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by EuropäischeWerte.info
Was ist die Grundlage unserer Freiheit?
Die Europäischen Werte
Eine kurze Einführung
EuropäischeWerte.info
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Noch nie hatten wir so viele
Freiheiten wie heute
• Freiheit (Gedanken-, Gewissens-, Religions- und
Meinungsfreiheit, etc.)
• Gleichheit (Schutz vor Diskriminierung, volle
Gleichberechtigung von Mann und Frau, etc. )
• Solidarität (soziale Sicherheit, gerechte Bezahlung, das
Recht auf einen angemessenen Lebensstandard,
Gesundheit und auf Zugang zur Bildung, etc.)
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Wenn Sie sich die Weltkarte
ansehen, haben Sie
sich je gefragt:
Wieso leben wir in
einer Freiheit, welche
mehr als 80% der Menschheit
weder besitzt noch kennt?
Worin besteht der Unterschied?
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Will man seine Werte für zukünftige
Generationen erhalten, muss man
diese erst einmal kennen.
Unsere freien, europäischen
Gesellschaften beruhen auf der Grundlage
von bestimmten Werten und sind
Ausdruck eines besonderen Weltbildes.
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Was sind Europäische Werte?
Gibt es überhaupt gemeinsame Europäische Werte?
Römisches Recht?
Aufklärung? Reformation?
Griechische Philosophie?
Humanismus?
Christentum?
Demokratie?
Rechtsstaat?
Antike?
jüdisch-christliche Kultur und Ethik?
Freiheit?
Menschenrechte?
Mittelalter?
Neuzeit?
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Will man seine Werte verstehen,
muss man seine Geschichte verstehen!
Die Geschichte Europas ist von einem ständigen
Wandel von Werten und den entsprechenden
Weltbildern gekennzeichnet.
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Die Geschichte Europas ist ein
ständiger Wechsel zwischen zwei
gegensätzlichen Weltbildern!
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1.) Dem theozentrischen Weltbild mit
Gott im Mittelpunkt des Denkens
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2.) Dem humanistischen Weltbild mit
dem Menschen im Mittelpunkt des
Denkens!
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Ein Weltbild wird stets durch ein
anderes ersetzt!
„Die einzige Konstante im Universum
ist die Veränderung.“
Heraklit von Ephesus,
griechischer Philosoph
(etwa 540 - 480 v. Chr.)
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Wandel der Weltbilder in Europa
Startpunkt:
Vor der Antike
ANTIKE
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• Alles Unerklärliche wurde einem Gott zugeordnet.
• Der Mensch war seinen Göttern ausgeliefert.
Zeus: Göttervater, zuständig
für Blitz, Donner und Luft
Poseidon: Gott des Meeres, der
Erdbeben und Pferde
Hephaistos: Gott der Vulkane, des Feuers,
der Schmiedekunst und Architektur
Demeter: Erdgöttin, Muttergöttin,
Fruchtbarkeitsgöttin
Geschichtlicher Hintergrund:
Vielgötterglaube vor der Antike
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Ein neues Denken bahnt sich seinen Weg!
• Der Mensch wagt es, sein Schicksal nicht nur
den Göttern zu überlassen, sondern es aktiv
mitzubestimmen.
• Der Mensch versteht, dass er wachsen und
sich weiterentwickeln kann.
Geschichtlicher Hintergrund:
Die Antike
by EuropäischeWerte.info
1. Stufe: Humanistisches Denken
• Diesen Startpunkt der Emanzipation des
Menschen neben seinen Göttern nennt man
Humanistisches Denken.
Ab 600 v. Chr.
Vom theozentrischem Weltbild mit
Gott im Mittelpunkt des Denkens und
Handelns
Fokus mehr auf den Menschen,
seine Entwicklung und streben
nach Glück wird wichtiger
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2. Stufe: Rationalität
• Man beginnt seine Umwelt und das Handeln
der Götter rational zu hinterfragen.
• Beginn antiker Naturwissenschaften durch
Beobachtung der Natur und Erkennen
bestimmter Gesetzmäßigkeiten.
Ab 600 v. Chr.
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3. Stufe: Säkularität
• Die Götter nehmen ihren Platz im privaten Bereich
ein und verlassen den öffentlichen Bereich.
• Man nimmt ihre Hilfe dankbar an, lässt sich aber
nicht mehr von ihnen im eigenen Streben nach Glück
behindern.
Ab 500 v. Chr.
