14 Jahre Keyword Advertising:
Herausforderungen der Gegenwart -
Basis für die Zukunft




Maximilian Schubert, Salzburg, 26.02.2010 (IRIS 2010)
Inhalt



         ‣ Einführung
             ‣ 3 Differenzierungen
         ‣ Gegenwärtige Diskussionen
             ‣ Markenmäßige Nutzung
             ‣ Unlauteres Abfangen, Rufausbeutung

         ‣ Herausforderungen - Zukunft
             ‣ Mobile Endgeräte
             ‣ Navigationsgewohnheiten
             ‣ Behavioural Advertising
Definition von “Keyword Advertising” (i.e.S)
 ‣    Gestaltung Anzeige durch Werbenden: Auswahl von Keyword, Link und Beschreibung

 ‣    Auktions-Preismodell: Darstellung und Reihung der Anzeige gemäß Gebot auf Keyword

 ‣    CPC- Abrechnung auf Basis von Cost-per-Click Modell


 ‣    Kombination von Suchanfragen sowie relevanten Anzeige durch Suchmaschine

 ‣    Manuelle oder automatische Sicherstellung der tatsächliche Relevanz der Anzeige

 ‣    Gereihte Darstellung der Anzeige neben dem (organischen) Suchergebnis




 Fain/Pedersen, Sponsored Search: a Brief Histroy, http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.92.987&rep=rep1&type=pdf (29.10.2019).
Keyword
Agenda Buying als Antwort auf Suchmaschinen-SPAM




                                                                                                                          ToGo.com (2001)

 Hargittai, The Role of Expertise in Navigating Links of Influence, in Turow/Tsui (Hrsg), The Hyperlinked Society: Questioning Connections in
 the Digital Age, Michigan Press (2008) 85ff.
Keyword
Agenda Buying als Antwort auf Suchmaschinen-SPAM




                                                                                                                          ToGo.com (2001)

 Hargittai, The Role of Expertise in Navigating Links of Influence, in Turow/Tsui (Hrsg), The Hyperlinked Society: Questioning Connections in
 the Digital Age, Michigan Press (2008) 85ff.
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                                                      - hotel
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   hotel edinburgh scotsman                           Keyword Optionen: “broad match”
                                                      Zielregion:       Österreich, Wien
                                                      Gebot:            EUR 0,15 per click




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   hotel edinburgh scotsman                           Keyword Optionen: “broad match”
                                                      Zielregion:       Österreich, Wien
                                                      Gebot:            EUR 0,15 per click




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Inhalt



         ‣ Einführung
             ‣ 3 Differenzierungen
         ‣ Gegenwärtige Diskussionen
             ‣ Markenmäßige Nutzung
             ‣ Unlauteres Abfangen, Rufausbeutung

         ‣ Herausforderungen - Zukunft
             ‣ Mobile Endgeräte
             ‣ Navigationsgewohnheiten
             ‣ Behavioural Advertising
1. Unterscheidung: Top-Ad v. Side-Ad




                   ‣ Top-Ad
1. Unterscheidung: Top-Ad v. Side-Ad




                   ‣ Top-Ad
                   ‣ Side-Ad
1. Unterscheidung: Top-Ad v. Side-Ad




                   ‣ Top-Ad
                   ‣ Side-Ad
                   ‣ Suchergebnis
1. Unterscheidung: Top-Ad v. Side-Ad




                                       beispielhaft


                   ‣ Top-Ad
                   ‣ Side-Ad
                   ‣ Suchergebnis
2. Unterscheidung: Adv- v. Adv+

Beinhaltet die Anzeige das geschützte Zeichen?
2. Unterscheidung: Adv- v. Adv+

Beinhaltet die Anzeige das geschützte Zeichen?
2. Unterscheidung: Adv- v. Adv+

Beinhaltet die Anzeige das geschützte Zeichen?




               NEIN: “Adv-”


“Adv-” = Begriff als Keyword gebucht & Begriff kommt nicht im Text der Anzeige vor
2. Unterscheidung: Adv- v. Adv+

Beinhaltet die Anzeige das geschützte Zeichen?




               NEIN: “Adv-”                                                          JA: “Adv+”


“Adv-” = Begriff als Keyword gebucht & Begriff kommt nicht im Text der Anzeige vor
“Adv+” = Begriff als Keyword gebucht & Begriff kommt im Text der Anzeige vor
3. Unterscheidung: Keyword Optionen



                      liberal         restriktiv
bei Wein & Co Wien
    Spirituosen
                                Keyword
  Wein & Co                     Options
 Flaschenwein
      billiger Wein
3. Unterscheidung: Keyword Optionen

                      große Toleranz
                      häufig
                      hohe Kosten
                      liberal               restriktiv
bei Wein & Co Wien
    Spirituosen
                                       rd
  Wein & Co                         wo ns
                                 ey tio
                                K p
                                  O
 Flaschenwein
      billiger Wein
3. Unterscheidung: Keyword Optionen

                                    geringe Toleranz
                                              selten
                                   geringere Kosten
                      liberal           restriktiv
bei Wein & Co Wien
    Spirituosen
                                 Ke
                                    yw
                                Op or
  Wein & Co                       tio d
                                     ns
 Flaschenwein
      billiger Wein
Drei Unterscheidungen: Zusammenfassung




             “Top Ad” v. “Side Ad“

               “Adv+” v. “Adv-”

