Nahrungsmittel-
Nahrungsmittel-
allergien
allergien
Nahrungsmittelun-
verträglichkeiten
Nahrungsmittel-
allergien
Pseudoallergien
Nahrungsmittelallergien
Nahrungsmittelallergien
 Nicht nur Erscheinung unserer Zeit (400
Nicht nur Erscheinung unserer Zeit (400
v. Chr. Schon von Hippokrates
v. Chr. Schon von Hippokrates
beobachtet und beschrieben)
beobachtet und beschrieben)
 Jeder 10. Bewohner betroffen
Jeder 10. Bewohner betroffen
 Von vielen Unsicherheiten geprägt; keine
Von vielen Unsicherheiten geprägt; keine
klare Zuordnung der Symptome bisher
klare Zuordnung der Symptome bisher
 Unbefriedigende Diagnosemöglichkeit
Unbefriedigende Diagnosemöglichkeit
 Bedeutung des Stillens
Bedeutung des Stillens
Allergische Reaktionen auf
Allergische Reaktionen auf
Lebensmittel und Verstärker
Lebensmittel und Verstärker
 Juckreiz am Gaumen
Juckreiz am Gaumen
 Zusätzliche Entzündungen
Zusätzliche Entzündungen
 Zungenschleimhaut ist
Zungenschleimhaut ist
entzündet
entzündet
 Mundschleimhaut ist
Mundschleimhaut ist
entzündet und verdickt
entzündet und verdickt
 Lippen geschwollen
Lippen geschwollen
 Bläschenbildung im Mund
Bläschenbildung im Mund
 Ödem im Kehlkopfbereich
Ödem im Kehlkopfbereich
(Quincke-Ödem)
(Quincke-Ödem)
 Übelkeit
Übelkeit
 Erbrechen
Erbrechen
Nahrungsmittelallergie
Nahrungsmittelallergie
beeinflussende Faktoren
beeinflussende Faktoren
 Der
Der Sensibilisierungsgrad:
Sensibilisierungsgrad: oft genügen aber
oft genügen aber
kleinste Mengen
kleinste Mengen
 Die
Die Potenz der Allergene
Potenz der Allergene: tierische Produkte
: tierische Produkte
haben eine höhere Allergenität
haben eine höhere Allergenität
 Zustandsform des Allergens
Zustandsform des Allergens: Erhitzen ist
: Erhitzen ist
eine Möglichkeit, manche Allergene
eine Möglichkeit, manche Allergene
unwirksam zu machen
unwirksam zu machen
– Häufig unreif geerntetes Obst auf dem Markt
Häufig unreif geerntetes Obst auf dem Markt
 Aktivität einzelner Organsysteme
Aktivität einzelner Organsysteme:
:
erkrankte Organe reagieren heftiger
erkrankte Organe reagieren heftiger
Nahrungsmittelallergie
Nahrungsmittelallergie
beeinflussende Faktoren
beeinflussende Faktoren
 Additionseffekte:
Additionseffekte: Kreuzreaktionen
Kreuzreaktionen
 Individuelle Reaktionslage
Individuelle Reaktionslage:
:
Hormonlage, psychischer Zustand
Hormonlage, psychischer Zustand
 Aktuelle Erkrankungen
Aktuelle Erkrankungen: zB Infekte
: zB Infekte
erhöhen die Empfindlichkeit
erhöhen die Empfindlichkeit
 Saisonale Einflüsse
Saisonale Einflüsse: in der
: in der
Pollensaison empfindlicher
Pollensaison empfindlicher
 Unspezifische „Triggerfaktoren“ wie
Unspezifische „Triggerfaktoren“ wie
zB körperliche Anstrengung,
zB körperliche Anstrengung,
Alkoholkonsum, Azetylsäure in
Alkoholkonsum, Azetylsäure in
Lebensmitteln oder beides zu vermeiden.
Lebensmitteln oder beides zu vermeiden.
 Umgang mit Nahrungsmitteln
Umgang mit Nahrungsmitteln:
:
Bäckerasthma, Kontaktallergien bei
Bäckerasthma, Kontaktallergien bei
ArtischockenpflückerInnen,
ArtischockenpflückerInnen,
Schimmelpilzallergien bei
Schimmelpilzallergien bei
Käsemeistern,…
Käsemeistern,…
+
Zubereitung bzw.
Zubereitung bzw.
Zustandsform von Allergenen
Zustandsform von Allergenen
 Erhitzen
Erhitzen ist ein Möglichkeit Allergene besser
ist ein Möglichkeit Allergene besser
verträglich zu machen:
verträglich zu machen:
– Hitzelabil: Karotte, Apfel, Pfirsich, Erdbeere,
Hitzelabil: Karotte, Apfel, Pfirsich, Erdbeere,
Marille, Pflaume
Marille, Pflaume
– Bedingt hitzeresistent: Soja, Getreide, Mohn,
Bedingt hitzeresistent: Soja, Getreide, Mohn,
Sonnenblumenkerne
Sonnenblumenkerne
– Hitzestabil: Erdnüsse, andere Nussarten, Sellerie,
Hitzestabil: Erdnüsse, andere Nussarten, Sellerie,
Tomate, die meisten Gewürze
Tomate, die meisten Gewürze
 Kurzgaren und Mikrowelle sind problematisch
Kurzgaren und Mikrowelle sind problematisch
(Kerntemperatur)
(Kerntemperatur)
 Allergenität kann durch Hitzebehandlung
Allergenität kann durch Hitzebehandlung
auch erhöht werden: zB
auch erhöht werden: zB Laktoglobulin in der
Laktoglobulin in der
Milch, Proteine im Fisch, Soja, Reis un Sellerie
Milch, Proteine im Fisch, Soja, Reis un Sellerie
Reifung
Reifung
 Reife
Reife
– Erbsen
Erbsen
– Erdnüsse
Erdnüsse
– Tomaten
Tomaten
– Mangos
Mangos
– Pfeffer haben eine
Pfeffer haben eine
– höhere Allergenität
höhere Allergenität
– als unreife
als unreife
Trennung von
Trennung von
Lebnsmittelinhaltsstoffen
Lebnsmittelinhaltsstoffen
Allergenität ist meist an
Allergenität ist meist an Eiweiß
Eiweiß
gebunden, daher sind
gebunden, daher sind
fraktionierte Lebensmittel meist
fraktionierte Lebensmittel meist
beschwerdefrei zu genießen:
beschwerdefrei zu genießen:
 raffinierte Öle aus Erdnuss oder
raffinierte Öle aus Erdnuss oder
Sonnenblumen mit anderen
Sonnenblumen mit anderen
Bestandteilen
Bestandteilen
 Butter
Butter aus Kuhmilch
aus Kuhmilch
 Stärkeprodukte
Stärkeprodukte aus Getreide
aus Getreide
Die Potenz der Allergene
Die Potenz der Allergene
 Tierische Allergene
Tierische Allergene haben eine höhere
haben eine höhere
Potenz als pflanzliche
Potenz als pflanzliche
 Diese pflanzlichen Allergene weisen jedoch
Diese pflanzlichen Allergene weisen jedoch
eine hohe Potenz auf:
eine hohe Potenz auf:
– Nüsse
Nüsse
– Samen
Samen
– Sellerie
Sellerie
– Erdnüsse
Erdnüsse
– Soja
Soja
– Kiwi
Kiwi
Kreuzreaktionen
Kreuzreaktionen
Kreuzreaktionen
Kreuzreaktionen
 Baumpollen
Baumpollen (Birke, Hasel, Erle) mit:
(Birke, Hasel, Erle) mit:
– Nüssen, Stein- und Kernobst, Kiwi,
Nüssen, Stein- und Kernobst, Kiwi,
roher Sellerie, roher Karotte, roher
roher Sellerie, roher Karotte, roher
Kartoffel (bereits bei Berührung!)
Kartoffel (bereits bei Berührung!)
 Gräser – und Getreidepollen
Gräser – und Getreidepollen mit
mit
– Mehlen, Müsliflocken,
Mehlen, Müsliflocken,
Hülsenfrüchten (Erdnuss, Soja,..)
Hülsenfrüchten (Erdnuss, Soja,..)
 Kräuterpollen
Kräuterpollen mit
mit
– Sellerie, , Kamille,
Sellerie, , Kamille, Gewürze
Gewürze
(Kümmel, Anis, Paprika)
(Kümmel, Anis, Paprika)
 Latex
Latex mit
mit
– Banane, Avocado, Feige, Maroni,
Banane, Avocado, Feige, Maroni,
Kiwi, Mango, Melone, Ananas,
Kiwi, Mango, Melone, Ananas,
Orange, Pfirsich
Orange, Pfirsich
Nahrungsallergene in Obst
Nahrungsallergene in Obst
 Kreuzallergie bei Birkenpollenallergie:
Kreuzallergie bei Birkenpollenallergie:
– Stein- und Kernobst,
Stein- und Kernobst,
– aber auch
aber auch exotische Obstarten
exotische Obstarten
wie Mango, Litschi, Kiwi, Maracuja
wie Mango, Litschi, Kiwi, Maracuja
Allergenität und Küchentechnik
Allergenität und Küchentechnik
– Weniger allergen
Weniger allergen sind geschälte und klein
sind geschälte und klein
geschnittene Apfel, sowie braun
geschnittene Apfel, sowie braun
gewordene Äpfel
gewordene Äpfel
Sortenempfindlichkeit
Sortenempfindlichkeit:
:
 Hoch allergen: Golden Delicious, Granny
Hoch allergen: Golden Delicious, Granny
Smith, Jonagold
Smith, Jonagold
 Weniger allergen: Boscop, Gloster
Weniger allergen: Boscop, Gloster
Nahrungsallergene in Gemüse
Nahrungsallergene in Gemüse
 Allergien beruhen meist auf Kreuzallergien mit Pollenallergieen
Allergien beruhen meist auf Kreuzallergien mit Pollenallergieen
 Allergene in Gemüse meist
Allergene in Gemüse meist hitzeempfindlich
hitzeempfindlich – Ausnahme
– Ausnahme
Sellerie
Sellerie
 Achtung auf Sellerie als Gewürz (Zutatenverzeichnis)
Achtung auf Sellerie als Gewürz (Zutatenverzeichnis)
 Sojabohnen: Achtung bei Getreide – und Gräserpollenallergie:
Sojabohnen: Achtung bei Getreide – und Gräserpollenallergie:
 Vorkommen von Sojabestandteilen
Vorkommen von Sojabestandteilen:
:
– Süsswaren und Dessertprodukte
Süsswaren und Dessertprodukte
– Kryptantigene
Kryptantigene
– Spezielle Nahrungsmittel
Spezielle Nahrungsmittel
– Brot- und Backwaren
Brot- und Backwaren
– Fleisch- und Wurstwaren
Fleisch- und Wurstwaren
– Kindernahrung und Babykost
Kindernahrung und Babykost
– Diätprodukte
Diätprodukte
– Suppen, Salatsaucen, Mayonnaise
Suppen, Salatsaucen, Mayonnaise
– Kaffeeweißer Brotbelag
Kaffeeweißer Brotbelag
– Margarine, Speisefette
Margarine, Speisefette
– Gewürzmischungen
Gewürzmischungen
Achtung:
Achtung: Soja wird auch zur Herstellung des Emulgators
Soja wird auch zur Herstellung des Emulgators
„Lezithin“
„Lezithin“ verwendet (E322)
verwendet (E322)
Empfehlungen für
Empfehlungen für
SojaallergikerInnen
SojaallergikerInnen
 Sojazusatz
Sojazusatz ist auf der
ist auf der
Verpackung gekennzeichnet
Verpackung gekennzeichnet
(Ausnahme lose Backwaren,
(Ausnahme lose Backwaren,
unverpackte Wurst oder
unverpackte Wurst oder
Schokoladenerzeugnisse
Schokoladenerzeugnisse
 Zutatenverzeichnis
Zutatenverzeichnis
lesen
lesen
 Auf Fertigprodukte
Auf Fertigprodukte
verzichten
verzichten
 Brot und Backwaren
Brot und Backwaren
selbst herstellen
selbst herstellen
 Wurstwaren bei
Wurstwaren bei
Fleischhauern des
Fleischhauern des
Vertrauens kaufen
Vertrauens kaufen
 Herstellerinformationen
Herstellerinformationen
anfordern
anfordern
Nüsse, die zu knacken sind…
Nüsse, die zu knacken sind…
Schon kleinste Mengen können
Schon kleinste Mengen können
gefährlich sein!