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4. Stufe: Rechtsstaatlichkeit
„Lex statt Rex“, d.h. das aufgeschriebene Gesetz (Lex)
ersetzt die willkürliche Gesetzgebung eines Königs (Rex).
Es kommt zur Teilung der Staatsgewalten.
Ab 470 v. Chr.
Lex statt Rex
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5. Stufe: Demokratie
Man beginnt von seinen Herrschern politische
Mitbestimmung einzufordern.
Attische Demokratie von 462 bis 322 v. Chr.
(140 Jahre Demokratie)
Ab 462 v. Chr.
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6. Stufe: Menschenrechte
Die Idee, dass jedem Menschen von Geburt an
bestimmte Rechte zustehen, stammt aus der
Antike.
Ab 330 v. Chr.
by EuropäischeWerte.info
Voila - ein vollständig entwickeltes
humanistisches Weltbild
• Es entsteht dadurch den Menschen einen Wert zu geben
(humanistisches Denken) und endet damit allen Menschen
einen Wert zu geben (Menschenrechte).
by EuropäischeWerte.info
Antikes humanistisches Weltbild
Obwohl das gesamte humanistische Weltbild im Ansatz
vorhanden war, so war die Umsetzung in vielen Bereichen
mangelhaft.
by EuropäischeWerte.info
• Humanistisches Denken & Rationalität waren gut
entwickelt
by EuropäischeWerte.info
• Säkularität nur teilweise
by EuropäischeWerte.info
• Rechtsstaatlichkeit und Demokratie galten nur für
männliche Vollbürger.
Frauen, Sklaven, Fremde hatten so gut wie keine
Rechte!
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Wendepunkt:
Das humanistische Weltbild entstand Stufe auf Stufe –
und so verschwindet es auch wieder.
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(1) Menschenrechte: Kaum richtig angedacht, schon
wieder verschwunden!
by EuropäischeWerte.info
(2) Demokratie & (3) Rechtsstaatlichkeit
verschwinden stufenweise mit der Umwandlung bzw.
dem Rückfall der römischen Republik in ein römisches
Kaiserreich.
Ab 27 v. Chr.
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(4) Säkularität wird aufgehoben:
Christentum wird römische Staatsreligion (380 n. Chr.)
f
Kirche
Kaiser
Es werden schrittweise alle
anderen Religionen (antiken
Kulte) verboten.
by EuropäischeWerte.info
(5) Rationalität wird durch Glaube ersetzt und (6) der
Fokus ändert sich vom Menschen auf Gott.
Kirche
Kaiser
Weltbild der Antike
Ab 400 n. Chr.
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(5) Rationalität wird durch Glaube ersetzt und (6) der
Fokus ändert sich vom Menschen auf Gott.
Kirche
Kaiser
+Weltbild der Antike
Ab 400 n. Chr.
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(5) Rationalität wird durch Glaube ersetzt und (6) der
Fokus ändert sich vom Menschen auf Gott.
Weltbild der Antike Weltbild im Mittelalter
Ab 400 n. Chr.
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Das Mittelalter beginnt
• Das Mittelalter ist die Zeit zwischen
Antike und Wiedergeburt der Antike.
Ab 500 n. Chr.
by EuropäischeWerte.info
Durch den erstmals in Europa eingeführten „Ein-
Gott-Glauben“ entstand ein recht einheitliches
theozentrisches Weltbild. Von diesem Weltbild
durfte nun nichts (Wissenschaft,…) und niemand
(Galileo,…) mehr abweichen.
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Christlich theozentrisches Weltbild
by EuropäischeWerte.info
N
n
Europäische Werte und Religion im
Mittelalter
Christlich theozentrisches Weltbild
im Mittelalter in Europa
Humanistisches
Denken
Die Entwicklung und das Glück des Menschen
im hier & jetzt ist unbedeutend -> das Glück
gibt es erst im Paradies im Himmel
Vernunft
Die einzige Wahrheit steht in der Bibel und wird
von der Kirche verkündet, religiöse Dogmen
sind Gesetz, Glaube ersetzt Vernunft
Säkularität
Religiöse Themen beherrschen die Politik und
regeln das Privatleben. Der Staat ist von Gott
gegeben, um die Menschen zum Glauben zu
führen
Rechtsstaatlichkeit
Alles Gesetz kommt von Gott und steht über
jeden von Menschen gemachtes Gesetz
Demokratie
Ein Gott, ein König, eine Kirche, selbst
christliche, aber nicht katholische Auslegungen
werden verfolgt
Menschenrechte
Dem einfachen Menschen sind von Gott viele
Pflichten auferlegt, seine Rechte sind von der
„Gnade Gottes“ abhängig.
