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Mobiles Training von persönlichen Begleiterinnen
und Begleitern zur alltags- und lebensnahen
Unterstützung von Menschen mit Behinderungen
und älteren Menschen
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Modul: Hygiene
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Struktur
• Teil 1: Hygiene
• Teil 2: Infektion
• Teil 3: Desinfektion / Selbstschutz
• Teil 4: Desinfektion der Hände
• Teil 5: individuelle Hygiene– Dusche
• Teil 6: individuelle Hygiene– Vollbad –
Teilbad
• Teil 7: Nahrungsverweigerung von
Patienten, die an Demenz leiden
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Teil 1
• Hygiene
– Definition
– Ziele
– Infektionsquellen
– Beispiele für Infektionskrankheiten
– Individualhygiene / Körperhygiene
• Duschen / Waschen
• Zahnhygiene
• Haarhygiene
• Bekleidungshygiene/ Arbeitsbekleidung
• Nagelpflege
• Handschuhe
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Der PCG erhält Grundlagenwissen über
allgemeine Hygienegrundlagen, wie er sich selbst
vor Infektionen schützen kann und wie und
durch welche gezielten Maßnahmen der PCG
eine Infektion des zu Betreuenden verhindern
kann.
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Hygiene – Definition
• Hygiene ist die wissenschaftliche Lehre von der Verhütung der
Krankheit und der Erhaltung und Festigung der Gesundheit.
• sie umfasst alle Umstände und Praktiken, Lifestyle-Themen,
Räumlichkeiten und Rohstoffe, die eine sichere und gesunde
Umwelt gewährleisten
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• Gesundheit zu erhalten ( körperlich, seelisch, geistig und
sozial )
• Krankheit vorzubeugen
• die Entstehung und Ausbreitung von Krankheiten zu
verhindern
• Einflüsse der Umwelt auf die Gesundheit des Menschen zu
prüfen und Maßnahmen zu ergreifen, die ihr Wohlergehen
fördern
Hygiene – Ziele
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Hygiene – Infektionsquellen (Empfänger)
1. direkter Übertragungsweg:
– Kontakt - / Schmierfunktion >( fäkal / oral )
– Tröpfcheninfektion >( aerogen )
– Nahrungsmittel und Wasser >( alimentär )
– Blut >( hämatogen )
2. indirekter Übertragungsweg:
– Hände
– Zwischenwirte
– unbelebte Infektionsquellen
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Hygiene – Infektionsbeispiele
• Kontaktinfektion » nach dem Toilettengang nicht die Hände
gewaschen
• Schmierinfektion » falsche Wischtechnik bei der Intimpflege (
von hinten nach vorn )
• Tröpfcheninfektion » feuchte Aussprache, husten oder niesen
über offene Wunden oder in das Gesicht
des Gegenüber
• Nahrungsmittel » Salmonellen belastete Lebensmittel
• Blut » Infektion durch eine beschmutzte
Spritzennadel
• Hände » durch die Hände verschleppte Keime
• Zwischenwirte » CC - Fliege, Zecke
• Unbelebte
Infektionsquellen » alle alltäglich benutzten Gegenstände
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Übertragung von der
Infektionsquelle
direkt auf den Empfänger
Beispiele des direkten
Übertragungsweges
Kontakt - / Schmierinfektion
( fäkal / oral )
Harnwegsinfektion durch
Darmbakterien
am Blasenkatheter
Tröpfcheninfektion
( aerogen )
Tuberkulose durch beim
Husten verbreitete
Tuberkelbakterien
Nahrungsmittel und Wasser
( alimentär )
Gastroenteritis infolge
Salmonellenübertragung in
Eiprodukten
Blut
( hämatogen)
Hepatitis B infolge
Verletzung
mit gebrauchter, infizierter
Kanüle
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direkt auf den Empfänger
Hände Pneumonie durch
Darmbakterien des
PCG bei
ungenügender
Händedesinfektion
Zwischenwirte durch die Zecke übertragendes-
Frühsommer- Mengino-
Enzephalitis - Virus
unbelebte Infektionsquellen Pneumonie nach
Inhalationstherapie mit
Verneblerwasser
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Hygiene – individuell / persönlich
• Ziel der persönlichen Hygiene ist das Vermeiden der
Übertragung von Keimen. ( Keimverschleppung )
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Körperhygiene:
Duschen / Waschen
• Beseitigung von Anflugschmutz, Hautausscheidungen,
Abstoßungen
• Duschen = idealer Reinigungsvorgang
• ungünstig : Waschhilfsmittel wie Bürsten und Schwämme,
wegen der Besiedlung von Bakterien
• geeignet : Waschlappen, da sie durch regelmäßiges auskochen
wieder keimfrei werden
• Gemeinschaftshandtücher, wegen Keimübertragung ablehnen
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Körperhygiene:
Zahnpflege
• konsequente Durchführung = Verminderung der
Karieshäufigkeit
• keine zu harte Zahnbürste verwenden
» Verletzungsgefahr des Zahnfleisches
• regelmäßiges ersetzen der Zahnbürste / Veränderung der
Borsten
• Mundgeruch vermeiden ! ( Rauchen, Essen )
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Körperhygiene:
Haarhygiene
• sauber und gepflegt
• lange Haare zusammenbinden
• nicht mit den Händen durch die Haare
• Bartpflege
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Körperhygiene:
Bekleidungshygiene / Arbeitsbekleidung
• häufig wechseln / täglich
• schmutzige / saubere / private Kleidung getrennt
• ausschließlich im Arbeitsbereich tragen !!!
• Schutzkleidung
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Körperhygiene:
Nagelpflege
• kurze, saubere, gefeilte Fingernägel
• keinen Nagellack
• Verletzungsgefahr
• Verkeimungsgefahr
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Körperhygiene
Handschuhe
• Grundsätzlich kein Ersatz für eine Händedesinfektion.
• Körperflüssigkeiten / Ausscheidungen sind so zu handhaben, als
wären es infizierte Materialien.
• Undichte, unsterile Handschuhe schützen nicht!!!!
Anwendung:
– beim Umgang mit Müll
– beim Umgang mit schmutziger / blutiger Wäsche
– wenn Risse, Schnitte, Schürfwunden den Schutz der Hände
nötig machen !
– beim Umgang mit infektiösen Material ( Blut /
Ausscheidungen )
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Teil 2
• Infektion
– Definition
– Infektionstypen
– Incubationszeit
– häufig auftretende Infektionskrankheiten
• Hepatitis A
– Definition
– Infektionswege
– Symptome
• Hepatitis B
– Definition
– Infektionswege
– Symptome
– Schutz
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• Hepatitis C
– Definition
– Infektionswege
– Risikogruppen
– Akute Hepatitis C
– Chronische Hepatitis C
– Schutz
• HIV / AIDS
– Definition
– Infektionswege
– Symptome
» Stadien
• SARS
– Definition
– Symptome
– Infektionswege
– Schutz
• MRSA
– Definition
• TBC
– Definition
– Infektionswege
– Symptome
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Infection - Definition
• Anhaften, Eindringen und Vermehren eines
Krankheitserregers in einen Organismus
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Infection – Infektionstypen
• Exogene, Endogene Infektion
• Lokale Infektion
• Generalisierte Infektion, Sepis
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Infection - Incubationszeit
• Zeit vom Eindringen eines Erregers bis zum Auftreten der
ersten unspezifischen Krankheitssymptome
– Hepatitis C (35-70 )
– Grippe (ein paar Stunden oder Tage)
– Windpocken (7-21 Tage)
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Infektion – häufig auftretende
Infektionskrankheiten
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Hepatitis A
Definition:
– Hepatitis A ist eine Entzündung der Leber.
– Die Erkrankung wird durch ein Virus, das Hepatitis A-Virus
(HAV), verursacht.
Infektionswege:
 Lebensmittel , die mit Kotrückständen verunreinigt sind.
– Die Infektion kommt vor allem in Süd- und Südosteuropa,
Afrika, Asien sowie Süd- und Mittelamerika vor.
– Etwa die Hälfte aller Hepatitis-A-Fälle, die in Deutschland
auftreten, betreffen Touristen aus südlichen Reiseländern.
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Hepatitis A
Symptome:
– Inkubationszeit: zwei bis sieben Wochen
– 2/3 der Hepatitis A Infektionen verlaufen ohne Beschwerden
• der Patient merkt also nicht, dass er sich mit dem Virus infiziert
hat, und die Erkrankung heilt von selbst aus
 leichter Temperaturanstieg (niedriger als 38 Grad Celsius),
Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, Leistungsknick und
Druckschmerzen im rechten Oberbauch
 etwa eine Woche später verfärbt sich die Haut gelb (Ikterus,
Gelbsucht), der Urin wird dunkel und der Stuhl hell (Lehmstuhl)
 bei Beginn der Gelbfärbung der Haut fühlen sich die meisten
Patienten bereits besser
 diese Gelbsucht hält üblicherweise vier bis acht Wochen an
 Hepatitis A verläuft in der Regel als milde Erkrankung
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Hepatitis B
Definition:
– Hepatitis B ist eine Entzündung der Leber
– die Erkrankung wird durch ein Virus, das Hepatitis B-Virus (HBV)
verursacht
– übertragen durch Körperflüssigkeiten (Blut oder Blutplasma,
Sperma, Vaginalschleim)
– das Virus ist um ein Vielfaches ansteckender als der Erreger von
AIDS, das HI-Virus
– es genügen bereits mikroskopisch kleine Hautverletzungen,
durch die der Erreger in die Blutbahn gelangt
 die Erkrankung kann akut (Ausheilung innerhalb von 6 Monaten,
90 Prozent) oder chronisch (keine Heilung nach 6 Monaten,
zehn Prozent) verlaufen
 Hepatitis B ist die häufigste Virushepatitis weltweit, in
Deutschland sind etwa 0.5 Prozent der Bevölkerung infiziert
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Hepatitis B
Infektionswege:
 Kontakt mit Körperflüssigkeiten
 intimer, besonders sexueller körperlicher Kontakt
 unsterile Instrumente (Nadeln, aber auch Ohrdurchstecher,
Maniküre, Akupunktur, Tätowierung) können die Erkrankung
übertragen
 eine infizierte schwangere Frau kann ihr Kind unter der
Geburt anstecken
 durch Transfusion von Blut oder Blutprodukten (allerdings
werden heute alle Blutproben untersucht, sodass die
Infektionsgefahr sehr gering ist)
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Hepatitis B
Symptome:
– die ersten Beschwerden sind Appetitlosigkeit, Abneigung
gegen bestimmte Lebensmittel, Übelkeit, Muskel- und
Gelenkschmerzen und leichtes Fieber
– in der zweiten Krankheitsphase färben sich Haut,
Schleimhäute und Augen gelb (Gelbsucht/Ikterus), der
Stuhl entfärbt sich, und der Urin wird dunkel
– danach tritt in den meisten Fällen eine Besserung ein
– die Erkrankung dauert meist vier bis sechs Wochen an
– 2/3 aller Erwachsenen und fast alle Kleinkinder haben
Hepatitis B, ohne dass sie etwas davon bemerken
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Hepatitis B
Schutz:
 Schutzimpfung gegen Hepatitis B
• sie gehört seit wenigen Jahren zur Standardimpfung für
alle Säuglinge und wird von den gesetzlichen
Krankenkassen gezahlt
• ältere Menschen, müssen die Impfung selbst bezahlen
 der Impfschutz hält etwa fünf Jahre lang an
 die Impfung empfiehlt sich besonders für die klassischen
Risikogruppen
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Hepatitis B
Schutz:
 es gibt auch einen kombinierten Hepatitis A/Hepatitis B-
Impfstoff, der beide Impfstoffe enthält
 meiden Sie wechselnden Geschlechtsverkehr, benutzen Sie
Kondome
– Spritzen dürfen nicht von mehreren Menschen verwendet
werden
– Teilen Sie keine Rasiersachen, Zahnbürsten, Nagelscheren
oder Nagelfeilen mit infizierten Personen
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Hepatitis C
Definition:
– Hepatitis C ist eine Entzündung der Leber
– verursacht durch das Hepatitis C Virus (HCV)
– in Deutschland sind etwa 0,4 Prozent der Bevölkerung
Träger des Hepatitis C-Virus
– Hepatitis C ist nach Alkohol die zweithäufigste Ursache von
Leberzirrhose und Leberkrebs
– eine Impfung gegen die Hepatitis C existiert nicht
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Hepatitis C
Infektionswege:
– die Ansteckung mit dem Hepatitis-C-Virus geschieht am
häufigsten durch den Kontakt mit infiziertem Blut
– eine Übertragung durch Intimkontakte ist selten, Hepatitis
C wurde früher als Hepatitis-Non-A-Non-B bezeichnet
– die Erkrankung verläuft in 20 Prozent der Fälle akut, dass
heißt sie heilt spätestens nach 6 Monaten aus
– in 80 Prozent der Fälle verläuft sie chronisch
– die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der
Krankheit (Inkubationszeit) beträgt 15 Tage bis sechs
Monate
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Hepatitis C
Risikogruppen:
 Ärzte, Krankenschwestern und Laboranten Kontakt mit
infektiösem Blut)
 Drogenabhängige verwenden häufig gemeinsam
Nadeln und sind dadurch sehr gefährdet
 etwa 80 Prozent der Drogensüchtigen, die Drogen
spritzen, sind infiziert.
