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Md medicus dr_günther

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„Durch richtige Information und einige Vorsichtmaßnahmen lässt sich die Ansteckungsgefahr von vielen Infektions- und Tropenerkrankungen jedoch reduzieren“, Vortrag von Dr. Matthias Günther, Ärztlicher Leiter von MD Medicus Reise- und Tropenmedizin auf dem 3. Dr. Walter Sicherheitsforum

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Md medicus dr_günther

  1. 1. Reisemedizin
  2. 2. Themen  Krankheit und Urlaub  Tetanus  Unfälle  Gifttiere  Kinderkrankheiten  Ältere  Schwangerschaft u. Reisen  Gelbfieber  Hepatitis A  Typhus  Tollwut  Sexuell übertragbare Erkrankungen  FSME  Virale ZNS-Infektion  Meningokokken  Unterernährung  Denguefieber  Malaria  Ebola  Kriminalität  Interkulturelle Kommunikation
  3. 3. Krankheit und Urlaub
  4. 4. Tetanus 26% 26%22% 12% 7% 7% Ursachen von Tetanus Bagatellverletzungen Punktionen Abschürfungen Schnittwunden Bisswunden offene Frakturen
  5. 5. Unfälle  2020 wird mit jährlich 1,9 Mio. Verkehrstoten weltweit gerechnet  1,3 Mio. Todesfälle pro Jahr  neunthäufigste Todesursache  Zahl der Verletzungsopfer ca. 20-50 Mio. pro Jahr  Vorsicht mit Alkohol!  Hochprozentiges verleitet zu leichtsinnigem Verhalten
  6. 6. Gifttiere an Land Schlangen  in den letzten Jahrzehnten immer wieder Verletzungen durch Kreuzotterbisse - Langzeitfolgen sehr selten Skorpione  je kleiner, desto gefährlicher  Gesundheitsrisiko: in Mexiko, Brasilien, Tunesien, Algerien, Marokko, Libyen Spinnen  Je größer desto gefährlicher  In Europa: Dornfingerspinne, Schwarze Witwe Vorsichtsmaßnahmen:  Festes Schuhwerk , lange Hosen  Im Gelände aufmerksam bewegen  Nicht im Gebüsch/unter Steinen wühlen  Gifttiere nicht berühren/einfangen Sandrasselotter Bildquelle: Saleem Hameed <saleemham at rediffmail.com>
  7. 7. Gifttiere im Meer Das Schwimmen vermeiden:  an menschenleeren Stränden  bei Quallen-Anschwemmung  direkt über Meeresboden  in Unterwasserhöhlen Ebenso:  Auf Hinweise achten  Auftauchen: Blick nach oben  Riffplattformen/Wasser mit felsigem Untergrund: Bade-/Turnschuhe tragen Chironex fleckeri Bildquelle: Guido Gautsch, Melbourne, Australia
  8. 8. Kinderkrankheiten Diphtherie-Ausbruch in Thailand:  Juni 2012 in der Provinz Loei  Ausbreitung am stärksten in nord- östlichen und südlichen Regionen  Zum 25. Dezember 2012 gab es 43 bestätigte Fälle (NaTHNac 04.01.2013) Bildquelle: RMZ
  9. 9. Kinderkrankheiten Durch Bakterien:  Scharlach: Streptokokken-Infektion  Impetigo contagiosa: Bakterielle Hauterkrankung  Pertussis: Keuchhusten  Diphtherie: Akute Infektionserkrankung Bildquelle: Centers for Disease Control and Prevention's
  10. 10. Kinderkrankheiten Durch Viren:  Masern  Röteln  Mumps  Windpocken  Ringelröteln  Pseudokrupp  Norovirus-Infektion  Rotavirus-Infektion  Dreitagefieber (Exanthema subitum  Polio: Kinderlähmung Bildquelle: Thomas Netsch, Wikipedia
  11. 11. Kinderkrankheiten: Polio Länder mit paralytischen Poliofällen (Stand Juli 2012)
  12. 12. Ältere Grippe  STIKO empfiehlt eine Impfung gegen Influenza:  für Personen ab 60 Jahren  sowie für Risikogruppen Hepatitis A  Ansteckung fast ausschließlich fäkal- oral  durch Aufnahme von Kot /Kotresten  meist über verunreinigte Nahrungsmittel/Trinkwasser Bildquelle: Candida Performa
  13. 13. Schwangerschaft und Reisen  Reiseziel wohl überlegt auswählen, Rücksprache mit behandelndem Arzt  Folgende Reisen sollten vermieden werden:  Malariarisikogebiete ,Gelbfieberrisikogebiete  Risikogebiete für Hepatitis E, Hepatitis A (mangelhafte hygienischen Umstände)  Impfungen und suffiziente medikamentöse Malariaprophylaxe  nach Rücksprache mit erfahrenen Arzt möglich  Risikoabwägung zwischen Medikamentennebenwirkungen und Notwendigkeit der Reise
  14. 14. Schwangerschaft und Reisen Flugreisen  Sollten höchstens zwei bis drei Stunden dauern (Thromboserisiko)  Nur geringe Intervalle  Zeitverschiebung am Urlaubsziel kann belastend wirken  Ab der 29. bis zur 35. Schwangerschaftswoche verlangen manche Fluggesellschaften ein ärztliches Attest  Keine Beförderung nach der 36. Schwangerschaftswoche Bildquellen: RMZ
  15. 15. Gelbfieber  bestimmte tropische Gebiete Afrikas sowie Mittel- und Südamerikas  Überträger: Stechmücke Aedes aegypti u.a. Mücken der Gattung Aedes  Trotz Gelbfieberimpfung zusätzlicher Schutz durch geeignete Kleidung, Moskitonetze, Mückenschutzmittel  Gelbfieberimpfung für Indien?