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• Das Ende des Mittelalters wurde
eingeleitet durch die Renaissance,
d. h. die Wiedergeburt der Antike
Geschichtlicher Hintergrund:
Die Renaissance
• Einfließen antiker humanistischer Ideen
in die allgemeine Entwicklung
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1. Stufe: Humanistisches Denken
Ab 1450 n. Chr.
Neue geistige Grundhaltung:
Der Mensch und seine Entwicklung im Hier & Jetzt wird in den
Mittelpunkt gerückt.
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Reformatoren wie Martin Luther bringen durch ihre
Schriften das Kirchenmonopol der Meinungsbildung
ins Wanken. Es gibt plötzlich andere Auslegungen des
göttlichen Willens und unterschiedliche
Verhaltensvorschriften.
Dies öffnet die Möglichkeit für eine nichtreligiöse
Denkweise, basierend auf der praktischen Vernunft.
Ab 1517 - 1600 n. Chr.
Geschichtlicher Hintergrund:
Die Reformation
Der Ruf nach vernünftigen Verhaltensregeln statt starren
religiösen Dogmen wird lauter.
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2. Stufe: Rationalität
Ab 1640 n. Chr.
Nun darf die Fähigkeit der menschlichen Vernunft zur Urteilsfindung
neben dem Glauben herangezogen werden.
by EuropäischeWerte.info
Eine der Hauptforderungen der Aufklärung war eine strikte
Trennung von religiösen und politischen Institutionen.
Geschichtlicher Hintergrund:
Die Aufklärung
Immanuel Kant
1724 - 1804
Was ist Aufklärung?
Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst
verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen,
sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.
Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache
derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der
Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung
eines anderen zu bedienen.
Sapere aude! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu
bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung. (I. Kant, 1784)
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3. Stufe: Säkularität
Trennung von Politik und Religion
Ab 1700 n. Chr.
Rationales logisches Denken widerlegt mehr
und mehr dogmatisches religiöses Denken und
verdrängt die Religion aus der Politik.
by EuropäischeWerte.info Ab 1700 n. Chr.
3. Stufe: Säkularität
Säkularisierung
Weltbild im Mittelalter Beginn Säkularisierung
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Erste Verfassungen und
Grundgesetze entstehen
Dritter Stand:
~98% Bevölkerung
Klerus & Adel
Geschichtlicher Hintergrund:
Die Französische Revolution
Das Volk tritt für seine Rechte ein und fordert:
„Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit!“
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4. Stufe: Rechtsstaatlichkeit
Ab 1789 n. Chr.
Grundgesetze und Verfassungen entstehen, die nicht von einem Gott,
sondern von Menschen gemacht wurden. Es kommt zur Teilung der
Staatsgewalten.
Angewandte Säkularität führt zu Rechtsstaatlichkeit:
by EuropäischeWerte.info
5. Stufe: Demokratie
Die erste europäische Demokratie der Neuzeit entsteht 1791
in Frankreich auf Basis der demokratischen Verfassung.
Ab 1791 n. Chr.
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Nach 30 Jahren Leid durch zwei Weltkriege war
man international bereit, neue Wege zu gehen
um einen Dritten Weltkrieg zu vermeiden.
Geschichtlicher Hintergrund:
Die Weltkriege
Bildquellen: Deutsches Bundesarchiv (CC some rights reserved)
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6. Stufe: Menschenrechte
• 1948: Erklärung der Allgemeinen
Menschenrechte
Jeder Mensch besitzt von Natur aus unveräußerliche Grundrechte,
die über dem Recht der einzelnen Staaten stehen!
Ab 1948 n. Chr.