gefährlich sein!
 Selbst der
Selbst der Kontakt
Kontakt und
und
das
das Einatmen
Einatmen kann
kann
LEBENSGEFÄHRLICH sein
LEBENSGEFÄHRLICH sein
 Hauptproblem sind
Hauptproblem sind
Nussbeimischungen
Nussbeimischungen
 Auch Milchschokolade
Auch Milchschokolade
oder andere Süß- und
oder andere Süß- und
Backwaren können
Backwaren können
Nüsse enthalten, sogar
Nüsse enthalten, sogar
Fleischpasteten
Fleischpasteten
 Hinweise auf Nüsse sind
Hinweise auf Nüsse sind
freiwillig („kann Spuren
freiwillig („kann Spuren
von Erdnussprotein
von Erdnussprotein
enthalten“
enthalten“
Besonders Birkenpollenallergiker
haben gleichzeitig oft eine Nussallergie,
die sich durch Kratzen im Hals, Jucken
bis hin zur Atemnot äußern kann.
Fische und Meeresfrüchte
Fische und Meeresfrüchte
 FischallergikerInnen
FischallergikerInnen
vertragen weder rohen noch
vertragen weder rohen noch
gekochte Fisch
gekochte Fisch
 Garnelen, Humer und Krebse
Garnelen, Humer und Krebse
sowie Muscheln lösen heftige
sowie Muscheln lösen heftige
Allergien aus: Gefahr des
Allergien aus: Gefahr des
anaphylaktischen Schocks
anaphylaktischen Schocks
 Wer auf Fisch allergen ist, darf
Wer auf Fisch allergen ist, darf
auch keine Fischölkapseln
auch keine Fischölkapseln
nehmen
nehmen
 Eier und Hühnerfleisch nur
Eier und Hühnerfleisch nur
dort kaufen, wo kein
dort kaufen, wo kein
Fischmehl verfüttert wird
Fischmehl verfüttert wird
 Migräne und Übelkeit nach
Migräne und Übelkeit nach
Thunfisch aus der Dose kann
Thunfisch aus der Dose kann
auch eine Pseudoallergie sein.
auch eine Pseudoallergie sein.
Fischallergene sind hitzestabil
Salzwasserfische enthalten
aggressivere Allergene
als Süßwasserfische
Kuhmilch als Allergen
Kuhmilch als Allergen
 Zutatenverzeichnis beachten
Zutatenverzeichnis beachten
 Lactosezusatz in Lebensmitten
Lactosezusatz in Lebensmitten
kann noch Milcheiweiß
kann noch Milcheiweiß
enthalten
enthalten
 Stillen bis zum 6.
Stillen bis zum 6.
Lebensmonat
Lebensmonat
 Keine H.A. – Nahrung bei
Keine H.A. – Nahrung bei
Allergieverdacht von
Allergieverdacht von
Säuglingen
Säuglingen
 Auf Calciumquellen achten (zB
Auf Calciumquellen achten (zB
Mineralwasser, Fruchtsäfte,
Mineralwasser, Fruchtsäfte,
Calciumpräparate)
Calciumpräparate)
 Achtung: Manche Produkte
Achtung: Manche Produkte
können sowohl aus Kuhmilch,
können sowohl aus Kuhmilch,
als auch aus Schafmilch
als auch aus Schafmilch
hergestellt werden: zB Feta
hergestellt werden: zB Feta
Kuhmilch enthält mehr als 25
verschiedene Eiweißstoffe,
einige davon sind Allergieauslöser:
-Kasein
-Molkeneiweiße:
- β-Lactoglobulin,
-Α-Lactalbumin,
-Rinderserum-Albumin,
-Immunglobuline
 Bei Kleinen Mengen kann
künstliche Citronensäure im
Gegensatz zu natürlichem
Zitronensaft noch gut
verträglich sein.
 Bei höherer Konzentration
können die katalytischen
Restmengen an Metallionen in
künstlicher Zitronensäure oft
aus dem Herstellungsprozeß
allergische Reaktionen
verstärken.
Hier kann Kuhmilch drin sein…
Hier kann Kuhmilch drin sein…
 Cremesuppen, Soßen, Eis, Pudding
Cremesuppen, Soßen, Eis, Pudding
 Feinkostsalate, Mayonnaise, Senf, Ketchup
Feinkostsalate, Mayonnaise, Senf, Ketchup
 Brot, Backwaren, Gebäck und Kuchen
Brot, Backwaren, Gebäck und Kuchen
 Wurstwaren
Wurstwaren
 Liköre
Liköre
 Milchersatzprodukte wie Milchweißer,
Milchersatzprodukte wie Milchweißer,
Brotbelag, Schlagoberssprühschaum
Brotbelag, Schlagoberssprühschaum
 Körperpflegemittel, wie zB Molkenbad,
Körperpflegemittel, wie zB Molkenbad,
Babypuder
Babypuder
Bei Allergie gegenüber Molkeneiweiß
Bei Allergie gegenüber Molkeneiweiß
mit geringem Sensibilisierungsgrad
mit geringem Sensibilisierungsgrad
 Häufig verträglich:
Häufig verträglich:
– Butter
Butter
– Creme fraiche
Creme fraiche
– Schlagobers
Schlagobers
– Dosenmilch
Dosenmilch
 Möglicherweise verträglich:
Möglicherweise verträglich:
– Sehr fette Käsesorten
Sehr fette Käsesorten
– Doppelrahmfrischkäse
Doppelrahmfrischkäse
– Weichkäse mit hohem Fettgehalt
Weichkäse mit hohem Fettgehalt
– H-Milch
H-Milch
– Abgekochte Trinkmilch
Abgekochte Trinkmilch
– Joghurt
Joghurt
– Topfen
Topfen
Allergie gegenüber Hühnerei
Allergie gegenüber Hühnerei
 Allergie geht meist vom Eiklar aus
Allergie geht meist vom Eiklar aus
 Es gibt einen hitzestabilen als auch
Es gibt einen hitzestabilen als auch
einen hitzeempfindlichen
einen hitzeempfindlichen
Eiweißbestandteil
Eiweißbestandteil
 Ev. Kreuzreaktionen mit
Ev. Kreuzreaktionen mit
Vogelfedern, oder bei Kontakt mit
Vogelfedern, oder bei Kontakt mit
Papageien bzw. Ziervögeln
Papageien bzw. Ziervögeln
 Auch Hühnerfleisch und Putenfleisch
Auch Hühnerfleisch und Putenfleisch
und Eier anderer Tierarten sind bei
und Eier anderer Tierarten sind bei
hoher Empfindlichkeit nicht möglich
hoher Empfindlichkeit nicht möglich
 Auch „eifreie Produkte“ dürfen Ei
Auch „eifreie Produkte“ dürfen Ei
enthalten (zB bei Nudeln)
enthalten (zB bei Nudeln)
 Ei-Ersatzprodukte aus Soja sind eine
Ei-Ersatzprodukte aus Soja sind eine
Alternative
Alternative
 Auf der Kennzeichnung oft auch als:
Auf der Kennzeichnung oft auch als:
– Fremdprotein
Fremdprotein
– Flüssigei
Flüssigei
– Trockeneiweiß
Trockeneiweiß
– Lezithin
Lezithin
Ei ist vielseitig verwendbar
Ei ist vielseitig verwendbar
 Aufläufe, Teigwaren, Knödel, Puffer
Aufläufe, Teigwaren, Knödel, Puffer
 Margarine, Mayonnaise
Margarine, Mayonnaise
 Soßen, Suppen
Soßen, Suppen
 Speiseeis
Speiseeis
 Gebäck, Kuchen
Gebäck, Kuchen
 Pralinen
Pralinen
 Liköre
Liköre
 Brühen, Wein, Säfte (Ei dient dabei zum
Brühen, Wein, Säfte (Ei dient dabei zum
Klären, Spuren können zurück bleiben)
Klären, Spuren können zurück bleiben)
Allergene Gewürze
Allergene Gewürze
Bildquelle: AID 1415 (2000); S. 29
Pseudoallergien
Pseudoallergien
Häufige Pseudoallergene (1)
Häufige Pseudoallergene (1)
 Zusatzstoffe
Zusatzstoffe
– Benzoesäure (E-210- E219): in Fertigsalaten, Fischmarinaden,
Benzoesäure (E-210- E219): in Fertigsalaten, Fischmarinaden,
Sauerkonserven
Sauerkonserven
– Schwefeldioxid (E220 – E228): in Trockenobst und –gemüse,
Schwefeldioxid (E220 – E228): in Trockenobst und –gemüse,
Kartoffelerzeugnissen, Wein
Kartoffelerzeugnissen, Wein
– Azofarbstoff Tartrazin (E 102) in Süßwaren, Puddingpulver,
Azofarbstoff Tartrazin (E 102) in Süßwaren, Puddingpulver,
Senf, Spirituosen
Senf, Spirituosen
– Geschmacksverstärker Glutamat
Geschmacksverstärker Glutamat
 Benzoate und Salizylate
Benzoate und Salizylate natürlicher Herkunft
natürlicher Herkunft
– Beerenobst
Beerenobst
– Gewürze
Gewürze
 Noch unbekannte
Noch unbekannte Histamine
Histamine freisetzende Stoffe
freisetzende Stoffe
– Erdbeeren
Erdbeeren
Häufige Pseudoallergene (2)
Häufige Pseudoallergene (2)
 Biogene Amine
Biogene Amine
– Histamine
Histamine
– Tyramin
Tyramin
– Serotonin
Serotonin
 Papain als Weichmacherenzym für Fleisch
Papain als Weichmacherenzym für Fleisch
und als Bierfärbemittel
und als Bierfärbemittel
 Lektine sind Eiweißstoffe, die Enzymfunktion
Lektine sind Eiweißstoffe, die Enzymfunktion
haben, aber selbst keine sind
haben, aber selbst keine sind
Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an
biogenen Aminen
Histamin: Fischkonseven, Rohwürste,
Käse, Sauerkraut, Rotwein
Tyramin: Käse, Fischkonserven,
Sauerkraut, Schokolade
Serotonin: Walnüsse, Bananen, Ananas
Bildquelle: AID 1415 (2000); S. 29
Wie entwickelt sich eine
Wie entwickelt sich eine
Pseudoallergie?