 bei gut 1/3 der Betroffenen ist der Ansteckungsweg
unklar
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Hepatitis C
Akute Hepatitis C (20 Prozent):
– in der ersten Phase (Prodromalstadium) fühlen sich die
Betroffenen etwas unwohl, aber im wesentlichen gesund
• weitere uncharakteristische Symptome :
– Abgeschlagenheit, Muskel- und Gelenkschmerzen
und leichtes Fieber ("grippale Symptome")
– Appetitlosigkeit und Abneigung gegen bestimmte
Lebensmittel
– Übelkeit
– Druckschmerzen im rechten Oberbauch
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Hepatitis C
Chronische Hepatitis C (80 Prozent):
– chronische Hepatitis C verläuft häufig ohne Symptome
oder geht mit folgenden uncharakteristischen
Beschwerden einher :
• Müdigkeit
• Gelenk- und Muskelschmerzen
• Appetitlosigkeit
• gelegentlich ein Drücken unter dem rechten
Rippenbogen
• ist die Leberfunktion eingeschränkt, treten
Veränderungen im Bereich der Haut und Schleimhaut
(so genannte Leberhautzeichen) auf:
– glatte, rote Zunge und Lippen, Gefäßspinnen,
Juckreiz, gerötete Handflächen
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Hepatitis C
Schutz:
– Spritzen dürfen nicht von mehreren Menschen
verwendet werden
– Teilen Sie keine Rasiersachen, Zahnbürsten ,
Nagelscheren oder Nagelfeilen mit infizierten Personen
– meiden Sie wechselnden Geschlechtsverkehr bzw.
benutzen Sie Kondome
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HIV / AIDS
Definition:
 das Virus und die Infektion werden HIV genannt
 der Begriff AIDS (acquired immunodeficiency syndrome =
Krankheitsbild der erworbenen Abwehrschwäche) wird für ein
spätes Stadium der HIV-Infektion benutzt
• AIDS ist eine chronische, lebensbedrohliche Erkrankung,
die durch das human immunodeficiency virus (HIV)
verursacht wird
• das HI-Virus schädigt oder zerstört bestimmte Zellen der
Immunabwehr
• dadurch kann der Körper nicht mehr effektiv Bakterien,
Viren oder Pilze, die Krankheiten auslösen, bekämpfen
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HIV / AIDS
Infektionswege:
– Sexueller Kontakt
– Übertragung durch infiziertes Blut
– Übertragung durch den gemeinsamen Gebrauch von
Nadeln
– Übertragung durch Verletzungen
– Übertragung durch die Mutter auf das Kind
• andere Übertragungsmöglichkeiten: in sehr seltenen Fällen kann
das HI-Virus durch Organtransplantation oder schlecht
desinfiziertes Operationsbesteck übertragen werden
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HIV / AIDS
Symptome:
 die Symptome von HIV und AIDS variieren und hängen vom
Stadium der Erkrankung ab
 1987 hat das Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in
Amerika vier verschiednen Stadien definiert
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HIV / AIDS - Stages
• Stadium I:
Akute HIV Erkrankung
 die Erstinfektion mit HIV kann symptomfrei verlaufen
 bei etwa zehn bis 20 Prozent treten aber sechs Tage bis sechs
Wochen nach der Infektion grippe-ähnliche Beschwerden wie
Fieber, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, geschwollene
Lymphknoten und Ausschlag auf
 auch wenn keine Symptome auftreten, kann der Infizierte das HI-
Virus an andere weitergeben
 erst ein bis drei Monate nach der Infektion lassen sich Antikörper
im Blut nachweisen
• Stadium II:
Asymptomatische infektion (Latenzphase)
– häufig folgt jetzt eine symptomfreie Phase, die etwa acht bis neun
Jahre dauert
– das Virus vermehrt sich in dieser Zeit weiter und zerstört die
Immunzellen
– Tests zeigen eine deutliche Abnahme der Immunzellen im Blut
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HIV / AIDS - Stages
• Stadium III:
Lymphknotensyndrom
– etwa 40 Prozent der Infizierten leiden in dieser Zeit unter
Lymphknotenschwellungen
• Stadium IV:
HIV-assoziierte Erkrankungen
– entwickelt sich etwa zehn Jahre nach der Infektion und wird
in verschiedene Unterstadien eingeteilt
– hat ein Patient eine der folgende Symptome spricht der Arzt
vom AIDS-Related-Complex
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SARS
Definition:
• es handelt sich nach allen vorliegenden Erkenntnissen um
eine Erkrankung durch einen modifizierten (mutierten)
Erreger aus der Gruppe der Corona-Viren
Symptome:
• etwa 2 bis 10 Tage nach der Infektion Auftreten von Fieber
(meist über 38 ° C), von Allgemeinsymptomen wie
Kopfschmerzen, Gliederschmerzen etc. und von
Atemwegssymptomen wie z. B.
Husten/Atemnot/Kurzatmigkeit
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SARS
Infektionswege:
– Tröpfcheninfektion
– für möglich werden auch Schmierinfektionen gehalten, da
Corona-Viren auch über den Magen-Darm-Trakt
ausgeschieden werden können
– eine Übertragung durch Hautkontakt (insbesondere beim
Händeschütteln) ist ebenfalls möglich
– darüber hinaus werden auch andere Übertragungswege
diskutiert:
• Übertragung durch Wasser/Abwasser,
• Insekten/Ungeziefer,
• nicht korrekt instand gehaltene und gewartete
Klimaanlagen
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SARS
Schutz:
 Einhaltung der allgemeinen Hygiene-Regeln
 nur hygienisch einwandfreies Trinkwasser verwenden
 regelmäßiges Händewaschen, insbesondere nach Benutzung
von Sanitäranlagen
 direkten bzw. engen Kontakt mit Gesprächspartnern nach
Möglichkeit vermeiden
 Abstand bei Gesprächen halten, Hautberührung
(Händeschütteln!) nach Möglichkeit vermeiden
 nach jedem direkten Hautkontakt mit Personen in Gebieten
mit SARS-Fällen Händewaschen!
 bei direktem Kontakt mit Personen in Gebieten mit SARS-
Infektionen gegebenenfalls Tragen einer Atemschutzmaske
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MRSA
Definition:
– Bakterien der Art Staphylococcus aureus können bei Mensch
und Tier als Bestandteil der Hautflora vorkommen
– beim Menschen sind meist die vordere Nase und die
Leistenregion besiedelt
 Staphylokokken sind im Vergleich zu anderen Bakterienarten
unempfindlich gegen Austrocknung und können auf
trockenen Oberflächen/Gegenständen lange überleben
 bei Eindringen in normalerweise keimfreie Teile des Körpers
kann Staphylococcus aureus Infektionen verursachen
 neben den eher harmlosen Furunkeln können schwere
Wundinfektionen, Pneumonien und Sepsisfälle durch diese
Bakterien hervorgerufen werden
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TBC
Definition:
– weltweit verbreitete bakterielle Infektionskrankheit
– verursacht durch das Bakterium Mycobacterium
tuberculosis
– neigt dazu, chronisch zu verlaufen
– die häufigste Form der Erkrankung ist die
Lungentuberkulose
– kann jedoch im allgemeinen alle Organe befallen, auch die
Haut
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TBC
Infektionswege:
– im Normalfall wird Tuberkulose als sogenannte Tröpfchen-
Infektion übertragen
– obwohl die Tuberkulose auch in den Industrieländern
auftritt, ist sie eine typische Erkrankung ärmerer Länder
– aus diesem Grunde sollte man nach Urlaubsreisen in
solche Länder bei Auftreten von Krankheitszeichen auch an
Tuberkulose denken
– in Europa tritt die Krankheit von selbst selten auf; durch
Vermehrung von gegen die Behandlung resistenten
Stämmen wird sie jedoch in den letzten Jahren wieder
häufiger angetroffen
– Tuberkulose ist eine meldepflichtige Krankheit
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TBC
Symptome:
– die Primärtuberkulose ist eine Infektion, die direkt nach
einer Infektion mit den Tuberkulosebakterien entsteht
– Krankheitssymptome sind eher unspezifisch, u.a.
• Fieber, Krankheitsgefühl, Ermüdbarkeit und Appetitlosigkeit
– die Erkrankung setzt sich in 90 Prozent der Fälle in der
Lunge fest
– die Entwicklung einer Hauttuberkulose ist bei der
Primärtuberkulose selten
– die Symptome dauern 3-4 Wochen an
– bei Betroffenen mit einem schwachen Immunsystem kann
sich die Primärtuberkulose weiterentwickeln
– meistens streut dann die Krankheit aus bestehenden
Herden in der Lunge aus
– die Bakterien werden im ganzen Körper verteilt, so dass es
auch zum Festsetzen der Erreger in der Haut kommen kann
539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP
Teil 3
• Desinfektion / Selbstschutz
 Vorsorge
 Hände waschen
 Ziele
 Indikation
 Umgang mit leichter bis mittlerer Verschmutzung
 Nachbereitung
539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP
Desinfektion / Selbstschutz
Das Wichtigste: Vorsorge!
• bei allen hier aufgeführten Erkrankungen ist eine
Einhaltung der vorgegeben Hygienerichtlinien des RKI das
Wichtigste
• richtige Händedesinfektion nach einem Patientenkontakt
• eine Desinfektion von Arbeitsflächen, Liegen,
Tragevorrichtungen etc.
