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Diagnose Diabetes mellitus: Mit diesen 3 Tipps
erhalten Sie Ihre Lebensqualität
Von allen Stoffwechselerkrankungen ist Diabetes mellitus wohl die häufigste und
schwerwiegendste. In Deutschland sind 5-6% der Menschen davon betroffen. Für viele ist
diese Diagnose ein Schock, da der Diabetes mit starken Auswirkungen auf den Alltag der
Patienten verbunden ist. Auch wenn uns die Medizin bewährte Behandlungsmöglichkeiten
bietet, leiden viele Diabetes-Patienten unter enormen Einschränkungen ihrer persönlichen
Lebensqualität.
Aber: mit der richtigen Beratung und Eigeninitiative ist ein erfülltes Leben trotz Diabetes
möglich.
Was ist Diabetes mellitus?
Eine Diabetes-Erkrankung ist durch Insulinmangel und dadurch bedingte
Stoffwechselstörungen gekennzeichnet. Je nach Entstehung und Symptomen der
Erkrankung werden zwei Diabetes-Typen unterschieden.
Typ-I-Diabetes
Bei diesem Diabetes-Typ nimmt der Insulinmangel schnell zu, bis es über die Jahre hinweg zu
einer Einstellung der Insulinproduktion kommt. Eine medikamentöse Insulinsubstitution
ist früher oder später notwendig.
Typ-II-Diabetes
Der Diabetes-Typ-II (sog. Altersdiabetes) kommt rund 20mal häufiger vor als Typ-I. Das
Voranschreiten einer Typ II - Diabetes-Erkrankung ist wesentlich langsamer und es kommt
meist nur zu einem teilweisen Insulindefizit. Das Körpergewicht der Patienten spielt bei
diesem Typ eine wichtige Rolle.
Entstehung von Diabetes mellitus
Bei der Entstehung von Diabetes mellitus sind sowohl genetische als auch äußere Faktoren
beteiligt. Die Diabetes-Erkrankung kann mit einer vererbten Prädisposition verbunden sein.
Zu den äußeren Faktoren gehören beim Typ I zum Beispiel virale Infektionen, die
sogenannte Autoimmunreaktionen auslösen können, welche zur Zerstörung der für die
Insulinproduktion entscheidenden Zellen führen. Beim Diabetes-Typ-II stellen Übergewicht,
unausgewogene Ernährung und Bewegungsmangel wichtige Ursachen für eine
Stoffwechselstörung dar, die letztlich einen anhaltenden Insulinmangel bewirkt.
Für beide Diabetes mellitus-Typen steht fest: neben einer medizinischen Behandlung hat der
persönliche Lebensstil der Patienten einen großen Einfluss auf die Lebensqualität und ist
entscheidend für die Vorbeugung von Begleiterkrankungen.
3 Tipps für ein erfülltes Leben mit Diabetes
Ernährung
Eine ausgewogene Ernährung unterstützt nicht nur ein gutes Lebensgefühl, sondern ist auch
für Menschen mit Diabetes wichtig.
Unabhängig des Diabetes-Typs ist ballstoffreiche Kost mit viel frischem Gemüse und Obst
bei Vermeidung von zuckerreichen Lebensmitteln und tierischen Fetten ratsam.
Von Getränken mit hohem Zuckergehalt oder puren Fruchtsäften ist abzuraten. Auch
alkoholische Getränke bringen viele Kalorien mit sich und sollten nur im kleinen Maß
konsumiert werden.
Diabetikern mit Typ-I wird geraten, die tägliche Zufuhr an Kohlenhydraten mit Ihrem Arzt
abzuklären, um die richtige Insulindosis zu bestimmen.
Besonders beim Diabetes-Typ-II sollte abgesehen von ausgewogenen Mahlzeiten auf das
Körpergewicht geachtet werden. Energiearme Ernährung in mehreren Mahlzeiten über
den Tag verteilt ist wichtig, um Normalgewicht zu erreichen und zu halten.
Bewegung
Ein sportlicher Lebensstil kann für Jedermann Wunder wirken. Besonders für Diabetiker hilft
regelmäßige Bewegung dabei, Blutdruck, Blutzucker- und Blutfettwerte in den Griff zu
bekommen.
Dennoch sollten die sportlichen Aktivitäten auf das Krankheitsbild abgestimmt sein.
