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Dr. Matthias Stürmer und Gabriel Abu-Tayeh
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Agenda
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Digitale Welt wächst exponentiell
Quelle: IDC's Digi...
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Wissen ist heute digital
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Tragödie der Allmende?
> Hardin (1968) behauptete d...
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Tragödie der Anti-Allmende
> Heller (1998) entdeckt...
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Konsequenz?
Wissen als Gemeingut betrachten:
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Verschiedene Strömungen
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Beispiel Wissensökologie
● Ziel einer nach nachhalt...
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Viele Gemeinsamkeiten
● Es gibt sehr grosse Schnitt...
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Mögliche Charakteristiken
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Voyager 1 und 2 (1977)
Quelle: NASA, Wikipedia: htt...
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Voyager Golden Record (1977)
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Anleitung Abspielen der Schallplatte
Quelle: NASA, ...
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Digitale Nachhaltigkeit
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Lebenszyklus von digitalen Gütern
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Mozilla Firefox
Quelle: Sebastian Spaeth, Matthias ...
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Open Source Beispiel: Linux
Quelle: Linux Foundatio...
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Open Data Beispiel: OpenStreetMap
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● In der Ökologie ist die Tragfähigkeit (carrying c...
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Wissensgüter müssen erstellt werden
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Voraussetzungen für digitale Nach...
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Neue Anwendungsfelder
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Nachhaltigkeitstag 2015 der Universität Bern
Workshop "Swiss Plattform for Sustainable Development Research: Digitale Vernetzung und Digitale Nachhaltigkeit"

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Digitale Nachhaltigkeit: Offener Zugang zu Wissen

  1. 1. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 1 Dr. Matthias Stürmer und Gabriel Abu-Tayeh Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Bern Nachhaltigkeitstag 2015 der Universität Bern Workshop „Swiss Platform for Sustainable Development Research: Digitale Vernetzung und Digitale Nachhaltigkeit“ 20. November 2015
  2. 2. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 2 Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit Forschung, Lehre und Beratung zu ● Open Source Software: Community Governance, Anwendergemeinschaften, Qualitätskriterien, Geschäftsmodelle usw. ● Open Data: Daten-Visualisierungen, Open Aid, Creative Commons usw. ● Open Government: Open Government Partnership, Transparenz und Partizipation von und in politischen Prozessen usw. ● IT-Beschaffung: Herstellerabhängigkeiten, Transparenz, WTO-Regeln usw. Dr. Matthias Stürmer Oberassistent, Leiter Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit Institut für Wirtschaftsinformatik Engehaldenstrasse 8 CH-3012 Bern www.digitale-nachhaltigkeit.unibe.ch Kontakt: Dr. Matthias Stürmer Telefon: +41 31 631 38 09 Mobile: +41 76 368 81 65 Tel: +41 31 631 38 79 (Sekretariat) matthias.stuermer@iwi.unibe.ch Gabriel Abu-Tayeh Hilfsassistent, Doktorand ab 2016
  3. 3. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 3 Agenda 1.Digitalisierung des Wissens 2.Wissen als Gemeingut 3.Mögliche Charakteristiken 4.Historische und heutige Beispiele 5.Wie weiter?
  4. 4. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 4 Definition von Nachhaltigkeit Ursprüngliche Idee: Nur so viele Bäume fällen wie nachwachsen können. (Hans Carl von Carlowitz, 1713) Definition im Brundtland Bericht, 1987: „Dauerhafte Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, daß künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“ Source: Our Common Future (Brundtland Report) 1987 United Nations World Commission on Environment and Development
  5. 5. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 5 Dimensionen der Nachhaltigkeit Ökologische Nachhaltigkeit Soziale Nachhaltigkeit Ökonomische Nachhaltigkeit Digitale Nachhaltigkeit
  6. 6. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 6 Von analogen zu digitalen Daten
  7. 7. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 7 Digitale Welt wächst exponentiell Quelle: IDC's Digital Universe Study, sponsored by EMC, December 2012 http://www.emc.com/collateral/analyst-reports/idc-the-digital-universe-in-2020.pdf
  8. 8. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 8 Wissen ist heute digital
  9. 9. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 9 Güterklassen Privates Gut Klubgut Allmendegut Source: N. Gregory Mankiw, Principles of Economics, Dryden 1998. Öffentliches Gut Rivalität (=Verbrauch) nicht-rivalisierendrivalisierend ausschliessbar nicht ausschliessbar Ausschliessbarkeit z.B. proprietäre Daten z.B. Open Data Wissen ? ?
