SlideShare ist ein Scribd-Unternehmen logo
Wie dank Pendlern
ein grosser Medien-
erfolg möglich
wurde.
to B
Das Magazin für Geschäftsreisen
1/2013
Stets auf Achse
Pascal Minault, CEO
des Generalunternehmens
Losinger Marazzi, setzt
als Vielreisender auf den
kombinierten Verkehr.
Konsequent umge-
setzte Reiserichtlinien
bringen mehr Kosten-
effizienz.
Kurz und bündig 4
Kostenmanagement
Pascal Minault –
CEO Losinger Marazzi 6
Der Mobilitätsmanager 10
Business Case
Pendlerzeitung «20 Minuten» 11
SBB Inside
Mit dem ÖV Kosten sparen 13
Trend
Kosteneffizienz und Transparenz 14
KMU und Mobilität
Wüest  Partner AG:
Immobilien- und Standortberatung 16
Unterwegs mit ... 17
Selection
SBB Mobile Business 18
Citytrip Innsbruck 19
6 Fokus
Fotos:BeatSchweizer(Cover,BusinessCase);iStockphoto/Geber86;zVg.
Abonnemente und
Adressänderungen:
sbb.ch/toB
Inhalt
1/2013
Pascal Minault in sei-
nem Büro in Bussigny
bei Lausanne, einer
der sieben Schweizer
Niederlassungen von
Losinger Marazzi.
3
to B  Das Magazin für Geschäftsreisen
Editorial
Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser
Sie erleben es selbst: Der Druck auf die Kosten steigt.
Zum Sparen braucht es aber Transparenz. Doch
gerade bei den Mobilitätskosten fehlt es in Unternehmen
oft daran. Die Verantwortung für Geschäftsreisen, das
Flottenmanagement, die Parkplatzbewirtschaftung oder
die Unterstützung der Pendlermobilität für Mit­-
ar­beitende ist meist in unterschiedlichen Bereichen
angesiedelt. Sie verlieren damit Geld. Analysieren
Sie einmal alle Kosten, die mit der Mobilität in Ihrem
Unternehmen zu tun haben, und vergleichen
Sie unter den Verkehrsmitteln. Sie werden sehen: Sie
können Kosten sparen, ohne die Mobilitätsleistung
zu beeinträchtigen.
Die Bahn ist für Geschäftsreisen und zum Pendeln
eine kostengünstige Alternative: Steuervorteile, Ein­
sparungen bei Reisekosten, Parkplatzkosten und
beim Flottenunterhalt sowie attraktive Firmenkunden-
Rabatte. Nutzen Sie diese! In diesem Sinne gute Fahrt!
Impressum
Herausgegeben von der SBB,
Stefan Haas, Personenverkehr
Geschäftskunden.
Erscheint dreimal jährlich in Deutsch
und Französisch.
Realisation: Infel AG, Zürich.
Redaktion: Simone Ott (Chefredaktion),
Michael Flückiger (Stv.).
Gestaltung: Guido Von Deschwanden
(Creative Director), Laetitia Buntschu
(Art Direction).
Bildredaktion: Diana Ulrich (Leitung),
Matthias Jurt, Yvonne Schütz.
Redaktionsrat SBB:
David Brunnschweiler, Fabienne Bernet,
Jonathan Keller, Rahel Meile.
Stefan Haas,
Leiter Geschäftskunden
SBB Personenverkehr
Stefan Haas
Redaktionsadresse:
Schweizerische Bundesbahnen SBB
Personenverkehr Geschäftskunden
Redaktion «toB»
Wylerstrasse 123/125
3000 Bern 65
toB@sbb.ch
Übersetzungen:
UGZ Übersetzer Gruppe Zürich GmbH,
Zürich
Druck:
Hertig + Co. AG, 3250 Lyss
Lithografie:
Ast  Fischer AG, Wabern
11
14
4
to B  Das Magazin für Geschäftsreisen
Kurz und bündig
Quelle: «Travel Time Efficiency»-Studie 2012 (Thalys International)
der Travel Manager in Europa
achten bei der Wahl des Transport-
mittels zuerst auf den Preis.
53%
Stefan Meierhans
In Bewegung mit ...
Kürzlich las ich ein Hörspiel von Friedrich Dürrenmatt:
«Der Prozess um des Esels Schatten». Darin mietet der Zahn-
arzt Struthion beim Transporteur Anthrax einen Esel, um in
die Stadt Abdera zu gelangen. Fernverkehr in der Antike also.
Als der Zahnarzt unterwegs im Schatten des Esels eine Rast
einlegen will, hat er die Rechnung ohne den Eseltreiber Anthrax
gemacht: Dieser verlangt nämlich eine Zusatzgebühr für
die Nutzung des Eselschattens in der prallen Sonne! Struthion
geht empört vor Gericht, die ganze Stadt wird in die Aus­
einandersetzung hineingezogen – und endet in einer grossen
Katastrophe. Am Ende des Hörspiels merkt der Lastesel
sarkastisch an, dass er wohl kaum der grösste Esel in dieser
Geschichte gewesen sei …
Eine interessante Geschichte, finde ich. Denn sie bringt mich
dazu, über Kosten, Leistungen und dergleichen im modernen
Eisenbahn-Fernverkehr – der glücklicherweise mehrtägige
Eselreisen unnötig gemacht hat – zu reflektieren. Wie genau
sieht das bei uns heute aus? Die Bundesverfassung ist klar.
In Artikel 96 steht: «[Der Bund] trifft Massnahmen zur
Verhinderung von Missbräuchen in der Preisbildung durch
marktmächtige Unternehmen […].»
Dies gilt also auch für den ÖV, insbesondere den Fernverkehr.
Weder Eigentümer noch Betreiber können einfach die
Preise erhöhen, wie es ihnen beliebt. Massgebend müssen
bei der Preisbildung – weil eben keine Wettbewerber vor­
handen sind – stets die Kosten eines effizienten Betreibers
sein. Effizienz heisst: ohne Firlefanz, ohne Klimbim und
ohne übertriebenen Angebotsausbau. Eben so viel wie nötig,
aber so effizient wie möglich.
Stefan Meierhans
(44) ist Beauftragter
des Bundes für
die Überwachung
der Preise.
Tischleindeck-
dich für fran-
zösische und
schweizerische
Brasserie-
Klassiker.
Nirgendwo in der
Schweiz stehen so viele
interessante Bauten von
Architekten wie Frank O.
Gehry oder Mario Botta
wie am Rheinknie.
In diesem Kontext ist
das «Volkshaus» in Basel
ein weiterer baulicher
Höhepunkt.Der Ge-
bäudekomplex wird
vom Büro Herzog 
de Meuron mit viel Sinn
für Baugeschichte nach
und nach umgebaut.Von den renom­
mierten Basler Architekten aufgefrischt
wurden bereits die Bar mit einer Theke
aus Zinn, der lauschige Biergarten
im Innenhof, die grosszügige Brasserie
mit langen Bänken aus olivgrünem Leder
und klassischem Mobiliar, der Unions-
und der Festsaal für Anlässe, Konzerte
und Aufführungen.Ab 2016 sollen ein
Hotel und ein Delikatessenladen folgen.
Mehr Informationen:
volkshaus-basel.ch
Traditionshaus in neuem Gewand
Wohin in ... Basel
5
to B  Das Magazin für Geschäftsreisen
Kurz und bündig
Illustration:Grafilu.Fotos:SBB/SeverinNowacki;SBB/GianVaitl;zVg.
Gleich schnelle Internetverbin-
dungen unterwegs wie zuhause
– das wünschen sich die meis-
ten Bahnreisenden. Bisher hat
das im Zug nicht immer gut
funktioniert. Das soll sich des-
halb nun ändern: Sämtliche
Fernverkehrswagen werden mit
Verstärkern der neusten Gene-
ration ausgerüstet. Bis Ende 2013 sollen
rund drei Viertel der Wagen ausgerüs-
tet sein, Ende 2014 ist der Einbau abge-
schlossen. Dies wird die Verbindung im
Zug deutlich verbessern. Zudem wird
die SBB bis Ende 2015 an rund 100
Bahnhöfen ihren Kunden kostenlo-
sen WLAN-Service anbieten. Die ersten
rund 20 Bahnhöfe werden im laufenden
Jahr damit ausgerüstet. Weiter investie-
ren die Mobilfunk-Anbieter entlang der
Strecken laufend in den Netzausbau 3G
und neu auch 4G – letztendlich wich-
tigste Grundlage für Verbesserungen
der Versorgung im Zug. Denn wenn ein
Zug mit 200 km/h unterwegs ist, wech-
seln alle 20 Sekunden mehrere hundert
Kundinnen und Kunden gleichzeitig
von einer Mobilfunkzelle zur nächsten.
Bessere Internetverbindung,
stärkerer Mobilfunk
Mehr Beispiele finden Sie hier: sbb.ch/umweltrechner
Zug oder Flug?
Zürich HB - Innsbruck Hbf
60 l
0 0
30
20
10
60
150 kg
120
30
40
50
90
Flugzeug:54,2l
Bahn/öV:3,9l
Flugzeug:123,8kg
Bahn/öV:2,6kg
Energieverbrauch
Primärenergie,
umgerechnet in Liter Benzin
pro Person und Fahrt
CO2-Emissionen
Treibhausgas,
in Kilogramm
pro Person und Fahrt
Differenz
50,3 Liter Benzin weniger
Differenz
rund 48-mal weniger CO2
Schnell und ohne Unterbrüche
telefonieren und surfen.
Die Toiletten in den Doppelstock-Zügen im
Fernverkehr (IC 2000) und in den Neigezügen
ICN werden seit Anfang Februar zu frischen
«WC-Welten».Die Umgestaltung von 700
Toi­letten dauert noch bis Ende Oktober. Dabei
schaffen Folien an den Wänden mit den
Motiven «Bergwelt», «Wald», «Himmel» und
«Bad» eine helle, freundliche Atmosphäre,
und ein Duftneutralisierer sorgt für eine frische
Umgebung. Selbstverständlich werden die
Toiletten, wie alle der SBB, mehrmals pro Tag
kontrolliert und täglich gereinigt.Zudem rüstet
die SBB ihre Wagen – mit wenigen Ausnahmen
für den Zusatzverkehr – bis Ende 2016 mit
modernen geschlossenen WC-Systemen aus.
Freundliche WCs im Bahnwagen
Grosszügiges
Ambiente im
stillen Örtchen.
6
to B  Das Magazin für Geschäftsreisen
Fokus Kostenmanagement
 Herr Minault, welches
Leistungsspektrum bietet
Losinger Marazzi?
Während wir ursprünglich
nur als Bauunternehmen tä­­
tig waren, haben wir uns
weiter­entwickelt und arbei-
ten heute auch in der
Im­mobilien­entwick­lung und
der Stadtplanung. Das setzt
die recht­zeitige, umfassend abgestimmte
Antizipation von langfristigen Proble-
men voraus. Manchmal können zwi-
schen den ersten Gestaltungsideen und
dem Erhalt der Baugenehmigung zehn
Jahre liegen. Wir garantieren unseren
Kundinnen und Kunden einen alles
umfassenden Festpreis.
Für den Franzosen Pascal Minault, Generaldirektor der Firma
Losinger Marazzi, der für sieben Niederlassungen
und rund vierzig Baustellen in der ganzen Schweiz verantwortlich ist,
gehört Mobilität zum Alltag.
Was aber eine strenge Kostenkontrolle
erfordert …
Wir müssen die wirtschaftliche Mach-
barkeit eines Projekts und vor allem
die Umsetzungskosten zeitig einschät-
zen können. Durch die exakte Finanz-
verwaltung unserer Projekte, die fester
Bestandteil der Gruppe Bouygues ist,
erreichen wir dies mit grosser Zuverläs-
sigkeit. Ausserdem verfügen wir durch
die Kostenverwaltung und die damit
verbundene Vorausschau auch über
ein wertvolles Steuerinstrument für die
Umsetzung unserer Projekte. Sie ermög-
licht es uns, uns
ständig zu messen,
um unsere Kon-
kurrenzfähigkeit
zu verbessern.
Wie gewähr­
leisten Sie, dass
Ihr Unternehmen
wettbewerbs­fähig ist?
Bei Losinger Marazzi entsteht die Wett-
bewerbsfähigkeit bereits zu Beginn eines
Projekts auf verschiedenen Ebenen. Es
«Bei Ökoquartieren
wie der Zürcher
Greencity steht die
Mobilität im Zentrum.»
Interview: Sylvie Castagné
Fotos: Beat Schweizer
«Wettbewerbs-
fähigkeit ist nicht nur
eine Kostenfrage»
Auf dem Areal City
West an der Zürcher
Pfingstweidstrasse
erstellt Losinger
Marazzi eine neue
Wohn- und Arbeits-
überbauung.
7
to B  Das Magazin für Geschäftsreisen
Fokus Kostenmanagement
Zur Person
Pascal Minault, CEO
Losinger Marazzi, geb.
1963, französischer
Staatsangehöriger,
Studien der Bauinge-
nieurwissenschaften
an der Ecole Polytech-
nique und der Ecole
Nationale des Ponts
et Chaussées, beide
in Paris.
Berufliche Stationen
	 Seit 2008	Generaldirektor und Delegierter des Verwaltungsrates
bei Losinger Marazzi in Köniz bei Bern
	2002 – 2008	Generaldirektor Bouygues UK in London; ab 2007 Präsident
des Verwaltungsrates
	1998 – 2002	Direktor Tiefbau bei der in Nordfrankreich tätigen
Bouygues-Tochter Norpac und bei Bouygues Belgien
	1995 – 1998	Leiter Ausführung Grossprojekte bei Bouygues Travaux
Publics in Paris
	1989 – 1995	 Leiter Ausführung bei Bouygues Travaux Publics in Hongkong
beginnt bei der Projektplanung, die den
lokalen Anforderungen genügen muss.
Dann folgt die Gebäudekonzeption mit
dem Ziel, das «passende Produkt» anzu-
bieten, das heisst Qualität, Konformität
und Optimierung. In der Ausführungs-
phase geht es uns dann darum,die Arbeit
von Anfang an richtig zu machen, indem
wir unseren Erfahrungsschatz für Vor-
bereitung, Planung und Organisation
ausschöpfen und uns dabei an indus­
triellen Methoden orientieren. Natür-
lich nutzen wir auch die Kaufkraft unse-
rer Gruppe – ein Netzwerk aus über
250 Käuferinnen und Käufern welt-
weit –, damit unseren Kundinnen und
Kunden die besten Möglichkeiten offen-
stehen.
Sie sehen, Wettbewerbsfähigkeit ist nicht
nur eine Kostenfrage. Es geht dabei vor
allem um Unternehmensstrategie, Orga-
nisation und Einstellung.