• hierbei geht es nicht nur um den Eigenschutz sondern
auch um Schutz des nächsten Patienten vor Erregern
539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP
Desinfection / Selbstschutz
Hände waschen
• das Waschen der Hände ist ein wichtiger Bestandteil der
Händehygiene
• dient der Entfernung von grobem Schmutz
• durch das Händewaschen werden bis zu 99 Prozent aller Keime
entfernt
• zum Vergleich: bei einer hygienischen Händedesinfektion werden
bis zu 99,99 Prozent aller Krankheitserreger abgetötet
539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP
Desinfektion / Selbstschutz
Ziele
• Hände werden von groben Verschmutzungen befreit
• die Haut der PCG wird vor unnötigen Belastungen geschützt
539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP
Desinfektion / Selbstschutz
Indikation
Hände waschen unter verschiedenen Voraussetzungen:
• vor dem Arbeitsbeginn, nach der Mittagspause und nach
Dienstende
• vor der Zubereitung und vor dem Verteilen von Speisen und
Getränken
• nach der Toilettennutzung
• nach dem Naseputzen
• nach dem Kontakt mit Haustieren
• zur Säuberung von sichtbar verschmutzten Händen
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Desinfektion / Selbstschutz
Umgang mit leichter bis mittlerer
Verschmutzung
• entnehme Waschlotion aus dem Spender
• alle Bereiche der Hand müssen gleichmäßig mit dem Präparat
behandelt werden
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• stelle das Wasser an
• dieses sollte nicht wärmer als 40°C gewählt werden
• wärmeres Wasser führt zu einer noch stärkeren Entfettung
der Haut
539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP
• seife sie Hände mindestens 15 bis 30 Sekunden ein
• stelle sicher, dass die Umgebung bzw. die Kleidung nicht
kontaminiert werden
• vermeide starkes Verspritzen
539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP
• stelle sicher, dass alle Rückstände unter fließendem Wasser
sorgfältig abgewaschen werden
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• trockne die Hände vollständig ab
• vermeide dabei starkes Reiben
539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP
• stelle das Wasser (falls möglich) mit dem Ellenbogen ab
• wenn der Waschplatz mit einem Wasserhahn ausgestattet ist,
drehe diesen mit einem Einmalhandtuch ab
• ansonsten könnte es zu einer Rekontaminierung kommen
539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP
Anleitung für “Richtiges Händewaschen”
nach WHO
539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP
Desinfektion / Selbstschutz
Nachbereitung
• nach Möglichkeit sollte sich an jedes Hände waschen eine
Hautpflege anschließen
• falls die Spenderflasche mit der Waschlotion mehrfach
verwendet wird, muss vor der Wiederbefüllung eine
Reinigung und Desinfektion erfolgen
• die Verträglichkeit der Waschlotion wird regelmäßig überprüft
539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP
Teil 4
• Desinfektion der Hände
– Definition
– Grundsätze
– Ziele
– empfohlener Ablauf
539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP
Desinfektion der Hände- Definition
• Händedesinfektion tötet 99,99 Prozent aller Keime ab
• dies ist um das Hundertfache wirksamer als eine Seifenwaschung,
die lediglich 99 Prozent der Keime beseitigt
• wir nutzen gebrauchsfertige Lösungen
• diese bieten ein breites Wirkungsspektrum und eine schnelle
Wirksamkeit
• sie sind einfach in der Handhabung und gut verträglich
• sie schonen die Haut der PCG
539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP
Desinfektion der Hände- Grundsätze
• nur gewaschene aber nicht desinfizierte Hände sind als
potenzielle Keimträger eine Gefahr für die Gesundheit der zu
Betreuenden und der PCG
• häufiges Händewaschen strapaziert die Haut weit mehr als
Händedesinfektionen
• Händedesinfektion ist eine schwierige und komplexe
Maßnahme, die mit der notwendigen Konzentration
durchgeführt werden muss
• Händedesinfektion ist nur ein Teil der Händehygiene
• ebenso wichtig sind die Handwäsche und die Handpflege
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Desinfektion der Hände- Ziele
• auf der Haut befindliche Krankheitskeime werden vollständig
abgetötet
• Kontaminationen und Infektionen werden vermieden,
Infektionsketten werden unterbrochen
• Balance zwischen der erforderlichen Hygiene und dem
Hautschutz
• die Handdesinfektionen wird auf das Maß beschränkt, das für
die Infektionsprophylaxe erforderlich ist
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Desinfektion der Hände
empfohlener Ablauf
• bediene mit dem Ellenbogen den Hebel des Spenders
• fange mit der anderen "hohlen" Hand das Desinfektionsmittel
auf, ohne mit dem Spender in Kontakt zu kommen
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• verreibe nun die Hände ineinander und verteile das
Desinfektionsmittel grob über die Haut
• reibe dann Handfläche auf Handfläche
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• führe die rechte Handfläche über den linken Handrücken und
umgekehrt
• desinfiziere die Fingerzwischenräume
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• umfasse den Daumen der einen Hand mit der Handfläche der
anderen Hand, der Daumen wird nun gedreht und reibt sich in
der Handfläche
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• desinfiziere den Fingernagelbereich jedes Fingers
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• schließe die Finger und reibe die Fingerkuppen in der
Handinnenfläche der anderen Hand
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Teil 5
• Individuelle Hygiene – Dusche
– Definition
– Ziele
– Vorbereitung
– Selbstständigkeit
– Unterstützung
– Nachbereitung
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Individuelle Hygiene – Dusche
Definition
• für jüngere Generationen gehört die Dusche zum Alltag
• viele ältere Menschen hingegen bevorzugen ein wöchentliches
Vollbad und ergänzend die Wäsche am Waschbecken
• Zahlreiche Faktoren sprechen jedoch gegen das Vollbad und für
die Dusche:
– eine Dusche ist wegen der kürzeren Einwirkzeit deutlich
verträglicher für die Haut
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Individuelle Hygiene – Dusche
Definition
• fließendes Wasser ist hygienischer
• der Kreislauf wird deutlich weniger beansprucht
• der Ein- und Ausstieg aus der Wanne ist anstrengender als die
Nutzung einer ebenerdigen Dusche
• ein Vollbad benötigt wesentlich mehr Wasser und Energie und ist
somit unwirtschaftlicher
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Individuelle Hygiene – Dusche
Ziele
• der Körper wird gereinigt
• der Kreislauf wird angeregt, insbesondere durch
Wechselduschen
• die Intimsphäre bleibt gewahrt
• ein Sturz wird vermieden
• man kühlt nicht durch kaltes Wasser aus und kommt auch
nicht mit zu warmem Wasser in Kontakt
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Individuelle Hygiene – Dusche
Vorbereitung
Wir legen folgende Hilfs- und Verbrauchsmittel bereit:
– ggf. Duschstuhl, 2 rutschfeste Duschmatten, ggf. Lifter
– Einmalschürze und 2-3 Paar Einmalhandschuhe
– 2 Waschlappen
– ein Badetuch, ein kleines Handtuch
– Bademantel, frische Unterwäsche, Hausschuhe
– Tageszeitabhängig Schlafanzug, Nachthemd oder frische
Tagesbekleidung
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– Shampoo, ggf. Duschmittel, Seife, Hautlotion, Haarbürste,
Kamm und Föhn.
• Hinweis: Es kann sinnvoll sein, die Seife mit einer Kordel zu
durchstechen. Dieses Seifenstück wird an die Mischbatterie
gehängt. Der Bewohner kann sich damit einfacher einseifen.
• Badezimmer wird auf eine angenehme Temperatur geheizt
• Fenster bleiben geschlossen
• Ggf. werden Handtücher auf der Heizung vorgewärmt
• alle Materialien werden griffbereit abgelegt
Individuelle Hygiene – Dusche
Vorbereitung
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Individuelle Hygiene – Dusche
Selbstständigkeit
• nach kurzzeitigem abbrausen mit Wasser wird der Körper mit
einem Waschzusatz eingeseift und anschließend wieder mit
klarem Wasser abgeduscht
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Individuelle Hygiene – Dusche
Unterstützung
• der Bewohner wird in das Badezimmer begleitet
• ggf. wird ein Toilettengang durchgeführt
• die Tür wird geschlossen, ggf. wird ein Schild "Besetzt"
angebracht
Hinweis: Die Tür zum Badezimmer sollte nicht verschlossen
werden, egal ob die Pflegekraft beim Bewohner ist oder
nicht. Eine verschlossene Tür verzögert Hilfe durch andere
Kollegen, wenn eine Notsituation eintritt.
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• weitere Hilfsmittel werden bereitgelegt, bzw. duschfertig
vorbereitet:
– Brille, Hörgerät und ggf. Perücke werden abgelegt
– ggf. Arm- und Beinprothesen werden entfernt
– ggf. wird der Stomabeutel abgerollt und eine Reinigung der
Stomaumgebung durchgeführt
– Kondomurinale werden abgerollt, der Urinkatheterbeutel
wird geleert
– Materialien zur Inkontinenzversorgung werden entfernt,
ggf. werden Verunreinigungen grob entfernt
– ggf. führt die Pflegekraft eine hygienische
Händedesinfektion durch und wechselt die
Einmalhandschuhe
• die Pflegekraft kontrolliert den festen Sitz der Duschmatte
und der Badezimmermatten
• die Haltegriffe werden auf Stabilität geprüft
• die Pflegekraft prüft die Funktionsfähigkeit des Thermostats
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• achte darauf, dass der
Bewohner nicht auskühlt
• ggf. werden Hautbereiche
durch den Duschstrahl
warmgehalten
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• soweit es der Bewohner nicht anders wünscht, wird folgende
Reihenfolge beim Einseifen und Abduschen gewählt:
– Füße und Unterschenkel
– Oberschenkel und Hüfte
– Arme und Oberkörper
– Rücken und Brust
– Intimbereich: dafür sollte sich der Bewohner falls möglich
hinstellen und die Beine spreizen
– Haarwäsche: das Gesicht wird mit einem zweiten
Waschlappen bedeckt, damit kein Schaum in die Augen
läuft
– das Gesicht wird ausgespart und mit dem zweiten
Waschlappen gereinigt
– gesamten Körper erneut abspülen
• sparsame Nutzung der Seife, um Hautreizungen zu vermeiden
• die Dusche wird abgestellt
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• das kleine Handtuch wird über den Kopf des Bewohners
gelegt, das große Handtuch als Kälteschutz über die Schultern
• dem Bewohner wird aus der Dusche geholfen
• der Bewohner trocknet sich ab oder lässt sich von der PCG
abtrocknen, dabei ist darauf zu achten, dass sich keine feuchte
Kammer in den Hautfalten bildet
• die Pflegekraft setzt den Bewohner keiner Zugluft aus
• die Haare werden gekämmt und geföhnt
• Durchführung von Hautpflege, um die Haut des Bewohners
vor dem Austrocknen zu schützen
• je nach Pflegebedürftigkeit kleidet sich der Bewohner selbst
an oder nimmt die Hilfe der Pflegekraft in Anspruch
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• die Haare des Bewohners werden geföhnt und die Frisur
gerichtet
• ggf. wird das Make-up bei Bewohnerinnen erneuert
• ggf. wird eine Fingernagelpflege durchgeführt
• ggf. werden Uhr und Schmuck wieder angelegt
• ggf. werden notwendige Prophylaxen durchgeführt
• Verbände werden erneuert
• das Urindrainagesystem usw. werden wieder funktionsfähig
eingerichtet
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Individuelle Hygiene – Dusche
Nachbereitung
• das Badezimmer wird aufgeräumt, feuchte Stellen werden
aufgewischt und es wird gelüftet
• das Schild "Besetzt" wird entfernt
• die Pflegekraft erkundigt sich erneut nach dem Befinden des
Bewohners
• die Hilfs- und Verbrauchsmittel werden gereinigt und
desinfiziert bzw. entsorgt
• die Pflegekraft führt eine hygienische Händedesinfektion durch
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Teil 6
• Individuelle Hygiene – Vollbad– Teilbad
– Definition
– Grundsätze
– Ziele
– notwendiges Material
– Vorbereitung des Badezimmers
– allgemeine Vorbereitungen
– Planung
– Badezusätze
– Selbstständigkeit
– Hilfebedürftigkeit
– Nachbereitung
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Individual Hygiene – Full bath – Partial bath
Definition
• die Bedeutung eines Bades geht über die reine Körperpflege hinaus
• wir nutzen die entspannende und wohltuende Wirkung des
warmen Wassers, um den Körper zu beruhigen oder z.B. von
Erkältungsleiden zu befreien
• es gibt verschiedene Formen des Badens, die angewendet werden:
o Vollbad, also ein komplettes Eintauchen im Wasser, von dem nur
der Kopf ausgenommen ist
– durch den Wasserdruck und die Wärmeeinwirkung wird der Kreislauf
ungewöhnlich stark belastet
• Teilbad, also ein teilweises Eintauchen (etwa Halbbad bis zum
Bauchnabel) oder ein selektives Eintauchen bestimmter Körperteile
(Armbad, Sitzbad usw.)