               Keyword Optionen
Inhalt



         ‣ Einführung
             ‣ 3 Differenzierungen
         ‣ Gegenwärtige Diskussionen
             ‣ Markenmäßige Nutzung
             ‣ Unlauteres Abfangen, Rufausbeutung

         ‣ Herausforderungen - Zukunft
             ‣ Mobile Endgeräte
             ‣ Navigationsgewohnheiten
             ‣ Behavioural Advertising
Österr. Rechtsprechung zu Keyword Advertising

                                                                                            MschG         UWG
                                                                             Top-Ad           !              !
                                                 “Adv+”
                                                                            Side-Ad
                                                                                              !              !
                                                                             Top-Ad         Nutzung?   “Trefferliste”*
                                                   “Adv-”
                                                                            Side-Ad
                                                                                              "             "




*OGH verwendet in Wein&Co unterschiedliche Definitionen des Terminus “Trefferliste”.
Vgl. Absatz 3.4, Abs 3.5 der E OGH, 20.003.2007, 17 Ob 1/07g - Wein&Co- ecolex 2007, 264.
Strittige Punkte im Bezug auf Keyword Advertising:
 1.) Geschlossene Handlung oder separate Handlungen:
       OGH: Buchung und Darstellung der Anzeige als Einheit
       GA Maduro: Separate Betrachtung von Buchung sowie Darstellung

 2.) Markenmäßige Nutzung bei Adv-:
       - Findet eine Wahrnehmung der Verwendung durch die Nutzer statt?
       - Ist die Buchung eines Keywords ein kommerzieller Akt?

 3.) Beeinträchtigung der Herkunftsfunktion?
       - Unterscheidung von Waren und Dienstleistungen?
       - Falls nicht, separater Schutz der Werbe- u. Kommunikationsfunktion?

 4.) Verwechslungsgefahr relevant auch bei Doppelidentität?
       - EuGH: 02-Prüfungsschema (4 Kriterien): auch für Fälle der Doppelidentität?


 [Vgl. Rdnr. 57 der E: EuGH 12.6.2008, C-533/06 -O2- GRUR Int. 2008, 825]
OGH 17Ob3/08b 20.05.2008
                                                                                            Adv-
                                                                                                                                    preliminary ruling: Bergspecht
AUT                                                    function as                                     advertising -         communication -
                                  Arsenal [60]        indication of                                      function               function
                                                          origin


          Anheuser Busch                                                                                     Yes [VI. 4. iVm 11.]
                                      trade name           No [VI. 3.]                                       “used in advertisement”

                       Arsenal        decoration           No [VI. 3.]
                                      information
              BMW/Deenik                                   No [VI. 3.]
                                      about the p.


                                    purpose of distinguishing g&s
                                            Arsenal [50.]
                                                                                                                                               protection only for well
                                                                                                                                                  known TMs [11.]


                                                                                                                   autonomous protection
                                     indication of origin affected           No                                     of the advertising &
                                               [VI. 6., 7.]
                                          “average user” [8.]
                                                                                                                      communicational
                                                                                                                         function [6.]                  ECJ
                                                     Yes                                                               Yes             No


  EU: Art 5 (1) S.2 lit a    identical goods         similar goods &         EU: Art 5 (1) S.2 lit b
                               & services               services

        [VI. 9. last                                                                          sanction-able
        sentence]                                  position?                                                                     “likelihood of confusion”
                                                                                                  use?
                                           likelihood of confusion                                                               extensive interpretation
                                                  [VI. 9., 10.]                                                                            [VI.12.]


                                                                                   likelihood of confusion

                                 Side Ad                                  Top Ad

                                                                              no likelihood of confusion
                 [VI. 10.]                                     [VI.10.]                                                       Version: 13.04.2009, 17:03
Kaufhaus
Agenda Beispiel




  Das Platzieren eines Lockartikels (Imageträger, hier: “PRIL”) neben einer
  Eigenmarke (Eigenmarke, hier: “clever”) ist im Einzelhandel eine gängige Praxis,
  um die gute Reputation einer Marke zu monetarisieren.


  [Goldman, Brand Spillovers, Santa Clara Univ. Legal Studies Research Paper No. 09-01; Harvard Journal of Law and Technology, Vol. 22,
  2008. Available at SSRN: http://ssrn.com/abstract=1324822 (30.03.2009)]
Kaufhaus
Agenda Beispiel




  Selbst wenn der Einzelhändler beim Verkauf des Lockproduktes wenig bzw. sogar
  keinen Gewinn macht (kleine Gewinnspanne), entscheidet sich ein Teil der
  KundInnen für das Produkt der Eigenmarke (große Gewinnspanne).


  [Goldman, Brand Spillovers, Santa Clara Univ. Legal Studies Research Paper No. 09-01; Harvard Journal of Law and Technology, Vol. 22,
  2008. Available at SSRN: http://ssrn.com/abstract=1324822 (30.03.2009)]
Kaufhaus
Agenda Beispiel




              Regal M01                                                                            Regal M01




  Selbst wenn der Einzelhändler beim Verkauf des Lockproduktes wenig bzw. sogar
  keinen Gewinn macht (kleine Gewinnspanne), entscheidet sich ein Teil der
  KundInnen für das Produkt der Eigenmarke (große Gewinnspanne).