Losinger Marazzi stützt sich auch
auf eine ausgeprägte Unternehmens­
kultur. Welche Werte stehen dabei
im Vordergrund?
Diese Werte – Austausch, Ambition,
Innovation, Respekt, Anspruch – ori-
entieren sich am Menschen: Genau das
macht in unserem Beruf den Unterschied.
Die Gruppe Bouygues erkannte das
sehr früh und betrieb immer eine fort-
schrittliche Personalpolitik. 1963 grün-
dete Bouygues unter dem Namen «Ordre
des Compagnons du Minorange» eine
Gruppe der besten Arbeiterinnen und
Arbeiter, die den übrigen Mitarbeiten-
den als Vorbild dienen sollten. Heute
8
to B  Das Magazin für Geschäftsreisen
Fokus Kostenmanagement
109 068 Liter Diesel
sparte Losinger Marazzi dank
der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel
im Vergleich zum Auto.
Facts  Figures
Firma Losinger Marazzi AG
Mitarbeitende 800
Standorte Schweiz 7
Anzahl GAs 38
Bahnkilometer 2012 1 562 097
lich: bei der Orientierung der ökologi-
schen Stadtviertel, die wir gestalten, bei
den Umweltstandards der Gebäude, die
wir entwickeln, und bei den Methoden
und Materialien, die
wir auf unseren Bau-
stellen einsetzen. Wir
investieren auch in For-
schungs- und Entwick-
lungsprogramme der
Gruppe – jährlich über
30 Millionen Franken.
Dabei geht es haupt-
sächlich um nachhalti-
ges Bauen. In der Schweiz führen wir in
Zusammenarbeit mit der FH Bern und
mit Unterstützung der Kommission für
Technologie und Innovation (KTI) ein
Forschungsprogramm zur Luftqualität
in Gebäuden durch.
Greencity, das wegweisende Projekt
für nachhaltiges Bauen in Zürich, ist
das erste Quartier in der Schweiz, das
als «2000-Watt-Gesellschaft» zertifi-
ziert wurde: Bei der Entwicklung stand
Mobilität stets im Mittelpunkt: Sie ver-
fügt über eine zentrale S-Bahn-Station
sowie für Mobility- und Elektrofahr-
zeuge reservierte Parkplätze. Die Ener-
gie stammt zu 100 Prozent aus erneu-
erbaren Quellen, 90 Prozent werden vor
Ort erzeugt. Sämtliche Gebäude ent-
sprechen dem Minergie-P-Eco-Stan-
dard. Unser Ziel war es, ein Quartier vol-
ler Leben und Vielfalt zu schaffen: Neben
Genossenschaftswohnungen wird es
Lofts im alten Spinnereigebäude sowie
Eigentumswohnungen, Büros, Läden
und auch eine Schule geben. Greencity
wird die neue Referenz für ökologische
Stadtviertel sein, wie heute bereits in der
Westschweiz das Ökoviertel Eikenøtt,
das wir in Gland verwirklichen.
Nach Prognosen diverser Wirtschafts­
forscher dürfte der Bausektor
an Fahrt verlieren. Wie sehen Sie
die aktuelle Lage?
Angesichts anhaltender Zuwanderung
sehen wir bei Mietwohnungen weiter-
Pascal Minault
erläutert in seinem
Büro in Bussigny VD
die Bedeutung,
die nachhaltiges
Bauen in Zukunft
haben wird.
Der Eingangs-
bereich des
Hauptsitzes von
Losinger Marazzi in
Köniz bei Bern.
hin eine starke Nachfrage. In den letz-
ten Jahren ist die Schweizer Bevölkerung
pro Jahr um etwa 60 000 bis 70 000 Men-
schen gewachsen, was einem jährli-
chen Bedarf von rund 25 000 zusätzli-
chen Wohnungen entspricht. Auf dem
Büromarkt bemerkt man allerdings eine
grössere Zurückhaltung, zurückzufüh-
ren auf ein hohes Bauvolumen in den
letzten Jahren sowie auf Rationalisierun-
gen der Nutzerinnen und Nutzer, durch
die Büroflächen frei wurden. Gleiches
gilt für Verkaufsflächen, bei denen wohl
eine Sättigung erreicht ist.Vom Volumen
her ist unsere Aktivität gut ausgerichtet
und für die kommenden zwei bis drei
Jahre auf Wachstumskurs.
Welche Verkehrsträger nutzen Sie
für Ihre beruflichen Fahrten?
Ich wohne in der Nähe von Lausanne
und fahre mit dem Auto in mein Büro
bei Bern, weil ich mit öffentlichen Ver-
kehrsmitteln zu viel Zeit verlieren würde.
Allerdings organisiere ich oft auch Fahr-
gemeinschaften mit Kollegen oder Kun-
den. Wenn ich jede Woche nach Zürich
fahre, nehme ich immer den Zug. Für
meine Reisen nach Paris verzichte ich
auf das Flugzeug. Unsere Niederlassun-
gen befinden sich übrigens alle in der
Nähe eines SBB-Bahnhofs oder einer
S-Bahn-Station, abgesehen von der in
sind wir dank unseres sozialen Führungs-
programms bei Bewertungen in unserer
Branche führend.
Vor Ihrer jetzigen Tätigkeit leiteten
Sie die britische Tochtergesellschaft
Bouygues UK. Welche Eigenheiten des
Metiers fielen Ihnen am stärksten
auf, als Sie 2008 in die Schweiz kamen?
Was mich nach meiner Ankunft aus
England am stärksten beeindruckte,
waren die sehr hohen Qualitätsansprü-
che und der allgegenwärtige Wille, lang-
lebige Bauwerke zu schaffen. Ich traf
sehr gewissenhafte und hervorragend
ausgebildete Gesprächspartner an, was
sehr viel Freude macht. Die vertrauens-
basierten Beziehungen zu den Kunden
und Partnern bilden einen angenehmen
Ausgleich zur vertraglichen Schwerfäl-
ligkeit des angelsächsischen Systems.
Gerade mit dem Streben nach Inno­
vation hat Losinger Marazzi das nach­
haltige Bauen zu seinem Marken­
zeichen gemacht …
Hier ist eine branchenumfassende Revo-
lution im Gange: Neue Auflagen bie-
ten auch neue Möglichkeiten! Wir wol-
len an der Spitze dieser Revolution
stehen und investieren deshalb erheb-
«In der Schweiz
beeindrucken mich
die hohen Qualitäts­
ansprüche.»
9
to B  Das Magazin für Geschäftsreisen
Fokus Kostenmanagement
Wein
Oper
Destillat
Musical
Am liebsten den trockenen,
süssen «Jurançon», einen
Weisswein aus meiner Heimat
im Südwesten Frankreichs.
Seafood
Berge
Bach
Kino
Naturspektakel
Fleischküche
Strand
Lady Gaga
Theater
Grossstadtdschungel
Ich liebe die Berge.
Seis zum Skifahren
oder Wandern.
Keine Frage.
Zum Beispiel
«Django Unchained»
von Tarantino.
Die Natur rund um das Walliser
Dorf Saint-Luc im Val d’Anniviers
gefällt mir besonders gut.
Am besten schmeckt
mir bretonischer
Hummer.
Die von Verdi mag
ich besonders.
Herr Minault?
This or that ...
Losinger Marazzi sparte 2012 mit Bahnreisen
gegenüber dem Auto:
 109 068 Liter Diesel.
Das ist eine Einsparung von 76 Prozent.
 292 Tonnen CO2.
Das ist eine Einsparung von 96 Prozent.
Über die Online-Plattform «mobitool» erhalten
Unternehmen Informationen zu Energieverbrauch,
CO2-Emissionen, Kosten und Zeitbedarf ihres
betrieblichen Verkehrs sowie wertvolle Tipps zur
nachhaltigen Mobilität.
sbb.ch/umweltrechner
Losinger Marazzi
Umweltbilanz
Bussigny, deren Standort wohl etwas
unbedacht gewählt wurde. Das nächste
Büro von Losinger Marazzi in Lausanne
wird sich aber auf jeden Fall in der Nähe
eines Bahnhofs befinden!
Was sind die wichtigsten Vorzüge
des Zugs?
Die Ruhe. Morgens kann ich ungestört
eine Besprechung vorbereiten, abends
dann das Protokoll fertigstellen. Und
wenn ich abends von Zürich zurück-
fahre, kann ich das Abendessen schon im
Zug einnehmen. So störe ich dann auch
meine Frau nicht mehr, wenn ich nach
21 Uhr nach Hause komme. Die Karte
im Speisewagen kenne ich inzwischen
auswendig. (Lacht.)
Nehmen Sie auch privat den Zug?
Wohin fahren Sie dann am liebsten?
Wenn ich beispielsweise am Wochen-
ende mit meiner Frau zur Fondation
Beyeler in Basel fahre, nehmen wir den
Zug. Da kann man sich einfach ganz ent-
spannt unterhalten.Auch für Fahrten ins
Wallis nehmen wir den Zug. Ich liebe die
Berge. Um allerdings im Sommer in die
Bretagne zu kommen, ist es mit dem Zug
ein wenig kompliziert …
10
to B  Das Magazin für Geschäftsreisen
Fokus Kostenmanagement
Die Baubranche ist traditioneller-
weise auf Autos ausgerichtet: Baustellen,
die öffentlich manchmal schwer zugäng-
lich sind, Architekten und Ingenieure,
die von einer Baustelle zur anderen rei-
sen. Doch Mobilität, die Abgase produ-
ziert, passt nicht zu einem Unternehmen
wie Losinger Marazzi, das sich «Nach-
haltigkeit» auf die Fahne geschrieben
hat.«Wir haben deshalb 2007 eine Mobi-
litäts-Charta fürs Unternehmen erstellt»,
sagt Christof Kreienbühl, der für das
Projekt verantwortlich zeichnete. Das Ziel: weni-
ger Autofahrten und CO2-Ausstösse.
SBB Businesstravel für mehr Effizienz
Als ersten, wichtigsten Schritt stellte man bei
Losinger Marazzi das Online-Portal «SBB Busi-
nesstravel» als Link auf das Intranet, damit die
Mitarbeitenden ihre Tickets selber beziehen kön-
nen. «Die Travelmanager ordnen im System nur
noch die Kostenstellen den Mitarbeitenden zu.
Und diese müssen ihre Bahn-
reisen nicht mehr als Spesen
abrechnen. Das erhöht auch die
Effizienz», so Kreienbühl. Die
ersten Monate stellten eine
steile Lernkurve für alle Betei-
ligten dar. Heute ist der Online-
Kauf von Bahnbilletten zur
Selbstverständlichkeit gewor-
den. Man kann sogar von einem
grossen Erfolg sprechen. Im ers-
ten Jahr der Einführung bezo-
gen die Mitarbeitenden von
Losinger Marazzi für rund
10 000 Franken ÖV-Dienstleis-
tungen. «2012 waren es bereits
«Der Online-Kauf von
Bahnbilletten ist
zur Selbstverständ-
lichkeit geworden.»
Zwei Fliegen auf einen Schlag
Christof Kreienbühl, Verantwortlicher für Qualitätssicherung
und Entwicklung bei Losinger Marazzi, fand bei der Implementierung einer nachhaltigen
Geschäftsreisetätigkeit auch den Schlüssel zur Kostentransparenz.
400 000 Franken. Bei uns hat ganz eindeutig ein
kultureller Wandel stattgefunden», stellt Kreien-
bühl fest. Das geht so weit, dass Mitarbeitende,
die mit dem Auto zur Arbeit fahren müssen, sich
zum Car-Pooling zusammenschliessen.
Kostentransparenz und Firmenrabatte
Was zunächst als Bekenntnis zum öffentlichen
Verkehr gedacht war, brachte aber auch unerwar-
tet andere Vorteile. Kreienbühl: «Zum ersten Mal
wussten wir dank der detaillierten Abrechnung,
die uns die SBB liefert, auf den Rappen genau,
was wir für den öffentlichen
Verkehr ausgeben.» Das heisst:
fast ganz genau. Denn die ver-
einzelten Spontankäufe unter-
wegs werden derzeit nicht
erfasst. Noch nicht: «Wir sind
erst jetzt daran, die App ‹SBB
Mobile Business› bei uns einzu-
führen. Damit können solche
spontanen Käufe übers Smart-
phone getätigt und ebenfalls im System erfasst
werden.» Die kostentransparente Nutzung des
ÖV ist für das Unternehmen auch finanziell inte-
ressant, denn mit dem aktuellen Umsatzvolumen
erhält Losinger Marazzi mittlerweile 4½ Prozent
Rabatt. «Das ist sehr attraktiv», sagt Kreienbühl.
In nur wenigen Jahren ist aus dem Generalunter-
nehmer Losinger Marazzi, der seine interne
Mobilität hauptsächlich per Auto bestritt, ein
Unternehmen geworden, das auf den kombinier-
ten Verkehr mit Schwerpunkt ÖV setzt. «Wir stel-
len den Mitarbeitenden in all unseren Niederlas-
sungen zudem ein Mobility-Abo und je zwei
E-Bikes zur Verfügung. Und mit wenigen Aus-
nahmen bekommen alle von uns ein Halbtax-
Abo finanziert», sagt Kreienbühl. GAs gibt es bei
Losinger Marazzi für Vielreisende, 1. Klasse ab
50 Minuten Reisezeit, «damit diese zum Arbeiten
genutzt werden kann».
Text: Simone Ott
Foto: Beat Schweizer
Mobilitäts-Charta
Losinger Marazzi motiviert seine
Mitarbeitenden
– mit der Bahn zu reisen.
– das Netz der internen Mobility-
Fahrzeuge zu nutzen.
– durch ein aktives Management
der Unternehmensparkplätze
die öffentlichen Verkehrsmittel
für den Arbeitsweg zu benutzen.
Christof
Kreienbühl
setzt auf
den ÖV.
11
to B  Das Magazin für Geschäftsreisen
Business Case
auch mehr Führungskräfte als tradi­
tionelle Bezahlzeitungen wie die «NZZ»
(23.4% Reichweite) oder der «Tages-
Anzeiger» (29.5% Reichweite).
Konkurrenz abgehängt
Die erste Pendlerzeitung der Schweiz
war «20 Minuten» bei ihrer Marktein-
führung allerdings nicht. Das Gratisblatt
«Metropol» der Metro-Gruppe hatte
sich bereits im Markt etabliert und die
attraktivenVertriebsstellen an den Bahn-
höfen gesichert. «Ein harter Wettbe-
werb», blickt der Geschäftsleiter von «20
Minuten», Marcel Kohler, zurück. Bis
heute hat die seit 2004 auf­lagen- und
leserstärkste Zeitung im Lande nicht nur
den Konkurrenten «Metropol» aus dem
Feld geräumt, sondern gleich auch alle
Nachahmer wie «News», «.ch», «heute»
und «Cash daily». Sie alle witterten
Gold­gräber­stimmung, warfen aber
schnell das Handtuch. Einzig «Blick am
Abend» ist noch erfolgreich im Markt.