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Individuelle Hygiene – Vollbad – Teilbad
Grundsätze
• wenn die Maßnahme primär der Körperreinigung gilt, so sollte
man nicht baden, sondern bevorzugt duschen
• Bäder werden niemals gegen den Willen durchgeführt, auch dann
nicht, wenn eine Demenz vorliegt
• der zu Pflegende soll einen möglichst großen Anteil der
Hygienemaßnahme eigenständig erbringen
• selbst wenn man nur wenige Körperregionen selbst waschen kann,
erhält man dafür alle notwendige Unterstützung
• insbesondere die Intimwäsche sollte möglichst selbst durchgeführt
werden
• Zeitpunkt und der Ablauf des Badens ist Bedürfnisorientiert
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Individuelle Hygiene – Vollbad– Teilbad
Ziele
• Entspannung
• Körperhygiene
• Verbesserung der Hauthygiene
• Senkung der Körpertemperatur bei Fieberpatienten
• Vermittlung eines angenehmen Körpergefühls
• Linderung der Symptome einer ggf. vorhandenen Haut- bzw.
Erkältungskrankheit
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Individuelle Hygiene – Vollbad– Teilbad
notwendiges Material
Wir halten folgende Materialien bereit:
• zwei Waschlappen
• zwei kleinere Handtücher, ein großes Badetuch
• ggf. Badezusatz
• Badewasserthermometer
• ggf. Shampoo
• frische Wäsche
• Anti-Rutsch-Matten in und vor der Badewanne
• ggf. Badelifter
• Hautschutzmittel
• Föhn
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Individuelle Hygiene – Vollbad– Teilbad
Vorbereitung des Badezimmers
• wir stellen sicher, dass sich keine elektrischen Geräte in der
Nähe der Badewanne befinden
• das Badezimmer wird gelüftet und ggf. auf eine angenehme
Temperatur geheizt
• während des Badens sollte das Fenster in jedem Fall geschlossen
sein
• die Badewanne wird vor dem Einlassen des Wassers noch
einmal kurz ausgespült
• man platziert die rutschfesten Unterlagen vor der Wanne und in
der Wanne selbst
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• man lässt das Wasser in die Wanne einlaufen
• soweit nicht anders verordnet wird eine Temperatur von 35°C
bis 38°C am Thermostat vorgewählt
• bei einem Vollbad wird die Wanne zunächst nur bis zur Hälfte
gefüllt, nach dem Einsteigen kann weiteres Wasser zugegeben
werden
• falls verordnet und gewünscht, wird der Badezusatz eingefüllt
und im Wasser verteilt
• das Badezimmer wird nicht abgeschlossen, damit im Notfall
schnell Hilfe hinzueilen kann
Individuelle Hygiene – Vollbad– Teilbad
Vorbereitung des Badezimmers
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• an der Badezimmertür wird ein "Besetzt"-Schild angebracht
• ggf. wird eine Sitzmöglichkeit aufgestellt, etwa ein Hocker
• falls notwendig, werden die Handtücher angewärmt
• wenn benötigt, frische Kleidungsstücke griffbereit legen
Individuelle Hygiene – Vollbad – Teilbad
Vorbereitung des Badezimmers
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• Die Funktion aller Armaturen ist bekannt.
• Vor dem Baden kann eine Mund- und Zahnpflege durchgeführt
werden.
• Vor dem Bad sollte ein Toilettengang erfolgen
• Schmuck, Uhr, Brille, Hörgeräte usw. ablegen.
• Entkleiden
• Falls vorhanden Inkontinenzmaterial oder Verbände entfernen.
• Bei Stuhlinkontinenz vor dem Bad reinigen
• Blutdruck und Puls messen, vorallem vor einem Vollbad
Individuelle Hygiene – Vollbad– Teilbad
allgemeine Vorbereitungen
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• das Baden erfolgt frühestens zwei Stunden nach der letzten
Hauptmahlzeit und niemals auf nüchternen Magen
• zwei Bäder pro Woche sind selbst bei gesunden Senioren die
Obergrenze
• je nach Gesundheitszustand liegt dieses Limit bei
geschwächten Senioren entsprechend niedriger
• bei Altersjuckreiz sollten lange und heiße Bäder vermieden
werden
• bei Herzkranken sollten die Bäder auf 10 Minuten reduziert
werden, höher als bis zum Bauchnabel sollte der Wasserstand
nicht steigen
Individuelle Hygiene – Vollbad– Teilbad
Planung
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• es können folgende Badezusätze verwendet werden:
– beruhigend und entzündungshemmend: Arnika,
Fichtennadel, Kamille
– beruhigend: Baldrian, Lavendel
– kreislaufanregend: Birke
– fiebersenkend: Eukalyptus
– desinfizierend: Rosmarin, Salbei
Individuelle Hygiene – Vollbad– Teilbad
Badezusätze
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• bei Hauterkrankungen können ggf. Salz oder Schwefel genutzt
werden
• vor jedem ersten Einsatz eines Badezusatzes klären wir, ob man
auf diese allergisch reagiert
• wir verwenden ausschließlich reine ätherische Öle
• bei Sprudelbädern sollten keine schäumenden Badezusätze
genutzt werden
• ACHTUNG: bei ölhaltigen Bädern besteht eine deutlich erhöhte
Rutschgefahr
Individuelle Hygiene – Vollbad – Teilbad
Badezusätze
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• man stützt beide Hände auf dem Badewannenrand ab und
hebt das Bein an, das dem Badewannenrand am nächsten
steht
Individuelle Hygiene – Vollbad– Teilbad
Selbstständigkeit
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• man verschiebt seinen Körperschwerpunkt in Richtung Wanne
und stellt das Bein in der Wanne auf
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• nun zieht man das andere Bein ebenfalls in die Badewanne,
um anschließend kontrolliert in das Wasser zu sinken
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• der Bewohner beugt sich so weit wie möglich nach vorne, er
kann dann das Becken leichter vom Hocker abheben
• die Füße der Pflegekraft und des Bewohners sollten versetzt
nebeneinander stehen
Individuelle Hygiene – Vollbad – Teilbad
Hilfebedürftigkeit
539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP
• der Bewohner soll die Knie strecken und aufstehen
• die Pflegekraft unterstützt ihn dabei, sich zur Wanne zu
drehen und sich auf den Wannenrand zu setzen
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• der Bewohner soll erst das eine und dann das andere Bein in
das Wasser heben
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• über die Schräge gleitet der Bewohner nun ins Wasser
• Die Pflegekraft verhindert mit beiden Händen am Becken des
Bewohners, dass dieser unkontrolliert in die Wanne rutscht
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• die gesamte Bekleidung wird gerichtet
• die Pflegekraft fragt nach dem Befinden des Bewohners
• der Alarmknopf wird so platziert, dass er für den Bewohner zu
erreichen ist
• der Bewohner wird befragt, ob er weitere Wünsche habe,
insbesondere wird ihm ein Getränk angeboten
• das verbrauchte Material wird entsorgt
• das restliche Wasser wird abgelassen
• das Bad wird gelüftet und die Badewanne gereinigt, dann
desinfiziert
Individuelle Hygiene – Vollbad– Teilbad
Nachbereitung
539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP
Individuelle Hygiene – Vollbad– Teilbad
Nachbereitung
• das "Besetzt"-Schild wird entfernt
• die Pflegemittel werden zurückgestellt
• die Pflegekraft führt eine hygienische Händedesinfektion durch
• die Pflegekraft räumt das Zimmer auf
• nach dem Bad ermöglichen wir dem Bewohner eine
angemessene Ruhepause
Teil 7
• Nahrungsverweigerung von Patienten, die an Demenz
leiden
 Warum will (kann) der Demenzkranke nicht essen?
 Positive Einflüsse auf die Ernährung
 Magensonde Ja oder Nein?
 Sondenernährung bei schwerer Demenz
 Sondenernährung und Demenz - Fazit
Warum will (kann) der Demenzkranke nicht
essen?
Appetitlosigkeit durch
• Chronische Schmerzen!!!
• andere quälende körperliche Beschwerden
• Psychopharmaka
• Angst, Depression, Trauer
• Verlassenheitsgefühl
• störende Umgebung (Lärm, Unruhe…)
Warum will (kann) der Demenzkranke nicht
essen?
• Schluckstörungen
• Psychopharmaka!!!
• Insult
• Verzögerter Schluckreflex
• Neigung zu Aspiration
• Endstadium der Demenz (Bissen wird im Mund
„vergessen“)
Warum will (kann) der Demenzkranke
nicht essen?
• Ist in seiner Umgebung unglücklich!!!
• versteht nicht, wird nicht verstanden
• wird respektlos behandelt
• erfährt zu wenig Zuwendung
• wird ständig gemaßregelt
• kann seine Autonomie nicht ausleben
• wird wie ein Objekt behandelt
Warum will (kann) der Demenzkranke
nicht essen?
• Essen schmeckt nicht
• ungewohnte oder unbekannte Kost
• zu schwach gewürzte Kost
• keine Rücksicht auf Vorlieben, bzw. Abneigungen
• Nahrung unansehnlich, passiert, vermischt
• falsche Tageszeit
116
Warum will (kann) der Demenzkranke
nicht essen?
• Mundtrockenheit
• Soor
• mangelnde Mundhygiene
• schlecht passende, wackelnde Prothese
• Druckstellen, offene Stellen
• Übelkeit
117
Warum will (kann) der Demenzkranke
nicht essen?
• Art der Nahrungszufuhr abgelehnt
• Verabreichung durch Pflegeperson abgelehnt
• lieblose Verabreichung („abfüttern“)
• Essen zu heiß / zu kalt
• Löffel zu groß
• Löffel zu voll
• fühlt sich unter Zeitdruck
Warum will (kann) der Demenzkranke
nicht essen?
Im Vorfeld des Sterbens
• Zeichen des nahenden Lebensendes!!!
• Dauer: Tage - Wochen – Monate,
unabhängig vom Ernährungszustand!
Positive Einflüsse auf die Ernährung
• Gelingende Kommunikation!!!
• Schmerzfreiheit (-armut)!!!
• Reduktion der Psychopharmaka auf das Unumgängliche!!!
• vertrauensvolle Beziehung zu Betreuern
• Zuwendung, Körperkontakt
• familiäre Atmosphäre
• größtmögliche Normalität der Umgebung
Positive Einflüsse auf die Ernährung
• ausreichende Versorgung mit Sinnesreizen
• bunte Teller zu weißem Tischtuch
• häufig Getränke anbieten
• selbständig essen lassen
• Essen „fingerfertig“ servieren
• Lieblingsspeisen anbieten
• Fingerfood zur Selbstbedienung aufstellen
Magensonde Ja oder Nein?
Da es wenige, oder keine Vorteile aber viele potentiell
nachteilige Auswirkungen der PEG-Sonde bei Betroffenen gibt,
ist ihr routinemäßiger Einsatz bei Patienten mit schwerer
Demenz nicht gerechtfertigt.
The New England Journal of Medicine, Jan 2000
Im Endstadium der Demenz könnte das Ziel
einer Ernährungstherapie nur in der
Verbesserung der Lebensqualität bestehen.
Sondenernährung bei schwerer Demenz
• Verhindert nicht: Aspirationspneumonien
Druckulzera, Infektionen
• Verbessert nicht: Körperfunktionen
palliative Betreuung
• Verlängert nicht: Überleben
Finucane TE et al: JAMA 1999; 282: 1365-137
Gillik MR: N Engl J Med. 2000;342(3): 206-210
539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP
• PEG ist ein bedeutender Risikofaktor für
Aspiration
Fox KA, Mularski RA et al: Am J Surg 170: 554-56,
1995
• PEG verursacht eher Infektionen als diese zu
verhindern
Locket MA, Templeton ML et al: Am J Surg 68: 117-
120, 2002
• PEG ist ein bedeutender Risikofaktor für
Besiedlung mit Clostridium difficile
Bliss DZ, Johnson S et al: Ann Intern Med 129:1012-
1019, 1998
124
PEG-Sonden bei schwer demenzkranken Menschen haben
ein besonders hohes Mortalitätsrisiko:
• 54% sterben im 1. Monat
• 90% sterben innerhalb eines Jahres
Sanders DS, Carter MJ, D‘Silva J, James G., Bolton RP, Bardhan KD.
2003
Die mittlere Überlebenszeit nach PEG liegt
bei knapp über 6 Monaten.
