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Ute Zumkeller 
White Paper 
Wander-Coaching – 
Aufbruch, Veränderung und 
Entwicklung für einzelne 
Führungskräfte und ganze Teams
Der Begriff Wander-Coaching löst verschiedene Assoziationen aus: In 
der Natur unterwegs sein und sich gedanklich wie im Gespräch mit ver-schiedenen 
Themen auseinandersetzen ist häufig die erste Vorstellung. 
Raus kommen aus dem Alltag und alltäglichen Räumen, in Kontakt sein 
mit sich, dem Mitlaufenden, der Natur und den mitgebrachten Themen. 
Selbst in Bewegung kommen und etwas in Gang bringen…Alles das 
ist Teil des Wander-Coachings, und es gibt viele weitere Ideen, die 
zutreffend sind. Wander-Coaching konkret zu beschreiben ist dabei gar 
nicht so leicht. 
Wander-Coaching hat mit Vertrauen und sich einlassen zu tun. Es setzt 
Vertrauen in einen Prozess voraus, dessen Weg im Vorfeld noch nicht 
zu 100% klar ist. Die äußeren Bedingungen (z.B. Wetter, Einkehrmög-lichkeiten, 
die Bedürfnisse der Mitwanderer) sowie die individuellen 
Bedürfnisse (z.B. die eigene Kondition, die richtigen Schuhe, der Mut 
authentisch zu sein) treten durch das Wander-Coaching zu Tage und 
bestimmen dessen Verlauf mit. 
Aufbruch, Veränderung und Entwicklung stehen an? 
Vielleicht helfen dabei die Wanderschuhe, denn: 
„Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße.“ 1 
In einem Unternehmen oder einer Abteilung kommen Mitarbeiter 
aus unterschiedlichen Tätigkeits- und Verantwortungsbereichen, 
Professionen, Lebensaltern und Erfahrungen zusammen. Im Idealfall 
wird aus den Individuen ein Team, in dem konstruktiv gedacht, diskutiert 
und gehandelt wird. Jeder soll sich wohl fühlen, zufrieden sein, fit und 
gesund bleiben. 
Ein erster Schritt aus dem Alltäglichen und dem immer Gleichen ist 
schon durch die bloße Vorbereitung einer Wanderung getan. Es werden 
völlig neue Gedanken angeregt oder lange verborgene Erinnerungen 
aktiviert. Die Lust am Unterwegssein und der Entdeckerinstinkt werden 
geweckt. 
1 Martin Walser, Jenseits der Liebe 
© USP-D 2014 / Ute Zumkeller: Wander-Coaching – Aufbruch, Veränderung und Entwicklung für einzelne 2 
Führungskräfte und ganze Teams 
Die Lust 
am Unterwegssein und 
der Entdeckerinstinkt 
werden geweckt.
Die Komponente Wandern 
Menschen, die sich für das Wander-Coaching entscheiden, tun dies aus 
unterschiedlichen Beweggründen. Diese können privater oder beruf-licher 
Natur sein. Mancher möchte endlich einmal wieder richtig durch-atmen, 
ein Anderer die Ruhe und Stille der Natur nutzen, um in die 
eigene Kraft zu kommen und ein Dritter aus der sitzenden, abwartenden 
in eine aktive und selbstbestimmte Haltung gelangen. Alle wollen etwas 
in Bewegung bringen. 
Die allermeisten haben wohl nur eine leise Ahnung, was sie beim 
Wander-Coaching genau erwartet. Es gibt weder ein vorgegebenes Ziel 
noch eine klar formulierte Strategie. Doch der Wunsch sich auf etwas 
Neues und Unbekanntes einzulassen und das Vertrauen in sich selbst, 
den Weg und das Coaching-Gespräch sind da. Gleichzeitig wissen oder 
ahnen viele, dass es beim Wandern (mit und ohne Gruppe) auch einen 
gesundheitlich wertvollen Aspekt gibt. Psychologische Untersuchungen 
zeigen, dass „das körpereigene Abwehrsystem auf angenehme soziale 
Begegnungen und Bewegung nachhaltig positiv [reagiert].“2 Das reine 
Erlebnis schöner Landschaften hinterlässt eine körperliche Wirkung: 
Puls und Blutdruck beruhigen sich, im Gehirn signalisieren verstärkte 
Alpha-Wellen Entspannung. Das gleichmäßige, ausdauernde Gehen 
bewirkt eine Veränderung des Stoffwechsels, der Schmerzempfindlich-keit, 
des Hungergefühls und der Stimmung. Gleichzeitig verstärkt 
die ausdauernde Bewegung die Hirndurchblutung und regt damit die 
geistige Kreativität an.3 
2 Rainer Brämer, S.9, Wandern neu entdecken – Warum es sich lohnt, wieder mehr zu Fuß 
zu reisen, Wandern als Natur- und Selbsterfahrung, Studien zum sanften Natursport, 
2. überarbeitete Auflage, wanderforschung.de, 1999 
3 Vgl. Rainer Bäumer, Natur tut gut – Warum wir uns beim Wandern so wohl fühlen, Wandern 
als Natur- und Selbsterfahrung, Studien zum sanften Natursport, wanderforschung.de, 01/2003 
und Mentale Regeneration- Natur bringt uns ins Lot, Natur subjektiv – Texte zur Natur- 
Beziehung in der Hightech-Welt, natursoziologie.de, 12/2008 
3 
Das körpereigene 
Abwehrsystem reagiert 
nachhaltig positiv auf 
angenehme soziale 
Begegnungen 
und Bewegung. 
