft geteilt. </li></ul><ul><li>Generationsübergreifend… kumuliert sich; sie wird von einer Generation zur nächsten weiter gegeben. </li></ul><ul><li>Symbolisch… basiert auf der menschlichen Fähigkeit, Symbole einzusetzen. </li></ul><ul><li>Strukturiert… ist strukturiert und integriert. Veränderungen in einem Bereich verändern auch andere Bereiche. </li></ul><ul><li>Anpassungsfähig…. Basiert auf der menschlichen Fähigkeit zur Anpassung. </li></ul>Quelle: Hodgetts / Luthans 1997
  4. 4. Kultur ist… <ul><li>„ Kultur ist ein universelles, für eine Gesellschaft, Organisation und Gruppe aber sehr typisches Orientierungssystem. Dieses Orientierungssystem wird aus spezifischen Symbolen gebildet und in der jeweiligen Gesellschaft usw. tradiert. </li></ul><ul><li>Es beeinflusst das Wahrnehmen, Denken, Werten und Handeln aller ihrer Mitglieder und definiert somit deren Zugehörigkeit zur Gesellschaft. </li></ul><ul><li>Kultur als Orientierungssystem strukturiert ein für die sich der Gesellschaft zugehörig fühlenden Individuen spezifisches Handlungsfeld und schafft damit die Voraussetzungen zur Entwicklung eigenständiger Formen der Umweltbewältigung.“ (Alexander Thomas) </li></ul>
  5. 5. oder <ul><li>„ Kultur ist eine mentale Programmierung des Geistes, die die Mitglieder einer Gruppe von Menschen von einer anderen unterscheidet...„ </li></ul><ul><li>Geert Hofstede 1997 </li></ul>
  6. 6. Die kulturelle Programmierung <ul><li>Individuums spezifisch Erlebt und Erlernt </li></ul><ul><li>Gruppenspezifisch Erlernt </li></ul><ul><li>Universell Ererbt </li></ul>Menschliche Natur Kultur Persönlichkeit
  7. 7. Das Zwiebelmodell <ul><li>Symbole: Worte, Gesten, Bilder, Objekte mit bestimmter Bedeutung, werden sofort erkannt. </li></ul><ul><li>Helden: Personen, die Eigenschaften besitzen, welche in einer Kultur hoch angesehen sind. Verhaltensvorbilder. </li></ul><ul><li>Rituale: Kollektive Tätigkeiten, die in bestimmten Situationen ablaufen (Begrüßungsrituale, Gesprächsroutinen). </li></ul><ul><li>Werte: Abstrakte Ideale, Prioritäten, die der Orientierung innerhalb eines Systems dienen. </li></ul>Symbole Helden Rituale Werte Symbole, Helden und Rituale sind unter dem Begriff Praktiken zu ordnen und sind als solche für den Außenstehenden sichtbar. Interpretation. Kulturelle Unterschiede manifestieren sich auf unterschiedliche Weise: Praktiken
  8. 8. Das Eisberg-Modell <ul><li>bewusst / sichtbar </li></ul>unbewusst / unsichtbar Sprache Kunst Speisen Kleidung Umgangsformen Bedeutung und Einstellung zu : Glaubensätze Werte Grundannahmen ▪ Religion und Tradition ▪ Ideologie ▪ Verständnis Zeit / Raum Kultur ist… Beziehung Mensch Umwelt ▪ Strategien ▪ Rechtsverständnis ▪ Autorität d. Staates / Firma Interpersonelle Beziehungen ▪ Rolle der Frau ▪ Macht und Status ▪ Erziehungsideale
  9. 9. Kulturschock <ul><li>Flitterwoche (Euphorie, Reisefieber, Neugierde) </li></ul><ul><li>- Das eigne Kultur wird nicht in Frage gestellt. Zuschauer. </li></ul><ul><li>Entfremdung </li></ul><ul><li>- Erste Kontaktschwierigkeiten, man gibt sich selbst die Schuld. </li></ul><ul><li>Eskalation </li></ul><ul><li>- Schuldzuweisungen an die fremde Kultur und Verherrlichung der eigenen Kultur. </li></ul><ul><li>Stabilität: Die fremde Kultur wird verstanden, geduldet, geschätzt. </li></ul><ul><li>- man fühlt sich weiterhin fremd oder </li></ul><ul><li>- man fühlt sich wie zu Hause oder </li></ul><ul><li>- man fühlt sich besser als zu Hause. </li></ul>
  10. 10. Zusammenfassen <ul><li>Es ist die Kultur welche Umwelt mit Handlung, Kausalität mit Finalität, verbindet. </li></ul><ul><li>Die Kultur enthält die Regeln. Aus den Vorstufen Brauchtum und Moral schafft sie Ethik, Normen, Regeln und Gesetze.  </li></ul><ul><li>Kultur bestimmt: </li></ul><ul><li>- wie Menschen miteinander umgehen </li></ul><ul><li>- wie Menschen mit ihrer Umwelt umgehen </li></ul><ul><li>- wie Menschen mit Vergangenheit und Zukunft umgehen </li></ul><ul><li>- wie Menschen mit Diesseits und Jenseits umgehen. </li></ul><ul><li>Kultur dient also der ORIENTIERUNG! </li></ul>

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