Mitchell SL, Tetroe JM (Metaanalye): J Gerontol A Biol
Sci Med Sci 55: M735-M739, 2000
PEG und Demenz - Fazit
1. Das allmähliche Einstellen der Nahrungsaufnahme im
Endstadium der Demenz ist nicht Ursache sondern
Begleitumstand des Sterbens.
2. In dieser Situation ethisch geboten sind
• Liebevolle Zuwendung
• Anbieten von kleinen Mengen an Nahrung und
Getränken
3. Die PEG-Sonde ist selten der richtigste aber immer der
einfachste Weg!

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8 M-CARE: Hygiene

  • 1. Mobiles Training von persönlichen Begleiterinnen und Begleitern zur alltags- und lebensnahen Unterstützung von Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Modul: Hygiene
  • 2. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Struktur • Teil 1: Hygiene • Teil 2: Infektion • Teil 3: Desinfektion / Selbstschutz • Teil 4: Desinfektion der Hände • Teil 5: individuelle Hygiene– Dusche • Teil 6: individuelle Hygiene– Vollbad – Teilbad • Teil 7: Nahrungsverweigerung von Patienten, die an Demenz leiden
  • 3. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Teil 1 • Hygiene – Definition – Ziele – Infektionsquellen – Beispiele für Infektionskrankheiten – Individualhygiene / Körperhygiene • Duschen / Waschen • Zahnhygiene • Haarhygiene • Bekleidungshygiene/ Arbeitsbekleidung • Nagelpflege • Handschuhe
  • 4. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Der PCG erhält Grundlagenwissen über allgemeine Hygienegrundlagen, wie er sich selbst vor Infektionen schützen kann und wie und durch welche gezielten Maßnahmen der PCG eine Infektion des zu Betreuenden verhindern kann.
  • 5. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Hygiene – Definition • Hygiene ist die wissenschaftliche Lehre von der Verhütung der Krankheit und der Erhaltung und Festigung der Gesundheit. • sie umfasst alle Umstände und Praktiken, Lifestyle-Themen, Räumlichkeiten und Rohstoffe, die eine sichere und gesunde Umwelt gewährleisten
  • 6. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • Gesundheit zu erhalten ( körperlich, seelisch, geistig und sozial ) • Krankheit vorzubeugen • die Entstehung und Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern • Einflüsse der Umwelt auf die Gesundheit des Menschen zu prüfen und Maßnahmen zu ergreifen, die ihr Wohlergehen fördern Hygiene – Ziele
  • 7. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Hygiene – Infektionsquellen (Empfänger) 1. direkter Übertragungsweg: – Kontakt - / Schmierfunktion >( fäkal / oral ) – Tröpfcheninfektion >( aerogen ) – Nahrungsmittel und Wasser >( alimentär ) – Blut >( hämatogen ) 2. indirekter Übertragungsweg: – Hände – Zwischenwirte – unbelebte Infektionsquellen
  • 8. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Hygiene – Infektionsbeispiele • Kontaktinfektion » nach dem Toilettengang nicht die Hände gewaschen • Schmierinfektion » falsche Wischtechnik bei der Intimpflege ( von hinten nach vorn ) • Tröpfcheninfektion » feuchte Aussprache, husten oder niesen über offene Wunden oder in das Gesicht des Gegenüber • Nahrungsmittel » Salmonellen belastete Lebensmittel • Blut » Infektion durch eine beschmutzte Spritzennadel • Hände » durch die Hände verschleppte Keime • Zwischenwirte » CC - Fliege, Zecke • Unbelebte Infektionsquellen » alle alltäglich benutzten Gegenstände
  • 9. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Übertragung von der Infektionsquelle direkt auf den Empfänger Beispiele des direkten Übertragungsweges Kontakt - / Schmierinfektion ( fäkal / oral ) Harnwegsinfektion durch Darmbakterien am Blasenkatheter Tröpfcheninfektion ( aerogen ) Tuberkulose durch beim Husten verbreitete Tuberkelbakterien Nahrungsmittel und Wasser ( alimentär ) Gastroenteritis infolge Salmonellenübertragung in Eiprodukten Blut ( hämatogen) Hepatitis B infolge Verletzung mit gebrauchter, infizierter Kanüle
  • 10. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP direkt auf den Empfänger Hände Pneumonie durch Darmbakterien des PCG bei ungenügender Händedesinfektion Zwischenwirte durch die Zecke übertragendes- Frühsommer- Mengino- Enzephalitis - Virus unbelebte Infektionsquellen Pneumonie nach Inhalationstherapie mit Verneblerwasser
  • 11. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Hygiene – individuell / persönlich • Ziel der persönlichen Hygiene ist das Vermeiden der Übertragung von Keimen. ( Keimverschleppung )
  • 12. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Körperhygiene: Duschen / Waschen • Beseitigung von Anflugschmutz, Hautausscheidungen, Abstoßungen • Duschen = idealer Reinigungsvorgang • ungünstig : Waschhilfsmittel wie Bürsten und Schwämme, wegen der Besiedlung von Bakterien • geeignet : Waschlappen, da sie durch regelmäßiges auskochen wieder keimfrei werden • Gemeinschaftshandtücher, wegen Keimübertragung ablehnen
  • 13. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Körperhygiene: Zahnpflege • konsequente Durchführung = Verminderung der Karieshäufigkeit • keine zu harte Zahnbürste verwenden » Verletzungsgefahr des Zahnfleisches • regelmäßiges ersetzen der Zahnbürste / Veränderung der Borsten • Mundgeruch vermeiden ! ( Rauchen, Essen )
  • 14. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Körperhygiene: Haarhygiene • sauber und gepflegt • lange Haare zusammenbinden • nicht mit den Händen durch die Haare • Bartpflege
  • 15. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Körperhygiene: Bekleidungshygiene / Arbeitsbekleidung • häufig wechseln / täglich • schmutzige / saubere / private Kleidung getrennt • ausschließlich im Arbeitsbereich tragen !!! • Schutzkleidung
  • 16. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Körperhygiene: Nagelpflege • kurze, saubere, gefeilte Fingernägel • keinen Nagellack • Verletzungsgefahr • Verkeimungsgefahr
  • 17. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Körperhygiene Handschuhe • Grundsätzlich kein Ersatz für eine Händedesinfektion. • Körperflüssigkeiten / Ausscheidungen sind so zu handhaben, als wären es infizierte Materialien. • Undichte, unsterile Handschuhe schützen nicht!!!! Anwendung: – beim Umgang mit Müll – beim Umgang mit schmutziger / blutiger Wäsche – wenn Risse, Schnitte, Schürfwunden den Schutz der Hände nötig machen ! – beim Umgang mit infektiösen Material ( Blut / Ausscheidungen )
  • 18. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Teil 2 • Infektion – Definition – Infektionstypen – Incubationszeit – häufig auftretende Infektionskrankheiten • Hepatitis A – Definition – Infektionswege – Symptome • Hepatitis B – Definition – Infektionswege – Symptome – Schutz
  • 19. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • Hepatitis C – Definition – Infektionswege – Risikogruppen – Akute Hepatitis C – Chronische Hepatitis C – Schutz • HIV / AIDS – Definition – Infektionswege – Symptome » Stadien • SARS – Definition – Symptome – Infektionswege – Schutz • MRSA – Definition • TBC – Definition – Infektionswege – Symptome
  • 20. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Infection - Definition • Anhaften, Eindringen und Vermehren eines Krankheitserregers in einen Organismus
  • 21. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Infection – Infektionstypen • Exogene, Endogene Infektion • Lokale Infektion • Generalisierte Infektion, Sepis
  • 22. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Infection - Incubationszeit • Zeit vom Eindringen eines Erregers bis zum Auftreten der ersten unspezifischen Krankheitssymptome – Hepatitis C (35-70 ) – Grippe (ein paar Stunden oder Tage) – Windpocken (7-21 Tage)
  • 24. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Hepatitis A Definition: – Hepatitis A ist eine Entzündung der Leber. – Die Erkrankung wird durch ein Virus, das Hepatitis A-Virus (HAV), verursacht. Infektionswege:  Lebensmittel , die mit Kotrückständen verunreinigt sind. – Die Infektion kommt vor allem in Süd- und Südosteuropa, Afrika, Asien sowie Süd- und Mittelamerika vor. – Etwa die Hälfte aller Hepatitis-A-Fälle, die in Deutschland auftreten, betreffen Touristen aus südlichen Reiseländern.
  • 25. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Hepatitis A Symptome: – Inkubationszeit: zwei bis sieben Wochen – 2/3 der Hepatitis A Infektionen verlaufen ohne Beschwerden • der Patient merkt also nicht, dass er sich mit dem Virus infiziert hat, und die Erkrankung heilt von selbst aus  leichter Temperaturanstieg (niedriger als 38 Grad Celsius), Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, Leistungsknick und Druckschmerzen im rechten Oberbauch  etwa eine Woche später verfärbt sich die Haut gelb (Ikterus, Gelbsucht), der Urin wird dunkel und der Stuhl hell (Lehmstuhl)  bei Beginn der Gelbfärbung der Haut fühlen sich die meisten Patienten bereits besser  diese Gelbsucht hält üblicherweise vier bis acht Wochen an  Hepatitis A verläuft in der Regel als milde Erkrankung
  • 26. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Hepatitis B Definition: – Hepatitis B ist eine Entzündung der Leber – die Erkrankung wird durch ein Virus, das Hepatitis B-Virus (HBV) verursacht – übertragen durch Körperflüssigkeiten (Blut oder Blutplasma, Sperma, Vaginalschleim) – das Virus ist um ein Vielfaches ansteckender als der Erreger von AIDS, das HI-Virus – es genügen bereits mikroskopisch kleine Hautverletzungen, durch die der Erreger in die Blutbahn gelangt  die Erkrankung kann akut (Ausheilung innerhalb von 6 Monaten, 90 Prozent) oder chronisch (keine Heilung nach 6 Monaten, zehn Prozent) verlaufen  Hepatitis B ist die häufigste Virushepatitis weltweit, in Deutschland sind etwa 0.5 Prozent der Bevölkerung infiziert
  • 27. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Hepatitis B Infektionswege:  Kontakt mit Körperflüssigkeiten  intimer, besonders sexueller körperlicher Kontakt  unsterile Instrumente (Nadeln, aber auch Ohrdurchstecher, Maniküre, Akupunktur, Tätowierung) können die Erkrankung übertragen  eine infizierte schwangere Frau kann ihr Kind unter der Geburt anstecken  durch Transfusion von Blut oder Blutprodukten (allerdings werden heute alle Blutproben untersucht, sodass die Infektionsgefahr sehr gering ist)
  • 28. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Hepatitis B Symptome: – die ersten Beschwerden sind Appetitlosigkeit, Abneigung gegen bestimmte Lebensmittel, Übelkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen und leichtes Fieber – in der zweiten Krankheitsphase färben sich Haut, Schleimhäute und Augen gelb (Gelbsucht/Ikterus), der Stuhl entfärbt sich, und der Urin wird dunkel – danach tritt in den meisten Fällen eine Besserung ein – die Erkrankung dauert meist vier bis sechs Wochen an – 2/3 aller Erwachsenen und fast alle Kleinkinder haben Hepatitis B, ohne dass sie etwas davon bemerken
  • 29. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Hepatitis B Schutz:  Schutzimpfung gegen Hepatitis B • sie gehört seit wenigen Jahren zur Standardimpfung für alle Säuglinge und wird von den gesetzlichen Krankenkassen gezahlt • ältere Menschen, müssen die Impfung selbst bezahlen  der Impfschutz hält etwa fünf Jahre lang an  die Impfung empfiehlt sich besonders für die klassischen Risikogruppen