© USP-D 2014 / Ute Zumkeller: Wander-Coaching – Aufbruch, Veränderung und Entwicklung für einzelne 
Führungskräfte und ganze Teams
Die Teilnehmenden sind aktiv unterwegs. Sie stecken sich ihre eigenen 
Ziele oder, wenn sie als Team zum Wander-Coaching kommen, ein 
attraktives gemeinsames Ziel. Im Laufen treffen sie Entscheidungen 
oder durchbrechen wiederkehrende Muster. Die Kraft und Stille der 
Natur bieten ein ideales Umfeld um Veränderungsprozesse in Gang 
zu bringen und wirken zu lassen. 
Bei der Bewegung in der Natur findet so etwas wie „Entschleunigung“ 
statt. Das Alltagstempo wird reduziert. Vielmehr erschließen die 
Teilnehmenden gelassen und mit innerer Ruhe und Langsamkeit 
ihre Umwelt. Dies eröffnet die Möglichkeit zu neuen, intensiven 
Erlebnissen.4 
Die Komponente Coaching 
Coaching ist darauf ausgerichtet ein Problem überschaubar zu 
machen, ihm eine Struktur zu geben und es auf verschiedenen 
Ebenen zu betrachten. Lösungsorientiertes Coaching konzentriert sich 
von Anfang an auf die Lösungskompetenz der Coachees und verknüpft 
die Ebenen des Denkens, Fühlens und Handelns. Dabei werden 
methodische Kompetenzen erlangt, die beim Wiederauftreten von 
Problemen eigenständig angewandt und genutzt werden können. 
Im Gespräch kommen verschiedene Coaching-Formen zum Einsatz. 
Hierbei ist es wichtig, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, in 
der ein offener Umgang miteinander möglich ist. Die Teilnehmenden 
vereinbaren, wie sie im Rahmen des Wander-Coachings miteinander 
umgehen wollen. Wichtig sind eine wertschätzende Kommunikation und 
eine lösungsorientierte Haltung. Tipps und Ratschläge werden vermie-den. 
Stattdessen sind offenes Zuhören und interessiertes Nachfragen 
wünschenswert. 
4 Vgl. Rainer Bäumer, Natur tut gut – Warum wir uns beim Wandern so wohl fühlen, Wandern als 
Natur- und Selbsterfahrung, Studien zum sanften Natursport, wanderforschung.de, 01/2003 und 
Mentale Regeneration- Natur bringt uns ins Lot, Natur subjektiv – Texte zur Natur- 
Beziehung in der Hightech-Welt, natursoziologie.de, 12/2008 
4 
Wichtig sind eine 
wertschätzende 
Kommunikation und 
eine lösungs-orientierte 
Haltung. 
© USP-D 2014 / Ute Zumkeller: Wander-Coaching – Aufbruch, Veränderung und Entwicklung für einzelne 
Führungskräfte und ganze Teams
Das Coaching zielt vor allem darauf ab, die positiven Gedanken und 
Gefühle, die es trotz einer problematischen Situation gibt, erfahrbar zu 
machen. Dies führt zu einer optimistischen Haltung und Selbstwert-schätzung 
der Teilnehmenden. Das Verhalten von Kollegen und Mit-arbeitern 
kann neu in den Blick genommen werden. Eine veränderte 
Herangehensweise ermöglicht es, leichter auf vorhandene Ressourcen 
und Kompetenzen zurückzugreifen. 
Schon Albert Einstein wusste: „Man kann ein Problem nicht mit 
derselben Denkweise lösen, die zu seiner Entstehung geführt hat.“ 
Wander-Coaching als Methode 
„Ein echtes Erlebnis enthält stets zwei Komponenten: Sicherheit 
und Herausforderung, die Geborgenheit des Gewohnten und die Fas-zination 
des Neuen. Eine schöne Landschaft vermittelt in besonderer 
Weise das Gefühl von Geborgenheit. Zum Erlebnis wird sie vor allem 
dadurch, dass sie gelegentlich auch ein Geheimnis preisgibt, unerwar-tete 
Perspektiven eröffnet, noch nicht gesehenes präsentiert.“5 
Die Kommunikation ist beim Wandern offen und intensiv zugleich. Dies 
ermöglicht tiefgehende Gespräche, bei denen die Menschen gerne be-reit 
sind, sich auch auf persönliche Fragen einzulassen. Im Dialog kann 
jeder der Gesprächspartner nach Belieben abschweifen (mit Blicken, 
Gedanken, Themen), das nebeneinander Gehen erleichtert die 
Gesprächsführung (man muss sich nicht ansehen). Durch Wandern und 
Naturerleben werden körperliche, seelische und soziale Fähigkeiten 
gleichermaßen gefördert. Diejenigen, die sich auf den Weg machen, 
entdecken Vertrautes neu und machen sich Neues vertraut. Hier ist die 
Parallele zum Coaching. 