  [Goldman, Brand Spillovers, Santa Clara Univ. Legal Studies Research Paper No. 09-01; Harvard Journal of Law and Technology, Vol. 22,
  2008. Available at SSRN: http://ssrn.com/abstract=1324822 (30.03.2009)]
Kaufhaus
Agenda Beispiel




              Etage 2                                                                              Etage 2
              Regal M01                                                                            Regal M01




  Selbst wenn der Einzelhändler beim Verkauf des Lockproduktes wenig bzw. sogar
  keinen Gewinn macht (kleine Gewinnspanne), entscheidet sich ein Teil der
  KundInnen für das Produkt der Eigenmarke (große Gewinnspanne).


  [Goldman, Brand Spillovers, Santa Clara Univ. Legal Studies Research Paper No. 09-01; Harvard Journal of Law and Technology, Vol. 22,
  2008. Available at SSRN: http://ssrn.com/abstract=1324822 (30.03.2009)]
Kaufhaus
Agenda Beispiel



                                                           Platznummer:
                                                           ..., 251, 301, ...
                                                           (50er Schritte)


              Etage 2                                                                              Etage 2
              Regal M01                                                                            Regal M01




  Selbst wenn der Einzelhändler beim Verkauf des Lockproduktes wenig bzw. sogar
  keinen Gewinn macht (kleine Gewinnspanne), entscheidet sich ein Teil der
  KundInnen für das Produkt der Eigenmarke (große Gewinnspanne).


  [Goldman, Brand Spillovers, Santa Clara Univ. Legal Studies Research Paper No. 09-01; Harvard Journal of Law and Technology, Vol. 22,
  2008. Available at SSRN: http://ssrn.com/abstract=1324822 (30.03.2009)]
Kaufhaus
Agenda Beispiel



                                Platznummer:
                                ..., 251, 301, ...
                                (50er Schritte)


        Etage 2                                      Etage 2
        Regal M01                                    Regal M01




  Zusammenfassung: Einzelhändlern ist es erlaubt die Reputation einer Marke
  auszunützen um den Absatz von eigenen Produkte zu fördern und somit Gewinn zu
  erwirtschaften. Bei Suchmaschinen ist es jedoch fraglich, ob das Werben für
  fremde Produkten auf Ergebnisseiten als zulässig angesehen wird.
Inhalt



         ‣ Einführung
             ‣ 3 Differenzierungen
         ‣ Gegenwärtige Diskussionen
             ‣ Markenmäßige Nutzung
             ‣ Unlauteres Abfangen, Rufausbeutung

         ‣ Herausforderungen - Zukunft
             ‣ Mobile Endgeräte
             ‣ Navigationsgewohnheiten
             ‣ Behavioural Advertising
UWG: Unlauteres Abfangen von Kunden
Agenda

‣    Informieren über Alternativen vs. Abfangen von Kunden

‣    Ansprechen von pot. Kunden nicht grundsätzlich unlauter

‣    Planmäßiges bzw. gezieltes Abfangen von Kunden in unmittelbarer
     Nähe des Geschäfts des Mitbewerbers

‣    Abstellen auf “präsumtiven Kunden”

‣    Rechtsprechung:
        ‣ Reklamezettel: Kunde und Verkäuferin angesprochen
        ‣ Stiftsparkplatz: Zahlung von Prämien an Busfahrer unlauter

‣    Abfangen möglich auf z.B. eCommerce-Seiten (e.g. Amazon, eBay).
        ‣ Dort jedoch von Nutzern als störend empfunden


[OGH, 16.01.1996, 4 Ob 4/96 -Kärntnerring-Garage- ÖBl 1996, 180; OGH 13.10.1970, 4 Ob 343/70 -Reklamezettelverteilen- ÖBl 1971, 41; OGH, 10.05.1996,
4 Ob 2244/96w -Stiftsparkplatz- ÖBl 1997, 61; OGH, 12.07.2005, 4 Ob 131/05a -whirlpool- MMR 2005, 446. ]
Suchmaschine als Eingangsbereich
Agenda

 ‣      Definition von Eingangsbereich: Rückgriff auf (unpassende) Analogien?

                 ‣     “Hinweisschild auf der Autobahn”, “Shopping Mall” oder “Supermarkt”
                 ‣     Möglichkeit der getrennten Präsentation, alphabetische Ordnung von
                       Supermarktregalen?




http://wikimapia.org/10344546/Burlington-Square-Mall
Rufausbeutung
Agenda

‣    Gefahr einer Rufübertragung / Imagetransfer?
     “...fern [liegt], dass der Internetnutzer eine Verbindung zwischen der Werbung […] und
     dem eingegebenen Suchwort in dem Sinne herstelle, dass er Qualitätsvorstellungen, die er
     mit dem als Suchwort eingegebenen Unternehmenskennzeichen verbinde, auf das Angebot
     der Klägerin übertrage”.