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Die Europäischen Werte
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Europäische Werte sind universelle humanistische Werte,
deren Ziel freie, aufgeklärte und selbständige Menschen sind.
by EuropäischeWerte.info
N
n
Europäische Werte und Religionen heute
Anforderung an eine
Religion von heute
Humanistisches
Denken
Die Entwicklung und das Glück des Menschen
im Hier & Jetzt ist von hoher Bedeutung
Vernunft
Religiöse Texte sind im historischen Kontext
zu betrachten, Hinterfragen der religiösen
Dogmen ist erlaubt, Vernunft geht vor dem
Glauben
Säkularität
Trennung von Politik und Religion,
Religion ist Privatsache
Rechtsstaatlichkeit
Säkulare Gesetze gelten vor
göttlichen Gesetzen,
der Staat steht über der Religion
Demokratie
Die Religionen sind gleichberechtigt,
freie Wahl der Religion bzw. des Atheismus
Menschenrechte
Religiöse Lehren müssen mit den
Menschenrechten im Einklang stehen
(menschenrechtswidrige Passagen der Hl.
Schriften sind im historischen Kontext zu
relativieren, d.h. auf die heutige Zeit
entsprechend den Menschenrechten
auszulegen)
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Zusammenfassung
• In unserer westlichen Kultur herrscht die Meinung
einer stetigen linearen Verbesserung vor!
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Zusammenfassung
• Die Geschichte zeigt uns das die menschliche
Entwicklung immer in Zyklen vor sich geht
(Hochkulturen entstehen und vergehen)!
by EuropäischeWerte.info
• Humanistisches und theozentrisches Weltbild
wechseln sich in der Geschichte ab!
Zusammenfassung
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Die Situation heute
• Ist der Abwärtstrend schon wieder gestartet?
• (7) Ob Einschränkung der Bürgerrechte durch Antiterrorgesetze,
Menschenrechtsverletzungen im Namen von Religionen oder
Demokratiedefizite in der Europäischen Union, der Kampf für die
Freiheit ist heute so aktuell wie vor 500 Jahren.
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Situation heute
Was unsere Zukunft bringt, hängt von unseren
heutigen Taten und Entscheidungen ab!
by EuropäischeWerte.info
Gemeinsam die Freiheiten für
unsere Kinder bewahren!
www.EuropäischeWerte.info
by EuropäischeWerte.info
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Der Mensch im Mittelpunkt
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Weiterführende Informationen auf:
www.EuropäischeWerte.info

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Die Grundlage unserer Freiheit - Einführung in die Europäischen Werte

  • 1. by EuropäischeWerte.info Was ist die Grundlage unserer Freiheit? Die Europäischen Werte Eine kurze Einführung EuropäischeWerte.info
  • 2. by EuropäischeWerte.info Noch nie hatten wir so viele Freiheiten wie heute • Freiheit (Gedanken-, Gewissens-, Religions- und Meinungsfreiheit, etc.) • Gleichheit (Schutz vor Diskriminierung, volle Gleichberechtigung von Mann und Frau, etc. ) • Solidarität (soziale Sicherheit, gerechte Bezahlung, das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard, Gesundheit und auf Zugang zur Bildung, etc.)
  • 3. by EuropäischeWerte.info Wenn Sie sich die Weltkarte ansehen, haben Sie sich je gefragt: Wieso leben wir in einer Freiheit, welche mehr als 80% der Menschheit weder besitzt noch kennt? Worin besteht der Unterschied?
  • 4. by EuropäischeWerte.info Will man seine Werte für zukünftige Generationen erhalten, muss man diese erst einmal kennen. Unsere freien, europäischen Gesellschaften beruhen auf der Grundlage von bestimmten Werten und sind Ausdruck eines besonderen Weltbildes.
  • 5. by EuropäischeWerte.info Was sind Europäische Werte? Gibt es überhaupt gemeinsame Europäische Werte? Römisches Recht? Aufklärung? Reformation? Griechische Philosophie? Humanismus? Christentum? Demokratie? Rechtsstaat? Antike? jüdisch-christliche Kultur und Ethik? Freiheit? Menschenrechte? Mittelalter? Neuzeit?
  • 6. by EuropäischeWerte.info Will man seine Werte verstehen, muss man seine Geschichte verstehen! Die Geschichte Europas ist von einem ständigen Wandel von Werten und den entsprechenden Weltbildern gekennzeichnet.
  • 7. by EuropäischeWerte.info Die Geschichte Europas ist ein ständiger Wechsel zwischen zwei gegensätzlichen Weltbildern!
  • 8. by EuropäischeWerte.info 1.) Dem theozentrischen Weltbild mit Gott im Mittelpunkt des Denkens
  • 9. by EuropäischeWerte.info 2.) Dem humanistischen Weltbild mit dem Menschen im Mittelpunkt des Denkens!