Durch positive Anreize werden die eigenen Wünsche und Phantasien, 
etwas erreichen zu können und wollen, beflügelt. Dies ist der erste 
Schritt zur Veränderung. Während des Coachings sind die Teilnehmen-den 
die Experten für Veränderung in ihrer eigenen Wirklichkeit. Durch 
das Erleben des Selbst, der eigenen Fähigkeiten und Ressourcen und 
das Unterwegssein entsteht eine psychische Stabilität. Auch nach 
stundenlangem Wandern fühlt der Wanderer sich gelöst, frei und be-dürfnislos 
glücklich. Schnell ist die Anstrengung vergessen, wenn die 
Sicht vom Gipfel eines Berges Rückblick und Ausblick gleichermaßen 
frei gibt und eine völlig neue Perspektive auf die Dinge möglich wird. 
Die verschiedenen Komponenten sind individuell wählbar bzw. 
entwickeln ein Eigenleben. Daher kann Wander-Coaching sowohl als 
Einzel- oder Teamerlebnis mit individueller Veränderung und Entwick-lung 
stattfinden: 
5 Rainer Brämer, S. 10, Wandern neu entdecken – Warum es sich lohnt, wieder mehr zu Fuß 
zu reisen, Wandern als Natur- und Selbsterfahrung, Studien zum sanften Natursport, 
2. überarbeitete Auflage, 1999 
5 
Durch Wandern und 
Naturerleben werden 
körperliche, seelische 
und soziale Fähigkeiten 
gleichermaßen gefördert. 
© USP-D 2014 / Ute Zumkeller: Wander-Coaching – Aufbruch, Veränderung und Entwicklung für einzelne 
Führungskräfte und ganze Teams
Die Wanderer: Menschen, Führungskräfte, ein Team, Kollegen, 
Mitarbeiter, die etwas und/oder sich selbst in Bewegung bringen 
wollen 
Die Zeit: Ein paar Stunden, ein oder mehrere Tage, eine Woche 
Der Weg: Eine Wegstrecke in der Natur, über Stock und Stein oder 
auf ausgebauten und vorgegebenen Wegen 
Die Methoden: Aus dem pädagogischen und psychologischen 
Bereich, Anregungen und Impulse das eigene Handeln zu 
reflektieren, Fragestellungen und Übungen zur Einzelarbeit, 
Austausch im Kleinen und der gesamten Gruppe 
Die Teilnehmenden sind mit allen Sinnen unterwegs! 
Die Natur bietet eine natürliche und entspannte Umgebung. Die 
Coachees werden achtsam für das, was im Außen ist, was riechend, 
hörend, schmeckend, sehend und fühlend wahrnehmbar ist. Gleich-zeitig 
werden die Teilnehmenden aufmerksam für sich selbst, den 
eigenen Atem, die Füße, die auftauchenden Gedanken und Gefühle. 
Bewusst oder unbewusst verlassen die Coachees festgefahrene 
Bahnen und kommen ihren eigenen Potentialen auf die Spur. 
Inhaltlich steht die Suche nach einer Lösung für ein Problem oder 
Thema, welches die Beteiligten beschäftigt, im Mittelpunkt des Wander- 
Coachings. In einem ersten Schritt geht es darum, herauszufinden und 
zu benennen, was ich möchte, als Ersatz für das, was ich nicht mehr 
möchte. Statt mit alten Strategien ein Problem aufrecht zu erhalten gilt 
es Lösungen zu konstruieren. 
Um leichter in einen konstruktiven Prozess einsteigen zu können, hilft 
manchmal die Landkarte der Befindlichkeiten6. Hierauf können die Teil-nehmenden 
sich selbst entsprechend ihrer jeweiligen Situation und im 
übertragenen Sinne positionieren. Der aktuelle Standort kann in Be-zug 
auf ein Problem oder Thema sichtbar gemacht werden. Ist es eine 
Weggabelung oder die Schutzhütte, der Wald mit vielen Bäumen oder 
herrscht Absturzgefahr am Berg? Neben der Ist-Situation kann gleich-zeitig 
der Weg zum Ziel aufgezeigt werden. Wo will ich hin? Wo stehe 
ich, wenn ich das (gemeinsame) Ziel erreicht habe? 
6 Schlüssel und Blume GbR 
© USP-D 2014 / Ute Zumkeller: Wander-Coaching – Aufbruch, Veränderung und Entwicklung für einzelne 6 
Führungskräfte und ganze Teams
Sich auch in schwierigen bzw. extrem herausfordernden Situationen mit 
dem auseinanderzusetzen, was gut läuft, hört sich erst einmal paradox 
an. Dennoch gibt es in jeder als problematisch erlebten Phase etwas 
Positives. Hierin verstecken sich Fähigkeiten, die wir uns erst bewusst 
machen müssen. Dann haben sie enorme Kraft und motivieren uns den 
Blick auf das zu lenken, was funktioniert. Die verschiedenen Frage-stellungen 
werden im Einzelgespräch mit dem Coach, in Kleingruppen 
oder in einer Art Gruppen-Coaching-Prozess bearbeitet. Sie kommen 
situativ je nach Zielsetzung, Verlauf und Zeit zum Einsatz und reichen 
von kleinen Arbeitsaufträgen über Gesprächsimpulse bis hin zu immer 
wiederkehrenden Fragestellungen. Jeder Teilnehmende nimmt dabei für 
sich selbst und/oder auch für sein Team einzelne Aspekte wahr und mit. 
Integriertes Wander-Coaching 
Arbeitet zielorientiert; will konkrete Lösungen und Veränderungen 
herbeiführen. 