‣    Geringes Interesse an Funktionsweise & Finanzierung:
        ‣ Vermeintlich einfache Bedienung (“Product Paradoxon”)
        ‣ 16% trauen sich Einteilung in Anzeigen/Suchergebnis zu (2005)
        ‣ 9 % wissen über Finanzierung Bescheid (2003)

‣    Banner Blindness / “Inattentional Blindness”
        ‣ Werbung wird zwar gesehen aber nicht wahrgenommen
        ‣ Relative geringe Klickraten auf Werbung (auch Top-Ads)
        ‣ Eingeschränkte Nützlichkeit von sog. Eye-Tracking Analysen

BGH, I ZR 30/07, Beta Layout, GRUR 2009, 500 ; Fallows, Search Engine Users: Internet searchers are confident, satisfied and trusting – but they are also
unaware and naive, http://www.pewinternet.org/pdfs/PIP_Searchengine_users.pdf (22.02.2010) 17; Machill/Welp (Hrsg), Wegweiser im Netz (2003) 190;
Simons/Chabris, Gorillas in our midst: sustained inattentional blindness for dynamic events, Perception 1999, 1059.
Inhalt



         ‣ Einführung
             ‣ 3 Differenzierungen
         ‣ Gegenwärtige Diskussionen
             ‣ Markenmäßige Nutzung
             ‣ Unlauteres Abfangen, Rufausbeutung

         ‣ Herausforderungen - Zukunft
             ‣ Mobile Endgeräte
             ‣ Navigationsgewohnheiten
             ‣ Behavioural Advertising
Mobile
AgendaEndgeräte (Augmented Reality)

‣   Mobile Endgeräte als Lückenschluss zwischen Individuum & Internet
    ‣   Wiedergabe auf mobilen Endgeräten schafft ua Herausforderungen für
        Trennung von Inhalten und Werbung
    ‣   Zugriff auf unterschiedliche Datenqullen (Augmented Reality)
Navigationsgewohnheiten:
Agenda

‣   Stetig verändernde Nutzer-Navigationsgewohnheiten
    ‣   Zurücktreten des Domain-Name-Systems
    ‣   “Meinten Sie...”-Funktion und Google Suggest “suggerieren” Suchanfragen
    ‣   Zentrales Anbieten von Informationen durch einen Anbieter
Navigationsgewohnheiten: Zurücktreten von Domains
Agenda

‣     Browser-Addresszeile wird oftmals durch Suchfenster ersetzt:
      ‣    Schneller
      ‣    Einfacher
      ‣    Komfortabler




[Sasser, Japan: URL’s Are Totally Out, http://www.cabel.name/2008/03/japan-urls-are-totally-out.html 22.02.2010]
Navigationsgewohnheiten: “Meinten Sie:”
Agenda
Navigationsgewohnheiten: Google Suggest
Agenda

‣   Suchanfrage wird nicht mehr vollständig eingegeben, da Google
    bereits während der Eingabe Vorschläge anbietet:
Navigationsgewohnheiten: Nachfrageverschiebung
Agenda

‣   “Google Suggest” bzw. die “Meinten Sie”-Funktion führen zu einer
    Nachfrageverschiebung.




    [Stefens, Google Suggest rulez the SERP, http://seo.de/2253/google-suggest-rulez-the-serps/ (22.02.2010)]
Navigationsgewohnheiten: Ausblick in die Zukunft
Agenda
Navigationsgewohnheiten: Ausblick in die Zukunft
Agenda
Navigationsgewohnheiten: Ausblick in die Zukunft
Agenda
Behavioral
Agenda Advertising: Ein schleichender Siegeszug

‣   Schleichender Siegeszug von nutzerspezifischer Werbung
    ‣   Abstimmung der Werbung auf Kundenkreis (Region, Sprache, etc. ) auch bisher
        möglich (Tailored Advertising)
    ‣   Fortschreitende Personalisierung: Seit Dez. 2009 werden alle Google-
        Suchanfragen “personalisiert”. Suchergebnisse schwerer reproduzierbar.
    ‣   Fortschreitende Verquickung von Nutzern (online- und offline-Verhalten) und
        Werbeanbieter (Kundenkarten)
Behavioral
Agenda Advertising: Ein schleichender Siegeszug
Behavioral
Agenda Advertising: Ein schleichender Siegeszug
Behavioral
Agenda Advertising: Ein schleichender Siegeszug
Behavioral
Agenda Advertising: Ein schleichender Siegeszug
Lernen
Agendaaus der Gegenwart: Ausblick in die Zukunft

‣   EU-weite, einheitliche Regelung für Trennung von Werbung
    und Anzeigen
       ‣ Plattformunabhängige Kennzeichungsgrundsätze
       ‣ Überprüfung der Kennzeichnung (vgl. US-FTC) & Ahndung
                                                                                                                    Google Product Search Test


‣   Grundsätze für Augmented Reality Applikationen
       ‣ Identifikation, Informationssicherheit & Rechenschaftspflicht

‣   Graphische Abstraktion von relevanten Informationen

‣   Diskussion: Pers. Werbevertrag: Nutzer - Werbeanbieter                                                           A little ‘i’ to teach about

       ‣ Nachteil: Sehr viele Daten in einer Hand, Missbauchsgefahr?
                                                                                                                           Online Privacy



       ‣ Vorteil: “Opt-in” anstelle von “Opt-out”, Zentrale Verwaltung der
                Nutzerdaten, Löschungsanspruch


[Clifford, A Little ‘i’ to Teach About Online Privacy http://www.nytimes.com/2010/01/27/business/media/27adco.html (01.02.2010)]
Diskussion: Persönlicher Werbevertrag?
Agenda
Diskussion: Persönlicher Werbevertrag?
Agenda
Diskussion: Persönlicher Werbevertrag?
Agenda
Diskussion: Persönlicher Werbevertrag?
Agenda




Keiichi Matsuda, Augmented (hyper)Reality: Domestic Robocop http://www.vimeo.com/8569187 (20.02.2010).
Vielen Dank!
Agenda