Pseudoallergie?
 keine Antikörper
keine Antikörper vom
vom Typ IgE
Typ IgE
an der Reaktion mit den
an der Reaktion mit den
Nahrungsmitteln beteiligt.
Nahrungsmitteln beteiligt.
 Histamin freigesetzt
Histamin freigesetzt.
.
 Verschiedene Lebensmittel wie
Verschiedene Lebensmittel wie
Erdbeeren oder Tomaten
Erdbeeren oder Tomaten setzen
setzen
Histamin
Histamin direkt frei.
direkt frei.
 Einige Lebensmittel
Einige Lebensmittel enthalten
enthalten
Histamin
Histamin
 N
Nahrungsmittelzusatzstoffe
ahrungsmittelzusatzstoffe
können (Konservierungsstoffe,
können (Konservierungsstoffe,
Farbstoffe,
Farbstoffe,
Geschmacksverstärker)
Geschmacksverstärker)
allergieähnliche Zustände
allergieähnliche Zustände
auslösen.
auslösen.
 Eine andere Form der
Eine andere Form der
Unverträglichkeit ist ein
Unverträglichkeit ist ein
Enzymmangel
Enzymmangel.
.
Unterschied zwischen Allergie
Unterschied zwischen Allergie
und Unverträglichkeit am
und Unverträglichkeit am
Beispiel Milch
Beispiel Milch
1.
1. Auf der Basis der Allergie:
Auf der Basis der Allergie:
Milcheiweiße Kasein und
Milcheiweiße Kasein und
Molkeneiweiße
Molkeneiweiße
2
2. Auf Basis eines Enzymmangels:
. Auf Basis eines Enzymmangels:
Laktoseunverträglichkeit
Laktoseunverträglichkeit
Kontaktallergien
Kontaktallergien
 Eine Kontaktallergie ist eine unerwünschte
Eine Kontaktallergie ist eine unerwünschte
Überempfindlichkeit von Hautzellen gegen den
Überempfindlichkeit von Hautzellen gegen den
Kontakt mit einem bestimmten Stoff.
Kontakt mit einem bestimmten Stoff.
 Häufige Kontaktallergene sind Metalle (Nickel,
Häufige Kontaktallergene sind Metalle (Nickel,
Kobalt), Chromate, Perubalsam und Naturlatex
Kobalt), Chromate, Perubalsam und Naturlatex
 Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von natürlichen
Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von natürlichen
und künstlich hergestellten Stoffen, die als mögliche
und künstlich hergestellten Stoffen, die als mögliche
Kontaktallergene eingestuft werden.
Kontaktallergene eingestuft werden.
Symptome
Symptome
 Rötung, Anschwellen, Bläschen oder Juckreiz an der
Rötung, Anschwellen, Bläschen oder Juckreiz an der
Kontaktstelle.
Kontaktstelle.
 Diese Reaktion tritt häufig erst nach mehreren
Diese Reaktion tritt häufig erst nach mehreren
Stunden, ja sogar 1 - 2 Tagen nach dem Kontakt des
Stunden, ja sogar 1 - 2 Tagen nach dem Kontakt des
betreffenden Stoffes mit der Haut auf.
betreffenden Stoffes mit der Haut auf.
 Die Hautrötung geht zurück, es bilden sich
Die Hautrötung geht zurück, es bilden sich
Hautschuppen.
Hautschuppen.
 Wenn der allergene Reiz nicht ausgeschaltet wird und
Wenn der allergene Reiz nicht ausgeschaltet wird und
weiterwirkt, kann eine Kontaktallergie auch chronisch
weiterwirkt, kann eine Kontaktallergie auch chronisch
werden.
werden.
Schimmelpilzallergie
Schimmelpilzallergie
(meist Lebensmittel)
(meist Lebensmittel)
 Eine Schimmelpilzallergie ist eine
Eine Schimmelpilzallergie ist eine
Überempfindlichkeit auf die Sporen von
Überempfindlichkeit auf die Sporen von
Schimmelpilzen. Besonders bei Verzehr.
Schimmelpilzen. Besonders bei Verzehr.
 Bei Kontakt mit menschlichen
Bei Kontakt mit menschlichen
Schleimhäuten setzen die Sporen
Schleimhäuten setzen die Sporen
Substanzen frei, die bei dem Allergiker z.
Substanzen frei, die bei dem Allergiker z.
B. Fließschnupfen, Husten, Niesanfälle,
B. Fließschnupfen, Husten, Niesanfälle,
Nesselfieber oder Asthma auslösen.
Nesselfieber oder Asthma auslösen.
 Die wichtigsten, allergieauslösenden
Die wichtigsten, allergieauslösenden
Schimmelpilze sind Aspergillus,
Schimmelpilze sind Aspergillus,
Cladosporium und Alternaria.
Cladosporium und Alternaria.
Tipps zur Unterstützung einer
Tipps zur Unterstützung einer
Allergiebehandlung
Allergiebehandlung
 Haus und Wohnung so oft wie möglich
Haus und Wohnung so oft wie möglich
lüften
lüften
 Luftbefeuchter an Heizkörpern
Luftbefeuchter an Heizkörpern
entfernen
entfernen
 Auf Stockflecken hinter Schränken,
Auf Stockflecken hinter Schränken,
Kacheln, Holzverkleidungen achten
Kacheln, Holzverkleidungen achten
 Wasserschäden, schlechte Drainage
Wasserschäden, schlechte Drainage
und Kondenswasserbildung im Haus
und Kondenswasserbildung im Haus
oder der Wohnung sofort beheben.
oder der Wohnung sofort beheben.
Tipps zur Unterstützung einer
Tipps zur Unterstützung einer
Allergiebehandlung bei Schimmelallergie
Allergiebehandlung bei Schimmelallergie
 Zimmerpflanzen (besonders
Zimmerpflanzen (besonders
in Hydrokultur) entfernen.
in Hydrokultur) entfernen.
 Keine Küchenabfälle liegen
Keine Küchenabfälle liegen
lassen.
lassen.
 Obst und Gemüse nur im
Obst und Gemüse nur im
Kühlschrank lagern.
Kühlschrank lagern.
 Kühlschrank häufig
Kühlschrank häufig
reinigen
reinigen
 Mit schimmelpilzallergenen
Mit schimmelpilzallergenen
Kindern keine
Kindern keine
Gartenarbeiten
Gartenarbeiten
durchführen
durchführen
Kontaktallergien (1)
Kontaktallergien (1)
 Kurzzeitige
Kurzzeitige Henna-Tatoos
Henna-Tatoos, so genannte
, so genannte
Temptoos, bergen gefährliche Allergierisiken
Temptoos, bergen gefährliche Allergierisiken
durch Paraphenylendiamin (PPD)
durch Paraphenylendiamin (PPD)
 Nickel-, Chrom- und Kobaltverbindungen
Nickel-, Chrom- und Kobaltverbindungen:
:
Nickel in Legierungen in Modeschmuck,
Nickel in Legierungen in Modeschmuck,
Münzen, Knöpfe, Verschlüsse, Gürtelschnallen
Münzen, Knöpfe, Verschlüsse, Gürtelschnallen
Bestecken, Kochgeschirr, Wasserleitungen,
Bestecken, Kochgeschirr, Wasserleitungen,
Rauch, Lebensmittel,…
Rauch, Lebensmittel,…
 Medikamente
Medikamente
 Gummihilfsstoffe
Gummihilfsstoffe
Kontaktallergien (2)
Kontaktallergien (2)
 Reinigungsmittel
Reinigungsmittel und
und
Kosmetikprodukte
Kosmetikprodukte
 Haarfärbemittel
Haarfärbemittel
 Kleidungsstücke
Kleidungsstücke, die
, die
Farbstoffe oder Formaldehyd
Farbstoffe oder Formaldehyd
enthalten
enthalten
 Phototoxische Reaktionen
Phototoxische Reaktionen
( früher Sonnenallergie): Hier
( früher Sonnenallergie): Hier
reagiert der Körper auf
reagiert der Körper auf
Giftstoffe, die durch
Giftstoffe, die durch
Sonneneinwirkung entstehen
Sonneneinwirkung entstehen
(Kosmetika, Lichtschutzmittel,
(Kosmetika, Lichtschutzmittel,
Parfums, Medikamente,
Parfums, Medikamente,
Nahrungsmittel,
Nahrungsmittel,
Pflanzenwirkstoffe).
Pflanzenwirkstoffe).
Kontaktekzem durch Modeschmuck
Kontaktekzem durch Piercing
Kontaktekzem durch Reinigungsmittel verursacht
Achtung auf Knöpfe, Verschlüsse, Schnallen,…
15-20% der Bevölkerung leiden unter Kontakallergien
http://www.stern.de/wissenschaft/medizin/5
71257.html?backref=%2Fwissenschaft%2F
medizin%2F%3AKontaktallergien-Gef%25C
3%25A4hrliche-Ber%25C3%25BChrungen
%2F571256.html&cp=3
Nickel in Lebensmitteln
Nickel in Lebensmitteln
In Konserven, Spargel, Pilzen, Zwiebeln,
In Konserven, Spargel, Pilzen, Zwiebeln,
Getreidekörnern, Spinat, Tomaten,
Getreidekörnern, Spinat, Tomaten,
Bohnen, Erbsen, Vollkornmehl, Birnen,
Bohnen, Erbsen, Vollkornmehl, Birnen,
Erdbeeren, Rhabarber, Tee, Schokolade,
Erdbeeren, Rhabarber, Tee, Schokolade,
Kakao und Backpulver
Kakao und Backpulver
Tipps bei einer Neigung zu
Tipps bei einer Neigung zu
Kontaktallergien
Kontaktallergien
 Individuelle Schutzmaßnahmen
Individuelle Schutzmaßnahmen ergreifen:
ergreifen:
Schutzhandschuhe, Hautschutzschaum oder
Schutzhandschuhe, Hautschutzschaum oder
Hautschutzsalben.