«20 Minuten»: mit einem
Handgriff Tagesaktuali­
täten direkt am Bahnhof.
Unterwegs «20 Minuten»
lesen – das tun in der
Schweiz rund 2 Millionen
Pendler.
«20 Minuten» werde es Ende Jahr
nicht mehr geben, waren sich einige
Schweizer Medienmanager sicher, als
1999 die norwegische Schibsted-Verlags-
gruppe mit dem Gratis-Tageszeitungs-
konzept «20 Minuten» die Schweiz
erobern wollte. Sie waren nicht alleine.
Hierzulande habe eine Pendlerzeitung
keine Chance, dafür sei der Markt zu
klein, lautete der all­
gemeine Tenor. Heute
ist die Pendlerzeitung
im Tabloidformat die
meist­gelesene Tages-
zeitung der Schweiz.
Mit einer Auflage von
748 000 Exemplaren erreicht «20 Minu-
ten» mit acht Lokalausgaben in drei
Sprachen fast zwei Millionen Leser. Das
Blatt erreicht nicht nur jüngere Alters-
gruppen, sondern mit 34.9% Reichweite
Text: Simone Ott
Fotos: Beat Schweizer
Die Pendlerzeitung «20 Minuten» ist eine
der grossen Erfolgsgeschichten in der Schweizer
Medienlandschaft.
In 20 Minuten
auf dem
Laufenden
Facts  Figures
Firma 20 Minuten AG
Mitarbeitende 259
Vertriebsstellen (Boxen)  3550
12
to B  Das Magazin für Geschäftsreisen
Business Case
Geduld zahlt sich aus
Inhaltlich und gestalterisch hat «20 Mi­-
nuten» offenbar den helvetischen Puls
am besten getroffen.Aber auch viel mehr
investiert als die Konkurrenz. Bereits
nach einem Jahr
setzte die Pendler­
zeitung auf Expan-
sion und lancierte
erste Regionalausga-
ben in Bern und in
Basel. «Die Investo-
ren von ‹20 Minu-
ten› haben an das
Produkt geglaubt und in Ausbau und
Inhalte investiert, auch wenn zeitweilig
massive Verluste eingefahren wurden»,
sagt Kohler. Dass die Investoren die Ner-
ven behalten haben, ist die Grundlage
für den heutigen Erfolg. Und als 2005
die Zürcher Verlagsgruppe Tamedia
«20 Minuten» übernahm, bekam das
Pendlerblatt einen zusätzlichen Investi-
tionsschub. Die Auflage wurde erhöht,
und es wurden noch mehr Regionalaus-
gaben lanciert.
Innovativer Vertriebskanal
Das Geschäftsmodell der Pendlerzeitung
hat den Vertrieb von Printzeitungen neu
erfunden. Statt im Abonnement oder
über den Kiosk kommen die
handlichen Gratisblätter über
Boxen an Bahnhöfen oder Hal-
testellen öffentlicher Verkehrs-
mittel zum Leser. «Das ist ein attrakti-
ver Distributionskanal. Bis zu 800 Zei­-
­tungen kann man in eine einzige Box
füllen», erklärt Marcel Kohler. Und:
Man holt die Leute dann ab, wenn sie
Zeit zum Lesen haben, nämlich auf dem
Weg zur Arbeit. «Dabei haben
wir mit dem kleinformatigen
Tabloid einen Vorteil gegenüber
den traditionellen Tageszeitun-
gen», sagt Kohler, der zwischen
seinem Wohnort bei Schaffhau-
sen und seinem Arbeitsplatz in
Zürich pendelt und weiss, dass
gerade zu Spitzenzeiten der
Platz in den öffentlichen Ver-
kehrsmitteln eng ist. Und dank
dem neuen Abfallkonzept der
SBB kann das Zeitungspapier
wiederverwertet werden. «Wir
erreichen in der Schweiz eine
Millionenleserschaft», so der
Verlagsmanager. «Dabei holen
wir eine urbane, aktive Bevöl-
kerung ab. 45 Prozent unserer
Leser sind zwischen 14 und
29 Jahre alt. Das ist im Werbe-
markt ganz klar ein Erfolgs­
faktor.»
Mittlerweile hat sich «20 Minu-
ten» zu einer ganzen Produkte­
familie entwickelt. Dabei sticht
besonders die Online-Ausgabe
hervor, die dank einem 24-
Stunden-Dienst hochaktuell ist
und mit 4 090 000 Unique Clients pro
Monat Spitzenwerte erzielt. 2007 machte
Tamedia mit dem Pendlerzeitungskon-
zept einen ersten Schritt ins Ausland und
lancierte in Luxemburg «L’Essentiel». Im
Oktober 2008 wurde das wöchentliche
Printmagazin «20 Minuten Friday» auf
den Markt gebracht, und in diesem Jahr
expandiert «20 Minuten» weiter – nach
Dänemark.
Man holt die Leute dann
ab, wenn sie Zeit zum
Lesen haben, nämlich auf
dem Weg zur Arbeit.
In den Verteilerboxen
von «20 Minuten»
an Bahnhöfen sowie
Tram- und Bussta-
tionen haben bis zu
800 Zeitungen Platz.
Exemplare ist die
Gesamtauflage von
«20 Minuten».
748 000
20Minuten:34,9%
Tages-Anzeiger:29,5%
NZZ:23,4%
Reichweite
im Vergleich
«20 Minuten» lässt
bei Führungskräften
(D-CH) die tradi-
tionellen Tageszei-
tungen hinter sich.
(Quelle: MA Leader 2011)
13
to B  Das Magazin für Geschäftsreisen
SBB Inside
Mit der Bahn Kosten im Griff
Kosteneffizienz ist gerade in wirtschaftlich
unsicheren Zeiten wichtig. Was kann der öffentliche
Verkehr dazu beitragen?
Indem man die direkten Reisekosten anschaut. Mit einem
GA 2. Klasse für 3550 Franken kostet der Reise-
kilometer bei jährlich 25 000 zurückgelegten
Kilometern rund 14 Rappen.
Wie ist das Kostenverhältnis zwischen ÖV
und dem motorisierten Individualverkehr?
Ein Autokilometer kostet ungefähr 65 Rappen.
Zum Vergleich: Mit einem GA spart man bei
einer Nutzung von 25 000 km satte 78,2% – dabei
sind die indirekten Kosteneinsparungen nicht
eingerechnet. Die SBB bietet zudem mit dem
Carsharing-Angebot «Mobility» kombinierte
Verkehrslösungen an. An den Bahnhöfen stehen
1000 «Mobility»-Autos zur Verfügung. Schon ab
27 Rappen pro Kilometer und 2.35 Franken pro
Stunde sind Sie unterwegs.*
Gibt es bei der Nutzung des öffentlichen Verkehrs
versteckte Kosteneinsparungen und -vorteile?
Unternehmen, die auf die öffentlichen Verkehrsmittel set-
zen, können sich das Flottenmanagement sparen. Sie
benötigen auch weniger Parkplätze. Diese Flächen können
anderweitig genutzt werden, auch die Unterhaltskosten
fallen weg. Und: Reisezeit ist Arbeitszeit.
Welche Kosteneinsparungen bringt das Online-Tool
SBB Businesstravel?
SBB Businesstravel stellt dem Reiseverant-
wortlichen der Firma eine einfache, schnelle
Gesamtübersicht aller gebuchten Leistungen
zur Verfügung, womit bis auf Kostenstellen-
und Mitarbeiter-Ebene ausgewertet werden
kann. Damit sparen Unternehmen Zeit und
Geld. Die Rechnungen der SBB sind zudem
MWST-konform, so kann man den Vorsteuer-
abzug einfach geltend machen. Die Mitarbei-
tenden können ihre Billette vom Arbeitsplatz
aus schnell selber ausstellen – auch das bringt
eine Effizienzsteigerung. Mit der App SBB
Mobile Business kann man die Fahrausweise
jederzeit und überall auch über das Smart-
phone beziehen, inkl. Spesenquittungen.
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ist auch für KMU interessant. Dabei reichen die Rabatt-
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Leiter SBB Geschäfts-
kunden West am
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Fotos:MatthiasJurt;zVg.
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dauert voraussichtlich bis Ende 2013.
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14
to B  Das Magazin für Geschäftsreisen
Trend
Warteschlangen gehören bald der Ver-
gangenheit an. Ob am Bahnschalter oder an
der Hotelrezeption: Geschäftsreisende hal-
ten ihr Smartphone kurz vor einen Scanner,
erledigt. Übernachtung und Minibar-Kon-
sumation sind beglichen, der Sitzplatz im
Zug ist reserviert. Kein Papier, kein Plastik,
keine Münzen.
Kreditkarten und Bargeld werden für rei-
sende Manager auch während ihres Aufent-
halts bald keine Rolle mehr
spielen. Handy genügt. Die
sogenannte Near Field Com-
munication (NFC) ermög-
licht schon heute «Mobile
Paying» und wird sich flä-
chendeckend durchsetzen. Auf dem Smart-
phone werden mehrere Kreditkarten ge-
speichert, die je nach Anlass virtuell gezückt
respektive gescannt werden.
Mehr Komfort, weniger Transparenz
Bei diesem meistdiskutierten Szenario in
der Branche profitieren Dienstreisende von
einem gesteigerten Komfort – sowohl wäh-
rend der Reise als auch bei deren Planung.
Denn neben bequemen Bezahllösungen
entwickelt die digitale Technik auch top-
moderne Reservations-Tools wie mobile
Apps, über die Reisen rasch gebucht, umge-
bucht und bezahlt werden können.
Für die Geschäftsreiseverantwortlichen in
den Unternehmen ist die digitale Revolu-
tion mit den Reise-Apps allerdings Fluch
Der gläserne
Geschäftsreisende
Text: Robert Wildi
und Segen zugleich. Zu diesem Schluss
kamen die Teilnehmer an der jüngsten
Tagung für Geschäftsreise- und Mobilitäts-
management des deutschen Geschäftsreise-
verbands (VDR), an der auch viele Schwei-
zer Unternehmen vertreten waren. Zahl-
reiche verfügbare Technologien und Tools
sind rasch installiert und werden entspre-
chend oft genutzt. Häufig kollidieren diese
jedoch mit den Interessen des Unterneh-
mens. VDR-Präsident Dirk
Gerdom: «Die grosse Her-
ausforderung für die Ge-
schäftsreiseverantwortlichen
besteht künftig darin, die
Kontrolle über Buchungs-
wege, Datenströme und Pro-
zesse der Reisetätigkeit ihrer
Angestellten zu behalten.» Das sieht Klaus
Stapel, Chef Schweiz von AirPlus, einem
internationalen Anbieter von Analyse- und
Bezahllösungen im Travel Management,
ähnlich: «Mobile Technologien und soziale
Medien vereinfachen zwar viele Prozesse,
Die Prozesse rund um Geschäftsreisen entwickeln sich rasant.
Eine transparente Kostenkontrolle wird dadurch erschwert, und die
Bedeutung von Reiserichtlinien steigt.
Ohne Reiserichtlinien
kein effizientes
Kostenmanagement.
Kontaktloses Bezahlen
ist die Zukunft.
15
to B  Das Magazin für Geschäftsreisen
Trend
Fotos:SBB/GianVaitl;iStockphoto/DanielRodriguez;SBB;zVg.
Geschäftsreisetrend –
Zug statt Flug
AirPlus stellt bei ihren
2200  Schweizer Firm­en­-
kunden eine tendenzi­-
­elle Verlagerung vom
Flug zur Bahn für inter­-
nationale Geschäftsrei-
sen fest. «Die Kunden
wollen für Europareisen
die Kosten von Bahn
und Flug im Detail
vergleichen können»,
sagt Klaus Stapel. Die
Entwicklung hat mit den
für Geschäftsreisende
stark ausgebauten Infra-
strukturen bei der Bahn zu tun, aber
auch mit dem Verhalten der Airlines.
Fluggesellschaften in den USA und
Europa erheben neuerdings eine
zusätzliche Gebühr für Zahlungen mit
der Kreditkarte. Zudem bezahlt der
Kunde happige Fuel-Surcharges und
Umweltabgaben. Diese zusätzlichen
Kosten werden separat erhoben, was
die Transparenz einschränkt. Das lassen
sich Firmenkunden nicht gefallen und
setzen vermehrt auf die Bahn, auch aus
ökologischen Gründen.
animieren aber Geschäftsreisende zu einem
individuellen Nutzverhalten, was der Trans-
parenz nicht gerade förderlich ist.»
Reiserichtlinien und Kosten­
management
Um ein funktionierendes, effizientes Kos-
tenmanagement betreiben zu können, führt
aus seiner Sicht kein Weg an griffigen Reise-
richtlinien vorbei: «Sie sollten ganz genau
definieren, bei welchem Anbieter, über wel-
chen Kanal, in welcher Klasse, in welchem
preislichen Rahmen eine Transport- oder
Unterkunftsleistung gebucht werden muss.»
Damit können höhere Volumen bei einzel-
nen Leistungserbringern erzielt und Men-
genrabatte ausgehandelt werden.
Reiserichtlinien können die positive Wir-
kung im Kostenmanagement jedoch nur
entfalten, wenn ihre Einhaltung streng kon-
trolliert und das individuelle Reiseverhal-
ten der Mitarbeitenden nachvollziehbar
wird.
Mit der rasanten Digitalisierung aller Pro-
zesse steigen auch die technischen Anforde-
rungen an die Reisekostenabrechnung. Im
Zeitalter von elektronisch signierten Rech-
Transparenz hilft, bei Geschäftsreisen die Kosten im Griff zu haben.
«Sie sollten haarscharf definieren,
bei welchem Anbieter, über
welchen Kanal, in welcher Klasse
oder in welchem preis­lichen
Rahmen eine Transport- oder
Unterkunftsleistung gebucht
werden muss.»
Klaus Stapel, Geschäftsführer
AirPlus International AG
nungen und Bezahlung via Smart-
phone sind manuelle Reisekosten-
Excel-Tabellen definitiv überholt.
Dafür werden hochintegrierte elek-
tronische Abrechnungstools aus
keinem Unternehmen mehr weg-
zudenken sein.
Wichtig wird dabei sein, dass ne-
ben den Reiseverantwortlichen und
Finanzchefs auch die Geschäfts­
reisenden selbst in diese Prozesse
eingebunden werden. Das habe
einerseits mit Datenschutz zu tun,
anderseits aber auch mit Mitarbei-
termotivation, sagt Klaus Stapel.