 Danke für Ihre Aufmerksamkeit


  Mag. Maximilian Schubert LL.M.
  Jurist.0.8.15@gmail.com
  www.austrotrabant.at

14 Jahre Keyword Advertising: Herausforderung der Gegenwart - Basis für die Zukunft

  • 1.
    14 Jahre KeywordAdvertising: Herausforderungen der Gegenwart - Basis für die Zukunft Maximilian Schubert, Salzburg, 26.02.2010 (IRIS 2010)
  • 2.
    Inhalt ‣ Einführung ‣ 3 Differenzierungen ‣ Gegenwärtige Diskussionen ‣ Markenmäßige Nutzung ‣ Unlauteres Abfangen, Rufausbeutung ‣ Herausforderungen - Zukunft ‣ Mobile Endgeräte ‣ Navigationsgewohnheiten ‣ Behavioural Advertising
  • 3.
    Definition von “KeywordAdvertising” (i.e.S) ‣ Gestaltung Anzeige durch Werbenden: Auswahl von Keyword, Link und Beschreibung ‣ Auktions-Preismodell: Darstellung und Reihung der Anzeige gemäß Gebot auf Keyword ‣ CPC- Abrechnung auf Basis von Cost-per-Click Modell ‣ Kombination von Suchanfragen sowie relevanten Anzeige durch Suchmaschine ‣ Manuelle oder automatische Sicherstellung der tatsächliche Relevanz der Anzeige ‣ Gereihte Darstellung der Anzeige neben dem (organischen) Suchergebnis Fain/Pedersen, Sponsored Search: a Brief Histroy, http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.92.987&rep=rep1&type=pdf (29.10.2019).
  • 4.
    Keyword Agenda Buying alsAntwort auf Suchmaschinen-SPAM ToGo.com (2001) Hargittai, The Role of Expertise in Navigating Links of Influence, in Turow/Tsui (Hrsg), The Hyperlinked Society: Questioning Connections in the Digital Age, Michigan Press (2008) 85ff.
  • 5.
    Keyword Agenda Buying alsAntwort auf Suchmaschinen-SPAM ToGo.com (2001) Hargittai, The Role of Expertise in Navigating Links of Influence, in Turow/Tsui (Hrsg), The Hyperlinked Society: Questioning Connections in the Digital Age, Michigan Press (2008) 85ff.
  • 6.
    Vereinfachter Ablauf vonKeyword Advertising Nutzer
  • 7.
    Vereinfachter Ablauf vonKeyword Advertising Nutzer Nutzer gibt Query ein: hotel edinburgh scotsman
  • 8.
    Vereinfachter Ablauf vonKeyword Advertising Nutzer Nutzer gibt Query ein: hotel edinburgh scotsman 846,000 relevante Seiten Index Search engine Sortirung gem. (Page) Rank Ranking
  • 9.
    Vereinfachter Ablauf vonKeyword Advertising Nutzer Nutzer gibt Query ein: hotel edinburgh scotsman 846,000 relevante Seiten Index Search engine Sortirung gem. (Page) Rank Ranking Ergebnisseite (SERP)
  • 10.
    Vereinfachter Ablauf vonKeyword Advertising Nutzer Werbende Nutzer gibt Query ein: hotel edinburgh scotsman 846,000 relevante Seiten Index Search Ad- engine Words Sortirung gem. (Page) Rank Ranking Ergebnisseite (SERP)
  • 11.
    Vereinfachter Ablauf vonKeyword Advertising Werbender bucht folgende Keywords Nutzer Werbende - hotel - edinburgh Nutzer gibt Query ein: - scotsman hotel edinburgh scotsman Keyword Optionen: “broad match” Zielregion: Österreich, Wien Gebot: EUR 0,15 per click 846,000 relevante Seiten Index Search Ad- engine Words Sortirung gem. (Page) Rank Ranking Ergebnisseite (SERP)
  • 12.
    Vereinfachter Ablauf vonKeyword Advertising Werbender bucht folgende Keywords Nutzer Werbende - hotel - edinburgh Nutzer gibt Query ein: - scotsman hotel edinburgh scotsman Keyword Optionen: “broad match” Zielregion: Österreich, Wien Gebot: EUR 0,15 per click 846,000 relevante Seiten Index Search Ad- engine Words Sortirung gem. (Page) Rank Ranking Ergebnisseite (SERP)
  • 13.
    Inhalt ‣ Einführung ‣ 3 Differenzierungen ‣ Gegenwärtige Diskussionen ‣ Markenmäßige Nutzung ‣ Unlauteres Abfangen, Rufausbeutung ‣ Herausforderungen - Zukunft ‣ Mobile Endgeräte ‣ Navigationsgewohnheiten ‣ Behavioural Advertising
  • 14.
    1. Unterscheidung: Top-Adv. Side-Ad ‣ Top-Ad
  • 15.
    1. Unterscheidung: Top-Adv. Side-Ad ‣ Top-Ad ‣ Side-Ad
  • 16.
    1. Unterscheidung: Top-Adv. Side-Ad ‣ Top-Ad ‣ Side-Ad ‣ Suchergebnis
  • 17.
    1. Unterscheidung: Top-Adv. Side-Ad beispielhaft ‣ Top-Ad ‣ Side-Ad ‣ Suchergebnis
  • 18.
    2. Unterscheidung: Adv-v. Adv+ Beinhaltet die Anzeige das geschützte Zeichen?
  • 19.
    2. Unterscheidung: Adv-v. Adv+ Beinhaltet die Anzeige das geschützte Zeichen?
  • 20.
    2. Unterscheidung: Adv-v. Adv+ Beinhaltet die Anzeige das geschützte Zeichen? NEIN: “Adv-” “Adv-” = Begriff als Keyword gebucht & Begriff kommt nicht im Text der Anzeige vor