Generell kann man sagen, dass alle Sportarten, bei denen die körperliche Betätigung und ein
gesundes Maß an Belastung im Vordergrund stehen, von Diabetikern ausgeübt werden
können (z.B.: Gymnastik, Waldlauf, Joggen).
Die Begleitung durch eine vertraute Person, welche über Ihre Diabetes-Erkrankung
Bescheid weiß, ist in jedem Fall ratsam.
Achten Sie beim Sport auf regelmäßige Pausen und führen Sie kohlenhydrathaltige
Snacks für den Notfall mit sich.
Von Kraftsport, Wettkämpfen (z.B. Boxen, Bodybuilding) oder Sport unter besonderen
Bedingungen (z.B.: Tauchen, Klettern) wird abgeraten.
Psyche
Gute Ernährung und ausgewogene Bewegung tragen zu einem gesunden Geist bei. Für
Diabetiker ist das Achten auf das seelische Wohl aus mehreren Gründen besonders wichtig.
Dauerhafte Stressbelastung lässt den Blutzuckerspiegel steigen und kann so eine
Diabetes-Erkrankung verschlechtern.
Daher tragen Methoden der Stressbewältigung sowie ein bewusster Ausgleich zu Arbeit
und alltäglichen Verpflichtungen für Diabetiker nicht nur zum persönlichen Wohlergehen bei,
sondern unterstützen zusätzlich auch die Krankheitsbekämpfung.
Teil des verantwortungsvollen Umgangs mit Diabetes ist es, den Alltag im Sinne Ihrer
körperlichen und seelischen Gesundheit zu gestalten.
Mit oder ohne Diabetes ist positive Lebensgestaltung oft eine Frage der Eigeninitiative und
Disziplin. Fest steht, dass eine Diabetes-Diagnose keine Minderung Ihres guten
Lebensgefühls bedeuten muss.
_____________________________________________________________________________
Datum: 25.11.17
Autorin: Meike Zimmermann
Quellen: THEWS, MUTSCHLER, VAUPEL (1999): Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie
des Menschen. 5 Auflage. 515 ff
Diabetes Informationsdienst München
https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/
Diabetes News
https://www.diabetes-news.de/
Deutsche Diabetes Hilfe
https://www.diabetesde.org/
_____________________________________________________________________________

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  • 1. Diagnose Diabetes mellitus: Mit diesen 3 Tipps erhalten Sie Ihre Lebensqualität Von allen Stoffwechselerkrankungen ist Diabetes mellitus wohl die häufigste und schwerwiegendste. In Deutschland sind 5-6% der Menschen davon betroffen. Für viele ist diese Diagnose ein Schock, da der Diabetes mit starken Auswirkungen auf den Alltag der Patienten verbunden ist. Auch wenn uns die Medizin bewährte Behandlungsmöglichkeiten bietet, leiden viele Diabetes-Patienten unter enormen Einschränkungen ihrer persönlichen Lebensqualität. Aber: mit der richtigen Beratung und Eigeninitiative ist ein erfülltes Leben trotz Diabetes möglich. Was ist Diabetes mellitus? Eine Diabetes-Erkrankung ist durch Insulinmangel und dadurch bedingte Stoffwechselstörungen gekennzeichnet. Je nach Entstehung und Symptomen der Erkrankung werden zwei Diabetes-Typen unterschieden. Typ-I-Diabetes Bei diesem Diabetes-Typ nimmt der Insulinmangel schnell zu, bis es über die Jahre hinweg zu einer Einstellung der Insulinproduktion kommt. Eine medikamentöse Insulinsubstitution ist früher oder später notwendig.