Denn: Einmal genutzte Privilegien
möchten reisende Manager in der
Regel nicht mehr hergeben.
Heute verlagern zudem viele Un­-
ter­nehmen ihre internen Prozesse
ins Intranet. Damit sollen opti-
male Effizienz und zielsichere
Effektivität erreicht werden. «Wir verfolgen
dieses Ziel bereits seit einigen Jahren und
konnten einige unserer Prozesse entspre-
chend abbilden», sagt Hans-Jürg Schürch,
Director Human Resour-
ces bei T-Systems Schweiz
AG. Nebst den gängigen
«Employee Self Services»,
«Manager Self Services»
und anderen HR-Füh-
rungsinstrumenten ge-
hört beim ICT-Unterneh-
men seit 2012 auch das
Travel Management mit
dem Ticketshop der SBB
dazu. Schürch: «Neben
der Einsparung bei den
Prozesskosten streben wir
nach einer höchstmögli-
chen Transparenz. Dies
erlaubt uns, je nach Be-
stellvolumen entsprechen-
de Rabatte fürs Unter­-
nehmen auszuhandeln.» Für ein finales
Fazit ist es laut Schürch noch zu früh.
Doch die ersten Erfahrungen sind äusserst
positiv.
16
to B  Das Magazin für Geschäftsreisen
KMU und Mobilität
Standortbeurteilung im Immo-
biliensektor gehört zu den Kernkom-
petenzen von Wüest  Partner. Als das
Beratungsunternehmen letztes Jahr für
seinen Zürcher Hauptsitz neue Bürolo-
kalitäten suchte, wurde das Know-how
für einmal für eigene Zwecke eingesetzt.
Eine der wichtigsten Bedingungen, die
der neue Standort
zu erfüllen hatte,
war die optimale
Anbindung an den
öffentlichen Ver-
kehr. «Wir suchten
im Dreieck Haupt-
bahnhof und den
Bahnhöfen Stadel-
hofen und Enge,
damit die Nutzung der öffentlichen Ver-
kehrsmittel sowohl für unsere Mitarbei-
tenden als auch unsere Kunden attrak-
tiv ist», erklärt der Vorsitzende der
Geschäftsleitung, Andreas Ammann.
Ein Backoffice-Standort in der Agglo-
meration wäre für Wüest  Partner
nicht in Frage gekommen. Die zentrale
Lage der neuen Lokalitäten in der Alten
Börse ist für den Immobilienspezialis-
ten nicht nur funktional, sondern passt
zum Image: mittendrin im pulsierenden
Geschehen der Wirtschaftsmetropole
und problemlos zu erreichen. Parkplätze
stehen nur ganz wenige zur Verfügung.
«Das Bekenntnis zum öffentlichen Ver-
kehr ist bei uns nicht etwa dogmatisch
Facts  Figures
Firma Wüest  Partner AG
Mitarbeitende 100
Standorte  4
(Zürich, Genf, Frankfurt a.M., Berlin)
Anzahl HTA 82
Bahnkilometer pro Jahr *  155 000 km
* Geschäftsreisen
Ein gut ausgebauter öffentlicher Verkehr ist ein
Standortvorteil für die Schweiz. Diesen nutzt auch das führende
Beratungsunternehmen Wüest  Partner für sich.
Standortvorteil ÖV
Text: Simone Ott
Fotos: Jolanda Flubacher Derungs
«Das Bekenntnis zum
öffentlichen Verkehr
entspricht unserer
Philosophie.»
zu verstehen, sondern praktisch
begründet und entspricht unse-
rer Philosophie», sagt Ammann,
der als Berufspendler täglich
mit der S-Bahn vom linken
Zürichseeufer in das Stadtzent-
rum und zurück reist.
Reisezeit = Arbeitszeit
Bei Wüest  Partner bekommen
deshalb fast alle Mitarbeitenden
ein Halbtax-Abonnement finan-
ziert. GAs hingegen werden
beim Immobilienberatungsun-
ternehmen privat erworben. Die
Mitarbeitenden können sich
jedoch ihre Geschäftsreisen
zum Tarif Halbtax 1.  Klasse
zurückerstatten lassen. «Das
ist güns­tiger als die Entschädi-
gung von Autokilometern», so
Ammann. «Unsere Mitarbei­
tenden reisen in der 1.  Klasse,
damit sie die Reisezeit zum
Arbeiten nutzen können.»
Von den Standorten in Zürich
und Genf ist das Unternehmen
in der ganzen Schweiz aktiv. Die
Berater und die 35 assoziierten,
lokal angesiedelten Schätzungs-
experten sind oft unterwegs zu Kunden
oder besichtigen Liegenschaftsstandorte.
Gereist wird in der Regel mit den öffent-
lichen Verkehrsmitteln. Wenn ein Mit­
ar­beitender gleich mehrere schlecht er-
schlossene Liegenschaften an einem Tag
besichtigen muss, kann er sein Privatauto
benutzen und wird dafür kompensiert.
17
to B  Das Magazin für Geschäftsreisen
KMU und Mobilität
Ammann: «Meistens kommt in
solchen Fällen unser ‹Mobility›-
Carsharing-Firmenabonnement
zum Einsatz.»
Standortqualität
Seit zehn Jahren erleben wir
eine deutliche Preisentwicklung im Schwei-
zer Immobilienmarkt. Ammann: «Das ist
für unser Land, das sich eher durch mode-
rates Wachstum auszeichnet, bemerkens-
wert.» Neben dem tiefen Zinsniveau ist
auch der Bevölkerungszuwachs massgebli-
che Treibkraft beim Immobilienboom. Und
das hat ganz klar Einfluss auf die Berufsmo-
bilität. «Der Anteil von Leuten, die in der-
selben Gemeinde arbeiten und wohnen,
nimmt ab, selbst in Gemeinden mit vielen
Arbeitsplätzen», erklärt Ammann. «Stand-
ortqualität und Erreichbarkeit, gerade mit
dem ÖV, ist ein wesentlicher Faktor im
Immobilienmarkt. Deshalb sind die SBB-
Knotenpunkte sehr hochwertig, beson-
ders an grossen Bahnhöfen.» Der öffentli-
cheVerkehr beeinflusst also massgeblich die
Standortentwicklung. Das kann man gut
anhand des S-Bahn-Netzes in Zürich sehen.
Zum Beispiel ist Uster im Zürcher Ober-
land zeitlich mittlerweile näher am Stadel-
hofen als manches Stadtquartier und hat
dadurch eine deutliche Aufwertung erhal-
ten. Der gut ausgebaute ÖV in der Schweiz
ist interna­tional ein grosser Standortvorteil.
«Ganz klar», sagt Ammann.
Sie reisen nie ohne …
... Handy, iPad zum Lesen von Zeitungen,
Dokumenten, Mails und Büchern, Kreditkarte.
Was machen Sie beim Bahnfahren
am liebsten?
Aus dem Fenster schauen oder lesen.
Der beste Ort der Welt?
Unmöglich, mich darauf festzulegen.
Wo fühlen Sie sich daheim?
Vor allem in Zürich, meinem Wohn- und
Arbeitsort. Aber auch in den Bündner Bergen
und im finnischen Schärengarten.
Ihr Lieblingssong für unterwegs?
«Skyfall» von Adele.
Wofür nehmen Sie sich gerne Zeit?
Für meine Familie und für Freunde.
Wie bringen Sie sich in Bewegung?
Mit Biken und Skifahren. Zudem gehe ich häufig
zu Fuss zur Arbeit.
Mit welcher berühmten Persönlichkeit
würden Sie gerne einen Ausflug machen?
Adolf Muschg, weil er ein grosser Denker ist.
Ihr Lieblings-Gadget
für unterwegs?
Das iPad mini
Ihr liebstes Business-
Reiseziel?
New York.
Michael Nordin,
Managing Partner bei der Wirtschaftsanwaltskanzlei
Schellenberg Wittmer, Zürich
Unterwegs mit ...
Schellenberg Wittmer
Führende Wirtschafts-
anwaltskanzlei mit 140
Rechtsanwälten in Zürich
und Genf, die Kunden in
schweizerischem und in-
ternationalem Wirtschafts-
recht beraten. Schellen-
berg Wittmer ist seit 2006
Geschäftskunde der SBB.
Foto:zVg.
Eine zentrale Lage
für die Büros von
Wüest  Partner ist
für den Vorsitzenden
der GL, Andreas
Ammann (unten),
praktisch und gut
fürs Image.
Mehr als
85%
der Mitarbeitenden
kommen mit den
öffentlichen Verkehrs-
mitteln zur Arbeit.
Das 1985 gegründete Unternehmen
berät institutionelle Eigentümer, Banken,
Versicherungen, Bau- und Immobilien­
unternehmen, weitere Firmenkunden,
die öffentliche Hand und Privatpersonen
bei der Beurteilung von Bau- und Immo­-
bilienmärkten sowie der Raum- und
Standortentwicklung. Zu den Dienstleis-
tungen gehören Immobilienbewertung
und -marktforschung, Projektentwicklung
sowie Bewertungsmodelle und Ratings.
Wüest   Partner AG
18
to B  Das Magazin für Geschäftsreisen
Selection
SBB Mobile Business
Installieren Sie jetzt die praktische App SBB Mobile
Business auf Ihrem iPhone, Android-Handy oder Tablet
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Bei Fragen oder für eine persönliche Beratung wenden
Sie sich bittte an das Businesstravel-Service-Center
Tel. 0848 111 456 oder informieren Sie sich über
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Mit der kostenlosen App SBB Mobile Business können
Sie Billette auch vom Smartphone aus kaufen und dabei
von attraktiven Firmenrabatten profitieren. Gleich­zeitig
verwalten Sie die Reiseaktivitäten der Mitarbeiten­den auf
einfache Weise und halten die Kosten trans­parent.
SBB Mobile Business ist ganz auf die Bedürfnisse von
Geschäftsreisenden ausgerichtet und damit die ideale
Ergänzung zum SBB Ticket Shop Business.
App SBB Mobile Business –
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+ Kauf und Anzeige von Billetten
des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz
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Rechnungsstelle der Firma
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Businesstravel-Umsatz. So profitieren
Sie von unserem Firmenkunden-Rabatt
+ Höhere Kostentransparenz, denn auch
Spontankäufe werden über SBB Business­
travel abgerechnet
+   Reiseinformationen von Tür zu Tür
+ Echtzeit- und Ereignisinformationen
+ «Take me home»-Funktionalität mit GPS-
Unterstützung
19
to B  Das Magazin für Geschäftsreisen
Selection
Versicherungspolicen minimieren
«So viele Policen wie nötig, so wenige wie
möglich»: Dank diesem Motto kann man das
Budget deutlich entlasten.
Achtung bei Roaminggebühren
Bei Reisen ins Ausland das Smartphone kurz
vor Grenzübertritt auf seine Minimalfunktionen
stellen und die volle Funktionstüchtigkeit erst
wieder in einer WLAN-Zone nutzen.
Einkaufen im Ausland
Der «Preiszuschlag Schweiz» fällt weg.
Identische ausländische Produkte sind
günstiger.
Telekommunikationskosten senken
Abonnemente regelmässig überprüfen und
abklären, ob es günstigere Angebote gibt.
Strom sparen
LED-Leuchtmittel wo immer möglich – eine
Investition, die vorerst ein Loch ins Budget
reisst, sich aber mittelfristig auszahlt. Drucker,
Kopiermaschinen nach Büroschluss ab-
schalten.
Kosten- gleich Kalender­management
Diverse Kündigungsfristen für Abonnemente
und Dienstleistungsverträge notieren, damit
nicht ungewollt für ein weiteres Jahr Kosten
entstehen.
Obligatorische Krankenkasse prüfen
Wer sucht, der findet – jährlich tarifliche
Optimierungsmöglichkeiten, viel-
fach sogar ohne Kassen-
wechsel.
Citytrip nach ... Innsbruck
Fotos:SBB;iStockphoto/AnthiaCumming;IlvyRodler;Shutterstock;MonikaFlückiger;zVg.
Meine liebsten ...
Spartipps
Sara Stalder,
Geschäftsleiterin
Stiftung für
Konsumenten-
schutz (SKS)
Zum Anschauen
Die Innsbrucker Nordkette
Pittoreske, mit der Bahn erreichbare
alpine Gebirgskette über den Dächern
Innsbrucks. Von der Zwischenbergstation
Hungerburg hat man einen schönen
Ausblick auf die Stadt. Die von Star-
architektin Zaha Hadid entworfenen
Stationen sind ein weiteres Highlight.
Für den Aussichtshöhepunkt geht es
weiter auf das 2256 m hohe Hafelekar.
www.nordkette.com
Talstation Rennweg 3
Drei Minuten zu Fuss von der Autobus­
haltestelle «Haus der Begegnung»
Zum Schlemmen
Café Bar Restaurant Dengg
Das stilvolle Restaurant Dengg in der
Innsbrucker Altstadt. Hier kann man
Kaffee trinken, eine Zwischenmahlzeit
einnehmen, aber auch ein Gourmet-
menü geniessen.
www.dengg.co.at
Riesengasse 11–13
Fünf Minuten zu Fuss vom Innsbrucker
Hauptbahnhof
Zum Entspannen
Golfclub Innsbruck-Igls
In einzigartiger Lage auf einer Sonnen-
terrasse bietet der Golfclub Innsbruck-Igls
ein unvergessliches Naturerlebnis. Hier
kann man dank der herrlichen Sicht auf
die umliegende Bergwelt abschalten.
www.golfclub-innsbruck-igls.at
Fünf Minuten vom Westbahnhof bis zum
Bergisel und von dort mit der Strassenbahn
Linie 6 Richtung Igls Bahnhof, Haltestelle
Mühlsee
Zum Shoppen
Rathausgalerien Innsbruck
Das vom französischen Architekten
Dominique Perrault entworfene Rat­-
haus ist lebendige Baukultur mit
Highlights wie den gläsernen Decken.
www.rathausgalerien.at
Anichstrasse 8/1
Fünf Minuten zu Fuss vom Innsbrucker
Hauptbahnhof
Einen Abstecher wert
Das Tirol Panorama am
Bergisel
Das gut erhaltene Riesenrundgemälde
zeigt die dritte Schlacht am Bergisel
von 1809, bei der bayerische, sächsische
und französische Soldaten Tiroler
Freiheitskämpfern gegenüberstanden.
www.tiroler-landesmuseen.at
Bergisel 1–2
Fünf Minuten zu Fuss vom Innsbrucker
Westbahnhof und zehn vom Hauptbahnhof
Thomas Schroll, Geschäftsführer der Nordketten­
bahnen Betriebs GmbH, weiss, wo man in Innsbruck
schöne Naturlandschaften, erstklassige Architektur
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Zürich
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Innsbruck
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«Stets auf Achse» / «Un CEO à suivre»

  • 1. Wie dank Pendlern ein grosser Medien- erfolg möglich wurde. to B Das Magazin für Geschäftsreisen 1/2013 Stets auf Achse Pascal Minault, CEO des Generalunternehmens Losinger Marazzi, setzt als Vielreisender auf den kombinierten Verkehr. Konsequent umge- setzte Reiserichtlinien bringen mehr Kosten- effizienz.