Orientiert sich an den Kompetenzen der Coachees und aktiviert ihre 
Schlüsselfähigkeiten. 
Stärkt das Selbstbewusstsein durch verborgene, (wieder-) entdeckte 
Ressourcen auch in Zukunft. 
Die Zeit 
Manchmal macht es Sinn, sich eine kleine Auszeit zu nehmen, um sich 
mit dem Schritt aus dem Alltag in eine neue Richtung zu bewegen. 
Dann dauert das Wander-Coaching ein paar Stunden oder einen Tag. 
Manchmal ist es aber auch gut, sich eine etwas längere Auszeit zu 
gönnen. Denn erst mit dem regelmäßigen Gehen und Unterwegssein 
entstehen Abstand zu Altem und Eingefahrenem und Platz für neue 
Ideen. Deshalb kann es Sinn machen, sich mehrere Tage oder eine 
ganze Woche für das Wander-Coaching zu nehmen. Damit kann der 
eigene Prozess und die Auseinandersetzung mit sich selbst länger und 
intensiver werden aber auch der Kontakt und die Interaktion mit den 
Menschen, die ebenfalls unterwegs und in Bewegung sind. 
7 
Die (Wieder-)Entdeckung 
des Wanderns bedeutet in 
gewisser Weise auch die 
(Wieder-)Entdeckung der 
Langsamkeit. 
© USP-D 2014 / Ute Zumkeller: Wander-Coaching – Aufbruch, Veränderung und Entwicklung für einzelne 
Führungskräfte und ganze Teams
Insbesondere die innere Bereitschaft sich anzuschauen, was gerade im 
Augenblick ansteht, braucht seine Zeit. Die (Wieder-)Entdeckung des 
Wanderns bedeutet in gewisser Weise auch die (Wieder-)Entdeckung 
der Langsamkeit. 
Der Weg 
Der Weg wird zumeist vom Coach vorgegeben. Passend zum Thema 
der Teilnehmenden, zur Überschrift eines Workshops oder zu der ent-sprechenden 
Region, in der das Coaching stattfinden soll. Bänke oder 
kleine Hütten und Unterstände zum Ausruhen, Verweilen und Arbeiten 
inklusive. Eine kleine Einkehr ist ebenso schön, wie Flüsse und verwun-schene 
Bachläufe, Wege und Pfade durch unterschiedliche Landschaf-ten 
und das Auf und Ab auf unwegsamem Gelände. Aus- und Fern-sichten 
bieten Gelegenheit auch im übertragenen Sinne anzuknüpfen. 
Wo komme ich/wo kommen wir her? Wo will ich/wo wollen wir hin? 
Perspektiven und Horizonte können eine gute Motivation sein, sich in 
Bewegung zu setzen. Verschiedene Befürchtungen im Vorfeld können 
zum Verhinderer für die Tour werden. Sehr spannend ist dies, wenn es 
auch im übertragenen Sinne für den Veränderungsprozess gilt. Dabei 
schiebt sich der Weg – einmal los gelaufen – nicht nur im Zitat von 
Martin Walser fast wie von selbst unter die Füße. Diesen Spiegel gilt es 
im Rahmen des Wander-Coachings vorzuhalten. Denn in der Regel ist 
der Weg für jedermann zu gehen. Ganz gleich, ob es sich um ein 
Hütten-Wander-Coaching, eine Pilgertour oder eine Tagesetappe in der 
Region handelt. Die meisten Teilnehmenden werden im Laufe des 
Weges immer ehrgeiziger. Sie freuen sich über ihren eigenen Erfolg 
und die zurück gelegte Wegstrecke. Manche wollen ihre eigenen 
Grenzen austesten und gerne auch ein Stückchen darüber hinaus-gehen. 
Eine Wanderkarte gibt die Möglichkeit den geplanten Weg mit dem, was 
in der Realität ist, abzugleichen. Das gibt Sicherheit und Orientierung. 
Sowohl in der Natur als auch beim Übertrag in die Situation im Alltag. 
8 
Wo komme ich/ 
wo kommen wir her? 
Wo will ich/ 
wo wollen wir hin? 
© USP-D 2014 / Ute Zumkeller: Wander-Coaching – Aufbruch, Veränderung und Entwicklung für einzelne 
Führungskräfte und ganze Teams
Autor: 
Ute Zumkeller 
ute.zumkeller@usp-d.com 
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Deutschland Consulting GmbH 
Moltkestraße 101 
D-40479 Düsseldorf 
Tel. +49 (0)211 913 697 00 
Fax +49 (0)211 913 697 10 
office.duesseldorf@usp-d.com 
USP-D Consulting GmbH 
Winckelmannstraße 8/6+7 
A-1150 Wien 
Tel. +43 (0)1 585 55 94 
Fax +43 (0)1 585 62 26 
office.wien@usp-d.com 
www.usp-d.com 
Das Ziel 
Am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden, was er aus einem 
Wander-Coaching für sich oder sein Team mitnimmt. Sich auf das 
Experiment Wander-Coaching einzulassen, erfordert Vertrauen und 
Mut! Es ist im Vorfeld schwer zu sagen, was am Ende des Tages oder 
einer Strecke dabei herauskommt. Sicher ist aber: Jeder ist in Bewe-gung 
gekommen und das (gemeinsame) Erlebnis bleibt nachhaltig in 
Erinnerung weil es mit allen Sinnen erfahrbar war. Das Coaching erfolgt 
häufig ganz nebenbei im Gespräch. Und doch ist es das Besondere! Mit 
Leichtigkeit und Zugang zu sich selbst, den eigenen Ressourcen und 
Fähigkeiten, aber auch im Kontakt mit dem Anderen, nehmen die Teil-nehmenden 
schwere Themen plötzlich ganz anders wahr, bekommen 
einen neuen Blick darauf und sind frei in den Ideen zur Lösungsfindung. 