Hautschutzsalben.
 Zur Hautpflege
Zur Hautpflege seifenfreie Syndets
seifenfreie Syndets (pH-Wert zwischen
(pH-Wert zwischen
5 und 6,5) und rückfettende Bäder verwenden.
5 und 6,5) und rückfettende Bäder verwenden.
 Nach jedem Waschvorgang sollte der
Nach jedem Waschvorgang sollte der
Hautschutzmantel
Hautschutzmantel wieder hergestellt werden
wieder hergestellt werden
 Neue Kosmetikprodukte zuerst 3 Tage
Neue Kosmetikprodukte zuerst 3 Tage testen
testen
 Auch
Auch natürlich
natürlich vorkommende Stoffe wie Vanillin,
vorkommende Stoffe wie Vanillin,
Zimtaldehyd, Perubalsam oder Eichenmoosöl können
Zimtaldehyd, Perubalsam oder Eichenmoosöl können
Allergien auslösen.
Allergien auslösen.
Allergien gegen Milben
Allergien gegen Milben
 Höchste Konzentration von Milben im
Höchste Konzentration von Milben im
Kopfpolster
Kopfpolster
 1 Teelöffel Schlafzimmerstaub enthält ca.
1 Teelöffel Schlafzimmerstaub enthält ca.
1000 Milben
1000 Milben
 Allergie beruht auf einer
Allergie beruht auf einer
Unverträglichkeit mit dem Kot der
Unverträglichkeit mit dem Kot der
Hausstaubmilbe
Hausstaubmilbe
 Kreuzreaktionen mit Schalentiere möglich
Kreuzreaktionen mit Schalentiere möglich
Allergien gegen Milben
Allergien gegen Milben
Abhilfe
Abhilfe
 Milbendichte Matratzen-Abdeckungen
Milbendichte Matratzen-Abdeckungen
 Regelmäßige Reinigung (häufig feucht aufwischen), womit der
Regelmäßige Reinigung (häufig feucht aufwischen), womit der
allergieauslösende Kot entfernt wird,
allergieauslösende Kot entfernt wird,
 Lüften (reduziert die Luftfeuchtigkeit und transportiert viele der
Lüften (reduziert die Luftfeuchtigkeit und transportiert viele der
in der Luft schwebenden Kotkügelchen nach draußen)
in der Luft schwebenden Kotkügelchen nach draußen)
 Waschen der Bettwäsche bei 90 Grad
Waschen der Bettwäsche bei 90 Grad
 Befallene Stofftiere können 24 Stunden lang in der Tiefkühltruhe
Befallene Stofftiere können 24 Stunden lang in der Tiefkühltruhe
eingelagert werden, müssen aber in Folie verpackt werden und
eingelagert werden, müssen aber in Folie verpackt werden und
auch bis zum vollständigen Auftauen darin belassen werden.
auch bis zum vollständigen Auftauen darin belassen werden.
 Über 1700 Höhenmetern haben die Milben keine günstigen
Über 1700 Höhenmetern haben die Milben keine günstigen
Lebensbedingungen mehr.
Lebensbedingungen mehr.
– Hochgebirgsaufenthalte können deshalb Allergikern Linderung
Hochgebirgsaufenthalte können deshalb Allergikern Linderung
verschaffen. Höhenluft enthält weniger Luftfeuchtigkeit, was
verschaffen. Höhenluft enthält weniger Luftfeuchtigkeit, was
Milben nicht mögen.
Milben nicht mögen.
0,1 bis 0,5 mm groß, 8 Beine, weltweit ca. 150 Arten
Die Hausstaubmilbe
Allergien gegen Tierspeichel
Allergien gegen Tierspeichel
und Hautschuppen
und Hautschuppen
 Speichel wird durch die
Speichel wird durch die
Fellpflege auf die Haare
Fellpflege auf die Haare
verteilt
verteilt
 Katzenhaarallergene
Katzenhaarallergene
gehören zu den potenten
gehören zu den potenten
Allergenen
Allergenen
 Achtung bei
Achtung bei
Tierhaarteppichen, Pelzen,
Tierhaarteppichen, Pelzen,
Rosshaarmatratzen, …
Rosshaarmatratzen, …
 Maßnahmen
Maßnahmen
– Katzenhygiene
Katzenhygiene
– Keine Tiere im Bett
Keine Tiere im Bett
– Häufige Verwendung des
Häufige Verwendung des
Dampfreinigers
Dampfreinigers
Maßnahmen für die schulische
Maßnahmen für die schulische
Praxis
Praxis
 Elterninformation schriftlich
Elterninformation schriftlich
einholen
einholen
 Allergiehinweise bei Kinder
Allergiehinweise bei Kinder
schriftlich festhalten
schriftlich festhalten
 Absolute Sauberkeit in der
Absolute Sauberkeit in der
Schulküche
Schulküche
 Kinder mit hoher Bereitschaft
Kinder mit hoher Bereitschaft
mit Handschuhen arbeiten
mit Handschuhen arbeiten
lassen
lassen
 Kinder nicht zum Essen
Kinder nicht zum Essen
zwingen
zwingen
 Sich vergewissern, dass
Sich vergewissern, dass
asthmatische Kinder ihren
asthmatische Kinder ihren
Spray mithaben
Spray mithaben
Der Spray sollte bereit sein…
Maßnahmen für die schulische
Maßnahmen für die schulische
Praxis
Praxis
 Je weniger die Nahrung industriell bearbeitet ist, umso eher kann
Je weniger die Nahrung industriell bearbeitet ist, umso eher kann
man verborgenen Allergenen entgehen.
man verborgenen Allergenen entgehen.
 Messer, Bretter nach der Bearbeitung gut reinigen – auch kleinste
Messer, Bretter nach der Bearbeitung gut reinigen – auch kleinste
Mengen können zum anaphylaktischen Schock führen
Mengen können zum anaphylaktischen Schock führen
 Kreuzreaktionen beachten
Kreuzreaktionen beachten
 Rohe Lebensmittel haben eine höhere Allergenität als gegarte
Rohe Lebensmittel haben eine höhere Allergenität als gegarte
 Verstärkt die Zutatenliste beachten – E-Nummernliste gehört zum
Verstärkt die Zutatenliste beachten – E-Nummernliste gehört zum
Kücheninventar.
Kücheninventar.
 Faktoren, die eine allergische Reaktion verstärken können
Faktoren, die eine allergische Reaktion verstärken können
(Schimmelpilze, biogene Amine) im Schulküchenbereich
(Schimmelpilze, biogene Amine) im Schulküchenbereich
vermeiden
vermeiden
– Müll nach jeder Gruppe entsorgen
Müll nach jeder Gruppe entsorgen
– Lüften
Lüften
– Aufbewahren von Lebensmitteln
Aufbewahren von Lebensmitteln
 Das Thema Allergie im Unterricht ganzheitlich bearbeiten (also
Das Thema Allergie im Unterricht ganzheitlich bearbeiten (also
auch Aspekte der Körperpflege, des Wohnens etc. miteinbeziehen)
auch Aspekte der Körperpflege, des Wohnens etc. miteinbeziehen)
Weitere Informationen
Weitere Informationen
 http://www.bfr.bund.de/cm/232/
http://www.bfr.bund.de/cm/232/
verbrauchernahe_produkte_und_kontak
verbrauchernahe_produkte_und_kontak
tallergien.pdf
tallergien.pdf

Allergien.Allergien,Teil 23. Häufige Allergene im Alltag

  • 1.
  • 2.
  • 3.
    Nahrungsmittelallergien Nahrungsmittelallergien  Nicht nurErscheinung unserer Zeit (400 Nicht nur Erscheinung unserer Zeit (400 v. Chr. Schon von Hippokrates v. Chr. Schon von Hippokrates beobachtet und beschrieben) beobachtet und beschrieben)  Jeder 10. Bewohner betroffen Jeder 10. Bewohner betroffen  Von vielen Unsicherheiten geprägt; keine Von vielen Unsicherheiten geprägt; keine klare Zuordnung der Symptome bisher klare Zuordnung der Symptome bisher  Unbefriedigende Diagnosemöglichkeit Unbefriedigende Diagnosemöglichkeit  Bedeutung des Stillens Bedeutung des Stillens
  • 4.
    Allergische Reaktionen auf AllergischeReaktionen auf Lebensmittel und Verstärker Lebensmittel und Verstärker  Juckreiz am Gaumen Juckreiz am Gaumen  Zusätzliche Entzündungen Zusätzliche Entzündungen  Zungenschleimhaut ist Zungenschleimhaut ist entzündet entzündet  Mundschleimhaut ist Mundschleimhaut ist entzündet und verdickt entzündet und verdickt  Lippen geschwollen Lippen geschwollen  Bläschenbildung im Mund Bläschenbildung im Mund  Ödem im Kehlkopfbereich Ödem im Kehlkopfbereich (Quincke-Ödem) (Quincke-Ödem)  Übelkeit Übelkeit  Erbrechen Erbrechen
  • 5.
    Nahrungsmittelallergie Nahrungsmittelallergie beeinflussende Faktoren beeinflussende Faktoren Der Der Sensibilisierungsgrad: Sensibilisierungsgrad: oft genügen aber oft genügen aber kleinste Mengen kleinste Mengen  Die Die Potenz der Allergene Potenz der Allergene: tierische Produkte : tierische Produkte haben eine höhere Allergenität haben eine höhere Allergenität  Zustandsform des Allergens Zustandsform des Allergens: Erhitzen ist : Erhitzen ist eine Möglichkeit, manche Allergene eine Möglichkeit, manche Allergene unwirksam zu machen unwirksam zu machen – Häufig unreif geerntetes Obst auf dem Markt Häufig unreif geerntetes Obst auf dem Markt  Aktivität einzelner Organsysteme Aktivität einzelner Organsysteme: : erkrankte Organe reagieren heftiger erkrankte Organe reagieren heftiger
  • 6.