  • 21.
    2. Unterscheidung: Adv-v. Adv+ Beinhaltet die Anzeige das geschützte Zeichen? NEIN: “Adv-” JA: “Adv+” “Adv-” = Begriff als Keyword gebucht & Begriff kommt nicht im Text der Anzeige vor “Adv+” = Begriff als Keyword gebucht & Begriff kommt im Text der Anzeige vor
  • 22.
    3. Unterscheidung: KeywordOptionen liberal restriktiv bei Wein & Co Wien Spirituosen Keyword Wein & Co Options Flaschenwein billiger Wein
  • 23.
    3. Unterscheidung: KeywordOptionen große Toleranz häufig hohe Kosten liberal restriktiv bei Wein & Co Wien Spirituosen rd Wein & Co wo ns ey tio K p O Flaschenwein billiger Wein
  • 24.
    3. Unterscheidung: KeywordOptionen geringe Toleranz selten geringere Kosten liberal restriktiv bei Wein & Co Wien Spirituosen Ke yw Op or Wein & Co tio d ns Flaschenwein billiger Wein
  • 25.
    Drei Unterscheidungen: Zusammenfassung “Top Ad” v. “Side Ad“ “Adv+” v. “Adv-” Keyword Optionen
  • 26.
    Inhalt ‣ Einführung ‣ 3 Differenzierungen ‣ Gegenwärtige Diskussionen ‣ Markenmäßige Nutzung ‣ Unlauteres Abfangen, Rufausbeutung ‣ Herausforderungen - Zukunft ‣ Mobile Endgeräte ‣ Navigationsgewohnheiten ‣ Behavioural Advertising
  • 27.
    Österr. Rechtsprechung zuKeyword Advertising MschG UWG Top-Ad ! ! “Adv+” Side-Ad ! ! Top-Ad Nutzung? “Trefferliste”* “Adv-” Side-Ad " " *OGH verwendet in Wein&Co unterschiedliche Definitionen des Terminus “Trefferliste”. Vgl. Absatz 3.4, Abs 3.5 der E OGH, 20.003.2007, 17 Ob 1/07g - Wein&Co- ecolex 2007, 264.
  • 28.
    Strittige Punkte imBezug auf Keyword Advertising: 1.) Geschlossene Handlung oder separate Handlungen: OGH: Buchung und Darstellung der Anzeige als Einheit GA Maduro: Separate Betrachtung von Buchung sowie Darstellung 2.) Markenmäßige Nutzung bei Adv-: - Findet eine Wahrnehmung der Verwendung durch die Nutzer statt? - Ist die Buchung eines Keywords ein kommerzieller Akt? 3.) Beeinträchtigung der Herkunftsfunktion? - Unterscheidung von Waren und Dienstleistungen? - Falls nicht, separater Schutz der Werbe- u. Kommunikationsfunktion? 4.) Verwechslungsgefahr relevant auch bei Doppelidentität? - EuGH: 02-Prüfungsschema (4 Kriterien): auch für Fälle der Doppelidentität? [Vgl. Rdnr. 57 der E: EuGH 12.6.2008, C-533/06 -O2- GRUR Int. 2008, 825]
  • 29.
    OGH 17Ob3/08b 20.05.2008 Adv- preliminary ruling: Bergspecht AUT function as advertising - communication - Arsenal [60] indication of function function origin Anheuser Busch Yes [VI. 4. iVm 11.] trade name No [VI. 3.] “used in advertisement” Arsenal decoration No [VI. 3.] information BMW/Deenik No [VI. 3.] about the p. purpose of distinguishing g&s Arsenal [50.] protection only for well known TMs [11.] autonomous protection indication of origin affected No of the advertising & [VI. 6., 7.] “average user” [8.] communicational function [6.] ECJ Yes Yes No EU: Art 5 (1) S.2 lit a identical goods similar goods & EU: Art 5 (1) S.2 lit b & services services [VI. 9. last sanction-able sentence] position? “likelihood of confusion” use? likelihood of confusion extensive interpretation [VI. 9., 10.] [VI.12.] likelihood of confusion Side Ad Top Ad no likelihood of confusion [VI. 10.] [VI.10.] Version: 13.04.2009, 17:03
  • 30.
    Kaufhaus Agenda Beispiel Das Platzieren eines Lockartikels (Imageträger, hier: “PRIL”) neben einer Eigenmarke (Eigenmarke, hier: “clever”) ist im Einzelhandel eine gängige Praxis, um die gute Reputation einer Marke zu monetarisieren. [Goldman, Brand Spillovers, Santa Clara Univ. Legal Studies Research Paper No. 09-01; Harvard Journal of Law and Technology, Vol. 22, 2008. Available at SSRN: http://ssrn.com/abstract=1324822 (30.03.2009)]
  • 31.
    Kaufhaus Agenda Beispiel Selbst wenn der Einzelhändler beim Verkauf des Lockproduktes wenig bzw. sogar keinen Gewinn macht (kleine Gewinnspanne), entscheidet sich ein Teil der KundInnen für das Produkt der Eigenmarke (große Gewinnspanne). [Goldman, Brand Spillovers, Santa Clara Univ. Legal Studies Research Paper No. 09-01; Harvard Journal of Law and Technology, Vol. 22, 2008. Available at SSRN: http://ssrn.com/abstract=1324822 (30.03.2009)]
  • 32.