  • 10. by EuropäischeWerte.info Ein Weltbild wird stets durch ein anderes ersetzt! „Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung.“ Heraklit von Ephesus, griechischer Philosoph (etwa 540 - 480 v. Chr.)
  • 11. by EuropäischeWerte.info Wandel der Weltbilder in Europa Startpunkt: Vor der Antike ANTIKE
  • 12. by EuropäischeWerte.info • Alles Unerklärliche wurde einem Gott zugeordnet. • Der Mensch war seinen Göttern ausgeliefert. Zeus: Göttervater, zuständig für Blitz, Donner und Luft Poseidon: Gott des Meeres, der Erdbeben und Pferde Hephaistos: Gott der Vulkane, des Feuers, der Schmiedekunst und Architektur Demeter: Erdgöttin, Muttergöttin, Fruchtbarkeitsgöttin Geschichtlicher Hintergrund: Vielgötterglaube vor der Antike
  • 13. by EuropäischeWerte.info Ein neues Denken bahnt sich seinen Weg! • Der Mensch wagt es, sein Schicksal nicht nur den Göttern zu überlassen, sondern es aktiv mitzubestimmen. • Der Mensch versteht, dass er wachsen und sich weiterentwickeln kann. Geschichtlicher Hintergrund: Die Antike
  • 14. by EuropäischeWerte.info 1. Stufe: Humanistisches Denken • Diesen Startpunkt der Emanzipation des Menschen neben seinen Göttern nennt man Humanistisches Denken. Ab 600 v. Chr. Vom theozentrischem Weltbild mit Gott im Mittelpunkt des Denkens und Handelns Fokus mehr auf den Menschen, seine Entwicklung und streben nach Glück wird wichtiger
  • 15. by EuropäischeWerte.info 2. Stufe: Rationalität • Man beginnt seine Umwelt und das Handeln der Götter rational zu hinterfragen. • Beginn antiker Naturwissenschaften durch Beobachtung der Natur und Erkennen bestimmter Gesetzmäßigkeiten. Ab 600 v. Chr.
  • 16. by EuropäischeWerte.info 3. Stufe: Säkularität • Die Götter nehmen ihren Platz im privaten Bereich ein und verlassen den öffentlichen Bereich. • Man nimmt ihre Hilfe dankbar an, lässt sich aber nicht mehr von ihnen im eigenen Streben nach Glück behindern. Ab 500 v. Chr.
  • 17. by EuropäischeWerte.info 4. Stufe: Rechtsstaatlichkeit „Lex statt Rex“, d.h. das aufgeschriebene Gesetz (Lex) ersetzt die willkürliche Gesetzgebung eines Königs (Rex). Es kommt zur Teilung der Staatsgewalten. Ab 470 v. Chr. Lex statt Rex
  • 18. by EuropäischeWerte.info 5. Stufe: Demokratie Man beginnt von seinen Herrschern politische Mitbestimmung einzufordern. Attische Demokratie von 462 bis 322 v. Chr. (140 Jahre Demokratie) Ab 462 v. Chr.
  • 19. by EuropäischeWerte.info 6. Stufe: Menschenrechte Die Idee, dass jedem Menschen von Geburt an bestimmte Rechte zustehen, stammt aus der Antike. Ab 330 v. Chr.
  • 20. by EuropäischeWerte.info Voila - ein vollständig entwickeltes humanistisches Weltbild • Es entsteht dadurch den Menschen einen Wert zu geben (humanistisches Denken) und endet damit allen Menschen einen Wert zu geben (Menschenrechte).
  • 21. by EuropäischeWerte.info Antikes humanistisches Weltbild Obwohl das gesamte humanistische Weltbild im Ansatz vorhanden war, so war die Umsetzung in vielen Bereichen mangelhaft.
  • 22. by EuropäischeWerte.info • Humanistisches Denken & Rationalität waren gut entwickelt
  • 24. by EuropäischeWerte.info • Rechtsstaatlichkeit und Demokratie galten nur für männliche Vollbürger. Frauen, Sklaven, Fremde hatten so gut wie keine Rechte!
  • 25. by EuropäischeWerte.info Wendepunkt: Das humanistische Weltbild entstand Stufe auf Stufe – und so verschwindet es auch wieder.
  • 26. by EuropäischeWerte.info (1) Menschenrechte: Kaum richtig angedacht, schon wieder verschwunden!