  • 30. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Hepatitis B Schutz:  es gibt auch einen kombinierten Hepatitis A/Hepatitis B- Impfstoff, der beide Impfstoffe enthält  meiden Sie wechselnden Geschlechtsverkehr, benutzen Sie Kondome – Spritzen dürfen nicht von mehreren Menschen verwendet werden – Teilen Sie keine Rasiersachen, Zahnbürsten, Nagelscheren oder Nagelfeilen mit infizierten Personen
  • 31. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Hepatitis C Definition: – Hepatitis C ist eine Entzündung der Leber – verursacht durch das Hepatitis C Virus (HCV) – in Deutschland sind etwa 0,4 Prozent der Bevölkerung Träger des Hepatitis C-Virus – Hepatitis C ist nach Alkohol die zweithäufigste Ursache von Leberzirrhose und Leberkrebs – eine Impfung gegen die Hepatitis C existiert nicht
  • 32. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Hepatitis C Infektionswege: – die Ansteckung mit dem Hepatitis-C-Virus geschieht am häufigsten durch den Kontakt mit infiziertem Blut – eine Übertragung durch Intimkontakte ist selten, Hepatitis C wurde früher als Hepatitis-Non-A-Non-B bezeichnet – die Erkrankung verläuft in 20 Prozent der Fälle akut, dass heißt sie heilt spätestens nach 6 Monaten aus – in 80 Prozent der Fälle verläuft sie chronisch – die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der Krankheit (Inkubationszeit) beträgt 15 Tage bis sechs Monate
  • 33. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Hepatitis C Risikogruppen:  Ärzte, Krankenschwestern und Laboranten Kontakt mit infektiösem Blut)  Drogenabhängige verwenden häufig gemeinsam Nadeln und sind dadurch sehr gefährdet  etwa 80 Prozent der Drogensüchtigen, die Drogen spritzen, sind infiziert.  bei gut 1/3 der Betroffenen ist der Ansteckungsweg unklar
  • 34. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Hepatitis C Akute Hepatitis C (20 Prozent): – in der ersten Phase (Prodromalstadium) fühlen sich die Betroffenen etwas unwohl, aber im wesentlichen gesund • weitere uncharakteristische Symptome : – Abgeschlagenheit, Muskel- und Gelenkschmerzen und leichtes Fieber ("grippale Symptome") – Appetitlosigkeit und Abneigung gegen bestimmte Lebensmittel – Übelkeit – Druckschmerzen im rechten Oberbauch
  • 35. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Hepatitis C Chronische Hepatitis C (80 Prozent): – chronische Hepatitis C verläuft häufig ohne Symptome oder geht mit folgenden uncharakteristischen Beschwerden einher : • Müdigkeit • Gelenk- und Muskelschmerzen • Appetitlosigkeit • gelegentlich ein Drücken unter dem rechten Rippenbogen • ist die Leberfunktion eingeschränkt, treten Veränderungen im Bereich der Haut und Schleimhaut (so genannte Leberhautzeichen) auf: – glatte, rote Zunge und Lippen, Gefäßspinnen, Juckreiz, gerötete Handflächen
  • 36. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Hepatitis C Schutz: – Spritzen dürfen nicht von mehreren Menschen verwendet werden – Teilen Sie keine Rasiersachen, Zahnbürsten , Nagelscheren oder Nagelfeilen mit infizierten Personen – meiden Sie wechselnden Geschlechtsverkehr bzw. benutzen Sie Kondome
  • 37. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP HIV / AIDS Definition:  das Virus und die Infektion werden HIV genannt  der Begriff AIDS (acquired immunodeficiency syndrome = Krankheitsbild der erworbenen Abwehrschwäche) wird für ein spätes Stadium der HIV-Infektion benutzt • AIDS ist eine chronische, lebensbedrohliche Erkrankung, die durch das human immunodeficiency virus (HIV) verursacht wird • das HI-Virus schädigt oder zerstört bestimmte Zellen der Immunabwehr • dadurch kann der Körper nicht mehr effektiv Bakterien, Viren oder Pilze, die Krankheiten auslösen, bekämpfen
  • 38. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP HIV / AIDS Infektionswege: – Sexueller Kontakt – Übertragung durch infiziertes Blut – Übertragung durch den gemeinsamen Gebrauch von Nadeln – Übertragung durch Verletzungen – Übertragung durch die Mutter auf das Kind • andere Übertragungsmöglichkeiten: in sehr seltenen Fällen kann das HI-Virus durch Organtransplantation oder schlecht desinfiziertes Operationsbesteck übertragen werden
  • 39. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP HIV / AIDS Symptome:  die Symptome von HIV und AIDS variieren und hängen vom Stadium der Erkrankung ab  1987 hat das Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in Amerika vier verschiednen Stadien definiert
  • 40. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP HIV / AIDS - Stages • Stadium I: Akute HIV Erkrankung  die Erstinfektion mit HIV kann symptomfrei verlaufen  bei etwa zehn bis 20 Prozent treten aber sechs Tage bis sechs Wochen nach der Infektion grippe-ähnliche Beschwerden wie Fieber, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, geschwollene Lymphknoten und Ausschlag auf  auch wenn keine Symptome auftreten, kann der Infizierte das HI- Virus an andere weitergeben  erst ein bis drei Monate nach der Infektion lassen sich Antikörper im Blut nachweisen • Stadium II: Asymptomatische infektion (Latenzphase) – häufig folgt jetzt eine symptomfreie Phase, die etwa acht bis neun Jahre dauert – das Virus vermehrt sich in dieser Zeit weiter und zerstört die Immunzellen – Tests zeigen eine deutliche Abnahme der Immunzellen im Blut
  • 41. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP HIV / AIDS - Stages • Stadium III: Lymphknotensyndrom – etwa 40 Prozent der Infizierten leiden in dieser Zeit unter Lymphknotenschwellungen • Stadium IV: HIV-assoziierte Erkrankungen – entwickelt sich etwa zehn Jahre nach der Infektion und wird in verschiedene Unterstadien eingeteilt – hat ein Patient eine der folgende Symptome spricht der Arzt vom AIDS-Related-Complex
  • 42. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP SARS Definition: • es handelt sich nach allen vorliegenden Erkenntnissen um eine Erkrankung durch einen modifizierten (mutierten) Erreger aus der Gruppe der Corona-Viren Symptome: • etwa 2 bis 10 Tage nach der Infektion Auftreten von Fieber (meist über 38 ° C), von Allgemeinsymptomen wie Kopfschmerzen, Gliederschmerzen etc. und von Atemwegssymptomen wie z. B. Husten/Atemnot/Kurzatmigkeit
  • 43. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP SARS Infektionswege: – Tröpfcheninfektion – für möglich werden auch Schmierinfektionen gehalten, da Corona-Viren auch über den Magen-Darm-Trakt ausgeschieden werden können – eine Übertragung durch Hautkontakt (insbesondere beim Händeschütteln) ist ebenfalls möglich – darüber hinaus werden auch andere Übertragungswege diskutiert: • Übertragung durch Wasser/Abwasser, • Insekten/Ungeziefer, • nicht korrekt instand gehaltene und gewartete Klimaanlagen
  • 44. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP SARS Schutz:  Einhaltung der allgemeinen Hygiene-Regeln  nur hygienisch einwandfreies Trinkwasser verwenden  regelmäßiges Händewaschen, insbesondere nach Benutzung von Sanitäranlagen  direkten bzw. engen Kontakt mit Gesprächspartnern nach Möglichkeit vermeiden  Abstand bei Gesprächen halten, Hautberührung (Händeschütteln!) nach Möglichkeit vermeiden  nach jedem direkten Hautkontakt mit Personen in Gebieten mit SARS-Fällen Händewaschen!  bei direktem Kontakt mit Personen in Gebieten mit SARS- Infektionen gegebenenfalls Tragen einer Atemschutzmaske
  • 45. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP MRSA Definition: – Bakterien der Art Staphylococcus aureus können bei Mensch und Tier als Bestandteil der Hautflora vorkommen – beim Menschen sind meist die vordere Nase und die Leistenregion besiedelt  Staphylokokken sind im Vergleich zu anderen Bakterienarten unempfindlich gegen Austrocknung und können auf trockenen Oberflächen/Gegenständen lange überleben  bei Eindringen in normalerweise keimfreie Teile des Körpers kann Staphylococcus aureus Infektionen verursachen  neben den eher harmlosen Furunkeln können schwere Wundinfektionen, Pneumonien und Sepsisfälle durch diese Bakterien hervorgerufen werden
  • 46. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP TBC Definition: – weltweit verbreitete bakterielle Infektionskrankheit – verursacht durch das Bakterium Mycobacterium tuberculosis – neigt dazu, chronisch zu verlaufen – die häufigste Form der Erkrankung ist die Lungentuberkulose – kann jedoch im allgemeinen alle Organe befallen, auch die Haut
  • 47. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP TBC Infektionswege: – im Normalfall wird Tuberkulose als sogenannte Tröpfchen- Infektion übertragen – obwohl die Tuberkulose auch in den Industrieländern auftritt, ist sie eine typische Erkrankung ärmerer Länder – aus diesem Grunde sollte man nach Urlaubsreisen in solche Länder bei Auftreten von Krankheitszeichen auch an Tuberkulose denken – in Europa tritt die Krankheit von selbst selten auf; durch Vermehrung von gegen die Behandlung resistenten Stämmen wird sie jedoch in den letzten Jahren wieder häufiger angetroffen – Tuberkulose ist eine meldepflichtige Krankheit
  • 48. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP TBC Symptome: – die Primärtuberkulose ist eine Infektion, die direkt nach einer Infektion mit den Tuberkulosebakterien entsteht – Krankheitssymptome sind eher unspezifisch, u.a. • Fieber, Krankheitsgefühl, Ermüdbarkeit und Appetitlosigkeit – die Erkrankung setzt sich in 90 Prozent der Fälle in der Lunge fest – die Entwicklung einer Hauttuberkulose ist bei der Primärtuberkulose selten – die Symptome dauern 3-4 Wochen an – bei Betroffenen mit einem schwachen Immunsystem kann sich die Primärtuberkulose weiterentwickeln – meistens streut dann die Krankheit aus bestehenden Herden in der Lunge aus – die Bakterien werden im ganzen Körper verteilt, so dass es auch zum Festsetzen der Erreger in der Haut kommen kann
  • 49. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Teil 3 • Desinfektion / Selbstschutz  Vorsorge  Hände waschen  Ziele  Indikation  Umgang mit leichter bis mittlerer Verschmutzung  Nachbereitung
  • 50. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Desinfektion / Selbstschutz Das Wichtigste: Vorsorge! • bei allen hier aufgeführten Erkrankungen ist eine Einhaltung der vorgegeben Hygienerichtlinien des RKI das Wichtigste • richtige Händedesinfektion nach einem Patientenkontakt • eine Desinfektion von Arbeitsflächen, Liegen, Tragevorrichtungen etc. • hierbei geht es nicht nur um den Eigenschutz sondern auch um Schutz des nächsten Patienten vor Erregern
  • 51. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Desinfection / Selbstschutz Hände waschen • das Waschen der Hände ist ein wichtiger Bestandteil der Händehygiene • dient der Entfernung von grobem Schmutz • durch das Händewaschen werden bis zu 99 Prozent aller Keime entfernt • zum Vergleich: bei einer hygienischen Händedesinfektion werden bis zu 99,99 Prozent aller Krankheitserreger abgetötet
  • 52. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Desinfektion / Selbstschutz Ziele • Hände werden von groben Verschmutzungen befreit • die Haut der PCG wird vor unnötigen Belastungen geschützt
  • 53. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Desinfektion / Selbstschutz Indikation Hände waschen unter verschiedenen Voraussetzungen: • vor dem Arbeitsbeginn, nach der Mittagspause und nach Dienstende • vor der Zubereitung und vor dem Verteilen von Speisen und Getränken • nach der Toilettennutzung • nach dem Naseputzen • nach dem Kontakt mit Haustieren • zur Säuberung von sichtbar verschmutzten Händen