    Nahrungsmittelallergie Nahrungsmittelallergie beeinflussende Faktoren beeinflussende Faktoren Additionseffekte: Additionseffekte: Kreuzreaktionen Kreuzreaktionen  Individuelle Reaktionslage Individuelle Reaktionslage: : Hormonlage, psychischer Zustand Hormonlage, psychischer Zustand  Aktuelle Erkrankungen Aktuelle Erkrankungen: zB Infekte : zB Infekte erhöhen die Empfindlichkeit erhöhen die Empfindlichkeit  Saisonale Einflüsse Saisonale Einflüsse: in der : in der Pollensaison empfindlicher Pollensaison empfindlicher  Unspezifische „Triggerfaktoren“ wie Unspezifische „Triggerfaktoren“ wie zB körperliche Anstrengung, zB körperliche Anstrengung, Alkoholkonsum, Azetylsäure in Alkoholkonsum, Azetylsäure in Lebensmitteln oder beides zu vermeiden. Lebensmitteln oder beides zu vermeiden.  Umgang mit Nahrungsmitteln Umgang mit Nahrungsmitteln: : Bäckerasthma, Kontaktallergien bei Bäckerasthma, Kontaktallergien bei ArtischockenpflückerInnen, ArtischockenpflückerInnen, Schimmelpilzallergien bei Schimmelpilzallergien bei Käsemeistern,… Käsemeistern,… +
  • 7.
    Zubereitung bzw. Zubereitung bzw. Zustandsformvon Allergenen Zustandsform von Allergenen  Erhitzen Erhitzen ist ein Möglichkeit Allergene besser ist ein Möglichkeit Allergene besser verträglich zu machen: verträglich zu machen: – Hitzelabil: Karotte, Apfel, Pfirsich, Erdbeere, Hitzelabil: Karotte, Apfel, Pfirsich, Erdbeere, Marille, Pflaume Marille, Pflaume – Bedingt hitzeresistent: Soja, Getreide, Mohn, Bedingt hitzeresistent: Soja, Getreide, Mohn, Sonnenblumenkerne Sonnenblumenkerne – Hitzestabil: Erdnüsse, andere Nussarten, Sellerie, Hitzestabil: Erdnüsse, andere Nussarten, Sellerie, Tomate, die meisten Gewürze Tomate, die meisten Gewürze  Kurzgaren und Mikrowelle sind problematisch Kurzgaren und Mikrowelle sind problematisch (Kerntemperatur) (Kerntemperatur)  Allergenität kann durch Hitzebehandlung Allergenität kann durch Hitzebehandlung auch erhöht werden: zB auch erhöht werden: zB Laktoglobulin in der Laktoglobulin in der Milch, Proteine im Fisch, Soja, Reis un Sellerie Milch, Proteine im Fisch, Soja, Reis un Sellerie
  • 8.
    Reifung Reifung  Reife Reife – Erbsen Erbsen –Erdnüsse Erdnüsse – Tomaten Tomaten – Mangos Mangos – Pfeffer haben eine Pfeffer haben eine – höhere Allergenität höhere Allergenität – als unreife als unreife
  • 9.
    Trennung von Trennung von Lebnsmittelinhaltsstoffen Lebnsmittelinhaltsstoffen Allergenitätist meist an Allergenität ist meist an Eiweiß Eiweiß gebunden, daher sind gebunden, daher sind fraktionierte Lebensmittel meist fraktionierte Lebensmittel meist beschwerdefrei zu genießen: beschwerdefrei zu genießen:  raffinierte Öle aus Erdnuss oder raffinierte Öle aus Erdnuss oder Sonnenblumen mit anderen Sonnenblumen mit anderen Bestandteilen Bestandteilen  Butter Butter aus Kuhmilch aus Kuhmilch  Stärkeprodukte Stärkeprodukte aus Getreide aus Getreide
  • 10.
    Die Potenz derAllergene Die Potenz der Allergene  Tierische Allergene Tierische Allergene haben eine höhere haben eine höhere Potenz als pflanzliche Potenz als pflanzliche  Diese pflanzlichen Allergene weisen jedoch Diese pflanzlichen Allergene weisen jedoch eine hohe Potenz auf: eine hohe Potenz auf: – Nüsse Nüsse – Samen Samen – Sellerie Sellerie – Erdnüsse Erdnüsse – Soja Soja – Kiwi Kiwi
  • 11.
  • 12.
    Kreuzreaktionen Kreuzreaktionen  Baumpollen Baumpollen (Birke,Hasel, Erle) mit: (Birke, Hasel, Erle) mit: – Nüssen, Stein- und Kernobst, Kiwi, Nüssen, Stein- und Kernobst, Kiwi, roher Sellerie, roher Karotte, roher roher Sellerie, roher Karotte, roher Kartoffel (bereits bei Berührung!) Kartoffel (bereits bei Berührung!)  Gräser – und Getreidepollen Gräser – und Getreidepollen mit mit – Mehlen, Müsliflocken, Mehlen, Müsliflocken, Hülsenfrüchten (Erdnuss, Soja,..) Hülsenfrüchten (Erdnuss, Soja,..)  Kräuterpollen Kräuterpollen mit mit – Sellerie, , Kamille, Sellerie, , Kamille, Gewürze Gewürze (Kümmel, Anis, Paprika) (Kümmel, Anis, Paprika)  Latex Latex mit mit – Banane, Avocado, Feige, Maroni, Banane, Avocado, Feige, Maroni, Kiwi, Mango, Melone, Ananas, Kiwi, Mango, Melone, Ananas, Orange, Pfirsich Orange, Pfirsich
  • 13.
    Nahrungsallergene in Obst Nahrungsallergenein Obst  Kreuzallergie bei Birkenpollenallergie: Kreuzallergie bei Birkenpollenallergie: – Stein- und Kernobst, Stein- und Kernobst, – aber auch aber auch exotische Obstarten exotische Obstarten wie Mango, Litschi, Kiwi, Maracuja wie Mango, Litschi, Kiwi, Maracuja Allergenität und Küchentechnik Allergenität und Küchentechnik – Weniger allergen Weniger allergen sind geschälte und klein sind geschälte und klein geschnittene Apfel, sowie braun geschnittene Apfel, sowie braun gewordene Äpfel gewordene Äpfel Sortenempfindlichkeit Sortenempfindlichkeit: :  Hoch allergen: Golden Delicious, Granny Hoch allergen: Golden Delicious, Granny Smith, Jonagold Smith, Jonagold  Weniger allergen: Boscop, Gloster Weniger allergen: Boscop, Gloster
  • 14.
    Nahrungsallergene in Gemüse Nahrungsallergenein Gemüse  Allergien beruhen meist auf Kreuzallergien mit Pollenallergieen Allergien beruhen meist auf Kreuzallergien mit Pollenallergieen  Allergene in Gemüse meist Allergene in Gemüse meist hitzeempfindlich hitzeempfindlich – Ausnahme – Ausnahme Sellerie Sellerie  Achtung auf Sellerie als Gewürz (Zutatenverzeichnis) Achtung auf Sellerie als Gewürz (Zutatenverzeichnis)  Sojabohnen: Achtung bei Getreide – und Gräserpollenallergie: Sojabohnen: Achtung bei Getreide – und Gräserpollenallergie:  Vorkommen von Sojabestandteilen Vorkommen von Sojabestandteilen: : – Süsswaren und Dessertprodukte Süsswaren und Dessertprodukte – Kryptantigene Kryptantigene – Spezielle Nahrungsmittel Spezielle Nahrungsmittel – Brot- und Backwaren Brot- und Backwaren – Fleisch- und Wurstwaren Fleisch- und Wurstwaren – Kindernahrung und Babykost Kindernahrung und Babykost – Diätprodukte Diätprodukte – Suppen, Salatsaucen, Mayonnaise Suppen, Salatsaucen, Mayonnaise – Kaffeeweißer Brotbelag Kaffeeweißer Brotbelag – Margarine, Speisefette Margarine, Speisefette – Gewürzmischungen Gewürzmischungen Achtung: Achtung: Soja wird auch zur Herstellung des Emulgators Soja wird auch zur Herstellung des Emulgators „Lezithin“ „Lezithin“ verwendet (E322) verwendet (E322)
  • 15.
    Empfehlungen für Empfehlungen für SojaallergikerInnen SojaallergikerInnen Sojazusatz Sojazusatz ist auf der ist auf der Verpackung gekennzeichnet Verpackung gekennzeichnet (Ausnahme lose Backwaren, (Ausnahme lose Backwaren, unverpackte Wurst oder unverpackte Wurst oder Schokoladenerzeugnisse Schokoladenerzeugnisse  Zutatenverzeichnis Zutatenverzeichnis lesen lesen  Auf Fertigprodukte Auf Fertigprodukte verzichten verzichten  Brot und Backwaren Brot und Backwaren selbst herstellen selbst herstellen  Wurstwaren bei Wurstwaren bei Fleischhauern des Fleischhauern des Vertrauens kaufen Vertrauens kaufen  Herstellerinformationen Herstellerinformationen anfordern anfordern
  • 16.
    Nüsse, die zuknacken sind… Nüsse, die zu knacken sind… Schon kleinste Mengen können Schon kleinste Mengen können gefährlich sein! gefährlich sein!  Selbst der Selbst der Kontakt Kontakt und und das das Einatmen Einatmen kann kann LEBENSGEFÄHRLICH sein LEBENSGEFÄHRLICH sein  Hauptproblem sind Hauptproblem sind Nussbeimischungen Nussbeimischungen  Auch Milchschokolade Auch Milchschokolade oder andere Süß- und oder andere Süß- und Backwaren können Backwaren können Nüsse enthalten, sogar Nüsse enthalten, sogar Fleischpasteten Fleischpasteten  Hinweise auf Nüsse sind Hinweise auf Nüsse sind freiwillig („kann Spuren freiwillig („kann Spuren von Erdnussprotein von Erdnussprotein enthalten“ enthalten“ Besonders Birkenpollenallergiker haben gleichzeitig oft eine Nussallergie, die sich durch Kratzen im Hals, Jucken bis hin zur Atemnot äußern kann.
  • 17.
    Fische und Meeresfrüchte Fischeund Meeresfrüchte  FischallergikerInnen FischallergikerInnen vertragen weder rohen noch vertragen weder rohen noch gekochte Fisch gekochte Fisch  Garnelen, Humer und Krebse Garnelen, Humer und Krebse sowie Muscheln lösen heftige sowie Muscheln lösen heftige Allergien aus: Gefahr des Allergien aus: Gefahr des anaphylaktischen Schocks anaphylaktischen Schocks  Wer auf Fisch allergen ist, darf Wer auf Fisch allergen ist, darf auch keine Fischölkapseln auch keine Fischölkapseln nehmen nehmen  Eier und Hühnerfleisch nur Eier und Hühnerfleisch nur dort kaufen, wo kein dort kaufen, wo kein Fischmehl verfüttert wird Fischmehl verfüttert wird  Migräne und Übelkeit nach Migräne und Übelkeit nach Thunfisch aus der Dose kann Thunfisch aus der Dose kann auch eine Pseudoallergie sein. auch eine Pseudoallergie sein. Fischallergene sind hitzestabil Salzwasserfische enthalten aggressivere Allergene als Süßwasserfische
  • 18.