  • 27. by EuropäischeWerte.info (2) Demokratie & (3) Rechtsstaatlichkeit verschwinden stufenweise mit der Umwandlung bzw. dem Rückfall der römischen Republik in ein römisches Kaiserreich. Ab 27 v. Chr.
  • 28. by EuropäischeWerte.info (4) Säkularität wird aufgehoben: Christentum wird römische Staatsreligion (380 n. Chr.) f Kirche Kaiser Es werden schrittweise alle anderen Religionen (antiken Kulte) verboten.
  • 29. by EuropäischeWerte.info (5) Rationalität wird durch Glaube ersetzt und (6) der Fokus ändert sich vom Menschen auf Gott. Kirche Kaiser Weltbild der Antike Ab 400 n. Chr.
  • 30. by EuropäischeWerte.info (5) Rationalität wird durch Glaube ersetzt und (6) der Fokus ändert sich vom Menschen auf Gott. Kirche Kaiser +Weltbild der Antike Ab 400 n. Chr.
  • 31. by EuropäischeWerte.info (5) Rationalität wird durch Glaube ersetzt und (6) der Fokus ändert sich vom Menschen auf Gott. Weltbild der Antike Weltbild im Mittelalter Ab 400 n. Chr.
  • 32. by EuropäischeWerte.info Das Mittelalter beginnt • Das Mittelalter ist die Zeit zwischen Antike und Wiedergeburt der Antike. Ab 500 n. Chr.
  • 33. by EuropäischeWerte.info Durch den erstmals in Europa eingeführten „Ein- Gott-Glauben“ entstand ein recht einheitliches theozentrisches Weltbild. Von diesem Weltbild durfte nun nichts (Wissenschaft,…) und niemand (Galileo,…) mehr abweichen.
  • 35. by EuropäischeWerte.info N n Europäische Werte und Religion im Mittelalter Christlich theozentrisches Weltbild im Mittelalter in Europa Humanistisches Denken Die Entwicklung und das Glück des Menschen im hier & jetzt ist unbedeutend -> das Glück gibt es erst im Paradies im Himmel Vernunft Die einzige Wahrheit steht in der Bibel und wird von der Kirche verkündet, religiöse Dogmen sind Gesetz, Glaube ersetzt Vernunft Säkularität Religiöse Themen beherrschen die Politik und regeln das Privatleben. Der Staat ist von Gott gegeben, um die Menschen zum Glauben zu führen Rechtsstaatlichkeit Alles Gesetz kommt von Gott und steht über jeden von Menschen gemachtes Gesetz Demokratie Ein Gott, ein König, eine Kirche, selbst christliche, aber nicht katholische Auslegungen werden verfolgt Menschenrechte Dem einfachen Menschen sind von Gott viele Pflichten auferlegt, seine Rechte sind von der „Gnade Gottes“ abhängig.
  • 36. by EuropäischeWerte.info • Das Ende des Mittelalters wurde eingeleitet durch die Renaissance, d. h. die Wiedergeburt der Antike Geschichtlicher Hintergrund: Die Renaissance • Einfließen antiker humanistischer Ideen in die allgemeine Entwicklung
  • 37. by EuropäischeWerte.info 1. Stufe: Humanistisches Denken Ab 1450 n. Chr. Neue geistige Grundhaltung: Der Mensch und seine Entwicklung im Hier & Jetzt wird in den Mittelpunkt gerückt.
  • 38. by EuropäischeWerte.info Reformatoren wie Martin Luther bringen durch ihre Schriften das Kirchenmonopol der Meinungsbildung ins Wanken. Es gibt plötzlich andere Auslegungen des göttlichen Willens und unterschiedliche Verhaltensvorschriften. Dies öffnet die Möglichkeit für eine nichtreligiöse Denkweise, basierend auf der praktischen Vernunft. Ab 1517 - 1600 n. Chr. Geschichtlicher Hintergrund: Die Reformation Der Ruf nach vernünftigen Verhaltensregeln statt starren religiösen Dogmen wird lauter.
  • 39. by EuropäischeWerte.info 2. Stufe: Rationalität Ab 1640 n. Chr. Nun darf die Fähigkeit der menschlichen Vernunft zur Urteilsfindung neben dem Glauben herangezogen werden.