    Kaufhaus Agenda Beispiel Regal M01 Regal M01 Selbst wenn der Einzelhändler beim Verkauf des Lockproduktes wenig bzw. sogar keinen Gewinn macht (kleine Gewinnspanne), entscheidet sich ein Teil der KundInnen für das Produkt der Eigenmarke (große Gewinnspanne). [Goldman, Brand Spillovers, Santa Clara Univ. Legal Studies Research Paper No. 09-01; Harvard Journal of Law and Technology, Vol. 22, 2008. Available at SSRN: http://ssrn.com/abstract=1324822 (30.03.2009)]
  • 33.
    Kaufhaus Agenda Beispiel Etage 2 Etage 2 Regal M01 Regal M01 Selbst wenn der Einzelhändler beim Verkauf des Lockproduktes wenig bzw. sogar keinen Gewinn macht (kleine Gewinnspanne), entscheidet sich ein Teil der KundInnen für das Produkt der Eigenmarke (große Gewinnspanne). [Goldman, Brand Spillovers, Santa Clara Univ. Legal Studies Research Paper No. 09-01; Harvard Journal of Law and Technology, Vol. 22, 2008. Available at SSRN: http://ssrn.com/abstract=1324822 (30.03.2009)]
  • 34.
    Kaufhaus Agenda Beispiel Platznummer: ..., 251, 301, ... (50er Schritte) Etage 2 Etage 2 Regal M01 Regal M01 Selbst wenn der Einzelhändler beim Verkauf des Lockproduktes wenig bzw. sogar keinen Gewinn macht (kleine Gewinnspanne), entscheidet sich ein Teil der KundInnen für das Produkt der Eigenmarke (große Gewinnspanne). [Goldman, Brand Spillovers, Santa Clara Univ. Legal Studies Research Paper No. 09-01; Harvard Journal of Law and Technology, Vol. 22, 2008. Available at SSRN: http://ssrn.com/abstract=1324822 (30.03.2009)]
  • 35.
    Kaufhaus Agenda Beispiel Platznummer: ..., 251, 301, ... (50er Schritte) Etage 2 Etage 2 Regal M01 Regal M01 Zusammenfassung: Einzelhändlern ist es erlaubt die Reputation einer Marke auszunützen um den Absatz von eigenen Produkte zu fördern und somit Gewinn zu erwirtschaften. Bei Suchmaschinen ist es jedoch fraglich, ob das Werben für fremde Produkten auf Ergebnisseiten als zulässig angesehen wird.
  • 36.
    Inhalt ‣ Einführung ‣ 3 Differenzierungen ‣ Gegenwärtige Diskussionen ‣ Markenmäßige Nutzung ‣ Unlauteres Abfangen, Rufausbeutung ‣ Herausforderungen - Zukunft ‣ Mobile Endgeräte ‣ Navigationsgewohnheiten ‣ Behavioural Advertising
  • 37.
    UWG: Unlauteres Abfangenvon Kunden Agenda ‣ Informieren über Alternativen vs. Abfangen von Kunden ‣ Ansprechen von pot. Kunden nicht grundsätzlich unlauter ‣ Planmäßiges bzw. gezieltes Abfangen von Kunden in unmittelbarer Nähe des Geschäfts des Mitbewerbers ‣ Abstellen auf “präsumtiven Kunden” ‣ Rechtsprechung: ‣ Reklamezettel: Kunde und Verkäuferin angesprochen ‣ Stiftsparkplatz: Zahlung von Prämien an Busfahrer unlauter ‣ Abfangen möglich auf z.B. eCommerce-Seiten (e.g. Amazon, eBay). ‣ Dort jedoch von Nutzern als störend empfunden [OGH, 16.01.1996, 4 Ob 4/96 -Kärntnerring-Garage- ÖBl 1996, 180; OGH 13.10.1970, 4 Ob 343/70 -Reklamezettelverteilen- ÖBl 1971, 41; OGH, 10.05.1996, 4 Ob 2244/96w -Stiftsparkplatz- ÖBl 1997, 61; OGH, 12.07.2005, 4 Ob 131/05a -whirlpool- MMR 2005, 446. ]
  • 38.
    Suchmaschine als Eingangsbereich Agenda ‣ Definition von Eingangsbereich: Rückgriff auf (unpassende) Analogien? ‣ “Hinweisschild auf der Autobahn”, “Shopping Mall” oder “Supermarkt” ‣ Möglichkeit der getrennten Präsentation, alphabetische Ordnung von Supermarktregalen? http://wikimapia.org/10344546/Burlington-Square-Mall
  • 39.
    Rufausbeutung Agenda ‣ Gefahr einer Rufübertragung / Imagetransfer? “...fern [liegt], dass der Internetnutzer eine Verbindung zwischen der Werbung […] und dem eingegebenen Suchwort in dem Sinne herstelle, dass er Qualitätsvorstellungen, die er mit dem als Suchwort eingegebenen Unternehmenskennzeichen verbinde, auf das Angebot der Klägerin übertrage”. ‣ Geringes Interesse an Funktionsweise & Finanzierung: ‣ Vermeintlich einfache Bedienung (“Product Paradoxon”) ‣ 16% trauen sich Einteilung in Anzeigen/Suchergebnis zu (2005) ‣ 9 % wissen über Finanzierung Bescheid (2003) ‣ Banner Blindness / “Inattentional Blindness” ‣ Werbung wird zwar gesehen aber nicht wahrgenommen ‣ Relative geringe Klickraten auf Werbung (auch Top-Ads) ‣ Eingeschränkte Nützlichkeit von sog. Eye-Tracking Analysen BGH, I ZR 30/07, Beta Layout, GRUR 2009, 500 ; Fallows, Search Engine Users: Internet searchers are confident, satisfied and trusting – but they are also unaware and naive, http://www.pewinternet.org/pdfs/PIP_Searchengine_users.pdf (22.02.2010) 17; Machill/Welp (Hrsg), Wegweiser im Netz (2003) 190; Simons/Chabris, Gorillas in our midst: sustained inattentional blindness for dynamic events, Perception 1999, 1059.