  • 2. Kurz und bündig 4 Kostenmanagement Pascal Minault – CEO Losinger Marazzi 6 Der Mobilitätsmanager 10 Business Case Pendlerzeitung «20 Minuten» 11 SBB Inside Mit dem ÖV Kosten sparen 13 Trend Kosteneffizienz und Transparenz 14 KMU und Mobilität Wüest  Partner AG: Immobilien- und Standortberatung 16 Unterwegs mit ... 17 Selection SBB Mobile Business 18 Citytrip Innsbruck 19 6 Fokus Fotos:BeatSchweizer(Cover,BusinessCase);iStockphoto/Geber86;zVg. Abonnemente und Adressänderungen: sbb.ch/toB Inhalt 1/2013 Pascal Minault in sei- nem Büro in Bussigny bei Lausanne, einer der sieben Schweizer Niederlassungen von Losinger Marazzi.
  • 3. 3 to B  Das Magazin für Geschäftsreisen Editorial Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser Sie erleben es selbst: Der Druck auf die Kosten steigt. Zum Sparen braucht es aber Transparenz. Doch gerade bei den Mobilitätskosten fehlt es in Unternehmen oft daran. Die Verantwortung für Geschäftsreisen, das Flottenmanagement, die Parkplatzbewirtschaftung oder die Unterstützung der Pendlermobilität für Mit­- ar­beitende ist meist in unterschiedlichen Bereichen angesiedelt. Sie verlieren damit Geld. Analysieren Sie einmal alle Kosten, die mit der Mobilität in Ihrem Unternehmen zu tun haben, und vergleichen Sie unter den Verkehrsmitteln. Sie werden sehen: Sie können Kosten sparen, ohne die Mobilitätsleistung zu beeinträchtigen. Die Bahn ist für Geschäftsreisen und zum Pendeln eine kostengünstige Alternative: Steuervorteile, Ein­ sparungen bei Reisekosten, Parkplatzkosten und beim Flottenunterhalt sowie attraktive Firmenkunden- Rabatte. Nutzen Sie diese! In diesem Sinne gute Fahrt! Impressum Herausgegeben von der SBB, Stefan Haas, Personenverkehr Geschäftskunden. Erscheint dreimal jährlich in Deutsch und Französisch. Realisation: Infel AG, Zürich. Redaktion: Simone Ott (Chefredaktion), Michael Flückiger (Stv.). Gestaltung: Guido Von Deschwanden (Creative Director), Laetitia Buntschu (Art Direction). Bildredaktion: Diana Ulrich (Leitung), Matthias Jurt, Yvonne Schütz. Redaktionsrat SBB: David Brunnschweiler, Fabienne Bernet, Jonathan Keller, Rahel Meile. Stefan Haas, Leiter Geschäftskunden SBB Personenverkehr Stefan Haas Redaktionsadresse: Schweizerische Bundesbahnen SBB Personenverkehr Geschäftskunden Redaktion «toB» Wylerstrasse 123/125 3000 Bern 65 toB@sbb.ch Übersetzungen: UGZ Übersetzer Gruppe Zürich GmbH, Zürich Druck: Hertig + Co. AG, 3250 Lyss Lithografie: Ast  Fischer AG, Wabern 11 14
  • 4. 4 to B  Das Magazin für Geschäftsreisen Kurz und bündig Quelle: «Travel Time Efficiency»-Studie 2012 (Thalys International) der Travel Manager in Europa achten bei der Wahl des Transport- mittels zuerst auf den Preis. 53% Stefan Meierhans In Bewegung mit ... Kürzlich las ich ein Hörspiel von Friedrich Dürrenmatt: «Der Prozess um des Esels Schatten». Darin mietet der Zahn- arzt Struthion beim Transporteur Anthrax einen Esel, um in die Stadt Abdera zu gelangen. Fernverkehr in der Antike also. Als der Zahnarzt unterwegs im Schatten des Esels eine Rast einlegen will, hat er die Rechnung ohne den Eseltreiber Anthrax gemacht: Dieser verlangt nämlich eine Zusatzgebühr für die Nutzung des Eselschattens in der prallen Sonne! Struthion geht empört vor Gericht, die ganze Stadt wird in die Aus­ einandersetzung hineingezogen – und endet in einer grossen Katastrophe. Am Ende des Hörspiels merkt der Lastesel sarkastisch an, dass er wohl kaum der grösste Esel in dieser Geschichte gewesen sei … Eine interessante Geschichte, finde ich. Denn sie bringt mich dazu, über Kosten, Leistungen und dergleichen im modernen Eisenbahn-Fernverkehr – der glücklicherweise mehrtägige Eselreisen unnötig gemacht hat – zu reflektieren. Wie genau sieht das bei uns heute aus? Die Bundesverfassung ist klar. In Artikel 96 steht: «[Der Bund] trifft Massnahmen zur Verhinderung von Missbräuchen in der Preisbildung durch marktmächtige Unternehmen […].» Dies gilt also auch für den ÖV, insbesondere den Fernverkehr. Weder Eigentümer noch Betreiber können einfach die Preise erhöhen, wie es ihnen beliebt. Massgebend müssen bei der Preisbildung – weil eben keine Wettbewerber vor­ handen sind – stets die Kosten eines effizienten Betreibers sein. Effizienz heisst: ohne Firlefanz, ohne Klimbim und ohne übertriebenen Angebotsausbau. Eben so viel wie nötig, aber so effizient wie möglich. Stefan Meierhans (44) ist Beauftragter des Bundes für die Überwachung der Preise. Tischleindeck- dich für fran- zösische und schweizerische Brasserie- Klassiker. Nirgendwo in der Schweiz stehen so viele interessante Bauten von Architekten wie Frank O. Gehry oder Mario Botta wie am Rheinknie. In diesem Kontext ist das «Volkshaus» in Basel ein weiterer baulicher Höhepunkt.Der Ge- bäudekomplex wird vom Büro Herzog de Meuron mit viel Sinn für Baugeschichte nach und nach umgebaut.Von den renom­ mierten Basler Architekten aufgefrischt wurden bereits die Bar mit einer Theke aus Zinn, der lauschige Biergarten im Innenhof, die grosszügige Brasserie mit langen Bänken aus olivgrünem Leder und klassischem Mobiliar, der Unions- und der Festsaal für Anlässe, Konzerte und Aufführungen.Ab 2016 sollen ein Hotel und ein Delikatessenladen folgen. Mehr Informationen: volkshaus-basel.ch Traditionshaus in neuem Gewand Wohin in ... Basel
  • 5. 5 to B  Das Magazin für Geschäftsreisen Kurz und bündig Illustration:Grafilu.Fotos:SBB/SeverinNowacki;SBB/GianVaitl;zVg. Gleich schnelle Internetverbin- dungen unterwegs wie zuhause – das wünschen sich die meis- ten Bahnreisenden. Bisher hat das im Zug nicht immer gut funktioniert. Das soll sich des- halb nun ändern: Sämtliche Fernverkehrswagen werden mit Verstärkern der neusten Gene- ration ausgerüstet. Bis Ende 2013 sollen rund drei Viertel der Wagen ausgerüs- tet sein, Ende 2014 ist der Einbau abge- schlossen. Dies wird die Verbindung im Zug deutlich verbessern. Zudem wird die SBB bis Ende 2015 an rund 100 Bahnhöfen ihren Kunden kostenlo- sen WLAN-Service anbieten. Die ersten rund 20 Bahnhöfe werden im laufenden Jahr damit ausgerüstet. Weiter investie- ren die Mobilfunk-Anbieter entlang der Strecken laufend in den Netzausbau 3G und neu auch 4G – letztendlich wich- tigste Grundlage für Verbesserungen der Versorgung im Zug. Denn wenn ein Zug mit 200 km/h unterwegs ist, wech- seln alle 20 Sekunden mehrere hundert Kundinnen und Kunden gleichzeitig von einer Mobilfunkzelle zur nächsten. Bessere Internetverbindung, stärkerer Mobilfunk Mehr Beispiele finden Sie hier: sbb.ch/umweltrechner Zug oder Flug? Zürich HB - Innsbruck Hbf 60 l 0 0 30 20 10 60 150 kg 120 30 40 50 90 Flugzeug:54,2l Bahn/öV:3,9l Flugzeug:123,8kg Bahn/öV:2,6kg Energieverbrauch Primärenergie, umgerechnet in Liter Benzin pro Person und Fahrt CO2-Emissionen Treibhausgas, in Kilogramm pro Person und Fahrt Differenz 50,3 Liter Benzin weniger Differenz rund 48-mal weniger CO2 Schnell und ohne Unterbrüche telefonieren und surfen. Die Toiletten in den Doppelstock-Zügen im Fernverkehr (IC 2000) und in den Neigezügen ICN werden seit Anfang Februar zu frischen «WC-Welten».Die Umgestaltung von 700 Toi­letten dauert noch bis Ende Oktober. Dabei schaffen Folien an den Wänden mit den Motiven «Bergwelt», «Wald», «Himmel» und «Bad» eine helle, freundliche Atmosphäre, und ein Duftneutralisierer sorgt für eine frische Umgebung. Selbstverständlich werden die Toiletten, wie alle der SBB, mehrmals pro Tag kontrolliert und täglich gereinigt.Zudem rüstet die SBB ihre Wagen – mit wenigen Ausnahmen für den Zusatzverkehr – bis Ende 2016 mit modernen geschlossenen WC-Systemen aus. Freundliche WCs im Bahnwagen Grosszügiges Ambiente im stillen Örtchen.
  • 6. 6 to B  Das Magazin für Geschäftsreisen Fokus Kostenmanagement  Herr Minault, welches Leistungsspektrum bietet Losinger Marazzi? Während wir ursprünglich nur als Bauunternehmen tä­­ tig waren, haben wir uns weiter­entwickelt und arbei- ten heute auch in der Im­mobilien­entwick­lung und der Stadtplanung. Das setzt die recht­zeitige, umfassend abgestimmte Antizipation von langfristigen Proble- men voraus. Manchmal können zwi- schen den ersten Gestaltungsideen und dem Erhalt der Baugenehmigung zehn Jahre liegen. Wir garantieren unseren Kundinnen und Kunden einen alles umfassenden Festpreis. Für den Franzosen Pascal Minault, Generaldirektor der Firma Losinger Marazzi, der für sieben Niederlassungen und rund vierzig Baustellen in der ganzen Schweiz verantwortlich ist, gehört Mobilität zum Alltag. Was aber eine strenge Kostenkontrolle erfordert … Wir müssen die wirtschaftliche Mach- barkeit eines Projekts und vor allem die Umsetzungskosten zeitig einschät- zen können. Durch die exakte Finanz- verwaltung unserer Projekte, die fester Bestandteil der Gruppe Bouygues ist, erreichen wir dies mit grosser Zuverläs- sigkeit. Ausserdem verfügen wir durch die Kostenverwaltung und die damit verbundene Vorausschau auch über ein wertvolles Steuerinstrument für die Umsetzung unserer Projekte. Sie ermög- licht es uns, uns ständig zu messen, um unsere Kon- kurrenzfähigkeit zu verbessern. Wie gewähr­ leisten Sie, dass Ihr Unternehmen wettbewerbs­fähig ist? Bei Losinger Marazzi entsteht die Wett- bewerbsfähigkeit bereits zu Beginn eines Projekts auf verschiedenen Ebenen. Es «Bei Ökoquartieren wie der Zürcher Greencity steht die Mobilität im Zentrum.» Interview: Sylvie Castagné Fotos: Beat Schweizer «Wettbewerbs- fähigkeit ist nicht nur eine Kostenfrage» Auf dem Areal City West an der Zürcher Pfingstweidstrasse erstellt Losinger Marazzi eine neue Wohn- und Arbeits- überbauung.