  10. 10. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 10 Agenda 1.Digitalisierung des Wissens 2.Wissen als Gemeingut 3.Mögliche Charakteristiken 4.Historische und heutige Beispiele 5.Wie weiter?
  11. 11. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 11 Tragödie der Allmende? > Hardin (1968) behauptete die Tragödie der Allmende: „Eine Ressource neigt zur Übernutzung, wenn zu viele Eigner ein Privileg haben, die Ressource zu nutzen und keiner das Recht hat, andere von der Nutzung auszuschliessen“ (übersetzt von Lutterbeck 2002). > Die Ansicht von Hardin führte jahrelang zu einer „Überprivatisierung“ > Ostrom fand heraus, dass es unzählige Beispiele gibt, wo die Tragik der Allmende nicht stattfindet (Ostrom 1990). > Ostrom konnte zeigen, dass überall auf der Welt funktionierende Allmenden zum Teil schon seit Jahrhunderten sehr gut funktionieren.
  12. 12. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 12 Tragödie der Anti-Allmende > Heller (1998) entdeckte die Tragödie der Anti-Allmende „Der Begriff bezeichnet jede Situation, in der Rechteinhaber einander an der Erzeugung oder Nutzung einer wertvollen Ressource behindern“ (Heller 2012). > Buchanan/Yoon (2000) entwickelten ein formelles ökonomisches Modell »wie und warum wirtschaftliche Werte im ›Schwarzen Loch‹ der Ressourcen-Unternutzung verschwinden« > Beispiel: In einem Smartphone stecken schätzungsweise 250.000 Patente (Süddeutsche Zeitung 2011).
  13. 13. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 13 Konsequenz? Wissen als Gemeingut betrachten: Quelle: Kuhlen 2012, Berliner Bibliothekswissenschaftliches Kolloqium; http://slideplayer.org/slide/916222/
  14. 14. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 14 Verschiedene Strömungen Mehrere Disziplinen und Communites stellen normative Bedingungen an die Handhabung mit Wissen(sgütern) 1.Informationsethik/Wissensökologie 2.Open Source/Open Data Communites 3.Commons (Commons-based peer production / knowledge commons / creative commons) 4.Archivwissenschaften
  15. 15. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 15 Beispiel Wissensökologie ● Ziel einer nach nachhaltigen Prinzipien organisierten Wissensgesellschaft ist die Sicherung des freien Zugriffs auf Wissen und Information, für Gegenwart, aber auch für zukünftige Generationen. ● Wissen kann niemandem gehören, ebenso wenig wie die Luft niemandem gehören können. ● Commons sind nicht naturgegeben. Commons werden aus den Common Pool Resourcen sozial konstruiert. ● Informationsethik ist die Reflexion über moralisches Verhalten in den elektronischen Räumen des Internets. Quelle: Kuhlen 2012, Berliner Bibliothekswissenschaftliches Kolloqium; http://slideplayer.org/slide/916222/
  16. 16. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 16 Viele Gemeinsamkeiten ● Es gibt sehr grosse Schnittmengen zwischen den einzelnen Disziplinen und Communites ● Die einzelnen Communites / Disziplinen manifestieren sich im dringenden Appell einer Erweiterung des Nachhaltigkeitskonzepts: 1. digital sustainable commons 2. informationelle Nachhaltigkeit 3. digitale Nachhaltigkeit
  17. 17. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 17 Agenda 1.Digitalisierung des Wissens 2.Wissen als Gemeingut 3.Mögliche Charakteristiken 4.Historische und heutige Beispiele 5.Wie weiter?
  18. 18. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 18 Zwei Perspektiven A) Funktionale Perspektive (Mittel zum Zweck): Digitale Güter wie Standards (XBRL etc.), Daten (Entwicklungszahlen etc.) oder Software (Analyse-Tools etc.) werden genutzt um nachhaltige Entwicklung zu fördern. B) Konzeptionelle Perspektive (Objekt der Nachhaltigkeit): Digitale Nachhaltigkeit bedeutet, dass digitale Wissensgüter ressourcenschonend hergestellt, frei genutzt, kollaborativ weiterentwickelt und langfristig zugänglich gesichert werden.
  19. 19. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 19 Mögliche Charakteristiken Quelle: Stuermer, M. 2014 Characteristics of Digital Sustainability – Proceedings of The 8th International Conference on Theory and Practice of Electronic Governance ICEGOV 2014 1.Inter-Generationen-Gerechtigkeit Zugänglichkeit: Digitale Güter müssen finanziell, technisch, rechtlich und organisatorisch für alle Menschen nutzbar und veränderbar sein (offene Formate und Standards, freie Lizenzen)
  20. 20. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 20 Mögliche Charakteristiken Quelle: Stuermer, M. 2014 Characteristics of Digital Sustainability – Proceedings of The 8th International Conference on Theory and Practice of Electronic Governance ICEGOV 2014 2.Regenerationsfähigkeit Verteiltes Wissen: Das „nicht greifbare“ Wissen über das digitale Gut darf nicht nur bei einer Person oder Organisation liegen, sondern ist verteilt über viele verschiedenartige Akteure.