© USP-D 2014 / Ute Zumkeller: Wander-Coaching – Aufbruch, Veränderung und Entwicklung für einzelne 9 
Führungskräfte und ganze Teams

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  • 1. Ute Zumkeller White Paper Wander-Coaching – Aufbruch, Veränderung und Entwicklung für einzelne Führungskräfte und ganze Teams
  • 2. Der Begriff Wander-Coaching löst verschiedene Assoziationen aus: In der Natur unterwegs sein und sich gedanklich wie im Gespräch mit ver-schiedenen Themen auseinandersetzen ist häufig die erste Vorstellung. Raus kommen aus dem Alltag und alltäglichen Räumen, in Kontakt sein mit sich, dem Mitlaufenden, der Natur und den mitgebrachten Themen. Selbst in Bewegung kommen und etwas in Gang bringen…Alles das ist Teil des Wander-Coachings, und es gibt viele weitere Ideen, die zutreffend sind. Wander-Coaching konkret zu beschreiben ist dabei gar nicht so leicht. Wander-Coaching hat mit Vertrauen und sich einlassen zu tun. Es setzt Vertrauen in einen Prozess voraus, dessen Weg im Vorfeld noch nicht zu 100% klar ist. Die äußeren Bedingungen (z.B. Wetter, Einkehrmög-lichkeiten, die Bedürfnisse der Mitwanderer) sowie die individuellen Bedürfnisse (z.B. die eigene Kondition, die richtigen Schuhe, der Mut authentisch zu sein) treten durch das Wander-Coaching zu Tage und bestimmen dessen Verlauf mit. Aufbruch, Veränderung und Entwicklung stehen an? Vielleicht helfen dabei die Wanderschuhe, denn: „Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße.“ 1 In einem Unternehmen oder einer Abteilung kommen Mitarbeiter aus unterschiedlichen Tätigkeits- und Verantwortungsbereichen, Professionen, Lebensaltern und Erfahrungen zusammen. Im Idealfall wird aus den Individuen ein Team, in dem konstruktiv gedacht, diskutiert und gehandelt wird. Jeder soll sich wohl fühlen, zufrieden sein, fit und gesund bleiben. Ein erster Schritt aus dem Alltäglichen und dem immer Gleichen ist schon durch die bloße Vorbereitung einer Wanderung getan. Es werden völlig neue Gedanken angeregt oder lange verborgene Erinnerungen aktiviert. Die Lust am Unterwegssein und der Entdeckerinstinkt werden geweckt. 1 Martin Walser, Jenseits der Liebe © USP-D 2014 / Ute Zumkeller: Wander-Coaching – Aufbruch, Veränderung und Entwicklung für einzelne 2 Führungskräfte und ganze Teams Die Lust am Unterwegssein und der Entdeckerinstinkt werden geweckt.
  • 3. Die Komponente Wandern Menschen, die sich für das Wander-Coaching entscheiden, tun dies aus unterschiedlichen Beweggründen. Diese können privater oder beruf-licher Natur sein. Mancher möchte endlich einmal wieder richtig durch-atmen, ein Anderer die Ruhe und Stille der Natur nutzen, um in die eigene Kraft zu kommen und ein Dritter aus der sitzenden, abwartenden in eine aktive und selbstbestimmte Haltung gelangen. Alle wollen etwas in Bewegung bringen. Die allermeisten haben wohl nur eine leise Ahnung, was sie beim Wander-Coaching genau erwartet. Es gibt weder ein vorgegebenes Ziel noch eine klar formulierte Strategie. Doch der Wunsch sich auf etwas Neues und Unbekanntes einzulassen und das Vertrauen in sich selbst, den Weg und das Coaching-Gespräch sind da. Gleichzeitig wissen oder ahnen viele, dass es beim Wandern (mit und ohne Gruppe) auch einen gesundheitlich wertvollen Aspekt gibt. Psychologische Untersuchungen zeigen, dass „das körpereigene Abwehrsystem auf angenehme soziale Begegnungen und Bewegung nachhaltig positiv [reagiert].“2 Das reine Erlebnis schöner Landschaften hinterlässt eine körperliche Wirkung: Puls und Blutdruck beruhigen sich, im Gehirn signalisieren verstärkte Alpha-Wellen Entspannung. Das gleichmäßige, ausdauernde Gehen bewirkt eine Veränderung des Stoffwechsels, der Schmerzempfindlich-keit, des Hungergefühls und der Stimmung. Gleichzeitig verstärkt die ausdauernde Bewegung die Hirndurchblutung und regt damit die geistige Kreativität an.3 2 Rainer Brämer, S.9, Wandern neu entdecken – Warum es sich lohnt, wieder mehr zu Fuß zu reisen, Wandern als Natur- und Selbsterfahrung, Studien zum sanften Natursport, 2. überarbeitete Auflage, wanderforschung.de, 1999 3 Vgl. Rainer Bäumer, Natur tut gut – Warum wir uns beim Wandern so wohl fühlen, Wandern als Natur- und Selbsterfahrung, Studien zum sanften Natursport, wanderforschung.de, 01/2003 und Mentale Regeneration- Natur bringt uns ins Lot, Natur subjektiv – Texte zur Natur- Beziehung in der Hightech-Welt, natursoziologie.de, 12/2008 3 Das körpereigene Abwehrsystem reagiert nachhaltig positiv auf angenehme soziale Begegnungen und Bewegung. © USP-D 2014 / Ute Zumkeller: Wander-Coaching – Aufbruch, Veränderung und Entwicklung für einzelne Führungskräfte und ganze Teams