  • 7. 7 to B  Das Magazin für Geschäftsreisen Fokus Kostenmanagement Zur Person Pascal Minault, CEO Losinger Marazzi, geb. 1963, französischer Staatsangehöriger, Studien der Bauinge- nieurwissenschaften an der Ecole Polytech- nique und der Ecole Nationale des Ponts et Chaussées, beide in Paris. Berufliche Stationen Seit 2008 Generaldirektor und Delegierter des Verwaltungsrates bei Losinger Marazzi in Köniz bei Bern 2002 – 2008 Generaldirektor Bouygues UK in London; ab 2007 Präsident des Verwaltungsrates 1998 – 2002 Direktor Tiefbau bei der in Nordfrankreich tätigen Bouygues-Tochter Norpac und bei Bouygues Belgien 1995 – 1998 Leiter Ausführung Grossprojekte bei Bouygues Travaux Publics in Paris 1989 – 1995 Leiter Ausführung bei Bouygues Travaux Publics in Hongkong beginnt bei der Projektplanung, die den lokalen Anforderungen genügen muss. Dann folgt die Gebäudekonzeption mit dem Ziel, das «passende Produkt» anzu- bieten, das heisst Qualität, Konformität und Optimierung. In der Ausführungs- phase geht es uns dann darum,die Arbeit von Anfang an richtig zu machen, indem wir unseren Erfahrungsschatz für Vor- bereitung, Planung und Organisation ausschöpfen und uns dabei an indus­ triellen Methoden orientieren. Natür- lich nutzen wir auch die Kaufkraft unse- rer Gruppe – ein Netzwerk aus über 250 Käuferinnen und Käufern welt- weit –, damit unseren Kundinnen und Kunden die besten Möglichkeiten offen- stehen. Sie sehen, Wettbewerbsfähigkeit ist nicht nur eine Kostenfrage. Es geht dabei vor allem um Unternehmensstrategie, Orga- nisation und Einstellung. Losinger Marazzi stützt sich auch auf eine ausgeprägte Unternehmens­ kultur. Welche Werte stehen dabei im Vordergrund? Diese Werte – Austausch, Ambition, Innovation, Respekt, Anspruch – ori- entieren sich am Menschen: Genau das macht in unserem Beruf den Unterschied. Die Gruppe Bouygues erkannte das sehr früh und betrieb immer eine fort- schrittliche Personalpolitik. 1963 grün- dete Bouygues unter dem Namen «Ordre des Compagnons du Minorange» eine Gruppe der besten Arbeiterinnen und Arbeiter, die den übrigen Mitarbeiten- den als Vorbild dienen sollten. Heute
  • 8. 8 to B  Das Magazin für Geschäftsreisen Fokus Kostenmanagement 109 068 Liter Diesel sparte Losinger Marazzi dank der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Vergleich zum Auto. Facts Figures Firma Losinger Marazzi AG Mitarbeitende 800 Standorte Schweiz 7 Anzahl GAs 38 Bahnkilometer 2012 1 562 097 lich: bei der Orientierung der ökologi- schen Stadtviertel, die wir gestalten, bei den Umweltstandards der Gebäude, die wir entwickeln, und bei den Methoden und Materialien, die wir auf unseren Bau- stellen einsetzen. Wir investieren auch in For- schungs- und Entwick- lungsprogramme der Gruppe – jährlich über 30 Millionen Franken. Dabei geht es haupt- sächlich um nachhalti- ges Bauen. In der Schweiz führen wir in Zusammenarbeit mit der FH Bern und mit Unterstützung der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) ein Forschungsprogramm zur Luftqualität in Gebäuden durch. Greencity, das wegweisende Projekt für nachhaltiges Bauen in Zürich, ist das erste Quartier in der Schweiz, das als «2000-Watt-Gesellschaft» zertifi- ziert wurde: Bei der Entwicklung stand Mobilität stets im Mittelpunkt: Sie ver- fügt über eine zentrale S-Bahn-Station sowie für Mobility- und Elektrofahr- zeuge reservierte Parkplätze. Die Ener- gie stammt zu 100 Prozent aus erneu- erbaren Quellen, 90 Prozent werden vor Ort erzeugt. Sämtliche Gebäude ent- sprechen dem Minergie-P-Eco-Stan- dard. Unser Ziel war es, ein Quartier vol- ler Leben und Vielfalt zu schaffen: Neben Genossenschaftswohnungen wird es Lofts im alten Spinnereigebäude sowie Eigentumswohnungen, Büros, Läden und auch eine Schule geben. Greencity wird die neue Referenz für ökologische Stadtviertel sein, wie heute bereits in der Westschweiz das Ökoviertel Eikenøtt, das wir in Gland verwirklichen. Nach Prognosen diverser Wirtschafts­ forscher dürfte der Bausektor an Fahrt verlieren. Wie sehen Sie die aktuelle Lage? Angesichts anhaltender Zuwanderung sehen wir bei Mietwohnungen weiter- Pascal Minault erläutert in seinem Büro in Bussigny VD die Bedeutung, die nachhaltiges Bauen in Zukunft haben wird. Der Eingangs- bereich des Hauptsitzes von Losinger Marazzi in Köniz bei Bern. hin eine starke Nachfrage. In den letz- ten Jahren ist die Schweizer Bevölkerung pro Jahr um etwa 60 000 bis 70 000 Men- schen gewachsen, was einem jährli- chen Bedarf von rund 25 000 zusätzli- chen Wohnungen entspricht. Auf dem Büromarkt bemerkt man allerdings eine grössere Zurückhaltung, zurückzufüh- ren auf ein hohes Bauvolumen in den letzten Jahren sowie auf Rationalisierun- gen der Nutzerinnen und Nutzer, durch die Büroflächen frei wurden. Gleiches gilt für Verkaufsflächen, bei denen wohl eine Sättigung erreicht ist.Vom Volumen her ist unsere Aktivität gut ausgerichtet und für die kommenden zwei bis drei Jahre auf Wachstumskurs. Welche Verkehrsträger nutzen Sie für Ihre beruflichen Fahrten? Ich wohne in der Nähe von Lausanne und fahre mit dem Auto in mein Büro bei Bern, weil ich mit öffentlichen Ver- kehrsmitteln zu viel Zeit verlieren würde. Allerdings organisiere ich oft auch Fahr- gemeinschaften mit Kollegen oder Kun- den. Wenn ich jede Woche nach Zürich fahre, nehme ich immer den Zug. Für meine Reisen nach Paris verzichte ich auf das Flugzeug. Unsere Niederlassun- gen befinden sich übrigens alle in der Nähe eines SBB-Bahnhofs oder einer S-Bahn-Station, abgesehen von der in sind wir dank unseres sozialen Führungs- programms bei Bewertungen in unserer Branche führend. Vor Ihrer jetzigen Tätigkeit leiteten Sie die britische Tochtergesellschaft Bouygues UK. Welche Eigenheiten des Metiers fielen Ihnen am stärksten auf, als Sie 2008 in die Schweiz kamen? Was mich nach meiner Ankunft aus England am stärksten beeindruckte, waren die sehr hohen Qualitätsansprü- che und der allgegenwärtige Wille, lang- lebige Bauwerke zu schaffen. Ich traf sehr gewissenhafte und hervorragend ausgebildete Gesprächspartner an, was sehr viel Freude macht. Die vertrauens- basierten Beziehungen zu den Kunden und Partnern bilden einen angenehmen Ausgleich zur vertraglichen Schwerfäl- ligkeit des angelsächsischen Systems. Gerade mit dem Streben nach Inno­ vation hat Losinger Marazzi das nach­ haltige Bauen zu seinem Marken­ zeichen gemacht … Hier ist eine branchenumfassende Revo- lution im Gange: Neue Auflagen bie- ten auch neue Möglichkeiten! Wir wol- len an der Spitze dieser Revolution stehen und investieren deshalb erheb- «In der Schweiz beeindrucken mich die hohen Qualitäts­ ansprüche.»
  • 9. 9 to B  Das Magazin für Geschäftsreisen Fokus Kostenmanagement Wein Oper Destillat Musical Am liebsten den trockenen, süssen «Jurançon», einen Weisswein aus meiner Heimat im Südwesten Frankreichs. Seafood Berge Bach Kino Naturspektakel Fleischküche Strand Lady Gaga Theater Grossstadtdschungel Ich liebe die Berge. Seis zum Skifahren oder Wandern. Keine Frage. Zum Beispiel «Django Unchained» von Tarantino. Die Natur rund um das Walliser Dorf Saint-Luc im Val d’Anniviers gefällt mir besonders gut. Am besten schmeckt mir bretonischer Hummer. Die von Verdi mag ich besonders. Herr Minault? This or that ... Losinger Marazzi sparte 2012 mit Bahnreisen gegenüber dem Auto:  109 068 Liter Diesel. Das ist eine Einsparung von 76 Prozent.  292 Tonnen CO2. Das ist eine Einsparung von 96 Prozent. Über die Online-Plattform «mobitool» erhalten Unternehmen Informationen zu Energieverbrauch, CO2-Emissionen, Kosten und Zeitbedarf ihres betrieblichen Verkehrs sowie wertvolle Tipps zur nachhaltigen Mobilität. sbb.ch/umweltrechner Losinger Marazzi Umweltbilanz Bussigny, deren Standort wohl etwas unbedacht gewählt wurde. Das nächste Büro von Losinger Marazzi in Lausanne wird sich aber auf jeden Fall in der Nähe eines Bahnhofs befinden! Was sind die wichtigsten Vorzüge des Zugs? Die Ruhe. Morgens kann ich ungestört eine Besprechung vorbereiten, abends dann das Protokoll fertigstellen. Und wenn ich abends von Zürich zurück- fahre, kann ich das Abendessen schon im Zug einnehmen. So störe ich dann auch meine Frau nicht mehr, wenn ich nach 21 Uhr nach Hause komme. Die Karte im Speisewagen kenne ich inzwischen auswendig. (Lacht.) Nehmen Sie auch privat den Zug? Wohin fahren Sie dann am liebsten? Wenn ich beispielsweise am Wochen- ende mit meiner Frau zur Fondation Beyeler in Basel fahre, nehmen wir den Zug. Da kann man sich einfach ganz ent- spannt unterhalten.Auch für Fahrten ins Wallis nehmen wir den Zug. Ich liebe die Berge. Um allerdings im Sommer in die Bretagne zu kommen, ist es mit dem Zug ein wenig kompliziert …
  • 10. 10 to B  Das Magazin für Geschäftsreisen Fokus Kostenmanagement Die Baubranche ist traditioneller- weise auf Autos ausgerichtet: Baustellen, die öffentlich manchmal schwer zugäng- lich sind, Architekten und Ingenieure, die von einer Baustelle zur anderen rei- sen. Doch Mobilität, die Abgase produ- ziert, passt nicht zu einem Unternehmen wie Losinger Marazzi, das sich «Nach- haltigkeit» auf die Fahne geschrieben hat.«Wir haben deshalb 2007 eine Mobi- litäts-Charta fürs Unternehmen erstellt», sagt Christof Kreienbühl, der für das Projekt verantwortlich zeichnete. Das Ziel: weni- ger Autofahrten und CO2-Ausstösse. SBB Businesstravel für mehr Effizienz Als ersten, wichtigsten Schritt stellte man bei Losinger Marazzi das Online-Portal «SBB Busi- nesstravel» als Link auf das Intranet, damit die Mitarbeitenden ihre Tickets selber beziehen kön- nen. «Die Travelmanager ordnen im System nur noch die Kostenstellen den Mitarbeitenden zu. Und diese müssen ihre Bahn- reisen nicht mehr als Spesen abrechnen. Das erhöht auch die Effizienz», so Kreienbühl. Die ersten Monate stellten eine steile Lernkurve für alle Betei- ligten dar. Heute ist der Online- Kauf von Bahnbilletten zur Selbstverständlichkeit gewor- den. Man kann sogar von einem grossen Erfolg sprechen. Im ers- ten Jahr der Einführung bezo- gen die Mitarbeitenden von Losinger Marazzi für rund 10 000 Franken ÖV-Dienstleis- tungen. «2012 waren es bereits «Der Online-Kauf von Bahnbilletten ist zur Selbstverständ- lichkeit geworden.» Zwei Fliegen auf einen Schlag Christof Kreienbühl, Verantwortlicher für Qualitätssicherung und Entwicklung bei Losinger Marazzi, fand bei der Implementierung einer nachhaltigen Geschäftsreisetätigkeit auch den Schlüssel zur Kostentransparenz. 400 000 Franken. Bei uns hat ganz eindeutig ein kultureller Wandel stattgefunden», stellt Kreien- bühl fest. Das geht so weit, dass Mitarbeitende, die mit dem Auto zur Arbeit fahren müssen, sich zum Car-Pooling zusammenschliessen. Kostentransparenz und Firmenrabatte Was zunächst als Bekenntnis zum öffentlichen Verkehr gedacht war, brachte aber auch unerwar- tet andere Vorteile. Kreienbühl: «Zum ersten Mal wussten wir dank der detaillierten Abrechnung, die uns die SBB liefert, auf den Rappen genau, was wir für den öffentlichen Verkehr ausgeben.» Das heisst: fast ganz genau. Denn die ver- einzelten Spontankäufe unter- wegs werden derzeit nicht erfasst. Noch nicht: «Wir sind erst jetzt daran, die App ‹SBB Mobile Business› bei uns einzu- führen. Damit können solche spontanen Käufe übers Smart- phone getätigt und ebenfalls im System erfasst werden.» Die kostentransparente Nutzung des ÖV ist für das Unternehmen auch finanziell inte- ressant, denn mit dem aktuellen Umsatzvolumen erhält Losinger Marazzi mittlerweile 4½ Prozent Rabatt. «Das ist sehr attraktiv», sagt Kreienbühl. In nur wenigen Jahren ist aus dem Generalunter- nehmer Losinger Marazzi, der seine interne Mobilität hauptsächlich per Auto bestritt, ein Unternehmen geworden, das auf den kombinier- ten Verkehr mit Schwerpunkt ÖV setzt. «Wir stel- len den Mitarbeitenden in all unseren Niederlas- sungen zudem ein Mobility-Abo und je zwei E-Bikes zur Verfügung. Und mit wenigen Aus- nahmen bekommen alle von uns ein Halbtax- Abo finanziert», sagt Kreienbühl. GAs gibt es bei Losinger Marazzi für Vielreisende, 1. Klasse ab 50 Minuten Reisezeit, «damit diese zum Arbeiten genutzt werden kann». Text: Simone Ott Foto: Beat Schweizer Mobilitäts-Charta Losinger Marazzi motiviert seine Mitarbeitenden – mit der Bahn zu reisen. – das Netz der internen Mobility- Fahrzeuge zu nutzen. – durch ein aktives Management der Unternehmensparkplätze die öffentlichen Verkehrsmittel für den Arbeitsweg zu benutzen. Christof Kreienbühl setzt auf den ÖV.