  • 40.
    Inhalt ‣ Einführung ‣ 3 Differenzierungen ‣ Gegenwärtige Diskussionen ‣ Markenmäßige Nutzung ‣ Unlauteres Abfangen, Rufausbeutung ‣ Herausforderungen - Zukunft ‣ Mobile Endgeräte ‣ Navigationsgewohnheiten ‣ Behavioural Advertising
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    Mobile AgendaEndgeräte (Augmented Reality) ‣ Mobile Endgeräte als Lückenschluss zwischen Individuum & Internet ‣ Wiedergabe auf mobilen Endgeräten schafft ua Herausforderungen für Trennung von Inhalten und Werbung ‣ Zugriff auf unterschiedliche Datenqullen (Augmented Reality)
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    Navigationsgewohnheiten: Agenda ‣ Stetig verändernde Nutzer-Navigationsgewohnheiten ‣ Zurücktreten des Domain-Name-Systems ‣ “Meinten Sie...”-Funktion und Google Suggest “suggerieren” Suchanfragen ‣ Zentrales Anbieten von Informationen durch einen Anbieter
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    Navigationsgewohnheiten: Zurücktreten vonDomains Agenda ‣ Browser-Addresszeile wird oftmals durch Suchfenster ersetzt: ‣ Schneller ‣ Einfacher ‣ Komfortabler [Sasser, Japan: URL’s Are Totally Out, http://www.cabel.name/2008/03/japan-urls-are-totally-out.html 22.02.2010]
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    Navigationsgewohnheiten: Google Suggest Agenda ‣ Suchanfrage wird nicht mehr vollständig eingegeben, da Google bereits während der Eingabe Vorschläge anbietet:
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    Navigationsgewohnheiten: Nachfrageverschiebung Agenda ‣ “Google Suggest” bzw. die “Meinten Sie”-Funktion führen zu einer Nachfrageverschiebung. [Stefens, Google Suggest rulez the SERP, http://seo.de/2253/google-suggest-rulez-the-serps/ (22.02.2010)]
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    Behavioral Agenda Advertising: Einschleichender Siegeszug ‣ Schleichender Siegeszug von nutzerspezifischer Werbung ‣ Abstimmung der Werbung auf Kundenkreis (Region, Sprache, etc. ) auch bisher möglich (Tailored Advertising) ‣ Fortschreitende Personalisierung: Seit Dez. 2009 werden alle Google- Suchanfragen “personalisiert”. Suchergebnisse schwerer reproduzierbar. ‣ Fortschreitende Verquickung von Nutzern (online- und offline-Verhalten) und Werbeanbieter (Kundenkarten)
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    Behavioral Agenda Advertising: Einschleichender Siegeszug
  • 52.
    Behavioral Agenda Advertising: Einschleichender Siegeszug
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    Behavioral Agenda Advertising: Einschleichender Siegeszug
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    Behavioral Agenda Advertising: Einschleichender Siegeszug
  • 55.
    Lernen Agendaaus der Gegenwart:Ausblick in die Zukunft ‣ EU-weite, einheitliche Regelung für Trennung von Werbung und Anzeigen ‣ Plattformunabhängige Kennzeichungsgrundsätze ‣ Überprüfung der Kennzeichnung (vgl. US-FTC) & Ahndung Google Product Search Test ‣ Grundsätze für Augmented Reality Applikationen ‣ Identifikation, Informationssicherheit & Rechenschaftspflicht ‣ Graphische Abstraktion von relevanten Informationen ‣ Diskussion: Pers. Werbevertrag: Nutzer - Werbeanbieter A little ‘i’ to teach about ‣ Nachteil: Sehr viele Daten in einer Hand, Missbauchsgefahr? Online Privacy ‣ Vorteil: “Opt-in” anstelle von “Opt-out”, Zentrale Verwaltung der Nutzerdaten, Löschungsanspruch [Clifford, A Little ‘i’ to Teach About Online Privacy http://www.nytimes.com/2010/01/27/business/media/27adco.html (01.02.2010)]
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    Diskussion: Persönlicher Werbevertrag? Agenda KeiichiMatsuda, Augmented (hyper)Reality: Domestic Robocop http://www.vimeo.com/8569187 (20.02.2010).
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    Vielen Dank! Agenda Dankefür Ihre Aufmerksamkeit Mag. Maximilian Schubert LL.M. Jurist.0.8.15@gmail.com www.austrotrabant.at