  21. 21. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 21 Mögliche Charakteristiken Quelle: Stuermer, M. 2014 Characteristics of Digital Sustainability – Proceedings of The 8th International Conference on Theory and Practice of Electronic Governance ICEGOV 2014 3.Sparsamkeitsprinzip Wiederverwendung: Weiterverbreitung einmal geschaffener digitaler Güter durch jegliche Akteure muss technisch und rechtlich möglich sein (nicht „das Rad zweimal erfinden“).
  22. 22. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 22 Mögliche Charakteristiken Quelle: Stuermer, M. 2014 Characteristics of Digital Sustainability – Proceedings of The 8th International Conference on Theory and Practice of Electronic Governance ICEGOV 2014 4.Risikominimierung Herstellerabhängigkeiten: Digitale Güter müssen so gestaltet werden, dass sie keine Abhängigkeiten zu ihren Herstellern schaffen und vertrauenswürdig sind (Transparenz).
  23. 23. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 23 Mögliche Charakteristiken Quelle: Stuermer, M. 2014 Characteristics of Digital Sustainability – Proceedings of The 8th International Conference on Theory and Practice of Electronic Governance ICEGOV 2014 5.Absorptionsfähigkeit Verständlichkeit: Sinnvolle Strukturierung (Modularisierung), Dokumentation, Auffindbarkeit und Filterung von digitalen Gütern muss gewährleistet sein.
  24. 24. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 24 Mögliche Charakteristiken Quelle: Stuermer, M. 2014 Characteristics of Digital Sustainability – Proceedings of The 8th International Conference on Theory and Practice of Electronic Governance ICEGOV 2014 6.Ökologisch-ökonomische Wertschöpfung Systemvoraussetzungen: Rahmenbedingungen auf regulatorischer Ebene müssen so beschaffen sein, dass digital nachhaltige Güter gefördert werden.
  25. 25. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 25 Mögliche Charakteristiken Quelle: Stuermer, M. 2014 Characteristics of Digital Sustainability – Proceedings of The 8th International Conference on Theory and Practice of Electronic Governance ICEGOV 2014 1. Inter-Generationen-Gerechtigkeit Zugänglichkeit: Digitale Güter müssen finanziell, technisch, rechtlich und organisatorisch für alle Menschen nutzbar und veränderbar sein (offene Formate und Standards, freie Lizenzen) 2. Regenerationsfähigkeit Verteiltes Wissen: Das „nicht greifbare“ Wissen über das digitale Gut darf nicht nur bei einer Person oder Organisation liegen, sondern ist verteilt über viele verschiedenartige Akteure. 3. Sparsamkeitsprinzip Wiederverwendung: Weiterverbreitung einmal geschaffener digitaler Güter durch jegliche Akteure muss technisch und rechtlich möglich sein (nicht „das Rad zweimal erfinden“). 4. Risikominimierung Herstellerabhängigkeiten: Digitale Güter müssen so gestaltet werden, dass sie keine Abhängigkeiten zu ihren Herstellern schaffen und vertrauenswürdig sind (Transparenz). 5. Absorptionsfähigkeit Verständlichkeit: Sinnvolle Strukturierung (Modularisierung), Dokumentation, Auffindbarkeit und Filterung von digitalen Gütern muss gewährleistet sein. 6. Ökologisch-ökonomische Wertschöpfung Systemvoraussetzungen: Rahmenbedingungen auf regulatorischer Ebene müssen so beschaffen sein, dass digital nachhaltige Güter gefördert werden.
  26. 26. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 26 Agenda 1.Digitalisierung des Wissens 2.Wissen als Gemeingut 3.Mögliche Charakteristiken 4.Historische und heutige Beispiele 5.Wie weiter?