  • 11. 11 to B  Das Magazin für Geschäftsreisen Business Case auch mehr Führungskräfte als tradi­ tionelle Bezahlzeitungen wie die «NZZ» (23.4% Reichweite) oder der «Tages- Anzeiger» (29.5% Reichweite). Konkurrenz abgehängt Die erste Pendlerzeitung der Schweiz war «20 Minuten» bei ihrer Marktein- führung allerdings nicht. Das Gratisblatt «Metropol» der Metro-Gruppe hatte sich bereits im Markt etabliert und die attraktivenVertriebsstellen an den Bahn- höfen gesichert. «Ein harter Wettbe- werb», blickt der Geschäftsleiter von «20 Minuten», Marcel Kohler, zurück. Bis heute hat die seit 2004 auf­lagen- und leserstärkste Zeitung im Lande nicht nur den Konkurrenten «Metropol» aus dem Feld geräumt, sondern gleich auch alle Nachahmer wie «News», «.ch», «heute» und «Cash daily». Sie alle witterten Gold­gräber­stimmung, warfen aber schnell das Handtuch. Einzig «Blick am Abend» ist noch erfolgreich im Markt. «20 Minuten»: mit einem Handgriff Tagesaktuali­ täten direkt am Bahnhof. Unterwegs «20 Minuten» lesen – das tun in der Schweiz rund 2 Millionen Pendler. «20 Minuten» werde es Ende Jahr nicht mehr geben, waren sich einige Schweizer Medienmanager sicher, als 1999 die norwegische Schibsted-Verlags- gruppe mit dem Gratis-Tageszeitungs- konzept «20 Minuten» die Schweiz erobern wollte. Sie waren nicht alleine. Hierzulande habe eine Pendlerzeitung keine Chance, dafür sei der Markt zu klein, lautete der all­ gemeine Tenor. Heute ist die Pendlerzeitung im Tabloidformat die meist­gelesene Tages- zeitung der Schweiz. Mit einer Auflage von 748 000 Exemplaren erreicht «20 Minu- ten» mit acht Lokalausgaben in drei Sprachen fast zwei Millionen Leser. Das Blatt erreicht nicht nur jüngere Alters- gruppen, sondern mit 34.9% Reichweite Text: Simone Ott Fotos: Beat Schweizer Die Pendlerzeitung «20 Minuten» ist eine der grossen Erfolgsgeschichten in der Schweizer Medienlandschaft. In 20 Minuten auf dem Laufenden Facts  Figures Firma 20 Minuten AG Mitarbeitende 259 Vertriebsstellen (Boxen) 3550
  • 12. 12 to B  Das Magazin für Geschäftsreisen Business Case Geduld zahlt sich aus Inhaltlich und gestalterisch hat «20 Mi­- nuten» offenbar den helvetischen Puls am besten getroffen.Aber auch viel mehr investiert als die Konkurrenz. Bereits nach einem Jahr setzte die Pendler­ zeitung auf Expan- sion und lancierte erste Regionalausga- ben in Bern und in Basel. «Die Investo- ren von ‹20 Minu- ten› haben an das Produkt geglaubt und in Ausbau und Inhalte investiert, auch wenn zeitweilig massive Verluste eingefahren wurden», sagt Kohler. Dass die Investoren die Ner- ven behalten haben, ist die Grundlage für den heutigen Erfolg. Und als 2005 die Zürcher Verlagsgruppe Tamedia «20 Minuten» übernahm, bekam das Pendlerblatt einen zusätzlichen Investi- tionsschub. Die Auflage wurde erhöht, und es wurden noch mehr Regionalaus- gaben lanciert. Innovativer Vertriebskanal Das Geschäftsmodell der Pendlerzeitung hat den Vertrieb von Printzeitungen neu erfunden. Statt im Abonnement oder über den Kiosk kommen die handlichen Gratisblätter über Boxen an Bahnhöfen oder Hal- testellen öffentlicher Verkehrs- mittel zum Leser. «Das ist ein attrakti- ver Distributionskanal. Bis zu 800 Zei­- ­tungen kann man in eine einzige Box füllen», erklärt Marcel Kohler. Und: Man holt die Leute dann ab, wenn sie Zeit zum Lesen haben, nämlich auf dem Weg zur Arbeit. «Dabei haben wir mit dem kleinformatigen Tabloid einen Vorteil gegenüber den traditionellen Tageszeitun- gen», sagt Kohler, der zwischen seinem Wohnort bei Schaffhau- sen und seinem Arbeitsplatz in Zürich pendelt und weiss, dass gerade zu Spitzenzeiten der Platz in den öffentlichen Ver- kehrsmitteln eng ist. Und dank dem neuen Abfallkonzept der SBB kann das Zeitungspapier wiederverwertet werden. «Wir erreichen in der Schweiz eine Millionenleserschaft», so der Verlagsmanager. «Dabei holen wir eine urbane, aktive Bevöl- kerung ab. 45 Prozent unserer Leser sind zwischen 14 und 29 Jahre alt. Das ist im Werbe- markt ganz klar ein Erfolgs­ faktor.» Mittlerweile hat sich «20 Minu- ten» zu einer ganzen Produkte­ familie entwickelt. Dabei sticht besonders die Online-Ausgabe hervor, die dank einem 24- Stunden-Dienst hochaktuell ist und mit 4 090 000 Unique Clients pro Monat Spitzenwerte erzielt. 2007 machte Tamedia mit dem Pendlerzeitungskon- zept einen ersten Schritt ins Ausland und lancierte in Luxemburg «L’Essentiel». Im Oktober 2008 wurde das wöchentliche Printmagazin «20 Minuten Friday» auf den Markt gebracht, und in diesem Jahr expandiert «20 Minuten» weiter – nach Dänemark. Man holt die Leute dann ab, wenn sie Zeit zum Lesen haben, nämlich auf dem Weg zur Arbeit. In den Verteilerboxen von «20 Minuten» an Bahnhöfen sowie Tram- und Bussta- tionen haben bis zu 800 Zeitungen Platz. Exemplare ist die Gesamtauflage von «20 Minuten». 748 000 20Minuten:34,9% Tages-Anzeiger:29,5% NZZ:23,4% Reichweite im Vergleich «20 Minuten» lässt bei Führungskräften (D-CH) die tradi- tionellen Tageszei- tungen hinter sich. (Quelle: MA Leader 2011)
  • 13. 13 to B  Das Magazin für Geschäftsreisen SBB Inside Mit der Bahn Kosten im Griff Kosteneffizienz ist gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten wichtig. Was kann der öffentliche Verkehr dazu beitragen? Indem man die direkten Reisekosten anschaut. Mit einem GA 2. Klasse für 3550 Franken kostet der Reise- kilometer bei jährlich 25 000 zurückgelegten Kilometern rund 14 Rappen. Wie ist das Kostenverhältnis zwischen ÖV und dem motorisierten Individualverkehr? Ein Autokilometer kostet ungefähr 65 Rappen. Zum Vergleich: Mit einem GA spart man bei einer Nutzung von 25 000 km satte 78,2% – dabei sind die indirekten Kosteneinsparungen nicht eingerechnet. Die SBB bietet zudem mit dem Carsharing-Angebot «Mobility» kombinierte Verkehrslösungen an. An den Bahnhöfen stehen 1000 «Mobility»-Autos zur Verfügung. Schon ab 27 Rappen pro Kilometer und 2.35 Franken pro Stunde sind Sie unterwegs.* Gibt es bei der Nutzung des öffentlichen Verkehrs versteckte Kosteneinsparungen und -vorteile? Unternehmen, die auf die öffentlichen Verkehrsmittel set- zen, können sich das Flottenmanagement sparen. Sie benötigen auch weniger Parkplätze. Diese Flächen können anderweitig genutzt werden, auch die Unterhaltskosten fallen weg. Und: Reisezeit ist Arbeitszeit. Welche Kosteneinsparungen bringt das Online-Tool SBB Businesstravel? SBB Businesstravel stellt dem Reiseverant- wortlichen der Firma eine einfache, schnelle Gesamtübersicht aller gebuchten Leistungen zur Verfügung, womit bis auf Kostenstellen- und Mitarbeiter-Ebene ausgewertet werden kann. Damit sparen Unternehmen Zeit und Geld. Die Rechnungen der SBB sind zudem MWST-konform, so kann man den Vorsteuer- abzug einfach geltend machen. Die Mitarbei- tenden können ihre Billette vom Arbeitsplatz aus schnell selber ausstellen – auch das bringt eine Effizienzsteigerung. Mit der App SBB Mobile Business kann man die Fahrausweise jederzeit und überall auch über das Smart- phone beziehen, inkl. Spesenquittungen. Ihr persönlicher Tipp zum Thema Kostenmanagement? Bereits ab einem Umsatz von 10 000 Franken profitieren unsere registrierten Geschäftskunden von Rabatten. Das ist auch für KMU interessant. Dabei reichen die Rabatt- stufen bis zu 10% des Umsatzvolumens. Nicolas Cramatte, Leiter SBB Geschäfts- kunden West am Standort Lausanne. Fotos:MatthiasJurt;zVg. Individuelle Beratung Die SBB unterstützt Sie, Geschäftsreisen in Ihrem Unternehmen kostengünstig und effizient zu organisieren. In einer persönlichen Beratung erarbeiten die erfahrenen Geschäftskunden-Spezialisten der SBB gemeinsam mit Ihnen mass­ geschneiderte Lösungen für Ihre Firmen­ mobilität und zeigen, wie Sie die unzähligen Dienstleistungen in Ihrem Unternehmen nutzen können. Für weitere Informationen nehmen Sie Kontakt mit uns auf: sbb.ch/business ... Sie bei Gruppenreisen ab 10 Personen 20% Rabatt auf den regu- lären Fahrpreis für Einzelreisende erhalten? Zudem fährt jede 10. Person gratis mit. Reservationen: Tel. 0848 111 456 (Mo – Fr, 8.00 –17.30 Uhr, Ortstarif) E-Mail: business@sbb.ch Wussten Sie, dass ... ... durch den MWST-Vorabzug bis zu 8% Ihrer geschäftlichen Reise­ kosten eingespart werden können, wenn sie in der Steuererklärung als geschäftlich notwendig deklariert werden? Dies ist möglich, wenn die Unternehmung die ÖV-Abos ihrer Mitarbeitenden finanziert und die Kriterien der zuständigen Steuerbehörde erfüllt sind. sbb.ch/steuern*Tarife für ein persönliches Mobility- Basic-Abo à 120 Fr./Jahr. ... Sie Einkäufe bei LeShop.ch bequem am Gepäckschalter im HB Zürich abholen können? Sie weisen Ihre Bestell- bestätigung ausgedruckt oder auf dem Mobiltelefon vor und erhalten die am Vortag bestellten Einkäufe. Der Pilot «LeShop Rail» dauert voraussichtlich bis Ende 2013. sbb.ch/leshoprail
  • 14. 14 to B  Das Magazin für Geschäftsreisen Trend Warteschlangen gehören bald der Ver- gangenheit an. Ob am Bahnschalter oder an der Hotelrezeption: Geschäftsreisende hal- ten ihr Smartphone kurz vor einen Scanner, erledigt. Übernachtung und Minibar-Kon- sumation sind beglichen, der Sitzplatz im Zug ist reserviert. Kein Papier, kein Plastik, keine Münzen. Kreditkarten und Bargeld werden für rei- sende Manager auch während ihres Aufent- halts bald keine Rolle mehr spielen. Handy genügt. Die sogenannte Near Field Com- munication (NFC) ermög- licht schon heute «Mobile Paying» und wird sich flä- chendeckend durchsetzen. Auf dem Smart- phone werden mehrere Kreditkarten ge- speichert, die je nach Anlass virtuell gezückt respektive gescannt werden. Mehr Komfort, weniger Transparenz Bei diesem meistdiskutierten Szenario in der Branche profitieren Dienstreisende von einem gesteigerten Komfort – sowohl wäh- rend der Reise als auch bei deren Planung. Denn neben bequemen Bezahllösungen entwickelt die digitale Technik auch top- moderne Reservations-Tools wie mobile Apps, über die Reisen rasch gebucht, umge- bucht und bezahlt werden können. Für die Geschäftsreiseverantwortlichen in den Unternehmen ist die digitale Revolu- tion mit den Reise-Apps allerdings Fluch Der gläserne Geschäftsreisende Text: Robert Wildi und Segen zugleich. Zu diesem Schluss kamen die Teilnehmer an der jüngsten Tagung für Geschäftsreise- und Mobilitäts- management des deutschen Geschäftsreise- verbands (VDR), an der auch viele Schwei- zer Unternehmen vertreten waren. Zahl- reiche verfügbare Technologien und Tools sind rasch installiert und werden entspre- chend oft genutzt. Häufig kollidieren diese jedoch mit den Interessen des Unterneh- mens. VDR-Präsident Dirk Gerdom: «Die grosse Her- ausforderung für die Ge- schäftsreiseverantwortlichen besteht künftig darin, die Kontrolle über Buchungs- wege, Datenströme und Pro- zesse der Reisetätigkeit ihrer Angestellten zu behalten.» Das sieht Klaus Stapel, Chef Schweiz von AirPlus, einem internationalen Anbieter von Analyse- und Bezahllösungen im Travel Management, ähnlich: «Mobile Technologien und soziale Medien vereinfachen zwar viele Prozesse, Die Prozesse rund um Geschäftsreisen entwickeln sich rasant. Eine transparente Kostenkontrolle wird dadurch erschwert, und die Bedeutung von Reiserichtlinien steigt. Ohne Reiserichtlinien kein effizientes Kostenmanagement. Kontaktloses Bezahlen ist die Zukunft.
  • 15. 15 to B  Das Magazin für Geschäftsreisen Trend Fotos:SBB/GianVaitl;iStockphoto/DanielRodriguez;SBB;zVg. Geschäftsreisetrend – Zug statt Flug AirPlus stellt bei ihren 2200  Schweizer Firm­en­- kunden eine tendenzi­- ­elle Verlagerung vom Flug zur Bahn für inter­- nationale Geschäftsrei- sen fest. «Die Kunden wollen für Europareisen die Kosten von Bahn und Flug im Detail vergleichen können», sagt Klaus Stapel. Die Entwicklung hat mit den für Geschäftsreisende stark ausgebauten Infra- strukturen bei der Bahn zu tun, aber auch mit dem Verhalten der Airlines. Fluggesellschaften in den USA und Europa erheben neuerdings eine zusätzliche Gebühr für Zahlungen mit der Kreditkarte. Zudem bezahlt der Kunde happige Fuel-Surcharges und Umweltabgaben. Diese zusätzlichen Kosten werden separat erhoben, was die Transparenz einschränkt. Das lassen sich Firmenkunden nicht gefallen und setzen vermehrt auf die Bahn, auch aus ökologischen Gründen. animieren aber Geschäftsreisende zu einem individuellen Nutzverhalten, was der Trans- parenz nicht gerade förderlich ist.» Reiserichtlinien und Kosten­ management Um ein funktionierendes, effizientes Kos- tenmanagement betreiben zu können, führt aus seiner Sicht kein Weg an griffigen Reise- richtlinien vorbei: «Sie sollten ganz genau definieren, bei welchem Anbieter, über wel- chen Kanal, in welcher Klasse, in welchem preislichen Rahmen eine Transport- oder Unterkunftsleistung gebucht werden muss.» Damit können höhere Volumen bei einzel- nen Leistungserbringern erzielt und Men- genrabatte ausgehandelt werden. Reiserichtlinien können die positive Wir- kung im Kostenmanagement jedoch nur entfalten, wenn ihre Einhaltung streng kon- trolliert und das individuelle Reiseverhal- ten der Mitarbeitenden nachvollziehbar wird. Mit der rasanten Digitalisierung aller Pro- zesse steigen auch die technischen Anforde- rungen an die Reisekostenabrechnung. Im Zeitalter von elektronisch signierten Rech- Transparenz hilft, bei Geschäftsreisen die Kosten im Griff zu haben. «Sie sollten haarscharf definieren, bei welchem Anbieter, über welchen Kanal, in welcher Klasse oder in welchem preis­lichen Rahmen eine Transport- oder Unterkunftsleistung gebucht werden muss.» Klaus Stapel, Geschäftsführer AirPlus International AG nungen und Bezahlung via Smart- phone sind manuelle Reisekosten- Excel-Tabellen definitiv überholt. Dafür werden hochintegrierte elek- tronische Abrechnungstools aus keinem Unternehmen mehr weg- zudenken sein. Wichtig wird dabei sein, dass ne- ben den Reiseverantwortlichen und Finanzchefs auch die Geschäfts­ reisenden selbst in diese Prozesse eingebunden werden. Das habe einerseits mit Datenschutz zu tun, anderseits aber auch mit Mitarbei- termotivation, sagt Klaus Stapel. Denn: Einmal genutzte Privilegien möchten reisende Manager in der Regel nicht mehr hergeben. Heute verlagern zudem viele Un­- ter­nehmen ihre internen Prozesse ins Intranet. Damit sollen opti- male Effizienz und zielsichere Effektivität erreicht werden. «Wir verfolgen dieses Ziel bereits seit einigen Jahren und konnten einige unserer Prozesse entspre- chend abbilden», sagt Hans-Jürg Schürch, Director Human Resour- ces bei T-Systems Schweiz AG. Nebst den gängigen «Employee Self Services», «Manager Self Services» und anderen HR-Füh- rungsinstrumenten ge- hört beim ICT-Unterneh- men seit 2012 auch das Travel Management mit dem Ticketshop der SBB dazu. Schürch: «Neben der Einsparung bei den Prozesskosten streben wir nach einer höchstmögli- chen Transparenz. Dies erlaubt uns, je nach Be- stellvolumen entsprechen- de Rabatte fürs Unter­- nehmen auszuhandeln.» Für ein finales Fazit ist es laut Schürch noch zu früh. Doch die ersten Erfahrungen sind äusserst positiv.