  • 2. Typ-II-Diabetes Der Diabetes-Typ-II (sog. Altersdiabetes) kommt rund 20mal häufiger vor als Typ-I. Das Voranschreiten einer Typ II - Diabetes-Erkrankung ist wesentlich langsamer und es kommt meist nur zu einem teilweisen Insulindefizit. Das Körpergewicht der Patienten spielt bei diesem Typ eine wichtige Rolle. Entstehung von Diabetes mellitus Bei der Entstehung von Diabetes mellitus sind sowohl genetische als auch äußere Faktoren beteiligt. Die Diabetes-Erkrankung kann mit einer vererbten Prädisposition verbunden sein. Zu den äußeren Faktoren gehören beim Typ I zum Beispiel virale Infektionen, die sogenannte Autoimmunreaktionen auslösen können, welche zur Zerstörung der für die Insulinproduktion entscheidenden Zellen führen. Beim Diabetes-Typ-II stellen Übergewicht, unausgewogene Ernährung und Bewegungsmangel wichtige Ursachen für eine Stoffwechselstörung dar, die letztlich einen anhaltenden Insulinmangel bewirkt. Für beide Diabetes mellitus-Typen steht fest: neben einer medizinischen Behandlung hat der persönliche Lebensstil der Patienten einen großen Einfluss auf die Lebensqualität und ist entscheidend für die Vorbeugung von Begleiterkrankungen. 3 Tipps für ein erfülltes Leben mit Diabetes Ernährung Eine ausgewogene Ernährung unterstützt nicht nur ein gutes Lebensgefühl, sondern ist auch für Menschen mit Diabetes wichtig. Unabhängig des Diabetes-Typs ist ballstoffreiche Kost mit viel frischem Gemüse und Obst bei Vermeidung von zuckerreichen Lebensmitteln und tierischen Fetten ratsam. Von Getränken mit hohem Zuckergehalt oder puren Fruchtsäften ist abzuraten. Auch alkoholische Getränke bringen viele Kalorien mit sich und sollten nur im kleinen Maß konsumiert werden. Diabetikern mit Typ-I wird geraten, die tägliche Zufuhr an Kohlenhydraten mit Ihrem Arzt abzuklären, um die richtige Insulindosis zu bestimmen. Besonders beim Diabetes-Typ-II sollte abgesehen von ausgewogenen Mahlzeiten auf das Körpergewicht geachtet werden. Energiearme Ernährung in mehreren Mahlzeiten über den Tag verteilt ist wichtig, um Normalgewicht zu erreichen und zu halten.
  • 3. Bewegung Ein sportlicher Lebensstil kann für Jedermann Wunder wirken. Besonders für Diabetiker hilft regelmäßige Bewegung dabei, Blutdruck, Blutzucker- und Blutfettwerte in den Griff zu bekommen. Dennoch sollten die sportlichen Aktivitäten auf das Krankheitsbild abgestimmt sein. Generell kann man sagen, dass alle Sportarten, bei denen die körperliche Betätigung und ein gesundes Maß an Belastung im Vordergrund stehen, von Diabetikern ausgeübt werden können (z.B.: Gymnastik, Waldlauf, Joggen). Die Begleitung durch eine vertraute Person, welche über Ihre Diabetes-Erkrankung Bescheid weiß, ist in jedem Fall ratsam. Achten Sie beim Sport auf regelmäßige Pausen und führen Sie kohlenhydrathaltige Snacks für den Notfall mit sich. Von Kraftsport, Wettkämpfen (z.B. Boxen, Bodybuilding) oder Sport unter besonderen Bedingungen (z.B.: Tauchen, Klettern) wird abgeraten. Psyche Gute Ernährung und ausgewogene Bewegung tragen zu einem gesunden Geist bei. Für Diabetiker ist das Achten auf das seelische Wohl aus mehreren Gründen besonders wichtig. Dauerhafte Stressbelastung lässt den Blutzuckerspiegel steigen und kann so eine Diabetes-Erkrankung verschlechtern. Daher tragen Methoden der Stressbewältigung sowie ein bewusster Ausgleich zu Arbeit und alltäglichen Verpflichtungen für Diabetiker nicht nur zum persönlichen Wohlergehen bei, sondern unterstützen zusätzlich auch die Krankheitsbekämpfung. Teil des verantwortungsvollen Umgangs mit Diabetes ist es, den Alltag im Sinne Ihrer körperlichen und seelischen Gesundheit zu gestalten. Mit oder ohne Diabetes ist positive Lebensgestaltung oft eine Frage der Eigeninitiative und Disziplin. Fest steht, dass eine Diabetes-Diagnose keine Minderung Ihres guten Lebensgefühls bedeuten muss.
  • 4. _____________________________________________________________________________ Datum: 25.11.17 Autorin: Meike Zimmermann Quellen: THEWS, MUTSCHLER, VAUPEL (1999): Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie des Menschen. 5 Auflage. 515 ff Diabetes Informationsdienst München https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/ Diabetes News https://www.diabetes-news.de/ Deutsche Diabetes Hilfe https://www.diabetesde.org/ _____________________________________________________________________________