    Kuhmilch als Allergen Kuhmilchals Allergen  Zutatenverzeichnis beachten Zutatenverzeichnis beachten  Lactosezusatz in Lebensmitten Lactosezusatz in Lebensmitten kann noch Milcheiweiß kann noch Milcheiweiß enthalten enthalten  Stillen bis zum 6. Stillen bis zum 6. Lebensmonat Lebensmonat  Keine H.A. – Nahrung bei Keine H.A. – Nahrung bei Allergieverdacht von Allergieverdacht von Säuglingen Säuglingen  Auf Calciumquellen achten (zB Auf Calciumquellen achten (zB Mineralwasser, Fruchtsäfte, Mineralwasser, Fruchtsäfte, Calciumpräparate) Calciumpräparate)  Achtung: Manche Produkte Achtung: Manche Produkte können sowohl aus Kuhmilch, können sowohl aus Kuhmilch, als auch aus Schafmilch als auch aus Schafmilch hergestellt werden: zB Feta hergestellt werden: zB Feta Kuhmilch enthält mehr als 25 verschiedene Eiweißstoffe, einige davon sind Allergieauslöser: -Kasein -Molkeneiweiße: - β-Lactoglobulin, -Α-Lactalbumin, -Rinderserum-Albumin, -Immunglobuline
  • 19.
     Bei KleinenMengen kann künstliche Citronensäure im Gegensatz zu natürlichem Zitronensaft noch gut verträglich sein.  Bei höherer Konzentration können die katalytischen Restmengen an Metallionen in künstlicher Zitronensäure oft aus dem Herstellungsprozeß allergische Reaktionen verstärken.
  • 20.
    Hier kann Kuhmilchdrin sein… Hier kann Kuhmilch drin sein…  Cremesuppen, Soßen, Eis, Pudding Cremesuppen, Soßen, Eis, Pudding  Feinkostsalate, Mayonnaise, Senf, Ketchup Feinkostsalate, Mayonnaise, Senf, Ketchup  Brot, Backwaren, Gebäck und Kuchen Brot, Backwaren, Gebäck und Kuchen  Wurstwaren Wurstwaren  Liköre Liköre  Milchersatzprodukte wie Milchweißer, Milchersatzprodukte wie Milchweißer, Brotbelag, Schlagoberssprühschaum Brotbelag, Schlagoberssprühschaum  Körperpflegemittel, wie zB Molkenbad, Körperpflegemittel, wie zB Molkenbad, Babypuder Babypuder
  • 21.
    Bei Allergie gegenüberMolkeneiweiß Bei Allergie gegenüber Molkeneiweiß mit geringem Sensibilisierungsgrad mit geringem Sensibilisierungsgrad  Häufig verträglich: Häufig verträglich: – Butter Butter – Creme fraiche Creme fraiche – Schlagobers Schlagobers – Dosenmilch Dosenmilch  Möglicherweise verträglich: Möglicherweise verträglich: – Sehr fette Käsesorten Sehr fette Käsesorten – Doppelrahmfrischkäse Doppelrahmfrischkäse – Weichkäse mit hohem Fettgehalt Weichkäse mit hohem Fettgehalt – H-Milch H-Milch – Abgekochte Trinkmilch Abgekochte Trinkmilch – Joghurt Joghurt – Topfen Topfen
  • 22.
    Allergie gegenüber Hühnerei Allergiegegenüber Hühnerei  Allergie geht meist vom Eiklar aus Allergie geht meist vom Eiklar aus  Es gibt einen hitzestabilen als auch Es gibt einen hitzestabilen als auch einen hitzeempfindlichen einen hitzeempfindlichen Eiweißbestandteil Eiweißbestandteil  Ev. Kreuzreaktionen mit Ev. Kreuzreaktionen mit Vogelfedern, oder bei Kontakt mit Vogelfedern, oder bei Kontakt mit Papageien bzw. Ziervögeln Papageien bzw. Ziervögeln  Auch Hühnerfleisch und Putenfleisch Auch Hühnerfleisch und Putenfleisch und Eier anderer Tierarten sind bei und Eier anderer Tierarten sind bei hoher Empfindlichkeit nicht möglich hoher Empfindlichkeit nicht möglich  Auch „eifreie Produkte“ dürfen Ei Auch „eifreie Produkte“ dürfen Ei enthalten (zB bei Nudeln) enthalten (zB bei Nudeln)  Ei-Ersatzprodukte aus Soja sind eine Ei-Ersatzprodukte aus Soja sind eine Alternative Alternative  Auf der Kennzeichnung oft auch als: Auf der Kennzeichnung oft auch als: – Fremdprotein Fremdprotein – Flüssigei Flüssigei – Trockeneiweiß Trockeneiweiß – Lezithin Lezithin
  • 23.
    Ei ist vielseitigverwendbar Ei ist vielseitig verwendbar  Aufläufe, Teigwaren, Knödel, Puffer Aufläufe, Teigwaren, Knödel, Puffer  Margarine, Mayonnaise Margarine, Mayonnaise  Soßen, Suppen Soßen, Suppen  Speiseeis Speiseeis  Gebäck, Kuchen Gebäck, Kuchen  Pralinen Pralinen  Liköre Liköre  Brühen, Wein, Säfte (Ei dient dabei zum Brühen, Wein, Säfte (Ei dient dabei zum Klären, Spuren können zurück bleiben) Klären, Spuren können zurück bleiben)
  • 24.
  • 25.
  • 26.
    Häufige Pseudoallergene (1) HäufigePseudoallergene (1)  Zusatzstoffe Zusatzstoffe – Benzoesäure (E-210- E219): in Fertigsalaten, Fischmarinaden, Benzoesäure (E-210- E219): in Fertigsalaten, Fischmarinaden, Sauerkonserven Sauerkonserven – Schwefeldioxid (E220 – E228): in Trockenobst und –gemüse, Schwefeldioxid (E220 – E228): in Trockenobst und –gemüse, Kartoffelerzeugnissen, Wein Kartoffelerzeugnissen, Wein – Azofarbstoff Tartrazin (E 102) in Süßwaren, Puddingpulver, Azofarbstoff Tartrazin (E 102) in Süßwaren, Puddingpulver, Senf, Spirituosen Senf, Spirituosen – Geschmacksverstärker Glutamat Geschmacksverstärker Glutamat  Benzoate und Salizylate Benzoate und Salizylate natürlicher Herkunft natürlicher Herkunft – Beerenobst Beerenobst – Gewürze Gewürze  Noch unbekannte Noch unbekannte Histamine Histamine freisetzende Stoffe freisetzende Stoffe – Erdbeeren Erdbeeren
  • 27.
    Häufige Pseudoallergene (2) HäufigePseudoallergene (2)  Biogene Amine Biogene Amine – Histamine Histamine – Tyramin Tyramin – Serotonin Serotonin  Papain als Weichmacherenzym für Fleisch Papain als Weichmacherenzym für Fleisch und als Bierfärbemittel und als Bierfärbemittel  Lektine sind Eiweißstoffe, die Enzymfunktion Lektine sind Eiweißstoffe, die Enzymfunktion haben, aber selbst keine sind haben, aber selbst keine sind
  • 28.
    Lebensmittel mit einemhohen Gehalt an biogenen Aminen Histamin: Fischkonseven, Rohwürste, Käse, Sauerkraut, Rotwein Tyramin: Käse, Fischkonserven, Sauerkraut, Schokolade Serotonin: Walnüsse, Bananen, Ananas Bildquelle: AID 1415 (2000); S. 29
  • 29.
    Wie entwickelt sicheine Wie entwickelt sich eine Pseudoallergie? Pseudoallergie?  keine Antikörper keine Antikörper vom vom Typ IgE Typ IgE an der Reaktion mit den an der Reaktion mit den Nahrungsmitteln beteiligt. Nahrungsmitteln beteiligt.  Histamin freigesetzt Histamin freigesetzt. .  Verschiedene Lebensmittel wie Verschiedene Lebensmittel wie Erdbeeren oder Tomaten Erdbeeren oder Tomaten setzen setzen Histamin Histamin direkt frei. direkt frei.  Einige Lebensmittel Einige Lebensmittel enthalten enthalten Histamin Histamin  N Nahrungsmittelzusatzstoffe ahrungsmittelzusatzstoffe können (Konservierungsstoffe, können (Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker) Geschmacksverstärker) allergieähnliche Zustände allergieähnliche Zustände auslösen. auslösen.  Eine andere Form der Eine andere Form der Unverträglichkeit ist ein Unverträglichkeit ist ein Enzymmangel Enzymmangel. . Unterschied zwischen Allergie Unterschied zwischen Allergie und Unverträglichkeit am und Unverträglichkeit am Beispiel Milch Beispiel Milch 1. 1. Auf der Basis der Allergie: Auf der Basis der Allergie: Milcheiweiße Kasein und Milcheiweiße Kasein und Molkeneiweiße Molkeneiweiße 2 2. Auf Basis eines Enzymmangels: . Auf Basis eines Enzymmangels: Laktoseunverträglichkeit Laktoseunverträglichkeit
  • 31.
    Kontaktallergien Kontaktallergien  Eine Kontaktallergieist eine unerwünschte Eine Kontaktallergie ist eine unerwünschte Überempfindlichkeit von Hautzellen gegen den Überempfindlichkeit von Hautzellen gegen den Kontakt mit einem bestimmten Stoff. Kontakt mit einem bestimmten Stoff.  Häufige Kontaktallergene sind Metalle (Nickel, Häufige Kontaktallergene sind Metalle (Nickel, Kobalt), Chromate, Perubalsam und Naturlatex Kobalt), Chromate, Perubalsam und Naturlatex  Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von natürlichen Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von natürlichen und künstlich hergestellten Stoffen, die als mögliche und künstlich hergestellten Stoffen, die als mögliche Kontaktallergene eingestuft werden. Kontaktallergene eingestuft werden.
  • 32.
    Symptome Symptome  Rötung, Anschwellen,Bläschen oder Juckreiz an der Rötung, Anschwellen, Bläschen oder Juckreiz an der Kontaktstelle. Kontaktstelle.  Diese Reaktion tritt häufig erst nach mehreren Diese Reaktion tritt häufig erst nach mehreren Stunden, ja sogar 1 - 2 Tagen nach dem Kontakt des Stunden, ja sogar 1 - 2 Tagen nach dem Kontakt des betreffenden Stoffes mit der Haut auf. betreffenden Stoffes mit der Haut auf.  Die Hautrötung geht zurück, es bilden sich Die Hautrötung geht zurück, es bilden sich Hautschuppen. Hautschuppen.  Wenn der allergene Reiz nicht ausgeschaltet wird und Wenn der allergene Reiz nicht ausgeschaltet wird und weiterwirkt, kann eine Kontaktallergie auch chronisch weiterwirkt, kann eine Kontaktallergie auch chronisch werden. werden.