  • 16. 16 to B  Das Magazin für Geschäftsreisen KMU und Mobilität Standortbeurteilung im Immo- biliensektor gehört zu den Kernkom- petenzen von Wüest  Partner. Als das Beratungsunternehmen letztes Jahr für seinen Zürcher Hauptsitz neue Bürolo- kalitäten suchte, wurde das Know-how für einmal für eigene Zwecke eingesetzt. Eine der wichtigsten Bedingungen, die der neue Standort zu erfüllen hatte, war die optimale Anbindung an den öffentlichen Ver- kehr. «Wir suchten im Dreieck Haupt- bahnhof und den Bahnhöfen Stadel- hofen und Enge, damit die Nutzung der öffentlichen Ver- kehrsmittel sowohl für unsere Mitarbei- tenden als auch unsere Kunden attrak- tiv ist», erklärt der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Andreas Ammann. Ein Backoffice-Standort in der Agglo- meration wäre für Wüest  Partner nicht in Frage gekommen. Die zentrale Lage der neuen Lokalitäten in der Alten Börse ist für den Immobilienspezialis- ten nicht nur funktional, sondern passt zum Image: mittendrin im pulsierenden Geschehen der Wirtschaftsmetropole und problemlos zu erreichen. Parkplätze stehen nur ganz wenige zur Verfügung. «Das Bekenntnis zum öffentlichen Ver- kehr ist bei uns nicht etwa dogmatisch Facts  Figures Firma Wüest  Partner AG Mitarbeitende 100 Standorte 4 (Zürich, Genf, Frankfurt a.M., Berlin) Anzahl HTA 82 Bahnkilometer pro Jahr * 155 000 km * Geschäftsreisen Ein gut ausgebauter öffentlicher Verkehr ist ein Standortvorteil für die Schweiz. Diesen nutzt auch das führende Beratungsunternehmen Wüest  Partner für sich. Standortvorteil ÖV Text: Simone Ott Fotos: Jolanda Flubacher Derungs «Das Bekenntnis zum öffentlichen Verkehr entspricht unserer Philosophie.» zu verstehen, sondern praktisch begründet und entspricht unse- rer Philosophie», sagt Ammann, der als Berufspendler täglich mit der S-Bahn vom linken Zürichseeufer in das Stadtzent- rum und zurück reist. Reisezeit = Arbeitszeit Bei Wüest  Partner bekommen deshalb fast alle Mitarbeitenden ein Halbtax-Abonnement finan- ziert. GAs hingegen werden beim Immobilienberatungsun- ternehmen privat erworben. Die Mitarbeitenden können sich jedoch ihre Geschäftsreisen zum Tarif Halbtax 1.  Klasse zurückerstatten lassen. «Das ist güns­tiger als die Entschädi- gung von Autokilometern», so Ammann. «Unsere Mitarbei­ tenden reisen in der 1.  Klasse, damit sie die Reisezeit zum Arbeiten nutzen können.» Von den Standorten in Zürich und Genf ist das Unternehmen in der ganzen Schweiz aktiv. Die Berater und die 35 assoziierten, lokal angesiedelten Schätzungs- experten sind oft unterwegs zu Kunden oder besichtigen Liegenschaftsstandorte. Gereist wird in der Regel mit den öffent- lichen Verkehrsmitteln. Wenn ein Mit­ ar­beitender gleich mehrere schlecht er- schlossene Liegenschaften an einem Tag besichtigen muss, kann er sein Privatauto benutzen und wird dafür kompensiert.
  • 17. 17 to B  Das Magazin für Geschäftsreisen KMU und Mobilität Ammann: «Meistens kommt in solchen Fällen unser ‹Mobility›- Carsharing-Firmenabonnement zum Einsatz.» Standortqualität Seit zehn Jahren erleben wir eine deutliche Preisentwicklung im Schwei- zer Immobilienmarkt. Ammann: «Das ist für unser Land, das sich eher durch mode- rates Wachstum auszeichnet, bemerkens- wert.» Neben dem tiefen Zinsniveau ist auch der Bevölkerungszuwachs massgebli- che Treibkraft beim Immobilienboom. Und das hat ganz klar Einfluss auf die Berufsmo- bilität. «Der Anteil von Leuten, die in der- selben Gemeinde arbeiten und wohnen, nimmt ab, selbst in Gemeinden mit vielen Arbeitsplätzen», erklärt Ammann. «Stand- ortqualität und Erreichbarkeit, gerade mit dem ÖV, ist ein wesentlicher Faktor im Immobilienmarkt. Deshalb sind die SBB- Knotenpunkte sehr hochwertig, beson- ders an grossen Bahnhöfen.» Der öffentli- cheVerkehr beeinflusst also massgeblich die Standortentwicklung. Das kann man gut anhand des S-Bahn-Netzes in Zürich sehen. Zum Beispiel ist Uster im Zürcher Ober- land zeitlich mittlerweile näher am Stadel- hofen als manches Stadtquartier und hat dadurch eine deutliche Aufwertung erhal- ten. Der gut ausgebaute ÖV in der Schweiz ist interna­tional ein grosser Standortvorteil. «Ganz klar», sagt Ammann. Sie reisen nie ohne … ... Handy, iPad zum Lesen von Zeitungen, Dokumenten, Mails und Büchern, Kreditkarte. Was machen Sie beim Bahnfahren am liebsten? Aus dem Fenster schauen oder lesen. Der beste Ort der Welt? Unmöglich, mich darauf festzulegen. Wo fühlen Sie sich daheim? Vor allem in Zürich, meinem Wohn- und Arbeitsort. Aber auch in den Bündner Bergen und im finnischen Schärengarten. Ihr Lieblingssong für unterwegs? «Skyfall» von Adele. Wofür nehmen Sie sich gerne Zeit? Für meine Familie und für Freunde. Wie bringen Sie sich in Bewegung? Mit Biken und Skifahren. Zudem gehe ich häufig zu Fuss zur Arbeit. Mit welcher berühmten Persönlichkeit würden Sie gerne einen Ausflug machen? Adolf Muschg, weil er ein grosser Denker ist. Ihr Lieblings-Gadget für unterwegs? Das iPad mini Ihr liebstes Business- Reiseziel? New York. Michael Nordin, Managing Partner bei der Wirtschaftsanwaltskanzlei Schellenberg Wittmer, Zürich Unterwegs mit ... Schellenberg Wittmer Führende Wirtschafts- anwaltskanzlei mit 140 Rechtsanwälten in Zürich und Genf, die Kunden in schweizerischem und in- ternationalem Wirtschafts- recht beraten. Schellen- berg Wittmer ist seit 2006 Geschäftskunde der SBB. Foto:zVg. Eine zentrale Lage für die Büros von Wüest  Partner ist für den Vorsitzenden der GL, Andreas Ammann (unten), praktisch und gut fürs Image. Mehr als 85% der Mitarbeitenden kommen mit den öffentlichen Verkehrs- mitteln zur Arbeit. Das 1985 gegründete Unternehmen berät institutionelle Eigentümer, Banken, Versicherungen, Bau- und Immobilien­ unternehmen, weitere Firmenkunden, die öffentliche Hand und Privatpersonen bei der Beurteilung von Bau- und Immo­- bilienmärkten sowie der Raum- und Standortentwicklung. Zu den Dienstleis- tungen gehören Immobilienbewertung und -marktforschung, Projektentwicklung sowie Bewertungsmodelle und Ratings. Wüest   Partner AG
  • 18. 18 to B  Das Magazin für Geschäftsreisen Selection SBB Mobile Business Installieren Sie jetzt die praktische App SBB Mobile Business auf Ihrem iPhone, Android-Handy oder Tablet und profitieren Sie von noch grösserer Flexibilität. Bei Fragen oder für eine persönliche Beratung wenden Sie sich bittte an das Businesstravel-Service-Center Tel. 0848 111 456 oder informieren Sie sich über sbb.ch/businessmobile Mit der kostenlosen App SBB Mobile Business können Sie Billette auch vom Smartphone aus kaufen und dabei von attraktiven Firmenrabatten profitieren. Gleich­zeitig verwalten Sie die Reiseaktivitäten der Mitarbeiten­den auf einfache Weise und halten die Kosten trans­parent. SBB Mobile Business ist ganz auf die Bedürfnisse von Geschäftsreisenden ausgerichtet und damit die ideale Ergänzung zum SBB Ticket Shop Business. App SBB Mobile Business – die Vorteile auf einen Blick + Kauf und Anzeige von Billetten des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz + Bezahlung der Billette über Kreditkarte/ Rechnungsstelle der Firma + Online abrufbare Spesenquittungen +  Gekaufte Billette zählen zu Ihrem SBB Businesstravel-Umsatz. So profitieren Sie von unserem Firmenkunden-Rabatt + Höhere Kostentransparenz, denn auch Spontankäufe werden über SBB Business­ travel abgerechnet +   Reiseinformationen von Tür zu Tür + Echtzeit- und Ereignisinformationen + «Take me home»-Funktionalität mit GPS- Unterstützung
  • 19. 19 to B  Das Magazin für Geschäftsreisen Selection Versicherungspolicen minimieren «So viele Policen wie nötig, so wenige wie möglich»: Dank diesem Motto kann man das Budget deutlich entlasten. Achtung bei Roaminggebühren Bei Reisen ins Ausland das Smartphone kurz vor Grenzübertritt auf seine Minimalfunktionen stellen und die volle Funktionstüchtigkeit erst wieder in einer WLAN-Zone nutzen. Einkaufen im Ausland Der «Preiszuschlag Schweiz» fällt weg. Identische ausländische Produkte sind günstiger. Telekommunikationskosten senken Abonnemente regelmässig überprüfen und abklären, ob es günstigere Angebote gibt. Strom sparen LED-Leuchtmittel wo immer möglich – eine Investition, die vorerst ein Loch ins Budget reisst, sich aber mittelfristig auszahlt. Drucker, Kopiermaschinen nach Büroschluss ab- schalten. Kosten- gleich Kalender­management Diverse Kündigungsfristen für Abonnemente und Dienstleistungsverträge notieren, damit nicht ungewollt für ein weiteres Jahr Kosten entstehen. Obligatorische Krankenkasse prüfen Wer sucht, der findet – jährlich tarifliche Optimierungsmöglichkeiten, viel- fach sogar ohne Kassen- wechsel. Citytrip nach ... Innsbruck Fotos:SBB;iStockphoto/AnthiaCumming;IlvyRodler;Shutterstock;MonikaFlückiger;zVg. Meine liebsten ... Spartipps Sara Stalder, Geschäftsleiterin Stiftung für Konsumenten- schutz (SKS) Zum Anschauen Die Innsbrucker Nordkette Pittoreske, mit der Bahn erreichbare alpine Gebirgskette über den Dächern Innsbrucks. Von der Zwischenbergstation Hungerburg hat man einen schönen Ausblick auf die Stadt. Die von Star- architektin Zaha Hadid entworfenen Stationen sind ein weiteres Highlight. Für den Aussichtshöhepunkt geht es weiter auf das 2256 m hohe Hafelekar. www.nordkette.com Talstation Rennweg 3 Drei Minuten zu Fuss von der Autobus­ haltestelle «Haus der Begegnung» Zum Schlemmen Café Bar Restaurant Dengg Das stilvolle Restaurant Dengg in der Innsbrucker Altstadt. Hier kann man Kaffee trinken, eine Zwischenmahlzeit einnehmen, aber auch ein Gourmet- menü geniessen. www.dengg.co.at Riesengasse 11–13 Fünf Minuten zu Fuss vom Innsbrucker Hauptbahnhof Zum Entspannen Golfclub Innsbruck-Igls In einzigartiger Lage auf einer Sonnen- terrasse bietet der Golfclub Innsbruck-Igls ein unvergessliches Naturerlebnis. Hier kann man dank der herrlichen Sicht auf die umliegende Bergwelt abschalten. www.golfclub-innsbruck-igls.at Fünf Minuten vom Westbahnhof bis zum Bergisel und von dort mit der Strassenbahn Linie 6 Richtung Igls Bahnhof, Haltestelle Mühlsee Zum Shoppen Rathausgalerien Innsbruck Das vom französischen Architekten Dominique Perrault entworfene Rat­- haus ist lebendige Baukultur mit Highlights wie den gläsernen Decken. www.rathausgalerien.at Anichstrasse 8/1 Fünf Minuten zu Fuss vom Innsbrucker Hauptbahnhof Einen Abstecher wert Das Tirol Panorama am Bergisel Das gut erhaltene Riesenrundgemälde zeigt die dritte Schlacht am Bergisel von 1809, bei der bayerische, sächsische und französische Soldaten Tiroler Freiheitskämpfern gegenüberstanden. www.tiroler-landesmuseen.at Bergisel 1–2 Fünf Minuten zu Fuss vom Innsbrucker Westbahnhof und zehn vom Hauptbahnhof Thomas Schroll, Geschäftsführer der Nordketten­ bahnen Betriebs GmbH, weiss, wo man in Innsbruck schöne Naturlandschaften, erstklassige Architektur und kulinarische Köstlichkeiten geniessen kann. Zürich 3:26 h Innsbruck
  • 20. Ihr Bahnschalter. SBB Mobile Business App. Holen Sie sich den SBB Fahrplan wie auch Ihre Billette aufs Smartphone und bezahlen Sie diese direkt mit der Firmenkreditkarte. Jederzeit und überall mit der kostenlosen SBB Mobile Business App. sbb.ch/businessmobile SBB_Mobile_Inserat_210x270_df.indd 1 21.01.13 16:39