  • 40. by EuropäischeWerte.info Eine der Hauptforderungen der Aufklärung war eine strikte Trennung von religiösen und politischen Institutionen. Geschichtlicher Hintergrund: Die Aufklärung Immanuel Kant 1724 - 1804 Was ist Aufklärung? Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung. (I. Kant, 1784)
  • 41. by EuropäischeWerte.info 3. Stufe: Säkularität Trennung von Politik und Religion Ab 1700 n. Chr. Rationales logisches Denken widerlegt mehr und mehr dogmatisches religiöses Denken und verdrängt die Religion aus der Politik.
  • 42. by EuropäischeWerte.info Ab 1700 n. Chr. 3. Stufe: Säkularität Säkularisierung Weltbild im Mittelalter Beginn Säkularisierung
  • 43. by EuropäischeWerte.info Erste Verfassungen und Grundgesetze entstehen Dritter Stand: ~98% Bevölkerung Klerus & Adel Geschichtlicher Hintergrund: Die Französische Revolution Das Volk tritt für seine Rechte ein und fordert: „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit!“
  • 44. by EuropäischeWerte.info 4. Stufe: Rechtsstaatlichkeit Ab 1789 n. Chr. Grundgesetze und Verfassungen entstehen, die nicht von einem Gott, sondern von Menschen gemacht wurden. Es kommt zur Teilung der Staatsgewalten. Angewandte Säkularität führt zu Rechtsstaatlichkeit:
  • 45. by EuropäischeWerte.info 5. Stufe: Demokratie Die erste europäische Demokratie der Neuzeit entsteht 1791 in Frankreich auf Basis der demokratischen Verfassung. Ab 1791 n. Chr.
  • 46. by EuropäischeWerte.info Nach 30 Jahren Leid durch zwei Weltkriege war man international bereit, neue Wege zu gehen um einen Dritten Weltkrieg zu vermeiden. Geschichtlicher Hintergrund: Die Weltkriege Bildquellen: Deutsches Bundesarchiv (CC some rights reserved)
  • 47. by EuropäischeWerte.info 6. Stufe: Menschenrechte • 1948: Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte Jeder Mensch besitzt von Natur aus unveräußerliche Grundrechte, die über dem Recht der einzelnen Staaten stehen! Ab 1948 n. Chr.
  • 49. by EuropäischeWerte.info Europäische Werte sind universelle humanistische Werte, deren Ziel freie, aufgeklärte und selbständige Menschen sind.
  • 50. by EuropäischeWerte.info N n Europäische Werte und Religionen heute Anforderung an eine Religion von heute Humanistisches Denken Die Entwicklung und das Glück des Menschen im Hier & Jetzt ist von hoher Bedeutung Vernunft Religiöse Texte sind im historischen Kontext zu betrachten, Hinterfragen der religiösen Dogmen ist erlaubt, Vernunft geht vor dem Glauben Säkularität Trennung von Politik und Religion, Religion ist Privatsache Rechtsstaatlichkeit Säkulare Gesetze gelten vor göttlichen Gesetzen, der Staat steht über der Religion Demokratie Die Religionen sind gleichberechtigt, freie Wahl der Religion bzw. des Atheismus Menschenrechte Religiöse Lehren müssen mit den Menschenrechten im Einklang stehen (menschenrechtswidrige Passagen der Hl. Schriften sind im historischen Kontext zu relativieren, d.h. auf die heutige Zeit entsprechend den Menschenrechten auszulegen)
  • 51. by EuropäischeWerte.info Zusammenfassung • In unserer westlichen Kultur herrscht die Meinung einer stetigen linearen Verbesserung vor!
  • 52. by EuropäischeWerte.info Zusammenfassung • Die Geschichte zeigt uns das die menschliche Entwicklung immer in Zyklen vor sich geht (Hochkulturen entstehen und vergehen)!
  • 53. by EuropäischeWerte.info • Humanistisches und theozentrisches Weltbild wechseln sich in der Geschichte ab! Zusammenfassung
  • 54. by EuropäischeWerte.info Die Situation heute • Ist der Abwärtstrend schon wieder gestartet? • (7) Ob Einschränkung der Bürgerrechte durch Antiterrorgesetze, Menschenrechtsverletzungen im Namen von Religionen oder Demokratiedefizite in der Europäischen Union, der Kampf für die Freiheit ist heute so aktuell wie vor 500 Jahren.
  • 55. by EuropäischeWerte.info Situation heute Was unsere Zukunft bringt, hängt von unseren heutigen Taten und Entscheidungen ab!
  • 56. by EuropäischeWerte.info Gemeinsam die Freiheiten für unsere Kinder bewahren! www.EuropäischeWerte.info