  • 33.
    Schimmelpilzallergie Schimmelpilzallergie (meist Lebensmittel) (meist Lebensmittel) Eine Schimmelpilzallergie ist eine Eine Schimmelpilzallergie ist eine Überempfindlichkeit auf die Sporen von Überempfindlichkeit auf die Sporen von Schimmelpilzen. Besonders bei Verzehr. Schimmelpilzen. Besonders bei Verzehr.  Bei Kontakt mit menschlichen Bei Kontakt mit menschlichen Schleimhäuten setzen die Sporen Schleimhäuten setzen die Sporen Substanzen frei, die bei dem Allergiker z. Substanzen frei, die bei dem Allergiker z. B. Fließschnupfen, Husten, Niesanfälle, B. Fließschnupfen, Husten, Niesanfälle, Nesselfieber oder Asthma auslösen. Nesselfieber oder Asthma auslösen.  Die wichtigsten, allergieauslösenden Die wichtigsten, allergieauslösenden Schimmelpilze sind Aspergillus, Schimmelpilze sind Aspergillus, Cladosporium und Alternaria. Cladosporium und Alternaria.
  • 34.
    Tipps zur Unterstützungeiner Tipps zur Unterstützung einer Allergiebehandlung Allergiebehandlung  Haus und Wohnung so oft wie möglich Haus und Wohnung so oft wie möglich lüften lüften  Luftbefeuchter an Heizkörpern Luftbefeuchter an Heizkörpern entfernen entfernen  Auf Stockflecken hinter Schränken, Auf Stockflecken hinter Schränken, Kacheln, Holzverkleidungen achten Kacheln, Holzverkleidungen achten  Wasserschäden, schlechte Drainage Wasserschäden, schlechte Drainage und Kondenswasserbildung im Haus und Kondenswasserbildung im Haus oder der Wohnung sofort beheben. oder der Wohnung sofort beheben.
  • 35.
    Tipps zur Unterstützungeiner Tipps zur Unterstützung einer Allergiebehandlung bei Schimmelallergie Allergiebehandlung bei Schimmelallergie  Zimmerpflanzen (besonders Zimmerpflanzen (besonders in Hydrokultur) entfernen. in Hydrokultur) entfernen.  Keine Küchenabfälle liegen Keine Küchenabfälle liegen lassen. lassen.  Obst und Gemüse nur im Obst und Gemüse nur im Kühlschrank lagern. Kühlschrank lagern.  Kühlschrank häufig Kühlschrank häufig reinigen reinigen  Mit schimmelpilzallergenen Mit schimmelpilzallergenen Kindern keine Kindern keine Gartenarbeiten Gartenarbeiten durchführen durchführen
  • 36.
    Kontaktallergien (1) Kontaktallergien (1) Kurzzeitige Kurzzeitige Henna-Tatoos Henna-Tatoos, so genannte , so genannte Temptoos, bergen gefährliche Allergierisiken Temptoos, bergen gefährliche Allergierisiken durch Paraphenylendiamin (PPD) durch Paraphenylendiamin (PPD)  Nickel-, Chrom- und Kobaltverbindungen Nickel-, Chrom- und Kobaltverbindungen: : Nickel in Legierungen in Modeschmuck, Nickel in Legierungen in Modeschmuck, Münzen, Knöpfe, Verschlüsse, Gürtelschnallen Münzen, Knöpfe, Verschlüsse, Gürtelschnallen Bestecken, Kochgeschirr, Wasserleitungen, Bestecken, Kochgeschirr, Wasserleitungen, Rauch, Lebensmittel,… Rauch, Lebensmittel,…  Medikamente Medikamente  Gummihilfsstoffe Gummihilfsstoffe
  • 37.
    Kontaktallergien (2) Kontaktallergien (2) Reinigungsmittel Reinigungsmittel und und Kosmetikprodukte Kosmetikprodukte  Haarfärbemittel Haarfärbemittel  Kleidungsstücke Kleidungsstücke, die , die Farbstoffe oder Formaldehyd Farbstoffe oder Formaldehyd enthalten enthalten  Phototoxische Reaktionen Phototoxische Reaktionen ( früher Sonnenallergie): Hier ( früher Sonnenallergie): Hier reagiert der Körper auf reagiert der Körper auf Giftstoffe, die durch Giftstoffe, die durch Sonneneinwirkung entstehen Sonneneinwirkung entstehen (Kosmetika, Lichtschutzmittel, (Kosmetika, Lichtschutzmittel, Parfums, Medikamente, Parfums, Medikamente, Nahrungsmittel, Nahrungsmittel, Pflanzenwirkstoffe). Pflanzenwirkstoffe).
  • 38.
  • 39.
  • 40.
  • 41.
    Achtung auf Knöpfe,Verschlüsse, Schnallen,… 15-20% der Bevölkerung leiden unter Kontakallergien
  • 42.
  • 43.
    Nickel in Lebensmitteln Nickelin Lebensmitteln In Konserven, Spargel, Pilzen, Zwiebeln, In Konserven, Spargel, Pilzen, Zwiebeln, Getreidekörnern, Spinat, Tomaten, Getreidekörnern, Spinat, Tomaten, Bohnen, Erbsen, Vollkornmehl, Birnen, Bohnen, Erbsen, Vollkornmehl, Birnen, Erdbeeren, Rhabarber, Tee, Schokolade, Erdbeeren, Rhabarber, Tee, Schokolade, Kakao und Backpulver Kakao und Backpulver
  • 44.
    Tipps bei einerNeigung zu Tipps bei einer Neigung zu Kontaktallergien Kontaktallergien  Individuelle Schutzmaßnahmen Individuelle Schutzmaßnahmen ergreifen: ergreifen: Schutzhandschuhe, Hautschutzschaum oder Schutzhandschuhe, Hautschutzschaum oder Hautschutzsalben. Hautschutzsalben.  Zur Hautpflege Zur Hautpflege seifenfreie Syndets seifenfreie Syndets (pH-Wert zwischen (pH-Wert zwischen 5 und 6,5) und rückfettende Bäder verwenden. 5 und 6,5) und rückfettende Bäder verwenden.  Nach jedem Waschvorgang sollte der Nach jedem Waschvorgang sollte der Hautschutzmantel Hautschutzmantel wieder hergestellt werden wieder hergestellt werden  Neue Kosmetikprodukte zuerst 3 Tage Neue Kosmetikprodukte zuerst 3 Tage testen testen  Auch Auch natürlich natürlich vorkommende Stoffe wie Vanillin, vorkommende Stoffe wie Vanillin, Zimtaldehyd, Perubalsam oder Eichenmoosöl können Zimtaldehyd, Perubalsam oder Eichenmoosöl können Allergien auslösen. Allergien auslösen.
  • 45.
    Allergien gegen Milben Allergiengegen Milben  Höchste Konzentration von Milben im Höchste Konzentration von Milben im Kopfpolster Kopfpolster  1 Teelöffel Schlafzimmerstaub enthält ca. 1 Teelöffel Schlafzimmerstaub enthält ca. 1000 Milben 1000 Milben  Allergie beruht auf einer Allergie beruht auf einer Unverträglichkeit mit dem Kot der Unverträglichkeit mit dem Kot der Hausstaubmilbe Hausstaubmilbe  Kreuzreaktionen mit Schalentiere möglich Kreuzreaktionen mit Schalentiere möglich
  • 46.
    Allergien gegen Milben Allergiengegen Milben Abhilfe Abhilfe  Milbendichte Matratzen-Abdeckungen Milbendichte Matratzen-Abdeckungen  Regelmäßige Reinigung (häufig feucht aufwischen), womit der Regelmäßige Reinigung (häufig feucht aufwischen), womit der allergieauslösende Kot entfernt wird, allergieauslösende Kot entfernt wird,  Lüften (reduziert die Luftfeuchtigkeit und transportiert viele der Lüften (reduziert die Luftfeuchtigkeit und transportiert viele der in der Luft schwebenden Kotkügelchen nach draußen) in der Luft schwebenden Kotkügelchen nach draußen)  Waschen der Bettwäsche bei 90 Grad Waschen der Bettwäsche bei 90 Grad  Befallene Stofftiere können 24 Stunden lang in der Tiefkühltruhe Befallene Stofftiere können 24 Stunden lang in der Tiefkühltruhe eingelagert werden, müssen aber in Folie verpackt werden und eingelagert werden, müssen aber in Folie verpackt werden und auch bis zum vollständigen Auftauen darin belassen werden. auch bis zum vollständigen Auftauen darin belassen werden.  Über 1700 Höhenmetern haben die Milben keine günstigen Über 1700 Höhenmetern haben die Milben keine günstigen Lebensbedingungen mehr. Lebensbedingungen mehr. – Hochgebirgsaufenthalte können deshalb Allergikern Linderung Hochgebirgsaufenthalte können deshalb Allergikern Linderung verschaffen. Höhenluft enthält weniger Luftfeuchtigkeit, was verschaffen. Höhenluft enthält weniger Luftfeuchtigkeit, was Milben nicht mögen. Milben nicht mögen.