  • 4. Die Teilnehmenden sind aktiv unterwegs. Sie stecken sich ihre eigenen Ziele oder, wenn sie als Team zum Wander-Coaching kommen, ein attraktives gemeinsames Ziel. Im Laufen treffen sie Entscheidungen oder durchbrechen wiederkehrende Muster. Die Kraft und Stille der Natur bieten ein ideales Umfeld um Veränderungsprozesse in Gang zu bringen und wirken zu lassen. Bei der Bewegung in der Natur findet so etwas wie „Entschleunigung“ statt. Das Alltagstempo wird reduziert. Vielmehr erschließen die Teilnehmenden gelassen und mit innerer Ruhe und Langsamkeit ihre Umwelt. Dies eröffnet die Möglichkeit zu neuen, intensiven Erlebnissen.4 Die Komponente Coaching Coaching ist darauf ausgerichtet ein Problem überschaubar zu machen, ihm eine Struktur zu geben und es auf verschiedenen Ebenen zu betrachten. Lösungsorientiertes Coaching konzentriert sich von Anfang an auf die Lösungskompetenz der Coachees und verknüpft die Ebenen des Denkens, Fühlens und Handelns. Dabei werden methodische Kompetenzen erlangt, die beim Wiederauftreten von Problemen eigenständig angewandt und genutzt werden können. Im Gespräch kommen verschiedene Coaching-Formen zum Einsatz. Hierbei ist es wichtig, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, in der ein offener Umgang miteinander möglich ist. Die Teilnehmenden vereinbaren, wie sie im Rahmen des Wander-Coachings miteinander umgehen wollen. Wichtig sind eine wertschätzende Kommunikation und eine lösungsorientierte Haltung. Tipps und Ratschläge werden vermie-den. Stattdessen sind offenes Zuhören und interessiertes Nachfragen wünschenswert. 4 Vgl. Rainer Bäumer, Natur tut gut – Warum wir uns beim Wandern so wohl fühlen, Wandern als Natur- und Selbsterfahrung, Studien zum sanften Natursport, wanderforschung.de, 01/2003 und Mentale Regeneration- Natur bringt uns ins Lot, Natur subjektiv – Texte zur Natur- Beziehung in der Hightech-Welt, natursoziologie.de, 12/2008 4 Wichtig sind eine wertschätzende Kommunikation und eine lösungs-orientierte Haltung. © USP-D 2014 / Ute Zumkeller: Wander-Coaching – Aufbruch, Veränderung und Entwicklung für einzelne Führungskräfte und ganze Teams
  • 5. Das Coaching zielt vor allem darauf ab, die positiven Gedanken und Gefühle, die es trotz einer problematischen Situation gibt, erfahrbar zu machen. Dies führt zu einer optimistischen Haltung und Selbstwert-schätzung der Teilnehmenden. Das Verhalten von Kollegen und Mit-arbeitern kann neu in den Blick genommen werden. Eine veränderte Herangehensweise ermöglicht es, leichter auf vorhandene Ressourcen und Kompetenzen zurückzugreifen. Schon Albert Einstein wusste: „Man kann ein Problem nicht mit derselben Denkweise lösen, die zu seiner Entstehung geführt hat.“ Wander-Coaching als Methode „Ein echtes Erlebnis enthält stets zwei Komponenten: Sicherheit und Herausforderung, die Geborgenheit des Gewohnten und die Fas-zination des Neuen. Eine schöne Landschaft vermittelt in besonderer Weise das Gefühl von Geborgenheit. Zum Erlebnis wird sie vor allem dadurch, dass sie gelegentlich auch ein Geheimnis preisgibt, unerwar-tete Perspektiven eröffnet, noch nicht gesehenes präsentiert.“5 Die Kommunikation ist beim Wandern offen und intensiv zugleich. Dies ermöglicht tiefgehende Gespräche, bei denen die Menschen gerne be-reit sind, sich auch auf persönliche Fragen einzulassen. Im Dialog kann jeder der Gesprächspartner nach Belieben abschweifen (mit Blicken, Gedanken, Themen), das nebeneinander Gehen erleichtert die Gesprächsführung (man muss sich nicht ansehen). Durch Wandern und Naturerleben werden körperliche, seelische und soziale Fähigkeiten gleichermaßen gefördert. Diejenigen, die sich auf den Weg machen, entdecken Vertrautes neu und machen sich Neues vertraut. Hier ist die Parallele zum Coaching. Durch positive Anreize werden die eigenen Wünsche und Phantasien, etwas erreichen zu können und wollen, beflügelt. Dies ist der erste Schritt zur Veränderung. Während des Coachings sind die Teilnehmen-den die Experten für Veränderung in ihrer eigenen Wirklichkeit. Durch das Erleben des