  27. 27. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 27 Pioneer Plaque (1972) Quelle: NASA, Wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/Pioneer_plaque
  28. 28. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 28 Voyager 1 und 2 (1977) Quelle: NASA, Wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/Voyager_Golden_Record
  29. 29. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 29 Voyager Golden Record (1977) ● Gramophone records included in Voyager 1 and 2 spacecrafts ● A „bottle in the cosmic ocean“ intended to communicate to extra-terrestrials a story of the world of humans on Earth ● Content: 116 images, natural sounds, classical music, spoken languages ● Travelling at 60'000 km/h, now around 20 billion km away ● In about 40'000 years Voyager 1 and 2 will be within 1.8 light-years of other stars ● Golden Records should last 500 million years Quelle: NASA, Wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/Voyager_Golden_Record
  30. 30. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 30 Anleitung Abspielen der Schallplatte Quelle: NASA, Wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/Voyager_Golden_Record
  31. 31. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 31 Bilder auf der Golden Record
  32. 32. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 32 Digitale Nachhaltigkeit Ausgehend von Voyager Golden Record Beispiel: Was sind die Voraussetzungen für digitale Nachhaltigkeit? 1.Daten (Open Data) 2.Datenspezifikation (Open Standard) 3.Methode um Daten zu lesen (Open Source Software) 4.Datenspeichermedium (Open Hardware) 5.Abspielgerät (Open Hardware)
  33. 33. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 33 Lebenszyklus von digitalen Gütern Create Use ImproveShare Access Open Source Open Standards Open Data Open Content Open Access ...
  34. 34. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 34 Open Definition Knowledge is open if anyone is free to access, use, modify, and share it — subject, at most, to measures that preserve provenance and openness: 1.Open License (use, modification etc.) 2.Access (available without charge) 3.Open Format (public specification) Quelle: http://opendefinition.org/od
  35. 35. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 35 Mozilla Firefox Quelle: Sebastian Spaeth, Matthias Stuermer, Stefan Haefliger, Georg von Krogh 2007 „Sampling in Open Source Software Development: The case for using the Debian GNU/Linux Distribution“ As an Example of Package Dependencies in Debian: The Graph of Mozilla Firefox UNIX command: apt-cache dotty firefox | dot -Tps > dependencygraph_firefox.ps
  36. 36. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 36 Open Source Beispiel: Linux Quelle: Linux Foundation, February 2015 „Linux Kernel Development How Fast is it Going, Who is Doing It, What Are They Doing and Who is Sponsoring the Work“ http://www.linuxfoundation.org/publications/linux-foundation/who-writes-linux-2015 Top 10 Firmen, die vom 02.09.2013 bis 07.12.2014 zur Linux Kernel Entwicklung beigetragen haben:
  37. 37. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 37 Open Data Beispiel: OpenStreetMap
  38. 38. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 38 Funktionale Perspektive
  39. 39. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 39 Agenda 1.Digitalisierung des Wissens 2.Wissen als Gemeingut 3.Mögliche Charakteristiken 4.Historische und heutige Beispiele 5.Wie weiter?
  40. 40. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 40 Übernutzung Oft ist der Fokus der Nachhaltigkeitsdebatte vorwiegend auf bereits vorhandenen finiten Ressourcen. Quelle:Our Ecological Footprint, Wackernagel, Rees, 1995
  41. 41. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 41 ● In der Ökologie ist die Tragfähigkeit (carrying capacity) die maximale Zahl von Organismen einer Art (Populationsgrösse), die in einem Lebensraum für unbegrenzte Zeit existieren können, ohne diesen nachhaltig zu schädigen. ● Die Tragfähigkeit gibt im Bereich der Technik eine maximale Belastbarkeit an. Cap Model
  42. 42. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 42 Bei Wissensgütern gibt es minimale Rahmenbedingungen (basic conditions) an die Produktion/Zurverfügungstellung des Wissens, um es für die Gesellschaft für einen unbegrenzten Zeitraum existent & nutzbar zu machen. Floor Model
  43. 43. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 43 Unternutzung Wissensgüter müssen erstellt werden
  44. 44. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 44 Arbeitshypothesen Voraussetzungen für digitale Nachhaltigkeit: ● Anerkannter rechtlicher Rahmen ● Datenformate: offener Standard ● Software: Open Source Lizenz ● Daten: Open Data Lizenz ● Inhalte: Creative Commons Lizenz ● Wissenschaftsergebnisse: Open Access ● Hardware: Open Hardware Zusätzliche Anforderungen für digitale Nachhaltigkeit: ● Daten: Metainformationen, Linked Data etc. ● Software: Dokumentation, Modularität, Benutzerfreundlichkeit etc. ● Breite Basis an Beitragenden (Peer Production)
  45. 45. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 45 Neue Anwendungsfelder ● Open Source Pharma ● Open Seeds ● Elektromobilität (Tesla Patente) ● etc.
  46. 46. Digitale Nachhaltigkeit – Offener Zugang zu Wissen20. November 2015 46 Fragen, Diskussion

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