  16. 16. Gelbfieber  Impfstoff gegen Gelbfieber enthält abgeschwächte Gelbfieberviren  Lebendimpfung ist nicht geeignet für:  Kinder unter sechs Monaten  Personen mit Immunschwäche, Hühnereiweißallergie  Schwangere, Stillende Bildquelle: RMZ
  17. 17. Hepatitis A  akute Leberentzündung - Gelbsucht  Übertragung der Erreger über kontaminierte Lebensmittel/Getränke  besonders riskant: Meeresfrüchte wie Muscheln  Vorkommen:  häufig in warmen Regionen (tropische Gebiete)  In Ländern mit mangelhaften hygienischen/sanitären Verhältnissen Bildquelle: RMZ
  18. 18. Hepatitis A Risikogebiete  Naher und Mittlerer Osten  Westafrika  Mexiko  Algerien  Indien  Nepal  Südamerika
  19. 19. Typhus  Kleiderlaus Bildquelle: CDC Public Health Image Library
  20. 20. Typhus  Mary Mallon (* 23. Sept.1869; † 11. Nov. 1938)  war 1883 aus Irland in die USA eingewandert Bildquelle: Volker Brinkmann, Max Planck Institute for Infection Biology, Berlin, Germany
  21. 21. Typhus  Bakterien der Gattung Salmonella  Vorkommen: v.a. Afrika, Südamerika, Südostasien  Ansteckung: überwiegend durch kontaminiertes Trinkwasser/Nahrungsmittel
  22. 22. Typhus  Verhaltensregeln  ausreichende Küchenhygiene  abgekochtes Wasser  Vermeidung roher, nicht ausreichend erhitzter Speisen  Impfung  Schluckimpfung schützt mindestens ein Jahr, bewirkt leichteren Krankheitsverlauf  Schutzimpfung per Spritze bis zu 3 Jahre Bildquelle: RMZ
  23. 23. Tollwut (Rabies, Lyssa) Tiere Reisestil Bildquelle: RMZ
  24. 24. Tollwut
  25. 25. Tollwut (Rabies, Lyssa) Postexpositionelle Tollwut-Immunprophylaxe (STIKO)
  26. 26. Sexuell übertragene Erkrankungen Hepatitis B, Hepatitis C Risiko verringern durch Vermeidung von:  Sexualkontakten mit flüchtigen Bekanntschaften, Prostituierten  unsterilen Spritzen- bzw. Injektionsnadeln  direktem Kontakt mit Blut  Ohrlochstechen/ Tätowierungen  ungeschütztem Geschlechtsverkehr Bildquelle: RMZ
  27. 27. Sexuell übertragene Erkrankungen HIV –Infektion/ AIDS  HIV-Infizierte wurden für Ende 2010 auf 34 Millionen geschätzt - 17% mehr als 2001  Südlich der Sahara: bis max. 70% HIV- Infektionen  Übertragung: sexuelle Kontakte, Nadeln, Blutprodukte  Zugang zur Behandlung konnte verbessert werden - Überlebenswahrscheinlichkeit stieg an Bildquelle: RMZ
  28. 28. FSME-Risikogebiete in Deutschland  Definierte FSME-Risikogebiete nach Robert Koch-Institut  Landkreise mit vereinzelt auftretenden autochthonen FSME-Erkrankungen Quelle: RKI
  29. 29. virale ZNS-Infektion  Japanische Enzephalitis  Entzündungen im zentralen Nervensystem (Gehirngewebe)  Übertragung durch Stechmücken (Feuchtlandschaften Südostasiens)  Hand-Fuß-Mund Krankheit  verbreitete Infektionskrankheit der Haut  Betrifft vor allem Kinder unter zehn Jahren  Bläschen auf den Handflächen/Fußsohlen, Entzündungen im Mund
  30. 30. Meningokokken (Meningitis)  Übertragung: Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch  Schwere Verlaufsformen u.a. Todesfälle  Starke Verbreitung jährlich in Trockenzeiten (Meningitisgürtel)  Reisende gefährdet, wenn  enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung (insbes. Kinder)  soziale/medizinische Tätigkeit
  31. 31. Unterernährung  Anfälligkeit für Infektionserkrankungen deutlich erhöht  Proteinmangel  erhöhte Sterblichkeit bei Masern Bildquelle: RMZ
  32. 32. Unterernährung Marasmus  Abbau der Muskelmasse (inkl. Herzmuskel)  geblähter Bauch (verminderte Bildung von Verdauungsenzymen)  faltiges Gesicht (Abbau des Fettgewebes) Bildquelle: RMZ
  33. 33. Denguefieber
  34. 34. Malaria Quelle: WHO 2011
  35. 35. Ebola Gorilla, Bushmeat DD Malaria (z.B. Malaria in Uganda) Bildquelle: RMZ
  36. 36. Kriminalität Das ideale Opfer:  "Opferblick„  Alkohol, unangepasstes Verhalten  sichtbare Wertsachen Weder Kampf noch Flucht, stattdessen:  Ruhe  Besonnenheit  Selbstbewusstsein  Kommunikation  sich aktiv aus der Bedrohungssituation herausmanövrieren
  37. 37. Interkulturelle Kommunikation Gefühle anderer können verletzt werden u.a. durch:  zu viel nackte Haut zeigen  zu "persönliches" Fotografieren  zu "kämpferisches" Auftreten  Handzeichen, die missdeutet werden  Fehleinschätzung des Körperabstandes  die Art der Körperhaltung Bildquelle: RMZ
  38. 38. Vielen Dank!

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