Selbst, der eigenen Fähigkeiten und Ressourcen und das Unterwegssein entsteht eine psychische Stabilität. Auch nach stundenlangem Wandern fühlt der Wanderer sich gelöst, frei und be-dürfnislos glücklich. Schnell ist die Anstrengung vergessen, wenn die Sicht vom Gipfel eines Berges Rückblick und Ausblick gleichermaßen frei gibt und eine völlig neue Perspektive auf die Dinge möglich wird. Die verschiedenen Komponenten sind individuell wählbar bzw. entwickeln ein Eigenleben. Daher kann Wander-Coaching sowohl als Einzel- oder Teamerlebnis mit individueller Veränderung und Entwick-lung stattfinden: 5 Rainer Brämer, S. 10, Wandern neu entdecken – Warum es sich lohnt, wieder mehr zu Fuß zu reisen, Wandern als Natur- und Selbsterfahrung, Studien zum sanften Natursport, 2. überarbeitete Auflage, 1999 5 Durch Wandern und Naturerleben werden körperliche, seelische und soziale Fähigkeiten gleichermaßen gefördert. © USP-D 2014 / Ute Zumkeller: Wander-Coaching – Aufbruch, Veränderung und Entwicklung für einzelne Führungskräfte und ganze Teams
  • 6. Die Wanderer: Menschen, Führungskräfte, ein Team, Kollegen, Mitarbeiter, die etwas und/oder sich selbst in Bewegung bringen wollen Die Zeit: Ein paar Stunden, ein oder mehrere Tage, eine Woche Der Weg: Eine Wegstrecke in der Natur, über Stock und Stein oder auf ausgebauten und vorgegebenen Wegen Die Methoden: Aus dem pädagogischen und psychologischen Bereich, Anregungen und Impulse das eigene Handeln zu reflektieren, Fragestellungen und Übungen zur Einzelarbeit, Austausch im Kleinen und der gesamten Gruppe Die Teilnehmenden sind mit allen Sinnen unterwegs! Die Natur bietet eine natürliche und entspannte Umgebung. Die Coachees werden achtsam für das, was im Außen ist, was riechend, hörend, schmeckend, sehend und fühlend wahrnehmbar ist. Gleich-zeitig werden die Teilnehmenden aufmerksam für sich selbst, den eigenen Atem, die Füße, die auftauchenden Gedanken und Gefühle. Bewusst oder unbewusst verlassen die Coachees festgefahrene Bahnen und kommen ihren eigenen Potentialen auf die Spur. Inhaltlich steht die Suche nach einer Lösung für ein Problem oder Thema, welches die Beteiligten beschäftigt, im Mittelpunkt des Wander- Coachings. In einem ersten Schritt geht es darum, herauszufinden und zu benennen, was ich möchte, als Ersatz für das, was ich nicht mehr möchte. Statt mit alten Strategien ein Problem aufrecht zu erhalten gilt es Lösungen zu konstruieren. Um leichter in einen konstruktiven Prozess einsteigen zu können, hilft manchmal die Landkarte der Befindlichkeiten6. Hierauf können die Teil-nehmenden sich selbst entsprechend ihrer jeweiligen Situation und im übertragenen Sinne positionieren. Der aktuelle Standort kann in Be-zug auf ein Problem oder Thema sichtbar gemacht werden. Ist es eine Weggabelung oder die Schutzhütte, der Wald mit vielen Bäumen oder herrscht Absturzgefahr am Berg? Neben der Ist-Situation kann gleich-zeitig der Weg zum Ziel aufgezeigt werden. Wo will ich hin? Wo stehe ich, wenn ich das (gemeinsame) Ziel erreicht habe? 6 Schlüssel und Blume GbR © USP-D 2014 / Ute Zumkeller: Wander-Coaching – Aufbruch, Veränderung und Entwicklung für einzelne 6 Führungskräfte und ganze Teams
  • 7. Sich auch in schwierigen bzw. extrem herausfordernden Situationen mit dem auseinanderzusetzen, was gut läuft, hört sich erst einmal paradox an. Dennoch gibt es in jeder als problematisch erlebten Phase etwas Positives. Hierin verstecken sich Fähigkeiten, die wir uns erst bewusst machen müssen. Dann haben sie enorme Kraft und motivieren uns den Blick auf das zu lenken, was funktioniert. Die verschiedenen Frage-stellungen werden im Einzelgespräch mit dem Coach, in Kleingruppen oder in einer Art Gruppen-Coaching-Prozess bearbeitet. Sie kommen situativ je nach Zielsetzung, Verlauf und Zeit zum Einsatz und reichen von kleinen Arbeitsaufträgen über Gesprächsimpulse bis hin zu immer wiederkehrenden Fragestellungen. Jeder Teilnehmende nimmt dabei für sich selbst und/oder auch für sein Team einzelne Aspekte wahr und mit. Integriertes Wander-Coaching Arbeitet zielorientiert; will konkrete Lösungen und Veränderungen herbeiführen. Orientiert sich an den Kompetenzen der Coachees und aktiviert ihre Schlüsselfähigkeiten. Stärkt das Selbstbewusstsein durch verborgene, (wieder-) entdeckte Ressourcen auch in Zukunft. Die Zeit Manchmal macht es