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    0,1 bis 0,5mm groß, 8 Beine, weltweit ca. 150 Arten Die Hausstaubmilbe
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    Allergien gegen Tierspeichel Allergiengegen Tierspeichel und Hautschuppen und Hautschuppen  Speichel wird durch die Speichel wird durch die Fellpflege auf die Haare Fellpflege auf die Haare verteilt verteilt  Katzenhaarallergene Katzenhaarallergene gehören zu den potenten gehören zu den potenten Allergenen Allergenen  Achtung bei Achtung bei Tierhaarteppichen, Pelzen, Tierhaarteppichen, Pelzen, Rosshaarmatratzen, … Rosshaarmatratzen, …  Maßnahmen Maßnahmen – Katzenhygiene Katzenhygiene – Keine Tiere im Bett Keine Tiere im Bett – Häufige Verwendung des Häufige Verwendung des Dampfreinigers Dampfreinigers
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    Maßnahmen für dieschulische Maßnahmen für die schulische Praxis Praxis  Elterninformation schriftlich Elterninformation schriftlich einholen einholen  Allergiehinweise bei Kinder Allergiehinweise bei Kinder schriftlich festhalten schriftlich festhalten  Absolute Sauberkeit in der Absolute Sauberkeit in der Schulküche Schulküche  Kinder mit hoher Bereitschaft Kinder mit hoher Bereitschaft mit Handschuhen arbeiten mit Handschuhen arbeiten lassen lassen  Kinder nicht zum Essen Kinder nicht zum Essen zwingen zwingen  Sich vergewissern, dass Sich vergewissern, dass asthmatische Kinder ihren asthmatische Kinder ihren Spray mithaben Spray mithaben Der Spray sollte bereit sein…
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    Maßnahmen für dieschulische Maßnahmen für die schulische Praxis Praxis  Je weniger die Nahrung industriell bearbeitet ist, umso eher kann Je weniger die Nahrung industriell bearbeitet ist, umso eher kann man verborgenen Allergenen entgehen. man verborgenen Allergenen entgehen.  Messer, Bretter nach der Bearbeitung gut reinigen – auch kleinste Messer, Bretter nach der Bearbeitung gut reinigen – auch kleinste Mengen können zum anaphylaktischen Schock führen Mengen können zum anaphylaktischen Schock führen  Kreuzreaktionen beachten Kreuzreaktionen beachten  Rohe Lebensmittel haben eine höhere Allergenität als gegarte Rohe Lebensmittel haben eine höhere Allergenität als gegarte  Verstärkt die Zutatenliste beachten – E-Nummernliste gehört zum Verstärkt die Zutatenliste beachten – E-Nummernliste gehört zum Kücheninventar. Kücheninventar.  Faktoren, die eine allergische Reaktion verstärken können Faktoren, die eine allergische Reaktion verstärken können (Schimmelpilze, biogene Amine) im Schulküchenbereich (Schimmelpilze, biogene Amine) im Schulküchenbereich vermeiden vermeiden – Müll nach jeder Gruppe entsorgen Müll nach jeder Gruppe entsorgen – Lüften Lüften – Aufbewahren von Lebensmitteln Aufbewahren von Lebensmitteln  Das Thema Allergie im Unterricht ganzheitlich bearbeiten (also Das Thema Allergie im Unterricht ganzheitlich bearbeiten (also auch Aspekte der Körperpflege, des Wohnens etc. miteinbeziehen) auch Aspekte der Körperpflege, des Wohnens etc. miteinbeziehen)
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    Weitere Informationen Weitere Informationen http://www.bfr.bund.de/cm/232/ http://www.bfr.bund.de/cm/232/ verbrauchernahe_produkte_und_kontak verbrauchernahe_produkte_und_kontak tallergien.pdf tallergien.pdf

Hinweis der Redaktion

  • #29 Wie entwickelt sich eine Nahrungsmittelunverträglichkeit? Im Gegensatz zur Allergie kommt es bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit zu keiner Immunreaktion. Das heißt, es sind keine Antikörper vom Typ IgE an der Reaktion mit den Nahrungsmitteln beteiligt. Trotzdem wird das Gewebshormon Histamin freigesetzt. Dies geschieht direkt durch pharmakologische Wirkung:  Verschiedene Lebensmittel wie Erdbeeren oder Tomaten setzen Histamin direkt frei. Einige Lebensmittel enthalten Histamin (zum Beispiel Käse, Wein, Fischkonserven, Sauerkraut) und dieses entfaltet seine pharmakologische Wirkung. Selten können Nahrungsmittelzusatzstoffe (Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker) allergieähnliche Zustände auslösen. Eine andere Form der Unverträglichkeit ist ein Enzymmangel. Zum Beispiel: Unverträglichkeit von Milch bei einem Mangel an dem Enzym Laktase, das für die Milchzuckerverdauung notwendig ist. Das Beispiel Milch verdeutlicht den Unterschied zwischen Allergie und Unverträglichkeit: Es gibt Kuhmilchunverträglichkeit sowohl auf der Basis der Allergie, also immunologisch vermittelt, wie auch auf Basis eines Enzymmangels, der zu einer Verdauungsstörung führt, die nichts mit Allergie zu tun hat. Bei der Allergie verträgt der Patient überhaupt keine Milch, und es kommt sofort zu Beschwerden. Bei Unverträglichkeit kann der Patient oft noch kleine Mengen Milch zu sich nehmen.  
  • #31 Eine Kontaktallergie ist eine unerwünschte Überempfindlichkeit von Hautzellen gegen den Kontakt mit einem bestimmten Stoff. Häufige Kontaktallergene sind Metalle (Nickel, Kobalt), Chromate, Perubalsam und Naturlatex. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von natürlichen und künstlich hergestellten Stoffen, die als mögliche Kontaktallergene eingestuft werden. Typische Symptome einer Kontaktallergie sind Rötung, Anschwellen, Bläschen oder Juckreiz an der Kontaktstelle. Diese Reaktion tritt häufig erst nach mehreren Stunden, ja sogar 1 - 2 Tagen nach dem Kontakt des betreffenden Stoffes mit der Haut auf. Wenn der Einfluss des Allergens aufhört (man z. B. die Ohrringe abnimmt oder das allergenverdächtige Kleidungsstück auszieht), klingen die Beschwerden ab. Die Hautrötung geht zurück, es bilden sich Hautschuppen. Wenn der allergene Reiz nicht ausgeschaltet wird und weiterwirkt, kann eine Kontaktallergie auch chronisch werden. Diagnose und Therapie Wenn der Verdacht auf eine Kontaktallergie besteht, sollte zuerst mit einem Arzt geklärt werden wann, wo und unter welchen Bedingungen die Beschwerden auftreten. Dabei sollte auch auf Tiere und eingenommene Medikamente geachtet werden. Hilfreich ist auch die Angabe, ob in der Familie bereits Allergien aufgetreten sind. Als Test für Kontaktallergien ist vor allem der Epikutantest geeignet. Dabei werden Pflaster auf die Oberarme oder den Rücken aufgeklebt, die mit den in Frage kommenden Allergenen getränkt sind. Bewertet wird das Testergebnis nach 48 und 72 Stunden anhand der Hautreaktion.
  • #36 Kurzzeitige Henna-Tatoos, so genannte Temptoos, bergen gefährliche Allergierisiken. Reines Henna wird von den meisten Menschen gut vertragen, aber die kurzzeitigen Hautbilder enthalten meist noch Paraphenylendiamin (PPD)), einen schwarzer Farbstoff, der den Tätowierungen zusätzliche Farbe verleiht und für eine schnellere Trocknung des Bildes sorgt. Die Nickelallergie ist eine der häufigsten Kontaktallergien: Vorkommen von Nickel: Nickel kommt in Nahrungsmitteln und nickelhaltigen Metall-legierungen vor. Allergische Symptome können durch den Hautkontakt beispielsweise Modeschmuck, Kochgeschirr, Wasserleitungen, Konservendosen oder Werkzeuge), das Einatmen nickelhaltigen Rauches (Zigaretten) oder durch Verzehr nickelhaltiger Lebensmittel hervorgerufen werden. Oft reichen auch hier schon kleinste Mengen, um die Beschwerden auszulösen.
  • #44 Tipps bei Kontaktekzem Den Kontakt mit dem Allergen unbedingt und konsequent vermeiden. Dies kann einen Arbeitsplatzwechsel oder den Verzicht auf ein bestimmtes Hobby bedeuten. Individuelle Schutzmaßnahmen ergreifen: Schutzhandschuhe, Hautschutzschaum oder Hautschutzsalben. Zur Hautpflege seifenfreie Syndets (pH-Wert zwischen 5 und 6,5) und rückfettende Bäder verwenden. Nach jedem Waschvorgang sollte der Hautschutzmantel durch entsprechende Pflegemaßnahmen (rückfettende Öle, Salben etc.) wiederhergestellt werden. Bestehende Hautekzeme werden unter lokalem Einsatz von Medikamenten (Kortison, Ichthyol- und Teerpräparate, nichtsteroidale Antiphlogistika) behandelt. Folgeerkrankungen wie Hautinfektionen durch Pilze und Bakterien müssen gesondert behandelt werden.
  • #45 Maßnahmen zur Verminderung von Allergiesymptomen sind milbendichte Matratzen-Encasings, regelmäßige Reinigung (häufig feucht aufwischen), womit der allergieauslösende Kot entfernt wird, Lüften (reduziert die Luftfeuchtigkeit und transportiert viele der in der Luft schwebenden Kotkügelchen nach draußen) und wöchentliches Waschen der Bettwäsche bei 90 Grad. Wassertemperaturen über 60 Grad nämlich töten Hausstaubmilben; bei 40 Grad dagegen werden nur 6,5 Prozent der Tiere getötet; effektiv aber soll sein, nach dem Waschen die Wäsche zweimal für mindestens drei Minuten mit kaltem Wasser auszuspülen.[3] Befallene Stofftiere können 24 Stunden lang in der Tiefkühltruhe eingelagert werden, müssen aber in Folie verpackt werden und auch bis zum vollständigen Auftauen darin belassen werden. Außerdem sollten die gefrosteten Textilien nach dem Auftauen gewaschen werden um die Milbenleichen und den Kot, der oftmals der Allergieträger ist, zu entfernen. Ferner wird geraten, "Staubfänger" (Pflanzen, Vorhänge, offene Regale), Rauchen im Haus, möglichst auch Polstermöbel und Teppiche zu vermeiden. Auf der Internetseite eines Staubsaugerherstellers wird der Tipp gegeben, befallene Bettwaren von Zeit zu Zeit in eine Plastikfolie zu stecken und mittels des Staubsaugers dann für circa eine Viertelstunde zu evakuieren. Durch den entstehenden Unterdruck würden die Tiere absterben. Die Maßnahme kann zumindest keinen Schaden verursachen und ist chemiefrei, über die Resultate liegen hier noch keine Erkenntnisse vor. Pilzbekämpfungsmittel können die Nahrungsgrundlage der Milben zerstören. Manchmal wird das aus dem Niembaum gewonnene Öl zur Bekämpfung empfohlen. Seit einiger Zeit gibt es auch ein Antimilbenmittel auf rein mineralischer Basis, welches die Milbenkopulation stoppt und die Eiablage verhindert. Die Wirksamkeit der Mittel ist umstritten [4][5][6]. Spezielle Ökologie [Bearbeiten] Über 1200, nach anderen Aussagen über 1700 Höhenmetern haben die Milben keine günstigen Lebensbedingungen mehr. Hochgebirgsaufenthalte können deshalb Allergikern Linderung verschaffen. Höhenluft enthält weniger Luftfeuchtigkeit, was Milben nicht mögen.
  • #49  Allergien können auch beim Kontakt mit Kleidungsstücken entstehen. Allergieauslöser sind häufig Farbstoffe oder Formaldehyd. Letzteres wird  verwendet, damit  Kleidungsstücke nicht knittern. "Da die meisten Textilien  importiert sind, haben wir keinen Einfluss auf die Qualitätsstandards", bedauert Dr. Schnuch. Er rät deshalb dazu, Kleidung bereits vor dem ersten Tragen zu waschen.