  • 54. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Desinfektion / Selbstschutz Umgang mit leichter bis mittlerer Verschmutzung • entnehme Waschlotion aus dem Spender • alle Bereiche der Hand müssen gleichmäßig mit dem Präparat behandelt werden
  • 55. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • stelle das Wasser an • dieses sollte nicht wärmer als 40°C gewählt werden • wärmeres Wasser führt zu einer noch stärkeren Entfettung der Haut
  • 56. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • seife sie Hände mindestens 15 bis 30 Sekunden ein • stelle sicher, dass die Umgebung bzw. die Kleidung nicht kontaminiert werden • vermeide starkes Verspritzen
  • 57. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • stelle sicher, dass alle Rückstände unter fließendem Wasser sorgfältig abgewaschen werden
  • 58. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • trockne die Hände vollständig ab • vermeide dabei starkes Reiben
  • 59. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • stelle das Wasser (falls möglich) mit dem Ellenbogen ab • wenn der Waschplatz mit einem Wasserhahn ausgestattet ist, drehe diesen mit einem Einmalhandtuch ab • ansonsten könnte es zu einer Rekontaminierung kommen
  • 61. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Desinfektion / Selbstschutz Nachbereitung • nach Möglichkeit sollte sich an jedes Hände waschen eine Hautpflege anschließen • falls die Spenderflasche mit der Waschlotion mehrfach verwendet wird, muss vor der Wiederbefüllung eine Reinigung und Desinfektion erfolgen • die Verträglichkeit der Waschlotion wird regelmäßig überprüft
  • 62. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Teil 4 • Desinfektion der Hände – Definition – Grundsätze – Ziele – empfohlener Ablauf
  • 63. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Desinfektion der Hände- Definition • Händedesinfektion tötet 99,99 Prozent aller Keime ab • dies ist um das Hundertfache wirksamer als eine Seifenwaschung, die lediglich 99 Prozent der Keime beseitigt • wir nutzen gebrauchsfertige Lösungen • diese bieten ein breites Wirkungsspektrum und eine schnelle Wirksamkeit • sie sind einfach in der Handhabung und gut verträglich • sie schonen die Haut der PCG
  • 64. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Desinfektion der Hände- Grundsätze • nur gewaschene aber nicht desinfizierte Hände sind als potenzielle Keimträger eine Gefahr für die Gesundheit der zu Betreuenden und der PCG • häufiges Händewaschen strapaziert die Haut weit mehr als Händedesinfektionen • Händedesinfektion ist eine schwierige und komplexe Maßnahme, die mit der notwendigen Konzentration durchgeführt werden muss • Händedesinfektion ist nur ein Teil der Händehygiene • ebenso wichtig sind die Handwäsche und die Handpflege
  • 65. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Desinfektion der Hände- Ziele • auf der Haut befindliche Krankheitskeime werden vollständig abgetötet • Kontaminationen und Infektionen werden vermieden, Infektionsketten werden unterbrochen • Balance zwischen der erforderlichen Hygiene und dem Hautschutz • die Handdesinfektionen wird auf das Maß beschränkt, das für die Infektionsprophylaxe erforderlich ist
  • 66. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Desinfektion der Hände empfohlener Ablauf • bediene mit dem Ellenbogen den Hebel des Spenders • fange mit der anderen "hohlen" Hand das Desinfektionsmittel auf, ohne mit dem Spender in Kontakt zu kommen
  • 67. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • verreibe nun die Hände ineinander und verteile das Desinfektionsmittel grob über die Haut • reibe dann Handfläche auf Handfläche
  • 68. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • führe die rechte Handfläche über den linken Handrücken und umgekehrt • desinfiziere die Fingerzwischenräume
  • 69. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • umfasse den Daumen der einen Hand mit der Handfläche der anderen Hand, der Daumen wird nun gedreht und reibt sich in der Handfläche
  • 71. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • schließe die Finger und reibe die Fingerkuppen in der Handinnenfläche der anderen Hand
  • 73. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Teil 5 • Individuelle Hygiene – Dusche – Definition – Ziele – Vorbereitung – Selbstständigkeit – Unterstützung – Nachbereitung
  • 74. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Individuelle Hygiene – Dusche Definition • für jüngere Generationen gehört die Dusche zum Alltag • viele ältere Menschen hingegen bevorzugen ein wöchentliches Vollbad und ergänzend die Wäsche am Waschbecken • Zahlreiche Faktoren sprechen jedoch gegen das Vollbad und für die Dusche: – eine Dusche ist wegen der kürzeren Einwirkzeit deutlich verträglicher für die Haut
  • 75. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Individuelle Hygiene – Dusche Definition • fließendes Wasser ist hygienischer • der Kreislauf wird deutlich weniger beansprucht • der Ein- und Ausstieg aus der Wanne ist anstrengender als die Nutzung einer ebenerdigen Dusche • ein Vollbad benötigt wesentlich mehr Wasser und Energie und ist somit unwirtschaftlicher
  • 76. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Individuelle Hygiene – Dusche Ziele • der Körper wird gereinigt • der Kreislauf wird angeregt, insbesondere durch Wechselduschen • die Intimsphäre bleibt gewahrt • ein Sturz wird vermieden • man kühlt nicht durch kaltes Wasser aus und kommt auch nicht mit zu warmem Wasser in Kontakt
  • 77. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Individuelle Hygiene – Dusche Vorbereitung Wir legen folgende Hilfs- und Verbrauchsmittel bereit: – ggf. Duschstuhl, 2 rutschfeste Duschmatten, ggf. Lifter – Einmalschürze und 2-3 Paar Einmalhandschuhe – 2 Waschlappen – ein Badetuch, ein kleines Handtuch – Bademantel, frische Unterwäsche, Hausschuhe – Tageszeitabhängig Schlafanzug, Nachthemd oder frische Tagesbekleidung
  • 78. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP – Shampoo, ggf. Duschmittel, Seife, Hautlotion, Haarbürste, Kamm und Föhn. • Hinweis: Es kann sinnvoll sein, die Seife mit einer Kordel zu durchstechen. Dieses Seifenstück wird an die Mischbatterie gehängt. Der Bewohner kann sich damit einfacher einseifen. • Badezimmer wird auf eine angenehme Temperatur geheizt • Fenster bleiben geschlossen • Ggf. werden Handtücher auf der Heizung vorgewärmt • alle Materialien werden griffbereit abgelegt Individuelle Hygiene – Dusche Vorbereitung
  • 79. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Individuelle Hygiene – Dusche Selbstständigkeit • nach kurzzeitigem abbrausen mit Wasser wird der Körper mit einem Waschzusatz eingeseift und anschließend wieder mit klarem Wasser abgeduscht
  • 80. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Individuelle Hygiene – Dusche Unterstützung • der Bewohner wird in das Badezimmer begleitet • ggf. wird ein Toilettengang durchgeführt • die Tür wird geschlossen, ggf. wird ein Schild "Besetzt" angebracht Hinweis: Die Tür zum Badezimmer sollte nicht verschlossen werden, egal ob die Pflegekraft beim Bewohner ist oder nicht. Eine verschlossene Tür verzögert Hilfe durch andere Kollegen, wenn eine Notsituation eintritt.
  • 82. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • weitere Hilfsmittel werden bereitgelegt, bzw. duschfertig vorbereitet: – Brille, Hörgerät und ggf. Perücke werden abgelegt – ggf. Arm- und Beinprothesen werden entfernt – ggf. wird der Stomabeutel abgerollt und eine Reinigung der Stomaumgebung durchgeführt – Kondomurinale werden abgerollt, der Urinkatheterbeutel wird geleert – Materialien zur Inkontinenzversorgung werden entfernt, ggf. werden Verunreinigungen grob entfernt – ggf. führt die Pflegekraft eine hygienische Händedesinfektion durch und wechselt die Einmalhandschuhe • die Pflegekraft kontrolliert den festen Sitz der Duschmatte und der Badezimmermatten • die Haltegriffe werden auf Stabilität geprüft • die Pflegekraft prüft die Funktionsfähigkeit des Thermostats
  • 83. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • achte darauf, dass der Bewohner nicht auskühlt • ggf. werden Hautbereiche durch den Duschstrahl warmgehalten
  • 84. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • soweit es der Bewohner nicht anders wünscht, wird folgende Reihenfolge beim Einseifen und Abduschen gewählt: – Füße und Unterschenkel – Oberschenkel und Hüfte – Arme und Oberkörper – Rücken und Brust – Intimbereich: dafür sollte sich der Bewohner falls möglich hinstellen und die Beine spreizen – Haarwäsche: das Gesicht wird mit einem zweiten Waschlappen bedeckt, damit kein Schaum in die Augen läuft – das Gesicht wird ausgespart und mit dem zweiten Waschlappen gereinigt – gesamten Körper erneut abspülen • sparsame Nutzung der Seife, um Hautreizungen zu vermeiden • die Dusche wird abgestellt
  • 86. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • das kleine Handtuch wird über den Kopf des Bewohners gelegt, das große Handtuch als Kälteschutz über die Schultern • dem Bewohner wird aus der Dusche geholfen • der Bewohner trocknet sich ab oder lässt sich von der PCG abtrocknen, dabei ist darauf zu achten, dass sich keine feuchte Kammer in den Hautfalten bildet • die Pflegekraft setzt den Bewohner keiner Zugluft aus • die Haare werden gekämmt und geföhnt • Durchführung von Hautpflege, um die Haut des Bewohners vor dem Austrocknen zu schützen • je nach Pflegebedürftigkeit kleidet sich der Bewohner selbst an oder nimmt die Hilfe der Pflegekraft in Anspruch
  • 87. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • die Haare des Bewohners werden geföhnt und die Frisur gerichtet • ggf. wird das Make-up bei Bewohnerinnen erneuert • ggf. wird eine Fingernagelpflege durchgeführt • ggf. werden Uhr und Schmuck wieder angelegt • ggf. werden notwendige Prophylaxen durchgeführt • Verbände werden erneuert • das Urindrainagesystem usw. werden wieder funktionsfähig eingerichtet
  • 89. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Individuelle Hygiene – Dusche Nachbereitung • das Badezimmer wird aufgeräumt, feuchte Stellen werden aufgewischt und es wird gelüftet • das Schild "Besetzt" wird entfernt • die Pflegekraft erkundigt sich erneut nach dem Befinden des Bewohners • die Hilfs- und Verbrauchsmittel werden gereinigt und desinfiziert bzw. entsorgt • die Pflegekraft führt eine hygienische Händedesinfektion durch
  • 90. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Teil 6 • Individuelle Hygiene – Vollbad– Teilbad – Definition – Grundsätze – Ziele – notwendiges Material – Vorbereitung des Badezimmers – allgemeine Vorbereitungen – Planung – Badezusätze – Selbstständigkeit – Hilfebedürftigkeit – Nachbereitung
  • 91. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Individual Hygiene – Full bath – Partial bath Definition • die Bedeutung eines Bades geht über die reine Körperpflege hinaus • wir nutzen die entspannende und wohltuende Wirkung des warmen Wassers, um den Körper zu beruhigen oder z.B. von Erkältungsleiden zu befreien • es gibt verschiedene Formen des Badens, die angewendet werden: o Vollbad, also ein komplettes Eintauchen im Wasser, von dem nur der Kopf ausgenommen ist – durch den Wasserdruck und die Wärmeeinwirkung wird der Kreislauf ungewöhnlich stark belastet • Teilbad, also ein teilweises Eintauchen (etwa Halbbad bis zum Bauchnabel) oder ein selektives Eintauchen bestimmter Körperteile (Armbad, Sitzbad usw.)