Sinn, sich eine kleine Auszeit zu nehmen, um sich mit dem Schritt aus dem Alltag in eine neue Richtung zu bewegen. Dann dauert das Wander-Coaching ein paar Stunden oder einen Tag. Manchmal ist es aber auch gut, sich eine etwas längere Auszeit zu gönnen. Denn erst mit dem regelmäßigen Gehen und Unterwegssein entstehen Abstand zu Altem und Eingefahrenem und Platz für neue Ideen. Deshalb kann es Sinn machen, sich mehrere Tage oder eine ganze Woche für das Wander-Coaching zu nehmen. Damit kann der eigene Prozess und die Auseinandersetzung mit sich selbst länger und intensiver werden aber auch der Kontakt und die Interaktion mit den Menschen, die ebenfalls unterwegs und in Bewegung sind. 7 Die (Wieder-)Entdeckung des Wanderns bedeutet in gewisser Weise auch die (Wieder-)Entdeckung der Langsamkeit. © USP-D 2014 / Ute Zumkeller: Wander-Coaching – Aufbruch, Veränderung und Entwicklung für einzelne Führungskräfte und ganze Teams
  • 8. Insbesondere die innere Bereitschaft sich anzuschauen, was gerade im Augenblick ansteht, braucht seine Zeit. Die (Wieder-)Entdeckung des Wanderns bedeutet in gewisser Weise auch die (Wieder-)Entdeckung der Langsamkeit. Der Weg Der Weg wird zumeist vom Coach vorgegeben. Passend zum Thema der Teilnehmenden, zur Überschrift eines Workshops oder zu der ent-sprechenden Region, in der das Coaching stattfinden soll. Bänke oder kleine Hütten und Unterstände zum Ausruhen, Verweilen und Arbeiten inklusive. Eine kleine Einkehr ist ebenso schön, wie Flüsse und verwun-schene Bachläufe, Wege und Pfade durch unterschiedliche Landschaf-ten und das Auf und Ab auf unwegsamem Gelände. Aus- und Fern-sichten bieten Gelegenheit auch im übertragenen Sinne anzuknüpfen. Wo komme ich/wo kommen wir her? Wo will ich/wo wollen wir hin? Perspektiven und Horizonte können eine gute Motivation sein, sich in Bewegung zu setzen. Verschiedene Befürchtungen im Vorfeld können zum Verhinderer für die Tour werden. Sehr spannend ist dies, wenn es auch im übertragenen Sinne für den Veränderungsprozess gilt. Dabei schiebt sich der Weg – einmal los gelaufen – nicht nur im Zitat von Martin Walser fast wie von selbst unter die Füße. Diesen Spiegel gilt es im Rahmen des Wander-Coachings vorzuhalten. Denn in der Regel ist der Weg für jedermann zu gehen. Ganz gleich, ob es sich um ein Hütten-Wander-Coaching, eine Pilgertour oder eine Tagesetappe in der Region handelt. Die meisten Teilnehmenden werden im Laufe des Weges immer ehrgeiziger. Sie freuen sich über ihren eigenen Erfolg und die zurück gelegte Wegstrecke. Manche wollen ihre eigenen Grenzen austesten und gerne auch ein Stückchen darüber hinaus-gehen. Eine Wanderkarte gibt die Möglichkeit den geplanten Weg mit dem, was in der Realität ist, abzugleichen. Das gibt Sicherheit und Orientierung. Sowohl in der Natur als auch beim Übertrag in die Situation im Alltag. 8 Wo komme ich/ wo kommen wir her? Wo will ich/ wo wollen wir hin? © USP-D 2014 / Ute Zumkeller: Wander-Coaching – Aufbruch, Veränderung und Entwicklung für einzelne Führungskräfte und ganze Teams
  • 9. Autor: Ute Zumkeller ute.zumkeller@usp-d.com USP-D Deutschland Consulting GmbH Moltkestraße 101 D-40479 Düsseldorf Tel. +49 (0)211 913 697 00 Fax +49 (0)211 913 697 10 office.duesseldorf@usp-d.com USP-D Consulting GmbH Winckelmannstraße 8/6+7 A-1150 Wien Tel. +43 (0)1 585 55 94 Fax +43 (0)1 585 62 26 office.wien@usp-d.com www.usp-d.com Das Ziel Am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden, was er aus einem Wander-Coaching für sich oder sein Team mitnimmt. Sich auf das Experiment Wander-Coaching einzulassen, erfordert Vertrauen und Mut! Es ist im Vorfeld schwer zu sagen, was am Ende des Tages oder einer Strecke dabei herauskommt. Sicher ist aber: Jeder ist in Bewe-gung gekommen und das (gemeinsame) Erlebnis bleibt nachhaltig in Erinnerung weil es mit allen Sinnen erfahrbar war. Das Coaching erfolgt häufig ganz nebenbei im Gespräch. Und doch ist es das Besondere! Mit Leichtigkeit und Zugang zu sich selbst, den eigenen Ressourcen und Fähigkeiten, aber auch im Kontakt mit dem Anderen, nehmen die Teil-nehmenden schwere Themen plötzlich ganz anders wahr, bekommen einen neuen Blick darauf und sind frei in den Ideen zur Lösungsfindung. © USP-D 2014 / Ute Zumkeller: Wander-Coaching – Aufbruch, Veränderung und Entwicklung für einzelne 9 Führungskräfte und ganze Teams