  • 92. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Individuelle Hygiene – Vollbad – Teilbad Grundsätze • wenn die Maßnahme primär der Körperreinigung gilt, so sollte man nicht baden, sondern bevorzugt duschen • Bäder werden niemals gegen den Willen durchgeführt, auch dann nicht, wenn eine Demenz vorliegt • der zu Pflegende soll einen möglichst großen Anteil der Hygienemaßnahme eigenständig erbringen • selbst wenn man nur wenige Körperregionen selbst waschen kann, erhält man dafür alle notwendige Unterstützung • insbesondere die Intimwäsche sollte möglichst selbst durchgeführt werden • Zeitpunkt und der Ablauf des Badens ist Bedürfnisorientiert
  • 93. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Individuelle Hygiene – Vollbad– Teilbad Ziele • Entspannung • Körperhygiene • Verbesserung der Hauthygiene • Senkung der Körpertemperatur bei Fieberpatienten • Vermittlung eines angenehmen Körpergefühls • Linderung der Symptome einer ggf. vorhandenen Haut- bzw. Erkältungskrankheit
  • 94. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Individuelle Hygiene – Vollbad– Teilbad notwendiges Material Wir halten folgende Materialien bereit: • zwei Waschlappen • zwei kleinere Handtücher, ein großes Badetuch • ggf. Badezusatz • Badewasserthermometer • ggf. Shampoo • frische Wäsche • Anti-Rutsch-Matten in und vor der Badewanne • ggf. Badelifter • Hautschutzmittel • Föhn
  • 95. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Individuelle Hygiene – Vollbad– Teilbad Vorbereitung des Badezimmers • wir stellen sicher, dass sich keine elektrischen Geräte in der Nähe der Badewanne befinden • das Badezimmer wird gelüftet und ggf. auf eine angenehme Temperatur geheizt • während des Badens sollte das Fenster in jedem Fall geschlossen sein • die Badewanne wird vor dem Einlassen des Wassers noch einmal kurz ausgespült • man platziert die rutschfesten Unterlagen vor der Wanne und in der Wanne selbst
  • 96. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • man lässt das Wasser in die Wanne einlaufen • soweit nicht anders verordnet wird eine Temperatur von 35°C bis 38°C am Thermostat vorgewählt • bei einem Vollbad wird die Wanne zunächst nur bis zur Hälfte gefüllt, nach dem Einsteigen kann weiteres Wasser zugegeben werden • falls verordnet und gewünscht, wird der Badezusatz eingefüllt und im Wasser verteilt • das Badezimmer wird nicht abgeschlossen, damit im Notfall schnell Hilfe hinzueilen kann Individuelle Hygiene – Vollbad– Teilbad Vorbereitung des Badezimmers
  • 97. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • an der Badezimmertür wird ein "Besetzt"-Schild angebracht • ggf. wird eine Sitzmöglichkeit aufgestellt, etwa ein Hocker • falls notwendig, werden die Handtücher angewärmt • wenn benötigt, frische Kleidungsstücke griffbereit legen Individuelle Hygiene – Vollbad – Teilbad Vorbereitung des Badezimmers
  • 98. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • Die Funktion aller Armaturen ist bekannt. • Vor dem Baden kann eine Mund- und Zahnpflege durchgeführt werden. • Vor dem Bad sollte ein Toilettengang erfolgen • Schmuck, Uhr, Brille, Hörgeräte usw. ablegen. • Entkleiden • Falls vorhanden Inkontinenzmaterial oder Verbände entfernen. • Bei Stuhlinkontinenz vor dem Bad reinigen • Blutdruck und Puls messen, vorallem vor einem Vollbad Individuelle Hygiene – Vollbad– Teilbad allgemeine Vorbereitungen
  • 99. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • das Baden erfolgt frühestens zwei Stunden nach der letzten Hauptmahlzeit und niemals auf nüchternen Magen • zwei Bäder pro Woche sind selbst bei gesunden Senioren die Obergrenze • je nach Gesundheitszustand liegt dieses Limit bei geschwächten Senioren entsprechend niedriger • bei Altersjuckreiz sollten lange und heiße Bäder vermieden werden • bei Herzkranken sollten die Bäder auf 10 Minuten reduziert werden, höher als bis zum Bauchnabel sollte der Wasserstand nicht steigen Individuelle Hygiene – Vollbad– Teilbad Planung
  • 100. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • es können folgende Badezusätze verwendet werden: – beruhigend und entzündungshemmend: Arnika, Fichtennadel, Kamille – beruhigend: Baldrian, Lavendel – kreislaufanregend: Birke – fiebersenkend: Eukalyptus – desinfizierend: Rosmarin, Salbei Individuelle Hygiene – Vollbad– Teilbad Badezusätze
  • 101. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • bei Hauterkrankungen können ggf. Salz oder Schwefel genutzt werden • vor jedem ersten Einsatz eines Badezusatzes klären wir, ob man auf diese allergisch reagiert • wir verwenden ausschließlich reine ätherische Öle • bei Sprudelbädern sollten keine schäumenden Badezusätze genutzt werden • ACHTUNG: bei ölhaltigen Bädern besteht eine deutlich erhöhte Rutschgefahr Individuelle Hygiene – Vollbad – Teilbad Badezusätze
  • 102. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • man stützt beide Hände auf dem Badewannenrand ab und hebt das Bein an, das dem Badewannenrand am nächsten steht Individuelle Hygiene – Vollbad– Teilbad Selbstständigkeit
  • 103. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • man verschiebt seinen Körperschwerpunkt in Richtung Wanne und stellt das Bein in der Wanne auf
  • 104. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • nun zieht man das andere Bein ebenfalls in die Badewanne, um anschließend kontrolliert in das Wasser zu sinken
  • 105. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • der Bewohner beugt sich so weit wie möglich nach vorne, er kann dann das Becken leichter vom Hocker abheben • die Füße der Pflegekraft und des Bewohners sollten versetzt nebeneinander stehen Individuelle Hygiene – Vollbad – Teilbad Hilfebedürftigkeit
  • 106. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • der Bewohner soll die Knie strecken und aufstehen • die Pflegekraft unterstützt ihn dabei, sich zur Wanne zu drehen und sich auf den Wannenrand zu setzen
  • 107. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • der Bewohner soll erst das eine und dann das andere Bein in das Wasser heben
  • 108. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • über die Schräge gleitet der Bewohner nun ins Wasser • Die Pflegekraft verhindert mit beiden Händen am Becken des Bewohners, dass dieser unkontrolliert in die Wanne rutscht
  • 109. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • die gesamte Bekleidung wird gerichtet • die Pflegekraft fragt nach dem Befinden des Bewohners • der Alarmknopf wird so platziert, dass er für den Bewohner zu erreichen ist • der Bewohner wird befragt, ob er weitere Wünsche habe, insbesondere wird ihm ein Getränk angeboten • das verbrauchte Material wird entsorgt • das restliche Wasser wird abgelassen • das Bad wird gelüftet und die Badewanne gereinigt, dann desinfiziert Individuelle Hygiene – Vollbad– Teilbad Nachbereitung
  • 110. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP Individuelle Hygiene – Vollbad– Teilbad Nachbereitung • das "Besetzt"-Schild wird entfernt • die Pflegemittel werden zurückgestellt • die Pflegekraft führt eine hygienische Händedesinfektion durch • die Pflegekraft räumt das Zimmer auf • nach dem Bad ermöglichen wir dem Bewohner eine angemessene Ruhepause
  • 111. Teil 7 • Nahrungsverweigerung von Patienten, die an Demenz leiden  Warum will (kann) der Demenzkranke nicht essen?  Positive Einflüsse auf die Ernährung  Magensonde Ja oder Nein?  Sondenernährung bei schwerer Demenz  Sondenernährung und Demenz - Fazit
  • 112. Warum will (kann) der Demenzkranke nicht essen? Appetitlosigkeit durch • Chronische Schmerzen!!! • andere quälende körperliche Beschwerden • Psychopharmaka • Angst, Depression, Trauer • Verlassenheitsgefühl • störende Umgebung (Lärm, Unruhe…)
  • 113. Warum will (kann) der Demenzkranke nicht essen? • Schluckstörungen • Psychopharmaka!!! • Insult • Verzögerter Schluckreflex • Neigung zu Aspiration • Endstadium der Demenz (Bissen wird im Mund „vergessen“)
  • 114. Warum will (kann) der Demenzkranke nicht essen? • Ist in seiner Umgebung unglücklich!!! • versteht nicht, wird nicht verstanden • wird respektlos behandelt • erfährt zu wenig Zuwendung • wird ständig gemaßregelt • kann seine Autonomie nicht ausleben • wird wie ein Objekt behandelt
  • 115. Warum will (kann) der Demenzkranke nicht essen? • Essen schmeckt nicht • ungewohnte oder unbekannte Kost • zu schwach gewürzte Kost • keine Rücksicht auf Vorlieben, bzw. Abneigungen • Nahrung unansehnlich, passiert, vermischt • falsche Tageszeit
  • 116. 116 Warum will (kann) der Demenzkranke nicht essen? • Mundtrockenheit • Soor • mangelnde Mundhygiene • schlecht passende, wackelnde Prothese • Druckstellen, offene Stellen • Übelkeit
  • 117. 117 Warum will (kann) der Demenzkranke nicht essen? • Art der Nahrungszufuhr abgelehnt • Verabreichung durch Pflegeperson abgelehnt • lieblose Verabreichung („abfüttern“) • Essen zu heiß / zu kalt • Löffel zu groß • Löffel zu voll • fühlt sich unter Zeitdruck
  • 118. Warum will (kann) der Demenzkranke nicht essen? Im Vorfeld des Sterbens • Zeichen des nahenden Lebensendes!!! • Dauer: Tage - Wochen – Monate, unabhängig vom Ernährungszustand!
  • 119. Positive Einflüsse auf die Ernährung • Gelingende Kommunikation!!! • Schmerzfreiheit (-armut)!!! • Reduktion der Psychopharmaka auf das Unumgängliche!!! • vertrauensvolle Beziehung zu Betreuern • Zuwendung, Körperkontakt • familiäre Atmosphäre • größtmögliche Normalität der Umgebung
  • 120. Positive Einflüsse auf die Ernährung • ausreichende Versorgung mit Sinnesreizen • bunte Teller zu weißem Tischtuch • häufig Getränke anbieten • selbständig essen lassen • Essen „fingerfertig“ servieren • Lieblingsspeisen anbieten • Fingerfood zur Selbstbedienung aufstellen
  • 121. Magensonde Ja oder Nein? Da es wenige, oder keine Vorteile aber viele potentiell nachteilige Auswirkungen der PEG-Sonde bei Betroffenen gibt, ist ihr routinemäßiger Einsatz bei Patienten mit schwerer Demenz nicht gerechtfertigt. The New England Journal of Medicine, Jan 2000
  • 122. Im Endstadium der Demenz könnte das Ziel einer Ernährungstherapie nur in der Verbesserung der Lebensqualität bestehen.
  • 123. Sondenernährung bei schwerer Demenz • Verhindert nicht: Aspirationspneumonien Druckulzera, Infektionen • Verbessert nicht: Körperfunktionen palliative Betreuung • Verlängert nicht: Überleben Finucane TE et al: JAMA 1999; 282: 1365-137 Gillik MR: N Engl J Med. 2000;342(3): 206-210
  • 124. 539913-LLP-1-2013-1-TR-LEONARDO-LMP • PEG ist ein bedeutender Risikofaktor für Aspiration Fox KA, Mularski RA et al: Am J Surg 170: 554-56, 1995 • PEG verursacht eher Infektionen als diese zu verhindern Locket MA, Templeton ML et al: Am J Surg 68: 117- 120, 2002 • PEG ist ein bedeutender Risikofaktor für Besiedlung mit Clostridium difficile Bliss DZ, Johnson S et al: Ann Intern Med 129:1012- 1019, 1998 124
  • 125. PEG-Sonden bei schwer demenzkranken Menschen haben ein besonders hohes Mortalitätsrisiko: • 54% sterben im 1. Monat • 90% sterben innerhalb eines Jahres Sanders DS, Carter MJ, D‘Silva J, James G., Bolton RP, Bardhan KD. 2003
  • 126. Die mittlere Überlebenszeit nach PEG liegt bei knapp über 6 Monaten. Mitchell SL, Tetroe JM (Metaanalye): J Gerontol A Biol Sci Med Sci 55: M735-M739, 2000
  • 127. PEG und Demenz - Fazit 1. Das allmähliche Einstellen der Nahrungsaufnahme im Endstadium der Demenz ist nicht Ursache sondern Begleitumstand des Sterbens. 2. In dieser Situation ethisch geboten sind • Liebevolle Zuwendung • Anbieten von kleinen Mengen an Nahrung und Getränken 3. Die PEG-Sonde ist selten der richtigste aber immer der einfachste Weg!